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Dieses Thema hat 79 Antworten
und wurde 3.287 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Athon Offline




Beiträge: 2.235

11.03.2015 09:43
Des Rätsels Lösung? antworten

Ich bin noch nicht lange Forumsteilnehmer, konnte aber trotzdem feststellen, dass unterm Strich alles weitestgehend auf dasselbe hinausläuft: Die Diskussionsteilnehmer (teilweise auch Kontrahenten) stehen sich mit ihrer Meinung unverstanden und zeitweise auch unversöhnlich gegenüber. Es ist wohl bisher noch keinem gelungen, seinem jeweiligen Gegenüber eine so überzeugende Argumentation darzulegen, dass dieser ernsthaft über seine Ansichten nachdenkt und evtl. auch einen Irrtum seiner Betrachtungsweise zumindest ansatzweise in Erwägung zu ziehen bereit wäre.

Ich habe mich als daher als Angehöriger des gemeinen Fußvolkes entschlossen, hier eine Theorie zur Diskussion zu stellen, die mir schon einige Jahre im Kopf umherschwirrt und vielleicht auch auf unhaltbaren wissenschaftlichen Erkenntnisses beruhen mag. Ich muss daher vorweg betonen, dass ich diesbezüglich keinerlei Recherchen unternommen, keine Fachliteratur gewälzt und bisher auch niemanden nach seiner Meinung gefragt habe.

Ich habe folgende Überzeugung: Unser Universum befindet sich in einem ständigen Kreislauf des Entstehens und Vergehens. So wie es durch den sog. Urknall "geboren" wurde und expandiert, wird es auch irgendwann einmal wieder in sich zusammenfallen und "sterben". Und es beginnt ein neuer Zyklus von Geburt und Tod usw. usw. Daraus folgere ich, dass das Universum dann keinen Anfang und kein Ende haben kann, genauso wie es die Gläubigen von ihrem Gott annehmen. Mit jedem "Tod" stirbt natürlich auch das Gefüge aus Raum und Zeit und wird bei jeder neuen Geburt wieder auf "Null" gestellt. Unter diesem Aspekt könnte man den Begriff Unendlichkeit sowohl räumlich als auch zeitlich durchaus aus einem dann nachzuvollziehenden Blickwinkel betrachten. Und auch der Glaube an eine Wiedergeburt hätte somit seine absolute Berechtigung.

Ich frage daher die Sachverständigen dieses Forums, ob

1) diese Auffassung unserer Welt allen bisherigen wissenschaftlichen Erkenntnissen standhalten könnte,
2) die Folgerungen aus dieser Theorie dem Gottesglauben, gleichgültig welcher Couleur, gleichermaßen gerecht werden und
3) unser Freund Gysi bereit wäre, irgendwann einmal wieder von vorn beginnen zu müssen...?

Ich freue mich auf Eure Antworten und bin gespannt...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.307

11.03.2015 09:52
#2 Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat von Athon
3) unser Freund Gysi bereit wäre, irgendwann einmal wieder von vorn beginnen zu müssen...?

Mit dem Forum? Oder mit meiner Unendlichkeitstheorie? Ich kann deine Ideen nicht nachvollziehen. Ich verstehe sie in keinem Punkt.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

11.03.2015 10:10
#3 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Hallo Athon

Zitat von Athon
2) die Folgerungen aus dieser Theorie dem Gottesglauben, gleichgültig welcher Couleur, gleichermaßen gerecht werden und



Dir ist schon klar, dass du allein mit den Antworten auf diesen Punkt ganze Bücherbände füllen könntest? Potential ist also genügend vorhanden.

Nach meinem aktuellen persönlichen Verständnis der Bibel bleibt die Erde als Wohnsitz für den Menschen ewig bestehen. Auch verstehe ich die Ewigkeit des Lebens nicht als einen ewig wiederkehrenden Zyklus einer Wiedergeburt. Dass materielle Himmelskörper vergehen können, wird schon in Psalm 102:25-27 angedeutet. Daraus ergeben sich die verschiedensten, spekulativ diskutierten Modelle, wie Gott zum Beispiel die Sonne als Licht und Wärmequelle erhält oder dafür Ersatz schafft, wenn ihr Brennstoffvorrat aufgebraucht ist. Das liegt alles in der Zukunft und aus heutiger Sicht kann darüber nur spekuliert werden. Die einzige Möglichkeit es herauszufinden ist es, darauf hinzuarbeiten, es erleben zu dürfen.


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Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 2.235

11.03.2015 10:18
#4 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@Gysi

Mit dem Forum, lieber Gysi, mit dem Forum! Tut mir leid, dass das nicht deutlich wurde.

Gruß von Athon

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.307

11.03.2015 12:31
#5 Des Rätsels Lösung? antworten

Wie? Neues Forum aufmachen? Warum?

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Athon Offline




Beiträge: 2.235

11.03.2015 13:01
#6 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@Gysi

Da ich nicht annehme, dass Du mich auf den Arm nehmen willst, andererseits aber offenbar auch mein Augenzwinkern in Punkt 3) meiner Frage nicht bemerkt hast, nochmals eine Klarstellung:

Wenn mein -ich gebe zu- ungewöhnlicher, wenn nicht gar gewöhnungsbedürftiger Gedankengang zutreffend wäre, hättest Du in ein paar Milliarden Jahren wieder die Möglichkeit, ein solches Forum zu eröffnen. Vorausgesetzt, es würde wieder alles genauso ablaufen wie im jetzigen Universum. Was spricht eigentlich dagegen...?

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.307

11.03.2015 13:36
#7 Des Rätsels Lösung? antworten

Du meinst "Die ewige Wiederkehr" von Nietzsche und den Stoikern? Diese permanente Wiederkehr ist auch in meiner Denke über die Ewigkeit drin. Nur merken wir die Wiederholung nicht als solche, und das ist auch gut so. Sonst würden wir ja in unserem Leben schon die Ewigkeit bewusst reflektieren.
Nein, ich habe den Witz nicht verstanden. Ich verstehe ihn immer noch nicht. Als Witz. Sorry. Das Forum existiert schon eine Ewigkeit, und du existiert auch schon eine Ewigkeit und wirst das weiterhin tun. Die Endlichkeit ist "nur" für unser Leben in diesem Zeitraum dieses Universums relevant. So siehst du das jetzt doch auch?

Zu dem Aufgehen des Universums, seinem Sterben und wieder Aufgehen: Wie? Warum? Und warum harmonisiert diese Idee die Gottesideen mit der Wirklichkeit?

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Athon Offline




Beiträge: 2.235

11.03.2015 14:45
#8 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@Gysi

zu 3) Vergiss es...

Mein Gedanke von einem immer wieder kehrenden Universum (das dem jetzigen entsprechen kann oder auch nicht), ändert natürlich nichts an der von uns augenblicklich wahrnehmbaren Wirklichkeit. Er wäre aber nach meiner Ansicht uns Atheisten durchaus hilfreich bei der Beantwortung der Frage, wann alles angefangen hat und wie es weitergehen könnte. Zumindest bedürfte es dann keines Schöpfergottes mehr! Für einen Gottesgläubigen bliebe dann nur noch die Frage nach dem "Warum". Und somit wären alle zufrieden: Die Atheisten könnten ihr Weltbild verlässlich untermauern und die Gottenstreuen sich weiterhin am "Warum" orientieren.

Aber, wie bereits gefragt: Wäre diese These unter Berücksichtigung aller bekannten wissenschaftlichen Erkenntnisse überhaupt haltbar?

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

11.03.2015 15:00
#9 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #8
@Gysi

zu 3) Vergiss es...

Mein Gedanke von einem immer wieder kehrenden Universum (das dem jetzigen entsprechen kann oder auch nicht), ändert natürlich nichts an der von uns augenblicklich wahrnehmbaren Wirklichkeit. Er wäre aber nach meiner Ansicht uns Atheisten durchaus hilfreich bei der Beantwortung der Frage, wann alles angefangen hat und wie es weitergehen könnte. Zumindest bedürfte es dann keines Schöpfergottes mehr! Für einen Gottesgläubigen bliebe dann nur noch die Frage nach dem "Warum". Und somit wären alle zufrieden: Die Atheisten könnten ihr Weltbild verlässlich untermauern und die Gottenstreuen sich weiterhin am "Warum" orientieren.

Aber, wie bereits gefragt: Wäre diese These unter Berücksichtigung aller bekannten wissenschaftlichen Erkenntnisse überhaupt haltbar?


Es gibt keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema, nur wissenschaftliche Theorien.
Auf eine Theorie mehr oder weniger kommt es vermutlich nicht an.

Athon Offline




Beiträge: 2.235

11.03.2015 15:54
#10 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@Reisender

Ich habe nicht vorausgesetzt, dass es zu dieser These wissenschaftliche Erkenntnisse gibt. Geht ja auch nicht, ist ja nur eine These. Da ich naturwissenschaftlich nur auf meine Schulbildung zurückgreifen kann und ansonsten meine diesbezüglichen Kenntnisse lediglich durchs TV und gelegentlich durch Sachbücher ergänze, präzisiere ich meine Frage: Gibt es wissenschaftliche Erkenntnisse, gleich welcher Art, die die Richtigkeit dieser Vermutung aufgrund physikalisch, chemisch, biologisch und mathematisch (ich hoffe auf Vollzähligkeit) unumstößlicher Gesetzmäßigkeiten von vornherein ausschließt?

Deshalb habe ich auch um Sachverständige nachgefragt...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.307

11.03.2015 17:41
#11 Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat von Athon
zu 3) Vergiss es...

Ich hab's jetzt verstanden: Stell dir mal vor, du müsstest in 10 Mrd. Jahren Tutti nochmal erleiden... Es hat gedauert. Jetzt versteh ich es.

Zitat
Die Atheisten könnten ihr Weltbild verlässlich untermauern und die Gottenstreuen sich weiterhin am "Warum" orientieren.

Erklär's doch mal näher, ich verstehe es nicht. Gott als Erste Ursache zu nehmen ist unlogisch. Aber meine Ewigkeitstheorie(n) kennst du?

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Athon Offline




Beiträge: 2.235

12.03.2015 09:27
#12 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@Gysi

Die nächsten Pointen sitzen besser. Versprochen!

Deine Ewigkeitstheorie ist mir leider bisher nicht untergekommen. Erbitte Ortsangabe zum nachlesen, danke. Und drohe mir nicht noch einmal mit tutti...

Also: Als "Ungläubiger" nehme ich Gott logischerweise nicht als erste Ursache. Denn bei einem ständigen kosmischen Kreislauf wäre eine solche auch nicht nötig! Andernfalls müsste man die Frage beantworten, welcher Zustand vor dieser ersten Ursache herrschte. Somit gibt es meiner Ansicht nach keine erste Ursache und daher auch keinen Gott. Trotzdem bliebe es aber in diesem Falle den Gläubigen unbenommen, die Frage nach einem "warum (...existiert die Welt? ...leben wir? usw.)" weiterhin zu stellen und ihren Glauben damit aufrechtzuerhalten. Allerdings wäre er dann wohl ein bißchen angekratzt...

Wäre übrigens schön, wenn sich auch andere an der Diskussion beteiligten. Oder werden meine Gedanken als völlig abwegig empfunden?

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

12.03.2015 10:00
#13 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

.

Zitat von Athon
Denn bei einem ständigen kosmischen Kreislauf wäre eine solche auch nicht nötig! Andernfalls müsste man die Frage beantworten, welcher Zustand vor dieser ersten Ursache herrschte. Somit gibt es meiner Ansicht nach keine erste Ursache und daher auch keinen Gott.

Die Frage nach der ersten Ursache wird ja selbst unter Atheisten diskutiert. Einige unter ihnen halten eine erste Ursache dennoch für unbedingt notwendig. Eine erste Ursache ist dabei per Definition von der Frage nach ihrem Ursprung gelöst. Sonst würde man ja nicht von einer ersten Ursache sprechen können. Die erste Ursache wäre in diesem Modell ja dann die erste Wirkung der ersten Ursache. Wenn man eine erste Ursache annimmt, kann es keine Ursache vor dieser geben.

Man kann natürlich trotzdem in den infinitiven Regress fallen. Auch bei deinem Denkmodell würde es Menschen geben - Atheisten wie Theisten -, die den ständigen kosmischen Kreislauf hinsichtlich der Frage untersuchen würden, ob und inwieweit er als erste Ursache tauglich ist. Damit ein Kreislauf funktionieren kann, sind bestimmte Parameter unbedingt erforderlich. Denken wir dabei etwas vereinfacht an den Wasserkreislauf. Ohne diese Abstimmung - ohne diese Informationen - ist die Funktionalität nur schwer vorstellbar.

Zitat von Athon
Trotzdem bliebe es aber in diesem Falle den Gläubigen unbenommen, die Frage nach einem "warum (...existiert die Welt? ...leben wir?)" weiterhin zu stellen und ihren Glauben damit aufrechtzuerhalten. Allerdings wäre er dann wohl ein bißchen angekratzt...

Stellen sich nicht auch Atheisten diese Frage nach dem "Warum"? Diese Frage beschäftigt meiner Meinung nach die Gemüter beider Fraktionen neben der Frage: Wie und Wodurch ist unsere Welt ins Dasein gekommen.


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Athon Offline




Beiträge: 2.235

12.03.2015 10:53
#14 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@SnookerRI

Zitat
Eine erste Ursache ist dabei per Definition von der Frage nach ihrem Ursprung gelöst. Sonst würde man ja nicht von einer ersten Ursache sprechen können. Die erste Ursache wäre in diesem Modell ja dann die erste Wirkung der ersten Ursache. Wenn man eine erste Ursache annimmt, kann es keine Ursache vor dieser geben.



Bitte, etwas mehr Aufmerksamkeit: Ich habe eindeutig geschrieben, dass es nach meinem Denkmodell in einem ständigen Kreislauf keiner ersten Ursache (Erläuterung: für ebendiesen) bedarf! Und nur andernfalls wäre eine Frage nach dem Zustand davor vonnöten. Ursache und Wirkung "entstehen" erst mit Beginn des Kreislauf-Zyklus' und enden dann auch mit diesem. So wie Raum und Zeit, alles materielle und geistige, Du und ich. Bis zum Neubeginn. Und um noch verschrobener zu werden: Vielleicht "weiß" der Kreislauf auch gar nicht, dass er ein solcher ist und hält sich nach jeder (Wieder)geburt für einmalig. Dann wäre es natürlich logisch, dass dies auch der Mensch tut.

Keine Ursache....

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Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.03.2015 11:04
#15 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat
Ich habe folgende Überzeugung: Unser Universum befindet sich in einem ständigen Kreislauf des Entstehens und Vergehens. So wie es durch den sog. Urknall "geboren" wurde und expandiert, wird es auch irgendwann einmal wieder in sich zusammenfallen und "sterben". Und es beginnt ein neuer Zyklus von Geburt und Tod usw. usw. Daraus folgere ich, dass das Universum dann keinen Anfang und kein Ende haben kann, genauso wie es die Gläubigen von ihrem Gott annehmen.

@Athon,

Dein Gedankengang wurde schon in vielen alten Kulturen ähnlich vollzogen! - So ist es im Hinduismus z.B. BRAHMAN, der durch sein Ein- und Ausatmen, während langer Zeitperioden, das Universum dehnt und dann wieder schrumpfen lässt.
Nicht ohne Grund nimmt die Atmung auch in den YOGA-Übungen ein zentrale Rolle ein.

Ein Text aus dem Internet drückt seine Sicht zum Thema KOSMOS noch etwas komplexer aus:

>> Alles, was wir mit unseren Sinnen mit Hilfe der bisher erfundenen Instrumente wahrnehmen können, liegt im Bereich eines schmalen Bandes der registrierten Frequenzen oder Wellenlängen, die wir durch eine endlose Linie, die sich grenzenlos erstreckt, darstellen können. Alle Informationen, die bis zum heutigen Datum von Wissenschaftlern veröffentlicht wurden, würden auf einer solchen Linie ein Spektrum von einem halben Zentimeter einnehmen. Die Radioastronomie berichtet über Radiosignale aus Weltraumgegenden, die keine sichtbaren Objekte aufweisen. Daher sollten wir nicht annehmen, der Raum an sich sei in diesen Gebieten leer, von denen wir bis jetzt noch keine audiovisuellen Aktivitätsnachweise besitzen, denn unsere Fähigkeit, diese Gebiete beobachten zu können, ist begrenzt.

Es ist wohl möglich, daß es andere Welten gibt, die unsere Welt durchdringen, die aber in derart verschiedenen Schwingungsbereichen wirken, daß die Bewohner der einen Welt nichts von den anderen Welten bemerken können. Vielleicht öffnet sich zu gewissen Zeiten, wenn zyklische Sonnenflecken, Störungen im erdmagnetischen Feld und andere solare und planetarische Phänomene zusammentreffen, das Tor von einer 'Welt' zur anderen. Dadurch könnte es vorübergehend zu Möglichkeiten gegenseitiger Kommunikation auf unserer materiellen Ebene kommen. Auf alle Fälle könnten Kräfte, die uns gegenwärtig verborgen sind, weil sie auf anderen Frequenzen als den unseren wirken, von einer anderen Ebene des Seins hereindringen.

Es könnte für uns sehr hilfreich sein, wenn wir den Raum selbst nicht nur als einen Behälter der Materie ansehen würden, denn er ist Bewußtsein, wenn man ihn als das unendliche Reservoir von Geist und Materie betrachtet - den zwei Polen des Lebens, wobei der eine im Vergleich zum anderen bedingt entwickelt ist. Alle organischen Systeme polarisieren sich in dieser Weise und bilden die ungeheuren Vielheiten von Einheiten. Im Laufe der Zeit werden wir entdecken, daß alles organisch ist, angefangen vom kleinsten subatomaren Teilchen bis zu den größten kosmischen Gebilden, die wir entdeckt haben, wie z. B. die riesigen Galaxienhaufen.

Die alten Mythen kleiden diese Gedanken über die Naturerscheinungen, die uns auf unserer Erde bekannt sind, in eine herrliche Bildersprache. Der große göttliche Vogel legt das Goldene Ei. Das ist das vollständig gesehene Universum - ganz gleich ob es sich um ein Milchstraßenuniversum, ein Sonnenuniversum oder den kleinen Kosmos des Atoms mit seinen elektrischen Ladungen handelt, die wir als winzige Planeten betrachten und die mit einer für uns unvorstellbaren Geschwindigkeit um ihren dynamischen Kern wirbeln.

Lassen Sie uns über den Keim im Goldenen Ei nachdenken, und stellen wir uns einen Punkt in unserem Universum vor, der durch die Energien, die sich dort materialisieren, zu leuchten beginnt. Was sich hier abspielt, ist ein Ausfließen aus dem inneren Herzen des Raums, das jenseits unseres gegenwärtigen Wahrnehmungsvermögens liegt, in unser eigenes Wahrnehmungsfeld hinein. Durch diesen Punkt strömt, indem er sich zu einem immer größer werdenden Zentrum ausdehnt, ein strahlendes Licht, das aus unendlichen Mengen monadischer Leben besteht. Wenn dieser Strom sich ausdehnt, dann zieht der von ihm innerlich erzeugte Magnetismus aus seiner Umgebung verdünnte Materie an.

Die weißglühenden Teilchen werden zu Elementen zusammengepreßt, wobei sie Wärme und Bewegung erzeugen. Dadurch verursacht der innere Druck der sich bildenden Wolken aus dünner Substanz, daß sich die Masse langsam spiralförmig bewegt. Die innere Schwungkraft verstärkt sich, und schließlich ist genügend konzentrierte Bewegung vorhanden, um die neue kosmische Wesenheit in eine Kometenbahn zu bringen. Der Wirbel der einströmenden monadischen Bewußtseine, die in den materiellen Erfahrungsbereich gezogen worden sind, in dem ihre Möglichkeiten entwickelt werden, ist jetzt wahrnehmbarer.

Der Schwung der Vorwärtsbewegung biegt die zurückgelegte Flugbahn schließlich in eine Kreisbahn um einen bestimmten kosmischen Organismus, wie z. B. eine Sonne, für die die neue Verkörperung eine magnetische Anziehung 'empfindet'. Danach tritt sie in Beziehung zu den anderen Mitgliedern ihrer neuen Raumfamilie oder ihres neuen Raumsystems ein.

Drei Astronomen des Astrophysikalischen Struve-Observatoriums in Estland schließen aus ihren eigenen Beobachtungen, daß "es ungeheure Mengen unsichtbarer Masse innerhalb der Galaxien gibt."1 Hieraus ergibt sich die Folgerung, daß es Skalen von Eigenschaften und Stoffen geben muß, die sich unserer unmittelbaren sinnlichen Wahrnehmung entziehen. Einige der noch nicht zum Ausdruck gekommenen Aspekte des räumlichen Lebens erwarten vielleicht nur die Morgendämmerung ihres Manifestationstages in unserem Bereich der Materie, während andere sich vielleicht gänzlich außerhalb unseres Erfahrungsgebietes ausdehnen und die Unendlichkeit füllen. Einige orientalische Philosophen haben es so ausgedrückt: Die Fülle der anscheinenden Leere; mit der notwendigen Folgerung, daß auch die Materie leer ist, weil ihre anscheinende Festigkeit nur eine Illusion ist, die durch die Vibrationsgeschwindigkeit ihrer Partikel verursacht wird.

Der Bericht der Struve-Astronomen führt abschließend zu ihrer Unterstützung der Theorie von einem oszillierenden Weltall - das sich ausdehnt und zusammenzieht oder endlos explodiert und implodiert. Die alten Sanskritschriften beziehen sich auf dieses rhythmische Pulsieren; sie bezeichnen es als das Ein- und Ausatmen von Brahmâ, der schöpferischen Essenz eines jeden Kosmos, ob groß oder klein.

Aber eine entgegengesetzte Theorie, das "nicht gebundene Universum" genannt, deutete kürzlich an, daß die "Dichte des Universums nur ein Zehntel des Wertes beträgt, der für die Beendigung erforderlich wäre." Mit Beendigung ist ein Limit für die Ausdehnung gemeint, die, wenn sie erreicht wird, den umgekehrten Prozeß auslöst, die einwärtsgerichtete Verdichtung oder die Kompression der Substanz in das, was letzthin als 'schwarzes Loch' bezeichnet wird; ein Körper, der so dicht ist, daß nichts, was in sein elektromagnetisches Schwerefeld gerät, seinem Zugriff entgehen kann. Kurz, diese Auffassung, die ebenfalls auf langjährige Untersuchungen gegründet ist, geht davon aus, daß das Universum sich nicht ausdehnt und zusammenzieht, sondern vielmehr das zufällige Resultat einer Urexplosion sei, wobei sich der Stoff fortwährend ausbreitet, bis das Material schließlich 'stirbt', wenn die innere Energie sich schließlich erschöpft.

Diese Theorie hängt jedoch auch von der Theorie der "Rotverschiebung" ab, d. h. ein sich durch den Raum bewegendes Objekt scheint dem roten Ende des Spektrums zuzustreben, je weiter es sich vom Beobachter wegbewegt. Aber Professor Halton C. Arp und einige andere haben Beweise erbracht, die diese Theorie als Erklärung für alle Phänomene, die hierauf zugeschnitten waren, anzweifeln. Dieser Beweis bezieht sich auf "widersprüchliche" Fälle, wie die Quasare, die anscheinend durch 'Fäden' mit Galaxien verbunden sind, die jedoch alle eine unterschiedliche Rotverschiebung zeigen.

Es ist bezeichnend, daß viele Radioastronomen aufgrund der Resultate aus ihren eigenen Beobachtungen im Tonwellenbereich Professor Arp unterstützen, während eine Anzahl der optischen Astronomen, die früher durch seine Hypothese angeregt wurden, zu der orthodoxeren Theorie vom "Großen Knall" zurückgekehrt sind, die in der Schrift vom "nicht gebundenen Universum" dargestellt wurde.

So faszinierend diese Theorien auch sein mögen, so berücksichtigen sie doch nur die Phänomene innerhalb der Spektrumsbreite unserer eigenen audiovisuellen (Hör- und Seh-) Ebene. Der estnische Bericht bezieht sich jedoch auf Ebenen jenseits dieses kleinen Teilausschnitts des unendlichen Kosmos. Mit anderen Worten, wenn das Weltall wirklich unendlich ist, ein nicht gebundenes Universum, dann ist das, was auf unserer Ebene beobachtet werden kann, nur ein Bruchteil von allem, weil Unendlichkeit Grenzenlosigkeit an Qualität, an Substanzabstufungen, an Raum und Zeit bedeutet. Es können dann sehr wohl unzählige Mengen goldener Strahlen in den grenzenlosen Räumen des Alls vorhanden sein; innerhalb, außerhalb, oben und unten, überall um uns herum und in den Atomen und Sternenhaufen. Jeder Strahl beginnt seine neuen Reisen in die Manifestation als eine noumenale Schöpfung der kosmischen Leben-Kraft-Intelligenz.

Da das große Universum oder der Makrokosmos in seiner Struktur und Tätigkeit grundlegende Energiemuster aufweist, ist es einleuchtend, daß die Naturgesetze, die die größten Tätigkeitsgebiete leiten, die wir beobachteten, auf der Daseinsleiter auch bis zum Allerkleinsten hinunter wirken. Die dabei beobachteten Unterschiede sind auf die Individualität zurückzuführen - auf Einzelheiten, die den Gesamtmustern nicht zuwiderlaufen, sondern sie als Variationen eines Grundmusters verzieren.

In gleicher Weise besitzen die zahlreichen Galaxien und Sonnensysteme ihre Familien geringerer Wesenheiten. In diesen Myriaden ist auch der Mensch mit eingeschlossen. Der Mensch wurde sehr klug als Mikrokosmos bezeichnet, als Miniaturkosmos, der aus vielen Arten kleinerer Wesen besteht. Wenn man von ihm zur größeren Sphäre blickt, dann müssen alle Eigenschaften, die er besitzt, auch dort vorhanden sein. Andernfalls würde auch er nicht das aufweisen, was unserer Meinung nach in dieser größeren Sphäre fehlt, z. B. solche Aspekte wie Göttlichkeit, Spiritualität, Verstand, Imagination, schöpferische Gaben.

Alle diese ungeheuren Ansammlungen von Leben sind in vergangenen Manifestationsperioden die Stufenleiter des Wachstums von Atomen zu Sternen hinaufgeklettert, indem sie immer wieder in den "dunklen Dunst" materieller Existenz eintauchten und dann jedesmal auf eine höhere Ausdrucksstufe ihres verborgenen Potentials stiegen; denn alle Kreaturen sind nachweislich aus dem "Stoff der Sterne" zusammengesetzt, und es scheint in der Kontinuität vom unendlich Kleinen zum Großen keinerlei Unterbrechung zu bestehen. Sicher werden durch die evolutionäre Antriebskraft die Formen nicht eine aus der anderen entwickelt, denn die Formen sind nur die Gefäße oder Instrumente der Bewußtseinszentren, die diese benutzen, um die Lektionen des Selbstausdrucks zu lernen. Die Verfeinerung der Gefäße resultiert aus den entsprechenden Emanationen des eigenen Zentrums. Die Gottesfunken, die zu Beginn ihrer langen Reise nicht selbstbewußt sind, werden sich, wenn das Ende der Entwicklungsphasen erreicht ist, der Spiritualität in ihren Herzen relativ bewußt sein.

In der Zwischenzeit muß die Erfahrung jedoch durch dichtere Vehikel gesammelt werden. Das innere Wesen benötigt sie, um sich den örtlichen Verhältnissen seiner Wohnstätte anzupassen. Folglich werden im Verlauf des Abstiegs in die Materie die Hüllen des Ego egozentrischer; im Laufe der Zeitzyklen wird die Materie jedoch wieder ätherischer, und dann müssen die Wolken des einschränkenden Egoismus zerstreut werden, bevor der goldene Keim, der im innersten Herzen von allem ist, sein Licht unverhüllt ausstrahlen kann.

Die Vorstellung vom Abstieg der Seele in die materiellen Erscheinungsformen des Lebens und die Rückkehr zu ihrem ursprünglichen Dasein oder Zustand erscheint in allen Mythen des Altertums. Sie ist auf den Kosmos wie auch auf den Menschen anwendbar, und lange Zeitalter sind erforderlich, um die Fähigkeiten aus dem Inneren jeder Wesenheit zu entfalten, denn jede ist eine Vielheit von Eigenschaften mit grenzenlosen Möglichkeiten, und Gipfel können nicht durch Wunder in einer Minute oder über Nacht erstiegen werden, sondern nur nach großer Anstrengung.

Die fundamentale Frage betrifft die Art des Universums. Unsere eigenen Religionsphilosophen können sich über die grundlegende Frage des "Seins" nicht einigen: Wie konnte oder kann das 'Eine' (Göttlichkeit) zU den 'Vielen' (offenbarten Wesenheiten) werden, denn es ist wirklich schwierig, lediglich durch verbale Logik zu dieser Verbindung zu gelangen. Solche Betrachtungen haben ihren Ursprung jedoch nicht in unserer westlichen Zivilisation. Man kann sie nicht nur über die griechischen Philosophen bis zu Parmenides und dessen Schule zurückverfolgen und darüber hinaus bis zu den Pythagoräern mit ihren Monaden und zu den Orphikern mit ihrem scharfsinnigen kosmogonischen und anthropogonischen System, das auf Emanationen aus der göttlichen Quelle des Lebens beruht. Die Upanishaden der Hindu und andere Schriften sagen uns, daß das 'Eine' die 'Vielen' durchdringt und für ihren gemeinsamen Ursprung, ihre erhaltende Energie und somit ihr gemeinsames Erbe sorgt, und all das bedeutet: Eine universale Bruderschaft.

Wenn die Scharen von Wesen aus dem ursprünglichen Zentrum jeder Manifestation eines werdenden Planeten- oder Sonnen-Universums hervorströmen und so weit hinausdringen, wie sie können, dann singen sie das Lied der Evolution, indem sie alles, was im Innersten vorhanden ist, zum Ausdruck bringen. Wenn sie auf ihrem Rückweg auf dieses Zentrum involvieren oder zurück implodieren, verdichten sie sich und müssen dann schließlich durch die zentrale Passage in ihrer Spiritualität hindurchbrechen ... aber in was? In die Unermeßlichkeit des räumlichen Bewußtseins, das in uns, um uns und jenseits ist, wie in dem Film vom Raumflug zum Jupiter im Jahr 2001. Durch seine 'Aura' oder durch sein Magnetfeld geht es 'hinaus' oder 'in' den Bereich von Galaxien, die unseren materiellen Sinnen unvorstellbar sind, weil diese Bereiche das ganze All durchdringen. Nicht nur einer oder zwei von uns machen diese Reise, sondern wir alle zusammen. <<

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.235

12.03.2015 13:27
#16 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

@Reklov

Welch eine Abhandlung, meine Fresse...!

Aber, damit kann ich auch dienen: Ein Artikel in "Bild der Wissenschaft online" über Paul J. Steinhardt "Ewige Wiederkehr". Darin vertritt Steinhardt die Theorie eines oszillierenden Universums, die mit allen bisher bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar sei.
Auch daraus ergibt sich für mich die dann nicht widerlegbare Schlussfolgerung, dass ein Gott keineswegs notwendig wäre.

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.307

12.03.2015 13:47
#17 Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat von Athon
Somit gibt es meiner Ansicht nach keine erste Ursache und daher auch keinen Gott.

Ach, die Erste Ursache gibt es schon, meine ich. Aus unserer Perspektive von Zeit-Wesen. Die Erste Ursache ist - die dimensionslose... Ewigkeit. Die braucht keine Urachenerklärung. Und hat auch absolut nichts mit einem Gott zu tun. Mein Text dazu (aus dem "Der selbstbestimmte Mensch") => http://der-selbstbestimmte-mensch.xobor....-Endlichen.html

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.03.2015 14:03
#18 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat
Aber, damit kann ich auch dienen: Ein Artikel in "Bild der Wissenschaft online" über Paul J. Steinhardt "Ewige Wiederkehr". Darin vertritt Steinhardt die Theorie eines oszillierenden Universums, die mit allen bisher bekannten wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinbar sei.
Auch daraus ergibt sich für mich die dann nicht widerlegbare Schlussfolgerung, dass ein Gott keineswegs notwendig wäre.

Athon,
das so gedachte "Göttliche" entzieht sich allen Untersuchungen und Messungen, da es ja nicht materiell gedacht wird - zum Ärger der auf beweisbare Verfahren so angewiesenen Naturwissenschaft!
Für mich sind die Erscheinungen, welche vor mein Auge treten, lediglich die Visitenkarte einer "Firma", deren Produktionsgeheimnisse, samt dem "Programmierer", welcher die notwendigen "Informationen" ja irgendwie in die "bewusstlose" Materie gebracht haben muss - ein nicht gelöstes Welt-Rätsel, über dessem vollständigen Inhalt wir uns noch recht wenig im Klaren sind.
Glaubensrichtungen haben also, wie auch die Naturwissenschaften, vorläufig das gleiche Rätsel vor Augen und alle sollten mit ihrem bescheidenen Wissen vor allem nicht großspurig daher kommen und absolute Wahrheiten für sich beanspruchen wollen. Du schreibst ja auch richtig, dass es sich bei Steinhardt zunächst um eine "Theorie" handelt.
Solche interessanten "Entwürfe" kann man sich natürlich stets anhören.
Grußv von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.03.2015 14:23
#19 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat
Ach, die Erste Ursache gibt es schon, meine ich. Aus unserer Perspektive von Zeit-Wesen. Die Erste Ursache ist - die dimensionslose... Ewigkeit. Die braucht keine Urachenerklärung. Und hat auch absolut nichts mit einem Gott zu tun.

@Gysi,
Dass der Mensch "selbstbestimmt" ist, haben nun auch schon die unbekannten antiken Autoren der Genesis gecheckt, den der selbstbestimmte Akt unter "dem Baum" symbolisiert dies mit der Bildersprache der damaligen Zeit!

Aus unserer Zeit-Wesen-Perspektive genehmigst Du Dir also "schon" eine erste Ursache, nur kommst Du dann mit Deiner dimensionslosen Ursache sprachlich eben auch an Grenzen! Das ist aber verständlich, denn die Sprache des Menschen ist stets an Begrifflichkeiten gebunden! - Was er ergreift, begreift er auch! Alles andere muss in der Schublade der Möglichkeiten und Theorien bleiben. Aus der dürfen sich aber alle, je nach Wissen und Veranlagung, bedienen.
Wie ich oft feststelle, ist die Wortchiffre "Gott" auch für Dich noch immer mit den antiken Vorstellungen religlöser Autoren verbunden. -
Davon aber sollte man sich heute schon lösen können und für diese Wortchiffre ganz andere Ansätze suchen.
Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.986

12.03.2015 14:36
#20 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat
Mein Text dazu (aus dem "Der selbstbestimmte Mensch")

@Gysi,
Du schreibst u.a. in Deinem Texz: >> Wenn die Parameter dieser Theorie stimmen, kommen wir zu dem Schluss, dass es unendlich viele Universen gibt! - Alles was möglich ist, existiert! <<

Also dazu könnte man anmerken: "Gott" ist möglich, also existiert ER/ES auch!

Tja, tut mir leid, aber unsere menschliche Sprache ist nicht nur in sich beschränkt, sondern birgt auch logische Fallen in sich. Wer nicht aufpasst, tappt hinein. (Ist mir auch schon passiert!)
Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.235

12.03.2015 15:39
#21 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

zu #18

@Reklov

Zitat
Du schreibst ja auch richtig, dass es sich bei Steinhardt zunächst um eine "Theorie" handelt.
Solche interessanten "Entwürfe" kann man sich natürlich stets anhören



Hallo, Reklov,

Wissenschaftliche Theorien haben eines gemeinsam: Sie fußen auf gesicherten Informationen. Deren Entwickler errichten auf einem solchen Fundament ein Gebäude, das je nach Umfang des zu klärenden Problems mit mehr oder weniger vielen Fenstern ausgestattet ist, die den Blick in alle möglichen Richtungen erlauben. Im Laufe der Zeit kommen mehr und mehr Informationen hinzu, so dass nach und nach Fenster geschlossen werden können. Im Idealfall ist dann irgendwann nur noch ein Fenster geöffnet.

Religiösen Theorien mangelt es schon am Fundament, den gesicherten Informationen. Und da ich zusammen mit vielen anderen Gott für das Bestehen unserer Welt nicht für erforderlich halte und er deshalb auch nicht existiert, gehe ich davon aus, dass es solche gesicherten Informationen niemals geben wird.

Gruß von Athon

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

12.03.2015 15:55
#22 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat von Athon
Und da ich zusammen mit vielen anderen Gott für das Bestehen unserer Welt nicht für erforderlich halte und er deshalb auch nicht existiert, gehe ich davon aus, dass es solche gesicherten Informationen niemals geben wird.

Ich halte mich auch nicht für das Bestehen unserer Welt erforderlich, trotzdem kann ich davon ausgehen, dass ich existiere. Nur weil ich etwas nicht brauche, heißt es doch noch lange nicht, dass es nicht existieren kann.


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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 2.235

12.03.2015 16:20
#23 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

zu #17

@Gysi

Ich habe soeben Deinen Text gelesen. Deine vermutete Existenz unendlich vieler Universen wird auch in der physikalischen Kosmologie diskutiert. Wenn Du aber davon ausgehst, dass in anderen Universen vielleicht andere Naturgesetze herrschen können (Anm.: ggf. auch unendlich viele), so widerspricht dies m. E. aber Deiner anderen Auffassung, dass Du, ich oder sonstwer (aber bitte nicht tutti...) in diesen Universen ebenfalls existent sind, waren oder noch werden. Dies halte ich unter anderen Naturgesetzen, die von den unsrigen abweichen, aber nicht für möglich.

Aber, ansonsten könnte einer von uns beiden schon recht haben... Oder jemand anderes!

Gruß von Athon

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Athon Offline




Beiträge: 2.235

12.03.2015 16:35
#24 RE: Des Rätsels Lösung? antworten

zu #22

@SnookerRI

Zitat
Nur weil ich etwas nicht brauche, heißt es doch noch lange nicht, dass es nicht existieren kann



Das ist natürlich richtig. Wer braucht schon ein Grippe-Virus? Das wird aber das Grippe-Virus vollkommen anders sehen! Du wirst es ja bezogen auf Deine Person schließlich auch anders beurteilen...
Ich rede/schreibe aber von einem "Schöpfer", den Gläubige Gott nennen und den ich für die Schaffung des Universums, Deiner Person, meiner Wenigkeit und des Grippe-Virus' nicht für erforderlich halte. Warum sollte er dann existieren? Nur, um auf einem Beobachtungsposten zu sitzen? Irreal!

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.307

12.03.2015 16:51
#25 Des Rätsels Lösung? antworten

Zitat von Reklov
Also dazu könnte man anmerken: "Gott" ist möglich, also existiert ER/ES auch!

Gott als Erste Ursache ist möglich? NEIN! Und einen Gott als metaphysische Verlängerung weltlicher Mächte und Vollstrecker menschlicher Bedürfnisse (und Bestrafer menschlicher Untaten) anzunehmen ist falsch. Vieles ist möglich, vieles. Aber nicht das! Vielleicht in einem anderen Universum, aber nicht hier. Und nicht als Erste Ursache! Das ist ausgeschlossen!

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