Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Mach mit!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2.295 Antworten
und wurde 140.848 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | ... 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | ... 92
Reklov Offline




Beiträge: 5.746

23.12.2015 00:18
#351 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wie du siehst, Reklov, können sogar sehr viele Aussagen getroffen werden..

Perquestavolta,

... viele Aussagen sind zu vielen Themen möglich, befinden sich aber dabei auch nur im Reich der vermutenden Theorien!

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2015 08:34
#352 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #351

Zitat
Wie du siehst, Reklov, können sogar sehr viele Aussagen getroffen werden..
Perquestavolta,

... viele Aussagen sind zu vielen Themen möglich, befinden sich aber dabei auch nur im Reich der vermutenden Theorien!




Richtigerweise müsste es heißen, dass zu jedem Thema unendlich viele Aussagen machbar sind, von denen immer ein paar zutreffen könnten. In den Naturwissenschaften geht es darum, die wahrscheinlichsten Vor-Aussagen aus einer Vielzahl von natürlichen Möglichkeiten heraus zu suchen, die am wahrscheinlichsten sind. Und man geht dabei immer von reellen/wiederholbaren- und nachweisbaren Beobachtungen aus, von denen man ganz sicher weis, dass diese keine "Einbildungen", keine Sinnestäuschungen und keine Gefühlsinterpretationen-(Transzendenzen) sind.

In der "Theosophie/Religioten-Philosophie" sucht man sich immer solche Unwahrscheinlichkeiten heraus, für die mit reellen/wiederholbaren und von daher nachweisbaren Beobachtungen weder Beweise noch Belege erbracht werden können. Es werden dafür Gefühlsinterpretationen, Einbildungen, Sinnestäuschungen - nicht selten auch absichtlich herbeigeführte Bewusstseinstrübungen und Halluzinationen durch Drogeneinnahme, "Selbsthypnosen" (Meditation, gezielt herbeigeführte Körperliche und geistige Erschöpfungszustände, durch rhythmisches Extasetanzen, durch Yogaübungen, bei denen das Gehirn durch Konzentration in kürzester Zeit zur Erschöpfung gebracht werden kann) geltend gemacht. Bei all dem werden dann vom Suchtzentrum im "Gehirn" Glückshormone freigesetzt, die den Zustand der "Transzendenz" auslösen.

Jetzt kann man natürlich "dafür" und "darüber" auch die wissenschaftlich am wahrscheinlichsten Aussagen machen..und diese durch bereits gemachte und jederzeit reell/wiederholbare "Beobachtungen" stützen.

Hat Gott also eine Bewusstsein?

Nach naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ist Gott existent. Es handelt sich bei Gott um eine sehr starke Droge, die das menschliche Gehirn selbst freisetzt.
Die Menschheit hat dafür seit Jahrtausenden unzählige Methoden und Selbstbetrugs-Einstimmungstechnicken (Glauben) entwickelt, mit denen schon Kleinkinder gleich nach dem Aufwachen ihres Selbstwahrnehumngsbewusstsein infiziert werden können. Zum Glück nicht alle. Einigen fehlt das entsprechende Gen dafür...

Reklov Offline




Beiträge: 5.746

23.12.2015 11:04
#353 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Richtigerweise müsste es heißen, dass zu jedem Thema unendlich viele Aussagen machbar sind, von denen immer ein paar zutreffen könnten.

Perquestavolta,

... einverstanden! - Wenn Du aber schon das Wort "richtigerweise" verwendest, so solltest Du noch mal die Behauptung Deiner Mathelehrerin überdenken, denn wenn sich zwei Parallelen "kreuzen", dann entfernen sie sich auch wieder von einander. Jedenfalls wird dies im Deutschen so aufgefasst, da ja auch eine Straßenkreuzung die sich treffenden Wege nicht als einen Weg weiter führt. "Richtigerweise" hätte also Deine Mathelehrerin sagen müssen, dass sich zwei Parallelen irgendwann berühren/treffen und dann als eine Linie weiter laufen. (Bleibt aber dennoch eine unbeweisbare Theorie!)

Zitat
In den Naturwissenschaften geht es darum, die wahrscheinlichsten Vor-Aussagen aus einer Vielzahl von natürlichen Möglichkeiten heraus zu suchen, die am wahrscheinlichsten sind. Und man geht dabei immer von reellen/wiederholbaren- und nachweisbaren Beobachtungen aus

Das ist (nicht nur mir!) schon lange und bestens bekannt!

Zitat
In der "Theosophie/Religioten-Philosophie" sucht man sich immer solche Unwahrscheinlichkeiten heraus, für die mit reellen/wiederholbaren und von daher nachweisbaren Beobachtungen weder Beweise noch Belege erbracht werden können. Es werden dafür Gefühlsinterpretationen, Einbildungen, Sinnestäuschungen - nicht selten auch absichtlich herbeigeführte Bewusstseinstrübungen und Halluzinationen durch Drogeneinnahme, "Selbsthypnosen" (Meditation, gezielt herbeigeführte Körperliche und geistige Erschöpfungszustände, durch rhythmisches Extasetanzen, durch Yogaübungen, bei denen das Gehirn durch Konzentration in kürzester Zeit zur Erschöpfung gebracht werden kann) geltend gemacht. Bei all dem werden dann vom Suchtzentrum im "Gehirn" Glückshormone freigesetzt, die den Zustand der "Transzendenz" auslösen.

Mit der Gottesfrage haben sich Denker beschäftigt, die weder unter Drogen standen, noch geistige Erschöpfungszustände zu erleiden hatten!
Ich will hierzu nur einige heraus greifen, welche sich z.B. mit dem ontologischen Gottesbeweis sehr nüchtern auseinandersetzten: Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin, Descartes und Kant.
Da es sich bei solchen geisteswissenschaftlichen Betrachtungen nicht um Greifbares und demzufolge Messbares handelt, muss sprachlich auf einer Rasierklinge balanciert werden können.

