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Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

15.02.2015 16:01
#551 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Glaubensqualle im Beitrag #549
Zitat von Im Glauben im Beitrag #548
Freundlicher Weise steht der Herr zu dir auch wenn du nichts von ihm wissen willst. Das ist das große Geschenk, bedingungslos geliebt zu werden, und ich hoffe, dass jeder selbst solche eine Liebe geben und erfahren darf!
.. auf diese Liebe , die er bisher auf diese Erde gebracht hat , kann ich gerne verzichten .. also darum : Gott gibt es nicht , das ist auch erwiesen ... nur es begreifen eben nicht alle ..


Bei allem Respekt Qualle, weder ist die Existenz Gottes noch die Nichtexistenz erwiesen.
Woher beziehst Du solchen Quark.
Die einen glauben, dass es Gott gibt, die anderen glauben, dass es Gott nicht gibt, und
somit ist Gott eine reine Glaubensfrage, im positiven wie im negativen Sinn.

Sebastian Offline



Beiträge: 21

15.02.2015 16:26
#552 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

1
 
Gott gibt es nicht , das ist auch erwiesen ... nur es begreifen eben nicht alle ..
 


Umgekehrt wird ein Stifel draus: wer oder was will denn ein Gott oder wollen Götter denn sein? Es ist doch klar, dass die Menschheit, seit sie denken kann, Grundlagen für das gesamte Naturgeschehen Erklärungen sucht. Aus dem Unverständnis heraus musste ein höheres Geschöpf erfunden werden, das natürlich dem menschlichen Denken entsprach.
Dass das gesamte Universum bereits Milliarden vor der Menschheit mitsamt ihrer erfundenen Gottheiten bestand, können oder wollen diese Abergläubischen nicht wahrhaben.
Natürlich haben machtbesessene Mitmenschen diese Irrglauben benutzt, um daraus ihre eigenen Vorteile zu zielen. Leider mussten viele Mitmenschen diesem Fanatismus ihr Leben opfern.

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

15.02.2015 19:03
#553 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat
Ich durchmähe die letzten Tage eure Threads schon pausenlos

@Gysi,
Frage: Früher bekam ich stets eine Nachricht, wenn ich mich zu einem Thema geäußert hatte. Dann aber brach dieser Automatismus plötzlich ein???
Gibt es hierzu techn. Gründe?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

15.02.2015 20:01
#554 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat
.. auf diese Liebe , die er bisher auf diese Erde gebracht hat , kann ich gerne verzichten .. also darum : Gott gibt es nicht , das ist auch erwiesen ... nur es begreifen eben nicht alle ..

@Glaubensqualle,
mal etwas aus der Praxis des Lebens:
Vor 4 Tagen besuchte ich meinen Schwager auf der Intensivstation unseres Krankenhauses.
Er (langjähriger starker Raucher!) litt schon seit über einem Jahr an Lungenkrebs. - Einen Tag später starb er. Seine Frau (meine Schwester), die sich rührend um ihn gekümmert hatte, blieb die letzten 6 Stunden an seinem Bett, um ihm die Hand zu halten, bis er um 1 Uhr nachts die Augen schloss. -
Ich denke, dass dies ein rührender Beweis für die Liebe ist und ich wünsche jedem, dass er dies nicht nur in seinen letzten Stunden erleben und erfahren darf, um direkt zu fühlen, was einem die Liebe schenken kann! Dieses kostbarste Gut, die Liebe, ist aber ein sehr scheues Reh und flieht sofort, wenn es nicht auf Gegenliebe stößt!
Nein - ohne Liebe hätte sich die Menschheit wahrscheinlich schon längst ausgerottet, hätte auch nicht die Kraft gehabt, sich den zerstörerischen, lieblosen Gedanken und Kräften, die immer dort vehement in Stärke auftreten, wo LIEBE total fehlt, entgegen zu stemmen!

Übrigens:
Jeder hier stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn er urteilende Aussagen über Glaubensfragen macht, deren Inhalt weder bewiesen, noch geistig/seelisch überhaupt richtig eingeordnet werden können! -
Dass aber in Dir nur wenig Liebe wohnt, merkt wohl so mancher bereits an Deinem Ton, den Du hier im Forum anderen Erdenbürgern (immerhin Deine Sternenbrüder!) gegenüber regelmäßig anschlägst!
Das Gottesthema ist schon von größeren Denkern, als Dir, nach allen Richtungen, positiv wie auch negativ, abgeklopft worden.
Es kam nichts Brauchbares dabei heraus, demnach steht es im Ringen um die >kosmische Wahrheit< immer noch 1 : 1 zwischen den beiden großen Lagern von Gläubigen und Atheisten! Jeder sollte sich also gut überlegen, ob er aus seiner kleinen Froschperspektive dieses große Thema gedanklich und sprachlich überhaupt im Ganzen umfassen kann, bevor er sich hier mit voreiligen kecken Behauptungen lächerlich macht. (Das gilt natürlich auch für die Verfechter aller Religionstheorien mit ihren aufgestellten Lehren!)
Bisher haben sich die unbekannten Dimensionen des Kosmos ihr Geheimnis jedenfalls noch nicht entreißen lassen!
Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.851

15.02.2015 20:19
#555 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat
wer oder was will denn ein Gott oder wollen Götter denn sein? Es ist doch klar, dass die Menschheit, seit sie denken kann, Grundlagen für das gesamte Naturgeschehen Erklärungen sucht. Aus dem Unverständnis heraus musste ein höheres Geschöpf erfunden werden, das natürlich dem menschlichen Denken entsprach.

