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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 37 Antworten
und wurde 966 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2
Michael1 Offline



Beiträge: 840

11.02.2014 15:12
Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Der “Kampf” um die Wahrheit ist im Gange und der sog. “säkulare Humanismus” ist drauf und dran diesen Kampf für sich zu entscheiden, indem er die totale Kontrolle über die Gesellschaft sowie das Bildungswesen an sich reißt. Schulen und die Universitäten hat er fest in der Hand. Alles was mit Ausbildung zu tun hat, angefangen vom Kindergarten bis zur fertigen Berufsausbildung, versucht er unter seine Kontrolle zu bringen. Bis dato mit großen Erfolg, weil sich das Christentum aus dem öffentlichen Diskurs völlig verdrängen ließ. Christen, die eine akademische Ausbildung anstreben, müssen sich diesem Diktat beugen, ob sie wollen oder nicht. Die humanistische Professoren, die man mit atheistischen Professoren gleichsetzen kann, sind nicht bereit die christliche Sicht der Dinge objektiv darzustellen. Im Gegenteil, die christlichen Professoren sind gezwungen die humanistischen Wertvorstellungen zu lehren und richtig zu interpretieren.

Schon Prophet Hosea sagte vor 2700 Jahren: “Mein Volk läuft ins Verderben, weil es den richtigen Weg nicht kennt. “(Hosea 4, 6) Das trifft im großen Maße für die christlichen Akademiker und Studienanfänger zu, weil sie verloren sind, wie Gänse im Nebel. Warum das so ist liegt auf der Hand: die Atheisten sind bereit, für ihre Weltanschauung einzutreten, mit mehr Hingabe als es die Christen tun.

Schauen wir uns das was sie uns anzubieten haben genau an, und unterwerfen wir es rationaler und logischer Kritik. Wir werden sehen, dass sich Atheismus nicht auf eine solide Basis zurückführen lässt, weil diese Weltanschauung ohne Gott nichts erklären kann.

Die Theologie der säkularen Humanisten ist einfach wie dogmatisch. P. Kurtz definiert es so: “Humanismus kann sich nicht in irgendeinem angemessenem Sinnen des Wortes auf jemanden beziehen, der noch an Gott als den Ursprung und Schöpfer des Universums glaubt.” Also, Humanismus muss eigentlich atheistisch sein, sonst wäre es kein Humanismus mehr, wie ihn Kurtz versteht.

Ablehnung des Supranaturalismus, ist dem Humanismus imperativ aufgestülpt von Demokrit, über Lukrez, Diderot, Comte, Russel bis Kurtz. Alles was Christentum lehrt betrachtet Humanismus als Mythos und Märchen. Für diese Art von Weltanschauung ist die Natur alles, und da gibt es nichts Übernatürliches. Wenn sie aber die Welt erklären wollen, kommen sie ohne Transzendenzen nicht aus. Sie brauchen sie gar mehrere. Herkunft der Materie können sie nicht enträtseln, und noch weniger Raum-Zeit.

Ihre Philosophie lehnt Supranaturalismus, d. h. den Schöpfer ab. Diese dogmatische Position beschreibt “Humanist Manifesto II” so: “Die Natur mag in der Tat weiter und tiefer sein, als wir heute wissen; aber jede neue Entdeckung wird lediglich unser Wissen über das Natürliche, materielle erweitern.” Das wiederum bedeutet: alles was existiert lässt sich durch natürliche Ursachen erklären; etwas übernatürliches kann es nicht geben. Wie es ersichtlich ist, Materialismus bezieht dieselbe allgemeine Haltung zum Universum wie Naturalismus.
Von daher kann man behaupten, dass die Epistemologie des Naturalismus untrennbar mit der Wissenschaft verknüpft ist. Noch schlimmer: Naturalismus erfordert den Glauben an die Wissenschaft, als einzige Mittel für die Erkenntnis der Welt um uns herum. Nun aber, diese Philosophie, Epistemologie und Metaphysik provozieren ein Dilemma, bekannt als das Geist_Körper-Problem. Ihre Sicht der Dinge ist monistisch, materialistisch. Das Bewusstsein können sie uns aber weder erklären, noch rational monistisch, begründen.

Mit der Ethik wird es noch bunter. Max Hocutt sagt: “Die Grundfrage der Ethik lautet: Wer stellt die Regeln auf? Gott oder Mensch? Die theistische Antwort ist, dass Gott sie aufstellt. Die Humanistische Antwort ist, dass die Menschen sie aufstellen. Diese Unterscheidung zwischen Theismus und Humanismus ist die fundamentale Scheidelinie in der Moraltheorie.”
Theisten sagen: wenn der Mensch entscheidet, was er tun “sollte”, muss er sich auf einen Moralkodex, ein Fundament, das ihm dieses “Sollen” vorgibt, berufen können. Für den Atheisten bleibt völlig unklar, woher dieses “Sollen” kommen soll. Es ist eine Sache, eine Reihe historischer Verhaltensmustern und moralischer Normen zu beschreiben, aber eine völlig andere Sache, eine Auswahl unter ihnen zu treffen und zu sagen, dass wir uns an einige von ihnen halten “sollten”. Warum nur an einige, und nicht an andere? Dem Menschen ist ein Moralkorrektor inhärent, und das ist Gewissen. Das kann man nicht ableugnen. Nun aber, wenn es keine letztgültige Basis für ein “Sollen” gibt, dann kann es auch keine Basis dafür geben, zwischen Recht und Unrecht zu unterscheiden, zwischen Gut und Böse.

Ihre Biologie ist verbunden mit dem Glauben an die Evolution und definiert sie mit der atheistischen Theologie und ihrer naturalistischen Philosophie, als monistisch-materialistisch.
G. G. Simpson schreibt: “Der Mensch ist das Ergebnis eines ziellosen und natürlichen Prozesses, der ihn nicht beabsichtigt hat. Er war nicht geplant. Er ist ein Zustand der Materie, eine Lebensform, eine Art Tier und seine Spezies der Ordnung der Primaten, eng oder weitläufig verwandt mit allem Leben, ja mit allem, was stofflich ist.” No-na! Die spontane Entstehung des Lebens können sie weder begründen noch beschreiben. Genetischer Code ist unlösbares Problem für sie. Sie können weder die Entstehung des Lebens, noch das Bewusstsein erklären oder definieren.

Man muss deklarativ sagen: sie haben für ihre Behauptungen und Spekulationen keine Argumente. Sie können nicht erklären wie das Neue in die Evolution kommt. Die Mechanismen der Evolution, Mutation und natürliche Selektion sind passe, da sie die Makroevolution nicht erklären können. Evo-devo Wissenschaftler haben es begriffen. “Selection for” ist intentionaler Akt. In der Züchtung selektiert der Züchter, also Mensch. Die Evolutionisten übertragen die künstliche Selektion auf die Natur, was unzulässig ist. Außerdem fehlen die “Missing Link”=”Übergangsformen”.

Ihre Psychologie negiert die Seele, Geist und Gott. Was bleibt übrig? Sehr wenig bis gar nichts—Materie, und da wissen sie nicht, was sie ist. Behavioristen negieren gar das Bewusstsein, Emotionen, Liebe und Hass, sowie ganze Geschichte. Für sie ist alles Materie, Verhalten der Materie, aber die können sie weder definieren, noch sonst wie erklären. Nach psychologischem Monismus ist der Geist Teil der Materie. Behavioristen lehren Verhaltenstheorie und “Verstärker”. Somit ist die humanistische Psychologie eine Lehre über die Seele, ohne Seele. Sie lehren dass der Mensch von Natur aus “gut” ist. Dass er ein Tier ist. Dass er keinen Willen hat. Etc..u.s. w. Ihre Psychologie “vergöttert” den Menschen, das ist sehr evident, und zugleich sehr falsch.

Ihre Soziologie ist die Andere Seite der Medaille Psychologie. Da gehen sie noch weiter, indem sie die Ehe und Familie abschaffen wollen. Sie sagen, dass die Ehe und Familie Überbleibsel der Vergangenheit seien. Die Männer haben es konstruiert um die Frauen zu beherrschen. Sie gehen gar so weit und behaupten, dass die neue “Familie” sich in der neuen Weltordnung nicht mehr mit der Kindererziehung befassen wird. Der Staat übernimmt diese Funktion. Für sie ist das höchste im Leben individuelle “Selbstverwirklichung”, was auch immer dieses Wort bedeuten mag. Sie wollen Sozialismus und Selbstverwirklichung. Wie soll das funktionieren, das bleibt weiterhin rätselhaft und intransparent.

Ihr Rechtwesen gründet in der Annahme dass Gott nicht existiert, und dass der Mensch Maß aller Dinge ist. Das Naturrecht verwerfen sie einfach, aber konsequent. Sie wollen Menschenrechte im Gesetz verankert wissen, aber negieren den freien Willen, Gott und Geist. 7 Milliarden Menschen, 7 Milliarden eigene Gesetze und eigene Menschenrechte. Na dann,prossit...............Rechtspositivismus gibt dem Staat, als der höchster Autorität Befugnis die Gesetze zu schaffen und sie auch durchzusetzen. Die Maxime lautet: Der Mensch dürfe sich keiner anderen Kraft als seinem eigenen menschlichen Verstand “unterwerfen”. Wenn der Verstand einmal krank wird, können auch die Gesetze nicht gesund bleiben, oder?
Vor allem mich würde interessieren, wie überzeuge ich die Bürger davon, den Gesetzen zu gehorchen, die keine andere Grundlage haben als den “Staat”, und der “Staat”, das sind auch nur Menschen. Ein Humanist leugnet also alles was außerhalb von Menschen ist: Naturrecht und den Gott selbst.

Ihre Politik ist signifikant demokratisch, nicht transparent und relativistisch. Sie fordern eine säkulare Weltregierung in einem kommunistische-evolutionären System. Bekämpfen alles was dagegen spricht, und muten sehr totalitär an. Es bleibt die Frage übrig: Kann eine atheistisch-politische Anschauung, die die traditionelle Moral verwässert oder abschafft, ihre eigene ethische Weisheit produzieren? Ich glaube nicht. Eine Handvoll Atheisten an die 100-bis 200 Millionen steht einer Mehrheit von 7 Milliarden Andersgläubigen gegenüber.

Ihre Wirtschaft basiert auf dem Sozialismus, einem Wertsystem in dem der Staat das Eigentum, Produktion und die Verteilung des Wohlstands kontrolliert. Humanist E. Fromm schreibt: “ Wir Sozialisten schämen uns nicht zuzugeben, dass wir einen tiefen Glauben an den Menschen und an eine Vision einer neuen menschlichen Form der Gesellschaft haben”. Und Humanist M. Zimmerman schreibt: “Ich behaupte, dass alle Fakten die Ansicht unterstützen, dass der demokratische Kapitalismus mehr menschliches Wohl hervorbringt als der demokratische Sozialismus.” Also, zwei konträre Meinungen.
R. Schäffer schreibt: “Kein intellektuell redlicher Mensch kann heute bestreiten, dass die Geschichte des Sozialismus eine traurige Geschichte von wirtschaftlichen Versagen und Verbrechen gegen die Menschen ist.” Das stimmt.

Ihre Geschichte ist eine Konstruktion, die Evolution schreibt, vom Geistlosen und Amoralischen zur Moral und Ordnung, aber wie, das bleiben sie uns schuldig. Atheisten stoßen Gott vom Thron und deklarieren den Menschen als den Lenker der Geschichte. Sie postulieren das Paradies auf der Erde. Wie sie es aber erreichen wollen bei dieser Verpestung die sie produzieren, wissen sie nicht, weil ihre Geschichte von Menschen für Menschen geschrieben, und gelenkt wird. Ein hehres Ziel oder Plan in der Welt, erkennen sie nicht an.

Fazit: Atheistische Weltanschauung ist nicht imstande die Welt zu erklären. Säkularer Humanismus ist atheistisch, materialistisch, evolutionistisch, positivistisch, monistisch, utopisch und relativistisch, und das sind die sichersten Zeichen für seine Unzulänglichkeit. Sie werden weiterhin versuchen die Gesellschaft auflösen und vernichten. Sie produzieren Armut. Der Glaube der Christen ist rational und logisch. Der Glaube der Atheisten ist irrational und unlogisch. Glauben, dass all diese Vielfalt und Komplexität im Universum durch Zufall entstanden ist, grenzt an Wahnsinn. Geist ist der Oberbegriff für alle übernatürlichen Merkmale des Menschen, wie Gewissen, Gedanken, Bewusstsein, Seele und der Wille. Wenn alles Materie wäre, was will ein Atheist mit den Begriffen wie: Geist, Seele, Altruismus, Kreativität, Rationalität, Gewissen, Musik, Kunst, Liebe, Lachen oder Weinen, anfangen? Gar nichts. Darum ist es auch falsch! Sie können den Menschen aus ihrer Sicht weder beschreiben, noch erklären. Sie können uns nicht den Unterschied angeben, der eine frische menschliche Leiche von einem lebenden Menschen, in physiko-chemischer Sicht, unterscheidet. Ebenso gilt: So lange, bis jedes Problem der Menschheit, von Hunger angefangen, bis zur üblen Nachrede, gelöst ist, werden die Atheisten die Gesellschaft beschuldigen, und nach mehr Staat rufen, um die Fehler unserer Umwelt zu korrigieren. Sinnloses Unterfangen! Kann Atheismus wahr sein?

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Gysi Online

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11.02.2014 16:08
#2 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Du verfehlst dein eigenes Thema, Michael.


Was ist Wahrheit?

- Die korrekte Reflexion von Wirklichkeit.
- Oder: die Existenz, das Wahre. Hier ist die Wirklichkeit das, was auf die Sinne wirkt.

Wir gehen hier nach der ersten Begriffsdefinition.

Die objektive Existenz wird über die Sinne der Subjekte wahrgenommen. => Wahr-Nehmung über die Sinnesorgane. Diese Wahrnehmung wird sogleich durch die Erfahrung verarbeitet, geordnet und mit den entsprechenden Gefühlen besetzt. Ein mehr oder weniger angelerntes logisches Verknüpfungsvermögen führt zu Erkenntnissen über die subjektive Erfahrung hinaus.

Das intellektuelle Verknüpfungsvermögen ist in der Regel der Wahrhaftigkeit verpflichtet. Man will der Wahrheit nahe kommen. Seine Arbeit funktioniert umso besser, je stärker es ausgebildet ist und
zudem ideologische Erstarrungen nicht oder nur wenig stören. Die Fähigkeit zu nüchterner Kritik und Selbstkritik ist für die Wahrheitsfindung immanent.

Es ist oft vorteilhaft, ein Objekt von verschiedenen Analysten anschauen zu lassen, und sich bemühen, die verschiedenen Sichtweisen zu einem komplexeren Bild zusammenzufügen. Viele Augen sehen mehr als zwei.

Eine Betrachtung des reinen An-Sich-Seins der Objekte können wir mit unseren spezifischen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsinstrumenten nicht erfassen. Ganz gewiss nicht zu 100%. Als Subjekte der Betrachtung sind wir immer in unseren Möglichkeiten begrenzt.

Das heißt aber nicht, dass es diese Objekte nicht außer uns gibt. Das anzunehmen ist der selbe Unsinn wie der Glaube, die Existenz sei an sich so, wie wir Menschen sie sehen.

Ebenso unsinnig ist die Schlussfolgerung, die ganze Wahr- Nehmung sei eine „Illusion“. Unsere Wahrnehmung ist eben die menschenspezifische Art der Wahrnehmung. Die Maßstäbe, Relationen und Strukturen sind nicht falsch erkannt. Wir sind existent, und das ist keine „Illusion“.

Gibst es die Lüge? In dem Bereich der Erkenntnis von Lüge muss es selbstredend auch die Wahrheit geben.

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

12.02.2014 08:19
#3 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Gysi schreibt:

Zitat
Was ist Wahrheit?


Die Wahrheit zu definieren ist dem Menschen gar nicht möglich. Die Wahrheit kann sich nur und asnahmslos selbst definieren. Das ist Gott. Jesus Christus sagte:

Zitat
"Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben--,,..(Joh. 14, 6)


Nur Gott kann behaupten dass er die Wahrheit ist, denn ohne Gott kann es gar nichts geben. Versuche mir, bitte, diese Fragen zu beantworten:
-Warum gibt es überhaupt etwas und nicht nur nichts?
-Warum ist die Welt gesetzlich geordnet? Anders gefragt, wo kommen die Gesetze und die Information ins Universum her?
-Warum sind die Gesetze und die Naturkonstanten dem Leben dienlich?
-Wie kommt das Neue in die Evolution? Z. B. das Bewußtsein?

Gysi schreibt:

Zitat
Die objektive Existenz wird über die Sinne der Subjekte wahrgenommen. => Wahr-Nehmung über die Sinnesorgane. Diese Wahrnehmung wird sogleich durch die Erfahrung verarbeitet, geordnet und mit den entsprechenden Gefühlen besetzt. Ein mehr oder weniger angelerntes logisches Verknüpfungsvermögen führt zu Erkenntnissen über die subjektive Erfahrung hinaus.


Die objektive Existenz kann mit den Sinnen niemals wahrgenommen werden. Nicht mal das "Ding an sich" können die Menschen erfassen. Wir konstruieren unsere Welt zu 95% aus 5% Erkenntnis und Erinnerung! Das sugeriert uns die moderne Gehirnforschung. Ein Mensch kann sich max. 100 Bit pro Sc. an Information bewußt machen. Der Rest wird aus diesen 5% mathematisch errechnet.
Gysi schreibt:

Zitat
Ebenso unsinnig ist die Schlussfolgerung, die ganze Wahr- Nehmung sei eine „Illusion“. Unsere Wahrnehmung ist eben die menschenspezifische Art der Wahrnehmung. Die Maßstäbe, Relationen und Strukturen sind nicht falsch erkannt. Wir sind existent, und das ist keine „Illusion“.


Das stimmt! Aber was wir sind hast Du uns nicht gesagt!
Gysi schreibt:

Zitat
Das heißt aber nicht, dass es diese Objekte nicht außer uns gibt. Das anzunehmen ist der selbe Unsinn wie der Glaube, die Existenz sei an sich so, wie wir Menschen sie sehen.


Bist Du im Bilde darüber, was Du hier geschrieben hast?
Mensch Gysi, wenn es Keinen Beobacher gibt, dann gibt es auch gar nichts. Selbst Einstein hat das eingesehen. Der Mond, den keiner anschaut, existiert auch nicht. D. H. ohne Bewußtsein gibt es keine Existenz. Ganz logisch. Das Bewußtsein macht es aus. Das ist das Problem des Beobachters in der QM. Im Endeffekt ist Gott "ultima ratio", der Erste und der Letzte Beobachter, und ohne Gott kann nichts "sein".
Gysi schreibt:

Zitat
Gibst es die Lüge? In dem Bereich der Erkenntnis von Lüge muss es selbstredend auch die Wahrheit geben.


Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Nur positive Begriffe wie Wahrheit und "notwendiges unbedingtes Sein" provozieren keinen Widerspruch wenn man es argumentieren will. Lüge und das Nichts der "Nicht-Existenz" sind Parasiten an positiven Begriffen, und provozieren Widerspruch bei der Argumentation.
Z. B., Du kannst den Satz "es gibt nur Lüge" niemals logisch argumentieren, ohne im Widerspruch zu landen. Dagegen, den Satz: "es gibt nur Wahrheit" kann man logisch und ohne Widerspruch argumentieren.

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Gysi Online

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12.02.2014 08:49
#4 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat von Michael1
Die Wahrheit kann sich nur und asnahmslos selbst definieren.

Die Dinge "an sich" können wir nicht erfassen. Weil wir alles nur durch unsere Sinne und unser logisches Verknüpfungsvermögen erfassen können. Ich sage nichts anderes. Du suchst nach Fehlern und willst sie finden! Aber in deiner Finde-Lust bist du ein wenig zu übereifrig...

Zitat
Jesus Christus sagte: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben--,,..(Joh. 14, 6)

1. Der konnte das mit der Wahrheit genauso gut oder schlecht wie die anderen Menschen.
2. An dem Satz erkennt man sein Selbstbewusstsein als Anführer seiner Partisanengruppe. Er wollte ja König werden. Die Römer und die Pharisäer standen aber davor.

Du gehst von der Prämisse aus: Gott ist die Wahrheit und Jesus ist Gott! Also ist alles, was er sagt, die Wahrheit! Die Wahrheit der Dinge "an sich"! Und diese Prämisse kannst du mit deinen Erfahrungen harmonisieren? Dann lies doch mal die Stellen nach, die davon berichten, wie Jesus zwischen den Jüngern und deren Familien einen unfassbaren Hass sät. Lies nochmal die Stelle, wo er seine "Feinde (die ihn nicht König werden lassen wollten) vor (sich) hingeschlachtet sehen" wollte. Und so fort.

Du pickst ein paar Wundersätze aus der Bibel raus und erklärst sie - trotz rhetorischer und inhaltlicher Blassheit - zu einem LICHT, das wir nicht sehen können - und das es auch gar nicht gibt. Aber du gibst den großen Wissenschafts- und Philosophenkenner. Wen willst du denn damit überzeugen? Dich selbst?

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Michael1 Offline



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12.02.2014 15:33
#5  Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat von Michael1
"Das Ding an sich" ist keinesfalls mit Gott bzw. der objektiven Realitlität identisch.

Nee, mit Gott nicht, was soll das denn jetzt? Auch nicht mit der "objektiven Realität"? Mit was denn?

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Michael1 Offline



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13.02.2014 11:43
#6 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Wie kommt es, dass Du unter meinem Nick schreibst?
Hahahaha,,,,,,,,,,,,,,,Gysi, Gysi,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,
Gott ist absolute und objektive Realität. Das Ding an sich wäre die wahre "Substanz" der Materie.

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Gysi Online

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13.02.2014 12:26
#7 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat von Michael1
Wie kommt es, dass Du unter meinem Nick schreibst?
Hahahaha,,,,,,,,,,,,,,,Gysi, Gysi,,,,,,,,,,,,,,,,,,,,

Upps, ein Formfehler. Aber ich komme ja sowieso nicht in den Himmel. In die höchste Realität aller Realitäten. Wie der profunde Wissenschaftskenner Michael1 weiß und sagt.

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Michael1 Offline



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15.02.2014 12:52
#8 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Gysi

Zitat
Upps, ein Formfehler. Aber ich komme ja sowieso nicht in den Himmel. In die höchste Realität aller Realitäten. Wie der profunde Wissenschaftskenner Michael1 weiß und sagt.


Das kann keiner wissen.
Vielleicht bist Du dort und ich nicht! Wer kann das schon wissen.

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15.02.2014 13:05
#9  Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat von Michael1
Das kann keiner wissen. Vielleicht bist Du dort und ich nicht! Wer kann das schon wissen.

Stell dir mal vor, wir sind beide dort und müssen eine Ewigkeit miteinander auskommen. Das wird dann aber nicht schön...

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Michael1 Offline



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17.02.2014 17:26
#10 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Das wäre sehr "schön", fast eine wahre Katastrophe.

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Gysi Online

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17.02.2014 17:30
#11 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Ah, ein kleiner Sadist mit versteckten Aggressionen! Dazu empfehle ich dir als Therapie aber nicht ausgerechnet eine Fraktion aus dem christlichen Bereich. Das Christentum deckelt Aggressionen!

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

18.02.2014 12:09
#12 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Du projizierst schon wieder!

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Gysi Online

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18.02.2014 12:37
#13 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Nö. Du wehrst die Wahrheit ab!

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

18.02.2014 14:42
#14 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Was ist die Wahrheit?

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Gysi Online

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18.02.2014 14:49
#15 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Hatten wir schon mal. Du zerredest mal wieder alles. Du willst nicht den Dialog. Du willst die Gebietsherrschaft über die Definitionen, über die Sprache und das Denken der Menschen. Und über die Wirklichkeit. Du träumst von einer Meta-Diktatur. Träume schön weiter. Wenn du aufwachst, wirst du über dein verpfuschtes Leben weinen.

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Wu Offline




Beiträge: 416

18.02.2014 17:03
#16 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Hab mir auf Wikipedia mal angesehn, was das sein soll: Wahrheit. Am besten gefällt mir die Redundanztheorie (ist die von Frege?): "Der Begriff der Wahrheit wird nur aus stilistischen Gründen verwendet, oder um der eigenen Behauptung Nachdruck zu verleihen."

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Gysi Online

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Beiträge: 17.247

18.02.2014 17:09
#17 Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat von Wu
"Der Begriff der Wahrheit wird nur aus stilistischen Gründen verwendet, oder um der eigenen Behauptung Nachdruck zu verleihen."

Das ist der rhetorische Trick. Der definiert aber den Begriff der Wahrheit nicht.

Ich verweise auf #2.

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Wu Offline




Beiträge: 416

18.02.2014 17:29
#18 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Das sind aber nur zwei von vielen möglichen philosophischen Theorien. Und die Redundanztheorie definiert Wahrheit doch genau: Wahrheit ist nichts als ein rhetorischer Trick. (Und freilich, um mit den Konstruktivisten zu sprechen: die Erfindung eines Lügners).

Hier noch ein weniges aus dem Artikel:

Zitat
Der Radikale Konstruktivismus (RK) nimmt für sich in Anspruch, das Wahrheitsproblem gelöst zu haben, indem er aus dieser Zirkularität heraustritt. Da alle Wahrnehmung subjektiv ist, ist auch die Sicht der Welt oder die Sicht von Dingen ausschließlich subjektiv. Es gibt daher nur miteinander konkurrierende subjektive Wahrheiten. Ein Vergleich mit der Sache selbst ist aus systematischen Gründen nicht möglich. Ernst von Glasersfeld bezieht sich dabei unter anderem auf die Sapir-Whorf-Hypothese, die besagt, dass man mit der Muttersprache die in dieser enthaltenen und ausgedrückten Wahrheiten erlernt. Verschiedene Muttersprachen stehen somit auch für verschiedene Wahrheiten. Der RK gibt daher konsequent den Begriff der einen Wahrheit und damit der Wahrheit selbst aus systematischen Gründen auf.



Zitat
Gilles Deleuze: „Die Begriffe Wichtigkeit, Notwendigkeit, Interesse sind tausendmal entscheidender als der Begriff der Wahrheit.“

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True Detective

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

18.02.2014 20:28
#19 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat
Die Begründung für den radikalen Konstruktivismus basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, die nach seiner eigenen Definition keine Gültigkeit haben können, denn ein nicht vorhandener Zugang zur Wirklichkeit, wie ihn der radikale Konstruktivismus postuliert, kann als Teil der Wirklichkeit nicht erkannt werden. Somit hat der Radikale Konstruktivismus ein Selbstanwendungsproblem.




Also Winkelphilosophie und sonst nichts!

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Michael1 Offline



Beiträge: 840

19.02.2014 10:51
#20 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Wu

Zitat
Das sind aber nur zwei von vielen möglichen philosophischen Theorien. Und die Redundanztheorie definiert Wahrheit doch genau: Wahrheit ist nichts als ein rhetorischer Trick. (Und freilich, um mit den Konstruktivisten zu sprechen: die Erfindung eines Lügners).



Das ist doch Schwachsinn.
Du kannst die Aussage logisch überprüfen, wenn Du Dich fragst, ob es überhaupt etwas gibt, dsss notwendigerweise der Fall ist?
Nehmen wir diese Aussage: "Es gibt mindestens eine wahre Aussage." Wir können diese Aussage "A" nennen. Ist "A" notwendig wahr? Nehmen wir an, "A" sei falsch, und bezeichnen wir diese Aussage, "A" ist falsch als "B". Wenn aber "A" falsch ist, dann muss auch "B" falsch sein, weil "B" auch eine Aussage ist. Und wenn "A" falsch ist, dann gibt es keine wahren Aussagen. Also muss "A" wahr sein.

Wie man sehen kann, es ist logisch unmöglich, dass es keine wahren Aussagen gibt. Und das wiederum bedeutet, das es eine absolute und notwendige Wahrheit geben muss.

Konstruktivist behauptet, dass es nur eine uns zugängliche Welt gibt, die er Wirklichkeit nennt. Nun aber, die bewußtseinsunabhängige absolute Realität ist ein Glaube an eine plausible Idee, die wir niemals beweisen und begreifen können, und die mit unserer Wirklichkeit nicht identisch sein kann. Von daher kann man behaupten, dass die Wissenschaft gar nichts mit der absoluten Wahrheit und der objektiven Realität zu tun hat.

Paradoxon das hier produziert wird ist die Grundlage des Konstruktivismus. Die Wirklichkeit ist uns gegeben, und das ist das was wir erleben, denken und uns vorstellen können. Als Empiriker oder Gehirnforscher muss man zu so eine Schlussfolgerung kommen, und selbst wenn das paradox ist.
Erklärung: Wir können auch unseren Schädel öffnen und unser Gehirn im Spiegel betrachten. Von diesem Gehirn nehmen wir an, dass es unsere Erlebniswelt hervorbringt. Nun aber, unser Gehirn, das uns hervorbringt, ist ein Teil der Welt, die es hervorgebracht hat. Und das ist unglaublich und paradox. Aber wahr.

Wir können unser Gehirn beobachten wie es unsere Welt konstruiert. Unser Gehirn, das wir untersuchen ist ein Teil unserer Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist aber in sich vollkommen abgeschlossen, und dahinter gibt es gar nichts mehr. Nun aber, es muss jemanden geben der diese Welt hervorbringt, und das ist dann die objektive Realität. Die ist uns aber unzugänglich. Wir haben Sinneswahrnehmungen, aber diese sind vollständig in unserer Erlebniswelt. Somit wird klar: Wenn wir über die Realität, bzw. das Gehirn, das uns hervorbringt, nachdenken, dann denken wir über die Realität nach, aber in unserer Wirklichkeit.

Das wiederum bedeutet: wenn wir als Naturwissenschaftler die Gehirne erforschen, tun wir es in unserer Wirklichkeit, und das hat wenig zu tun mit der objektiven Realität. Nun aber, es ist logisch zwingend, dass es jemanden geben muss, der uns hervorgebracht hat, und der kein Teil unserer Wirklichkeit ist. Das Problem des Beobachters in der Quantenphysik.

Fazit: Es muss objektive Realität geben, d. h. absolute und objektive Wahrheit, die bewußtseinsunabhängig ist, da es sonst gar nichts geben würde. Also, wenn wir unsere Schädel öffnen, können wir unsere Gehirne im Spiegel sehen und erforschen, und das alles wird durch unsere Sinnesorgane perzipiert. . Nun aber, das nützt uns gar nichts, denn dieses Gehirn bringt uns als Menschen nicht hervor. D. h., es muss eine Übereinstimmung geben über die Modelle die wir uns basteln und der objektiven Realität. Unsere Existenz und Erfolg im Leben ist keinesfalls ein Argument dafür, dass wir die objektive Realität und die absolute Wahrheit begreifen und definieren können, sondern nur dafür, dass wir in dieser Wirklichkeit überleben können. Ontologische Schlussfolgerung des Konstruktivismus lautet: Wissenschaft hat nichts mit der objektiven Realität, und gar nichts mit der absoluten Wahrheit zu tun. Wissenschaft lehrt keine Wahrheit.


Wu

Zitat
Gilles Deleuze: „Die Begriffe Wichtigkeit, Notwendigkeit, Interesse sind tausendmal entscheidender als der Begriff der Wahrheit.“



Auch ein Schwachsinn! Es gibt gar nichts was wichtiger wäre als die Wahrheit. Die absolute Wahrheit, das Absolute Sein ist zugleich auch die absolute und objektove Realität, die wir Menschen nicht begreifen können, was kein Grund dafür ist, an der Wahrheit zu zweifeln.
Ohne das absolute Sein, könnte es gar nichts geben.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

19.02.2014 12:54
#21 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #20
Das ist doch Schwachsinn.


Ein so unangenehmer Zeitgenosse wie Du, bei dem alles nur um die eigene Egozentrik kreist und der alles als Schwachsinn betitelt, was nicht seiner Meinung entspricht, ist mir selten begegnet.


Zitat von Michael1 im Beitrag #20
Wir können unser Gehirn beobachten wie es unsere Welt konstruiert. Unser Gehirn, das wir untersuchen ist ein Teil unserer Wirklichkeit. Diese Wirklichkeit ist aber in sich vollkommen abgeschlossen, und dahinter gibt es gar nichts mehr. Nun aber, es muss jemanden geben der diese Welt hervorbringt, und das ist dann die objektive Realität. Die ist uns aber unzugänglich.


Spätestens hier müsstest Du Deinen Fehler erkennen. Die Welt hinter unserer Realität, wenn es diese denn geben sollte, ist uns, wie Du zurecht schreibst, unzugänglich. Du behauptest trotzdem in voller Überzeugung, dass ein "JEMAND" der Verursacher dieser unzugänglichen Realität sein muss.

Hier mußt Du Dich entscheiden. Entweder ist diese Realität vollkommen unzugänglich und wir können KEINERLEI Aussagen darüber treffen, oder sie ist zugänglich und wir können daher Aussagen über einen eventuellen Verantwortlichen dieser Realität treffen.


Zitat von Michael1 im Beitrag #20
Nun aber, es ist logisch zwingend, dass es jemanden geben muss, der uns hervorgebracht hat, und der kein Teil unserer Wirklichkeit ist. Das Problem des Beobachters in der Quantenphysik.


Deine ansonsten guten Ausführungen scheitern in dem Moment, in dem Du Deinen Gott damit begründen willst. Es ist eben nicht logisch zwingend, dass es einen "Schöpfer" geben muss. Sobald Du irgendetwas außerhalb unserer Wirklichkeit von einem Verursacherprinzip ausnimmst, verlässt Du den Boden der Logik und damit jede Argumentationsgrundlage. Du begibst Dich dann in den vollkommenen Blindflug und vollziehst pure Spekulation ohne den geringsten Anhaltspunkt.


Zitat von Michael1 im Beitrag #20
Konstruktivismus lautet: Wissenschaft hat nichts mit der objektiven Realität, und gar nichts mit der absoluten Wahrheit zu tun. Wissenschaft lehrt keine Wahrheit.


Wissenschaft erhebt auch nicht den Anspruch, die absolute Wahrheit zu kennen. Sie ist jedoch in der Lage, die überprüfbare Wahrheit unserer Realität zu beschreiben.

Auf welcher Grundlage trifft der religiöse Glaube Aussagen über die objektive Wahrheit, die doch angeblich unergründlich und unzugänglich ist? Weil wenige Menschen vor tausenden Jahren angeblich die menschliche Realität durchdrungen und dahinter einen übermächtigen Mensch entdeckt haben wollen?


Zitat von Michael1 im Beitrag #20
Es gibt gar nichts was wichtiger wäre als die Wahrheit. Die absolute Wahrheit, das Absolute Sein ist zugleich auch die absolute und objektove Realität, die wir Menschen nicht begreifen können, was kein Grund dafür ist, an der Wahrheit zu zweifeln.


Auch hier wieder logische Fehler. Angezweifelt wird ja nicht eine objektive Wahrheit, sondern nur das, was Gläubige zumeist für die objektive Wahrheit halten. Immer wieder das gleiche Spiel: Der angebliche Gott ist unergründlich, aber Zweifel an dem Definitionsversuch des Unzugänglichen verbittet man sich.

Michael1 Offline



Beiträge: 840

19.02.2014 13:53
#22 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Es gibt keine Fehler in dem Exkurs.
Aber Du hast den Text nicht verstanden!
Offenbarung und Indizienbeweise im Universum sind zwingend, um die absolute Wahrheit zu erkennen. Vom Begreifen ist hier keine Rede.
Ohne Gott kannst Du gar nichts erklären.
So long!

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Fide, sed qui, vide!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

19.02.2014 14:37
#23 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Gott müsste das Absolute sein.
Transzendent und nicht in Raum und Zeit situiert.
Meister Eckhart nannte Gott ein reines Nichts.
Wie siehst Du das Michael?

Michael1 Offline



Beiträge: 840

19.02.2014 20:10
#24 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Meister Eckhart hat recht.
Gott ist im materiellen Sinn "reines NICHTS".
Gott ist Geist. Er ist "ETWAS" im geistigen Sinne.

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Fide, sed qui, vide!

Fouad Morabit Offline




Beiträge: 95

19.02.2014 23:57
#25 RE: Der Kampf um die "Wahrheit"! antworten

Koran : Die letzte Gottes Offenbarung an den Prophet Mohamed .s.

Sprich: Er ist Gott, ein Einziger,Gott, der Undurchdringliche.
Er hat nicht gezeugt, und Er ist nicht gezeugt worden,Und niemand ist Ihm ebenbürtig.

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