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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 337 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Michael1 Offline



Beiträge: 840

28.03.2014 15:24
#151 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Wu,
das ist keine schöne Musik. A. C. ist mir bekannt, aber sie ist nicht mein Fall.

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Fide, sed qui, vide!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

28.03.2014 15:27
#152 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Blackysmart,
diese Musik ist spirituell, mystisch, d. h. nicht für jeden gedacht.

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Fide, sed qui, vide!

Geo ( gelöscht )
Beiträge:

28.03.2014 16:06
#153 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von wolf im Beitrag #149



Ja sicher.Aber jetzt steigst Du nur einmal weiter hinauf und versucht zu erkennen wem Du nicht mehr helfen würdest, der da vor Dir in Not geraten ist.
Ohne Gott kannst Du keine wahre Liebe und kein wahres Mitgefühl aufbringen.
Es wird nur ein Schein sein,der,kommt Dir der andere zu nahe, in Haß umschlagen wird.



Ich bin mir ganz sicher, dass ich das kann, Wolf.
Zumal Gott zu allen Zeiten selbst auch immer nur ein Instrument des Missbrauchs, der Nötigung, der Ausrede und des Brechens des freien Willens anderer Menschen war.

Als der christliche Glaube über Europa verbreitet wurde, geschah das nicht aus wahrem Mitgefühl, sondern mit dem Schwert, durch politische Intrigen, Kriegen um Machtinteressen.

Als der christliche Glaube in fremdem Ländern verbreitet wurde, geschah das nie aus Mitgefühl gegenüber den dort lebenden indigenen Völkern. 100 Millionen Opfer alleine in der sogenannten neuen Welt. Da wurden von den Missionaren Gottes manchmal Dutzende Indianer in einem Durchgang gehängt, stranguliert, geköpft... über den ganzen Tag waren das oft mehrere Hundert und das alles in der Überzeugung christlicher Nächstenliebe.

Den Kolonialisierungen überall in der Welt durch die christlichen Europäer, wurden immer von fanatischen Missionaren der Weg bereitet.

Ich denke also nicht, dass einer, der im Glauben an Gott jemand anderem etwas gutes tut, ein menschlicherer Mensch ist, als einer, der dabei nicht an Gott glaubt.

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

28.03.2014 17:15
#154 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Gott ist die "Liehiebe"

Zitat:
Vor wenigen Wochen sah ich auf Spiegel Geschichte einen Beitrag über das menschliche Gehirn. Dabei wurde auch von einem Mann berichtet, bei dem ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Er war verheiratet und seine Frau bezeichnete ihn als sehr liebevollen und einfühlsamen Menschen. Nach dem operativen Entfernen des Tumors fragte die Frau die Ärzte, was mit ihrem Mann denn los sei, er sei nicht mehr ihr Mann den sie kannte. Untersuchungen zeigten, dass der Mann alle seine Gefühle verloren hatte. Seine geistigen Fähigkeiten wie Verstand und Intelligenz waren unverändert gut. Er berichtete jedoch selbst, dass er sich nur noch an seine früheren Gefühle erinnern könne, aber er fühle nichts mehr. Seine Frau liess sich von ihm scheiden, unterstützte ihn aber weiter bei seiner Behandlung.

Diese Beispiel zeigt deutlich, dass Gefühle wie Liebe eine Funktion unseres Gehirns sind, und kei-nesfalls übernatürlich. Wenn Liebe übernatürlich wäre, wäre sie nicht an die physikalische Funktion einer Gehirnregion gebunden.


Einverstanden – Daie Liebe, sc. das Gefühl von Liebe, was angeblich Gott vor allem sei, ist eine Funktion des Gehirns, also materiell. Das Christentum ist in erster Linie eine Wohlfühlreligion: Auch wenn wir unvollkommen sind, sind wir doch angenommen, von einem Gott. Dieses Gefühl erzeugen wir selber.

Der Fall ist sehr aufschlussreich: Der Mann, der die Gefühle (Empathie etc.) verloren hat, funktioniert an sich noch gut im Alltag und im Beruf, nehme ich an. Er kann sich auf einer intellektuellen Ebene noch an die Gefühle erinnern, aber er empfindet sie nicht mehr. Das kann man nachvollziehen: Man kann auch das sexuelle Begehren ganz oder teilweise verlieren. Das ist eine Erscheinung des Alters (das Testosteron nimmt ab), oder der Menopause. Man kann auch das religiöse Gefühl für Gott, was ja ein sehr diffuses ist, da es etwas Nichtexistentes bezeichnet, verlieren. Manche Menschen habe ein ganz schwach ausgeprägtes Gefühl oder gar keines für „Gott“. Es fehlt ihnen einfach das „Gottes-Gen“. Das sollte man einfach akzeptieren.

Meine These: Gott ist eine Erweiterung des Ichs opder des Selbst. Der grosse Atheist D’Holbach sagte: Alles, was wir über Gott denken, nehmen wir aus uns selber. Wenn Gott als „Liebe“ bezeichnet wird, so ist das im limbischen System verankert. Mit der Liebe ist eigentlich meistens die Liebe zwischen Mann und Frau gemeint. Die Liebe ist der Überbau für den Sex, aber lassen wir das Thema einmal weg.

Man liebt jemanden und wird von ihr geliebt, oder man meint es wenigstens. Die Liebe, die jemand meint von Gott zu empfangen, produziert er/sie selber im limbischen System. Für die Frau des Mannes, welche sich vom wesensveränderten Mann scheiden liess, genügte die eigene einseitige Liebe anscheinend nicht, welche sie für den Mann vorher empfand. Sie hatte ihn geheiratet mit dem Versprechen, in guten wie schlechten Tagen zusammen zu sein, nehme ich an. Die gleiche Frage stellt sich, wenn ein Partner demenzkrank wird. Dann hilft nur die Erinnerung an den Menschen, wie sie einmal war und das Mitleid (hat ein Betroffener gesagt).

Also, das zeigt, der Mensch ist durch und durch ein materielles Wesen, und wenn er etwas von Gott ist die Liebe erzählt, so ist das eine Art Wahn oder frommer Selbstbetrug. Das ist ähnlich, wenn Frauen den Orgasmus faken und damit die eigene Lust steigern und zuweilen tatsächlich einen O. bekommen. Das hat eine Befragung gezeigt, wie ich kürzlich gelesen habe.
Oder, Die Religion ("Gott ist Liebe") ist eine Art Neurofeedback, man redet sich die These ein, d.h. konstruiert bewusst etwas, fühlt sich gut, was einem dann bei der These bestätigt. Da man aber nicht sicher ist, ob es tatsächlich so ist, oder ein Selbstbetrug, missionieren manche Menschen, um andere Menschen auch davon zu überzeugen.

Dieses religiös bestimmte Gefühl von Liebe, hat manche Menschen dazu gebracht, wunderbare Musik zu komponieren. Ich höre z.B. auch gerne die Musik von J.S. Bach oder schöne Kirchenlieder. Ich bin auch schon bei den Katholen in den Gottesdienst gegangen, um eine Mozart-Messe zu hören. Ich würde es bei Gelegenheit wieder tun.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Michael1 Offline



Beiträge: 840

30.03.2014 17:06
#155 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Seneca

Zitat
Gott ist die "Liehiebe"

Zitat:
Vor wenigen Wochen sah ich auf Spiegel Geschichte einen Beitrag über das menschliche Gehirn. Dabei wurde auch von einem Mann berichtet, bei dem ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Er war verheiratet und seine Frau bezeichnete ihn als sehr liebevollen und einfühlsamen Menschen. Nach dem operativen Entfernen des Tumors fragte die Frau die Ärzte, was mit ihrem Mann denn los sei, er sei nicht mehr ihr Mann den sie kannte. Untersuchungen zeigten, dass der Mann alle seine Gefühle verloren hatte. Seine geistigen Fähigkeiten wie Verstand und Intelligenz waren unverändert gut. Er berichtete jedoch selbst, dass er sich nur noch an seine früheren Gefühle erinnern könne, aber er fühle nichts mehr. Seine Frau liess sich von ihm scheiden, unterstützte ihn aber weiter bei seiner Behandlung.

Diese Beispiel zeigt deutlich, dass Gefühle wie Liebe eine Funktion unseres Gehirns sind, und kei-nesfalls übernatürlich. Wenn Liebe übernatürlich wäre, wäre sie nicht an die physikalische Funktion einer Gehirnregion gebunden.

Einverstanden – Daie Liebe, sc. das Gefühl von Liebe, was angeblich Gott vor allem sei, ist eine Funktion des Gehirns, also materiell. Das Christentum ist in erster Linie eine Wohlfühlreligion: Auch wenn wir unvollkommen sind, sind wir doch angenommen, von einem Gott. Dieses Gefühl erzeugen wir selber.

Der Fall ist sehr aufschlussreich: Der Mann, der die Gefühle (Empathie etc.) verloren hat, funktioniert an sich noch gut im Alltag und im Beruf, nehme ich an. Er kann sich auf einer intellektuellen Ebene noch an die Gefühle erinnern, aber er empfindet sie nicht mehr. Das kann man nachvollziehen: Man kann auch das sexuelle Begehren ganz oder teilweise verlieren. Das ist eine Erscheinung des Alters (das Testosteron nimmt ab), oder der Menopause. Man kann auch das religiöse Gefühl für Gott, was ja ein sehr diffuses ist, da es etwas Nichtexistentes bezeichnet, verlieren. Manche Menschen habe ein ganz schwach ausgeprägtes Gefühl oder gar keines für „Gott“. Es fehlt ihnen einfach das „Gottes-Gen“. Das sollte man einfach akzeptieren.

Meine These: Gott ist eine Erweiterung des Ichs opder des Selbst. Der grosse Atheist D’Holbach sagte: Alles, was wir über Gott denken, nehmen wir aus uns selber. Wenn Gott als „Liebe“ bezeichnet wird, so ist das im limbischen System verankert. Mit der Liebe ist eigentlich meistens die Liebe zwischen Mann und Frau gemeint. Die Liebe ist der Überbau für den Sex, aber lassen wir das Thema einmal weg.

Man liebt jemanden und wird von ihr geliebt, oder man meint es wenigstens. Die Liebe, die jemand meint von Gott zu empfangen, produziert er/sie selber im limbischen System. Für die Frau des Mannes, welche sich vom wesensveränderten Mann scheiden liess, genügte die eigene einseitige Liebe anscheinend nicht, welche sie für den Mann vorher empfand. Sie hatte ihn geheiratet mit dem Versprechen, in guten wie schlechten Tagen zusammen zu sein, nehme ich an. Die gleiche Frage stellt sich, wenn ein Partner demenzkrank wird. Dann hilft nur die Erinnerung an den Menschen, wie sie einmal war und das Mitleid (hat ein Betroffener gesagt).

Also, das zeigt, der Mensch ist durch und durch ein materielles Wesen, und wenn er etwas von Gott ist die Liebe erzählt, so ist das eine Art Wahn oder frommer Selbstbetrug. Das ist ähnlich, wenn Frauen den Orgasmus faken und damit die eigene Lust steigern und zuweilen tatsächlich einen O. bekommen. Das hat eine Befragung gezeigt, wie ich kürzlich gelesen habe.
Oder, Die Religion ("Gott ist Liebe") ist eine Art Neurofeedback, man redet sich die These ein, d.h. konstruiert bewusst etwas, fühlt sich gut, was einem dann bei der These bestätigt. Da man aber nicht sicher ist, ob es tatsächlich so ist, oder ein Selbstbetrug, missionieren manche Menschen, um andere Menschen auch davon zu überzeugen.

Dieses religiös bestimmte Gefühl von Liebe, hat manche Menschen dazu gebracht, wunderbare Musik zu komponieren. Ich höre z.B. auch gerne die Musik von J.S. Bach oder schöne Kirchenlieder. Ich bin auch schon bei den Katholen in den Gottesdienst gegangen, um eine Mozart-Messe zu hören. Ich würde es bei Gelegenheit wieder tun.


Selten so einen Schmarren gelesen.
Erstens: ich hätte gerne den Bericht über diesen Mann gelesen. Was für Tumor war das? Lokalisation im Gehirn und Radikalität der OP?
Es ist signifikant für so eine reduktionistische Berichterstattung, dass sie das Gehirn als eine Art Computer sieht, und behandelt. Ein Programm kaputt, alles fällt aus. Das Gehirn ist aber kein Computer.
Lerne etwas über das Gehirn und seine Funktion. Urteile logisch und rational über die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung. Verlasse Deine Vorurteile über den Geist, Seele und Bios, die mit Unwissenheit garniert sind, denn man muss jeglicher Ideologie über Hirnfunktion, kritisch gegenüberstehen. So könntest Du Deine prinzipiell subjektive Urteile darüber, partiell objektivieren. So hat es keinen Sinn über die Liebe zu schreiben.

Außerdem, solltest Du den Begriff "Empathie" nicht synonym mit Liebe verwenden.
Über Liebe hier:

Zitat
Die abendländische Auffassung von Liebe wird von der Dreiteilung der antiken Terminologie geprägt. In der Antike wurden drei Begriffe verwendet, die unterschiedliche Formen von Liebe bezeichneten:
Éros – bezeichnet die sinnlich-erotische Liebe, das Begehren des geliebten Objekts, den Wunsch nach Geliebt-Werden, die Leidenschaft;

Philía – bezeichnet die Freundesliebe, Liebe auf Gegenseitigkeit, die gegenseitige Anerkennung und das gegenseitige Verstehen;
Agápe – bezeichnet die selbstlose und fördernde Liebe, auch die Nächsten- und „Feindesliebe“, die das Wohl des Anderen im Blick hat.
http://de.wikipedia.org/wiki/Liebe



Du reduzierst die Liebe auf Empathie und das ist unzulässig.
Hier etwas über die Empathie:

Zitat
Entstehung und Entwicklung des Begriffs[Bearbeiten]
Das altgriechische Wort ἐμπάθεια (empátheia) basiert auf der Wurzel path-, dt. „leiden, fühlen“ (das Verb dazu lautet πάσχειν [páskhein]). Es bedeutet allerdings „intensive Gefühlsregung, Leidenschaft“ und entwickelt auf dem Weg zum Neugriechischen die Bedeutungen „Voreingenommenheit, Feindseligkeit, Gehässigkeit“.[3] Von diesem griechischen Wort liegt also nur der Ausdruck, nicht aber der Inhalt dem modernen Terminus Empathie zugrunde.
Das griechische συμπάθεια (sympátheia) „Sympathie“ ist wie das deutsche Mitgefühl gebildet, nämlich aus syn „mit“ und path- „leiden, fühlen“ plus Wortbildungssuffix zusammengesetzt. Analog dazu wurden im 19. Jahrhundert aus griech. en „(dr)in“ und path- als Lehnübersetzung von dt. Einfühlung die griechisch-basierten Termini dt. Empathie und engl. empathy neugebildet, um internationale Fachtermini zu schaffen.[4]

Aktuelle Definitionen[Bearbeiten] Nach Paul Ekman handelt es sich weder bei Empathie (Mitgefühl) noch bei Mitleid um Emotionen, sondern um Reaktionen auf die Emotion eines anderen Menschen.[8] Ferner unterscheidet Ekman zwischen kognitiver und emotionaler Empathie: „Kognitive Empathie lässt uns erkennen, was ein anderer fühlt. Emotionale Empathie lässt uns fühlen, was der andere fühlt, und das Mitleiden bringt uns dazu, dass wir dem anderen helfen wollen ...“.[9]
http://de.wikipedia.org/wiki/Empathie



Und hier etwas über das Gehirn: das Gehirn ist kein Computer:
https://www.uni-heidelberg.de/presse/ruc...-1/vorbild.html
http://www.psychophysik.com/html/re053-ewald.html
http://www.das-zeitlose-selbst.de/Gehirn-Komputer.htm
http://193.174.81.9/fh/fb/bwl/offiziel/b.../2/brodbeck.htm

Es wäre an der Zeit, dass Du etwas vorher lernst, bevor Du etwas schreibst.

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StillillBill Offline




Beiträge: 220

30.03.2014 17:38
#156 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Ziemlich bekannter Fall von Persönlichkeitsveränderung nach schweren Hirnschäden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phineas_Gage

Zitat
Der Unfall des Phineas P. Gage ist für die neurowissenschaftliche Forschung von großer Bedeutung: Nach Angaben seines Arztes, John D. Harlow, war er nach wenigen Wochen körperlich wiederhergestellt und auch seine intellektuellen Fähigkeiten, einschließlich Wahrnehmung, Gedächtnis, Intelligenz, Sprachfähigkeit, sowie seine Motorik, völlig intakt. In der Zeit nach dem Unfall kam es jedoch zu auffälligen Persönlichkeitsveränderungen bei Gage. Aus dem besonnenen, freundlichen und ausgeglichenen Gage wurde ein kindischer, impulsiver und unzuverlässiger Mensch. Dieses Krankheitsbild ist heutzutage in der Neurologie als Frontalhirnsyndrom bekannt.



Paul Zak: Trust, morality - and oxytocin
https://www.youtube.com/watch?v=rFAdlU2ETjU

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„Seit er meinen Bruder kreuzigen ließ, um sich mit mir zu versöhnen,weiß ich, was ich von meinem Vater zu halten habe.“
Theodor Weißenborn

Und Jahwe war mit Juda, so daß er das Bergland eroberte. Die Bewohner der Ebene nämlich vermochte er nicht zu vertreiben, weil sie eiserne Wagen besaßen.
Richter 1:19

Michael1 Offline



Beiträge: 840

30.03.2014 20:44
#157 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

StillillBill

Zitat
Ziemlich bekannter Fall von Persönlichkeitsveränderung nach schweren Hirnschäden:
http://de.wikipedia.org/wiki/Phineas_Gage



Was willst Du damit argumentieren?

Im Gefängnissen sitzen schwere Verbrecher, die weder Liebe noch Empathie fähig sind, hatten aber weder schwere SHT- noch sonst was.

In England lebte ein "hydrocephaler" Mann, der papierdünnes Gehirn aufwies, dennoch konnte er Liebe und Empathie empfinden, und war sehr intelligent. Er hatte IQ- von 120, und war Mathematik-Professor.

Was ist mit Lenin, Stalin, Hitler, Mao, Pol-Pot etc.,,? Laute Verbrecher, ohne Liebe und Empathie.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

30.03.2014 21:15
#158 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #94

Vor wenigen Wochen sah ich auf Spiegel Geschichte einen Beitrag über das menschliche Gehirn. Dabei wurde auch von einem Mann berichtet, bei dem ein Gehirntumor diagnostiziert wurde. Er war verheiratet und seine Frau bezeichnete ihn als sehr liebevollen und einfühlsamen Menschen. Nach dem operativen Entfernen des Tumors fragte die Frau die Ärzte, was mit ihrem Mann denn los sei, er sei nicht mehr ihr Mann den sie kannte. Untersuchungen zeigten, dass der Mann alle seine Gefühle verloren hatte. Seine geistigen Fähigkeiten wie Verstand und Intelligenz waren unverändert gut. Er berichtete jedoch selbst, dass er sich nur noch an seine früheren Gefühle erinnern könne, aber er fühle nichts mehr. Seine Frau liess sich von ihm scheiden, unterstützte ihn aber weiter bei seiner Behandlung.
Diese Beispiel zeigt deutlich, dass Gefühle wie Liebe eine Funktion unseres Gehirns sind, und keinesfalls übernatürlich. Wenn Liebe übernatürlich wäre, wäre sie nicht an die physikalische Funktion einer Gehirnregion gebunden.


Zitat von Michael1 im Beitrag #155

Erstens: ich hätte gerne den Bericht über diesen Mann gelesen. Was für Tumor war das? Lokalisation im Gehirn und Radikalität der OP?
Es ist signifikant für so eine reduktionistische Berichterstattung, dass sie das Gehirn als eine Art Computer sieht, und behandelt. Ein Programm kaputt, alles fällt aus. Das Gehirn ist aber kein Computer.
Lerne etwas über das Gehirn und seine Funktion. Urteile logisch und rational über die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung. Verlasse Deine Vorurteile über den Geist, Seele und Bios, die mit Unwissenheit garniert sind, denn man muss jeglicher Ideologie über Hirnfunktion, kritisch gegenüberstehen. So könntest Du Deine prinzipiell subjektive Urteile darüber, partiell objektivieren. So hat es keinen Sinn über die Liebe zu schreiben.


Man muss jeglicher Ideologie kritisch gegenüber stehen.

Allerdings habe ich den Eindruck, dass Du alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Deiner Ideologie des Christentums widerspricht, als potentiell falsche "Ideologien" bezeichnest.

Ich kann den Fernsehbericht leider nicht verlinken, weil ich nichts im Netz darüber gefunden habe. Der Tumor befand sich im rechten Präfrontallappen und war nicht sehr groß. Das Interessante am Bricht war, dass auch der Mann und seine Ex-Frau einige Zeit nach der gut verlaufenden OP zu Wort kamen. Die Frau erkannte ihren Mann nach eigener Aussage nicht wieder, obwohl sowohl Intelligenz als auch Verstand unverändert waren. Der Mann berichtete selbst über sich, er könne sich nur an die früheren Gefühle erinnern, aber er fühle sie nicht mehr. Er sprach definitiv von allen Gefühlen, auch von Liebe und Zuneigung zu seiner Frau. Wenn die Erinnerungen einmal ganz verblassen sollten, wäre es ein sehr einsames Leben, erklärte er.

Bei weiteren Tests ergab sich, dass der Mann auch Situationen, bei denen wir "aus dem Bauchgefühl" heraus handeln, nicht mehr korrekt einschätzen konnte. So versagte der Mann bei einem Glücksspiel, bei dem normale Menschen mit Vernunft und geringem Risiko langsam Geld gewinnen konnten. Der Mann ohne Gefühle hatte jedoch schlicht und einfach kein "Gefühl" für das Risiko und trotz gleichbleibender Intelligenz verlor er regelmäßig, weil er zu hohes Risiko einging. Als man ihn darauf ansprach, konnte er sein Verhalten trotz besseren Wissens nicht ändern.

Geo ( gelöscht )
Beiträge:

30.03.2014 21:41
#159 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Hormonstörungen, besonders jene der Schilddrüse können ebenso zu schwerwiegenden Persönlichkeitsveränderungen führen.

Moralisch auffällige Unzulänglichkeit, Labilität, schwer beherrschbare Impulsivität, Trägheit und noch viele andere solcher auffälligen Verhaltensmuster, die in der Wechselbeziehung des Individuums mit seiner Mitwelt oft als Schuldfähigkeit interpretiert werden, sind es vielleicht gar nicht.

So mancher Dämon von dem der Mensch besessen scheint, hat seine Ursache nicht in dessen willfähigen Unfähigkeit, sondern in seine Genen - angeborenen Krankheiten, Stoffwechselerkrankungen usw. usf.

Liebet eure Feinde, oder, sie wissen nicht was sie tun. Die meisten Christenmenschen lieben ihre Feinde aber nur, um sich im schlechten Licht in das sie sie stellen, selbst als die besseren Menschen zu bewundern.

Außerdem hat Jesus auch nie verlangt, dass wir an die Bibel glauben müssen. Sonder im Gegenteil, vor denen gewarnt, die es mit den Schriften besonders eifrig und all zu ernst nehmen.

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 669

31.03.2014 18:44
#160 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Hallo Michael1

Selten so einen Schmarren gelesen. Ok – ein bisschen Pfeffer kann nicht schaden.

Erstens: ich hätte gerne den Bericht über diesen Mann gelesen. Was für Tumor war das? Lokalisation im Gehirn und Radikalität der OP? - Bist du Arzt, dass du das so genau wissen willst? Wenn es so ist, erkläre uns was darüber.

Es ist signifikant für so eine reduktionistische Berichterstattung, dass sie das Gehirn als eine Art Computer sieht, und behandelt. Ein Programm kaputt, alles fällt aus. Das Gehirn ist aber kein Computer.

Ich habe nicht gesagt und meine es auch nicht, dass ein Gehirn eine Art Computer ist, sondern dass alle Emotionen im Gehirn lokalisiert sind. Von Hirnverletzten, Tumor- oder Schlaganfallpatienten wissen wir viel, wie das Hirn funktioniert bzw. dass Glaube, Liebe, Hoffnung etc. im Hirn lokalisiert sind. Es gibt z.B. Menschen die nach einem Schlaganfall ein grosses Bedürfnis und Talent zum Malen entwickelt haben, wie der Engländer, der vorher rauchte, soff und raufte.

Lerne etwas über das Gehirn und seine Funktion. Urteile logisch und rational über die neuesten Erkenntnisse der Hirnforschung. Verlasse Deine Vorurteile über den Geist, Seele und Bios, die mit Unwissenheit garniert sind, denn man muss jeglicher Ideologie über Hirnfunktion, kritisch gegenüberstehen. So könntest Du Deine prinzipiell subjektive Urteile darüber, partiell objektivieren. So hat es keinen Sinn über die Liebe zu schreiben.

Du muss mir nicht sagen, was ich lernen muss. Ich als selbstdenkender Philosoph (diese Bezeichnung mag jeder auch für sich beanspruchen), habe mir sehr viele Gedanken, wohl mehr als die meisten, über Geist und Seele gemacht und micht auch über Hirnforschung informiert. Meine anfängliche Begeisterung hat nachgelassen; ich finde den Hype übertrieben. Ich bin nicht der Auffassung, dass die Hirnforschung 2000 Jahre Philosophie hinfällt macht. Aber trotzdem ist die Hirnforschung interessant und lehrreich.

Was ist Liebe? Die Begriffe amor/eros und caritas/agape sind mir als Lateiner nichts Neues. Auch der anregende geistige Austausch unter Freunden, also die von Epikur hoch gelobte Freundesliebe ist mir geläufig. Das schätzte übrigens auch der aufklärerische Atheist D’Holbach, der grosszügige Gastmahle gab und einen vorzüglichen Weinkeller hatte. Gerne wäre ich da dabei gewesen.

Also Liebe ist schon primär Empathie (Einfühlungsvermögen) und Sympathie (Mitempfinden), Sie bedeutet auch Begehren nach Gesellschaft oder Umgang mit geliebten Personen. Liebe und Abneigung unter den Menschen entsprechen Anziehung und Abstossung in der Natur, hat D'Holbach im "System der Natur" geschrieben. Dies muss man natürlich cum grano salis nehmen. Holbach meint nur, dass es im System der Natur nichts Metaphysisches gibt. Als Atheist sagt er meiner Meinung nach richtig: Da wir Gott nicht erkennen können, können wir ihn auch nicht lieben. Wenn wir meinen, Gott zu lieben, lieben wir einen Teil von uns selber. Gott ist eine Erweiterung des Ichs. Es geht ja in diesem Forum um Relgion und Atheismus. Deshalb kommt man immer wieder darauf zurück.

Übringes hat auch Schopenhauer als „Buddhaist“ das Mitleid mit den Mitmenschen, aber auch mit der Kreatur gelobt. Er war also gewissermassen einer der ersten Tierschützer und Grünen.

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Michael1 Offline



Beiträge: 840

31.03.2014 19:27
#161 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Hallo Seneca!

Seneca

Zitat

1) Ich habe nicht gesagt und meine es auch nicht, dass ein Gehirn eine Art Computer ist, sondern dass alle Emotionen im Gehirn lokalisiert sind. Von Hirnverletzten, Tumor- oder Schlaganfallpatienten wissen wir viel, wie das Hirn funktioniert bzw. dass Glaube, Liebe, Hoffnung etc. im Hirn lokalisiert sind. Es gibt z.B. Menschen die nach einem Schlaganfall ein grosses Bedürfnis und Talent zum Malen entwickelt haben, wie der Engländer, der vorher rauchte, soff und raufte.

2) Du muss mir nicht sagen, was ich lernen muss. Ich als selbstdenkender Philosoph (diese Bezeichnung mag jeder auch für sich beanspruchen), habe mir sehr viele Gedanken, wohl mehr als die meisten, über Geist und Seele gemacht und micht auch über Hirnforschung informiert. Meine anfängliche Begeisterung hat nachgelassen; ich finde den Hype übertrieben. Ich bin nicht der Auffassung, dass die Hirnforschung 2000 Jahre Philosophie hinfällt macht. Aber trotzdem ist die Hirnforschung interessant und lehrreich.
3) Also Liebe ist schon primär Empathie (Einfühlungsvermögen) und Sympathie (Mitempfinden), Sie bedeutet auch Begehren nach Gesellschaft oder Umgang mit geliebten Personen.

4) Übringes hat auch Schopenhauer als „Buddhaist“ das Mitleid mit den Mitmenschen, aber auch mit der Kreatur gelobt. Er war also gewissermassen einer der ersten Tierschützer und Grünen.



Ad 1) Begreifst Du es noch nicht? Die Wissenschaft wird niemals die Funktion des Gehirns enträtseln. Ein Problem für Dich: Du musst mir den Unterschied zwischen einer frischen menschlichen Leiche und lebenden gesunden Menschen nennen. Physiko-chemisch ist alles gleich und sogar die Information ist gleich geblieben. Also, was ist der Unterschied?
Ist Dir bekannt was "Locked in Syndrom" ist? Hier:

Zitat
Das Locked-in-Syndrom (engl.; dt. Eingeschlossensein- bzw. Gefangensein-Syndrom) bezeichnet einen Zustand, in dem ein Mensch zwar bei Bewusstsein, jedoch körperlich fast vollständig gelähmt und unfähig ist, sich sprachlich oder durch Bewegungen verständlich zu machen.
Und: Zu den neurologischen Ursachen des Locked-In-Syndroms zählen unter anderem Läsionen im Pons, selten auch im Mittelhirn oder auf beiden Seiten der Capsula interna. Den Läsionen liegt im Allgemeinen eine Gefäßstörung nach einer Thrombose der Arteria basilaris zugrunde. Es ist schwierig, diese Form des Locked-in-Syndroms von anderen Formen der Querschnittlähmung mit Bewusstseinsverlust zu unterscheiden. Aufgrund der Schädigung im Bereich des Pons sind vertikale Blickbewegungen möglich, da die motorischen Bereiche, im Gegensatz zu den horizontalen Bewegungen, oberhalb des Pons liegen. Mithilfe dieser Augenbewegungen ist eine Verständigung möglich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Locked-in-Syndrom


Der Geist bedient sich des Gehirns als Hardware, ohne dass das Gehirn ein Computer wäre. Erst wenn wir wissen wie die Emotionen entstehen und was Bewusstsein ist, erst dann werden wir imstande sein die Liebe zu erklären. Und wann werden wir wissen was das Bewusstsein ist? NIE! Warum? Weil wir Menschen begrenzte Wesen sind. Uns wird das absolute Wissen für immer verwehrt bleiben, denn wenn wir imstande wären das absolute Wissen zu erlangen, dann wären wir selbst absolute Wesen, also Götter. Ich hoffe Du hast es begriffen. Bedenke nur folgendes: Alle die Substanzen und Neurotransmitter im ZNS in einem Akt, bzw. Prozess der Liebe-; könnten eher Folgen, als die Ursachen für die Liebe sein.
Alles was wir über unsere Hirnmodelle spekulieren, könnte auch völlig anders sein.

Ad 2)Wenn Du Philosoph bist, dann musst Du mir die oben gestellte Frage konzis und verständlich beantworten. Wir werden sehen, was für einen Wert Deine Antwort haben wird.

Ad 3) Wir wollen die Liebe nicht so simpel darstellen.

Ad 4) Schopenhauer war ein kluger Mann, aber nicht so klug, dass er sich mit der Mystik beschäftigt hätte. Buddhismus aber ist reine Mystik. Von daher sollte man Mitleid mit der Liebe niemals synonym verwenden. Mitleid ist nur ein Parameter der Liebe.

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Fide, sed qui, vide!

Michael1 Offline



Beiträge: 840

31.03.2014 19:40
#162 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Blackysmart,
Reduktionistische Erklärung des Gehirns ist viel zu simpel. Der Unterschied zwischen den Seinsweisen des Seelischen und des Physischen besteht nicht nur darin, dass das physische Sein öffentlich und das Seelische privat, also subjektiv ist. Zusätzlich zu seinem subjektiven Charakter ist das seelische Sein dadurch gekennzeichnet, dass es über Subjektivität oder Innenperspektive verfügt. Diese innere Aspekt würde aber verschwinden, wenn sich das Bewusstsein völlig auf etwas Physikalisches reduzieren ließe. Behavioristen lehren es so, und wir wissen, dass es nicht so stimmen kann. Wenn der Mensch keinen Bewusstsein hat, dann hat er auch keine Emotionen, mitunter auch Liebe, und auch keine tradierte Geschichte mehr. Wir wären konditionierte Tiere, nichts mehr und nichts weniger.

Wenn Du es auch so siehst, dann adieu!

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

31.03.2014 20:10
#163 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat

Der Geist bedient sich des Gehirns als Hardware, ohne dass das Gehirn ein Computer wäre.


Das ist nicht zuletzt durch die moderne Hirnforschung vollkommen widerlegt!
Allein das Gehirn erzeugt durch verschiedene Prozesse den Geist und der Geist steuert überhaupt nichts!
Es gibt allenfalls gewisse kulturelle Rückkoppelungen, aber das hat mit einem steuernden Geist absolut nichts zu tun.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

31.03.2014 21:27
#164 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #162
Reduktionistische Erklärung des Gehirns ist viel zu simpel. Der Unterschied zwischen den Seinsweisen des Seelischen und des Physischen besteht nicht nur darin, dass das physische Sein öffentlich und das Seelische privat, also subjektiv ist. Zusätzlich zu seinem subjektiven Charakter ist das seelische Sein dadurch gekennzeichnet, dass es über Subjektivität oder Innenperspektive verfügt. Diese innere Aspekt würde aber verschwinden, wenn sich das Bewusstsein völlig auf etwas Physikalisches reduzieren ließe. Behavioristen lehren es so, und wir wissen, dass es nicht so stimmen kann. Wenn der Mensch keinen Bewusstsein hat, dann hat er auch keine Emotionen, mitunter auch Liebe, und auch keine tradierte Geschichte mehr. Wir wären konditionierte Tiere, nichts mehr und nichts weniger.


Deine Ausführungen zeigen nochmals deutlich, dass für Dich keine Wahrheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse zählen, sondern nur Dein dogmatischer Glaube von Göttern und Geistern.

Es verschwindet gar nichts, wenn das Bewusstsein durch Neuronen im Gehirn erzeugt wird. Du glaubst zu wissen, dass es nicht so ist, ignorierst jedoch wieder die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Über mein Beispiel mit dem Mann und seinen verloren gegangenen Gefühlen verlierst Du erwartungsgemäß kein Wort, weil nicht sein kann was nach Deiner dogmatischen Ideologie nicht sein darf.

Natürlich hat der Mensch Bewusstsein, mehr als jedes andere Tier auf der Welt. Aber Bewusstsein und Gefühle werden durch das Gehirn erzeugt. Wenn Du behauptest, der Geist bediene sich des Gehirns lediglich als Hardware, ist der Geist ohne Gehirn nichts. Das lässt sich auch prima beweisen, denn mittlerweile gibt es genaue Karten vom menschlichen Gehirn und den dort lokalisierten Funktionen. Fallen bestimmte Gehirnregionen aus, sind auch die dort verorteten Gehirnfunktionen weg.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

01.04.2014 07:34
#165 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #161
Ein Problem für Dich: Du musst mir den Unterschied zwischen einer frischen menschlichen Leiche und lebenden gesunden Menschen nennen. Physiko-chemisch ist alles gleich und sogar die Information ist gleich geblieben. Also, was ist der Unterschied?
]

Klar, als fundamentalistischer Kreationist ist für Dich das Leben etwas geistiges und Menschen sterben erst dann, wenn Gott ihre Seele abruft. Das diese Vorstellung jedoch absolut nichts mit der Realität zu tun hat, ist seit hunderten Jahren eigentlich Stand der Wissenschaft.

Zellen sind eigenständig arbeitende Einheiten, die auch nach dem Tod noch stundenlang weiterleben können. Der Unterschied zwischen einem lebenden und einem toten Menschen ist jedoch, dass einige Zellen, von denen die Stoffwechselfunktionen anderer Zellen abhängen, nicht mehr funktionieren.

Natürlicher Tod:
"Mehr als die Hälfte der Menschen in den westlichen Industrieländern sterben an den Folgen der Arterienverkalkung, der Arteriosklerose. Und auch wenn der Tod nicht kausal durch Arterienverkalkung ausgelöst wurde, so sind bei neun von zehn Menschen über 80 Jahren die Adern spröde und verengt. Es scheint sich also um eine natürliche Abnutzungserscheinung zu handeln. Vielleicht kann man das Sterben aufgrund dieser Arterienverkalkung als "natürlich" ansehen.
Die Vorgänge, die letztlich zum Tode führen, ähneln sich bei vielen Arteriosklerosepatienten. Die Adern und Gefäße des Menschen werden mit den Jahren spröde. Sie verlieren ihre Elastizität, Fett- und Kalkablagerungen lassen sie enger werden. Das Blut fließt immer mühsamer durch die schmalen Lumen. Damit die Organe noch genug Blut und damit Sauerstoff und andere Nährstoffe bekommen, muss das Herz kräftiger pumpen. Auf Dauer muss es dafür seine eigenen Reserven aufbrauchen. Es wird größer, atrophiert, und verbraucht damit mehr Energie als sonst.
Der Körper unterliegt so jahrelang Veränderungen mit, die nicht wieder rückgängig zu machen sind. Die Adern sind schmal, die Sauerstoffversorgung der Organe eingeschränkt und das Herz muss schon für die normale Versorgung mehr Kraft aufwenden als in der Jugend für höhere Leistungen. Bis zu diesem Stadium erscheint der Verlauf einer Arteriosklerose oft ähnlich. Wie die Krankengeschichte jedoch weiter verläuft, hängt von anderen Erkrankungen und der Lebensweise ab.
Die Nieren, Leber und Lunge sowie die Beinvenen lassen den Menschen die Veränderungen oft als Erstes spüren. Wassereinlagerungen in den Organen und in den Extremitäten können die Lebensqualität erheblich einschränken: Geschwollene Knöchel, Atembeschwerden durch Wasser in der Lunge oder erhöhter Blutdruck durch eingeschränkte Nierenfunktionen verändern das Leben und machen regelmäßige Medikamenteneinnahme nötig.
Mit der Zeit wird das Herz schwächer, weil die ständige Mehrarbeit es ermüden. Häufig kommt es in den Herzkranzgefäßen zu Infarkten. Diese müssen nicht bemerkt werden, sie können auch stumm verlaufen. Doch haben sie immer Folgen, denn es bleiben Narben im Infarktbereich, die nicht mehr für die Muskelkontraktionskraft zur Verfügung stehen. Ein Teufelskreis: Das geschwächte Herz wird noch schwächer, daraufhin steigt unter anderem auch die Infarktgefahr. Erneute Infarkte schwächen wieder das Herz... Zum Tode führt letztlich das Versagen eines der Hauptorgane durch eine Sauerstoffunterversorgung:
Entweder verläuft ein Herzinfarkt tödlich, oder im Gehirn kommt es durch eine Blutung oder eine verstopfte Ader zum Schlaganfall. Oder die Lungen können nicht mehr genug Sauerstoff aufnehmen, weil die Lungenbläschen durch Wasseransammlungen (Ödeme) verstopft sind. Auch ein Nieren- oder Leberversagen kann das Sterben einleiten. Der Blutfluss versiegt. Das Gehirn bekommt keinen Sauerstoff mehr, wichtige Bereiche sterben ab, unwiederruflich. Das Herz hört auf zu schlagen."

http://www.hep-forum.eu/index.php?topic=1523.0

seneca Offline

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01.04.2014 12:25
#166 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Danke Blackysmart für die eindringliche Schilderung, wenn auch copy-paste.

Diese zeigt, dass niemand gesund stirbt. Die Entwicklung, die zum Tod führt, fängt schon früh an. Am Schluss ist es doch – wenn man ehrlich ist - ein Verrecken - multiples Organversagen, meistens verbunden mit Atemnot und Erstickungsängsten. Zum Glück war mein Vater in dieser Phase bewusstlos. Er starb mit 86. Er war schon lange müde und vergesslich, hatte aber wahrscheinlich nicht Alzheimer. War aber schon etliche Jahre zuckerkrank. Also ohne die Medikamente wegen Zucker und Blutdruck etc. würden heute viel nicht mehr leben. Früher ist man einfach gestorben. Mir stehen vielleicht noch 20-25 hoffentlich gute Jahre bevor. Dann kann man noch vorzeitig an Krebs sterben.

Was die Lebensweise betrifft, kenne ich ein abschreckendes Beispiel: Ein Arbeitskollege von mir, drei Jahre jünger als ich, übergewichtig, Raucher, Alkohol, Medikamente, kam mit Herzrhytmusstörung, Schwäche und Atemnot auf die Intensivstation, wo es ihm manchmal besser manchmal schlechter geht: Intubiert (Luftschlauch für künstliche Beatmung), Magensonde, Herzstillstand - Elektroschock; Infekt – Antibiotika, das hoffentlich wirkt, Fieber - das Blut wird ausserhalb des Körpers gekühlt, und wieder eingeleitet. Darmtätigkeit – das ganze Bett versch... es muss gereinigt werden. Ohne moderne Intensivmedizin wäre er schon mehrmals gestorben. Zeitweise sind rund um die Uhr mehrere Leute im Einsatz. Jetzt geht es ihm langsam wieder besser. Wenn er über dem Berg ist muss später er sicher Wochen oder Monate in die Reha. Wird er seine selbstmörderische Lebensweise ändern wenn er wieder einigermassen gesund ist?

Oder eine anderer Tod: Überraschender Zusammenbruch beim Joggen mit 45. Es war ein heller Frühlingstag. Die Sonne schien angenehm war. Ich kam am Flussuferweg joggend hinzu. Der Rettungswagen blinkt. Ein paar Sanitäter stehen und knien um den auf dem Rücken liegenden Mann herum, Arme ausgebreitet, eine Sanitäterin hält die Infusion hoch. Ein anderer macht mit Elektroden einen Stromstoss an die Brust, der Mann zuckt zusammen. Ein kräftiger Sanitäter mit T-Shirt macht Herzmassage, drückt mit den Händen übereinander den Brustkorb des Mannes zusammen wie einen Ball, vermutlich werden die Rippen gebrochen. Wahnsinnig. Dann wieder ein Stromstoss. Ich sehe die wächserne Hand des Mannes und denke, der ist sicher schon tot. Die Bemühungen ziehen sich hin, Nach einer Weile gehe ich weg.

Später höre ich, dass der Mann gestorben ist. Eigentlich ein guter Tod, denke ich, schnell und ohne Leiden. Für die Angehörigen ist es schlimm, für den Verstorbenen nicht. Wie wird mein Tod sein? Vermutlich ganz anders, als ich mir vorstelle, oder vlt. durch Suicid(?): wenn man todkrankt ist, sicher eine Option. Für Seneca war der gute Tod wie das gute Leben ein wichtiges Thema.

Welches ist der beste (nicht der schönste) Tod? wurde in einer Runde von Römern gefragt. Der überraschende Tod, rief Caesar, ist der beste. Den hatte er dann auch.

Apropos schneller Tod: Es gibt banale Tode. Zum Beispiel ein blöder Unfalltod; man läuft in die Strassenbahn. Oder einer springt seinem Hund nach, der in den Fluss gefallen ist, um ihn zu retten, und ertrinkt dabei. So etwas liest man immer wieder.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

wolf ( gelöscht )
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01.04.2014 13:11
#167 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #161

#164 RE: Subjekt und SEIN...... Zitat vormerkenantworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #162 Reduktionistische Erklärung des Gehirns ist viel zu simpel. Der Unterschied zwischen den Seinsweisen des Seelischen und des Physischen besteht nicht nur darin, dass das physische Sein öffentlich und das Seelische privat, also subjektiv ist. Zusätzlich zu seinem subjektiven Charakter ist das seelische Sein dadurch gekennzeichnet, dass es über Subjektivität oder Innenperspektive verfügt. Diese innere Aspekt würde aber verschwinden, wenn sich das Bewusstsein völlig auf etwas Physikalisches reduzieren ließe. Behavioristen lehren es so, und wir wissen, dass es nicht so stimmen kann. Wenn der Mensch keinen Bewusstsein hat, dann hat er auch keine Emotionen, mitunter auch Liebe, und auch keine tradierte Geschichte mehr. Wir wären konditionierte Tiere, nichts mehr und nichts weniger.



Zitat von Blackysmart im Beitrag #165

Deine Ausführungen zeigen nochmals deutlich, dass für Dich keine Wahrheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse zählen, sondern nur Dein dogmatischer Glaube von Göttern und Geistern.

Es verschwindet gar nichts, wenn das Bewusstsein durch Neuronen im Gehirn erzeugt wird. Du glaubst zu wissen, dass es nicht so ist, ignorierst jedoch wieder die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Über mein Beispiel mit dem Mann und seinen verloren gegangenen Gefühlen verlierst Du erwartungsgemäß kein Wort, weil nicht sein kann was nach Deiner dogmatischen Ideologie nicht sein darf.

Natürlich hat der Mensch Bewusstsein, mehr als jedes andere Tier auf der Welt. Aber Bewusstsein und Gefühle werden durch das Gehirn erzeugt. Wenn Du behauptest, der Geist bediene sich des Gehirns lediglich als Hardware, ist der Geist ohne Gehirn nichts. Das lässt sich auch prima beweisen, denn mittlerweile gibt es genaue Karten vom menschlichen Gehirn und den dort lokalisierten Funktionen. Fallen bestimmte Gehirnregionen aus, sind auch die dort verorteten Gehirnfunktionen weg.



Hallo Blacky Smart,
Du weichst der Frage von Michael1 eigentlich nur aus ohne auf sie einzugehen.
Ich verstehe das eigentlich nicht ,da Michael1 meines erachtens sehr verständlich schreibt und wenn er mit gezielten Fragen zur Beantwortung derselben aufruft, mit, so wie ich das sehe,Anschuldigungen von einigen Usern ausgewichen wird.

Wenn hier jemand den Geist nicht finden kann,dann ist es die Naturwissenschaft mit ihren Methoden.
Sie schneidet ein Gehirn auf und hofft dort den Geist zufinden.

Du meintest das jeweilige Gehirn produziere den Geist.
Ein Mensch ist aber kein Mensch.
Ein Mensch ist die Illusion eines Menschen.
Ein Mensch wüßte sich ohne sein Geenüber nicht selbst.
In einem Menschen findest Du keinen Geist, denn für den Geist benötigst Du mindestens zwei Menschen.
Der Geist ist intersubjektiv.

Natürlich ist der Geist ohne das Gehirn "Nichts".
Das was wir Menschen als das Nichts bezeichnen, nämlich nicht bestimmbar,abstrakt.
Hier fallen das Sein und das Nichts zusammen.Hier sind sie noch nicht zu unterscheiden.
Konkret wird der Geist erst im Sinnlichen.
Wenn er sich des sinnlichen bedient.
Das ist auch der Grund warum Gott schöpft.
Gott,das ewige Sein wird real im Dasein.

Du kannst mit einem Menschen machen was Du willst, wirst Du dort nie einen Geist finden.
Da kannst Du noch soviel am Gehirn herumoperieren.

wolf ( gelöscht )
Beiträge:

01.04.2014 13:33
#168 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von seneca im Beitrag #166

Was ist Liebe? Die Begriffe amor/eros und caritas/agape sind mir als Lateiner nichts Neues. Auch der anregende geistige Austausch unter Freunden, also die von Epikur hoch gelobte Freundesliebe ist mir geläufig. Das schätzte übrigens auch der aufklärerische Atheist D’Holbach, der grosszügige Gastmahle gab und einen vorzüglichen Weinkeller hatte. Gerne wäre ich da dabei gewesen.



Ich meine Liebe ist das was sich verallgemeinern läßt.
Und das sind Handlungen.
Handlungen der Liebe und Handlungen des Hasses, die lassen sich verallgemeinern.

Bleibt die Liebe als Gefühl im Einzelnen, ist sie für das Allgemeine bedeutungslos.
Im Grunde gibt es kein Unterscheiden zwischen eros- oder agape Liebe.
Handlungen haben sich je aus dem Guten oder dem Bösen.
Aus der Liebe oder dem Egoismus,dem Haß.

Michael1 Offline



Beiträge: 840

01.04.2014 14:45
#169 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Blackysmart

Zitat


1) Deine Ausführungen zeigen nochmals deutlich, dass für Dich keine Wahrheit und wissenschaftlichen Erkenntnisse zählen, sondern nur Dein dogmatischer Glaube von Göttern und Geistern.

2) Es verschwindet gar nichts, wenn das Bewusstsein durch Neuronen im Gehirn erzeugt wird. Du glaubst zu wissen, dass es nicht so ist, ignorierst jedoch wieder die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Über mein Beispiel mit dem Mann und seinen verloren gegangenen Gefühlen verlierst Du erwartungsgemäß kein Wort, weil nicht sein kann was nach Deiner dogmatischen Ideologie nicht sein darf.

3) Natürlich hat der Mensch Bewusstsein, mehr als jedes andere Tier auf der Welt. Aber Bewusstsein und Gefühle werden durch das Gehirn erzeugt. Wenn Du behauptest, der Geist bediene sich des Gehirns lediglich als Hardware, ist der Geist ohne Gehirn nichts. Das lässt sich auch prima beweisen, denn mittlerweile gibt es genaue Karten vom menschlichen Gehirn und den dort lokalisierten Funktionen. Fallen bestimmte Gehirnregionen aus, sind auch die dort verorteten Gehirnfunktionen weg.


1) Das ist Irrtum mein lieber Freund, denn ich kenne mich da besser aus als Du Dir denken kannst. Ich bin Arzt, und ich weiß was ich schreiben kann, und was nicht. Du dagegen bist für mich ein Laie.

2) Na gut! Dann beschreibe mir diesen "Modus Operandi". Du solltest mir erklären wie die Neuronen das Bewusstsein erzeugen? Bitte, danke! Deinen Beispiel habe ich mit meiner Argumentation völlig entkräftet. Beispiele die ich angeführt habe, widerlegen Deine Denkart darüber. Du kennst Dich einfach nicht aus, das ist alles. Ist Dir das klar: wenn es kein Bewusstsein gibt, so wie die Behavioristen uns suggerieren, wie kann es dann überhaupt etwas geben? Es wäre besser für Dich, für Deine Argumentation und die Galerie, dass Du Dir meine Empfehlungen punkto Gehirn und unsere Erkenntnis darüber zum Herzen nimmst, und ein wenig Zeit aufwendest, um die Link die ich Dir anempfohlen habe, besuchst, und etwas daraus lernst. Ansonsten tust Du hier nur und ausnahmslos leere Phrasen dreschen... Kannst Du mir bitte erklären wie es ist, die Liebe wirklich zu erleben? Kannst Du mir erklären, wie die Neuronen bewusste Prozesse hervorbringen? Anders gefragt: Wie physikalische Prozesse im Gehirn subjektives Erleben hervorbringen. Nämlich, dieses Rätsel betrifft den inneren Aspekt von Denken und Wahrnehmung; d. h. die Art und Weise, wie das Ich der Dinge und Vorgänge innewird, bzw. wie sie sich für es ausnehmen. Oder noch besser gefragt: warum haben wir überhaupt Erlebnisse? Es könnte auch sein, dass subjektive Erleben aus einem physikochemischen Prozess hervorgeht, aber wir haben keine Ahnung, wie oder warum, höchstens Du erklärst es mir. Um etwas darüber zu lernen empfehle ich Dir das Buch "Das Ich und sein Gehirn" von J. Eccles (Nobelpreisträger!) und K. Popper. Das Problem des Bewusstseins ist sehr kompliziert, denn es geht über die Erklärung von Struktur und Funktion hinaus. Es gibt Tatsachen über das bewusste Erleben, die sich nicht aus physiologischen Fakten über die Arbeitsweise des Gehirns herleiten lassen. Als Orientierung in diesem Wirrwar musst Du bedenken, dass das Bewusstsein etwas Subjektives ist, und es gibt keinen direkten Weg oder Möglichkeit, es in anderen zu beobachten. In jedem bewussten Erleben steckt Information. Und selbst die Information ist geistiger Natur. Der Geist bedient sich der Materie als Informationsträger.

3) Deine Gehirnkarten sind ein Schmarren, sonst gar nichts. Wie solltest Du den Geist lokalisieren wenn er nicht dehnbar ist. Geist ist keine Materie. Kartographierung des Gehirns dient nur und ausnahmslos dem Ziel, um herauszufinden, in welchen Bereichen des Hirnes bestimmte Verarbeitungszentren liegen, die für verschiedene Aktivitäten "feuern". 100 Milliarden von Neuronen sind stark vernetzt und ihre Oszillationen weisen uns den Weg der Verarbeitung von Sinnesdaten, und sagen keinen Deut darüber aus, wie das subjektive Erleben entsteht.
Hier etwas darüber:

Zitat
Die wichtigsten funktionell bildgebenden Verfahren lassen sich in zwei große Klassen einteilen: Elektrophysiologische und hämodynamische Verfahren. Elektrophysiologische Verfahren messen relativ direkt die Aktivität von Nervenzellen, d.h. Auslöser des Messsignals sind tatsächlich Aktionspotentiale, also das physiologische Korrelat neuronaler Aktivität. Hämodynamische Verfahren machen sich dagegen einen sekundären Effekt neuronaler Aktivität zunutze, nämlich den erhöhten Stoffwechselumsatz aktiver Nervenzellen. Die wichtigsten Verfahren im Überblick:
Elektrophysiologische Verfahren:
◾Elektroenzephalographie (EEG)/Ereigniskorrelierte Potentiale (EKP) (Event-Related Potentials, ERP)
◾Magnetoenzephalographie (MEG)
Hämodynamische Verfahren:
◾Positronenemissionstomographie (PET)
◾Funktionelle Magnetresonanztomographie (fMRT) bzw. funktionelle Kernspintomographie (fKST) (functional Magnetic Resonance Imaging, fMRI)
◾Single Photon Emission Computed Tomography (SPECT)
◾Optical Imaging bzw. Near Infrared Spectroscopy (NIRs)
Generell gilt nach wie vor, dass elektrophysiologische Verfahren eine sehr gute Zeitauflösung aber eine schlechte räumliche Aufösung haben, während hämodynamische Verfahren eine sehr gute räumliche Auflösung aber eine schlechte Zeitaufösung haben. Infolge technischer Entwicklungen werden die jeweiligen Nachteile jedoch immer kleiner. So kann mittlerweile z.B. bei MEGs der räumliche Ursprung des Signals schon recht genau berechnet werden, während die fMRT andererseits stetig in der Zeitauflösung aufholt. Wenn aber die funktionelle Lokalisation im Vordergrund steht, eignen sich PET und fMRT immer noch deutlich besser als EEG und MEG. Geht es dagegen um die Untersuchung der Dynamik der Hirnaktivität, sind EEG und MEG die besseren Verfahren. Vielversprechend, aber aufgrund der aufwändigen Technik noch relativ selten, sind kombinierte Verfahren, z.B. EEG+fMRT.
Im Rahmen der Erforschung der menschlichen Sprachfähigkeit spielen elektrophysiologische Methoden vor allem bei der Untersuchung psycholinguistischer Fragestellungen eine wichtige Rolle. Die Methoden sind sehr gut geeignet, um beispielsweise Sprachverarbeitungsmodelle zu evaluieren, die Aktivierungsreihenfolge verschiedener Verarbeitungsmodule zu bestimmen (insbesondere bei der Sprachwahrnehmung, weniger gut bei der Sprachproduktion) oder inkrementelle vs. parallele Verarbeitungsstrategien zu differenzieren. Da es in diesem Kapitel aber um die Lokalisation der Sprache im Gehirn gehen soll, werden im weiteren Verlauf die zwei wichtigsten hämodynamischen Verfahren im Mittelpunkt stehen.
http://www2.ims.uni-stuttgart.de/sgtutorial/neurorad.html



Keine Spur von dem subjektiven Erleben!
Und am Ende eine Bemerkung: Wenn gewisse Teile des Gehirns ausfallen, kommt es früher oder später zur Kompensation der Funktionen, nicht 100% aber immerhin, wenn man bedenkt, dass sich das Gehirn mehr schlecht als recht regeneriert. . Aber das ist eine andere Geschichte. Die Geschichte von einem Hydrozephalus aus England sprechen Bände darüber. Der gute Mann hatte papierdünnes Gehirn. Besaß IQ von 120. War Mathematik-Professor. War Liebe- und Empathiefähig. Und das schon widerlegt Deinen angeführten Beispiel von oben.
Blackysmart, es ist die Zeit gekommen, um sich mit Lernen zu beschäftigen.

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Michael1 Offline



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01.04.2014 14:55
#170 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Blackysmart,
Das was Du über den Tod gebracht hast ist völlig irrelevant. Du kannst weder den Tod, noch das leben definieren. Von daher kannst Du auch nicht wissen, woher kommt das Leben noch der Tod. Das ist ehrlich gesagt reine Trollerei!
Darüber ließe sich ordentlich diskutieren, aber nicht mit Dir und Deinesgleichen.

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Michael1 Offline



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01.04.2014 14:56
#171 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Wolf

Zitat


Hallo Blacky Smart,
Du weichst der Frage von Michael1 eigentlich nur aus ohne auf sie einzugehen.
Ich verstehe das eigentlich nicht ,da Michael1 meines erachtens sehr verständlich schreibt und wenn er mit gezielten Fragen zur Beantwortung derselben aufruft, mit, so wie ich das sehe,Anschuldigungen von einigen Usern ausgewichen wird.

Wenn hier jemand den Geist nicht finden kann,dann ist es die Naturwissenschaft mit ihren Methoden.
Sie schneidet ein Gehirn auf und hofft dort den Geist zufinden.

Du meintest das jeweilige Gehirn produziere den Geist.
Ein Mensch ist aber kein Mensch.
Ein Mensch ist die Illusion eines Menschen.
Ein Mensch wüßte sich ohne sein Geenüber nicht selbst.
In einem Menschen findest Du keinen Geist, denn für den Geist benötigst Du mindestens zwei Menschen.
Der Geist ist intersubjektiv.

Natürlich ist der Geist ohne das Gehirn "Nichts".
Das was wir Menschen als das Nichts bezeichnen, nämlich nicht bestimmbar,abstrakt.
Hier fallen das Sein und das Nichts zusammen.Hier sind sie noch nicht zu unterscheiden.
Konkret wird der Geist erst im Sinnlichen.
Wenn er sich des sinnlichen bedient.
Das ist auch der Grund warum Gott schöpft.
Gott,das ewige Sein wird real im Dasein.

Du kannst mit einem Menschen machen was Du willst, wirst Du dort nie einen Geist finden.
Da kannst Du noch soviel am Gehirn herumoperieren.



Sehr gut!

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seneca Offline

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01.04.2014 15:30
#172 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zu Michael1

Als Arzt bist du nicht davor gefeit, metaphysischen Unsinn zu erzählen. Als naturwissenschaftlich ausgebildeter Mensch solltest du es besser wissen.
Wie kommt der Geist ins Gehirn? Oder: man kann das Gehirn öffnen und findet keinen Geist. Das ist meiner Meinung nach ein philosophisches Scheinproblem. Schopenhauer würde sagen, dir hat der Hegelsche Geist, das Denken vernebelt. Du solltest die Philosophen des 16/17./18. Jahrhunderts studieren: Locke, Hume, D'Holbach etc. und natürlich Kant und Schopenhauer. Das würde deinen von Resten des deutschen Idealismus (Schelling, Fichte, Hegel) latent vernebelten Geist reinigen. Geist ist nichts anderes als Denken, und Denken ist für den Menschen sinnvolle Information/Erkenntnis.

Das Gehirn ist tatsächlich so etwas wie ein Computer, bildlich gesprochen, natürlich cum grano salis. Das Gehirn ist die Hardware, Gedanken und Gefühle die Software. Wenn wir schlafen, denken wir nicht, das Gehirn ist aber nicht untätig, sondern gruppiert die empfangenen Eindrücke um oder löscht sie. Du weisst es vermutlich besser, was da genau abläuft. Aber da ist nichts Metaphysisches.

Ich bin Materialist und Sensualist und Naturalist
Materie kommt von Mater, das heisst Mutter. Wir sind alle aus einer Mutter hervorgegangen. Ohne materiale Basis ist es nichts. Die Natur stellt uns eine Weile in die Reihe der Lebenden, bevor wir den Vielen folgen, die uns voran gegangen sind.
Sensualismus: Wir nehmen die Welt mit unseren Sinnen wahr, also physisch. Es gibt keine Erkenntnis ausser mit den Sinnen. Nichts ist im Denken, was wir nicht vorher mit den Sinnen erfahren haben.

Naturalismus, Natur kommt von nasci, geboren werden. Werden und Vergehen. Erzeugen und Zerstören.

Der Geist bedient sich der Materie als Informationsträger.
Das ist Unsinn. Es ist eigentlich umgekehrt. Es gibt keinen flottierenden Geist. Der Mensch kommt als unbeschriebenes Blatt auf die Welt, es gibt keine angeborenen Idee, vlt. Strukturen welche die Erkenntnis begünstigen. Das Baby und die Menschen überhaupt lernen v.a. durch Nachahmung. Man betrachte ganz junge Menschen (Babies) und ganz alte (demente) Menschen und erkennt, dass der Mensch ein durch und durch materielles Wesen ist, der das Denken aus sich erzeugt, natürlich aufgrund der erhaltenen Sinneseindrücke. Die Materie, die Natur hat die immente Fähigkeit, die Potentialität, die Fähigkeit des Denkens selber hervor zu bringen (Evolution). Wenn man so will, ist der Geist, wie die Religion ein Produkt der Evolution. Diese ist keine Subjekt, wie auch nicht "die Natur" sondern bezeichnet nur einen Vorgang. Das ist in nuce meine Philosophie. Wenn du das als Reduktionismus bezeichnest, ist dir dies unbenommen. Das heisst nicht, dass ich das Schöne, die Kultur, Musik, Dichtkunst, Naturschönheiten nicht schätze und mich nicht daran erfreue.

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RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester)
Denken ist eine Anstrengung; Glauben ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Das Leben ist eine mißliche Sache; ich habe mir vorgesetzt, es damit hinzubringen, über dasselbe nachzudenken (Schopenhauer). - Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Michael1 Offline



Beiträge: 840

01.04.2014 16:57
#173 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

seneca

Zitat
Zu Michael1

1) Als Arzt bist du nicht davor gefeit, metaphysischen Unsinn zu erzählen. Als naturwissenschaftlich ausgebildeter Mensch solltest du es besser wissen. Wie kommt der Geist ins Gehirn? Oder: man kann das Gehirn öffnen und findet keinen Geist. Das ist meiner Meinung nach ein philosophisches Scheinproblem. Schopenhauer würde sagen, dir hat der Hegelsche Geist, das Denken vernebelt.

2) Ich bin Materialist und Sensualist und Naturalist
Materie kommt von Mater, das heisst Mutter. Wir sind alle aus einer Mutter hervorgegangen. Ohne materiale Basis ist es nichts. Die Natur stellt uns eine Weile in die Reihe der Lebenden, bevor wir den Vielen folgen, die uns voran gegangen sind.
Sensualismus: Wir nehmen die Welt mit unseren Sinnen wahr, also physisch. Es gibt keine Erkenntnis ausser mit den Sinnen. Nichts ist im Denken, was wir nicht vorher mit den Sinnen erfahren haben.

3) Naturalismus, Natur kommt von nasci, geboren werden. Werden und Vergehen. Erzeugen und Zerstören.
Der Geist bedient sich der Materie als Informationsträger.
Das ist Unsinn. Es ist eigentlich umgekehrt. Es gibt keinen flottierenden Geist. Der Mensch kommt als unbeschriebenes Blatt auf die Welt, es gibt keine angeborenen Idee, vlt. Strukturen welche die Erkenntnis begünstigen. Das Baby und die Menschen überhaupt lernen v.a. durch Nachahmung. Man betrachte ganz junge Menschen (Babies) und ganz alte (demente) Menschen und erkennt, dass der Mensch ein durch und durch materielles Wesen ist, der das Denken aus sich erzeugt, natürlich aufgrund der erhaltenen Sinneseindrücke. Die Materie, die Natur hat die immente Fähigkeit, die Potentialität, die Fähigkeit des Denkens selber hervor zu bringen (Evolution). Wenn man so will, ist der Geist, wie die Religion ein Produkt der Evolution. Diese ist keine Subjekt, wie auch nicht "die Natur" sondern bezeichnet nur einen Vorgang. Das ist in nuce meine Philosophie. Wenn du das als Reduktionismus bezeichnest, ist dir dies unbenommen. Das heisst nicht, dass ich das Schöne, die Kultur, Musik, Dichtkunst, Naturschönheiten nicht schätze und mich nicht daran erfreue.


Ad 1) Und Du als Philosoph müsstest wissen, dass es keine Ideologie oder Philosophie gibt, die ohne Metaphysik und Transzendenzen auskommen kann. Ansonsten solltest Du mir die Materie definieren und sagen woher sie kommt. Woher kommt die Information ins Universum? Noch besser, Du definierst mir noch den Raum und die Zeit! Danke!
Du solltest wissen, dass die ursprüngliche Elemente der Quantenphysik reine Beziehungen der Formstruktur sind. Wenn Du die Materie immer auseinandernimmst, in der Hoffnung die kleinste Teilchen der Materie zu finden, bleibt Dir am Ende nichts mehr übrig, was irgendwie an die Materie erinnert. Vor der Planck-Mauer herrscht nur und ausnahmslos die Information. Es gibt kein Stoff mehr, sondern nur Form, Gestallt, Symmetrie und Beziehung. Wo ist bitte, die Materie, Du Materialist? Du weißt nicht was Du schreibst, wenn wir offen und ehrlich sind.
2) Na dann, erkläre mir zuerst was der Mensch ist, indem Du mir die Antwort auf diese Frage gibst:
Was ist aus physikochemischer Sicht der Unterschied zwischen der frischen menschlichen Leiche und gesunden lebendigen Menschen? Auch die Information ist bei der Leiche noch vorhanden. Was macht den Unterschied? Warum lebt die Leiche nicht?
3) Mensch Meier, am Ende allen Zerteilens der Materie bleibt fast nichts was an die "Materie" erinnern würde, sondern etwas was immateriell ist. Und nun noch paar Fragen für Dich als Philosophen:
1) Warum existiert etwas und nicht nur nichts?
2) Wo kommen die Naturgesetze und die Naturkonstanten her? Also, woher kommt die Information?
3) Warum sind die Naturkonstanten dem Leben so dienlich? Warum sind sie so präzise? Die Manipulationen an ihnen zerstören das Universum wie wir es kennen.
4) Wie kommt das Neue in die Evolution? Also, wie kommt das Bewusstsein in die Welt?
5) Wie kam die Chiralität in die Welt?
6) Wie kam das Leben in die Welt?
7) Wie kam Sex in die Welt?
8) Wie entstand der genetische Code?
9) Wie kam die Moral in die Welt?
10) Wie kam der Tod in die Welt?
VOILA!
Vielen DANK!

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Blackysmart Offline




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01.04.2014 19:27
#174 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von wolf im Beitrag #167
Wenn hier jemand den Geist nicht finden kann,dann ist es die Naturwissenschaft mit ihren Methoden. Sie schneidet ein Gehirn auf und hofft dort den Geist zufinden.


Wenn jemand behauptete, Dein Rechner arbeite ausschließlich mit "Geist", der sich der Hardware nur bediene, was würdest Du von dieser Aussage halten? Wenn Du ihn fragen würdest und er Dir sagt, der Geist wäre wissenschaftlich nicht zu beweisen, würdest Du ihm glauben? Sicherlich nicht, Du würdest ihn für verrückt erklären und eventuell richtig sagen, wenn man etwas postuliert, dass absolut nicht beweisbar ist und dass man niemals finden wird ist es wahrscheinlich plausibel, dass dieses etwas nur ein Fantasieprodukt ist.

Nicht alles was sich Menschen zur Rechtfertigung ihres Glaubens ausdenken, ist auch Realität. Wo steht denn in der Bibel etwas über die "Hardware" Gehirn und deren Zusammenspiel mit dem "Geist"? Von wem stammt diese Idee denn konkret?

Zitat von wolf im Beitrag #167
Du meintest das jeweilige Gehirn produziere den Geist.


Korrekt. Eine Verwandte sitz nach einem Schädel-Hirn-Trauma im Rollstuhl und ist von ihrem Intellekt nicht wieder zuerkennen. Wohin hat sich der ursprüngliche Geist verdrückt? Sie nutzt angeblich einen Großteil ihres Gehirns nicht wie alle Menschen auch. Warum nimmt der Geist nicht diese freie Hardware? Wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen Geist und Neuronen genau? Welche Prozesse laufen da im Gehirn ab, die dem Geist eindeutig zugeordnet werden können?

Zitat von wolf im Beitrag #167
Ein Mensch ist aber kein Mensch. Ein Mensch ist die Illusion eines Menschen.


Ich unterhalte mich also gerade mit einer Illusion?

Zitat von wolf im Beitrag #167
Ein Mensch wüßte sich ohne sein Geenüber nicht selbst. In einem Menschen findest Du keinen Geist, denn für den Geist benötigst Du mindestens zwei Menschen. Der Geist ist intersubjektiv.


Aha, so ist dass. Daher sagt meine Frau also wenn sie sauer ist und mich alleine zurücklässt, ich sei von allen guten Geistern verlassen.


Zitat von wolf im Beitrag #167
Natürlich ist der Geist ohne das Gehirn "Nichts". Das was wir Menschen als das Nichts bezeichnen, nämlich nicht bestimmbar,abstrakt. Hier fallen das Sein und das Nichts zusammen.Hier sind sie noch nicht zu unterscheiden. Konkret wird der Geist erst im Sinnlichen. Wenn er sich des sinnlichen bedient. Das ist auch der Grund warum Gott schöpft. Gott,das ewige Sein wird real im Dasein.


Wenn der Geist sich des sinnlichen bedienen würde, könnte man ihn nachweisen da er physikalische bzw. Chemische Effekte verursacht.

Zitat von wolf im Beitrag #167
Du kannst mit einem Menschen machen was Du willst, wirst Du dort nie einen Geist finden. Da kannst Du noch soviel am Gehirn herumoperieren.



Welchen Grund wird das wohl haben? Ich könnte mein ganzes Leben auch rosa Einhörnern hinterher jagen und nie eines finden. Welche logische Konsequenz sollte ich daraus ziehen? Natürlich, Gott versteckt sie vor mir

Pleurotus Offline



Beiträge: 123

01.04.2014 20:26
#175 RE: Subjekt und SEIN...... antworten

Zitat von Michael1 im Beitrag #173
seneca
[quote]
1) Warum existiert etwas und nicht nur nichts?
2) Wo kommen die Naturgesetze und die Naturkonstanten her? Also, woher kommt die Information?
3) Warum sind die Naturkonstanten dem Leben so dienlich? Warum sind sie so präzise? Die Manipulationen an ihnen zerstören das Universum wie wir es kennen.
4) Wie kommt das Neue in die Evolution? Also, wie kommt das Bewusstsein in die Welt?
5) Wie kam die Chiralität in die Welt?
6) Wie kam das Leben in die Welt?
7) Wie kam Sex in die Welt?
8) Wie entstand der genetische Code?
9) Wie kam die Moral in die Welt?
10) Wie kam der Tod in die Welt?
VOILA!
Vielen DANK!



Bei dir reicht es wirklich, wenn man nur einmal in der Woche reinscaut, deine Fragen bleiben immer die gleichen.

1) Da ich existiere stellt sich diese Frage für mich nicht.

2) Bei dieser Frage habe ich schon einmal versucht, dir zu helfen, hast es nicht angenommen: Keine Antwort.

3) Die Naturkonstanten dienen nicht dem Leben, sondern sie bestimmen es. Kleiner Denkfehler deinerseits, kann vorkommen. Präzise sind sie nur deswegen, weil wir Wissenschaftler sie so präzise bestimmt haben. Ich hab dir mal die Bibelstelle wo Pi beschrieben wird gezeigt, da wird die Zahl Pi sehr ungenau beschrieben.

4) Evolution beginnt am Anfang und nicht mittendrin. Wenn du nur die Entstehung eines "Bewusstseins" als relevantes Merkmal empfindest, dann hast du von Evolution keine Ahnung. Macht als Arzt aber auch Sinn, da muss man sich in erster Linie nur um das Wohl eines Tieres, nämlich des Menschens kümmern. Und ob der Mensch ein Bewusstsein hat ist neurobiologisch ja durchaus umstritten.

5) Die Chemie beschreib gut genug, wo die Ursache liegt. Wenn dir diese Erklärung nicht ausreicht, steht es dir frei darüber zu philosophieren, hat wissenschaftlich aber keine Relevanz als Argument.

6) Dazu gibts viele Theorien...logisch wäre so zum Beispiel(seeehr kurze Fassung): ein Pool aus Elementen->Katalyse von chemischen Reaktionen mit Konzentrierung der Produkte (an Eisen-Schwefel-Verbindungen z.B.)-> Entstehung und Formierung bioaktiver Moleküle -> LUCA (last union common ancestor) -> die Evolution geht ihren Weg

7) Sex ist 'ne evolutive Strategie, die nicht alle Organismen verfolgen.

8) vergeiche 6). Nebenbei: der genetische Code ist ja bekanntlich redundant....sehr chaotisch für einen Gott, der so eindeutig handeln soll.

9) Eine Moral alleine gibt es nicht. Einzahl macht also keinen Sinn.

10) Zusammen mit dem Leben.

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Ave, monstrum magnum spaghetti!

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