@Sebastian,
die Vorstellungen über den ersten "Urgrund" sind dem Menschen (noch!?) verwehrt, da er ja mit seinem z. Z. beschränkten Bewusstsein auf der Zeitschiene der Erde auch erst recht spät auftauchte. - Jegliche positive, wie auch negative Vorstellung (als Denkansatz) zu diesem "Urgrund" ist wie ein suchendes Stochern im Dunkeln! Erstaunlich dabei aber bleibt, dass das >Gottesthema< auf diese Weise, ungeachtet der menschlichen Dogmen, stets äußerst lebendig geblieben ist und auch bleibt! -

Die Suche wird also noch lange weiter gehen, blickt man auf die Möglichkeiten der menschlichen Rasse - ungeachtet der Frage, ob auch noch andere intelligente Wesen in den Weiten des Kosmos ähnliche Fragen zum WOHER und WOHIN ihrer Existenz wälzen!?
Gruß von Reklov

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

15.02.2015 23:14
#556 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #551

Bei allem Respekt Qualle, weder ist die Existenz Gottes noch die Nichtexistenz erwiesen.
Woher beziehst Du solchen Quark.

.. wer logisch denken kann , wer seinen Verstand gebrauchen kann , wer mit offenen Augen durch die Welt geht , der wird sofort erkennen , daß jeder Glaube an ein unsichtbares Wesen , also an einen Gott oder Allah einfach Unfug ist .. außerdem haben die "Gläubigen" mal endlich nachzuweisen , wo denn nun bitte ihr Gott geblieben ist ... denn hier im Forum wurde schon so oft darüber diskutiert und genügend Fakten gebracht, daß Gott nicht existent sein kann ... "siehe Wohnungsnot im Himmelreich" ... seit Jahrtausenden versucht man immer und immer und immer wieder neue fadenscheinige Argumente zu bringen , daß Gott / Allah doch vorhanden sei und immer und immer und immer wieder brechen diese Argumente dann zusammen ... und das seit Jahrtausende ....
Zitat von Gysi im Beitrag #527

Ein Atheist glaubt nicht an einen Gott. Dahinter steht keine Ersatzhandlung, sondern nur Erkenntnisarbeit. Der Atheist "glaubt" an die Wirklichkeit.
.. und die Wirklichkeit hat nachgewiesen , daß es keinen Gott gibt ... und nun @ Reisender bring uns doch endlich mal Fakten wo dein Gott denn sein soll ...

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

15.02.2015 23:30
#557 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #554
Bisher haben sich die unbekannten Dimensionen des Kosmos ihr Geheimnis jedenfalls noch nicht entreißen lassen!

.. ach so .. sehr interessant .. nun soll dein Gott im Kosmos sein .. zu erst war er in den Wolken, dann im Himmel , dann auf dem Mond , dann im Universum nun soll er im Kosmos sein der Milliarden von Lichtjahre groß ist ... hoch interessant , wirklich absolut hochinteressant ... ich frage mich nur , wie ein einziger Gott so etwas erschaffen kann und dann über Milliarden von Lichtjahre ... und zu deinem Glück und Seelenheil schickte Gott , der Milliarden von Lichtjahre alt ist und das ganze Universum erschaffen hatte vor genau 2000 Jahre dann genau diesen Jesus auf diese Erde um die Menschheit zu retten , und dann auf diese Erde , obwohl es nachweislich noch zig Millionen andere Planete im Universum wie diese unsere Erde gibt , Wahnsinn , der absolute Wahnsinn , ich bin begeistert , ich könnte schreien vor Freude ... und wenn man dann noch eine Berechnung anstellen würde , das Zeitalter des Universums zu 100 % mit einem Menschenalter 100 Jahre im Vergleich , dann kannst du dir ja mal ausrechnen wieviel wenige Millisekunden der Mensch auf dieser Erde existiert ... aber das Problem liegt immer nur darin , daß man einfach nicht begreifen will , daß nach dem Tode des Menschen mit seinem Leben auf dieser Erde einfach Schluß ist ...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

16.02.2015 08:20
#558 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Glaubensqualle
.. wer logisch denken kann , wer seinen Verstand gebrauchen kann , wer mit offenen Augen durch die Welt geht , der wird sofort erkennen , daß jeder Glaube an ein unsichtbares Wesen , also an einen Gott oder Allah einfach Unfug ist ..

Und wer danach noch logisch weiter denkt, wer weiterhin seinen Verstand gebraucht und mit offenen Augen durch die Welt geht, wird diese Annahme immer und immer wieder hinterfragen und offen für Argumente sein, die dieser Annahme widersprechen. Bei vielen hört das logische Denken aber mit der Annahme: "Es gibt keinen Gott" einfach auf.

Zitat von Glaubensqualle
außerdem haben die "Gläubigen" mal endlich nachzuweisen , wo denn nun bitte ihr Gott geblieben ist ... denn hier im Forum wurde schon so oft darüber diskutiert und genügend Fakten gebracht, daß Gott nicht existent sein kann ... "siehe Wohnungsnot im Himmelreich" ... seit Jahrtausenden versucht man immer und immer und immer wieder neue fadenscheinige Argumente zu bringen , daß Gott / Allah doch vorhanden sei und immer und immer und immer wieder brechen diese Argumente dann zusammen ... und das seit Jahrtausende ....

Den "Nachweis" für die Existenz eines Gottes muss sich jeder selbst erarbeiten wollen. Du hast dich mit der Thematik auf deine Weise beschäftigt und bist vorerst zu dem Schluss gekommen, dass es keinen Gott geben kann. Womöglich reicht dir dieses Maß an Erkenntnis für dein Leben aus. Andere Menschen erarbeiten sich die Erkenntnis anders, und kommen somit auch zu anderen Ergebnissen. Daher ist es winig nützlich von anderen einen Nachweis zu verlangen, den man selbst nicht begreifen kann oder will. Das führt zu nichts ausser ellenlangen Threads in einem Religionsforum, wo zwar viele Worte gemacht werden, die Erkenntnis aber auf der Strecke bleibt.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

16.02.2015 08:57
#559 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #554
Er (langjähriger starker Raucher!) litt schon seit über einem Jahr an Lungenkrebs. - Einen Tag später starb er.


An Lungenkrebs zu krepieren. Schöner kann der Empfang göttlicher Liebe nicht sein, oder?


Zitat von Reklov im Beitrag #554
Seine Frau (meine Schwester), die sich rührend um ihn gekümmert hatte, blieb die letzten 6 Stunden an seinem Bett, um ihm die Hand zu halten, bis er um 1 Uhr nachts die Augen schloss.


Was hat die Liebe zu seinem Ehepartner mit göttlichem Glauben zu tun. Meine Frau würde mich und ich umgekehrt sie ebenfalls auf dem Sterbebett nicht alleine lassen. Wir sind beide nicht gläubig.


Zitat von Reklov im Beitrag #554
Nein - ohne Liebe hätte sich die Menschheit wahrscheinlich schon längst ausgerottet, hätte auch nicht die Kraft gehabt, sich den zerstörerischen, lieblosen Gedanken und Kräften, die immer dort vehement in Stärke auftreten, wo LIEBE total fehlt, entgegen zu stemmen!


Liebe ist ein biologisch und chemischer Vorgang im Gehirn. Ich verweise hier auf einen Beitrag von mir, den ich vor ca. einem Jahr gepostet hatte. Es ging um einen Mann, der einen kleinen Tumor im Präfrontallappen hatte, der durch eine Operation entfernt werden musste:

Zitat von Blackysmart im Beitrag RE: Subjekt und SEIN......

Vor wenigen Wochen sah ich auf Spiegel Geschichte einen Beitrag über das menschliche Gehirn. Dabei wurde auch von einem Mann berichtet, bei dem ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Er war verheiratet und seine Frau bezeichnete ihn als sehr liebevollen und einfühlsamen Menschen. Nach dem operativen Entfernen des Tumors fragte die Frau die Ärzte, was mit ihrem Mann denn los sei, er sei nicht mehr ihr Mann den sie kannte. Untersuchungen zeigten, dass der Mann alle seine Gefühle verloren hatte. Seine geistigen Fähigkeiten wie Verstand und Intelligenz waren unverändert gut. Er berichtete jedoch selbst, dass er sich nur noch an seine früheren Gefühle erinnern könne, aber er fühle nichts mehr. Seine Frau liess sich von ihm scheiden, unterstützte ihn aber weiter bei seiner Behandlung.

Bei weiteren Tests ergab sich, dass der Mann auch Situationen, bei denen wir "aus dem Bauchgefühl" heraus handeln, nicht mehr korrekt einschätzen konnte. So versagte der Mann bei einem Glücksspiel, bei dem normale Menschen mit Vernunft und geringem Risiko langsam Geld gewinnen konnten. Der Mann ohne Gefühle hatte jedoch schlicht und einfach kein "Gefühl" für das Risiko und trotz gleichbleibender Intelligenz verlor er regelmäßig, weil er zu hohes Risiko einging. Als man ihn darauf ansprach, konnte er sein Verhalten trotz besseren Wissens nicht ändern. Diese Beispiel zeigt deutlich, dass Gefühle wie Liebe eine Funktion unseres Gehirns sind, und keinesfalls übernatürlich. Wenn Liebe übernatürlich wäre, wäre sie nicht an die physikalische Funktion einer Gehirnregion gebunden.



Liebe hat sich im laufe der Evolution als Voraussetzung zu einer erfolgreichen Vermehrung der eigenen Art entwickelt. Genauso hat sich aber auch Aggression, Gewaltbereitschaft, Fremdenfeindlichkeit, Neid und Gier entwickelt. Es ist Realitätsverweigerung und Rosinenpickerei, alle bösen Dinge dem Menschen zuzuschreiben und die positiven Aspekte als göttliche Güte darzustellen.


Zitat von Reklov im Beitrag #554

Übrigens: Jeder hier stellt sich ein Armutszeugnis aus, wenn er urteilende Aussagen über Glaubensfragen macht, deren Inhalt weder bewiesen, noch geistig/seelisch überhaupt richtig eingeordnet werden können!


Was ist eine urteilende Aussage? Wenn ich behaupte, der persönliche Gott der Christen ist reine Erfindung, erlaube ich mir ein Urteil über Glaubensfragen. Wenn Du behauptest, Dein Gott ist Realität und für Dich Wahrheit, ist das ebenfalls eine urteilende Aussage.

Außerhalb Deines Glaubens würdest Du nie Dinge felsenfest behaupten, die weder beweisbar, noch geistig und seelisch einordnbar wären. Wenn jemand behaupten würde, die Schatztruhe am Ende des Regenbogens wäre tatsächlich existent, würdest Du von dieser Person Beweise verlangen. Wenn er keine Beweise hätte würdest Du sagen, seine Aussage sei weder begründbar noch beweisbar, und deshalb falsch. Wie würdest Du nun reagieren, wenn der Verfechter der Schatztruhentheorie sich eine urteilende Aussage über seine Behauptung verbittet und Dir aufgrund Deiner Kritik ein Armutszeugnis ausstellt?


Zitat von Reklov im Beitrag #554
Das Gottesthema ist schon von größeren Denkern, als Dir, nach allen Richtungen, positiv wie auch negativ, abgeklopft worden. Es kam nichts Brauchbares dabei heraus, demnach steht es im Ringen um die >kosmische Wahrheit< immer noch 1 : 1 zwischen den beiden großen Lagern von Gläubigen und Atheisten!


Bei der Überprüfung der Theorie, ob es eine Schatztruhe am Ende des Regenbogens gibt, kam bisher auch nichts brauchbares heraus. Zwischen Kritikern und Befürwortern steht es bisher 1:1.

Bei folgenden Themen ist die Lage genauso:

- Existenz von Trollen
- Existenz von Vampiren
- Existenz von fliegenden, rosa und unsichtbaren Einhörnern
- Beweis für das Leben schwabbeliger, grüner Schleimaliens mitten unter uns
- Entführung durch Aliens
- Übersinnliche Fähigkeiten
usw. usw. usw.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

16.02.2015 09:11
#560 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #558
Und wer danach noch logisch weiter denkt, wer weiterhin seinen Verstand gebraucht und mit offenen Augen durch die Welt geht, wird diese Annahme immer und immer wieder hinterfragen und offen für Argumente sein, die dieser Annahme widersprechen. Bei vielen hört das logische Denken aber mit der Annahme: "Es gibt keinen Gott" einfach auf.


Welche überprüfbaren Argumente für einen Gott gibt es denn, die einen logisch denkenden Menschen überzeugen könnten? Ich meine handfeste Argumente und keine ungewisse Spekulationen, an die man bestenfalls begründungslos glauben könnte.

Wenn es keine logischen Argumente für die Existenz eines Gottes gibt, warum sollte ich dann bei religiösen Dingen so handeln, wie ich es im wirklichen Leben niemals tun würde?


Zitat von SnookerRI im Beitrag #558
Den "Nachweis" für die Existenz eines Gottes muss sich jeder selbst erarbeiten wollen.


Dann muss man also selbst einfach "glauben wollen". Mit handfesten und nachweisbaren Argumenten hat das meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Einen Nachweis für das Postulat "Gott" ist trotz jahrtausendelanger Versuche noch nie gelungen.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.02.2015 09:21
#561 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #551

Bei allem Respekt Qualle, weder ist die Existenz Gottes noch die Nichtexistenz erwiesen.
Woher beziehst Du solchen Quark.

.. wer logisch denken kann , wer seinen Verstand gebrauchen kann , wer mit offenen Augen durch die Welt geht , der wird sofort erkennen , daß jeder Glaube an ein unsichtbares Wesen , also an einen Gott oder Allah einfach Unfug ist .. außerdem haben die "Gläubigen" mal endlich nachzuweisen , wo denn nun bitte ihr Gott geblieben ist ... denn hier im Forum wurde schon so oft darüber diskutiert und genügend Fakten gebracht, daß Gott nicht existent sein kann ... "siehe Wohnungsnot im Himmelreich" ... seit Jahrtausenden versucht man immer und immer und immer wieder neue fadenscheinige Argumente zu bringen , daß Gott / Allah doch vorhanden sei und immer und immer und immer wieder brechen diese Argumente dann zusammen ... und das seit Jahrtausende ....

Zitat von Gysi im Beitrag #527

Ein Atheist glaubt nicht an einen Gott. Dahinter steht keine Ersatzhandlung, sondern nur Erkenntnisarbeit. Der Atheist "glaubt" an die Wirklichkeit.
.. und die Wirklichkeit hat nachgewiesen , daß es keinen Gott gibt ... und nun @ Reisender bring uns doch endlich mal Fakten wo dein Gott denn sein soll ...

..................................
Erstens ist es nicht mein Gott,
zweitens habe ich nirgendwo die Existenz Gottes behauptet,
das wäre mir als Agnostiger völlig fremd,
und drittens habe ich lediglich gesagt, dass es für Gott weder Beweise noch Nichtbeweise gibt,
da Gott nicht Bestandteil wissenschaftlicher Forschung ist oder überhaupt sein kann.
Du bist gläubier als jeder Theist.
Du glaubst nicht nur, dass Gott nicht gibt, Du glaubst sogar, dass Dein Glauben Wissen sei.

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2015 09:40
#562 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #561

Bei allem Respekt Qualle, weder ist die Existenz Gottes noch die Nichtexistenz erwiesen.
Woher beziehst Du solchen Quark..
.. na schau ... wie ungehalten du schon reagierst , fast wie ein fanatischer Moslem .. und bei allem Respekt @ Reisender , die Nichtexistenz von Gott oder Allah ist schon längst bewiesen , nur die willst es einfach nicht wahrhaben , einfach nur immer behaupten , es gibt Gott oder dann schrieben : " .. beweise es doch.." , sind nur billige Ausreden , da liegt das Problem ... aber dein Glaube , an wen auch immer , das darfst du selber mit dir ausmachen , mir ist das so etwas von S***egal ...


Zitat von Reisender im Beitrag #561

Du glaubst nicht nur, dass Gott nicht gibt, Du glaubst sogar, dass Dein Glauben Wissen sei.
.. darum ja auch " Glaubensqualle " ... solltest du mir morgen deinen Gott präsentieren , aber bitte mit Beweise , dann glaube ich an ihn ...

.. oder , du hattest mal selber geschrieben :

Zitat von Reisender im Beitrag #561

Wie ein großer Physiker sagte, mit jeder neuen Theorie zieht sich Gott mit leisem Lachen
in immer tiefere Tiefen des Universums zurück.

.. und meine Anmerkung dazu : um für immer und ewig zu verschwinden

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2015 09:53
#563 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #553

Zitat
Ich durchmähe die letzten Tage eure Threads schon pausenlos
@Gysi,
Frage: Früher bekam ich stets eine Nachricht, wenn ich mich zu einem Thema geäußert hatte. Dann aber brach dieser Automatismus plötzlich ein???
Gibt es hierzu techn. Gründe?

.. dann liegt es an deinem Puter , der hat wohl etwas geändert , geh` in Einstellungen und aktiviere es wieder , ganz einfach ..
für dich : > Einstellungen > Benachrichtigungen >

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

16.02.2015 10:05
#564 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Blackysmart
Welche überprüfbaren Argumente für einen Gott gibt es denn, die einen logisch denkenden Menschen überzeugen könnten? Ich meine handfeste Argumente und keine ungewisse Spekulationen, an die man bestenfalls begründungslos glauben könnte.



Man könnte die Suche nach diesen Argumenten mit einer Frage eröffnen: Was ist der Ursprung von Information? Daran schließen sich weitere Fragen an: Warum ist Leben auf unserem Planeten möglich? Was ist der Ursprung des Lebens? (Leben aus lebloser Materie?) Zu all diesen Fragen gibt es sowohl theistische als auch atheistische Denkmodelle. Die Argumente sind also auf beiden Seiten vorhanden. Zuweilen wird sogar ein gemeinsames Argument unterschiedlich bewertet und interpretiert. Und hierin liegt dann die Kernherausforderung: Ein Argument, das mich an einen Gott denken lässt, führt dich in das genaue Gegenteil. Daher lege ich persönlich Wert darauf, dass beide Seiten offen bleiben, für die Argumente der jeweils anderen. Dabei geht es primär nicht so sehr darum, einen unwiderlegbaren Beweis für eine bestimmte Annahme zu erbringen, sondern einfach darum, den Dialog in dieser gegensätzlichen Thematik offen und sachlich zu halten.

Zitat von Blackysmart
Dann muss man also selbst einfach "glauben wollen".

Womöglich derat, wie man auch den Erkenntnissen - dem aktuellen Vermutungswissen der Wissenschaften einfach glauben wollen muss. Zum Beispiel kennen die wenigsten überhaupt die grundsätzlichen Annahmen des Evolutionstheorums, geschweige denn die inhaltliche Kritik daran. Trotzdem "glauben" sie daran, dass die Schlussfolgerungen aus diesem Theorum unzweifelhaft der Wirklichkeit entsprechen. Und hier bemerkt man schon: Einfach "glauben wollen" ist wenig hilfreich. Das gilt für Theisten wie für Atheisten.

Zitat von Blackysmart
Mit handfesten und nachweisbaren Argumenten hat das meiner Meinung nach nicht viel zu tun. Einen Nachweis für das Postulat "Gott" ist trotz jahrtausendelanger Versuche noch nie gelungen.



Solange man sich mit den "handfesten und nachweisbaren Argumenten" auf die materielle Wissenschaft beschränkt, die die Annahme eines Gottes von vornherein ausschließt, wird man den Nachweis tatsächlich nicht liefern können. Dabei ist die entscheidende Frage abermals die nach dem "Warum".


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Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2015 10:38
#565 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #564
Was ist der Ursprung von Information? Daran schließen sich weitere Fragen an: Warum ist Leben auf unserem Planeten möglich? Was ist der Ursprung des Lebens? (Leben aus lebloser Materie?) Zu all diesen Fragen gibt es sowohl theistische als auch atheistische Denkmodelle.
.. falsch .. du solltest dich mal etwas mehr bilden .. diese Sachen sind alle schon wissenschaftlich nachgewiesen worden , nur du willst es nicht akzeptieren , warum auch immer ...

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

16.02.2015 11:21
#566 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Snooker
Und hier bemerkt man schon: Einfach "glauben wollen" ist wenig hilfreich. Das gilt für Theisten wie für Atheisten.


Richtig. Glauben, also religiös glauben ist keine Willensfunktion. Man kann nicht willentlich glauben. Um etwas glauben zu können gibt es nur zwei Wege:
1. Man findet großen Gefallen am Glaubensinhalt (z.B. ewiges Leben und Himmelreich). Man wünscht sich sehnlich, daß es wahr sein soll, darum weist man jeden kritischen Gedanken sofort ab - und glaubt es.
2. Der Glaubensinhalt ist einfach überzeugender als alles andere. So ist z.B. die Evolution viel überzeugender und vernünftiger als ein Bastelgott, der in seinem Hobbykeller Giraffen und Löwen aus Lehm knetet und Bakterien und Viren züchtet und sich neue Krankheiten für die Menschen ausdenkt, weil er sie doch so sehr lieb hat.

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2015 11:27
#567 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #566
Richtig. Glauben, also religiös glauben ist keine Willensfunktion.
.. ach .. ist ja interessant .. also der Glaube des Menschen , das was er glaubt , ist also nach deiner These nicht sein eigener Wille , dann kann es ja nur noch Gehirnwäsche sein ... von Geburt an mit der Muttermilch eingetrichtert ..
Zitat von Ahriman im Beitrag #566
darum weist man jeden kritischen Gedanken sofort ab..
.. also doch der eigene Wille .. oder ,, also widerschreibst du dich ...

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

16.02.2015 11:44
#568 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Also ich kann nicht mehr an Gott glauben - so wie damals als Konfirmand. Beim besten Willen nicht, es geht einfach nicht!

_____________________________________
Glaubst du noch oder denkst du schon?

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

16.02.2015 11:45
#569 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #568
Also ich kann nicht mehr an Gott glauben - so wie damals als Konfirmand. Beim besten Willen nicht, es geht einfach nicht!

.. und die obligatorische Frage dann : warum

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

16.02.2015 12:31
#570 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Ahriman
1. Man findet großen Gefallen am Glaubensinhalt (z.B. ewiges Leben und Himmelreich). Man wünscht sich sehnlich, daß es wahr sein soll, darum weist man jeden kritischen Gedanken sofort ab - und glaubt es.

Das wäre dann wohl Glauben im Sinne von "nicht wissen"; vielleicht noch ein hoffen wollen, aber die Grundlage wäre die persönliche Wunschvorstellung. Besser ist es doch, wenn man kritische Gedanken zulässt - an selbigen aber auch Kritik üben darf. Dann kann der Glaube auch eine Willensfunktion sein oder werden/bleiben.

Zitat von Ahriman
2. Der Glaubensinhalt ist einfach überzeugender als alles andere. So ist z.B. die Evolution viel überzeugender und vernünftiger als ein Bastelgott, der in seinem Hobbykeller Giraffen und Löwen aus Lehm knetet und Bakterien und Viren züchtet und sich neue Krankheiten für die Menschen ausdenkt, weil er sie doch so sehr lieb hat.

Ja in der Tat. Wenn man dieses Gottesverständnis in die Kritik führt ist die Evolution im Verhältnis dazu wesentlich überzeugender und vernünftiger.


In Memory of Soul-Society

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

16.02.2015 13:56
#571 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #564
Man könnte die Suche nach diesen Argumenten mit einer Frage eröffnen: Was ist der Ursprung von Information?


Wenn man realistisch ist heißt die Antwort darauf, man weiß es (noch) nicht. Wenn man religiös ist, bastelt man sich aus dem "Ich weiß es nicht" einen göttlichen "Bob der Baumeister" zusammen und verschiebt damit nur eine konkrete Frage eine Ebene weiter ins Transzendente, über das man erst recht nichts wissen kann. Die Frage, woher kommt denn "Bob der Baumeister" wird dann von den Gläubigen zumeist als unzutreffend bezeichnet, weil "Bob" angeblich keiner Erklärung bedarf.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #564
Daran schließen sich weitere Fragen an: Warum ist Leben auf unserem Planeten möglich? Was ist der Ursprung des Lebens? (Leben aus lebloser Materie?)


Alles in diesem Universum ist aus dieser von Dir so bezeichneten "leblosen Materie". Der Unterschied zwischen einem Stein und uns ist lediglich die unterschiedliche Organisationsform der Materie. Hat nicht die kleinste Einheit der Materie, das Atom, bereits vielfältige Eigenschaften, die es mit anderen Atomen interagieren lässt? Ein Atom besitzt Masse, Ladung und Volumen, wobei von Masse und Ladung Kräfte ausgehen, nämlich Gravitationskraft und elektrische Anziehungs- und Abstoßungskraft. Außerdem befinden sich die sogenannten "Elementarteilchen" des Atoms (Positron, Neutron und Elektron) entweder in Bewegung (die Elektronen) oder zeigen innere Bewegung bei äußerer Ruhe (Positron und Neutron), besitzen also Bewegungskräfte (Elektron) Rotationskräfte (innere Kräfte) oder Kraftfelder. Dieses "dumme, leblose Stück Materie" verbindet sich zu Gruppen und komplexen Strukturen mit anderen Atomen und das ohne Veranlassung Dritter oder dem Einfluss von Intelligenz. Diese "Selbstorganisation" schafft es sogar, komplexe Moleküle, die Grundbestandteile von lebenden Zellen sind, zu entwickeln.

Der Ursprung des Lebens? Seit dem Urknall haben sich komplexe Strukturen gebildet, die wiederum andere Organisationsformen der Materie zuließen.
Warum ist Leben auf der Erde möglich? Weil auf der Erde genau die Bedingungen vorherrschten, damit sich die "leblose Materie" entsprechend organisieren konnte.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #564
Womöglich derat, wie man auch den Erkenntnissen - dem aktuellen Vermutungswissen der Wissenschaften einfach glauben wollen muss.


Hier verfällst Du in ein für gläubige Menschen typisches Verhaltensmuster. Um den eigenen, begründungslosen Glauben zu rechtfertigen und aufzuwerten, muss man den gegnerischen Standpunkt erst einmal herabwürdigen.

Wie sieht die wissenschaftliche Erkenntnis bei einem Flugzeug aus? Ist es nur Vermutungswissen, dass ein Flugzeug aufgrund aerodynamischer Gesetzmäßigkeiten ab einer bestimmten Geschwindigkeit abhebt? Oder kann man mit Gewissheit sagen, dass die Gesetze der Aerodynamik zutreffen und man sich darauf verlassen kann, dass das Flugzeug sicher fliegt?

Solltest Du mit Vermutungswissen einige spezielle Grenzbereiche der Wissenschaft meinen, die noch nicht gesichert sind, schreib das bitte auch so, denn da stimme ich mit Dir überein. Generell jedoch die Erkenntnisse der Wissenschaften als "Vermutungswissen" zu diffamieren, halte ich für unseriös. Oder für ein Zeichen mangelhafter Bildung, was ich bei Deinen bisherigen Beiträgen eigentlich ausschließen möchte.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #564
Zum Beispiel kennen die wenigsten überhaupt die grundsätzlichen Annahmen des Evolutionstheorums, geschweige denn die inhaltliche Kritik daran. Trotzdem "glauben" sie daran, dass die Schlussfolgerungen aus diesem Theorum unzweifelhaft der Wirklichkeit entsprechen. Und hier bemerkt man schon: Einfach "glauben wollen" ist wenig hilfreich. Das gilt für Theisten wie für Atheisten.


Bisher haben alle wissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten Jahrzehnte die Evolutionstheorie gestützt. Die meiste Kritik die ich an der Evolutionstheorie registriere, ist religiös motiviert und bietet keinerlei Antworten, nur "Gott war's".

Mit dem Mitforist Michael 1 hatte ich mich hier schon heftigst über die Evolutionstheorie gestritten. Als ich ihm schrieb, dass Wale Reste von Bein-, Schienbein und Fußknochen besitzen, stritt er das als Fälschung der evolutionsüberzeugten Wissenschaftler ab. Später musste er dann bestätigen, dass es diese Knochen tatsächlich gibt. Er bastelte sich jedoch seine eigene, glaubenskonforme Lösung zurecht, nach dem die Knochen keine Beinknochen seien, sondern Verankerungspunkte für Sehnen und Muskeln des Unterleibs der Wale. Sein Glaube befahl ihm, die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Tierbiologen und Walexperten zu verwerfen und einfach so dem Schöpfungsmythos der Bibel zu glauben. Er sprach ständig von den "Wissenschaftsgläubigen", die keinerlei Beweise hätten und auch nur glaubten.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #564
Solange man sich mit den "handfesten und nachweisbaren Argumenten" auf die materielle Wissenschaft beschränkt, die die Annahme eines Gottes von vornherein ausschließt, wird man den Nachweis tatsächlich nicht liefern können. Dabei ist die entscheidende Frage abermals die nach dem "Warum".


Was genau meinst Du mit dem Begriff der "materielle Wissenschaft"? Gibt es eine "nichtmaterielle Wissenschaft" und auf welche Weise wird durch diese "nichtmaterielle Wissenschaft" überprüfbares, falsifizierbares Wissen geschaffen?

Welches gesichertes Wissen kann man über etwas erlangen, dass per Definition unsichtbar, unfassbar, unfühlbar, unhörbar, unnachweisbar ist? Das ist spekulativer Glaube und keine Wissenschaft. Deshalb sind auch in tausenden von Jahren mit Milliarden von Gläubigen keine Nachweise für irgendwelche Götter gelungen. Im Gegenteil, Gläubige argumentieren sogar damit, dass man sowohl die Nichtexistenz als auch die Existenz eines Gottes nicht beweisen könne und führen dies als Begründung für ihren Glaubens an.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.02.2015 14:32
#572 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie, Nobelpreisträger 1928, achtfacher Ehrendoktor, Mitglied von 4 deutschen und 10 ausländischen Universitäten:
"Wohin und wieweit wir also blicken mögen, zwischen Religion und Naturwissenschaft finden wir nirgends einen Widerspruch, wohl aber gerade in den entscheidenden Punkten volle Übereinstimmung. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Gott steht für den Gläubigen am Anfang für den Physiker am Ende allen Denkens."

