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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

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Dieses Thema hat 468 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 4.986

09.12.2016 11:41
#301 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Wenn du, Reklov, von deiner WERTUNG und IDEALISIERUNG der Welt (Vollkommenheit) auf einen UR-Grund schließt, dann ist das immer noch nur deine eigene ganz persönliche subjektive Wertung und Idealisierung deiner eigenen subjektiven Interpretation... Schön, Vollkommen, Gut, Böse.. sind Wertungen unseres subjektiven Empfindens und keine objektiven Eigenschaften der Welt. Capito?

Perquestavolta,

... abgesehen von kulturellen Unterschieden, den verschiedenen Bewertungen unter den Völkern/Kulturen auf unserer Erde, haben sich doch allgemein gültige Normen für den Begriff "Schönheit" heraus kristallisiert, welche über dem rein subjektiven Empfinden des Einzelnen stehen.

So wird z.B. eine gelungene Farbkombination von keinem Menschen als "häßlich" eingestuft werden können. Solche gelungenen Farbkombinationen kann man nicht nur in den Arbeiten eines Malers, wie z.B. Paul Klee, entdecken, sondern man findet sie auch auf den kunsthandwerklichen Gegenständen der nordamerikanischen Indianer oder in alten, überlieferten Webmustern auf persischen Teppichen.
Was z.B. der griech. Bildhauer MYRON bereits in der Antike (5. Jahrh. v. Chr.) als "schönes/ideales" menschliches Körper-Bild geschaffen hat, ist auch heute noch maßgebend, auch wenn einige afrikanische Stämme nun mal die "dicksten Frauen" am schönsten finden. Eine bis auf die Knochen abgemagerte Person wird aber wohl in keiner Kultur als "schön" empfunden werden!

In den 60er Jahren gelang es einem Anthropologen, einen bisher unentdeckten Indio-Stamm im brasilianischen Urwald aufzuspüren. Der anfliegende Hubschrauber wurde zunächst mit Pfeilen und Speeren beschossen und erst als die Indios sahen, dass aus dem gelandeten "Vogel" Menschen stiegen, näherten sie sich dem vorher noch nie gesehenen Objekt mit vorsichtiger Drohhaltung. Der bisher von jedem Kontakt mit anderen Zivilisationen abgeschnittene Stamm bedrohte die weißen Eindringlinge zunächst mit Giftpfeilen und Speeren, bevor es über einen mitgebrachten Dolmetscher zu den ersten Wortkontakten kam.

Nach dem ersten Schock begann der Prozess des Eingewöhnens und kleine Geschenke sorgten für entspannte Freude unter den Indios. Später ließ man sogar eine klassische Symphonie auf einem Tonträger erklingen. Der ganze Stamm hörte sich die Darbietung sitzend, schweigend und andächtig an. Hinterher gaben die Sprecher des Stammes an, von dieser vollkommen unbekannten Musik so berührt worden zu sein, dass sie ein vollkommenes Gefühl des Fiedens in sich gespürt hätten. Die "Schönheit" der klassischen Tonschöpfung kam also auch bei einem Stamm als zumindest angenehm an.
Danach spielte ihnen der Anthropologe noch eine Aufnahme mit Rock-Musik vor und die Eingeborenen gaben zu Protokoll, dass sie solche "Töne" sehr aggressiv einstimmen konnten.

Ich beschränke mich hier absichtlich nur auf das Ästhetische, also die Theorie über das "Schöne" und will noch nicht auf die gemeinsamen, über die Erde verteilten Werte von gut und böse eingehen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

09.12.2016 15:24
#302 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #301

Zitat
Wenn du, Reklov, von deiner WERTUNG und IDEALISIERUNG der Welt (Vollkommenheit) auf einen UR-Grund schließt, dann ist das immer noch nur deine eigene ganz persönliche subjektive Wertung und Idealisierung deiner eigenen subjektiven Interpretation... Schön, Vollkommen, Gut, Böse.. sind Wertungen unseres subjektiven Empfindens und keine objektiven Eigenschaften der Welt. Capito?
Perquestavolta,

... abgesehen von kulturellen Unterschieden, den verschiedenen Bewertungen unter den Völkern/Kulturen auf unserer Erde, haben sich doch allgemein gültige Normen für den Begriff "Schönheit" heraus kristallisiert, welche über dem rein subjektiven Empfinden des Einzelnen stehen.


Ach Reklov. Es gibt kein wirklichen "Normen" für Schönheit und schon gar keine allgemeingültigen. Kulturelle "Normen" für Schönheit sind nichts anders als ein geschmacklicher Gewohnheitskonsens, der sich zudem über die Zeit "langsam" verändert... Objektiv ist daran gar nichts und kann also auch nicht über dem subjektiven Empfinden des einzelnen stehen, da dieser den gesellschaftlichen und geschmacklichen Gewohnheitskonsens immer selbst auch mit prägt.
Aber das alles hat überhaupt nichts damit zu tun, was ich in meinem vorhergehende Beitrag gemeint habe.. DU kommst von deiner "primitiven" dualistischen Denkweisen nicht weg, in der du entweder alles als "höher oder niederer" werten musst, um damit dich selbst als Maxime aller höchsten Maßstäbe und Ansprüche zu profilieren/werten.
Dein "Geschmack" ist mir zuwider. Ein bisschen narzisstisch ist ja jeder, aber du bist pathologisch.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

09.12.2016 20:18
#303 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #297
... ich erwähnte hier ja auch öfter eine andere mögliche Option: Der Raum und die darin enthaltenen Atome waren schon seit jeher vorhanden und entwickelten sich nach ihrem eigenen "Evolutionsprogramm". Solche Annahmen sind ebenfalls theoretisch denkbar, führen aber auch nicht viel weiter und lassen keine der vielen Fragezeichen automatisch verschwinden!


Du stülpst diesen vielen kleinen Fragezeichen ein riesiges Fragezeichen über und behauptest, das wäre die Lösung. Bezeichnend für Deine Beiträge ist, dass Du nie konkret auf Argumente eingehst. Du bezeichnest das Universum als "Schöpfung" und begründest damit die Existenz Deines "Schöpfers". Wenn ich dies mit gutem Grund als Zirkelschluß entlarve, gehst Du mit keinem Wort darauf ein.

Zitat von Reklov im Beitrag #297
Von Dir habe ich übrigens noch kein bestechendes Argument gelesen - außer konstante Negationen.


Wenn man unhaltbare, unbeweisbare Behauptungen aufstellt, muss man mit entsprechenden Reaktionen rechnen. Genausowenig wie Du beweisen müsstest, dass jemand von Dir keinen Schuldschein besitzt, muss ich mit Argumenten die Nichtexistenz eines Schöpfers beweisen.

- wir haben keinerlei Informationen, ob es so etwas wie einen Schöpfer gibt (die von mir oft erwähnte "pure Spekulation")
- wir können unsere Erfahrungen, dass alles einen Ursprung haben muss, nicht auf die Entstehung des Universums ausweiten (wer schuf den Schöpfer?)
- alle Glaubensvorstellungen bzw. Schöpfungsmythen der Vergangenheit haben sich bisher als falsch herausgestellt
- es ist nie zielführend, ungeklärte Fragen durch eine maximalkomplexe Ursache erklären zu wollen

Diese Argumente hast Du in der Vergangenheit mit bewundernswertem Durchhaltevermögen ignoriert.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

10.12.2016 15:05
#304 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Darauf wir Reklov aber wieder nicht eingehen und dafür in alles nur erdenkliche ausschweifen... Seine fixe Idee, das überall dort, wo eine "Schöpfung" ist, es auch einen Schöpfer geben muss und eben dieser Schöpfer sich hinter all den unbeantwortbaren Fragen (dem Nichtwissen) versteckt, kann er einfach nicht loslassen. Auch nicht einfach nur mal annahmeweise, um sich dann mit der Vorstellung auseinander zu setzen, wie es auch ohne Schöpfer zu einer "Schöpfung" kommen hätte können. Seine diese fixe UR-Grund-Schöppferidee, wird von der Angst getragen, dass der Mensch dann seine "überwertige" Bedeutung in der Welt verliert. Das wäre eine unerträgliche Kränkung für ihn..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.986

10.12.2016 15:10
#305 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
DU kommst von deiner "primitiven" dualistischen Denkweisen nicht weg, in der du entweder alles als "höher oder niederer" werten musst, um damit dich selbst als Maxime aller höchsten Maßstäbe und Ansprüche zu profilieren/werten.
Dein "Geschmack" ist mir zuwider. Ein bisschen narzisstisch ist ja jeder, aber du bist pathologisch.

Perquestavolta,

... Du kannst wohl nicht richtig lesen!? - Ich schrieb ja nicht über meinen "Geschmack", (hob diesen auch in keiner Weise hervor!), sondern bemerkte, dass "Schönheit" in allen Kulturen auf ähnlichen ästhetischen Empfindungen aufgebaut ist - gleichgültig, ob diese sich nun "langsam" verändern, wie Du meinst. Selbst diese Veränderungen schließen sich aber wieder nach langen Perioden zu einem Kreis. So kann z.B. der Goldschmuck aus der Minoischen Kultur Kretas sich durchaus neben einer "modernen" Goldschmiedearbeit sehen lassen, obwohl sie sich von der Formgebung unterscheiden, stehen sie ästhetisch auf einer Stufe - sind also weder "höher", noch "niederer" zu bewerten.

Deine undifferenzierte Schreibweise kann also das Wort "zuwider" besser für sich in Anspruch nehmen und höchstens Deine vermeintliche Besserwisserei ist "pathologisch"!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

10.12.2016 15:30
#306 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Seine fixe Idee, das überall dort, wo eine "Schöpfung" ist, es auch einen Schöpfer geben muss und eben dieser Schöpfer sich hinter all den unbeantwortbaren Fragen (dem Nichtwissen) versteckt, kann er einfach nicht loslassen. Auch nicht einfach nur mal annahmeweise, um sich dann mit der Vorstellung auseinander zu setzen, wie es auch ohne Schöpfer zu einer "Schöpfung" kommen hätte können. Seine diese fixe UR-Grund-Schöppferidee, wird von der Angst getragen, dass der Mensch dann seine "überwertige" Bedeutung in der Welt verliert. Das wäre eine unerträgliche Kränkung für ihn..

Perquestavolta,

... Erstens: Auch die Vorstellung einer "Schöpfung" ohne "Schöpfer" kann zu einer FIXEN IDEE werden! Zweitens: Wenn Du solch eine Idee in eine seriöse Sprache zu kleiden vermagst, dann leg mal los, anstatt nur zu meckern. Jeder im Forum würde Dir zuhören und wäre gespannt, wie weit Du hierbei mit Deiner "wissenschaftlichen" Sprache voran kommst. Nach vielen Sätzen würde auch Dir am Ende die Luft ausgehen und Du müsstest Dich - ähnlich den "Religioten" - ebenfalls in eine entsprechend spekulative Sprache flüchten.

Glaube wird übrigens nicht von Angst, sondern in erster Linie von Vertrauen und Hoffnung getragen! Ein Unterschied, der Dir vollkommen fremd zu sein scheint? Auch hat der Mensch in der Welt keine "überwertige" Bedeutung, zumal seine Zukunft im Lauf der Evolution noch gar nicht zu überblicken ist. - Die zur Zeit führende Rolle des "Menschenaffen" könnte auch theoretisch von Insekten übernommen werden, sollte sich der Mensch eines Tages gar selber ausrotten!? -
Eine "unerträgliche Kränkung" sind also höchstens Deine oft sinnlosen Zeilen, die darauf hindeuten, dass Du Andere für einfältig hältst und deswegen meinst, sie ständig bewerten zu müssen, anstatt einfach nur tolerant zuzuhören und ihre Meinung als solche stehen zu lassen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

10.12.2016 15:57
#307 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
- wir können unsere Erfahrungen, dass alles einen Ursprung haben muss, nicht auf die Entstehung des Universums ausweiten (wer schuf den Schöpfer?)

Blackysmart,

... die Kette der Ursachen ins Endlose ausdehnen/weiterführen zu wollen, wäre (nach menschlichem Ermessen) "unsinnig"! Warum wir unsere, auch wissenschaftliche Erfahrungen über Deduktionen nicht auch auf das Universum übertragen sollten/können, bleibt als Frage offen. - So könnte man z.B. Deine Negation mal wieder auch nur als eine hartnäckige Wiederholung Deiner Weltsicht deuten - diese sogar auch als eine Art "Teufelskreis" betrachten, in dem Du Dich verfangen hast!? (Ist nicht böse gemeint!)

Zitat
alle Glaubensvorstellungen bzw. Schöpfungsmythen der Vergangenheit haben sich bisher als falsch herausgestellt

Antike Schöpfungsmythen sind ja auch keine Grundlage, die ein "moderner" Mensch wörtlich übernehmen sollte, sondern sprachliche Erbgüter vergangener Seelenlandschaften!

Zitat
es ist nie zielführend, ungeklärte Fragen durch eine maximalkomplexe Ursache erklären zu wollen

Ein spiritueller Weg bedingt nun mal ganz andere Ziele und Vorstellungen, als z.B. der sog. wissenschaftliche Pfad. Diese beiden Wege müssen aber nicht gleich als Feinde betrachtet werden, denn sie führen, wie Bergwanderwege, letztlich über ihre unterschiedlichen Windungen zum Gipfel. Erst von dort aus kann man auf eine entsprechend erweiterte Aussicht hoffen. Wann, wo und wie aber dieser Gipfel vom Menschen erreicht werden kann, ist eben die seit Jahrtausenden offene Streitfrage!

Gruß von Reklov

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

10.12.2016 17:44
#308 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov
die darauf hindeuten, dass Du Andere für einfältig hältst und deswegen meinst, sie ständig bewerten zu müssen, anstatt einfach nur tolerant zuzuhören und ihre Meinung als solche stehen zu lassen.


Ich wüßte nur keinen Grund, warum ich jemand zuhören sollte, der nur dummes Zeug und sinnloses Geschwafel von sich gibt. Ja, wenn ich dein Psychiater wäre - aber dann müßtest du mir dafür was bezahlen.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

10.12.2016 20:11
#309 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #306

Zitat
Seine fixe Idee, das überall dort, wo eine "Schöpfung" ist, es auch einen Schöpfer geben muss und eben dieser Schöpfer sich hinter all den unbeantwortbaren Fragen (dem Nichtwissen) versteckt, kann er einfach nicht loslassen. Auch nicht einfach nur mal annahmeweise, um sich dann mit der Vorstellung auseinander zu setzen, wie es auch ohne Schöpfer zu einer "Schöpfung" kommen hätte können. Seine diese fixe UR-Grund-Schöppferidee, wird von der Angst getragen, dass der Mensch dann seine "überwertige" Bedeutung in der Welt verliert. Das wäre eine unerträgliche Kränkung für ihn..
Perquestavolta,

... Erstens: Auch die Vorstellung einer "Schöpfung" ohne "Schöpfer" kann zu einer FIXEN IDEE werden!




Das ist schon mal rein logisch Unsinn. Schöpfungsgläubigen geht es bei der Interpretation der Welt um ihre eigen Rolle als Krone dieser Schöpfung und also um den Wert des eigenen Selbstbildes.
Selbst wenn sie es nicht immer so ausdrücken und es mit der Tugend der Bescheidenheit tarnen, der sie sich natürlich auch immer aus vollem Halse selbst loben.

Warum leugnen Creationisten wohl die Evolution, obwohl diese bestens belegt ist und zweifelsfrei als gesichert gilt? Die Evolution kennt kein höheres oder niederes Ziel. Es geht einzig und allein um eine opportunistischen Erfahrungsoptimierung der Gene.. Das ist naturwissenschaftlich so sicher bewiesen, wie dass es auf dem Mond kein Leben gibt.

Zudem beweist auch das Beispiel mit den Eisblumen am Fenster, dass allein die energetische Eigenschaft Materie um das millionenfache kreativer sind als alle "Art-Direktoren" zusammen die bis sich bis jetzt und heute Wicht-ig meinten..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

11.12.2016 09:49
#310 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #307
.
Zitat von Reklov im Beitrag #307
wir können unsere Erfahrungen, dass alles einen Ursprung haben muss, nicht auf die Entstehung des Universums ausweiten (wer schuf den Schöpfer?)
Blackysmart,... die Kette der Ursachen ins Endlose ausdehnen/weiterführen zu wollen, wäre (nach menschlichem Ermessen) "unsinnig"!


Und daher machst Du willkürlich bei Deinem Schöpfer Schluss. Woher willst Du wissen, dass es parallel zu unserem Universum und dessen Schöpfer nicht tausende andere Universen mit eigenen Schöpfern gibt, die alle in einem Clusteruniversum mit einem noch mächtigerem Oberschöpfer eingebunden sind. Dieses Clusteruniversum wiederum ist Teil.eines noch größeren Komplexes mit noch mächtigeren Göttern usw. --> Wenn Du über etwas absolut NICHTS weißt, ist es unsinnig, pure Spekulationen nach eigenem Ermessen entweder sinnig oder unsinnig zu nennen.

Dir reicht es aber noch nicht, diesen "Schöpfer" als wabernde Quantenfluktuation zu sehen, nein, Du vermutest natürlich eine intelligente, mit eigenem Willen und großer Macht ausgestattete "Person" hinter dem ganzen. Dein Problem ist Deine Fixiertheit auf die monotheistische Glaubensvorstellung der Bibel. Zwar hast Du den christlichen Gott um allerlei biblische Attribute erleichtert, von der Grundidee des biblischen Schöpfergottes kommst Du jedoch nicht los.

Zitat von Reklov im Beitrag #307
. Warum wir unsere, auch wissenschaftliche Erfahrungen über Deduktionen nicht auch auf das Universum übertragen sollten/können, bleibt als Frage offen. -


Du willst mit unseren wissenschaftlichen Erfahrungen also die Existenz Deines Schöpfergottes beweisen. Siehst Du nicht, wie unsinnig Deine "Argumentation" ist?

Zitat von Reklov im Beitrag #307
. So könnte man z.B. Deine Negation mal wieder auch nur als eine hartnäckige Wiederholung Deiner Weltsicht deuten - diese sogar auch als eine Art "Teufelskreis" betrachten, in dem Du Dich verfangen hast!? (Ist nicht böse gemeint!).


Du schreibst schon so wie Snooker . Wenn Argumente fehlen, dem anderen einfach persönliche Mängel unterstellen.

Zitat von Reklov im Beitrag #307
. Antike Schöpfungsmythen sind ja auch keine Grundlage, die ein "moderner" Mensch wörtlich übernehmen sollte, sondern sprachliche Erbgüter vergangener Seelenlandschaften!


Das ein intelligenter, allmächtiger Schöpfergott das Universum willentlich erschaffen hat, ist kein antiker Schöpfungsmythos?????


Zitat von Reklov im Beitrag #307
. "es ist nie zielführend, ungeklärte Fragen durch eine maximalkomplexe Ursache erklären zu wollen[/"
Ein spiritueller Weg bedingt nun mal ganz andere Ziele und Vorstellungen, als z.B. der sog. wissenschaftliche Pfad.


Lustig. Oben behauptest Du dass die wissenschaftliche Erfahrung "jedes Objekt bedarf eines Schöpfers" könne als Begründung für Deinen Gott herhalten. Die wissenschaftliche Aussage mit der maximalkomplexen Ursache scheint Dir zwar etwas zu bedeuten, Deinem Gottesbild steht sie jedoch im Weg. Darum argumentierst Du plötzlich auf "geschlängelten Wegen" um sie herum.

Mit Deinem sogenannten "spirituellen Weg" wurde in der Vergangenheit immer dann argumentiert, wenn das Wissen für eine rationale Erklärung fehlte und man eine Erklärung durch reines Spekulieren aus dem "Hut zauberte". Ich muss Dir sicher nicht aufzählen, welche mystischen Wesen und Götter man erfand, um Wissenslücken zu "umschlängen" Du tust heute genau das gleiche und bezeichnest die früheren Versuche als Unsinn.

Zitat von Reklov im Beitrag #307

Diese beiden Wege müssen aber nicht gleich als Feinde betrachtet werden, denn sie führen, wie Bergwanderwege, letztlich über ihre unterschiedlichen Windungen zum Gipfel. Erst von dort aus kann man auf eine entsprechend erweiterte Aussicht hoffen. Wann, wo und wie aber dieser Gipfel vom Menschen erreicht werden kann, ist eben die seit Jahrtausenden offene Streitfrage!


Das bei Deinem Vorgehen die Menschen immer auf unterschiedlichen Gipfeln ankamen, eine andere Aussicht genossen und sich die Köpfe einschlugen im Streit darüber, welche Aussicht nun die richtige sei, das scheinst Du zu vergessen. Geh mit Deiner Vorstellung in islamische Gottesstaaten und verkünde sie öffentlich. Die werden Dir freundlich und zuvorkommend erklären, warum ihre eigene Glaubensspekulation gegenüber Deiner eigenen Glaubensspekulation zu bevorzugen ist.

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.12.2016 12:35
#311 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Ich wüßte nur keinen Grund, warum ich jemand zuhören sollte, der nur dummes Zeug und sinnloses Geschwafel von sich gibt.

Ahriman,

... hat man die Bereitschaft, jemandem zuzuhören, bedeutet das nicht automatisch, dass man ihn auch richtig versteht! Beim Unwilligen entsteht also leicht der abwehrende Eindruck, der Sprecher verzapfe dummes Zeug oder schwafele sinnlos daher. - Sinnlos oder gar "geistlos" ist aber eine religiöse oder philosophisch gefärbte Betrachtungsweise des Daseins keinesfalls. - Wem dies aber dennoch so vorkommt, der muss seine Lektüre eben auf das Lesen von wissenschaftlichen Berichten über die Materie beschränken. - In diesem naturwissenschaftlichen Feld ist er dann besser aufgehoben.

Zitat
Ja, wenn ich dein Psychiater wäre - aber dann müßtest du mir dafür was bezahlen.

Psychiater wenden sich bekanntlich den Geisteskranken zu und Psychologen beschäftigen sich mit den Verhaltensmustern der sog. "Gesunden".
Nicht selten bräuchten aber einige der beiden Berufsgruppen hier und da selber eine Betreuung, denn die durch die Presse bekannt gemachten Missbrauchs- oder abstruse Behandlungsskandale sprechen eine eigene Sprache.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.12.2016 13:02
#312 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Und daher machst Du willkürlich bei Deinem Schöpfer Schluss. Woher willst Du wissen, dass es parallel zu unserem Universum und dessen Schöpfer nicht tausende andere Universen mit eigenen Schöpfern gibt, die alle in einem Clusteruniversum mit einem noch mächtigerem Oberschöpfer eingebunden sind. Dieses Clusteruniversum wiederum ist Teil.eines noch größeren Komplexes mit noch mächtigeren Göttern usw. -->

Blackysmart,

... solche Gedankenmuster sind/waren nicht nur bekannt, sondern z.T. in antiken Götterbildern (z.B. bei den alten Griechen) schon ähnlich angedacht worden. ZEUS spielte ja dort den obersten Chef, entwickelte aber dennoch recht weltliche Schwächen, besonders wenn er sich schönen Erdenfrauen näherte.
Selbst ein von Dir so vorgestelltes Clusteruniversum illustriert das Bild einer königshofartigen Götter-Herarchie - mit menschlichen Rangordnungen - und wirft zurecht viele zusätzliche Fragezeichen auf den Dikussionstisch.

Zitat

Und daher machst Du willkürlich bei Deinem Schöpfer Schluss.

Es ist nicht "mein Schöpfer", sondern zunächst der so gedachte Ur-Grund (Ur-Energie-Quelle) aus der alles ausströmte um sich dann, in unvorstellbar langen Zeiträumen, einer chemisch/physikalischen "Ordnung" zu beugen! Ob die kleinsten atomaren Bausteine sich nun diese Ordnung selber willentlich eingerichtet haben, ist schon mal die nächste unbeantwortbare Frage! Wir wissen nicht einmal, woher die 4 Grundkräfte stammen!?

Zitat
Dir reicht es aber noch nicht, diesen "Schöpfer" als wabernde Quantenfluktuation zu sehen, nein, Du vermutest natürlich eine intelligente, mit eigenem Willen und großer Macht ausgestattete "Person" hinter dem ganzen. Dein Problem ist Deine Fixiertheit auf die monotheistische Glaubensvorstellung der Bibel. Zwar hast Du den christlichen Gott um allerlei biblische Attribute erleichtert, von der Grundidee des biblischen Schöpfergottes kommst Du jedoch nicht los.

Das Wort "Person" habe ich in diesem Zusammenhang bewusst nie erwähnt, kritiserte vielmehr die Darstellung Gottes an der Decke der Sixtinischen Kapelle bereits mehrmals!
Übrigens: Neben der Vielzahl an Gottesbildern spricht die Bibel davon, sich kein Bild von Gott zu machen. "Du sollst dir kein Gottesbild noch irgendein Gleichnis machen“, so beginnt das Bilderverbot in Ex 20,4.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.12.2016 13:24
#313 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Das ein intelligenter, allmächtiger Schöpfergott das Universum willentlich erschaffen hat, ist kein antiker Schöpfungsmythos?????

Ich verstehe diese Frage nicht, denn ich schrieb ja, dass ein moderner Mensch diese alten Mythen NICHT übernehmen sollte!

Zitat
Du willst mit unseren wissenschaftlichen Erfahrungen also die Existenz Deines Schöpfergottes beweisen. Siehst Du nicht, wie unsinnig Deine "Argumentation" ist?

Bitte, richtig zu lesen! Ich schrieb, dass diese Frage offen bleibt!

Zitat

Du schreibst schon so wie Snooker . Wenn Argumente fehlen, dem anderen einfach persönliche Mängel unterstellen.

Hinweise auf mögliche Unzulänglichkeiten, mit denen jeder Mensch bestückt ist, müssen hier schon erlaubt sein! Ein Mangel an Infos ist ja noch nicht gleichbedeutend mit einem charakterlichen Mangel.
Am Informationsmangel leidet jedoch die ganze Menschheit - sonst würde sie sich nicht seit Anbeginn so verhalten, wie es uns die Geschichtsbücher und auch unsere aktuelle Gegenwart vor Augen stellen!

Zitat
Ich muss Dir sicher nicht aufzählen, welche mystischen Wesen und Götter man erfand, um Wissenslücken zu "umschlängen" Du tust heute genau das gleiche und bezeichnest die früheren Versuche als Unsinn.

Unser voranschreitendes Wissen konnte zwar die alten, z.T. in der Natur wohnendnen "Götter" überflüssig machen, die Fragen aber blieben, - auch wenn sich uns heute eine durch Sprache, Zahlen und Fakten viel besser zu beschreibende Welt über die entsprechende Fachliteratur vorstellt.
Die transzendenten Fragestellungen dieses Forums können damit eben nicht zufriedenstellend beantwortet werden! - Wäre dem so, erübrigte sich ja auch jedes Forum dieser Art!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

12.12.2016 14:32
#314 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #313

Zitat
Das ein intelligenter, allmächtiger Schöpfergott das Universum willentlich erschaffen hat, ist kein antiker Schöpfungsmythos?????
Ich verstehe diese Frage nicht, denn ich schrieb ja, dass ein moderner Mensch diese alten Mythen NICHT übernehmen sollte![quote]Du willst mit unseren




Was ist an dieser Frage nicht zu verstehen, Reklov?

In der antiken Weltvorstellung gab es noch kein "Universum". Die Erde galt als Mittelpunkt eines Himmelsgewölbes.
Von einem Universum mit Galaxien und unendlichen Weiten in denen die Erde nur ein bedeutungsloser Punkt ist, wird in antiken Schöpfungsmyten nirgends geredet. Würde man die Erde auf einem Bild des Universum suchen welches so groß ist wie unser gesamtes Sonnensystem, dann wäre sie darauf proportional nicht größer, als der Bruchteil eines Atomes und somit auf diesem Bild mit unseren menschlichen Augen auch nirgends zu finden.

Wie also soll "man" von einem antiken Schöpfungsmythos loslassen, den es damals so gar nicht gegeben hat?? Mit deiner transzendentalen Logik scheint so einiges nicht richtig zu funktionieren, Reklov??? Weil der intelligente, allmächtige Schöpfergott des "Universums", nämliche eine "Neuinterpretation" alter Schöpfungsmyten ist, die du selber favorisierst. DU interpretierst dir einfach alte Schöpfungsmyten selbst um und projizierst sie dann zurück in eine Vergangenheit, in der der die Menschen noch eine ziemlich naive Weltdeutung pflegten, um dich dann davon zu distanzieren.

Merkst du nicht langsam, das Spiritualität nichts anderes ist, als die Dummheit, sich der eigenen Dummheit zu erfreuen? Brauchen wir alle gelegentlich mal. Selbsttäuschung macht das Leben in schwierigen Zeiten einfach leichter. Aber daraus eine "Weltphilosophie" mit WIR und UNSER zu machen, ist nichts anderes als gefährliche Schwachsinninnigkeit.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.986

13.12.2016 11:24
#315 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Ach Reklov. Es gibt kein wirklichen "Normen" für Schönheit und schon gar keine allgemeingültigen.

Perquestavolta,

... Meinst Du? - Dann stelle doch mal 50 Männer (im Alter zwischen 30 und 50 J. aus versch. Kulturen) vor 2 Damen, die einen Bikini tragen. Die eine ist ein junges, 23jähr. Playmate-Modell, die andere Dame hat man mit 84 J. aus dem Altersheim geholt. Würdest Du nun die Männer fragen, mit welcher Dame sie sich heute Abend verabreden wollten, wäre Deine Meinung über "Normen" für Schönheit sofort umgestoßen! (Der gleiche Versuch würde auch klappen, wenn 50 Frauen 2 entsprechende Männer auswählen müssten.)
Oder: Biete Vorbeikommenden in der einen Hand einen prächtig blühenden Blumenstrauß an - in der anderen halte einen braun verwelkten bereit. Nun frage Vorbeigehende, welchen Strauß sie von Dir geschenkt haben möchten.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

13.12.2016 12:03
#316 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Woher willst Du wissen, dass es parallel zu unserem Universum und dessen Schöpfer nicht tausende andere Universen mit eigenen Schöpfern gibt, die alle in einem Clusteruniversum mit einem noch mächtigerem Oberschöpfer eingebunden sind. Dieses Clusteruniversum wiederum ist Teil.eines noch größeren Komplexes mit noch mächtigeren Göttern usw.

Blackysmart,

... Dein Gedankenspiel führt uns in eine Szene, die lediglich die Ursachen-Kette um mehrere Universen mit hierarchisch gestaffelten Göttermächten erweitert.
Selbst dieses Beispiel wirft aber sofort die Frage auf, wer von diesen Göttern denn zuerst existierte, oder - wenn sie alle zugleich, seit jeher als SUBSTANZ, unabhängig von einer anderen SUBSTANZ, aus sich heraus existieren, - warum der eine mehr Macht haben sollte, als der andere?

Der "christliche Gott" wird jedoch als "alleiniger" Herrscher gedacht (Monotheismus!), der seinen grenzenlosen Bereich und seine Allmächtigkeit mit niemandem teilt! Diese absolute und unteilbare Macht wird als eine "unbedingte" gedacht, die also keine weitere Ur-Sache hinter sich hat und seit jeher - ohne Anfang und Ende! - existiert! Hilfreich hierzu ist die geniale Form eines Kreises, der keinen Anfang und kein Ende hat und uns in dreidimensionaler Form als Kugel vorliegt. -
Das Wesen der "biblischen Göttlichkeit" kann (muss nicht!) z.B. heute auch mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Verbindung gebracht werden und spiegelt sich nicht nur in dem mikroskopisch feinen Aufbau unserer DNA-Doppelhelix wider. Das >Geheimnis der Bibel< mag also entweder bestaunt oder lächelnd abgelehnt werden, je nachdem, wie weit der Einzelne darin seine Seelenlandschaften zu entdecken vermag!

Unter SUBSTANZ versteht jeder etwas anderes: Spinoza versteht z.B. unter disem Begriff, was in sich ist und durch sich begriffen wird; d.h. etwas, dessen Begriff nicht den Begriff eines anderen Dinges nötig hat, um daraus gebildet zu werden. Auf den so häufig verwendeten Begriff "Gott" könnte man dies also entsprechend anwenden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

13.12.2016 12:31
#317 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
Wie also soll "man" von einem antiken Schöpfungsmythos loslassen, den es damals so gar nicht gegeben hat?? Mit deiner transzendentalen Logik scheint so einiges nicht richtig zu funktionieren, Reklov??? Weil der intelligente, allmächtige Schöpfergott des "Universums", nämliche eine "Neuinterpretation" alter Schöpfungsmyten ist, die du selber favorisierst.

Perquestavolta,

... was meinst Du damit? -

Der jüd. Tanach existiert bereits etwa 100 v.Chr.
Für Jesus von Nazaret und seine Nachfolger war eine Vorform des Tanach mit der Torah, Prophetenbüchern, Psalmen, dem Buch Daniel und Spruchweisheit die Heilige Schrift. Jesus bezog seine Verkündigung von Beginn seines Wirkens an darauf und verstand sie als gültige Auslegung des in ihr offenbarten Willens Gottes (Mt 5,17). Ohne Hören, Lesen und Auslegen biblischer Texte, die als Gottes aktuelles Wort verstanden wurden, war den Urchristen – wie allen damaligen Juden – ihre Botschaft vom Anbruch des Reiches Gottes nicht möglich.
Der Ursprung der Genesis (Schöpfungmythos) ist unbekannt! Man vermutet, dass die Erzählung zunächst über lange Epochen nur mündlich weiter gegeben worden war. Wissenschaftliche Entstehungstheorien untersuchen den Text vor allem mit historisch-kritischer Methode. Sie gehen von einer mehrstufigen Entstehungsgeschichte aus mit verschiedenen Quellen, Überarbeitungen und Redaktionen. Danach nehmen die Texte zwar alte Überlieferungen auf, stammen jedoch spätestens aus der Zeit des Königtums in Israel (ab ca. 1000 v. Chr.). Die Endredaktion des Textes wird auf frühestens 400 v. Chr. datiert.

Unter den vielen Schöpfungsmythen aus versch. Kulturen befindet sich auch das >Gilgamesh-Epos<, aus dem die Autoren des Alten Testaments später die Sintflut-Erzählung rund um Noah übernommen haben sollen.
Es ist das bisher erste literarische Werk der Menschheitsgeschichte!

Meine Vorstellung von einem >Ur-Grund< weicht allerdings schon gewaltig vom christl. Dogma (Bibel) ab und deswegen ist Deine Vermutung, ich "favorisiere" eine Neuinterpretation alter Schöpfungsmythen, einfach nicht haltbar.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

13.12.2016 12:43
#318 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #312
... solche Gedankenmuster sind/waren nicht nur bekannt, sondern z.T. in antiken Götterbildern (z.B. bei den alten Griechen) schon ähnlich angedacht worden. ZEUS spielte ja dort den obersten Chef, entwickelte aber dennoch recht weltliche Schwächen, besonders wenn er sich schönen Erdenfrauen näherte.


Zeus zeugte mit Hera auf geschlechtlichem Wege die zwölf anderen Götter des Olymps. Wenn Du hier starke Ähnlichkeit zu einer unendlichen Regression von einander sich bedingenden Schöpfergöttern siehst, kann ich das leider nicht nachvollziehen. Weiterhin bleibst Du die Frage schuldig, wieso eine solche unendliche Regression nicht möglich sein soll.


Zitat von Reklov im Beitrag #312
Selbst ein von Dir so vorgestelltes Clusteruniversum illustriert das Bild einer königshofartigen Götter-Herarchie - mit menschlichen Rangordnungen - und wirft zurecht viele zusätzliche Fragezeichen auf den Dikussionstisch.


Das ist nur der Fall, weil Du, wenn Du an ein göttliches Wesen denkst, immer menschenähnliche Wesen im Kopf hast. Nicht nur ich habe hier mehrmals festgestellt, dass Du auf das Bild eines biblischen Schöpfergottes fixiert bist.


Zitat von Reklov im Beitrag #312
Es ist nicht "mein Schöpfer", sondern zunächst der so gedachte Ur-Grund (Ur-Energie-Quelle) aus der alles ausströmte um sich dann, in unvorstellbar langen Zeiträumen, einer chemisch/physikalischen "Ordnung" zu beugen!


Doch, es ist Dein Schöpfer. Du hast ihn Dir nach Deinen Wünschen und Vorstellungen ausgedacht und als Vorlage diente die Bibel.


Zitat von Reklov im Beitrag #312
Ob die kleinsten atomaren Bausteine sich nun diese Ordnung selber willentlich eingerichtet haben, ist schon mal die nächste unbeantwortbare Frage! Wir wissen nicht einmal, woher die 4 Grundkräfte stammen!?


Wir wissen es nicht. Du glaubst aber, es zu wissen, denn Du weißt angeblich mit unverrückbarer Sicherheit, dass "aus einem Urgrund alles ausströmte".




Zitat von Reklov im Beitrag #312
Selbst ein von Dir so vorgestelltes Clusteruniversum illustriert das Bild einer königshofartigen Götter-Herarchie - mit menschlichen Rangordnungen - und wirft zurecht viele zusätzliche Fragezeichen auf den Dikussionstisch.


