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Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 4.459

10.10.2015 02:31
#51 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was für dich persönlich der Sinn im Glauben an Gott bedeutet, weis ich.

@Perquestavolta,

... Du kannst es höchstens ahnen, denn Du gehst ja nicht in meinen Schuhen!
Du scheinst aber gerne alles wissen zu wollen, nur ist Vielwisserei im Bereich der Transzendenz ein nutzloses Werkzeug! (Solltest Du auch mal kapieren.)

Zitat
Du kannst aber doch nicht immer dich selbst, als Maßstab für das SOLL aller anderen setzen. Ist ja OK, wenn du die Evolutionstheorie nicht begreifst und viele andere grundlegende Aussagen der Naturwissenschaften nicht nachvollziehen kannst.

Wir sind hier in einem Forum und tauschen Gedanken aus! Ich käme nie auf die Idee z.B. einem Atheisten zu empfehlen, er solle doch bitte nicht immer sich selbst als Maßstab für andere nehmen. Was also soll Dein Vorwurf?

Mit der Evolutionstheorie, die ich schon als Schüler kapierte, kannst Du aber nun wirklich nicht ernsthaft hausieren gehen wollen!?
Es gibt übrigens nicht nur eine, sondern die Lamarcksche, die Darwinsche, die Synthetische - bis hin zur Frankfurter Ev.-Theorie. Sie alle sind voneinander abzugrenzen!
Was aber nützt es uns, wenn wir die Entwicklung der Arten kennen? Dem Rätsel des Seins und Daseins - auch dem alles umgreifenden Ur-Grund, ist damit in keiner Weise näher zu kommen, weil Einzelwissen noch lange nicht ein Totalwissen bedeutet, welches alles erhellen könnte! -
"Ist eben nicht OK", wenn Du das nicht begreifst, denn damit bleibst Du für theosophische Gespräche an sich ungeeignet. Hier kann man nicht mit wissenschaftlichen Fakten auftrumpfen wollen, die überall nachzulesen sind.

Kommt es zu transzendenten Themen, müssen noch ganz andere Worte ins Feld geführt werden:

Anschauung, Bedeutung, Auslegung, Betrachtung, Bewusstsein, Existenz,

Bildlosigkeit der absoluten Transzendenz, Grundzug der Erscheinungen für uns Menschen,

Symbol und Gleichnis, Unwahrheit und das Böse,

Dasein als umgreifender Ursprung und Dasein als Gegenstand der Forschung,

Zweideutigkeit, Antinomie - ihre Lösung in der Existenz, Daseinszweck in der Wissenschaft,

Grundcharaktere des Denkens - auch seine Gefahren und Möglichkeiten, skeptische Bewegungen des Denkens,

Endlichkeit, Erscheinung als Grundzug des Umgreifenden, Subjekt-Objekt-Spaltung,

Erkennbarkeit der Erscheinung als Sprache des Weltseins und Chiffer als Sprache der Transzendenz,

Dasein als umgreifender Ursprung und als Forschungsgegenstand,

Bodenlosigkeit des erscheinenden Weltseins und Forschung des Menschen,

Im Inneren handeln, Führung durch Ideen, Liebe, Unbedingtheit, Glaube,

Ergreifen des Seins in der Form der Gegenständlichkeit, Gewissensprüfung,

Grenzfragen, Grundhaltung, Innerlichkeit, Kontemplation, Überwindung der Spaltung,

Unterscheiden zwischen transzendenter und formaler Logik, Was ist der Mensch?,

Metaphysik, Mystik, Natur und Geist, Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis,

Ontologie, Raum und Zeit, Grund und Ursprung der Realität, Wirklichkeit und Realität,

Was ist Schicksal? - die Frage im tragischen Wissen, Seinskonstruktionen als verwirrende Seinsbilder,

Sophistik, Sprache und seine Bindung an das Denken, Gewissheit aus dem Ursprung, technisches und organisierendes Denken,

Ergreifen der Transzendenz in Chiffern, Wahrheitsfragen und Wissen um die Weisen des Umgreifenden,

Logik weist auf einen Ursprung, Kommunikationswille der Vernunft, die Frage nach der Wahrheit,

das Umgreifende der Welt im Unterschied vom geschlossenen Weltall, Widerspruch als Stachel der Erkenntnis,

Grenzen der Wissenschaft, Charakter der Zeitlosigkeit, Liebe als Zwischensein . . .



Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

10.10.2015 15:55
#52 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Aus der Sicht der Mystik ist die Frage, ob Gott Bewußtsein hat, völliger Unsinn,
da Gott ja das kosmische Bewusstsein IST, das sich in der Existenz ausdrückt.
Bei Plotin ist die Existenz ein ständiges Überquellen des kosmischen Bewusstseins.
Aus materialistischer Sicht ist dies nun wiederum Unsinn, da Bewusstsein ja ein Produkt
der Materie ist.
Doch wissen wir tatsächlich nicht, was von der Existenz bliebe, zögen wie alles Bewusstsein von ihr ab.
Es gibt ja Aussagen der QM, dass Materie "an sich" gar nicht existiert.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

10.10.2015 16:30
#53 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #51

Zitat
Was für dich persönlich der Sinn im Glauben an Gott bedeutet, weis ich.
@Perquestavolta,

... Du kannst es höchstens ahnen, denn Du gehst ja nicht in meinen Schuhen!
Du scheinst aber gerne alles wissen zu wollen, nur ist Vielwisserei im Bereich der Transzendenz ein nutzloses Werkzeug! (Solltest Du auch mal kapieren.)

Zitat
Du kannst aber doch nicht immer dich selbst, als Maßstab für das SOLL aller anderen setzen. Ist ja OK, wenn du die Evolutionstheorie nicht begreifst und viele andere grundlegende Aussagen der Naturwissenschaften nicht nachvollziehen kannst.

Wir sind hier in einem Forum und tauschen Gedanken aus! Ich käme nie auf die Idee z.B. einem Atheisten zu empfehlen, er solle doch bitte nicht immer sich selbst als Maßstab für andere nehmen. Was also soll Dein Vorwurf?

Mit der Evolutionstheorie, die ich schon als Schüler kapierte, kannst Du aber nun wirklich nicht ernsthaft hausieren gehen wollen!?
Es gibt übrigens nicht nur eine, sondern die Lamarcksche, die Darwinsche, die Synthetische - bis hin zur Frankfurter Ev.-Theorie. Sie alle sind voneinander abzugrenzen!
Was aber nützt es uns, wenn wir die Entwicklung der Arten kennen? Dem Rätsel des Seins und Daseins - auch dem alles umgreifenden Ur-Grund, ist damit in keiner Weise näher zu kommen, weil Einzelwissen noch lange nicht ein Totalwissen bedeutet, welches alles erhellen könnte! -
"Ist eben nicht OK", wenn Du das nicht begreifst, denn damit bleibst Du für theosophische Gespräche an sich ungeeignet. Hier kann man nicht mit wissenschaftlichen Fakten auftrumpfen wollen, die überall nachzulesen sind.

