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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 36 Antworten
und wurde 1.281 mal aufgerufen
 Christentum
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Mithras Offline



Beiträge: 283

08.08.2012 18:33
Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Wisst ihr, was ich irgendwie komisch finde ?

ich dachte eigentlich zuerst, ich könnte in einem Religionsforum einige Fragen loswerden, aber ulkiger Weise sind hier überwiegend Atheisten unterwegs (eigentlich ist das hier ein Atheisten-Forum. Macht ja nichts.)

Hier werden sehr viele gute Argumente gegen einen Gott vorgebracht. Und es wird mal mehr, mal weniger nett versucht, die wenigen Gläubigen ( 2 ? ) von der Abwesenheit dieses Gottes zu überzeugen.

Mal angenommen, man könnte die wohl beiden einzigen hier nun endlich davon überzeugen, dass es keinen Gott gibt, mit wem würden wir dann nach erfolgter Mission diskutieren ? Miteinander redet/schreibt ihr ja eigentlich nicht viel bis gar nichts, wei ihr euch alle einig seid. Auch ich kann euren Argumenten eigentlich nur zustimmen.Das wars dann aber auch schon.
Hier in diesen Threats wär doch tote Hose.

Also sollten wir doch froh sein, dass wir den anders Denkenden nicht so leicht überzeugen können.

Sagt ein Christ zum anderen: "die Atheisten nerven." "Wieso?", fragt der andere. Antwortet der eine:"Die reden ständig über Gott."

Hm....stimmt irgendwie....oder wie seht ihr das ?

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Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

08.08.2012 19:34
#2 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Mithras im Beitrag #1
Wisst ihr, was ich irgendwie komisch finde ?

ich dachte eigentlich zuerst, ich könnte in einem Religionsforum einige Fragen loswerden, aber ulkiger Weise sind hier überwiegend Atheisten unterwegs (eigentlich ist das hier ein Atheisten-Forum. Macht ja nichts.)

Hier werden sehr viele gute Argumente gegen einen Gott vorgebracht. Und es wird mal mehr, mal weniger nett versucht, die wenigen Gläubigen ( 2 ? ) von der Abwesenheit dieses Gottes zu überzeugen.

Mal angenommen, man könnte die wohl beiden einzigen hier nun endlich davon überzeugen, dass es keinen Gott gibt, mit wem würden wir dann nach erfolgter Mission diskutieren ? Miteinander redet/schreibt ihr ja eigentlich nicht viel bis gar nichts, wei ihr euch alle einig seid. Auch ich kann euren Argumenten eigentlich nur zustimmen.Das wars dann aber auch schon.
Hier in diesen Threats wär doch tote Hose.

Also sollten wir doch froh sein, dass wir den anders Denkenden nicht so leicht überzeugen können.

Sagt ein Christ zum anderen: "die Atheisten nerven." "Wieso?", fragt der andere. Antwortet der eine:"Die reden ständig über Gott."

Hm....stimmt irgendwie....oder wie seht ihr das ?



Du bist in einem Religionsforum, aber schau mal oben, was unter Religionsforum steht: Atheismus vs. Religionen. Es gibt nun mal 2 Lager, die der Religiösen und die der Areligiösen. Abgesehen davon sind hier nicht überwiegend Atheisten unterwegs, sondern auch Agnostiker, Juden, Muslime, Christen und auch Buddhisten. Nur posten die Atheisten/Agnostiker hier fleißiger. Also sie sind zumindest die, die hier Resonanz zeigen.
Wir Agnostiker/Atheisten versuchen, niemanden von etwas zu überzeugen. Wir bieten nur Paroli, wenn jemand sich hier anmeldet und schreibt, wie egoistisch wir sind und gefälligst den Schöpfer und die Natur lieben sollen.
Wir versuchen, niemanden zu überzeugen. Die Leute sagen halt nur hier ihre Meinung und schildern ihren Glauben. Eigentlich sind es eher die Gläubigen, die hier missionieren. Und dass wir Agnostiker/Atheisten uns immer einig wären, stimmt ebenfalls nicht. Ich z.B. bin nicht auf der Seite der Atheisten, da ich ihre Position zu engstirnig finde wie die der Gläubigen, wobei ich aber sagen muss, dass die Atheisten hier im Forum ihren Glauben auf irgendeine Art und Weise begründen können. Von Seiten der Gläubigen kommt da halt nicht viel.
Also, wenn ich irgendwann voll überzeugt sein sollte von Gott (fragt sich nur von welchem Gott), dann werde ich auch an ihn glauben.

MfG

Mithras Offline



Beiträge: 283

08.08.2012 20:03
#3 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Stimmt, haste Recht, voll daneben. Dann betrachte diesen Thread als gelöscht.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

09.08.2012 07:35
#4 Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Atheisten sind diskussionsfreudiger. Sie haben keine Angst vor eigenen Irrtümern. Und vielleicht irren die sich ja auch weniger.... Sie sind sich innerlich einfach mehr gewiss...

Gläubige haben mehr Angst vor der Diskussion. Sie haben Angst vor den Gegenargumenten. Weil sie innerlich ahnen, dass sie daneben liegen.

Das ist meine Ahnung, mein Urteil, zu dem Personalstand unserer Diskussionsgruppe.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Mithras Offline



Beiträge: 283

09.08.2012 08:11
#5 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #4
Atheisten sind diskussionsfreudiger. Sie haben keine Angst vor eigenen Irrtümern. Und vielleicht irren die sich ja auch weniger.... Sie sind sich innerlich einfach mehr gewiss...

Ja, das stimmt, so ist es. Wir glauben ja auch nicht, dass wir etwas zu verlieren hätten.

Gläubige haben mehr Angst vor der Diskussion. Sie haben Angst vor den Gegenargumenten. Weil sie innerlich ahnen, dass sie daneben liegen.
Das ist meine Ahnung, mein Urteil, zu dem Personalstand unserer Diskussionsgruppe.


Wenn die Gläubigen glauben, sie hätten etwas zu verlieren, dann ist ja klar, dass sie ihr Glaubensgut vor anderen und vor sich selbst unbedingt verteidigen müssen. Davor haben sie tatsächlich Angst. Für sie geht es nämlich wirklich um Leben und Tod.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

09.08.2012 08:44
#6 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Mithras im Beitrag #1
Hier werden sehr viele gute Argumente gegen einen Gott vorgebracht. Und es wird mal mehr, mal weniger nett versucht, die wenigen Gläubigen ( 2 ? ) von der Abwesenheit dieses Gottes zu überzeugen.


Das Forum war mal kurz geschlossen, daher sind einige Foristen abgewandert. Ich habe jedoch den Eindruck, dass es langsam wieder mehr wird.

Für meinen Teil bin ich überzeugt, dass es zwar keine Beweise, aber gute Argumente gegen einen Gott gibt. Wenn es tausende bereits verstorbene Götter gab die sich Menschen irgendwann einmal erschaffen haben, warum sollte Allah, Jahwe oder der dreifach einfältige Christengott existieren? Schelem alach und Manden gehen aber kaum auf Argumente ein. Da habe ich wirklich schon diskussionsfreudigere Gläubige erlebt.

In einem anderen Religionsblog hatte ich mit einem Moslem über Glauben gesprochen. Er hat ungefähr 10 Stellen des Koran angebracht, die irgendwelche wissenschaftlichen Beweise enthalten sollten. Ich konnte die nach langen Recherchen alle widerlegen. Danach hat er sich nicht wieder gemeldet.

Atheisten und Agnostiker wollen diskutieren, Gläubige meist nur missionieren. Mich würden hervorragende Argumente für einen Gott eventuell überzeugen. Bei Gläubigen steht schon vorher fest, dass sie ihren Glauben auch bei den besten Gegenargumenten nicht ändern werden. Daher tummeln sich, ausser den Fanatikern, deutlich weniger Gläubige in Diskussionsforen.

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 703

09.08.2012 17:25
#7 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Einige Forumsmitglieder sind abgewandert, kommen aber wieder, weil das Alternativ-Forum nicht überzeugte.

Die Atheisten nerven schon irgendwie, weil sie ständig über die Nichtexistenz Gottes reden und mit den Theisten diskutieren wollen. Wenn man das an einer Grillparty erwähnt, wird es manchmal peinlich, weil es die Areligiösen nicht interessiert.

Atheisten haben auch ein merkwürdiges Sendungsbewusstsein: Widerlegung der angeblichen wissenschaftlichen Beweise im Koran, sprich Widerlegung der angeblichen Hinweise im Koran auf wissenschaftliche Entdeckungen und Erfindungen.

Die Atheisten sind eben nicht areligiös - für Areligiöse ist Gott, ob er existiert oder nicht, überhaupt kein Thema, für die Areligiösen gibt es Dringenderes zu tun. Ist ja irgendwie auch ein Luxus, sich über die höchsten und tiefsten Fragen den Kopf zu zerbrechen. Die Atheisten sind irgendwie negative Theisten; sie suchen irgendetwas "Absolutes" und kommen immer wieder zum Schluss, dass es so etwas nicht gibt. Sie ringen (noch) mit der Gottesfrage. Irgendwann wird dann einmal der Zustand der Gleichgültigkeit erreicht. Der dauert bei mir immer länger an.

Manche Atheisten sind in der Wolle gefärbte Metaphysiker, was sie nicht abstreifen können. Das Angebot der Religion/en befriedigt sie aber nicht.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester) Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert (Stendhal).
Denken ist eine Anstrengung; Glaube ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Philosophie ist, über die Welt und das Leben der Menschen nachzudenken (Schopenhauer).
Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

09.08.2012 18:28
#8 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Schon unglaublich,

ist man mal ZWEI ganze Tage nicht hier, schon TANZEN die MÄUSE auf den TISCHEN!


Zitat Mithras:
Wenn die Gläubigen glauben, sie hätten etwas zu verlieren, dann ist ja klar, dass sie ihr Glaubensgut vor anderen und vor sich selbst unbedingt verteidigen müssen. Davor haben sie tatsächlich Angst. Für sie geht es nämlich wirklich um Leben und Tod.

Wir haben ANGST unseren Glauben zu verteidigen?
Warum liebe Mithras sollten wir ANGST haben, etwas zu verteidigen wovon man überzeugt ist?
Ist das jetzt von dir ein gefasel damit die anderen denken wie toll Du gegen gläubige sprichst?
Wenn Du es noch nicht bemerkt haben solltest, das Leben ist das Kostbarste was der Mensch hat,
der Mensch erkennt erst wieder wie kostbar dies ist wenn er es eben verlieren könnte.
Solange er aber meint alles sei mit seinem Leben ja TUTTI, hat er ganz grosse KLAPPE, dannn wenn er es verlieren könnte,
wird er KLEINLAUT und ist am JAMMERN.
Also mein Fazit über, dich grosse TÖNE und nichts dahinther, zumindest nicht was das wahre Leben betrifft.
Sonst würdest Du nicht so geschwollen reden über LEBEN und TOD, als wenn es nur für Gläubige wichtig wäre?

Gerade Du als MUTTER soltest es besser wissen!

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Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

09.08.2012 21:38
#9 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #4
Atheisten sind diskussionsfreudiger. Sie haben keine Angst vor eigenen Irrtümern. Und vielleicht irren die sich ja auch weniger.... Sie sind sich innerlich einfach mehr gewiss...

Gläubige haben mehr Angst vor der Diskussion. Sie haben Angst vor den Gegenargumenten. Weil sie innerlich ahnen, dass sie daneben liegen.

Das ist meine Ahnung, mein Urteil, zu dem Personalstand unserer Diskussionsgruppe.

Den Punkt mit Diskussionsfreude finde ich sehr gut. Und was Atheisten (Agnostiker auch meiner Meinung nach) sind : mutiger! Sie gestehen sich ein, dass es Gott nicht geben könnte, statt sich mit einer einer potentiellen Lüge zu täuschen. Sie akzeptieren die Möglichkeit, dass es einen Gott vielleicht nicht gibt, wofür es sehr vielen Mutes bedarf. Und bescheidener sind sie ebenfalls, meistens zumindest. Sie können sich eher ihre Fehler eingestehen als Gläubige, die stur an ihrem Glaubenskonzept festhalten, obwohl alles dagegen spricht.
Ich finde, bevor sich Gläubige hier anmelden, sollten sie sich bewusst sein, dass womöglich ihr ganzes bis dahin gültiges Glaubenskonzept zusammenbrechen könnte wie ein Kartenhaus. Und dass ihr Glauben hier definitiv hinterfragt wird, denn das gehört unbedingt zu einer Diskussion dazu. Sonst ist es doch total sinnlos zu "diskutieren", wenn jemand sich hier anmeldet, seinen Glauben predigt und wir hier zu allem, was er sagt, "ja und amen" sagen.

Zitat von Mithras im Beitrag #5
Zitat von Gysi im Beitrag #4
Atheisten sind diskussionsfreudiger. Sie haben keine Angst vor eigenen Irrtümern. Und vielleicht irren die sich ja auch weniger.... Sie sind sich innerlich einfach mehr gewiss...

Ja, das stimmt, so ist es. Wir glauben ja auch nicht, dass wir etwas zu verlieren hätten.

Gläubige haben mehr Angst vor der Diskussion. Sie haben Angst vor den Gegenargumenten. Weil sie innerlich ahnen, dass sie daneben liegen.
Das ist meine Ahnung, mein Urteil, zu dem Personalstand unserer Diskussionsgruppe.


Wenn die Gläubigen glauben, sie hätten etwas zu verlieren, dann ist ja klar, dass sie ihr Glaubensgut vor anderen und vor sich selbst unbedingt verteidigen müssen. Davor haben sie tatsächlich Angst. Für sie geht es nämlich wirklich um Leben und Tod.

Sie müssen aber damit rechnen, dass sie ihren Glauben hier verlieren werden. Wenn sie sich in so einem Forum anmelden und mitdiskutieren, dann müssen sie damit rechnen, dass hier manche nicht an Gott glauben und manche den Glauben des anderen hinterfragen werden. Wenn Gläubige aber ihren Glauben unbedingt bestätigt haben wollen, können sie sich in einem Forum anmelden, der extra für Anhänger ihres Glaubens/ ihrer Religion eröffnet worden ist.
Ich finde, eine strikt religiöse Erziehung sowieso ziemlich unsinnig und teilweise ziemlich gefährlich. Sie bereitet einen keines Weges auf die Realität vor. Die Realität kann manchmal ziemlich ungerecht, gemein und hart sein. Das sollten man seinen Kindern, wenn sie reif genug sind, irgendwann ermitteln und ihnen nicht ein Schwindelrealität oder Scheinrealität vorgaukeln. Man tut seinen Kindern keinen Gefallen, wenn man sie belügt, sondern man sollte ihnen auch mal erzählen, wie die Dinge wirklich sind, auch wenn es das Kind schwer verkraften mag, so sehr es den Eltern wehtut.

Zitat von Blackysmart im Beitrag #6
Zitat von Mithras im Beitrag #1
Hier werden sehr viele gute Argumente gegen einen Gott vorgebracht. Und es wird mal mehr, mal weniger nett versucht, die wenigen Gläubigen ( 2 ? ) von der Abwesenheit dieses Gottes zu überzeugen.