R. Descartes schreibt z.B.:
>> Wenn ich in meinem Geist die Vorstellung von einem vollkommensten Seienden finde, dann weiß ich wenigstens mit derselben Klarheit und Deutlichkeit, wie ich jeden mathematischen Beweis ergreife, dass ein solches Wesen tatsächlich und ewig existiert. Denn Existenz ist eine Vollkommenheit, so dass ein Wesen, das nicht existieren könnte, weniger als vollkommen wäre.
Obwohl wir in allen anderen Dingen die Existenz von der Essenz oder dem Wesen unterscheiden können, d.h. die Frage, von welcher Natur ein tatsächliches oder mögliches Ding ist, von der Frage, ob es auch tatsächlich existiert, so zeigt sich doch klar, dass die Existenz Gottes ebensowenig von seinem Wesen trennbar ist, wie von der Vorstellung des Berges die Vorstellung eines Tales. Es ist also ebenso widersprüchlich zu denken, Gott (also dem vollkommensten Seienden) fehle die Existenz (also die Vollkommenheit), wie es widersprüchlich ist, einen Berg zu denken,
zu dem das Tal fehlt. <<

Descartes selbst verweist auf einen begründeten Einwand: >> Selbst wenn es mir unmöglich ist, einen Gott anders als existierend zu denken, bedeutet dies doch nur einen Zwang für mein Denken. Mein Denken aber erlegt ja den Dingen keinen Zwang auf. Wenn ich mir also einen Berg nicht ohne ein Tal denken kann, so folgt daraus allerdings noch lange nicht, dass irgendwo Berg und Tal sind; daraus folgt nur, dass auch ein Tal existiert "wenn" ein Berg existiert.
Doch sei die Untrennbarkeit der Existenz von einem vollkommensten Seienden nicht in dieser Weise bedingt. Descartes behauptet vielmehr, weder in dem einen noch in dem anderen Fall zwinge mein Denken irgendeinem Ding eine Notwendigkeit auf. In meiner Unfähigkeit, mir einen Berg ohne ein Tal vorzustellen, zeige sich nur die wirkliche und (im modernen Sinn) objektive Notwendigkeit, >Berg sein< und >ein Tal haben< miteinander zu verbinden.
Ähnlich zeige sich in meiner Unfähigkeit, einen Gott anders als existierend zu denken, die wirkliche und objektive Notwendigkeit, die Existenz mit der Essenz eines Gottes zu verknüpfen und sich damit zu vergewissern, dass ein Gott tatsächlich existiert.

Bereits dieser kurze Ausschnitt zeigt, dass die Logik eines Descartes wenig mit Sinnestäuschungen, Gefühlsinterpretationen oder gar Drogen zu tun hat. - Ob nun Atheist oder Religiot - beide können sich nun mit der Aussage von Descartes vertieft und (bitte) ernsthaft auseinandersetzen.

Vielleicht schreibt ja sogar jemand eine vernünftige Kritik dazu?

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2015 14:44
#354 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #353


... einverstanden! - Wenn Du aber schon das Wort "richtigerweise" verwendest, so solltest Du noch mal die Behauptung Deiner Mathelehrerin überdenken, denn wenn sich zwei Parallelen "kreuzen", dann entfernen sie sich auch wieder von einander.
Reklov! Nur weil du das nicht verstehst, sollte ich das überdenken?
Wer bist du und mit welchem Maß misst du überhaupt? (Nimm eine Papierband und verklebe das eine Ende verdreht herum mit dem anderen, dann wirst du mit eigenen Augen sehen, dass 2 Parallelen sich im "Unendlich" durchaus kreuzen, auch ohne sich wieder von einander zu entfernen)
Nur weil deine eigen Vorstellung von "Unendlich" absurd ist, muss ich mich noch lange nicht davon beeindrucken lassen.
Zitat von Reklov im Beitrag #353

Jedenfalls wird dies im Deutschen so aufgefasst, da ja auch eine Straßenkreuzung die sich treffenden Wege nicht als einen Weg weiter führt. "Richtigerweise" hätte also Deine Mathelehrerin sagen müssen, dass sich zwei Parallelen irgendwann berühren/treffen und dann als eine Linie weiter laufen. Theorie!
Hat sie aber nicht, weil deine "deutsche Auffassung" falsch ist. Meine Mathelehrerin war ein ziemlich intelligentes Mädchen!

Zitat von Reklov im Beitrag #353

Naturwissenschaften geht es darum, die wahrscheinlichsten Vor-Aussagen aus einer Vielzahl von natürlichen Möglichkeiten heraus zu suchen, die am wahrscheinlichsten sind. Und man geht dabei immer von reellen/wiederholbaren- und nachweisbaren Beobachtungen aus
Das ist (nicht nur mir!) schon lange und bestens bekannt!

Zitat
In der "Theosophie/Religioten-Philosophie" sucht man sich immer solche Unwahrscheinlichkeiten heraus, für die mit reellen/wiederholbaren und von daher nachweisbaren Beobachtungen weder Beweise noch Belege erbracht werden können. Es werden dafür Gefühlsinterpretationen, Einbildungen, Sinnestäuschungen - nicht selten auch absichtlich herbeigeführte Bewusstseinstrübungen und Halluzinationen durch Drogeneinnahme, "Selbsthypnosen" (Meditation, gezielt herbeigeführte Körperliche und geistige Erschöpfungszustände, durch rhythmisches Extasetanzen, durch Yogaübungen, bei denen das Gehirn durch Konzentration in kürzester Zeit zur Erschöpfung gebracht werden kann) geltend gemacht. Bei all dem werden dann vom Suchtzentrum im "Gehirn" Glückshormone freigesetzt, die den Zustand der "Transzendenz" auslösen.

Mit der Gottesfrage haben sich Denker beschäftigt, die weder unter Drogen standen, noch geistige Erschöpfungszustände zu erleiden hatten!

Zitat von SnookerRI im Beitrag RE: Die Zeugen Jehovas und ihre modifizierte Bibel

Ich will hierzu nur einige heraus greifen, welche sich z.B. mit dem ontologischen Gottesbeweis sehr nüchtern auseinandersetzten: Anselm von Canterbury, Thomas von Aquin, Descartes und Kant.
Du kannst dafür auch alle katholischen und evangelischen Heiligen, Napoleon und den Kaiser von China herausgreifen.. Fakt ist nun mal, dass über die die naturwissenschaftlichen Möglichkeiten und Erkenntnisse unserer Zeit, zu Lebzeiten der von dir erwähnten "Personen" noch nicht mal ansatzweise nachgedacht wurde.

Zitat von Reklov im Beitrag #353

Da es sich bei solchen geisteswissenschaftlichen Betrachtungen nicht um Greifbares und demzufolge Messbares handelt, muss sprachlich auf einer Rasierklinge balanciert werden können.
Kannst du ja gerne machen, wenn es dir so WICHTig scheint. Nur aber wirst für unserer Gegenwart, keinen einzigen auch nur halbwegs intelligenten und geistig gesund entwickelten Art- und Zeitgenossen von deinem eigenen und persönlichen MÜSSENS-Dogmatismus überzeugen können...


Zitat von Reklov im Beitrag #353

dieser kurze Ausschnitt zeigt, dass die Logik eines Descartes wenig mit Sinnestäuschungen, Gefühlsinterpretationen oder gar Drogen zu tun hat.

Tatsächlich zeigt das "Ganze" nur, dass es mit deiner eigenen Logik nicht besonders weit her ist, denn sonst würdest du nicht das Weltverständnis der Menschen die vor Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden gelebt haben, in Unsere Gegenwart des 21. Jh. transponieren, um umgekehrt, den Erkenntnishorrizont der modernen Naturwissenschaften, welcher sich seit Thomas von Aquin, Anselm von Canterbury, Decartes um Lichtjahre erweitert hat, in Zweifel und in Abrede zu stellen...

Zitat von Reklov im Beitrag #353

Vielleicht schreibt ja sogar jemand eine vernünftige Kritik dazu?
Was du du jetzt wohl wieder nur zynisch gemeint haben willst... Immerhin, scheint auch der Begriff "Vernünftig" nur dann zutreffend, wenn esr für "dein deutsches Sprachverständnis" passend interpretiert wird.

Frohe Weihnacht, bzw, schönes Winter-Sonnwend-Fest.. [
PQV



[/quote]

Reklov Offline




Beiträge: 5.746

23.12.2015 17:47
#355 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
(Nimm eine Papierband und verklebe das eine Ende verdreht herum mit dem anderen, dann wirst du mit eigenen Augen sehen, dass 2 Parallelen sich im "Unendlich" durchaus kreuzen, auch ohne sich wieder von einander zu entfernen) Nur weil deine eigen Vorstellung von "Unendlich" absurd ist, muss ich mich noch lange nicht davon beeindrucken lassen.

Perquestavolta,

... ich nehme an, Du meinst das Moebius-Band (?) Mit ihm wird auf einer 2-dimensionalen Fläche eine dritte Dimension imitiert. Zeichnet man aber zwei parallele Linien darauf ein, so kreuzen sie sich eigentlich nicht, sondern überlagern sich lediglich räumlich! - "Kreuzen" ist aber noch mal etwas anderes! Die Linien laufen auch nicht irgendwann in einem Punkt zusammen, sondern bleiben stets parallel.
Wenn Du aber schon solch einfache räumliche Dinge nicht auf die Reihe bekommst, wie willst Du da mit rein geisteswissenschaftlichen Problemen zurecht kommen?
Mein Vorschlag: Bleibe lieber in der Welt der messbaren und nachweisbaren Dinge. Das andere Gebiet scheint Dir nicht so zu liegen, sonst hättest Du zumindest versucht, den Gedankengang von Descartes zu widerlegen. Dazu reicht es aber offensichtlich (noch) nicht (?)

Dennoch - wünsche ich Dir ebenfalls ein frohes Winter-Sonnenwend-Weihnachtsfest.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.12.2015 21:20
#356 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #355
[quote] (Nimm eine Papierband und verklebe das eine Ende verdreht herum mit dem anderen, dann wirst du mit eigenen Augen sehen, dass 2 Parallelen sich im "Unendlich" durchaus kreuzen, auch ohne sich wieder von einander zu entfernen) Nur weil deine eigen Vorstellung von "Unendlich" absurd ist, muss ich mich noch lange nicht davon beeindrucken lassen.
Perquestavolta,

... ich nehme an, Du meinst das Moebius-Band (?) Mit ihm wird auf einer 2-dimensionalen Fläche eine dritte Dimension imitiert. [/quote

1. war von meiner Seite her nie die Rede von parallelen Linien, Reklov!" Das ist einzig und alleine auf deinem eigenen abgestandenen "Mist" gewachsen!
2. ist die Schleife eine reelle Darstellung von "Unendlich". (Die Schleife in Form einer liegenden "Acht" wird auch in der Symbolik als Zeichen für Unendlich benutzt)
3. müsstest du, wenn du denn tatsächlich mal "Artdirektor" gewesen sein solltest, auch fundierte technische Kenntnisse über die Fotografie haben und somit auch wissen wie ein Objekt durch eine optische Linse abgebildet wird und dann auch nicht einen solchen "Blödsinn" daherschreiben, dass wenn sich zwei Linien sich im Unendlichen "kreuzen", diese von da ab nur mehr als einzige Linie weiterlaufen.Und selbst wenn du von alle dem keine Ahnung hast, dann hast du bestimmt schon mal durch ein Fernrohr geschaut und selber gesehen, dass das einfach nicht stimmt....

Zitat von Reklov im Beitrag #355
[quote]
Zeichnet man aber zwei parallele Linien darauf ein, so kreuzen sie sich eigentlich nicht, sondern überlagern sich lediglich räumlich!
Linien und Striche sind in der Regel zwei unterschiedliche Dinge. Und wenn man wenn man von Unendlich redet, dann redet man von etwas, das keinen Anfang und kein Ende hat wie z.B. eine Schleife oder einem Kreis.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

30.12.2015 09:08
#357 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Guten Morgen allerseits...es sind immer noch alle kräftig am rumdiskutieren.

@Reklov ...wie ich sehe kämpfst Du immer noch gegen Windmühlen.
Ich muss mich des Öfteren herausnehmen um nicht durchzudrehen, etwas falsches zu sagen oder zu denken..und auch um ab und an diesem menschlichen Gedenke aus dem Weg zu gehen.
Wer sich wirklich um ein Wissen um den Allherrn bemüht, wird schnell feststellen, das Gott nicht nur ein Bewusstsein hat, sondern das er das Bewusstsein ist.
Wie ich aber immer wieder betonen muss, liegt es an jedem Selbst wie er sich dem Thema stellt (Abneigung oder Zuneigung) Allein...alles andere ist viel zu viel ausgedachtes, menschliches Gedankengut, was das eigene Erlebte beeinflusst und somit unser Bewusstsein in falsche Bahnen lenken kann und tut.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

30.12.2015 10:28
#358 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Demiurg
Wer sich wirklich um ein Wissen um den Allherrn bemüht, wird schnell feststellen, das Gott nicht nur ein Bewusstsein hat, sondern das er das Bewusstsein ist.
Wie ich aber immer wieder betonen muss, liegt es an jedem Selbst wie er sich dem Thema stellt (Abneigung oder Zuneigung)

Ich bin dem Bewusstsein positiv gestellt. Aber ich kann in ihm lediglich ein biologisches Steuerungsinstrument erkennen, das die Evolution uns mitgegeben hat. Doch du meinst das allgemeine, sphärische Bewusstsein, und wir Menschen haben unseren kleinen Anteil daran? Eine gewagte platonische Behauptung. Ist es eine logisch zwingende Ableitung, deiner Meinug nach? Dann kläre uns mal bitte auf.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

30.12.2015 11:28
#359 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Natürlich kannst du "in ihm" ein biologisches Steuerungselement finden...wie soll Leben auch sonst funktionieren?
Zitat: Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen.

Galileo Galilei

Schon alleine nur der Gedanke, das wir alle über ein Thema sinnen das in manchen Augen nicht existieren kann, sollte uns doch zu denken geben!
Wie tief in unserem Bewusstsein sitzt der Gedanke an eine übernatürliche Daseins-Form, die beiderseitig -also biologisch und sphärisch- nur in Kombination uns bewusst werden kann und lässt?
Es ist keine Ableitung, es sind Erfahrungen die man sammelt und die man nicht mit jedem teilen kann. Jedenfalls nicht in dem Sinne, das meine Erfahrung auch die gleichen Auswirkungen hat wie auf den mir gegenüber.

Was wäre, wenn Gott ein Bewusstsein hätte?
Würde er dann nicht Alles und Jeden sehen und kennen? In- und auswendig? Jede kleine Handlung? Jedes kleine Geheimnis? Jeden...Gedanken?
Gruselig...oder beruhigend?

Nur, wie "menschlich" denken wir uns Gott?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

30.12.2015 13:44
#360 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Demiurg
Es ist keine Ableitung, es sind Erfahrungen die man sammelt und die man nicht mit jedem teilen kann.

Und du hast die Erfahrungen? Die du mit uns nicht teilen kannst?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.746

30.12.2015 14:08
#361 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
1. war von meiner Seite her nie die Rede von parallelen Linien, Reklov!" Das ist einzig und alleine auf deinem eigenen abgestandenen "Mist" gewachsen!

Nun mal ganz in Ruhe das Temperament heruntergedimmt! - Das sind Deine Worte, welche Du seinerzeit hierzu verwendet hattest: >> Als ich vor gut 40 Jahren durch meine Mathelehrerin zum ersten mal damit konfrontiert wurde, dass zwei Parallelen sich im Unendlich kreuzen und ich dann zum Glück auch verstanden habe wie das gemeint ist, habe ich auch begriffen, dass alles was IST, unendlich vielen Ursachen zugrunde liegt. <<
Wie Du ja nun selber siehst, hattest Du das Wort "Parallelen" verwendet oder verstehe ich Dich falsch?

Mit dem Moebius-Band kann man zwar, durch die zu einer 8 verdrehten Ebenen, Linien in eine "Unendlichkeitsschleife" formen, - ein Kreuzen aber, wie ich es verstehe (z.B. an einer Straßenkreuzung!) ist jedoch nicht machbar. Die Parallelen (oder einfache Linien) überschneiden sich zwar räumlich, ohne sich jedoch direkt "zu kreuzen". -
Übrigens: Bereits eine einfache Kreislinie symbolisiert "Unendlichkeit". Formt man aus dem 2-dimensionalen Kreis eine 3-dimensionale Kugel, wäre auch deren Oberfläche "unendlich" lange zu befahren.
Hoffe, das ist nun auch geklärt?
Wie man jedoch anhand eines Moebius-Bandes begreifen will (oder gar beweisen möchte!?), dass alles undendlich viele Ursachen haben kann, (das war ja das eigentliche Thema!!!)
bleibt als Frage an Dich stehen!
Vielleicht kannst Du mir das bitte noch etwas deutlicher erläutern, damit ich diesen Deinen Gedankengang besser nachvollziehen kann. Dies wäre ja im Sinne eines vertieften Dialoges nur förderlich.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.746

30.12.2015 14:25
#362 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und du hast die Erfahrungen? Die du mit uns nicht teilen kannst?

@Gysi,

... wenn ich mich hierzu einmischen darf: Es gibt unzählige Erfahrungen, die ein Mensch nur alleine erleben/erfühlen kann. Sie sind, genau wie z.B. wirkliche Kreativität, "unteilbar".
So könnten sich z.B. alle Forum-Teilnehmer auf die gleich lange Reise, rund um den Globus, machen - die einzelnen "Erfahrungen" (empfunden mit Gefühlen etc.) wären vollkommen unterschiedlich!
Bei sog. spirituellen Erfahrungen (wie z.B. in der Liebe) sind die einzelnen Wege der versch. Individuen noch weniger deckend auf einen Nenner zu bringen.
"Gotteserfahrungen" sind noch mal eine Abteilung für sich, die nur derjenige machen kann, der sich auch ehrlich öffnend auf den langen Weg macht. Heuchelei oder reine, wissbegierige Neugier bringen auf solch einem Wege jedoch herzlich wenig!
Es ist ähnlich, wie auf jedem Gebiet: Wer nur oberflächlich rangeht, bleibt, entsprechend seinem Aufwand oder dem Leistungsvermögen, vom Stand eines Gesellen oder Meisters unterschiedlich weit entfernt. Sich aber auf solch einer, nach oben offenen Skala selbst einzurodnen, stellt wiederum eine andere unlösbare Schwierigkeit dar.

Gruß von Reklov

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

30.12.2015 14:46
#363 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #360
Und du hast die Erfahrungen? Die du mit uns nicht teilen kannst?

Jeder hat Erfahrungen die er nicht teilen kann, will oder sollte. Das ist hierbei auch nicht wichtig. Es geht nicht um das was ich erfahren oder erlebt habe, sondern darum das man eine Erfahrung bewusst wahrnimmt.

Reklovs Worte erklären das hierzu schon ganz gut.
Aber es ist wie mit euren Strichen und Linien...man hat weder Anfang noch Ende im Blick...und somit ist ein Standpunkt nicht vertretbar. Deine Meinung kannst du haben, aber "zwing" sie niemanden auf...er befindet sich eventuell an anderer Stelle der Linie.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

30.12.2015 19:14
#364 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
So könnten sich z.B. alle Forum-Teilnehmer auf die gleich lange Reise, rund um den Globus, machen - die einzelnen "Erfahrungen" (empfunden mit Gefühlen etc.) wären vollkommen unterschiedlich!

Trotzdem kann man sie kommunizieren! Warum? Weil Schnittmengen unserer gemeinsamen Erfahrungen sie kommunizierbar machen. Wir verfügen über die gleichen Wahrnehmungsinstrumente.

Zitat
"Gotteserfahrungen" sind noch mal eine Abteilung für sich, die nur derjenige machen kann, der sich auch ehrlich öffnend auf den langen Weg macht.

Die ins Bewusstsein gespülte Wahrnehmung hat ein Problem: Sie kann einer falschen Interpretation erliegen. Und man glaubt, etwas Göttliches wahrzunehmen, ohne das Göttliche inhaltlich zu kennen. Weil man es so will! Da kann man sich leicht vertun.

Es ist alles eine Interpretationsfrage. Kontakt mit Gott, dem Schöpfer zu haben, ist was anderes, als Anteil am "Göttlichen" zu haben, am Logos, an der Vernunft. Wenn man an Platons Ideenlehre glaubt, dann kann man schnell Kontakt zum "Göttlichen" haben, und man liegt damit ja nicht falsch, die Ideenlehre als Parameter gesetzt. Da sollte man nicht seine Erfahrungen sondern die Ideenlehre auseinandernehmen. Erkennt man die als spekulativ oder falsch, wird deine Wahrnehmungsinterpretation auch spekulativ oder falsch.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

30.12.2015 22:13
#365 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #364

Es ist alles eine Interpretationsfrage. Kontakt mit Gott, dem Schöpfer zu haben, ist was anderes, als Anteil am "Göttlichen" zu haben, am Logos, an der Vernunft. Wenn man an Platons Ideenlehre glaubt, dann kann man schnell Kontakt zum "Göttlichen" haben, und man liegt damit ja nicht falsch, die Ideenlehre als Parameter gesetzt. Da sollte man nicht seine Erfahrungen sondern die Ideenlehre auseinandernehmen. Erkennt man die als spekulativ oder falsch, wird deine Wahrnehmungsinterpretation auch spekulativ oder falsch.


Eine "Lehre" setzt aber voraus, das man Wissen von Anderen als Wahrheit annimmt oder in einer Lehre annehmen muss, wenn man den Lehrpfad betreten will.
Deine (fettgedruckt) Aussage würd ich gern mal näher betrachten. Wie kannst du wissen, was der Unterschied ist zwischen einem Kontakt zu Gott oder ein Anteil am Göttlichen des Einzelnen...wenn du noch nicht mal an ihn glaubst?
Wirst du jemals Gold finden, wenn du es nicht suchen gehst?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

31.12.2015 10:25
#366 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Demiurg
Deine (fettgedruckt) Aussage würd ich gern mal näher betrachten. Wie kannst du wissen, was der Unterschied ist zwischen einem Kontakt zu Gott oder ein Anteil am Göttlichen des Einzelnen...wenn du noch nicht mal an ihn glaubst?

Das "Göttliche" Platons ist eben was anderes als der "Schöpfergott". Der Schöpfergott (der Bibel) ist personifiziert. Das "Göttliche" (Platons) ist das Perfekte. Das perfekte Original unserer - weniger wirklichen - Welt. Das glaube ich nicht. Trotzdem darf ich doch wohl auch als Atheist erkennen, dass Platons Ideenlehre was anderes ist als der abrahamitische Schöpfergott.

Zitat
Wirst du jemals Gold finden, wenn du es nicht suchen gehst?

Ich war mal gläubig. Ich wollte immer die Wirklichkeit finden. Gott ist eine menschliche Erfindung. Alles, was wir per Nachdenken, per Meditation in uns finden können, das sind wir selbst. Aber immerhin, das kann schon eine ganze Menge sein.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

31.12.2015 10:53
#367 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #365
. Wie kannst du wissen, was der Unterschied ist zwischen einem Kontakt zu Gott oder ein Anteil am Göttlichen des Einzelnen...wenn du noch nicht mal an ihn glaubst?


Du müsstest also glauben um zu wissen? Wäre religiöser Glaube dann nicht überflüssig, wenn er doch direkt in religiöses Wissen übergeht?

Woher weißt Du so genau, dass ein Kontakt zu Gott besteht und warum könnte ein Atheist einen Kontakt mit Gott nicht erkennen? Kontaktiert Gott nur Menschen, die bereits an ihn Glauben? Wie sieht dieser Kontakt denn konkret aus, wenn Atheisten ihn nicht wahrnehmen können?

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #365
. Wirst du jemals Gold finden, wenn du es nicht suchen gehst?


Es gibt einen schönen Versuch mit Tauben: In einem geschlossenen Kasten bekommt eine einzelne Taube nach Ablauf einer zufälligen Zeitspanne eine kleine Portion Futter. Lässt man den Versuch über Stunden laufen, assoziiert die Taube den Futtererhalt schließlich mit einer Tätigkeit, die sie selbst bei Erhalt des Futters ausführt. Den Versuch kann man mit beliebigen Tauben ausführen. Jede der Tauben ist nun überzeugt, durch Drehen im Kreis, hin- und herwinppen des Kopfes oder andere Bewegungen den Futtererhalt auszulösen und führt diese Bewegungen daher immer wieder aus.

Bei den Intelligenteren Lebewesen funktioniert das so: Von klein auf erhält das Junge die Information, dass ein unsichtbares Wesen verschiedene Dinge vollbringt. Gute und auch weniger Gute. Damit das unsichtbare Wesen Gutes vollbringt, muss das Junge bestimmte Verhaltensregeln einhalten. Das Junge ist irgendwann davon überzeugt, dass das Einhalten der Verhaltensregeln positiven Einfluss auf das Handeln des unsichtbaren Wesens hat und das Nichtbefolgen eine Strafe nach sich zieht. Es ist auch irgendwann fest davon überzeugt, das Handeln des unsichtbaren Wesens erkennen und nachvollziehen zu können. Durch den Glauben an das Handeln des unsichtbaren Wesens wird dieses Wesen "geglaubte Realität". Im Erwachsenenalter wird das ehemalige Junge dann überzeugt sein, tatsächlich einiges über das unsichtbare Wesen zu wissen.

Könnte die Taube sprechen würde sie uns glaubhaft versichern, der große Taubengott bringe ihr Futter, wenn sie sich an die vorgegebenen Verhaltensweisen hält. Sie würde ihr "Wissen" sofort an andere Tauben weitergeben. "Unser täglich Futter gib uns heute..."

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

31.12.2015 12:55
#368 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #366
Das "Göttliche" Platons ist eben was anderes als der "Schöpfergott". Der Schöpfergott (der Bibel) ist personifiziert. Das "Göttliche" (Platons) ist das Perfekte. Das perfekte Original unserer - weniger wirklichen - Welt. Das glaube ich nicht. Trotzdem darf ich doch wohl auch als Atheist erkennen, dass Platons Ideenlehre was anderes ist als der abrahamitische Schöpfergott.
Ich war mal gläubig. Ich wollte immer die Wirklichkeit finden. Gott ist eine menschliche Erfindung. Alles, was wir per Nachdenken, per Meditation in uns finden können, das sind wir selbst. Aber immerhin, das kann schon eine ganze Menge sein.

Das was du erkennst ist, das Religionen den Schöpfergott personifizieren. Dies habe ich schon des Öfteren hier ins Forum geschrieben.
Unserer "weniger wirklichen" Welt?
Unsere Welt, der Planet Erde, "ist die wahre Wirklichkeit"...sozusagen die ausgeführte Idee! Alles andere sind Worte, die dem Menschen gegeben wurden, die unsere Gedankenwelt formen. Jeder denkt sich halt etwas anderes "hinein" und nennt es Wahrheit...was ja auch "teilweise" stimmt. Denn jede Idee -in dieser Idee- ist ein Teilstück daraus...somit eine Teilwahrheit. Die nicht falsch ist aber falsch gedeutet wird oder werden kann.
Ich weiß das du gläubig warst...ich stellte mir damals die Frage, was der Auslöser solch eines Denkens gewesen war. Den "Grund" dieser Bücher!!
Das Selbst, was du bei einer Meditation finden kannst, kann dir aber helfen über den Schatten zu springen, den andere vor dir werfen.

Zitat von Blackysmart im Beitrag #367
Du müsstest also glauben um zu wissen? Wäre religiöser Glaube dann nicht überflüssig, wenn er doch direkt in religiöses Wissen übergeht?

Woher weißt Du so genau, dass ein Kontakt zu Gott besteht und warum könnte ein Atheist einen Kontakt mit Gott nicht erkennen? Kontaktiert Gott nur Menschen, die bereits an ihn Glauben? Wie sieht dieser Kontakt denn konkret aus, wenn Atheisten ihn nicht wahrnehmen können?

Glauben - ist Nichtwissen! Treibt aber den ein oder anderen an, sich auf eine Suche zu begeben...sozusagen der Gang durch die Wüste...!
Jeder Mensch hat Möglichkeiten einer Gotteserfahrung, auch ein Atheist. Nur sollte man sich immer fragen, wie man sich diesem Thema stellt. Wenn ich mir die Idee in den Kopf setze das Gott nicht existiert, wie soll ich ihn dann jemals finden. Wie soll ich mir Möglichkeiten vor Augen führen, was dieser ist, wie dieser ausschaut, wie dieser sich zeigt, wenn ich stur daran festhalte, dass das was ich gelehrt bekommen habe "nur" die Wahrheit sein kann?
Wer sagt denn, das das Wissen, die Teilwahrheit, die wir Menschen uns erarbeitet haben, das absolute Wissen über das komplette Universum ist?
Vor ein paar hundert Jahren waren Menschen noch davon überzeugt das die Erde eine Scheibe ist, das der Mensch "niemals" fliegen könne und schon gar nicht darüber nachdachten was man mit einer Glühbirne anfangen könnte.

Wir werden uns also von Jahr zu Jahr bewusst, das das was war, nicht das ist was zwangsläufig sein wird.
Wenn ich heute sage das wir bald von Ausserirdischen besucht werden, wieviele werden dies "glauben"?

Geht es der Taube nicht gut wenn sie für Futter tanzt?
Entsteht dadurch nicht eine gewisse Harmonie unter der Taubenfamilie?
Oder sollte es der Taube peinlich bzw. idiotisch vorkommen...und hungern?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

31.12.2015 13:45
#369 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Demiurg
Unserer "weniger wirklichen" Welt?

Ich bin nicht Platon, ich sage das nicht.

Zitat
Ich weiß das du gläubig warst...ich stellte mir damals die Frage, was der Auslöser solch eines Denkens gewesen war. Den "Grund" dieser Bücher!!

Ich sag daoch: Ich suchte die Wirklichkeit. Ich glaubte, gut: Aber so richtig glauben konnte ich nie. Dieser Gott (der Bibel) war mir zu widersprüchlich und höchst ungerecht. Und dann hatte der so eine Macht, auch über mich... Ich hatte eine Höllenangst vor ihm. Ich konnte den Glauben an ihn nicht ganz verlieren, solange ich keine mir zufriedenstellende Antwort auf die Erste Ursache hatte. Also ein geschlossenes Weltbild. Das fand ich (siehe "Der selbstbestimmte Mensch", Kap. "Die Ewigkeit gibt's ohne Gott!"), es ist eines ohne Gott, und von da an wusste ich, dass es ohne Gott geht!

Zitat
Wenn ich mir die Idee in den Kopf setze das Gott nicht existiert, wie soll ich ihn dann jemals finden.

Was finden denn die Leute, die Gott suchen? Ich empfehle, das Wirkliche zu suchen!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

31.12.2015 15:01
#370 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Was ist "das Wirkliche"?
Ist das Wirkliche nur für dich Wirklichkeit oder gilt dies auch für Andere?

Angst. Ja, Angst kann einen schon ganz schön zermürben, vor allem dann wenn man niemanden hat, der dir diese Angst nehmen kann.
Verschließt man sich dann vor dieser Angst oder stellt man sich ihr?
Woher kommt solche Angst? Vielleicht aus Unwissen?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

31.12.2015 15:26
#371 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg
Was ist "das Wirkliche"?
Ist das Wirkliche nur für dich Wirklichkeit oder gilt dies auch für Andere?

Für Platon ist die tiefere Wirklichkeit ewig, und unsere weltliche temporär flüchtig. Ein Schatten des sphärischen Originals.

Für mich ist die WAHRHEIT folgendes:

Was ist Wahrheit?

- Die korrekte Reflexion von Wirklichkeit.
- Oder: die Existenz, das Wahre. Hier ist die Wirklichkeit das, was auf die Sinne wirkt.

Wir gehen hier nach der ersten Begriffsdefinition.

Die objektive Existenz wird über die Sinne der Subjekte wahrgenommen. => Wahr-Nehmung über die Sinnesorgane. Diese Wahrnehmung wird sogleich durch die Erfahrung verarbeitet, geordnet und mit den entsprechenden Gefühlen besetzt. Ein mehr oder weniger angelerntes logisches Verknüpfungsvermögen führt zu Erkenntnissen über die subjektive Erfahrung hinaus.

Das intellektuelle Verknüpfungsvermögen ist in der Regel der Wahrhaftigkeit verpflichtet: Man will der Wahrheit nahe kommen. Seine Arbeit funktioniert umso besser, je stärker es ausgebildet ist und zudem ideologische Erstarrungen nicht oder nur wenig stören. Die Fähigkeit zu nüchterner Kritik und Selbstkritik ist für die Wahrheitsfindung immanent.

Es ist oft vorteilhaft, ein Objekt von verschiedenen Analysten anschauen zu lassen, und sich bemühen, die verschiedenen Sichtweisen zu einem komplexeren Bild zusammenzufügen. Viele Augen sehen mehr als zwei.

Eine Betrachtung des reinen An-Sich-Seins der Objekte können wir mit unseren spezifischen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsinstrumenten nicht erfassen. Ganz gewiss nicht zu 100%. Als Subjekte der Betrachtung sind wir immer in unseren Möglichkeiten begrenzt.

Das heißt aber nicht, dass es diese Objekte nicht außer uns gibt. Das anzunehmen ist der selbe Unsinn wie der Glaube, die Existenz sei an sich so, wie wir Menschen sie sehen.

Ebenso unsinnig ist die Schlussfolgerung, die ganze Wahr-Nehmung sei eine „Illusion“. Unsere Wahrnehmung ist eben die menschenspezifische Art der Wahrnehmung. Die Maßstäbe, Relationen und Strukturen sind nicht falsch erkannt. Wir sind existent, und das ist keine „Illusion“.

Gibt es die Lüge? In dem Bereich der Erkenntnis von Lüge muss es selbstredend auch die Wahrheit geben.

Zitat
Woher kommt solche Angst? Vielleicht aus Unwissen?

Wissen kann Angst nehmen. Es hat schon seinen Grund, warum ich mich, seit meiner Kindheit eigentlich, um Religion kümmerte.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

31.12.2015 20:50
#372 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #368

Jeder Mensch hat Möglichkeiten einer Gotteserfahrung, auch ein Atheist. Nur sollte man sich immer fragen, wie man sich diesem Thema stellt.


Das alles klingt zu sehr danach, als wenn die Frage nach Gott zwingend wäre. So, als wenn ein Mensch ohne Gott kein richtiger und ganzer Mensch sein könnte.
Wie du selber richtig schreibst, ist Glaube Nicht-Wissen. Und schaut man sich auf der Welt um, dann ist es einfach nicht zu übersehen, dass "Gott" immer und zu allen Zeiten die Macht der Dummen über die Doofen war. Diese Macht kann sich in der Gruppendynamik verselbstständigen und außer Kontrolle geraten, wie man es besonders gut bei fundamental-kranken Sekten beobachten kann. Oder auch gerade jetzt, bei den Radikal-Fundamentalisten des Islam.

Natürlich kann dann, auch eine Atheist Gott erfahren... gerade auch und ganz besonderes, wenn er in einer Gegend lebt, in der Atheisten als zweifelhafte und vertrauensunwürdige Mitmenschen gehandelt werden. Aber auch in der eigenen Familie, wenn besonders Gott-gläubige Angehörige sich dazu ermächtigt "wähnen", sich in die Lebensgewohnehiten ihres Gott-losen Verwandten einzumischen! Ihn zu diskriminieren, schikanieren, zu mobben... Geschieht alle Tage mindestens eine Milliarde mal über den ganzen Planeten verteilt.

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

01.01.2016 09:50
#373 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #371
Viele Augen sehen mehr als zwei.

Eine Betrachtung des reinen An-Sich-Seins der Objekte können wir mit unseren spezifischen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsinstrumenten nicht erfassen. Ganz gewiss nicht zu 100%. Als Subjekte der Betrachtung sind wir immer in unseren Möglichkeiten begrenzt.

Das heißt aber nicht, dass es diese Objekte nicht außer uns gibt. Das anzunehmen ist der selbe Unsinn wie der Glaube, die Existenz sei an sich so, wie wir Menschen sie sehen.

Ebenso unsinnig ist die Schlussfolgerung, die ganze Wahr-Nehmung sei eine „Illusion“. Unsere Wahrnehmung ist eben die menschenspezifische Art der Wahrnehmung. Die Maßstäbe, Relationen und Strukturen sind nicht falsch erkannt. Wir sind existent, und das ist keine „Illusion“.

Gibt es die Lüge? In dem Bereich der Erkenntnis von Lüge muss es selbstredend auch die Wahrheit geben.

Zitat
Woher kommt solche Angst? Vielleicht aus Unwissen?
Wissen kann Angst nehmen. Es hat schon seinen Grund, warum ich mich, seit meiner Kindheit eigentlich, um Religion kümmerte.


Es ist gut was du schreibst und ich denke auch das du dich wirklich hineingekniet hast und über die Jahre dein Wissen dahingehend ausbauen konntest.
Die Begrenzung...die wir uns nur selbst auferlegen...ist aber keine Grenze. Wie du es auch schon selbst erkennst.

Unsere Wahrnehmung ist keine Illusion, das ist richtig. Aber die Illusionen die Menschen nun mal haben sind die, die sie aus der Wahrnehmung heraus denken darin zu finden. Und dann entsteht so etwas wie Lüge.
Aber...nicht jeder Mensch kann mit (der) Wahrheit umgehen und für diese wäre es besser in einer Illusion zu leben...leider ist es so, das unsere Staatsoberhäupter ebenfalls solch einer Illusion unterliegen und es, jedenfalls zur Zeit, keine Anstrengungen gibt sich dieser Illusion zu entledigen.

Man kann in Unwissenheit sehr gut leben, wenn man sich vor Augen führt, das man unwissend ist. Nur denkt leider jeder, das er alles weiß oder sich von sogenannten Wissenden leiten lässt.

@Perquestavolta
Nichts ist zwingend...nichteinmal Gott zwingt "irgendjemanden" irgendetwas auf.
Deswegen ist es wichtig, das man seiner Linie treu bleibt und auch den "lieben Verwandten" erklärt, das es unwichtig für einen Selbst ist, was der gegenüber dir "aufdrängen" will.
Jeder geht seinen Weg, den kein Anderer dir ebnet...nicht mit Lüge und nicht mit Wahrheit. Einzig und Allein jedem selbst obliegt es, aus Illusion Wahrheit zu formen...frohes neues Jahr wünsche ich.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.865

01.01.2016 10:14
#374 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg
...leider ist es so, das unsere Staatsoberhäupter ebenfalls solch einer Illusion unterliegen und es, jedenfalls zur Zeit, keine Anstrengungen gibt sich dieser Illusion zu entledigen.

Welche Illusion?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

01.01.2016 10:30
#375 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Du kennst doch sicherlich solch aussagen wie: "Wir schaffen das"

Wer ist dabei das WIR?

Seiten 1 | ... 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | ... 92
Konversion  »»
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz