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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2 Antworten
und wurde 378 mal aufgerufen
 Christentum
gapping Offline



Beiträge: 613

26.03.2015 13:17
Eine Frage des Ethos! Der Empathie? Antworten

Die evangelische Kirche der Protestantismus hat sich entschlossen seine Altlasten zu regeln. So ist die evangelische Kirche, weit ärmer als die katholische dazu übergegangen ihre Missbrauchsopfer zu entschädigen. Geistliche beider Religionen, die Amtsträgern gleich gesetzt waren und sind, haben diese "Ämter" vielfach missbraucht und Schutzbefohlene gequält, bis in tiefste Grausamkeiten hinein. Der sadistische Charakter, genau so wie der Heuchler sind in den Kirchen beheimatet, so auch die evangelische Kirche, die dem Reichssicherheitshauptamt in der NS-Zeit sich als erste judenfrei gemeldet hat. Nun gibt es im Jahre 2017 von den Käsmanns, die Hubers der wegen seines Vaters nazivorbelastet war Gaucks, den de Maiziere(wie der je Bundesminister werden konnte?), den Göring - Eckardts dieser Republik ein besonderes Datum zu feiern. Keiner wird daran zweifeln, dass dem Dr. Martin Luther recht deutlich Huldigung zuteil wird und dessen staatstragende Rolle hervorgehoben wird, die angeblich bis in unsere Tage wirkt.
Wer war Dr. Martin Luther? Er hat die "Heilige Schrift"(nach Karlheinz Deschner in "Die Kriminalgeschichte des Christentums falsch übersetzt, was sehr glaubwürdig ist)vom Lateinischen ins Deutsche übersetzt. Eine Leistung?!
Er hat sich gegen die Bauern gestellt, die den Fürsten nicht mehr ohne weiteres leibeigen sein wollten. Damit wurde er zur Gallionsfigur der Fürsten die keinen Tribut mehr nach Rom zahlen wollten.
Ansonsten hat Luther noch selber Feuer an Scheiterhaufen gelegt was ihn als Mörder deklassiert. Und er hat, als Wegbereiter des Nationalsozialismus die Ausrottung der Juden propagiert. Das alles sind die Gründe, weshalb die 500 Jahre Luther gefeiert werden, vor denen er die Thesen in Wittenberg an die Kirchenpforte genagelt hat, in denen sich manche Neuerung des Christendaseins befinden, wie z.B. dass Geistliche heiraten dürfen.
Der vollgefressene Fettwanst Luther, der in den letzten Lebensjahren 150 Kilo wog(in den Dokumentationen wird er rank und schlank dargestellt) war Gallionsfigur der Fürsten, die selber größtenteils aus dem kriminellen Raubritter-Milieu stammten, und nur Macht erlangten, weil ihnen die Skrupel abging, selber Menschen umzubringen, oder Söldner verdingten, damit sie Anteile von den arbeitenden eintreiben konnten, für die sie selbst keinen Finger rührten. Das waren die Fürsten. Staatstragend, und zu denen gesellte sich Luther.
Eigentlich wäre Thomas Müntzer der zu Ehrende gewesen, weil er nicht auf der Seite der Fürsten, sondern auf der Seite des Volkes stand. Da gibt es Parallelen. Da findet doch alljährlich die Feier des 20. Juni statt, zu dem der Graf Stauffenberg 1944 ein Attentat auf Hitler verübte. Doch allein Graf Stauffenberg hatte zwar Hitler umbringen wollen, auch um die Ehre des Adels zu retten, der doch Hitler in den Kanzlerstuhl verhalf, in Wahrheit aber Nationalsozialist bis zu seinem Tode geblieben war. Nach ihm, Stauffenberg sollten ja nur Personen ausgetauscht werden, nicht die Ideologie gewechselt werden. Und schadet das dem Grafen Stauffenberg. Nein, genau wie bei Luther feiert man einen Rassisten, einen Nazi und/oder einen Antisemiten ohne "rot" zu werden. Eingedenk dessen, dass Georg Elser der bessere Deutsche war, haben doch viele Verständnis, dass die Ehre dem "Judenausrotter Luther" und dem glühenden Nazi Stauffenberg zuteil wird. Kein Zweifel, die Spitzen der evangelischen Kirche werden sich wie immer in Huldigungen ergehen und den Luther auf den Schild heben und Stauffenberg wird weiter wegen der "Ehrenrettung" des Adels gefeiert und die Schulbücher werden diese Inhalte niemals weiter geben, obwohl sich gerade in den letzten 20 Jahre die Beweislage gegen Luther und Stauffenberg verdichtet hat. Das ist eine Schande!

Gruß gapping

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

26.03.2015 18:17
#2 RE: Eine Frage des Ethos! Der Empathie? Antworten

Luther ist zwar eine Gallionsfigur des Protestantentums, aber er war auch eine der "Schachfiguren" der norddeutschen Fürsten, die etwas mehr Unabhängigkeit vom Kaiser in Wien anstrebten und deswegen folgerichtig die Rückendeckung Gustav II. Adolf von Schweden und Christian IV. von Dänemark und Norwegen suchten. Der erbitterte Gegensatz der damaligen Konfessionen war nur ein Werkzeug neben anderen Aktivitäten, um damit die Lunte erfolgreich ans Pulverfass zu legen.

Die Adelshäuser waren international verflochten, mächtige Konstellationen tobten sich überwiegend auf dem Schlachtfeld Deutschland aus.
Auffallend pikant war die intelligente Real-Politik des katholischen Frankreichs, das sich vom deutschen katholischen Kaiser und besonders Spanien geographisch umklammert sah (der katholische König Heinrich IV. von Frankreich unterstützte daher militärisch die protestantische Union!).

Luther als Junker Jörg auf der Wartburg war der Schützling des Kurfürsten. Dort soll er der Legende nach Kontakt mit dem Teufel aufgenommen haben bzw. hat er den ihn belästigenden oder störenden Satan erfolgreich durch Werfen eines Tintenfasses vertrieben. Spuren der Tinte sehen dort auch heute noch verdächtig frisch aus.
Darüber hinaus wird überliefert, dass der Reformator an chronischen Verdauungsstörungen gelitten haben soll.

Sind dies nun wirklich wichtige Details aus der Biographie des Reformators?
War er für die Entwicklung Europas und der Welt wirklich so wichtig?
Hat er der nationalsozialistischen Judenhetze religiöse Legitimation verliehen und diese abgesegnet?

Die spanisch-katholischen Konquistatoren waren in der neuen Welt jedenfalls konsequenter und erfolgreicher als die Protestanten etwas später in Ostasien.

gapping Offline



Beiträge: 613

03.04.2015 00:26
#3 RE: Eine Frage des Ethos! Der Empathie? Antworten

Natürlich gibt es viel über Luther. Gerade jüngst sind einige biographische Werke entstanden. Man kann Luther nicht nur aus der Sicht von Karlheinz Deschner lesen, sondern gerade auch im Zusammenhang mit dem Antisemitismus, kann Luther als Person erkannt werden. Hier hat Gerhard Czermak in seinem Werk "Geschichte einer Verfolgung"(Reinbek 1997) einiges wesentliche zusammengetragen. Die Aussagen von Luther selbst, seine Tischreden, legen Zeugnis von seinem widerlichen Charakter ab, der sich darin ergießt, dass man der "..Vernunft die Augen ausstechen soll", oder dass "Vernunft wider Gott" sei etc.
Natürlich versuchen evangelische Kreise jene Tischreden in den Handel zu bringen, die von den antisemitische-hetzerischen Tönen zensiert sind.
Die Evangelen werden einen Weg finden Luther gegen jede geschichtliche Wirklichkeit zu huldigen. Der Mann der Fürsten, der er war, war gegen die Bürger, gegen die Bauern. Er hat lediglich innerkirchliche Probleme aufgegriffen und die Bibel vom lateinischen ins "Teutsche" auch noch falsch übersetzt; besonders wo es um wesentliche christliche Aussagen, wie Buße und Reue ging. Er war eine unwürdige Persönlichekeit und ist ein schlechtes Zeugnis für deutsche Geschichte. Kein Wunder , dass sich die Alt- und Neo-Nazis auf Luther berufen. Das haben sie mit der Käsmann, dem Gauck, der Merkel und all den anderen scheinheilig argumentierenden gemeinsam. Das Beispiel des Bischof Huber und dessen Vater ist ja bekannt.

Gruß gapping

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