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Dieses Thema hat 40 Antworten
und wurde 1.515 mal aufgerufen
 Hinduismus, Buddhismus und Taoismus
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gapping Offline



Beiträge: 613

19.03.2015 13:35
Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Wiedergeborene sollen schon einmal gelebt haben. Gleich welches Lebewesen sie waren, die Wiedergeborenen können sich nicht daran erinnern als was sie früher geboren waren. Sie können deshalb auch nicht aus den Erfahrungen schöpfen, die aus ihrer angeblichen Vorexistenz gemacht wurden. Was hat also die angebliche Wiedergeburt für einen Sinn, wenn man doch nur das gegenwärtige Leben reflektieren kann?
Jesus konnte zu seiner Himmelfahrt auch nichts sagen, gilt aber als wieder Geborener/oder vom Tode auferstandener Dritter Teil Gottes.
Die Menschen trinken symbolisch sein Blut, essen von seinem Fleisch und doch bleibt er unbeschadet.
Der Prophet Mohammed ist auch zum Himmel, zu Allah aufgefahren, sogar mit Pferd, wo er weiter lebt. Kann uns aber aus seiner jetzigen Existenz ebensowenig mitteilen wie Jesus.
Viele sagen die innere Stimme die Menschen hören, das seien die im Himmel wohnenden die zum gemäßen Leben gemahnen. Auf dem Subkontinent Indien ist Wiedergeburt Alltag. Die Frage, ob ein Mensch nach dem Tod als Mensch wieder geboren wird oder als Insekt, oder gar als Schwein ist trotzdem nicht einfach zu beantworten. Und wenn Insekten sterben, können sie dann als Mensch wiedergeboren werden und sich an dem Mit der "Fliegenklatsche oder dem Insektenspray rächen?
Vermutlich wissen auch sie nichts von ihrer Vorexistenz und was hätte sie dann für einen Sinn?
Das was wir wissen können ist beispielsweise der Zustand bevor ein Mensch gezeugt wird. Da gibt es ihn nicht, oder doch?
Der Zustand des Todes ist der Zustand wie noch nicht gezeugt zu sein, oder ist der Tod nur der Weg in die neue Existenz über die wir nichts wissen? Nirwana ist sinnlos. Weil es Nichts nicht gibt, muss die Existenz des Nichts eine Vermutung bleiben. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass ein(e) Heilige(r)heute zum Himmel auffährt, dies ganz zeitgemäß mit einem Daimler tut. Der Ausweg ist die Esoterik. Inhalte die nicht belegt und nicht widerlegt werden können. Da ist man dann wieder bei den monotheistischen Religionen die keinen Nachweis für die Existenz von Gott bringen können, aber irrig unentwegt daran glauben.
Das ist wie das dramatische Bild einer Menschenmasse, die in Indien zu Getreidesilos wanderten, obwohl diese längst leer waren. Für solches Sinnen gibt es Begriffe in der Psychopathologie. Sie können den Halt der durch Nichtwissen, dafür aber durch Glaube entsteht, weitgehend erklären.
Typisch für eine sinnlose Position innerhalb des Spektrums menschlicher Gedankenwelten ist diejenige von Mohammed ibn Mohammed Gazali der die Prinzipien von Ursache und Wirkung bestritt und die Allgemeingültigkeit von Kausalitätsgesetzen erbittert bestritt. Die Feindschaft zur Philosophie ist leicht. Den Weg zur universellen Erkenntnis zu begehen dagegen sehr schwer. Der letzte Universalphilosoph Europas erwähnte mal den Satz:"Religion ist Opium für das Volk". Ganz gleich in welchem Gewand sie daher kommt. Religion delegiert die Verantwortung an außerirdische oder nicht greifbare Stellen, Orte, Personen. Mehr nicht.

Gruß gapping

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

19.03.2015 14:49
#2 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von gapping im Beitrag #1
Wiedergeborene sollen schon einmal gelebt haben. Gleich welches Lebewesen sie waren, die Wiedergeborenen können sich nicht daran erinnern als was sie früher geboren waren. Sie können deshalb auch nicht aus den Erfahrungen schöpfen, die aus ihrer angeblichen Vorexistenz gemacht wurden. Was hat also die angebliche Wiedergeburt für einen Sinn, wenn man doch nur das gegenwärtige Leben reflektieren kann?
Jesus konnte zu seiner Himmelfahrt auch nichts sagen, gilt aber als wieder Geborener/oder vom Tode auferstandener Dritter Teil Gottes.
Die Menschen trinken symbolisch sein Blut, essen von seinem Fleisch und doch bleibt er unbeschadet.
Der Prophet Mohammed ist auch zum Himmel, zu Allah aufgefahren, sogar mit Pferd, wo er weiter lebt. Kann uns aber aus seiner jetzigen Existenz ebensowenig mitteilen wie Jesus.
Viele sagen die innere Stimme die Menschen hören, das seien die im Himmel wohnenden die zum gemäßen Leben gemahnen. Auf dem Subkontinent Indien ist Wiedergeburt Alltag. Die Frage, ob ein Mensch nach dem Tod als Mensch wieder geboren wird oder als Insekt, oder gar als Schwein ist trotzdem nicht einfach zu beantworten. Und wenn Insekten sterben, können sie dann als Mensch wiedergeboren werden und sich an dem Mit der "Fliegenklatsche oder dem Insektenspray rächen?
Vermutlich wissen auch sie nichts von ihrer Vorexistenz und was hätte sie dann für einen Sinn?
Das was wir wissen können ist beispielsweise der Zustand bevor ein Mensch gezeugt wird. Da gibt es ihn nicht, oder doch?
Der Zustand des Todes ist der Zustand wie noch nicht gezeugt zu sein, oder ist der Tod nur der Weg in die neue Existenz über die wir nichts wissen? Nirwana ist sinnlos. Weil es Nichts nicht gibt, muss die Existenz des Nichts eine Vermutung bleiben. Dennoch ist es nicht ausgeschlossen, dass ein(e) Heilige(r)heute zum Himmel auffährt, dies ganz zeitgemäß mit einem Daimler tut. Der Ausweg ist die Esoterik. Inhalte die nicht belegt und nicht widerlegt werden können. Da ist man dann wieder bei den monotheistischen Religionen die keinen Nachweis für die Existenz von Gott bringen können, aber irrig unentwegt daran glauben.
Das ist wie das dramatische Bild einer Menschenmasse, die in Indien zu Getreidesilos wanderten, obwohl diese längst leer waren. Für solches Sinnen gibt es Begriffe in der Psychopathologie. Sie können den Halt der durch Nichtwissen, dafür aber durch Glaube entsteht, weitgehend erklären.
Typisch für eine sinnlose Position innerhalb des Spektrums menschlicher Gedankenwelten ist diejenige von Mohammed ibn Mohammed Gazali der die Prinzipien von Ursache und Wirkung bestritt und die Allgemeingültigkeit von Kausalitätsgesetzen erbittert bestritt. Die Feindschaft zur Philosophie ist leicht. Den Weg zur universellen Erkenntnis zu begehen dagegen sehr schwer. Der letzte Universalphilosoph Europas erwähnte mal den Satz:"Religion ist Opium für das Volk". Ganz gleich in welchem Gewand sie daher kommt. Religion delegiert die Verantwortung an außerirdische oder nicht greifbare Stellen, Orte, Personen. Mehr nicht.

Gruß gapping


Solche religiösen Geschichten aus einem materialistischen Weltbild heraus zu betrachten führt zwangsläufig zu den Sichtweisen,
die Du hier korrekt vorstellst. Nun ist das materialistische Weltbild aber auch nur ein menschengemachtes Bild von der Welt,
nicht mehr und nicht weniger. Ein Bild für die Welt zu halten, ist aber das gleiche, wie den Finger, der auf den Mond zeigt,
für den Mond zu halten, wie man im ZEN sagt.
Als Agnostiker ziehe ich es vor, anzuerkennen, dass ich einfach nichts weiß über Urgründe und den Sinn unseres Seins.

gapping Offline



Beiträge: 613

21.03.2015 13:57
#3 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Nun wenn man so gar nichts weiß, oder nix wissen will, dann ist das doch ein bisschen zu wenig für eine Diskussion und vor allem, weil man ja nicht nur Geist sein kann(wenn man will), aber auch Körper, Materie ist. Dass beides, Geist und Körper zusammengehören, ja untrennbar miteinander verbunden sind, kann man aus heutiger Sicht nicht bestreiten. Ob sich nun zukünftig ergeben könnte , dass Nichtwissen, oder Nichtwissen wollen einen Vorteil haben könnte ist fraglich.
Die einen sterben obwohl sie wissen, die anderen sterben auch wenn sie nichts wissen. Bei einer etwaigen Wiedergeburt, die man so behaupten kann wie die Jungfrauengeburt, oder gar die Existenz Gottes ist die Chance sehr gering Teil eines System wie das jetzige zu sein. Der dialektische Materialismus stellt die Sinnfrage nicht von dort her was man glauben kann, und lässt sich von nichts fassbarem kaum beeindrucken. Dem Gläubigen ist das materielle einfach zu schwer, zu belastend, um es als wesentlichen Teil der eigenen Existenz anzuerkennen. So geht der Glaube bis zur Selbstverleugnung. Wissen kann man nicht leugnen. Ex sei denn aus Blödsinn.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

21.03.2015 14:12
#4 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von gapping
Dem Gläubigen ist das materielle einfach zu schwer, zu belastend, um es als wesentlichen Teil der eigenen Existenz anzuerkennen.

Wäre dem Gläubigen schon das materielle einfach zu schwer - zu belastend - wäre er doch kaum bemüht das Materielle im Kontext des Immateriellen als Teil seines Seins, seiner Existenz anzuerkennen. Wozu machen sich Gläubige deiner Meinung nach aber diese Mühe?


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Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

21.03.2015 14:50
#5 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von gapping im Beitrag #3
Nun wenn man so gar nichts weiß, oder nix wissen will, dann ist das doch ein bisschen zu wenig für eine Diskussion und vor allem, weil man ja nicht nur Geist sein kann(wenn man will), aber auch Körper, Materie ist. Dass beides, Geist und Körper zusammengehören, ja untrennbar miteinander verbunden sind, kann man aus heutiger Sicht nicht bestreiten. Ob sich nun zukünftig ergeben könnte , dass Nichtwissen, oder Nichtwissen wollen einen Vorteil haben könnte ist fraglich.
Die einen sterben obwohl sie wissen, die anderen sterben auch wenn sie nichts wissen. Bei einer etwaigen Wiedergeburt, die man so behaupten kann wie die Jungfrauengeburt, oder gar die Existenz Gottes ist die Chance sehr gering Teil eines System wie das jetzige zu sein. Der dialektische Materialismus stellt die Sinnfrage nicht von dort her was man glauben kann, und lässt sich von nichts fassbarem kaum beeindrucken. Dem Gläubigen ist das materielle einfach zu schwer, zu belastend, um es als wesentlichen Teil der eigenen Existenz anzuerkennen. So geht der Glaube bis zur Selbstverleugnung. Wissen kann man nicht leugnen. Ex sei denn aus Blödsinn.

Gruß gapping


Nun gapping, es ist ja nicht so, dass ich garnix weiß.
Ich weiß wie man Spiegeleier brät und seine Sandalen schnürt,
damit komme ich ganz gut durch die Welt.
Und was die Weltbilder betrifft, so hat zum Beispiel der große Max Planck ein anderes
als der gapping. Ich müßte also entweder Dir glauben oder dem Max.
Da ich von Glauben aber nicht viel halte, ziehe ich es vor, gar nichts zu glauben.
Zu glauben aber, dass der Dialektische Materialismus auf Wissen beruht, ist mit Verlaub,
etwas albern.

gapping Offline



Beiträge: 613

25.03.2015 21:20
#6 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Die Bilder die Menschen entwerfen können nur menschengemacht sein Reisender. ES kommt doch darauf an ob sie nach aller Vernunft und Gesetzmäßigkeit stimmen können oder nicht.
Die Wiedergeburt kann nicht stimmen, weil noch niemand etwas wiedergeborenes, außer vielleicht Charlie Hebdo gesehen hat. Die Angst vor dem Tod bei den Christen ist sprichwörtlich, obwohl ihm das Paradies versprochen ist. Die Muslime haben schon weniger Angst, weil 72 Jungfrauen ein verlockenderes Angebot sind und viele so arm, dassihnen der Tod wie eine Erlösung erscheint. Das gilt auch für die Sittenlehren Asiens, denen keiner die Hoffnung auf die Wiedergeburt nehmen will, weil das irdische Dasein oft genug zu schlecht ist.
Ausgerechnet das Land, in dem die fanatischen Religionen regieren, wie in Indien, ist eines der Ärmsten. Ausgerechnet das Land, das von den westlichen Medien gebetsmühlenartig als größte Demokratie genannt wird, hat ein Kastensystem das jeder Demokratie Hohn spricht. Alles soll davon ablenken, dass die wirklichen Herrscher Indiens Maharadschas und Maharani sind, die sich eine demokratische Fassade gönnen die ihnen ungebrochen ihre Privilegien erhält. Religion sichert das ab. Einzig die Lehren der chinesischen Sittenlehren besitzen eine Substanz die mit Wirklichkeit zu tun hat(Siehe Recherche Dominic Sachsenmeier).
Das Insekt und der Mensch bilden eine unauflösliche Gemeinschaft, deren jeweiliges Ende auch den Untergang des anderen bedeutet. Dass sie darüber hinaus aus Materie und Geist bestehen geht über den Ansatz von nur Vermutung hinaus. Da Wiedergeburt in dem Sinne wie sie im Raum des indischen Subkontinents gelehrt werden nicht möglich ist, ist die Diskussion darüber fast unmöglich. Es geht nicht einmal im sozialen Sinne um etwas, was dem Menschen hilfreich sein kann, wie etwa die christliche Soziallehre oder die jüdischen Hilfsgemeinschaften.
Die soziale Frage wird nicht gestellt. Die Frage des Systems auch nicht. Die Konfrontation mit dem weltlichen System ist quasi permanent. Der Guru verdient und der Sanyassin sorgt dafür dass der Guru verdient, ohne aber Anssprüche wie etwa Rente oder Krankengeld etc. zu erwerben.
Mit Abtrünnigen gehen Sittenlehren oft strenger um als die monotheistischen Lehren. Der heutige Dalai Lhama, der weltweit bei Politikern Ehre genießt oder empfängt, hat eigenhändig, als er 21 Jahre alt wart, Abtrünnigen, mit seinem Vater, die Augen ausgestochen. Heute spricht kein Mensch mehr darüber: Hauptsache diese Sittenlehre hat eine Bindungsfähigkeit. Wer nicht im monotheistischen Sinne religiös ist, muss in einem anderen Sinne religiös gebunden sein, damit er nicht auf die Idee kommt Systemfragen zu stellen, oder Fragen nach dem Verbleib des Geldes. Darin sind sich religiöse und die meisten politischen Führer einig.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

25.03.2015 21:27
#7 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Nun Reisender, den Verlaub kannst Du Dir sparen: Dialektischer Materialismus wird ja angewandt. Mir musst Du nicht glauben, ich bin ja kein Prediger Reisender, sondern den Fakten, denen man sich besonders als Nichtglaubender widmen sollte. Was hätte sonst der Nichtglaube für einen Sinn? Max Planck als Idol ist an sich nicht schlecht Reisender, doch ich habe Dich nicht vor diese Wahl gestellt. Diese Wahl stellst Dur nur auf um eine ironische Position zu rechtfertigen, oder so zu tun als hättest Du Inhaltliches damit widerlegt, was nicht erkennbar ist. Einen Namen aufzurufen wie Max Planck um den für sich wie einen Zeugen zu verwerten, soll heißen, dass ich nach der Lektüre von Max Planck das Weltbild des Reisenden erkennen würde. Eine absurde Denkmasche die nicht verfängt.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

25.03.2015 21:32
#8 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Die Gläubigen machen sich die Mühe weil ihnen etwas versprochen oder verheißen ist, SnookerRI. Diese Versprechungen und Verheißungen sind ihnen indoktriniert oder oktroyiert worden.
Das Innewohnen der hemmungslosen Gewalt mit der Zwangschristianisierung oder Zwangsislamisierung vollzogen wurde wirkt nach. Die Macht der Destruktivität, mit der die Hälfte der Bevölkerung Europas während des 30-jährigen Krieges ausgerottet wurde(ohne das die Religionen je zur Rechenschaft gezogen wurden)macht noch genügend willfährig und folgsam.

Gruß gapping

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

25.03.2015 22:20
#9 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von gapping
Die Gläubigen machen sich die Mühe weil ihnen etwas versprochen oder verheißen ist, SnookerRI. Diese Versprechungen und Verheißungen sind ihnen indoktriniert oder oktroyiert worden.
Das Innewohnen der hemmungslosen Gewalt mit der Zwangschristianisierung oder Zwangsislamisierung vollzogen wurde wirkt nach. Die Macht der Destruktivität, mit der die Hälfte der Bevölkerung Europas während des 30-jährigen Krieges ausgerottet wurde(ohne das die Religionen je zur Rechenschaft gezogen wurden)macht noch genügend willfährig und folgsam.



Das ist keine Antwort auf meine Frage, gapping. Ich nahm Bezug auf deine Aussage:

Zitat von gapping
Dem Gläubigen ist das materielle einfach zu schwer, zu belastend, um es als wesentlichen Teil der eigenen Existenz anzuerkennen.



Ich merkte an, dass Gläubige sehr wohl bemüht sind, das Materielle im Kontext des Immateriellen als Teil ihres Seins, ihrer Existenz anzuerkennen. Wozu diese Mühe, wenn ihnen das Materielle zu belastend wäre?


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gapping Offline



Beiträge: 613

06.04.2015 12:12
#10 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Dem Gläubigen wird doch nicht von mir, Snooker RI, sondern von den Religionen gepredigt die materiellen Dinge hinter die des Glaubens anzustellen.
Hier verdrehst Du mal wieder die Gedankenwelt des Glaubens, als würde ich Autor von der materiellen Belastung der Gläubigen sein. Das sind die Religion schon selbst.
In dem "geflügelten"Wort, das als eine Aufforderung zu erkennen ist, (Zitat)"Gebt Gott was Gottes ist und dem Kaiser was des Kaisers"(Zitat Ende) ist doch die Rangordnung des Gläubigen(wie nach Machiavelli siehe Christentum-Thread) vorhanden und von welchen Beweggründen sich der Gläubige leiten lassen soll.

Du gehst davon aus, dass Du etwas erkennst Snooker RI, das will ich Dir gerne konzidieren. Aber ob Du etwas weißt, vor allem, dass Deinem Erkennen eine Erkenntnis zugrunde liegt, wage ich zu bezweifeln, wo Du eine Antwort schon nicht mehr als eine solche erkennen willst, oder es nicht kannst. Dir fehlt einfach der historische Kontext.
Ohne ihn kommst Du nicht mit dem Christentum, nicht mit dem Islam und auch nicht mit den Sittenlehren Asiens, ob buddhistischer laoistischer oder konfuzianistischer Herkunft.

Gruß gapping

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

06.04.2015 17:19
#11 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von gapping
Die Gläubigen machen sich die Mühe weil ihnen etwas versprochen oder verheißen ist, SnookerRI. Diese Versprechungen und Verheißungen sind ihnen indoktriniert oder oktroyiert worden.
Das Innewohnen der hemmungslosen Gewalt mit der Zwangschristianisierung oder Zwangsislamisierung vollzogen wurde wirkt nach. Die Macht der Destruktivität, mit der die Hälfte der Bevölkerung Europas während des 30-jährigen Krieges ausgerottet wurde(ohne das die Religionen je zur Rechenschaft gezogen wurden)macht noch genügend willfährig und folgsam.
.............................
Nicht zu vergessen die Zwangskollektivierung, die in der SU hunderttausende Opfer forderte,
aber das passt wohl nicht ganz hierher, tsssss,tsssss.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

07.04.2015 08:34
#12 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von gapping
Dem Gläubigen wird doch nicht von mir, Snooker RI, sondern von den Religionen gepredigt die materiellen Dinge hinter die des Glaubens anzustellen.
Hier verdrehst Du mal wieder die Gedankenwelt des Glaubens, als würde ich Autor von der materiellen Belastung der Gläubigen sein. Das sind die Religion schon selbst.

Dass materielle Dinge hinter die geistigen gestellt werden, bedeutet doch nicht, dass dem Gläubigen materielle Dinge zu schwer und zu belastend sind. Gleichermaßen könnten Gläubige den Atheisten vorwerfen, die materiellen Dinge in ihrer Ablehung aller geistigen Dinge völlig überzubewerten. Beide Haltungen führen doch zu nichts, gapping.

Zitat von gapping
In dem "geflügelten"Wort, das als eine Aufforderung zu erkennen ist, (Zitat)"Gebt Gott was Gottes ist und dem Kaiser was des Kaisers"(Zitat Ende) ist doch die Rangordnung des Gläubigen(wie nach Machiavelli siehe Christentum-Thread) vorhanden und von welchen Beweggründen sich der Gläubige leiten lassen soll.

Und genau dieses Beispiel zeigt doch, dass den Gläubigen das Materielle nicht zu schwer und zu belastend ist, sondern im Kontext ihres Bewusstseins den dafür vorgesehenen Platz einnimmt.

Zitat von gapping
Du gehst davon aus, dass Du etwas erkennst Snooker RI, das will ich Dir gerne konzidieren. Aber ob Du etwas weißt, vor allem, dass Deinem Erkennen eine Erkenntnis zugrunde liegt, wage ich zu bezweifeln, wo Du eine Antwort schon nicht mehr als eine solche erkennen willst, oder es nicht kannst. Dir fehlt einfach der historische Kontext.
Ohne ihn kommst Du nicht mit dem Christentum, nicht mit dem Islam und auch nicht mit den Sittenlehren Asiens, ob buddhistischer laoistischer oder konfuzianistischer Herkunft.



Wie kommst du zu dem Schluss, mir fehle der historische Kontext? Fehlt er mir, weil ich deine Meinung nicht adaptiere? Haben nur Menschen den historischen Kontext, die deiner Meinung zustimmen? Wie hinterfragst du deine Interpretation des historischen Kontextes?
Wie kommt es, dass du meinst, ich würde meine Antwort nicht mehr als solche erkennen wollen, was mich davon abhielte, zu wissen, dass meinem Erkennen eine Erkenntnis zugrunde liegt? Ich habe lediglich noch mal nachgefragt, weil es mir um einen bestimmten Punkt in deiner Aussage ging.


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

07.04.2015 14:55
#13 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

gapping,

Nun Reisender, den Verlaub kannst Du Dir sparen: Dialektischer Materialismus wird ja angewandt.

........................................

Das Sein bestimmt das Bewusstsein, nicht war?
Eines der drei Standbeine des Dial. Mat.
Sein und Bewusstsein stehen aber in einer hochkomplexen Wechselwirkung,
die wir nicht mal ansatzweise verstehen.
Darüber hinaus ist diese Aussage nicht nur nicht richtig, sie hat nicht mal als falsche Aussage Bedeutung.
Nur im geringen Maße bestimmt das Bewußtsein das Handeln der Menschen.
Nicht die mentale sondern die emmotionale unbewusste Ebene mit ihren fundamentalen Trieben
bestimmen die Handlungen der großen Masse.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.199

07.04.2015 15:11
#14  Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von Reisender
Das Sein bestimmt das Bewusstsein, nicht war?

Dochdoch, der Satz stimmt schon. Und wenn "Sein und Bewusstsein (...) aber in einer hochkomplexen Wechselwirkung (stehen), die wir nicht mal ansatzweise verstehen", wieso verstehst du dann, dass "diese Aussage (...) nicht richtig" ist?
Der Satz kommt aus deinem tiefgehassten Marxismus, und darum kann er nicht richtig sein...

Nach Freud (den Marx noch nicht kennen konnte) können wir den Satz zu dem Satz: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein und das Unterbewusstsein!" ergänzen. Nicht als eindimensionale Prägungsbahn, sondern in gegenseitiger Wechselwirkung. Das macht den Satz immer noch nicht falsch. Denn das Sein selber ist ein Ergebnis dieser Wechselwirkung.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

08.04.2015 14:50
#15 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #14

Zitat von Reisender
Das Sein bestimmt das Bewusstsein, nicht war?
Dochdoch, der Satz stimmt schon. Und wenn "Sein und Bewusstsein (...) aber in einer hochkomplexen Wechselwirkung (stehen), die wir nicht mal ansatzweise verstehen", wieso verstehst du dann, dass "diese Aussage (...) nicht richtig" ist?
Der Satz kommt aus deinem tiefgehassten Marxismus, und darum kann er nicht richtig sein...

Nach Freud (den Marx noch nicht kennen konnte) können wir den Satz zu dem Satz: "Das Sein bestimmt das Bewusstsein und das Unterbewusstsein!" ergänzen. Nicht als eindimensionale Prägungsbahn, sondern in gegenseitiger Wechselwirkung. Das macht den Satz immer noch nicht falsch. Denn das Sein selber ist ein Ergebnis dieser Wechselwirkung.



Ach Gysi, ich habe doch gar nix gegen den alten Schlawiner.
Sein Kapital ist immer noch die gründlichste Analyse des Kapitalismus.
Dass er noch nicht ahnen konnte, dass dieses ökonomische Systhem einen ungeahnten
Produktivitätsfortschritt generiert hat und damit erst unsere Sozialsytheme ermöglicht
hat, konnte der Mann einfach noch nicht wissen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.199

08.04.2015 14:55
#16  Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von Reisender
dass dieses ökonomische Systhem einen ungeahnten
Produktivitätsfortschritt generiert hat und damit erst unsere Sozialsytheme ermöglicht
hat, konnte der Mann einfach noch nicht wissen.

Der konnte vieles nicht wissen, und er wusste auch Entscheidendes nicht. Das hat er aber mit eigentlich allen der Ökonomen aus dem 18. und 19. Jahrhundert gemein. Wir verlassen das Thema, glaube ich. "Das Sein bestimmt das Bewusstsein!"

Grenzerfahrung und Wiedergeburt. Das war doch das Thema.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

08.04.2015 15:46
#17 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #16
[quote="Reisender"]dass dieses ökonomische Systhem einen ungeahnten
Produktivitätsfortschritt generiert hat und damit erst unsere Sozialsytheme ermöglicht
hat, konnte der Mann einfach noch nicht wissen.
Der konnte vieles nicht wissen, und er wusste auch Entscheidendes nicht. Das hat er aber mit eigentlich allen der Ökonomen aus dem 18. und 19. Jahrhundert gemein. Wir verlassen das Thema, glaube ich. "Das Sein bestimmt das Bewusstsein!"

Grenzerfahrung und Wiedergeburt. Das war doch das Thema.[/quote]

Ja klar; Grenzerfahrung lässt sich wie alle Erfahrung nur in einem zeitl. kult. Kontext darstellen, da Sprache nun mal nur so funktioniert, und wird dadurch
vollkommen verfälscht, und über Wiedergeburt weiß ich leider nix, gestehe aber, dass ich gern
darüber etwas wüsste.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

13.04.2015 08:57
#18 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Hat jemand von euch schon mal Erfahrung mit Hypnose gemacht? Angeblich erinnern sich da Menschen an frühere Leben, wohinter ich jedoch Einbildung bzw. unbewusstes Verarbeiten von Informationen anderer Lebensbiographien vermute.

Ich vermute, dass Hypnose bei mir ohne zu Hilfenahme von Drogen nicht funktionieren würde. Entweder würde ich dabei ständig die Bemühungen des Hypnotiseurs analysieren oder ich schlafe einfach nur ein.

Reklov Online




Beiträge: 4.866

01.05.2015 12:06
#19 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat
Der letzte Universalphilosoph Europas erwähnte mal den Satz:"Religion ist Opium für das Volk". Ganz gleich in welchem Gewand sie daher kommt. Religion delegiert die Verantwortung an außerirdische oder nicht greifbare Stellen, Orte, Personen. Mehr nicht.

@gapping,

Dein Zitat stammt von Karl Marx. Dieser studierte Ökonom war aber mehr ein Wirtschaftsphilosoph! Keinesfalls sollte man ihn als letzten Universalphilosophen Europas bezeichnen wollen! (Meine ich.)
Speziell in der Bibel wird der Mensch zur Eigenverantwortung aufgefordert - und zwar von "höchster Stelle". Wie es andere Religionen mit der Eigenverantwortung halten, ist mir nicht so geläufig.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.199

01.05.2015 13:51
#20  Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Zitat von Reklov
Dieser studierte Ökonom war aber mehr ein Wirtschaftsphilosoph! Keinesfalls sollte man ihn als letzten Universalphilosophen Europas bezeichnen wollen! (Meine ich.)

Karl Marx schloss als Doktor der Philosophie ab. Seine ökonomischen Kenntnisse erwarb er autodidaktisch. Und nach dem Tod seiner Ehefrau Jenny schrieb er ein bemerkenswertes Buch zur Mathematik.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

01.05.2015 18:11
#21 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

In der DDR gab es guten Witz zu Marx.
"Nicht nur wir in der DDR sind die Erben von Karl Marx, sondern
auch die Bundesbürger.
Wir haben das Manifest geerbt und die das Kapital. Tsssss Tsssssss.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

03.05.2015 09:52
#22 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Meiner bescheidenen Meinung nach war Karl Marx ein Pionier zur Befreiung des Menschen. Damit meine ich nicht nur seine theoretischen Analysen zu Formen der Sklaverei in der zeitgenössischen Ökonomie, sondern auch seine Ausführungen zu Vertröstungen, Hinhaltung, Verzicht oder zur Fixierung des Menschen auf trügerische Hoffnungen im Jenseits.

Hier der Link zum Interview am Welttag der Philosophie:

Bedeutung einer Persönlichkeit

Er wollte nicht das Zwangskollektiv oder gar die Diktatur des Proletariats, da ist er wohl gründlich missverstanden worden!

Es scheint plausibel, dass er ein Vorkämpfer für die individuelle Freiheit (s. o.) des Menschen war.

gapping Offline



Beiträge: 613

08.05.2015 00:20
#23 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Doch Reisender das passt durchaus. Nur, dass das was sich in der DDR entwickelte oder in der UdSSR nichts mit der marxistischen "Ideologie der Befreiung" zu tun hatte. Denn frei waren die Menschen ja eher nicht.
Dass im Westen auch nur die Reichen frei waren, soll man nicht unter den Tisch fallen lassen.

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

08.05.2015 00:28
#24 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Ja Direktkontakt das ist richtig: Marx ist missverstanden worden.
Ganz und gar von Lenin und Trotzki, denn Marx sah ja den revolutionären Hintergrund beim "bewussten Proletarier" und nicht wie in Russland, das 1917 ja noch ein Agrarstaat war.
Lenin war nicht marxkundig, sondern ihm wurde das meiste von Vera Sassulitsch soufliert. Trotzki der intellektuell fähig war Marx zu verstehen hat sich in tschekistischen Aktionen verloren und so zum Wegbereiter von Dschugaschwilli geworden.

Die Ideologie der Befreiung spielte durchaus im Wirken Freuds eine Rolle. Nicht umsonst ist der Begründer der Psychoanalyse zu einem der größten Philosophen des 20. Jahrhunderts geworden. (Psychologie des Alltagslebens 1912 , Wege und Irrwege der Kinderentwicklung)

Gruß gapping

gapping Offline



Beiträge: 613

08.05.2015 00:29
#25 RE: Zwischen Grenzerfahrung und Wiedergeburt antworten

Ja das stimmt Gysi: Marx konnte rechnen.

Gruß gapping

Seiten 1 | 2
 Sprung  
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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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