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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!

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Dieses Thema hat 9 Antworten
und wurde 585 mal aufgerufen
 Christliche Kultur und Politik
gapping Offline



Beiträge: 613

14.02.2015 10:05
Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Beschlossen und verkündet hat der Präsident des Allerchristlichsten Staates USA, Obama, dass dem Hacken zukünftig mehr Einhalt geboten werden soll. Die Tendenz in Richtung Theokratie vernebelt US-amerikanischen Politikern schon seit langem das Hirn. Da gleichzeitig die Mühlen der Konzerne jegliche soziale Idee durch die Mühlen des Neoliberalismus zermahlen, muss der CIA und der NSA nichts anderes einfallen, als die Hacker in ihre Dienste zu stellen. Die Hoffnung, dass dann diese in geordneten Bahnen "hacken" müsste längst aufgegeben sein, weil Hacker aus Lust an der Freud' Codes knacken und neue digitale Innovationen auslösen, ist der Einkauf von Hackern zur Disziplinierung von vornherein zum Scheitern verurteilt. Die "Leaks" wollen ja darum auch kein Ende nehmen und so wundert es nicht, dass immer mehr Geheimdienstinterna in aller Welt kursieren, dass sich andere Geheimdienste fragen sollten: Wozu? Die Hacker machen ohnehin alles öffentlich. Das dumme für die US-Regierung ist, dass manche schon so gut sind, dass sie nicht nur das NSA System düpieren, sondern sich auch so unkenntlich machen können, dass die NSA wieder eine neue Computerstadt errichten müsste, um diesem Ausflug von Daten Herr zu werden.
Noch glauben die entsprechenden Stellen, mit der Einstellung von neuen Spitzen-Hackern dem Problem Herr werden zu können, zumal die über ordentliche Gerichte schwer in Gefängnisse zu halten sind. Schon die Kenntnisse über die Verhältnisse in der US-Aristokratie, das Wissen um die Geldströme zwischen Politik und Wirtschaft, zwischen organisierter Kriminalität und Geheimdiensten, erschwert das Vorgehen gegen die Hacker im Allgemeinen, und diejenigen, die schon im Staatsdienst stehen im Besonderen. Es gibt für den Geheimdienststaat USA, der allein wegen der 16 Geheimdienste keine Demokratie sein kann, nur eine Möglichkeit seine Dilemma zu bereinigen: Rückkehr zu wenigstens vor- oder halbdemokratischen Verhältnissen, mit einem gewissen Grad an Transparenz, oder die Eigenentlarvung als Geheimdienstdiktatur.
Wobei die Frage, wieso man trotz so vieler Geheimdienste und Polizeidienste nicht einmal dem Gangsterwesen Herr werden kann?! Vielleicht weil zu viele Gangster gleichzeitig Geheimdienstler und Staatsdiener sind?

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

15.02.2015 11:54
#2 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Wer möchte denn schon in der Haut dieser Verantwortlichen stecken?

Das von gapping beschriebene Dilemma bedeutet doch eine gegenseitige Abhängigkeit von gut bezahlten Deppen-Beratern, unfähig-skrupellosen Agenten mit Willen zur Macht und korrupten Politikern!

Nur die Angst vor Neuwahlen und Kirchensteuerdiskussionen lässt die "Schauspieler" in den Parlamenten und Kirchenresidenzen vor der größtmöglichen Veralberung des Wählers oder des Gläubigen zurückschrecken.

Das ist die Chance für den kleinen Mann, obwohl Wahlen und kritische Fragen meistens nur die Karten neu mischen.

Komischerweise beginnt das leidige Spielchen dann immer wieder von vorn.

Nun sollte jeder hier mal überlegen, wo der Hund begraben liegt (Hilf dir selbst, so hilft dir Gott?).

gapping Offline



Beiträge: 613

15.03.2015 12:26
#3 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Hallo Direktkontakt,

hier geht es doch um die traditionellen Bündnisse, die seit über 1400 Jahren bestehen.
Da ist einerseits die gegenseitige Legitimation von Adel und Klerus, das dem Volk allenfalls Verachtung zuteilte. Dieser Zustand war bis 1945 unhinterfragt.
Die heutigen Bündnisse beinhalten diese Traditionen. Als Verbündete sind Großbürger und Unternehmenskultur hinzugekommen, die alles dafür tun werden, dass dieser Zustand erhalten bleibt. Schließlich müssen sich seit der zunehmend wirksamen Aufklärung die Bündnispartner mit aller Wucht der Medien bedienen, um aufrecht zu erhalten , was längst als Fehlentwicklung bekannt ist.
Woran kann man das erkennen?Nun muss man sich nur die Festtagstreffen anschauen. Dort sitzen die Verbündeten aus Politik, Adel und Unternehmertum zusammen, um sich ihrer gegenseitigen Bündnisse zu versichern. Gegen wen richtet sich dieses Bündnis? Natürlich gegen die Mehrheitsgesellschaft, um die Privilegien zu erhalten und zu bewahren.

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

16.03.2015 18:29
#4 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Das Jahr 1945 war m. E. nur eine unter mehreren Zäsuren.

Gravierende Veränderungen sind auch vorher schon (z. B. 1918) eingetreten.
Der Adel hat in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg "Federn gelassen".
Auch Kaiser Wilhelm II. hat abgedankt und im holländischen Exil Holz gehackt.

Ganz "aufgeräumt" wurde allerdings noch nicht.
Das Vermögen des Adels blieb im Wesentlichen unangetastet.

Die Kirchen haben sich angepasst, Rechtsvorschriften wie nützliche Konkordate werden mit Verweis auf streng einzuhaltende internationale Verträge weiter effizient genutzt (Es handelt sich bei solchen Vereinbarungen schließlich nicht um einen "Fetzen Papier").
Das bedeutet, dass vorherige (monarchistische und faschistische!) Regierungen vorher und nachher bindendes Recht in vielfältiger Form für die demokratischen (?) Nachfolger festgesetzt haben und deswegen auch die umstrittene Kirchensteuer weiter beibehalten wird.

Grundsätzlich stimme ich gappings Ausführungen im vorherigen Posting zu.

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

18.03.2015 11:33
#5 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Zitat von Direktkontakt im Beitrag #4
Das Vermögen des Adels blieb im Wesentlichen unangetastet.

.. na ja .. dann müßtest du mal erst den Nachweis führen , daß dieses Vermögen ungerechtfertigt "eingesammelt" wurde ... das dürfet sehr schwer werden ..
und wer keine Kirchensteuer zahlen will , kann aus der Kirche austreten .. fertig ..

gapping Offline



Beiträge: 613

02.04.2015 23:58
#6 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Dass der Adel nach dem 1. Weltkrieg Federn gelassen hat ist eine Mär. Dass der Kaiser Wilhelm der eitle von den Hohenzollern ins Exil nach Holland ging sollte doch nur verhindern dass sich der wegen des "Ersteinsatzes" von Massenvernichtungswaffen hätte verantworten müssen. Ansonsten führte der Adel weiter die Geschicke Deutschlands ins Unglück, weil ja nicht nur kirchliche Würdenträger dem Adelsstand angehörten, sondern wie "gleichzeitig" auch der Elite der "Wehrmacht" und nach wie vor über den größten Grundbesitz verfügten, der in der Geschichte zusammengeraubt wurde.
So ist es auch kein Wunder gewesen, dass die "Adligen" von Schröder(Bankier) von Papen(Christenpartei Zentrum) und von Hindenburg(Reichswehr) Hitler den Kanzlerstuhl zurecht rückten. Da war nichts "aufgeräumt." Im Gegenteil: Der Adel hatte jemanden der das Ordensgeflecht und die Gutshofkultur in den Ländern der Ukraine(Kornkammer) und Russlands(Bodenschätze) wieder aufleben lassen wollte.
Natürlich mit dem religiösen Segen der Kirchen(ja des Papstes Pius XI. u.XII), wo der XII als Nuntius in Berlin jahrelang tätig war und erhellenden Briefkontakt mit dem "Führer" pflegte.

Auch die evangelische Kirche hat sich getreu zuerst "judenfrei" gemeldet und Kardinal von Faulhaber hat nach seinem Besuch von Hitler vor der Presse dargelegt, dass der Führer ein Mann "...im Glauben an Gott", sei.
Die Versuche der Kirchen und des Adels sich von der Naziherrschaft zu distanzieren konnte ja nur vermittels der christlichen Parteien CDUCSU gelingen. Das ging sogar so weit, dass sie dann gegenüber den Alliierten für Naziverbrecher, sogenannte "Persil-Scheine ausstellten und der Vatikan für die offenkundigen Massenmörder die Rattenlinien nach Argentinien, Ägypten und Syrien öffneten.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

03.04.2015 00:01
#7 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Dein Beitrag, Glaubensquelle, ist einfach nicht wahr: Die Gehälter des Klerus werden vom Steuerzahler bezahlt, völlig unabhängig ob der Steuerzahler Muslim, Jude oder Atheist ist. Diese Gehälter bewegen sich in der Höhe von Abgeordneten, Ministern oder hohen Richtern. Du solltest Dich einfach nur besser informieren Glaubensquelle und dann wüsstest Du, dass der Kirchenaustritt nicht von Deinem Beitrag für die Klerus-Gehälter befreit.

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

03.04.2015 10:38
#8 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

@gapping
Dass der Adel nach dem 1. Weltkrieg Federn gelassen hat ist eine Mär...

War es nicht so, dass große und kleine Fürsten in Deutschland nach 1918 offiziell ihre klangvollen Titel verloren und abdanken mussten?
Teilweise wurden einige "Sturköpfe" unter dem niederen Adel in der Provinz sogar von den damaligen Räteregierungen der Weimarer Republik (vergleichbar mit heutigen Regierungspräsidien) zur förmlichen Abdankung gezwungen!
Soweit es die verbleibende faktische Macht, den "Resteinfluss" und die Folgen für die junge Demokratie im Versuchsstadium betrifft, stimme ich gappings Ausführungen zu.

Anderes Thema im unmittelbar folgenden Beitrag, ebenfalls von gapping:

Die Finanzierung des Klerus bedarf der Transparenz.

Hier möchte ich eine Diskusssionsgrundlage zwecks Klärung einfügen:

Die Made im Speck

Tarife werden ausgehandelt, aber es gibt immer wieder behagliche Nieschen...

Die Frage nach dem gerechten Entgelt muss endlich auch im kirchlichen Bereich beantwortet werden. Pflegekräfte und Kindergärtnerinnen sind inzwischen zwar auch gewerkschaftlich organisiert, werden aber immer noch durch tendenzbetriebliche Vorschriften im Zaum gehalten.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

03.04.2015 12:26
#9 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Nur der Bischoff von Rom ist unfehlbar!

Ich bin es nicht (im vorherigen Beitrag habe ich doch tatsächlich im Widerspruch zur Orthographie ein "e" zuviel verwendet).

Das "E" ist der fünfte Buchstabe im Alphabet. Bitte macht jetzt keine Scherze wegen der fünf Bücher Mose!

Luther hat nach meinem Geschmack durchaus gerne mal ein "E" zuviel in seinen Übersetzungen eingefügt.

Seufz! - Wenn es doch nur das "E" gewesen wäre...

gapping Offline



Beiträge: 613

08.05.2015 21:41
#10 RE: Mission Impossible oder Tautologie in Sachen Unsinn antworten

Es konnte ja nicht sein, dass der Adel ohne Maßnahmen aus der Zeit des 1. Weltkrieges davon kam. Natürlich mussten Gallionsfiguren wie der eitle Dummkopf der Hohenzollern, Kaiser Wilhelm gehen, weil es sonst eine explosivere Lage in Mitteleuropa gegeben hätte.
Das, Direktkontakt, ändert doch nichts daran, dass sie alten Privilegien des Adels bis auf den heutigen tag erhhalten geblieben sind, bis dahin gehend, dass das Namenszusätzchen "von" ein Türöffner in allen beruflichen und politischen Bereichen geblieben ist.
Schließlich hat nicht viel gefehlt, und das Ehepaar Bismarck/zu Guttenberg hätte eine konstitutionelle Monarchie auch in Deutschland wieder begründen können.
Und wie man sieht: Alle handelnden Personen die Hitler den Kanzlerstuhl zurecht rückten, oder diesen Sinn flankierten waren adlige wie der Bankier von Schröder, der Christenmann von Papen und der Alt-Militär von Hindenburg.
Das Gerippe des Deutschtums war die Wehrmacht(Reichswehr) die im wesentlichen von adligen Offizieren dominiert war, exakt wie die Bankiersposten und die Industriellen-Hintermänner.
Wenn der Adel heute in den Hintergrund gerückt scheint, so ist es genau der, der wesentliche Position der bundesdeutschen Gesellschaft besetzt hält, in jedem Falle über den meisten Grundbesitz und das meiste Vermögen verfügt. Davon ein nicht unwesentlicher Teil aus kriminellen Geschäften und Zeiten des Raubrittertums, das ja die Vermögen des Adels im wesentlichen begründete.(Siehe Bilderbergkreis)

Gruß gapping

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