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Dieses Thema hat 38 Antworten
und wurde 1.534 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
gapping Offline



Beiträge: 613

14.04.2015 00:27
#26 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zu Deiner pamphletistischen Rhetorik nur so viel, was mein Weltbild angeht halte ich es mit Leopold Kohr!
Was hast Du zu bieten Snooker RI ? Nix, oder ?

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

14.04.2015 00:37
#27 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Zu Deiner pamphletistischen Rhetorik nur so viel, was mein Weltbild angeht halte ich es mit Leopold Kohr!
Was hast Du zu bieten Snooker RI ? Nix, oder ?

Neee, aus deiner Sicht kann ich ja nichts zu bieten haben, denn ich glaube ja immer noch an Gott! Und Glauben an Gott ist pöhse, pöhse!! Wahlweise argumentiere ich auch gar nicht, sondern verfasse hier nur zusammenhangloses Geschreibsel, und meine Rhetorik - naja du sagst es ja selbst - die ist aber auch so was von pamphletistisch . Wir können hier echt froh sein, dass so eine überaus freundliche Vertreterin des Atheismus den Gläubigen hier mal so richtig Paroli bietet, und ihnen die Stumpfsinnigkeit ihrer Denke vor Augen führt.... Ja, der gute Leopold würde das sicher ganz genauso machen, gapping!

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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Athon Offline




Beiträge: 3.579

14.04.2015 15:17
#28 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

@SnookerRI
@gapping

Ich bin doch einigermaßen erstaunt, wie sich zwei offenbar doch ziemlich intelligente Menschen gegenseitig dermaßen aneinander reiben können, dass ich als Außenstehender einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des dritten Weltkriegs befürchten muss. Ich bin beim Bestehen konträrer Meinungen bisher davon ausgegangen, dass diese Form des Umgangs miteinander dem Plebs vorbehalten ist. Da habe ich mich wohl geirrt...?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

14.04.2015 15:28
#29 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Wenn man in dieser westlichen Welt fragt, was gut und was schlecht ist, so findet man doch immer wieder den Wertmaßstab des Christentums auch dort, wo man mit den Bildern und Gleichnissen dieser Religion nichts mehr anfangen kann. Wenn aber einmal die magnetische Kraft ganz erloschen ist, die diesen Kompass gelenkt hat, dann fürchte ich, dass Dinge geschehen können, die über die Konzentrationslager und Atombomben noch hinausgehen.
(Werner Heisenberg in "Der Teil und das Ganze", Ausgaben verschiedener Verlage noch Jahrzehnte nach Heisenbergs Tod; ursprünglich etwas erweitert in "Positivismus, Metaphysik und Religion", 1952)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.033

14.04.2015 15:54
#30 Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von Reisender
Wenn man in dieser westlichen Welt fragt, was gut und was schlecht ist, so findet man doch immer wieder den Wertmaßstab des Christentums auch dort, wo man mit den Bildern und Gleichnissen dieser Religion nichts mehr anfangen kann. Wenn aber einmal die magnetische Kraft ganz erloschen ist, die diesen Kompass gelenkt hat, dann fürchte ich, dass Dinge geschehen können, die über die Konzentrationslager und Atombomben noch hinausgehen.

Das heißt, eine imaginäre Autorität hat die Menschen zum Positiven domestiziert. Eine Autorität, die bisweilen selber nicht gerade zimperlich vorgegangen ist, was Bestrafungen für Vergehen anging.

Die Gläubigen verhalten sich gut, weil sie die Hosen voll haben und nicht, weil sie ihrer Gemeinschaft das Gute schulden? Wer sich so verhält, ist kein wirklich funktionierendes Gemeinschaftswesen. Dem hat der Gottglaube das gesellschaftskompatible Verhalten nicht per Verständnis beigebracht! Sondern per Einschüchterung.

Nach Kant ist gesellschaftlich reifes Verhalten erst erreicht, wenn "das Verhalten der Menschen aus sich heraus ebenso Gesetz sein könnte".

Deine Befürchtung zeigt nur, wie unfähig ein einschüchternder Gott ist, aus Menschen gute Menschen zu machen.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

14.04.2015 16:04
#31 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #30

Zitat von Reisender
Wenn man in dieser westlichen Welt fragt, was gut und was schlecht ist, so findet man doch immer wieder den Wertmaßstab des Christentums auch dort, wo man mit den Bildern und Gleichnissen dieser Religion nichts mehr anfangen kann. Wenn aber einmal die magnetische Kraft ganz erloschen ist, die diesen Kompass gelenkt hat, dann fürchte ich, dass Dinge geschehen können, die über die Konzentrationslager und Atombomben noch hinausgehen.
Das heißt, eine imaginäre Autorität hat die Menschen zum Positiven domestiziert. Eine Autorität, die bisweilen selber nicht gerade zimperlich vorgegangen ist, was Bestrafungen für Vergehen anging.

Die Gläubigen verhalten sich gut, weil sie die Hosen voll haben und nicht, weil sie ihrer Gemeinschaft das Gute schulden? Wer sich so verhält, ist kein wirklich funktionierendes Gemeinschaftswesen. Dem hat der Gottglaube das gesellschaftskompatible Verhalten nicht per Verständnis beigebracht! Sondern per Einschüchterung.

Nach Kant ist gesellschaftlich reifes Verhalten erst erreicht, wenn "das Verhalten der Menschen aus sich heraus ebenso Gesetz sein könnte".

Deine Befürchtung zeigt nur, wie unfähig ein einschüchternder Gott ist, aus Menschen gute Menschen zu machen.



Es sind nicht meine Befürchtungen, sondern die Heisenbergs.
Ich finde einfach die Sichtweisen unserer größten Wissenschaftler für so bedeutsam,
so dass man sie von Zeit zu Zeit erwähnen sollte.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.033

14.04.2015 16:10
#32 Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von Reisender
Es sind nicht meine Befürchtungen, sondern die Heisenbergs.
Ich finde einfach die Sichtweisen unserer größten Wissenschaftler für so bedeutsam,
so dass man sie von Zeit zu Zeit erwähnen sollte.

Ich sagte, eine Erziehung zur Einschüchterung domestiziert die Menschen zu ängstlichen Wesen, die nicht aus Einsicht, aus Verständnis handeln! Wir brauchen ETHISCHE Erziehung, keine RELIGIÖSE! Das wird Heisenberg wohl nicht gemeint haben.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

14.04.2015 16:34
#33 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von Athon
Ich bin doch einigermaßen erstaunt, wie sich zwei offenbar doch ziemlich intelligente Menschen gegenseitig dermaßen aneinander reiben können, dass ich als Außenstehender einen unmittelbar bevorstehenden Ausbruch des dritten Weltkriegs befürchten muss. Ich bin beim Bestehen konträrer Meinungen bisher davon ausgegangen, dass diese Form des Umgangs miteinander dem Plebs vorbehalten ist. Da habe ich mich wohl geirrt...?

Keine Sorge Athon, ganz so schlimm ist es aus meiner Sicht nicht. Mit "gapping" diskutiere ich eben anders als mit dir. Ich versuche dabei so differenziert wie möglich vorzugehen. Ich versuche für jeden einzelnen Diskussionspartner eine eigene Vorgehensweise herauszuarbeiten. Zwar gibt es hin und wieder deutliche Parallelen, aber doch auch Gegensätze.

gapping und Tutti sind nicht die ersten, denen ich hier im Forum auf ihrem Niveau begegnet bin. Ich erinnere mich da immer wieder an die User OPA, DeGaertner, emporda, Robin87 und Eleasar.

Klar, ich könnte solche Äußerungen auch einfach ignorieren - das würde mir zumindest viel Zeit sparen. Jedoch sind wir ja hier in einem Diskussionsforum und da sollte das Ignorieren eines Users nur in absoluten Ausnahmefällen nötig sein.

Ich weiß nicht, in wievielen Religions- oder Ideologieforen du schon schon aktiv warst. Meiner Erfahrung nach geht es hier immer noch mit Abstand am Vernünftigsten zu. Klar es gibt immer welche, die ein zweifelhaftes Auftreten haben. Und auch das ist ja wieder ganz individuell. Ich bin mir ziemlich sicher, dass hier einige User den "SnookerRI" für total bescheuert, kleingeistig, "blindgläubig", abartig und was sonst noch, halten. Das gehört hier einfach dazu. Vor allem, wenn man gläubig ist.

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gapping Offline



Beiträge: 613

07.05.2015 22:22
#34 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Nur Reisender, dass man das, was als christliche, islamische oder jüdisch begründete Sittenlehren bekannt ist, lange vor dem Monotheismus schon kannte.
Dass der Monotheismus alles vereinnahmte, was ihm nützlich war, ist, das kannst Du bei Raffaels "Sie Schule von Athen"(1509-1511) in den Stanzen des Vatikan sehen. Wer ist da nicht alles an "Heiden" zu sehen, wie etwa Apollon(Gott der Vernunft und Harmonie), die Minerva(Göttin des Friedens und der Weisheit). In der Mitte sogar der Polytheist Platon(in der Gestalt Leonardo da Vincis-absurd hoch 3) und der Atheist Aristoteles, sogar Sokrates der wegen Gotteslästerung des Schierlingsbecher nehmen musste und sogar Zarathustra mit dem Himmelsglobus, sowie Ptolemäus mit dem Erdglobus. Dass man den Hedonisten Epikur auch dort verewigte, zeigt wie geistlos sich das Christentum sich selbst wähnte(was es heute noch immer ist).
Ja, die Religion unternahm ja alles, damit die Theologie über die Philosophie dominieren konnte. Und wie ging das besser als die Philosophen als die ihrigen zu vereinnahmen, obwohl sie ja nichts mit dem Monotheismus zu tun haben konnten.
Am besten erklärt sich das aus den Schriften des in Algerien geborenen französischen Dichters Albert Camus, dessen Steckenpferd das, philosophische Denken war und der sich an Plotin anlehnte, der nicht als erster und nicht als letzter verkündete: Die griechische Philosophie ist diametral entgegengesetzt zu dem, was mit Christentum gemeint ist. Nicht nur er widerlegt die lügnerischen Worte im deutschen Bundestag, gemacht durch den Ex-Papst Ratzinger, der eine kontinuierliche Entwicklung aus griechischer und jüdisch-christlicher Gedankenwelten sah.
Die Juden wurden von Griechen kolonisiert. Die Juden wurden von Christen verfolgt, ausgeraubt und ermordet, je nachdem wie leer die Kasse der Päpste war.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

07.05.2015 22:26
#35 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Hallo Snooker,

Deine Selbstbeweihräucherung ist doch sinnlos. Versuch' es doch mal mit Argumenten, statt mit Annahmen und Mutmaßungen. Vor allem aber geht es um Fakten und nicht um einseitige Darstellungen a la Tutti nach dem letztlichen Motto: "Ach es war ja nicht so gemeint."
Spiele doch mal Deine angebliche ach so auf jedem Niveau mitgehende Intelligenz aus. Ich habe davon jedenfalls noch nichts bemerkt. Wahrscheinlich weil ich eine Frau bin, oder?

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

08.05.2015 21:25
#36 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Hallo Athon: Ich kann ihr Erstaunen nicht teilen. Jahre auf dem Campus in immer wieder Begegnungen mit religiösen Charakteren haben gezeigt, dass die Sprache der Aggression religiös motiviert ist. Wer sich in einem Bündnis sieht, mit Gott, einem Diktator, oder anderen mächtigen Interessensvertretern wird immer wieder auf diese Status pochen, um Recht zu haben, um des Rechthabens willen; dagegen aber nicht in der Sache, weil sie am schnellsten die Ebene der Sachlichkeit verlassen.
Später wird dann mit Emotionen argumentiert, die nicht Inhalt von Diskussionen waren. Genau das erlebt man auch immer wieder auf und in Foren, Symposien und den Diskussionsveranstaltungen, denen Vorträge zugrunde liegen. Die Sucht nach Bestätigung nimmt dabei manche groteske Formen an, die mit einer wahrhaften Gesinnung dann nichts mehr zu tun haben.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

09.05.2015 15:18
#37 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Hallo gapping!

Zitat von gapping
Deine Selbstbeweihräucherung ist doch sinnlos. Versuch' es doch mal mit Argumenten, statt mit Annahmen und Mutmaßungen.

Wie kommst du zu dem Schluss, dass ich mich hier selbst beweihräuchere? Wahrscheinlich weil ich ein Christ bin? Wie hast du dich selbst hinterfragt? Ich habe dir bisher nichts anderes vorgelegt als Argumente. Hin und wieder stimmst du sogar zu, dass es sich bei meinen Äußerungen um Argumente handelt. Um die Diskussion aber für beide Seiten ergiebiger zu gestalten, bitte ich dich, einmal darzulegen, was denn für dich annehmbare Argumente eines erklärten Christen sein könnten. Womöglich schaffst du es ja mich zu überraschen.


Zitat von gapping
Spiele doch mal Deine angebliche ach so auf jedem Niveau mitgehende Intelligenz aus. Ich habe davon jedenfalls noch nichts bemerkt. Wahrscheinlich weil ich eine Frau bin, oder?

Na in dem Fall: Oder! Intelligenz in Diskussionen erkennen zu können, hat weder was mit dem Alter noch mit dem Geschlecht, noch mit sonst einer äußerlichen Auffälligkeit zu tun, sondern vielmehr mit dem Willen dazu. So wie sich deine Äußerungen bisher lesen, darf ein Christ deiner Meinung nach überhaupt nicht intelligent diskutieren können. Erst wenn er sich von seinem Glauben loslöst, hat er eine Chance darauf, Erkenntnis und Wissen zu erlangen. Gemäß diesem Bild dürfte es wohl jedem schwerfallen, Intelligenz in Diskussionen zu erkennen.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.904

12.05.2015 11:37
#38 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat
Am besten erklärt sich das aus den Schriften des in Algerien geborenen französischen Dichters Albert Camus, dessen Steckenpferd das, philosophische Denken war und der sich an Plotin anlehnte, der nicht als erster und nicht als letzter verkündete: Die griechische Philosophie ist diametral entgegengesetzt zu dem, was mit Christentum gemeint ist. Nicht nur er widerlegt die lügnerischen Worte im deutschen Bundestag, gemacht durch den Ex-Papst Ratzinger, der eine kontinuierliche Entwicklung aus griechischer und jüdisch-christlicher Gedankenwelten sah.
Die Juden wurden von Griechen kolonisiert. Die Juden wurden von Christen verfolgt, ausgeraubt und ermordet, je nachdem wie leer die Kasse der Päpste war.

@gapping,

Religion hat auch stets eine historische Entwicklung vorzuweisen, was der Interessierte ja in einschlägigen Fachbüchern nachlesen kann. Das Christentum übernahm von der antiken Gedankenwelt seine Vorstellung, dass ein Gott auch Mensch werden kann, was sich ja z.B. an den vielen "Halbgöttern" der griech. Mythologie ablesen lässt. Gottesvorstellungen an sich gehen aber noch viel weiter zurück und waren bereits in einer Zeitzone entstanden, welche heute keinem Archäologen mehr zugänglich ist, weil jede Materie bekanntlich dem Verfall preisgegeben ist.

Viele historische, religiöse Zeugnisse (Schriften und Bauten) sind also im Sand der Geschichte versunken oder wurden von Kriegsstürmen, auch denen des Christentums (z.B. unter Kaiser Konstantin), für immer vernichtet!

Viele der antiken und späteren Philosophen formten ihre persönlichen Vorstellungen zum Thema "Gott". Mal weniger interessant, mal überraschend originell.
Das Rätsel des Göttlichen konnte bis heute aber nicht geknackt werden, hält sich deswegen als psychologische Tatsache im Bewusstsein vieler Menschen! Dieses Phänomen einfach als "Opium für das Volk" zu deklarieren, führt allerdings auch nicht weit, zumal man auf der anderen Seite sieht, dass die Naturwissenschaften zum Thema Gott, Mensch und Erde recht wenig beitragen, außer dass sie zuverlässige Mess- und Zahlenwerte über chem./physikal. Eigenschaften der Materie liefern können! - Das aber ist zuwenig für die menschliche Seele, denn, wie Jesus schon sagte: > Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. <

Viele Religionen, auch das Christentum, mussten stets auch viele "schwarze Schafe" in ihren Reihen aushalten, denn wo sich Macht und Geld sammeln, ist die Anziehungskraft für das Böse besonders groß! (Auch die vielen Fragen zum Thema des Bösen konnten psychologisch und philosophisch bisher nur ungenügend bearbeitet werden!)

Ein so von vielen erhoffter, manchmal geforderter "Gottesbeweis" ist also mit menschlichen Mitteln scheinbar schwer zu erreichen. So muss sich der Interessierte vorläufig mit folgenden "Beweisen" und ihrer dementsprechenden Kritik selbst auseinandersetzen:

Argumente des Philosophen D. Hume

R. Descartes und seine Argumente zur Idee Gottes - Descartes Beweis und Kants Kritik.

Anselms ontologischer Beweis und Gaunilos Antwort

Plantingas ontologischer Beweis

Berkeleys Theismus

Swinburnes induktives kosmologisches Argument

Moralische Argumente zugunsten der Existenz Gottes

Newman: Das Gewissen als schöpferisches Prinzip der Religion

E. Kant: Gott als Voraussetzung der Moral

Sidgwick: Die Dualität der praktischen Vernunft

Gott und die Objektivität der Werte

Das Argument aus dem Bewusstsein

Das Problem des Übels

Die Paradoxie der Allmacht

Religiöse Erfahrung und Geschichte der Religion

Pascals Argument der Wette

William James und der Wille zum Glauben

Kierkegaard und der Primat des religiösen Engagements.


Sollten diese Headlines Interesse wecken können, so findet man den kompletten Text in dem kleinen Reclam-Büchlein von J. L. Macke:

DAS WUNDER DES THEISMUS.

(Nicht nur für Einsteiger eine förderliche Sammlung von interessanten Aspekten zum Thema "Gott".)

Gruß von Reklov

gapping Offline



Beiträge: 613

12.05.2015 21:17
#39 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

@reklov, nun muss man bei den Fakten bleiben. Die religiöse Literatur ist keine Wissenschaftsliteratur. Auch wenn die historisch-theologisch gesetzten Rahmen, Oberflächen sich den Anschein, den Schein oder den Heiligenschein von Wissenschaftlichkeit geben wollen. Hinter der religiösen Fassade sieht es durchaus so aus, wie es die Namen die die Geschichte der Religion begleiten aussagen. Wie z. B. Konstantin(der spätere heilige Konstantin, der ja noch als Heide das Konzil von Nicäa leitete(moderierte) und schon dort dafür hoffen durfte, dass ihm die christlichen Truppen bei ihren Kriegszügen unterstützten. Schon da war eine Menge von Lügerei unterwegs, denn, das Christentum war ja nicht unter Konstantin zur Staatsreligion geworden, sondern erst einige Zeit nach dessen Tod, nämlich 380 u.Z.
Wenn also schon die Nichtexistenz eines Gottes nachgewiesen ist, muss man sich doch fragen, wieso so viele Lügen nötig waren/sind, um dennoch an einem Demiurg festzuhalten. Nicht zuletzt auf der Basis von Bereicherung und Anreicherung der Vermögen von Christenvertretern, die ja nicht nur aus der erlogenen "konstantinschen Schenkung" bestand/bestehen.
Nicht zuletzt der Kampf des Kinderschänders und Plagiators Augustinus, die Theologie, vom Range her, über die Philosophie zu stellen hatte ja in der zu nde gehenden Spätantike schon verhängnisvolle Auswirkungen, denn ab diesem Zeitraum war es nicht mehr nur der Kampf von Christen für dewn Heiden Konstantin, sondern für den Massenmörder und katholischen Theologen Justinian.
Und danach haben nicht nur die Heidenschlächter um Charlemagne( Karl der Große) die Zwangschristianisierungen mit Gewalt voran getrieben, sondern die Christianisierungen zu einem Ziel postuliert, das gegenüber den indigenen Völkern Americas per Massenmord durchgezogen wurde. Dass danach auch noch Europa durch Religionskriege die Hälfte seiner Bevölkerung verlor(30 - jährige Krieg) mag ja noch durch die Reformation begründet werden. Aber regional wurden Kriege geführt die 100-jährig und länger waren.
Da gleichzeitig die Inquisition des Katholizismus jeden Abtrünnigen, auch die Philosophen und Wissenschaftler bedrohte, gab es und gibt es bis heute angepasste und überangepasste Wissenschaftler und Philosophen, die gerne im Sinne religiöser Positionen argumentieren, auch wenn sie selbst nicht daran glauben.
Das hängt ja jeweils von der Anerkennung und dem Einkommen in der Gesellschaft ab und jenen Einfluss den die Kirchen haben diese Einkommen und Anerkennungen schmälern zu können, wie z. B. die sattsam bekannten Intrigen der Kirchen. Sie haben über ihre Inforamtionspools(Taufregister, Heiratsregister, Geburts- und Todesregister) über die Beichte(manuelle Abhöranlage hinaus, die Macht Informationen in staatstragendes Wirken umzuwandeln.

Die Gottesvorstellungen gehen keineswegs weiter zurück als 12000 bis maximal 15000 Jahre. Vor der Entstehung von Eigentum gab es überhaupt keine Bewegung hin, über einen oder mehrere Götter nachzudenken und zwar auch dann nicht, wenn die Naturphänomene nicht verstanden wurden.
Dass die Machtausübung an sich böse sein kann, ist unbestritten, reklov. Doch für die Kirche gab es ja aus ihrem eigenen "Selbstverständnis" heraus keine Gründe böse zu sein, wie z. B. jene Päpste die sich bis zu 30 000 Sklaven hielten(Siehe "Die Kriminalgeschichte des Christentums von Karlheinz Deschner Bd.I,II,III)oder den Anspruch ableiteten allein für die Legitimierung weltlicher Herrscher zuständig zu sein.

Aus diesen Gründen, auch der Überanpassung) ist Deine Beweisführung recht dünn, zumal die Emazipation erst im 17. Jahrhundert wieder einsetzte. Da war die Macht des Katholizismus bereits 1400 Jahre verankert. Sie war einziger Mäzen von Kunst und Kultur über hunderte von Jahren und beherrschte weitegehend die Schul- und Bildungssysteme und musste dennoch, durch den Antisemiten Thomas von Aquin die Werke des Aristoteles fälschen um sie dem Katholizismus anzupassen. Dies führte eine Reihe von Philosophen und Theologen in die Irre, deren Auswirkungen bis heute noch nicht aufgearbeitet sind.
Und da willst Du meinen es bedürfe eines (unmöglichen) Gottesbeweises, wohingegen der Beweis für die Nichtexistenz Gottes bereits im 19. Jahrhundert erbracht wurde und im Jahre 2009 finalen Abschluss fand, da nunmehr die Nichtexistenz Gottes endgültig bewiesen ist. Das kann man auch nicht dadurch vernebeln, dass Gott, Jahwe und Allah auf das Gesamtuniversum ausgeweitet werden, also die Theologie weitgehend vom persönlichen Gott abgekommen ist, obwohl über Jahrtausende(seit 4200-4400 Jahren) das Märchen verbreitet wurde, der Mensch(Mann) sei nach dem Ebenbild Gottes geschaffen worden und der Rest(die Frau) aus dessen Rippe.
Diese kompetenzfreie Argumentation hätte ich Dir dann doch nicht zugetraut Reklov.

Gruß gapping

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