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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 1.050 mal aufgerufen
 Antireligiöse Politik und Kultur
Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

26.12.2014 22:34
Karl Marx zum Islam Antworten

Karl Marx zum Islam:
„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geographie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zweiteilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby”, d. h. der Feind. Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die Seeräuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.”
Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170


Der arabisch-islamische Rechtsbegriff Kafir bezeichnet "Ungläubige" oder "Gottesleugner" und wird vom Islam auch im Sinne "Lebensunwerter" gebraucht.
Alle die sich dem Islam nicht unterwerfen gehören also zu den "Lebensunwerten"...

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

27.12.2014 00:13
#2 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #1
Alle die sich dem Islam nicht unterwerfen gehören also zu den "Lebensunwerten"...

.. und dann kommen die alle trotzdem in unser Land

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

27.12.2014 09:47
#3 Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Glaubensqualle
.. und dann kommen die alle trotzdem in unser Land

Schlimmer ist, dass wir uns die Frage verbieten, was die von der Ungläubigendoktrin ihrer Religion halten. Schlimm ist, dass WIR uns den substanziellen Dialog über diese Religion verbieten!

Die Menschen, die das Schicksal einer muslimischen Erziehung tragen müssen, sind Menschen, die unser Menschsein anhand unserer Hilsbereitschaft und humanen Solidarität erkennen können. Die richtigen Fragen im richtigen Ton wird sie toleranter, einsichtiger und freundlicher machen, als ihre Religion es zu uns ist.

Was uns mangelt, ist der DIALOG! Alles andere führt zu Ausgrenzung und Krieg!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

27.12.2014 11:32
#4 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #3

Was uns mangelt, ist der DIALOG! !
.. im Prinzip nicht , denen fehlt der Dialog , nicht uns ... ich bin aber der Meinung , das diese Moslems ihren Glauben gar nicht mehr so sehr ernst nehmen, vielleicht nur ein Minderheit , man nennt sich Moslem und tut so als ob man tief gläubig ist , weil man ja in der Gemeinschaft nicht als Aussenseiter auffallen will, also kniet man nieder und verneigt sich ... aus diesem Grunde bin ich der Meinung , daß sich der Islam selber abschafft ...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

27.12.2014 13:13
#5 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Glaubensqualle
... aus diesem Grunde bin ich der Meinung , daß sich der Islam selber abschafft ...

Ohne offene Kritik nicht. Oder viel später als nötig.

Die Moslems sind im Schnitt ihrer Religion sehr viel näher als die Christen der ihren.

WIR meiden den Dialog genauso wie die Moslems. Auch die Christen wollen keinen substanziellen Dialog. Sie wollen die Zementierung der Macht der Religion. Und aus den gegebenen Verhältnissen sind sie gerne bereit, diese Macht mit den Moslems zu teilen. Aber bitte, bitte keine Diskussion über die Glaubensinhalte! Denn sie ahnen, sie wissen, dass der mittelfristig die heute noch so mächtigen Religionen in ein unbedeutendes Sektendasein zurückdrängen würde!

Wir müssen die Religionsvertreter in die Diskussionen treiben und sie daran gewöhnen! Dann wüssten auch die Moslems, woran sie hier sind. Derzeit sehen sie die Sonderrechte der Christen - Feiertage, Steuereintreibung und Religionsunterricht -, und sie wollen Gleichberechtigung! Kann ich verstehen, aus deren Sicht. Deswegen bin ich für die Abschaffung der staatlich protektionierten religiösen Feiertage und die Abschaffung der Steuereintreibung durch den Staat und die Abschaffung des schulischen Religionsunterrichtes! SO kann man die Gleichberechtigung der Bekenntnisgruppen wirklich herstellen!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

27.12.2014 13:57
#6 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #5
Wir müssen die Religionsvertreter in die Diskussionen treiben und sie daran gewöhnen! !
.... dann müßtest du vorher die Quadratur des Kreises entschlüsseln , denn dafür benötigt du gebildete Leute, die auch die Geschichte beherrschen , aber genau das will die Religion doch nicht , weil die Religionsführer die Macht der Religion ausschöpfen , es muß was wunderbares sein , wenn man sich in seiner eigenen Macht verewigen kann ... aber so ist die Geschichte

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

27.12.2014 14:32
#7  Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Glaubensqualle
aber genau das will die Religion doch nicht ,

Aber genau das werden die MENSCHEN bekommen!

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

27.12.2014 16:40
#8 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Die SPD macht gemeinsame Sache mit totalitären Freiheitsfeinden:
http://www.welt.de/politik/deutschland/a...-Feiertage.html
Geht es nach der SPD, könnten in Niedersachsen bald islamische Feste als religiöse Feiertage anerkannt werden. Ministerpräsident Weil denkt auch über eine Lockerung des Kopftuchverbots nach.
Die Islamkriecherei in Deutschland ist wirklich unerträglich geworden!

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(Lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

27.12.2014 17:04
#9 Karl Marx zum Islam Antworten

Auch die SPD geht den falschen Weg. Wie ist denn die Parteigeschichte des Laizismus in der SPD? Ich weiß es nicht.

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Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

28.12.2014 00:18
#10 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #8
Die Islamkriecherei in Deutschland ist wirklich unerträglich geworden!
.. aber vielleicht ist es der richtige Weg den Moslems zu zeigen , daß ihr Allah eine Fata Morgana ist ... so lange jeder friedlich nebeneinander lebt und sich keiner wegen eines Gottes oder Allah die Köpfe einschlägt kann ich mit den wenigen Moslems leben ... der Islam schafft sich so oder so ab , langsam aber sicher ...

gapping Offline



Beiträge: 613

01.07.2015 22:16
#11 RE: Karl Marx zum Islam Antworten

Das beweist Lukrez, dass Karl Marx bereits im 19. Jahrhundert klüger war, als alle Abgeordneten des Bundestages und die Mitglieder der Bundesregierung, sowie des Bundespräsidenten und des Bundestages.
Obwohl man heute doch mehr weiß und noch mehr wissen könnte, versucht die gegenwärtige Bundesregierung der Religion des Islam ins Establishment zu verhelfen. Dabei ist die Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehört durchaus wahr und über die bundesdeutsche Gesellschaft bezogen zweifellos richtig. Die Motivation des herrschenden Establishment ist dabei: "Egal welche Religion unter uns die Bürger bannt, dass deren Anhänger weniger Zeit haben, unsere Pläne zu durchschauen." Dieser machiavellistische Unterton zeigt, wie alles darauf ausgerichtet wird, das Rad der Geschichte zurückzudrehen. Auch um emanzipatorische Bewegungen klein zu machen. Zumindest aber mundtot.
Dabei hat die Bundesregierung kaum bedacht, dass Muslime in weltlicher Führerschaft und religiöser Idee keine Trennung ziehen und somit lediglich weltliche Politiker nicht akzeptieren können. Da hilft es auch auch nicht, wenn die christliche Gesinnung verübt wird, mit dem Kalkül:" Wir alle glauben an den gleichen Gott.
Dabei muss man nicht(aber man könnte)jene Suren und Verse zitieren, die eindeutig Christen den Ungläubigen zurechnen und somit ein ständiges Gezerre zwischen den Religionen hintergründig(insgeheim)der Gesellschaft Schaden zufügt. Ich möchte das mal am Beispiel der CDU-Vorsitzenden von Rheinland Pfalz, Julia Klöckner verdeutlichen: Sie hat zweifellos an Medienbewusstsein gewonnen und in zahlreichen Auftritten, in denen es um Christentum und Islam ging, gezeigt, dass sie die Unannehmlichkeiten und Misshelligkeiten zwischen Islam und Christentum verdeutlichen will.
Die unangenehme Seite wird zwar erörtert, aber es ereignet sich keine Erkenntnis.
Die misshellige Seite wird erörtert, aber ohne die inhaltliche Programmatik der religiösen Kreise zu erörtern. Das bedeutet: Entweder weiß Frau Klöckner nicht Bescheid, was beinhaltet, dass sie die Suren, Verse und Hadithen nicht gelesen hat, oder die Streitkultur endet schon bei der Berührung der im Qur'an und den Hadithen enthaltenen Themen.
Nicht berücksichtigt wird die Ausredenkultur, die sich in Diskussionen im Kreise drehen, wie eine Art sinnloser Veitstanz vertreten wird, wie z.B. die Thesen nach einem islamistischen Anschlag. Da wird geäußert, das habe mit dem Islam nichts zu tun, denn Islam bedeute Frieden und /oder Barmherzigkeit.
Dabei ist im Qur'an, in den Hadithen befohlen, zur Pflicht erhoben, dass die Muslime(nicht nur die Islamisten) gegen die Ungläubigen, auch die Christen kämpfen. Dabei wird es jedem Muslim überlassen wie er kämpft; ob der eine mordet, der andere raubt oder stiehlt, der nächste lediglich Sabotage betreibt oder sonstige Schäden gegen Ungläubige hervor ruft: Es bleibt Pflicht für jeden Muslim.
Wie dann Menschen äußern können, dass Handlungen gegen Satiriker, Filmemacher, Autoren, Künstler und Intellektuelle, das alles habe nichts mit dem Islam zu tun ist, davon bin ich überzeugt, eine Täuschung. Bei vielen eine Selbsttäuschung, weil etliche von ihnen davon ausgehen, dass es sich beim Islam tatsächlich um eine friedliche Religion handelt, was natürlich eine Lüge ist.
Die Naivität mit der die schwelenden Konflikte im innerreligiösen und zwischenreligiösen analysiert werden endet, wie man sieht, im Chaos. Und das schlimme daran ist, auch wenn die Konflikte die Kassen der Rüstungskonzerne füllen, die Folgekosten sind wesentlich höher und der extremistische Wille wird stärker. Das spielt sich vor unseren Augen ab, ist aber ein alter Hut, weil die innerreligiösen Konflikte der Christen bekannt sind und die innerreligiösen Konflikte im Islam seit über 1300 Jahre andauern, von denen der Religionshistoriker asch-Scharastani bereits im 12. Jahrhundert vermerkte, (Zitat)"dass Ströme von Blut aus Massakern den Euphrat und Tigris hinab fließen."
Die christlich -jüdische Religion begann mit einem Mord von Kain an Abel(wobei Kain dann in ein anderes Land zog und sich ein Weib nahm sic!)und die islamische Religion teilte sich durch einen Mord an dem Imam Hussein. Das Grundprinzip beider Religionen war, die Diskussionen nicht durch Argumente, sondern durch Mord zu lösen. Dafür schufen sich die Muslime die Scharia und die Christen die Inquisition und hatten keine Hemmungen beim Töten; bis heute nicht.
Und doch wird immer noch und wahrheitswidrig behauptet, dass Christentum und Islam ein friedliches Konzept zugrunde liegen hätten, was nachweislich historisch und gegenwärtig als falsch, also als Lüge entlarvt ist und Marx hat einen Begriff in die philosophische Debatte eingeführt, der vieles Verhalten von Menschen,auch ihre niederträchtigsten Gesinnungen erklärt: Die Entfremdung!

Gruß gapping

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

02.07.2015 09:24
#12 Karl Marx zum Islam Antworten

Zitat von Gapping
Marx hat einen Begriff in die philosophische Debatte eingeführt, der vieles Verhalten von Menschen,auch ihre niederträchtigsten Gesinnungen erklärt: Die Entfremdung!

Die "niederträchtige Gesinnung" ist der Egoismus. Macht haben wollen, auch über andere. "Entfremdung" ist Ohn-Macht, die Entäußerung von Macht über die elementaren Interessen. Zum Beispiel die der Macht der Produzenten über die Produktion der Produkte, die sie brauchen. Der Begriff der Entfremdung muss erst mal erklärt werden, bevor die "niederträchtige Gesinnung" erklärt ist...

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gapping Offline



Beiträge: 613

12.07.2015 12:39
#13 Entfremdung ist auch der Verlust von Können Antworten

Die Arbeit in Unternehmen, die immer wieder die gleichen Handbewegungen verlangt, grenzt das Vermögen allgemeines, multiples Können zu besitzen aus. Jenes Können mit dem autark, unabhängig gelebt werden konnte. Viele Menschen in Gemeinschaften, Familien oder Sippen verfügten mit der Kooperation über vielfältiges Können das von den Kenntnisse aus und in der Natur, und der Herstellung von Gerätschaften die dem Überleben dienten, bestand. Das Wissen von der Natur und aus der Natur geht mit der Entfremdung ebenso verloren, wie das Können um kunstvoll hergestellte Gegenstände, wenn diese A) vom Adel und Kirche durch Willkür geraubt wurden, oder das Können durch die Monotonie immer gleicher Griffe verloren geht. Das hat Marx vor allem gemeint wo bei ihm von Entfremdung die Rede war.

Dass die Gegenstände, wie die Ernten immer wieder von jenen geraubt wurden, die nichts, aber auch gar nichts zur die Entstehung dieser Überlebensmittel beigetragen haben ist allgemein bekannt und kann nicht bestritten werden. Höchstens ergänzt.

Die Ideologie der Befreiung, in der das Kapital Entfremdung eine maßgebliche Rolle spielt, konnte sich leider nicht durchsetzen, weil die Voraussetzungen nicht vorhanden waren. So gelang es dem Adel(Kaiser Wilhelm) einen Mann wie Lenin(Uljanow)zu instrumentalisieren, weil der die Ideologie von der Befreiung nicht verstanden hatte, weshalb ja die sogenannte Oktoberrevolution schon ein Rohrkrepierer war.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

12.07.2015 14:36
#14  Entfremdung ist auch der Verlust von Können Antworten

Hallo Gysi
Marx wusste, dass Entfremdung in der Theologie missbraucht wurde etwa für Bonaventura der darin die Realisierung der Gegenwart Gottes durch die Entfremdung von der ´Sinnenwelt annahm.
von Humboldt kam der Sache schon näher als er den Konflikt des Einzelnen bezeichnete, der zu dem gebracht wird, dass er über die eigene Person hinaus Die "Menschheit als Person" erleben soll. Für Hegel kann das Bewusstsein sich der eigenen objektiven Allgemeinheit gegenübertreten und sich gegen sie entfremden. Doch Hegels Sicht war zu religiös noch. Feuerbach betrachtete die Religion als eine Weise der Entfremdung des Menschen, der sich von der Realität entfernt und seine Ideale auf Himmel und Gott projiziert.
Karl Marx versteht darunter die eingeengte ökonomische Entfremdung durch die Hingabe des Menschen an Arbeit und Versklavung durch Produktionsverhältnisse:(Zitat K.Marx) " Das Geld ist das dem Menschen entfremdete Wesen seiner Arbeit und seines Daseins."(Zitat Ende)Dabei wird Arbeit als Entäußerung des Wesens des Menschen aufgefasst. Eine Reihe von philosophisch denkenden, wie Marcuse oder Fromm, Lukaczs und Mandel, Habermas nehmen den Begriff auf, wenn sie über Arbeit und Geld hinaus, Konsumstreben, Entpersönlichung, Freizeitdenken als Teile von Entfremdung analysieren.
Die Abhängigkeit vom monotonen Arbeitsprozess, das Können nur auf wenige Handgriffe reduziert, sei die Konfrontierung mit Sinnlosigkeit personeller Entwurzelung, der Relativierbarkeit aller Normen und Machtlosigkeit durch die Verhältnisse bestimmter Produktionsprozesse von Massenwaren, denen Sinn und oft auch die Sittlichkeit fehlt.

Gruß gapping

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.869

12.07.2015 14:37
#15 Entfremdung ist auch der Verlust von Können Antworten

Zitat von Gapping
Die Ideologie der Befreiung, in der das Kapital Entfremdung eine maßgebliche Rolle spielt, konnte sich leider nicht durchsetzen, weil die Voraussetzungen nicht vorhanden waren.

Den Kommunismus (Emanzipation der Menschen von Kapitalismus, Religion, Medien, Militär usw.) halte ich für ein ehernes Menschheitsziel. Der Mensch treibt automatisch dahin, über kurz oder lang. Man darf ihn auch anders nennen, wenn die Geschichte den Begriff "Kommunismus" verdorben haben sollte. Aber der Weg dorthin wird ein anderer sein, als Marx ihn sah. Er war gegen den bürgterlich-demokratischen Weg und direkt für die Revolution. Ich meine: Die demokratische Revolution war schon die letzte (politische) Revolution. Die Demokratie selber braucht keine (politische) Revolution mehr.

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gapping Offline



Beiträge: 613

12.07.2015 15:49
#16 RE: Entfremdung ist auch der Verlust von Können Antworten

Marx hat die Umsetzung der "Ideologie der Befreiung" an Bedingungen gebunden. Die Hauptbedingung war, dass der Arbeiter über seine Tätigkeit ein Bewusstsein erlangt, das ihn befähigt revolutionäre Ziele zu erreichen. Diese Bedingungen waren weder in dem was man Deutschland nannte, noch in Russland, erfüllt und das ist auch der Grund warum diese Idee scheitern musste. Russland hatte nicht die Industriearbeiter, sondern war ein feudaler Agrarstaat, in dem das Bewusstsein für die Umsetzung der marxistischen Philosophie, den dialektischen Materialismus, fehlte.
Wie kann man etwas umsetzen wollen, zu dem die Bedingen gänzlich oder teilweise fehl(t)en?

Gruß gapping

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