Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 270 Antworten
und wurde 5.554 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 11
Michael1 Offline



Beiträge: 840

16.10.2012 18:03
Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

In diesem Thread möchte ich eine sachliche Diskussion beginnen, über den "Kampf um die Wahrheit" und säkularisierung des Christentums in Europa.

Zitat
"Ich ermahne euch daher, Geschwister, durch die Barmherzigkeit Gottes, euer ganzes Leben mit Haut und Haaren darzustellen als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer, was euer vernünftiger Gottesdienst ist. Und passt euch nicht dem Schema dieser Welt an, sondern werdet durch die Erneuerung eures Denkens verändert, damit ihr prüfen könnt, was der Wille Gottes ist: das Gute, das Wohlgefällige und das Vollkommene". (Römer 12, 1-2)



Heutige Jugend ist sehr flexibel wenn es um den Glauben geht, und sie möchte auch weiterhin flexibel bleiben und diese Flexibilität in jeder neuen Situation überdenken, und wenn notwendig jeweils neu definieren. Sozusagen, ihre Maxime ist kurz wie bombastisch: "Gott ist nicht cool!" Nietzsche hat es besser formuliert: "Gott ist tot". Und Gott hat es am besten formuliert: "Nietzsche ist tot!"
Was bedeutet uns heute in Europa das Wort GOTT?

Papst Benedikt XVI antwortete auf dieses Dilemma in Freiburg vor Jugendlichen und betonte folgendes: "Der Schaden der Kirche kommt nicht von ihren Gegnern, sondern von den lauen Christen. Lasst es zu, dass Christus in euch brennt, auch wenn das manchmal Opfer und Verzicht bedeuten kann."
Und Kardinal R. Marx sagte: "Wer an nichts glaubt, glaubt alles!"

In der ganzen Welt sozusagen brennt der Kampf um Herzen und Köpfe der Menschen. Der Atheismus lehnt absolute und transzendente Werte ab und vertritt eine relativistische und egalitäre Sicht der Dinge.

Vergleichen wir die Weltanschauungen die heute den gesellschaftlichen Diskurs beherrschen: sekularen Humanismu, Postmodernismus, Marxismus, New Age und Buddhismus miteinander, und vergleichen wir ihre Theologie, Philosophie, Ethik, Biologie, Psychologie, Soziologie, Recht und Politik, mit Christlichen Werten.
Was glaubt ihr, wer hat die Wahrheit?

Wir werden im Vergleich sehen, dass das Christentum den Sieg davon trägt.

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.186

16.10.2012 19:21
#2  Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1
Was glaubt ihr, wer hat die Wahrheit?
Wir werden im Vergleich sehen, dass das Christentum den Sieg davon trägt.

Puh.

Zitat
Sozusagen, ihre Maxime ist kurz wie bombastisch: "Gott ist nicht cool!"

Die Religionslehrer sind immer scharf auf die Kinder. Aber mit der Jugend haben die stets ihre größten Probleme gehabt. In der Phase des Lebens schießen eben Leidenschaften, Neugier und Energien hoch, auf die die Religionen keine rechte Antwort und Begleitung haben. Nur Unterdrückung und Angst vor spiritistischer Konkurrenz. Das kommt nicht gut rüber.
Zu meiner Zeit war BRAVOlesen bei unseren Religionslehrern verpönt. Beatles, Stones, the Who und diese laaangen Haare! Igitt! Und dann die Miniröcke und die offene Thematisierung der Sexualität. Der voreheliche Sex war natürlich nix! Ärgerlich, dass sich keiner - aber auch keiner! - daran hielt...
Und heute? Ach ja... Die kirchlichen Gemeindemitglieder hatten schnell auch lange Harre. Jesus lief ja auch so rum. Na, dann. Und sie instrumentalisierten den Rock and Roll für ihre Zwecke. Der Sex - nun ja. Is' nun mal so. Aber wir schweigen besser dazu... (Und zu dem unseren mit den Ministranten auch...)

Die Kirchen haben etliche Niederlagen erlitten im Laufe der vielen Jahre zuvor. Und was machen die? Sie verleiben sich die neue Lebensweise und Ethik, die sich gegen sie durchgesetzt hat, einfach als die ihre ein!
Die Menschenrechte zum Beispiel: Der Keim ist die Nächstenliebe! Alles göttlich, hat Gott so gewollt! => Die Demokratie und die Menschenrechte!
Die Kirchen sind immer schön auf der Seite der aktuellen Macht.

Zitat
Was glaubt ihr, wer hat die Wahrheit?

Am ehesten der, der den Pfad der Erkenntnis geht. Und der ist das Paket der Rede und Gegenrede. These - Antithese. => Glaube - und ZWEIFEL!
Wer den Zweifel nicht gleichberechtigt zum Glauben paart, kann nicht auf dem Weg der Wahrhaftigkeit sein.
Die Wissenschaft arbeitet mit dem Zweifel, mit dem Drängen nach der Falsifikation der Theorien. Theorien, die nicht falsifikiert werden können, bleiben als gültig bestehen.
Die Religionen verteufeln den Zweifel. Darum können Religionen kaum die Wahrheit sagen.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Faramud Offline




Beiträge: 9

16.10.2012 19:35
#3 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Werter Michael!
Ich verfolge schon seit einiger Zeit die Posts im Forum und bin doch recht interessiert ob der sich dargebenden Ansichten und Erklärungsversuche.
Was ich nun bei Ihnen erkennen kann, ist, dass Sie immer wieder versuchen, die Forumsgemeinde herauszufordern. (Hat es einen tieferen Sinn, dass Sie sich nach dem Erzengel benannt haben, der Satan in die Hölle gestürzt hat?)
Mir erscheinen Sie wie ein Bekehrer, der sich nicht darum schert, was andere zu sagen haben, sondern der nur immer Ansatzpunkte sucht, sein verquertes Weltbild (Gottesbild) andern gegen den Schädel zu hämmern.
Respekt der Meinung gegenüber anderen Teilnehmern ist in Ihren Antworten nicht zu erkennen, Sie leiern stakkatohaft nur Ihre Weisheiten (wenn es denn welche wären)herunter und versuchen, Ihren Katechismus anderen einzubläuen.
Also ich denke, ein produktiver Konsenz mit Ihnen ist nicht möglich.
Ich finde es schon sonderbar, dass Sie auf der Seite für Atheisten/Agnostiker Ihre Posts unterbringen... es ist so offensichtlich...

____________________________________________

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

16.10.2012 19:40
#4 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat
Papst Benedikt XVI antwortete auf dieses Dilemma in Freiburg vor Jugendlichen und betonte folgendes: "Der Schaden der Kirche kommt nicht von ihren Gegnern, sondern von den lauen Christen. Lasst es zu, dass Christus in euch brennt, auch wenn das manchmal Opfer und Verzicht bedeuten kann."
Und Kardinal R. Marx sagte: "Wer an nichts glaubt, glaubt alles!"



Was ist das Wort auch dem Mund eines Mannes wert, der Kinderschänder geckt,
um die weiße Weste der Kirch zu rette. So viel Schaden wie die Kirche sich in
letzter Zeit selber zugefügt hat, kann ihr kein Gegner zufügen.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

17.10.2012 16:14
#5 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Gysi:

Zitat

1) Die Religionslehrer sind immer scharf auf die Kinder. Aber mit der Jugend haben die stets ihre größten Probleme gehabt. In der Phase des Lebens schießen eben Leidenschaften, Neugier und Energien hoch, auf die die Religionen keine rechte Antwort und Begleitung haben.

2) Nur Unterdrückung und Angst vor spiritistischer Konkurrenz. Das kommt nicht gut rüber.
Zu meiner Zeit war BRAVOlesen bei unseren Religionslehrern verpönt. Beatles, Stones, the Who und diese laaangen Haare! Igitt! Und dann die Miniröcke und die offene Thematisierung der Sexualität. Der voreheliche Sex war natürlich nix! Ärgerlich, dass sich keiner - aber auch keiner! - daran hielt...

3) Und heute? Ach ja... Die kirchlichen Gemeindemitglieder hatten schnell auch lange Harre. Jesus lief ja auch so rum. Na, dann. Und sie instrumentalisierten den Rock and Roll für ihre Zwecke. Der Sex - nun ja. Is' nun mal so. Aber wir schweigen besser dazu... (Und zu dem unseren mit den Ministranten auch...)

4) Die Kirchen haben etliche Niederlagen erlitten im Laufe der vielen Jahre zuvor. Und was machen die? Sie verleiben sich die neue Lebensweise und Ethik, die sich gegen sie durchgesetzt hat, einfach als die ihre ein! Die Menschenrechte zum Beispiel: Der Keim ist die Nächstenliebe!

5) Alles göttlich, hat Gott so gewollt! => Die Demokratie und die Menschenrechte!
Die Kirchen sind immer schön auf der Seite der aktuellen Macht.


1) Bist du von gestern? Wie hat das Christentum durch die Geschichte eigene Jugend aufgezogen und eduziert? Die Ursache liegt woanders. Im säkularen Schul-und Universitätswesen. Das haben sich die Atheisten unter den Nagel gerissen. Ausserdem, beherrschen sie öffentliche Medien. Christen, und alle die Anderen haben sie in die Privatsphäre zurückgedrängt. Und wie errangen sie diesen Status??? Durch REVOLUTIONEN und Gewalt. Später sanktionierten sie das alles politisch-demokratisch für sich, natürlich über Merheitenmodus. Verstehst du es jetzt?
2)Nein, sondern durch christliche anständige Erziehung! Warum wollen die Atheisten die Familie zerstören, und die Erziehung der Kinder dem Staat anvertrauen?
3) Die RKK- (Priester!) hat sich schwer verfehlt durch Pädophilieskandale und hat auf sich schwere Sünde geladen die gesünt werden muss, aber das haben auch alle die Domänen gemacht, die mit Kindererziehung zu tun haben. Von daher sollte man Pädophilie im Rahmen der Geselschaft behandeln und es nicht nur auf RKK- abschieben, denn es ist ein Geselschaftsproblem. Gewisse Kreise in Niederlande-(Parlament!) verlangten unlängst legalisierung der Pädophilie, und die sind Atheisten! Pädophilie muss streng bestraft werden!!!

4)Lieber Freund, der Atheismus hat keine eigene Ethik entwickelt, sonder bedient sich durch die ganze Geschichte mit der Ethik der Religion, die es nach Bedarf pervertiert. Buddhismus als Philosophie bediente sich mit hinduistischer Ethik, die es später in Mahayana Version sogar "vertheisierte". Kommunisten und Nazisten pervertierten christliche Ethik und moralische Werte. Also, Menschenrechte sind ein gesellschaftlicher Konsens, basierend auf pervertierten christlichen Werten, sonst nichts.

Ich frage dich: Kann es eine Moral ohne das Fundament religiöser Überzeugungen geben? Atheisten hoffen es, aber wie wir alle wissen, die Hoffnung stirbt als letzte. Was soll eine von Gott unabhängige Moral ausmachen? Wenn der Mensch entscheidet, was er tun "sollte", muss er sich auf einen Moralkodex beziehen, das ihm dieses "Sollen" vorgibt. Im Atheismus ist keine letztgültige Basis für ein "Sollen" auszumachen. Wenn es aber keine letztgültige Basis für ein "Sollen" gibt, dann gibt es auch keine Basis dafür, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden. So in etwa sagte es M. Markovic, ein Atheist. Wessen Meinung sollte gelten, wenn jeder Mensch eine andere Vorstellung von der Moral hat? Ist der Mensch Mass aller Dinge?

5)Leider, das muss ich zugeben. Hl. Paulus sagt:

Zitat
"Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt; jede ist von Gott eingesetzt. (Römer 13, 1, 1)


Die christliche Doktrin lehrt: Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Noch umfangreicher: Liebet eure Feinde! Gibt es bessere Lehre?

Zitat


1) Wer den Zweifel nicht gleichberechtigt zum Glauben paart, kann nicht auf dem Weg der Wahrhaftigkeit sein.

2) Die Wissenschaft arbeitet mit dem Zweifel, mit dem Drängen nach der Falsifikation der Theorien. Theorien, die nicht falsifikiert werden können, bleiben als gültig bestehen.

Die Religionen verteufeln den Zweifel. Darum können Religionen kaum die Wahrheit sagen.


1) Vollkommen d´accord!
2) Die Wissenschaft hat bis jetzt keine einzige essentielle Frage für Menschen gelöst. Sie lehrt keine Wahrheit.
3) Die Religion ist die einzige Instanz, die uns die Antworten geben kann, wenn es um die Fragen wie "warum" und "Wieso" geht?

Atheisten geben sogar zu, dass sie vor dem unlösbaren Dilemma stehen wenn es um Ethik und Moral geht: Kann ein Atheist, insofern er eine Ethik der Freiheit befürwortet hat, eine Basis für moralische Verantwortung entwickeln? Leider ist die blosse Befreiung der Menschen von autoritären gesellschaftlichen Institutionen, ob kirchlich oder staatlich, noch keine Garantie dafür, dass sie sich ihrer moralischen Verantwortung gegenüber anderen bewusst werden.
Ist es moralisch ungeborene Kinder umzubringen? Ist die Euthanasie moralisch?

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.186

17.10.2012 17:05
#6 Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1
Atheisten geben sogar zu, dass sie vor dem unlösbaren Dilemma stehen wenn es um Ethik und Moral geht: Kann ein Atheist, insofern er eine Ethik der Freiheit befürwortet hat, eine Basis für moralische Verantwortung entwickeln?

Welcher Atheist gibt das zu?
Was ist Ethik? Was von Gott gegebenes? Wenn du Ja dazu sagst, hast du das Wesen der Ethik nicht verstanden. Sie ist ein aus der Erfahrung unserer Altvorderen gezogenenes Verhaltenspaket. Es wird dir per Erziehung in dein Überich eingepflanzt.

Zitat
Die christliche Doktrin lehrt: Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Noch umfangreicher: Liebet eure Feinde! Gibt es bessere Lehre?

Die Jesus-Lehre ist eine gute Lehre. Aber eine mit einem Pferdefuß. Die Nächstenliebe gilt nur für den eigenen Inneren Zirkel. Der Andersdenkende (Ungläubige) wird in den "Feuerofen" geschoben, der wird in den "Feuersee" versenkt. Nett, nicht? Wenn in dem Denken nicht der Keim des Humanismus steckt...
Die Familien seiner Jünger hatte Jesus himself mit dem Gift seiner Hassrhetorik verfolgt, zu der er nun mal fähig war. Du weißt, welche Stellen im NT ich meine. Er wollte König von Israel werden, und scheute sich nicht, seinen Widersachern den Tod an den Hals zu wünschen.


Das Niveau der antiken und der frühmittelalterlichen (Koran) Ethik ist nicht das Niveau der modernen Ethik. Die Ethik der monotheistischen Religionen aus dieser Zeit ist antidemokratisch und antiwissenschaftlich! Antidemokratisch, weil der Andersdenkende (Ungläubige) die schärfste Verfolgung zu erwarten hat.
Antiwissenschaftlich, weil der Zweifel verteufelt ist! Die Wissenschaft fußt aber auf Zweifel!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Michael1 Offline



Beiträge: 840

17.10.2012 17:54
#7 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Alinardus:

Zitat



1) Was ist das Wort auch dem Mund eines Mannes wert, der Kinderschänder geckt,
um die weiße Weste der Kirch zu rette.
2) So viel Schaden wie die Kirche sich in
letzter Zeit selber zugefügt hat, kann ihr kein Gegner zufügen.


1) Dennoch, möchte ich dich fragen: Hast du Beweise, dass der Papst die Kinderschänder gedeckt hat? Vielleicht gehst du zu streng mit den Anderen ins Gericht, ohne richtige Argumente vorzuweisen.
Hat der Papast nicht die Untersuchungen abgewartet, und erst dann agiert?
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Benedikt das Böse decken könnte. Er ist nicht so ein Mensch.
Aber, wenn du authentische Dokumente dafür besitzst, dann hätte ich sie gerne gesehen.
Danke!
2) Da stimme ich dir zu! RKK- hat sich schwer verfehlt und muss sich gründlich reinigen.

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

17.10.2012 18:19
#8 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Faramud:

Zitat

Werter Michael!
Also ich denke, ein produktiver Konsenz mit Ihnen ist nicht möglich.
Ich finde es schon sonderbar, dass Sie auf der Seite für Atheisten/Agnostiker Ihre Posts unterbringen... es ist so offensichtlich...


Hi Faramud!
Deine gutgemeinte Kritik nehme ich gerne zur Kenntnis.
Es hängt nicht alles von mir! Die anderen solltest Du auch berücksichtigen.


Zitat
Ich verfolge schon seit einiger Zeit die Posts im Forum und bin doch recht interessiert ob der sich dargebenden Ansichten und Erklärungsversuche.Was ich nun bei Ihnen erkennen kann, ist, dass Sie immer wieder versuchen, die Forumsgemeinde herauszufordern. (Hat es einen tieferen Sinn, dass Sie sich nach dem Erzengel benannt haben, der Satan in die Hölle gestürzt hat?)


Es hat gar keinen tieferen Sinn! Mag sein, dass ich gewisse Fragen provokativ behandle und ab und zu provoziere, aber es gibt nichts bösartiges dahinter.

Zitat
Mir erscheinen Sie wie ein Bekehrer, der sich nicht darum schert, was andere zu sagen haben, sondern der nur immer Ansatzpunkte sucht, sein verquertes Weltbild (Gottesbild) andern gegen den Schädel zu hämmern.


Ich bin weder agressiv, noch missionarisch unterwegs, was man von meinen "Gegnern", säkularen Humanisten nicht mit sicherheit sagen kann. Denn die verhalten sich mir gegenüber, nicht nur missionarisch und agressiv, sonder auch bösartig, indem sie meine Person und meine religiöse Identität angreifen und verunglimpfen.

Zitat
Respekt der Meinung gegenüber anderen Teilnehmern ist in Ihren Antworten nicht zu erkennen, Sie leiern stakkatohaft nur Ihre Weisheiten (wenn es denn welche wären)herunter und versuchen, Ihren Katechismus anderen einzubläuen.


Ich respektiere jede rationale und logische Meinung, egal von wem sie kommt. Nun aber, ich respektiere auch Personen, bzw. Diskutanten die irrationale Meinungen schreiben, aber irrationale Meinung selbst, respektiere ich nicht.

Wenn mir einer kommt; mit der Meinung wie das Universum aus Nichts entsatanden ist, dann kann ich, mit besten Willen nicht diese Meinung respektieren, denn die ist töricht. Dass etwas aus Nichts entsteht, völlig akausal, dass ist nicht wissenschaftlich möglich, denn das Nichts hat keine Existenz in sich... Ex nihilo nihil fit! Ist vielleich Dom zu Köln von selbst entstanden? Und was ist schon das gegenüber ganzen Universum?

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

17.10.2012 18:41
#9 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Gysi:

Zitat
Welcher Atheist gibt das zu?
Was ist Ethik? Was von Gott gegebenes? Wenn du Ja dazu sagst, hast du das Wesen der Ethik nicht verstanden. Sie ist ein aus der Erfahrung unserer Altvorderen gezogenenes Verhaltenspaket. Es wird dir per Erziehung in dein Überich eingepflanzt.


Komme mir nicht mit Schulwissen, Gysi! Z. B. GYSI, HABERMAS!
Schau, die Moral und Ethik sind Kinder der Religion, und du hast keine Argumente die dagegen sprechen können. Die Erzieher haben es auch von ihren Erzieher bekommen, und die dann aus Religion gewonnen. Das Christentum ist Offenbarungsreligion.

Zitat

1) Die Jesus-Lehre ist eine gute Lehre. Aber eine mit einem Pferdefuß. Die Nächstenliebe gilt nur für den eigenen Inneren Zirkel. Der Andersdenkende (Ungläubige) wird in den "Feuerofen" geschoben, der wird in den "Feuersee" versenkt. Nett, nicht? Wenn in dem Denken nicht der Keim des Humanismus steckt...

2) Die Familien seiner Jünger hatte Jesus himself mit dem Gift seiner Hassrhetorik verfolgt, zu der er nun mal fähig war. Du weißt, welche Stellen im NT ich meine. Er wollte König von Israel werden, und scheute sich nicht, seinen Widersachern den Tod an den Hals zu wünschen.

3) Die Ethik der monotheistischen Religionen aus dieser Zeit ist antidemokratisch und antiwissenschaftlich! Antidemokratisch, weil der Andersdenkende (Ungläubige) die schärfste Verfolgung zu erwarten hat.
Antiwissenschaftlich, weil der Zweifel verteufelt ist! Die Wissenschaft fußt aber auf Zweifel!


1) Schau: Es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung. Die Lehre die Jesus lehrte ist die beste die es geben kann. Stelle dir vor, wir lebten alle nach dieser Lehre. Wäre das kein Paradies auf Erden?

Aber die Freiheit, sich auch gegen Gott und gegen deinen Nächsten entscheiden zu können, beinhaltet auch das BÖSE.
2)Da hast du was falsch verstanden!
3) Schau, du willst demokratisch und tolerant sein, aber du hasst Religion. Das geht einfach nicht zusammen. Das Christentum tut weder einen verfolgen, noch verbietet jemanden zu zweifeln. Du kennst das Christentum gar nicht. Der Zweifel ist einer von wesentlichen Bestandteilen des Christentums, aber der Zweifel, der immer zum Glauben kommt.Es gab keinen grossen Christen, der in seinem Leben nicht gezweifelt hätte.

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

StillillBill Offline




Beiträge: 220

17.10.2012 19:13
#10 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1:

Zitat
Schau, die Moral und Ethik sind Kinder der Religion, und du hast keine Argumente die dagegen sprechen können.


Jaja, das machen Christen gerne...sich mit Moral und Ethik schmücken, als ob das die einzigen Aspekte des Christentums seien. 2000 Jahre hatten sie Zeit ihr "Paradies auf Erden" zu verwirklichen...

Der "Moral sense test":

Zitat
Hauser zog aus der Tatsache, dass die Ergebnisse der Befragungen bei allen Völkern, Altersstufen und Bildungsschichten nahezu gleich waren, den weitreichenden Schluss, dass es in jedem Menschen ein Grundgerüst moralischer Werte geben muss, das ihn dazu bringt, gleichen moralischen Grundsätzen zu folgen, ohne dass seine Erziehung dabei eine Rolle spielt. Jeder Mensch werde dem folgend mit einem angeborenen Instinkt für Moral geboren. Um seine These zu untermauern führte Hauser zusammen mit Antonio Damasio die gleichen Tests mit Patienten durch, die durch Unfälle Schäden an der ventromedialen Region des Stirnlappens erlitten hatten, was auch als Phineas-Gage-Syndrom oder Frontalhirnsyndrom bezeichnet wird. Menschen mit solchen Verletzungen fehlt nach den Unfällen häufig der moralische Instinkt.


http://de.wikipedia.org/wiki/Moral_Sense_Test


Die Feindesliebe ist übrigens keine christliche "Erfindung"---->http://de.wikipedia.org/wiki/Clementia_Caesaris

Zitat
Der Historiker Plinius der Ältere schrieb: „Der eigenste und tiefste Wesenszug Caesars war seine königliche Clementia (Milde, Vergebung oder Feindesliebe), mit der er alle überwand und zur Umkehr brachte. So bot er das Beispiel einer großen Seele, wie es kein zweites mehr gibt.“


Plagiarismus ist ja sowas wie eine christliche Hauptdisziplin.

----------------------------------------------------
„Seit er meinen Bruder kreuzigen ließ, um sich mit mir zu versöhnen,weiß ich, was ich von meinem Vater zu halten habe.“
Theodor Weißenborn

Und Jahwe war mit Juda, so daß er das Bergland eroberte. Die Bewohner der Ebene nämlich vermochte er nicht zu vertreiben, weil sie eiserne Wagen besaßen.
Richter 1:19

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.186

18.10.2012 09:02
#11  Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1
Schau, die Moral und Ethik sind Kinder der Religion, und du hast keine Argumente die dagegen sprechen können.

Sie sind die Kinder einer Religionsgeschichte. Das Verständnis von Ethik war mit einer Gottesherkunft verwoben. Aber man wird sich ja geírrt haben können. Und ihr Gottesherkunft-Propagierer habt euch nun mal geirrt!

Zitat
Das Christentum ist Offenbarungsreligion.

Gibt es ohne das Christentum keine Moral? Gab es davor keine? Ist der Atheist ohne Moral? Ist der Moslem ohne? Der Buddhist, der Taoist?

Zitat
1) Schau: Es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung. Die Lehre die Jesus lehrte ist die beste die es geben kann. Stelle dir vor, wir lebten alle nach dieser Lehre. Wäre das kein Paradies auf Erden?

Und warum hatte Jesus nicht nach seiner (angeblich) eigenen Maxime gehandelt, selbst seine Feinde lieben zu sollen? Siehe seine politischen Feinde, siehe seine Attacke gegen die Familien seiner Jünger, siehe seinen Ausfall vor dem Dattelbaum, seine Wutattacke im jerusalemischen Tempel. Aber das habe ich selbstredend ja alles "falsch verstanden"...

PS.: Auf eine Leitung durch die Nächstenliebe sind schon andere gekommen. Siehe die vedischen Schriften. Und zum Thema Feindesliebe hat ja StillillBill da oben was Schönes entdeckt.

Zitat
3) Schau, du willst demokratisch und tolerant sein, aber du hasst Religion. Das geht einfach nicht zusammen.

Hasse ich die Religionen? Ich liebe die Wahrhaftigkeit! Der folge ich, und ich komme zu Ergebnissen. Ein Ergebnis ist mein Atheismus. Ich glaube nicht an Gott und nicht an Götter. Ich glaube, dass unsere Altvorderen da was falsch verstanden hatten. Ich bin nicht demokratisch und tolerant? Bist du tolerant genug, meine Bibelanalysen zu akzeptieren?

Zitat
Der Zweifel ist einer von wesentlichen Bestandteilen des Christentums, aber der Zweifel, der immer zum Glauben kommt.

Und der Zweifel, der zum Nichtglauben führt, wird mit einer Feuertod-Strafe gekontert. Ganz schön zynisch, diese Denkfreiheit, die (der angebliche) Gott dem Menschen lässt. Oder nicht?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.10.2012 09:26
#12 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

@ Michael

Zitat
Dennoch, möchte ich dich fragen: Hast du Beweise, dass der Papst die Kinderschänder gedeckt hat? Vielleicht gehst du zu streng mit den Anderen ins Gericht, ohne richtige Argumente vorzuweisen.
Hat der Papast nicht die Untersuchungen abgewartet, und erst dann agiert?
Ich kann es mir nicht vorstellen, dass Benedikt das Böse decken könnte. Er ist nicht so ein Mensch.
Aber, wenn du authentische Dokumente dafür besitzst, dann hätte ich sie gerne gesehen.



http://www.newstoaster.de/new-york-times...rschaender.html

Nur ein Beitrag zu dem Thema. Es wird sicher anderen geben.
Und es wird sicher Fälle geben, die nicht verzeichnet, oder bekannt sind.

Die Archive des Vatikan und päpstliche Dokumente werden nicht umsonst unter Verschluss gehalten.
Alles Lug und Betrug um seine Macht zu wahren und seine scheinbar weisse Weste zu schützen.

Du solltest evtl. mehr unabhängige Quellen lesen. Du wirst feststellen, das die Kirche zuerst auf
ihr eigenes Wohl bedacht ist. Das Wohl der Menschen kommt zum Schluss, wenn überhaupt.

Unabhängig vom Glauben an Gott oder Jesus ist die kath. Kirche eine reine Ansammlung von Lug und Betrug,
Menschenverachtung und Gewalt, Selbstüberschäzung und Anmaßung.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

18.10.2012 12:28
#13 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1 im Beitrag #1
In diesem Thread möchte ich eine sachliche Diskussion beginnen, über den "Kampf um die Wahrheit" und säkularisierung des Christentums in Europa.


Da wäre erst einmal zu definieren, was "Wahrheit" überhaupt bedeutet. Sagt derjenige die Wahrheit, der am überzeugtesten von seiner Meinung ist oder ist die Wahrheit das, wovon die meisten überzeugt sind? Keines der beiden Beispiele darf gelten. Wahrheit bedarf einer gründlicheren Definition.

Wenn etwas wahr sein soll, muß dieses etwas glaubhaft für uns sein, es darf nicht unseren Erfahrungen widersprechen. Wenn es unseren Erfahrungen widerspricht, neigen wir schnell dazu zu sagen, dieses "etwas" sei Unsinn. Es gibt aber noch ein wichtigeres Kriterium, das Subjektivität durch Objektivität ersetzt, dieses nennt sich Prüfbarkeit. Erst wenn jedermann und jederzeit dieses etwas, das andere für wahr ausgeben, objektiv überprüfen kann, nähert sich dieses etwas der Wahrheit an.

Schauen wir uns an, wie Wikipedia den Begriff "Säkularisierung" veranschaulicht: "Säkularisierung bedeutet allgemein jede Form von Verweltlichung, im engeren Sinn aber die durch den Humanismus und die Aufklärung ausgelösten Prozesse, die die früheren engeren Bindungen an die Religion gelöst und den Lebenswandel zunehmend auf Basis menschlicher Vernunft begründet haben. Soziologisch wird dieser Prozess in der aktuellen Denkweise als "sozialer Bedeutungsverlust von Religion" bezeichnet."

Lebenswandel auf Grundlage der menschlichen Vernunft? Ist das denn möglich ohne christliche Bindung? Christen berufen sich gerne darauf, dass ihr Glaube aus der Vernunft kommt. Der Mensch muß also so etwas wie Vernunft besitzen. Also kann eine Lebensgestaltung mit dem Grundpfeiler Vernunft grundsätzlich nicht falsch sein. Wenn nämlich die Vernunft uns trüge, täte sie das auch beim Glauben.

Zitat von Michael1 im Beitrag #1
Sozusagen, ihre Maxime ist kurz wie bombastisch: "Gott ist nicht cool!"


Das liegt daran, das Gott diesen jungen Menschenn nichts anzubieten hat. Eine 2000 Jahre alte Dogmatik passt nicht mehr in unsere Zeit. Auch wenn im NT einiges Gute steht, die Kirchen, also die Vermittler des Glaubens, sind in der Vergangenheit stehen geblieben. Das hat in den letzten beiden Jahrtausenden hervorragend funktioniert. Das Abschotten gegen äußere Einflüsse und Einmischungen hat den Kirchen eine gewisse Konstanz gesichert. Die Kirche verstand sich als Hüter der "Wahrheit" und wollte diesen Status mit allen Mitteln verteidigen. Im Jahre 1199 verbot Papst Innozenz III. in einem Schreiben an den Bischof von Metz sogar die Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften. Man verbot den Gläubigen damit die Überprüfung der kirchlichen Wahrheiten. Erst als sich die Menschen aus der Unmündigkeit befreien konnten, zum Teil gegen den heftigen Widerstand der Kirchen, erkannten etliche Menschen die wahre Natur der Religion. Was wahr sein soll muß auch nachprüfbar sein. Das Dogma der Unfehlbarkeit des Nachfolgers Petrus ist mittlerweile ein Mythos. Die Bibel, zuvor göttliche Wahrheit, mußte plötzlich interpretiert werden, um die darin verborgene Wahrheit erkennen zu können. Papst Benedikt XVI erwähnte in einer Enzyklika, das Humanismus ohne Gott nicht möglich sei. Heute erkennen die Menschen, dass diese angebliche Wahrheit keiner Überprüfung standhält. Solche Wahrheiten sind uncool...


Zitat von Michael1 im Beitrag #1
Und Gott hat es am besten formuliert: "Nietzsche ist tot!"


In Wahrheit haben das Gläubige formuliert, um Nietzsche lächerlich zu machen.


Zitat von Michael1 im Beitrag #1
Und Kardinal R. Marx sagte: "Wer an nichts glaubt, glaubt alles!"


Diese Aussage ist natürlich grober Unfug. Auf den ersten Blick mag der Satz vielleicht weise klingen, Fakt ist aber, wer nichts glaubt, glaubt NICHTS und nicht ALLES.

Zitat von Michael1 im Beitrag #1
Der Atheismus lehnt absolute und transzendente Werte ab


Um bei der Wahrheit zu bleiben: ABSOLUTE Wahrheit gibt es nicht. Vernünftig ist daher, Absolutes abzulehnen.

Was sind denn Werte? Sind das unumstößliche, undiskutierbare Tatsachen? Erlauben uns unsere heutigen Werte, einen Ehebrecher zu steinigen? Nein. Werte sind gesellschaftliche Normen, die der Mensch festlegt. Menschen entscheiden aufgrund ihrer Vernunft und Erfahrung, was einen Wert besitzt. Werte ergeben sich aus unserer unmittelbaren Realität. Werte sind jene Vorstellungen, welche in einer Gesellschaft allgemein als wünschenswert anerkannt sind und den Menschen Orientierung verleihen. Es gibt moralische (Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Treue), religiöse (Gottesfurcht, Nächstenliebe), politische (Toleranz, Freiheit, Gleichheit), ästhetische (Kunst, Schönheit) und materielle Werte (Wohlstand). Fast alle dieser Werte spiegeln sich im Humanismus wider. Was aber bitte sollen "transzendent Werte" sein?

Zitat von Michael1 im Beitrag #1
und vertritt eine relativistische und egalitäre Sicht der Dinge.


Der Atheismus strebt mit der Idee des Humanismus in der Tat politische und soziale Gleichheit der Menschen an. Weiterhin geht der Atheismus, wie Du schon schriebst, von einer relativen Wahrheit aus, einer Wahrheit, die auf Bedingungen aufbauen muß. Eine per Definition absolute Wahrheit, die nicht begründet und hinterfragt werden kann und die einem dogmatischen und totalitärem Monotheismus entspringt, gibt es nur in der Religion.

Zitat von Michael1 im Beitrag #1
Vergleichen wir die Weltanschauungen die heute den gesellschaftlichen Diskurs beherrschen: sekularen Humanismu, Postmodernismus, Marxismus, New Age und Buddhismus miteinander, und vergleichen wir ihre Theologie, Philosophie, Ethik, Biologie, Psychologie, Soziologie, Recht und Politik, mit Christlichen Werten.
Was glaubt ihr, wer hat die Wahrheit?


Was sind denn christliche Werte? Schon lange vor dem Christentum und der Bibel gab es Gesetzessammlungen, die das Zusammenleben der Menschen regeln sollten. Der Codex Hammurapi entstand z. B. 1800 Jahre v. Chr. Auch die Griechen hatten lange vor Jesus umfangreiche Gesetzestexte, was reichhaltige papyrologische Quellen bestätigen.

Was bedeuten aber Gesetze eigentlich? Gesetze regeln Sanktionen für normwidriges Verhalten. Normen, die die Gemeinschaft aufgrund ihrer Werte definiert hat. An brasilianischen Urvölkern, die noch nie in Kontakt mit der Zivilisation und fremden religiösen Werten gekommen sind, lässt sich gut beobachten, dass friedliches und liebevolles Zusammenleben auch ohne monotheistische Moral gut funktioniert.

Im Gegensatz dazu hatte unsere, ohne Zweifel christlich verwurzelte Gesellschaft Jahrhunderte Zeit, sich nach den in der Bibel aufgezählten Moralvorgaben auszurichten. Wie gut das gelang, kann man unter anderem im 9 bändigen "Die kriminalgeschichte des Christentums" von KarlHeinz Deschner nachlesen. http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminalges...es_Christentums
Hierzu kann es nur einen Schluß geben, die christliche Moral hat versagt.

Zitat von Michael1 im Beitrag #1
Wir werden im Vergleich sehen, dass das Christentum den Sieg davon trägt.


"Kampf" und "Sieg" sind in Kombination mit einer friedvollen Religion der Nächstenliebe schon seltsam, aber symptomatisch. Was der angebliche () Jesus zum Teil in der Bibel sagt, wurde mit dem Einsetzen der christlichen Religion als Staatsreligion über Bord geworfen: "Am 27. Februar 380 unterzeichnete der oströmische Kaiser Theodosius I. (347 – 395) in Thessaloniki in Gegenwart des weströmischen Kaisers Valentinian II. (371 – 392) und dessen mitregierenden Halbbruder Gratian (359 – 383) ein Dekret, mit dem das Christentum zur Staatsreligion erklärt und die Ausübung heidnischer Kulte unter Strafe gestellt wurden." Quelle: http://www.dw.de/christentum-wird-zur-st...380/a-3840155-1
Das Christentum verlor seine Wurzeln, jegliche Toleranz und wurde zum Machtinstrument.

(Rudolf Kuhr)
"Wenn heute Religion nicht länger als geistige Droge benützt, sondern wieder in ihrer ursprünglichen Bedeutung verstanden und betrieben würde, dann könnten Selbsttäuschung, Scheinsicherheit und Gespaltenheit überwunden werden. Dann könnte in konsequenter Weiterführung von Theologie und auch Philosophie über Psychologie und Soziologie zur Menschlichkeit gelangt werden. Menschlichkeit, im Humanismus neuer, ganzheitlicher Auslegung als Bekenntnis zum Menschentum verstanden, wäre Weg und Ziel in einem, es enthält die Verbundenheit sowohl zum Organismus der menschlichen Gemeinschaft, dessen Teil der einzelne Mensch ist, als auch die Verbundenheit zum Organismus der Natur, deren Teil wiederum die Menschheit ist."
http://www.humanistische-aktion.de/christli.htm

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.10.2012 12:55
#14 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat
In Wahrheit haben das Gläubige formuliert, um Nietzsche lächerlich zu machen.



Was ihnen nicht gelungen ist ^-^

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

18.10.2012 15:12
#15 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Gysi:

Zitat

1)Sie sind die Kinder einer Religionsgeschichte.
2) Das Verständnis von Ethik war mit einer Gottesherkunft verwoben. Aber man wird sich ja geírrt haben können. Und ihr Gottesherkunft-Propagierer habt euch nun mal geirrt!


1) Schau, eine Religionsgeschichte kann es ohne Religion nicht geben!
2) Das glaube ich kaum! Selbst I. Kant konnte nicht anders als zugeben, dass das moralische Gesetz nur dann vernünftig sein kann, wenn es Gott, Freiheit und die Unsterblichkeit der Seele gibt. ("Kritik der praktischen Vernunft". Ohne Freiheit kann es keine Moral geben! Ist das nicht logisch? Freiheit ist eigentlich nicht die Freiheit zu tun und zu lassen, wozu man gerade Lust hat, denn das wäre nach Kant "Naturkausalität", instinktives Handeln, also Unfreiheit. Wenn sich Kant geirrt hat, dann lasse ich mich auch leicht irren.


Zitat
Gibt es ohne das Christentum keine Moral? Gab es davor keine? Ist der Atheist ohne Moral? Ist der Moslem ohne? Der Buddhist, der Taoist?


Humanethologische Untersuchungen haben bewiesen, dass der Mensch "homo religiosus" ist. Somit gibt es, und gab es keine Menschen ohne RELIGION. Wenn wir ehrlich sind, dann werden wir alle zugeben müssen, dass es keine Atheisten geben kann. Warum?
Weil Atheisten nicht wissen können, dass es Gott nicht gibt, und darum sollten sie so leben, als ob es Gott gibt. Buddha ließ sich in solche Spekulationen nicht ein, aber seine Schüler, -Mahayana-Linie- vertheisieten Buddhas Lehre. Hinayana Buddhismus ist im Aussterben begriffen.

Ohne Religion gibt es keine wahre Moral! In letzter Konsequenz gilt dann nur die Lehre des Judeo-Christenthums, denn es kann nur einen Gott geben! Islam hat die Wurzeln in diesen Religionen. Was orientalische Religionen betrifft,so folgen sie ihren meditativen Wegen. Und wenn manche ihrer Gründer nicht über Gott nachgedacht haben, geschach es nicht aus der Feigheit, sondern aus der Unsicherheit ihrer mystischen Erlebnisse. Und das verstehe ich!

Zitat

1) Und warum hatte Jesus nicht nach seiner (angeblich) eigenen Maxime gehandelt, selbst seine Feinde lieben zu sollen?



Hat er! Nach dem er gekreuzigt wurde betete er für seine Feinde wie folgt:

Zitat
"Jesus aber betete: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." (Lukas 23, 34)


Jesus Christus handelte Menschen gegenüber in Liebe. Er mahnte, tadelte und lobte überall wo er kam, aber niemals tat er ihnen etwas böses. Tempel hat er nur geräumt und gesäubert, sonst nichts, denn der Tempel ist ein Ort wo man im Gebet mit Gott komunizieren kann, und keine Geschäfte betreiben sollte...

Zitat
Hasse ich die Religionen? Ich liebe die Wahrhaftigkeit! Der folge ich, und ich komme zu Ergebnissen. Ein Ergebnis ist mein Atheismus. Ich glaube nicht an Gott und nicht an Götter. Ich glaube, dass unsere Altvorderen da was falsch verstanden hatten. Ich bin nicht demokratisch und tolerant? Bist du tolerant genug, meine Bibelanalysen zu akzeptieren?


Ob du glaubst oder nicht ist von keiner Relevanz, weil du und deinesgleichen verlangt, dass die Toleranz alles tolerieren soll, ausser RELIGIONEN, die nur Wahrheit tolerieren. Und das ist eine falsche Toleranz. Atheismus steht den Religionen allgemein, und monotheistischen Religionen konkret, radikal und intolerant entgegen.
Selbst die Aufklärung stammt aus dem Christentum, da es sie sonst niergendswo in der Welt gab, was uns beweist, dass Christentum falsch angeklagt, und ohne Beweise verurteilt wird... Schon 300 Jahre leben Christen in säkularen Gesellschaften. Von daher kann man ihnen keine Intoleranz mehr unterjubeln. Ich toleriere deine gutgemeinte Kritik, nicht nur der BIBEL gegenüber, sondern auch dem ganzen Christentum gegenüber, denn ich selbst bin ihnen gegenüber sehr kritisch eingestellt. Ich spiele aber keinen Gott, und werfe nicht alles in einen Topf hinein, verschliesse es und werfe es als Abfall weg. Das ist tendenziös und unseriös!

Zitat

Und der Zweifel, der zum Nichtglauben führt, wird mit einer Feuertod-Strafe gekontert. Ganz schön zynisch, diese Denkfreiheit, die (der angebliche) Gott dem Menschen lässt. Oder nicht?


Wenn Gott ABSOLUTUM ist, dann ist er nicht nur Barmherzig, sondern auch GERECHT! Also, wenn es ein Moralkodex gibt, dann hat das seine Bedeutung! Gott will dass wir in Liebe handeln, seinen Gesetzen folgend. Unsere Freiheit führt uns ins Verderben oder ins Paradies! P. Singer würde sagen: Dort wo es keine Freiheit gibt, kann es auch keine Sünde geben. Aber wir haben eine Freiheit, und darum sind wir keine Zombies!

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 17.186

18.10.2012 15:36
#16 Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1
2) Das glaube ich kaum! Selbst I. Kant konnte nicht anders als zugeben, dass das moralische Gesetz nur dann vernünftig sein kann, wenn es Gott, Freiheit und die Unsterblichkeit der Seele gibt.

Der große Kant musste also etwas "zugeben" vor der Wahrheitsgewalt des Christentums. Womit bewiesen ist, dass das Christentum auch der Aufklärung gegenüber die humanistischen und wahrheitlichen bigpoints sammelt! Wen willst du eigentlich damit überzeugen, Michael? Wahrscheinlich dich selbst.

Kant sagt also, dass das moralische Gesetz nur bei Gottesexistenz und Existenz des ewigen Lebens geben kann. Also, ich weiß davon nichts! Bitte zeige mir die Textstelle!

Zudem wäre es schön, wenn du auf meine Moralanalyse eingehen würdest. Die du (fälschlicherweise) Habermas zuschreibst.

Zitat
Weil Atheisten nicht wissen können, dass es Gott nicht gibt, und darum sollten sie so leben, als ob es Gott gibt.

Tun wir Atheisten aber nicht! Und was nun? Haben wir keine Moral? Doch, haben wir, natürlich! Denn wir haben ein gefülltes Überich! DA ist die Moral drin - und nicht von Gott!

Zitat
Jesus Christus handelte Menschen gegenüber in Liebe. Er mahnte, tadelte und lobte überall wo er kam, aber niemals tat er ihnen etwas böses.

Du weißt, dass er auch anders konnte, ich schrieb dir davon. Und was machst du? Du gehst nicht darauf ein, du trommelst mit einem lauten Gegen-Mantra alles weg! Und schon ist Frieden in deiner Seele. Was ist aber auch nicht glaube. Die WAHRHEIT - und um die geht es ja in diesem Thread - hat den Anspruch, in dein Bewusstsein zu treten, und sie wird da oben anklopfen - immer wieder... Und du wirst immer wieder einen dieser Mantra-Schüsse dagegen brauchen, um dich zu befrieden. Du bist ein Religions-Junkie, Michael. Und diese mantrenhafte Abbeterei gegen die Wahrheit ist deine Droge.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Michael1 Offline



Beiträge: 840

18.10.2012 15:43
#17 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Alinardus:

Zitat



http://www.newstoaster.de/new-york-times...rschaender.html
1) Du solltest evtl. mehr unabhängige Quellen lesen. Du wirst feststellen, das die Kirche zuerst auf
ihr eigenes Wohl bedacht ist. Das Wohl der Menschen kommt zum Schluss, wenn überhaupt.

2) Unabhängig vom Glauben an Gott oder Jesus ist die kath. Kirche eine reine Ansammlung von Lug und Betrug,
Menschenverachtung und Gewalt, Selbstüberschäzung und Anmaßung.


1) Wenn einer in seinem Hass auf das Christentum unterwegs ist, so wie du, dann ist die Wahrheit schon längst gestorben.
Du solltest dich vorher seriös informieren, bevor du so was postest.

http://ef-magazin.de/2010/03/28/1960-kam...-der-verleumder

Ich habe dir nur diesen Link hineinkopiert, damit du sehen kannst, dass du tendenziös agierst. Die Wahrheit die du uns präsentierst, ist eine Lüge! Mehr möchte ich nicht schreiben! Ich persönlich verurteile alle die pädophilen Fälle in der RKK- und der ganzen Gesellschaft, aber ich muss nicht generalisieren und pauschal alle Menschen verteufeln. Besonders nicht Papst Benedikt XVI-, denn er ist nicht böse so wie ihn die deutsche Presse dargestellt hat. Das hat er nicht verdient!
2) Non sequitur!

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

18.10.2012 16:17
#18 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Blackysmart:

Zitat
Da wäre erst einmal zu definieren, was "Wahrheit" überhaupt bedeutet. Sagt derjenige die Wahrheit, der am überzeugtesten von seiner Meinung ist oder ist die Wahrheit das, wovon die meisten überzeugt sind? Keines der beiden Beispiele darf gelten. Wahrheit bedarf einer gründlicheren Definition.


Das habe ich mir schon gedacht, dass ich in dir einen Draufgänger vor mir habe. Wer von uns Menschen kann schon die Wahrheit definieren? Die Wahrheit ist nicht definierbar, denn die Wahrheit ist GOTT.

Von drei Haupttheorien der Wahrheit: Korrespondenztheorie, Kohärenztheorie und Utilitartheorie ist keine im stande die Wahrheit zu definieren, und die alle anderen kannst du ruhig vergessen. Also, was willst du schon definieren?

Jesus Christus sagte:

Zitat
"Ich bin der Weg, und die Wahrheit und das Leben." (Johannes 14, 6)



Gott ist die Wahrheit! Verstehst du das? Wenn es die Wahrheit gibt, dann kann es nur eine geben. Nur Gott kann mit Wahrheit idenfiziert werden. Und darum kann kein Mensch die Wahrheit definieren.

Zitat
Wenn etwas wahr sein soll, muß dieses etwas glaubhaft für uns sein, es darf nicht unseren Erfahrungen widersprechen. Wenn es unseren Erfahrungen widerspricht, neigen wir schnell dazu zu sagen, dieses "etwas" sei Unsinn. Es gibt aber noch ein wichtigeres Kriterium, das Subjektivität durch Objektivität ersetzt, dieses nennt sich Prüfbarkeit. Erst wenn jedermann und jederzeit dieses etwas, das andere für wahr ausgeben, objektiv überprüfen kann, nähert sich dieses etwas der Wahrheit an.



Mensch, bist du einfach gestrickt, wahrlich ein Banause! Wie willst du etwas an seiner objektiven Wahrheit überprüfen, dass erschliesst sich mir nicht aus deiner obigen Trollerei. Du bist ein naiver Realist, der nur das was er sieht für wahr hält, und das ist für mich irrational.

Man kann Hypothesen über Realität aufstellen, aber, ob die Hypothesen zu 70% richtig sind oder nicht, ist prinzipiell unüberprifbar. Sie können auch völlig falsch sein. Wir Menschen können nur ein Höchstmass an Plausibilität erreichen, und das hat wahrlich mit der objektiven Realität nichts zu tun. Und du willst mir die Wahrheit definieren, unglaublich. Die Wissenschaft lehrt keine Wahrheit, sondern nur Plausibilitäten und Aproximationen.

Zitat
Lebenswandel auf Grundlage der menschlichen Vernunft? Ist das denn möglich ohne christliche Bindung? Christen berufen sich gerne darauf, dass ihr Glaube aus der Vernunft kommt. Der Mensch muß also so etwas wie Vernunft besitzen. Also kann eine Lebensgestaltung mit dem Grundpfeiler Vernunft grundsätzlich nicht falsch sein. Wenn nämlich die Vernunft uns trüge, täte sie das auch beim Glauben.


Das ich nicht lache! Wie kann man so töricht schreiben? Glaubst du dass sich die Wissenschaft auf die Vernunft bezieht, wenn sie postuliert: Die Welt ist aus dem NICHTS entstanden? Also, für mich gibt es da keine Vernunft. Das ist IRRSINN.
Das Nichts als nicht Existenz, -NICHT-SEIN- ist plötzlich die Ursache für das Universum. Trollig!

Judeo-Christentum hat eine Offenbarung vorzuweisen. Ob jemand dann glauben will oder nicht, ist reine Frage der Freiheit, und Vernunft, und keinesfalls eine wissenschaftliche Beweisfrage...

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

18.10.2012 16:17
#19 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Wie hat das Christentum durch die Geschichte eigene Jugend aufgezogen und eduziert?


https://www.destatis.de/DE/Publikationen...publicationFile

Über 50 Millionen Christen in kirchlicher Mitgliedschaft gibt es in Deutschland. An der Zahl hat sich seit 1959 kaum etwas geändert. Eltern mit christlichem Glauben erziehen ihre Kinder natürlich auch im christlichen Glauben. Gäbe es diese frühkindliche Indoktrination nicht, wäre der christliche Glaube schon Geschichte.


Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Im säkularen Schul-und Universitätswesen.


Als Kreationist tritts Du natürlich für eine christliche Staatsreligion mit der Lehre der Genisis im Biologieunterricht ein. Anstelle von Fossilien sollte man auch besser nach der Arche Noah suchen, auf der nur Noah, seine Frau Naama und die drei Söhne die Sintflut überlebten. Genetisch müßte sich die Gemeinschaftsproduktion von den Vieren doch nachweisen lassen, alle Menschen haben Naama als Mutter.

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Ausserdem, beherrschen sie öffentliche Medien.


Was sagen Katholiken zu Deiner These: "Versuchte die Gesellschaft noch bis Anfang der achtziger Jahre, Religion als Störfaktor auf einige wenige Programmplätze einzugrenzen, durchdringt das Religiöse wieder das Programm." http://www.kath.de/lexikon/medien_oeffen...ehprogramme.php

http://www.ibka.org/artikel/miz94/erste_reihe.html
"Bei ARD und ZDF war die privilegierte Stellung der beiden christlichen Großkirchen hingegen von Anfang an institutionell festgeschrieben."

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Durch REVOLUTIONEN und Gewalt.


Jaja, die böse Aufklärung.

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Die RKK- (Priester!) hat sich schwer verfehlt durch Pädophilieskandale und hat auf sich schwere Sünde geladen die gesünt werden muss, aber das haben auch alle die Domänen gemacht, die mit Kindererziehung zu tun haben. Von daher sollte man Pädophilie im Rahmen der Geselschaft behandeln und es nicht nur auf RKK- abschieben, denn es ist ein Geselschaftsproblem. Gewisse Kreise in Niederlande-(Parlament!) verlangten unlängst legalisierung der Pädophilie, und die sind Atheisten! Pädophilie muss streng bestraft werden!!!


Hier stimme ich Dir vollkommen zu.

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
der Atheismus hat keine eigene Ethik entwickelt, sonder bedient sich durch die ganze Geschichte mit der Ethik der Religion, die es nach Bedarf pervertiert.


Was genau ist unter der Ethik der Religionen zu verstehen? Wo kann man diese Ethik nachlesen und gibt es Einschränkungen bei den Quellen?


Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Menschenrechte sind ein gesellschaftlicher Konsens, basierend auf pervertierten christlichen Werten, sonst nichts.


Nenne uns doch bite mal diese christlichen Werte, damit nachvollziehen können, was Du darunter verstehst.

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Kann es eine Moral ohne das Fundament religiöser Überzeugungen geben?


Tiere stehen sicherlich nicht im Verdacht, eine religiöse Überzeugung zu haben. Trotzdem haben z. B. Menschenaffen die "Grundpfeiler der menschlichen Moral, das Prinzip der Gegenseitigkeit und auch das Empathievermögen..." http://www.pm-magazin.de/a/haben-tiere-moral

Dies zeigt deutlich, dass es sehr wohl Moral ohne religiöse Überzeugung gibt. Moral ist eine Fähigkeit, die sich im laufe der Evolution herausgebildet hat.


Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Die christliche Doktrin lehrt: Liebe deinen nächsten wie dich selbst. Noch umfangreicher: Liebet eure Feinde! Gibt es bessere Lehre?


Eine äusserst weltfremde Doktrin. Sie ist so weltfremd, dass sich wirklich niemand daran hält und halten kann.

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
Die Religion ist die einzige Instanz, die uns die Antworten geben kann, wenn es um die Fragen wie "warum" und "Wieso" geht?


Religion gibt die Antwort "Gott". Gott beantwortet aber überhaupt nichts. Warum existieren wir? --> Gott Was ist der Sinn des Lebens? --> Gott Wie entstand das Universum? --> Gott
Gott ist, wie ich schon einmal schieb, ein Platzhalter für "ich weiß nix, aber irgendjemand muß dafür verantwortlich sein".

Zitat von Michael1 im Beitrag #5
keine Garantie dafür, dass sie sich ihrer moralischen Verantwortung gegenüber anderen bewusst werden. Ist es moralisch ungeborene Kinder umzubringen? Ist die Euthanasie moralisch?


Ist es moralisch, wenn Priester Kinder mißbrauchen? Ist es moralisch, in Ländern mit hoher Aidsgefahr Kondome zu verteufeln? Ist es moralisch, Friede zu predigen und sein Vatikanvermögen durch Beteilligungen an Rüstungskonzernen zu verdienen? Was bedeutet christliche Moral, dass man über die Christen ein neunbändiges Werk der Kriminalgeschichte füllen kann?

Glanzstücke christlicher Moral:
- Was nicht der Wahrheit oder Sittennorm entspricht, hat kein Recht auf Existenz. (Papst Pius XII, 1954)
- Was hat man denn gegen den Krieg? Etwa dass Menschen, die doch einmal sterben müssen, dabei umkommen? (Augustinus, Kirchenlehrer)
- Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde."(Thomas von Aquin, Kirchenlehrer und Patron der katholischen Hochschulen)
- Eine Frau soll still zuhören und sich ganz unterordnen. Ich gestatte es keiner Frau zu Lehren und sich über den Mann zu erheben. Zuerst wurde ja Adam erschaffen, und dann erst Eva.
(Papst Johannes Paul II. in Bezugnahme auf Paulus, 1988)
- Die Juden wirken zersetzend auf Religion und Volkscharakter.(Lexikon für Theologie und Kirche, Freiburg i. Br. 1933)
- Gott hat es zugelassen, daß das Vergeltungsschwert gegen England in unsere Hände gelegt wurde. Wir sind die Vollzieher seines gerechten göttlichen Willens. " (Kathol. Kirchenblatt für das nördl.Münsterland 9.3.1941)

Und übrigens Michael: Nackt duschen widerspricht katholischer Moral! (Generalkirchenvikariat Köln)

Michael1 Offline



Beiträge: 840

18.10.2012 16:43
#20 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat Blackysmart:

Zitat


Heute erkennen die Menschen, dass diese angebliche Wahrheit keiner Überprüfung standhält. Solche Wahrheiten sind uncool...




Die Dogmen kann man nicht modifizieren oder modernisieren. Entweder du glaubst es oder nicht! Die kulturell gebundene Wissenschat ist eine Art Selbstbegrenzung der Vernunft, die in einer wissenschaftlich-technischen Welt sehr erfolgreich und angemessen sein mag, aber in ihrer Verallgemeinerung den Menschen völlig amputiert. Der Mensch ist dann Mass aller Dinge geworden. Kalkül entscheidet was moralisch und was nicht moralisch ist. Das Gute als Kategorie verschwindet. Abortus ist in. Euthanasie ist in. Drogen sind in. Pornographie ist in. Prostitution ist in. Alles was böse und schlecht ist ist dann in. Posmodernistischer Schmarren!
Benedikt XVI sagt:

Zitat
So kann der Mensch den Menschen klonen, also tut er es; er kann Menschen als Organvorrat benutzen, also tut er es; das verlangt, wie es scheint, seine Freiheit. Letztlich beruhen auch der Einsatz von Atombomben und die selbstmörderischen Attentate fundamentalistischer Terroristen auf dieser Art Selbstermächtigung. Und die radikale Loslösung der Aufklärungskultur, von ihren metaphysisch-religiösen Wurzeln führt in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen selbst.


Die Frage die sich hier stellt ist: Kann ein solches Denken als allgemeingültig oder universelles Vorbild sein?
Ich sage: NEIN!

Zitat


Diese Aussage ist natürlich grober Unfug. Auf den ersten Blick mag der Satz vielleicht weise klingen, Fakt ist aber, wer nichts glaubt, glaubt NICHTS und nicht ALLES.



Die Aussage ist OK, aber deine Überlegung ist falsch. Nichts glauben, wahrlich ist ident mit der Maxime von R. MARX. Erkläre mir bitte, was bedeutet "nichts glauben"?
Das Nichts hat keinen Inhalt, es ist ein leeres Wort, darum hat es nur semantische Existenz.
Der Rest ist Satisfaktionslos, unwürdig!
So long!

--------------------------------------------------
Fide, sed qui, vide!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

18.10.2012 17:24
#21 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat von Michael1 im Beitrag #20
Zitat Blackysmart:

Zitat


Heute erkennen die Menschen, dass diese angebliche Wahrheit keiner Überprüfung standhält. Solche Wahrheiten sind uncool...




Die Dogmen kann man nicht modifizieren oder modernisieren. Entweder du glaubst es oder nicht! Die kulturell gebundene Wissenschat ist eine Art Selbstbegrenzung der Vernunft, die in einer wissenschaftlich-technischen Welt sehr erfolgreich und angemessen sein mag, aber in ihrer Verallgemeinerung den Menschen völlig amputiert. Der Mensch ist dann Mass aller Dinge geworden. Kalkül entscheidet was moralisch und was nicht moralisch ist. Das Gute als Kategorie verschwindet. Abortus ist in. Euthanasie ist in. Drogen sind in. Pornographie ist in. Prostitution ist in. Alles was böse und schlecht ist ist dann in. Posmodernistischer Schmarren!
Benedikt XVI sagt:

Zitat
So kann der Mensch den Menschen klonen, also tut er es; er kann Menschen als Organvorrat benutzen, also tut er es; das verlangt, wie es scheint, seine Freiheit. Letztlich beruhen auch der Einsatz von Atombomben und die selbstmörderischen Attentate fundamentalistischer Terroristen auf dieser Art Selbstermächtigung. Und die radikale Loslösung der Aufklärungskultur, von ihren metaphysisch-religiösen Wurzeln führt in letzter Konsequenz zur Abschaffung des Menschen selbst.


Die Frage die sich hier stellt ist: Kann ein solches Denken als allgemeingültig oder universelles Vorbild sein?
Ich sage: NEIN!

Zitat


Diese Aussage ist natürlich grober Unfug. Auf den ersten Blick mag der Satz vielleicht weise klingen, Fakt ist aber, wer nichts glaubt, glaubt NICHTS und nicht ALLES.



Die Aussage ist OK, aber deine Überlegung ist falsch. Nichts glauben, wahrlich ist ident mit der Maxime von R. MARX. Erkläre mir bitte, was bedeutet "nichts glauben"?
Das Nichts hat keinen Inhalt, es ist ein leeres Wort, darum hat es nur semantische Existenz.Der Rest ist Satisfaktionslos, unwürdig!
So long!




Gott ist ein reines Nichts.
(Meister Eckhart)

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

18.10.2012 17:31
#22 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Der Verstand des Gebildeten wählt den rechten WEG, der Verstand des Ungebildeten den linken,
doch der Dumme, welchen WEG er auch einschlägt, ihm fehlt der Verstand, obwohl er von JEDEM anderen gesagt hat:
ER IST DUMM!

Glaube mit Beweisen zuvermischen ist also welcher WEG?

----------------------------------------------
Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.10.2012 19:45
#23 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

@ Michael zum Thema Missbrauch in der Kirche

Ganau das ist das schwierige wenn man Quellen angibt. Man wechselt sich sozusagen damit ab,
jeder hat mal was für "seine" Seite getan, und man ist kein Stück weiter.

Ich werde die Vorwürfe nicht beweisen können, du nicht wiederlegen.

Aber selbst wenn Herr Ratzinger keine Kinderschänder geckt. Was spielt das für eine Rolle?
Was ist der Stand des Priesters wer, wenn man weiß das ein Mensch, der sich in diesem Stand befindet
zu solchen Taten fähig ist? Und das es Priester gibt die Kinder Missbrauchen ist kein Geheimnis.

Im Grunde ist es sogar egal. Priester könnten die liebsten Menschen auf der Welt sein.
Es gibt dennoch keinen Grund zu glauben, das Ihr Anspruch auf einen göttlichen Auftrag gerechtfertigt ist.

Zitat von Smarty

Glanzstücke christlicher Moral:



Ja wie man die kath. Kirche immer noch als Garant für Moral ansehen kann, ist mir auch unbegreiflich.
Sicher sind Michaels Einwände nicht falsch. In der Welt von heute ist sehr viel faul.
Aber die Ansichten der Kirche sind keine Alternative.
Da kann ja jeder kommen.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

18.10.2012 19:52
#24 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Das es Dackel gibt die kleine Kinder beissen ist kein geheimniss,
aber trotzdem sind nur die Kampfhunde in den Medien!
Damit will ich sagen, dass jede Stunde Oder jede Minute auf der Welt ein Kind missbraucht wird,
aber das Thema sind die Priester.
Priester sind Menschen keine Gottheit, als auch fehlbar wie alle Menschen die diese SCHANDTAT tun!

----------------------------------------------
Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

Alinardus Offline

Antichrist


Beiträge: 3.787

18.10.2012 20:00
#25 RE: Diskurs um die Wahrheit........ Thread geschlossen

Zitat
Priester sind Menschen keine Gottheit, als auch fehlbar wie alle Menschen die diese SCHANDTAT tun!



Ja das ist der Punkt. Es sind Menschen. Aber lt. der Kirche dürfen sie "göttliche" Aufgaben erfüllen.

Wenn du damit Leben kannst, das ein Mensch, der Kinder vergewaltigt (potenziell oder tatsächlich) andere Menschen
im Namen von Gott von ihren Sünder frei spricht, und wenn du von solchen Menschen moralische Ratschläge anzunehmen
bereit bist, ist das dein Bier. Ich könnte das nicht.

Es geht ja nicht darum Priester als Teufel hinzustellen.
Es geht darum deutlich zu machen, das der Anspruch dieser Mensche auf eine höhere Wahrheit oder Aufgabe
einfach nur lachhaft ist.

_______________________________________________
Nichts ist wahr, alles ist erlaubt! Die Realität ist das, was du daraus machst!

Seiten 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | ... 11
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor