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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 153 Antworten
und wurde 4.686 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.337

09.10.2013 17:32
#76 Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Reisender
Die Sterblichkeit wurde durch den Sündenfall nicht erschaffen, sondern sie wurde bewusst und damit auf geistiger Ebene wirklich. Warum das geschah, wenn es denn so war, müssen wir freilich offen lassen da die ganze
Geschichte ausgesprochen rätselhaft ist.

Es geschah, weil strategisches Denken uns Überlebensvorteile schaffte. Was ist daran "rätselhaft"?

Zitat
Aus mystischer Sicht geht die Entwicklung vom Unbewussten zum Bewussten und weiter zu Überbewussten. Was daraus folgt müssen wir wohl offen lassen.

Warum "Überbewusstsein"? Aus evolutionärer Sicht ist alles getan. Wir haben keine biologischen Feinde mehr, keine Umweltbedingungen, gegen die wir anzukämpfen haben. Die Evolution ersetzt der Mensch durch technische Manipulation: Medizin, Genmedizin, und später per technologischer Transformation. So werden wir auch zu einem "Über-Bewusstsein" kommen, weil oder wenn uns daran gelegen ist. Aber die biologische Evolution hat ihren Dienst an uns getan. Wir verändern uns selbst schneller, als die Evolution verändern kann.

Du versuchst, da Gott in diese Geschichte reinzupressen. Die Geschichte braucht nicht durch einen Gott erklärt zu werden. Und sie ist auch ohne diesen Gott, der eine reine geistige Reflexion des Menschen ist. Einerseits als Schöpfungsfigur, andrerseits als sein eigenes Ideal. Sein eigenes Idel ist aber nicht "Gott", sondern sein eigenes Ideal. Und eine Schöpferperson für Universum, Erde und Mensch ist wahrscheinlich nicht. Sie muss auf jeden Fall nicht angenommen werden.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

09.10.2013 17:41
#77 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #76

Zitat von Reisender
Die Sterblichkeit wurde durch den Sündenfall nicht erschaffen, sondern sie wurde bewusst und damit auf geistiger Ebene wirklich. Warum das geschah, wenn es denn so war, müssen wir freilich offen lassen da die ganze
Geschichte ausgesprochen rätselhaft ist.
Es geschah, weil strategisches Denken uns Überlebensvorteile schaffte. Was ist daran "rätselhaft"?

Zitat
Aus mystischer Sicht geht die Entwicklung vom Unbewussten zum Bewussten und weiter zu Überbewussten. Was daraus folgt müssen wir wohl offen lassen.

Warum "Überbewusstsein"? Aus evolutionärer Sicht ist alles getan. Wir haben keine biologischen Feinde mehr, keine Umweltbedingungen, gegen die wir anzukämpfen haben. Die Evolution ersetzt der Mensch durch technische Manipulation: Medizin, Genmedizin, und später per technologischer Transformation. So werden wir auch zu einem "Über-Bewusstsein" kommen, weil oder wenn uns daran gelegen ist. Aber die biologische Evolution hat ihren Dienst an uns getan. Wir verändern uns selbst schneller, als die Evolution verändern kann.

Du versuchst, da Gott in diese Geschichte reinzupressen. Die Geschichte braucht nicht durch einen Gott erklärt zu werden. Und sie ist auch ohne diesen Gott, der eine reine geistige Reflexion des Menschen ist. Einerseits als Schöpfungsfigur, andrerseits als sein eigenes Ideal. Sein eigenes Idel ist aber nicht "Gott", sondern sein eigenes Ideal. Und eine Schöpferperson für Universum, Erde und Mensch ist wahrscheinlich nicht. Sie muss auf jeden Fall nicht angenommen werden.




