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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 84 Antworten
und wurde 2.620 mal aufgerufen
 Christentum
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Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2014 13:26
#26 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #25
Sagt jemand: Gott ist wirklicher als dieser Tisch hier, so ist das ein schiefer Ausdruck.

.. Eine dogmatische Behauptung ist nicht länger als diese willkürliche Behauptung, für die es keine Belege gibt , daß sie wahr ist ..

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

23.12.2014 17:24
#27 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
.. bitte woher willst du wissen , daß die Gleichnisse von Jesus , so wie sie in der Bibel stehen auch richtig und wahr sind ...

@Glaubensqualle,
Gleichnisse sind zunächst, wie der Name schon andeutet, dazu da, Gegenüberstellungen von Menschen, ihren Gedanken und Taten aufzuzeigen! Die "Wahrheiten" solcher Geschichten werden von denen, die es direkt betrifft, leicht erkannt.
Ein Gleichnis über einen hartherzigen Geizhals kann also den Großzügigen in keiner Weise ansprechen oder berühren, weil er sich darin einfach nicht spiegeln kann.
Die Gleichnisse Jesu sind speziell lebensnahe, psychologische und keine mathematischen Wahrheiten, zeigen sie uns, auch noch nach über 2000 Jahren, dass der Mensch sich wenig in seinen Grundzügen verändert hat, verändern konnte.
Gruß von Reklov

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

24.12.2014 10:25
#28 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #27
Die "Wahrheiten" solcher Geschichten werden von denen, die es direkt betrifft, leicht erkannt.
.. so so so ... und wie ist es mit denen die eine solche "Wahrheit" nicht erkennen , die sind doof und müssen zahlen , oder wie oder was

Lichtbringer Offline

glaubnix


Beiträge: 1.394

12.05.2015 22:22
#29 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

@Galed, es gibt keinen allmächtigen und allwissenden Gott und somit hat sich auch die Frage erledigt „warum lässt Gott so etwas zu“!

Höhere Intelligenz gibt es schon, ist etwa so im Vergleich wie Affe-Mensch.

Beispiel: Ein Affe klaut einem andern Affen die Banane, der stärkere Affe wird daraufhin bösartig und killt den Anderen.
Würdest du nun als göttlicher Mensch den ausgerasteten Affen für seine Tat bestrafen und ihm „weil er so ein Egoist war“ das Fell über die Ohren ziehen?

Diese Geschichte könnte man auch Lehrstunde bzw. als Exempel interpretieren, d.h. man nimmt nicht ungestraft, ohne zu fragen, einem stärkeren Kollegen einfach so die Banane weg.

Ebenso ist es mit den Menschen die sich gegenseitig Bekriegen, d.h. unvernünftige Kreaturen haben den Tod verdient, bzw. wer anpassungsfähig ist, überlebt länger.

In Sachen Naturkatastrophen, können die höheren Mächte auch nichts ausrichten oder was kannst du dagegen tun, wenn eine Flutwelle eine Ameisenkolonie zerstört?

--------------------------------------------------
Religion ist das, was die Armen davon abhält, die Reichen umzubringen.
--------------------------------------------------

Meine Toleranz ist grenzenlos, aber nicht gegenüber den Intoleranten!

gapping Offline



Beiträge: 613

12.05.2015 22:50
#30 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Da es Gott nicht gibt kann er auch nicht gleichgültig oder gefühllos sein.
Gott ist eine Lüge.

Gruß gapping

Joe Offline



Beiträge: 12

14.01.2016 13:34
#31 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Niemand kann mit Sicherheit sagen, ob es Gott gibt oder nicht.
Eine Lüge setzt immer Vorsatz voraus. Die meisten Gläubigen sind tatsächlich von der Existenz Gottes überzeugt. Und zu der Zeit, als Religionen entstanden, war dies mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht anders.

Gott ist somit sicherlich keine Lüge. Möglicherweise aber Irrtum. Möglicherweise auch nicht.

Gott, sollte es ihn geben, muss etwas sein, das vom Menschen nicht begriffen werden kann, da er außerhalb der Natur stehen muss, wenn er denn Gott sein soll. Ein Bereich, den der Mensch nicht denken kann.

Ich meine, es ist müßig darüber zu streiten, ob es Gott gibt oder nicht, ob er gleichgültig und gefühllos ist oder nicht. Man kann nur an ihn glauben oder nicht. Das alleine ist auch noch ziemlich bedeutungslos. Wichtig ist, was man aus seinem Leben macht. Und ob man hilft, die Welt um einen herum ein Stück besser zu machen. Wer dies ohne Glauben an Gott kann, verdient Anerkennung. Und wem der Glaube an Gott dazu verhilft, der hat Gott gefunden.

Dann ist es völlig egal, wer oder was Gott ist.

ceam Offline




Beiträge: 9

20.04.2016 17:24
#32 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Habt ihr je daran gedacht, dass die Seele aus dem Körper verschwindet, wenn etwas zu schlimm wird? Sodass nur mehr die Biomaschine übrig bleibt, damit alles so weiterlaufen kann wie bisher, ohne dass jemand leiden muss.

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

20.04.2016 18:19
#33 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Da es Gott nicht gibt kann er auch nicht gleichgültig oder gefühllos sein.
Gott ist eine Lüge.

gapping,

... wenn Du noch hinzugefügt hättest, es handelt sich hier um Deine persönliche Auffassung, hätten Deine Zeilen etwas mehr Gewicht. So aber stehst Du nicht anders da, als die hier so gerne belächelten "Religioten".
Eine "Lüge" kann moralisch übrigens nur entstehen, wenn man die Wahrheit kennt und diese dann bewusst verdreht. Frage an Dich: Kennst Du die allumfassende Wahrheit? (Auf Deine Antwort darf man also gespannt sein.)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

20.04.2016 18:24
#34 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Habt ihr je daran gedacht, dass die Seele aus dem Körper verschwindet, wenn etwas zu schlimm wird? Sodass nur mehr die Biomaschine übrig bleibt, damit alles so weiterlaufen kann wie bisher, ohne dass jemand leiden muss.

ceam,

... der Begriff der Seele war und ist nun mal mit der Transzendenz verbunden, und an ihn koppeln sich weiter führende Denkwege an. Einige im Forum werden Deinen Satz verstehen, andere können ihn nicht verinnerlichen.

Gruß von Reklov

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

21.04.2016 12:51
#35 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Was hier versucht wird ist das, was man "Theodizee" nennt. Es ist das alte und unlösbare Problem, Gott zu rechtfertigen und ihn von jeder Schuld reinzuwaschen.
Was wollt ihr: Nichts geschieht gegen Gottes Willen! Das ist allgemeine anerkannte Lehre. Daraus ergibt sich: Jedes Unglück, jede Krankheit, ja sogar jedes Verbrechen ist gottgewollt. Gott will es, denn sonst könnte es nicht geschehen.
Das ist so simpel und klar wie 1+1=2

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Reklov Offline




Beiträge: 4.399

22.04.2016 10:47
#36 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Das ist allgemeine anerkannte Lehre. Daraus ergibt sich: Jedes Unglück, jede Krankheit, ja sogar jedes Verbrechen ist gottgewollt. Gott will es, denn sonst könnte es nicht geschehen.
Das ist so simpel und klar wie 1+1=2

Ahriman,

... allgemein anerkannt? Wie kommst Du auf so etwas? - Wir leben in der uns geschenkter Freiheit und sind (in der Regel) für Konsequenzen unserer Taten selbst verantwortlich.
So erkenne ich mich jedenfalls, wenn ich meinen Lebenslauf betrachte. Das, was auf mich zukam, wurde stets von mir ausgelöst. Bat ich um Hilfe, wenn ich in der Patsche saß, wurde sie mir auf individuelle Weise gewährt und ich konnte ohne großen Schaden weitermachen. Dies ist meine persönliche Erfahrung, die für Andere aber wenig bedeuten muss.
Unser Wille wird also stets nur dort ausgebremst, wo ältere Regeln der Natur schon lange ihre entsprechenden Weichen gestellt haben. Dieser Weichenstellung müssen wir uns allerdings unterwerfen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

22.04.2016 10:57
#37 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
.. Eine dogmatische Behauptung ist nicht länger als diese willkürliche Behauptung, für die es keine Belege gibt , daß sie wahr ist ..

Glaubensqualle,

... ein Tisch ist (wie auch der Mensch!) nur eine "temporäre Erscheinung", die irgendwann dem sicheren Zerfall preisgegeben ist. - Die Wortchiffre "Gott" wird vom Menschen aber mit ganz andere Attributen gedanklich in Verbindung gebracht!
Gruß von Reklov

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

22.04.2016 19:10
#38 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat von Reklov
... allgemein anerkannt? Wie kommst Du auf so etwas?


Du erstaunst mich. Stellst du dich bewußt dumm? Nicht geschieht gegen Gottes Wille. Es kann nichts geschehen, wenn er es nicht will. Steht sogar in der Bibel: Kein Spatz fällt vom Himmel, ohne daß er dabei ist. Schließlich ist Gott allmächtig und allwissend - behaupten seine Anhänger und Verkünder. Wie könnte etwas gegen den Willen eines Allmächtigen und Allwissenden geschehen?
Der logische Umkehrschluß ist unausweichlich: Alles was geschieht, jde Krankheit, jedes Unglück, jedes Verbrechen ist gottgewollt. Und wie die biblische Aussage vom Spatz uns zeigt: Bei jedem Verbrechen ist Gott als Zuschauer dabei.

Zitat von Reklov
Das, was auf mich zukam, wurde stets von mir ausgelöst.


Ach. Du glaubst im Ernst, du könntest gegen deines Gottes Willen handeln?

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Reklov Offline




Beiträge: 4.399

23.04.2016 19:51
#39 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Du erstaunst mich. Stellst du dich bewußt dumm? Nicht geschieht gegen Gottes Wille. Es kann nichts geschehen, wenn er es nicht will. Steht sogar in der Bibel

Ahriman,

...folgt man Deiner Annahme, so würde ja das Pflanzen des berüchtigten "Baumes der Versuchung", seine dramatischen Folgen für uns Menschen, samt der Kreuzigung des "Sohnes" so schon länger vorbereitet und auch gewollt gewesen sein!? -
Da dürfen einem aber schon berechtigte Zweifel kommen, sollte das der einzige Weg sein, der für uns Menschen, als Leidens- und Lernweg, konzipiert werden konnte.
Unsere Willensfreiheit würde ja dann überhaupt keine Rolle mehr spielen!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

23.04.2016 20:19
#40 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
.. so so so ... und wie ist es mit denen die eine solche "Wahrheit" nicht erkennen , die sind doof und müssen zahlen , oder wie oder was

Glaubensqualle,

... wenn z.B. ein Reicher teilen kann und nicht hartherzig auf seinem Geld sitzt, berühren ihn Gleichnisse über Geizhälse recht wenig. Ist aber einer Reicher geizig, kann ihn so ein Gleichnis evtl. zur besseren Einsicht bringen, weil er sich (im Idealfall) darin "erkennt". Gleichnisse illustrieren also psychologische Muster innerhalb unserer Gesellschaft und wer nicht ganz "doof" ist, erkennt auch ihren Sinn. - Wie und ob aber einer aber "bezahlen" muss, mag er am besten an seinem eigenen Lebensweg ablesen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

23.04.2016 20:23
#41 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Ach. Du glaubst im Ernst, du könntest gegen deines Gottes Willen handeln?

Ahriman,

... ansonsten, also ohne Willensfreiheit, wären ja all die zahlreichen verbrecherischen Verfehlungen in der Weltgeschichte willentliche, von Gott so eingeleitete Szenarien!?

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

24.04.2016 09:59
#42 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Muss es denn unbedingt ein gedachter Gott sein, der als Allmächtiger alle Wesen lenkt und steuert?

Angenommen, es hängt alles Geschehen von einem universellen Determinismus ab, dann müssten wir es als weiter unten in dieser "Hierarchie" einfach so akzeptieren.
Bewiesen ist diese Annahme natürlich ebenso wenig wie Gott (oder ein sonstiger Schöpfer oder Lenker).

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

24.04.2016 13:31
#43 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Angenommen, es hängt alles Geschehen von einem universellen Determinismus ab, dann müssten wir es als weiter unten in dieser "Hierarchie" einfach so akzeptieren.

Direktkontakt,

... dann wären aber auch Begriffe der Sünde oder gar eines "bösen" Verführers reine Illusionen unseres beschränkten Vorstellungsvermögens!

Zitat
Bewiesen ist diese Annahme natürlich ebenso wenig wie Gott (oder ein sonstiger Schöpfer oder Lenker).

Ob solche "Dinge" in den Kreis des Materiellen, der menschlichen Begrifflichkeit, damit auch in unsere Untersuchungsmethoden, ihre Anwendbarkeit und letztlich auch der damit verbundenen willkürlichen Zerstörung gelangen können, bleibt als Denkansatz für uns auf dem Tisch liegen!

Gruß von Reklov

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

24.04.2016 14:11
#44 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #42
Muss es denn unbedingt ein gedachter Gott sein, der als Allmächtiger alle Wesen lenkt und steuert?


Das tut er ja wohl nicht. Aber: Er will nicht, daß wir böse Sachen machen. Hat er selber gesagt. Wir machen sie aber trotzdem. Und er, obwohl allwissend und allmächtig, tut nicht das geringste dagegen. Wie geht das zusammen?
Unser Strafgesetzbuch sagt: Wer von einem Verbrechen Kenntnis erlangt und es ohne eigene Gefahr verhindern kann, das aber nicht tut, wird als Mittäter bestraft. Damit ist dieser Gott Komplize und somit ein Verbrecher.
Also: Wenn du siehst, daß gegenüber ein Einbrecher durchs Fenster klettert, und wenn du dann nicht die Polizei anrufst, wirst du wie dieser Einbrecher bestraft - falls das rauskommt. Gott ist allwissend, er sieht jeden Einbrecher. Aber er hat noch nie die Bullen angerufen. Vielleicht hat er seinen Spaß daran?

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.741

24.04.2016 15:48
#45 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #42
Muss es denn unbedingt ein gedachter Gott sein, der als Allmächtiger alle Wesen lenkt und steuert?

Angenommen, es hängt alles Geschehen von einem universellen Determinismus ab, dann müssten wir es als weiter unten in dieser "Hierarchie" einfach so akzeptieren.
Bewiesen ist diese Annahme natürlich ebenso wenig wie Gott (oder ein sonstiger Schöpfer oder Lenker).


Nur ist ein solcher Determinismus überhaupt nicht gegeben!

1. Weil so ein Universum wie das unsere, aus unendlich vielen Teilen besteht, die alle "gleichzeitig" nebeneinander existieren.
2. Weil unendlich viele gleichzeitig nebeneinander existierende Teile eines Universums unendlich viele Strukturen in all ihren Mustern ausbilden, von denen sogar die meisten niemals miteinander in Berührung kommen, sondern nur einige.
3. Weil diese relativ wenigen miteinander in Berührung kommenden Teile und deren Strukturen in ihrer jeweils eigenen Kausallinie gar nichts mit der Kausallinie/Kette anderer Teile und deren daraus gebildeten Strukturen gemeinsam haben.

4. Weil unser Universum ein dynamisches ist und nicht ein statisches, weswegen in diesem Universum ziemlich viel, wenn nicht sogar unendlich viel los ist.
5. Weil die treibende Kraft, die das ganze Universum "am Laufen" hält, eine ziemlich schwache Kraft ist, die wir Gravitation nennen und diese Kraft sich nicht einfach nur gleichmäßig auf alle kleinsten Teile verteilt, aus denen das ganze Universum besteht, sondern sich im Verhältnis ihrer jeweils eigen Ruhemasse. Was in unserem Fall dazu geführt hat, dass wir wesentlich mehr in die Höhe, als in die Breite gewachsen sind, da die Gesamtmasse unseres Planeten und die sich daraus ergebende Schwerkraft dies begünstigt.

Zufällig ist unser Planet Erde mit all seinen günstigen Bedingungen für das Leben nur ein Planet von Billionen anderen Planeten im ganzen uns "bekannten" Universum und wäre seine Gesamtmasse etwas größer, dann wären wir sehr wahrscheinlich nur "Kampfzwerge" mit sehr kurzen Beinen... von anderen Merkmalen ganz zu schweigen.


Auf Grund der 4 wesentlichen Naturkonstanten, die sich nicht gleichmäßig auf die Verteilung der Materie auswirken, sondern immer nur in Relation auf deren Beschaffenheit/Eigenschaft ist es völliger Schwachsinn sich an der Vorstellung von einem "Universellen Determinismus" fest zu fressen.
Auch schon ganz einfach deswegen, weil alle "Erscheinungen" im Universum nur durch die Verteilung der Masse bedingt sind und die ist eben nicht "gleichmäßig" über das ganze Universum verteilt...

-----
Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.399

24.04.2016 20:44
#46 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Auch schon ganz einfach deswegen, weil alle "Erscheinungen" im Universum nur durch die Verteilung der Masse bedingt sind und die ist eben nicht "gleichmäßig" über das ganze Universum verteilt...

Perquestavolta,

... naturwissenschaftlich ist dies u.U. korrekt in Sprache und Zahlen vermerkt. Die philosophische Frage zur ungleichmäßigen Verteilung der Masse aber lautet: Ist dies einer zufälligen "Laune" geschuldet oder das Ergebnis einer bewusst regulierenden Absicht?

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

25.04.2016 09:46
#47 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Die Frage von Reklov nach der "bewusst regulierenden Absicht" im Universum ist durchaus berechtigt, aber bisher ist die Existenz eines solchen "Wesens" nicht durch Indizien bewiesen.

Eher sprechen die alltäglichen Beobachtungen und wissenschaftliche Erkenntnisse dafür, dass ein unbewusster (?) und übergeordneter Mechanismus alle dynamischen Prozesse im begrenzten Wahrnehmungsbereich des Beobachters beeinflusst.

Der Mensch ist abhängig von seiner Umwelt in der Biosphäre des Planeten Erde, unzählige Mikroorganismen befinden sich im inneren seines Körpers. Alle belebten und unbelebten Erscheinungsformen der "Realität" weisen Merkmale nicht autarker und offener Systeme auf, die von Außen mit Energie versorgt werden. Die jeweils "höhere" Versorgungsstufe ist wiederum abhängig von der "nächsthöheren" bis in Bereiche der vermuteten "Unendlichkeit".

Die Planeten werden von ihren Fixsternen mit "lebensnotwendiger" Energie versorgt. Wie und ob Galaxien Energie an ihre Fixsterne übertragen, ist bisher noch nicht erforscht. Es ist nur wahrscheinlich. Wie und ob Galaxien von übergeordneten Strukturen mit Energie versorgt werden, ist bisher ebenfalls noch nicht nachgewiesen.
Unendlichkeit kann rein vom Denken her logisch angenommen werden. Wenn wir einen Maximalwert ermittelt haben, kann immer noch eine numerische 1 (Kilometer, Lichtjahr oder Parsec bzw. Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat, Jahr oder Jahrtausend) hinzuaddiert werden.

Könnte die Unendlichkeit selbst als physikalisch offenes System aufgefasst werden, dass "komplett" determiniert ist? Wären dann Materie und Energie in Raum und Zeit "unendlich" existent?
Ist unsere begrenzte Wahrnehmungsfähigkeit "schuld" daran, dass wir an den "Anfang" und den "Tod" des Universums glauben?
Schließen feste Grenzen nur endliche und wahrnehmbare Bereiche oder Areale ein?

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

25.04.2016 11:54
#48 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Unendlichkeit kann rein vom Denken her logisch angenommen werden. Wenn wir einen Maximalwert ermittelt haben, kann immer noch eine numerische 1 (Kilometer, Lichtjahr oder Parsec bzw. Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat, Jahr oder Jahrtausend) hinzuaddiert werden.


Falsch. Es gibt keine Unendlichkeit. Wenn du eine unendliche Zahl von Äpfeln vor dir hast, kannst du keinen mehr dazulegen: Sie nehmen bereits einen unendlichen Raum ein. Abgesehen davon wäre es keine unendliche Anzahl, könntest du noch eins dazufügen. Unendlich plus 1 ist mathematisch nicht möglich, ebenso ist unendlich minus eins schon im Gedankenmodell lächerlich. Der Mathematiker gebraucht den Begriff unendlich im Sinne von "eine besonders große Zahl, mit der zu rechnen sinnlos ist".
So irrt auch Perquestavolta:

Zitat
1. Weil so ein Universum wie das unsere, aus unendlich vielen Teilen besteht, die alle "gleichzeitig" nebeneinander existieren.


Es sind eben nicht unendlich viele, ihre Zahl ist durchaus begrenzt und endlich.

_____________________________________
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Reklov Offline




Beiträge: 4.399

25.04.2016 16:16
#49 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat
Falsch. Es gibt keine Unendlichkeit. Wenn du eine unendliche Zahl von Äpfeln vor dir hast, kannst du keinen mehr dazulegen: Sie nehmen bereits einen unendlichen Raum ein. Abgesehen davon wäre es keine unendliche Anzahl, könntest du noch eins dazufügen.

Ahriman,

... mit "falsch" oder "richtig" würde ich hier nicht arbeiten wollen!

>> UNENDLICHKEIT ist eine Idee des Geistes und die Idee der Vernunft. Die Idee ist zwar Ganzheit, aber ihre Vollendung liegt in der Unendlichkeit. - Sie ist nicht Ganzheit als endliche und überschaubare, denn es fehlt ihr die im Gegenstand als Werk und Anschauung sich endgültig vollendende Rundung. Würde solch eine Idee "fertig", so bekäme sie als richtige eine zeitlos gültige Gestalt; dann wäre sie im selben Augenblick nicht mehr das, was wir unter "Idee" denken; sie wäre tot.
Was Idee ist, ist nur in der Bewegung, bleibt offen, erscheint in unabsehbaren Gestalten, die in sich zusammenhängen, auseinander hervorgehen, aber nicht fixierbar sind.
Nun hat aber "Unendlichkeit" einen zweifachen Sinn. Sie ist entweder die unendliche sich in sich rundende Bewegung - die Idee des Geistes. Oder sie ist die unendlich durchbrechende, jede erreichte Ganzheit selbst wieder zerschlagende Bewegung - die alles übergreifende Idee der Vernunft.
Diese zweite Unendlichkeit ist sowohl von der Endlosigkeit des Geistfremden wie von der geschlossenen Unendlichkeit des Geistes als ihr untergeordneten Momenten, die sie als relative Perspektiven in sich aufnimmt, zu unterscheiden. Sie steht der bloß verlaufenden Endlosigkeit gegenüber, weil sie den ständig in Zusammenhang haltenden, aufbauenden, qualitativ organisierenden Charakter bewahrt.
Aber sie erreicht für sich nicht jene in sich kreisende Bewegung des Geistes, deren Unendlichkeit alles Sein einschließt oder einzuschließen meint.
Sie ist auf Ganzheit gerichtet, aber muss jede Ganzheit wieder überwinden und zerschlagen sehen. Sie ist ein grenzenloses "Weiter", eine nirgends begrenzte Offenheit, eine Weise der Bewegung, die in ihre befriedigende Wahrheit doch die Unseligkeit des stets ungenügenden, immer wieder scheiternden Zeitdaseins aufgenommen hat... <<

Bis hierher soll der Textauszug vom deutschen Denker Karl Jaspers über UNENDLICHKEIT genügen. - Solche Zeilen sind sicher kein 3-Minuten-Schlager, den man leicht nachpfeifen kann, sondern dem Anspruch des Themas angeglichen.
Beim 2. Lesen werden solche Zeilen aber schon etwas eingängiger.

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

25.04.2016 16:34
#50 RE: Gott gleichgültig und gefühllos? antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #48

Zitat
Unendlichkeit kann rein vom Denken her logisch angenommen werden. Wenn wir einen Maximalwert ermittelt haben, kann immer noch eine numerische 1 (Kilometer, Lichtjahr oder Parsec bzw. Sekunde, Minute, Stunde, Tag, Woche, Monat, Jahr oder Jahrtausend) hinzuaddiert werden.


Falsch. Es gibt keine Unendlichkeit. Wenn du eine unendliche Zahl von Äpfeln vor dir hast, kannst du keinen mehr dazulegen: Sie nehmen bereits einen unendlichen Raum ein. Abgesehen davon wäre es keine unendliche Anzahl, könntest du noch eins dazufügen. Unendlich plus 1 ist mathematisch nicht möglich, ebenso ist unendlich minus eins schon im Gedankenmodell lächerlich. Der Mathematiker gebraucht den Begriff unendlich im Sinne von "eine besonders große Zahl, mit der zu rechnen sinnlos ist".
So irrt auch Perquestavolta:

Zitat
1. Weil so ein Universum wie das unsere, aus unendlich vielen Teilen besteht, die alle "gleichzeitig" nebeneinander existieren.


Es sind eben nicht unendlich viele, ihre Zahl ist durchaus begrenzt und endlich.




Eine mathematische Reihe kann unendlich viele Zahlen generieren ohne das das Prinzip der Reihe dadurch gemindert wird.
Es gibt keine Obergrenze, wie sollte die denn aussehen.

Ein hinkender Vergleich ist der Urgrund oder das EINE bei plotin.
Das Eine kann eine unendliche Menge an Existenzen generieren, ohne dass das Prinzip gemindert wird.
Allerdings ist das EINE ein lebendiges Prizip und kein formales wie die mathematische Reihe.

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