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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 162 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

28.07.2015 21:21
#151 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

@Blackysmart
Zitat: Beantworte mir bitte diese zwei Fragen:

1. Kann man bei einer Kamera, bei der Kabel und anderes vor dem Bildsensor verlegt werden, von einem Konstruktonsfehler sprechen?
2. Warum genau soll diese Feststellung für das menschliche Auge nicht zulässig sein?

zu 1. Ja
zu 2. Die Feststellung das es kein Fehler ist? Weil es keiner ist! Oder weil es vielleicht noch nicht fertig ist! Oder weil es genau dafür gemacht wurde und abgestimmt auf unsere anderen Sinne(sorgane). Es ist nicht wirklich wichtig ob es ein Fehler ist oder nicht. Ändern kann man es ja doch nicht!

Zitat: Du verallgemeinerst und widersprichst Dir selbst im gleichen Satz.
Ich widerspreche mich???
Ich verallgemeine aus einem bestimmten Grund. Dazu sagte A.Einstein einst: Wenn du es nicht einfach erklären kannst, hast du es nicht verstanden!
Zitat: Meiner Meinung nach ist der Mensch eine Entwicklung der Evolution, der keine Programmierung oder Schöpfung zu Grunde liegt.
Mit dem ersten Teil des Satzes stimme ich überein, bei dem zweiten enthalte ich mich mal der Stimme.

Zitat: Es ist offensichtlich, dass Blutgefäße vor den Sehzellen deren Funktion im Hinblick auf Lichtausbeute und Bildschärfe beeinträchtigt. Es ist ebenso offensichtlich, dass dies bei Krakenaugen nicht der Fall ist. Es ist daher legitim zu sagen, dass das Krakenauge in Bezug auf Schärfe und Lichtausbeute besser und das menschliche Auge schlechter arbeitet. Du kannst diese Tatsache aber gerne weiterhin ignorieren.
Ich ignoriere dies doch gar nicht. Nur "lebt" der Krake unter anderen Naturverhältnissen(Meer) als der Mensch. Wenn du "mehr" Lichtausbeute haben möchtest, versuch doch mal in die Sonne zu schauen, die im Meer unter Wasser gebrochen wird. Wir sehen genug um zu überleben!

Zitat: Ich stelle somit fest, dass Du nur solche wissenschaftlichen Erkenntnisse akzeptierst, die in Dein Weltbild passen. Im anderen Fall ordnest Du die Qualifikation der Wissenschaftler Deiner dogmatischen Weltsicht unter.

Deine Feststellung ist schon mal nicht schlecht. Du erkennst, das ich Wissenschaft akzeptiere und somit durch ein "bestimmtes Raster" falle. Um aber zu erklären, warum ich dies tue, müsste ich dir mein Weltbild erklären...was außerordentlich schwer wird.
Ich spreche doch viel von "Selbsterfahrung", wie du schon mitbekommen hast. Diese Selbsterfahrung erlaubt mir, manche Dinge "mit anderen Augen" zu betrachten. Mehr möchte ich hier nicht schreiben!!

Zitat: Definiere bitte "das Böse". Wer bestimmt, was gut oder böse ist?
Einzig und allein der Mensch!
Wie willst du einen Begriff definieren, der aus verschiedenen Betrachtungswinkeln zu sehen ist? "Böse" kann man Nachbar sein, wenn er fremdgeht. Oder Böse kann sein, wenn jemand vergewaltigt!

Zitat: Wie kannst Du unterscheiden, ob Dir Dein Gehin nur vorgaukelt, Du könntest Dich frei etscheiden?
Beobachtung und Selbsterfahrung! Du hast als Mensch immer eine freie Entscheidung genau das zu tun (oder nicht) was dir genau in dem Moment der Entscheidung entgegen kommt! Zum einen ist es "keine" freie Entscheidung, da du ja nur das entscheiden kannst was du mit den Sinnen aufnimmst und zum anderen ist es eine "freie" Entscheidung, da dir "Wege der Entscheidung" zur Verfügung stehen oder zur Verfügung gestellt werden...durch Entscheidungen anderer und anderem. Deswegen passt deine Aussage: "Ich denke, freie Entscheidungen sind eine Illusion."

Zitat: Du bist doch von einem freien Willen des Menschen überzeugt. Welche Entscheidungen sind denn vollkommen frei von körperlichen Bedürfnissen und deren "Zwängen"?
Nicht definierbare geistige Entscheidungen, die nur "in einem Augenblick der Zeit" zu erfassen sind!

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

27.01.2016 17:43
#152 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Natürlich sind Naturkatastrophen Gottes Wille. Die Kirchen lehren uns, daß nichts gegen Gottes Willen geschehen kann - das ist einfach unmöglich.
Simpelste Logik - und die Christen sind zu dämlich dazu.

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Athon Offline




Beiträge: 2.278

27.01.2016 20:25
#153 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

@Ahriman

Zitat
Natürlich sind Naturkatastrophen Gottes Wille. Die Kirchen lehren uns, daß nichts gegen Gottes Willen geschehen kann - das ist einfach unmöglich.
Simpelste Logik - und die Christen sind zu dämlich dazu.


Ich schätze, dass "ihm" das alles am Hintern vorbeigeht. Und Gleichgültigkeit war noch nie eine gute Grundlage...

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Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

27.01.2016 22:31
#154 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat von Athon im Beitrag #153
@Ahriman
Ich schätze, dass "ihm" das alles am Hintern vorbeigeht. Und Gleichgültigkeit war noch nie eine gute Grundlage...


Das größte und gleichzeitig unlösbare Problem der Theologen ist doch zu erklären, wieso es das Böse in einer Welt gibt, über die ein Gott herrscht, der das Prinzip des Guten ist und gleichzeitig allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist. Das geht einfach nach logischem Prinzip nicht zusammen. Wenn es diesen Gott gäbe, wäre er mit seiner Allgegegenwart und Allwissenheit bei jeder Katastrophe wie auch bei jedem Verbrechen als Zuschauer dabei - und tut nichts dagegen, wie wir alle wissen. Es ist also zu vermuten, daß er ein widerlicher perverser Sadist ist, der seine Freude daran hat und sich (wie wir mit dem Fernsehprogramm) daran weidet und vergnügt. Das muß geil für ihn gewesen sein, als man damals die Hexen folterte. Man hat ihn ja auch jedesmal vorher im Gebet angerufen, daß er die Show ja nicht verpaßte.

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Athon Offline




Beiträge: 2.278

28.01.2016 09:34
#155 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

@Ahriman

Zitat von Ahriman #154
Das größte und gleichzeitig unlösbare Problem der Theologen ist doch zu erklären, wieso es das Böse in einer Welt gibt, über die ein Gott herrscht, der das Prinzip des Guten ist und gleichzeitig allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist. Das geht einfach nach logischem Prinzip nicht zusammen. Wenn es diesen Gott gäbe, wäre er mit seiner Allgegegenwart und Allwissenheit bei jeder Katastrophe wie auch bei jedem Verbrechen als Zuschauer dabei - und tut nichts dagegen, wie wir alle wissen.


Das Problem der Theodizee beschäftigt beinahe schon seit Jahrtausenden die Gelehrten, ohne auch nur ansatzweise über mehr als Lösungsversuche hinauszukommen. Uns als Atheisten ist es nicht vermittelbar, warum Menschen in "Anwesenheit" eines liebenden, gütigen und allmächtigen Gottes überhaupt Leid zugefügt wird. Gleichgültig ob durch Naturkatastrophen, Kriege oder den Holocaust, nur um einige Beispiele zu nennen. Da es selbst mir schwerfällt, dieses "Verhalten" Gottes bei der Schädigung seiner Schöpfung einem logischen Prinzip zu unterwerfen, solltest Du besser jemanden fragen, der sich mit biblischer Logik besser auskennt. Diesbezüglich empfehle ich den Thread "Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige" unter "Andere Religionsgemeinschaften".

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Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

28.01.2016 10:43
#156 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Da brauche ich niemand zu fragen. Die Naturwissenschaft beantwortet die Frage: Dieser Planet ist lebensfeindlich. Erst das Leben an sich hat die Erde umgeformt und einigermaßen "passend" gemacht. Die lebenswidrigen Kräfte wiederum halten die Evolution auf Trab. Ohne die großen Naturkatastrophen in der erdgeschichtlichen Vergangenheit gäbe es uns heute nicht - und auch wir werden mit Sicherheit eines Tages einer zum Opfer fallen.
Daß der Mensch an sich so heimtückisch, niederträchtig, hinterhältig, habgierig usw usw ist, kurzum, daß er böse ist, muß wohl auch einen Überlebensvorteil haben, sonst wäre er nicht so. Die Evolution hat ihn so geformt wie er ist.
Zu alledem braucht es keinen Gott.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.326

28.01.2016 15:34
#157 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #156
Da brauche ich niemand zu fragen. Die Naturwissenschaft beantwortet die Frage: Dieser Planet ist lebensfeindlich.

Naja.... es hängt dann schon auch ein bisschen davon ab, was "man" unter lebensfeindlich verstehen will oder zu verstehen meint. Immerhin wimmelt der Planet geradezu von Leben und was eher darauf schließen lässt, dass er wohl weit und breit der lebensfreundlichste Planet überhaupt ist.

Zitat von Ahriman im Beitrag #156

Erst das Leben an sich hat die Erde umgeformt und einigermaßen "passend" gemacht.
In gewisser Weise. Aber den Motor und dafür nötige Energie lieferte schon damals nur die Sonne. Sagen wir von daher lieber, dass das Leben und die Erde einander gefunden haben und die Erde auch ohne jegliches Leben darauf, sich ständig verändert hätte.

Zitat von Ahriman im Beitrag #156

Die lebenswidrigen Kräfte wiederum halten die Evolution auf Trab.
Diese Kräfte sind im Leben selbst verankert. Das Leben braucht eine Überlebensniesche, es braucht Futter und es muss sich durch Fortpflanzung regenerieren.

Zitat von Ahriman im Beitrag #156

Ohne die großen Naturkatastrophen in der erdgeschichtlichen Vergangenheit gäbe es uns heute nicht - und auch wir werden mit Sicherheit eines Tages einer zum Opfer fallen.

Möglicherweise sind sogar wir selbst die "größte aller Naturkatastrophen" schlechthin und wenn es uns nicht gäbe, dann würde es das Leben wahrscheinlich trotz aller Katastrophen immer noch geben.

Zitat von Ahriman im Beitrag #156

Daß der Mensch an sich so heimtückisch, niederträchtig, hinterhältig, habgierig usw usw ist, kurzum, daß er böse ist, muß wohl auch einen Überlebensvorteil haben, sonst wäre er nicht so.
Auch Schafe sind heimtückisch, hinterhältig, fress/habgierig.. usw. usw. Liegt einfach in der Natur des Lebens selbst, jede Möglichkeit und jede Strategie für sich zu nutzen, den Fortbestand des eigenen Genpols zu sichern. Auch "Gott" ist diesbezüglich über viele Jahrtausende hinweg eine überaus zweckmäßige Strategie gewesen. Einmal mehr als Imponiergeweih in der "Prunftzeit" - zum einschüchtern lästiger Rivalen und zum anderen als "Federschmuck", zum überzeugen der Weibchen, die bei der Geburt ihrer eigenen genetischen Nachkommen und deren Aufzucht, immer ganz besonders auf das Wohlwollen der Schicksalsmächte angewiesen waren. Aber vor allem auch, um in der überlebenswichtigen Rudelgemeinschaft, die nachkommende Generation von Alpha-Männchen in Schach zu halten...

Zitat von Ahriman im Beitrag #156

Die Evolution hat ihn so geformt wie er ist.
Zu alledem braucht es keinen Gott.
Sehen wir es mal so, dass Eigenschaften wie Gut und Böse nur jeweils eine Frage des Zweckes und des Nutzens ist und je nach dem, wie auch je nach Rudelgemeinschaft - in welcher der Mensch als Individuum heranwächst, durchaus miteinander diametral austauschbar sind.

Die Guten sind immer die, die mir am nächsten stehen. Die Bösen sind immer bei der anderen Partei und die die schamlos nach meinen Weibchen lüstern.
Gott ist das Imponiergeweih von archaischen Leuten, die überhaupt keinen eigenen oder aber gänzlich verkümmerten Realitätssinn haben und wohl von der Evolution vergessen worden sind. In der Gegenwart unserer hochtechnisierten Gegenwart, eine überaus ernstzunehmende Gefahr mit dem Potential einer Naturkatastrophe, die der vor 65 Millionen Jahren in nichts nachsteht.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 5.036

30.01.2016 13:56
#158 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat
Das größte und gleichzeitig unlösbare Problem der Theologen ist doch zu erklären, wieso es das Böse in einer Welt gibt, über die ein Gott herrscht, der das Prinzip des Guten ist und gleichzeitig allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist. Das geht einfach nach logischem Prinzip nicht zusammen. Wenn es diesen Gott gäbe, wäre er mit seiner Allgegegenwart und Allwissenheit bei jeder Katastrophe wie auch bei jedem Verbrechen als Zuschauer dabei - und tut nichts dagegen, wie wir alle wissen. Es ist also zu vermuten, daß er ein widerlicher perverser Sadist ist, der seine Freude daran hat und sich (wie wir mit dem Fernsehprogramm) daran weidet und vergnügt. Das muß geil für ihn gewesen sein, als man damals die Hexen folterte. Man hat ihn ja auch jedesmal vorher im Gebet angerufen, daß er die Show ja nicht verpaßte.

Ahriman,

... keinesfalls ist das Böse ein unlösbares oder gar das größte Problem in der theologischen Denkwerkstatt, denn Ansätze findet man bereits in der Bibel, - z.B. im Buch HIOB. Dort wird, gleich zu Beginn, beim Treffen der Engel auch der "Besucher" Satan im Himmel als durchaus geduldet vorgestellt und von Gott sogar mit dem Satz begrüßt: "Wo kommst Du her?"
Im Judentum wurde Satan als der legitimierte Staatsanwalt gesehen, welcher am "Jüngsten Tage" die Anklage gegen alle menschlichen Sünder vortragen darf und unterscheidet sich damit wesentlich von der Auffassung der späteren christlichen Kirchen!

Das Treiben Satans, welcher meint, aus eigener Kraft "böse" handeln zu können/zu dürfen, wird in einem esoterischen Essay von "Gott" in die Schranken gewiesen, denn dieser sagt: "Wenn Du möchtest, kannst Du jederzeit wieder zu mir zurück kehren. Dann schaffe ich mir ein anderes Werkzeug ganz nach Deiner Art, denn Du sollst wissen, dass Du nicht aus eigenem Machtwillen böse sein darfst, sondern als mein Geschöpf, dies nur so lange sein kannst, wie es mir gefällt."-

Man kann aber die Schicksalsschläge, welche scheinbar unverhofft, höchst ungerecht und wahllos einzelne Menschen treffen, auch als verspätete Rechnungen aus früheren Lebensrunden betrachten. So machen dies jedenfalls Religionen, welche dem Karma-Gedanken anhängen!

Der zerstörerische Wille Satans wird von manchen Menschen auch als geeignetes Vehikel für Gottes eigentliche Ziele betrachtet. So ist z.B. Hitler einst von einem jüd. Politiker als der "Gründer des Staates Israel" bezeichnet worden, denn ohne den Holocaust wäre die Weltgemeinschaft wohl noch lange nicht dazu bewegt worden, den Juden ihre alte, biblische Heimat über eine Abstimmung wieder zuzusprechen.

Goethe lässt z.B. in seinem FAUST den Mephisto sagen: „Ich bin die Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“...
Damit unterstützt der deutsche Dichterfürst das Bild eines Wesens, welches glaubt, es dürfe sich frei und in aller Brutalität austoben, obwohl es mit seiner negativen Energie lediglich immer wieder nur den Boden für das Förderliche und das Gute zubereiten darf.
Immerhin, ein interessanter philosophischer Gedankenansatz zur dem so viel diskutierten Thema des Bösen!

Die damalige Hexenverfolgung erwuchs u.a. einer allgemeinen mittelalterlichen Satanshysterie und die Inquisition, welche im damaligen Spanien ins Leben gerufen wurde, konnte, mit Einwilligung des Vatikans, ihr verbrecherisches Handwerk beginnen. Ihre ursprüngliche Aufgabe aber war, nach der Vertreibung der arabischen Machthaber aus Südspanien, das damals noch von vielen Moslems und Juden bewohnte Spanien immer wieder auf "Linientreue" zu durchsuchen, denn viele Moslems und Juden flüchteten damals mittels einer scheinbaren Bekehrung zum Christentum vor Ausweisung und Verfolgung, blieben aber in den eigenen 4 Wänden ihrer alten Religion insgeheim treu.-
Die Hexenverfolgung (nicht nur in Deutschland!) berief sich z.B. auf den Satz im AT: "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." (2. Mose 22,17)
Dies aber muss als eine ernste Kampfansage der neuen Priester Jahwes an all die vielen heidnischen Zauberpraktiker angesehen werden, welche unter den damaligen Stämmen sicher noch großes Vertrauen genossen, Einfluss hatten und dementsprechend auch Verwendung fanden.

In manchen Stämmen Afrikas wird z.B. heute noch "gezaubert", es werden Hexen gefürchtet und der Medizinmann hat mehr Ansehen als jeder Pfarrer.

Gruß von Reklov

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

30.01.2016 18:10
#159 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat von Reklov
... keinesfalls ist das Böse ein unlösbares oder gar das größte Problem in der theologischen Denkwerkstatt, denn Ansätze findet man bereits in der Bibel, - z.B. im Buch HIOB. Dort wird, gleich zu Beginn, beim Treffen der Engel auch der "Besucher" Satan im Himmel als durchaus geduldet vorgestellt und von Gott sogar mit dem Satz begrüßt: "Wo kommst Du her?"


Die Hiobgeschichte ist absoluter Blödsinn. Daß ein allwissender Gott fragt: "Wo kommst du her?" oder "Adam, wo bist du?" ist doch derart dämlich! Hält er sich an das Motto "Stell dich doof und du fühlst dich schlau!"?
Genau so dämlich war Satan, mit einem Allwissenden eine Wette einzugehen. Gott wußte doch schon vorher, wie die Sache ausgehen würde.
Im Übrigen spielt sich Gott in der Geschichte wie ein Kind auf: "Ich kann blitzen und donnern, und was kannst du?" tönt er den armen Hiob an. So wie ich mal zu meinem Hund sagte: "Ich kann furzen, und was kannst du?"
Der Kerl, der das schrieb, dürfte einen IQ von weniger als 50 gehabt haben.

Zitat
Die Hexenverfolgung (nicht nur in Deutschland!) berief sich z.B. auf den Satz im AT: "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." (2. Mose 22,17)

Leider liegt hier ein Übersetzungsfehler vor. Ursprünglich hieß es: "Die Giftmischerinnen sollst du nicht leben lassen." Die Theologen wissen das schon lange, aber sie scheuen sich, die Blamage zuzugeben.

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

31.01.2016 14:35
#160 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat von Ahriman im Beitrag #159

Zitat von Reklov
... keinesfalls ist das Böse ein unlösbares oder gar das größte Problem in der theologischen Denkwerkstatt, denn Ansätze findet man bereits in der Bibel, - z.B. im Buch HIOB. Dort wird, gleich zu Beginn, beim Treffen der Engel auch der "Besucher" Satan im Himmel als durchaus geduldet vorgestellt und von Gott sogar mit dem Satz begrüßt: "Wo kommst Du her?"


Die Hiobgeschichte ist absoluter Blödsinn. Daß ein allwissender Gott fragt: "Wo kommst du her?" oder "Adam, wo bist du?" ist doch derart dämlich! Hält er sich an das Motto "Stell dich doof und du fühlst dich schlau!"?
Genau so dämlich war Satan, mit einem Allwissenden eine Wette einzugehen. Gott wußte doch schon vorher, wie die Sache ausgehen würde.
Im Übrigen spielt sich Gott in der Geschichte wie ein Kind auf: "Ich kann blitzen und donnern, und was kannst du?" tönt er den armen Hiob an. So wie ich mal zu meinem Hund sagte: "Ich kann furzen, und was kannst du?"
Der Kerl, der das schrieb, dürfte einen IQ von weniger als 50 gehabt haben.

Zitat
Die Hexenverfolgung (nicht nur in Deutschland!) berief sich z.B. auf den Satz im AT: "Die Zauberinnen sollst du nicht am Leben lassen." (2. Mose 22,17)

Leider liegt hier ein Übersetzungsfehler vor. Ursprünglich hieß es: "Die Giftmischerinnen sollst du nicht leben lassen." Die Theologen wissen das schon lange, aber sie scheuen sich, die Blamage zuzugeben.




Die Menschen vor mehr als 2000 Jahren als doof zu bezeichnen ist nur die peinliche Arroganz des spät geborenen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.036

31.01.2016 14:47
#161 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat
Leider liegt hier ein Übersetzungsfehler vor. Ursprünglich hieß es: "Die Giftmischerinnen sollst du nicht leben lassen." Die Theologen wissen das schon lange, aber sie scheuen sich, die Blamage zuzugeben.

Ahriman,

... dass Zauberer/innen sich u.a. auch mit "Giftmischen" (dem Experimentieren mit versch. chem. Substanzen) beschäftigten, ist hinreichend bekannt. Auch die ersten Alchimisten, aus denen dann später die Chemiker als anerkannte Wissenschaftler hervorgingen, wurden ja anfangs in Europa von der Kirche als "Hexer" verfolgt. Der von Dir beanstandete Übersetzungsfehler ist also nicht so schwerwiegend, wie die Tatsache, dass die Kirche über Jahrhunderte - aus bekannten Gründen - jedes naturwissenschaftliche Streben argwöhnisch ablehnte und verfolgte.

Zitat
Die Hiobgeschichte ist absoluter Blödsinn. Daß ein allwissender Gott fragt: "Wo kommst du her?" oder "Adam, wo bist du?" ist doch derart dämlich!

Der erzieherische Hauptzweck des Buches HIOB war und ist, den Lesern einen Protagonisten vorzustellen, der trotz heftigster Schicksalsschläge, seinen Glauben an Gott nicht wegwirft. - Die Frage Gottes an Adam, wo er denn sei, ist eine rein psychologische Frage an das sich versteckende Kind, welches sich verbirgt, weil es weiß, dass es ein Verbot gebrochen hat. - Ein Mindestmaß an Verständnis wird aber vom Bibelleser beim Lesen der vielen psychologischen "Sprachbilder" dann doch schon erwartet!

Zitat
Im Übrigen spielt sich Gott in der Geschichte wie ein Kind auf: "Ich kann blitzen und donnern, und was kannst du?" tönt er den armen Hiob an. So wie ich mal zu meinem Hund sagte: "Ich kann furzen, und was kannst du?" Der Kerl, der das schrieb, dürfte einen IQ von weniger als 50 gehabt haben.

Es ist nicht Gott, der sich hier aufspielt, sondern der unbekannte Autor wendete die ihm zur Verfügung stehenden Stil-Mittel an, um das Wunder der Schöpfung mit den Worten der Antike auszudrücken und beim Leser entsprechende Demut aufkommen zu lassen.
Auch die Menschen der Neuzeit werden, angesichts des rücksichtslosen Umgangs mit der Erde, noch gewaltige Rechnungen ins Haus geliefert bekommen. Unsere Generation vielleicht nicht mehr - die nächsten Generationen aber werden uns noch verfluchen, wenn sie mit dem tödlich giftigen Müllhaufen konfrontiert werden, den wir ihnen hinterlassen haben.
Dass Du meinst, der unbekannte Autor des Buches HIOB muss einen IQ von weniger als 50 gehabt haben, zeigt, dass Du den tieferen Sinn des Buches noch nicht recht verinnerlichen konntest. HIOB ist der sich im Leid aufbäumende und Gott anklagende Mensch, welcher sich in vielen Reden und Gegenreden nicht nur Gott, sondern auch den Worten seiner menschlichen Gesprächspartner (Eliphas, Zophar, Bildad, Elihu) stellen muss.
Die von Dir angesprochenen "Blitze" (Kap. 35, Vers 38) stellen eine antike Verbeugung vor den Naturkräften dar. - Wir modernen Menschen haben zwar heute kein mystisches Verhältnis zu den Funkenentladungen von Blitzen, fürchten aber ihre Wirkung dennoch unvermindert, weil wir ihnen auf freiem Gelände nach wie vor schutzlos ausgeliefert sind. Übrigens: Die der natürlichen Blitzentstehung zugrunde liegenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten sind bis heute nicht abschließend erforscht. Auch sind wir bisher leider nicht in der Lage, die gewaltigen Energien der Blitze irgendwie zu speichern, sonst wären viele unserer Energieprobleme sofort vom Tisch.

Das Buch HIOB ist eine psychologische Abhandlung über einen frommen antiken Menschen, der angesichts der über ihn hereinbrechenden Heimsuchungen, mit Fragen und Antworten einen kleinen Ausschnitt vom Bewusstseinszustand jener Kultur anbietet, aus dem diese Abhandlung kommt.
Lesenswert ist es allemal. Versuche es also langsam, auch mit dem rechten historischen und psychologischen Bewusstsein zu lesen, dann eröffnen sich Dir tiefer greifende zeitlose Aspekte, welche auch heute noch ihre volle Gültigkeit haben.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.036

31.01.2016 15:05
#162 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

Zitat
Naja.... es hängt dann schon auch ein bisschen davon ab, was "man" unter lebensfeindlich verstehen will oder zu verstehen meint. Immerhin wimmelt der Planet geradezu von Leben und was eher darauf schließen lässt, dass er wohl weit und breit der lebensfreundlichste Planet überhaupt ist.

Perquestavolta,

...sehe ich auch so! - Vielleicht ist unsere Erde sogar der Ausgangspunkt für die Besiedelung anderer Planeten???

Zitat
Möglicherweise sind sogar wir selbst die "größte aller Naturkatastrophen" schlechthin und wenn es uns nicht gäbe, dann würde es das Leben wahrscheinlich trotz aller Katastrophen immer noch geben.

Solch ein Weltbild kann der Einzelne zwar gedanklich in sich aufbauen, es lässt aber keine positiven Ströme in ihm fließen!
Die Geschichte des Menschen ist zwar mit Katastrophen verschiedenster Art durchwoben, dennoch waren sie alle auch eine Art strenger Lehrmeister für das kollektive Bewusstsein der jeweiligen Nationen.
Wir werden aber auch weiterhin die härtesten/strengsten Lektionen erhalten, wenn wir nicht aus unserer Geschichte lernen!

Gruß von Reklov

Ahriman Offline



Beiträge: 1.493

31.01.2016 19:23
#163 RE: Sind Naturkatastrophen "Gottes" Wille? Antworten

gelöscht

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