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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

18.12.2015 20:41
#326 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #325
Die "erste Ursache" wird in der Philosophie als "grundlos" gedacht! Sie hat keine weitere Bedingung hinter sich stehen!

Dann waren ja meine bisherigen "Bewertungen" dazu ja richtig gedacht, Reklov..

Zitat von Reklov im Beitrag #325

Das mag nun manchen zum Denken, den anderen lediglich zum Kopfschütteln anregen - je nach Veranlagung.

Denken und Kopfschütteln schließt sich gegenseitig nicht aus, Reklov. Von daher sage ich jetzt, dass keinen somit gar keinen intersubjektiven Sinn macht, von einer 1. Ursache zu reden, wenn diese einfach nur grundlos gedacht wird. Aber umgekehrt bin ich mir jetzt sicher, dass ich schon am Anfang der Diskussion damit richtig gelegen habe, was der Grund ist, oder warum manchen Leuten diese grundlos gedachte erste Ursache so wichtig ist. Da gehts um nichts anderes, als um Selbstverzierung zum Zwecke der Selbstbejubelung.

Zitat von Reklov im Beitrag #325

Die kurze Abfassung von Platon zur Zahl 1, als Ursache für alle Erkenntnis, hat mich seinerzeit (als jungen Mann) beeindruckt.
Tatsächlich hast du das genauso falsch verstanden, wie Platon auch viele andere "Erkenntnisswege" postuliert hat, die aus heutiger Sicht ziemlicher Unsinn sind. Im besonderen auch unter der Berücksichtigung, dass Platons 1. zur damaligen Zeit eine völlig andere Bedeutung hatte als heute.
[/quote]

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

19.12.2015 13:32
#327 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Denken und Kopfschütteln schließt sich gegenseitig nicht aus, Reklov. Von daher sage ich jetzt, dass keinen somit gar keinen intersubjektiven Sinn macht, von einer 1. Ursache zu reden, wenn diese einfach nur grundlos gedacht wird. Aber umgekehrt bin ich mir jetzt sicher, dass ich schon am Anfang der Diskussion damit richtig gelegen habe, was der Grund ist, oder warum manchen Leuten diese grundlos gedachte erste Ursache so wichtig ist. Da gehts um nichts anderes, als um Selbstverzierung zum Zwecke der Selbstbejubelung.

Perquestavolta,

... erlaube mir, Dich darauf aufmerksam zu machen (weil Du Italiener bist), dass die deutsche Sprache im Wort "grundlos" zweierlei Bedeutung in sich birgt:
1.) grundlos, im Sinne von keinen festen Untergrund, keinen Boden besitzend 2.) keine Ursache habend, also keine weitere mehr hinter sich wissend, psychologisch auch: ohne Grund, unbegründet (z.B. bei einer Handlung).
Wichtig sind solche Gedanken für das "praktische" Alltagsleben nur innerhalb unserer Möglichkeiten und der verfolgbaren praktischen Ziele.

Der von mir angesprochene transzendente "Grund" äußert sich nicht in den uns gegenübertretenden Erscheinungen, zu denen wir selbst ja auch gehören - auch wenn diese von der Naturwissenschaft chemisch und physikalisch nach allen Regeln der jeweiligen Kunst berechnet und katalogisiert werden.
Das Offenbarwerden des "Grundes" geschieht zwar durch diese erforschbaren Erscheinungen, bleibt aber selber nur alles umfassend und damit unendlich und unerfüllbar. Jedenfalls bis heute! -
Diesen Unterschied festzuhalten, ist eine der Tiefen in unserem Selbstbewusstsein.
Der Grund des Seins/Daseins geschieht nicht dadurch, dass ein Besonderes in der Welt - eine Erscheinung - zum Weltgrund gemacht wird, oder dass das Sein nach Analogie eines solchen Besonderen gedacht wird. Dadurch kann eine alles umfassende Wahrheit nicht in der konkret abschließenden gegenständlichen Erfüllung, sondern erst in ihrem Durchbrechen zur eigentlichen Offenbarkeit kommen.
Das WISSEN heißt wahr als der Vollzug des rechten Wissens. Unser Gewusstsein ist die Wahrheit, die gedacht wird als das Andere, das gegenüber steht und durch das ein Erkennen auf das Sein trifft, im Gegensatz zum falschen, vermeintlichen Wissen, das kein Sein trifft.

Aus der Überlieferung philosophischen Denkens sprechen zu uns eigentümliche, für einen oberflächlichen Blick entweder leere oder platte oder absurde Formulierungen, die auf die Universalität des Wahrseins durch die Bindung in dem einen Seinsgrunde gehen. Sie benutzen einige allgemeinste Kategorien, lassen in ihrer Unbestimmtheit vielleicht auch gleichgültig, zeigen aber dem ernsthaften und zum Verweilen gewillten Denker eine außerordentliche Tiefe.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

19.12.2015 13:44
#328 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Tatsächlich hast du das genauso falsch verstanden, wie Platon auch viele andere "Erkenntnisswege" postuliert hat, die aus heutiger Sicht ziemlicher Unsinn sind.

Perquestavolta,

... das Wort "Unsinn" scheint Dir leicht von der Zunge zu kommen, selbst, wenn Du Platon kritisierst. - Nun gut - aber welchen Sinn siehst Du denn z.B. in Deiner Erscheinung als Mensch hier auf Erden? - Ich denke, dass auch Du mehr, zumindest ahnend, in Dir erblickst, als lediglich die in Dir vorhandenen Elemente (Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Calcium, Chlor, Phosphor, Kalium, Schwefel, Natrium, Magnesium) über Dich aussagen können. (?)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

19.12.2015 15:46
#329 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #327

Zitat
Denken und Kopfschütteln schließt sich gegenseitig nicht aus, Reklov. Von daher sage ich jetzt, dass keinen somit gar keinen intersubjektiven Sinn macht, von einer 1. Ursache zu reden, wenn diese einfach nur grundlos gedacht wird. Aber umgekehrt bin ich mir jetzt sicher, dass ich schon am Anfang der Diskussion damit richtig gelegen habe, was der Grund ist, oder warum manchen Leuten diese grundlos gedachte erste Ursache so wichtig ist. Da gehts um nichts anderes, als um Selbstverzierung zum Zwecke der Selbstbejubelung.
Perquestavolta,

... erlaube mir, Dich darauf aufmerksam zu machen (weil Du Italiener bist), dass die deutsche Sprache im Wort "grundlos" zweierlei Bedeutung in sich birgt:
1.) grundlos, im Sinne von keinen festen Untergrund, keinen Boden besitzend 2.) keine Ursache habend, also keine weitere mehr hinter sich wissend, psychologisch auch: ohne Grund, unbegründet (z.B. bei einer Handlung).
Wichtig sind solche Gedanken für das "praktische" Alltagsleben nur innerhalb unserer Möglichkeiten und der verfolgbaren praktischen Ziele.




alleine schon, der "Untergrund" dafür, dass du hier dauernd mit zweierlei Maß von Bedeutungen misst, Reklov, zeigt doch eindeutig, um was es dir "ursächlich" geht..
Und auch wenn ich jetzt nur Italiener bin, zeigen auch die Kommentare von Blackysmart, Gysi, Athon, Direktkontakt...(zu deinen Beiträgen)... dass ich dich diesbezüglich immer richtig verstanden habe.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

20.12.2015 09:05
#330 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #327
Das WISSEN heißt wahr als der Vollzug des rechten Wissens. Unser Gewusstsein ist die Wahrheit, die gedacht wird als das Andere, das gegenüber steht und durch das ein Erkennen auf das Sein trifft, im Gegensatz zum falschen, vermeintlichen Wissen, das kein Sein trifft.


In theologischem Geschwurbel wird vollkomen Banales so kompliziert verpackt, dass man von einem hochintellektuellen und erkenntnistheoretisch brillianten Beitrag ausgehen soll. Der Inhalt ist dgegen meist nur profaner Unsinn, wenn man es denn schafft, irgendeinen Sinn aus den Worthülsen herauszuschälen.

"Wahres" und "Falsches" Wissen - Willst Du Dir anmaßen zu erkennen, was richtige und falsche Wahrheit ist?

Wissen wird immer von Menschen geschaffen, die "Sind" und im hier und jetzt leben. Also schafft das Seiende das Wissen. Ich gehe davon aus, dass Du hinter der Worthülse "Sein" wieder geschickt Deinen Gott versteckst, sonst machen Deine Ausführungen keinen Sinn. Wissen und Gott sind aber Begriffe, die nicht miteinander vereinbar sind. Gott ist vielmehr ein Synonym für Unwissen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

20.12.2015 12:14
#331 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und auch wenn ich jetzt nur Italiener bin, zeigen auch die Kommentare von Blackysmart, Gysi, Athon, Direktkontakt...(zu deinen Beiträgen)... dass ich dich diesbezüglich immer richtig verstanden habe.

Perquestavolta,

... irgendwie armselig, dass Du Dich auf die anderen genannten Namen stützen musst. Diese aber haben bisher stets für sich selber gesprochen!
Genau wie ich es tue!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

20.12.2015 12:33
#332 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In theologischem Geschwurbel wird vollkomen Banales so kompliziert verpackt,

Blackysmart,

... das Wesen des philosophischen (nicht des theologischen!) Ausdrucks, der nun mal lediglich die Sprache als Werkzeug hat, ist nun mal etwas anders gestaltet, als eine Headline der BILD-Zeitung. Lies mal einen Auszug aus den Originaltexten von E. Kant, dann weißt Du, was man mit Sprache so alles machen kann.
Über bereits katalogisiertes Wissen brauchen wir hier ja nicht zu reden, denn das ist bereits im Erkenntnis-Schatz des Menschen verbucht und als solches ja auch jedem zugänglich. Es entstünde also Langeweile, wollten wir hier, wie in einer Quiz-Sendung, lediglich nur bereits schon Bekanntes noch mal auspacken. (Wäre ja auch für Dich langweilig!) Mit ungewohnten (An)-Sätzen sollen ja neue Denkwege ins Bewusstsein treten.

Zitat
Ich gehe davon aus, dass Du hinter der Worthülse "Sein" wieder geschickt Deinen Gott versteckst, sonst machen Deine Ausführungen keinen Sinn.

... keinesfalls, denn auch das Sein musste ja erst mal "in Szene" gesetzt werden und zwar nicht von "meinem" Gott, sondern von der Wesenheit, welche sich hinter der sog. Wort-Chiffre versteckt. Die aber sollte bei anspruchsvollem Denken schon zu anderen Vorstellungen führen, als zu Deinem gerne verwendeten Kinderbild von "Bob dem Baumeister". Mit solchen Vorstellungen erlahmt die Arbeit der menschlichen Fantasie recht schnell.
Was aber unsere Fantasie hervorzubringen vermag, äußert sich z.B. in den Künsten!
Offene Frage: Beherrschst Du eine davon, oder beschäftigst Du Dich mit einer vertieft?

Gruß von Reklov

Dopamin Offline



Beiträge: 229

20.12.2015 13:19
#333 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

1
 
 Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Urknall aus dem absoluten Nichts kam? Wahrscheinlich 1 zu unendlich. Das relativiert sich jedoch wenn man berücksichtigt, dass bis zum plötzlichen Entstehen des Universums eine unendlich lange Zeit vergehen konnte. Vor dem Urknall gab es aber noch nicht einmal Zeit, so dass selbst unsere Wahrscheinlichkeitsrechnung versagt.
 



Hallo miteinander, habe gestern seit langem mal wieder ein wenig gestalkt und bin über diese schöne Behauptung von Blacky gestolpert, die mich zum nachdenken animiert hat.Tatsächlich habe ich sogar meine alten Unterlagen zum Thema Wahrscheinlichkeitsrechnung ausgegraben und habe nachgerechnet. Mein Ergebnis war folgendes: Möglichkeit eines Urknalls aus dem nichts = 1/unendlich. 1/unendlich konvergiert gegen 0, also ist 1/n, n->unendlich = 0. Dies kann sich jedoch nicht relativieren, da unendlich mal 0 immer noch =0. Also ist die Möglichkeit eines Urknalls aus dem Nichts = 0. Blacky hat aber sehr schön gesagt, dass es vor dem Urknall noch nicht mal Zeit gab. Das wiederum verkleinert meiner Ansicht nach aber die Möglichkeit eines Urknalls aus dem Nichts, da dieser ja nicht mal Zeit hatte zu entstehen, geschweige denn unendlich viel Zeit.
Zum 2. Teil meiner ,zugegeben, etwas abstrakten Rechnung:
Wie wahrscheinlich ist es, dass ich gerade jetzt am Leben bin, dass dieses Bewusstsein, das meinen Körper zum jetzigen Zeitpunkt ausmacht gerade jetzt existiert? Dass Zeit keine Grenzen hat, so sehe ich das zumindest, gibt mir Anlass die Rechnung folgendermassen aufzustellen: Wahrscheinlichkeit, dass ich gerade jetzt existiere = 1/unendlich. Wie bereits vorgerechnet ergibt dies 0. Man kann dieses Ergebnis noch mit 1/unendlich multiplizieren, da es unendlich viele Galaxien gibt auf den vermutlich noch unendlich viele Lebewesen existieren und ich bin ausgerechnet dasjenige hier. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich hier bin =0. Trotzdem bin ich hier. Das ist die Realität. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung hat meine Existenz durch Zufall also ausgeschlossen.

Ich möchte noch hinzufügen, dass ich Atheist bin und tatsächlich alles für Zufall halte. Trotzdem war es eine tolle Sache, mich mit dieser Überlegung auseinanderzusetzen und hoffe auf weitere Ideen. Korrigiert mich bitte, falls ich die Regeln der Mathe oder Philosophie oder sonst etwas missachtet habe ;) Ich habe ehrlich gesagt auch nicht mehr weitergelesen und weiss nicht ob ich den Rahmen der Diskussion gesprengt habe.

Freundlichst, Domamin

Heureka

Dopamin Offline



Beiträge: 229

20.12.2015 13:23
#334 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Hab wohl vergessen wie man zitiert

Heureka

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

20.12.2015 14:38
#335 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich möchte noch hinzufügen, dass ich Atheist bin und tatsächlich alles für Zufall halte.

Dopamin,

... nichts im Makro- oder Mikrokosmos ist dem Zufall gänzlich überlassen. Wie bemerkte doch sogar A. Einstein: "Gott" würfelt nicht."

Dass Du Dir Gedanken über Dich machst, ist schon mal ein guter Schritt. Mit Zahlen allein wirst Du aber das Geheimnis des Kosmos nicht enträtseln, denn Zahlen dienen nur dazu, Mengen gegenüber zu stellen - wie der Erfinder der Differenzialrechnung Leibniz richtig bemerkte.
Da musst Du schon noch andere "Hebel" in Bewegung setzen. Alles umfassende Lösungen sind dabei jedoch vorläufig leider nicht in Sicht, eine Bewusstseinserhellung aber allemal. -

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

20.12.2015 16:05
#336 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Wie wahrscheinlich ist es, dass ich gerade jetzt am Leben bin, dass dieses Bewusstsein, das meinen Körper zum jetzigen Zeitpunkt ausmacht gerade jetzt existiert? Dass Zeit keine Grenzen hat, so sehe ich das zumindest, gibt mir Anlass die Rechnung folgendermassen aufzustellen: Wahrscheinlichkeit, dass ich gerade jetzt existiere = 1/unendlich. Wie bereits vorgerechnet ergibt dies 0. Man kann dieses Ergebnis noch mit 1/unendlich multiplizieren, da es unendlich viele Galaxien gibt auf den vermutlich noch unendlich viele Lebewesen existieren und ich bin ausgerechnet dasjenige hier. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich hier bin =0. Trotzdem bin ich hier. Das ist die Realität. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung hat meine Existenz durch Zufall also ausgeschlossen.

Wenn die Mathematik Deine Existenz ausschließt, kannst Du unmöglich existieren.
Deine Existenz ist lediglich eine Illusion, ein Traumgebilde, eine Projektion des All-Einen,
Nirwana nennt es die östliche Philosophie.
Das hat natürlich den unbestreitbaren Vorteil, dass auch Dein Tod eine Illusion ist,
und Deine Hämorriden auch, solltest Du welche haben.

Dopamin Offline



Beiträge: 229

20.12.2015 17:19
#337 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@ Reisender: Die Wahrscheinlichkeitsrechnung schliesst nicht meine Existenz, sondern meine Existenz durch Zufall aus. Allerdings ist die Mathematik von Menschen erschaffen worden. Ihre Gesetze für die Wahrheit zu halten wäre fatal.

@Reklov: Danke fürs Feedback. Wie gesagt, ich hüte mich davor, meine Existenz mit einer Rechnung erklären zu wollen. Das Geheimnis des Kosmos durch schlaue Zitate zu enträtseln wird dir aber auch nicht gelingen. Ich behaupte mal das Gott nicht würfelt, weil er, ausser in den Köpfen gewisser Mitmenschen, schlicht und einfach nicht existiert. Genau genommen existiert er dadurch ja doch. Ich verwirre mich selbst. Gebt mir einen Denkanstoss

Mein schlaues Zitat von unbekannt: Die Wahrheit liegt in Dir.

Heureka

Dopamin Offline



Beiträge: 229

20.12.2015 17:23
#338 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

übrigens Reisender: Die Aussage, meine Existenz ist eine Projektion de All-Einen, gefällt mir sehr gut.

Heureka

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

20.12.2015 17:32
#339 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Dopamin im Beitrag #337
@ Reisender: Die Wahrscheinlichkeitsrechnung schliesst nicht meine Existenz, sondern meine Existenz durch Zufall aus. Allerdings ist die Mathematik von Menschen erschaffen worden. Ihre Gesetze für die Wahrheit zu halten wäre fatal.

@Reklov: Danke fürs Feedback. Wie gesagt, ich hüte mich davor, meine Existenz mit einer Rechnung erklären zu wollen. Das Geheimnis des Kosmos durch schlaue Zitate zu enträtseln wird dir aber auch nicht gelingen. Ich behaupte mal das Gott nicht würfelt, weil er, ausser in den Köpfen gewisser Mitmenschen, schlicht und einfach nicht existiert. Genau genommen existiert er dadurch ja doch. Ich verwirre mich selbst. Gebt mir einen Denkanstoss

Mein schlaues Zitat von unbekannt: Die Wahrheit liegt in Dir.


Das Denken ist des Lebens Sklave,
und Leben der Hanswurst der Zeit,
und Zeit, der Allerweltvermesser,
muss stille stehen.
(Shakespiere)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

20.12.2015 20:48
#340 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Mathematik kann Realität nur beschreiben und besitzt selbst keine Realität.
Somit ist ein mathematischer Beweis gegen eine Existenz nicht möglich.
Singularitäten der Mathematik kommen in der realen Welt nirgendwo vor!
Es gibt weder ausdehnungslosen Punkte noch Linien ohne Breite.
Das mathematische "Nichts" ist ebenso vollkommen irreal.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

20.12.2015 23:49
#341 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Mein schlaues Zitat von unbekannt: Die Wahrheit liegt in Dir.

Dopamin,

... über Wahrheit wurde viel geschrieben und gesagt! - In der Bibel heißt es z.B.: "Die Wahrheit wird euch frei machen..."
Was damit gemeint ist, können und wollen aber nicht alle verinnerlichen.

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

21.12.2015 17:15
#342 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #340
Mathematik kann Realität nur beschreiben und besitzt selbst keine Realität.
Somit ist ein mathematischer Beweis gegen eine Existenz nicht möglich.
Singularitäten der Mathematik kommen in der realen Welt nirgendwo vor!
Es gibt weder ausdehnungslosen Punkte noch Linien ohne Breite.
Das mathematische "Nichts" ist ebenso vollkommen irreal.


Ja und nein, und beides nicht.
Die Realität ist doch das was wir beschreiben.
WAs nicht beschrieben ist, hat auch keine Realität für uns.
Das Wort, der Logos, im AT gleichgesetzt mit Gott, erschafft unsere Realität.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

21.12.2015 19:53
#343 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die Realität ist doch das was wir beschreiben.
Was nicht beschrieben ist, hat auch keine Realität für uns.
Das Wort, der Logos, im AT gleichgesetzt mit Gott, erschafft unsere Realität.


Das kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
Der Mensch entwickelte doch die Sprache der Mathematik zur Beschreibung der Welt.
Also hat die vorgestellte Welt keinen Logos nötig - auch ohne Mathematik und logischem Verständnis nehmen Mensch, Tier und Pflanze (ihre eigene!) Welt vollkommen real wahr.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.12.2015 21:27
#344 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reisender im Beitrag #342

Die Realität ist doch das was wir beschreiben.
WAs nicht beschrieben ist, hat auch keine Realität für uns.
Das Wort, der Logos, im AT gleichgesetzt mit Gott, erschafft unsere Realität.


Wir "beschreiben" Realität nicht. Ist auch gar nicht möglich. Wir interpretieren Realität und beschreiben nur "Wahrscheinlichkeiten".
Die Realität selbst ist ständig im Wandel, bedingt durch unendlich viele "Ursache/N". Die Realität des Augenblicks nennen wir Wirklichkeit. Die Wirklichkeit selbst ist von daher nicht die Realität.

Bezüglich WORT, ist dieses nichts anderes als ein "Geräusch", dem wir eine "Bedeutung" zuordnen, auf welche wir uns innerhalb einer "Gruppe" geeinigt haben. Deswegen gibt es sehr viele "verschiedene" Worte für ein und die selbe Bedeutung. Und von daher ist auch unser ganzer "Logos" nur mehr für`n "Arsch", sobald wir mit anderen "Gruppen" konfrontiert sind, die sich auf eine anderes "Geräusch" von WORT geeinigt hat.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

22.12.2015 15:58
#345 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #343

Zitat
Die Realität ist doch das was wir beschreiben.
Was nicht beschrieben ist, hat auch keine Realität für uns.
Das Wort, der Logos, im AT gleichgesetzt mit Gott, erschafft unsere Realität.

Das kann ich so nicht ganz nachvollziehen.
Der Mensch entwickelte doch die Sprache der Mathematik zur Beschreibung der Welt.
Also hat die vorgestellte Welt keinen Logos nötig - auch ohne Mathematik und logischem Verständnis nehmen Mensch, Tier und Pflanze (ihre eigene!) Welt vollkommen real wahr.




Bei oberflächlicher Betrachtung stimme ich Dir völlig zu, doch je tiefer Du Dein Denken lenkst,
desto logischer erscheint die mystische Weltsicht.
Das Wort, das bei den alten Griechen auch der Logos war, ist sehr viel mehr als ein Instrument um zu kommunizieren.
Wir legen über die Wirklichkeit ein Netz aus Begriffen, verleihen diesen Eigenschaften und setzen sie in Beziehung zueinander,,
kurzum, wir erschaffen unsere begrifflich strukturierte Welt, ohne die es keine menschliche Kultur geben würde.
Wie sind deren Schöpfer. Die Wirklichkeit selbst, als "Ding an sich", ist vielleicht ein amorphes Energiefeld,
bzw eine Wellenfunktion.

In einer seiner deutschen Predigten sagte Meister Eckhart:
Das NUN (die Zeit), in der Gott die Welt erschuf,
und das NUN, indem ich jetzt und hier zu euch spreche,
ist alles das gleiche NUN.

Von Augenblick zu Augenblick, immer im Jetzt,
entsteht unsere von uns selbst projizierte strukturierte Welt, unsere Realität.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

22.12.2015 18:00
#346 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Dopamin im Beitrag #333
. Blacky hat aber sehr schön gesagt, dass es vor dem Urknall noch nicht mal Zeit gab. Das wiederum verkleinert meiner Ansicht nach aber die Möglichkeit eines Urknalls aus dem Nichts, da dieser ja nicht mal Zeit hatte zu entstehen, geschweige denn unendlich viel Zeit.


Wenn es vor dem Urknall nichts gab, dann wohl doch auch keine Wahrescheinlichkeiten. Die Aussage, dass das Fehlen von Zeit die Möglichkeit eines Urknalls aus dem Nichts verringert, kann daher nicht getroffen werden.


Zitat von Dopamin im Beitrag #333
. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich hier bin =0. Trotzdem bin ich hier. Das ist die Realität. Die Wahrscheinlichkeitsrechnung hat meine Existenz durch Zufall also ausgeschlossen.


Mehrere Millionen Spermien machten sich auf den Weg zu einer Eizelle. Irgendwie schaffte es das Spermium mit Deinem DNA Satz zur Eizelle und befruchtete sie als einzige. Das ist, was Dich und Dein Bewusstsein heute ausmacht. Was ist Zufall? Ein Spermium aus 30 Millionen oder erst ein Lottogewinn aus einer Chance von 1:120.000.000?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.12.2015 20:32
#347 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Blackysmart im Beitrag #346


Wenn es vor dem Urknall nichts gab, dann wohl doch auch keine Wahrscheinlichkeiten. Die Aussage, dass das Fehlen von Zeit die Möglichkeit eines Urknalls aus dem Nichts verringert, kann daher nicht getroffen werden.



Tatsächlich hat die Naturwissenschaft selbst niemals eine solche Aussage getroffen. Das Urknall-Modell ist entgegen allen populärwissenschaftlichen Interpretationen eine "Hypothese" die sich auf den experimentell erwiesenen Erkenntnissen der Physik gründet. Astrophysiker, wie der legendäre Stephen Hawkins gehen inzwischen sogar mit Überzeugung davon aus, dass die Zeit schon vor dem was wir Urknall nennen existiert haben kann/muss. Andere Physiker "spekulieren" mit einem oszillierenden Universumsmodell.
Immer mehr Physiker sympathiseren mit der sogenannten Stringtheorie und einem Multiversum. Aber unser Universum könnte prinzipiell auch aus zwei kollidierenden "Versen" hervorgegangen sein, vorausgesetzt, dass das Nichts ein unendlich großer "Ozean" ist in dem es ebenso unendlich viele "Inseln" des Seins gibt wie die unsere, die wir Universum nennen - das ist (jetzt) z. B. mein persönliches Modell..

In diesem Modell ist die "Raumzeit" endlos gedehnt und "Versen" entstehen überall dort, wo die Raumzeit (bildlich) Falten/Knitter wirft.. dies würde aber bedeuten, das auch Licht mit der Raum-"Zeit" immer langsamer wird.. So, als würde man mit einem Auto immer konstant 60 km fahren, aber jedes mal ein bisschen länger für die genau gleiche Strecke brauchen, bis man nach "unendlich vielen Fahrten" sogar rückwerts fährt..

Wie du siehst, Reklov, können sogar sehr viele Aussagen getroffen werden..

Als ich vor gut 40 Jahren durch meine Mathelehrerin zum ersten mal damit konfrontiert wurde, dass zwei Parallelen sich im Unendlich kreuzen und ich dann zum Glück auch verstanden habe wie das gemeint ist, habe ich auch begriffen, dass alles was IST, unendlich vielen Ursachen zugrunde liegt.

Es ist wie ein Spiel mit unendlich vielen Würfeln, bei dem jede beliebige "Kombination von Zahlenmustern" gewürfelt werden und das über Milliarden von Jahre hinweg in jedem Bruchteil eines Augenblicks.
Von daher hat Einstein sicher recht, wenn er meint: "Gott würfelt nicht". Nur hat er das ein bisschen anders gemeint, als "Theosophen" und Religioten es meinen verstanden wollen zu haben. Zumal Albert Einstein sich auch immer klar und unmissverständlich dazu bekannt hat, was man heute unter einem Pan-Atheisten versteht.

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

22.12.2015 23:37
#348 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Von daher hat Einstein sicher recht, wenn er meint: "Gott würfelt nicht". Nur hat er das ein bisschen anders gemeint, als "Theosophen" und Religioten es meinen verstanden wollen zu haben. Zumal Albert Einstein sich auch immer klar und unmissverständlich dazu bekannt hat, was man heute unter einem Pan-Atheisten versteht.

Perquestavolta,

... Einstein war auch nur ein Mensch - also konnte er nicht die ganze Wahrheit ergreifen! Ich würde ihn nicht höher setzen wollen, als einen Theosophen. Beide gehen das große Thema eben von unterschiedlichen Seiten an. Wer von uns aber kann und wollte sich hierbei als maßgeblicher Richter aufspielen?
Einstein schrieb: "Im unbegreiflichen Weltall offenbart sich grenzenlos überlegene Vernunft - die gängige Vorstellung, ich sei ein Atheist, beruht auf einem großen Irrtum. Wer sie aus meinen wissenschaftlichen Theorien herausliest, hat diese kaum begriffen."

(Vielleicht gehörst Du auch zu denen, die es kaum begriffen haben?)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

22.12.2015 23:46
#349 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Als ich vor gut 40 Jahren durch meine Mathelehrerin zum ersten mal damit konfrontiert wurde, dass zwei Parallelen sich im Unendlich kreuzen und ich dann zum Glück auch verstanden habe wie das gemeint ist, habe ich auch begriffen, dass alles was IST, unendlich vielen Ursachen zugrunde liegt.

Perquestavolta,

... Deine Mathelehrerin hätte Dir besser mal das Wesen einer Deduktion erläutern sollen, dann hättest Du auch verstanden, dass die sich im Unendlichen kreuzenden Parallelen mit einer Zurückführung auf den Ur-Grund wenig zu tun haben.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.756

23.12.2015 00:11
#350 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Mehrere Millionen Spermien machten sich auf den Weg zu einer Eizelle. Irgendwie schaffte es das Spermium mit Deinem DNA Satz zur Eizelle und befruchtete sie als einzige. Das ist, was Dich und Dein Bewusstsein heute ausmacht.

Blackysmart,

... Dein Bewusstsein wurde durch entsprechende Bildungsarbeit im Laufe Deines Lebens geformt. Spermien konnten nur den körperlichen Bauplan Deiner Eltern an Dich weiter geben. Es kann einer also noch so intelligente Eltern haben, wenn er nicht an sich arbeitet, entwickelt er auch kein entsprechendes Bewusstsein.

Interessant aber wäre zu sehen, was man als geistig/körperliches Wesen darstellen würde, hätte ein anderes Spermium
das große "Wettrennen" zur Eihülle gewonnen?

Gruß von Reklov

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
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