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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.736

04.04.2017 13:11
#601 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Aber Reklov meint zwingend damit einen Gott, einen lebendigen, der dem Gläubigen zum Vorteil gereicht.

Gysi,

... das, was Du hier ansprichst, ist der so gedachte und verkündete "Gott" des Christentums! Ob und wie überhaupt einem Gläubigen (nach dem Belohnungsprinzip) ein Vorteil zuteil werden wird, muss abgewaret werden - ist vorläufig ein reiner Wunschgedanke und von menschlicher Sicht aus, psychologisch gesehen, auch nicht völlig daneben! Allerdings wirft solch eine Vorstellung wieder ganz neue Fragen auf - z.B. nach den in der Welt so ungerecht, scheinbar willkürlich verteilten Startplätze von Geburt an, - was Gesundheit, Lebensqualität, Chancengleichheit etc. betrifft.

Zitat
Reklov versteckt seinen Gott hinter dem Urgrund-Begriff. "Urgrund" ist jedoch nicht = Gott! Urgrund ist Urgrund!

Nein, so kann man, (nach scholastischer Manier) keine Argumente aufbauen wollen.
Wäre z.B. "Ur-Grund" nicht gleichzusetzen mit dem Begriff "Gott", so schleicht sich ja die Vorstellung ein, dass ein so gedachter "Gott" von einem Ur-grund erst in Szene gesetzt (geschaffen) werden musste.
In unserer Sprache gibt es einige Begriffe, die auf das Gleiche hinzielen. Sagt jemand z.B., er fahre mit dem "Wagen" weg, so weiß doch heute jeder, dass er damit ein "Auto" meint und nicht mit dem ursprünglichen Wort für Wagen, z.B. einem "Pferde- od. Ochsen-Wagen" wegfährt.

Ein "Verstecken" des Wortes "Gott" hinter dem "Ur-Grund" ist also nicht möglich, da beide Worte auf das Gleiche zielen.
Sieht aber jemand im "Ur-Grund" lediglich eine Art "materieller Ur-Suppe", aus der dann die ersten lebenden Bakterien krochen, so steht dies auf einer ganz anderen Betrachtungsebene, als z.B. ein nicht materielles, rein geistig gedachtes Wesen, wie man es landläufig mit dem begriff "Gott" in Zusammenhang bringt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

04.04.2017 13:17
#602 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Allerdings stimmt was mit unserer Wahrnehmung nicht

Gysi,

... das stimmt, denn bereits unsere Augen zeigen uns nur einen kleinen Ausschnitt der Welt, können zudem nur 30 Bilder pro Sekunde erfasse/aufnehmen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

04.04.2017 14:21
#603 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Stimmt.. es geht dabei auch um einen Rangordnungskampf. Gottesgedankler sind nämlich überzeugt, dass sie in der Wertehierarchie bezüglich Gleichheit aller Menschen, weit höher stünden, als jene, die an keinen Ur-Grund glauben, welcher aus Nichts alles geschaffen hat.

Perquestavolta,

... solche "Gottesgedankler" sollten sich noch mal eines der Jesus-Zitate langsam auf der Zunge zergehen lassen:

>> Auf dem Weg nach Jerusalem warnte Jesus vor der engen Tür des Reiches Gottes – viele werden von überall hineingehen, aber die am Nahsten sind (das Volk Israel) gehen nicht hinein: „Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.“ Lukas 13,22-30. <<

Das Zitat hat sich aber auch in vielen praktischen Lebenssituationen bewährt. So fielen z.B. viele in die letzte Reihe zurück, als ihnen der Börsenkrach all ihre Vermögensanlagen mit einem Hieb zunichte machte, in dunkle Kanäle verschwinden ließ! - Ich kannte früher einen freien Fotografen, der sein Geld in gewinnversprechende Asiatische Wertpapiere angelegt hatte, die ihm 11% garantierten, dieses auch eine Weile einfuhren - bis eben der Crasch kam. Er gab dann mir gegenüber zerknirscht zu, er sei einfach blind und geldgeil gewesen. Zum Glück hatte seine Frau mehr Vernunft und ließ ihre Spareinlagen bei der Raiffeisenbank liegen.

Zitat
Wir sind gerade dabei herauszufinden, wie das geht. Ist noch nicht so lange her, da hat noch auch niemand geglaubt, was wir heute schon ganz nebenbei und in aller Selbstverständlichkeit "erschaffen".

Wieso schreibst Du nun plötzlich "wir", wo doch nur wenige Spezialisten Innovationen hervorbringen!?? Die meisten können weder ihr TV-Gerät, ihr Auto, noch ihren Computer reparieren.
Aber auch "Spezialisten" können nichts "erschaffen", sondern nur neue und anders funktionierende Dinge aus dem kreieren, was als Basis-Material schon lange vor uns existierte.

Zitat
und jetzt verhältst du dich selbst wieder wie eine allseit zufriedene "Kuh", die über nicht mehr, als ihr eigenes geniales biologisches System staunt.

Es mag ja sein, dass die Kühe in Deiner Gegend über ihr biologisches System staunen können. Die deutschen Kühe stehen jedoch einfach auf der Weide und kauen Gras.

Zitat
Ganz abgesehen davon, dass diese Material auch nicht einfach nur jemand für uns da hingelegt hat, der es aus "Nichts" erschuf, weis man heute auch ganz sicher, dass dieses "Material" nach und nach in Sternen durch Verschmelzung von Atomen entstanden ist und nicht von einem Schöpfer der ewig und immer im "Nichts" existiert, aus "Nichts" erschaffen wurde. (Eine Vorstellung, die bescheuerter gar nicht sein kann, aber dafür die einfachste und - "primitvste" - Erklärung überhaupt.)

Um etwas für uns "hinzulegen" bräuchte man ja zunächst mal Hände! - Bevor Du aber so naiv weiter denkst, stelle Dir einfach vor, ein von Menschen gefertigtes unbemanntes Raumschiff würde, viele Lichtjahre entfernt, auf seiner Reise von einer intelligenten Alien-Spezies "aufgefischt" werden. Diese könnten zwar, nach allen Regeln ihrer techn. Kunst, das fremde Raumschiff bis hin zum letzten Kabel und Schalterknopf analysieren, - sich aber ein korrektes Bild vom Menschengeschlecht zu machen, wäre ihnen vollkommen unmöglich! - Ähnlich geht es den "Religioten", sowie den "Atheisten", wenn sie anfangen, Worte über das sog. "Göttliche" zu formen oder sich darüber auch noch zu streiten.

Zitat
Versteht sich ja von selbst, dass man sich von "seinem" UR-Grund erwarten darf, eine höhere "Rangordnung" zugeteilt zu bekommen.