Kommt es zu transzendenten Themen, müssen noch ganz andere Worte ins Feld geführt werden:

Anschauung, Bedeutung, Auslegung, Betrachtung, Bewusstsein, Existenz,

Bildlosigkeit der absoluten Transzendenz, Grundzug der Erscheinungen für uns Menschen,

Symbol und Gleichnis, Unwahrheit und das Böse,

Dasein als umgreifender Ursprung und Dasein als Gegenstand der Forschung,

Zweideutigkeit, Antinomie - ihre Lösung in der Existenz, Daseinszweck in der Wissenschaft,

Grundcharaktere des Denkens - auch seine Gefahren und Möglichkeiten, skeptische Bewegungen des Denkens,

Endlichkeit, Erscheinung als Grundzug des Umgreifenden, Subjekt-Objekt-Spaltung,

Erkennbarkeit der Erscheinung als Sprache des Weltseins und Chiffer als Sprache der Transzendenz,

Dasein als umgreifender Ursprung und als Forschungsgegenstand,

Bodenlosigkeit des erscheinenden Weltseins und Forschung des Menschen,

Im Inneren handeln, Führung durch Ideen, Liebe, Unbedingtheit, Glaube,

Ergreifen des Seins in der Form der Gegenständlichkeit, Gewissensprüfung,

Grenzfragen, Grundhaltung, Innerlichkeit, Kontemplation, Überwindung der Spaltung,

Unterscheiden zwischen transzendenter und formaler Logik, Was ist der Mensch?,

Metaphysik, Mystik, Natur und Geist, Grenzen naturwissenschaftlicher Erkenntnis,

Ontologie, Raum und Zeit, Grund und Ursprung der Realität, Wirklichkeit und Realität,

Was ist Schicksal? - die Frage im tragischen Wissen, Seinskonstruktionen als verwirrende Seinsbilder,

Sophistik, Sprache und seine Bindung an das Denken, Gewissheit aus dem Ursprung, technisches und organisierendes Denken,

Ergreifen der Transzendenz in Chiffern, Wahrheitsfragen und Wissen um die Weisen des Umgreifenden,

Logik weist auf einen Ursprung, Kommunikationswille der Vernunft, die Frage nach der Wahrheit,

das Umgreifende der Welt im Unterschied vom geschlossenen Weltall, Widerspruch als Stachel der Erkenntnis,

Grenzen der Wissenschaft, Charakter der Zeitlosigkeit, Liebe als Zwischensein . . .






Das alles mag ja für dich und deine eigene Befindlichkeit gut gehen, @Reklov. Nur beantwortet das meine Fragen an dich immer noch nicht!!

Und bezüglich Evolutionstheorie/N, gibt es nur eine einzige die von wissenschaftlicher Gültigkeit ist. Das ist die Darwin-sche Evolutionstheorie. Die Evolutionstheorie von Lamarck ist falsch und und ist auch längst schon wissenschaftlich wiederlegt.
Die Schalter des Genoms werden von den Umweltbedingungen der Überlebensnische aktiviert oder deaktiviert. Dies ist aber nur der Evolutions-Mechanismus der für die vielen möglichen Parallelvariation Gültigkeit hat, von denen immer nur einige oder auch gar keine Überleben, wenn sich die Rahmen-Bedingungen wieder nach Rückwerts verändern. Lamarck hatte zwar schon einen guten Ansatz, aber trotzdem waren sein Thesen falsch. Das jetzt nur nebenbei.

Ich möchte von dir aber immer noch wissen, warum es für dich nicht zu akzeptieren ist, dass immer mehr Menschen nicht an einen Schöpfergott glauben und also auch nicht an eine geplante Entwicklung der Lebensvielfalt, oder an eine geplante kosmische Ordnung des Universums, die es auch gar nicht gibt, da wir ja wissen, dass das Bild des Himmels, wie wir es wahrnehmen nicht der realen Wirklichkeit entspricht, sondern eine optischen Überlagerung von endlos viel Zeitebenen.

Du hast dem zwar schon mal mit einem ziemlich unsinnigen Vergleich vom anhören einer alten Schallplatte widersprochen, aber du hat dabei ausgeblendet, was dabei herauskommt, wenn man alle Schallplatten gleichzeitig und nebeneinander laufen lässt, die seit der ersten Schallplatte bis in unsere Gegenwart alle produziert wurden.

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

10.10.2015 20:49
#54 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich möchte von dir aber immer noch wissen, warum es für dich nicht zu akzeptieren ist, dass immer mehr Menschen nicht an einen Schöpfergott glauben und also auch nicht an eine geplante Entwicklung der Lebensvielfalt, oder an eine geplante kosmische Ordnung des Universums, die es auch gar nicht gibt, da wir ja wissen, dass das Bild des Himmels, wie wir es wahrnehmen nicht der realen Wirklichkeit entspricht, sondern eine optischen Überlagerung von endlos viel Zeitebenen.

@Perquestavolta,

... da hast Du mich aber bisher gründlich missverstanden, wenn Du meinst, ich könnte eine atheistische Denkweise nicht akzeptieren!
Die Bodenlosigkeit, in welcher wir uns ja alle während unseres kurzen Lebens befinden, lässt dem Einzelnen von uns viele Wege offen. Der eine glaubt an eine "übergeordnete Macht", der andere an sog. wissenschaftliche Fakten, der nächste wiederum an rein gar nichts! (Für mich kein Problem, denn ich speise meine Seele nicht von den Gedankenströmen der anderen.)
Auch die von Dir benannten "vielen Zeitebenen" können weder positiv, noch negativ etwas über das "Göttliche" aussagen.
Eine "kosmische Ordnung" ist aber nicht zu leugnen! Denke dabei nur mal an die uns bekannten 4 Grundkräfte der Physik! - Ohne diese wären wir nie in der Lage, uns z.B. auf diese Weise hier auszutauschen. Das allein ist schon "wunderbar".

Der Forum-Platz ist zu klein, um alle Punkte zu benennen, welche mich am Glauben an eine "ordnende Macht" festhalten lassen. Die im vorigen Beitrag aufgezählten Stichworte waren auch nur ein Ausschnitt. Sie alle zu vertiefen, würde diesen Rahmen sprengen. Wenn Du aber dazu eine spezielle Frage hast, so vertiefe ich diese gerne.
Glaube versucht eben, auf seine spezielle Weise, all die Unklarheiten, welche sich vor uns noch auftun, zu durchbrechen. Er überspringt auf seine Weise die Erkenntnisse, an die wir hier gebunden sind.
Unser Erkennen in unserer Situation wird deutlich als ein Bestimmtes, das nicht alles ist. Glaube baut auf andere Konstruktionen eines anderen Erkennens, gleichsam von außen, auf. Er lässt dabei, im Vergleich, andere Möglichkeiten sichtbar werden.
Unser Erkennen ist gebunden an Zeit und verengt damit auch unser Bewusstseinsfeld. Unsere Augenblicke sind auch von unserem Gedächtnis abhängig! Wollte man ein unvorstellbares, zeitloses Dasein konstruieren, in reiner und vollendeter Gegenwärtigkeit, so hätte dies keine Erinnerung, da ihm alles zugleich wäre.
Unser Erkennen ist gebunden an den Raum:
Wir sind als Dasein gebunden an den Raum, ausgesetzt dem gegenseitigen Sichabstoßen und Sichstören der Dinge im Raum. Wir müssen den Ort und unseren darin befindlichen Körper ergreifen und akzeptieren. Unser Körper aber befindet sich in Abhängigkeiten - daher das Übel der Störungen, Ausschließungen, Feindseligkeiten.
Es ist, als ob ein ursprünglich EINES, GANZES in ein Sein sich verloren hätte durch Zerstreuung und Isolierung von Teilen, die gegeneinander im Raume stehen und im Gegenstoß der Eigenwillen gegeneinander das EINE suchen, das sich ihnen verbirgt. Glaubenswege, abseits der Dogmen, sind auf der Suche nach diesem Verborgenen und selbst, wenn sie es nicht finden können - verleugnen sie es deswegen nicht.

Unser Erkennen ist gebunden an Anschauung:
In unserer Anschauung erfüllen sich Gedanken, die sich Bedeutung und Gegenständlichkeit verschaffen. Ein reines Denken ist uns nicht möglich, denn reines Denken wird bei uns sogleich leer! - Deswegen sind auch die Weltreligionen angefüllt mit Bildern und Symbolen! - Realität erfassen wir nur durch sinnliche Wahrnehmung, Möglichkeiten nur in anschaulichen Vorstellungen. Anschauung ist aber immer einzeln, nicht allgemein! Durch den allgemeinen Begriff denken wir in der je einzelnen Anschauung. Das Allgemeine bringen wir in Gedanken hervor, die Anschauung aber muss uns gegeben werden.
Aus diesem Grunde sind die Begabungen zum Glauben oder auch zum Nichtglauben ganz unterschiedlich verteilt. Die kosmische Wahrheit bleibt davon aber völlig unberührt!
Unser Erkennen ist gebunden an Spaltungen:
Wir sind getrennt von den Gegenständen, die wir erkennen; die Subjekt-Objekt-Spaltungen ist uns unentrinnbar. Die uns vor Augen tretenden Gegenstände sind gespalten in Form und Material. Begriffe machen den Gegenstand zwar hell für uns. Sein Material muss unserer Anschauung gegeben, kann aber als solches nicht gedacht werden - bleibt in gewisser Weise für uns also "dunkel"!

Deswegen sind wir zur Forschung gezwungen, zum Suchen. Wir müssen uns Inhalte aneignen, unseren Umkreis erweitern. Auch ein Glaube sollte dies tun, sonst landet er eines Tages auf dem "Friedhof der Götterstatuen". Selbst wenn unser Leben immer währte, ohne Tod ins Endlose fortschreitend, bliebe uns auch dann die Endlichkeit unseres Erkennens - nämlich gefesselt an all die erörternden Bedingungen und Spaltungen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

10.10.2015 21:39
#55 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #54

Zitat
Ich möchte von dir aber immer noch wissen, warum es für dich nicht zu akzeptieren ist, dass immer mehr Menschen nicht an einen Schöpfergott glauben und also auch nicht an eine geplante Entwicklung der Lebensvielfalt, oder an eine geplante kosmische Ordnung des Universums, die es auch gar nicht gibt, da wir ja wissen, dass das Bild des Himmels, wie wir es wahrnehmen nicht der realen Wirklichkeit entspricht, sondern eine optischen Überlagerung von endlos viel Zeitebenen.

@Perquestavolta,

... da hast Du mich aber bisher gründlich missverstanden, wenn Du meinst, ich könnte eine atheistische Denkweise nicht akzeptieren!
Die Bodenlosigkeit, in welcher wir uns ja alle während unseres kurzen Lebens befinden, lässt dem Einzelnen von uns viele Wege offen. Der eine glaubt an eine "übergeordnete Macht", der andere an sog. wissenschaftliche Fakten,




Reklov!!! An Fakten muss man nicht glauben. Glauben und Meinen heißt nicht wissen. Fakten sind aber erschlagende Beweise, die kein Glauben und Meinen mehr entschuldigen können.

Wir leben in einer Welt, deren ökologisches Gefüge sehr empfindlich ist. Um so mehr Menschen gleichzeitig dieses ökologische Gefüge belasten, um so wichtiger ist es, dass wir dieses empfindliche Gefüge in seinen Zusammenhängen und Mechanismen genauestens verstehen. Mit Glauben und Meinen alleine funktioniert das aber nicht.
Deine ständige Relativierung des naturwissenschaftlichen Weltverständnisses ist von daher schon mal ziemlich ärgerlich!!

Immerhin gibt es noch ein Leben nach dem Tod, Reklov und der Grund dafür steckt in unserem Genom.. sowie im Mechanismus unserer Bewusstseinsentwicklung, als ein gruppendynamisches Phänomen, das sich im wesentlichen auf dem komplexen Beziehungsverhältnis auditiver und visueller Iiformationsverarbeitung gründet, mit dem wir die Gedanken anderer Artgenossen bis ins kleinste Detail nach-verstehen können. Und von daher auch die ganzen "Rezepte nach kochen" die von Menschen niedergeschrieben wurden, als wir noch gar nicht "gezeugt" waren..



Kann aber sein dass du dich selbst niemals fortgepflanzt hast und also kein Kinder und somit auch keine Enkelkinder hast..(wundern täte es mich nicht) ..du bist sehr ICH-bezogen ..

Und ansonsten, Reklov leben wir auch noch in einem Universum, dass wir wissenschaftlich erfassen und ergründen können.. im Gegensatz zur Menschlichen Dummheit und der göttlichen Begründung..!!


aber

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Religion vergiftet die Welt

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

11.10.2015 19:45
#56 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Kann aber sein dass du dich selbst niemals fortgepflanzt hast und also kein Kinder und somit auch keine Enkelkinder hast..(wundern täte es mich nicht) ..du bist sehr ICH-bezogen ..

Und ansonsten, Reklov leben wir auch noch in einem Universum, dass wir wissenschaftlich erfassen und ergründen können.. im Gegensatz zur Menschlichen Dummheit und der göttlichen Begründung..!!

@Perquestavolta,

... kann sein, dass Du auch hier mal wieder daneben liegst??? - Ich habe einen prächtigen Sohn, der nicht nur körperlich top-fit ist, sondern sein Geld (als studierter Pianist und Arrangeur) in seinem eigenen Tonstudio mit Kompositionsaufträgen verdienen darf - und auch kann! (Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! ) - - -

Das wissenschaftliche Erfassen von Materie, Zeit und Raum hat uns bisher aber auch rein gar nichts über den von mir so oft angesprochenen "Ur-Grund" verraten können!
Dass Du aber diesen "Ur-Grund" ständig mit einer "göttlichen" Begründung verwechselst, zeigt, dass Du, außerhalb der von Dir belächelten religiösen Dogmen-Modelle, keine Fantasie für eigene Gedankenwege in Dir entwickeln kannst, demnach auch keinen visionären Bildern gestattest, in Dir zu wohnen.
Also bist Du eben auf das angewiesen, was Dir die Wissenschaften als "neueste Erkenntnis" anbieten: Messbares und Belegbares. - Ist so aber auch o.k. Kein Problem.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

11.10.2015 19:49
#57 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Immerhin gibt es noch ein Leben nach dem Tod, Reklov und der Grund dafür steckt in unserem Genom.. sowie im Mechanismus unserer Bewusstseinsentwicklung, als ein gruppendynamisches Phänomen, das sich im wesentlichen auf dem komplexen Beziehungsverhältnis auditiver und visueller Iiformationsverarbeitung gründet, mit dem wir die Gedanken anderer Artgenossen bis ins kleinste Detail nach-verstehen können. Und von daher auch die ganzen "Rezepte nach kochen" die von Menschen niedergeschrieben wurden, als wir noch gar nicht "gezeugt" waren..

@Perquestavolta,

... das klingt vielversprechend - über das "Weiterleben" eines verstorbenen >Individuums< ist damit aber noch nicht viel ausgesagt!

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

11.10.2015 21:27
#58 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #56

Zitat
Kann aber sein dass du dich selbst niemals fortgepflanzt hast und also kein Kinder und somit auch keine Enkelkinder hast..(wundern täte es mich nicht) ..du bist sehr ICH-bezogen ..

Und ansonsten, Reklov leben wir auch noch in einem Universum, dass wir wissenschaftlich erfassen und ergründen können.. im Gegensatz zur Menschlichen Dummheit und der göttlichen Begründung..!!



... kann sein, dass Du auch hier mal wieder daneben liegst??? - Ich habe einen prächtigen Sohn, der nicht nur körperlich top-fit ist, sondern sein Geld (als studierter Pianist und Arrangeur) in seinem eigenen Tonstudio mit Kompositionsaufträgen verdienen darf - und auch kann! (Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm! ) - - -




Dann ist ja gut... hab ja nicht behauptet, dass du keine Kinder zeugen könntest, sonder nur vermutet, dass du vielleicht auf eigen Kinder verzichtet haben könntest.
Was mich jetzt aber wieder stört, ist der Heiligenschein, den du dir selbst auf deinen Sohn einschenkst.

Zitat von Reklov im Beitrag #56

Das wissenschaftliche Erfassen von Materie, Zeit und Raum hat uns bisher aber auch rein gar nichts über den von mir so oft angesprochenen "Ur-Grund" verraten können!
Richtig Reklov! Von daher stellt sich ja die Frage, wie man trotzdem darauf schließen will und vor allem warum?

[quote="Reklov"|p3196504]
Dass Du aber diesen "Ur-Grund" ständig mit einer "göttlichen" Begründung verwechselst, zeigt, dass Du, außerhalb der von Dir belächelten religiösen Dogmen-Modelle, keine Fantasie für eigene Gedankenwege in Dir entwickeln kannst. Wie kommst du darauf? Dieser göttliche Ur-grund ist nichts anderes als eine Projektion der menschlichen Egozentrik, um damit die eigenen narzisstischen Befindlichkeiten zu bedienen. Es braucht von daher wesentlich mehr kreative Intelligenz, diesem primitven "Ur-Grund" eine klare Absage zu erteilen, als sich von ihm mit schönen Worten einlullen zu lassen. Immerhin behauptet sich dieser "Ur-Grund" ja nicht selbst, sondern wird immer von Leuten als Behauptung aufgestellt, die sich damit besonders WICHTig meinen.

[quote="Reklov"|p3196504]
demnach auch keinen visionären Bildern gestattest, in Dir zu wohnen.
Darum gehts doch gar nicht.
Ich hab ja übrigens auch eine Kunstakademie mit Abitur abgeschlossen. Eine Ausbildung zum Reprofachmann und Fotografen absolviert, nebenbei Vorlesungen über Marketingpsychologie absolviert, eine Grafikerschule besucht..
Seit ich 9 Jahre alt bin, interessiere ich mich für Chemie.. im Alter von 12 Jahren habe ich mein erstes Funkgerät selbst gebaut und mit 16 die dazugehörige Amateurfunkprüfung abgelegt. Ich bin aktiver Hobbyarchäologe, begeisterter Fliegenfischer, zeichne gelegentlich Karikaturen für eine lokale Zeitung.. spiele Klavier, war 18 Jahre Bandmitglied einer Singgruppe, die katholischen Messen gestaltet hat.. kenne alle giftigen und ungiftigen Pilze.. sammle gerne Kräuter und koche leidenschaftlich gerne...
Wo siehst du da jetzt das Problem, dass ich keine visionären Bilder in mir zulassen würde?

Zitat von Reklov im Beitrag #56

Also bist Du eben auf das angewiesen, was Dir die Wissenschaften als "neueste Erkenntnis" anbieten: Messbares und Belegbares. - Ist so aber auch o.k. Kein Problem.



Ich beschäftige mich selbst und aktiv mit vielen Themenbereichen der Wissenschaften, Reklov. Wissenschaftliches Denken basiert auf der Überzeugung, dass Glaube eine falsche Vorstellung von der Wirklichkeit ist und man deshalb die (eigene) Wahrnehmung in eine sachlich beurteilende und eine "empfindlich" wertende splitten muss. weil man ansonsten Gefahr läuft, sich von Informationen beeinflussen und manipulieren zu lassen, die man eigentlich nur aus ästhetischen Gründen bevorzugt. Deswegen bin ich dann ja auch zur Erkenntnis gelangt, dass man jenen Menschen am wenigsten Glauben (Vertrauen) schenken kann, die in ihren Wahrheitspredigten besonderen Wert auf Ästhetik legen. Oder umgekehrt, echte Wahrheit ist äußerst selten schön und ästhetisch.
Woran man dann auch die Erkenntnisse der Wissenschaften messen kann!

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

11.10.2015 22:04
#59 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #57

Zitat
Immerhin gibt es noch ein Leben nach dem Tod, Reklov und der Grund dafür steckt in unserem Genom.. sowie im Mechanismus unserer Bewusstseinsentwicklung, als ein gruppendynamisches Phänomen, das sich im wesentlichen auf dem komplexen Beziehungsverhältnis auditiver und visueller Iiformationsverarbeitung gründet, mit dem wir die Gedanken anderer Artgenossen bis ins kleinste Detail nach-verstehen können. Und von daher auch die ganzen "Rezepte nach kochen" die von Menschen niedergeschrieben wurden, als wir noch gar nicht "gezeugt" waren..
@Perquestavolta,

... das klingt vielversprechend - über das "Weiterleben" eines verstorbenen >Individuums< ist damit aber noch nicht viel ausgesagt!




Das ICH, Reklov, ist eine sehr nützliche und zweckdienliche Illusion. Das "Individuum" ist das sich selbst wahrnehmende ICH und von daher nichts Ewiges, das nach dem Tod unserer "indivduellen Gehinrs für sich selbst weiterlebt.
Aber.. und das ist das Entscheidende.. ist das ICH Teil des WIR und daher gibt es ohne das WIR kein ICH. Das WIR lebt nach dem Tod des ICH weiter und das ICH als Teil des WIR bleibt darin erhalten. Wenn dem nicht so wäre, müsste jeder neue Mensch der geboren wird, sich das Rad immer wieder selbst neu erfinden. Seit es Hominiden gibt, die sich selbst als Mensch erkennen, haben WIR uns durch Fortpflanzung immer wieder neu regeneriert und überhaupt erst dadurch an die sich ständig verändernden
Lebensbedingungen , wie auch immer besser an unseren Planeten anpassen können.

Von daher ist es für die Gegenwart, ebenso verantwortungslos wie gefährlich diese ICH als Ur-Grund allen Seins zu bejubeln und zu beweihräuchern, da es sich wissenschaftlich schon abzeichnet, dass unser nächstes ICH nicht im Paradies, sondern in einer Hölle wieder auferstehen wird.

Gott ist ein dummer narzisstischer Ignorant Reklov, der sich nur gerne den Schein des Schönen gibt!!

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.921

12.10.2015 09:41
#60 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #56

Das wissenschaftliche Erfassen von Materie, Zeit und Raum hat uns bisher aber auch rein gar nichts über den von mir so oft angesprochenen "Ur-Grund" verraten können!



Und Du meinst, wenn das Suchen nach Fakten und Belegen bisher keine Lösung brachte, sollte man komplett ins Blaue hinein spekulieren und dieses dann für wahr halten?

Zitat von Reklov im Beitrag #56

Dass Du aber diesen "Ur-Grund" ständig mit einer "göttlichen" Begründung verwechselst, zeigt, dass Du, außerhalb der von Dir belächelten religiösen Dogmen-Modelle, keine Fantasie für eigene Gedankenwege in Dir entwickeln kannst, demnach auch keinen visionären Bildern gestattest, in Dir zu wohnen.
Also bist Du eben auf das angewiesen, was Dir die Wissenschaften als "neueste Erkenntnis" anbieten: Messbares und Belegbares. - Ist so aber auch o.k. Kein Problem.


Du verdrehst die Tatsachen, Reklov. Du bist es doch, der auf einen menschenähnlichen Gott festgelegt ist. Du bezeichnest ihn als Subjekt und als "Höchstes Wesen". Auf der Suche nach Deinem Schöpfer lässt Du keine andere Vorstellung zu. Z. B. ist es für Dich undenkbar, dass das Universum sich selbst erschaffen hat. Du akzeptierst keine andere Vorstellung ausser der Deines "Höchsten Wesens", geprägt durch christliche Glaubensvorstellungen.

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

12.10.2015 11:34
#61 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du verdrehst die Tatsachen, Reklov. Du bist es doch, der auf einen menschenähnlichen Gott festgelegt ist. Du bezeichnest ihn als Subjekt und als "Höchstes Wesen". Auf der Suche nach Deinem Schöpfer lässt Du keine andere Vorstellung zu. Z. B. ist es für Dich undenkbar, dass das Universum sich selbst erschaffen hat. Du akzeptierst keine andere Vorstellung ausser der Deines "Höchsten Wesens", geprägt durch christliche Glaubensvorstellungen.

@Blackysmart,

... ich hatte ja schon öfter hier im Forum erwähnt, dass, wer sich den von Michelangelo an die Decke der Sixtinischen Kapelle gemalten "Alten Herren mit Bart" als "Gott" vorstellt, meiner Meinung nach völlig daneben liegt!
Der "Ur-Grund" von dem ich spreche und der bei meinen Gedanken auch stets den Ausgangspunkt bildet, entzieht sich jeder menschlichen Bildhaftigkeit! Im Judentum und im Islam ist die bildhafte Darstellung des "Höchsten Wesens" nicht nur seit jeher verpönt, sondern auch streng untersagt!

Wenn Du den Gedanken "pflegst", dass das Universum sich selber erschaffen hat, so solltest Du dabei beachten, dass allein schon das Rätsel des leeren Raumes jeden Physiker vor unlösbare Probleme stellt, auch wenn manche dieser "Fachleute" davon ausgehen, dass bei der "Stunde Null" überhaupt kein Raum existierte!? Andere wiederum "vermuten", dass sich über unserem Universum noch andere Universen aufbauen - wie die Schalenschichten einer Zwiebel (!?)
Fragen zur belebten und unbelebten Materie stehen ebenso vor uns, auch wenn wir inzwischen wissen, welche chem. Bedingungen es braucht, um Leben (wie wir es eben kennen!) möglich werden zu lassen. Das Rätsel selbst ist damit nicht geknackt! Genauso wenig nützt es uns, zu wissen, aus welchen Molekülen unser Körper besteht, denn als Lebewesen sind wir uns, nach wie vor, selbst ein Rätsel. Dass eine Ur-Bakterie für unsere Entwicklung herangezogen wird, macht die Sache auch nicht einsichtbarer, denn wir sind dabei immer noch auf rein materiellen Erkenntnissen sitzen geblieben.
Deine Vermutung, das Universum habe sich selbst "erschaffen", darf also fairerweise nicht mehr Beachtung erhalten, als die Vermutungen "religiöser" Modelle!

Karl Jaspers bemerkte hierzu:
>> Die in den Wissenschaften erkannte Wirklichkeit ist niemals die Wirklichkeit selbst. Auf Umwege über Vorstellungen - Modelle, Hypothesen, Typen usw. - wird jeweils eine Seite der Wirklichkeit ergriffen. Aber diese Wirklichkeit wird auf diesem Umwege getroffen und bestätigt sich durch die Verlässlichkeit des Wissens in der Wirksamkeit dieses Wissens!
Weil das Treffen der Wirklichkeit auf dem Wege über ein entschieden Unwirkliches geschieht, kann man sagen: für uns ist keine Wirklichkeit ohne Unwirklichkeit, die aber als wirklich genommen wird.
Die Vorstellungen des Physikers verlassen die Natur, sind naturfremd und bezeugen doch ihre Wahrheit durch ihre Fähigkeit, Erkenntnisse hervorzubringen, die die Natur für unsere Zwecke zu lenken und zu nutzen vermögen. Sie bezeugen aber auch ihre Unwahrheit durch Wegfall der ganzen von uns unmittelbar erfahrbaren Naturwirklichkeit und in dem Verderben unserer Naturanschauung, wenn wir jene Erkenntnis an die Stelle der Natur selbst setzen.

Die Vorstellungen des Biologen vereinfachen und beherrschen ein Ganzes aus dem Lebendigen durch erdachte Unwirklichkeit, wie z.B. die künstlichen Klassifikationen Linnés, die Idee der Urpflanze und des Urtieres, die Vorstellung der Gesundheit, sei es als Norm oder als durchschnitt, der Entwurf von Bauplänen und von Mechanismen des Lebendigen.
Mitteilung geschieht von Mensch zu Mensch in allen Weisen, die er bisher erforschen konnte. Die "Welt" aber ist stumm und "Gott" ist, nach wie vor, verborgen.
Der Umgang mit der Welt ist nur gleichsam ein Fragen und Antworten: die Antworten der Welt auf unsere Fragen geschehen durch Tatsachen, nicht durch Sprache; die Fragen der Welt an uns geschehen durch Situationen, durch das Unerwartete.
Erst der Mensch macht aus dem stummen Geschehen ein Wechselspiel, indem er sich verhält, als ob eine Mitteilung stattfände. Aber es überfällt ihn - auf hoher Stufe bewusster Einsicht - das furchtbare Schweigen des Weltalls, die ergreifende Stummheit der Natur.

"Gott" ist verborgen. Er spricht nicht direkt. Der Mensch kann in geschichtlichem Augenblick in eine Gewissheit geraten, als ob er Gott höre, seine Wirklichkeit spüre, ohne jedoch eine leibhafte und jedermann zugängliche, eindeutige Sprache zu hören, wie sie zwischen Mensch und Mensch stattfindet.
Nur in prophetischen, letzthin inkommunikablen Zuständen vermochten Einzelne nach ihrer Behauptung zu erfahren, woraus sie anderen mitteilten, was "Gott" gesagt haben, wolle und fordere: die anderen können den Propheten glauben oder nicht glauben! Jedenfalls ist es nicht mehr "Gott" selbst, der aus dem Menschen spricht.

Etwas anderes ist die unmittelbare Gottgewissheit, die Gegenwärtigkeit "Gottes", die innerlich ist und so gewiss, wie kein äußeres Ding in der Welt. Diese Gewissheit hat einen aller gegenständlich wissenden Gewissheit gegenüber eigenen Charakter. Sie ist kein Wissen von Etwas, kein Besitz eines Fremden.
Versteht sie sich selbst und wird sie mittelbar von Mensch zu Mensch, so muss sie sich übersetzen und vermitteln, als ob "Gott" zu mir gesprochen hätte, worin ER aber sogleich auch ungewiss, weil in eine fremde Wissensweise eingetreten und in allem Sagbaren und gegenständlich Tatsächlichen auch vieldeutig ist.
Mitteilung und Mitteilbarkeit ist von Seite der Welt und Gottes ein nur im Gleichnis so zu nennendes Geschehen. Der Mensch verwandelt es für sich in diese Form. Das Wahrsein von Welt und Gott ist durch diese Weise der Mitteilung nur negativ zu charakterisieren.
Wahrheitssuchen entspringt der Einsamkeit der Selbstkommunikation und drängt hin zur Kommunikation mit anderen. <<

(Das soll für heute zum Überdenken genügen.)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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12.10.2015 11:57
#62 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das WIR lebt nach dem Tod des ICH weiter und das ICH als Teil des WIR bleibt darin erhalten. Wenn dem nicht so wäre, müsste jeder neue Mensch der geboren wird, sich das Rad immer wieder selbst neu erfinden.

@Perquestavolta,

... gäbe es keine Schulen, Universitäten, Aufzeichnungen, Konstruktionspläne, etc., - müsste die "Erfindung des Rades" auch stets neu geschehen, denn nur mit vererbten Genen allein, könnte man z.B. nicht einfach mal so ein Auto nachbauen! Man wüsste gar nicht, wie und wo man da beginnen sollte, stünden der nächsten Generation z.B. nur "stumme Auto-Modelle", als Erbe der Väter, vor ihrer Tür, könnten sie auch die Produktionsmaschinen der jeweiligen Fabriken nicht bedienen, geschweige denn im Notfall reparieren.
Die "Welt" will und muss also von jeder neuen Generation neu erlernt werden. Würde man z.B. nur über einen Zeitraum von 2 Generationen alle Schulen schließen, wäre die Menschheit schnell wieder mit einem Fuß im "Neandertal", denn jede Materialkunde und die damit verbundenen Verfahrenstechniken würden dann den Menschen aus Köpfen und Händen gleiten! Sie wären ratlos und müssten "das Rad neu erfinden".

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




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13.10.2015 07:55
#63 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #61
Der "Ur-Grund" von dem ich spreche und der bei meinen Gedanken auch stets den Ausgangspunkt bildet, entzieht sich jeder menschlichen Bildhaftigkeit! Im Judentum und im Islam ist die bildhafte Darstellung des "Höchsten Wesens" nicht nur seit jeher verpönt, sondern auch streng untersagt!


Warum nennst Du selbst dann etwas Dir absolut Unbekanntes ein "Höchstes Wesen"? Diese Definition beinhaltet doch schon sehr viele Eigenschaften, die Du bei Deiner Kritik an Bildnissen bei Deinen Glaubensinhalten verurteilst.

Zitat von Reklov im Beitrag #61

Wenn Du den Gedanken "pflegst", dass das Universum sich selber erschaffen hat, so solltest Du dabei beachten, dass allein schon das Rätsel des leeren Raumes jeden Physiker vor unlösbare Probleme stellt, auch wenn manche dieser "Fachleute" davon ausgehen, dass bei der "Stunde Null" überhaupt kein Raum existierte!?


Unlösbar? Bist Du jetzt unter die Propheten gegangen?

In einem wissenschaftlichen Beitrag habe ich einmal gelesen, dass es nur eine Frage der Zeit und der Wahrscheinlichkeit ist, bis in einem vollkommen leeren "Raum" plötzlich ein Materieteilchen entsteht. Nur weil wir noch wissen wie das Universum entstanden ist, ist es nicht gleich notwendig, dies einem "Höchsten Wesen", einem heilsbringenden Bob dem Baumeister zuzuschreiben.

Zitat von Reklov im Beitrag #61
Deine Vermutung, das Universum habe sich selbst "erschaffen", darf also fairerweise nicht mehr Beachtung erhalten, als die Vermutungen "religiöser" Modelle!


1.
Was ist wahrscheinlicher? Ein "Höchstes Wesen" hat sich selbst erschaffen bzw. existiert schon ewig oder das Universum hat sich selbst erschaffen bzw. existiert schon ewig?

2.
Welche Hin- oder Beweise gibt es für die Existenz eines "Höchsten Wesens"?
Welche Beweise gibt es für die Existenz des Universums?

Für mich gibt es da überhaupt keinen Zweifel, welche der beiden Thesen plausibler ist. Es gibt aber auch Menschen, die glauben, der Osterhase bringe die Ostereier - weil sie es glauben wollen und weil sie den "Lügen" der sie manipulierenden Menschen glauben schenken (müssen).


Zitat von Reklov im Beitrag #61

Die Vorstellungen des Physikers verlassen die Natur, sind naturfremd und bezeugen doch ihre Wahrheit durch ihre Fähigkeit, Erkenntnisse hervorzubringen, die die Natur für unsere Zwecke zu lenken und zu nutzen vermögen.


Die Vorstellungen der Physiker verlassen die Natur? Wer hat Dir denn diesen Blödsinn erzählt? Die Physik ist eine Wissenschaft zur Erklärung der Natur und deren Phänomene. Physiker suchen also nach Erklärungen für Eigenschaften der Natur und sie verlassen dabei höchstens bisherige Denkmodelle. Ein gutes Beispiel dafür ist das Higgs Boson. Es wurde vorausgesagt, dass es solch ein Teilchen geben müsse. Erst jahrzehnte später wurde es tatsächlich entdeckt.

Ist die Quantenmechanik naturfremd? Ist die Relativitätstheorie naturfremd? Nenne mir doch bitte einen Bereich der Physik, der naturfremd sein soll.


Zitat von Reklov im Beitrag #61
Sie bezeugen aber auch ihre Unwahrheit durch Wegfall der ganzen von uns unmittelbar erfahrbaren Naturwirklichkeit und in dem Verderben unserer Naturanschauung, wenn wir jene Erkenntnis an die Stelle der Natur selbst setzen.


Woher hast Du denn dieses theologische, wissenschaftsfeindliche Geschwafel her? Ich wette, das stammt so nicht aus Deiner Feder.


Zitat von Reklov im Beitrag #61

"Gott" ist verborgen. Er spricht nicht direkt.


Gott ist taubstumm, authistisch oder einfach nur redefaul. Oder vielleicht arrogant und eingebildet? Vielleich aber auch ängstlich und schüchtern? Fragen über Fragen... Darüber lässt sich vortrefflich ins Blaue hinein spekulieren. Nur das Naheliegendste ziehen Gläubige nicht in Betracht: Ihr "Höchstes Wesen" ist reine Illusion.


Zitat von Reklov im Beitrag #61

Etwas anderes ist die unmittelbare Gottgewissheit, die Gegenwärtigkeit "Gottes", die innerlich ist und so gewiss, wie kein äußeres Ding in der Welt. Diese Gewissheit hat einen aller gegenständlich wissenden Gewissheit gegenüber eigenen Charakter. Sie ist kein Wissen von Etwas, kein Besitz eines Fremden.


Lustig, mit welchen sprachlichen Verrenkungen einem die Theologen das ungewisse Spekulieren über ein imaginäres "Höchstes Wesen" als "besondere Gewissheit" andrehen wollen. Da halte ich mich lieber an die kurze, dafür ungeschönte Aussage: Glaube ist ungleich Wissen.

Direktkontakt Offline



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13.10.2015 12:14
#64 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Bei den Theorien vom "höchsten Wesen" oder auch vom "Urknall" habe ich so meine (begründeten) Zweifel.

Was verstehen wir unter einem "höchsten Wesen"?

Ist damit Tecutli (hängt zusammen mit Montezumas Rache) oder vielleicht auch irgendein dickbäuchiger Butzepuh mit Krallen und Rückenschuppen gemeint?

Themenwechsel:

Schon bei der einfachen Frage, was sich denn nun konkret vor dem "Urknall" abgespielt haben soll, kommen die Protagonisten ins Grübeln und wissen nicht mehr weiter.
Es gilt: "Grau ist alle Theorie..."

Gehen wir von Wahrscheinlichkeiten aus, dann sieht es so aus, als ob in Raum und Zeit kein Anfang und kein Ende existiert.

Wir werden per "Kleinhacken" von Elementarteilchen mit unseren derzeitigen Möglichkeiten nicht das hypothetische "Allerkleinste" erreichen.
Umgekehrt wird sich uns auch mit den größten Teleskopen auf absehbare Zeit nur der beobachtbare Teil des Kosmos erschließen.

Bei der Zeitmessung werden wir mit Relativitäten, Ungenauigkeiten und Toleranzen gegenwärtig noch weiter kämpfen müssen.
Die lückenlose "Beobachtung" der Vergangenheit bis zum "Urknall" ist problematisch und die Zukunft haben wir derzeit noch nicht im Griff.

Die Propheten sind die idealen Volksbelustiger, wenn sie nicht dunkle Horrorereignisse vorhersagen, die u. U. Kurzschluss-Suizide (auch als Massenphänomene) auslösen können.

Voraussetzung für die Erkenntnis des allumfassenden hypothetischen (wahrscheinlichen) Determinismus ist m. E. eine unendliches (Paradoxon dazu: "individuelles") Bewusstsein.
Ein individueller Blickwinkel ist immer radiusbegrenzt und mit einem Standpunkt verknüpft, der für den Nabel des Universums gehalten wird.

Reklov Offline




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13.10.2015 19:36
#65 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ist damit Tecutli (hängt zusammen mit Montezumas Rache) oder vielleicht auch irgendein dickbäuchiger Butzepuh mit Krallen und Rückenschuppen gemeint?

@Direktkontakt,

... Humor ist nicht schlecht, (wenn er denn angebracht ist). - Wir sollten unser "Weltbewusstsein" schon etwas höher ansetzen, als es die archaischen Kulturen in ihrer Zeit vermochten.

Zitat
Die lückenlose "Beobachtung" der Vergangenheit bis zum "Urknall" ist problematisch und die Zukunft haben wir derzeit noch nicht im Griff.

Das ist mehr als problematisch! Wir können nicht einmal die letzten 6 Wochen lückenlos verfolgen, denn dazu müsste man alle Atome genau an die Stelle rücken können, an der sie sich zu jener Zeit befanden! Die Zukunft hatten wir übrigens auch nie im Griff, denn der auf uns zurollende "Zeitstrom" hat seine eigenen, höchst verzwickten Gesetzmäßigkeiten!

Zitat
Die Propheten sind die idealen Volksbelustiger, wenn sie nicht dunkle Horrorereignisse vorhersagen, die u. U. Kurzschluss-Suizide (auch als Massenphänomene) auslösen können.

Prophezeiungen können auch "Volltreffer" werden.

Hier nur 2 Beispiele aus der Bibel:

1.) Die Zerstörung der Stadt Tyros, welche einst eine blühende Handelsstadt am östlichen Mittelmeer gewesen war. Heute ist sie verlassen, weil sie nie wieder aufgebaut wurde und nur ein paar Fischer flicken dort, wie einst vorhergesagt, ihre Netze in der Sonne.

2.) Die Babylonische Gefangenschaft.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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13.10.2015 20:19
#66 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In einem wissenschaftlichen Beitrag habe ich einmal gelesen, dass es nur eine Frage der Zeit und der Wahrscheinlichkeit ist, bis in einem vollkommen leeren "Raum" plötzlich ein Materieteilchen entsteht.

@Blackysmart,

... solche Berichte kenne ich natürlich auch! Störend daran ist, dass "eine Frage der Zeit und der Wahrscheinlichkeit" nun auch nicht viel mehr hergeben, als manche biblische Prophezeiung.
Doch selbst wenn in einem vollkommen leeren Raum plötzlich ein Materieteilchen entstünde, so würde dies ja sofort auch eine Menge philosophischer, naturwissenschaftlicher und religiöser Fragen und die damit verbundenen bekannten Wortgefechte auslösen.
Das "Geheimnis", welchem wir alle angehören, wäre damit noch lange nicht geknackt!

Zitat
Warum nennst Du selbst dann etwas Dir absolut Unbekanntes ein "Höchstes Wesen"? Diese Definition beinhaltet doch schon sehr viele Eigenschaften, die Du bei Deiner Kritik an Bildnissen bei Deinen Glaubensinhalten verurteilst.

Sehe ich anders, denn die Bezeichnung "Höchstes Wesen" lässt keine genaue Definition zu und erzeugt zudem bei jedem Menschen andere "Bilder", denn eine "Wesenheit" kann z.B. auch körperlos sein.

Zitat
Was ist wahrscheinlicher? Ein "Höchstes Wesen" hat sich selbst erschaffen bzw. existiert schon ewig oder das Universum hat sich selbst erschaffen bzw. existiert schon ewig?

Ob das Universum schon seit jeher existiert ist ja sehr umstritten. Ein "Höchstes Wesen" wird aber auf jeden Fall "unbedingt" gedacht, d.h., es weiß nichts Größeres hinter sich, während ja Astrophysiker annehmen, dass es mehrere Universen gibt!?

Zitat
Welche Hin- oder Beweise gibt es für die Existenz eines "Höchsten Wesens"?
Welche Beweise gibt es für die Existenz des Universums?

Hin-oder Beweise werden uns ja täglich vor Augen geführt. (Wer Augen hat, der schaue hin!) Das Universum existiert, kann aber von uns genauso wenig definiert werden, wie wir uns selbst richtig definieren können.

Zitat
Für mich gibt es da überhaupt keinen Zweifel, welche der beiden Thesen plausibler ist. Es gibt aber auch Menschen, die glauben, der Osterhase bringe die Ostereier - weil sie es glauben wollen und weil sie den "Lügen" der sie manipulierenden Menschen glauben schenken (müssen).

Deine Überzeugung in allen Ehren, aber Du bist eben auch nur einer von Vielen und kannst Deine Ansichten im Ringen um die "Wahrheit" lediglich als Deinen persönlichen "Glauben" ins Forum stellen! Er ist nicht mehr oder weniger wert, als die Meinung Andersdenkender zu diesem schwierigen Gebiet, in welchem für uns leider keine bequemen Wegweiser aufgestellt sind!

Über den Osterhasen weiß man übrigens bestens bescheid:
>> Der Osterhase wird zum ersten Mal von dem Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau im Jahr 1682 in der Abhandlung „De ovis paschalibus – von Oster-Eyern“ erwähnt. Er schildert für Oberdeutschland, Pfalz, Elsass und angrenzende Gebiete sowie Westfalen den Brauch, dass der Osterhase die Eier in Gärten im Gras und Gesträuch versteckt, wo sie zur Freude und Belustigung der Erwachsenen von den Kindern gesucht werden. <<

Ich wünschte, wir alle wüssten über das Universum und die Wort-Chiffer "Gott" nur halb so viel!

Zitat
Woher hast Du denn dieses theologische, wissenschaftsfeindliche Geschwafel her? Ich wette, das stammt so nicht aus Deiner Feder.

Ich lese gerne philosophische Texte, denn bereits "entdeckte/aufgedeckte Fakten" sind etwas für Naturwissenschaftler zum Katalogisieren und Einordnen. Mich interessieren Erscheinungen zwar auch, denn ich bin ja nicht wissenschaftsfeindlich - aber - mein Hauptinteresse gilt dem "Hintergrund" einer jeden Erscheinung.
Wenn Dir philosophische Texte ungewohnt sind, so ist das nur eine Sache mangelhafter Übung. - Beim JAZZ ist es ähnlich: Die meisten Menschen hören da nur ein wildes chaotisches "Gedudel", werden aggressiv, drehen das Radio ab oder suchen einen anderen Sender! -
Der geschulte Musiker genießt aber diese Musikform, weil er ihre Aussagen bestens verstehen und auch dementsprechend genießen kann!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




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13.10.2015 20:59
#67 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dann ist ja gut... hab ja nicht behauptet, dass du keine Kinder zeugen könntest, sonder nur vermutet, dass du vielleicht auf eigen Kinder verzichtet haben könntest.
Was mich jetzt aber wieder stört, ist der Heiligenschein, den du dir selbst auf deinen Sohn einschenkst.

@Perquestavolta,

... Du vermutest viel, bis der Tag rumgeht! - Auf meinen Sohn bin ich zurecht stolz, denn er spielt nicht nur brillant auf den Klaviertasten, sondern besitzt auch die Fähigkeit, zu komponieren. Dies ist nicht jedem gegeben und es ist hier ähnlich, wie beim Fußball: Es gibt zwar unzählige brillante Kicker, aber wenig ideenreiche Spielmacher. - Ist nun mal so und mit "Heiligenschein" hat dies nun rein gar nichts zu tun. Dieser Begriff wird in der deutschen Sprache auch bei ganz anderer Gelegenheit verwendet! Kann Dir deswegen auch nicht so recht folgen?!?

Zitat
Dieser göttliche Ur-grund ist nichts anderes als eine Projektion der menschlichen Egozentrik, um damit die eigenen narzisstischen Befindlichkeiten zu bedienen. Es braucht von daher wesentlich mehr kreative Intelligenz, diesem primitven "Ur-Grund" eine klare Absage zu erteilen, als sich von ihm mit schönen Worten einlullen zu lassen. Immerhin behauptet sich dieser "Ur-Grund" ja nicht selbst, sondern wird immer von Leuten als Behauptung aufgestellt, die sich damit besonders WICHTig meinen.

Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber die Frage sei mir doch erlaubt: Mit was für Leuten verkehrst Du eigentlich? Ein in sich gekehrter Glaube hat nichts mit schönen Worten oder Wichtigtuerei gemeinsam. Man lullt damit auch niemanden ein! -
Was das aber für eine "kreative Intelligenz" sein soll, die dem Glauben eine klare Absage erteilt, müsstest Du sprachlich schon etwas ausarbeiten können, sonst bewegt sich solch ein Dialog lediglich auf Rede und kurze Gegenrede. - Auch der Atheismus hat es verdient, dass seine Anhänger sich im Ringen der Argumente etwas Mühe geben! (Meine ich.)

Zitat
Von daher ist es für die Gegenwart, ebenso verantwortungslos wie gefährlich diese ICH als Ur-Grund allen Seins zu bejubeln und zu beweihräuchern, da es sich wissenschaftlich schon abzeichnet, dass unser nächstes ICH nicht im Paradies, sondern in einer Hölle wieder auferstehen wird.

Au Mann, jetzt klingst Du aber schon fast, wie ein Inquisitor aus dem Mittelalter!

Zitat
Gott ist ein dummer narzisstischer Ignorant Reklov, der sich nur gerne den Schein des Schönen gibt!!

Würde vielleicht auf einen Filmstar oder Modeschöpfer zutreffen, beim Erörtern des "Gottesthemas" sind solche Vokabeln aber weder hilfreich noch förderlich! Den Schein des Schönen gaben und geben übrigens stets Menschen ihrem "Gott".
Das "Göttliche" bleibt davon gänzlich unberührt. Der Prophet Jesaja lässt uns hierzu im AT "ausrichten":
>> Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR...

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.939

13.10.2015 21:11
#68 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Der Prophet Jesaja lässt uns hierzu im AT "ausrichten":
>> Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR...

Aber Gedanken hat der Urgrund. Und Wege auch. Und was hat Jesaja dieser Urgrund gekümmert? Was kümmerte sich das Volk darum? Es wartete wohl auf Anleitung. Aber wenn die nicht ist, braucht der Rest nicht erklärt zu werden? Der bürstet uns aber ganz schön runter, dieser Urgrund. Fast wie ein sumerischer König, nicht nett, nicht nett...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

13.10.2015 21:27
#69 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #65

Zitat
Ist damit Tecutli (hängt zusammen mit Montezumas Rache) oder vielleicht auch irgendein dickbäuchiger Butzepuh mit Krallen und Rückenschuppen gemeint?

@Direktkontakt,

... Humor ist nicht schlecht, (wenn er denn angebracht ist). - Wir sollten unser "Weltbewusstsein" schon etwas höher ansetzen, als es die archaischen Kulturen in ihrer Zeit vermochten.

Zitat
Die lückenlose "Beobachtung" der Vergangenheit bis zum "Urknall" ist problematisch und die Zukunft haben wir derzeit noch nicht im Griff.

Das ist mehr als problematisch! Wir können nicht einmal die letzten 6 Wochen lückenlos verfolgen, denn dazu müsste man alle Atome genau an die Stelle rücken können, an der sie sich zu jener Zeit befanden! Die Zukunft hatten wir übrigens auch nie im Griff, denn der auf uns zurollende "Zeitstrom" hat seine eigenen, höchst verzwickten Gesetzmäßigkeiten!

Zitat
Die Propheten sind die idealen Volksbelustiger, wenn sie nicht dunkle Horrorereignisse vorhersagen, die u. U. Kurzschluss-Suizide (auch als Massenphänomene) auslösen können.

Prophezeiungen können auch "Volltreffer" werden.

Hier nur 2 Beispiele aus der Bibel:

1.) Die Zerstörung der Stadt Tyros, welche einst eine blühende Handelsstadt am östlichen Mittelmeer gewesen war. Heute ist sie verlassen, weil sie nie wieder aufgebaut wurde und nur ein paar Fischer flicken dort, wie einst vorhergesagt, ihre Netze in der Sonne.

2.) Die Babylonische Gefangenschaft.

Gruß von Reklov





Wenn wir Prophezeiungen als "Volltreffer" oder "zutreffend" annehmen, dann schlage ich vor, den folgenden Link für die Überprüfung der sagenhaften Überlieferungen zu der Stadt Tyros zu verwenden:

Archäologen und Historiker an die religiöse Leine?

Sollte(n) dies nicht so stimmen oder Fehler festgestellt werden, bitte ich dies deutlich zu machen.
Um das Buch von Werner Keller "Und die Bibel hat doch Recht" ist es seit Jahrzehnten recht still geworden. Die Quellen (Qumran-Rollen) sind für die breite Öffentlichkeit nicht leicht zugänglich wie anderes Material in einer Bücherei. Selber lesen muss natürlich noch nicht bedeuten, dass damit die richtige Denkweise erworben wird.

Es sind Zweifel angebracht:

Das ist wahrscheinlich auch noch nicht endgültig?

Ich persönlich möchte nicht prophezeien, dass ich am 14. Oktober 2015 mit dem linken Bein zuerst das Bett verlasse oder an diesem Tag die Sonne im Westen aufgeht.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 3.820

14.10.2015 21:28
#70 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #67
Ich will Dir ja nicht zu nahe treten, aber die Frage sei mir doch erlaubt: Mit was für Leuten verkehrst Du eigentlich? Ein in sich gekehrter Glaube hat nichts mit schönen Worten oder Wichtigtuerei gemeinsam.
Ja das mag für dich selbst bestimmt zutreffen...


Zitat von Reklov im Beitrag #67

Man lullt damit auch niemanden ein!
Vielleicht merkst du es nur einfach nicht..

Zitat von Reklov im Beitrag #67

Was das aber für eine "kreative Intelligenz" sein soll, die dem Glauben eine klare Absage erteilt, müsstest Du sprachlich schon etwas ausarbeiten können. Verlangt doch keiner von dir.
Du hast mich mal gefragt was "Energie" ist. Warum? ?

[quote="Reklov"|p3196541]sonst bewegt sich solch ein Dialog lediglich auf Rede und kurze Gegenrede.
Darin bist du eine Meister, Reklov!

Zitat von Reklov im Beitrag #67

Auch der Atheismus hat es verdient, dass seine Anhänger sich im Ringen der Argumente etwas Mühe geben! Was möchtest du mir damit jetzt unterstellen? Oder ringst du einfach nur nach Argumenten?


[quote="Reklov"|p3196541]Den Schein des Schönen gaben und geben übrigens stets Menschen ihrem "Gott.
Sie glauben ja auch, nach seinem Bilde erschaffen worden zu sein. Abgesehen davon, behaupten sie dann wieder, dass Gott nicht erfassbar sei....

Zitat von Reklov im Beitrag #67

Das "Göttliche" bleibt davon gänzlich unberührt.
Ach ja? Und woher weist du das?


Zitat von Reklov im Beitrag #67

Der Prophet Jesaja lässt uns hierzu im AT "ausrichten":
>> Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR...

Wo willst du denn mit deinen "70" noch hin?


Hochstapelei fängt beim Glauben an, Reklov..

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Religion vergiftet die Welt

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

15.10.2015 09:48
#71 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der Mensch soll nach der Genesis als Ebenbild Gottes erschaffen worden sein.
Im Prinzip müssten dann auch die Eigenschaften und das Bewusstsein beider "Wesen" identisch sein.
Das schließt möglicherweise nicht aus, dass der Herrgott an den Genüssen und Leidenschaften seiner "gleichgestellten" Geschöpfe teilhaben könnte.

Angenommen, Gott wäre Alkoholiker, dann wäre vieles erklärbar. Leider haben wir bisher seine Existenz nicht nachweisen können.

Eigentlich schade (Die reizvolle Vorstellung ist illusionär, dass ER an der Theke dem selbstkritischen "Moralischen" bei seiner Beichte vor seinem Wirt erliegt!).
Manches klammheimliche "überirdische" Vergnügen beim Beobachten im Lokal wird uns wohl versagt bleiben.

Siegesritter Offline



Beiträge: 5

15.10.2015 14:37
#72 Gott hat nichts Thread geschlossen

lol, sorry, wenn ich lachen muss.

Aber warum stellt man sich alt Ahteist die Frage, ob Gott ein Bewusstsein hat oder nicht?


Ich würde mir erstmal die Frage stellen, was dieser Gott oder wer er überhaupt sein könnte
bevor ich mich fragen würde, ob er Bewusstsein hat oder nicht.

Zur Antwort:

Nenn mir mal irgendwas, was nicht Gott ist! :)

Athon Offline




Beiträge: 1.990

15.10.2015 14:48
#73 RE: Gott hat nichts Thread geschlossen

@Siegesritter

Zitat
Aber warum stellt man sich alt Ahteist die Frage, ob Gott ein Bewusstsein hat oder nicht?


Auf den ersten Blick mag dies verwundern. Auf den zweiten könnte man feststellen, dass diese Frage in erster Linie an die Gläubigen gerichtet ist, weil nur diese eine entsprechende "Beziehung" zu ihrem Schöpfer zu haben glauben. Und so wird dann ein Schuh daraus.

----------------------------------------------------
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Siegesritter Offline



Beiträge: 5

15.10.2015 15:21
#74 RE: Gott hat nichts Thread geschlossen

bist du das sicher?

Gibt auch Gläubige, die glauben, dass der Schöpfer eine besondere Verbindung zu all
seinen Lebewesen hat. :)

Reklov Offline




Beiträge: 4.459

15.10.2015 15:36
#75 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wo willst du denn mit deinen "70" noch hin?

@Perquestavolta,

... hier unterscheiden wir uns deutlich: Für mich ist dieses Leben nicht das einzige, in dem meine Seele Bewusstsein erfahren und dabei auch etwas erleben kann! Ob ich also auf der irdischen Zeitschiene ein Alter von 27 oder 70 J. erreicht habe, ist für mich in diesem Zusammenhang bedeutungslos. (Du magst darüber gerne anders denken.)

Zitat
Hochstapelei fängt beim Glauben an, Reklov..

Meinen Glauben habe ich nie, wie eine Lampe, vor mir hergetragen, - bin weder missionarisch tätig geworden, noch jemals als Hochstapler aufgetreten. - Meine Meinung über diese - zugegeben schwer zu meisternden Weltansichten und Deutungen - darf ich aber hier doch äußern? - Ohne den Spannungsbogen von Rede und Gegenrede wäre dieses Religionsforum ja überflüssig.

Gruß von Reklov

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