Das Forum war mal kurz geschlossen, daher sind einige Foristen abgewandert. Ich habe jedoch den Eindruck, dass es langsam wieder mehr wird.

Für meinen Teil bin ich überzeugt, dass es zwar keine Beweise, aber gute Argumente gegen einen Gott gibt. Wenn es tausende bereits verstorbene Götter gab die sich Menschen irgendwann einmal erschaffen haben, warum sollte Allah, Jahwe oder der dreifach einfältige Christengott existieren? Schelem alach und Manden gehen aber kaum auf Argumente ein. Da habe ich wirklich schon diskussionsfreudigere Gläubige erlebt.

In einem anderen Religionsblog hatte ich mit einem Moslem über Glauben gesprochen. Er hat ungefähr 10 Stellen des Koran angebracht, die irgendwelche wissenschaftlichen Beweise enthalten sollten. Ich konnte die nach langen Recherchen alle widerlegen. Danach hat er sich nicht wieder gemeldet.

Atheisten und Agnostiker wollen diskutieren, Gläubige meist nur missionieren. Mich würden hervorragende Argumente für einen Gott eventuell überzeugen. Bei Gläubigen steht schon vorher fest, dass sie ihren Glauben auch bei den besten Gegenargumenten nicht ändern werden. Daher tummeln sich, ausser den Fanatikern, deutlich weniger Gläubige in Diskussionsforen.

Ob es einen Gott gibt oder nicht, weiß ja letztendlich niemand hier auf Erden. Also bleibt es eine Sache des Glaubens. Ich toleriere deine Sicht als Atheist und du begründest deinen Glauben auch. Abgesehen davon stimme ich dir zu, wenn Schelem alach und Manden kaum auf Argumente eingehen. Dieses Forum ist für den Dialog zwischen Gläubigen und Nichtgläubigen und unter einem Dialog verstehe ich, dass beide Seiten aufeinander zugehen und sich öffnen und nicht dass jeder stur auf seiner Meinung beharrt und schon gar nicht, wenn derjenige es nicht begründet, warum er diese Meinung verfechtet. (Mit dem letzten Satz bist v.a. du gemeint, Manden.) Obwohl ich deine Lebensgeschichte ja teilweise kenne und durch meinen eigenen Erfahrungen auch verstehen kann, dass du dem Glauben den Rücken gekehrt hast, würde ich trotzdem raten, nicht den Fehler zu machen, die andere Extremposition einzunehmen, wo vielleicht auch emotionale Gründen eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Den Tipp kannst du jetzt beherzigen oder nicht, das liegt in deiner Hand. Ich finde, dass es weder für die Existenz noch für die Nichtexistenz jedweder Götter hinreichend Belege gibt und daran halte ich mich und so wie es aussieht, werde ich mich wohl höchstwahrscheinlich mein ganzes Leben lang daran halten müssen.

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

09.08.2012 22:06
#10 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von seneca im Beitrag #7
Einige Forumsmitglieder sind abgewandert, kommen aber wieder, weil das Alternativ-Forum nicht überzeugte.

Die Atheisten nerven schon irgendwie, weil sie ständig über die Nichtexistenz Gottes reden und mit den Theisten diskutieren wollen. Wenn man das an einer Grillparty erwähnt, wird es manchmal peinlich, weil es die Areligiösen nicht interessiert.

Atheisten haben auch ein merkwürdiges Sendungsbewusstsein: Widerlegung der angeblichen wissenschaftlichen Beweise im Koran, sprich Widerlegung der angeblichen Hinweise im Koran auf wissenschaftliche Entdeckungen und Erfindungen.

Die Atheisten sind eben nicht areligiös - für Areligiöse ist Gott, ob er existiert oder nicht, überhaupt kein Thema, für die Areligiösen gibt es Dringenderes zu tun. Ist ja irgendwie auch ein Luxus, sich über die höchsten und tiefsten Fragen den Kopf zu zerbrechen. Die Atheisten sind irgendwie negative Theisten; sie suchen irgendetwas "Absolutes" und kommen immer wieder zum Schluss, dass es so etwas nicht gibt. Sie ringen (noch) mit der Gottesfrage. Irgendwann wird dann einmal der Zustand der Gleichgültigkeit erreicht. Der dauert bei mir immer länger an.

Manche Atheisten sind in der Wolle gefärbte Metaphysiker, was sie nicht abstreifen können. Das Angebot der Religion/en befriedigt sie aber nicht.

Also ich weiß jetzt nicht, woher dieses Vorurteil kommt, Atheisten würden sich ständig mit Gott beschäftigen. Auf den einen oder anderen Atheisten mag das zutreffen, aber jetzt zu verallgemeinern, finde ich nicht richtig. Ich habe auch Atheisten getroffen, die einen ziemlich zufriedenen Eindruck machten.
Aber selbst, wenn es Atheisten gibt, die selbst vielleicht insgeheim hoffen, dass es doch einen Schöpfer gibt, was ich auch vollkommen verständlich finde, sind sie doch die vernünftigeren, die sich die Dinge eingestehen und viele Dinge so hinnehmen, wie sie sind. Ich kann das Dilemma mancher Atheisten verstehen, deren Herzen glauben wollen und man insgeheim sich wünscht, dass es doch mehr als dieses irdische Dasein gibt, der Verstand aber Gott/Götter als Schwachsinn abtut, wenn man sich die Geschichte der Religionen anschaut, in der so viele Götter wie Menschen kamen und gingen. Ich würde nämlich meinen Glauben wie im letzten Satz beschreiben, obwohl ich agnostischer (Mono)Theist bin, wobei mein Herz am Ende doch siegt, da ich der Meinung bin, dass das Herz in solchen Dingen mehr weiß als die Ratio.
seneca, du beschreibst dich als religiöser Atheist, also bist du doch selber einer von "denen" ... Ich denke, dass jeder Mensch ein metaphysisches Bedürfnis hat, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Zitat von schelem alach im Beitrag #8
Schon unglaublich,

ist man mal ZWEI ganze Tage nicht hier, schon TANZEN die MÄUSE auf den TISCHEN!


Zitat Mithras:
Wenn die Gläubigen glauben, sie hätten etwas zu verlieren, dann ist ja klar, dass sie ihr Glaubensgut vor anderen und vor sich selbst unbedingt verteidigen müssen. Davor haben sie tatsächlich Angst. Für sie geht es nämlich wirklich um Leben und Tod.

Wir haben ANGST unseren Glauben zu verteidigen?
Warum liebe Mithras sollten wir ANGST haben, etwas zu verteidigen wovon man überzeugt ist?
Ist das jetzt von dir ein gefasel damit die anderen denken wie toll Du gegen gläubige sprichst?
Wenn Du es noch nicht bemerkt haben solltest, das Leben ist das Kostbarste was der Mensch hat,
der Mensch erkennt erst wieder wie kostbar dies ist wenn er es eben verlieren könnte.
Solange er aber meint alles sei mit seinem Leben ja TUTTI, hat er ganz grosse KLAPPE, dannn wenn er es verlieren könnte,
wird er KLEINLAUT und ist am JAMMERN.
Also mein Fazit über, dich grosse TÖNE und nichts dahinther, zumindest nicht was das wahre Leben betrifft.
Sonst würdest Du nicht so geschwollen reden über LEBEN und TOD, als wenn es nur für Gläubige wichtig wäre?

Gerade Du als MUTTER soltest es besser wissen!


