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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 43 Antworten
und wurde 1.879 mal aufgerufen
 Judentum
Seiten 1 | 2
gapping Offline



Beiträge: 613

07.05.2015 22:02
#26 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Nun Direktkontakt, sollte man nicht den Allmächtigen Gott mit der germanischen Gottheitenwelt bis hin zur Irmingsul vergleichen. Die monotheistischen Götter Jahwe, God und Allah sind als Allmachtsphantasie vertreten und nicht für naturnahe Bereiche, weil man sich Naturphänomene nicht erklären konnte.
Für alles was man sich nicht erklären kann einen Gott einzusetzen, nur um eine Art von (Wissens-)Lücke zu schließen ist ja reichlich naiv und kann nur durch ein Rundumpaket jüdischen, christlichen und islamischen Monotheismus vorgegeben werden, in dem man ein System errichtet, das bereits alle Wahrheiten beinhaltet und alles andere, vor allem das was gegen den Monotheismus spricht, demzufolge unwahr zu sein hat.
Die Religionen haben also das Gedankenbild von einem abgeschlossenen System, in dem der jeweilige monotheistische Gott die Allmacht ha, der alles weiß und alles kennt und entsprechende Gesetze überliefert.(Gesetze im Übrigen, die bereits lange vor der Erfindung Jahwes in den Sittenlehren der Familien, der Sippen und völkischen Verbände bekannt waren und ganz ohne einen Allmächtigen auskamen; und vor allem auch noch friedfertiger.

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

08.05.2015 12:27
#27 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Wichtig ist doch, dass die Lenker und Herrscher Regeln aufstellen, die von dem nachgeordneten "Pulk" zu befolgen sind.

Zur Begründung eignet sich idealerweise ein angstmachender und disziplinierender Mummenschanz unter Verwendung von nicht widerlegbaren Behauptungen.

Hinzu kommen Gruppenzwang rund um die Uhr einschließlich heiliger Messe und Hochämter, Beichte, Inquisition, lückenloses Denunziantentum, flächendeckendes Spitzelwesen...

Herz - was begehrst du mehr auch fürs Recht der ersten Nacht für mit dem Klerus verbündete Adlige etc.?

gapping Offline



Beiträge: 613

08.05.2015 13:44
#28 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Nun ist ja die Existenz eines oder mehrerer Götter spätestens seit 2009 widerlegt. Es gilt daher nicht mehr die Annahme dass die Behauptung es gäbe einen Gott unwiderlegbar sei. Dass dies bereits seit dem 19. Jahrhundert längst nachgewiesen ist, spielt dabei für die Religionen keine Rolle. Auch die Ansicht, dass die Erde eine Scheib sei, wurde noch lange nachdem diese These widerlegt war von den monotheistischen Religionen aufrecht erhalten. Der Islam verbreitete noch im 20. Jahrhundert, dass die Erde eine Scheibe sei, und bestrafte bis dahin alle anders lautenden Meinungen.

Natürlich ist in dem Maße, in dem die monotheistischen Lehren als unwahrhaftig erkannt wurden, der Umfang an Ritualen, Konventionen, Liturgien gestiegen, weil man die sinnlosen Gesten und Gebete dem Wissen entgegen setzen musste, das Zug um Zug die Theologie aus den Wissenschaften zurückdrängte. Religionen waren nie Wissenschaften. Sie wurden allein wegen ihrer Unglaubwürdigkeit in den Stand einer Wissenschaft erhoben.

Die Frage was will man aus den 2 Büchlein, der Thora-Rolle, oder dem Qur'an auch für eine Wissenschaft gründen? Dass Menschen verrückt genug sind an Unfug zu glauben? Oder sind sie nicht zwangschristianisiert und zwangsislamisiert so geistig gelähmt, dass ihnen diese Lehren als wahr erscheinen?

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

14.06.2015 09:45
#29 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Sollte Dir Snooker, jemals die Einsicht kommen, dass die Bildung von Eigentum Religion erst möglich machte, dann wären wir in diesem Diskussionspunkt einen Schritt weiter.
Klar ist, dass diese Tatsache fleißig vernebelt wird, weil die vor dieser religiösen Entwicklung die existierenden Familien und Sippen sich eben nicht auf einen Gott oder eine Religion verließen, sondern auf ihr eigenes Können, das in den Dienst eines Jeden, von Erwachsenen bis zum Kind zur Verfügung gestellt wurde.
Die Begründung für die Bildung von Eigentum ist Religion. Sie hat diesbezüglich auch den größten Eindruck hinterlassen. Dass die religiösen Bindungen nach der Bildung von Eigentum in den Monotheismus finden würden war ja nicht ausgemacht, denn sonst hätte es es all die Zwischenstationen von Polytheismus bis Henotheismus nicht, der nicht so gegeben.
Der wissenschaftliche Ansatz dafür ist längst vorhanden, sonst würden ja darüber keine Forschungen betrieben und bezahlt. Insofern sind liegen Deine Vorbehalte dem Unverständnis über das Thema zugrunde.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

14.06.2015 09:59
#30 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Ja Echnaton, Gysi, von vielen als der Erfinder des Monotheismus herangezogen, ist aber falsch, weil das was Echnaton meinte als Henotheismus bekannt ist, d.h. neben einem, beliebigen Hauptgott walten eine unbestimmte, möglich auch eine große Zahl von Nebengöttern.
Zeitlich ist klar:

1. Echnaton lebte vor ca. 3800 Jahren.
2. Abraham wahrscheinlich vor 4000-4200 oder auch 4400 Jahren.

Alleine diese Zahlen machen deutlich woher der Monotheismus unterwegs war. Nun gibt es die, die bestreiten, dass Abraham um diesen Zeitraum gelebt hat. Nachvollziehbare Zahlen stehen aber zur Verfügung. Einerseits in der Adelslinie des jüdischen Volkes. Andererseits in der Priesterlinie, die sich überschnitten.
Markant die Jahreszahl von David, der 1000 Jahre vor Jesus von Bethlehem gelebt hat. Die Zeit zwischen David und Abraham kann man an diesen Linien erkennen, die allzu wenig(mit Rücksicht auf den Monotheismus) ausgeforscht werden.
Die These jedoch, dass eine gemeinsame Arbeit von Altertumsforschern, Anthropologen und Paläontologen, und diejenigen die auf diesen Gebieten interdisziplinär unterwegs sind zwar Lebenslagen von vor 30 000 Jahren(Neanderthaler/Cro Magnon) deuten können, aber die wesentlich nähere Zeit von vor 4000 Jahren nicht, sind nur die Ausflüchte jener, die Forschungsergebnisse zugunsten der Religionen manipulieren.

Die Geisteshaltung die dahinter steht ist beim jüdischen Monotheismus schlicht Ignoranz vor Ergebnissen, das Christentum fälscht Daten und Fakten mit Anpassung an das christliche System und der Islam bekämpft diese Forschungen.

Gruß gapping

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.466

14.06.2015 10:27
#31 Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat von Gapping
Ja Echnaton, Gysi, von vielen als der Erfinder des Monotheismus herangezogen, ist aber falsch,

Wie auch immer. Holger Kersten ("Jesus lebte in Indien") behauptete, dass Abraham von Indien gekommen sei, von den Brahamen verstoßen. Deswegen sein Name A-Braham. Du meinst, der Monotheismus käme von Abraham? Wie, warum? Dann ist der aber erst mal untergegangen, Baal und Co. herrschten.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.433

14.06.2015 16:14
#32 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat von gapping
Sollte Dir Snooker, jemals die Einsicht kommen, dass die Bildung von Eigentum Religion erst möglich machte, dann wären wir in diesem Diskussionspunkt einen Schritt weiter.

Dazu müsstest du zuerst einmal zu meinen Fragen Stellung nehmen, die ich dir in diversen deiner Threads bezüglich deiner Meinung von Eigentum und Religion gestellt habe. Bisher bist du dieser Diskussion ausgewichen. Welchen Nutzen hätte es, den zweiten Schritt vor dem ersten zu machen? Es drängt sich der Eindruck auf, dass es dir lieber wäre, man würde deine Meinung einfach übernehmen, damit du in der Diskussion einen Schritt weiter kommst, aber: Überraschung! So läuft das in einem Diskussionsforum aber nicht.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

14.06.2015 16:53
#33 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat von gapping
Sollte Dir Snooker, jemals die Einsicht kommen, dass die Bildung von Eigentum Religion erst möglich machte, dann wären wir in diesem Diskussionspunkt einen Schritt weiter.

Oh Herr, wirf Hirn herunter......

Solange es Menschen gibt, solange gibt es Religion.
In der Urgemeinschaft, soweit bekannt, gab es kein persönliches Eigentum,
aber diese Zeit war von Religion förmlich durchtränkt, sie war untrennbarer Bestandteil des Lebens.
Die Geister der Ahnen, Geister der Pflanzen und Tiere, die große Erdmutter (Skulptur ca 35000 Jahre alt)
Die Schamanen, die Priester der Urzeit, benutzten spezielle Pflanzen zur Erweiterung des Bewusstseins um religiöse
Erfahrung zu machen. Das alles ist aber doch bekannt. Das sich mit dem ICH-Bewusstsein und den ersten Hochkulturen auch
die Religion veränderte ist auch kein Geheimnis.

Athon Offline




Beiträge: 2.340

14.06.2015 16:58
#34 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat
Oh Herr, wirf Hirn herunter......


Ich befürchte, da können wir lange warten...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

14.06.2015 17:02
#35 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #34

Zitat
Oh Herr, wirf Hirn herunter......


Ich befürchte, da können wir lange warten...



Ich teile Deine Befürchtung Athon.
Ich hörte aber unlängst, dass er längst welches herunter wirft,
wir aber einfach nichts damit anfangen können.

gapping Offline



Beiträge: 613

14.06.2015 21:36
#36 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Die Frage ist doch schon beantwortet darin, dass Religion durch die Bildung von Eigentum initiiert wurde. Welche Antworten möchtest Du denn von wem haben, wenn Du schon den Theologen Karlheinz Deschner in Deinem Logo führst.Mir jedenfalls sind die Schriften Deschners bekannt, die ich im wesentlichen unterschreibe.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

14.06.2015 21:47
#37 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Ich wünsche Dir sehr die Teilhabe an der Gehirnvergabe Reisender.
Mit Deinen persönlichen Animositäten, die Inhalte nicht zur Kenntnis nehmen, kommst Du nicht einmal annähernd an die Tatsache heran, dass Religion erst durch die Begründung von Eigentum zustande kam.
Ob die Menschen vor der Zeit der Bildung von Eigentum schon Schamanentum kannten ist offen. Schamanentum ist keine Religion. Die Reaktion auf die Naturphänomene könnten eine Religion begründet haben.
Diesbezüglich rate ich Dir die Lektüre eines Experten wie Jürg Helbling der unter dem Titel "Tribale Kriege" sicherlich auch wissenswertes für Dich geschrieben hat.
Dass die Bildung von Eigentum durch religiöse Handlungen erklärt werden sollte, zu einer Zeit, in der die Familien und Sippen noch alles Können, alle Erfolge auf der Nahrungssuche miteinander teilten, kann nicht mehr geleugnet werden. Andere Ausreden gab es ja nicht. Dass für die Ausreden auch noch Naturphänomene benutzt wurden, die bei den Familien und Sippen nachhaltige Beeindruckung hinterlassen hatten ist bewiesen.
Dass es den gegenwärtigen Systemen gelungen ist, bei Dir eine Desinformation einzupflanzen die das bestreitet, ist nicht in meinem Interesse, kann ich aber offensichtlich auch nicht aufklären.
Das ist Dein Problem.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.433

14.06.2015 23:17
#38 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat von gapping
Die Frage ist doch schon beantwortet darin, dass Religion durch die Bildung von Eigentum initiiert wurde.

Wohl kaum. Meine Fragen bezogen sich inhaltlich auf gerade diese Aussage von dir und können mitnichten durch die bloße Wiederholung der Aussage beantwortet werden. Also bleibt es vorerst bei deinen Ausweichmanövern - Nun gut! Ich kann warten...

Zitat von gapping
Welche Antworten möchtest Du denn von wem haben, wenn Du schon den Theologen Karlheinz Deschner in Deinem Logo führst.Mir jedenfalls sind die Schriften Deschners bekannt, die ich im wesentlichen unterschreibe.

Karlheinz hat mir meine Fragen immerhin beantwortet. Du noch nicht... Ich bin gespannt.

Außerdem fällt mir auf:

Zitat von gapping
Ich wünsche Dir sehr die Teilhabe an der Gehirnvergabe Reisender.

Inwieweit erachtest du solche Formulierungen als für den Dialog förderlich?


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

15.06.2015 14:28
#39 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Ich wünsche Dir sehr die Teilhabe an der Gehirnvergabe Reisender.
Mit Deinen persönlichen Animositäten, die Inhalte nicht zur Kenntnis nehmen, kommst Du nicht einmal annähernd an die Tatsache heran, dass Religion erst durch die Begründung von Eigentum zustande kam...... usw usw; diese Unwissenheit ist einfach belustigend.


Naturreligion ist eine veraltete Bezeichnung für die Religionen der meist schriftlosen „Naturvölker“.

Parallelausdrücke zu Naturreligion sind: „Primitivreligionen“, „archaische Religionen“, „Stammesreligion“, „Elementarreligion“, was allerdings ebenso wertende Ausdrücke Angehöriger anderer Glaubensrichtungen sind. Der Begriff „Naturreligion“ wird heute in der Ethnologie wegen seiner Ungenauigkeit nicht mehr verwendet. Stattdessen werden „Naturreligionen“ begrifflich unterschieden, z. B. als Schamanismus, Animismus etc.
Naturreligionen unterscheiden sich im Wesen der Religion nicht von den Buch- oder Hochreligionen. Der Anhänger einer Naturreligion glaubt sich von höheren, übermenschlichen Mächten abhängig und ordnet sich ihnen ebenso unter wie der Gläubige einer Hochreligion.

Es gibt jedoch Unterschiede, die den Begriff rechtfertigen: Einer Natur- oder Stammesreligion fehlt meist eine Heilige Schrift, Überlieferungen finden mündlich statt. Im Allgemeinen sind Naturreligionen mit den (einfachen) Sozialstrukturen gekoppelt. Das höchste Wesen ist häufig stammesbezogen. Oftmals üben die Clan-Ältesten auch Priesterfunktionen aus. Die Geister sind verabsolutierte Urahnen oder Naturprinzipien und -Phänomene, z. B. Gestirne. Die Gottheiten werden in stärkerem Maße von der Wirtschaftsform geprägt (Jäger - Herr der Tiere; Ackerbauern - weibliche Erdgottheiten; Hirten - Himmelsgott).

Die Vorstellung von einem obersten Gott als dem Schöpfer des Universums findet sich zwar in vielen Gesellschaften; diese obersten Gottheiten spielen jedoch in den verschiedenen Kulturtypen eine unterschiedliche Rolle nach der Erschaffung der Welt. Bei Jägern und Sammlern und anderen nicht-staatlich organisierten Völkern ziehen sich die obersten Götter nach Vollbringung ihrer Schöpfungstat zurück. Der Mensch hat sich an eine Reihe geringerer Götter und Mächte zu wenden, wenn er um Beistand bittet. In geschichteten Gesellschaften beginnt der oberste Gott hingegen die geringeren Götter zu beherrschen und wird zu einer aktiven, in das Leben der Welt und der Menschen eingreifenden Gestalt.

Eine sehr alte Religionsform ist der Totemismus, der meist auf einer Verehrung für Totemtiere beruht und in ein Verwandtschaftssystem eingebettet ist. Der Totemismus ist meist bei Jägern und Wildbeutern anzutreffen.

Eine spätere Form der Naturreligion ist der Animismus. Hierbei handelt es sich um den Glauben an die Beseeltheit der gesamten Natur, das Göttliche ist immanent (in der Welt, in der Natur). Dies wird als Gegensatz zu einer Gottesauffassung der Hochreligionen gesehen, bei der Gott ausschließlich transzendent ist (außerhalb der Welt, z. B. im Himmel). Diese Form der Religiosität ist wie die Ahnenverehrung vor allem in Ackerbaukulturen anzutreffen.

Ist der Unterschied von Naturreligion und Hochreligion verständlich für Dich gapping?
In der Naturreligion ist Gott der Welt immanent, in der Hochreligion wird er zunehmend transzendent, das heißt nicht in Raum
und Zeit situiert. Transzendenz ist kein Forschungsgebiet der Wissenschaften, ergo gibt es keinen Beweis gegen Gott, auch keinen
für Gott, die ganze Sache bleibt eben eine Glaubensfrage.

gapping 6, setzen.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

15.06.2015 20:48
#40 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat
Naturreligionen unterscheiden sich im Wesen der Religion nicht von den Buch- oder Hochreligionen. Der Anhänger einer Naturreligion glaubt sich von höheren, übermenschlichen Mächten abhängig und ordnet sich ihnen ebenso unter wie der Gläubige einer Hochreligion.


Nach meiner Ansicht unterscheiden sich polytheistische Naturreligionen ganz fundamental von den monotheistischen Religionen und sind schon vom Ansatz her etwas vollkommen anderes.
Die Naturreligionen machen Götter für durchaus real vorhandene Naturkräfte und Phänomene verantwortlich.
Die monotheistischen Religionen sind hingegen zu 100% reine Hirnkonstrukte ohne jeden Bezug zu irgendeiner wahrnehmbaren Realität.
Monotheistische Religionen sind menschliche Machtkonstrukte und Herrschaftsinstrumente einer elitären Priesterklasse um das gemeine Volk abhängig und willfährig zu machen - es also schlicht und einfach zu unterdrücken!

Hat sich der Urmensch noch beispielsweise für sein Jagdglück bei den Göttern bedankt, so nehmen die neuen Priester die Menschen ganz einfach aus und halten sie in möglichst totaler Abhängigkeit.
Sie reden den Menschen ein, dass ihnen ohne sie kein Heil möglich sei und sie gar noch eine ewige Verdammnis zu erwarten hätten.
Monotheistische Religionen sind vor allem aber auch Ideologien der Abgrenzung und Intolleranz schlechthin.
Monotheismus brachte zuerst den Gedanken eines auserwählten Volkes hervor!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

16.06.2015 11:33
#41 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Gapping hat grundsätzlich recht damit, dass Religionen erst durch die Begründung von Eigentum entstanden. Man muss hier jedoch den Gottglauben von dem Begriff der Religion trennen.

Gottglauben gab es schon, als die ersten Menschen um ihr Überleben kämpften und sie die vermuteten Lenker hinter den den für sie negativen Geschehnissen beeinflussen wollten.

Erst als die Menschen begannen in komplexeren Gemeinschaften zusammen zu leben, mussten auch komplexere Regeln aufgestellt werden. Leben Menschen in engeren sozialen Gemeinschaften, müssen sie sich von den anderen Gruppenmitgliedern abgrenzen, um ihre Individualität zu behalten. Der eigene Schlafplatz in der Höhle, der eigene Jagdspeer, der eigene Schmuck, die eigene Hütte, die eigene Frau - enges Zusammenleben weckt Begehrlichkeiten. Gelegenheit macht Diebe, heißt ein schönes Sprichwort. Wer kann die Einhaltung von Regeln besser überwachen als ein Wesen, das immer da ist und dem nichts entgeht? Nur durch eine höhere Instanz kann man die gläubigen Menschen zwingen, Regeln einzuhalten, wenn eine Überwachung oder Strafverfolgung durch andere Menschen nur schwer möglich ist. Religionen wurden geschaffen, um das Bedürfnis nach Regeln und Strukturen für die soziale Gemeinschaft zu befriedigen.

"Du sollst nicht stehlen", "Du sollst kein falsche Zeugnis gegen Deinen Nächsten ablegen", "Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen", "Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört". https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.06.2015 13:43
#42 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Zitat von Blackysmart im Beitrag #41
Gapping hat grundsätzlich recht damit, dass Religionen erst durch die Begründung von Eigentum entstanden. Man muss hier jedoch den Gottglauben von dem Begriff der Religion trennen.

Gottglauben gab es schon, als die ersten Menschen um ihr Überleben kämpften und sie die vermuteten Lenker hinter den den für sie negativen Geschehnissen beeinflussen wollten.

Erst als die Menschen begannen in komplexeren Gemeinschaften zusammen zu leben, mussten auch komplexere Regeln aufgestellt werden. Leben Menschen in engeren sozialen Gemeinschaften, müssen sie sich von den anderen Gruppenmitgliedern abgrenzen, um ihre Individualität zu behalten. Der eigene Schlafplatz in der Höhle, der eigene Jagdspeer, der eigene Schmuck, die eigene Hütte, die eigene Frau - enges Zusammenleben weckt Begehrlichkeiten. Gelegenheit macht Diebe, heißt ein schönes Sprichwort. Wer kann die Einhaltung von Regeln besser überwachen als ein Wesen, das immer da ist und dem nichts entgeht? Nur durch eine höhere Instanz kann man die gläubigen Menschen zwingen, Regeln einzuhalten, wenn eine Überwachung oder Strafverfolgung durch andere Menschen nur schwer möglich ist. Religionen wurden geschaffen, um das Bedürfnis nach Regeln und Strukturen für die soziale Gemeinschaft zu befriedigen.

"Du sollst nicht stehlen", "Du sollst kein falsche Zeugnis gegen Deinen Nächsten ablegen", "Du sollst nicht nach dem Haus deines Nächsten verlangen", "Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört". https://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote





Die mosaischen Gebote haben ursächlich nichts mit religio zu tun.
Das war das Gesetzbuch der antiken Juden, die Verfassung sozusagen und regelten das ganz normale tägliche Leben.
Die Schriftkundigen Priester formulierten sie eben als göttliche Gebote, entweder aus Kalkül, um der Sache mehr Gewicht zu geben,
oder sie Empfanden ihre Gedanken tatsächlich als göttliche Eingebung. Wir stecken da eben nicht wirklich drin.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.06.2015 15:36
#43 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Ich würde sagen, das die Herausbildung von Eigentum die Erschaffung einer Gesetzgebung nötig machte, die in der Antike
eben als göttliche Gebote definiert wurden und so zur irrigen Annahme führt, das durch das Eigentum die Religion entstanden sei.

gapping Offline



Beiträge: 613

17.06.2015 13:13
#44 RE: Die Erfindung Gottes Antworten

Nein Gysi, der Monotheismus kommt nicht von Abraham/Ibrahim, Abram, sondern von jenen, die die Gefahr umgehen wollen, von Hethitern und Ägyptern zerrieben zu werden.
Die Semiten in den Tälern Palästinas wussten von den weit überlegenen Heeren der Hethiter und Ägypter auf der Grundlage eigener Beobachtung und dass die versprengten semitischen Stämme, nicht in der Lage waren, so viel Heer aufzubieten, um dem sicheren Untergang zu entgehen.
Daher erfanden deren Führer einen "Allmächtigen", dem eine umfangreiche Geschichte von Macht und Herrlichkeit zugeordnet wurde und schafften es damit die Heerführer und Lenker der Hethiter und Pharaonen zu beeindrucken.
Es werden sicherlich auch noch andere Konzessionen der Semiten nötig gewesen sein, um das Bild des Jahw zu etablieren, wie man es von den Märchen und Sagen, den Legenden und Mythen kennt.
Abraham muss bekannt gewesen sein, dass es außer den polytheistischen Göttern, die weniger her machten, als wenn ein Gott alles beherrscht, diesen einen Gott gegeben haben soll, war also wahrscheinlich unterrichtet.
Eine Geschichte des Monotheismus, die einen kontinuierlichen Weg aufweist, vom Anfang der Legenden bis heute nichts als Dominanz ist eher unwahrscheinlich. Doch die starken Heere schwächten sich. Es entstanden andere Kreise und andere Bündnisse. Ein besonderes geschichtliches Ereignis bestärkte die Semiten in Palästina aber dann doch, dass die Erfindung von Gott vielleicht doch einen wahren Hintergrund haben könnte, ereignete sich dann Jahrhunderte später, als die Hethiter und Pharaonen untergingen, oder ihrem Untergang nahe waren und zwar im 7. Jahrhundert v.u.Z war Sanherib auf dem Weg die semitischen Stämme zu unterjochen, stand vor Juda's Hauptsitz, und da fielen ihm die Reitervölker vom nördlichen Schwarzen und Asowschen Meer in den Rücken, die Skythen, womit erneut die semitischen Stämme vor ihrem Untergang bewahrt wurden. Wer diese geschichte kennt, der weiß, Sanherib kehrte um und wandte seine Heere den Skythen zu, die vom Kaukasus her in die gesamte Region des heutigen Syrien, der Osttürkei und des heutigen Nordirak , eingefallen waren.

Gruß gapping

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