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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

03.01.2016 12:28
#426 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat Gysi: Wenn du so belesen bist, sollte es dir nicht schwerfallen, mal deine Argumente gegen die Wissenschaften und für die Gottgläubigkeit zu offenbaren.
Verstehst du denn nicht, das das nicht möglich ist! Man kann nicht "gegen" die Wissenschaft reden, denn diese zeigt uns auf, aus was wir bestehen. Und "für" eine Gottgläubigkeit zu reden ist ebenso nicht möglich, denn diese zeigt uns, das wir doch nicht wissen aus was wir bestehen.
Zitat Gysi: Die an dich gerichtete Frage: "Warum und wie bezweifelst du das Schulwissen?" Kann nicht ich, die kannst nur du beantworten.
Weil das Schulwissen nur das vermitteln kann, was aufgeschrieben steht. Nicht das, aus das das Aufgeschriebene besteht!
Zitat Gysi: Na, die Bücher- und Schriftrollenregale - nebst Keilschriftsteine - möchte ich mal sehen...
Google und das komplette Internetwissen steht jedem zur Verfügung, hinzu kommen tausende Bibliotheken, Wikipedia, Pastoren, Pfarrer, Rabbis, Menschen mit sämtlicher Gesinnung und einfach die Natur mit ihrer Fülle an Lebewesen, Wolken, Himmel, Sterne, Planeten, Galaxien, Fotos, Videos und und und....dein "Forum" würde auseinander platzen wie ein zu viel aufgeblasener Luftballon.

Das auslösende kleine und zarte Fünkchen, das den Unterschied ausmacht zwischen Wissen und wissen, liegt genau dazwischen.
Wenn es so einfach wäre, das Bewusstsein Gottes auch nur anzukratzen......es ist die eigene Einstellung die dabei hilft zwischen den Dingen hin und her springen zu können.
Muss denn Gott etwas sein, das den Menschen hilft mit ihren Problemen fertig zu werden? Die sie sich auch noch selbst aufbürgen?
Kann Gott nicht einfach das sein was es ist...Leben?

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.860

03.01.2016 12:44
#427 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg
Muss denn Gott etwas sein, das den Menschen hilft mit ihren Problemen fertig zu werden?

Fragst du mich? Ich löse meine Probleme ohne Gott.

Zitat
Kann Gott nicht einfach das sein was es ist...Leben?

Deine Herumstocherei zeigt, dass du null Ahnung hast. Und dieses Maß an Ahnung in deiner Arroganz aber über das komplette Wissen der Menschheit stellst! Kann es nicht einfach sein, dass Gott eine menschliche Erfindung ist, geboren aus seiner Unwissenheit? Und deine Gier nach einer Gottesexistenz ist nichts anderes, als deine Gier nach absolutem Schutz und deine Gier nach deiner eigenen Ewigkeit! (Tipp: Schau mal in meinem "Der selbstbestimmte Mensch" im Kapitel "Die Ewigkeit gibt's auch ohne Gott!" nach...)


Und noch was: Deine Schreibe ist mir bekannt. Du warst schon mal unter einem anderen Nicknamen unterwegs. Warum leugenst du das? Kann ich nicht leiden swoas!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

03.01.2016 12:48
#428 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Die Auswahl ist groß:

Wenn Gott nicht hilft, bleiben immerhin noch Allah, Manitou, Wotan, Zeus oder sonstige "bunte" Spukgestalten noch übrig.

Fragen wir doch mal die Praktiker, wie das funktioniert und bitten dann um Nachweise der Effizienz!

Reklov Offline




Beiträge: 5.744

03.01.2016 13:05
#429 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nun... wenn man geborenen Idioten Gott predigt, dann sollte man sich auch nicht wunderen, wenn sich dieser Gott dann in den geborenen Idioten selbst als Idiot verselbständigt. So sehe ich das! Die die Gott predigen ohne sich der Verantwortung darüber im klaren zu sein, dass man mit Gott auch besonders kleinen Kindern drohen und in ihrer Psyche für immer großen Schaden anrichten kann, Angehörigen den Glauben an das eigene Leben kaputt machen kann und auch die dümmsten und dämlichsten Versager noch dazu überreden, sich mit "Gott-losen" Unmenschen zusammen in die Luft zu sprengen, um als großartige Helden des Martyrertums in die Familien und Sippengeschichte einzugehen...

Perquestavolta,

... Du übersiehst, dass ja auch Du zunächst als "Idiot" geboren worden warst! -
Es ist richtig, dass man Kindern mit "Gott" drohen, dabei ihrer Psyche schaden kann. Dagegen steht aber auch eine Entwicklung zum Erwachsenen, welcher die Worte der Erzieher durchleuchten, entsprechend einordnen und auch, wenn nötig, abstreifen kann und muss. Das ist nun mal die Eigenverantwortung, welche dem Einzelnen während seiner Reifezeit auferlegt wird. Wir alle mussten ja die Gängelungen/Bevormundungen durch unsere Erzieher erst mal überwinden und mancher von ihnen stellt sich uns heute in einem Licht dar, das ihn nur noch bemitleidenswert erscheinen lässt.
Keinesfalls sollte man eigene Fehlentwicklungen ständig auf die Schultern von Erziehern abwälzen wollen, denn das zeugte ja nur davon, dass man selbst keine inneren Kräfte und geistige Einstellungen zur Welt aufbauen konnte (oder wollte)! Chancen und Möglichkeiten, die alten Formeln der Erzieher zu untersuchen oder zu überwinden, gibt es für Willige und Interessierte aber genügend. Jedenfalls in unserem Kulturbereich.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.744

03.01.2016 13:24
#430 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich löse meine Probleme ohne Gott.

@Gysi,

... Probleme lösen können wir als vernunftbegabte Wesen auf vielfältige Weise - auch ohne Gott! Das ist ja auch Aufgabe und sinnvolle Bestätigung für unser Leistungsvermögen - sowohl in kleinen, wie auch in großen Bereichen unseres Daseins.
"Gott" kommt bei Eingen höchstens dann ins "Spiel", wenn sie ratlos, verzweifelt und ans Ende ihrer Möglichkeiten gelangen. Wenige aus unserer spaßigen Wohlstandsgeneration kennen jedoch solche Prüfungen, was aber nicht heißen muss, dass sie diese niemals erfahren werden, denn F. Schiller bemerkte ja hierzu in seinem Gedicht >DER RING DES POLYKRATES< ganz richtig: >> Des Lebens ungemischte Freude ward keinem Irdischen zuteil...".

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.744

03.01.2016 13:46
#431 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Fragen wir doch mal die Praktiker, wie das funktioniert und bitten dann um Nachweise der Effizienz!