Verteidigen ist überhaupt kein Problem. Aber bei Bekehrungen und Beleidigungen (Zitat: "ein gefasel damit die anderen denken wie toll ...") ist Schluss. Ansonsten stimme ich dir zu, wenn du sagst, dass das Leben das Kostbarste ist, was der Mensch hat. (Eigentlich hat der Mensch doch nur sein Leben und sonst nichts. Also ist das Leben alles, was der Mensch hat.) Aber wieso verallgemeinerst du, indem du sagst, der Mensch (damit meinst du wohl alle Menschen?) erkennt die Kostbarkeit des Lebens erst, wenn er sie verlieren könnte? Ich glaube, zwar, dass jeder ein Hallo-Wach-Auf-Erlebnis braucht, um sich dieser Kostbarkeit bewusst zu werden. Aber nicht bei jedem ist dieses Erlebnis mit dem Tod verbunden. Ich hatte ein anderes Erlebnis (mit 14), dass mich dazu bewegte, viel zu hinterfragen und über vieles nachzudenken und das Leben viel bewusster zu leben und nicht einfach nur hinzunehmen, wie ich es vorher tat, und dazu gehörten natürlich auch das Leben und der Tod.
Aber im Großen und Ganzen bin ich deiner Meinung: Das Schlimmste, was es gibt meiner Meinung nach, ist das Hinnehmen des Lebens, so wie es ist, ohne tiefer darüber nachgedacht zu haben und sich mit tieferen Dingen beschäftigt zu haben. Aber wieso du das irgendwelchen Menschen unterstellst, die du gar nicht kennst, ist mir ein Rätsel. Wenn hier einer aus dem Forum so wäre, würde er sich wohl kaum in so einem Forum anmelden und nach Antworten suchen.

Mithras Offline



Beiträge: 283

10.08.2012 06:51
#11 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von schelem alach im Beitrag #8
Schon unglaublich,

ist man mal ZWEI ganze Tage nicht hier, schon TANZEN die MÄUSE auf den TISCHEN!


die Gelegenheit war günstig.....
Zitat Mithras:
Wenn die Gläubigen glauben, sie hätten etwas zu verlieren, dann ist ja klar, dass sie ihr Glaubensgut vor anderen und vor sich selbst unbedingt verteidigen müssen. Davor haben sie tatsächlich Angst. Für sie geht es nämlich wirklich um Leben und Tod.

Wir haben ANGST unseren Glauben zu verteidigen?


Nein, nein, schelemmchen, ich hab mich mal wieder viel zu umständlich ausgedrückt, ich meinte das so: weil es bei euch im Glauben um Leben und Tod geht, habt ihr natürlich Angst, etwas zu verlieren. Nämlich die Hoffnung auf das ewige Leben. Git es diese Hoffnung nicht, erscheint euch alles hoffnungslos ( siehe Mandens Aussage dazu ). Darum wird jeder noch so berechtigte Zweifel weggeglaubt.

Warum liebe Mithras sollten wir ANGST haben, etwas zu verteidigen wovon man überzeugt ist?
Ist das jetzt von dir ein gefasel damit die anderen denken wie toll Du gegen gläubige sprichst?
Wenn Du es noch nicht bemerkt haben solltest, das Leben ist das Kostbarste was der Mensch hat,
der Mensch erkennt erst wieder wie kostbar dies ist wenn er es eben verlieren könnte.
S


Eben. Wo verliere ich das Leben aber, wenn ich doch davon überzeugt bin, ewig zu leben ? Das bedingt aber den Glauben daran ewig zu leben. Ist der Glaube daran futsch, fehlt mir mein eingelulltes kuscheliges Sicherheitskissen.
Ich habe schon sehr wohl bemerkt, dass wir nur dieses eine Leben haben. Ich glaub an kein zweites ewiges. Du glaubst doch daran.


olange er aber meint alles sei mit seinem Leben ja TUTTI, hat er ganz grosse KLAPPE, dannn wenn er es verlieren könnte,
wird er KLEINLAUT und ist am JAMMERN.

*lach* (irgendwie wieder mal sehr süß mit dir, schelemchen ) Na klar jammern wir, wenn wir sterben sollen, ist doch klar. Also ich hab ganz bestimmt Angst zu sterben, für mich gibts die Gewissheit eines Lebens nach dem Tod ja auch nicht. Die Angst vor dem Tod ist eine ganz normale ureigene Angst, die aus dem Überlebensinstinkt entspringt. Jedes Tier hat Angst zu sterben. Hätten wir keine Angst, wäre die Suizidrate noch viel höher.
Merkwürdiger Weise haben aber eben auch einige Leute Angst zu sterben, die sehr wohl an ein Leben nach dem Tod glauben. Und Leute, die keine Angst vor dem Tod haben, gibt es unter den Gläubigen , wie unter den nicht Gläubigen, also man kann nicht alles pauschalieren




Also mein Fazit über, dich grosse TÖNE und nichts dahinther, zumindest nicht was das wahre Leben betrifft.
Sonst würdest Du nicht so geschwollen reden über LEBEN und TOD, als wenn es nur für Gläubige wichtig wäre?

Gerade Du als MUTTER soltest es besser wissen!




Ich glaube, du hast mich einfach nicht richtig verstanden....wahrscheinlich rede ich wirklich zu geschwollen, liegt an meinem Beruf, uns versteht man schlecht bis gar nicht ( Behördenmietze ).
Ich gelobe zu versuchen, mich einfacher auszudrücken. Ab heute, ja ?

Und nicht aufregen, schelem....o.k.?

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Mithras Offline



Beiträge: 283

10.08.2012 07:05
#12 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Lieber Philosophy

ich find deine Aussagen in #9 total klasse, soviel dazu.

Du schriebst u.a. : >>Sie (die Gläubigen )müssen aber damit rechnen, dass sie ihren Glauben hier verlieren werden.<<

Damit rechnen die nicht, hör dir doch ihre Reden an. Und tatsächlich verlieren sie ihren Glauben auch nicht. Mag sein, dass es ein paar Kleingläubige gibt, aber zumeist stärken diese Verteidigungsreden den Gläubigen noch.
Als ich noch hochgläubig war, hätte mir niemand von euch diesen Glauben ausreden können. Mich hat allerdings auch niemals jemand auf bestimmte Dinge aufmerksam gemacht. Aus dieser Matrix des Glaubens kam ich erst raus, als ich die "rote Pille" schluckte, wie Neo (im Film die Matrix).
Meine rote Pille viel mir unverhofft in die Hände in Form des Buches "Jesus Menschensohn" von Rudolf Augstein.
Damit begann die Erkenntnis. Ist nicht schön gewesen. Man fühlt sich betrogen, angelogen und hintergangen.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.08.2012 07:58
#13 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von seneca im Beitrag #7
Die Atheisten nerven schon irgendwie, weil sie ständig über die Nichtexistenz Gottes reden und mit den Theisten diskutieren wollen. Wenn man das an einer Grillparty erwähnt, wird es manchmal peinlich, weil es die Areligiösen nicht interessiert.


Man könnte meinen, Du hast Probleme, ein Atheist zu sein. Was willst Du in einem Religionsforum, wenn Du das Engagement von Atheisten bei Glaubensdiskussionen kritisierst?

Zitat von seneca im Beitrag #7
Atheisten haben auch ein merkwürdiges Sendungsbewusstsein: Widerlegung der angeblichen wissenschaftlichen Beweise im Koran, sprich Widerlegung der angeblichen Hinweise im Koran auf wissenschaftliche Entdeckungen und Erfindungen.


Hier fühle ich mich persönlich angesprochen. Ich habe kein Sendungsbewusstsein, mich interessieren die Meinungen anderer Menschen zu Religion und Glauben. Vielleicht habe ich durch meine religiöse Erziehung einen Knacks bekommen und beschäftige mich deshalb so viel mit Religion. Das ich Gläubige überzeugen könnte, glaube ich aber schon lange nicht mehr. Dafür müssten sie bereit sein, ihren Glauben kritisch zu hinterfragen.

Wenn jedoch ein Gläubiger Gottesbeweise als wissenschaftliche Prophetie einer heiligen Schrift vorzubringen glaubt, ist mein Ehrgeiz geweckt, diese zu widerlegen. Das ich diesen Moslem nicht vom Glauben an Allah abbringen konnte, war mir durchaus bewusst. Vielleicht half das aber, dass er ein bisschen mehr über Glaubensdogmen nachdenkt.

Zitat von seneca im Beitrag #7
Die Atheisten sind irgendwie negative Theisten; sie suchen irgendetwas "Absolutes" und kommen immer wieder zum Schluss, dass es so etwas nicht gibt. Sie ringen (noch) mit der Gottesfrage. Irgendwann wird dann einmal der Zustand der Gleichgültigkeit erreicht. Der dauert bei mir immer länger an.


Hier kann ich wieder nur für meinen Teil sprechen, da Du total verallgemeinerst. Für mich ist die Gottesfrage geklärt, es gibt keine Götter. Nach etwas absolutem suche ich auch nicht. Wir leben im einem gigantischen Universum, dass es zu erforschen gilt. Alles was wir sind und wissen ist dieses Universum. Es braucht weder Sinn noch Schöpfer. Wie es entstanden ist, werden wir vielleicht irgendwann herausfinden oder auch nicht.

Zitat von seneca im Beitrag #7
Manche Atheisten sind in der Wolle gefärbte Metaphysiker, was sie nicht abstreifen können. Das Angebot der Religion/en befriedigt sie aber nicht.


Ich habe eher den Eindruck bekomen, dass Atheisten wissenschaftlich interessierte Menschen sind, deren Neugier sie dazu drängt, Wissen über sich und die Natur anzuhäufen. Neugier kann nie befriedigt werden, sie ist die einzige Triebfeder für Wissen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

10.08.2012 08:11
#14 Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Seneca
Manche Atheisten sind in der Wolle gefärbte Metaphysiker, was sie nicht abstreifen können. Das Angebot der Religion/en befriedigt sie aber nicht.

Religion begleitet jeden irgendwie, der mit Religion aufgewachsen ist. Und Religion ist eine politische/gesellschaftliche Größe. Stärker als vor 30 Jahren, seit der Islam hier aufkommt. Und darum beschäftigen auch die Atheisten sich vermehrt darum. Gewiss nicht, weil wir dem Verlust oder dem Nichtbesitz einer Religion nachtrauern!
Ich halte Religion für gefährlich. Sie hat eine antidemokratische und antiwissenschaftliche Ethik in sich. Und dagegen bin ich, dagegen argumentiere ich!
Und Blackysmart, Alinardus und etliche andere sind ähnlich getrieben, wie ich es sehe.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.08.2012 09:12
#15 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #14
[quote="Seneca"] Ich halte Religion für gefährlich. Sie hat eine antidemokratische und antiwissenschaftliche Ethik in sich. Und dagegen bin ich, dagegen argumentiere ich!


Ganz meine Meinung.

Liese man der christlichen Kultur in diesem Land absolut freie Hand, hätten wir in ein paar Jahren wieder einen Gottesstaat mit geänderter Verfassung, bei dem Gotteslästerung und Kritik mit Gefägnis oder Schlimmerem bestraft würde.

Deschners Band 1-3 der "Kriminalgeschichte des Christentums" versuchte die Kirche zu widerlegen. Sie verfasste ein Buch, auf dessen Cover das Gemälde der Verbrennung des Ketzers Girolamo Savonarola (Florenz) zu sehen ist. Hier sieht man deutlich, wessen geistig Kind der Glaube ist. Deschner zitiert beim Betrachten des Buches Nietzsche mit: "Nur ihre Ohnmacht hindert die Christen heute daran, uns zu verbrennen." (siehe Video 1. Teil Zeit 1:02 bis 2:50)

http://www.youtube.com/watch?v=E8i_Il-wv6Y&feature=related (1. Teil)
http://www.youtube.com/watch?v=UyKBZlQdmdM&feature=relmfu (2. Teil)

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

10.08.2012 11:08
#16 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Mithras im Beitrag #12
Lieber Philosophy

ich find deine Aussagen in #9 total klasse, soviel dazu.

Du schriebst u.a. : >>Sie (die Gläubigen )müssen aber damit rechnen, dass sie ihren Glauben hier verlieren werden.<<

Damit rechnen die nicht, hör dir doch ihre Reden an. Und tatsächlich verlieren sie ihren Glauben auch nicht. Mag sein, dass es ein paar Kleingläubige gibt, aber zumeist stärken diese Verteidigungsreden den Gläubigen noch.
Als ich noch hochgläubig war, hätte mir niemand von euch diesen Glauben ausreden können. Mich hat allerdings auch niemals jemand auf bestimmte Dinge aufmerksam gemacht. Aus dieser Matrix des Glaubens kam ich erst raus, als ich die "rote Pille" schluckte, wie Neo (im Film die Matrix).
Meine rote Pille viel mir unverhofft in die Hände in Form des Buches "Jesus Menschensohn" von Rudolf Augstein.
Damit begann die Erkenntnis. Ist nicht schön gewesen. Man fühlt sich betrogen, angelogen und hintergangen.


Liebe/r Mithras,
sie müssen aber damit rechnen. Natürlich sind manche Dinge auf dieser Welt nicht schön. Und dazu gehört es auch, seinen Glauben an was auch immer zu verlieren. Für mich war das auch eine schreckliche Erfahrung, aber an solchen Erfahrungen wächst man. Es ist doch Selbstbetrug, wenn sie, wo sie starke innere Zweifel hegen, noch an ihren Glaubenskonzepten festhalten. Ich finde diese Verteidigungshaltung, wenn man gemerkt hat, dass der persönliche Glaube nicht die einzige Wahrheit ist, einfach nur kindisch.
Auch ich war hochgläubig (Moslem). Ich habe mich an alles, was ich in der Moschee gelernt hatte, gehalten. Ich war total feindselig eingestellt gegenüber Ungläubigen. Das hatte man mir in der Moschee beigebracht. Aber so langsam, im Laufe der Pubertät, als ich mich wirklich mit dem Islam beschäftigte und damit meine ich, dass ich mir die Übersetzung des Korans (,was man mir vorenthielt) durchlas und die Hadithe, begannen die Zweifel. Davor kannte ich den Inhalt des Korans und der Hadithe nicht wirklich. Es stellten sich mir Fragen: Wieso dürfen Männer Frauen schlagen? Wieso werden Leute, die Mohammed beleidigen, Hände und Füße abgehackt? Wieso werden Apostaten getötet? Als ich hochgläubig war, hätte ich das hingenommen und stillschweigend akzeptiert.(Gruselig, wenn du mich fragst.) Außerdem, und ich werde das immer wieder ansprechen, ließ die moralische Integrität zu wünschen übrig. Keiner meiner mitgläubigen "Brüder" bemühte sich wirklich darum, das, was er glaubte, in die Realität umzusetzen.
Aber in mir war da noch eine andere Seite in meinem Herzen. Die mitfühlende Seite, die diese Dinge niemals tun könnte. Ich finde diesen Vergleich mit der "roten" Pille und Matrix überaus gelungen. Genau so würde ich auch meinen Weg aus der dogmatischen Glaubenshaltung beschreiben. Den letzten Satz kann ich nur so unterschreiben. Ich bin jetzt 20 Jahre alt, wurde seit meinem 5.Lebensjahr mit dem Islam indoktriniert. Man will dann das alles erst mal nicht wahrhaben, wehrt sich. Man erleidet einen Schock, das das ganze bis dahin gültige Lebenskonzept einfach wie ein Kartenhaus zusammenbricht und man sich dann neu orientieren muss. Aber dann erkennt man, dass alles Wehren nichts bringt, wenn etwas so ist, wie es ist.