Ich schließe die atheistisch-materialistische Weltsicht nicht aus, ich halte sie für genau so wirklich
oder unwirklich wie andere Weltsichten auch.
Wenn Du es nicht weiter sagst Gysi verrate ich Dir mein großes Geheimnis.
Ich habe von all dem nicht das geringste Wissen.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

09.10.2013 17:54
#78 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Es geschah, weil strategisches Denken uns Überlebensvorteile schaffte. Was ist daran "rätselhaft"?

Naja, strategisches Denken steht doch erst am Ende der mentalen Entwicklung, wie kann sie dann die Entwicklung bestimmt haben?
Ich bemerke etwas Verwirrung in Deiner Argumentation.

Geodei ( gelöscht )
Beiträge:

09.10.2013 18:12
#79 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Der Mensch ist ein vergessliches Raubtier und zudem sehr eitel und selbstgefallig.
Sollten wir damit nach dem Bilde eines Schöpfer-Gottes sein, dann hat dieser selbst alle diese unsere Eigenschaften.
Aus diesem Grund bewirkt und ergibt ein jedes Streüber nach einem Über-Bewusstsein immer das genaue Gegenteil.
Seit tausenden Jahren versucht der Mensch sich dieses Übererbewusstsein anzeigen und ist dabei immer in einer Katastrophe
untergegangen. Denn wo sind heute diese Hochkulturen auf deren Legenden wir heute unsere Religionen begründen?
Sie sind alle in ihrem Wahn untergegangen.
Weil sie sich in diesem Wahn über das Leben stellten, welches sie hervorgebracht, ernährte, lehrte und ihnen die Möglichkeit
gab, sich nach ihren Begabungen und Veranlagungen realistisch zu entfalten.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.337

09.10.2013 18:26
#80 Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Reisender
Naja, strategisches Denken steht doch erst am Ende der mentalen Entwicklung, wie kann sie dann die Entwicklung bestimmt haben?

Auch Löwen denken schon strategisch, um an ihre Beute ranzukommen. Wir Menschen haben lediglich die Intelligenz mitbekommen, komplette eigenständige Produktionskreisläufe aus dem großen Kreislauf der Natur abzuzapfen. Bierflaschen, Mäntel und Computer wachsen nun mal nicht an Bäumen. Ich hoffe, dass das irgendwie klar ist...

Zitat
Ich bemerke etwas Verwirrung in Deiner Argumentation.

Und ich bemerke etwas Spitzfindigkeit in deinen Argumenten.

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Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

09.10.2013 18:50
#81 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #78
Naja, strategisches Denken steht doch erst am Ende der mentalen Entwicklung, wie kann sie dann die Entwicklung bestimmt haben?


Immer wieder: Keine Ahnung von der Evolution. Nichts war auf einmal fertig da. Auch das strategische Denken hat sich langsam aus kleinsten Anfängen in kleinen Schritten entwickelt. Tiere haben auch was davon, mehr oder weniger.

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Flat ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 08:00
#82 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #76

Du versuchst, da Gott in diese Geschichte reinzupressen. Die Geschichte braucht nicht durch einen Gott erklärt zu werden.


Moin,

und woher kommt die Materie? Oder war sie schwupps einfach da?

Und dann entsteht aus toter Materie plötzlich Leben, auch wieder schwupps.

Und aus Leben dann intelligentes Leben

und aus intelligenten Leben dann der Mensch.


Stell dich an den Anfang dieser Entwicklung und rechne mal aus, wie groß die Wahrtscheinlichkeit für so eine natürliche Entwicklung ist. Die Antwort ist einfach: Null

Tschüss

Jörg

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.337

10.10.2013 08:29
#83 Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Flat
Stell dich an den Anfang dieser Entwicklung und rechne mal aus, wie groß die Wahrtscheinlichkeit für so eine natürliche Entwicklung ist.

Die alte Frage nach der Ersten Ursache. Vor diesem Universum ist ein zeit- und raumloser Zustand. Die Unendlichkeit, die Ewigkeit. Aha, also Gott! Nee, eben nicht. Eher das Nichts. Ein raum- und zeitloser Zustand eben. Der bedarf auch keiner Frage nach der Ersten Ursache.

Die Gläubigen gehen davon aus, dass der Schöpfer des Universums und der Menschen um ein Unendliches Größer sein muss als sein Produkt selbst. Mit der Vorstellung gehen wir von unserer eigenen Produktionserfahrung aus: Der Mensch als der Schöpfer von Faustkeil und Computer ist ja auch um ein Viel-Vielfaches größer,, wichtiger, komplizierter als seine Produkte.

Das ist ein Trugschluss, unsere eigene Produktionserfahrung ist zu gering: In 200 Jahren werden wir Roboter und andere Geräte produzieren, die komplizierter sind als wir! Wir brauchen bloß gedanklich die Produktionsgeschichte in die Zukunft zu extrapolieren.

Die Natur selber führt uns die Produktionstechnik im größeren Rahmen direkt vor unserer Nase vor: mit der EVOLUTION! Die zeigt uns, dass die Produktion nicht vom Komplizierten zum Einfachen geht, sondern genau umgekehrt: Vom Einzeller zum Primaten, vom Urknall zum Universum heute, vom Nichts zum Sein.

Aber aus dem Nichts kommt nichts, das ist doch Unsinn, wirst du sagen! Weißt du's? Was wissen wir schon von der Beziehung zwischen dem Nichts und der Fülle? Was wissen wir von der nullten Dimension, aus der die Dimensionen kommen?

Deine Antwort ist: Gott. Und woher kommt der? Der braucht nicht erschaffen zu werden, der ist ewig. Aber wieso ist er? Weil es so sein muss. Damit alte, wenn auch eindeutig falsche, Vorstellungen bestehen bleiben. Zum Thema Gott brauchst du plötzlich keine Erklärungen. Gott haben wir immer da Platz geschaffen, wo unsere Erkenntnis nicht war. In der Sonne, im Wetter, in den Tieren. Diese Götter sind verschwunden, weil das Licht unserer Erkenntnis sie vertrieb. Aber da, wo unsere Erkenntnis noch nicht so richtig ist, da hockt er für die Gläubigen immer noch herum. Gott, der Dunkelmann. Er ist nicht das Licht - das ist das Wesen der Erkenntnis! Gibt dir das nicht zu denken?

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Flat ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 08:46
#84 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Moin,

das gibt mir schon lange zu denken. Nur mit einem anderen Ergebnis wie bei Dir.

Du hast keinerlei Probleme, an zeitlose Zeiten, Null-Dimensionen und ähnliches zu glauben. Wilde Theorien ohne jeden Beweis. Aber einen Gott, das ist unmöglich für Dich. Konsequent ist das nicht (da sind Agnostiker deutlich konsequenter).

Du übersiehst andere Gesetzmäßigkeiten bei Deiner Evolution: Wir kennen keine andere Erscheinungsform als 'Zeit'. Wir kennen keine Nichtzeit. Dennoch gehst Du von ihr aus. Während Du also an den Beobachtungen bei der Evolution klebst, ignorierst du die Beobachtungen bei der Zeit.

Und woher willst Du wissen, ob wir wirklich etwas produzieren werden, was größer als wir selbst sind? Du spekulierst wild (und übersiehst dabei u.a., dass wir erst 10 % unseres Gehirns überhaupt nutzen)


Und nein, Evolution geht nicht zwingend vom einfachen zum komplizierten. Diese Evolution ist in der Tat derzeit auch nur eine Theorie. Die Evolution im Kleinen, die wir beobachten können, geht in Richtung optimale Anpassung und die kann in beide Richtungen gehen. Bei den Dinosauriern ging Evolution z.B. mal nicht in Richtung Kompliziertheit sondern in Richtung Größe.

Auch denkst Du sehr in Richtung Säugetiere. Pilze sind eine der erfolgreichsten Entwicklungen der Erdgeschichte (das übersehen wir in unserer menschlichen Arroganz nur gern). Kompliziert sind sie eigentlich nicht und viel getan hat sich da auch nicht mehr. Dein Blick ist hier, weil du ein bestimmtes Ergebnis haben willst, schlicht eingeengt.


Ich habe das Gefühl, dass Du Deinen Glauben verloren hast, weil Du von neuen Erkenntnissen rückwärts geschaut hast und es passte nicht. Okay, das kann man machen.

ich habe meinen Glauben verändert, weil ich versuche, die Entwicklung nicht von meinem heutigen Standort zu verstehen sondern mich gedanklich zurück versetze und dann nach vorn schaue.

Vielleicht kommt daher auch unsere so unterschiedliche Sichtweise und Erkenntnis.


Aber Deine Beiträge hier zeigen mir, dass bei Dir sehr viel Glauben vorhanden ist an alles mögliche, nicht Bewiesene. Nur eben nicht mehr an Gott. Gut, auch das ist okay. Nur eben tust Du so, als wenn das der einzig logische Weg wäre. Und das ist bei den Voraussetzungen eben nicht logisch.

Tschüss

Jörg

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.337

10.10.2013 08:58
#85  Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Flat
Du hast keinerlei Probleme, an zeitlose Zeiten, Null-Dimensionen und ähnliches zu glauben. Wilde Theorien ohne jeden Beweis. Aber einen Gott, das ist unmöglich für Dich. Konsequent ist das nicht (da sind Agnostiker deutlich konsequenter).

Meine Theorie ist immerhin aus feststehenden Erkenntnissen logisch abgeleitet. Gott ist unlogisch abgeleitet!

Zitat
Wir kennen keine Nichtzeit. Dennoch gehst Du von ihr aus.

Kann ich auch: Die (für dieses Universum relevante) Zeit ist durch ihn entstanden, also vor so 13 Mrd. Jahren. Und der ganze Raum-Zeit-Kladderadatsch ist aus einem raum- und zeitlosen Zustand entstanden. Logisch, oder?

Zitat
Diese Evolution ist in der Tat derzeit auch nur eine Theorie.

Sie überzeugt mich mehr, als eine Theorie von der Gottesexistenz.

Zitat
Ich habe das Gefühl, dass Du Deinen Glauben verloren hast, weil Du von neuen Erkenntnissen rückwärts geschaut hast und es passte nicht.

Mit den "neuen Erkenntnissen" habe ich die Wirklichkeit gesehen. [

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Flat ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 09:05
#86 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Moin,

nein, Deine Erkenntnisse sind mitnichten feststehend. Weder haben wir die Evolution auch nur annähernd verstanden noch gar Ursprung des Universums. Du hast Dir nur abgewöhnt, hier genauso zu hinterfragen und zu zweifeln wie Du es beim Glauben tust. Du handelst damit in Bezug auf Deine Theorien auch nicht wissenschaftlich sondern wie ein Wissenschaftsgläubiger.

Das Dich eine Theorie mehr überzeigt als eine andere ist okay. Nur kein Beleg für die Richtigkeit der entsprechenden Theorie.

Und ich habe das Gefühl, wenn Du nicht mehr weiter weißt, aber etwas unbedingt behaupten willst, schreibst Du kursiv.

Du hast keine Wirklichkeit gesehen. Du vermutest etwas an Hand von sehr unsicheren Beobachtungen.

Tschüss

Jörg

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.337

10.10.2013 09:38
#87 Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Flat
Du handelst damit in Bezug auf Deine Theorien auch nicht wissenschaftlich sondern wie ein Wissenschaftsgläubiger.

Stimmt, ich glaube an die Wissenschaft! Weil die das richtige Erkenntniskonzept hat und die Religion nicht! Die Wissenschaft zweifelt und drängt zur Falsifikation! Der Glaube verachtet den Zweifel und sucht nur die Bestätigung! Die Wissenschaft geht den Erkenntnispfad (Rede - Gegenrede, These - Antithese, Glaube - Zweifel), die Religion hingegen versperrt ihn sich!

Zitat
Und ich habe das Gefühl, wenn Du nicht mehr weiter weißt, aber etwas unbedingt behaupten willst, schreibst Du kursiv.

Ich schreibe das kursiv, was ich (akustisch) betone.
Ich habe das Gefühl, wenn du nicht mehr weiter weißt, aber unbedingt an deinem Glauben festhältst, dann suchst du bei mir nach Fehlern, um von deiner eigenen Glaubensunsicherheit abzulenken...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

StillillBill Offline




Beiträge: 220

10.10.2013 09:55
#88 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Ja, die Evolution ist eine Theorie und zwar eine wissenschaftliche Theorie, die man nicht mit der Alltagstheorie verwechseln sollte.
Der Glaube an Gott/Götter ist nicht mal eine Theorie sondern reine Mythologie.

Evolution = Menschen um den ganzen Globus beobachten, forschen, bestätigen, verwerfen, experimentieren ect.
Biblischer Gottglaube = Menschen um den ganzen Globus lesen ein altes Buch, von dem sie nicht mal wissen wer es geschrieben hat und dessen Geschichten sich als nicht wahr herausgestellt haben (bsp Auszug aus Ägypten u.ä.)

Hmmm...wer ist glaubhafter?

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„Seit er meinen Bruder kreuzigen ließ, um sich mit mir zu versöhnen,weiß ich, was ich von meinem Vater zu halten habe.“
Theodor Weißenborn

Und Jahwe war mit Juda, so daß er das Bergland eroberte. Die Bewohner der Ebene nämlich vermochte er nicht zu vertreiben, weil sie eiserne Wagen besaßen.
Richter 1:19

Flat ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 10:02
#89 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #87
Stimmt, ich glaube an die Wissenschaft! Weil die das richtige Erkenntniskonzept hat und die Religion nicht! Die Wissenschaft zweifelt und drängt zur Falsifikation! Der Glaube verachtet den Zweifel und sucht nur die Bestätigung! Die Wissenschaft geht den Erkenntnispfad (Rede - Gegenrede, These - Antithese, Glaube - Zweifel), die Religion hingegen versperrt ihn sich!


Moin,

an Wissenschaft glauben ist für mich ein Widerspruch in sich.

Und Du verwechselst 'Glaube' mit Deiner christlichen Sozialisation. So allgemein, wie Du es schreibst und damit für alle Glaubensarten gelten soll, ist es schlicht falsch.

Im Judentum gehört der Zweifel fest zum Glauben.
(über viele andere Glauben kann ich mangels Wissen nichts sagen, aber ich denke nicht, dass das Judentum hier die einzige Ausnahme ist)

Rede-Gegenrede, These-Antithese: Du beschreibst da gerade den Aufbau eines Teils des jüdischen Talmuds. Genau das ist teilweise der dortige Schreibstil und Argumentationsstil.


Auch hier bist Du mitnichten so wissenschaftlich wie Du hier gerne tust: Du urteilst pauschal über etwas, was Du nicht kennst. Wo ist da Erkenntnis und Zweifel bei Dir?

Wie willst Du mit Wissenschaft ernsthaft den Glauben in Zweifel ziehen, wenn Du wissenschaftliche Methoden überhaupt nicht anwendest.

Du warst Gläubiger und willst jetzt Atheist sein und nur noch Wissenschaft gelten lassen. Das bist Du aber nicht. Du hast den Glauben nicht überwunden. Du hast ihn nur neu ausgerichtet. Was an sich okay ist, nur hast Du Dir da ein Feld (Wissenschaft) ausgesucht, wo Glaube nichts zu suchen hat. Und das macht es -tschuldigung- wirr.

Tschüss

Jörg

Flat ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 10:06
#90 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von StillillBill im Beitrag #88

Hmmm...wer ist glaubhafter?



Moin, glaubhafter ist natürlich der Glaube.

Wissenschaft und Glaube sind 2 Dinge, die man nicht miteinander vergleichen kann. Und die sich auch nicht gegenseitig widerlegen können. Sie existieren nebeneinander.

Tschüss

Jörg

Dopamin Offline



Beiträge: 228

10.10.2013 11:17
#91 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Tach. die Wissenschaft ist meines erachtens zwar spannend und in gewissen hinsichten aufschlussreich, kratzt bis anhin aber nur an der Oberfläche. ständig werden Theorien verworfen neue Sachen entdeckt und eigentlich wird mit jeder neuen Entdeckung nur eins klarer. wir haben noch gar keine Ahnung von gar nichts
aber wenn ich mir die Geistergeschichten von gläubigen aller welt so reinziehe, lügen über lügen, naive und oftmals einfach saublöde, einfältige Schauermärchen, dann halte ich mich doch lieber an die Wissenschaft.

Heureka

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

10.10.2013 11:52
#92 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von flat
Du handelst damit in Bezug auf Deine Theorien auch nicht wissenschaftlich sondern wie ein Wissenschaftsgläubiger.


Das Prinzip der Religion lautet: "Stelle niemals Fragen. Glaube einfach, was man dir sagt."
Das Prinzip der Wissenschaft lautet: "Stelle immer Fragen. Glaube nie einfach, was man dir sagt, sondern prüfe, ob es wahr sein könnte."
Welches Verfahren ist wohl gescheiter?

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Glaubst du noch oder denkst du schon?

Flat ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 12:58
#93 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #92
Das Prinzip der Religion lautet: "Stelle niemals Fragen. Glaube einfach, was man dir sagt."
Das Prinzip der Wissenschaft lautet: "Stelle immer Fragen. Glaube nie einfach, was man dir sagt, sondern prüfe, ob es wahr sein könnte."
Welches Verfahren ist wohl gescheiter?



Moin,

ich halte es zunächst einmal für gescheit, wenn Du lesen würdest, was ich an Gysis Adresse geschrieben habe.

Dann würde sich deine Frage wahrscheinlich erledigen.

Tschüss

Jörg

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

10.10.2013 13:00
#94 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Die Theisten glauben an einen Gott,
die Atheisten an den Zufall.
Beides ist logisch nicht zu verstehen.
Der Zufall ist der Gott der Atheisten.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

10.10.2013 14:07
#95 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

[

Zitat von Reisender im Beitrag #94
Die Theisten glauben an einen Gott,
die Atheisten an den Zufall.
Beides ist logisch nicht zu verstehen.
Der Zufall ist der Gott der Atheisten.


Zufall als negativer Begriff:

Die Verwendung des Begriffs Zufall in der Evolutionstheorie im Sinne von plan-, ziel- und sinnlos ist eine negative Behauptung ohne jede Substanz. Die theoretische Ablehnung einer lenkenden Kraft bzw. eines Gottes oder überhaupt einer Kausalität hat wie jede negative Behauptung keinen eigenen Aussagegehalt. Der in der Evolutionslehre so verwendete Begriff bleibt auch dann gehaltlos, wenn er mit dem Faktor (angeblicher) Notwendigkeit kombiniert wird, denn Gehaltloses mal Gehaltvolles ergibt stets Gehaltloses.

Dopamin Offline



Beiträge: 228

10.10.2013 14:11
#96 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Ich bin Atheist, aber ich "glaube" nicht an den Zufall. Unser normatives hier und jetzt ist die logische Entwicklung der physikalischen Tatsachen. Dazu zähle ich auch den sogenannten "freien Gedanken".
Der Zufall ist bloss ein Wort für nicht ohne weiteres erklärbare Geschehnisse die zu komischen Zeitpunkten eintreffen. An sowas glaube ich nicht.

Heureka

Dopamin Offline



Beiträge: 228

10.10.2013 14:21
#97 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

hoplla , positives hier und jetzt wollte ich schreiben

Heureka

Geodei ( gelöscht )
Beiträge:

10.10.2013 14:49
#98 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Beides ist logisch und sehr einfach zu verstehen, Reisender.
Aber nicht für Leute, die immer von "der Wissenschaft" reden, wenn sie die Naturwissenschaften meinen.
Die Wissenschaft als eine alles umfassende Welt-anschauliche Instanz gibt es nämlich gar nicht.

Die Wissenschaften sind von einander klar abgegrenzte Forschungsbereiche! Eine solche Aussage, dass die
Wissenschaft dies und jenes und nichts genaues behaupten würde und es dazu auch Wissenschaftsgläubige gäbe, zeigt nur,
dass der Betreffende selbst ein solch Gläubiger ist, der dann auch die Nummerologie für eine übergeordnete und seriöse
Wissenschaft hält.
Aber was solls, einem solchen Flächen der Logik der ein höheres Weltenprinzip für eher wahrscheinlich hält, als zuerst ein einfach nur natürliches, dreht sich ohnehin die ganze Welt nur um die eigene höhere Egozentrik.

Dopamin Offline



Beiträge: 228

10.10.2013 15:14
#99 RE: Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Die Wissenschaft beruht sich auf Logik und Tatsachen, während der Glaube sich auf glauben beruht. Ich denke dass man auf wissenschaftliche Weise die Welt verstehen kann. Das Verständnis kommt vom begreifen des Wissen, dass die Wissenschaft, in welchem Forschungsbereich auch immer, erarbeitet hat.

Heureka

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.337

10.10.2013 15:33
#100 Baum des Lebens und Baum der Erkenntnis von Gut und Böse Antworten

Zitat von Flat
Moin, an Wissenschaft glauben ist für mich ein Widerspruch in sich.

Glaube und Glaube sind zwei verschiedene Dinge, das weißt du doch selbst! An den Frieden, die Liebe oder die Menschen an sich zu glauben, ist doch was anderes als religiös an Gott zu glauben! 'Ich glaube, mein Hamster bohnert!' ist auch wieder was anderes.

Ich kann nicht alles wissen, weil die Wissenschaft mir nicht alles an Wissen geben kann. Sie ist noch nicht so weit. Aber ich kann extrapolieren, vermuten, Wahrscheinlichkeiten abschätzen, manchmal sogar errechnen, ich kann also das große Feld der FORSCHUNG betreten - und das der Philosophie. Auf DEM BODEN glaube ich. Was ist nicht weiß, muss ich glauben oder bezweifeln. Die Erkenntnistechnik der Religionen bezweifele ich. Sie hat nichtmal eine. Die Wissenschaft aber wohl! Und der traue ich. Ich VERTRAUE der Wissenschaft! Dieses Vertrauen ist keine Metamorphose des religiösen Gottglaubens...

Zitat
Auch hier bist Du mitnichten so wissenschaftlich wie Du hier gerne tust: Du urteilst pauschal über etwas, was Du nicht kennst. Wo ist da Erkenntnis und Zweifel bei Dir?

Ich zweifle aber nicht an der Nichtexistenz eines Gottes! Ich sehe keinen Grund dazu! Die Funktion des GEGENREDNERS haben die Gläubigen! Deshalb habe ich dieses Forum hier aufgemacht, anno 2005! Aber du kannst doch nicht von mir verlangen, dass ich hier etwas vertrete, was ich nicht weiß, nicht annehme und nicht glaube und auch nicht etwas glaube - oder mit einem kleinen 'vielleicht' eine Option einräume! Das müssen Gläubige wie du machen! Überzeugt mich, überzeugt die anderen User, überzeugt die Welt! Warum ist das so schwer? Mit Gott an eurer Seite...

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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