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Dieses Thema hat 162 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

29.06.2015 17:50
#76 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Blackysmart
SnookerRi, die Bibel ist nicht mehr gültig, weil der Erzengel Gabriel die letzte, einzige und alleingültige Botschaft Gottes dem Propheten Mohammed, Allah sei mit ihm, übermittelt hat. Die ewig gestrigen erkennen diese Botschaft jedoch nicht an. Es ist jedoch die freie Entscheidung der Juden und Christen, wegen Unglauben in die Hölle zu kommen...

Dann schmore ich eben in der Hölle - wen interessierts? Vielleicht treffe ich da ja auch wieder auf dich, Athon und Gysi, dann können wir in der Höllenkneipe von Iblis einen heben und weiter diskutieren.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

29.06.2015 17:56
#77 Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Snooker
Dann schmore ich eben in der Hölle - wen interessierts? Vielleicht treffe ich da ja auch wieder auf dich, Athon und Gysi, dann können wir in der Höllenkneipe von Iblis einen heben und weiter diskutieren.

JAAAA! Und dazu legen wir ein paar Höllensongs auf: HARDROCK HALLELUJAH! von den Lordi, HIGHWAY TO HELL von AC/DC - und DER ALTE NOTAR BOLAMUS von F.J. Degenhardt.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

29.06.2015 17:57
#78 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Blackysmart
Das ist doch Unsinn.

Wenn man Gott erkennen könnte, wäre Glaube doch überflüssig. An etwas, was man erkennen kann, braucht man nicht zu glauben., denn man weiß, dass es existiert.

Ich erwähnte hier schon des Öfteren, dass der Begriff Glauben nicht von der Beantwortung der Existenzfrage abhängt. Unsinn wäre es also nur dann, wenn mit Glauben - nicht Wissen gemeint wäre. Darüber hinaus wären demnach die meisten Atheisten Agnostiker, da es Agnostikern grundsätzlich um die Existenzfrage geht, während es den klassischen Atheisten gleichgültig ist, ob Gott existiert oder nicht. Sie leben ihr Leben schlicht ohne Gottesbezug. Sicherlich gibt es dann noch Ausnahmen - wie etwa gapping, die die Nichtexistenz Gottes einwandfrei beweisen können.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

29.06.2015 18:54
#79 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Gysi
Und dazu legen wir ein paar Höllensongs auf: HARDROCK HALLELUJAH! von den Lordi, HIGHWAY TO HELL von AC/DC - und DER ALTE NOTAR BOLAMUS von F.J. Degenhardt.

Prima Idee. Und wenn dann erst Steve Harris und Bruce Dickinson ihre "eiserne Jungfrau" zum Einsatz bringen und mit uns zünftige LIVE-Konzerte abfeiern, werde die armen muslimischen Seelen da oben bestimmt an uns denken, was für gemeine Höllenqualen wir da jeden Tag durchleben.


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Athon Offline




Beiträge: 2.180

30.06.2015 10:35
#80 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SnookerRI

Zitat von SnookerRI #76
Dann schmore ich eben in der Hölle - wen interessierts? Vielleicht treffe ich da ja auch wieder auf dich, Athon und Gysi, dann können wir in der Höllenkneipe von Iblis einen heben und weiter diskutieren.


Wenn wir drei und alle anderen in der Hölle schmoren, dürfte die Sache geklärt sein. Dann bleiben uns wirklich nur noch Saufen, Zocken und Weiber. Wie ekelhaft...

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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

30.06.2015 21:44
#81 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Athon
Wie ekelhaft...

Ironisch gemeint? Think positive! Es eröffnet sich dann eine ganz neue Welt für uns - mit neuem Möglichkeiten, von denen wir heute nicht mal zu träumen wagen.


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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

30.06.2015 21:48
#82 Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Athon
Dann bleiben uns wirklich nur noch Saufen, Zocken und Weiber. Wie ekelhaft...

Ich zocke nicht.

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Athon Offline




Beiträge: 2.180

30.06.2015 21:59
#83 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SnookerRI

Zitat
Ironisch gemeint? Think positive! Es eröffnet sich dann eine ganz neue Welt für uns - mit neuem Möglichkeiten, von denen wir heute nicht mal zu träumen wagen.


Klar ironisch. Mit der "neuen Welt" wäre das aber so eine Sache. Wenn ich mich auf meine drei genannten Tätigkeitsfelder beschränkte, wäre es ja auch nicht anders, als jetzt. Bis auf das Zocken, natürlich...

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Athon Offline




Beiträge: 2.180

07.07.2015 13:08
#84 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SnookerRI

Zitat von SnookerRI #70
Ein unterscheidendes Merkmal, das für Glaubende zählt, ist die Tatsache, dass sowohl vor der Sintflut als auch vor dem Urteil an Sodom und Gomorra Warnunngen von Gott ergingen, die - bei deren Beachtung - das Leben aller Menschen in dem betroffenen Gebiet hätten retten können


Sodom und Gomorra sind Bestandteil alttestamentarischer Erzählung und historisch bis dato nicht nachgewiesen, ebenso wie die Sintflut. Insoweit mag das Vorgehen "Gottes" nur aus Gläubigensicht die von Dir ausgesagte Tatsache darstellen. Es ist für mich aber insofern immer wieder erstaunlich, dass gläubige Menschen selbst einen eindeutigen Begriff wie "Tatsache" offenbar für interpretierbar halten. Wohl nach Bedarf?
Ich möchte daher meine Frage aus Beitrag #62 noch etwas ergänzen: Warum warnt "Gott" jetzt nicht mehr vor Naturkatastrophen? Ist er der Überzeugung, dass es in den betroffenen Gebieten keine "10 Gerechte" mehr gibt? Oder meint er einfach: Nach mir die Sintflut...?

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

07.07.2015 20:50
#85 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat Athon: Warum warnt "Gott" jetzt nicht mehr vor Naturkatastrophen? Ist er der Überzeugung, dass es in den betroffenen Gebieten keine "10 Gerechte" mehr gibt? Oder meint er einfach: Nach mir die Sintflut...?
Gott hat nie mit den Menschen "geredet" geschweige denn ihnen irgendwelche Schriften hinterlassen. Es ist der Mensch der dies in sämtlichen Formen ausschmückt und interpretiert. "Naturkatastrophen" kann man zurückführen auf menschliches Handeln und Wirken. Schau dir die Rodungen von Wäldern an, das anlegen von tausenden von Hektar großes Nahrungsfeldern und das "zusätzliche" Bewässern dieser und das Ausbeuten des kompletten Planeten. Öl, Gas, sämtliche Erze zur Herstellung sämtlicher (schmückender) Metalle für sämtliche Arten von metallischem Gerät (von der Gabel bis zur Raumstation) dann das (sinnlose) jagen von Tieren zur Nahrung und aber auch hier zu schmückenden Zwecken, das Verschmutzen durch seine "technischen Errungenschaften" aller Art (Meer, Land, Himmel)...das sind die Gründe, warum Naturkatastrophen auftreten und "immer deutlicher" schwerwiegender werden...nicht irgendein dahergeschriebenes, durch Unverstand aufgeschriebenes, Blätterwerk.

Athon Offline




Beiträge: 2.180

08.07.2015 16:06
#86 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SOL demiurg

Zitat
Gott hat nie mit den Menschen "geredet" geschweige denn ihnen irgendwelche Schriften hinterlassen. Es ist der Mensch der dies in sämtlichen Formen ausschmückt und interpretiert. "Naturkatastrophen" kann man zurückführen auf menschliches Handeln und Wirken


Genauso sehe ich das auch mit den "Hinterlassenschaften". Die Naturkatastrophen allerdings in dieser offenbaren Ausschließlichkeit nur beim Menschen zu suchen, halte ich für falsch. Schließlich "arbeitet" auch die Erde selbst an sich und verschiebt hier und da das eine und andere...

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

08.07.2015 18:13
#87 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat Athon: Schließlich "arbeitet" auch die Erde selbst an sich und verschiebt hier und da das eine und andere...
Das sind dann aber keine Natur"katastrophen", sondern "der Lauf der Dinge"...nur der Mensch mit seiner "Sprache" drückt dies so aus. Es ist Natur, natürlicher Ablauf!

Athon Offline




Beiträge: 2.180

09.07.2015 09:56
#88 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SOL demiurg

Zitat
Das sind dann aber keine Natur"katastrophen", sondern "der Lauf der Dinge"...nur der Mensch mit seiner "Sprache" drückt dies so aus. Es ist Natur, natürlicher Ablauf!


Hääääähhh?? Dann ist also beispielsweise der Einsturz eines Bergwerks ohne Opfer eine Katastrophe und das Erdbeben von Nepal nicht? Du kannst gern einmal versuchen, Betroffenen diese Sicht der Dinge genau so zu erklären. Das könnte für Dich katastrophal ausgehen...
Und damit Du wieder in die Spur kommst, das folgende Zitat aus dem Tiroler Katastrophenmanagementgesetz:

Zitat
Katastrophen sind durch elementare oder technische Vorgänge oder von Menschen ausgelöste Ereignisse, die in großem Umfang das Leben oder die Gesundheit von Menschen, die Umwelt, das Eigentum oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung gefährden oder schädigen.

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Reklov Offline




Beiträge: 4.865

09.07.2015 11:48
#89 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat
Und dazu legen wir ein paar Höllensongs auf: HARDROCK HALLELUJAH! von den Lordi, HIGHWAY TO HELL von AC/DC -

@Gysi,

... ich verstehe den kleinen Spaß schon richtig, möchte aber dennoch (da ich ja seit meinem 11. Lebensjahr E-Gitarre spiele und heute, nach über 50 Jahre Erfahrung, auch Unterricht geben) mir nicht verkneifen, dass die Solos vom AC/DC Gitarristen sich nicht nur auf einem spieltechnisch biederem Niveau bewegen, sondern auch musikalisch wenig intelligentes oder innovatives Spiel vorweisen. Das mag dem harmonisch stets einfachen Aufbau der Songs dieser Band geschuldet sein. Bezeichenend für den Gitarristen Agnus Young ist aber, dass er mehr mit seinem kecken Schritt in seiner alten Schul-Uniform die Massen bei Konzerten aufheizen kann. Wie viele von den Konzertbesuchern jedoch überhaupt wissen, was eine gut gespielte E-Gitarre für ungeahnte Möglichkeiten bietet, wenn man denn die Technik und das Wissen dazu hat, will ich mal offen lassen.

Wer jedoch zur Abwechslung mal einen ganz ausgeschlafenen Gitarero der obersten Liga hören und sehen möchte, dem empfehle ich, sich dieses Video mal kurz anzuschauen und einfach nur die intelligente und technisch brillante Improvisation des Briten Guthrie Goven für 3 Min. anzuhören. Das kippt auch den weniger in Musik Geschulten vom Hocker.

Hier der link zu dem Genius auf der E-Gitarre:

https://www.youtube.com/watch?v=bUZK9dasP8s


Nicht nur diejenigen, welche sich aktiv mit Musik beschäftigen, dürfen mir dazu ihre Meinung schreiben.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 17.198

09.07.2015 11:58
#90  Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Reklov
dass die Solos vom AC/DC Gitarristen sich nicht nur auf einem spieltechnisch biederem Niveau bewegen, sondern auch musikalisch wenig intelligentes oder innovatives Spiel vorweisen.

Jajaja... Und das kann ich mir jetzt auch nicht verkneifen: Bei dir muss es immer gleich was Gehobenes sein. Warum? Weil du selber so ein Gehobener bist? Vermutlich. Worauf kommt es denn an? "I know, it's only rock'n'roll - but I like it!" (Rolling Stones) Darauf kommt es an!

Was hältst du von Jimi Hendrix, Carlos Santana oder Eric Clapton? Auch nicht schlecht, oder?

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Reklov Offline




Beiträge: 4.865

09.07.2015 12:15
#91 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat
Dann ist also beispielsweise der Einsturz eines Bergwerks ohne Opfer eine Katastrophe und das Erdbeben von Nepal nicht? Du kannst gern einmal versuchen, Betroffenen diese Sicht der Dinge genau so zu erklären. Das könnte für Dich katastrophal ausgehen...

@Athon,

oft ist der Mensch der Verursacher seines Leidens! - Wer sich z.B. aus finanzieller Not oder mangels anderer Möglichkeiten, Geld zu verdienen, von Bergwerk-Besitzern in diese lebensgefährlichen Stollen schicken lässt, weiß hoffentlich genau, worauf er sich da einlässt!
Bei Erdbeben ist die mangelhafte Bauweise der Grund für den Einsturz der Gebäude! Erdbebensicheres Bauen ist sehr teuer und für die meisten Menschen nicht zu bezahlen.

Ein erstaunliches Beispiel geben die alten japanischen Pagoden. Obwohl mehrstöckig, hielten diese Holzkonstruktionen bisher allen Erdbeben stand. Das hängt mit ihrer speziellen Bauweise ab. Sie lässt diese mehrstöckigen Turmbauten zwar bei Beben elastisch "wackeln", verhindert aber dadurch ihren Einsturz.
Diese geniale Konstruktion einer Pagode wurde neulich von einem japanischen Bau-Ingenieur, auch anhand von techn. Animationen, in einer TV-Doku einleuchtend erklärt.
Sieht man sich nun dagegen die einfachen "Steinhaufen" von Bauernhäusern in Nepal an, so ist einem klar, warum diese bei Erschütterungen schnell in sich zusammenfallen und manche der unglücklichen Bewohner darin begraben.

Der Mensch kann den Naturgewalten zwar schlecht trotzen, aber er kann seine Intelligenz einsetzen, um ihre zerstörerische Wirkung abzumildern.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.180

09.07.2015 12:36
#92 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@Reklov

Zitat
oft ist der Mensch der Verursacher seines Leidens! - Wer sich z.B. aus finanzieller Not oder mangels anderer Möglichkeiten, Geld zu verdienen, von Bergwerk-Besitzern in diese lebensgefährlichen Stollen schicken lässt, weiß hoffentlich genau, worauf er sich da einlässt!


Richtig, Reklov, oft, aber eben nicht immer. Das "Bergwerk" war nur als Beispiel gedacht, Ich hätte auch Dein Haus als Platzhalter verwenden können. Würdest Du dann genauso argumentieren?
Wir hatten eine ähnliche Diskussion über Deine Ansicht bereits, und letztere wird mit Sicherheit auch bei Wiederholung nicht glaubhafter. Es ist doch völlig gleichgültig, wo und aus welchem Grund der Mensch sich gerade aufhält, ein Risiko ist nirgendwo auszuschließen. Und wenn ich mir nun beim Eingeben dieser Zeilen dummerweise einen Finger breche? Würdest Du dann auch sagen: Selbst schuld?!

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

09.07.2015 20:48
#93 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat Athon: Hääääähhh??
Versuch doch mal bitte, den Text und andere zu reflektieren, denk darüber nach und werte meine "und" deine Antworten aus.
Wenn "Menschen" etwas passiert, was sie nicht "vorhersehen" können, ist es schnell eine Katastrophe. Man kann es auch Unfall, Zufall, Glück oder Pech nennen. Wie Reklov schon andeutete, ist: "der Mensch der Verursacher seines Leidens!"
Der "Mensch" sieht sich, wie schon angesprochen, etwas "höher" als alles andere. Dem ist aber nicht so. Er ist ebenfalls "nur ein Teil" vom großen Ganzen.

Es ist nun mal so, das wenn etwas passiert, egal in welcher Hinsicht, man selbst Schuld trägt oder in solche hineingezogen wird. Nehme ich das Beispiel eines Autounfalles.
Ein "Falschfahrer" fährt auf ein ihn entgegenkommendes Auto frontal auf. Der Falschfahrer überlebt und der ihm Entgegenkommende stirbt. Eine "Katastrophe" für alle Beteiligten.
Aber, wie Reklov schon ansprach, sollte jedem bewusst sein der ein Auto fährt oder aber auch nur mitfährt, das solche Dinge passieren können. "Einfach so", weil dies "nicht berechenbar" ist.
Zitat Tiroler Katastrophenmanagementgesetz: Katastrophen sind durch elementare oder technische Vorgänge oder von Menschen ausgelöste Ereignisse, die in großem Umfang das Leben oder die Gesundheit von Menschen, die Umwelt, das Eigentum oder die lebensnotwendige Versorgung der Bevölkerung gefährden oder schädigen.
"Katastrophen" existieren nicht "elemtar", in dieser Hinsicht sind es "keine Katastrophen". Ein Vulkanausbruch ist "keine" Katastrophe. Ein Tsunami ist "keine" Katastrophe. Ein Erdbeben ist "keine" Katastrophe...weil, durch die Natur ausgelöst! -dem natürlichen Ablauf des Lebens
Ein Zugunglück ist eine Katastrophe, ein Flugzeugabsturz ist eine Katastrophe oder ein Autounfall ist eine Katastrophe...weil, durch "menschliches (Fehl)Verhalten herraufbeschworen"
Zitat Athon: Es ist doch völlig gleichgültig, wo und aus welchem Grund der Mensch sich gerade aufhält, ein Risiko ist nirgendwo auszuschließen.
Du sagst es ja schon. Eine "Naturkatastrophe", wie ein durch Wind brechender Baum der auf das Nachbarhaus fällt und "Schaden" anrichtet, ist ein natürlicher Ablauf. Die "menschliche Katastrophe" beginnt erst "danach".
Zitat Athon: Und wenn ich mir nun beim Eingeben dieser Zeilen dummerweise einen Finger breche? Würdest Du dann auch sagen: Selbst schuld?!
Ja natürlich..."WER" denn sonst? Reklov? Ich? Andere? Die Tastatur? Gott?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 6.359

09.07.2015 23:06
#94 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat von Athon
Sodom und Gomorra sind Bestandteil alttestamentarischer Erzählung und historisch bis dato nicht nachgewiesen, ebenso wie die Sintflut. Insoweit mag das Vorgehen "Gottes" nur aus Gläubigensicht die von Dir ausgesagte Tatsache darstellen. Es ist für mich aber insofern immer wieder erstaunlich, dass gläubige Menschen selbst einen eindeutigen Begriff wie "Tatsache" offenbar für interpretierbar halten. Wohl nach Bedarf?

Ich kann dein Erstaunen nachvollziehen. Du als Atheist musst sogar ins Staunen kommen, wenn wir Gläubigen von Tatsachen im Sinne von Tatsachen sprechen. Was Sodom und Gomorra betrifft, so freut es dich sicherlich, dass die Wissenschaft keine Mittel und Mühen scheut, um Hinweise auf die Überreste dieser Städte zu finden. Dazu sind schon seit längerem vielversprechende Hypothesen im Umlauf. Es muss nur weitergeforscht werden.

Bis die Existenz der Städte auch für dich ausreichend nachgewiesen ist, wirst du dich allerdings wohl noch etwas gedulden müssen. Aber das war ja beim assyrischen König Sargon und seinem Palast auch nicht anders. der Bericht der Bibel galt Bibelkritikern auch nicht als Tatsachenbericht - bis der Palast sowie entsprechende Tontafeln über die Identität König Sargons 1843 in Chorsabad entdeckt wurden.

Eine Sache oder ein Gegenstand wird nicht unbedingt erst dann zur Realität oder Tatsache, wenn die Wissenschaft es geschafft hat, ihn zu entdecken, zu definieren oder sonst wie nachzuweisen.

Zitat von Athon
Warum warnt "Gott" jetzt nicht mehr vor Naturkatastrophen? Ist er der Überzeugung, dass es in den betroffenen Gebieten keine "10 Gerechte" mehr gibt? Oder meint er einfach: Nach mir die Sintflut...?

Gewissermaßen warnt Gott doch vor Naturkatastrophen. Das 24. Kapitel des Matthäus-Evangeliums ist eine Zusammenfassung der Warnungen Gottes für unsere Zeit. Alles Dinge, deren erhöhtes und kombiniertes Auftreten wir seit 1914 jeden Tag beobachten können. Im Übrigen wird in diesem Kapitel auch darauf hingewiesen, dass die meisten Menschen keine Kenntnis davon nehmen werden, weil es sie ganz einfach nicht interessiert! Sie sind mit anderen Dingen beschäftigt und haben für die Warnungen Gottes ohnehin kein offenes Ohr. Du zählst dich ja auch zu denjenigen, die absolut Nichts von Gott wissen und hören wollen. Du willst nur wissen, warum Gläubige so bescheuert sind, sich einen Gott auszumalen, dem sie die Rettung der Menschheit zuschreiben. Deine Haltung ist also nichts Ungewöhnliches und obendrein noch die Bestätigung der biblischen Prophetie.


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Reklov Offline




Beiträge: 4.865

09.07.2015 23:29
#95 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Zitat
Und wenn ich mir nun beim Eingeben dieser Zeilen dummerweise einen Finger breche? Würdest Du dann auch sagen: Selbst schuld?!

@ Athon,

abgesehen davon, dass das Brechen eines Deiner Finger von äußerst seltsamer Ungeschicklichkeit zeugen würde, ist dies ja auch nicht das Thema dieses threads, denn eine "gottgewollte Naturkatastrophe" ist nun mal was ganz anderes!

Wird jemand z.B. von einem Blitz erschlagen, so kann man zwar denken, dies wäre Gottes Wille gewesen, aber dagegen stehen andere Meinungen, welche sagen, dass der Betroffene leider zur falschen Zeit am falschen Ort war.
Also: zufälliges Schicksal - oder von oben geduldete, gar gewollte Heimsuchung? Das ist hier die Frage!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.180

10.07.2015 08:38
#96 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@Reklov

Zitat
Wird jemand z.B. von einem Blitz erschlagen, so kann man zwar denken, dies wäre Gottes Wille gewesen, aber dagegen stehen andere Meinungen, welche sagen, dass der Betroffene leider zur falschen Zeit am falschen Ort war. Also: zufälliges Schicksal - oder von oben geduldete, gar gewollte Heimsuchung? Das ist hier die Frage!


Hurra, ein Fortschritt! Hieß es bisher, der Mensch sei selbst "Schuld", wenn er sich beispielsweise an erdbebengefährdeten Orten niederlässt, so lese ich nunmehr, dass noch die Möglichkeit einer "von oben geduldeten oder gar gewollten Heimsuchung" oder eines zufälligen Schicksals bestehen könnte. Was hat denn diesen Meinungswandel bewirkt?

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Athon Offline




Beiträge: 2.180

10.07.2015 09:21
#97 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SOL demiurg

Wenn Du in Deinem Beitrag #93 die Ansicht vertrittst, Naturkatastrophen seien keine Katastrophen (weil nicht anthropogen), dann stellst Du Dich in einzigartiger Art und Weise gegen alle mir bekannten Definitionen. Das ist Dein gutes Recht. Du musst dann aber nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass mich diese Deiner persönlichen Meinung innewohnende und mich oberlehrerhaft anmutende Argumentation derart beeindrucken könnte, meine diesbezügliche Sicht der Dinge zu überdenken. Dafür sind mir Deine Begründungen einfach zu seltsam.

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SOL demiurg Offline




Beiträge: 733

10.07.2015 09:51
#98 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@Athon
Der Mensch biegt sich die Natur nach "seinen" Vorstellungen, zum Beispiel das "umgestalten" eines Flusses, und "wundert" sich dann, warum es Überschwemmungen gibt.
Zitat Athon: Du musst dann aber nicht zwangsläufig davon ausgehen, dass mich diese Deiner persönlichen Meinung innewohnende und mich oberlehrerhaft anmutende Argumentation derart beeindrucken könnte,
Ich will dich, oder andere, hier nicht beeindrucken. Jeder ist aufgefordert über sich und die natürlichen Dinge in seinem Umfeld und aber auch der Welt "nachzudenken". Wie weit sich jeder "über den Tellerrand" wagt, ist auch jedem selbst überlassen!
Zitat Athon: Dafür sind mir Deine Begründungen einfach zu seltsam.
Weil sie "nicht ins Bild" der heutigen Annahmen passen? Oder weil sie den menschlichen Sinnen widersprechen? Oder ist es doch die Angst, sich Überlegungen "hinzugeben" die außerhalb der Norm "menschlichen Denkens" existieren könnten?
Der Mensch hat nicht das Feuer gemacht...und trotzdem nutzt er es. Wie glaubst du ist Feuer entstanden? Durch die Natur -katastrophe- oder weil der Urmensch ein Stock in den Himmel gehalten hat? Und als dann das Feuer da war, ließen sie es nicht mehr ausgehen, mussten sich aber überlegen, wie sie es "von selbst" erschaffen konnten um "nicht auf die Natur angewiesen zu sein". Und genau hier "steigt der Mensch über Leichen"!
Genau hier entstehen "Katastrophen"...denk an den Sprengstoff. Oder denk an den Rauch einer Zigarette. Oder den Abgasen der Motoren? Oder der Herstellung von Plastik? Oder oder oder!
In der Natur, geht die Sonne auf und unter, der Mond auf und unter und der Regen fällt mal hier und mal dort sowie der Wind mal stärker und mal schwacher weht!

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

10.07.2015 09:54
#99 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

Da haben wir einerseits also ein allmächtiges Wesen, dass die Menschen liebt und den eigenen Sohn opfert (wem eigentlich?), andererseits vernichtet es seine geliebten Geschöpfe massenhaft per Vulkanausbruch, Erdbeben und Unwetter.

Das ist wahrlich höher als alle Vernunft...

Die Schuldfrage scheint auch geklärt:

Das Uhrwerk ist schuld, wenn es nicht richtig tickt. Der Uhrmacher ist über jeden Zweifel erhaben.

Athon Offline




Beiträge: 2.180

10.07.2015 10:13
#100 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? antworten

@SnookerRI

Zitat von SnookerRI #94
Was Sodom und Gomorra betrifft, so freut es dich sicherlich, dass die Wissenschaft keine Mittel und Mühen scheut, um Hinweise auf die Überreste dieser Städte zu finden


Klar freut mich das. Und wenn dann noch Überreste von Pech und Schwefel gefunden würden, würde sich meine Freude in pures Erstaunen wandeln und die Möglichkeit eines Vulkanausbruchs in Betracht ziehen...

Zitat
Eine Sache oder ein Gegenstand wird nicht unbedingt erst dann zur Realität oder Tatsache, wenn die Wissenschaft es geschafft hat, ihn zu entdecken, zu definieren oder sonst wie nachzuweisen.


Nun gut, Snooker, diskutieren wir also wieder über Begrifflichkeiten. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder etwas existiert oder etwas existiert nicht. Beide Zustände sind, jeder für sich betrachtet, "Tatsachen".
Auch die Bibel ist zweifelsfrei eine Tatsache. Ob deren Inhalt und Aussagen aber ebenfalls Tatsachen widerspiegeln, kann nach meiner Auffassung von Realität allenfalls geglaubt werden. Ein (wissenschaftlicher) Nachweis wäre hier schon sehr hilfreich.

Zitat
Das 24. Kapitel des Matthäus-Evangeliums ist eine Zusammenfassung der Warnungen Gottes für unsere Zeit.


Nur schade, dass diese horoskopgleichen Formulierungen nicht konkret genug sind, dass sich zumindest die Gottgefälligen rechtzeitig in Sicherheit bringen können.

Zitat
Du zählst dich ja auch zu denjenigen, die absolut Nichts von Gott wissen und hören wollen. Du willst nur wissen, warum Gläubige so bescheuert sind, sich einen Gott auszumalen, dem sie die Rettung der Menschheit zuschreiben


Richtig, Snooker, ich bin wissbegierig. Aber, ich würde einen Gläubigen niemals als "bescheuert" bezeichnen. Allenfalls als ungläubig gegenüber atheistischer Weltanschauung...

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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