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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 76 Antworten
und wurde 3.115 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | 2 | 3 | 4
Athon Offline




Beiträge: 2.275

11.03.2014 16:19
Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Ich – überzeugter Atheist - nehme ein tragisches Ereignis vor wenigen Tagen zum Anlass, mich erstmalig in diesem Forum zu äußern und vielleicht Antworten zu erhalten.

Durch eine Verkettung mehr als unglücklicher Umstände ist vor kurzem eine liebe Kollegin meiner Frau im Alter von 49 Jahren tödlich verunglückt. Auch ich bin davon tief betroffen, weil ich sie persönlich kennenlernen durfte und sie als einen liebenswerten, zutiefst gläubigen Menschen empfand und nun natürlich auch mit meiner Frau intensiv mitleide.

Ich habe seither – beruflich bedingt - sehr viele Menschen getroffen und einigen von diesem tragischen Geschehen erzählt. Eine Frau, von deren Gottesglauben ich wusste, fragte ich nach dem Sinn dieses Todes. Sie erklärte mir, dass sie davon überzeugt sei, „dass Menschen, die früh sterben, woanders gebraucht würden“. Auch meine Frau hat gleichlautende Antworten aus verschiedenen Richtungen erhalten.

Frage an das Forum: Wo werden diese Menschen/Seelen gebraucht, von wem und vor allem: Wofür? Und warum sind Menschen, die „altersgerecht“ sterben, offenbar von diesem „Bedarf“ ausgenommen?

Es tut mir leid, aber ich kann eine solche Argumentation in keinster Weise nachvollziehen. Ich bin der festen Überzeugung, dass dieser Mensch h i e r für ganz profane Dinge wesentlich dringender gebraucht würde:

Für den Arbeitsplatz, der nun verwaist ist und nahezu unmöglich von meiner Frau zusätzlich bewältigt werden kann. Fachkräfte sind leider Mangelware.

Für die Tochter, die nun ihr Studium ohne finanzielle Hilfe der Mutter voraussichtlich nicht mehr fortführen kann.

Für die beiden liebenswerten Hunde, die nun ohne ihr Frauchen leben und leiden müssen.

Für mich selbst habe ich somit beschlossen, dass es einen solchen Gott nicht geben kann!

Ich bin mir bewusst, dass ich nur schwer zufriedenstellende Antworten auf meine Frage, warum dieser Mensch sterben musste, bekommen werde. Aber, vielleicht sind ja einige dabei, die über das übliche „Gottes Wege sind unergründlich“ hinausgehen.

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.379

11.03.2014 16:39
#2 Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hallo Athon, herzlich willkommen erst mal hier im RF!

Zitat
Für mich selbst habe ich somit beschlossen, dass es einen solchen Gott nicht geben kann!

Aber Atheist bist du doch nicht erst seit jetzt?

Ich bin selber Atheist. Was soll ich jetzt sagen? Es tut mir leid für dich und deine Frau. Wir kennen uns nicht. Aber es ist so. Der Tod ist für den Toten keine Qual, nur für die Überlebenden. Wer lebt, leidet. Trotzdem wollen wir leben, und das ist ja auch gut und richtig so. Soll ich jetzt mit meinen Ewigkeits-Theorien kommen? Nee, ein anderes Mal. Bei Wunsch.

Ich weiß nur aus eigener Erfahrung: Nur die Realität macht glücklich und füllt dich aus. Fühlen ist wichtig, auch die Trauer fühlen. Wer voll fühlt, hat es leichter, Abschiede zu akzeptieren, auch seinen eigenen Abschied irgendwann.

Das Leben ist so. Es hat nicht nur die schönen Seiten. Meistens eigentlich die hässlicheren. Man empfindet es so.
Wir müssen das Leben so nehmen wie es ist. Kämpfen, wo es geht, das ja. Kopf hoch.

"Only the good die young!", sangen die Queen nach dem Tod von Freddie Mercury. Na, damit mag man sich trösten, und das funktioniert vielleicht auch. Aber stimmen tut es nicht. Das Leben selbst - als Naturereignis - ist nicht gerecht.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 2.275

11.03.2014 19:58
#3 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hallo, Gysi,

danke für die Willkommensgrüße und den Beistand! Nein, natürlich bin ich Atheist schon, seit ich angefangen habe, logisch zu denken. Deswegen habe ich meiner Überzeugung aus das Wort "kann" angehängt. Das es Gott nicht gibt, ist uns beiden klar. Vielleicht holen wir uns aber auch im Nachhinein nasse Füße, wenn die Wissenschaft in ungefähr 10.000 Jahren Dinge entdeckt hat, die wir uns heute nicht vorstellen können und dann daraus zumindest die MÖGLICHKEIT resultiert, es gibt da irgendetwas/irgendwen... Oder es kommt genau anders herum, und man findet einen Beweis, dass es Gott nicht geben KANN, weil... In diesem Falle würde ich gern die Gesichter der klerikalen Hardliner sehen. Aber, das wird uns leider nicht vergönnt sein.

Ich bitte übrigens schon jetzt um Nachsicht, wenn ich nicht so intensiv im Forum aktiv sein kann. Ich arbeite zu unterschiedlichen Tageszeiten und gehe erst im nächsten Jahr in den Ruhestand. Dann geht's aber los...

Grüße aus Berlin

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Fouad Morabit Offline




Beiträge: 95

11.03.2014 23:23
#4 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hallo Athon das tut mir sehr leid das es so kommen muss ich denke mit dem Tod hat jeder Mensch sich auseinander zu stezen jeder von uns hat schon jemanden verloren den er sehr lieb hat, das ist aber nun die Raeletät des Lebens und der Tod ist der grösste Beweiss dafür das es einen Gott gibt.

So berichtet der Islam im koran über den Tod über Menschen, Gott Allah sagt folgendes in seinem Buch,

Qur’an: Allah, der Erhabene, spricht:
"Jede Seele wird den Tod zu kosten bekommen. Und euer Lohn wird wahrlich (erst) am Tag des Gerichts voll ausbezahlt werden. Und wer dann dem Höllenfeuer entrissen und in den Paradiesgarten eingelassen wird, dem wird Erfolg beschieden sein. Und das diesseitige Leben ist nichts als ein trügerischer Genuss. "(3:185)

"Und keine Seele weiß, was sie morgen erwerben wird, und keine Seele weiß, in welchem Land sie sterben wird." (31:34)

"Und wenn Allah die Menschen wegen ihrer Ungerechtigkeit bestrafen würde, würde er kein einziges Lebewesen auf der Erde belassen. Doch Er gewährt ihnen Aufschub bis zu einer festgesetzten Frist. Und dann, wenn ihre festgelegte Zeit abgelaufen ist, so können sie sie um keine Stunde aufschieben oder vorverlegen." (16:61)

Fouad Morabit Offline




Beiträge: 95

11.03.2014 23:31
#5 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Das ist total Falsch Gysi nur die Lebenden Leiden ist nicht Korekt das ergibt keinen Sinn.

Sobald der Mensch stirbt geht das Realstische Leben erst dann richtig los : Glaube an das Leben nach dem Tod

Hier ein Link dazu : http://www.islamreligion.com/de/articles/38/

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.379

12.03.2014 08:29
#6 Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Fouad Morabit
Das ist total Falsch Gysi nur die Lebenden Leiden

Die TOTEN leiden?

Zitat
Sobald der Mensch stirbt geht das Realstische Leben erst dann richtig los :

Siedendes Wasser trinken, ohne daran sterben zu dürfen, ich weiß...

Zitat
Glaube an das Leben nach dem Tod

LEBEN nach dem Tod! LEBEN also! Ich rede vom Tod! Der Tote leidet nicht! Aber der wiedereweckte Tote LEBT doch!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Barclay Offline



Beiträge: 17

12.03.2014 13:52
#7 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hallo Athon, mein Beileid zu Deinem Verlust.
Es ist bezeichnend daß die Frage nach dem "warum" immer erst dann gestellt wird wenn wir einen Verlust erleiden,
wenn Menschen die uns nahe standen sterben oder wir selber "an der Reihe" sind.
Ganz genau so wie es viele unterschiedliche Beweggründe für das Stellen der Frage gibt, so sind auch die Anforderungen an eine als befriedigend empfundene Antwort höchst unterschiedlich.
Mir persönlich stellt sich eine solche Frage zum Beispiel gar nicht. Nach einem "warum" zu fragen setzt voraus, daß man von einem höheren Sinn-, einer auf den ersten Blick nicht ersichtlichen Zweckmässigkeit eines Ereignisses ausgeht.
Geht man von der Existenz eines Gottes aus und nimmt weiterhin an daß dieser mit Allmacht ausgestattet ist, dann kann man fragen warum dieser Gott es zulässt daß Menschen sterben, bzw aktiv dafür sorgt daß sie sterben oder das durch Unterlassung billigend in Kauf nimmt.
Geht man (so wie ich) nicht davon aus daß ein solches Fabelwesen existiert, dann ist der Tod die zwangsläufige Konsequenz des Geborenwerdens, das unausweichliche Ende der bewussten Existenz als natürliche Folge eines unablässigen Prozesses von Werden und Vergehen.
Was jedoch von den meisten Menschen als Qualitätsmerkmal für eine mögliche Antwort auf die Frage nach dem Warum zwingend erwartet wird, ist ihre Fähigkeit die eigenen Erwartungen an eine solche "gute" Antwort zu erfüllen.
Es geht nicht darum eine Erkenntnis zu gewinnen, eine Wahrheit zu entdecken, sondern darum eine Antwort zu finden die den Schmerz lindert. Und da ist nun einmal für schlichtere Gemüter die Antwort "Gott" eine prima Lösung.
Man kann die Tatsache des Todes ganz einfach ignorieren und sagen "Die sind ja gar nicht tot, die Seele lebt ja weiter". Das hilft über den ersten Schmerz hinweg und bietet zudem den Vorteil daß es die Angst vor dem eigenen Tod mildert wenn man sich vorstellt daß man ja gar nicht wirklich sterben muß sondern an einen "schöneren Ort" geht.

Die Klugheit der Theologen wird oft überschätzt,
weil man ihnen auch noch die Dummheit der Gläubigen als Verdienst anrechnet.

Wu Offline




Beiträge: 416

12.03.2014 15:00
#8 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #1

Frage an das Forum: Wo werden diese Menschen/Seelen gebraucht, von wem und vor allem: Wofür? Und warum sind Menschen, die „altersgerecht“ sterben, offenbar von diesem „Bedarf“ ausgenommen?




Auch von mir noch Herzliches Beileid.

Das mit woanders gebraucht werden scheint mir so typisches kapitalistisches Denken zu sein. Der/die geht jetzt wo anders arbeiten.
Früher durften Tote noch ruhn.Bei den Trost stimme ich ja Barclay zu. Trost ist für jeden anders. Ich arbeite als Begleiter von geitig und körperlich Behinderten. Letztes Jahr ist bei uns eine Bewohnerin mit 30 an Krebs gestorben.
Darauf hin ein Bewohner: Sie ist jetzt an einem besseren Ort.
Ein anderer: Nein sie ist jetzt bei den Würmern. Aber immer noch besser, als zu einem Ort zu kommen, wo es von Christen nur so wimmelt.

Zitat
Geht man (so wie ich) nicht davon aus daß ein solches Fabelwesen existiert, dann ist der Tod die zwangsläufige Konsequenz des Geborenwerdens, das unausweichliche Ende der bewussten Existenz als natürliche Folge eines unablässigen Prozesses von Werden und Vergehen.



Das trifft sehr meine Sichtweise. Und ich glaube auch, daß es andere Trostvarianten gibt als höhere Wesen.
Von Buddha gibt es die Geschichte, daß eine Frau mit ihrem gerade gestorbenen Baby zu ihm kam, und ihn bat, es wiederzuerwecken. Buddha sagte: Bring mir erst ein Samenkorn aus einer Familie, in der noch nie jemand gestorben ist. Die Antwort die sie bekam war stets: Das Samenkorn kannst du bekommen, aber bei uns ist schon jemand gestorben. Irgendwann begriff sie.

Die andere Geschichte handelt vom Tod von Zhuangzis Frau (Zhuangzi ist ein chinesischer Weiser, der später als Mitbegründer des philosophischen Daoismus galt):

Zitat
Zhuangzis Ehefrau war gestorben. Als Huizi kam, um ihm zu kondolieren, fand er Zhuangzi, der mit ausgestreckten Beinen auf dem Boden hockte, auf einer Schüssel bzw. auf einem Topf trommelte und sang. Huizi sagte: ›Ihr habt
mit ihr zusammengelebt, sie hat Eure Kinder aufgezogen und wurde alt. Ist es nicht schon genug, daß Ihr bei ihrem Tod nicht um sie klagt, aber auf einem Topf zu trommeln und zu singen, geht das nicht zu weit?‹
Zhuangzi sagte: ›Nicht doch! Als sie gerade gestorben war, wie sollte es mir da anders ergangen sein wie jedem anderen auch. Aber dann besann ich mich auf ihren Anfang und darauf, daß sie ursprünglich nicht geboren war. Sie war nicht nur nicht geboren, sie hatte ursprünglich auch keine Form, keine Gestalt. Sie hatte nicht nur keine Form, sie hatte ursprünglich auch keinen Lebensatem, keine Lebensenergie. In der Mischung des Nebulösen und Verschwommenen kam es zu einer Wandlung und da war Lebensatem, Lebensenergie. Der Lebensatem wandelte sich und da war eine Form, eine Gestalt. Die Form wandelte sich und da war Geburt und sie hatte Leben. – Jetzt kam es wieder zu einer Wandlung und sie ist tot. Es ist wie die Folge der vier Jahreszeiten vom Frühling zum Herbst und vom Winter zum Sommer. Nun liegt sie (mit dem Gesicht nach oben) und schläft im großen Raum [zwischen Himmel und Erde]. Wenn ich sie mit meinem Oh weh, oh weh! verfolgen würde, hieße dies, die Bestimmung nicht zu verstehen, also habe ich damit aufgehört.‹



Zhuangzi Kap. 18.2.


Eine Möglichkeit mit den eigenen Tod unzugehen schildert der bekennende Atheist und Antitheist Christopher Hitchens (Von dem auch das Buch "Der Herr ist kein Hirte. Wie Religion die Welt vergiftet" stammt) in "Endlich. Mein Sterben."

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Pleurotus Offline



Beiträge: 123

12.03.2014 15:59
#9 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #1


Ich bin mir bewusst, dass ich nur schwer zufriedenstellende Antworten auf meine Frage, warum dieser Mensch sterben musste, bekommen werde. Aber, vielleicht sind ja einige dabei, die über das übliche „Gottes Wege sind unergründlich“ hinausgehen.


Hallo im Forum auch von mir und mein Beileid.

Naja, nachdem wie du den Umstand des Todes der Kollegin deiner Frau geschildert hast, war das ganze wohl ein Unfall. Manche nennen das dann Schicksal, Gott hat sie zu sich geholt oder sonst etwas. Als Atheist muss ich sagen, dass sie wohl einfach Pech gehabt hat, zur falschen Zeit am falschen ort, wie auch immer. Das passiert täglich und ist anfangs schwer zu verstehen, legt sich in der Regel aber auch wieder, weil man ja selbst weitermachen muss. Unfälle solcher Art gewinnen vllt. nur dann einen "Sinn", wenn man sich bemüht noch mehr aus seinem Leben rauszuholen, eben weil man durch solche Geschichten vor Augen geführt bekommt, wie schnell das eine Leben das man hat vorbei sein kann.

Alles Gute vorerst, die Trauer wird schon vorbeigehen.

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Ave, monstrum magnum spaghetti!

Titus Offline



Beiträge: 479

12.03.2014 16:41
#10 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #6

Zitat von Fouad Morabit
Das ist total Falsch Gysi nur die Lebenden Leiden
Die TOTEN leiden?

Zitat
Sobald der Mensch stirbt geht das Realstische Leben erst dann richtig los :

Siedendes Wasser trinken, ohne daran sterben zu dürfen, ich weiß...

Zitat
Glaube an das Leben nach dem Tod

LEBEN nach dem Tod! LEBEN also! Ich rede vom Tod! Der Tote leidet nicht! Aber der wiedereweckte Tote LEBT doch!




Da haben wir wieder so eine irrationale Aussage eines Moslems, die wir immer wieder ignorieren, weil sie - die Aussage - dem denkenden Menschen total widersinnig ist.
Mit "wir ignorieren" meine ich unsere hochintellegenten Politiker, die die mörderische Kraft dieser Todesideologie einfach nicht zur Kennnis nehmen wollen.

Ich sage ganz bewußt "Ideologie" - mit Religion im positiven Sinn hat der Islam nichts zu tun. Religion ist in unserem Verständnis vom vorgegebenen Ziel positiv.
Ich hörte den Begriff, vorgetragen von Moslems mit Stolz "unsere Religion ist die Religion des Todes!", bereits öfter.

Nur - hat sich jemals ein Immam, ein Mufti oder ein Ayatollah freiwillig in die Luft gesprengt, um nun endlich tot zu sein und eine glückliches "Leben" beginnen zu können?

Ich bin nun seit vielen Jahren hier im Forum (so ca. von Anfang an, meine ich..) und möchte nicht in Verdacht geraten nun ebenfalls meinen Verstand irgendwo abgelegt zu haben:
Ich halte jede Religion für gefährlich und verlogen. Ich bin sicher, daß es keinen Gott im Sinn der Religionen gibt. Meine Religion ist die Vernunft.
Hätten alle Religiösen, Politiker und Religionsfunktionäre "Vernunft", gäbe es keine Kriege.......

Titus - ich denke, also summe ich, sagte die Biene...... ()

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Michael1 Offline



Beiträge: 840

12.03.2014 19:28
#11 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Athon

Zitat

1)Ich – überzeugter Atheist - nehme ein tragisches Ereignis vor wenigen Tagen zum Anlass, mich erstmalig in diesem Forum zu äußern und vielleicht Antworten zu erhalten.


2) Ich bin mir bewusst, dass ich nur schwer zufriedenstellende Antworten auf meine Frage, warum dieser Mensch sterben musste, bekommen werde. Aber, vielleicht sind ja einige dabei, die über das übliche „Gottes Wege sind unergründlich“ hinausgehen.



Hi Athon!
Ad 1) Diese Aussage ist alles, nur nicht atheistisch. Atheisten denken anders über den Tod, was nicht nur deprimierend, sondern auch unlogisch und irrational ist, denn der Mensch ist für die Ewigkeit geschaffen worden. Schon Physik lehrt uns, dass die Energie weder vernichtet nocht neugeschaffen werden kann, selbst dann nicht, wenn sie devastiert wird.
Lassen wir Epikur über den Tod sprechen:

Zitat
"Das Schauerlichste der Übel, der Tod, betrifft uns nicht, denn solange wir noch da sind, ist der Tod nicht da, ist der Tod aber da, so sind wir nicht mehr da. Er betrifft also weder die Lebenden noch die Toten, denn auf die jene, die Lebenden, bezieht er sich nicht, diese, die Toten, aber sind nicht mehr da."



Warum haben wir eigentlich Furcht vor dem Tod? Die Antwort ist klar: Der Tod wird als Übel denunziert. Allein schon durch unser Verhalten beweisen wir die Richtigkeit der Auffassung, dass es besser ist zu sein als nicht zu sein, d. h. wir beweisen die Richtigkeit des ontologischen Optimismus. Nun aber, dem Übel des Todes können wir entgehen, weil es zwei Möglichkeiten gibt.
-Den Tod unseres Körpers müssen wir zwar zugeben, aber die Unsterblichkeit unserer persönlichen Seele annehmen.
-Den Tod als Übel einfach bestreiten, wie es Epikur tat.
Warum sollte Epikur gegen allgemeine Meinung der Religionen beweisen, dass unser Totsein uns nicht betrifft, wenn es tatsächlich so harmlos wäre? Wenn man sich Biblische Berichte anschaut, verliert das Argument von Epikur seine Gültigkeit. Bedenke, wie man sein Totsein gar nicht denken kann, so kann man es auch nicht wollen. Jedes Lebewesen, und insbesondere Mensch widersetzt sich dem Tode.
So sagt es bereits der Psalmist: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden". Unser Leben ist ein Gut, und keiner verliert es gerne.

Was ist eigentlich Seele?

Zitat
Die Seele des Menschen ist das Prinzip seines Lebens - lebendiger geistlicher Teil des Menschen, weil der Mensch aus zwei Elementen, Materie und Geist, besteht. Die Seele des Menschen ist ein Teil aus Gott, so sagt uns das Wort Gottes: Da machte Gott der Herr den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. (1. Mose 2,7). Diese Wahrheit, dass die Seele selbst ein Teil von Gott ist, hat der Apostel Paulus in seiner Ansprache in Athen auf folgende Weise ausgesprochen: Denn in ihm leben, weben und sind wir (Apg 17,28).
Das Leben und die Bewegung unseres Körpers ist von dem Odem des Lebens aus Gott abhängig. Als am Anfang der Herr den Körper des Menschen bildete, war der Körper unbeweglich, untätig, tot, bis der Herr den Odem des Lebens in seine Nase blies, ein ewiger Teil von sich, Teil seines Wesens. Das bedeutet: Vereinigung des göttlichen Odems des Lebens mit dem toten Körper. Und nur so ist der Mensch lebendig, handlungsfähig, aktiv geworden. Die Abwesenheit des göttlichen Odems des Lebens, die Abtrennung vom Körper, macht den Menschen untätig, tot. Die Seele ist der Antrieb des Körpers, geistlich lebendig Kraft aus Gott.


Bedenke nur folgendes: Eine frische menschliche Leiche ist physiko-chemisch identisch mit dem lebenden Menschen. Sie hat noch die INFORMATION drinnen, dennoch ist der Mensch tot. WARUM ist er tot?

Ort der Seele nach dem Tod des Leibes

Zitat
Wenn die Seele nach dem Tod vom Leib getrennt ist, so bleibt der Leib auf der Erde, von wo er genommen ist und wo er verwest. Mit der Seele ist es ganz anders. Sie bleibt nicht mehr auf der Erde, neben dem Leib, wie manche Religionen es lehren. Sie befindet sich an einem Ort, wo sie weiter unabhängig vom Leib existiert. Über den Ort der Seele nach dem Tod des Menschen steht klar im Worte Gottes: Denn der Staub muss wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat (Prediger 12,7).Wenn ein Mensch vor seinem Tod gläubig war, so geht seine Seele in die Gegenwart Gottes ein. Diese Wahrheit ist von unserem Herrn Jesus im Neuen Testament bestätigt worden. In Lukas 16,22 steht geschrieben: Es begab sich aber, dass der Arme starb und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoss. Und in Lukas 23,42-43 lesen wir: Und er sprach: Jesus, gedenke an mich, wenn du In dein Reich kommst. Und Jesus sprach zu Ihm: Wahrlich, ich sage dir. Heute wirst du mit mir im Paradiese sein.Von der Verklärung Jesu auf dem hohen Berg lesen wir: Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia; die redeten mit ihm (Matth. 17,3). Wiederum eine Bestätigung, dass die Seele des gestorbenen Menschen nicht bei dem verwesten Leib auf der Erde bleibt. Die Apostel haben auch darüber geschrieben: Ich achte es aber für billig, solange ich in dieser Hütte bin, euch zu erinnern und zu erwecken; denn Ich weiss, dass ich meine Hütte bald verlassen muss, wie mir denn auch unser Herr Jesus Christus kundgetan hat (2. Petr. 1,13-14). Wenn der Apostel Petrus vom Verlassen seiner Hütte schreibt, dann ist klar zu verstehen, dass seine Seele nach dem Tod des Leibes nicht auf dieser Erde bleibt.In der Offenbarung Kap. 6,9 und 10 schreibt Johannes: Und da es das fünfte Siegel auftat, sah ich unten am Altar die Seelen derer, die getötet waren um des Wortes Gottes und um Ihres Zeugnisses willen. Und sie schrieen mit grosser Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und Wahrhaftiger, wie lange richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf Erden wohnen? Noch eine Bestätigung, dass die Seele - der Odem des Lebens - nicht beim verstorbenen Leibe bleibt.Auf Grund der Bibelstellen, die ich aufgezählt habe, ist klar zu erkennen, dass sich die Seelen der Gläubigen nach dem Tod des Leibes in der Gegenwart Gottes befinden bis zu der Zeit, zu der ER, der Ewige und Allmächtige, den Befehl erteilen wird, dass die Seelen zum Leib zurückkehren sollen. Wir bezeichnen diesen Vorgang nach dem Worte Gottes als "Auferstehung der Toten".Die Seele des ungläubigen Menschen geht nach seinem Tod in die Finsternis, wo sie bis zum Gericht behalten wird. Über diesen schrecklichen Ort und Zustand der Seelen der Ungläubigen wird im Wort Gottes ebenso berichtet wie über den Ort der Gläubigen. In Matth. Kap. 8,11-12 lesen wir: Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Osten und Westen und mit Abraham und lsaak und Jakob im Himmelreich sitzen; aber die Kinder des Reichs werden ausgestossen in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappen.In den Gleichnissen von der königlichen Hochzeit und den anvertrauten Zentnern spricht der Herr wieder über diesen Ort der Finsternis. Da sprach der König zu seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füsse und werfet ihn in die Finsternis hinaus! Da wird sein Heulen und Zähneklappen (Matth. 22,13). Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis; da wird sein Heulen und Zähneklappen (Matth. 25,30). Am Tage der Auferstehung wird die Seele des Ungläubigen mit seinem unverweslichen Leib vor dem Richterstuhl des Herrn stehen, um das entscheidende Urteil für die Ewigkeit zu empfangen, wonach sie, die Seele, in den feurigen Pfuhl geworfen wird. Und so jemand nicht gefunden ward geschrieben in dem Buch des Lebens, der ward geworfen in den feurigen Pfuhl (Offb. 20,15).Kann man eine solche Seele aus diesem Ort retten? Viele glauben und lehren, dass der Mensch daraus gerettet oder erkauft werden kann. Eine solche Lehre hat keinen biblischen Grund, sie ist eine verführerische und falsche Lehre. Nach dem Tode gibt es keine Busse und keine Errettung mehr, auch wenn Zigtausende von sogenannten Christen für die Seelen in der Hölle beten. Das hilft nicht! Wenn wir von dem reichen Mann und dem armen Lazarus in Lukas 16, 19-31 lesen, müssen wir feststellen, dass er genau wusste, dass er sich in der Hölle befand und es für ihn keine Rettung mehr geben konnte. Deswegen bat er Abraham, seine fünf Brüder, die noch auf der Erde waren, zu warnen. Wenn der Mensch einmal in der Hölle ist, so ist niemand auf Erden imstande, ihn von dort zu retten. Das Wort Gottes sagt: Kann doch keiner einen andern auslösen oder für ihn an Gott ein Sühnegeld geben (Psalm 49,8).http://www.searchfind.ch/faq/seeletod.htm



Ad 2) Dieser Mensch musste biologisch sterben weil seine Tage gezählt worden sind, wie traurig das auch klingen mag... Der Tod ist uns sicher, aber die Todesstunde nicht. Das verleiht unserer Zukunft eine ungewisse Perspektive. Das lehrt uns die BIBEL. Das ist rational ind logisch. Der biologische Tod ist fast Allgegenwärtig im Leben. Das Leben geht aber weiter. Epikur hat kein Recht mit seiner Argumentation. Er ist allein und verloren.
Das der Mensch nach dem biologischen Tod weiterhin lebt bestätigt uns noch mal die BIBEL:

Zitat
13 Und der König sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Was siehst du? Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe einen Geist heraufsteigen aus der Erde. 14 Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann herauf und ist bekleidet mit einem Priesterrock. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und fiel nieder. 15 Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, dass du mich heraufbringen lässt?(1. Samuel 28,13-15 )



Wie Du siehst, man stirbt gar nicht! Nun aber Trauer muss sein, weil wir Menschen emotionale Wesen sind. Die Materie hat keine Empathie mit niemanden, aber der Geist schon. Wir können lieben. Die Materie kann nicht lieben, sonst würden die Steine weinen um Kollegin deiner Frau. Die tun es aber nicht! Warum?

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Fide, sed qui, vide!