Direktkontakt,

... so unschuldig darf man nun auch nicht sein, dass man sich erst dann "Gott" zuwendet, wenn man bis zum Hals im Dreck steckt und keine Chance mehr sieht, mit eigener Kraft aus dieser Misslage heraus zu kommen!
Meine "praktische Erfahrung" hierbei ist, dass ich schon seit meiner Jugend im stummen Zwiegespräch mit dieser von mir so gedachten Allmacht stand.
Ob ich dabei mit mir selber gesprochen haben könnte, spielt eine untergeordnete Rolle, denn wir sind ja alle aus dieser Ur-Quelle hervor gegangen, also zumindest ein Teil von ihr. (Meine Meinung!)
Als ich dann während meiner späteren Lebensstrecke 4x in völlig hoffnungslose Situationen geriet, die auch totale Umwälzungen für mich bedeuteten, bat ich ernsthaft um Hilfe - und siehe da - mir wurde geholfen, obwohl ich selbst nicht so viel dazu beitrug. Natürlich waren mit diesen Prozessen auch einprägsame und lehrreiche "Lektionen" verbunden, die mich weiter brachten - was mir aber erst viel später bewusst wurde.

Aus meiner praktischen Erfahrung heraus ist z.B. der Vorschlag/Rat, den uns der Bibelpsalm 37 gibt, absolut keine Luftblase: >> Habe Deine Lust am HERRN; der wird dir geben, was dein Herz wünschet. Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen und wird deine Gerechtigkeit hervorbringen wie das Licht und dein Recht wie den Mittag <<.

Wie gesagt, dies ist lediglich meine persönliche Erfahrung! Diese kann von keinem Anderen nachempfungen oder gar nachgelebt werden.
(Bitte dies auch so zu verstehen.)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

03.01.2016 13:51
#432 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #424
Zitat Gysi: Oder geht das nicht? Wenn ja, warum nicht? Bezweifelst du "das Schulwissen"? Warum? Wie? Mit welchen Argumenten? Warum brauchst du Gott? Und warum gibt es die Argumente nicht? Oder gibt es sie noch?


Ich war vorher so wie du, in der Gesinnung. Gott? Ich lachte darüber und verspottete die Menschen die an einen Gott glaubten


Du scheinst dich gerne selbst als Messlatte für die Beurteilung deines "Nächsten" her zunehmen. Es geht Atheisten nicht darum Menschen zu verspotten die an Gott glauben. Es geht darum Leute zu erziehen, die ihren eigenen Glauben zu einem Gott über andere Menschen erheben. Es gibt nämlich auch sehr viele Menschen die "glauben" und dann ihren Glauben nur auf sich selbst beziehen. Ohne anderen dauernd Schuldgefühle einreden zu wollen, sie als unmündige Halbmenschen oder gar als unwürdige Unmenschen ab zu urteilen, die Gott ablehnen, weil sie sich damit jeder Angst vor einer höheren moralischen Gerechtigkeit entziehen.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #424

[/quote und war fest davon überzeugt, das wir aus dem Zufall heraus entstanden sind.
Zwischen Zufall und Schöpfung gibt es noch endlos viel andere Wahrscheinlichkeiten. In einem Universum das aus unendlich vielen Teilen besteht, ist der Zufall äußerst unwahrscheinlich. Das ist so, als wenn man mit unendlich vielen Würfeln würfelt und dabei ausschließen kann, dass auch nur eine der möglichen Zalhlenkombinationen nicht gewürfelt wird. In einem Universum aus unendlich vielen Teilen, die irgendwo und irgendwann mit einander wechselwirken, entstehen unendlich viele Strukturen in unendlich vielen Mustern, die selber wieder mit anderen Strukturen und ihren Mustern wechselwirken. Leben ist eine dieser endlos vielen Strukturen, die es im Universum gibt. Da ist jeder Zufall ausgeschlossen.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #424

Habe, wie schon geschrieben, mich jahrelang mit Wissenschaft, Technik und sämtlichen Lehrmaterial der letzten 6000 Jahre beschäftigt und 90% meiner Zeit darauf geopfert zu widerlegen, das es Gott nicht gibt.
Gott ist ein menschliches Gedanken-Konstrukt. Zu sagen, dass es Gott nicht gibt, ist von daher eine falsche Aussage. Das Phänomen "Gott" als "geistige" Projektion des Menschen gibt es. Dieses Phänomen hat auch Eigenschaften, die es haben muss, um als Gott erkannt zu werden. Ohne solche vom Menschen gedachten Eigenschaften, würde Gott kein Gott sein. Davon lässt sich ableiten, das Gott der Glaube des Menschen ist, der "diesem" Menschen ein Bedürfnis befriedigt. Nun gibt es aber auch Menschen, die dieses Bedürfnis nicht haben. Diese Menschen sehen und verstehen die Wirklichkeit anders, als jene, die "Gott" brauchen, um sich die Wirklichkeit erklären zu können. Das kann ihrer Veranlagung, ihrer gesellschaftlich Prägung und auch ihren persönlichen Lebenserfahrungen zu Grunde liegen.

Nicht an einen real existierenden Gott zu glauben... glauben zu können... ist in der Regel keine freie Willensentscheidung, sondern hängt ausschließlich mit der persönlichen, ganz individuellen Wirklichkeitsinterpretation und kognitiven Verarbeitung von Informationen zusammen.

Deswegen kann man das, was du (hier) darüber zum Besten (über dich selber) gibst,

Zitat
(Habe, wie schon geschrieben, mich jahrelang mit Wissenschaft, Technik und sämtlichen Lehrmaterial der letzten 6000 Jahre beschäftigt)

auch nicht gerade besonders ernst nehmen. Zum einen, weil niemand beurteilen kann, wie du das alles verstanden zu haben meinst und zum anderen, auch hochbegabte Spezialisten eines naturwissenschaftlichen Fachgebietes nicht dazu in der Lage wären, sämtliches Lehrmaterial der letzten 6000 Jahre in ihren kurzen irdischen Dasein gewissenhaft durch zu arbeiten. Am naturwissenschaftlichen Erkenntnisstand der Gegenwart, haben die letzten 6000 Jahre sicher mehr als 10 Milliarden Menschen mitgearbeitet... Und wenn man dann hier noch mit einrechnet, dass vor noch gar nicht all zu langer Zeit, auch noch Hokuspokus, Magie, Zauber, Wunderglaube... Teil der Naturwissenschaften gewesen ist, dann müsstest du klüger und intelligenter sein, als jeder Gott, den man sich als Mensch gerade noch vorstellen "könnte"...


Zitat
Zitat Perquestvolta[: Oder Frag dich mal andersherum, warum die, die als die Besten von den Guten gelten, diejenigen sind, die immer kuschen, nachgeben, sich selbst aufopfern, auf vieles verzichten.. für Gottes Lohn arbeiten...



Zitat von SOL demiurg im Beitrag #424

Vielleicht erkennst du an deinen Aussagen es am besten, das es wenig Sinn macht Menschen etwas zu erklären, was sie gar nicht erklärt haben wollen!


Da bin ich ganz vom Gegenteil überzeugt. Man muss dabei nur so vorgehen, dass die Erklärung möglichst emotional "rüber" kommt. Je mehr sich der "Arme" darüber aufregt, um so mehr schneiden sich die "Erklärungen" in sein Gehirn und er ist dann meist auch noch den ganzen Tag damit beschäftigt, nach "empfindlichen" Gegenargumenten zu suchen. Was die "unerhörten" Informationen noch tiefer ins Unterbewusstsein schneidet. Nach spätestens einem Jahr, haben sie sich so im unterbewussten Langzeitgedächtnis verteilt, dass der "Infizierte" beim entscheidenden "Impuls" überzeugt ist, die Ideen wären seine eigenen. Die Methode wird auch von ganz üblen Gurus, Predigern und Propagandabeauftragten totalitärer Ideologien angewendet. Aber sie funktioniert auch hervorragend im Bereich "schwer Erziehbare"...

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.228

03.01.2016 14:00
#433 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg
Kann Gott nicht einfach das sein was es ist...Leben?

Wie ordnest du dann das "Unbelebte" ein? Außerhalb von "Gott"?


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.228

03.01.2016 14:32
#434 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Es geht Atheisten nicht darum Menschen zu verspotten die an Gott glauben. Es geht darum Leute zu erziehen, die ihren eigenen Glauben zu einem Gott über andere Menschen erheben.

Demnach willst du also selbst die Messlatte aufstellen, nach der du Gläubige beurteilst? Wie sonst willst du feststellen können, ob ein Gläubiger deine "Erziehung" benötigt? So stellst du ebenfalls deine eigene Überzeugung über die Überzeugung anderer Menschen, die du für gewöhnlich abfällig als "Religioten" bezeichnest, wodurch du ganz nebenbei auch noch deinen Überlegenheitsanspruch befriedigen kannst.

Zitat von Perquestavolta
Zwischen Zufall und Schöpfung gibt es noch endlos viel andere Wahrscheinlichkeiten. In einem Universum das aus unendlich vielen Teilen besteht, ist der Zufall äußerst unwahrscheinlich. Das ist so, als wenn man mit unendlich vielen Würfeln würfelt und dabei ausschließen kann, dass auch nur eine der möglichen Zalhlenkombinationen nicht gewürfelt wird. In einem Universum aus unendlich vielen Teilen, die irgendwo und irgendwann mit einander wechselwirken, entstehen unendlich viele Strukturen in unendlich vielen Mustern, die selber wieder mit anderen Strukturen und ihren Mustern wechselwirken. Leben ist eine dieser endlos vielen Strukturen, die es im Universum gibt. Da ist jeder Zufall ausgeschlossen.

Tja, und trotz dieser endlos vielen Strukturen im Universum: eine Struktur, die einen persönlichen Gott beschreibt darf es einfach nicht geben. Das kannst du von vornherein ausschließen, und begründest das damit dass "Gott" für dich nur ein menschliches Gedanken-Konstrukt ist bzw. sein kann.


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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

03.01.2016 14:46
#435 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SnookerRI im Beitrag #433

Zitat von SOL demiurg
Kann Gott nicht einfach das sein was es ist...Leben?
Wie ordnest du dann das "Unbelebte" ein? Außerhalb von "Gott"?


Hat das Unbelebte irgend eine Bedeutung, wenn es nicht belebt ist?
Wenn man nicht ist, dann gibt es auch keine Gedanken über das Sein und nichts hat eine Bedeutung. Außer, man ist auch, wenn man "nicht" ist und Gott ist allwissend.
Aber dann wäre alles Sein nur eines Inszenierung der Allwissenheit Gottes. Denn wenn Gott allwissend ist, dann wusste er schon vor "Adam und Eva", wie die Geschichte mit den beiden ausgehen wird. Wenn er allwissend ist, dann wusste er schon vor der Erschaffung der Welt, dass er diese bald schon wieder in der Sintflut absaufen lässt...
Wenn er allwissend ist, dann wusste er schon vor der Erschaffung der Welt, dass die Menschen Fehler machen werden und in Fallen tappen werden, die er ihnen selbst aufgestellt hat.

Wenn aber Gott das ist, was wir Leben nennen, dann ist das mit Gott eine feine Sache. Weil der Tod dann nur mehr eine Reformatierung der Festplatte ist, die wir Bewusstsein nennen. Wir würden dann in unseren Genen die wir an unsere Nachkommen weitergeben so etwas wie ewig weiter leben.. Das ganz Universum besiedeln und auch dann noch sein, wenn unser Sonne den ganzen Wasserstoff aus dem sie besteht aufgebraucht hat, sich dadurch aufbläht und unsere "Erde" aufschmilzt..

Wahrscheinlich ist es so und wir brauchen gar nicht daran glauben.. Es sei denn, dass ein paar besonders unterbelichtete Religioten eines Tages Massenvernichtungswaffen einsetzen, um mit Harmagedon die Welt von allem Bösen zu befreien..^^

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.860

03.01.2016 15:05
#436  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
"Gott" kommt bei Eingen höchstens dann ins "Spiel", wenn sie ratlos, verzweifelt und ans Ende ihrer Möglichkeiten gelangen.

Die Verzweiflung schärft die Realitätswahrnehmung nicht...

Zitat
Wenige aus unserer spaßigen Wohlstandsgeneration kennen jedoch solche Prüfungen, was aber nicht heißen muss, dass sie diese niemals erfahren werden,

Die Spaßigkeit einer Wohlstandsgesellschaft veringert nur wenig die Leiden...

Zitat
denn F. Schiller bemerkte ja hierzu in seinem Gedicht >DER RING DES POLYKRATES< ganz richtig: >> Des Lebens ungemischte Freude ward keinem Irdischen zuteil...".

Das ist nicht nur so, weil Schiller das künstlerisch verarbeitet hatte...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

03.01.2016 15:22
#437 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SnookerRI im Beitrag #434

Zitat von Perquestavolta
Es geht Atheisten nicht darum Menschen zu verspotten die an Gott glauben. Es geht darum Leute zu erziehen, die ihren eigenen Glauben zu einem Gott über andere Menschen erheben.

Demnach willst du also selbst die Messlatte aufstellen, nach der du Gläubige beurteilst?

Mal davon abgesehen, dass ich nicht der einzige Atheist bin, der das so sieht, bin ich für die uneingeschränkte Gleichberechtigung zwischen Religioten und Atheisten. Was es natürlich dann auch erlaubt, Zeugen Jehovas genau mit den gleichen Farben anzumalen, mit denen sie über die "Weltmenschen" herfahren. Ich bin sogar dafür, Klorollen mit der NWÜ zu bedrucken und in Kartone zu verpacken auf denen drauf steht: "Vorsicht vor den Knechten Satans, der sich als Jehova ausgibt..." Sie wollen deinen freien Willen dominieren, über dein ganze Leben bestimmen, sie werden dir sagen, dass "Satan" alles tun wird, dich davon abzuhalten, deinen gesunden Menschen-Verstand der Wachturmgesellschaft zu opfern...und sie werden keine Ruhe geben, bis sie dich soweit haben.. Danach wirst du nur mehr Essen was sie dir erlauben, du wirst dich kleiden wie sie es dir vorschreiben, du wirst den Rest deiner Tage so leben, wie sie es von dir verlangen. Du wirst deine eigenen Kinder schlagen und ihnen bei der Entwicklung eines eigenen Lebens alles in den Weg legen, was sie die Zeugen Jehovas dir dafür an Dummheit zur Verfügung stellen.. Und eines Tages wirst du aus diesem Alptraum aufwachen und sie werden dich verstoßen und fallen lassen, wie einen Aussätzigen und du wirst auch sonst niemanden mehr haben, da sie dir auch vorgeschrieben haben, mit wem du persönliche Freundschaften und Beziehungen eingehen darfst. Sie werden dich auch mit Ängsten vor Dämonen und der Rache Gottes belasten und du wirst daran zugrunde gehen.

Was hältst du davon, SnookerRI?

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.228

03.01.2016 15:29
#438 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Hat das Unbelebte irgend eine Bedeutung, wenn es nicht belebt ist?

Diese Differenzierung mag schon erforderlich sein, je nachdem wie man den Begriff "Leben" auffasst. Natürlich könnte man auch alles was IST mit dem Leben gleichsetzen; das habe ich auch schon in Diskussionen zu hören bekommen. Wie sich das jetzt im Fall von SOL demiurg verhält, versuche ich ja gerade herauszufinden. Deswegen lasse ich ihn auch erst mal antworten.

Zitat von Perquestavolta
Denn wenn Gott allwissend ist, dann wusste er schon vor "Adam und Eva", wie die Geschichte mit den beiden ausgehen wird. Wenn er allwissend ist, dann wusste er schon vor der Erschaffung der Welt, dass er diese bald schon wieder in der Sintflut absaufen lässt...
Wenn er allwissend ist, dann wusste er schon vor der Erschaffung der Welt, dass die Menschen Fehler machen werden und in Fallen tappen werden, die er ihnen selbst aufgestellt hat.

Im Calvinismus ist das keine unübliche Auffassung. Die Meinungsschere orientiert sich dabei am Verständnis von "Allwissen". Da gibt es einige verschiedene Ansichten. Vielleicht triffst du ja mal auf einen Calvinisten, der diese Ansicht vertritt.

Zitat von Perquestavolta
Wir würden dann in unseren Genen die wir an unsere Nachkommen weitergeben so etwas wie ewig weiter leben.. Das ganz Universum besiedeln und auch dann noch sein, wenn unser Sonne den ganzen Wasserstoff aus dem sie besteht aufgebraucht hat, sich dadurch aufbläht und unsere "Erde" aufschmilzt..

Das alles allerdings ohne persönliches Bewusstsein. Dein Ur³²-Großvater hat keinen bewussten Anteil mehr an deiner Existenz, weder physisch noch emotional. Du wirst noch nicht mal Informationen über ihn erlangen können - geschweige denn eine Erinnerung haben. Du wirst ebenfalls keinen bewussten Anteil an der Existenz deiner Nachkommen in 30 Generationen haben. Trotzdem ist das natürlich auch eine Form der Ewigkeit....Naja, jedem so, wie es ihm beliebt.


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SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.228

03.01.2016 15:46
#439 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Was hältst du davon, SnookerRI?

Schreib noch deinen Namen unter dem Text wegen Copyright und du kannst das so in Auftrag geben. Du bist sicher nicht der erste, der auf solche Ideen kommt...Wirst du der erste sein, der das auch kaufmännisch umsetzt? Irgendwann könnte es solche Klorollen wohl geben. Und du wärst sicherlich nicht der einzige Käufer . Vielleicht ist das ja auch genau das, was du unter "Erziehung" verstehst:

Zitat von Perquestavolta
Es geht Atheisten nicht darum Menschen zu verspotten die an Gott glauben. Es geht darum Leute zu erziehen, die ihren eigenen Glauben zu einem Gott über andere Menschen erheben.



Dann wäre allerdings vielleicht noch der Hinweis nötig, dass dies nicht der Verspottung von ZJ dienen soll, denn drum geht es dir ja angeblich nicht

Ich frage mal in die Runde: Was halten die anderen Atheisten hier von der Idee Perquestatvoltas? Ist das die Art, wie Gleichberechtigung zwischen Religioten und Atheisten aussehen sollte?


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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

03.01.2016 16:07
#440 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #427

Zitat von SOL demiurg
Muss denn Gott etwas sein, das den Menschen hilft mit ihren Problemen fertig zu werden?
Fragst du mich? Ich löse meine Probleme ohne Gott.

Zitat
Kann Gott nicht einfach das sein was es ist...Leben?

Deine Herumstocherei zeigt, dass du null Ahnung hast. Und dieses Maß an Ahnung in deiner Arroganz aber über das komplette Wissen der Menschheit stellst! Kann es nicht einfach sein, dass Gott eine menschliche Erfindung ist, geboren aus seiner Unwissenheit? Und deine Gier nach einer Gottesexistenz ist nichts anderes, als deine Gier nach absolutem Schutz und deine Gier nach deiner eigenen Ewigkeit! (Tipp: Schau mal in meinem "Der selbstbestimmte Mensch" im Kapitel "Die Ewigkeit gibt's auch ohne Gott!" nach...)

Und noch was: Deine Schreibe ist mir bekannt. Du warst schon mal unter einem anderen Nicknamen unterwegs. Warum leugenst du das? Kann ich nicht leiden swoas!



Du kannst deine Probleme nicht ohne "Gott" lösen.

Dann...du fragtest, ob ich etwas von dir erlernen könne. Das was ich von dir lerne, oder besser gesagt das was ich daraus lerne ist, meine eigenen Gedanken in eine Richtung zu sammeln um sie zu stärken.
Schalten wir einen Gang höher.
Ich habe mehr Ahnung als du es in deinem "engstirnigen Glauben" jemals erfahren wirst. Arroganz ensteht nur, wenn das eigene Erlernte nicht mehr ausreicht um mit anderem erlerneten mitzuhalten. Somit sieht sich derjenige der annimt der Gegenüber sei arrogant, als klein und unbeholfen oder aber unwissend oder aber wissend...obwohl er das nicht ist!!

Dein letzter Satz zeigt sehr deutlich das Gedenke des Menschen auf. Du nennst mich einen Lügner nur weil du "annimmst" das "du" Recht hast. Du scheinst fest davon überzeugt zu sein, das ich nicht der bin für den ich mich ausgebe. Hier kann ich deine Angst aber nehmen und sage dir, nocheinmal, ich war nie jemand anderes in deinem Forum. Warum sollte ich das tun?
Es ist gesund ein Misstrauen aufzubauen, aber man sollte an bestimmten Punkten erkennen (können) wann dieses nicht gerechtfertig ist.

Gier...allen voran die Neugier...treibt einen Menschen dazu tiefer und tiefer zu graben und zu buddeln um diese zu stillen. Hat man irgendwann keinen Erfolg, kann man schnell denken das es nichts weiter zu entdecken gibt außer dem, was man schon gefunden hat. Und schnell bleibt man stehen und denkt man hat alles entdeckt. Hier kommt dann wieder das zu tragen, was ein paar Absätze höher schon geschrieben steht...1001 Nacht.

@Perquestaviavolta...Zitat:Du scheinst dich gerne selbst als Messlatte für die Beurteilung deines "Nächsten" her zunehmen. Es geht Atheisten nicht darum Menschen zu verspotten die an Gott glauben. Es geht darum Leute zu erziehen...
Was für einen Schwachsinn redet ihr euch eigentlich ein, wenn ihr zusammen an euren Gehirnwindungen herumspielt? Ich habe schon viel Mist gelesen aber das hier...Eijeijei
Wer denkt, das er in seiner kurzen Lebenszeit die er hat...Menschen "erziehen" könnte, der kann sich gleich zu denen einreihen, die anderen Menschen durch ihren Glauben Köpfe abhacken und darum auch noch einen Tanz aufführen.

Ich habe mal eine Reportage über eine Gorillagruppe gesehen. In dieser wurde gezeigt, wie der Anführer der Gruppe, das Alphamännchen, die Gruppe gut über Jahre hinweg geführt hat. Das Alphamännchen wurde älter und wie es in der Natur dieser Dinge abläuft, kam ein jüngerer Gorilla und löste das Alphamännchen in einen sehr harten Kampf ab. Die Gruppe sah nun den jüngeren als ihr Alphatier an. Das ältere Männchen zog sich zurück und erholte sich von den Strapazen des Kampfes. Er zog sich zurück.
Das neue Alphamännchen zog mit der Gruppe weiter.
Nach einer längeren Zeit der Erholung, war das alte Männchen wieder bei völliger Gesundheit und kehrte zurück zur Gruppe.
Das neue Alphamännchen stand dem älteren nun wieder gegenüber. Dieser forderte ihn zum Kampf heraus.
Das ältere Männchen machte dieses mal kurzen Prozess mit dem Jüngeren und tötete es auf brutalste Weise.

Die Gruppe...zog nun wieder mit dem älteren Männchen durchs Leben!

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.860

03.01.2016 16:43
#441 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg
Du kannst deine Probleme nicht ohne "Gott" lösen.

Das muss ich aber besser wissen als du, oder?

Zitat
Ich habe mehr Ahnung als du es in deinem "engstirnigen Glauben" jemals erfahren wirst.

Ich bin ein UNgläubiger! Und VON DIR kann ich nur VON DIR erfahren! Aber von dir kommt ja nix!! Da kommen nur Abwertungen und Wiederholungen von Platitüden! DAS IST DOCH KEINE DISKUSSION! Das ist doch sinnloses Zeug!

Zitat
Arroganz ensteht nur, wenn das eigene Erlernte nicht mehr ausreicht um mit anderem erlerneten mitzuhalten.

Hä??

Zitat
Dein letzter Satz zeigt sehr deutlich das Gedenke des Menschen auf. Du nennst mich einen Lügner nur weil du "annimmst" das "du" Recht hast. Du scheinst fest davon überzeugt zu sein, das ich nicht der bin für den ich mich ausgebe.

Is' ja auch wurscht. Vergiss es.

_____________________________________________
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SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

03.01.2016 17:25
#442 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #441

Zitat von SOL demiurg
Du kannst deine Probleme nicht ohne "Gott" lösen.
Das muss ich aber besser wissen als du, oder?

Zitat

Ich habe mehr Ahnung als du es in deinem "engstirnigen Glauben" jemals erfahren wirst.

Ich bin ein UNgläubiger! Und VON DIR kann ich nur VON DIR erfahren! Aber von dir kommt ja nix!! Da kommen nur Abwertungen und Wiederholungen von Platitüden! DAS IST DOCH KEINE DISKUSSION! Das ist doch sinnloses Zeug!

Zitat
Arroganz ensteht nur, wenn das eigene Erlernte nicht mehr ausreicht um mit anderem erlerneten mitzuhalten.

Hä??

Zitat
Somit sieht sich derjenige der annimt der Gegenüber sei arrogant, als klein und unbeholfen oder aber unwissend oder aber wissend...obwohl er das nicht ist!!

Gibt es noch einen anderen außer dir, der dir dieses Zeugnis ausstellen kann?

Zitat
Dein letzter Satz zeigt sehr deutlich das Gedenke des Menschen auf. Du nennst mich einen Lügner nur weil du "annimmst" das "du" Recht hast. Du scheinst fest davon überzeugt zu sein, das ich nicht der bin für den ich mich ausgebe.

Is' ja auch wurscht. Vergiss es.



Was jetzt? So wenige Worte?
Der Begriff Gott wurde über die Jahre missbraucht und in sämtliche Ausschückungen dargelegt. Das hier dann niemand mehr den Durchblick behält, sollte nicht verwundern. Wie schon angemerkt wurde, das wenn man ein "leeres Neugeborenes" mit der Auschmückung füttert, kann es auch nur das als das Erlernte ansehen. Und da alle anderen auch daran glaubend gelehrt wurden denkt es natürlich das es so ist wie es ihm gelehrt wurde. Heißt natürlich aber auch, das es nicht so sein muss.
Sinnlos ist mein Geschriebenes nicht, das könnte sogar bestätigt werden, sogar von dir selbst.
Nichts ist wurscht...denk nach was da geschrieben steht und werte es nicht als sinnloses Nachgeplapper. Lange Zeit wirst du nicht mehr haben...

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

03.01.2016 17:36
#443 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

Zitat von Perquestavolta
Hat das Unbelebte irgend eine Bedeutung, wenn es nicht belebt ist?
Diese Differenzierung mag schon erforderlich sein, je nachdem wie man den Begriff "Leben" auffasst. Natürlich könnte man auch alles was IST mit dem Leben gleichsetzen.

Ein tatsächlich "alles was ist, gibt es nicht, Snooker. Am Himmel stehen viele Sterne, so scheint es zumindest und wenn man hinter dem Mond einen Stern zu sehen meint, dann steht der eigentlich gar nicht wirklich da. Das Licht-Bild dieses Sternes, falls es überhaupt das Licht-Bild eines solchen IST und nicht das Licht einer Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie, mit mehreren hundert Milliarden Sternen und Planeten ... ist schon viele Jahre zu uns unterwegs und wenn wir es dann zusammen mit dem Mond auf der Mattscheibe in unserem Gehirn sehen, ist das nicht das Bild dessen was und wie es tatsächlich IST. Mal ganz abgesehen davon, dass auch alle Lichter hinter dem schönen Bild auf unserer Mattscheibe, die wir zusammen mit diesem sehen, noch viel älter sind und somit das Ganze nur eine Illusion dessen ist was eigentlich gar nie so gewesen ist.
Dazu kommt noch, dass auch der größte Teil des restlichen Kosmos nur eine Illusion dessen ist, wie es eigentlich nie so gewesen IST. Einfach deswegen, Weil das Licht, weit entfernter Sterne und Glaxien immer zusammen mit jenem Licht auf unserer Netzhaut eintrifft, welches viel jünger ist. Oder umgekehrt, sehen wir die Explosion eines weit entfernten Sterns, der gerade "jetzt" irgendwo da draußen "platzt", erst in einigen hunderttausend Jahren, aber wir sehen ihn auf unserer Mattscheibe kommenden Sonntag noch immer als leuchtenden "gesunden" Stern..


Was dann schon ein logischer Beleg dafür ist, dass vieles von dem was uns als IST scheint, gar nicht wirklich ist und noch schlimmer, dass es auch niemals wirklich so gewesen ist, wie es uns scheint.
Von daher ist die Idee, alles was IST mit dem Leben gleichzusetzen, ein ziemlich realitätsfremdes Fuchteln im Nichts.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

Das habe ich auch schon in Diskussionen zu hören bekommen.
Oh ja, da gibt es sicher jede Menge spiritueller Kosmologen, die schon alleine an der Schönheit des Nachthimmels Gottes Wirken erkennen... .^^.


Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

Wie sich das jetzt im Fall von SOL demiurg verhält, versuche ich ja gerade herauszufinden. Deswegen lasse ich ihn auch erst mal antworten.
Der hat nach eigenen "Angaben", auch schon alle Erkenntnisse der letzten 6000 Jahre überprüft, um Gott mittels seiner Nichtbeweisbarkeit zu beweisen.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

Zitat von Perquestavolta
Denn wenn Gott allwissend ist, dann wusste er schon vor "Adam und Eva", wie die Geschichte mit den beiden ausgehen wird. Wenn er allwissend ist, dann wusste er schon vor der Erschaffung der Welt, dass er diese bald schon wieder in der Sintflut absaufen lässt...
Wenn er allwissend ist, dann wusste er schon vor der Erschaffung der Welt, dass die Menschen Fehler machen werden und in Fallen tappen werden, die er ihnen selbst aufgestellt hat.
Im Calvinismus ist das keine unübliche Auffassung. Die Meinungsschere orientiert sich dabei am Verständnis von "Allwissen". Da gibt es einige verschiedene Ansichten. Vielleicht triffst du ja mal auf einen Calvinisten, der diese Ansicht vertritt.


Mein Gottesverständis bezieht sich rein und ausschließlich auf ein vom Menschen selbst aufgestelltes Erwartungsbild aus Eigenschaften, die ein Gott haben muss, um als Gott an-und erkannt zu werden. In diesem Erwartungsbild will sich der Mensch als besonders auserwählt wieder spiegeln. Womit der "Glaube" selbst zu dem wird, was man Gott nennt.

Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

Zitat von Perquestavolta
Wir würden dann in unseren Genen die wir an unsere Nachkommen weitergeben so etwas wie ewig weiter leben.. Das ganz Universum besiedeln und auch dann noch sein, wenn unser Sonne den ganzen Wasserstoff aus dem sie besteht aufgebraucht hat, sich dadurch aufbläht und unsere "Erde" aufschmilzt..
Das alles allerdings ohne persönliches Bewusstsein. Dein Ur³²-Großvater hat keinen bewussten Anteil mehr an deiner Existenz.

Das ist so behauptet ganz sicher falsch. Meine Ur-Großväter haben die Sprache mitentwickelt und an die nächste Generationen weitergegeben, mit der ich die Erfahrungen welche sie zu ihren Lebzeiten gemacht haben, in mein Weltverständnis mit einbeziehen kann und dann aber auch umgekehrt, die Irr-Meinungen/Lehren, die sie damals aufgestellt und verbreitet haben dabei auch berücksichtigen kann. Hätten sie zu ihren Lebzeiten keine Fehler beim Schlüsse ziehen gemacht, würde ich manche Zusammenhänge ganz anderes sehen und verstehen, als sie mir für unsere Gegenwart "selbstverständlich" scheinen. Wir Menschen können leckere Gerichte kochen, ohne selber tiefergehende Kenntnisse vom Kochen zu haben. Wir Menschen können Schriftzeichen schreiben und lesen, ohne uns darüber Gedanken machen zu müssen, nach welchen Kriterien sie einstmals erdacht wurden.. Wir Menschen können sogar ein Universitäts-Studium abschließen, ohne jemals selbst die Materie auf das sich das Studium bezieht, besonders tiefgreifend verstanden zu haben. Alles dank unserer Großväter und selbstverständlich auch Großmütter... Wir können auf Wissen zugreifen, ohne uns die Details dieses Wissen selbst über längere Zeit merken zu müssen, oder im besonderen, tiefer verstehen zu müssen.. Wir können ohne nennenswertes Eigenrisiko die Intelligenz anderer abzapfen, um im Leben erfolgreich zu sein..


Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

weder physisch noch emotional.
Da hab ich dir jetzt eine Reihe von Beispielen aufgezählt, die das offensichtlich widerlegen..

Zitat von SnookerRI im Beitrag #438

Du wirst noch nicht mal Informationen über ihn erlangen können - geschweige denn eine Erinnerung haben.
Wie du an Hand der Beispiele nachvollziehen kannst, liegt das weniger in der Natur der Sache selbst, sondern an der technischen Machbarkeit. Für zukünftige Generationen, wird das überhaupt kein Problem mehr sein.

Trotzdem haben unsere Ur-Großväter immer schon die Welt mit geprägt, in der wir heute Leben. Wir wissen zwar nicht mehr genau welcher Ugroßvater genau welches "Werkzeug" erfunden hat, mit dem dann nach und nach immer genauere, zweckmäßigere und perfektere Werkzeuge hergestellt werden konnten. aber wir wissen, dass wir heute keine Großraumflugzeuge, keine Computer, keine Handys herstellen könnten, wenn unsere Großväter nicht schon vor langer Zeit alle "Grundsteine" dafür gelegt hätten.. ohne sich überhaupt vorstellen zu können, was wir daraus alles schon gemacht haben...

Zitat von SnookerRI im Beitrag #438
Du wirst ebenfalls keinen bewussten Anteil an der Existenz deiner Nachkommen in 30 Generationen haben.
Ich selber werde diesen bewussten Anteil nicht haben.. Aber meine Nachkommen können auch in der Dreißigsten Generation nach mir eine bewussten Anteil von meiner Existenz haben. Die Technologie, deren Grundstein von unseren Ur-Großvätern, Großvätern und Vätern gelegt wurde ermöglicht es durchaus, meinen Nachfahren in 500 Jahren eine Botschaft zu hinterlassen, die direkt mit mir was zu tun hat.

SnookerRI Offline

Soul-Societist


Beiträge: 8.228

03.01.2016 18:08
#444 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Ein tatsächlich "alles was ist, gibt es nicht, Snooker. Am Himmel stehen viele Sterne, so scheint es zumindest und wenn man hinter dem Mond einen Stern zu sehen meint, dann steht der eigentlich gar nicht wirklich da. Das Licht-Bild dieses Sternes, falls es überhaupt das Licht-Bild eines solchen IST und nicht das Licht einer Milliarden Lichtjahre entfernten Galaxie, mit mehreren hundert Milliarden Sternen und Planeten ... ist schon viele Jahre zu uns unterwegs und wenn wir es dann zusammen mit dem Mond auf der Mattscheibe in unserem Gehirn sehen, ist das nicht das Bild dessen was und wie es tatsächlich IST. Mal ganz abgesehen davon, dass auch alle Lichter hinter dem schönen Bild auf unserer Mattscheibe, die wir zusammen mit diesem sehen, noch viel älter sind und somit das Ganze nur eine Illusion dessen ist was eigentlich gar nie so gewesen ist.

Ich habe dir lediglich aufgezeigt, dass es sehr viele, unterschiedliche Ansichten über SEIN und Realität sowie Wirklichkeit, nebst ihren Deutungen gibt. Deine Ansicht ist nur eine von vielen, von der du natürlich überzeugt bist, dass sie korrekt ist; alle anderen Ansichten sind aber u.U. gleichermaßen davon überzeugt. Anstatt also vorab anders lautende Ansichten als falsch oder unbegründet zu verwerfen, müsste man sich nach Kräften bemühen, diese Ansichten zu begreifen und zu erkennen, dass all diese verschiedenen Blickwinkel zusammengenommen die Wirklichkeit womöglich zuvorderst zutreffend umschreiben können.

Zitat von Perquestavolta
Was dann schon ein logischer Beleg dafür ist, dass vieles von dem was uns als IST scheint, gar nicht wirklich ist und noch schlimmer, dass es auch niemals wirklich so gewesen ist, wie es uns scheint.
Von daher ist die Idee, alles was IST mit dem Leben gleichzusetzen, ein ziemlich realitätsfremdes Fuchteln im Nichts.

Mit deinen "Werkzeugen" der Deutung mag sich diese Beurteilung so ergeben. Andere Menschen nutzen andere Werkzeuge und kommen zu anderen Ergebnissen. Es mag für dich notwendig sein, dich ihnen "überlegen" zu fühlen.

Zitat von Perquestavolta
Oh ja, da gibt es sicher jede Menge spiritueller Kosmologen, die schon alleine an der Schönheit des Nachthimmels Gottes Wirken erkennen... .^^.

Deiner Meinung nach alles Dummschwätzer, nicht wahr?

Zitat von Perquestavolta
Mein Gottesverständis bezieht sich rein und ausschließlich auf ein vom Menschen selbst aufgestelltes Erwartungsbild aus Eigenschaften, die ein Gott haben muss, um als Gott an-und erkannt zu werden. In diesem Erwartungsbild will sich der Mensch als besonders auserwählt wieder spiegeln. Womit der "Glaube" selbst zu dem wird, was man Gott nennt.

Deshalb kann sich deine Kritik auch nur auf das Gottesverständnis beziehen, das du verwendest: Gott als menschliches Gedanken-Phänomen. Alles andere kann deine Kritik nicht erreichen.

Zitat von Perquestavolta
Das ist so behauptet ganz sicher falsch. Meine Ur-Großväter haben die Sprache mitentwickelt und an die nächste Generationen weitergegeben, mit der ich die Erfahrungen welche sie zu ihren Lebzeiten gemacht haben, in mein Weltverständnis mit einbeziehen kann und dann aber auch umgekehrt, die Irr-Meinungen/Lehren, die sie damals aufgestellt und verbreitet haben dabei auch berücksichtigen kann. Hätten sie zu ihren Lebzeiten keine Fehler beim Schlüsse ziehen gemacht, würde ich manche Zusammenhänge ganz anderes sehen und verstehen, als sie mir für unsere Gegenwart "selbstverständlich" scheinen. Wir Menschen können leckere Gerichte kochen, ohne selber tiefergehende Kenntnisse vom Kochen zu haben. Wir Menschen können Schriftzeichen schreiben und lesen, ohne uns darüber Gedanken machen zu müssen, nach welchen Kriterien sie einstmals erdacht wurden.. Wir Menschen können sogar ein Universitäts-Studium abschließen, ohne jemals selbst die Materie auf das sich das Studium bezieht, besonders tiefgreifend verstanden zu haben. Alles dank unserer Großväter und selbstverständlich auch Großmütter... Wir können auf Wissen zugreifen, ohne uns die Details dieses Wissen selbst über längere Zeit merken zu müssen, oder im besonderen, tiefer verstehen zu müssen.. Wir können ohne nennenswertes Eigenrisiko die Intelligenz anderer abzapfen, um im Leben erfolgreich zu sein..

Hierin zeigt sich wiederholt, dass du noch nicht einmal versucht hast, den Sinn dieser Aussagen zu erfassen. Ich sprach von deinem Urgroßvätern der vergangenen 30+ Generationen. Kannst du nachweisen, dass deine persönlichen Ur´-Großväter die Sprache mitentwickelt haben? Welche Erfahrungen, welche Fehler sie gemacht haben? Du kannst nur die Geschichte betrachten und allgemeine Aussagen treffen, die sowohl auf Gysi, Athon Blackysmart, Reklov, als auch Sol-Demiurg et. al. zutreffen Eine direkte Beteiligung deiner persönlichen Ahnen an entscheidenden Entwicklungen der Menschheit kannst du bis auf Weiteres nicht nachweisen. Darum ging es aber.

Zitat von Perquestavolta
Da hab ich dir jetzt eine Reihe von Beispielen aufgezählt, die das offensichtlich widerlegen..

Nee, hast du nicht! (siehe obiger Absatz) Ich erwarte das auch nicht von dir.

Zitat von Perquestavolta
Wie du an Hand der Beispiele nachvollziehen kannst, liegt das weniger in der Natur der Sache selbst, sondern an der technischen Machbarkeit. Für zukünftige Generationen, wird das überhaupt kein Problem mehr sein.

Trotzdem haben unsere Ur-Großväter immer schon die Welt mit geprägt, in der wir heute Leben. Wir wissen zwar nicht mehr genau welcher Ugroßvater genau welches "Werkzeug" erfunden hat, mit dem dann nach und nach immer genauere, zweckmäßigere und perfektere Werkzeuge hergestellt werden konnten. aber wir wissen, dass wir heute keine Großraumflugzeuge, keine Computer, keine Handys herstellen könnten, wenn unsere Großväter nicht schon vor langer Zeit alle "Grundsteine" dafür gelegt hätten.. ohne sich überhaupt vorstellen zu können, was wir daraus alles schon gemacht haben...

Wie du anhand meiner Aussagen hättest erkennen können, ging es nicht um diese allgemeingültigen Sachverhalte, die du hier beschreibst.

Zitat von Perquestavolta
Ich selber werde diesen bewussten Anteil nicht haben.. Aber meine Nachkommen können auch in der Dreißigsten Generation nach mir eine bewussten Anteil von meiner Existenz haben. Die Technologie, deren Grundstein von unseren Ur-Großvätern, Großvätern und Vätern gelegt wurde ermöglicht es durchaus, meinen Nachfahren in 500 Jahren eine Botschaft zu hinterlassen, die direkt mit mir was zu tun hat.

Na dann schau ich mal in 500 Jahren ob es noch eine Erinnerung an "Perquestavolta" gibt...


In Memory of Soul-Society

Wohl gibt es zwei Arten von Freunden und es sind diese: Käufliche und Unbezahlbare

Wo Wahrheit ist, ist Bescheidenheit (K.H.Deschner)

Wir wissen nur so viel, wie wir fragen (Wessel Gansfort, 1419-1489)

Perquestavolta ( gelöscht )
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03.01.2016 18:20
#445 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #440


Ich habe mal eine Reportage über eine Gorillagruppe gesehen. In dieser wurde gezeigt, wie der Anführer der Gruppe, das Alphamännchen, die Gruppe gut über Jahre hinweg geführt hat. Das Alphamännchen wurde älter und wie es in der Natur dieser Dinge abläuft, kam ein jüngerer Gorilla und löste das Alphamännchen in einen sehr harten Kampf ab. Die Gruppe sah nun den jüngeren als ihr Alphatier an. Das ältere Männchen zog sich zurück und erholte sich von den Strapazen des Kampfes. Er zog sich zurück.
Das neue Alphamännchen zog mit der Gruppe weiter.
Ja, das ist sehr interessant... Nur weis ich jetzt nicht, was du mit diesem Gleichnis mitzuteilen versuchst.

Zitat von SOL demiurg im Beitrag #440

Nach einer längeren Zeit der Erholung, war das alte Männchen wieder bei völliger Gesundheit und kehrte zurück zur Gruppe.
Das neue Alphamännchen stand dem älteren nun wieder gegenüber. Dieser forderte ihn zum Kampf heraus.
Das ältere Männchen machte dieses mal kurzen Prozess mit dem Jüngeren und tötete es auf brutalste Weise.
Und wo ist da jetzt die Pointe?
Zitat von SOL demiurg im Beitrag #440

Die Gruppe...zog nun wieder mit dem älteren Männchen durchs Leben!



Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute...



Wenn ich jetzt deine Allegorie richtig verstanden habe, geht es beim Thema Gott nur um die Rolle des Alphamännchens.
So hab ich mir das auch immer vorgestellt. Nur aus einem etwas anderen Blickwinkel. Aber es freut jetzt trotzdem, bis zum eigentlichen Kern hinter dem "Nebel" durchgedrungen zu sein. Machs gut SOL demiurg. ^^

SOL demiurg Offline




Beiträge: 734

03.01.2016 18:28
#446 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Perquestavolta ...nichts hast du verstanden...rein gar nichts...wo befindet sich "nach" meiner Aussage nun die "weitere" Diskussion??

Reklov Offline




Beiträge: 5.744

04.01.2016 12:09
#447 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Hat das Unbelebte irgend eine Bedeutung, wenn es nicht belebt ist?

Perquestavolta,

... das Unbelebte hat sogar eine große Bedeutung! Stell Dir vor, Steine, Felsen, Luft, Erde, Feuer und Wasser hätten bewusstes Leben in sich, welches auch noch zu ungehemmter Vermehrung "programmiert" wäre! Wer weiß schon, welche Konsequenzen das für uns Menschen hätte?
So haben Felsen z.B. die "Aufgabe/den Zweck", zunächst mal eine solide Basis zu bilden, auf deren Kruste sich der Mensch erst zu dem entwickeln konnte, was er schließlich wurde (werden sollte?)
Ein Biologe schrieb u.a. hierzu in einem Beitrag, dass z.B. die seinerzeit von Lebewesen noch vollkommen unberührten prähistorischen Urwälder eine dermaßen riesige Menge an Sauerstoff produzierten, dass das Aufkommen von Wesen, welche diesen mit ihren Lungen ein- und wegatmen, dringend erforderlich gewesen sei, da sonst die Wälder an ihrer Überproduktion von Sauerstoff gelitten hätten.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.445

04.01.2016 14:23
#448 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat
Ein Biologe schrieb u.a. hierzu in einem Beitrag, dass z.B. die seinerzeit von Lebewesen noch vollkommen unberührten prähistorischen Urwälder eine dermaßen riesige Menge an Sauerstoff produzierten, dass das Aufkommen von Wesen, welche diesen mit ihren Lungen ein- und wegatmen, dringend erforderlich gewesen sei, da sonst die Wälder an ihrer Überproduktion von Sauerstoff gelitten hätten.


Du meinst also, "jemand" hätte die durch Aufnahme von CO2 bedingte Erzeugung von Sauerstoff durch Pflanzen derart reguliert, damit O2 zur Herstellung weiteren Kohlenstoffdioxyds verbraucht wird? Warum haben Pflanzen Sauerstoff produziert, der nicht gebraucht wurde...? Das erinnert mich an die Frage von Huhn und Ei. (Ich übersehe bestimmt etwas!)

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

04.01.2016 15:06
#449 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #448
@Reklov

Zitat
Ein Biologe schrieb u.a. hierzu in einem Beitrag, dass z.B. die seinerzeit von Lebewesen noch vollkommen unberührten prähistorischen Urwälder eine dermaßen riesige Menge an Sauerstoff produzierten, dass das Aufkommen von Wesen, welche diesen mit ihren Lungen ein- und wegatmen, dringend erforderlich gewesen sei, da sonst die Wälder an ihrer Überproduktion von Sauerstoff gelitten hätten.

Du meinst also, "jemand" hätte die durch Aufnahme von CO2 bedingte Erzeugung von Sauerstoff durch Pflanzen derart reguliert, damit O2 zur Herstellung weiteren Kohlenstoffdioxyds verbraucht wird? Warum haben Pflanzen Sauerstoff produziert, der nicht gebraucht wurde...? Das erinnert mich an die Frage von Huhn und Ei. (Ich übersehe bestimmt etwas!)



Die Frage lässt sich doch erweitern; warum gibt es überhaupt Etwas, wird es gebraucht?
Wer braucht es und warum, oder ist alles ein sinnloses Spiel?
Wer sind wir und warum, und wenn, weshalb?

Ein Traum des All- Einen, so sagt die Mystik, Maja nennt es die östliche Philosophie.

Reklov Offline




Beiträge: 5.744

04.01.2016 15:26
#450 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du meinst also, "jemand" hätte die durch Aufnahme von CO2 bedingte Erzeugung von Sauerstoff durch Pflanzen derart reguliert, damit O2 zur Herstellung weiteren Kohlenstoffdioxyds verbraucht wird? Warum haben Pflanzen Sauerstoff produziert, der nicht gebraucht wurde...? Das erinnert mich an die Frage von Huhn und Ei. (Ich übersehe bestimmt etwas!)

Athon,

... in den Blättern der Bäume läuft die so genannte Photosynthese ab. Der grüne Farbstoff der Blätter, das so genannte Chlorophyll, ermöglicht es den Blättern aus dem Kohlendioxid der Luft und Wasser Nährstoffe aufzubauen. Die nötige Energie kommt dabei von der Sonne. Bei den biochemischen Prozessen der Photosynthese (welche ja schon lange vor dem Erscheinen atmender Lebewesen begannen) setzt ein Baum Sauerstoff frei - den wiederum die später erscheinenden Landtiere und Menschen zum Atmen benötigten. - Eine 100jährige Buche setzt pro Stunde etwa 1,7 Kilogramm Sauerstoff frei. Das entspricht etwa der Menge, die fünfzig Menschen in einer Stunde zum Atmen verbrauchen!

Was Du übersehen haben könntest, ist, dass die so genannten "Lungenatmer" im großen kosmischen "Konzept-Programm" eingeplant gewesen sein könnten(?) - Dass sich aber aus Fischen, für die ja der Sauerstoff ein lebensfeindliches Gas ist, sich wiederum Lebewesen mit Lungen entwickeln konnten, welche eben gerade dieses Gas zum Leben dringend benötigen, ist eine der größten Leistungen innerhalb der von uns beobachtbaren Wandlungen in der Natur.

Die bittere Pille bei all dem Wundern bleibt aber, dass der Sauerstoff auch für die Erzeugung der sog. freien Radikalen in unserem Körper verantwortlich ist. Diese zertrennen, frei umherschwirrend, wie Kugeln in einem Flipper-Automaten, immer wieder unsere hauchfeinen DNA-Stränge!
In der Jugend kann unser "Reparaturprogramm" diese mikrofeinen Risse jedoch stets schnell wieder kitten. Im Alter aber verlieren unsere Zellen nach und nach die dafür nötige Power.
Das Ergebnis: Wir müssen sterben! Das für uns ständig so nötige Atmen ist also eine Lebens- und Todesgarantie zugleich!
(So berichtete jedenfalls eine TV-Doku über dieses Thema.)

Gruß von Reklov

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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