Mithras Offline



Beiträge: 283

10.08.2012 13:11
#17 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Ich verstehe, dass du es noch viel schwerer hast, als ich es je hatte, weil bei dir deine gesammte Comunity mit dran hängt. Das ist echt nicht leicht, alter Schwede !!!! Du trägst ein schweres Joch.
Und es erfordert wirklich Stärke, wenn du deine Überzeugung ausleben möchtest. Du entstammst einem extremen Kader. Welchen Gefahren bist du eigentlich damit ausgesetzt ? Kann man überhaupt von Gefahren reden ? Von deiner Situation in Sachen Ramadan hab ich ja schon gelesen und meinen senf dazu gegeben. Da war mir allerdings die Tragweite deiner Situation nicht so bewusst. Ich komme ja aus einer ziemlich diplomatischen Kultur und mir sind deine Erfahrungen deswegen fremd.

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Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

10.08.2012 13:22
#18 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Mithras im Beitrag #17
Ich verstehe, dass du es noch viel schwerer hast, als ich es je hatte, weil bei dir deine gesammte Comunity mit dran hängt. Das ist echt nicht leicht, alter Schwede !!!! Du trägst ein schweres Joch.
Und es erfordert wirklich Stärke, wenn du deine Überzeugung ausleben möchtest. Du entstammst einem extremen Kader. Welchen Gefahren bist du eigentlich damit ausgesetzt ? Kann man überhaupt von Gefahren reden ? Von deiner Situation in Sachen Ramadan hab ich ja schon gelesen und meinen senf dazu gegeben. Da war mir allerdings die Tragweite deiner Situation nicht so bewusst. Ich komme ja aus einer ziemlich diplomatischen Kultur und mir sind deine Erfahrungen deswegen fremd.


Gefahren sind es zum Glück nicht direkt. Aber Zurechtweisungen und Drohungen mit der Hölle von meinen Eltern. Das ist aber das geringere Problem. Eigentlich hat mich das Leben, nicht unbedingt die Menschen, im Großen und Ganzen fertiggemacht. Das, was ich hier erzähle, ist nur ein Ausschnitt. Ich hatte auch noch andere Probleme, die ich hier aber nicht erzählen möchte.
Deswegen verstehe ich nicht, wenn Leute rumjammern, wie schwer sie es im Leben hätten. Glauben diese Menschen, sie seien die einzigen, die es schwer hätten im Leben? Ich bin jetzt 20,5 und habe in den letzten 6 Jahren so unglaublich viel Scheiße erlebt. Aber dennoch kämpfe ich. Ich habe so viel Scheiße durchlebt, weil ich die Dinge und damit meine ich wirklich alles, meinen Glauben, mein Weltbild, mein Selbstbild hinterfragt habe, ich hatte schwere psychische Probleme (schwere Depressionen und mehrere Traumata) und ich bin meiner Sterblichkeit bewusst geworden. Mich von meinem Glauben zu lösen, hat unglaublich viel Mut gekostet. Wenn einem erzählt wird, dass man in die Hölle kommt und auf ewig gequält wird, wenn man als Ungläubiger stirbt (und der Tod ist allgegenwärtig), traut man sich erst gar nicht, seinen Glauben zu hinterfragen. Ich meine, wie kann man an so einen sadistischen Psychopathengott glauben und wie konnte sich so eine Religion als Weltreligion durchsetzen, indem ein Gott seine Schöpfung massenhaft in die Hölle schickt? Ich kann alles, was ich denke und durchlebt habe, hier gar nicht Worte fassen. Ich bin in den 6 Jahren seelisch so oft erschüttert worden, dass meine Seele damit gar nicht mehr hinterherkommt. Es liegt an dir, diese Dinge zu glauben oder nicht zu glauben, aber ich erzähle nur, was mir widerfahren ist.
Und weißt du was? Ich muss jetzt auch verkraften, dass vielleicht man für all das nicht mal belohnt wird. Ich will mir diese Hoffnung gar nicht machen und mich selbst belügen, es gäbe ein Leben nach dem Tod und ein Paradies denn das habe ich schon mal durchgemacht, dieses Wunschdenken. Wenn es eine absolute oder meinetwegen objektive Wahrheit gibt, dann will ich sie wissen, egal wie schmerzhaft sie sein mag. Wenn es nicht ein Leben nach dem Tod gibt oder Gott oder wenn ich morgen an Krebs erkranken sollte, dann muss ich das verkraften. Ich habe so viel durchgestanden, dass das kein Problem mehr für mich darstellen sollte.
Und deswegen wiederhole ich immer wieder: Das Leben läuft fast nie so, wie man es gerne hätte.
Und wenn ich dann Leute sehe, die von ihren "Problemen" erzählen, weil sie eine 5 in Deutsch geschrieben haben oder ihr Zehennagel abgebrochen ist, kann ich nur darüber lachen. Das soll nicht arrogant rüberkommen, aber man nimmt dann solche "Probleme" von anderen weniger ernst.
Ich will deine Probleme gar nicht kleinreden, MIthras, aber ich rede die Probleme von Leuten klein, deren Probleme wirklich klein sind.
Ich hatte sehr viele Wünsche, aber das Leben hat mir die meiste (so um die 95%) regelrecht zerstört.

Mithras Offline



Beiträge: 283

10.08.2012 22:07
#19 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Eigentlich hatte ich niemals Probleme und habe sie bis heute nicht (kann ja noch kommen). Von daher bin ich ganz ruhig und lese deinen Text. Ich denke, ich hab Glück gehabt mit meinem Leben, deswegen hoffe ich nicht auf eine irdische Wiedergeburt ( also, dass es so was gibt ). Wer weiß, als was ich wiederkommen würde...

Nee, nee, will ich nicht !

Ich denke manchmal auch: meine Güte, was jammern die Leute hier eigentlich. Und ich nerve meine Kollegen mit meinen weisen Reden, wenn sie wieder über ihren Arbeitsplatz meckern.
Na ja, sage ich und dann hebe ich den mahnenden Finger und dann wissen die immer gleich, was kommt: ihr habt das Glück, nicht arbeitslos werden zu können, ihr habt einen ausreichenden, verhältnismäßig guten Verdienst, wir leben in einem Land, in dem Milch und Honig fließt, wir wissen nicht was Hunger bedeutet, Wasser kommt aus der Wand, im Winter ist's schön warm, keine Naturkatastrophen (zumindest nicht in Berlin ), ärztliche Grundversorgung ist gewährleistet und das Wichtigste: meine Generation zumindest, mußte noch nie um ihr Leben fürchten, ums Überleben kämpfen. Wir leben in einem Schlaraffenland, auch wenn es natürlich Leute gibt, die mir jetzt aufs Dach steigen würden. Die leben aber auch hier und werden gerade in Deutschland von Staat finanziell abgesichert. Das ist nicht in jedem Land Standart ! Wer hier verhungert oder erfriert, dem geschiet dies aus anderen persönlichen Gründen, die man näher beleuchten könnte. Global gesehen treffen die meisten der o.g. Aussagen aber zumindest auf die Menschen innerhalb meines Lebensumkreises zu.

Und das nervt die Leute, kannste das verstehen ? Ich ja, ist völlig klar. Die Leier können sie nicht mehr hören, mach ich ja inzwischen auch mit Absicht, ist aber meine Überzeugung. Und dann sind sie still und das gemecker hört für diesen Tag auf. Ziel erreicht, zack.

Ich muß aber dazu sagen, dass ich auch aus einer sicheren Position spreche.

Bei dir sind Dinge passiert und passieren noch, die ich mir nicht vorstellen kann. Ich hoffe sehr für dich, dass du gute Freunde hast, die dich unterstützen.

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Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

11.08.2012 09:47
#20 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Mithras im Beitrag #19
Eigentlich hatte ich niemals Probleme und habe sie bis heute nicht (kann ja noch kommen). Von daher bin ich ganz ruhig und lese deinen Text. Ich denke, ich hab Glück gehabt mit meinem Leben, deswegen hoffe ich nicht auf eine irdische Wiedergeburt ( also, dass es so was gibt ). Wer weiß, als was ich wiederkommen würde...

Nee, nee, will ich nicht !

Ich denke manchmal auch: meine Güte, was jammern die Leute hier eigentlich. Und ich nerve meine Kollegen mit meinen weisen Reden, wenn sie wieder über ihren Arbeitsplatz meckern.
Na ja, sage ich und dann hebe ich den mahnenden Finger und dann wissen die immer gleich, was kommt: ihr habt das Glück, nicht arbeitslos werden zu können, ihr habt einen ausreichenden, verhältnismäßig guten Verdienst, wir leben in einem Land, in dem Milch und Honig fließt, wir wissen nicht was Hunger bedeutet, Wasser kommt aus der Wand, im Winter ist's schön warm, keine Naturkatastrophen (zumindest nicht in Berlin ), ärztliche Grundversorgung ist gewährleistet und das Wichtigste: meine Generation zumindest, mußte noch nie um ihr Leben fürchten, ums Überleben kämpfen. Wir leben in einem Schlaraffenland, auch wenn es natürlich Leute gibt, die mir jetzt aufs Dach steigen würden. Die leben aber auch hier und werden gerade in Deutschland von Staat finanziell abgesichert. Das ist nicht in jedem Land Standart ! Wer hier verhungert oder erfriert, dem geschiet dies aus anderen persönlichen Gründen, die man näher beleuchten könnte. Global gesehen treffen die meisten der o.g. Aussagen aber zumindest auf die Menschen innerhalb meines Lebensumkreises zu.

Und das nervt die Leute, kannste das verstehen ? Ich ja, ist völlig klar. Die Leier können sie nicht mehr hören, mach ich ja inzwischen auch mit Absicht, ist aber meine Überzeugung. Und dann sind sie still und das gemecker hört für diesen Tag auf. Ziel erreicht, zack.

Ich muß aber dazu sagen, dass ich auch aus einer sicheren Position spreche.

Bei dir sind Dinge passiert und passieren noch, die ich mir nicht vorstellen kann. Ich hoffe sehr für dich, dass du gute Freunde hast, die dich unterstützen.



Weißt du was, Mithras? Zu deinem ersten Beitrag: Ich gebe dir im Nachhinein vollkommen Recht. Die Atheisten in diesem Forum versuchen einen doch unterschwellig zu bekehren, indem sie den Glauben generell oder anderer lächerlich machen. Wenn ich mir jetzt so manche Beiträge von manchen Atheisten durchlese (Dopamin z.B.), meinen sie unterschwellig, die Wahrheit herausgefunden zu haben. Ihr seid auch nicht besser als Manden.
Fakt ist doch: Keiner von uns WEISS, ob es nun irgendeinen Gott gibt oder den Weihnachtsmann. Jeder soll doch bitte an das glauben, was er für richtig hält anstatt andere zu bekehren.
Und sonst: Ich finde diese "irdischen Probleme" lächerlich. Tut mir leid. Das ist nur meine Meinung. Ich habe jetzt genug Menschen getroffen, um sagen zu können, dass die meisten Menschen sich hier total eingenistet haben. Ich meine jetzt nicht, dass man Materie verachten soll, aber diese Menschen leben so, als ob sie für immer hier verweilen würden. Aber schon morgen könnten sie weg sein. Materie sollte Zweck sein und nicht Mittel.
Ich glaube, dass viele Atheisten hier im Forum ihren Glauben nicht verinnerlicht haben. Was folgt denn aus der Abwesenheit Gottes? Meiner Meinung nach Morallosigkeit. Wenn Moral und das Gewissen schon gesellschaftlich angelegt ist, dann kann man das auch wegkonditionieren. So schwer dürfte es ja nicht sein. (Achtung Ironie!)

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

11.08.2012 11:47
#21 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat Philosophierender Kommunist

Aber wieso du das irgendwelchen Menschen unterstellst

War keine Absicht.
Es soll sich nur der angesprochen fühlen, der so denkt!
Nicht mehr und nicht weniger!

Ansonsten kann ich dir nur beipflichten zu den anderen Beiträgen, jeder soll das GLAUBEN was er will und meint!
Keiner kann jemanden von etwas überzeugen, was er selbst nicht SPÜRT und FÜHLT!
Deswegen sind bekehrungen nicht empfehlenswert, einen oder jemanden von seinem GLAUBEN zu erzählen, ist etwas anderes.
Dabei kann passieren das der, dem man berichtet es auch so FÜHLT, dann könnte eine Kehrtwende passieren.

----------------------------------------------
Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

Dopamin Offline



Beiträge: 229

11.08.2012 12:03
#22 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat
Weißt du was, Mithras? Zu deinem ersten Beitrag: Ich gebe dir im Nachhinein vollkommen Recht. Die Atheisten in diesem Forum versuchen einen doch unterschwellig zu bekehren, indem sie den Glauben generell oder anderer lächerlich machen. Wenn ich mir jetzt so manche Beiträge von manchen Atheisten durchlese (Dopamin z.B.), meinen sie unterschwellig, die Wahrheit herausgefunden zu haben. Ihr seid auch nicht besser als Manden.
Fakt ist doch: Keiner von uns WEISS, ob es nun irgendeinen Gott gibt oder den Weihnachtsmann. Jeder soll doch bitte an das glauben, was er für richtig hält anstatt andere zu bekehren.
Und sonst: Ich finde diese "irdischen Probleme" lächerlich. Tut mir leid. Das ist nur meine Meinung. Ich habe jetzt genug Menschen getroffen, um sagen zu können, dass die meisten Menschen sich hier total eingenistet haben. Ich meine jetzt nicht, dass man Materie verachten soll, aber diese Menschen leben so, als ob sie für immer hier verweilen würden. Aber schon morgen könnten sie weg sein. Materie sollte Zweck sein und nicht Mittel.
Ich glaube, dass viele Atheisten hier im Forum ihren Glauben nicht verinnerlicht haben. Was folgt denn aus der Abwesenheit Gottes? Meiner Meinung nach Morallosigkeit. Wenn Moral und das Gewissen schon gesellschaftlich angelegt ist, dann kann man das auch wegkonditionieren. So schwer dürfte es ja nicht sein. (Achtung Ironie!)



Ich habe nicht DIE Wahrheit herausgefunden, ich weiss bloss woran ich glaube und an was eben nicht. Und ich represäntiere mein Gedankengut, worüber ich immer bereit zu diskutieren bin.

Heureka

Philosophierender Kommunist Offline




Beiträge: 539

11.08.2012 12:13
#23 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von Dopamin im Beitrag #22

Zitat
Weißt du was, Mithras? Zu deinem ersten Beitrag: Ich gebe dir im Nachhinein vollkommen Recht. Die Atheisten in diesem Forum versuchen einen doch unterschwellig zu bekehren, indem sie den Glauben generell oder anderer lächerlich machen. Wenn ich mir jetzt so manche Beiträge von manchen Atheisten durchlese (Dopamin z.B.), meinen sie unterschwellig, die Wahrheit herausgefunden zu haben. Ihr seid auch nicht besser als Manden.
Fakt ist doch: Keiner von uns WEISS, ob es nun irgendeinen Gott gibt oder den Weihnachtsmann. Jeder soll doch bitte an das glauben, was er für richtig hält anstatt andere zu bekehren.
Und sonst: Ich finde diese "irdischen Probleme" lächerlich. Tut mir leid. Das ist nur meine Meinung. Ich habe jetzt genug Menschen getroffen, um sagen zu können, dass die meisten Menschen sich hier total eingenistet haben. Ich meine jetzt nicht, dass man Materie verachten soll, aber diese Menschen leben so, als ob sie für immer hier verweilen würden. Aber schon morgen könnten sie weg sein. Materie sollte Zweck sein und nicht Mittel.
Ich glaube, dass viele Atheisten hier im Forum ihren Glauben nicht verinnerlicht haben. Was folgt denn aus der Abwesenheit Gottes? Meiner Meinung nach Morallosigkeit. Wenn Moral und das Gewissen schon gesellschaftlich angelegt ist, dann kann man das auch wegkonditionieren. So schwer dürfte es ja nicht sein. (Achtung Ironie!)


Ich habe nicht DIE Wahrheit herausgefunden, ich weiss bloss woran ich glaube und an was eben nicht. Und ich represäntiere mein Gedankengut, worüber ich immer bereit zu diskutieren bin.


Deinen Ausdruck in deinem Beitrag finde ich sehr präzise. Wenn man nicht präzise schreibt, kommt es zu Missverständnissen.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

11.08.2012 12:55
#24 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zitat von schelem alach im Beitrag #21
[/ Ansonsten kann ich dir nur beipflichten zu den anderen Beiträgen, jeder soll das GLAUBEN was er will und meint!
Keiner kann jemanden von etwas überzeugen, was er selbst nicht SPÜRT und FÜHLT! Deswegen sind bekehrungen nicht empfehlenswert
[/


Tausende Götter und Götzen gab es im laufe der Menschheitsgeschichte. Die Menschen glaubten dabei immer, diese zu spüren und zu fühlen. Sie lagen alle falsch, ihre Götter sind Geschichte, quasi mit den Gläubigen ausgestorben.

Wie konnten sich diese Menschen denn alle irren? Haben ihre Gefühle sie eventuell getäuscht? Wenn dies bei tausenden Göttern und Millionen an diese Götter glaubenden Menschen möglich war, woher bist Du Dir so sicher schelem, dass Deine Gefühle Dich nicht ebenfalls täuschen? Oder existierenes diese alten Götter vielleicht immer noch und sie grämen sich, dass niemand mehr an sie glaubt?

Wer glaubt, Gott zu spüren, gibt sich einer Illusion hin. Gefühle sagen nichts aus, sie sind vollkommen subjektiv und können auch durch Erziehung konditioniert werden. Jedes Christenkind, jedes Judenkind und jeder kleine Moslem wird zwangsbekehrt. Sie müssen ungeprüft Glaubensinhalte ihrer Eltern übernehmen, weil sie es noch nicht selbst prüfen können. Diesen mit der Muttermilch aufgesogenen Glauben abzulegen, ist äusserts schwer, das weiß ich aus eigener Erfahrung. Daher müsstest Du, schelem, gegen Taufe und christliche Erziehung sein. Den Kindern müßte man von allen Religionen neutral erzählen und sie später selbst entscheiden lassen.

Zitat von schelem alach im Beitrag #21
einen oder jemanden von seinem GLAUBEN zu erzählen, ist etwas anderes.
Dabei kann passieren das der, dem man berichtet es auch so FÜHLT, dann könnte eine Kehrtwende passieren.



Wenn man Gott angeblich spüren und fühlen kann, müßte man dieses Gefühl doch auch einordnen können. Einem nichtsahnenden Menschen könntest Du erzählen, dieses "göttliche" Gefühl käme vom Gott Hungballaballa. Wenn Du dabei betonst, dass Millionen Menschen an Hungballaballa glauben, wäre das für diesen Menschen sicherlich überzeugend, wenn er denn glauben wollte.

Einem spirituell fühlenden Menschen könntest Du jeden Glauben und jeden Gott andrehen, wenn dafür empfänglich ist. Wie ich schon in vorherigen Posts erwähnt hatte, wüßtest Du nichts von dem christlichen Gott, wenn Dir niemand davon erzählt hätte. Nicht Dein Gefühl hat Dich zu Deinem Gott geführt, sondern Menschen haben Dir ihren Gott als den richtigen angedreht - Du hast das geglaubt und tust das immer noch. Du glaubst nur, dass Du Deinen Gott spürst, weil Du automatisch alle spirituellen Erfahrungen, die nun mal jeder Mensch hat, diesem Gott zuordnest.

Mithras Offline



Beiträge: 283

11.08.2012 14:55
#25 RE: Atheismus gegen Glaube an Gott... Antworten

Zu Blacky

>>Tausende Götter und Götzen gab es im laufe der Menschheitsgeschichte. Die Menschen glaubten dabei immer, diese zu spüren und zu fühlen. Sie lagen alle falsch, ihre Götter sind Geschichte, quasi mit den Gläubigen ausgestorben.<<

Warum die Götter der alten Germanen oder Römer/Griechen/Ägypter "ausgestorben" sind, ist historisch nachvollziehbar. Einen Grund liefert die Tatsache, dass die sog. Heiden kein Problem damit hatten, auch die Götter anderer Völker anzuerkennen. Die Menschen wussten, andere Völker haben auch Götter, aber "unsere sind stärker !"
Die Göttervorstellungen waren einander auch sehr ähnlich > Odin/Wotan = Zeus, Donar = Thor, Poseidon = Neptun = Naunei= Manannan...usw.
Die heidnischen Götter hatten jeweils dieselbe Funktion für die Menschen, unterschieden sich nur in ihrer Namensgebung und in der sie jeweils umrankenden Mythologie (geschichtlichen Erzählweise ).

Mit der Erfindung des Ein-Gott-Glaubens, der hier eine Exklusivstellung mit Ausschließlichkeitsanspruch einnahm, wären die Juden = Juden-Christen/ Heiden-Christen = Christen nicht durchgekommen, wenn nicht machtpolitische Interessenlobbys sich dessen Nützlichkeit erschlossen hätten (Siehe Kaiser Constantin und das Cristosmonogramm, siehe die Römisch-Katholische Kirche, siehe Bischoff Irenäus von Lyon, den Macher des uns heute vorliegenden Bibelkanons)

Ich persönlich denke, dass nur aufgrund der Aufgeschlossenheit und der Akzeptanz der heidnischen Völker es möglich wurde, deren Götter langsam zu verdrängen, den Glauben an nur einen Gott zu manifestieren und so Odin und co. für immer den Sagen und Myten zu übergeben. ( Natürlich hat es auch diese Götter nie wirklich gegeben, wissen wir ja heute, keine Frage.)

Dennoch leben wir alle auch heute noch immer mit ihnen oder sie zwischen uns. Sie existieren in den kirchlichen Festen, den Monats- und Wochennamen, den Sternzeichen und sind nie vergessen worden. Wir streiten nicht um sie, wir akzeptieren ihren Mythos ohne ihn in Frage zu stellen, weil sie keinen Ausschließlichkeitsanspruch an uns stellen.


>>Einem spirituell fühlenden Menschen könntest Du jeden Glauben und jeden Gott andrehen, wenn dafür empfänglich ist. Wie ich schon in vorherigen Posts erwähnt hatte, wüßtest Du nichts von dem christlichen Gott, wenn Dir niemand davon erzählt hätte. Nicht Dein Gefühl hat Dich zu Deinem Gott geführt, sondern Menschen haben Dir ihren Gott als den richtigen angedreht - Du hast das geglaubt und tust das immer noch. Du glaubst nur, dass Du Deinen Gott spürst, weil Du automatisch alle spirituellen Erfahrungen, die nun mal jeder Mensch hat, diesem Gott zuordnest.<<

Genau so ist es und nicht anders !

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dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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