Barclay Offline



Beiträge: 17

13.03.2014 08:12
#12 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #11


Ad 1) Diese Aussage ist alles, nur nicht atheistisch. Atheisten denken anders über den Tod, was nicht nur deprimierend, sondern auch unlogisch und irrational ist, denn der Mensch ist für die Ewigkeit geschaffen worden. Schon Physik lehrt uns, dass die Energie weder vernichtet nocht neugeschaffen werden kann, selbst dann nicht, wenn sie devastiert wird.


Genau. Esoteriker sind da aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Sie denken sich einfach irgendeinen Unsinn über "Seelen" und "Energie" aus,
schwurbeln über Entropie und Energieerhaltungssätze obwohl sie gar keine Ahnung haben was das ist, behaupten jeder der was anderes sagt sei unlogisch und fühlen sich ganz toll.
Wenigstens ist das alles nicht so deprimierend wie die "atheistisch unlogische Denkweise". Die Anhänger der esoterischen "alles ist unendliche Liebe"
Lehre erkennt man an ihren glücklichen und zufriedenen Gesichtern auf Beerdigungen *lol*

Die Klugheit der Theologen wird oft überschätzt,
weil man ihnen auch noch die Dummheit der Gläubigen als Verdienst anrechnet.

Vitoria Offline



Beiträge: 59

13.03.2014 10:49
#13 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hallo Athon,

auch mein Beileid. Auch ich bin religionsfrei, und deshalb hat mich Dein Eingangsbeitrag etwas erstaunt:

Zitat von Athon

Frage an das Forum: Wo werden diese Menschen/Seelen gebraucht, von wem und vor allem: Wofür? Und warum sind Menschen, die „altersgerecht“ sterben, offenbar von diesem „Bedarf“ ausgenommen?



Vor langer Zeit starb meine Schwägerin, die ich sehr gern hatte, durch einen tragischen Unfall. Wir alle empfanden darüber tiefen Schmerz. Aber mir ist nie die Frage nach dem Sinn dieses Todes gekommen, am allerwenigsten die nach irgendeinem Weiterleben ihrer Seele.

Wenn wir Leben und Tod unter unpersönlichen Aspekten betrachten, sehen wir schnell, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens nicht besonders sinnvoll ist. Welchen Sinn kann es haben, dass Menschen - vom Säugling bis zur Großmutter - in natürlichen wie menschengemachten Katastrophen (jüngstes Beispiel: Syrien) unter grausamsten Umständen ums Leben kommen? Welchen Sinn kann es haben, dass ein Säugling geboren wird und bald darauf wieder stirbt, bevor er sein Leben über die biologisch mögliche Zeitspanne gehabt hat? Ich bin fest davon überzeugt, dass das Leben keinen "höheren" Sinn hat, ebensowenig wie der Tod. Der Tod ist bei allen Lebewesen biologisch vorprogrammiert, und wenn eine Pflanze eingeht oder ein Hund / eine Katze stirbt, fragt kaum ein Mensch nach dem Sinn dieses Todes und einer weiterlebenden Seele - auch kein religiöser; und doch handelt es sich um Lebewesen mit Gefühl und Persönlichkeit, also "Seele", wie wir. Religiösen Menschen ist anscheinend nur das menschliche Leben kostbar, und zwar in erster Linie das eigene, in zweiter in der Familie oder Freunden, und dann kommt lange nichts. Die Unmengen von Toten außerhalb unseres unmittelbaren Blickfeldes scheinen wir zu ignorieren - vielleicht, weil wir sonst erkennen müssten, dass der Einzelne über das eigene soziale Umfeld hinaus keine Rolle spielt.

Was also ist der Sinn des Lebens? Es so zu gestalten, dass wir es möglichst genießen, dabei anderen nach Möglichkeit aber auch nützlich sein können, und keine Spur von Schaden hinterlassen.

Athon Offline




Beiträge: 2.275

13.03.2014 16:34
#14 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hallo, Vitoria

zunächst danke ich hier stellvertretend allen, die auf meinen Beitrag geantwortet und ihr Mitgefühl ausgedrückt haben.

Meine Frage nach der Verwendung der Menschen/Seelen nach dem Tode hat wohl etwas für Verwirrung hinsichtlich meiner atheistischen Weltanschauung geführt. Zur Verdeutlichung: Ich glaube nicht an das Vorhandensein einer Seele im religiösen Sinn. M. E. ist die "Seele" eines Menschen lediglich sein Bewusstsein: "Ich bin ich, ein Mensch namens XYZ". Man kann wohl getrost davon ausgehen, dass dieses Bewusstsein beim Eintritt des körperlichen Todes ebenfalls erlischt. Wiederbelebte Menschen, die berichtet haben, dass sie ihren Körper sozusagen von außen haben betrachten konnten, dürften nach meinem Dafürhalten wohl eher den noch wenige Augenblicke vorhandenen eigenen Wahrnehmungs- oder Erinnerungsfunktionen des Gehirns erlegen sein.

Meine Frage in meinem Eingangsbeitrag nach der Verwendung der Menschen/Seele nach dem Tode sollte eher mein Unverständnis darüber ausdrücken, dass mir eine gläubige Frau allens Ernstes erklärte, der jung gestorbene Mensch
werde eben woanders gebraucht. Da ich sie selbst nicht mehr weiter befragen wollte, ohne dadurch ein länger andauerndes Zerwürfnis zu riskieren (die Dame ist eine Kundin von mir), habe ich diese Frage hier im Forum gestellt.

Also, liebe Gläubigen, versucht einem starrköpfigen ignoranten Menschen wie mir, diese Frage zu beantworten, wofür (jüngere) Menschen/Seelen nach dem Tode ganz plötzlich gebraucht werden und alte Menschen/Seelen angeblich nicht?!

Ich muss auch noch erwähnen, dass sich die Verstorbene nach neuesten Erkenntnissen noch etliche Minuten mit fürchterlichen Schmerzen gequält haben muss. Es bricht mir das Herz, wenn ich dann lese, dass dieser Tod wohl sein musste. Ein sog. gütiger Gott hätte dies sicherlich auch anders "lösen" können!!!

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

14.03.2014 08:17
#15 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #11
. denn der Mensch ist für die Ewigkeit geschaffen worden. Schon Physik lehrt uns, dass die Energie weder vernichtet nocht neugeschaffen werden kann, selbst dann nicht, wenn sie devastiert wird.


Und das sagt der, der behauptet, das Universum könne nicht ewig bestehen...

Du weißt also genau, dass Dein Gott keine Energie vernichten kann und daher nicht allmächtig ist. Ist schon sehr interessant, Deine immer währenden Widersprüche zu beobachten.

Michael1 Offline



Beiträge: 840

14.03.2014 13:29
#16 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Unser Geist, der auch als Energie gesehen werden kann, weil es keine Masse darstellt, ist ewig. Das hat Gott so gewollt, weil Er selbst absoluter Geist ist!

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Fide, sed qui, vide!

Athon Offline




Beiträge: 2.275

14.03.2014 14:59
#17 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #16
Unser Geist, der auch als Energie gesehen werden kann, weil es keine Masse darstellt, ist ewig. Das hat Gott so gewollt, weil Er selbst absoluter Geist ist!


Aber, hallo!
Dann hat Einstein also unrecht, oder was??? Es ist eindeutig erwiesen, dass Masse und Ernergie äquivalent sind, jede Masse entspricht somit einer bestimmten Menge Energie und umgekehrt! Oder willst Du allen Ernstes behaupten, E=mc2 wäre eine Formel zur Erzeugung von Sprudelwasser...???

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Michael1 Offline



Beiträge: 840

14.03.2014 16:32
#18 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Athon

Zitat


Aber, hallo!
Dann hat Einstein also unrecht, oder was??? Es ist eindeutig erwiesen, dass Masse und Ernergie äquivalent sind, jede Masse entspricht somit einer bestimmten Menge Energie und umgekehrt! Oder willst Du allen Ernstes behaupten, E=mc2 wäre eine Formel zur Erzeugung von Sprudelwasser...???



E0=mc^2 gilt nur als die Äquivalenzbeziehung ausschließlich im Zusammenhang mit der lorentzinvarianten Masse m und der Ruheenergie E_{0}=mc^{2}.
Relativistische Gesamtenergie, bezogen auf sog. relativistisch-dynamische Masse, gilt nicht.

Mensch Meier, Äquivalenz bedeutet keinesfalls -IDENTITÄT-. Masse und Energie sind nicht identisch und können keinesfalls synonym gebraucht werden. Masse und Energie sind eigentlich Eigenschaften der Materie. Nun aber, die Quantenphysik sagt uns dezidiert, dass die Materie faktisch inexistent ist. Heisenberg, Feynman und Dürr sagen klar und deutlich: Wenn wir die Materie immer weiter auseinandernehmen, in der Hoffnung die kleinste, gestaltlose, reine Materie zu finden, bleibt am Ende nichts mehr übrig, was uns an Materie erinnert. Am Schluss ist kein Stoff mehr da, nur noch Form, Gestalt, Symmetrie und Beziehung. Also, die Materie ist immateriell. Das Primäre ist Beziehung, der Stoff das Sekundäre. Am Ende bleibt nur Information, etwas was mehr Geistigen ähnelt, als der Materie. Es gibt vor der Plancks`schen Mauer keine Teilchen, die unzerstörbar, die mit sich selbst weder identisch noch äquivalent bleiben, sondern wir haben ein "feuriges Brodeln", KMS-Zustand, ein ständiges Entstehen und Vergehen, bis alles in die reine geistige Information übergeht. (Nach Dürr!)

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Fide, sed qui, vide!

Fouad Morabit Offline




Beiträge: 95

15.03.2014 23:19
#19 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zum diesem Thema möchte ich mich gerne beteiligen aus der Islamischen sicht.

Die Einzige ware Wahrheit über den Tod und wo die Menschen nach diesem Leben hin kommen beschreibt der Koran folgedens.

Die Seele eines jeden Menschen verlässt seinen Körper im Augenblick des Todes. Jeder muss ins Grab gehen, bevor er in die Hölle oder ins Paradies gelangt (ausser dem Märtyrer; Anm.). So wie jeder im Körper seiner Mutter sein muss, bevor er auf die Erde kommt, genauso wird er dieses Leben verlassen, um ein neues Leben im Grab aufzunehmen. Der Qur'an informiert die Menschen eindeutig, dass sie aus Erde erschaffen wurden und dass sie dahin zurückgebracht und dann wieder aus ihr hervorgebracht werden am Tag der Auferstehung.

In Sure Ta Ha sagt Allah (s.w.t.) das folgende:

"Aus ihr (der Erde) haben Wir euch erschaffen, und in sie bringen Wir euch zurück, und aus ihr bringen Wir euch ein andermal heraus." (Qur'an 20:55)

Hier kann jeder über den Tod eines Menschen nach lesen und die einzelheiten was genau mit dem Menschen nach dem Tod passiert:
http://www.tauhid.net/cyberlebenimgrab.html

Fouad Morabit Offline




Beiträge: 95

15.03.2014 23:35
#20 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Schaumal Gysi was ich für dich hier habe,

Ein Vers läßt einen Atheisten zum Islam übertreten.

Ein hochrangiger Atheist in Deutschland hat sich entschieden, den Koran zu studieren ….

Ein hochrangiger Atheist in Deutschland hat sich entschieden, den Koran zu studieren, um wissenschaftliche Fehler darin zu fördern, und die Muslime damit anzugreifen, damit sie aus ihrer Religion zu extrahieren, aber Gott wollte, dass er in seinem Traum sieht, dass er ertrinkt, und in dem Augenblick wo er fast erstickt plötzlich sagt: O Allah!! Er wachte erschreckt, und sagte zu sich, ich bin Atheist und wie könnte ich die Existenz von Gott zugeben?! Aber er öffnete den Koran und Gott wollte, dass er den Vers sieht, wo der Allmächtige Gott sagt: (Und wenn euch auf dem Meer ein Unheil trifft: entschwunden sind euch (dann auf einmal) jene (Götzen), die ihr (zuvor) an Seiner Statt angerufen habt.)[Al-isra:67] Da sagte er , diese Rede könnte niemals vom Menschen ausgeführt worden, sondern vom Allmächtigen Gott ..

Und da sagte er ich bezeuge, dass es kein Gott außer Allah gibt, und, dass Muhammed gesandter Allah ist.


Ps: Das kannst ja auch mal versuchen Gysi

Pleurotus Offline



Beiträge: 123

16.03.2014 01:50
#21 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Fouad Morabit im Beitrag #20
Schaumal Gysi was ich für dich hier habe,

Ein Vers läßt einen Atheisten zum Islam übertreten.

Ein hochrangiger Atheist in Deutschland hat sich entschieden, den Koran zu studieren ….

Ein hochrangiger Atheist in Deutschland hat sich entschieden, den Koran zu studieren, um wissenschaftliche Fehler darin zu fördern, und die Muslime damit anzugreifen, damit sie aus ihrer Religion zu extrahieren, aber Gott wollte, dass er in seinem Traum sieht, dass er ertrinkt, und in dem Augenblick wo er fast erstickt plötzlich sagt: O Allah!! Er wachte erschreckt, und sagte zu sich, ich bin Atheist und wie könnte ich die Existenz von Gott zugeben?! Aber er öffnete den Koran und Gott wollte, dass er den Vers sieht, wo der Allmächtige Gott sagt: (Und wenn euch auf dem Meer ein Unheil trifft: entschwunden sind euch (dann auf einmal) jene (Götzen), die ihr (zuvor) an Seiner Statt angerufen habt.)[Al-isra:67] Da sagte er , diese Rede könnte niemals vom Menschen ausgeführt worden, sondern vom Allmächtigen Gott ..

Und da sagte er ich bezeuge, dass es kein Gott außer Allah gibt, und, dass Muhammed gesandter Allah ist.


Ps: Das kannst ja auch mal versuchen Gysi


Ein hochrangiger Atheist weniger? Das verkraften wir mit links. ;)

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Ave, monstrum magnum spaghetti!

Wu Offline




Beiträge: 416

16.03.2014 07:44
#22 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Was ist ein hochrangiger Atheist? Gibt es unter Atheisten Ränge? Ein Bischof der Atheisten?
Letztens wäre es auch interessant, wer es ist.

Und vergiss nicht, das es auch ständig Muslime zu Nichtmuslimen werden. Theisten zu Atheisten.

Das ist also gar kein Grund.

Und viele Atheisten haben den Koran gelesen, und sich mit Grauen abgewendet.

Und so was abstruses als Beweis für die Existenz Allahs anzufügen, da muss man schon sehr verzweifelt sein. Mir klingt das immer danach, als müsstest du dich selbst ständig überzeugen, daß es Allah gibt.

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.379

16.03.2014 07:44
#23 Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Zitat von Fouad Morabit
Ein hochrangiger Atheist in Deutschland

Wer?

Zitat
Al-isra:67

Kann ich nicht finden. Welche Surennummer ist das?

Zitat
Das kannst ja auch mal versuchen Gysi

Was? Ersticken und dann: "Oh, Allah!" rufen? Hättste wohl gerne. Beides?

Ich empfehle dir, mal die Biografie des ägyptischen Journalisten und Freiheitskämpfers Hamed Abdel-Samad anzuschauen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Wu Offline




Beiträge: 416

16.03.2014 07:52
#24 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Hier kannst du sie nachlesen und deine Bekehrung finden.

http://www.koransuren.de/koran/sure17.html

Ein Beweis für die Gültigkeit des Koran ist, daß da schon auf die NSA hingewiesen wird:

Zitat
Er ist der, der (alles) hört und sieht.



Fouads Text hättest du hier kopieren können:

http://www.kaheel7.com/de/index.php?opti...sunna&Itemid=58

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"I think human consciousness is a tragic misstep in evolution. We became too self-aware. Nature created an aspect of nature separate from itself, we are creatures that should not exist by natural law."

True Detective

Michael1 Offline



Beiträge: 840

16.03.2014 11:05
#25 RE: Kann es Gott geben und wenn ja, warum? Antworten

Fouad Morabit
Gestern 23:35

Zitat
Schaumal Gysi was ich für dich hier habe,

Ein Vers läßt einen Atheisten zum Islam übertreten.

Ein hochrangiger Atheist in Deutschland hat sich entschieden, den Koran zu studieren ….
Ps: Das kannst ja auch mal versuchen Gysi


War das Ralph Giordano?

Zitat
"Ich frage mich, wie jemand, dem der Koran, diese Stiftungsurkunde einer archaischen Hirtenkultur, heilig ist, auf dem Boden des Grundgesetzes stehen kann... das eine schließt das andere aus“, schrieb der jüdische Autor am Donnerstag in einem offenen Brief an die türkisch-islamische Organisation Ditib. Die Ditib plant in Köln eine große Moschee zu zu bauen, was der Schriftsteller scharf verurteilt hatte. „Nicht die Moschee, der Islam ist das Problem!“, kritisierte Giordano. Der Koran sei eine „Lektüre des Schreckens und der Fassungslosigkeit, mit ihren unzähligen Wiederholungen, Ungläubige zu töten, besonders aber Juden“. In seinem Brief lehnte Giordano eine Einladung der Ditib zu einem Gespräch über den Islam und den Moscheebau ab.


Nachzulesen bei:
http://www.focus.de/politik/deutschland/..._aid_70018.html

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