Erstens: Wieso sollte einem ein Ur-Grund eine höhere Rangordnung zuteilen? - Zweitens: Wer sagt Dir, welche Kriterien bei den von Dir angeführten "Rangordnungen" im Bewusstsein eines Ur-Grundes eine Rolle spielen könnten?
Schönheit dürfte ja wohl ausscheiden, sieht man sich das Knochenskelett eines Toten an. Leistungsfähigkeit kommt auch nicht in Frage, denn im Universum wurde bereits schon alles "geleistet". Ein anständiger Charakter, der seine Mitmenschen achtete, ihnen half, könnte da schon eher ins Gewicht fallen, denn das alles anführende Prinzip ist LIEBE! - Allerdings würde sich ein "höchstes Wesen" schwer tun, hier eine sehr große Auswahl von charakterlich einwandfreien Menschen herauszufischen.

Zitat
das man Silex nennt und in einem Jahrmillionen währenden Sedimentationsprozess entstanden ist.. und also > immer schon da war.

Wieder mal springst Du zu kurz, denn "immer schon da gewesen" war der Sedimantationsprozess nun auch nicht!
Zunächst musste das Ablagern von Teilchen aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Gewichtskraft oder der Zentrifugalkraft in Gang kommen, um eine Schicht von Schwebstoffen, so nennt man diesen Bodensatz zu bilden. Das von Dir gemeinte Sedimentgestein (Lockergestein) konnte dann zur Herstellung eines Faustkeils verwendet werden.
Aber - auch solches Detailwissen führt uns nur zu weiteren Deduktionen und letztlich immer zu der Frage, die hier im Forum so engagiert besprochen wird.
Hier darf man aber zurecht sagen: Die so fleißig eingebrachten Argumente für oder gegen "Gott" bleiben alle auf ihre Weise in Sedimentablagerungen unseres Unvermögens stecken, versinken in ihnen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.04.2017 15:00
#604 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #603

Zitat
Stimmt.. es geht dabei auch um einen Rangordnungskampf. Gottesgedankler sind nämlich überzeugt, dass sie in der Wertehierarchie bezüglich Gleichheit aller Menschen, weit höher stünden, als jene, die an keinen Ur-Grund glauben, welcher aus Nichts alles geschaffen hat.
Perquestavolta,

... solche "Gottesgedankler" sollten sich noch mal eines der Jesus-Zitate langsam auf der Zunge zergehen lassen:

>> Auf dem Weg nach Jerusalem warnte Jesus vor der engen Tür des Reiches Gottes – viele werden von überall hineingehen, aber die am Nahsten sind (das Volk Israel) gehen nicht hinein: „Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.“ Lukas 13,22-30. <<



Woher bist du sicher, dass Jesus so einem Blödsinn wirklich selbst gesagt hat..? Das Volk Israel.. soll nicht hinein gehen... Zeugen Jehovas behaupten, dass außer ihnen selbst überhaupt niemand in Reich Gottes geht. Jede christliche "Sekte" behauptet, dass nur ihre Anhänger in das Reich Gottes gehen.. und das schon seit fast 2000 Jahren.

Trotz all dem und was sonst noch dahintersteckt, bin ich ganz sicher nicht der einzige hier und auch sonst... dem es schon aufgefallen ist, dass Gottprediger, egal von welchen Doofheitsgrad und welchem Verein oder Privatclub, sich immer "aufspielen", als wenn sie einen höheren Rang gegenüber Zweiflern und Ungläubigen einnehmen..

Das ist schon mal ein guter Anhaltspunkt dafür, wie man damit umgehen muss.

Athon Offline




Beiträge: 3.440

04.04.2017 16:55
#605 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #601
Wäre z.B. "Ur-Grund" nicht gleichzusetzen mit dem Begriff "Gott", so schleicht sich ja die Vorstellung ein, dass ein so gedachter "Gott" von einem Ur-grund erst in Szene gesetzt (geschaffen) werden musste.


Warum diese Reihenfolge? Ginge dies nicht auch anders herum...? Es läuft immer auf das gleiche hinaus: Alles wurde geschaffen, nur "Gott" nicht. Absolut nichts spricht dagegen, dass auch Materie diese "Eigenschaft" aufweist.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

04.04.2017 18:39
#606 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Allerdings stimmt was mit unserer Wahrnehmung nicht: Das Vergangene ist nicht mehr existent und die Zukunft noch nicht. Die Gegenwart ist nur ein Punkt, de facto nicht existent. Das bedeutet, dass dunsere Wahrnehmung auf dem Boden der Nichtexistenz beruht. Kann so ja auch nicht stimmen.


Aber genau aus diesem Grund sehe ich das Universum (als "Ding an sich") zeitlos und ohne Afang und Ende!
Die Vergangenheit soll angeblich nicht existieren?
Nein - tatsächlich existiert in unserer Anschauung ausschließlich die Vergangenheit!
Alles, was uns bewusst wird, ist längst vergangen und das hat die Forschung so auch längst bewiesen.
Eine Gegenwart gibt es tatsächlich nicht!
Gegenwart ist rein virtuelle Anschauung, so ein Zwischending von Ursache und Wirkung.
Es existieren nur Vergangenheit und Zukunft und das eben ohne Anfang und Ende ewig...
Es gibt keine Gegenwart!
Aber genau das ist auch der Beweis für die Ewigkeit.
Vergangenheit und Zukunft bedingen sich gegenseitig in ihrer Existenz:
Ohne Vergangenheit wäre Zukunft unmöglich und ohne Zukunft gäbe es auch keine Vergangenheit!
Einzig die Gegenwart ist ein reines Hirngespinst.

Aus diesen Gründen gebe ich auch Parmenides recht:
Keine Bewegung: Die Sinne täuschten uns eine Welt des Werdens und der Bewegung vor. Es gebe aber in Wirklichkeit kein Werden und keine Bewegung, sondern nur unveränderliches, beharrendes Sein.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.04.2017 21:06
#607 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #603

Zitat
[quote]das man Silex nennt und in einem Jahrmillionen währenden Sedimentationsprozess entstanden ist.. und also > immer schon da war.
Wieder mal springst Du zu kurz, denn "immer schon da gewesen" war der Sedimantationsprozess nun auch nicht!
Zunächst musste das Ablagern von Teilchen aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Gewichtskraft oder der Zentrifugalkraft in Gang kommen, um eine Schicht von Schwebstoffen, so nennt man diesen Bodensatz zu bilden. Das von Dir gemeinte Sedimentgestein (Lockergestein) konnte dann zur Herstellung eines Faustkeils verwendet werden.
Aber - auch solches Detailwissen führt uns nur zu weiteren Deduktionen und letztlich immer zu der Frage, die hier im Forum so engagiert besprochen wird.
Hier darf man aber zurecht sagen: Die so fleißig eingebrachten Argumente für oder gegen "Gott" bleiben alle auf ihre Weise in Sedimentablagerungen unseres Unvermögens stecken, versinken in ihnen.



"Ich" behaupte nicht, dass das Sedimente immer schon da waren, sondern der Prozess der Entstehung. Es sollte eigentlich auch heißen und also, "nicht" immer schon da war. Meinen Übersetzungskorrektur da bedauerlicher Weise das "Nicht" weggeschnitten. Aber es ging ja im Kontext gar nicht darum...

Zitat

Zitat von Reklov im Beitrag #589 Selbst das Hauen eines primitiven Faustkeils wäre dem Urmenschen nicht möglich gewesen, wenn nicht das dazu geeignete "Material" bereits existiert hätte und seine Beschaffenheit ist ja bekanntlich auch nicht unser Werk!

Es wurde von niemandem geschaffen.. Und es war auch nicht schon einfach da, und schon gar nicht als etwas Geplantes.. Silex kommt in der Natur nicht überall vor. Die technisch-geistige Leistung bestand als nicht einfach nur darin einen handlichen Stein ein wenig zuzurichten, dass man ihn als Hacke, Schaber und Schneidwerkzeug verwenden konnte, sondern, das bestgeeignete Material dafür zu finden, um damit ein paar überlebenswichtige Probleme zu lösen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

05.04.2017 10:17
#608 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Woher bist du sicher, dass Jesus so einem Blödsinn wirklich selbst gesagt hat..? Das Volk Israel.. soll nicht hinein gehen...

Perquestavolta,

... Blödsinn wäre dieses, heute nicht mehr überprüfbare Jesus-Zitat tatsächlich, wenn er sich so ausgedrückt hätte, wie Du es oben falsch zitierst! Er sagte ja nicht "das Volk Israel soll nicht hineingehen", sondern "das Volk Israel geht nicht hinein". (Ein Unterschied!!!)
Nochmal zum Nachlesen: >> Auf dem Weg nach Jerusalem warnte Jesus vor der engen Tür des Reiches Gottes – viele werden von überall hineingehen, aber die am Nahsten sind (das Volk Israel) gehen nicht hinein: Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein, und sind Erste, die werden die Letzten sein.“ Lukas 13,22-30. <<

Zitat
Es wurde von niemandem geschaffen.. Und es war auch nicht schon einfach da, und schon gar nicht als etwas Geplantes.. Silex kommt in der Natur nicht überall vor. Die technisch-geistige Leistung bestand als nicht einfach nur darin einen handlichen Stein ein wenig zuzurichten, dass man ihn als Hacke, Schaber und Schneidwerkzeug verwenden konnte, sondern, das bestgeeignete Material dafür zu finden, um damit ein paar überlebenswichtige Probleme zu lösen.

Wenn Silex in der Natur nicht überall vorkommt, dann konnte es auch nicht von allen Ur-Menschen unserer Erde verwendet worden sein. Es spricht für die Erkenntnisfähigkeit der damaligen "Verwender", dass sie dieses Material für ihre Zwecke einsetzten.

Dass Du als Atheist den Gedanken eines planenden und schaffenden "Wesens" ablehnst, ist verständlich und zu akzeptieren. Nur - solltest Du nicht auch noch so keck sein und behaupten, Materie (als atomare Schwingung) sei von niemandem geschaffen worden. Dies oder das Gegenteil zu beweisen, ist uns Menschen nun mal nicht möglich. Deswegen stünde es jedem besser an, persönliche Vermutungen mit "ich persönlich denke (oder ich glaube), dass ..." zu beginnen.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

05.04.2017 10:30
#609 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
dass ein so gedachter "Gott" von einem Ur-grund erst in Szene gesetzt (geschaffen) werden musste.

Ja - isser doch auch! Menschengemacht!

Zitat
Ein "Verstecken" des Wortes "Gott" hinter dem "Ur-Grund" ist also nicht möglich, da beide Worte auf das Gleiche zielen.

Nee. Der Ur-Grund ist die Zeit- (und Raum-) -losigkeit. Die hat nichts mit Gott zu tun! Erst die Zeit- und Raumlosigleit begründet die Ursachenlosigkeit! Bei einem Gott müsstest du nachhaken: Und woher kommt der? Du willst es nicht verstehen, du willst es einfach nicht!

Zitat
als z.B. ein nicht materielles, rein geistig gedachtes Wesen, wie man es landläufig mit dem begriff "Gott" in Zusammenhang bringt.

Der GEIST war nicht am Anfang! Der kommt aus der Biologie heraus! Und kein autarker Geist ist bisher zu erfahren und zu beweisen gewesen! Keine logische Ableitung bringt dich dahin! Trotzdem hältst du beharrlich, stoisch und trotzig an deiner Materie-Geist-Ordnung fest! Ich begreife deine Denke nicht, ich werde dich nie begreifen!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

05.04.2017 10:41
#610 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Warum diese Reihenfolge? Ginge dies nicht auch anders herum...? Es läuft immer auf das gleiche hinaus: Alles wurde geschaffen, nur "Gott" nicht. Absolut nichts spricht dagegen, dass auch Materie diese "Eigenschaft" aufweist.

Athon,

... Materie, als atomare Schwingung, unterliegt der menschlichen Einteilung des Weltseins.

Das gegenständliche Weltsein baut sich auf in Stufen: Es sind das leblose, anorganische dasein der MATERIE, dann das organische LEBEN, dann das Innere des SEINS, das BEWUSSTSEIN oder die SEELE, dann der GEIST.
Zwischen diesen vier Stufen ist jeweils ein übergangsloser Sprung in der Weise ihres "Gegenstandseins" für die Forschung. Es sind Stufen, weil jeweils die höhere an die vorausgehende als Voraussetzung für ihr Dasein und als ihr Material gebunden ist, nicht aber die tiefere an die höhere.
Diese Stufen folgen sich im Gegenstandsein der Welt für die Forschung. Sie zeigen die Trennungen, die dem Objektivieren zu Forschungsgegenständen sich aufzwingen, sind Stufen der Erforschbarkeit. Aber sie fallen keineswegs zusammen mit der Folge der Weisen des Umgreifenden. Zwischen organischem Leben und Bewusstsein besteht z.B. für die Methode der Forschung eine scharfe Trennung, während im Umgreifenden des Daseins beides untrennbar eins ist.

Die Reihe des Gegenständlichen, wie wir es empirisch kennen, ist ungeschlossen und hat ständig Lücken, gibt nur eine Seite der Erscheinung frei, ist nie das Weltsein im Ganzen, erst recht nicht das Sein selbst. Deswegen sind die Stufen und Einteilungen im Weltsein lediglich Strukturen seiner Erforschbarkeit, nicht aber schon die Grundteilungen des Seins an sich.

Dass die Streitfrage, ob z.B. Materie Bewusstsein habe, innerhalb zweier großer buddhistischer Denkschulen seit langem beackert wird, erwähnte ich ja schon mehrmals.

Hoffe, ich konnte etwas zu Deiner Frage beitragen?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

05.04.2017 11:13
#611 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nee. Der Ur-Grund ist die Zeit- (und Raum-) -losigkeit. Die hat nichts mit Gott zu tun! Erst die Zeit- und Raumlosigleit begründet die Ursachenlosigkeit! Bei einem Gott müsstest du nachhaken: Und woher kommt der? Du willst es nicht verstehen, du willst es einfach nicht!

Gysi,

... das ist von Dir logisch gut gedacht, denn der Begriff "Gott" darf keiner Zeit und keinem Raum unterliegen, sonst wäre diese Wortformel ja abhängig von Zeit und Raum. Die Wortformel "Gott" wird nun mal so gedacht, dass auch Zeit und Raum (wie alles andere!) erst von ihr erschaffen werden mussten - und nicht etwa umgekehrt!

Die Lehren der menschlichen Erkenntnisstufen sind unumgägnlich und gehaltvoll! - Aber auch sie vermögen nicht die Einteilung des Seins zu geben. Wie das SEIN uns offenbar wird, kann mit unserem Wissen vom Erkennen nicht erschöpft werden. Wir können also die gesamtheit der Erkenntnisweisen und deren Stufen keineswegs eindeutig und allgemeingültig übersehen!
Das Denken der Transzendenz, die Theologie, streckt sich nach der Erkenntnis der Gottheit aus - ob sinnvoll oder vergelbich! Solches Denken stand Jahrtausende hindurch neben der Kosmologie und der Psychologie als ein besonderes Gebiet der großen Grundrichtungen der Seinserkenntnis.
Manche religiöse oder philosophische Lehre mutet inzwischen allerdings wie ein Leichnam des Gedankens an. Beim Studium der sprachlich so vererbten Kundgaben in ihrer ursprünglichen Konzeption tritt uns jedoch etwas schlechthin anderes entgegen: diese Gedanken, in unwiederholbarer Anordnung ihrer Bewegung, sprechen mehr, als der referierbare gegenständliche Inhalt für sich sagt. Sie sind zu einer Art "Chifferschrift des Seins" geworden. Als solches sind sie Konstruktionen des Seins, nicht Wissen von etwas! - Die Ontologien geben jedesmal im gedanklichen Bilde, was nicht Bild werden kann, sondern bildgeworden sogleich nur wieder Gebilde im uns Umgreifenden sind.

Zitat
Der GEIST war nicht am Anfang! Der kommt aus der Biologie heraus! Und kein autarker Geist ist bisher zu erfahren und zu beweisen gewesen! Keine logische Ableitung bringt dich dahin! Trotzdem hältst du beharrlich, stoisch und trotzig an deiner Materie-Geist-Ordnung fest! Ich begreife deine Denke nicht, ich werde dich nie begreifen!

Liegt das nun an mir oder an Dir? - Wenn Du aber lediglich mit logischen Ableitungen, sprachlich oder mathematisch, das große Feld der Transzendenz bearbeiten willst, kommst Du lediglich zu der Sprachkunst, wie sie z.B. SPINOZA schon vorbildlich hinterlassen hat oder zu den mathematischen Formeln der Physik und Chemie.

Alle Weisen der Seinsgrundrisse, von den Einteilungen des Weltseins bis zu den umfassenden Ontologien, bewegen sich im Gegenständlichen. - E.Kant schaffte z.B. eine Umwendung des Seinswissens. Seine "transzendentale Methode" erhellt die Möglichkeit des Gegenstandseins für ein Erkennen, Anschauen und für ein richtiges Handeln in den Bedingungen, die im Bewusstsein überhaupt gegeben sind.
Wenn also Kant von den Vermögen des menschlichen Bewusstseins spricht, so sind weder psychologische Vermögen noch Erkenntnisstufen gemeint, sondern diese Voraussetzungen im Umgreifenden des in der Zeit Erscheinens durch unser Bewusstsein überhaupt.
Dabei ist noch nirgends von den Gehalten die Rede, die aus dem uns Umgreifenden kommen, sondern nur von den Formen, der formalen Richtigkeit, der Gültigkeit überhaupt, nicht von der konkreten Wahrheit.

Wenn Du solche Gedankenstufen unvoreingenommen betrachtest, hältst Du auch nicht so "beharrlich, stoisch und trotzig" an Deiner persönlichen Bewusstseinsform fest und suchst nicht ständig, wie ein eifriger Kripobeamter, nach Beweisen oder nur rein logischen Ableitungen, denn die Kulturgebiete des Menchen haben weit mehr anzubieten:
Sprache, Gemeinschaft, Gesellschaft, Handwerk, Technik, Wirtschaft, Mythos, Religion, Sitten, Ethos, Institutionen, Staat, Politik, Recht, Kunst, Dichtung, Wissenschaft, Philosophie.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

05.04.2017 12:04
#612 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Die Wortformel "Gott" wird nun mal so gedacht,

Mich interessieren keine "Wortformeln" von etwas Erdachtem. Die setze ich nicht als gegeben voraus. Als gegeben voraus setze ich den Urknall und die Geburt der hier relevanten Zeit und des hier relevanten Raums durch diesen. Und nicht einmal das muss stimmen! Aber "Gott" setze ich nicht als gegeben voraus! Ist überigens auch aus deiner Warte albern, wenn du doch auf der Suche nach den Gottesbeweisen bist.

Zitat
Das Denken der Transzendenz,

"Transzendenz" ist ein Wort für etwas, wovon wir nichts wissen und noch weniger Ahnung haben...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

05.04.2017 19:22
#613 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #608

Zitat
Woher bist du sicher, dass Jesus so einem Blödsinn wirklich selbst gesagt hat..? Das Volk Israel.. soll nicht hinein gehen...


... Blödsinn wäre dieses, heute nicht mehr überprüfbare Jesus-Zitat tatsächlich, wenn er sich so ausgedrückt hätte, wie Du es oben falsch zitierst!


Wiewso falsch zitiert..? Jeder weis, das Christen seit jeher die Juden aus dem Spiel drängen möchten.

Was Jesus gesagt haben soll oder gesagt hat, wurde erst Jahrzehnte nach seinem Ableben zu Papier gebracht. Ein Jesus der die Zukunft vorhersagt..der genau sagt was in Zukunft passiert und nicht passiert. Fällt dir das "nix" auf..Reklov?

Ein Gott der Zukunft kennt, schickt seinen Sohn in die Welt, um eine blutige Show zu inszenieren.. Das sind alles Geschichten die von Menschen erdacht sind.. Jesus hat dies gesagt Jesus hat jenes gesagt.. und dann rätseln wieder alle, wie er es gemeint hat. Streiten sich..zerstreiten sich, spalten sich.. jeder bildet sich ein, es besser zu verstehen.. Ein Jesus der gesagt haben soll: "die Israeliten werden nicht hinein gehen", obwohl er zu den Israeliten als Messisas gekommen sein will und die Zukunft vorhersagt... und also kennt, hat vor seinem Kommen andersherum wider nicht gewusst, dass sie "nicht hineingehen werden....

Falls du noch immer nicht verstehst, Reklov. > Gott schickt den Israeliten, seinem auserwählten Volk mit dem er (s)einen Bund hat, den Messias/Erlöser..nur um sie an der Nase herum zu führen, da er ja schon weis, dass sie nicht "hinein" gehen werden.. und das heißt also: dass sie nicht hineingehen sollen, denn er hat ja was anders im Plan.

Noch deutlicher: Gott und Jesus wissen, dass sie, die Israeliten nicht hinein gehen werden, aber Jesus kommt trotzdem als ihr verheisener Messias in die Welt. Entweder sind Jesus und Gott bösartig verlogene Gauner, oder jene die sich diese ganze Geschichte mit aller Wahrscheinlichkeit "nur zusammenfantasiert" haben, ziemlich doofe Fanatiker von der ganz dämlichen Sorte, da sie den Logikfehler in der ganzen Sache wohl übersehen haben.



Zitat von Reklov im Beitrag #608
[quote]
Er sagte ja nicht "das Volk Israel soll nicht hineingehen", sondern "das Volk Israel geht nicht hinein". (Ein Unterschied!!!)
Nein, dass wusste er schon bevor er als Messias zu den Israeliten geschickt wurde. Alles nur Theater, Betrug und Inszenierung..


Zitat von Reklov im Beitrag #608
[quote]
Nochmal zum Nachlesen: >> Auf dem Weg nach Jerusalem warnte Jesus vor der engen Tür des Reiches Gottes – viele werden von überall hineingehen, aber die am Nahsten sind (das Volk Israel) gehen nicht hinein..
Alles von schon Gott geplant, bevor Jesus zu den Israeliten kam. Wenn Jesus die Zukunft vorhersehen konnte, warum hat er dann den Israelten nicht gleich schon gesagt, dass er nur gekommen ist, um sie zu verarschen? Wenn Gott Propheten schickt, die in seinem Geiste weissagen, dann ist das nur möglich, wenn Gott die Zukunft schon kennt. Dann ist diese Zukunft absolut...und der freie Wille nur eine Verarschung. Einzige vernünftige Erklärung.. es gibt diesen Gott gar nicht und der Mensch schuf ihn sich nach seinem Bilde..

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

06.04.2017 11:21
#614 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nee. Der Ur-Grund ist die Zeit- (und Raum-) -losigkeit. Die hat nichts mit Gott zu tun! Erst die Zeit- und Raumlosigleit begründet die Ursachenlosigkeit! Bei einem Gott müsstest du nachhaken: Und woher kommt der? Du willst es nicht verstehen, du willst es einfach nicht!

Gysi,

... ich fasse es so auf, dass Du Dir eine Zeit- und Raumlosigkeit als Ur-Grund vorstellst. Das Geistige ist aber dabei überhaupt nicht berücksichtigt/anwesend!!! - Nach Deiner vorstellung müssten also erst Raum, Zeit und Materie in der Lage sein, Geistiges hervorzubringen. Diese Ansicht teile ich jedoch nicht!
Das Geistige, so darf man es sich vorstellen, braucht kein Raum- oder Zeitgefüge, genausowenig, wie z.B. Deine Gedanken von einem anderen mit dessen Händen zu ergreifen wären. Deine Gehirnströme kann man zwar mit entsprechenden Geräten sichtbar machen, nicht aber, die "Bilder" welche Du denkst!

Zitat
Aber "Gott" setze ich nicht als gegeben voraus! Ist überigens auch aus deiner Warte albern, wenn du doch auf der Suche nach den Gottesbeweisen bist.

Deine Denkweise ist Dein persönliches, freies Recht! - "Gottesbeweise" sind von mir nie "gesucht" worden, wo sollte ich die auch finden? Ich stellte/stelle lediglich Gegenargumente zur atheistischen Sicht der Welt auf. Ein Unterschied!

Zitat
Als gegeben voraus setze ich den Urknall und die Geburt der hier relevanten Zeit und des hier relevanten Raums durch diesen. Und nicht einmal das muss stimmen!

Wie Du richtig anmerkst, ist auch die Ur-Knall-Theorie unter Physikern nicht einstimmig akzeptiert. Dass dabei/dadurch ein Raum-Zeit-Kontinuum, als vierdimensionale Struktur, entstanden ist, lehrt uns die Relativitätstheorie.
Eine Zeit kann übrigens nicht "geboren" werden, denn sie ist nichtmaterieller Natur und wird auch lediglich an der Bewegung von Körpern festgemacht. Einen Beweis für Zeit an sich gibt es nicht!
Stell Dir vor, Du wärst als einziges, mit ewigem Leben ausgestattetes Wesen in einem grenzenlosen Raum. In dieser Situation hättest Du z.B. überhaupt keine Möglichkeit, Zeit zu messen, denn Dir fehlte ein von Dir getrennter Anhaltspunkt.

>> Der griech. Philosph, Zenon von Elea (um 490 v. Chr. in Elea; † um 430 v. Chr.), beschäftigte sich vor allem mit dem Problem des Kontinuums, insbesondere dem Verhältnis von Raum, Zeit und Bewegung. Dies schlug sich nieder in mindestens zehn – Proklos berichtet von 40 – Trugschlüssen, von denen zehn indirekt überliefert sind. Die bekanntesten sind die Paradoxien der Bewegung, der Trugschluss von Achilles und der Schildkröte, dem zufolge ein schneller Läufer einen langsamen Läufer nicht überholen könne, sofern er jenem einen Vorsprung gewähre, sowie die damit verwandten Trugschlüsse des Nicht-ans-Ziel-kommen-Könnens (Teilungsparadoxon) und des Nicht-Weglaufen-Könnens sowie das Pfeil-Paradoxon und das Stadion-Paradoxon. Weitere sind Zenons Paradoxien der Vielheit und Paradoxon vom Fuder Hirse.
Gegen die Paradoxien wurden verschiedenste Argumente vorgebracht, weswegen sie als widerlegt gelten. Für Messungen in der Quantenwelt konnten sie dagegen 1994 an der Ludwig-Maximilians-Universität München bestätigt werden: Die Bewegung eines Quantensystems wurde nachweislich alleine durch eine Folge dichter Messungen zum Stillstand gebracht, was zur theoretischen Modellierung des Quanten-Zeno-Effekts führte. << (Quelle: Internet)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

06.04.2017 13:18
#615 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was Jesus gesagt haben soll oder gesagt hat, wurde erst Jahrzehnte nach seinem Ableben zu Papier gebracht. Ein Jesus der die Zukunft vorhersagt..der genau sagt was in Zukunft passiert und nicht passiert. Fällt dir das "nix" auf..Reklov?

Perquestavolta,

... erstens ist mir solches auch bekannt und zweitens fällt mir mehr auf, als sich Dein Köpfchen vorstellen kann!

Sollte Jesus mit etwa 33 Jahren (?) gestorben sein, so waren immerhin noch genügend Augenzeugen am Leben, denen man weitere Jahrzehnten als Lebenszeit zugestehen könnte. Entscheidend ist ja nicht, ob Jesus, als historische oder übernatürliche Erscheinung, oder gar als eine Legende aus der Wüste, gedacht/gesehen wird, sondern, was mit ihm in die Welt kam! Seine Gedanken, oder die über ihn, kamen zur rechten Zeit, denn die antike Gesellschaft bedurfte einer rigorosen Reform, denn sie bestand zu 2/3 aus rechtlosen Sklaven und dessen Leben war nicht so viel wert, wie z.B. das eines reichen Kaufmannes!

Die Wirkung des Wanderpredigers aus Nazareth auf den Lauf der Geschichte ist ungeheuerlich, denn seine Anhänger formierten sich zu einer innerjüdischen Reformbewegung. Im Vordergrund stand nicht mehr der "strafende Gott", sondern "Gottes Sohn", der Güter mit den Armen teilt, Barmherzigkeit predigt, wegen der Sünden der Menschen stirbt und Gott für sie um Vergebung bittet. (Insofern leben wir heute in einer "gottlosen" Gesellschaft, weil hier jeder nur noch für sich denkt und die Schere zwischen arm und reich deswegen auch ständig weiter auseinander klafft!)
Über Jünger und Missionare verbreitete sich die christl. Lehre zunächst in der Region. Es bildeten sich christl. Gemeinden, die sich besonders um die Armenfürsorge kümmerten. Dies war nötig, denn die Antike ließ die Verarmten und Kranken regelrecht auf der Straße sterben, wenn diese nicht das Glück hatten, im Familienkreis aufgefangen zu werden. - Dieser erbärmliche Zustand streckte sich auch in Deutschland bis in die Zeit, als endlich Otto von Bismarck es schaffte, ein Sozialversicherungssystem einzurichten.

Dem Adel und anderen Besitzenden wären sonst die Elenden in ihrem Volk wohl bis heute noch ziemlich egal.

Zitat
Falls du noch immer nicht verstehst, Reklov. > Gott schickt den Israeliten, seinem auserwählten Volk mit dem er (s)einen Bund hat, den Messias/Erlöser..nur um sie an der Nase herum zu führen, da er ja schon weis, dass sie nicht "hinein" gehen werden.. und das heißt also: dass sie nicht hineingehen sollen, denn er hat ja was anders im Plan. Nein, dass wusste er schon bevor er als Messias zu den Israeliten geschickt wurde. Alles nur Theater, Betrug und Inszenierung.

Das mag sich einer so durchaus zurecht legen wollen. -
Das "Angebot" war aber zunächst an die Juden allein gerichtet:
>> Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt denn nur zu den verlorenen Schafen von dem Hause Israel. << (Matth. 15,24) Jesus lässt sich aber von der Hartnäckigkeit des klagenden und bittenden kanaanäischen Weibes und ihrem Wunderglauben an seine Person doch umstimmen und heilt ihre Tochter.
Ein erstes Anzeichen, dass er nicht nur für seine jüd. Schäfchen da sein wird, da sein sollte (???)

Ein von Dir so vermutetes "an der Nase herumführen" lässt sich hier, wenn man es so möchte, stets leicht anbringen. Dies würde aber bedeuten, dass den Menschen überhaupt keine Entscheidungs-/Willensfreiheit zukäme, denn jeder individuelle Weg wäre ja bereits genau vorherbestimmt - also auch das Ablehnen des Wanderpredigers durch alle Juden.
Eine solcher Gedankengang ist aber nicht haltbar, denn Jesus soll ja zahlreiche Anhänger innerhalb seines Volkes gehabt haben und immerhin waren die ersten Christen allesamt "Judenchristen", entstammten also dem sog."auserwählten Volk".

"Alles nur Theater, Betrug und Inszenierung" passt jedoch gut zu den kriminellen Handlungen , welche, nicht nur vom röm. "Kirchenkonzern", über all die Jahrhunderte hinweg, begangen wurden. Dass dieser sich auch noch den jüd. Wanderprediger als Gallionsfigur vor seinen Werbekarren spannte, war besonders geschickt ausgeklügelt.
Aber - "scheinbar" muss auch das sog. Böse (s)eine Rolle spielen, damit das eigentliche und so gedachte "gute" Ziel erreicht werden kann.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

06.04.2017 16:25
#616 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #614
Das Geistige, so darf man es sich vorstellen, braucht kein Raum- oder Zeitgefüge, genausowenig, wie z.B. Deine Gedanken von einem anderen mit dessen Händen zu ergreifen wären.


Selbstverständlich ist für eine Verarbeitung bzw. Erstellen von Informationen Zeit notwendig. Es muss zwingend einen Zeitpunkt VOR und einen Zeitpunkt NACH einem geistigen Prozess geben.


Zitat von Reklov im Beitrag #614
Deine Gehirnströme kann man zwar mit entsprechenden Geräten sichtbar machen, nicht aber, die "Bilder" welche Du denkst!


Noch nicht.

Zitat von Reklov im Beitrag #614
"Gottesbeweise" sind von mir nie "gesucht" worden, wo sollte ich die auch finden? Ich stellte/stelle lediglich Gegenargumente zur atheistischen Sicht der Welt auf. Ein Unterschied!


Argumente, die sich nicht durch Fakten oder Beweise untermauern lassen. Argumente, die nur auf Deinem persönlichen Glauben und Deiner Spekulation beruhen.

Zitat von Reklov im Beitrag #614
Eine Zeit kann übrigens nicht "geboren" werden, denn sie ist nichtmaterieller Natur und wird auch lediglich an der Bewegung von Körpern festgemacht. Stell Dir vor, Du wärst als einziges, mit ewigem Leben ausgestattetes Wesen in einem grenzenlosen Raum. In dieser Situation hättest Du z.B. überhaupt keine Möglichkeit, Zeit zu messen, denn Dir fehlte ein von Dir getrennter Anhaltspunkt.



Deine Behauptungen sind des Öfteren ziemlich hanebüchen, Reklov. Ein geistiges Wesen in einem leeren, grenzenlosen Raum bräuchte nur bis zwei zu zählen. Die Zwei folgt nach der Eins und daraus folgernd gibt es zwingend einen zeitlichen Ablauf. Zeit ist ein Indikator für Veränderungen aller Art und ist nicht auf Bewegung von Materie beschränkt.

Athon Offline




Beiträge: 3.440

06.04.2017 18:35
#617 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Bezugnahme auf Gysi #612:

Zitat von Reklov #614
Stell Dir vor, Du wärst als einziges, mit ewigem Leben ausgestattetes Wesen in einem grenzenlosen Raum. In dieser Situation hättest Du z.B. überhaupt keine Möglichkeit, Zeit zu messen, denn Dir fehlte ein von Dir getrennter Anhaltspunkt.


Wäre Gysi dann "Gott"...?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.852

06.04.2017 19:44
#618 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
.. ich fasse es so auf, dass Du Dir eine Zeit- und Raumlosigkeit als Ur-Grund vorstellst. Das Geistige ist aber dabei überhaupt nicht berücksichtigt/anwesend!!!

Shocking Blue... Ist diese Ansicht dir neu?

Zitat
Diese Ansicht teile ich jedoch nicht!

Auch das ist (mir) nicht neu...

Zitat
Das Geistige, so darf man es sich vorstellen, braucht kein Raum- oder Zeitgefüge, genausowenig, wie z.B. Deine Gedanken von einem anderen mit dessen Händen zu ergreifen wären.

Oh Mann! Diese Denke hatte doch schon Aristoteles überwunden! Und jetzt haben wir die Psychoanalyse und die Neurochirurgie hinzubekommen, die du anscheinend völlig ignorierst. In welchem Jahrtausend lebst du? In welchem Land? Absurdistan?

Zitat
Deine Gehirnströme kann man zwar mit entsprechenden Geräten sichtbar machen, nicht aber, die "Bilder" welche Du denkst!

Siehe Blackysmart: NOCH nicht! Aber auch schon die Gehirnströme selbst beweisen die Biologie des Geistes.

Zitat
Deine Denkweise ist Dein persönliches, freies Recht!

Ich begründe sie! Begründungen zu deiner dualistischen These (Trennung von Körper und Geist) sind doch wirklich - Entschuldigung! - atavistisches, albernes Zeug! Wer vertritt denn heutzutage noch ernsthaft, ernst zu nehmend, diese These?

Zitat
Stell Dir vor, Du wärst als einziges, mit ewigem Leben ausgestattetes Wesen in einem grenzenlosen Raum. In dieser Situation hättest Du z.B. überhaupt keine Möglichkeit, Zeit zu messen, denn Dir fehlte ein von Dir getrennter Anhaltspunkt.

Lebte ich dann? Nein!

Zitat von Athon
Wäre Gysi dann "Gott"...?

Was auf das selbe rauskäme.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

KOLLEKTOR ( gelöscht )
Beiträge:

07.04.2017 02:42
#619 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Über euch kann man wahrlich nur lachen, auch wenn es in WAHRHEIT zum heulen ist!

Die Götter lachen über euch! Und ICH bin einer dieser Götter der mittlacht!

https://youtu.be/pBLJNe8hsKE

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.04.2017 09:36
#620 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #615
[quote]Was Jesus gesagt haben soll oder gesagt hat, wurde erst Jahrzehnte nach seinem Ableben zu Papier gebracht. Ein Jesus der die Zukunft vorhersagt..der genau sagt was in Zukunft passiert und nicht passiert. Fällt dir das "nix" auf..Reklov?
Perquestavolta,

... erstens ist mir solches auch bekannt und zweitens fällt mir mehr auf, als sich Dein Köpfchen vorstellen kann! Dummheit lässt sich natürlich nicht messen, Reklov. Genau so wenig wie Gott. Und nach dem, was du bisher über dir schon alles Bekannte berichtet hast, scheinst du wohl das Meiste gar nicht verstanden und das Eigentliche alles vergessen zu haben...



Zitat von Reklov im Beitrag #615

Sollte Jesus mit etwa 33 Jahren (?) gestorben sein, so waren immerhin noch genügend Augenzeugen am Leben, denen man weitere Jahrzehnten als Lebenszeit zugestehen könnte.
Leider gibt es darüber keinerlei chronistisch zuverlässigen Aufzeichnungen. Und sein angebliche Geburtsjahr mit allen Detailschilderungen scheint auch eine Fälschung viel später lebender Schriftsteller gewesen zu sein, die sich auch mit den tatsächlichen historischen Parallelen der Geschichtsschreibung nicht besonders auskannten. Da ja die Juden schon lange vor seiner Geburt einen Kalender benutzten, müsste also wenigstens das genaue Todesjahr von Jesus bekannt sein. Um so mehr ja noch genügend Augenzeugen am Leben gewesen sein sollen, als man die Geschichten und Legenden um Jesus das erste Mal nieder schrieb. Bei einem so "WICHT-igen" Ereignis für die Menschheit.. überhaupt nicht nachvollziehbar.


Andersherum soll laut Bibel, Jesus schon geboren worden sein, als Herodes der Große noch lebte und dessen Todesjahr um 4 vor seinem angeblichen Geburtsjahr stattgefunden hat.



Zitat von Reklov im Beitrag #615

Entscheidend ist ja nicht, ob Jesus, als historische oder übernatürliche Erscheinung, oder gar als eine Legende aus der Wüste, gedacht/gesehen wird, sondern, was mit ihm in die Welt kam!
Ja.. 10 umfangreiche Bände über die Kriminalgeschichte des Christentums.. deren ersten Seiten schon mit den brutalen Machtkämpfen zwischen Judenchristen und Heidenchristen im ersten Jahrhundert nichts von der christlichen Nächstenliebe mehr beinhalten, die Jesus hinterlassen haben soll. Mord und Brandschatzung.. verbrannte Erde und in Schutt und Asche gelegte Bibliotheken, mit dem Verlust immensen Wissens der Antike. Aber das schlimmste Vermächtnis Jesu, sind die noch heute lebenden Heerscharen von im Glauben selbstzufriedener und selbstgerechter Vollidioten...die sofort wieder "Scheiterhaufen" für Gotteslästerer, Schwule und Lesben errichten würden, wenn sie nur etwas mehr politische Macht dazu hätten. Lies dich einfach mal durch "richtige Religionsforen", Reklov.. dann wirst du schnell merken, was der "Gottesgedanke" so alles an kranken Geistern ernährt..


Zitat von Reklov im Beitrag #615

Seine Gedanken, oder die über ihn, kamen zur rechten Zeit, denn die antike Gesellschaft bedurfte einer rigorosen Reform, denn sie bestand zu 2/3 aus rechtlosen Sklaven und dessen Leben war nicht so viel wert, wie z.B. das eines reichen Kaufmannes!
Ach deswegen hat Rassismus, Sklaverei, Ausbeutung, Diskriminierung bis in unsere Gegenwart überlebt? Und die passenden Bibelsprüche die das alles rechtfertigen, findest zu hauf im alten und neuen Testament. Einen Gott den man nicht messen kann und somit auch nicht widerlegen, wenn er von jemand behauptet wird, den kann man sich zurechtschnitzen, wie man ihn braucht. Ein Gott der einem immer wider alle Sünden vergibt, wenn man an ihn glaubt, dem kann man jeden "Willen" unterstellen..sogar seinen eigenen.


Zitat von Reklov im Beitrag #615

Die Wirkung des Wanderpredigers aus Nazareth auf den Lauf der Geschichte ist ungeheuerlich, denn seine Anhänger formierten sich zu einer innerjüdischen Reformbewegung.

hahaha .. Du erzählst einfach mal zusammenfantasierten Schwachsinn der dir in den Sinn kommt und hoffst dann, dass niemand auf die Idee kommt dich mit den tatsächlichen historischen Fakten zu konfrontieren.. du solltest mal alle Bände der Kriminalgeschichte des Christentums lesen..

und offenbar kennst du auch sonst nicht die tatsächlichen Hinter- und Vordergründe des historischen Christentums.. Das Urchristentum war eine reine "Endzeitsekte"! Das nicht an die Zukunft glaubte, sondern jeden Augenblick mit dem Ende der Welt rechnete..


Zitat von Reklov im Beitrag #615

Im Vordergrund stand nicht mehr der "strafende Gott", sondern "Gottes Sohn", der Güter mit den Armen teilt, Barmherzigkeit predigt, wegen der Sünden der Menschen stirbt und Gott für sie um Vergebung bittet. (Insofern leben wir heute in einer "gottlosen" Gesellschaft, weil hier jeder nur noch für sich denkt und die Schere zwischen arm und reich deswegen auch ständig weiter auseinander klafft!)
Ganz sicher nicht.. Ich empfehle dir dazu das kleine Büchlein, "Keine macht den Doofen" eines wichtigen deutschen Philosophen unserer Zeit.. Michael Schmidt Salomon.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.04.2017 09:55
#621 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von KOLLEKTOR im Beitrag #619
Über euch kann man wahrlich nur lachen, auch wenn es in WAHRHEIT zum heulen ist!

Die Götter lachen über euch! Und ICH bin einer dieser Götter der mittlacht!


Na dann bist du sicher der "Gott" der Halblustigen.. bei denen dem Obergott der Lehm ausging, als er ihr Hirn schuf und er deswegen "Scheiße" nahm.

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

07.04.2017 13:15
#622 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Aus diesen Gründen gebe ich auch Parmenides recht:
Keine Bewegung: Die Sinne täuschten uns eine Welt des Werdens und der Bewegung vor. Es gebe aber in Wirklichkeit kein Werden und keine Bewegung, sondern nur unveränderliches, beharrendes Sein.

Lukrez,

... wollte man es so betrachten, wäre unveränderliches SEIN (nach meinem Verständnis) dann aber auch eine Art "ewige" Gegenwart, in der sich unzählige Objekte bewegen. Unsere künstliche Uhrzeit wurde z.B. nach der Bewegung der Erde ausgerichtet.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

07.04.2017 13:41
#623 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Na dann bist du sicher der "Gott" der Halblustigen.. bei denen dem Obergott der Lehm ausging, als er ihr Hirn schuf und er deswegen "Scheiße" nahm.

Perquestavolta,

... in meiner Luther-Bibel steht der Bergriff "Erdenkloß" (anstatt Lehm). - Es ist nachvollziehbar, dass antike Völker den Ursprung des Lebens in der Erde vermuteten. -
Man hat in alten, fossilen Stromatolithen Reste von Mikroorganismen gefunden, die von Organismen stammen können, die heutigen Cyanobakterien ähnlich sind. In einem abgelegenen See in Mexiko entdeckten z.B. Forscher, in dort seit Langem liegenden Meteoritenbrocken, ebenfalls Cyanobakterien.
Diese kamen also per "Luftpost" auf die Erde.
Wie man sieht, besaß das Universum diese Möglichkeit des "Flugtransportes" schon zu Zeiten, als wir noch gar nicht auf der Fläche waren.-

Abgesehen davon: Du musst ja ein höchst unglücklicher und frustrierter Mensch sein, wenn Du stets nur "pöbelnd" an den Gesprächen dieses Forums teilnehmen kannst!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

07.04.2017 15:04
#624 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ja.. 10 umfangreiche Bände über die Kriminalgeschichte des Christentums.. deren ersten Seiten schon mit den brutalen Machtkämpfen zwischen Judenchristen und Heidenchristen im ersten Jahrhundert nichts von der christlichen Nächstenliebe mehr beinhalten, die Jesus hinterlassen haben soll.

Perquestavolta,

... typisch für Deine Psyche, dass Du stets nur die Schattenseiten aufzulisten weißt, obwohl Dir ja klar sein sollte, dass es auch unzählige stille Diener des christl. Gedankens gab und gibt. Jeder, der sich um seinen Nächsten liebevoll kümmert, handelt im Grunde christlich.
Die "Kriminalgeschichte des Christentums" von K. Deschner, die es leider gab und gibt, hat aber mit den Forderungen Jesu überhaupt nichts zu tun.

Man könnte z.B. auch eine "Kriminalgeschichte der Antike" verfassen, welche die Greuel alter Kulturen beschreibt, die das Wort >Christentum< noch gar nicht kannten.
Nein - das sog. Böse hat sich zwar auch unter den Christen seinen Platz erobert, aber bekanntlich und nachweisbar nicht nur dort seinen Wohnsitz angemeldet!

Zitat
Ich empfehle dir dazu das kleine Büchlein, "Keine macht den Doofen" eines wichtigen deutschen Philosophen unserer Zeit.. Michael Schmidt Salomon.

Das Buch ist mir bekannt, habe es aber noch nicht gelesen. Danke für den Tipp.
Das Elend der Welt wurde meistens von den sog. "Klugen" losgetreten, denn diese glaubten, die "Doofen" seien dazu da, ausgebeutet und getreten zu werden. Nicht selten protegieren solch "kluge" Kreise auch Doofe aus dem Volk, als sog. Gallionsfiguren, hinter deren Fassade sie dann ihre menschenverachtenden Machtspiele planen und ausführen können.
Ich sage es offen, dass mir mancher "Doofe" der jedoch einen grundanständigen Charakter hat, viel lieber ist, als mancher Gebildete, der aber verdorben, kalt und berechnend, in mir höchstens einen möglichen Kunden zu sehen imstande ist, an dem er sich evtl. bereichern könnte.

Zitat
Ach deswegen hat Rassismus, Sklaverei, Ausbeutung, Diskriminierung bis in unsere Gegenwart überlebt? Und die passenden Bibelsprüche die das alles rechtfertigen, findest zu hauf im alten und neuen Testament.

Du unterschätzt die Macht des sog. Bösen! - Sie nimmt von vielen Menschen Besitz - angefangen vom kleinen Ladendieb, bis hin zum Massenmörder, bis hin zu den gewinnsüchtigen Großkonzernen, die ebenfalls betrügen und über Leichen gehen! - Mit den Forderungen der Bergpredigt wollen solche Kriminelle (im schicken Anzug) in der Regel wenig zu tun haben, obwohl bis heute nicht nur für sie gilt: >> Habt Augen und sehet nicht, Ohren und höret nicht? Und denket ihr nicht daran...<< (Mk 8:18)

Zitat
Lies doch einfach mal durch "richtige Religionsforen", Reklov.. dann wirst du schnell merken, was der "Gottesgedanke" so alles an kranken Geistern ernährt..

Es gibt Bibelstellen, welche Unzucht und Hurerei verurteilen. - Schaut man z.B. auf die heutige Zwangsprostitution und den damit zusammenhängenden Mädchenhandel, so tun sich noch ganz andere "Abgründe" auf, als nur die Intoleranz von "Religioten" gegenüber sexuell anders Orientierten. Lies mal hierzu die entsprechenden Polizei- od. Presseberichte.

Zitat
Das Urchristentum war eine reine "Endzeitsekte"! Das nicht an die Zukunft glaubte, sondern jeden Augenblick mit dem Ende der Welt rechnete..

Das ist so korrekt - nur - diese "Endzeitsekte" merkte bald, dass die Worte Jesu >> Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.<< (Mt 28,20) nicht mit ihren kurzfristigen Erwartungen zu tun haben muss.
Spinner-Sekten, die glaubten, eine "Endzeit" einläuten zu müssen, sahen sich aber auch in späteren Jahrhunderten von ihrer Annahme stets aufs Glatteis geführt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.736

07.04.2017 15:15
#625 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Noch nicht.

Blackysmart,

... das alte Volkslied, DIE GEDANKEN SIND FREI..., wird sich noch lange halten. Denke ich.

Zitat

Argumente, die sich nicht durch Fakten oder Beweise untermauern lassen. Argumente, die nur auf Deinem persönlichen Glauben und Deiner Spekulation beruhen.

Ein atheistischer "Beweis" ist aber ebenfalls noch nicht gelungen! Wie ich schon früher schrieb: Es steht bei solchen Gesprächen und Abwägungen immer noch 1:1.

Gruß von Reklov

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