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Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!




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Dieses Thema hat 103 Antworten
und wurde 5.316 mal aufgerufen
 Judentum
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Reisender Offline



Beiträge: 4.084

18.03.2013 17:22
#26 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Wu im Beitrag #25
Man kann aber genauso sagen, daß Körper, Vital"Seele" und Geist alles nur energetische Phänomene sind, es also eher die Energie ist, die unsterblich ist (meint jedenfalls der Energierhaltungssatz). (Buddha meint im übrigen, das Körper und Geist (das nennt sich bei ihm: alle Skhandas) mit dem Tod vergehen. U.G. Krishnamurti meinte, daß man eher sagen sollte, daß der Körper ewig lebt, weil er weiter Teil hat am Wandel aller Dinge - er wird Erde etc., während der Geist vergeht bzw. nur ein Produkt eines Körperorgans war, als solcher nie unabhängig exisitert hat. Im Daoismus seh ich eine Betonung und Hinwendung zum Chi, zur Lebensenergie, was als wesentlicher betrachtet wird als Geist und Seelisches - was wiederum als Einheit gedacht wird. So einheitlich scheint der mystische Blick IMHO nicht zu sein.)

In der Welt der Veränderung entdeckte Buddha etwas Dauerhaftes und unsterbliches, er nannte es Buddha-Natur,
auch bekannt als höheres Selbst oder Christusbewusstsein. Nur die Sprache macht hier den Unterschied.
In dieser allumfassenden mystischen Erkenntnis wird das persönliche Selbst wie eine kleine Kerze ausgeblasen und er
erkennt das klare Licht der Leere, in der christl. Mystik das Einswerden mit Gott.

freily Offline




Beiträge: 121

18.03.2013 17:34
#27 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #24
Der Begriff der Seele kommt in doppelter Ausführung vor.(Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust)
Die Vital-oder Emotionale Seele, dass ist schlicht die Lebenskraft, die wir mit den höheren Tieren teilen,
und die Geist-Seele, der Logos, die den Menschen vorbehalten ist.
In der östlichen Philosophie wird der Mensch manchmal methaphorisch als ein Wagen dargestellt, mit Pferden
und den Wagenlenker. ´Das symbolisiert Körper, Vitalseele und Geist.
Wenn Eckhart vom Gottesfunken spricht ist damit die Geistseele gemeint, die nach seiner Vorstellung
unzerstörbar ist, während die Vitalis untrennbar mit dem Körper verbunden ist.
Die Sichtweise der Mystik ist in allen Kulturen vollkommen die gleiche.
Unterschiede entstehen scheinbar durch die Sprache die immer Teil des Zeitl.-Kult. Paradigmas ist.
(Die höchste Wahrheit teil sich in Ost und West auf dem inneren Weg mit; Buddh.)
Die zwei Seelen können sich einigen und damit ein ausgeglichenes Niveau bilden. Man wird ruhiger.
Der Gottesfunken besteht zu 1% in jedem Menschen, er kann jedoch auch beiseite gedrängt werden, weil man zum Altruismus nach freiem Willen finden muß. Der Gottesfunken kann Dir aber helfen, wenn man ihn läßt.


Die Sichtweise der Mystik, wäre die gleiche, wenn sich die Menschen nicht ständig wegen Kleinigkeiten gegenseitig behindern würden und durch "Religionen" sich selbst verdummen.

Da hat sich bei mir die Frage ergeben, warum ein Abram sein gut florierendes Götzenbild-Geschäft in Ur aufgab und dann der "Stimme" Gottes folgte.
Nach kabbalistischer Lehre, soll er da ein Buch namens Sepher Jetzira gekauft haben und darin die Erkenntnis gefunden haben, und diese dann selber weiter geführt haben.

Wissenschaflich wird Glaube auch durch ein Vertrauensverhältnis erzeugt, denn was die Alten sungen, so die Jungen klungen, wie ein Sprichwort sagt.
Die Unterschiede entstehen weniger durch die Sprache ansich selbst, sondern eher durch Übersetzungen von Menschen, die der Lehre nicht mächtig waren.

Z.B. die Bibel, christliche Exegeten haben von der "Sprache der Zweige" keine Ahnung, übersetzen aber "die Geschriebene" und nennen sie "Altes Testament", was so was von falsch ist.
Denn das AT ist ein Abklatsch dessen, was "die Geschriebene" darstellt und im Sinn völlig verdreht, weil die Übersetzer eben nur die Hälfte eines Manuskript hatten.

Daraus entstand dann die röm. kath. Lehre, wo sich komischerweise viele daran wetzen, aber im Prinzip den selben Keks backen und ihn nur dann anders nennen.

freily®©

freily Offline




Beiträge: 121

18.03.2013 17:47
#28 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Schalom Gysi,

Zitat
Aber alles noch im grünen Bereich, Freily. Sei nicht so empfindlich und - arrogant...

Sorry Gysi, Du bist zwar der Admin, aber ich habe diesen Thread nicht eröffnet, daß hier manche als Pausenjoker schauspielern.
Du sagst zwar deine Meinung auch recht harsch, aber du beleidigst zumindest niemanden.
Zudem kann ich keinen rausschmeißen, weil ich hier kein Moderatoren-Recht habe.
In anderen Threads kann er ruhig schauspielern, hier fehlt mir einfach die Zeit dazu, denn ich schreibe auch an der Torah in religioncity.de nach kabbalistischer Lehre und da sieht dann das sogenannte "AT" schon etwas ganz anders aus.

Nix is mit Zahn um Zahn, denn da geht es um Schadenersatz, wenn richtig übersetzt wird.
Das "AT" heißt bei mir "die Geschriebene - Torah".

Ich hoffe Dir genügt meine Erklärung.

Liebe Grüße

freily®©

Wu Offline




Beiträge: 417

18.03.2013 18:13
#29 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #26

In der Welt der Veränderung entdeckte Buddha etwas Dauerhaftes und unsterbliches, er nannte es Buddha-Natur,
auch bekannt als höheres Selbst oder Christusbewusstsein. Nur die Sprache macht hier den Unterschied.
In dieser allumfassenden mystischen Erkenntnis wird das persönliche Selbst wie eine kleine Kerze ausgeblasen und er
erkennt das klare Licht der Leere, in der christl. Mystik das Einswerden mit Gott.


Buddhanatur ist ein buddhistischer Begriff, der frühestens 700 Jahre nach Buddha das erste Mal im Lotussutra auftauchte. Die Existenz von einer Buddhanatur ist also kein von allen Schulen des Buddhismus anerkannter. Aus meiner Sicht bezeichnet er Leere, als eben nichts unsterbliches. Eben eine ewige Seele ist ja genau das, was Buddha leugnet.
Zum weiterlesen empfehle ich
http://zensplitter.blogspot.de/2009/12/b...man-teil-i.html
http://zensplitter.blogspot.de/2009/12/b...an-teil-ii.html

"Alles, so wie es ist, ist Buddha-Natur"
"Alle Buddhanatur hat keine Buddhanatur"
Dogen

http://tao-forum.de/

Reisender Offline



Beiträge: 4.084

19.03.2013 08:39
#30 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Wu im Beitrag #29
Zitat von Reisender im Beitrag #26

In der Welt der Veränderung entdeckte Buddha etwas Dauerhaftes und unsterbliches, er nannte es Buddha-Natur,
auch bekannt als höheres Selbst oder Christusbewusstsein. Nur die Sprache macht hier den Unterschied.
In dieser allumfassenden mystischen Erkenntnis wird das persönliche Selbst wie eine kleine Kerze ausgeblasen und er
erkennt das klare Licht der Leere, in der christl. Mystik das Einswerden mit Gott.


Buddhanatur ist ein buddhistischer Begriff, der frühestens 700 Jahre nach Buddha das erste Mal im Lotussutra auftauchte. Die Existenz von einer Buddhanatur ist also kein von allen Schulen des Buddhismus anerkannter. Aus meiner Sicht bezeichnet er Leere, als eben nichts unsterbliches. Eben eine ewige Seele ist ja genau das, was Buddha leugnet.
Zum weiterlesen empfehle ich
http://zensplitter.blogspot.de/2009/12/b...man-teil-i.html
http://zensplitter.blogspot.de/2009/12/b...an-teil-ii.html

"Alles, so wie es ist, ist Buddha-Natur"
"Alle Buddhanatur hat keine Buddhanatur"
Dogen


Tja, mit dem ZEN-Kontext hat es so seine Bewandnis.
Gerade wenn man meint, etwas verstanden zu haben, hat man es eben nicht verstanden,
weil es nichts zu verstehen gibt.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.097

19.03.2013 09:01
#31 Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Reisender
Tja, mit dem ZEN-Kontext hat es so seine Bewandnis.
Gerade wenn man meint, etwas verstanden zu haben, hat man es eben nicht verstanden,
weil es nichts zu verstehen gibt.

Es ist nicht gut, wenn man sich zu klein macht. Wie es ebenso nicht gut ist, sich zu dicke zu machen. Nicht zu demütig, nicht zu stolz. Selbstbewusst sein, sich seiner Selbst bewusst sein. Sich aber nicht aufblasen. Und "den Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen!" (IK) Ich glaube, dass die Zen-Lehrer das - wenn auch zu umständlich nach meinem Geschmack - im Grunde vermitteln wollen.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

freily Offline




Beiträge: 121

19.03.2013 09:44
#32 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #30
Tja, mit dem ZEN-Kontext hat es so seine Bewandnis.
Gerade wenn man meint, etwas verstanden zu haben, hat man es eben nicht verstanden,
weil es nichts zu verstehen gibt.
Das eben nicht verstehen kommt davon, daß es keine Sprache gibt, die fähig wäre, auch nur das Geringste von den Eigenschaften zum Ausdruck zu bringen, was Du ZEN nennst, infolge der ungewöhnlichen Feinheit und Spiritualität.
Dementsprechend führt jeder Versuch, sie in Worte zu hüllen, den Meditierenden nur in die Irre und verwirrt ihn, wodurch er dann auf den falschen Weg gerät.
Um daher den Suchenden etwas zu enthüllen, braucht man die Erlaubnis von Oben, und das ist der zweite Grund für das Verhüllen der Wissenschaft.
Doch diese Erlaubnis erfordert eine Erklärung.

freily®©

freily Offline




Beiträge: 121

19.03.2013 09:52
#33 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Wu im Beitrag #29
Buddhanatur ist ein buddhistischer Begriff, der frühestens 700 Jahre nach Buddha das erste Mal im Lotussutra auftauchte. Die Existenz von einer Buddhanatur ist also kein von allen Schulen des Buddhismus anerkannter. Aus meiner Sicht bezeichnet er Leere, als eben nichts unsterbliches. Eben eine ewige Seele ist ja genau das, was Buddha leugnet.

Und deswegen hat der als "Buddha" bezeichnete Siddharta Gautama auch gesagt, daß dies keine Lehre von Gott ist, sondern eine Weisheitslehre des erfahrenen Lebens.
Er fand das "Höhere" des Lebens in der Natur.
Was mich als Kabbalist nicht weiter verwundert.

freily®©

freily Offline




Beiträge: 121

19.03.2013 09:57
#34 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #31

Zitat von Reisender
Tja, mit dem ZEN-Kontext hat es so seine Bewandnis.
Gerade wenn man meint, etwas verstanden zu haben, hat man es eben nicht verstanden,
weil es nichts zu verstehen gibt.
Es ist nicht gut, wenn man sich zu klein macht. Wie es ebenso nicht gut ist, sich zu dicke zu machen. Nicht zu demütig, nicht zu stolz. Selbstbewusst sein, sich seiner Selbst bewusst sein. Sich aber nicht aufblasen. Und "den Mut haben, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen!" (IK) Ich glaube, dass die Zen-Lehrer das - wenn auch zu umständlich nach meinem Geschmack - im Grunde vermitteln wollen.


Wo Du recht hast, da hast Du Recht.

Aber auch wenn manches nicht nach dem Geschmack beurteilt werden kann, beim "mehrmaligem" schmecken durch Meditation (sinnende Betrachtung), kommt die Erkenntnis.

Und sich immer fragen, was will man mir von "Oben" sagen.

freily®©

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 706

20.03.2013 16:01
#35 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Der unzerstörbare Seelenfunke geht mit dem Tod des Menschen zurück zu "Gott", und es bleibt nichts Individuelles übrig, auch nicht in "geistiger" Hinsicht. Das enspricht der Emanationslehre des Plotin. Selbst die so schwärmerischen Platoniker habe keine unsterbliche Einzelseele angenommen, wie der grosse Atheist D'Holbach feststellte. Nach den Peripatetikern (Aristoteles) ist die Seele das formgebende Prinzip einem lebendigen Organismus (Pflanze, Tier, Menschenseele). Ansonsten hat der vernunftbegabte Mensch Teil am Logos (Weltprinzip, u.a. das erkennbare Prinzip von Ursache und Wirkung), welcher auch in der Mathematik aufscheint. Dieser Logos ist überindividuell.

Bergson sprach vom Elan vital. Andere Lebens-Philosophen haben andere Begriffe dafür gefunden. Schopenhauer spricht vom überall wirkenden Willen, der unpersönlich sei. Die "Menschenseele" (Personlichkeit, Empfingen) ist nur, aber immerhin, eine Erscheinung (Ausformung, Emanation) dieses Willens. Es sind immer die gleichen paar Ideen oder Prinzipien, die im Zusammenhang mit Seele und Geist auftauchen.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester) Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert (Stendhal).
Denken ist eine Anstrengung; Glaube ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Philosophie ist, über die Welt und das Leben der Menschen nachzudenken (Schopenhauer).
Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Reisender Offline



Beiträge: 4.084

20.03.2013 16:13
#36 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von seneca im Beitrag #35
Der unzerstörbare Seelenfunke geht mit dem Tod des Menschen zurück zu "Gott", und es bleibt nichts Individuelles übrig, auch nicht in "geistiger" Hinsicht. Das enspricht der Emanationslehre des Plotin. Selbst die so schwärmerischen Platoniker habe keine unsterbliche Einzelseele angenommen, wie der grosse Atheist D'Holbach feststellte. Nach den Peripatetikern (Aristoteles) ist die Seele das formgebende Prinzip einem lebendigen Organismus (Pflanze, Tier, Menschenseele). Ansonsten hat der vernunftbegabte Mensch Teil am Logos (Weltprinzip, u.a. das erkennbare Prinzip von Ursache und Wirkung), welcher auch in der Mathematik aufscheint. Dieser Logos ist überindividuell.

Bergson sprach vom Elan vital. Andere Lebens-Philosophen haben andere Begriffe dafür gefunden. Schopenhauer spricht vom überall wirkenden Willen, der unpersönlich sei. Die "Menschenseele" (Personlichkeit, Empfingen) ist nur, aber immerhin, eine Erscheinung (Ausformung, Emanation) dieses Willens. Es sind immer die gleichen paar Ideen oder Prinzipien, die im Zusammenhang mit Seele und Geist auftauchen.


Der Aufstieg der Seele

Als Weg zur Befreiung der Seele betrachtet Plotin die philosophische Lebensweise. Auch hier gilt der Grundsatz, dass die Seele dasjenige erlangt oder verwirklicht, dem sie sich zuwendet. Wenn sie sich nach oben orientiert, steigt sie auf. Die Anleitung soll Platons Lehre bieten, die Plotin unter diesem Gesichtspunkt ausbaut. Pflege der Tugenden und unablässige Ausrichtung der Aufmerksamkeit auf den Nous sind Voraussetzungen zur Erreichung des Ziels. Den Antrieb zu diesem Streben verschafft der Seele ihre Sehnsucht nach dem Schönen, denn die Sehnsucht lenkt sie zur Quelle der Schönheit, dem Nous. Das Schöne besteht nicht, wie die Stoiker meinen, in der Symmetrie von Teilen untereinander und zum Ganzen, denn auch Ungeteiltes kann schön sein.[57] Vielmehr ist es eine metaphysische Realität, auf welche das sinnlich wahrnehmbare Schöne als ihr Abbild hinweist. Indem das sinnlich Schöne auf das geistig Schöne hinlenkt, erfreut und erschüttert es die Seele, denn es erinnert sie an ihr eigenes Wesen. Die Schönheit hängt ursächlich mit der Beseeltheit zusammen; alles Lebendige ist durch die bloße Anwesenheit der Seele schöner als alles Leblose, auch wenn ein Bildwerk hinsichtlich der Symmetrie einem lebenden Menschen weit überlegen sein mag.[58] Somit ist die Schönheit im eigentlichen Sinn ein Aspekt der geistigen Welt und unterliegt als solcher nicht einem auf Sinneswahrnehmung gestützten Urteil.

Um das metaphysische Schöne wahrnehmen zu können, muss die Seele sich selbst schön und damit gottähnlich machen, indem sie sich reinigt. Dies geschieht mittels der Tugend, denn die Tugendhaftigkeit ist Ausdruck des Trachtens nach dem Guten und die Annäherung an das Gute führt zugleich auch zum Schönen, da das „Licht“ des Guten die Quelle aller Schönheit ist. Die Seele hat sich durch Hässliches verunreinigt, aber nur äußerlich; wenn sie die Verunreinigung beseitigt, kann ihre bereits vorhandene naturgegebene Schönheit hervortreten. Der Weg führt vom körperlich Schönen, einem sehr unzulänglichen Abbild, zum seelischen Schönen und von dort zum an sich Schönen, das im Geist zu finden ist. Der in jeder Seele vorhandene Eros richtet sich beim unphilosophischen Menschen auf Schönheit in den Sinnesobjekten, beim Philosophen auf die geistige Welt. Noch höher als die Liebe zum metaphysischen Schönen steht die Liebe zum absoluten Guten.[59]

Die Rückkehr der einzelnen Seelen in die geistige Welt bedeutet nicht, dass ihre Individualität durch den Wegfall der Körperlichkeit aufgehoben wird und sie zu einem nicht mehr unterscheidbaren Bestandteil der Weltseele werden. Das Individuationsprinzip (die Ursache der Individualität) ist nämlich für Plotin nicht die Materie, sondern eine Veranlagung zur Individualität als naturgegebenes Merkmal der Einzelseelen.

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 706

20.03.2013 16:29
#37 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Ich wollte noch etwas nachtragen. Habe den schönen Vorpost nicht gelesen.

Meine Grundüberzeugung ist, dass der Mensch (also ich - ich rede von mir) keine unsterbliche Seele hat. Wozu auch, so verdammt wichtig und einzigartig sind wir auch wieder nicht. Alles was wir getan und gedacht haben und noch tun und denken werden, haben andere schon tausendfach vor uns getan und gedacht worden.

Es gibt imo kein individuelles Weiterleben nach dem Tod, keine Auferstehung, kein Paradies, keine Höllenstrafe, kein Totengericht. Der Mensch richtet bzw. beurteilt sich selber am Ende des Lebens, wenn er noch Gelegenheit dazu hat.

Meine Ueberzeugung ist: Der Mensch hat im Leben eine Aufgabe zu erfüllen, die er finden muss, was u.U. gar nicht so leicht ist. Auf unserem Weg müssen wir die Prinzipien des Humanismus (Menschenkenntnis, Gerechtigkeit, Toleranz, Mitgefühl mit Mensch und Tier) beachten. Wir haben nur dieses eine Leben, diesen einen Leib, der uns gegeben ist. In diesem Sinn bin ich Existenzialist.

Religion, Philosophie, Mystik sind Schwärmerei. Sie dienen der Unterhaltung, der Sinngebung, die Leere zu füllen. Denn der Mensch ist ausser durch die Angst in den verschiedensten Formen bedroht durch die Leere, die öde Langeweile.

Ich beschäftige mich zuweilen auch mit diesen Schwärmereien (Philosophie, Literatur etc.), aber das alles ist eigentlich unwesentlich. Das fällt eines Tages von uns ab. Gegen Ende seines kurzen Lebens hat der hochgelehrte Thomas von Aquin gesagt, alles was er gesagt oder diktiert habe, sei Stroh. Er hatte eine Art depressiven Zusammenbruch (Burnout?) und von da an nichts mehr diktiert obwohl er vorher als Autor und Lehrer ungeheuer produktiv war. Er hat nicht die Herrlichkeit des Jenseits geschaut, wie die Katholen behaupten, sondern in den Abgrund der Leere.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester) Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert (Stendhal).
Denken ist eine Anstrengung; Glaube ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Philosophie ist, über die Welt und das Leben der Menschen nachzudenken (Schopenhauer).
Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 706

20.03.2013 16:40
#38 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

@ Reisender

Also der Aufstieg des Daseins von den Niederungen des irdischen Daseins in die reinen geistigen Höhen. Das ist eben typisch Plotin, der bekanntlich ein Verächter der Materie und des Leibes war. Ich denke, wir müssen hinschauen, wenn es Dreck und Ungemach gibt.

Auszug:

Die Rückkehr der einzelnen Seelen in die geistige Welt bedeutet nicht, dass ihre Individualität durch den Wegfall der Körperlichkeit aufgehoben wird und sie zu einem nicht mehr unterscheidbaren Bestandteil der Weltseele werden. Das Individuationsprinzip (die Ursache der Individualität) ist nämlich für Plotin nicht die Materie, sondern eine Veranlagung zur Individualität als naturgegebenes Merkmal der Einzelseelen.

Die Sätze im ganzen Text von oder über Plotin (porphyrios?) sind zum Teil unverständlich und nicht nachvollziehbar. Es werden manchmal Sätze zitiert, deren Bedeutung überhaupt nicht klar sind und bei näherem Nachdenken überhaupt nicht standhalten.

Soviel ich weiss, ging es für Platon darum, die (wahren) Idee hinter den Dingen zu erkennen. Plotin ist ja ein Neuplatoniker. Also dass das Schöne automatisch gut sei. kann bezweifelt werden.
Der nous ist meines Wissens die individuelle Vernunft im Gegensatz zum logos.

Das Individuationsprinzip, das principuum individuationis, ein Lieblinsbegriff von C.G. Jung, bedeutet oder bewirkt eben die Ausbildung des wahren Kerns unserer Persönlichkeit oder der Seele, wenn man so will. Und die Erscheinung der Persönlichkeit durch ihren Leib, wie sie spricht und sich gibt, ist durchaus materiell. Der Leib-Seele-Dualismus sagt etwas anderes, als der Monismus den ich vertrete, denn Leib und Seele lassen sich eigentlich überhaupt nicht trennen.

Ansonsten würde ich es begrüssen, wenn Du die Quelle des geposteten Textauszugs angeben würdest, wie ich es immer tue, wenn ich von irgendwoher einen Text poste.

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Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

freily Offline




Beiträge: 121

20.03.2013 16:58
#39 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von seneca im Beitrag #37
Meine Grundüberzeugung ist, dass der Mensch (also ich - ich rede von mir) keine unsterbliche Seele hat. Wozu auch, so verdammt wichtig und einzigartig sind wir auch wieder nicht. Alles was wir getan und gedacht haben und noch tun und denken werden, haben andere schon tausendfach vor uns getan und gedacht worden.
Nun, dann habe ich als Wiedergeborener eine Seele die nicht sterben will. Ist doch klar, daß sich einiges wiederholt, denn nicht jede Geburt eines Menschen beinhaltet auch eine neue Seele. Und Atheisten sind nicht da, bekehrt zu werden, sondern sie sind eine Findungshilfe der anderen Art, denn alles was ihr gegen unser Erlebtes sagt, können wir reflektieren in eine Welt, die euch noch vorenthalten ist.
Mein vorheriges Leben mußte ich mit 7 Jahren wegen einer Blutvergiftung im 2.Weltkrieg beenden, daran kann ich mich zB. sehr gut erinnern.
Also lebt meine alte Seele in einem neuen Körper.

Zitat
Es gibt imo kein individuelles Weiterleben nach dem Tod, keine Auferstehung, kein Paradies, keine Höllenstrafe, kein Totengericht. Der Mensch richtet bzw. beurteilt sich selber am Ende des Lebens, wenn er noch Gelegenheit dazu hat.

Diese Gelegenheit bekommt er zu 100% und er wird vor sich erschaudern.

Zitat von seneca im Beitrag #37
Meine Ueberzeugung ist: Der Mensch hat im Leben eine Aufgabe zu erfüllen, die er finden muss, was u.U. gar nicht so leicht ist.
Das ist vollkommen richtig, aber die Hauptaufgabe ist, er muß seiner "Schlange" in sich, den Kopf zertreten.

Zitat
Auf unserem Weg müssen wir die Prinzipien des Humanismus (Menschenkenntnis, Gerechtigkeit, Toleranz, Mitgefühl mit Mensch und Tier) beachten. Wir haben nur dieses eine Leben, diesen einen Leib, der uns gegeben ist. In diesem Sinn bin ich Existenzialist.

Richtig, das entspräche dem Weg der Kabbala.

Zitat
Religion, Philosophie, Mystik sind Schwärmerei. Sie dienen der Unterhaltung, der Sinngebung, die Leere zu füllen. Denn der Mensch ist ausser durch die Angst in den verschiedensten Formen bedroht durch die Leere, die öde Langeweile.

Bei der Religion gebe ich Dir Recht, jedoch ist die Philosophie ein Hilfsmittel seinen Weg zu finden, sofern man will.! Die Mystik ist lediglich das Endziel, sozusagen die Angleichung an den Schöpfer.

Zitat
Ich beschäftige mich zuweilen auch mit diesen Schwärmereien (Philosophie, Literatur etc.), aber das alles ist eigentlich unwesentlich. Das fällt eines Tages von uns ab. Gegen Ende seines kurzen Lebens hat der hochgelehrte Thomas von Aquin gesagt, alles was er gesagt oder diktiert habe, sei Stroh. Er hatte eine Art depressiven Zusammenbruch (Burnout?) und von da an nichts mehr diktiert obwohl er vorher als Autor und Lehrer ungeheuer produktiv war. Er hat nicht die Herrlichkeit des Jenseits geschaut, wie die Katholen behaupten, sondern in den Abgrund der Leere.

Stimmt, wenn man den Sinn des Lebens nicht erfassen kann, dann ist es wirklich öde und leer und trotz allen Reichtums setzen dann manche ihrem Leben ein vorläufiges Ende, aber sie werden es dann wiederholen müssen.

freily®©

Reisender Offline



Beiträge: 4.084

21.03.2013 14:07
#40 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Stimmt, wenn man den Sinn des Lebens nicht erfassen kann, dann ist es wirklich öde und leer und trotz allen Reichtums setzen dann manche ihrem Leben ein vorläufiges Ende, aber sie werden es dann wiederholen müssen.


freily®©

Nach einem alten Text wird ein Selbstmörder als Krüppel wiedergeboren. Er hat sich am Leben selbst versündigt
und muss nun die Erfahrung eines Lebens mit Behinderung machen. Ich selbst bin nicht gläubig, obwohl gerade viele
Leute der geistigen Elite an Wiedergeburt glaubten, Lessing zb. und Goethe.
Wiedergeburt hat ja nur Sinn, wenn ich mich an vergangene Leben erinnere.
Bei mir ist dies nicht der Fall. Entweder der Schleier des Vergessens funktioniert bei mir oder ich bin
einfach nicht wiedergeboren. Als Agnostiker muss ich beides für möglich halten, da es mir an Wissen mangelt.
Hast Du die Erinnerung an abgelebte Zeiten schon immer, oder gab es ein besonderes Ereignis welches Dir das Tor
in die Vergangenheit geöffnet hat?
Bei Meister Eckehart gibt es keine Vergangenheit, da alles immer in gegenwärtigen Moment geschieht.
(Das NUN, in dem Gott die Welt erschuf,
und das NUN, in dem ich jetzt zu euch rede,
ist alles das gleiche NUN.)

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

21.03.2013 17:52
#41 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat Gysi
Manchmal galoppiert sein Pferd mit ihm durch, nun ja. Das ES, das ES!

Bezogen auf Geo!

Ja, Gysi hat RECHT!
Man muss IHM nur mit ruhiger und bestimmender Energie gegenüber treten, dann fängt ER, ES sich wieder

----------------------------------------------
Amen, Lob und Herrlichkeit,
Weisheit und Dank,
Ehre und Macht und Stärke
unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

22.03.2013 16:07
#42 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

@ freily

Zitat
Und Atheisten sind nicht da, bekehrt zu werden, sondern sie sind eine Findungshilfe der anderen Art, denn alles was ihr gegen unser Erlebtes sagt, können wir reflektieren in eine Welt, die euch noch vorenthalten ist.



Wie sieht denn diese andere Welt aus? Mal ganz konkret. Gibt es da auch Farben und Formen wie hier? Ich meine die Frage wirklich ernst und will dich hier nicht bloßstellen. Eine ganz einfache, sachliche Frage nach deine Erlebnissen, die du hier ja schildern wolltest. Das hast du im Post am Anfang behauptet.

Zitat
Mein vorheriges Leben mußte ich mit 7 Jahren wegen einer Blutvergiftung im 2.Weltkrieg beenden, daran kann ich mich zB. sehr gut erinnern.
Also lebt meine alte Seele in einem neuen Körper.



Was brachte dich denn überhaupt vor den ganzen Leben zu der absonderlichen Absicht in einer physischen Wirklichkeit zu inkarnieren?

Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

22.03.2013 16:57
#43 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zum Thema Wiedergeburt ist mir gerade eine etwas kitschige Stelle aus dem Film Mr. Nobody (sehr guter Film) eingefallen.


Mr. Nobody
http://www.youtube.com/watch?feature=pla...d&v=JKLDaboFVYQ

freily Offline




Beiträge: 121

22.03.2013 19:42
#44 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Secretocean im Beitrag #42
Wie sieht denn diese andere Welt aus? Mal ganz konkret. Gibt es da auch Farben und Formen wie hier? Ich meine die Frage wirklich ernst und will dich hier nicht bloßstellen. Eine ganz einfache, sachliche Frage nach deine Erlebnissen, die du hier ja schildern wolltest. Das hast du im Post am Anfang behauptet.
Wenn man in dieser Welt stirbt, dann kommt man im Jenseits so an, wie man sich das zunächst so vorstellt, je nach Lebensart im hiesigen Sein.
Man muß dabei bedenken, daß "drüben" eine sehr, sehr friedfertige Welt auf einen wartet, denn nicht einmal der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse wird in den Schriften genant, damit dieser unschuldige Baum von den Menschen in ihrer Verdrehtheit nicht vernichtet wird.
Zitat von Secretocean im Beitrag #42
Was brachte dich denn überhaupt vor den ganzen Leben zu der absonderlichen Absicht in einer physischen Wirklichkeit zu inkarnieren?
Die kindliche Naivität brachte mich dazu, nochmals in diese Welt zu kommen oder anders ausgedrückt, die ware Affenliebe zu meiner Mutter und meine Unbeherrschheit, sofort was zu tun ohne lange nachzudenken.
Ich stürzte mich ohne weitere Nachfrage in einen Kanal. Wie ich später erst erfuhr, war es ein Reinkarnationskannal, aber die Rückkehr dauerte drei Jahre.
Vermutlich wurde vorher verhandelt, was mit mir geschehen soll, aber darüber habe ich keine Kenntnis.


Jedenfalls ist jeder Streit hier in dieser Welt ein Nonsens, denn "drüben" wird anders gedacht.

freily®©

Secretocean ( gelöscht )
Beiträge:

23.03.2013 12:49
#45 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

@ Freily

Zitat
Wenn man in dieser Welt stirbt, dann kommt man im Jenseits so an, wie man sich das zunächst so vorstellt, je nach Lebensart im hiesigen Sein.



Das entspricht in etwa den meisten Nahtoderfahrungen einiger Studien. Du meinst also, dass die Umgebung jenseits der physischen Wirklichkeit gedankenempfänglich ist und auf Erwartungen reagiert. Ein Christ trifft Jesus und ein Buddhist trifft vielleicht Buddha etc.

Zitat
Die kindliche Naivität brachte mich dazu, nochmals in diese Welt zu kommen oder anders ausgedrückt, die ware Affenliebe zu meiner Mutter und meine Unbeherrschheit, sofort was zu tun ohne lange nachzudenken.



Ist man denn als nichtphysische Lebensform tendenziell kindlich naiv? Wird man über die Tragweite und Intensität einer Inkarnation in physischen Wirklichkeiten informiert bzw. kann man sich das vorher überhaupt vorstellen?

freily Offline




Beiträge: 121

23.03.2013 13:54
#46 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von Secretocean im Beitrag #45
Das entspricht in etwa den meisten Nahtoderfahrungen einiger Studien. Du meinst also, dass die Umgebung jenseits der physischen Wirklichkeit gedankenempfänglich ist und auf Erwartungen reagiert. Ein Christ trifft Jesus und ein Buddhist trifft vielleicht Buddha etc.
Genau so ist es, denn als ich meine Vision hatte war ich noch ein Katholik, also hat mich ein Jesus Christus abgeholt.
Verblüffend war für mich die "Reise" insofern, daß wir nicht den Lichtkanal nahmen, der den Menschen bei Nahtoderfahrungen gezeigt wird, sondern wir flogen zunächst außerhalb des Sonnensystems und dann ins Zentrum der Milchstrasse, wo der Übergang war.
Natürlich war ich neugierig und fragte deshalb. Die Antwort war nüchtern:"Da du nicht tot bist, sondern als Zeuge gebraucht wirst, wird der Lichtkanal nicht genommen, denn du willst sicher wieder zurück, oder?
Zitat von Secretocean im Beitrag #45
Ist man denn als nichtphysische Lebensform tendenziell kindlich naiv? Wird man über die Tragweite und Intensität einer Inkarnation in physischen Wirklichkeiten informiert bzw. kann man sich das vorher überhaupt vorstellen?
Ich war damals erst sieben Jahre alt, als ich starb, also war ich auch als Metamorph noch kindlich, weil mein Geist noch nicht ausgereift war.
Ich bin mir aber sicher, daß man eingewiesen wird im Normalfall, aber das habe ich leider nicht abgewartet.
Die Erkenntnis darüber bekam kurz vor dem Abholen als Zeuge, die ich vorher geschildert habe.
Natürlich wurde ich für meinen Ungehorsam bestraft, denn ich hatte eine schreckliche Kindheit, was ich aber erst jetzt weiß.
Es hat alles seinen tieferen Sinn im Universum.
Aber weil wir meistens davon keine Kenntnis haben, glauben wir Personen, die uns vertraut sind, auch wenn die außer einer höheren Schulbildung ansonsten nichts vorweisen können.

Die Torah ist deshalb kein Gesetzesbuch wie der BGB oder StGB, sondern eine Anleitung, wie man sich selbst finden kann, wenn man will, aber dazu braucht man Menschen, die darüber Kenntnisse verfügen und nicht solche, die meinen Kenntnisse zu haben aufgrund ihrer Schulbildung.
Natürlich hilft letztere vieles besser zu verstehen, aber sie ist nicht das Non plus Ultra.

freily®©

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

23.03.2013 14:13
#47 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Ich bin sehr froh und dankbar, dies hier von freily lesen zu dürfen.
Davon können wir alle noch lernen.

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Amen, Lob und Herrlichkeit,
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unserem GOTT in alle Ewigkeit. AMEN

freily Offline




Beiträge: 121

23.03.2013 14:36
#48 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Sorry Reisender, ich war erkältet, deshalb habe ich nicht gleich geantwortet.

Zitat von Reisender im Beitrag #40
Nach einem alten Text wird ein Selbstmörder als Krüppel wiedergeboren. Er hat sich am Leben selbst versündigt und muss nun die Erfahrung eines Lebens mit Behinderung machen. Ich selbst bin nicht gläubig, obwohl gerade viele
Leute der geistigen Elite an Wiedergeburt glaubten, Lessing zb. und Goethe.
Also solche Geschichten halte ich für erfunden, denn Verkrüppelungen haben oft ein Fehlverhalten von Menschen als Voraussetzung, zum Beispiel bei Contergan-Kindern.
Zitat von Reisender im Beitrag #40
Wiedergeburt hat ja nur Sinn, wenn ich mich an vergangene Leben erinnere.
Meint man glauben zu müssen, aber dem ist nicht so, weil dadurch dein freier Wille beeinflußt werden würde und dies wäre ein gröberer Verstoß gegen die höhere Ordnung.
Zitat von Reisender im Beitrag #40
Bei mir ist dies nicht der Fall. Entweder der Schleier des Vergessens funktioniert bei mir oder ich bin einfach nicht wiedergeboren. Als Agnostiker muss ich beides für möglich halten, da es mir an Wissen mangelt.
Die Agnostik ist dazu da, überwunden zu werden, denn diese entsteht in der Regel dadurch, daß die, deine Welt beherrschende Lehre oft nicht insich stimmig ist, was sie auch nicht kann, denn meistens sind sie erfunden und nur ganz wenig davon wurde von Leuten wie mir eingeflochten. Das Wissen über die höheren Dinge kann man nur erreichen, wenn man Gut ist und Gutes tuend, ohne das man gleich einen Lohn einfordert. Im Einklang mit dem Selbsterhaltungstrieb (tierische Seele) kommt man zu ganz neuen Erkenntnissen, die einen vorwärts bringen.
Meistens wurden Berichte, wie die Meinige jetzt, politisch Zweckentfremdet.

Zitat
Hast Du die Erinnerung an abgelebte Zeiten schon immer, oder gab es ein besonderes Ereignis welches Dir das Tor
in die Vergangenheit geöffnet hat?

Das Tor in die Vergangenheit war mein Entschluß, den Peiniger meiner Kindheit nicht zu töten, obwohl ich damals erst 11 Jahre alt war, ließ ich ihn leben, weil ich das Gebot GOTTes befolgte: Du sollst nicht töten, daß dies Gebot anders hieß, war nicht von Belang. Gehorsamkeit gegenüber dem, was wir GOTT nennen ist da sehr wichtig.
Dann erst bekam ich die Träume, wie es zu meinem ersten Tod kam.

Zitat
Bei Meister Eckehart gibt es keine Vergangenheit, da alles immer in gegenwärtigen Moment geschieht.
(Das NUN, in dem Gott die Welt erschuf,
und das NUN, in dem ich jetzt zu euch rede,
ist alles das gleiche NUN.)

So legt sich jeder die "Welt" zurecht, wenn man etwas nicht versteht.

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freily Offline




Beiträge: 121

23.03.2013 14:38
#49 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Zitat von schelem alach im Beitrag #47
Ich bin sehr froh und dankbar, dies hier von freily lesen zu dürfen.
Davon können wir alle noch lernen.


Ein Schelm, wer sich bei deinen Worten was Arges dabei denkt.

freily®©

schelem alach Offline




Beiträge: 1.659

23.03.2013 15:07
#50 RE: Welt der Wissenschaft und der Glaube. Antworten

Aber es zeigt auch, dieser hier ist auch nicht unfehlbar mit seinen Worten.

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