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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

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Dieses Thema hat 8 Antworten
und wurde 891 mal aufgerufen
 Judentum
gapping Offline



Beiträge: 613

04.04.2015 12:54
Die Juden der Welt und Israel Antworten

Tatsächlich glauben die meisten Juden, wo immer sie leben, dass die Gefahr für Israel durch das Übereinkunft der atomarer Nutzung durch den Iran, größer geworden ist. Mehrere der an den Verhandlungen mit dem Iran Beteiligte weisen das weit von sich, ja sehen in den Äußerungen des israelischen Führers Netanyahu Absurdes, wenn nicht Schlimmeres.
Klar ist: Der Judenstaat(der in Wahrheit kein Judenstaat ist) ist psychisch von hause aus in einer schlechten Verfassung. Wie sollte das denn anders sein, wenn man in einer Umgebung voller Hass zu existieren versucht.
Es ist ja nicht nur die Umgebung des Staates Israel, die dessen Vernichtung propagiert, sondern auch in den sogenannten aufgeklärten Staaten gibt es eine größere Zahl von Antisemiten, die sich auf die Lehren des Christentums gründen. Das Christentums hat den größten Hass gegen die Juden geschürt. Schon die frühen Kirchenväter haben einen wahnhaften Antisemitismus gepflegt. Die Hethiter und Pharaonen versuchten die jüdischen Stämme auszulöschen. Die Griechen und Römer kolonisierten jene Region in der die Juden beheimatet waren und Juden mussten immer fliehen seit dem sie durch Halbmondzügler und Kreuzzügler verfolgt wurden.
Bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde das kleine Volk für alle Misshelligkeiten in vielen Gesellschaften verantwortlich gemacht, bis hin zur jüdischen Weltverschwörung an die Viele noch heute glauben. Dabei ist Israel gerade mal so groß wie Hessen und weltweit gibt es 16 Millionen Juden.
Glaubt wirklich jemand im Ernst, dass so ein Kleinstaat, mit 7 Millionen Einwohnern(davon 1 Million Palästinenser) und die übrigen 10 Millionen weltweit diejenigen sind die 7 Milliarden Menschen dominieren?
Wenn das so ist, dann muss man sich nicht wundern, dass die Israel zugewiesene Rolle kaum psychisch stabil sein kann. Ja, man kann ja nur auf Dauer ein kleines Volk zum Sündenbock machen. keiner käme auf die Idee starke Staaten wie die USA, Russland oder China dauerhaft, über 2000 Jahre als Sündenbock zu halten, wie man das mit den Juden, mit Israel macht. Aus diesem Blickwinkel ist die Reaktion des chauvinistisch ausgerichteten Netanyahu zu verstehen. Oder etwa nicht?

Gruß gapping

Chanoch Offline



Beiträge: 43

02.05.2015 21:31
#2 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Hallo Gapping,
es stimmt, auch die Christenheit hat viel Böses getan gegen das jüdische Volk. Dennoch sagt die Bibel das Gegenteil. Sie erklärt das Volk Israel, auch im neuen Testament, zu einem Volk, das der Herr wieder herstellen wird. Er wird seine Verheißungen an Abraham, Jakob und Isaak erfüllen. Er wird Jerusalem und das gelobte Land seinem Volk geben. Von Israel wird Gottes Segen ausgehen in die Nationen.
Bibeltreue Christen stehen hinter Israel.
Chanoch

gapping Offline



Beiträge: 613

07.05.2015 21:52
#3 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Hallo Chanoch,

nun kann man kaum leugnen, dass die Juden einen aktiven Beitrag unternommen haben, aus ihren Quellen und mit Hilfe der Kolonialmächte Britannien und Frankreich einen Staat in ihrer ursprünglichen Siedlungsgebieten(Palästina) zu errichten und somit bestimmten Eingebungen aus jüdisch-religiösen Texten gefolgt sind.
Das ändert ja nichts daran, dass die Mehrheit des kleinen Volkes der Juden nicht in Israel lebt und in Israel mehr als eine Million arabische Palästinenser beheimatet sind.
Ganz besonders kann man, auch wenn man Israel noch so häufig als Großmacht dämonisiert, das Staatsgebiet der Juden in Palästina
als eher klein bezeichnen, (das heutige Israel ist gerade mal so groß wie das deutsche Bundesland Hessen). In den letzten Wochen hatte ich die Gelegenheit die arabische Tagespresse, TV-Nachrichten und Rundfunksendungen zu lesen, zu hören und zu sehen und wundere mich darüber, wie man den kleinen Judenstaat als die Quelle der jüdischen Weltverschwörung postuliert und unterschlagen wird, dass dieses stigmatisierte Israel auf der Landkarte, wegen seiner geringen Größe kaum zu erkennen ist.
Die Spuren der Juden sind in Ägypten sichtbar, obwohl unter Gamal Abdel Nasr viele Juden Ägypten verlassen mussten. Auch dort haben die Juden die Idee einer Heimat im ursprünglichen Siedlungsgebiet immer aufrecht erhalten. Es war und ist also der Welt nicht unbekannt, dass die Juden immer eine Heimat haben wollten, wie alle anderen Völker auch.
Das Schicksal der Yessiden ist ganz ähnlich: wegen der Art ihres Glaubens sind sie auch Getriebene und Vertriebene, immer in Angst ihre völkischen Eigenschaften verlieren zu können, oder innerhalb des islamischen Kulturkreises vom religiösen Wahn der Muslime zerrieben zu werden.
Dass dies etwas mit einem Segen von irgendeinem Gott zu tun haben könnte, ist doch angesichts der Leidensgeschichte der Juden stark zu bezweifeln. Schließlich hat Jahwe mehr Verbrechen an Juden zugelassen, als er anderen Völkern zuteil werden ließ. Deshalb ist Deine Ansicht mit Gottvertrauen in die Diskussion einzusteigen ein dürrer Ast, auf dem kein Vogel nisten kann. Ein lebloses Statement, das auf Irrglauben beruht.

Gruß gapping

Chanoch Offline



Beiträge: 43

11.05.2015 08:12
#4 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Hallo Gapping,
vielleicht interessiert Dich, was die Bibel dazu sagt, wem das Land Israel aus seiner Sicht gehört und z.B. was Gottes Plan für das Westjordantal bestimmt.
Da siehst Du auch gleich, wie bibeltreue Christen das sehen.
http://www.bing.com/videos/search?q=Roge...1ACA3368A7F726E
Chanoch

gapping Offline



Beiträge: 613

11.05.2015 13:47
#5 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Ich kenne die BIBEl-Texte. Sie aber nicht für die Heimatsuche der Juden, insbesondere nicht für das heutige Staatsgebiet Israels relevant.
Alle wissen, auch die Araber(Palästinenser) dass nie alle Juden Palästina verlassen hatten. Die Kolonialmächte haben dieses Gebiet als Siedlungsgebiet für Juden offeriert,1. weil sie die Beziehung der Juden zu ihrer ursprünglichen Heimat kennen unbd 2. weil viele Araber bereit waren ihr Land an Juden zu verkaufen.
Dass im Nachhinein viele arabische Landverkäufer feststellen mussten, dass sie zu wenig Geld bekommen hatten, oder schlicht die Landverkäufe rückgängig machen wollten war Pech. Im Zuge der Absichten der Mandatsträger die Gebiete, auf denen sich heute Israel begründet hat, zu räumen und der Bevölkerungsdruck aus aller Welt auf die Mandatsgebiete zunahm, sollte ein palätinensisch - jüdischer Staate entstehen, dem sich die Palästinenser von vornherein verschlossen, obwohl heute ja immer noch über eine Million Araber in Israel leben unbd als Israelis arabischer Herkunft bekannt sind.
Die Geschichte seit 1948 hat gezeigt, dass Israel Landnahme betreibt, in dem sie die Region Palästina(Jordanien/Transjordanien) neu strukturieren will. Das war immer auch Grundlage israelischer Verhandlungspositionen, die ja abschließend behaupten, dass es den Palästinenserstaat ja schon gibt und damit eben Jordanien/Transjordanien gemeint sind, wo in der Tat die meisten Palästinenser ja auch leben.
Diese Rechtsposition Israels, ist aber nach internationalem Recht nicht haltbar, völlig egal was die BIBEl oder der Qur'an schreibt und um welche vergleichbare Textstellen es in der Thora geht.
Für Israel spricht doch nur die Haltung der arabischen LIGA Israel nicht in den Grenzen von 1967 anerkennen zu wollen und die Positionen der hetzerischen Hisbollah und der faschistischen Hamas, die sich die Zerstörung Israels zum Ziele gesetzt haben.

Gegen die Position Israels spricht, dass einerseits Jordanien ein souveräner Staat ist(volles UNO-Mitglied), auch wenn er immer wieder die Quelle von Unruhen und Feindschaft im Innern und nach Außen sein wird.

Beide Positionen: diejenie Israels, dass der palästinensische Staat bereits auf dem gebiet Jordaniens existiert einerseits und andererseits der Willen zur Vernichtung der Juden Israels durch arabisch-muslimische Kreise sind unvereinbar und darum wird es keine Einigung geben, die allerdings Israel nutzt sich widerrechtlich Land anzueignen und die Palästinenser dazu nutzen Israel dort zu attackieren wo es ihnen möglich erscheint.
Die steht weder in der Bibel, noch in der Thora noch im Qur'an. Allerdings steht im Qur'an vor der Vertreibung von Juden durch die Heere der Kreuzritter(Christen) und die Heere der Muslime, geführt von dem Kurden Selayhattin(Saladin)auch schon der Hass gegenüber den Juden(Sure 5 Vers 82) auch wenn Muslime den Christen und Andersgläubigen die Unwahrheit erzählen, in dem sie meinen der Qur'an sei frei vom Rassismus.
So hat beispielsweise der Foren-User Tutti gemeint, dass der Qur'an "blauäugige Menschen"pauschal als Übeltäter bezeichnet, sei die Folge von Kreuzzügen, die z.ZT. der Entstehung des Qur'an noch gar nicht begonnen hatten. Dagegen gab es schon eine Reihe von Kriegerischen Islamzügen, die bereits im Jahre 729 mit Eroberungen in Südfrankreich begannen. Schon 751 gab es die Unterwerfung chinesischer Heere durch muslimische Heere. 810 fielen die Inseln i Mittelmeer(Korsika)Es folgten Einfälle in Italien, immer wieder Frankreich, bis Spanien, bis in die Schweiz. Kriege gegen die Hindu Schahis bis später gegen Wien, als der Islam sein Welteroberungsprinzip aus dem Qur'an umsetzen wollte.

Da nunmehr umgekehrt Israelis arabisches Land nehmen um es zu vereinnahmen(zu stehlen) ist dem Fanatismus der zionistischen Siedler geschuldet, mit dem sich Israel genauso schuldig macht wie ehedem die Christen und die Muslime.

Gruß gapping

Chanoch Offline



Beiträge: 43

11.05.2015 21:35
#6 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Hallo Gapping,
Du hast viel Wissen zum Thema, aber mir scheint, Du hast keine Ahnung von dem, was die Bibel dazu sagt....sonst würdest Du nicht schreiben, was Du schriebst. Hast Du Dich denn nie damit beschäftigt, z.B. mit den Ursachen der Diaspora aus Gottes Sicht und den Plänen Gottes mit Israel für die Zukunft und den gewaltigen Verheißungen für sein Volk?
Chanoch

gapping Offline



Beiträge: 613

11.05.2015 22:13
#7 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Über die Qualität Deiner Annahmen, Chanoch kann ich nicht streiten, weil es keinen Gott gab, nie gibt und nie geben wird. Die Grundlage biblischer Inhalte beruhen auf der Überlieferung, dass ein Gott, sei es ein jüdischer, ein christlicher oder ein islamischer in die Entwicklungsgeschichte des Lebens Einfluss gehabt hätte. Das ist eine Erfindung. Daher gehen die monotheistischen Religionen von falschen und unwahren Voraussetzungen aus. Wie sollte denn da ein Bibelschluss richtig für das Verhalten der Juden, Christen oder Muslime sein?

Wenn es Deiner Meinung nach Annäherungen an biblische Inhalte gibt, die ja nicht zu leugnen sind, dann gibt es auch Annäherungen zu allen anderen Religionen.
Annäherungen gibt es an noch weit trivialere Dinge und Betrachtungen, als sie die Schöpfungsschriften oder "heilige Schriften" darstellen.
Die BILD-Zeitung nähert sich auch an, ohne eine im grundsätzlichen wahrhafte Berichterstattung zu betreiben.
Alle Forschungen die mit der BIBEL zu tun haben, kommen, je tiefer sie sich hinein begeben, auch an ganz andere Wahrheiten heran, wie sie von der THora, der Bibel oder den islamischen Schriften abgegeben werden.
Da die Inhalte der Bibel, der Thora oder des Islam, so weit sie die Sittenlehren betreffen, alle schon vor diesen Schriften bekannt waren, muss man ja davon ausgehen, dass die Verfasser also nicht von göttlichem Sendungsbewusstsein getrieben waren, sondern von der Bewahrung "heidnischen", respektive nicht monotheistischen Erkenntnissen. Welche Verheißungen, nach Deiner Lesart, eingetroffen sind Chanoch darfst Du Dir beliebig auswählen.
Vor der Tatsache, dass die Länder, die um Israel herum liegen, im Chaos versinken, und daran gehindert seien, gegen Israel vorzugehen könnte man meinen, dass tatsächlich Verheißungen eingetreten seien. Da aber auch in den Ländern um Israel eine monotheistische Religion dominiert, und die monotheistischen alle an ihren gewalttätigen Hintergründen scheitern,wird das genau so gut für Israel und den Zionismus gültig sein. Zumal die biblische Betrachtungsweise ja nur von 144 000 Menschen schreibt, die jemals das "Himmelreich" erlangen. Wenn das die Christen und Muslime, und jene Juden , die über die Zahl von 144000 hinaus sind verinnerlichten, könnte dem Monotheismus bald eine Absage erteilt werden, was für den Fortbestand der menschlichen Art besonders wichtig wäre.
Weißt Du Chanoch was den Muslimen verhießen ist?
Weißt Du was den Christen verhießen ist?

Na also, entspann Dich Chanoch und glaube nicht über das Bescheid zu wissen, was Du Dir hier zum Thema erwählt es, weil es nicht um Glauben, sondern um Wissen geht.

Gruß gapping

Chanoch Offline



Beiträge: 43

12.05.2015 07:33
#8 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Hallo Gapping,
ich denke, da hast Du eine falsche Sicht auf den Gott gewirkten Glauben.
Ich glaube nicht, weil ich es nicht wissen kann und mir deshalb nichts übrigbleibt, als es halt zu glauben.
Ein ernst zu nehmender Gott kann sich offenbaren. Er kann in die Wahrheit führen und er kann auch sicherstellen, dass die Wahrheit als solche erkannt wird.
Ich glaube, weil ich weiß, dass es wahr ist und damit glaubwürdig.
Mein Gott ist kein stummer Götze und ich bin kein gutgläubiger Naivling...
Chanoch

gapping Offline



Beiträge: 613

12.05.2015 21:39
#9 RE: Die Juden der Welt und Israel Antworten

Es mag ja sein, dass Du Chanoch, fähig bist mit Deinem Gott, oder irgendeinem Gott, Zwiesprache zu halten. Das will ich Dir in keinem Falle nehmen und das nicht nur, weil ich das gar nicht könnte. Dass Du mit dem Wissen dünner Versuche zur Beweisführung zufrieden bist, sei Dir unbenommen. Und wenn zu Dir die Offenbarung eines Gottes gekommen ist warum nicht - , ich sage ja nicht, dass jeder seines Glückes Schmied sei, sondern erkenne doch dass viele dazu einen Gott brauchen, sich wenigstens annähernd gut zu fühlen.

Was jedoch den fundamentalen Zionismus in Israel betrifft, so wird er derjenige sein, der Israel letztlich am meisten schadet, ja Isarel die größten Existenzprobleme(vor denen durch seine Nachbarn bekommt, weil deren Beitrag zu Israels Wohlergehen negativ ist.
Überspitzt gesagt, bräuchten die Feindstaaten im Grund nur die fundamentalen Zionisten zu unterstützen um der Existenz Israels zu schaden.
Der Wissenschaftler und Autor jüdischer Herkunft Noam Chomsky hat über die Perspektive Israels in seiner Abhandlung von "Der Verantwortlichkeit der Intellektuellen" das Wesentliche zu Israel und dem Judentum geschrieben, die der jüdische Mitbürger und ehemalige Bundeswehroffizier Wolffsohn aus anderer Sicht weitgehend bestätigt hat und die ich bezüglich Israels weitegehend mittrage. Die Mitteilungen von Noam Chomsky gehen jedoch weit über die Betrachtungen von Israel und es mit ihm verbundenen Westens hinaus und greift auch die Frage von Gott auf, die beispielsweise Erich Fromm(aus einer Rabbiner-Familie) noch unvollendet hinterließ.Insbesondere in der Frage der Verhaltensforschung(Behavior) über Jahrzehnte Diskussion mit dem "Gläubigen" B.F. Skinner die den religiösen Charakter stilisierte, als einen Diskurs zwischen dem Atheisten und Christen. Ich überlasse Dir Chanoch, herauszufinden, wer diese Diskussion als Gewinner abschloss, ohne je den anderen zu diskreditieren.
Der "Gläubige griff zum Mittel des Diskreditierens und Denunzierens als er erkannte, dass sein Position haltlos war.

Gruß gapping

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