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Dieses Thema hat 14 Antworten
und wurde 661 mal aufgerufen
 Weltliche Ideologien + Politik
Sdhta Offline




Beiträge: 143

21.11.2013 18:27
Alternative zum Kapitalismus Antworten

Inwieweit das hier reinpasst, kann ich nich sagen, aber es ist definitv eine revolutionäre Weltregelung, die uns alle betrifft, natürlich zum positiven - außer den geldgierigen Profiteure aus den obersten Schichten.
Die Idee finde ich seehr interessant und hoffe auf eine angeregte Diskussion und Meinungen,

da dies uns alle DIREKT BETRIFFT !

http://www.williweise.de/

(womöglich kennt dies schon der ein oder andere, wär' umso besser)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

21.11.2013 19:21
#2  Alternative zum Kapitalismus Antworten

Könntest du eine kurze Zusammenfassug als Einleitung geben? Oder als Schlussresümee? Das wäre nett.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

22.11.2013 14:16
#3 RE: Alternative zum Kapitalismus Antworten

Das ist nicht neu.
Im Hochmittelalter gab es Freigeld das in Abständen verrufen (entwertet) wurde.
Es war eine Zeit wirtschaftlicher Hochblüte, die Zeit der großen gotischen Kirchen.
Mit der Zeit stieß das System wohl an seine Grenzen.

Im 12. Jahrhundert hat Erzbischof Wichmann von Magdeburg mit der Ver- rufung des Geldes begonnen und sie in Abständen von wenigen Jahren immer neu wiederholen lassen. Dabei behielt er jeweiligen 25 Prozent des zum Umtausch vorgelegten Geldes zurück – als Schlagschatz, wie man das nannte, also als Entschädigung für das Neuprägen („Schlagen”) der Münzen. Ob das als eine Steuermaßnahme, ob es als Belebung des Geldumlaufes und ein Mittel gegen das Geldhamstern gedacht war, ist heute wohl kaum mehr zuverlässig festzustellen. (Siehe darüber ausführ- lich in „Vorwärts zur festen Kaufkraft des Geldes und zur zinsbefreiten Wirtschaft”, Abschnitt: „Die Brakteaten, das Freigeld des Mittelalters”, von Fritz Schwarz, Bern, 1931.) Jedenfalls aber haben diese Geldverru- fungen damals Wunder gewirkt – „ein wahrer Völkerfrühling brach an”, schreibt Damaschke, und R. H. Francé bezeichnet die damit erreichte Kul- tur besonders in den Kleinstädten als einen Gipfelpunkt der kulturellen Entwicklung Europas; es war die Zeit der Frühgotik.

Siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Umlaufgesichertes_Geld

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

22.11.2013 15:52
#4 RE: Alternative zum Kapitalismus Antworten

Wir sind ja bereits auf diesem Weg und genau das ist unser Problem!
Der Wert des Geldes verfällt rapide und nur noch der Besitzer von Produktionsmitteln und Sachwerten kann sich beruhigt zurücklehnen.
Freigeld bedeutete pure Staatssklaverei, vollkommene Staatsabhängigkeit, totale Ausbeutung der Arbeiterschaft keinerlei individuelle Freiheit mehr und den totalen "Sachwertkapitalismus".
Schöne neue Welt...
Solche Utopien haben immer in die Katastrophe geführt und werden immer in die Katastrophe führen.

Zitat
Es war eine Zeit wirtschaftlicher Hochblüte, die Zeit der großen gotischen Kirchen.
Mit der Zeit stieß das System wohl an seine Grenzen.


Also eine Zeit der totalen Ausbeutung!

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Sdhta Offline




Beiträge: 143

23.11.2013 13:47
#5 RE: Alternative zum Kapitalismus Antworten

Ja kurzgefasst geht es um einen Lösungsvorschlag zu dem großen Problem des Kapitalismus, was immer wieder von verschiedensten Autoren auch in Büchern behandelt wird, siehe Sahra Wagenknecht oder Dirk Müller etc.
Jedes Jahr zahlen wir ca. 420 Millionen Euro oder Milliarden, müsste man nochmal nachschauen, Zinsen ! und die Schulden steigen stetig weiter..
Die Arm-Reich Schere wird immer größer! Durch die Lüge: Geld arbeitet von alleine, dass bedeutet jeder, der viel Geld besitzt (siehe die obersten Schichten, ein winzig kleiner Prozenteil der Menschen, die ca. die Hälfte des gesamten Geldes besitzen)
wird durch das System, das wir haben, immer und immer reicher und die Kleinen haben es immer schwerer. Diejenigen, die Geld verleihen, werden immer reicher und wie ist man anfänglich denn so reich geworden? Eben nur durch diese Zinsen! Nur dafür dass Geld gedruckt wird, sind sie reich, UND WIR, die eigentlich alle Werte erbringen, werden geknechtet und abgezockt für die, die NICHTS tun, außer zocken, spekulieren etc. etc.
Das Problem ist, alles ist vergänglich(siehe Lebensmittel, Rohstoffe, Stichwort Abschreibungen), dieser naturwissenschaftliche Ansatz müsste auch beim Geld angewendet werden, dann könnte man nicht unmengen an Reichtümern horten! Man müsste es ausgeben, denn sonst verliert es seinen Wert, man bekäme fließendes Geld! auch die Banken werden zu Ihrem eigenen Interesse bereitwilliger das Geld weiterleiten usw. also sehr ausgeklügelt, ein von vielen Lösungsvorschlägen, aber lest selbst diesen Ansatz mal durch...

Nachtrag:
(z.b. Dirk Müller)
http://www.youtube.com/watch?v=i-6gr_10NZU

http://www.youtube.com/watch?v=spd1htBKeZQ

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

23.11.2013 15:27
#6 RE: Alternative zum Kapitalismus Antworten

Dass durch das Zinssytem die Reichen im Vorteil sind ist sicher unbestritten, es darauf zu reduzieren ist aber zu simpel.
Das Ganze System der Lebensversicherung und der Kapital-Rentenversicherung von Millionen Normalverbrauchern hängt daran,
sowie das Ansparen für größere Anschaffung. Es gibt sehr viel zu beachten, wenn man das derzeitige Geldsystem aufgeben möchte.
Das die Armen aber reich werden, wenn man die Reichen arm macht, ist eine unsterbliche sozialistische Utopie.

Sdhta Offline




Beiträge: 143

23.11.2013 15:51
#7 RE: Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Du hast es entweder nich verstanden oder wohl eher nich angeschaut siehe links. Den Staat betrifft das natürlich nicht (mit 0,5% Abschreibung & Sozialleistungen usw)
der Staat sollte auch die Kontrolle haben und sich nicht von privaten Reichen abhängig machen und an der Nase herumführen lassen!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

23.11.2013 15:58
#8 RE: Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Zitat von Sdhta im Beitrag #7
Du hast es entweder nich verstanden oder wohl eher nich angeschaut siehe links. Den Staat betrifft das natürlich nicht (mit 0,5% Abschreibung & Sozialleistungen usw)
der Staat sollte auch die Kontrolle haben und sich nicht von privaten Reichen abhängig machen und an der Nase herumführen lassen!


Mag sein, es fehlt mir wohl an umfassenden Volkswirtschaftlichen Kenntnissen, um die ganze Tragweite des
Systems zu verstehen. Ich bin Techniker, kein Finanzvolkswirt.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

23.11.2013 16:13
#9 RE: Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #4
Wir sind ja bereits auf diesem Weg und genau das ist unser Problem!
Der Wert des Geldes verfällt rapide und nur noch der Besitzer von Produktionsmitteln und Sachwerten kann sich beruhigt zurücklehnen.
Freigeld bedeutete pure Staatssklaverei, vollkommene Staatsabhängigkeit, totale Ausbeutung der Arbeiterschaft keinerlei individuelle Freiheit mehr und den totalen "Sachwertkapitalismus".
Schöne neue Welt...
Solche Utopien haben immer in die Katastrophe geführt und werden immer in die Katastrophe führen.

[quote]Es war eine Zeit wirtschaftlicher Hochblüte, die Zeit der großen gotischen Kirchen.
Mit der Zeit stieß das System wohl an seine Grenzen.

Also eine Zeit der totalen Ausbeutung![/quote]

Ach ja, die Ausbeutung.
Die Löhne der Gesellen wurden von den Zünften festgelegt.
Die Dombauhütten verfügen teilweise noch über alte Unterlagen und Lohnlisten aus dem 13. Jahrhundert.
So betrug der Wochenlohn eines Steinmetzgesellen den Gegenwert von neunzehn Pfund Fleisch.
Und Fleisch war auch damals das teuerste Lebensmittel.
Gute Fachleute haben eben auch damals gut verdient, und Handlanger eben wenig, nicht anders als heute.

Sdhta Offline




Beiträge: 143

23.11.2013 21:54
#10 RE: Alternative zum Kapitalismus. Antworten

@Gysi

Zitat von Gysi
Könntest du eine kurze Zusammenfassug als Einleitung geben? Oder als Schlussresümee? Das wäre nett.


ach ja die Zusammenfassung bzw. geforderte "Einleitung", falls übersehen:

Ja kurzgefasst geht es um einen Lösungsvorschlag zu dem großen Problem des Kapitalismus, was immer wieder von verschiedensten Autoren auch in Büchern behandelt wird, siehe Sahra Wagenknecht oder Dirk Müller etc.
Jedes Jahr zahlen wir ca. 420 Millionen Euro oder Milliarden, müsste man nochmal nachschauen, Zinsen ! und die Schulden steigen stetig weiter..
Die Arm-Reich Schere wird immer größer! Durch die Lüge: Geld arbeitet von alleine, dass bedeutet jeder, der viel Geld besitzt (siehe die obersten Schichten, ein winzig kleiner Prozenteil der Menschen, die ca. die Hälfte des gesamten Geldes besitzen)
wird durch das System, das wir haben, immer und immer reicher und die Kleinen haben es immer schwerer. Diejenigen, die Geld verleihen, werden immer reicher und wie ist man anfänglich denn so reich geworden? Eben nur durch diese Zinsen! Nur dafür dass Geld gedruckt wird, sind sie reich, UND WIR, die eigentlich alle Werte erbringen, werden geknechtet und abgezockt für die, die NICHTS tun, außer zocken, spekulieren etc. etc.
Das Problem ist, alles ist vergänglich(siehe Lebensmittel, Rohstoffe, Stichwort Abschreibungen), dieser naturwissenschaftliche Ansatz müsste auch beim Geld angewendet werden, dann könnte man nicht unmengen an Reichtümern horten! Man müsste es ausgeben, denn sonst verliert es seinen Wert, man bekäme fließendes Geld! auch die Banken werden zu Ihrem eigenen Interesse bereitwilliger das Geld weiterleiten usw. also sehr ausgeklügelt, ein von vielen Lösungsvorschlägen, aber lest selbst diesen Ansatz mal durch...

Nachtrag:
(z.b. Dirk Müller)
http://www.youtube.com/watch?v=i-6gr_10NZU

http://www.youtube.com/watch?v=spd1htBKeZQ

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

24.11.2013 08:58
#11  Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Es ist die Arbeit, die die ökonomischen Werte schafft. Also sollte die Finanzwirtschaft nicht von der Arbeit abgekoppelt sein. Sie dürfte nicht von der Wirtschaft abgekoppelt sein und ein eigenes Universum bilden. Sie schafft Vermögen ohne Arbeit, und das ist falsch.

Was ist aber neu an der hier eigestellten Theorie?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Sdhta Offline




Beiträge: 143

27.11.2013 16:48
#12 RE: Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Das Geld soll auch mit abgeschrieben werden, siehe Link + aufhebung der Zinsen wie Zinsezins usw.
Das Problem ist, alles ist vergänglich(siehe Lebensmittel, Rohstoffe, Stichwort Abschreibungen), dieser naturwissenschaftliche Ansatz müsste auch beim Geld angewendet werden, dann könnte man nicht unmengen an Reichtümern horten! Man müsste es ausgeben, denn sonst verliert es seinen Wert, man bekäme fließendes Geld! auch die Banken werden zu Ihrem eigenen Interesse bereitwilliger das Geld weiterleiten, nur für den Staat gilt diese Abschreibung des Geldes von 0,5% nicht usw. also sehr ausgeklügelt, ein von vielen Lösungsvorschlägen, aber lest selbst diesen Ansatz mal durch...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

27.11.2013 17:05
#13 Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Das ist alles gut gedacht, aber es ist nichts Neues. Der Autor tut nur so. Karl Marx war schon auf der Schiene, nur dass man ihn zu sehr missverstanden hat - seine Apologeten und auch seine Feinde. Die Chinesen gegen jetzt ökonomisch einen guten Weg: Mehr Marktwirtschaft zulassen, aber alles unter staatlicher Kontrolle. Ökonomisch werden die uns bald überlegen sein. Nicht nur, was die Produktionsmenge betrifft. Es geht um die ökonomische Stabilität und eine sinnvolle Produktion.

Papst Franziskus prangerte den "Konsumtionismus" an. Das geht auch auf die Schiene, nicht so viel sinnentleeren Konsummüll zu produzieren und zu kaufen. Große Klasse, dieses Postulat, echt! Nur: Bringt seine Ansage was?

"Das Geld soll mit abgeschrieben werden". Wie soll ich das verstehen? Dass das Geld abgeschafft werden soll?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Sdhta Offline




Beiträge: 143

27.11.2013 17:16
#14 RE: Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Ja das ist wahr, wir werden so immer mehr lediglich zu Konsumenten degradiert, mit dem ausbeuterischem System.

Zitat
"Das Geld soll mit abgeschrieben werden". Wie soll ich das verstehen? Dass das Geld abgeschafft werden soll?


Nein, das nicht. Das Geld hat ja einen guten Sinn und Zweck, wenn es nicht "vergöttlicht" wird, wie's heißt. Das ist ne kurze Erklärung/Zusammenfassung von alldem als Pdf : http://www.williweise.de/data/files/will..._30_06_2011.pdf

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

27.11.2013 17:33
#15 Alternative zum Kapitalismus. Antworten

Zitat von Sdhta
Das Geld hat ja einen guten Sinn und Zweck,

Eben! Es ist das Zertifikat für geleistete Werteproduktion: Arbeit. Damit kann man andere Waren einkaufen gehen. Wer aber nichts getan hat, als nur zu zocken, der sollte auch keine zusätzlichen Konsum-Zertifikate bekommen dürfen.

Eigentlich sind alle Zinsen - auch die Sparbuchzinsen - Wertabschöpfungen fürs Nichtstun. Aber das muss man differenzierter sehen: Was gespart wird, kann auch an Krediten verteilt werden. Das Geld "arbeitet".
Es kommt auf den Umfang der Finanzwirtschaft an, wie immer. Das Geldvolumen muss unter der Kontrolle zentraler Institutionen stehen. Das waren mal die Zentralbanken. Da man denen aber offenbar nicht trauen kann, muss der Staat transparent die Kontrolle übernehmen. Die undurchsichtig und immer komplizierter gewordenen Kreditgeschäfte lassen das Geldvolumen ungebremst in die Höhe schießen - bis zu Crash. Und das ist nicht gut.

Kredite aufnehmen ist notwendig. Schulden machen wird aber zum Würgegriff, wenn du sie nicht mehr zurückbezahlen kannst. Und die Staaten haben sich auch alle zu sehr verschuldet, in der Hoffnung, damit eine blühende Vollbeschäftigung zu schaffen. Wir sind aber alle daran gebunden, diese immensen Schulden irgendwann mal zurückzuzahlen. Wir erdrücken uns selber mit zu vielen Pflichten, ohne zu sehen, was wir mit unserer immer höher werdenden Produktivität für großartige Sachen anstellen könnten.

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