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Dieses Thema hat 38 Antworten
und wurde 1.514 mal aufgerufen
 Christentum
Seiten 1 | 2
gapping Offline



Beiträge: 613

15.03.2015 13:28
Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Ja, da gibt es dem Forum angegliedert die Erkenntnis, dass es statt eines dreifaltigen Gott "nur einen Gott" geben soll. Immerhin von der Trinity weg hin zum Demiurg vereinfacht da die Hinwendungskriterien, Zwiegespräch. Man will ja als Gläubiger auch mal mit dem Demiurg alleine Zwiesprache halten, obwohl eine polytheistische Tendenz, zumindest im Katholizismus nicht von der Hand zu weisen ist. Mit dem Aufkommen der Rechte für die Frau, hat die katholische Kirche die Mutter von Gott etabliert, so dass hier ein Quartett bereits in Funktion ist!
Tatsächlich gibt es in der katholischen Kirche weit über 5000 Heilig-gesprochene und Selig-gesprochene die der Gläubige anbeten darf und weitere Heilig- und Selig- gesprochene werden hinzu kommen, so dass das Spektrum aller Handlungsweisen abgedeckt ist, bis der Gottesglaube endlich hinterfragt wird und als das entlarvt ist, was nur verlogen bekannt ist.
Dass ausgerechnet auch profaschistische Heilig - und Seliggesprochene angebetet werden können, lässt tief blicken. Über die ausgefeilten Rituale und Liturgien und haltlosen Gesten, die so haltlos sind wie die Stellungnahmen des Papstes, dass man Kinder mit Würde schlagen kann, was wiederum den Charakter des Kollaborateurs mit dem faschistischen Videla-Regime verdeutlicht(siehe Horacio Verbitsky)entlarvt, dessen vermeintlichen Neuerungen nichts weiter bedeuten, als die Ruhigstellung von kritischen Gläubigen. Und mit Ruhigstellung hat Religion bekanntlich sehr viel zu tun: Religion ist Opium für das Volk!

Gruß gapping

Glaubensqualle ( gelöscht )
Beiträge:

15.03.2015 13:57
#2 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping im Beitrag #1
Religion ist Opium für das Volk!
.. wer einmal süchtig ist , kommt schlecht von los , merkt man ja sogar hier im Forum wie sich so einige mit Hände und Füße dagegen sträuben , daß ihr Gott angezweifelt wird .. doch der Beweis auf diesen Gott bleiben sie alle schuldig .. es ist eben wie eine abhängige Droge ..

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

15.03.2015 16:53
#3 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Immerhin von der Trinity weg hin zum Demiurg vereinfacht da die Hinwendungskriterien, Zwiegespräch.

Mich würde in diesem Zusammenhang interessieren, in welchem Sinn du den Begriff Demiurg verwendest...


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gapping Offline



Beiträge: 613

16.03.2015 13:51
#4 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Nun Snooker, hat Platon(Gnosis) den Demiurgen als Weltbaumeister und Weltenschöpfer definiert. So verwende ich das Wort Demiurg gegenüber jenen, die an einen Weltbaumeister die und Weltenschöpfer glauben.
Dass der Glaube an den Demiurg(en) , an Gott oder Allah, oder Jahwe aus einem bestimmten Mangel an Selbstbewusstsein genährt ist, kann man nicht leugnen. Selbst die jüngste Religion, Scientology, die ja wenig mit Intelligenz oder Selbstbewusstsein zu tun hat, bringt es fertig, Geld aus ihren Schäfchen zu ziehen, das dann pekuniär-gewöhnlich in Geschäfte aller Art, legalen und illegalen gesteckt wird.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

16.03.2015 13:54
#5 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Apropos Snooker R1
und das Geld wird auch völlig unbescheiden entgegengenommen. Deschner erwähnt den Demiurg ausdrücklich nicht. Und der war zwar bescheiden, aber nicht doof.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

16.03.2015 18:24
#6 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Nun Snooker, hat Platon(Gnosis) den Demiurgen als Weltbaumeister und Weltenschöpfer definiert. So verwende ich das Wort Demiurg gegenüber jenen, die an einen Weltbaumeister die und Weltenschöpfer glauben.



Grade darum ging es mir: Mir war bisher eine Abgrenzung zwischen dem platonischen Verständnis und der gnostischen Auffassung bekannt. Während bei Platon der Demiurg positiv besetzt ist, verhält er sich in einigen gnostischen Lehrmeinungen eher ungeschickt, tölpelhaft; jedenfalls nicht in glänzedem Licht wirkend.

Zitat von gapping
Dass der Glaube an den Demiurg(en) , an Gott oder Allah, oder Jahwe aus einem bestimmten Mangel an Selbstbewusstsein genährt ist, kann man nicht leugnen.

Woraus resultiert deiner Meinung nach der Mangel an Selbstbewusstsein, der die Menschen dann in den Glauben "flüchten" lässt?


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gapping Offline



Beiträge: 613

16.03.2015 21:12
#7 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Für den der sich mit einem "Allmächtigen" im Bundes sieht, ist Selbsterhöhung und Selbstüberschätzung Lebensinhalt. Diese Selbsterhöhung und Selbstüberschätzung kann von nicht aufgeklärten, oder nicht selbstbewussten als Führungsanspruch interpretiert werden.
Kant: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Diese Unmündigkeit wird ausgenutzt statt behoben. Durch diesen Tatbestand lassen sich alle Schwächen von Systemen in den Gesellschaften erklären. Würde die Unmündigkeit behoben wäre dies eine allzu offensichtliche Annäherung an die Wirklichkeit, die von denen, die die Unmündigkeit nutzen nicht erwünscht ist.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

17.03.2015 08:34
#8 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Für den der sich mit einem "Allmächtigen" im Bundes sieht, ist Selbsterhöhung und Selbstüberschätzung Lebensinhalt. Diese Selbsterhöhung und Selbstüberschätzung kann von nicht aufgeklärten, oder nicht selbstbewussten als Führungsanspruch interpretiert werden.

Das mag in einigen Glaubensstrukturen der Wahrheit entsprechen, spiegelt aber längst kein allgemeingültiges Verständnis wieder. JC selbst lud seine Schüler dazu ein, einen milden, dienstbereiten Geist zu entwickeln, der den Vorteil des Anderen vor den eigenen Vorteil setzt. Zudem gilt das bekannte Sprichwort: Wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, wer immer aber sich selbst erniedrigt, wird erhöht werde. Interessanterweise wird oftmals genau dieser Grundsatz wiederum dazu verwendet, den Gläubigen Unmündigkeit zu unterstellen:

Zitat von gapping
Kant: Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.

Dabei sollte nicht vergessen werden, dass jeder Mensch auf Anleitung angewiesen ist. Ohne diese Anleitung von anderen kann der Mensch nicht existieren. Ohne diese Anleitung durch andere können Gesellschaftskörper nicht funktionieren. Wenn jeder nach seinem eigenen Verstand handeln würde, käme es zwangsläufig zu Anarchie und Schlimmerem. Was Kant hier vielmehr zum Ausdruck bringt, ist die Verantwortung jedes Einzelnen, sich vernünftiger Anleitung zu bedienen. Anleitung, deren Qualität darauf ausgerichtet ist, den eigenen Verstand zum Wohle aller anderen Menschen einzusetzen. Diese Art Qualität der Anleitung findet sich auch in religiösen Gedankenmodellen, und ist kein Privileg des Atheismus.

Zitat von gapping
Diese Unmündigkeit wird ausgenutzt statt behoben. Durch diesen Tatbestand lassen sich alle Schwächen von Systemen in den Gesellschaften erklären. Würde die Unmündigkeit behoben wäre dies eine allzu offensichtliche Annäherung an die Wirklichkeit, die von denen, die die Unmündigkeit nutzen nicht erwünscht ist.

So ist es aktuell in jedem polititischen und wirtschaftlichen System zu beobachten.


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gapping Offline



Beiträge: 613

17.03.2015 13:57
#9 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Natürlich, Snooker RI, spiegelt das nicht das allgemeine Verständnis wider. Der Anpassungsdruck, die Sorgen um das Einkommen und gar die körperliche Unversehrtheit erzeugt einen derartig mächtigen Anpassungsdruck in den Gesellschaften des Islam und des Christentums wider, es beträchtliche Schwierigkeiten gibt ein allgemeines Selbstbewusstsein zu etablieren. Wer für oder in einer kirchlichen oder islamischen Einrichtung arbeitet, wird sich kaum als selbstbewusster Atheist äußern.

Bei der Anleitung stellt sich doch die Frage der Lehre, Snooker RI und der Lehrer, der Gelehrten und des Anpassungsdrucks in dem sie jeweils wieder be-und gefangen sind. Und natürlich steht in diesem Zusammenhang ganz eindeutig auch das Selbstbewusstsein der Eltern und in welchen Abhängigkeiten sie sich befinden. Innerhalb des eigenen Arbeitsumfeldes, in der Firma, im Konzern wird sich wohl selten einer zu kritischen Äußerungen hinreißen lassen, wenn er nicht durch Gewerkschaften gedeckt ist, oder die Beziehungen hat, wodurch er seine Meinung abgesichert sieht.

Der Atheismus an sich hat keine Privilegien. Die Religionen und ihre Kirchen dagegen schon. Auf diesem Feld scheint Dein Einblick nicht jene Tiefe zu erreichen, um zu erkennen, dass der Atheismus keine Konkurrenz für Religion ist. Für Religion sind andere Religionen die Konkurrenz. Um Atheist zu sein muss man schon ein Maß an Unabhängigkeit besitzen, das in religiösen Gesellschaften NICHT vorhanden sein kann.
Das allein, die Freiheit zum Denken und dieses Denken entäußern zu können ist in den allermeisten monotheistischen Gesellschaften eingeschränkt.

Es ist nicht schwer zu beobachten, dass die überwiegend katholischen Länder ärmere Länder sind. Gleichzeitig sind sie von faschistischer Diktion und Terminologie durchdrungen, weil zwischen Faschismus und monotheistischer Religion eine Wesensverwandtschaft besteht.
Dass sie auch gleichzeitig antisemitisch sind ist dem Islam und dem Christentum seit ihrer Existenz innewohnend, weil sie psychisch nicht loswerden, dass sie nur der Kopie jüdischer Gedankenwelten anhängen. Dass die faschistischen Diktatoren alle, ausnahmslos, Katholiken waren ist kein Zufall. Dass von dem Allmachtsbild Gott sich das Allmachtsbild Führer ableitet ist ebenfalls kein Zufall.

Es ist auch kein Zufall, dass die reformierte Kirche, die Protestanten ihre Gallionsfigur in dem glühenden Antisemiten Dr. Martin Luther hat, der geistiger Wegbereiter des Nationalsozialismus war, der sich mit den antisemitisch agierenden Kirchen in der Judenvernichtung stillschweigend, aber auch öffentlich einig sein konnte.

Die Religion befördert ja die mörderische Leichtigkeit im Verhalten schon damit, dass ja jede die "die allein selig machende Wahrheit" vorheuchelt und damit Geld machen kann. Das abgeschlossene überschaubare Weltbild, die Komplexität der Zusammenhänge verbissen leugnet zeigt sich dann auch im Islam. Schon die Erbfolge des Propheten Mohammed wurde durch Mord ungeregelt hinterlassen, so dass der seit seiner Existenz im inneren des Islam wütende Religionskrieg zwischen Schiiten und Sunniten kein Ende nehmen will.

Die Religionskriege im Christentum glaubt man bis auf Nordirland und einige evangelikale Extremisten hinter sich. Und könnte jeder wissen, dass der Inhalt monotheistischer Religion auch durch den Eifer befeuert wird, der Allmacht am nächsten zu stehen, und jederzeit aufflammen kann und zwar selbst dort, wo sich das Christentum zahlenmäßig auf dem Rückzug befindet. Die Streitschrift von Michael Schmidt-Salomon, mit dem Titel "Keine Macht den Doofen", kann Dir das näherbringen Snooker RI und im Detail die verhängnisvolle Erfindung von Gott ersichtlich machen.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

17.03.2015 21:41
#10 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Natürlich, Snooker RI, spiegelt das nicht das allgemeine Verständnis wider. Der Anpassungsdruck, die Sorgen um das Einkommen und gar die körperliche Unversehrtheit erzeugt einen derartig mächtigen Anpassungsdruck in den Gesellschaften des Islam und des Christentums wider, es beträchtliche Schwierigkeiten gibt ein allgemeines Selbstbewusstsein zu etablieren. Wer für oder in einer kirchlichen oder islamischen Einrichtung arbeitet, wird sich kaum als selbstbewusster Atheist äußern.

Auch wenn man nicht in einer kirchlichen oder islamischen Einrichtung arbeitet, ist man dem Druck der Gesellschaft - mag sie christlich, islamisch oder atheistisch geprägt sein - ausgesetzt. In der DDR und der ehem Sowjetunion hat man sich als Gläubiger auch eher zurückgehalten, vor allem, wenn man sich abseits der noch tolerierten Staatskirche positionierte.

Zitat von gapping
Bei der Anleitung stellt sich doch die Frage der Lehre, Snooker RI und der Lehrer, der Gelehrten und des Anpassungsdrucks in dem sie jeweils wieder be-und gefangen sind. Und natürlich steht in diesem Zusammenhang ganz eindeutig auch das Selbstbewusstsein der Eltern und in welchen Abhängigkeiten sie sich befinden. Innerhalb des eigenen Arbeitsumfeldes, in der Firma, im Konzern wird sich wohl selten einer zu kritischen Äußerungen hinreißen lassen, wenn er nicht durch Gewerkschaften gedeckt ist, oder die Beziehungen hat, wodurch er seine Meinung abgesichert sieht.

Und genau dieser Umstand findet sich in jeder gesellschaftlichen Ideologie - ganz gleich ob sie theistisch oder atheistisch geprägt ist.

Zitat von gapping
Der Atheismus an sich hat keine Privilegien. Die Religionen und ihre Kirchen dagegen schon. Auf diesem Feld scheint Dein Einblick nicht jene Tiefe zu erreichen, um zu erkennen, dass der Atheismus keine Konkurrenz für Religion ist. Für Religion sind andere Religionen die Konkurrenz.

Dessen bin ich mir bewusst. Dennoch muss ich in Diskussionen auch immer wieder die Erfahrung machen, dass sich Atheisten den Theisten überlegen fühlen, die für sich allein das Streben nach Wahrheit beanspruchen und die Theisten als willentlich dumm bezeichnen. Dass Atheismus häufig als Konkurrenz zur Religion empfunden wird, hat auch mit solchen Ausprägungen zu tun.

Zitat von gapping
Um Atheist zu sein muss man schon ein Maß an Unabhängigkeit besitzen, das in religiösen Gesellschaften NICHT vorhanden sein kann.
Das allein, die Freiheit zum Denken und dieses Denken entäußern zu können ist in den allermeisten monotheistischen Gesellschaften eingeschränkt.

Unabhängigkeit wovon? Auch ein Atheist ist in seinen Ansichten befangen. Worin besteht denn seine Freiheit zum Denken? Muss man den Theisten die Möglichkeit zum freien Denken automatisch absprechen?

Zitat
Es ist nicht schwer zu beobachten, dass die überwiegend katholischen Länder ärmere Länder sind. Gleichzeitig sind sie von faschistischer Diktion und Terminologie durchdrungen, weil zwischen Faschismus und monotheistischer Religion eine Wesensverwandtschaft besteht.

Wobei Faschismus auch ganz gut ohne Religionen auskommt. Sobald Religion menschlich-politisch gedacht wird, eröffnet sich allerdings ein großes Spektrum der gesellschaftlichen Probleme, gleichsam einer Pandora-Büchse. Dabei fällt schon auf, dass machne Religionen eine einmischung in die Politik erzwingen wollen, wohin gegen andere sich strikt neutral verhalten.

Dass Länder verarmen, dürfte derweil weniger mit Religion als solches zu tun haben, sondern eher mit Geld und Machtgier. Wo Religion in die Politik eingreift geht beides gerne Hand in Hand. Das ist nicht von der Hand zu weisen...und in der Tat kein Zufall!

Zitat von gapping
Die Religion befördert ja die mörderische Leichtigkeit im Verhalten schon damit, dass ja jede die "die allein selig machende Wahrheit" vorheuchelt und damit Geld machen kann.


Ja, gut dass der Atheismus da anders ist und auch abseits seiner feststellenden Auffassung ihm diametral gegenüberstehende Meinungen, wie die des Theismus gleichgestellt neben sich existieren lässt. Mit Ideologien wird auch dann noch Geld gescheffelt, wenn es eines Tages keine Religionen mehr geben wird. Geld und Machtgier stirbt nicht mit der Religion.

Zitat
Die Streitschrift von Michael Schmidt-Salomon, mit dem Titel "Keine Macht den Doofen", kann Dir das näherbringen Snooker RI und im Detail die verhängnisvolle Erfindung von Gott ersichtlich machen.

Ja bei diesen Streitschriften erfährt man aber letztlich auch nichts wirklich Neues. Ich dachte z.B. bei Dawkins "Gotteswahn" würde ich jetzt die klare Logik finden, die unbedingt in den Atheismus führen würde. Was er aber äußert war mir schon vorher bekannt. Ich war ein wenig enttäuscht! Ich hatte mehr erwartet. Kirchenkritik gibt es wie Sand am Meer. Naja, vllt. macht MSS es ja besser. Von ihm kenn ich noch sicherlich nicht alles.


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Glaubensqualle ( gelöscht )
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18.03.2015 11:07
#11 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von SnookerRI im Beitrag #10
.. dass sich Atheisten den Theisten überlegen fühlen, die für sich allein das Streben nach Wahrheit beanspruchen und die Theisten als willentlich dumm bezeichnen.

.. ist doch auch nicht verwunderlich , wenn man sich permanent einfach den wissenschaftlichen Kenntnisse und Beweisen verschließt und dieses einfach ausklammert ... aber der Grund dafür ist ja bekannt ...

gapping Offline



Beiträge: 613

03.04.2015 12:48
#12 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Ach Snooker, aus der engen Sicht eines Billardtisches aus zu argumentieren bringt doch nichts. Atheisten missionieren und indoktrinieren doch nicht. Atheismus hat einfach zu viele Ausdrucksformen, als dass man von Atheisten verlangen könnte einheitliche Meinungen zu vertreten, oder sich wie religiös zu verhalten.
Du bist doch von Geburt an, falls Du in Europa geboren bist, in der Regel Mitglied einer christlichen Kirche. Darauf hat das geborene Kind keinen Einfluss. Natürlich kann man auch automatisch als Muslim geboren werden, weil jeweils die Religion der Eltern gilt.
Die Wahlfreiheit beginnt doch erst ab 14 Jahren und vergrößert sich mit dem Beginn der erweiterten Geschäftsfähigkeit. Das Rechtssystem ist nun mal religiös dominiert, obwohl sämtliche religiösen Inhalte, die dem Humanismus gerecht werden, lange vor Jesus oder Mohammed, also bereits mindestens 7 Jahrhunderte v.u.Z in vorsokratischer Zeit formuliert worden sind.
Obwohl also dem Monotheismus das Alleinstellungsmerkmal, die Authentizität fehlt, hat er es zu mitgliederstärksten Organisationen gebracht. War nun der Glaubeso stark, oder die Gewalt so groß mit der die Menschen in den letzten 2000 Jahren zwangschristianisiert oder zwangsislamisiert wurden? Diese Überlegung solltest Du mal anstellen Snooker RI, weil ansonsten Deine rhetorischen Bemühungen erfolglos bleiben.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

04.04.2015 12:46
#13 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Ach Snooker, aus der engen Sicht eines Billardtisches aus zu argumentieren bringt doch nichts.

Was macht dich so sicher, dass ich aus der engen Sicht eines Billardtisches argumentiere? Wie hinterfragst du dich selbst und deine Auffassung in diesem Punkt? Es ist naürlich einfach den dummen Gläubigen eine eine enge Sicht zu unterstellen, als könne nur eine atheistische Weltsicht die Wirklichkeit korrekt interpretieren.

Zitat von gapping
Atheisten missionieren und indoktrinieren doch nicht. Atheismus hat einfach zu viele Ausdrucksformen, als dass man von Atheisten verlangen könnte einheitliche Meinungen zu vertreten, oder sich wie religiös zu verhalten.

Und doch darf ein Atheist keinen Zweifel daran haben, dass es keinen Gott geben kann. Darin sind sich doch (hoffentlich) alle Atheisten einig...Und natürlich darf das Bekleben von Bussen mit atheistischen Parolen nicht als Mission und Indoktrinierung aufgefasst werden. Denn Mission und Indoktrinierung sind ausschließlich den pöhsen, pöhsen, dummen, niederträchtigen, asozialen Drecksgläubigen vorbehalten, die sich wider die ach so unzweifelhaften Superbeweise für die planlose Evolution verbissen zur Wehr setzten... Ist klar, gapping! Ist klar! Gould, Dawkins et. al. befreien die Menschheit von der Seuche des Glaubens, von dieser Pest, die sich wie Gicht ausgebreitet hat, und den Weltfrieden verhindert. Ja, der Atheismus wird die Menschheit ERLÖSEN! Jubel, Jubel, Trubel, Heiterkeit! Heil dem Messias Dawkins!

Zitat von gapping
Du bist doch von Geburt an, falls Du in Europa geboren bist, in der Regel Mitglied einer christlichen Kirche. Darauf hat das geborene Kind keinen Einfluss. Natürlich kann man auch automatisch als Muslim geboren werden, weil jeweils die Religion der Eltern gilt.


Natürlich kann man auch automatisch als Atheist geboren werden, weil jeweils die Ideologie der Eltern gilt. Darauf hat das geborene Kind keinen Einfluss.


Zitat von gapping
Die Wahlfreiheit beginnt doch erst ab 14 Jahren und vergrößert sich mit dem Beginn der erweiterten Geschäftsfähigkeit. Das Rechtssystem ist nun mal religiös dominiert, obwohl sämtliche religiösen Inhalte, die dem Humanismus gerecht werden, lange vor Jesus oder Mohammed, also bereits mindestens 7 Jahrhunderte v.u.Z in vorsokratischer Zeit formuliert worden sind.

Je nach Auffassung sogar noch viel früher!

Zitat von gapping
Obwohl also dem Monotheismus das Alleinstellungsmerkmal, die Authentizität fehlt, hat er es zu mitgliederstärksten Organisationen gebracht. War nun der Glaubeso stark, oder die Gewalt so groß mit der die Menschen in den letzten 2000 Jahren zwangschristianisiert oder zwangsislamisiert wurden? Diese Überlegung solltest Du mal anstellen Snooker RI, weil ansonsten Deine rhetorischen Bemühungen erfolglos bleiben.

Dass die "mitgliederstärksten Organisationen" die Authentizität des Monotheismus geschändet und begraben haben, und infolgedessen mit Gewalt und Terror die Politik und Gesellschaft durch die Ablehung des Wortes Gottes auf diktatorische Weise beherrscht haben, ist historisch ausreichend belegt. Wenn du meine Beiträge verstehen wolltest, könntest du begreifen, dass ich diese "Überlegung" schon längst in meine Argumentation miteinfließen lasse. Und dennoch komme ich zu einer ganz anderen Schlussfolgerung als du. Verstehen wirst du das allerdings nicht, solange du mir die beengte Sichtweise eines Billardtisches unterstellen musst. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit willst du das aber auch gar nicht!


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gapping Offline



Beiträge: 613

04.04.2015 13:04
#14 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Ich weiß nicht wieso DU, der Du doch die Gläubigen verteidigst, Snooker RI, die Gläubigen so herab würdigst und sie mit "Dreck" ,wie Du schreibst bewirfst.
Es ging beim Glauben nie um eine "Seuche"( was bringt Dich eigentlich zu dieser Nutzung der Gossensprache Snooker RI)
Längst habe ich in meinen Beiträgen die unterschiedliche Motivation zu Glauben erwähnt und betont und zwar vom Kalkül des Einen bis zum nur "so tun als ob" des anderen. Und natürlich von dem Anpassungsdruck her, weil die Gläubigkeit ja nicht freiwillig, sondern unter Zwang initiiert wurde.
Wenn Du Zwang für eine Qualität hälst, wie Du im anderen Thread anklingen lässt, dann ist das Dein Problem Snooker RI; zeigt aber wie begrenzt Deine Sicht auf Glaube und Nichtglaube ist. Der feindselige Charakter geht doch immer von dem aus, der mächtig genug ist um zu zwingen. Das will ich Dir nun nicht unterstellen, aber Deine Gossensprache lässt immerhin vermuten, dass Du nichts unversucht lassen willst.
Wie sich die Rechtskreise abgebildet haben sollte Dir ja bekannt sein. Anmaßung jedenfalls ist keine Quelle aus den Rechtskreisen(Eltzbacher) sondern religiös bedingt. Das mindestens ist eine Quintessenz des monotheistischen Glaubens.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

04.04.2015 14:22
#15 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Ich weiß nicht wieso DU, der Du doch die Gläubigen verteidigst, Snooker RI, die Gläubigen so herab würdigst und sie mit "Dreck" ,wie Du schreibst bewirfst.
Es ging beim Glauben nie um eine "Seuche"( was bringt Dich eigentlich zu dieser Nutzung der Gossensprache Snooker RI)

Das weißt du ganz genau, gapping! Ich halte dich für rhetorisch so versiert, dass du Ironie und Sarkasmus spielend begreifen kannst, ohne dass jemand das extra erwähnen müsste. Außerdem erschließt sich dieser Umstand aus der Gesamtheit meiner Beiträge, die ich in den Diskussionen mit dir verfasst habe.

Zitat von gapping
Längst habe ich in meinen Beiträgen die unterschiedliche Motivation zu Glauben erwähnt und betont und zwar vom Kalkül des Einen bis zum nur "so tun als ob" des anderen. Und natürlich von dem Anpassungsdruck her, weil die Gläubigkeit ja nicht freiwillig, sondern unter Zwang initiiert wurde.

Darüber hinaus scheinst du Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit im Glauben nicht erkennen zu können. Zwang, Anpassung, Kalkül, Tradition, Unterdrückung und Machterhalt. Wenn das alles ist, was du zum Thema Glauben an Gott aufzubieten hast, muss das in den Diskussionen mit dir berücksichtigt werden.

Zitat von gapping
Wenn Du Zwang für eine Qualität hälst, wie Du im anderen Thread anklingen lässt, dann ist das Dein Problem Snooker RI; zeigt aber wie begrenzt Deine Sicht auf Glaube und Nichtglaube ist.

Wie kommst du zu dem Schluss, ich hielte Zwang für eine erstrebenswerte Qualität? Wie hast du dich hinterfragt? Wenn du meine Beiträge verstehen wolltest, könntest du erkennen, dass Zwang und Angst mit zu den jämmerlichsten Qualitäten gehören, die man konkret hinsichtlich einer Ideologie - und insbesondere einer religiösen - haben kann. Dass viele Glaubensbekenntnisse auf Angst, Zwang und Hass Andersdenkenden aufbauen, kann ich nicht verhindern. Ich kann mir höchstens einen differenzierten Standpunkt erarbeiten wollen.

Zitat von gapping
Wie sich die Rechtskreise abgebildet haben sollte Dir ja bekannt sein. Anmaßung jedenfalls ist keine Quelle aus den Rechtskreisen(Eltzbacher) sondern religiös bedingt. Das mindestens ist eine Quintessenz des monotheistischen Glaubens.

Anmaßung kommt prima ohne jede Religion aus, nämlich immer dann, wenn es um die ungerechtfertigte Höherstellung eines Prinzips, einer Person oder Volksgruppe oder einer Ideologie, geht.


In Memory of Soul-Society

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

04.04.2015 14:41
#16 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zwang, sei er religiös oder irgendwie ideologisch bedingt, ist ein vielschichtiges Phänomen.
Seit der Säkularisierung vor über 200 Jahren gibt es keinen administrativen Zwang mehr die Kirche zu besuchen.
Aber noch vor 20-30 Jahren ist auch der atheistische Bäcker in der oberbayrischen Jachenau Sonntags in die
Kirche gegangen, weil sonst viele Jachenauer lieber die 10Km bis Lengries gefahren werden, als bei einem
Ungläubigen Semmeln zu kaufen.
Die Schwarmdummheit ist oft der größere Zwang als die Administration.

gapping Offline



Beiträge: 613

06.04.2015 09:39
#17 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Nein Snooker, dieser Apodiktik Deinerseits kann man nicht folgen. Es ist von mir nie in Abrede gestellt worden, dass es ernsthaft gläubige Menschen gibt. Der Sinn den es zu ergründen gilt ist doch, weshalb die Menschen von der Koopertion(die ihm angeboren ist) zur Konkurrenz wechselte und in einem anderen einen Feind sehen konnte. Das kann nur mit der Bildung von Eigentum zusammenhängen. Ich behaupte der Glaube kam nach der ersten Bildung von Eigentum. Ja der Glaube ist die Grundlage dafür, dass Eigentum vor anderen behauptet, rechtfertigt werden kann.

Dass es viele Menschen mit dem Glauben dennoch aufrichtig meinen, bedeutet ja nicht, dass der Glaube auch richtig ist. Da Glaube in der Regel bedeutet sich zu unterwerfen oder anzupassen, bildet er einfach zu wenig die Wirklichkeit ab, um zur Lösung von Problemen beizutragen. Der Glaube verdrängt die eigentlichen Probleme und kaschiert sie zum Vorteil, von jenen die den Glauben instrumentalisieren.

Da Glaube durch Zwang oktroyiert wurde und Du eine Nähe zum Glauben hast, muss doch folgerichtig Zwang für Dich ein zu rechtfertigendes Mittel sein; jedenfalls um Glaube zu rechtfertigen. So jedenfalls Deine Argumentation, die Du mit kompetenzfreiem Text zu untermauern suchst.

Zunächst geht der Hass, Snooker RI, in der Regel von einer Glaubensgemeinschaft gegenüber einer anderen Glaubensgemeinschaft aus. Das ist jedenfalls das, was wir in der Gegenwart erleben und auch nicht rhetorisch trickreich entkräftet werden kann. Von einer differenzierten Position Deinerseits kann also nicht ausgegangen werden, weil Du ja selbst schreibst, dass Du den Hass und Zwang nicht "verhindern" kannst.

Menschen die3 denken können das. Vor allem zunächst bei sich selbst. Da muss man nicht mit dem schwachbrüstiger Geisteshaltung auf andere zeigen.
Entweder man nimmt Religion als das wahr was sie ist, nämlich ein verantwortungsloses Mittel zur Unterdrückung, oder man toleriert sie, ihre Verantwortungslosigkeit vor Mensch und Natur aufrecht zu erhalten.

Wo es Religionsfreiheit, mindestens im Ansatz gibt, gibt es auch diese Wahlfreiheit, die man sich, aus Vernunft nehmen darf. Das Angebot ohne Glauben leben zu können ist ja da, auch wenn es als der schwierige Weg erscheint, ist die Freiheit davon ein höheres Gut als das duale System aus Gott und Teufel.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

06.04.2015 09:49
#18 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Die Prinzipien von "Ursache und Wirkung" Reisender sind denn doch zu eindeutig, als dass man Glaube oder Unglaube auf die Stufe der Dummheit herabwürdigen kann. Liegt dem Glauben der Bekenntniszwang zugrunde, weil man vor die Wahl gestellt wurde: "Bekenntnis oder Tod" dann kann man diesen 1700 Jahre währenden Akt nicht in einer Zeit von 200 Jahren Säkularisierung loswerden. Der Anpassungsdruck ist nach wie vor vorhanden, auch wenn es heute nicht mehr um Leben oder Tod geht, geht es doch um das "Standing" innerhalb der Gemeinschaft, die ja noch immer mehrheitlich religiös ausgerichtet ist. Oder es geht um Einkommen, weil, wie bekannt ein Atheist nicht in einer kirchlich abhängigen Firma arbeiten kann, darf.
Dass nun Bayern besonders von unterwürfigen Kirchgängern betroffen ist, liegt ja darin begründet, dass der katholische Polizeistaat(zu Beginn des 17.Jahrhunderts Maximilian I)mörderischen Druck auf seine Untertanen ausübte, und die Fürsten Bayern, besonders die Wittelsbacher, deren Einfluss noch heute in Bayern unbegrenzt ist, das bayerische Volk bis aufs Blut auspressten. Nicht umsonst war Ludwig II("Der Kini")für die letzten Hungersnöte auf bayerischem, auf mitteleuropäischem Boden verantwortlich.
Wo es um's Überleben ging nahm man halt seine eigene Dummheit in Kauf. Da gab es ganz andere Gelehrte, die der Wahrheit zugunsten der Kirche abschworen, um der Folter oder dem Scheiterhaufen zu entgehen.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

06.04.2015 10:51
#19 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Nein Snooker, dieser Apodiktik Deinerseits kann man nicht folgen. Es ist von mir nie in Abrede gestellt worden, dass es ernsthaft gläubige Menschen gibt.

Wie jeder nachlesen kann, ging es mir nicht um dein Verhältnis zu Gläubigen, sondern um deine Haltung zum Glauben ansich. Ich weis, dass du imstande bist, Beiträge genau zu lesen. Warum tust du es hier nicht? Wenn ich überdies keinen Widerspruch bezüglich meiner Aussagen dulden würde, würde ich mich hier doch wohl kaum an Diskussionen beteiligen. @ #Apodiktik. Ich dulde sehr wohl, dass mir hier jeden Tag widersprochen wird, und kann mit den Meinungen anderer gut leben.


Zitat von gapping
Der Sinn den es zu ergründen gilt ist doch, weshalb die Menschen von der Koopertion(die ihm angeboren ist) zur Konkurrenz wechselte und in einem anderen einen Feind sehen konnte. Das kann nur mit der Bildung von Eigentum zusammenhängen. Ich behaupte der Glaube kam nach der ersten Bildung von Eigentum. Ja der Glaube ist die Grundlage dafür, dass Eigentum vor anderen behauptet, rechtfertigt werden kann.

Wie lautet dein Lösungsansatz: Kein Eigentum mehr für niemanden? Wie kann das deiner Meinung nach organisiert werden? Darf es Organisation dann überhaupt noch geben? Hast du selbst noch Eigentum, das vor anderen rechtfertigt und behauptet werden kann? Wie steht es mit immateriellem Eigentum? Das heißt Eigenschaften, Ideologien, Werte, Ideen?

Zitat von gapping
Dass es viele Menschen mit dem Glauben dennoch aufrichtig meinen, bedeutet ja nicht, dass der Glaube auch richtig ist.

Das stimmt. Glaube muss hinsichtlich seiner Aufrichtigkeit und Wahrhaftigkeit immer überprüfbar bleiben. „Prüft alles, das Gute behaltet“ (1. Thess. 5:21, JB)

Zitat von gapping

Da Glaube in der Regel bedeutet sich zu unterwerfen oder anzupassen, bildet er einfach zu wenig die Wirklichkeit ab, um zur Lösung von Problemen beizutragen. Der Glaube verdrängt die eigentlichen Probleme und kaschiert sie zum Vorteil, von jenen die den Glauben instrumentalisieren.

Unterwerfung und Anpassung begegnet uns doch jeden Tag. Wir sind den Gesetzen der Physik unterworfen und müssen uns diesen anpassen. Auch den Gesetzen des Staates sind wir unterwürfig und anpassungsbereit. Die welche es nicht sind, müssen mit den Konsequenzen rechnen. Unterwerfung und Anpassung ist also nicht grundsätzlich negativ aufzufassen - auch hinsichtlich des Glaubens an Gott. So beschreibt die Bibel die Unterwerfung und Anpassung unter Gottes Grundsätze als vollkommenes Gesetz, das zur Freiheit gehört.

So ist also auch nicht der Glaube an sich verantwortlich für die von dir zurecht kritisierte erfahrbare Unterdrückung der Gläubigen durch Zwang; verantwortlich sind diejenigen, die den Glauben pervertieren und ihn zum Instrument von Macht-und Habgier machen.

Zitat von gapping
Da Glaube durch Zwang oktroyiert wurde und Du eine Nähe zum Glauben hast, muss doch folgerichtig Zwang für Dich ein zu rechtfertigendes Mittel sein; jedenfalls um Glaube zu rechtfertigen. So jedenfalls Deine Argumentation, die Du mit kompetenzfreiem Text zu untermauern suchst.

Wie für jeden ersichtlich, konntest du meine Argumentation bisher nicht begreifen. Was soll ich noch tun? Wie oft soll ich noch sagen, dass Glaube durch Zwang meiner Meinung nach wertlos ist, und darüberhinaus der Ursache des Glaubens vollends widerspricht?

Zitat von gapping
Zunächst geht der Hass, Snooker RI, in der Regel von einer Glaubensgemeinschaft gegenüber einer anderen Glaubensgemeinschaft aus. Das ist jedenfalls das, was wir in der Gegenwart erleben und auch nicht rhetorisch trickreich entkräftet werden kann. Von einer differenzierten Position Deinerseits kann also nicht ausgegangen werden, weil Du ja selbst schreibst, dass Du den Hass und Zwang nicht "verhindern" kannst.

Dass Glauben in seiner pervertierten Form zu Hass führt, ist offensichtlich. Diese Form der Gottergebenheit, welche sich aber hinsichtlich ihrer Kraft als Falsch erweist, ist unbedingt zu kritisieren. Möglicherweise schafft die Gesellschaft dann sogar einige Schritte zur Verhinderung von Hass; unter Umständen sogar außerhalb der Religionen.

Zitat von gapping
Menschen die3 denken können das. Vor allem zunächst bei sich selbst. Da muss man nicht mit dem schwachbrüstiger Geisteshaltung auf andere zeigen.
Entweder man nimmt Religion als das wahr was sie ist, nämlich ein verantwortungsloses Mittel zur Unterdrückung, oder man toleriert sie, ihre Verantwortungslosigkeit vor Mensch und Natur aufrecht zu erhalten.



Denkende Menschen können sogar Kritik an einer Überzeugung von Hass unterscheiden. Darüberhinaus gibt es für denkende Menschen nur in den wenigsten Ausnahmen schwarz/weiß Denken. Das gelingt natürlich nur, wenn man bereit ist, zu differenzieren. Man kann es natürlich auch so wie du sehen, und Religion an sich als ein verantwortungsloses Mittel zur Unterdrückung verurteilen. Das wäre aber wohl im Hinblick auf die Gesellschaft sehr verantwortungslos.

Zitat von gapping
Wo es Religionsfreiheit, mindestens im Ansatz gibt, gibt es auch diese Wahlfreiheit, die man sich, aus Vernunft nehmen darf. Das Angebot ohne Glauben leben zu können ist ja da, auch wenn es als der schwierige Weg erscheint, ist die Freiheit davon ein höheres Gut als das duale System aus Gott und Teufel.

Religionsfreiheit bedeutet auch, sich von unvernünftigen Formen des dualen Systems Gott und Teufel abgrenzen zu können, in der Hoffnung, von Vetretern des dualen Systems: gute Handlungen - schlechte Handlungen nicht mit der Unvernunft in eine Schublade gelegt zu werden.


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gapping Offline



Beiträge: 613

06.04.2015 12:01
#20 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Nun Snooker kennst Du meine Beziehungen zu Gläubigen ja nicht, insofern ist s anmaßend Deinerseits darüber zu spekulieren.

Auch meine Haltung zum Glauben ist Dir weitegehend unerschlossen, sonst würdest Du Dich nicht so äußern,wie es Deine Absichten sind.

Ob Du etwas Duldest oder nicht Duldest, ist so wichtig wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Willst Du also noch ein gebrochenes Weltbild zum Eigentum aufstellen. Der Lösungsansatz liegt doch in der Kooperation als beispiellos bestem Mittel menschlicher Beziehungen begründet.
Dazu gehören auch geistiges Eigentum, weil jeder der über ein Können entsprechende Achtung und Anerkennung verdient( siehe Axel Honneths Anerkennungsphilosophie).
Ideologien haben Werte und Unwerte. Bei Machiavelli sind sie Selbstzweck:(Zitat)" Der Fürst muss im Betrügen und Verstellen Meister sein: Die Menschen sind so einfältig und so den Bedürfnissen des Augenblicks ergeben, dass der Betrüger immer welche findet, die sich betrügen lassen."(Zitat Ende) Siehe Philosophie-Magazin Hohe Luft Ausgabe 1 mit dem Titel: Du sollst nicht lügen!
Die Frage ist, womit befassen sich die Ideologien wie z.B. Marx als Publizist einer "Ideologie der Befreiung", die hinlänglich durch die Sozialfaschisten Lenin, Stalin, Mao usw. denunziert, diskreditiert und diffamiert wurde, ohne dass sie inhaltlich verständen hätten, wessen sie sich bedienen.

Dass sich Menschen ihrer biologischen und physikalischen Eigenschaften bewusst sein müssen Snooker hat mit der Gesetzmäßigkeit in der Natur zu tun; allerdings mit den Gesetzlichkeiten der Unterwerfung zwischen Ständen und solchen, die sich dazu zählen wollen. Ein Beispiel: Kann einer was ist es gesetzmäßig, dass er das Können an diejenigen, die es noch nicht können weitergibt.

Gesetzlich ist es das Können für sich zu behalten, um es allein zu nutzen. So ist das BGB gestaltet, aber nicht die Natur, Snooker.

Deine "Argumentation" wie Du Dein zusammenhangloses Geschreibsel nennst ist keine Argumentation. Wieso sollte man daraus etwas begreifen, was schon im Ansatz nicht zu begreifen ist.
Falls Du mal Zeit hast Snooker RI, dann befasse Dich doch mal historisch mit der Entwicklung des Glaubens und worin seine Begründungen bestehen.

Als Fazit Deiner Einlassung sieht man Deine Absicht brachiale Wortwahl durch Inhalte zu ersetzen. Glaube erzeugt ja nicht nur Hass, sondern ist eine Fehlentwicklung, nach dem Verlassen der Kooperation. Glaube erzeugt Konkurrenz mit Andersgläubigen, weil ja im Prinzip Glaube für jeden etwas anderes sein kann.
Glaube ist aber auch die Ursache von Vielem Bösem, wie die Geschichte zeigt, die auch Du, in Deiner selbstgewählten "Duldungsposition" nicht abstreiten kannst. Konstatiert man, dass Glaube ein Hindernis für die Lösung von Problemen ist, weil er vieles untersagt, verbietet oder nicht toleriert, dann müsste Deine Schlussfolgerungen andere sein, als jene, wie Du sie bisher mir gegenüber gezogen hast.
Stellt sich die Frage ob Du nur schreibst um Recht zu haben, um des Rechthabens willen, oder ob Du Dich nicht besser daran gewöhnen solltest Inhaltliches in den Vordergrund zu stellen, anstatt den biederen Dulder zu spielen.

Hebt man den dualen Sinn der monotheistischen Religionen von Gott und Teufel auf, Snooker RI, worin sollen dann deren Inhalte abgeleitet werden. Da bestünde doch nur eine Hülle von Texten zu nicht mehr zuzuordnen wären. Das räumen ja selbst Religionswissenschaftler und Theologen der Konfessionen ein. Ergo geht es doch im Christentum nicht ohne die Leitmotive Teufel und Gott und Du willst hier sinnfreier und kompetenzfreier Weise darlegen, dass es dazu eine "Abgrenzung" gäbe. Wo lebst Du denn? Im Jupiter?

Gruß gapping

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

06.04.2015 15:52
#21 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Als Fazit Deiner Einlassung sieht man Deine Absicht brachiale Wortwahl durch Inhalte zu ersetzen. Glaube erzeugt ja nicht nur Hass, sondern ist eine Fehlentwicklung, nach dem Verlassen der Kooperation. Glaube erzeugt Konkurrenz mit Andersgläubigen, weil ja im Prinzip Glaube für jeden etwas anderes sein kann.
Glaube ist aber auch die Ursache von Vielem Bösem, wie die Geschichte zeigt, die auch Du, in Deiner selbstgewählten "Duldungsposition" nicht abstreiten kannst. Konstatiert man, dass Glaube ein Hindernis für die Lösung von Problemen ist, weil er vieles untersagt, verbietet oder nicht toleriert, dann müsste Deine Schlussfolgerungen andere sein, als jene, wie Du sie bisher mir gegenüber gezogen hast........................gapping.

Jegliche Ideologie erzeugt Konkurrenz mit Andersgläubigen, egal ob diese religiös oder weltlich ist.
Die größten Verbrechen des 20. Jhd. wurden nicht durch den Glauben verursacht, dass ist eine engstirnige Sichtweise.
Stalin, Mau und Pol Pot haben nicht aus religiösen Gründen morden lassen.
Jegliche Ideologie neigt zur Pervertierung, weil sie nicht halten kann, was sie verspricht.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.850

06.04.2015 17:37
#22 Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von Reisender
egliche Ideologie neigt zur Pervertierung, weil sie nicht halten kann, was sie verspricht.

Macht, die nicht der Volksmacht unterworfen ist, neigt zu pervertierter Gewaltausübung! Und darum sollten wir alle Philosophie ablehnen, die Faschistoides favorisiert, darum sollten will allen Religionsfaschismus als Erziehungsgrundlage für unsere Kinder scharf ablehnen!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.219

07.04.2015 09:57
#23 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Zitat von gapping
Nun Snooker kennst Du meine Beziehungen zu Gläubigen ja nicht, insofern ist s anmaßend Deinerseits darüber zu spekulieren.

Und nocheinmal: Ich habe in aller Deutlichkeit darauf verwiesen, dass es mir nicht um deine Beziehungen zu Gläubigen geht, noch darum, darüber zu spekulieren. Insofern ist anmaßend von dir, mir dererlei zu unterstellen

Zitat von gapping
Auch meine Haltung zum Glauben ist Dir weitegehend unerschlossen, sonst würdest Du Dich nicht so äußern,wie es Deine Absichten sind.

Wie würdest du denn dann den Inhalt deiner Beiträge beschreiben, auf die wir alle uns hier beziehen? Meine Absicht ist der offene, substanzielle Dialog zwischen Atheismus und Religionen anhand von unterschiedlichen Meinungen. Wenn ich den Eindruck bekomme, dass mir da jemand ein X für ein U vormachen will, frage ich schon mal etwas genauer nach.

Zitat von gapping
Ob Du etwas Duldest oder nicht Duldest, ist so wichtig wie wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Und doch war es dir so wichtig, dass du mir Apodiktik bescheinigen musstest, was heutzutage soviel bedeutet, wie "keinen Widerspruch/keine andere Meinung duldend" bedeutet. Wenn dir das so wichtig wie ein umgefallener Sack Reis in China ist, muss das in den Diskussionen mit dir natürlich berücksichtigt werden.

Zitat von gapping
Willst Du also noch ein gebrochenes Weltbild zum Eigentum aufstellen. Der Lösungsansatz liegt doch in der Kooperation als beispiellos bestem Mittel menschlicher Beziehungen begründet.
Dazu gehören auch geistiges Eigentum, weil jeder der über ein Können entsprechende Achtung und Anerkennung verdient( siehe Axel Honneths Anerkennungsphilosophie).



Ich will kein gebrochenes Weltbild zum Eigentum aufstellen. Wie kommst du darauf? Mir geht es um deine Meinung dazu: Du bezeichnest Kooperation als Lösungsansatz. Nun sagtest du, dass diese angeborene Kooperation durch die Bildung von Eigentum in das Konkurrenzdenken wechselte, was wiederum den Glauben begründet. Ich zitiere dich:

Zitat von gapping
Der Sinn den es zu ergründen gilt ist doch, weshalb die Menschen von der Koopertion(die ihm angeboren ist) zur Konkurrenz wechselte und in einem anderen einen Feind sehen konnte. Das kann nur mit der Bildung von Eigentum zusammenhängen. Ich behaupte der Glaube kam nach der ersten Bildung von Eigentum. Ja der Glaube ist die Grundlage dafür, dass Eigentum vor anderen behauptet, rechtfertigt werden kann.



Wenn die Bildung von Eigentum deiner Meinung nach für die Konkurrenz verantwortlich sei, welche es geschafft habe, die angeborene Eigenschaft der Kooperation zu unterbinden: Wie willst du jetzt sogar mithilfe geistigen Eigentums diese Kooperation wiederherstellen können?

Zitat
Ein Beispiel: Kann einer was ist es gesetzmäßig, dass er das Können an diejenigen, die es noch nicht können weitergibt.

Halt Stopp! Etwas zu können, heißt Eigentum (Fähigkeiten, Talent, Eigenschaften) zu besitzen. Eigentum ist aber deiner Meinung nach verantwortlich für Konkurrenz und Glauben. Und nun soll es auch noch gesetzmäßig sein, dass man das Eigentum bereitwillig weitergibt: Wo kämen wir denn da hin?

Offensichtlich widersprechen die Gesetzmäßigkeiten deiner Meinung gapping, wie du es hier treffend aufgezeigt hast.

Zitat von gapping
Deine "Argumentation" wie Du Dein zusammenhangloses Geschreibsel nennst ist keine Argumentation. Wieso sollte man daraus etwas begreifen, was schon im Ansatz nicht zu begreifen ist.

So? Na dann frage ich dich mal ganz konkret: Wie müsste ein Glaubender deiner Meinung nach "argumentieren",sodass du das, was er äußert, als "Argumentation" und nicht als "zusammenhangloses Geschreibsel" bezeichnen kannst, ohne dass der Glaubende genau deine Meinung annehmen muss?

Zitat von gapping
Falls Du mal Zeit hast Snooker RI, dann befasse Dich doch mal historisch mit der Entwicklung des Glaubens und worin seine Begründungen bestehen.

Was lässt dich darauf schließen, ich hätte mich nicht mit der historischen Entwicklung des Glaubens und worin seine Begründungen bestehen, beschäftigt? Weil ich nicht deiner Meinung bin? Weil ich immer noch zu den Glaubenden gehöre?

Zitat von gapping
Als Fazit Deiner Einlassung sieht man Deine Absicht brachiale Wortwahl durch Inhalte zu ersetzen. Glaube erzeugt ja nicht nur Hass, sondern ist eine Fehlentwicklung, nach dem Verlassen der Kooperation. Glaube erzeugt Konkurrenz mit Andersgläubigen, weil ja im Prinzip Glaube für jeden etwas anderes sein kann.

Ich bin ja aus deiner Sicht ein "Andersgläubiger". Dass du mir gegenüber in heftiger Konkurrenz stehst, zeigen ja deine Beiträge mit brachialer Wortwahl jedes Mal aufs Neue. Für dich ist Glaube tatsächlich etwas anderes, als für mich und ich werde mich vor deinem Hass schützen müssen.

Zitat von gapping
Glaube ist aber auch die Ursache von Vielem Bösem, wie die Geschichte zeigt, die auch Du, in Deiner selbstgewählten "Duldungsposition" nicht abstreiten kannst. Konstatiert man, dass Glaube ein Hindernis für die Lösung von Problemen ist, weil er vieles untersagt, verbietet oder nicht toleriert, dann müsste Deine Schlussfolgerungen andere sein, als jene, wie Du sie bisher mir gegenüber gezogen hast.

Konstatiert man, dass verschiedene Ausdrucksformen des Glaubens, welche politisch und wirtschaftlich konnotiert sind, als Ursache für das vielfältig Schlechte gelten, bekommt man einen klareren Blick auf das, was tatsächlich zu kritisieren ist.

Zitat von gapping
Stellt sich die Frage ob Du nur schreibst um Recht zu haben, um des Rechthabens willen, oder ob Du Dich nicht besser daran gewöhnen solltest Inhaltliches in den Vordergrund zu stellen, anstatt den biederen Dulder zu spielen.

Stellt sich die Frage, wann du anfangen möchtest, meine Beiträge verstehen zu wollen. Hier geht es für niemanden darum, Recht zu behalten oder zu bekommen. Hier geht es um den substanziellen Dialog anhand verschiedener Meinungen und Überzeugungen zum Thema Atheismus gegen Religionen.


Zitat von gapping
Hebt man den dualen Sinn der monotheistischen Religionen von Gott und Teufel auf, Snooker RI, worin sollen dann deren Inhalte abgeleitet werden. Da bestünde doch nur eine Hülle von Texten zu nicht mehr zuzuordnen wären. Das räumen ja selbst Religionswissenschaftler und Theologen der Konfessionen ein. Ergo geht es doch im Christentum nicht ohne die Leitmotive Teufel und Gott und Du willst hier sinnfreier und kompetenzfreier Weise darlegen, dass es dazu eine "Abgrenzung" gäbe. Wo lebst Du denn? Im Jupiter?

Ob es hilfreich ist, Menschen die anderer Meinung sind, auf unbewohnte Gasplaneten deportieren zu wollen, lasse ich mal als Frage im (Welt)-Raum stehen. Womöglich spricht daraus aber auch deine Angst vor den Konsequenzen der Meinungen anderer, die deiner Meinung widersprechen, sodass du ihnen gar nicht fern genug sein willst. Das duale System "Gut" und "Schlecht" mit samt der anhängigen Aggregate begegnet dir im Alltag sehr häufig. Du machst es ja selbst vor: "Glauben" = "Schlecht"; "Nichtglauben" = "Gut". Das ist der gapping´sche Dualismus.

Zum Glück für dich ist aber das, was ich schreibe, sowieso sinnfrei und kompetenzfrei. Sinn und Kompetenz sind schließlich dem Atheismus vorbehalten und ganz ausdrücklich der überaus freundlichen, diskussionsoffenen, heroischen Vetreterin des Atheismus - gapping - vorbehalten.


In Memory of Soul-Society

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Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

gapping Offline



Beiträge: 613

14.04.2015 00:19
#24 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Nun Reisender kann man es so ausdrücken. Es gibt zwar gravierende Unterschiede zwischen religiösen und weltlichen Ansichten, aber sie stehen doch in enger Verbindung miteinander vor allem wenn es um pekuniär orientierte Systeme oder Organisationen geht.
Philosophisch ist Deine Ansicht von vornherein falsch, weil es sich bei Religion im monotheistischen Sinne, um ein jeweils abgeschlossenes System geht in der die letzte Wahrheit, die Allmacht bereits gegeben sein soll.
Das ist im weltlichen System nicht der Fall, weil man mit dem Argument weiterführende gute oder schlechte Wege weiter gehen kann.
Ob nun jede Ideologie missbraucht werden kann, was sicher möglich ist, ohne dass Du nachweisen kannst, dass der Missbrauch von weltlichen Ideologien so zwangsläufig ist, wie es bei den Religiösen längst nachgewiesen ist.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

14.04.2015 00:23
#25 RE: Gott ein Weltbild oder der Verlust des Selbsbewusstseins? Antworten

Ein Glück Gysi, dass es auch Philosophie gibt die frei von religiösem Unsinn ist. Bedauerlich ist, dass zwangsweise Kindern von Geburt eine Religionszugehörigkeit zuteil wird.
Das ist auch zum Nachteil jener Philosophie, die frei von faschistischer Ideologie ist. Jedoch pauschal zu meinen, dass Ideologie zwangsläufig negativ besetzt ist, wie Reisender das intendiert, ist falsch. Das kann man an verschiedener Praxis widerlegen, wie z.B. die Ideen von Leopold Kohr, oder dem Gedankengut von Noam Chomsky.

Gruß gapping

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