Das ist nur der Fall, weil Du, wenn Du an ein göttliches Wesen denkst, immer menschenähnliche Wesen im Kopf hast. Nicht nur ich habe hier mehrmals festgestellt, dass Du auf das Bild eines biblischen Schöpfergottes fixiert bist.


Zitat von Reklov im Beitrag #312
Es ist nicht "mein Schöpfer", sondern zunächst der so gedachte Ur-Grund (Ur-Energie-Quelle) aus der alles ausströmte um sich dann, in unvorstellbar langen Zeiträumen, einer chemisch/physikalischen "Ordnung" zu beugen!


Doch, es ist Dein Schöpfer. Du hast ihn Dir nach Deinen Wünschen und Vorstellungen ausgedacht und als grundlegende Vorlage diente die Bibel.


Zitat von Reklov im Beitrag #312
Das Wort "Person" habe ich in diesem Zusammenhang bewusst nie erwähnt, kritiserte vielmehr die Darstellung Gottes an der Decke der Sixtinischen Kapelle bereits mehrmals!
Übrigens: Neben der Vielzahl an Gottesbildern spricht die Bibel davon, sich kein Bild von Gott zu machen. "Du sollst dir kein Gottesbild noch irgendein Gleichnis machen“, so beginnt das Bilderverbot in Ex 20,4.


Hier mal ein Zitat von Dir:

Gott ohne Universum? (3)
"Den Kosmos könnte man also auch als ein echtes "Kunstwerk Gottes" betrachten, in welchem Dinge ablaufen, die wir nur ungenügend einschätzen können.
Dass wir dieses Kunstwerk aber (noch) nicht richtig interpretieren können, liegt ja nun nicht am Künstler, denn immerhin ist das vor uns liegende "Werk" als indirekte Offenbarung, damit auch als ständiger Anreiz zum Nachdenken, vor unsere Augen gelegt worden. Jetzt liegt es an uns, zu dem großen Kunstwerk intelligent Stellung zu nehmen. Unterschiedlichste Auffassungen sind dabei nicht zu vermeiden und sollten deswegen auch nicht belächelt werden. Das Herausschälen des geistigen Kerns zu unserem Dasein ist nun mal keine einfache Angelegenheit und deswegen sind Theorien und fehlerhafte Denkmuster auf dem langen Weg der Suche nicht zu vermeiden."
[/quote]

Das ist nur ein Zitat von vielen, in denen Du uns Dein Gottesbild offenbart hast. "Kunstwerk Gottes", "Künstler", und "Werk" sind Bezeichnungen, die nicht auf eine Sache passen. Immer wenn Du von Gott sprichst, leuchtet Deine Definition eines "göttlichen Subjekts" durch Deine Worte. Natürlich sprichst Du auch davon, man solle und könne sich kein Bild von Gott machen. Gleich darauf belegst Du Deinen Gott jedoch wieder mit Standarddefinitionen.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

13.12.2016 13:11
#319 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #316
Das Wesen der "biblischen Göttlichkeit" kann (muss nicht!) z.B. heute auch mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen in Verbindung gebracht werden und spiegelt sich nicht nur in dem mikroskopisch feinen Aufbau unserer DNA-Doppelhelix wider.


Das Wesen der biblischen Gottheit mit der Schöpfungsgeschichte widerspricht den neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen über die Evolution des Lebens und der damit zusammenhängenden, stetigen Anpassung der Gene.

Athon Offline




Beiträge: 2.234

13.12.2016 15:07
#320 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

@Reklov

Zitat von Reklov #315
Dann stelle doch mal 50 Männer (im Alter zwischen 30 und 50 J. aus versch. Kulturen) vor 2 Damen, die einen Bikini tragen. Die eine ist ein junges, 23jähr. Playmate-Modell, die andere Dame hat man mit 84 J. aus dem Altersheim geholt. Würdest Du nun die Männer fragen, mit welcher Dame sie sich heute Abend verabreden wollten, wäre Deine Meinung über "Normen" für Schönheit sofort umgestoßen!


Ich bin wie PQV der Ansicht, dass "Schönheit" keiner Normung unterliegt. Die meisten afrikanischen Männer beispielsweise finden große breite Gesäße als ausgesprochen reizvoll, während man hierzulande dafür wohl keine Mehrheit finden dürfte. Das sind allenfalls geschmackliche Vorlieben.

Dass die Reaktion der Männer in Deinem Beispiel genauso erfolgen dürfte, wie Du es dargestellt hast, ist aber keineswegs eine Folge individuellen Geschmacks, sondern unterliegt einem angeborenen Verhaltensmuster als Konsequenz sogenannter Schlüsselreize. Also, alles reine Biologie...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Athon Offline




Beiträge: 2.234

13.12.2016 15:14
#321 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

@DieGeheimnisse

Zitat von DieGeheimnisse #280
Das haben sich die Menschen wohl auch über all jene gedacht damals, als Noah mitten in der Wüste anfing einen Schiff zu bauen


Jetzt weiß ich doch endlich, warum es in der Wüste keine Bäume mehr gibt...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

13.12.2016 15:33
#322 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #317

Zitat
Wie also soll "man" von einem antiken Schöpfungsmythos loslassen, den es damals so gar nicht gegeben hat?? Mit deiner transzendentalen Logik scheint so einiges nicht richtig zu funktionieren, Reklov??? Weil der intelligente, allmächtige Schöpfergott des "Universums", nämliche eine "Neuinterpretation" alter Schöpfungsmyten ist, die du selber favorisierst.
Perquestavolta,

... was meinst Du damit? -

Dass du immer in Zirkelschlüssen denkst, deren falschen Prämissen du dir einfach selber erschaffen hast, Reklov.

Zitat von Reklov im Beitrag #317

Der jüd. Tanach existiert bereits etwa 100 v.Chr.
Sogar schon etwas früher. Der Tanach entstand als Sammlung verschiedener religiöser und profaner jüdischer Schriften in einem komplexen Prozess von ca. 1200 Jahren innerhalb der Geschichte Israels. Seine ältesten Bestandteile sind mündlich überlieferte Sagenkränze, Ätiologien und Herkunftssagen einzelner Sippen und Stämme. Diese wuchsen allmählich zusammen, wurden später aufgezeichnet, in eine theologisch konzipierte Heilsgeschichte integriert und erhielten so gesamtisraelitische Bedeutung. Der älteste erhaltene Text des Tanach sind der Aaronitische Segen und ein weiterer Segen in den Silberrollen von Ketef Hinnom aus dem 7. Jahrhundert vor Christus..


Der Schöpfungsmythos im Tanach spricht von keinem "Universum", sondern von der Erde als zentralen Mittelpunkt von allem. Und diese war nach damaligen Vorstellungen von einem Himmelsgewölbe umgeben, an dem die Sterne als Leuchten und Zeichen Gottes angebracht waren. Der Schöpfungsmythos der Israeliten spricht von keinem allmächtigen Schöpfer des Universums. Mal ganz abgesehen davon, dass ursprünglich auch der Gott JHWE nur einer von mehreren anderen Götter war und sogar eine Götter-Gattin hatte.
Erst ab dem babilonischen Exil wurde der Gott JHWE zum alleinigen Schöpfer des Himmels und der Erde. Das babilonische Exil war aber lange Zeit nach Moses, welcher die Israeliten in der Exodus-Sage aus Ägypten herausgeführt hat. Und immer noch ein halbes Jahrtausend nach den "Sagenhelden" David und Salomon.

Schon hier müsste jedem ernsthaften und auch nur halbwegs intelligenten "transzendentalen Philosophen" auffallen, dassschon mal mit der biblischen Chronologie so einiges nicht stimmt. Die 5 Bücher Moses entstanden fast tausend Jahre nach Moses...






Zitat von Reklov im Beitrag #317

Für Jesus von Nazaret und seine Nachfolger war eine Vorform des Tanach mit der Torah, Prophetenbüchern, Psalmen, dem Buch Daniel und Spruchweisheit die Heilige Schrift.
Was also nicht unbedingt dafür spricht, dass es diesen Jesus überhaupt gegeben hat. Und auch eine Antwort darauf, warum es auch keine anderen außerbiblischen Aufzeichnungen von ihm gibt, als solche, die erst ein Jahrhundert nach seiner Zeit "aufgesetzt wurden"!!

Das Jahr Null unserer Zeitrechnung wurde erst lange nach Jesus rückwirkend fest gelegt. Ausgehend vom Jahr 3840 nach jüdischer Zeitrechnung, welches dem Jahr 70 unserer Zeitrechnung entspricht. Die Zerstörung des 2. Tempels durch die Römer ist das einzig gesicherte historische Datum überhaupt.

Und jetzt kommts, Reklov!!

Auf Grund der vielen chronographischen Fehler in Tanach und Torah und vor allem auch Dank unvoreingenommenen archäologischen Grabungen/Forschungen, überall in Israel und Umgebung, ist auch davon auszugehen, dass es mit sehr großer Wahrscheinlichkeit nie einen 1. Tempel (Tempel Salomons) gegeben hat. Wer also ist Jesus gewesen und wovon hat er wirklich geredet. Warum sind alle Geschichten über ihn in hellenistischer/griechischer Sprache abgefasst worden? Warum stehen Gleichnisse und Sprüche die Jesus in den Mund gelegt werden, schon auf Pergamenten/Schriftrollen vom "Toten Meer", die aber um Jahrhunderte älter sind, als unsere sogenannte christliche Zeitrechnung.

Alles Lügen oder was?

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

13.12.2016 15:51
#323 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #317


Meine Vorstellung von einem >Ur-Grund< weicht allerdings schon gewaltig vom christl. Dogma (Bibel) ab und deswegen ist Deine Vermutung, ich "favorisiere" eine Neuinterpretation alter Schöpfungsmythen, einfach nicht haltbar.




Dann musst du bessere Argumente vorlegen.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

13.12.2016 16:00
#324 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #315

Zitat
Ach Reklov. Es gibt kein wirklichen "Normen" für Schönheit und schon gar keine allgemeingültigen.
Perquestavolta,

... Meinst Du? - Dann stelle doch mal 50 Männer (im Alter zwischen 30 und 50 J. aus versch. Kulturen) vor 2 Damen, die einen Bikini tragen. Die eine ist ein junges, 23jähr. Playmate-Modell, die andere Dame hat man mit 84 J. aus dem Altersheim geholt.



Und das soll jetzt was belegen? Dass man sich jede Tussy schön saufen kann? Oder dass es auch Männer gibt, die zur Not auch mal eine Oma querlegen? Dass alle 23 Jährigen Frauen schön sind und zur Not auch mal 50 Männer gleichzeitig ran lassen? Merkst du nicht was du da wieder mal für einen dummen Schwachfug vom Stapel lässt?

Es gibt keine Normen für Schönheit die man über das individuelle Empfinden des einzelnen stellen kann. Es gibt nur Idioten die das mit ihrem eigenen Schönheitsempfinden tun! Und warum?

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.986

13.12.2016 16:13
#325 RE: Warum schuf Gott Erde und Menschheit? antworten

Zitat
"Den Kosmos könnte man also auch als ein echtes "Kunstwerk Gottes" betrachten, in welchem Dinge ablaufen, die wir nur ungenügend einschätzen können.
Dass wir dieses Kunstwerk aber (noch) nicht richtig interpretieren können, liegt ja nun nicht am Künstler, denn immerhin ist das vor uns liegende "Werk" als indirekte Offenbarung, damit auch als ständiger Anreiz zum Nachdenken, vor unsere Augen gelegt worden. Jetzt liegt es an uns, zu dem großen Kunstwerk intelligent Stellung zu nehmen. Unterschiedlichste Auffassungen sind dabei nicht zu vermeiden und sollten deswegen auch nicht belächelt werden. Das Herausschälen des geistigen Kerns zu unserem Dasein ist nun mal keine einfache Angelegenheit und deswegen sind Theorien und fehlerhafte Denkmuster auf dem langen Weg der Suche nicht zu vermeiden."

Blackysmart,

... ich setzte z.B. das Wort "könnte" bewusst ein und der Begriff "Künstler" ist hier allegorisch gemeint. Ich denke, Du weißt, was eine Allegorie ist!?

Zitat
Das ist nur der Fall, weil Du, wenn Du an ein göttliches Wesen denkst, immer menschenähnliche Wesen im Kopf hast. Nicht nur ich habe hier mehrmals festgestellt, dass Du auf das Bild eines biblischen Schöpfergottes fixiert bist.

Hatte ich nicht schon mehrmals die menschenähnliche Darstellung Gottes an der Decke der sixtinischen Kapelle getadelt?

Gruß von Reklov

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