Albert Einstein (1879-1955), deutscher Physiker, Begründer der Relativitätstheorie, Nobelpreisträger 1921:
"Die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat sie kaum begriffen ...
"Jedem tiefen Naturforscher muss eine Art religiösen Gefühls naheliegen, weil er sich nicht vorstellen mag, dass die ungemein feinen Zusammenhänge, die er erschaut, von ihm zum ersten Mal gedacht werden. Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich eine grenzenlos überlegene Vernunft."
"Nicht Gott ist relativ, und nicht das Sein, sondern unser Denken."

Paul Sabatier (1854-1941), französischer Chemiker und Nobelpreisträger 1912:
"Naturwissenschaft und Religion in Gegensatz zu stellen ist Sache von Leuten, die schlecht unterrichtet sind in der einen wie in der anderen Wissenschaft."

Arthur Stanley Eddington (1882-1944), britischer Astrophysiker:
"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort - keiner der Erfinder des Atheismus war Naturforscher. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen."

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

16.02.2015 15:10
#573 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Reisender im Beitrag #572

Max Planck (1858-1947), ...
Albert Einstein (1879-1955), ...
Paul Sabatier (1854-1941), ...
Arthur Stanley Eddington (1882-1944), ...


"Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben."
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Menschliches, Allzumenschliches)

Was befähigt die oben aufgeführten Personen, eine Aussage über ein unbeweisbares Wesen zu treffen? Die Erkenntnis, dass sie an Grenze ihrer Erklärungsmöglichkeiten gestoßen sind? Wie oft wurde diese Grenze in den letzten Jahrhunderten erreicht und aufgrund des Mehrwissens wieder ein Stück verschoben.

"Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist."
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Der Antichrist)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.02.2015 15:20
#574 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #573
Zitat von Reisender im Beitrag #572

Max Planck (1858-1947), ...
Albert Einstein (1879-1955), ...
Paul Sabatier (1854-1941), ...
Arthur Stanley Eddington (1882-1944), ...


"Angewöhnung geistiger Grundsätze ohne Gründe nennt man Glauben."
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Menschliches, Allzumenschliches)

Was befähigt die oben aufgeführten Personen, eine Aussage über ein unbeweisbares Wesen zu treffen? Die Erkenntnis, dass sie an Grenze ihrer Erklärungsmöglichkeiten gestoßen sind? Wie oft wurde diese Grenze in den letzten Jahrhunderten erreicht und aufgrund des Mehrwissens wieder ein Stück verschoben.

"Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist."
(Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Der Antichrist)


Ich weiß nicht, was ausgerechnet Wissenschaftler, die ganz maßgeblich unsere moderne Zeit prägten, zu solchen Aussagen bewegt.
Aber jedes Mehrwissen, wie Du es nennst, führt immer zu einem Mehr an Fragen. Die Glaubensqualle hält in seiner schlichten Weltsicht
alle wissenschaftlichen Theorien für erwiesene Wirklichkeiten.

In Johannes 1,1-3 sagt Gott, daß alles, was geworden ist, durch das Wort geworden ist.
Das Wort ist Information.

Die Quantenphysik sagt dasselbe, nur mit anderen Worten.

Prof. Dr. Hans-Peter Dürr (Atomphysiker):
Materie ist letztlich gar nicht aus Materie aufgebaut! ... Es gilt nicht mehr die Vorstellung, dass der Stoff, die Materie das Primäre und die Beziehung zwischen dieser, ihre Relationen, Form und Gestalt, das Sekundäre ist. Die moderne Physik dreht diese Rangordnung um: Form vor Stoff, Relationalität vor Materialität. Es fällt uns schwer, uns reine Gestalt, Beziehungen ohne materiellen Träger vorzustellen... eine solche immaterielle "Gestalt", gewissermaßen ein formiertes Nichts, eine ganzheitliche, hochdifferenzierte Formstruktur.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.02.2015 15:55
#575 RE: Atheismus = realistisch........... antworten

Der vor zwei Wochen verstorbene, legendäre amerikanische Physiker Professor John A. Wheeler sagte: "Viele Physiker hofften, dass die Welt in gewissem Sinne doch klassisch sei – jedenfalls frei von Kuriositäten wie großen Objekten an zwei Orten zugleich. Doch solche Hoffnungen wurden durch eine Serie neuer Experimente zunichtegemacht."

Last, not least macht auch der britische Kernphysiker und Molekularbiologe Jeremy Hayward von der Universität Cambridge aus seiner Überzeugung keinen Hehl: "Manche durchaus noch der wissenschaftlichen Hauptströmung angehörende Wissenschaftler scheuen sich nicht mehr, offen zu sagen, dass das Bewusstsein neben Raum, Zeit, Materie und Energie eines der Grundelemente der Welt sein könnte", versichert er. Zusammenfassend kommt er zu dem Schluss, dass das menschliche Bewusstsein möglicherweise sogar grundlegender als Raum und Zeit sei.

Sollten sich die Thesen der Avantgarde unter den Physikern in nachfolgenden Forschungen bestätigen, dürfte dies unser Weltbild maßgeblich beeinflussen. So würden sich Naturwissenschaft und Religion fortan nicht mehr als Gegensätze gegenüberstehen. Vielmehr könnten sie sich komplementär ergänzen – geradewegs wie der rechte und der linke Schuh eines Menschen.

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