Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Je suis Samuel!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2.295 Antworten
und wurde 141.280 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | ... 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | ... 92
Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

10.12.2015 20:39
#301 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Und wenn dem Sein nun überhaupt keine Ursache zugrunde liegt?
Wie will man "Sein" überhaupt definieren?
Bräuchte das "Sein" eine Ursache, so wäre diese Ursache schon das "Sein" selbst!
Also hat es mit Bestimmtheit keine Ursache.

Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.
(Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen, §43.)

„Auch das Sein oder Nichtsein ist kein bedeutungshaltiges Zeichen der Sache [von der es gesagt wird], auch dann nicht, wenn man das ‚seiend‘ an sich selbst nackt sagen würde, denn es selbst ist gar nichts, sondern bezeichnet eine gewisse Verbindung [zu etwas] hinzu, welche ohne das Verbundene nicht zu denken ist“
(Aristoteles)

„Sein ist offenbar kein reales Prädikat, das ist ein Begriff von irgend etwas, was zu dem Begriffe eines Dinges hinzu kommen könnte. Es ist bloß die Position eines Dinges oder gewisser Bestimmungen an sich selbst. Im logischen Gebrauch ist es lediglich die kopula eines Urteils.
(Kant)

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.961

11.12.2015 08:56
#302 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez
Und wenn dem Sein nun überhaupt keine Ursache zugrunde liegt?

Die Antwort lautet Ja UND Nein. Aus der Perspektive unseres Raum-Zeit-Erlebens muss es eine Erste Ursache geben. Und die ist der zeit- und raumLOSE Zustand. Also eine völlig andere Perspektive, nämlich die der Nulldimension. Und die braucht keine Erste Ursache mehr, sie IST (für uns Zeitliche) die Erste Ursache!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

11.12.2015 20:37
#303 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #301
Und wenn dem Sein nun überhaupt keine Ursache zugrunde liegt?
Wie will man "Sein" überhaupt definieren?
Bräuchte das "Sein" eine Ursache, so wäre diese Ursache schon das "Sein" selbst!
Also hat es mit Bestimmtheit keine Ursache.

Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache.
(Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen, §43.)

„Auch das Sein oder Nichtsein ist kein bedeutungshaltiges Zeichen der Sache [von der es gesagt wird], auch dann nicht, wenn man das ‚seiend‘ an sich selbst nackt sagen würde, denn es selbst ist gar nichts, sondern bezeichnet eine gewisse Verbindung [zu etwas] hinzu, welche ohne das Verbundene nicht zu denken ist“
(Aristoteles)

„Sein ist offenbar kein reales Prädikat, das ist ein Begriff von irgend etwas, was zu dem Begriffe eines Dinges hinzu kommen könnte. Es ist bloß die Position eines Dinges oder gewisser Bestimmungen an sich selbst. Im logischen Gebrauch ist es lediglich die kopula eines Urteils.
(Kant)


"Sein oder nicht Sein", das ist die Frage... Das "Sein" bezieht sich nach unserem Sprachverständnis hier in Italien, nur und ausschließlich auf das lebende Sein und nicht auf das allgemeine "Ist". Wir sagen dazu "l'essere" und zu dem was IST: "quello che cè".

Das Sein ist eine emergente Erscheinung und liegt in seinen "Bausteinen" der Materie zugrunde die wir Elemente nennen und welche ihre 1. "Ursache" in der Verschmelzung von Atomen im inneren von Sternen haben.

Sein/Leben ist ein biochemisch reaktiver Prozess, welcher ständiger regenerativer Energiezufuhr bedarf und die wiederum die ihre "Ursache" in unserer Sonne hat, deren energetischen Teilchen die wir Photonen nennen, mit dem Sein/Leben wechselwirken, welches über 90% des irdischen Seins/Lebens ausmachen und das wir Mikroben nennen.

Mikroben sind "Sein/Leben" welches sich der Brennweite unserer "Optik" entzieht, welche nur für den Macrobereich der Materie ausgelegt ist und weswegen wir auch noch gar nicht so lange von diesen Mikroben wissen, die über Gedeih und Verderb allen Seins/Lebens bestimmen. Selbst in unserem Körper läuft ohne sie gar nichts.. und das richtige Verhältnis ihrer verschiedenen Arten, ist für uns Überlebenswichtig.. Kein Baum, keine höher Pflanze und noch nicht mal Gras könnte sich selbst die Mineralien aus dem "Sand" erschließen, die es als Grundlage zum Sein braucht..

Selbst so einfache überlebensnotwendig Grundsätzlichkeiten, wie das "Kacken" wären dem Sein nicht möglich.. wenn nicht das göttliche selbst, seinen eigenen "Ursprung" im wörtlichsten aller Sinne der Bedeutungen, selbst in der "Scheiße" gehabt hätte.

Nur ....von alle dem wussten weder die Philosophen noch die Theosophen von damals etwas.. Auch Kant und Schopenhauer wussten zu ihren Zeiten noch nichts von der großartigen Bedeutung der "Scheiße" für das Sein..

Also Reklov! Aus Scheiße bist du erschaffen und schon bald wirst du wieder zur Scheiße zurückkehren. Auch die Bibel sagt da nichts anderes und der kleine Unterschied zwischen Lehm und Scheiße, ist eh nur Geschmackssache.

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

12.12.2015 14:02
#304 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Also Reklov! Aus Scheiße bist du erschaffen und schon bald wirst du wieder zur Scheiße zurückkehren. Auch die Bibel sagt da nichts anderes und der kleine Unterschied zwischen Lehm und Scheiße, ist eh nur Geschmackssache.

Perquestavolta,

... wenn die italienische Sprache für Sein und Dasein keine Unterschiedlichkeit denkt und hat, so wundert es mich nicht, dass Du hier die Transzendenz so schlecht bearbeiten kannst! Von der Deutschen Sprache wird behauptet, sie eigne sich, wegen ihrem Aufbau, für das Philosophieren am besten! (Ist nicht von mir!)

Dass Du Deinen kleinen Lebenskreislauf aber gar mit Scheiße beginnen und dann auch so enden siehst, zeigt auch deutlich, warum Du bisher zum Thema der Religionen nur Entsprechendes abliefern konntest. Dass Du Dich hierbei auch noch auf die alten Texte der Bibel berufst, zeigt, dass Du selbst diese nie richtig verstehen wolltest oder konntest, denn die biblische Botschaft weist nun mal eindeutig über das materielle Vergehen unseres Körpers hinaus.

Um in Deinem Jargon zu bleiben: Damit lieferst Du in der Tat ein besch....... Menschen- und Gottesverständnis (als echtes Armutszeugnis!) ab.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.12.2015 16:09
#305 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #304

Zitat
Also Reklov! Aus Scheiße bist du erschaffen und schon bald wirst du wieder zur Scheiße zurückkehren. Auch die Bibel sagt da nichts anderes und der kleine Unterschied zwischen Lehm und Scheiße, ist eh nur Geschmackssache.
Perquestavolta,

... wenn die italienische Sprache für Sein und Dasein keine Unterschiedlichkeit denkt und hat, so wundert es mich nicht, dass Du hier die Transzendenz so schlecht bearbeiten kannst! Von der Deutschen Sprache wird behauptet, sie eigne sich, wegen ihrem Aufbau, für das Philosophieren am besten! (Ist nicht von mir!)



Reklov, die Italiener hatten schon eine zivilisierte Kultur- und einheitliche Schriftsprache, als ihr Germanen noch wilde/primitive Barbaren wart. Wir haben für SEIN, DASEIN und IST unmissverstehbar differenziert Begriffe und wenn wir vom Sein reden, dann meinen wir damit "lebende" Individuen, che in italiano si chiamono "esseri viventi. Wenn wir vom Dasein reden, dann verstehen wir darunter etwas ganz anderes, als halblustige "Amateurphilosophen" die im alter von 70 Jahren noch an den "Weihnachtsmann" glauben. Wenn man sich dann fragt, was denn die "Beweggründe" dafür sein mögen, dann bleibt da nur die eine Antwort übrig. Nämlich krankhafter Egozentrismus, der sich auf der kleingeistigen Unfähigkeit gründet, sich die Wirklichkeit als eine vom eigenen Sein völlig unabhängige Realität vorzustellen.



Zitat von Reklov im Beitrag #304

Dass Du Deinen kleinen Lebenskreislauf aber gar mit Scheiße beginnen und dann auch so enden siehst, zeigt auch deutlich, warum Du bisher zum Thema der Religionen nur Entsprechendes abliefern konntest.
. Reklov, die "Bausteine" aus denen alles SEIN besteht, ist Asche/Scheiße der Sterne. Auch unsere Sonne zeigt immer wieder "braune" Flecken und dabei werden gewaltige Mengen Materie aus- und abgestoßen, die als Grundlage für alles Sein unabdingbar ist.



Zitat von Reklov im Beitrag #304

Dass Du Dich hierbei auch noch auf die alten Texte der Bibel berufst, zeigt, dass Du selbst diese nie richtig verstehen wolltest oder konntest, denn die biblische Botschaft weist nun mal eindeutig über das materielle Vergehen unseres Körpers hinaus.
Die biblische Botschaft ist für das Alltagsleben unbrauchbar. Und du solltest dich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Der Teil der Menschheitsgeschichte, der an die Botschaft der Bibel angelehnt ist, ist nämlich alles andere als besonders "rühmlich". "Gott bedient nämlich nichts anderes, als die menschliche Egozentrik", die sich irgendwo rechtfertigen muss/will.

[/quote]

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

12.12.2015 20:22
#306 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
... so sehe ich es und deswegen sollten Religionen auch nicht von "Wahrheiten" sprechen, sondern besser den Begriff "Glaubenswahrheit" benutzen. Damit sind unnötige Wortgefechte von vorne herein vermieden.

Meiner Erfahrung nach ist es gleich, welchen Begriff man verwendet. Eine "Glaubenswahrheit" bietet nach allgemeinem Verständnis natürlich noch mehr Angriffsfläche für Kritik seitens der Atheisten oder auch andersdenkender Theisten.

Zitat von Reklov
Mose, der ja vor seiner "Berufung" mit seinem Bruder Aaron einer Art heidnischem Schlangenkult anzugehören schien, könnte auch zu dieser sagenhaften "Führungsfigur" durch den jüd. Volksmund empor geredet worden sein.

Man darf in dem Zusammenhang nicht übersehen, dass man z.B. noch heute überall in der Schweiz auf Monumente und Bilder von Wilhelm Tell stößt, obwohl dieser Nationalheld bekanntlich ja lediglich eine "Kunstfigur" unseres schwäb. Dichters F. Schiller ist!



Auf welche Quellen stützt du deine Ansicht mit dem Schlagenkult? Ich habe darüber schon einiges gelesen und mich würde deine Meinung dazu interessieren.

Zitat von Reklov
Sicher nicht aus Gottesvorstellungen, welche nicht überprüft werden können! Die versch. Gottesentwürfe der Religionen zeigen uns evtl. korrekte Teilwahrheiten. Diese dürfen die Religionen aber nicht dazu verleiten, ihren Schäfchen einzureden, sie hätten damit bereits schon das Ganze in ihren Händen!

"Das Ganze" kennen und verstehen zu lernen dürfte eine Aufgabe von mehreren "googolplex" Jahren sein. Trotzdem ist es für die Gläubigen nicht unerheblich heute schon auf dem Weg zu gehen, der ihnen diesen Zeitraum der individuell erlebbaren Erkenntniszunahme ermöglicht.

Zitat von Reklov
Die Frage nach dem WOHER und WOHIN treibt nun mal den menschlichen Geist umher und die Suche nach Sinn ist eines der Dinge, welche uns von den Tieren unterscheidet. Diese Sinnsuche, die ja bereits lange vor dem Christentum auf Fahrt ging, ist also einer Beschäftigung durchaus würdig, denn wir leben nicht von Brot und Spielen allein! - Anmaßend wird es nur, wenn jemand keck behauptet, er habe die alleinige Wahrheit richtig erkannt und dann damit auch noch gewaltige Vorteile, verbunden mit Gewaltakten, für sich heraus holt, denn da hört der Spaß nun mal auf.

Klar, wobei dieser jemand, dann erst mal schüssig begründen müsste, warum sein Verständnis von Wahrheit mit Gewalt durchzusetzen sei.

Dennoch bleibe es trotzdem dabei. Wenn keine Wahrheit gefunden werden kann, ist auch das Streben des Menschen nach Erkenntnis des WOHER und WOHIN letztlich ohne Sinn. Der Mensch kann sehr wohl von Brot und Spielen allein leben, wenn er sich gar nicht um die Suche nach Wahrheit bemüht, wenn er erkannt hat, dass diese Suche ohne objektiven Sinn ist.

Zitat von Reklov
Sprache hat ihre bekannten Grenzen! - Mit dem Wort "Zentrum" habe ich noch nichts Gültiges ausgesagt, allenfalls einen Entwurf eines Ur-Grundes oder Energiezentrums angedeutet. So viel muss schon erlaubt sein, denn sonst könnten wir uns ja alle einfach nur hinsetzen und schweigen, jede Kommunikation über dieses Thema aufgeben.

Wahrscheinlich wäre das angesichts der Grenzen von Sprache noch das Vernünftigste. Was nützt denn die Formulierung oder Ausschmückung des Entwurfes eines Ur-Grundes oder Energiezentrums, wenn jeder darunter etwas anderes zu verstehen vermag, und es nur innerhalb der persönlichen Bewusstseinsparameter - auch in Bezug auf die Grenzen der Sprache - eine greifbare Vorstellung wird?

Zitat von Reklov
Eine echte göttliche Wahrheit käme in einem Sprachkleid daher, dessen Logik jeden Kritiker verstummen, alle Zweifel beseitigen würde - und auch könnte. - Dass aber so viel uneinige Diskussionen unter den Menschen über das "Göttliche" geführt werden, könnte ein Zeichen sein, dass wir alle in einem Zug sitzen, von dem wir weder den Abfahrtsort, noch den Zielbahnhof kennen, aber dennoch die am Zugfenster vorbei fliegenden Landschaften erkennen oder deuten können.

Eine sehr wortgewandte Umschreibung der Situation, der ich ebenfalls zustimmen könnte. Allederdings mache ich einen feinen, aber gewichtigen Unterschied. Die Echtheit einer göttlichen Wahrheit setze ich nicht in Abhängigkeit zur Reaktion der Menschen auf diese Wahrheit. Ich gestehe es somit jedem vernunftbegabten Wesen zu, eine göttliche Wahrheit in vollem Bewusstsein zu ignorieren - ja sogar aktiv zu bekämpfen, trotz des Wissens, dass das einwandfrei und tatsächlich die Wahrheit ist. Sonst gäbe es ja keine Möglichkeit, der Wahrheit zu "entfliehen". Tatsächlich kann ich diesen Fakt aber jeden Tag beobachten.

Zitat von Reklov
Die Geschichte belehrt uns, dass der Mensch sich eindeutigen Wahrheiten nie lange versperren konnte und wollte, denn der menschliche Geist lässt sich nicht gerne durch Unwahrheiten auf Dauer täuschen.
So musste z.B. das geozentrische dem heliozentrischen Weltbild nach etwa 1800 Jahren weichen!

Auf bestimmte Wahrheiten lässt sich das anwenden. Das geozentrische Weltbild hat im Verhältnis zum heliozentrischen Weltbild kaum einen Einfluss darauf, in welcher Abhängigkeit sich der Mensch zu seinem Ursprung sieht. Wenn es aber um das Recht geht zu entscheiden, was für den Menschen "Gut" oder "Böse" ist, ist nicht nur die Abhängigkeit offensichtlich, sondern auch das Bestreben des Menschen, sich von dieser Abhängigkeit durch eigene Überlegungen zu distanzieren.

Zitat von Reklov

Der menschliche Geist ist nicht so begrenzt, wie man meinen möchte! Zumindest ist er neugierig genug, sich ständig neuen Fragen und Herausforderungen zu stellen. Die "Gottesfrage", als Chiffre des Seins, wird dabei natürlich niemals ganz ausgeklammert werden können!

Sie wird aber - wenn ich deine Beiträge richtig verstehe - auch niemals eindetig geklärt werden können. Sonst wäre Gott für das "Sein" ja kein Chiffre mehr!

____________________________________________
In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.12.2015 15:26
#307 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SnookerRI im Beitrag #306


Dennoch bleibe es trotzdem dabei. Wenn keine Wahrheit gefunden werden kann, ist auch das Streben des Menschen nach Erkenntnis des WOHER und WOHIN letztlich ohne Sinn. Der Mensch kann sehr wohl von Brot und Spielen allein leben, wenn er sich gar nicht um die Suche nach Wahrheit bemüht, wenn er erkannt hat, dass diese Suche ohne objektiven Sinn ist.



Das ist kompletter Unsinn, SnookerRI. Für DICH persönlich mag das so sein. Die Gründe dafür finden aber nur in deinem eigenen Kopf statt.

Dass du dich hier stellvertretend für "den Menschen", (womit wir alle gemeint sind), aufstellst und uns alle damit absegnen möchtest, dass wenn wir nicht die Wahrheit finden, die du meinst gefunden zu haben, dann hätte unsere Suche nach dem Woher und Wohin gar keinen objektiven Sinn, zeigt mehr als deutlich, dass du "sie schon länger nicht mehr Alle (gefunden) hast".

Die Wahrheit ist immer offen, SnookerRI!! Ganz abgesehen davon, dass Wahrheit keine absolute Konstante ist und zudem aus unendlich vielen Teilwahrheiten besteht, die vom individuellen Standpunkt eines jeden einzelnen Menschen aus gesehen, ganz unterschiedlich wahrgenommen werden können. DU siehst nur die sechs Seiten des Würfels und "ich" sehe alle ACHT. Damit ist die "Wahrheit" noch lange nicht gefunden, denn wenn der Würfel "ZUFÄLLIG aus Papierseiten aufgebaut wäre, dann könnte er bezogen auf seine Größe, auch mehrere Millionen Seiten haben.

Du nimmst hier in der Diskussion immer auch gerne DEINE eigene WAHRNEHMUNG als die absolute Referenzgröße, an der WIR alle erst unsere Wahrnehmung messen müssten, um unsere Meinung mit der selben "Gewissheit" vertreten zu dürfen, wie DU die DEINE. Dass du deine eigene Meinung aber nur mit gehässigen und böswilligen Verschwörungstheorien behaupten kannst, die anständige Menschen in ein schlechtes Licht stellen, welche auf der wissenschaftlichen Suche nach dem Woher und Wohin zu einem ganz anderen Ergebnis gekommen sind, als dir deine Wahrnehmung vorgaukelt, fällt dir gar nicht mehr auf und sollte uns zu denken geben, dass man wahrscheinlich nur dann ein Zeuge Jehova werden kann, wenn man dafür auch genügend "unqualifizierte" Charaktereigenschaften mitbringt.

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

13.12.2015 16:36
#308 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Reklov, die Italiener hatten schon eine zivilisierte Kultur- und einheitliche Schriftsprache, als ihr Germanen noch wilde/primitive Barbaren wart. Wir haben für SEIN, DASEIN und IST unmissverstehbar differenziert Begriffe und wenn wir vom Sein reden, dann meinen wir damit "lebende" Individuen, che in italiano si chiamono "esseri viventi. Wenn wir vom Dasein reden, dann verstehen wir darunter etwas ganz anderes, als halblustige "Amateurphilosophen" die im alter von 70 Jahren noch an den "Weihnachtsmann" glauben. Wenn man sich dann fragt, was denn die "Beweggründe" dafür sein mögen, dann bleibt da nur die eine Antwort übrig. Nämlich krankhafter Egozentrismus, der sich auf der kleingeistigen Unfähigkeit gründet, sich die Wirklichkeit als eine vom eigenen Sein völlig unabhängige Realität vorzustellen.

@Perquestavolta,

... zunächst die Frage: Was weißt Du denn über die germanische Kultur? - Der Römer TACITUS hat sich ein seiner antiken Schrift GERMANIA zwar nur oberflächlich, aber immerhin anschaulich zu einigen wenigen Details dieser Kultur geäußert. - Allein ein starkes Heer, verbunden mit Eroberungswillen und einer einheitlichen Schrift, machen noch nicht den kompletten Inhalt einer Kultur aus! Dass aber die Römische Kultur zuletzt an ihrer eigenen Dekadenz zugrunde ging, wird ja auch Dir bekannt sein? -

Beweggründe für meine Beschäftigung mit Philosophie, waren und sind seit über 30 Jahren, weniger eine von Dir vermutete krankhafte Egozentrik, sondern einfach das Interesse an den menschlichen Gedankenwegen, die sich außerhalb der berechenbaren und damit beweisbaren Tatsachen innerhalb der rein materiellen Ebenen heraus bildeten.
Mein Alter spielt bei diesem Prozess eher eine vorteilhafte Rolle, weil man, als an den Beruf gebundener "Amateur", dem Alltag mehr Zeitaufwand für das Lesen abringen konnte, als dies ein jüngerer Mensch auf seiner Zeitschiene in der Regel hinbekommt! Übrigens: Älter wird man ohne eigenes Zutun und ich kann Dir versichern, Du brauchst Dich dabei auch gar nicht groß anzustrengen.
Dass Du Sein und Dasein in einen Topf wirfst, bringt Dich auch dazu, mein kurzes temporäres Dasein innerhalb des ewigen Seins miteinander zu vermengen. Die von Dir angesprochene Wirklichkeit "wirkt" eben nur auf die von uns beobachtbaren materiellen Ebenen ein. - Eine Idee aber kannst Du z.B. weder messen, noch beobachten - es sei denn - sie wird durch eine Handlung in Realität umgesetzt. Wenn nicht, bleibt sie im Bereich des geistigen Seins und ist noch nicht im körperlichen Dasein manifestiert!

Nun darfst Du Dir gerne überlegen, wessen Idee der Kosmos, mit all seinen materiellen Erscheinungen, denn sein könnte? Eines aber kannst Du dabei sicher ausschließen: Deine Idee ist dieses großartige Szenario jedenfalls nicht! - So bleibt Dir, als verengt denkender Materialist, nur der Gedanke, dass Atome, welche schon immer da gewesen sein sollen, sich auf "natürliche" Art entschlossen haben könnten, höhere und komplexere Formen - bis hin zum Menschen - anhand ihres möglichen eigenen Bewusstseins zu entwickeln.
Andere, verschiedenste Gedankenmodelle sind hierzu schon von altgriech. Denkern entwickelt worden.

Zitat
die "Bausteine" aus denen alles SEIN besteht, ist Asche/Scheiße der Sterne. Auch unsere Sonne zeigt immer wieder "braune" Flecken und dabei werden gewaltige Mengen Materie aus- und abgestoßen, die als Grundlage für alles Sein unabdingbar ist.

"Sonnenflecken" sind dunkle Stellen auf der sichtbaren Sonnenoberfläche, die kühler sind und daher weniger sichtbares Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Ihre Zahl und Größe ist das einfachste Maß für die Sonnenaktivität. - Auch auf unserer Haut bilden sich braune Sonnenflecken (anderer Art!).
Mit "Scheiße", wie ihn unser Sprachgebrauch benennt, hat dies alles herzlich wenig zu tun. - Du scheinst aber die amerikanische Unart, bei jedem achten Wort "shit" zu sagen, übernommen zu haben, - oder ist das auch in Italien ein Brauch?

Asche ist nun mal keine Absonderung, wie es unser Verdauungssystem produziert, sondern entsteht aus der Verbrennung organischen Materials. Der Begriff "Verwesung" aber fasst im Deutschen die Prozesse zusammen, welche nach dem Tod in einem Organismus ablaufen.
Auch hier solltest Du begreifen wollen, dass z.B. eine Idee niemals verwesen, sondern lediglich vergessen werden kann, bis sie wieder neu "entdeckt" (aufgedeckt) wird. Das ist nun mal der Unterschied innerhalb der materiellen und immateriellen Ebenen, welche unser Bewusstsein durchziehen!

Zitat
Die biblische Botschaft ist für das Alltagsleben unbrauchbar. Und du solltest dich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Dann frage Dich doch mal, warum der größte Teil der 10 Gebote in die Deutsche Rechtsprechung, vielleicht auch in das italienische Rechtssystem, eingebunden wurde?

Zitat
"Gott bedient nämlich nichts anderes, als die menschliche Egozentrik", die sich irgendwo rechtfertigen muss/will.

Was "Gott" vorhat oder tut, entzieht sich Dir kleinem Erdenwurm in jeder Weise! - Jesus jedenfalls, so wie ihn uns die Evangelisten eben im NT vorstellen, trat dieser unseligen Egozentrik des Menschen stets durch Wort und Tat entgegen!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

13.12.2015 16:58
#309 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Auf welche Quellen stützt du deine Ansicht mit dem Schlagenkult? Ich habe darüber schon einiges gelesen und mich würde deine Meinung dazu interessieren.

SnookerRI,

... die Quellen über die Rolle der Schlange in den archaischen, vorchristlichen Kulturen sind sehr zahlreich und hinterließen ihre unterschiedlichsten Bilder auf der ganzen Welt; auch in den Germanischen Sagen.
Bei Mose, der ja vor seiner "Berufung" einem heidnischen Kult angehört haben muss, ist u.a. der Bibelbericht über die Wandlung seines Stabes zur Schlange, vor den Augen des Pharaos, ein leider nur dürftiger Hinweis auf die magische Denkweise, welche alle damaligen Kulturen im Griff hatte und in welche auch Moses seinerzeit eingebettet gewesen war.
Bereits unter dem "Baum der Erkenntnis" bekommt die Schlange den >Schwarzen Peter< literarisch zugeschoben. Mag sein, dass dieses Kriechtier seit jeher den umherziehenden Nomaden im Orient einen täglichen Schrecken, oft verbunden mit einem schnellen Tod, brachte.
Die "grüne Mamba" soll z.B. noch heute in Afrika ohne, dass sie sich bedroht fühlt, nachts gerne in die Hütten der Dörfer kriechen, um ihren tödlichen Biss anzubringen und in Texas geht kein Farmer ohne Stiefel ins hohe Gras, weil er weiß, dass ihn nur das Stiefelleder vor einem Biss in die Verse schützt. Eine Farmerin in Texas gab im TV zu verstehen, dass sie jeden Abend zuerst im und unter dem Bett nachsieht, ob sich keine Klapperschlange eingenistet hat.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.12.2015 20:34
#310 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #308

Zitat
Reklov, die Italiener hatten schon eine zivilisierte Kultur- und einheitliche Schriftsprache, als ihr Germanen noch wilde/primitive Barbaren wart. Wir haben für SEIN, DASEIN und IST unmissverstehbar differenziert Begriffe und wenn wir vom Sein reden, dann meinen wir damit "lebende" Individuen, che in italiano si chiamono "esseri viventi. Wenn wir vom Dasein reden, dann verstehen wir darunter etwas ganz anderes, als halblustige "Amateurphilosophen" die im alter von 70 Jahren noch an den "Weihnachtsmann" glauben. Wenn man sich dann fragt, was denn die "Beweggründe" dafür sein mögen, dann bleibt da nur die eine Antwort übrig. Nämlich krankhafter Egozentrismus, der sich auf der kleingeistigen Unfähigkeit gründet, sich die Wirklichkeit als eine vom eigenen Sein völlig unabhängige Realität vorzustellen.
@Perquestavolta,

... zunächst die Frage: Was weißt Du denn über die germanische Kultur? -

Ich bin begeisterter Hobbyarchäologe.. stand früher mal, als ich hier noch als "Geo" mitgeschrieben habe, sogar in meinem Profil. Aber mit "Germanischer Kultur" meinte ich auch den schlechten Geschmack der Deutschen noch vor nicht mal 30 Jahren, als ich
öfter mal für längere Zeit in "Germanien" unterwegs war.

Zitat von Reklov im Beitrag #308

Beweggründe für meine Beschäftigung mit Philosophie, waren und sind seit über 30 Jahren, weniger eine von Dir vermutete krankhafte Egozentrik, sondern einfach das Interesse an den menschlichen Gedankenwegen, die sich außerhalb der berechenbaren und damit beweisbaren Tatsachen innerhalb der rein materiellen Ebenen heraus bildeten.
Ja ich weis, du lobst dich gerne selber.... und abgesehen davon, ging es ja um den Unterschied von Sein und Dasein, den ich nach deiner "Philosophie" nicht zu unterscheiden weis, weil ich "Italiener" bin...

Zitat von Reklov im Beitrag #308

Nun darfst Du Dir gerne überlegen, wessen Idee der Kosmos, mit all seinen materiellen Erscheinungen, denn sein könnte?
Leidest du schon an Demenz.?
Das Thema hatten wir doch schon. Aber trotzdem, Reklov. Das was du als Kosmos zu sehen meinst, ist nicht das was du da real siehst. Einfach deswegen, weil der Nächste Stern hinter dem Mond, nur das Licht-Bild eines Sterns ist, das schon mehrere hundert Jahre alt ist, wenn du es zusammen und gleichzeitig mit dem Mond siehst. Tatsächlich aber, steht der Stern schon lange nicht mehr hinter dem Mond.. Und das ist nur eine von vielen 100 Milliarden solcher "Sinnestäuschungen".

Zusammengfasst heißt das, dass dieser Kossmos mit all seinen materiellen Erscheinungen die du da zu sehen meinst, nur deine eigene Idee vom Kosmos ist. Ich hab damit nichts zu tun.


Zitat von Reklov im Beitrag #308

jedenfalls nicht! - So bleibt Dir, als verengt denkender Materialist, nur der Gedanke, dass Atome, welche schon immer da gewesen sein sollen,

Reklov! Niemand von den "wissenschaftlichen Materialisten" hier hat je behauptet, dass die Atome immer schon dagewesen sind. Wie kommst du auf so einen "Schwachfug"?

Zitat von Reklov im Beitrag #308

"Sonnenflecken" sind dunkle Stellen auf der sichtbaren Sonnenoberfläche, die kühler sind und daher weniger sichtbares Licht abstrahlen als der Rest der Oberfläche. Ihre Zahl und Größe ist das einfachste Maß für die Sonnenaktivität.
Richtig! Sonnenflecken sind ein zuverlässiger Indikator dafür, dass die Sonnenaktivität im Rhythmus von 11 Jahren stark schwankt. Die Sonne stößt ständig ionisierte Materie und also "Asche" aus. Sieht man während einer sogenannten Sonnenfinsternis besonders gut. In der Phase erhöhter Aktivität, "furzt" die Sonne manchmal sogar besonders heftig und wenn dann ein solcher heftiger "Furz", den man in der Fachsprache auch Eruption nennt, in Richtung Erde bewegt, könnte das im Extremfall sogar das Ende unserer hochtechnisierten Zivilisation bedeuten. Ein Vollpfosten von Gott, der sich so was ausgedacht haben will, den können wir ruhig abwählen..

Zitat von Reklov im Beitrag #308

Asche ist nun mal keine Absonderung, wie es unser Verdauungssystem produziert, sondern entsteht aus der Verbrennung organischen Materials.
Quatsch Reklov! Jetzt hast du nicht nur in Physik eine 5, sonder auch in Chemie eine 6!
"Asche" ist ein Umgangssprachlicher Ausdruck für das was nach der Verbrennung von was auch immer, am Ende dann noch übrig bleibt. Nur.. und das ist das Eigentliche, ist jedwede Verbrennung genau genommen nichts anderes, als eine "Oxydation". Abgesehen davon, ist auch die Asche - welche von Vulkanen ausgestoßen wird, alles andere, als "organischen" Ursprungs. Dafür aber, ist sie ein hervorragender "Kunstdünger" In Gegenden die regelmäßig von Vulkanasche "abgedeckt werden, ist die Erde besonders fruchtbar.

"Scheiße" ist das was man dafür hält oder als solches bewertet.. Dagegen ist organischer Dünger fast immer "Scheiße", weil "Scheiße" neben viel organisch gebundenem Stickstoff, auch viel "Asche" enthält.

Zitat von Reklov im Beitrag #308

Der Begriff "Verwesung" aber fasst im Deutschen die Prozesse zusammen, welche nach dem Tod in einem Organismus ablaufen.

Entweder kannst du nicht richtig Deutsch, oder du verwechselst Philosophie mit Fantasie... Bei einer Verwesung wird der "ganze Organismus" von Mikroben vertilgt. Von außen, wie von innen.. Dabei werden alle Atome eines Organismus in den Kreislauf des Lebens zurückgeführt. Die Mikroben produzieren dabei mit ihrem Stoffwechsel fast alle nur erdenklichen organischen Verbindungen und Enzyme, die wiederum für die Entstehung neuen Lebens unabdingbar sind..

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

14.12.2015 14:02
#311 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Aber mit "Germanischer Kultur" meinte ich auch den schlechten Geschmack der Deutschen noch vor nicht mal 30 Jahren, als ich
öfter mal für längere Zeit in "Germanien" unterwegs war.

@Perquestavolta,

... schlechten Geschmack findet man in allen Kulturen! Dieser hat manchmal auch etwas mit den finanziellen Möglichkeiten zu tun. So konnte ich auf meinen langen Reisen durch Italien (bis hinunter nach Neapel) sehen, dass z.B. nicht alle Italiener geschmackvoll angezogen sind oder stilvoll möbliert wohnen und anstatt eines Design-Autos, eine alte Rostbeule fahren!

Immerhin hat die "Germanische Kultur" (wie auch die italienische!), weltweite Beachtung erlangen können. Dazu soll ein Auszug folgender Stichworte ausreichen: Jugendstil, Bauhaus (als Stilbegriff), Literatur, Dichtkunst, Musik, Malerei, Bildhauerei, Theater- und Filmkunst, (etc.). - (Hinzu kommen viele techn. Innovationen, welche nicht unter dem Begriff >Kunst< eingereiht werden können.)

Zitat
Ja ich weis, du lobst dich gerne selber.... und abgesehen davon, ging es ja um den Unterschied von Sein und Dasein, den ich nach deiner "Philosophie" nicht zu unterscheiden weis, weil ich "Italiener" bin...

... nicht, weil Du Italiener bist, sondern weil Du eben von Deiner Ausbildung und Deiner damit verbundenen Denkweise entsprechend geprägt und gesteuert bist. Übrigens: Wenn jemand hier seine Meinung zur Diskussion stellt, so hat diese wenig mit Eigenlob zu tun, sondern lediglich mit seiner Bereitschaft an der Teilnahme zu einem Gespräch.-

Nachgereicht: Du sagtest ja neulich an, mitteilen zu wollen, warum und wie Du mehrere "Ur-Gründe" wissenschaftlich einwandfrei belegen und diese meinem so angenommenen "einzigen Ur-Grund" als richtig gegenüber stellen kannst.
Frage: Konntest Du diese Beweisführung schon aufstellen?

Gruß von Reklov

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

14.12.2015 18:45
#312 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Das ist kompletter Unsinn, SnookerRI. Für DICH persönlich mag das so sein. Die Gründe dafür finden aber nur in deinem eigenen Kopf statt.

Lass dir mal was neues einfallen, Perquestavolta! Ich habe hier eigentlich nur meine Meinung bezüglich einer Aussage von Reklov aufgezeigt. Davon fühlst du dich schon wieder angegriffen und willst das mit deinen "gehässigen und böswilligen Verschwörungstheorien" auskontern. Dass mir das nur ein müdes Lächeln abringt, treibt dich wiederrum zur Weißglut

Darüber hinaus beweist dein Beitrag einmal mehr, dass du selbst das machst, was du anderen, die du unbedingt als Feinde betrachten musst, vorwirfst:

Zitat von Perquestavolta
Die Wahrheit ist immer offen, SnookerRI!!



Zitat von Perquestavolta
Du nimmst hier in der Diskussion immer auch gerne DEINE eigene WAHRNEHMUNG als die absolute Referenzgröße, an der WIR alle erst unsere Wahrnehmung messen müssten, um unsere Meinung mit der selben "Gewissheit" vertreten zu dürfen, wie DU die DEINE.

Das spricht einfach für sich selbst!

____________________________________________
In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.12.2015 21:16
#313 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SnookerRI im Beitrag #312

Zitat von Perquestavolta
Das ist kompletter Unsinn, SnookerRI. Für DICH persönlich mag das so sein. Die Gründe dafür finden aber nur in deinem eigenen Kopf statt.
Lass dir mal was neues einfallen, Perquestavolta! Ich habe hier eigentlich nur meine Meinung bezüglich einer Aussage von Reklov aufgezeigt. Davon fühlst du dich schon wieder angegriffen und willst das mit deinen "gehässigen und böswilligen Verschwörungstheorien" auskontern. Dass mir das nur ein müdes Lächeln abringt, treibt dich wiederrum zur Weißglut

Darüber hinaus beweist dein Beitrag einmal mehr, dass du selbst das machst, was du anderen, die du unbedingt als Feinde betrachten musst, vorwirfst:

Zitat von Perquestavolta
Die Wahrheit ist immer offen, SnookerRI!!



Zitat von Perquestavolta
Du nimmst hier in der Diskussion immer auch gerne DEINE eigene WAHRNEHMUNG als die absolute Referenzgröße, an der WIR alle erst unsere Wahrnehmung messen müssten, um unsere Meinung mit der selben "Gewissheit" vertreten zu dürfen, wie DU die DEINE.

Das spricht einfach für sich selbst!




Natürlich spricht das für sich, SnookerRI. Als sich damals die Frühchristen durch Lug und Täuschung die weltliche Macht erschlichen hatten, seigten sie auch ihre wahres Gesicht.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.325

14.12.2015 21:39
#314 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Natürlich spricht das für sich, SnookerRI. Als sich damals die Frühchristen durch Lug und Täuschung die weltliche Macht erschlichen hatten, seigten sie auch ihre wahres Gesicht.

Hört Hört, solche Worte vom katholischen Atheisten, Napoleon Perquestavolta. Und hier schließt sich der Kreis.

____________________________________________
In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.12.2015 21:46
#315 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #311

Übrigens: Wenn jemand hier seine Meinung zur Diskussion stellt, so hat diese wenig mit Eigenlob zu tun, sondern lediglich mit seiner Bereitschaft an der Teilnahme zu einem Gespräch...
Du sagtest ja neulich an, mitteilen zu wollen, warum und wie Du mehrere "Ur-Gründe" wissenschaftlich einwandfrei belegen und diese meinem so angenommenen "einzigen Ur-Grund" als richtig gegenüber stellen kannst.
Frage: Konntest Du diese Beweisführung schon aufstellen.



Natürlich!

Wie erklärst du, dass das Gedeihen allen SEINs von Mikroben abhängt, die fast 70% der Biomasse des Planeten ausmachen ? Wie erklärst du, dass der Urgrund allen SEINS so viele tödliche Parasiten und Infektionskeime, wie Bandwürmer, Räude-Milben, Malariaplasmiden, Pest-Bazillen und und und geschaffen hat, die vorwiegend Tiere befallen?
Was haben Tiere Gott böses getan, die von der Räude befallen werden und in freier Wildbahn qualvoll verenden?

Warum haben Theosophen und Philosophen darauf keine Antwort? Sind sie blind für die Wirklichkeit?


Ich habe dir schon eine Reihe von Ursachen aufgezählt, die für das DAsein allen Seins unabdingbar sind.

Alleine die Geburt der Bausteine allen Lebens durch Kernfussion in den Sternen, ist ein Prozess der in sich selbst unendlich viele Ursachen vereint.
Miriaden von Mikroorganismen welche mit ihrem Stoffwechsel alle Enzyme und Eiweisketten herstellen, damit auf dem Planeten Erde überhaupt so etwas wir "höheres" Leben existieren kann. Wir wissen, dass die Enzyme und Eiweisketten, welche diese Mikroben durch ihren Stoffwechsel herstellen, manchmal auch extrem starke Zellgifte sind und aber in niedriger Konzentration Gene aktivieren, bzw deaktivieren, was für die Evolution der Arten im Tier- und Planzenreich unabdingbare Voraussetzung ist.
Also auch hier wieder unendlich viele Ursachen und deren Kombination.

Warum Reklov, hast du für all das keine Aufmerksamkeitssinn?

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

15.12.2015 02:25
#316 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wie erklärst du, dass das Gedeihen allen SEINs von Mikroben abhängt, die fast 70% der Biomasse des Planeten ausmachen ?

Perquestavolta,

... unsere Welt baut sich nun mal nach dem Prinzip auf: Aus den kleinsten Teilchen entwickeln sich die größeren, leblosen und lebendigen Erscheinungsformen und deren Kombinationen.
Dass dies in stets unvorstellbar riesiger Menge geschieht, können wir ja überall beobachten: Von den Bakterien angefangen - bis hin zu den Sternen. Gegeizt wird also in der Natur nicht!
Nur - was haben große Mengen von kleinsten und größten Lebensformen mit dem Gedanken eines Ur-Grundes zu tun?

Dazu ein einfaches Beispiel aus der Technik: Obwohl heute unzählige Autos auf den Straßen der Länder fahren, gab es das sog. Ur-Modell: Im Jahr 1863 machte Étienne Lenoir mit dem Hippomobile eine 18 km lange Fahrt; es war das erste Fahrzeug mit einem Motor mit interner Verbrennung. Jedoch gilt das Jahr 1886 mit dem Benz Patent-Motorwagen Nummer 1 vom deutschen Erfinder Carl Benz als das Geburtsjahr des modernen Automobils mit Verbrennungsmotor, da es große mediale Aufmerksamkeit erregte und zu einer Serienproduktion führte. - Dein Gedankenansatz, es gäbe für das Sein und Dasein stets viele Gründe und nicht nur einen, ist also nicht haltbar!

Zitat
Wie erklärst du, dass der Urgrund allen SEINS so viele tödliche Parasiten und Infektionskeime, wie Bandwürmer, Räude-Milben, Malariaplasmiden, Pest-Bazillen und und und geschaffen hat, die vorwiegend Tiere befallen?
Was haben Tiere Gott böses getan, die von der Räude befallen werden und in freier Wildbahn qualvoll verenden?

Erklären kann dies wohl niemand, der Gedanke an eine Regulation der sonst überquellenden Fruchtbarkeit des Lebens drängt sich aber auf. (Selbst Krebs-Zellen möchte "leben", sich vermehren und ausweiten!)
So wie z.B. Waldbrände in Ur-Zeiten große Flächen ungebremst vernichteten, "regulierten" sie auch gleichzeitig das Wachstum der Steppen und Wälder, ohne aber deren Ausbreitung gänzlich zu vernichten! Ähnlich könnten auch Krankheiten einen Regulator für die sonst ungebremste Vermehrung von Menschen, Tieren und Pflanzen darstellen.
Die Natur hat ein strenges, aber vernünftiges "Programm" und eine mitleidende Position ist hierbei nur dem Menschen möglich, weil er höheres Bewusstsein hat.
In der Welt der Tiere herrscht dieses Bewusstsein nicht vor, was man daran beobachten kann, dass z.B. eine vor Raubtieren fliehende Herde ihre Flucht sofort stoppt und dann weiter am Gras knabbert, wenn sie sieht, dass die Raubtiere einen oder zwei aus der Herde zu Boden gerissen haben und nun mit ihrer "Mahlzeit" beschäftigt sind. Ein zwar makaberes, aber in der Wildnis geläufiges Bild.
Kein Tier hat "Gott" etwas Böses getan, es ist lediglich ein Teil des großen "Programms"! - Theosophen und Philosophen haben sich übrigens auch dazu reichlich Gedanken gemacht und diese auch geäußert!

Zitat
Ich habe dir schon eine Reihe von Ursachen aufgezählt, die für das DAsein allen Seins unabdingbar sind.

Die zahlreichen Ursachen eines lange laufenden kosmischen Prozesses aufzuzählen, kann den Gedanken an die erste,
"eine" Ur-Sache nicht so einfach vom Tisch fegen!
Schau z.B. auf eine große industrielle Produktionsanlage: Hier findest Du ebenfalls unzählige kleine Detail-Ursachen. Dass aber die Fabrik überhaupt errichtet wurde, hat stets "eine" Ursache: Es war der unternehmerische Plan und Wille, diese komplexe Industrieanlage zu bauen, damit auch ein Ziel zu verfolgen.
Die erste Ur-Sache ist also stets, soweit wir es unter Menschen beobachten können, rein geistiger Natur! Erst, wenn ein Plan gemacht, ein Entschluss gefallen ist, folgt seine materielle Ausführung!

Ob dies für alle Prozesse im Kosmos auch so gilt, ist also das eigentliche ungelöste Thema,
welches hier sprachlich umkreist wird.
Sorry - aber ich frage Dich mit Deinen Worten: Warum hast Du dafür keinen "Aufmerksamkeitssinn"?

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.12.2015 22:00
#317 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #316

Zitat
Wie erklärst du, dass das Gedeihen allen SEINs von Mikroben abhängt, die fast 70% der Biomasse des Planeten ausmachen ?
Perquestavolta,

... unsere Welt baut sich nun mal nach dem Prinzip auf: Aus den kleinsten Teilchen entwickeln sich die größeren, leblosen und lebendigen Erscheinungsformen und deren Kombinationen.
Dass dies in stets unvorstellbar riesiger Menge geschieht, können wir ja überall beobachten: Von den Bakterien angefangen - bis hin zu den Sternen. Gegeizt wird also in der Natur nicht!
Nur - was haben große Mengen von kleinsten und größten Lebensformen mit dem Gedanken eines Ur-Grundes zu tun?

Dazu ein einfaches Beispiel aus der Technik: Obwohl heute unzählige Autos auf den Straßen der Länder fahren, gab es das sog. Ur-Modell



Was ist das jetzt wieder für ein schwachsinniger Vergleich Reklov..

Auch der Entwicklung des ersten "UR-Modelles eines Autos" gingen tausende andere Entdeckungen und Entwicklungen voraus, die für sich überhaupt nichts mit einem Auto zu tun haben.
Werkzeuge..
Materialien..
Die ganzen Grundlagen der Newtonschen Axiome...für die Mechanik
Elektrizität
Die Chemie des Treibstoffs..Bis dato wusste man noch nicht, was man mit den großen Mengen Alkanen die bei der Fraktionierung des Erdöls zur Petrolium-Gewinnung anfallen, besonderes hätte anfangen können.. außer sie als Lösungsmittel für Harze und Lacke und Salben zum Einreiben zu verwenden.. Wir nennen diese Alkane heute Benzin..

Die Werkzeuge für das Uraut "Urautos" (das es im Übrigen als solches nie gegeben hat) haben einen weit komplexeren Entwicklungshintergrund als das Auto selbst..

Von daher ist die IDEE eines einzigen "Urgrundes" von allem, Blödsinn und Schwachsinn in einem!

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

16.12.2015 14:17
#318 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #317
Zitat von Reklov im Beitrag #316

Zitat
Wie erklärst du, dass das Gedeihen allen SEINs von Mikroben abhängt, die fast 70% der Biomasse des Planeten ausmachen ?
Perquestavolta,

... unsere Welt baut sich nun mal nach dem Prinzip auf: Aus den kleinsten Teilchen entwickeln sich die größeren, leblosen und lebendigen Erscheinungsformen und deren Kombinationen.
Dass dies in stets unvorstellbar riesiger Menge geschieht, können wir ja überall beobachten: Von den Bakterien angefangen - bis hin zu den Sternen. Gegeizt wird also in der Natur nicht!
Nur - was haben große Mengen von kleinsten und größten Lebensformen mit dem Gedanken eines Ur-Grundes zu tun?

Dazu ein einfaches Beispiel aus der Technik: Obwohl heute unzählige Autos auf den Straßen der Länder fahren, gab es das sog. Ur-Modell


Was ist das jetzt wieder für ein schwachsinniger Vergleich Reklov..

Auch der Entwicklung des ersten "UR-Modelles eines Autos" gingen tausende andere Entdeckungen und Entwicklungen voraus, die für sich überhaupt nichts mit einem Auto zu tun haben.
Werkzeuge..
Materialien..
Die ganzen Grundlagen der Newtonschen Axiome...für die Mechanik
Elektrizität
Die Chemie des Treibstoffs..Bis dato wusste man noch nicht, was man mit den großen Mengen Alkanen die bei der Fraktionierung des Erdöls zur Petrolium-Gewinnung anfallen, besonderes hätte anfangen können.. außer sie als Lösungsmittel für Harze und Lacke und Salben zum Einreiben zu verwenden.. Wir nennen diese Alkane heute Benzin..

Die Werkzeuge für das Uraut "Urautos" (das es im Übrigen als solches nie gegeben hat) haben einen weit komplexeren Entwicklungshintergrund als das Auto selbst..

Von daher ist die IDEE eines einzigen "Urgrundes" von allem, Blödsinn und Schwachsinn in einem!




Laut Mohammedismus befinden sich die Baupläne für den Verbrennungsmotor bereits im Koran.
Der Treibstoff, den die Ungläubigen Benzin nennen, heißt eigentlich Mohammedzin.

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

16.12.2015 15:05
#319 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Von daher ist die IDEE eines einzigen "Urgrundes" von allem, Blödsinn und Schwachsinn in einem!

Perquestavolta,

... mir scheint, Du willst oder kannst nicht begreifen, was mein Vergleich mit dem Auto sollte!? -
Auch die von Dir aufgeführten Werkzeuge, Materialien, Grundlagen der Newtonschen Axiome für die Mechanik, Elektrizität, die Chemie des Treibstoffs... haben ihre eigenen Ur-Sachen!
Das Ur-Modell eines Autos, wie es Daimler/Benz auf die Straße brachte, ähnelte zwar von der Form her einer Kutsche ohne Pferde, dennoch war dies der Startschuss zum heutigen Straßenverkehr. Dass Du dies bestreitest, kann leicht widerlegt werden, denn C. Benz meldete seinen >Motorwagen Nummer 1<
als erstes praxistaugliches Automobil (mit Verbrennungsmotor) am 29. Januar 1886 zum Patent an.
Dass vorher schon Segelwagen, Dampfwagen, Elektro-Wagen gebaut worden waren, ist mir auch bekannt. Diese hatten aber keinen Verbrennungsmotor!
Man kann aber die Ursachenkette natürlich auch bis zur Erfindung des Rads (um etwa 4000 v. Chr.) zurück denken.
Dann würde man auf den ersten/die ersten Erfinder des Rads stoßen. Aber, auch diese haben wiederum ihre Abstammungsgeschichte, welche letztendlich auf einen Ur-Grund zurück gedacht werden kann.

Die von Dir aufgeführten versch. Erkenntnis- und Entwicklungsstufen, welche die Konstruktion eines Autos überhaupt ermöglichten, haben alle ihren eigenen "ersten Moment", der sich auf unserer menschlichen Zeitschiene jedoch vollkommen unterschiedlich verteilt. Sie alle aber gehen auf einen letzten Ur-Grund zurück. Vertiefe noch einmal den Sinngehalt der Wörter > Induktion und Deduktion < (von lat. ducere). Dies sind zwei konkurrierende, häufig aber auch gemeinsam benutzte Verfahren zur Gewinnung wissenschaftlicher Erkenntnisse.
(Vielleicht merkst Du, dass Du bei Deinen gerne verwendeten Worten >Blödsinn/Schwachsinn< doch besser zuerst mal in den Spiegel schauern solltest!)

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

16.12.2015 18:45
#320 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Da prallen mal zwei unerbittliche Ideologen voll gegeneinander.
Und keiner kann auch nur ein überzeugendes und stichhaltiges Argument für seine Sichtweise liefern.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

16.12.2015 20:25
#321 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da prallen mal zwei unerbittliche Ideologen voll gegeneinander.
Und keiner kann auch nur ein überzeugendes und stichhaltiges Argument für seine Sichtweise liefern.

Lukrez,

... eine Deduktion auf eine Ur-Sache ist deswegen näher liegend, weil alle menschlichen Erfahrungen im Handeln
(auch im Forschen!) auf dieser Erkenntnis aufbauen.
Denkt aber jemand, dass zur "Stunde Null" unzählige versch. Ursachen auf einmal, gleichzeitig "loslegten",
so mag er sich dieses ausdenken.
Ich tue das aus dem oben angeführten Grund nicht.

Ein >stichhaltiges Argument<, wie Du es erwartest, wäre lieferbar, könnte man den Film des Universums "rückwärts" abspulen. Geht aber leider nicht!

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

17.12.2015 12:15
#322 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #321
... eine Deduktion auf eine Ur-Sache ist deswegen näher liegend, weil alle menschlichen Erfahrungen im Handeln
(auch im Forschen!) auf dieser Erkenntnis aufbauen.


Was Du jedoch nicht sehen willst Reklov ist, dass vor einem bestimmten Zeitpunkt alles, was menschliches Denken und menschliche Erfahrung ausmacht, keinerlei Bedeutung hatte.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Urknall aus dem absoluten Nichts kam? Wahrscheinlich 1 zu unendlich. Das relativiert sich jedoch wenn man berücksichtigt, dass bis zum plötzlichen Entstehen des Universums eine unendlich lange Zeit vergehen konnte. Vor dem Urknall gab es aber noch nicht einmal Zeit, so dass selbst unsere Wahrscheinlichkeitsrechnung versagt.

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

17.12.2015 18:27
#323 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was Du jedoch nicht sehen willst Reklov ist, dass vor einem bestimmten Zeitpunkt alles, was menschliches Denken und menschliche Erfahrung ausmacht, keinerlei Bedeutung hatte.

Blackysmart,

... was Du jedoch nicht sehen willst, ist, dass menschliches Denken und die damit verbundene Erfahrung, sich für uns bereits ab ca. 10 000 v. Chr. im sog. Nebel der Geschichte zu verlieren beginnt! - Unseren wunderbaren kleinen Planeten Erde würde ich, so schön er auch für uns manchmal sein kann, nicht als kosmischen Maßstab für alle möglichen Denkwege heranziehen wollen, denn wer von uns weiß schon, was sonst noch so alles an Gedankengängen im Kosmos "umherschwirrt"!?
Wer von uns kann schon sagen, ob auf anderen Planeten (in welchen Galaxien auch immer) denn nicht noch viel eindrucksvollere Kulturen am Denken und Arbeiten - oder auch bereits, mit dem Erlöschen ihrer Sonne, "untergegangen" sind?

Zitat
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Urknall aus dem absoluten Nichts kam? Wahrscheinlich 1 zu unendlich. Das relativiert sich jedoch wenn man berücksichtigt, dass bis zum plötzlichen Entstehen des Universums eine unendlich lange Zeit vergehen konnte. Vor dem Urknall gab es aber noch nicht einmal Zeit, so dass selbst unsere Wahrscheinlichkeitsrechnung versagt.

Was mich erstaunte ist, dass unter den Astrophysikern auch die Theorie von mehreren Urknall-Zentren hoffähig geworden ist. Aber nicht nur hier steckt die sog. Fachwelt lediglich in theoretischen Vermutungen.

Wenn Du von "Zeit" redest, so sollte Dir bewusst sein, dass z.B. A. Einstein zwar von einer gleichmäßig fließenden kosmischen Zeit ausging, diese aber nicht beweisen konnte. Unser "menschlicher" Zeitbegriff macht sich lediglich an unserer Uhr fest, diese wiederum an der Drehbewegung unserer Erde. Zu diesem bekannten mechanischen Zeitbegriff gesellte sich auch die psychologische Zeit, welche uns z.B. einen spannenden 2-Stunden-Film viel kürzer erscheinen lässt, als dieselbe Zeitspanne während einer öden, langweiligen Tätigkeit.

Ein indischer Gelehrter behauptete in einem Buch, dass es überhaupt keine Zeit gäbe, sondern der Kosmos einer still stehenden Theaterkulisse ähnele vor der sich lediglich die Schauspieler bewegen. - Da bisher niemand die Zeit hat fließen sehen, wird sie von vielen Physikern und Philosophen als eine Illusion angesehen.

Nicht nur unsere Wahrscheinlichkeitsberechnungen versagen, sondern auch unsere Erklärungs- und bemühten Deutungsversuche hinsichtlich unserer eigenen Erscheinung innerhalb des riesigen, schweigenden Weltraumes. Aber - unsere Spezies hat ja, bis zum Erlöschen unserer Sonne, noch genügend Zeit, nicht nur Gedanken zu wälzen, sondern evtl. sogar ausgedehnte Raumflüge zu unternehmen. - Solche Reisen würden aber ein weitaus längeres Leben von Astronauten voraussetzen, oder eine Weitergabe des Lebens (Geburten) innerhalb eines Raumgleiters. Mit den z.Z. verwendeten Antriebsstoffen kämen unsere Raumschiffe aber sowieso nicht sehr weit.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

18.12.2015 16:22
#324 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #319

Zitat
Von daher ist die IDEE eines einzigen "Urgrundes" von allem, Blödsinn und Schwachsinn in einem!
Perquestavolta,

... mir scheint, Du willst oder kannst nicht begreifen, was mein Vergleich mit dem Auto sollte!? -
Auch die von Dir aufgeführten Werkzeuge, Materialien, Grundlagen der Newtonschen Axiome für die Mechanik, Elektrizität, die Chemie des Treibstoffs... haben ihre eigenen Ur-Sachen!
Das Ur-Modell eines Autos, wie es Daimler/Benz auf die Straße brachte, ähnelte zwar von der Form her einer Kutsche ohne Pferde,



Nein, Reklov.. "Automobile" gab es schon bevor Daimler/Benz das erste Auto auf die Straße brachte.. Man probierte zunächst mal mit "Dampfantrieb, dann mit Elektromotor.. nur das Problem bei alle dem.. die Dinger waren entweder zu schwer oder dermaßen umständlich, dass sie wenig öffentliches Interesse erregten..

Abgesehen davon, besteht so ein Auto aus ziemlich vielen "Werkstoffen". die es schon geben musste und darum ging es doch. Wenn wir damit wieder auf deine ewiggleiche Predigt mit der einen allem Sein zugrunde liegende eine Ursache kommen, dann ist doch noch immer die Frage offen, wie diese Ursache sich selbst geschaffen hat..
Woraus besteht sie. Aus welchen Bestandteilen hat sie sich selbst zusammengebaut?

Selbst einem bedeutungslosen Furz liegen Miriaden Ursachen zu Grunde. Welche Ursachen liegen der einen ersten Ursache zu grunde, die alles Sein geschaffen haben soll?

Reklov Offline




Beiträge: 5.823

18.12.2015 19:49
#325 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nein, Reklov.. "Automobile" gab es schon bevor Daimler/Benz das erste Auto auf die Straße brachte.. Man probierte zunächst mal mit "Dampfantrieb, dann mit Elektromotor.. nur das Problem bei alle dem.. die Dinger waren entweder zu schwer oder dermaßen umständlich, dass sie wenig öffentliches Interesse erregten..

Perquestavolta,

... Du wiederholst lediglich, was ich ja schon in #319 geschrieben haben! Liest Du eigentlich die Antworten, oder überfliegst Du sie nur?

Zitat
Welche Ursachen liegen der einen ersten Ursache zu grunde, die alles Sein geschaffen haben soll?

Die "erste Ursache" wird in der Philosophie als "grundlos" gedacht! Sie hat keine weitere Bedingung hinter sich stehen! -
Das mag nun manchen zum Denken, den anderen lediglich zum Kopfschütteln anregen - je nach Veranlagung.
Die kurze Abfassung von Platon zur Zahl 1, als Ursache für alle Erkenntnis, hat mich seinerzeit (als jungen Mann) beeindruckt. (Nachlesen lohnt allemal!)
Deine Frage wird natürlich oft gestellt! Könnte man sie beantworten, erübrigten sich alle Gespräche.

Gruß von Reklov

Seiten 1 | ... 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | ... 92
Konversion  »»
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz