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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.730

14.04.2017 14:10
#651 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das kann dann aber gerade eben NICHT Gott sein!
Warum erschafft Gott etwas, von dem er selbst nicht bewegt wird?
Warum soll es dann ein "Gottesgericht" geben?
Das macht absolut keinen Sinn!

Lukrez,

... Du verwechselst hier eine "rein mechanische Bewegung" mit einer inneren Bewegung, die einer Gemütsregung, also einer inneren Rührung/Bewegung/Anteilnahme entspricht. Aristoteles meinte in seinem bekannten Beispiel aber nur das rein "mechanische" einer Bewegung, also sprach er vom Allesbeweger, der selbst jedoch von nichts bewegt/mechanisch angestoßen wird.
(Alles klar?)

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

14.04.2017 14:11
#652 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich denke darüber jedoch anders und möchte einen alles ordnenden Geist nicht einfach unter den Tisch fegen!


Du hattest doch zuerst mit einem "unbewegten Beweger" als Gott argumentiert.
Da ich das widerlegt habe - gehst du nun von einem "bewegten Beweger" aus?

Zitat
... Du verwechselst hier eine "rein mechanische Bewegung" mit einer inneren Bewegung, die einer Gemütsregung, also einer inneren Rührung/Bewegung/Anteilnahme entspricht. Aristoteles meinte in seinem bekannten Beispiel aber nur das rein "mechanische" einer Bewegung, also sprach er vom Allesbeweger, der selbst jedoch von nichts bewegt/mechanisch angestoßen wird.


D widersprichst du dir nun selbst!
Du behauptetest doch, dass nur der Geist bewegen kann.
Und jede mechanische Bewegung braucht dann natürlich als Ursache eine geistige Bewegung des Schöpfers.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.849

14.04.2017 15:07
#653 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Als Atheist mag Dir Deine Sichtweise über das Chaos ausreichen.

Mir geht es nicht um die Verteidigung einer Ideologie! Mir geht es um die Wahrheit - und darum, wieweit wir die erfassen können.

Zitat
Ich denke darüber jedoch anders und möchte einen alles ordnenden Geist nicht einfach unter den Tisch fegen!

Eben. Das willst du nicht! Und um dieses Bild aufrecht zu erhalten, brichst du auch alle Logik!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2017 16:18
#654 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

gelöscht

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

14.04.2017 16:49
#655 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #643
. Zu meinen, etwas sei "zufällig" entstanden, ist z.B. genauso abenteurlich, wie die kath. Ansicht, der Teufel fürchte das Weihwasser! Begriffe, wie Urknall, Expansion, Gesetzmäßigkeit, stabiler Zustand, (etc.) weisen lediglich aus das WAS hin. Das WER bleibt davon völlig unberührt.


Noch abenteuerlicher ist es zu behaupten, etwas "geistiges" sei "schwups" einfach so da. Dein "geistiges" ist einfach auch nur WAS und die Frage WER bleibt ebenfalls vollkommen unbeantwortet. Nur den Unterschied willst oder kannst Du einfach nicht kapieren.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2017 16:53
#656 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #641

Zitat
Trotzdem behauptest du mehr darüber zu wissen und alles besser zu verstehen als Hunderte Millionen Naturwissenschaftler die sich ihr ganze Leben damit beschäftigt haben..
Perquestavolta,

... ich hatte ja unlängst hier eine Liste weltbekannter Naturwissenschaftler reingestellt,


Und ich hab dir unlängst schon dazu gesagt, dass diese Naturwissenschaftler ihre privaten weltanschaulichen Interpretationen im kulturhistorischen Kontext machten, in dem sie als Kinder geprägt wurden und nicht, weil sie auf Grund naturwissenschaftlicher Forschungen zur religiösen Erkenntnis gelangten.

Erklärungsnot, nicht verstanden Zusammenhänge, und das Argument, dass weil wir nicht wissen warum dieses und jenes so ist, lassen sich mit einem Gott nicht beantworten.
Würden diese von dir aufgelisteten Naturwissenschaftler in unserer Zeit leben, dann wären sie sicher allesamt rationale Atheisten..


Zitat von Reklov im Beitrag #641

Naturwissenschaften müssen bei der Gottesfrage Halt machen, weil solche Denkwege verborgen und nicht so leicht zu enthüllen sind.


Aber du hast sie natürlich enthüllt... in dem du deine persönlichen elativen Wertungen bezüglich der Materie und ihre noch nicht vollkommen enträtselten Geheimnisse als Maßstab allen höheren Denkens postulierst..


Zitat von Reklov im Beitrag #641

Forschung kann also stets nur auf Offenbares hinweisen! Genau das ist dummes und unwahres Geschwätz, Reklov... dummes und unwahres Geschwäzt. Offenbares braucht keinen Hinweis.. Offenbares kann jeder Vollidiot deuten und interpretieren, wie er meint. Dafür braucht es keine Wissenschaften.



[quote="Reklov"|p3207051]
Dass unser Gehirn lediglich ein "Statthalter des Geistes" ist, kann man schon daran festmachen, dass alle Informationen in der Natur und im Kosmos bereits "funktionierten", ehe die Evolution dem menschlichen Gehirn ermöglichte, sich mit den bestehenden Regeln innerhalb der Naturgesetze vertieft zu befassen:
Geist erkannte also Geist, oder Gleiches erkannte Gleiches.



Du interpretierst wie die von mir erwähnten Vollidioten, das Augenscheinliche. Nur das ist das Augenscheinliche nicht die eigentliche Wirklichkeit, sondern die scheinbare... oder anders herum die berechtigte Frage, warum hat sich dein Geist nicht einen klügeren Stadthalter ausgesucht?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.04.2017 20:05
#657 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #651

Zitat
Das kann dann aber gerade eben NICHT Gott sein!
Warum erschafft Gott etwas, von dem er selbst nicht bewegt wird?
Warum soll es dann ein "Gottesgericht" geben?
Das macht absolut keinen Sinn!
Lukrez,

... Du verwechselst hier eine "rein mechanische Bewegung" mit einer inneren Bewegung, die einer Gemütsregung, also einer inneren Rührung/Bewegung/Anteilnahme entspricht.



Mir ist nur selten eine erwachsener Mensch begegnet. der wie du so viel ver-wechselt, Reklov.

Gemütsregungen sind ziemlich abhängig vom "hormonellen" Gleichgewicht.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

15.04.2017 08:11
#658 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #625
Ein atheistischer "Beweis" ist aber ebenfalls noch nicht gelungen! Wie ich schon früher schrieb: Es steht bei solchen Gesprächen und Abwägungen immer noch 1:1.


Jetzt bist Du schon solange in diesem Forum Reklov. Ich habe aber den Eindruck, dass Du überhaupt keine Argumente Deiner Mitforisten zur Kenntnis nimmst.

Ich behaupte, in Deinem Kopf hat sich ein Parasit eingenistet, der ein Großteil Deiner Handlungen bestimmt und Deinen Geist zum Teil unterdrückt. Du wirst sicher behaupten, dass sei blanker Unsinn. Da Du jedoch die Nichtexistenz Deines Parasiten nicht beweisen kannst, steht es zwischen unseren Behauptungen 1:1. Früher hätte man Deine Beteuerungen, Du seist vollkommen normal mit der Begründung, Du könntest nicht das Gegenteil beweisen, beiseite gewischt, Dich gefoltert oder als "besessen" verbrannt. Die Erfindungen von Spinnern, die ihre unsinnigen, aber nicht zu widerlegenden Fantasien allen Menschen als Realität aufzwingen wollten, waren stets Ursache für Unterdrückung und Gewalt. Hätte ich vor 500 Jahren "geistlichen Einfluß" gehabt, würde aufgrund meiner Behauptung schon das Holz für Deine heiße Himmelfaht gestapelt.

Erschreckend, dass Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters als Begründung für ihre Spekulationen noch immer die gleiche "Argumentation" verwenden.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2017 08:47
#659 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Blackysmart im Beitrag #658
Ich behaupte, in Deinem Kopf hat sich ein Parasit eingenistet, der ein Großteil Deiner Handlungen bestimmt und Deinen Geist zum Teil unterdrückt. Erschreckend, dass Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters als Begründung für ihre Spekulationen noch immer die gleiche "Argumentation" verwenden.

Ebenso erschreckend, dass Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters als Kompensierung für ihr völliges Fehlen spiritueller Begabung in ihrer Verblendung, ihre Handlungen ganz allein selbst bestimmen zu können und über einen unbeeinflussten und absolut freien Geist zu verfügen, nichts Besseres zu tun haben, als diese massive Blockade in ihrem Denken und diese fast verbissene Verweigerung anderslautenden Erfahrungen gegenüber zur höchsten und allein gültigen Erkenntnis zu erklären und alle Gläubigen zu unmündigen Trotteln zu stigmatisieren, ohne den Hochmut, die Geringschätzung andersdenkener Mitmenschen und die rechthaberische "Gottgleichheit" darin erkennen zu wollen...

Musste mal so deutlich gesagt werden. Auch diese Form von Atheismus als Pseudoreligion ist ein Fall für die Grabesruhe, mit Verlaub.

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

15.04.2017 12:08
#660 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da widersprichst du dir nun selbst!
Du behauptetest doch, dass nur der Geist bewegen kann.
Und jede mechanische Bewegung braucht dann natürlich als Ursache eine geistige Bewegung des Schöpfers.

Lukrez,

... keinesfalls tue ich dies, denn ich wies ja lediglich auf das Beispiel von Aristoteles hin, der hier ein "vergleichendes" Bild aus der Mechanik verwendete, um seine Gottesvorstellung in einem "vereinfachten Bild" zu illustrieren!
Geist ist für mich zunächst die Vorausssetzung, dass sich etwas zu bewegen beginnt. Die Betonung liegt hierbei auf "beginnt", denn die späteren Bewegungen können ja dann durch andere Wirkkräfte weiter angestoßen werden. Stellt sich jedoch z.B. einer vor, dass Atome schon seit jeher (aus dem Nichts) in der kosmischen Szene agieren und "freiwillig" um ihren Atomkern kreisen, bleibt er aber gedanklich auch in einer Art Sackgasse stecken.

Aristoteles befasste sich mit der Ursächlichkeit des "unbewegten Bewegers". Hierbei kann man sowohl die effiziente Kausalität der Gottheit als auch ihre teleologische Rolle in den persönlichen Denkprozess einbinden. Die Zielursächlichkeit basiert auf der höheren energeia, die jede Wirkursache besitzt, da Aristoteles die energeia selbst als Gutes ansieht. Der "unbewegte Beweger" ist mit der Idee des Gutes vergleichbar, aber er bewegt nicht als Form, sondern als individuelle und wirkende Substanz. Die Haupterklärung, um ihn zu beschreiben, ist "Denken des Denkens“. Deswegen bewegt er die Welt nicht nur durch Liebe, sondern vor allem durch Kenntnis. Das Ziel der göttlichen Tätigkeit ist Gott selbst, während die anderen immateriellen Substanzen in die Welt einwirken, indem sie die Sphären bewegen. Insofern diese Substanzen "bewusst" wirken, spielen sie auch für sich selbst sowie für ihre Wirkung eine teleologische Rolle. -

Seitdem wurden viele neue Texte und Deutungen präsentiert, in denen sich die Wirk-ur-sächlichkeit des "unbewegten Bewegers" in der Regierung der Welt erkennen lässt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

15.04.2017 12:57
#661 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Früher hätte man Deine Beteuerungen, Du seist vollkommen normal mit der Begründung, Du könntest nicht das Gegenteil beweisen, beiseite gewischt, Dich gefoltert oder als "besessen" verbrannt. Die Erfindungen von Spinnern, die ihre unsinnigen, aber nicht zu widerlegenden Fantasien allen Menschen als Realität aufzwingen wollten, waren stets Ursache für Unterdrückung und Gewalt. Hätte ich vor 500 Jahren "geistlichen Einfluß" gehabt, würde aufgrund meiner Behauptung schon das Holz für Deine heiße Himmelfaht gestapelt. - Erschreckend, dass Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters als Begründung für ihre Spekulationen noch immer die gleiche "Argumentation" verwenden.

Blackysmart,

... erschreckend war und bleibt nicht nur die damalige Inquisition (als innerkirchliche Verfahrensform unter Papst Innozenz III. geschaffen), sondern auch Dein unsinniger Vergleich, denn - ich will mit meinen privaten Ansichten zur Wortformel "Gott" ja niemanden foltern oder zum Glauben zwingen; schließlich ist der Weg meiner Mitmenschen ihre persönliche und freie Angelegenheit!!!
Ich frage Dich also: Wie kommst Du zu solch unpassenden Vergleichen zwischen meinen Argumenten und dem mittelalterlichen Inquisitionsverfahren!

Im Übrigen hatte die Inquisition auch zahlreiche Gegner - und die kamen auch aus dem eigenen Lager.

Besonders trat hier der Jesuiten-Priester und späterer Theologie-Dozent, Friedrich Spee, hervor. Der 1591 in Düsseldorf geborene deutsche Jesuit griff mit seinem Buch CAUTIO CRIMINALIS die Verfahren der Inquisition deutlich an und deckte mit seiner darin enthaltenen Kritik das verbrecherische Treiben dieser kirchlichen Organisation mutig auf.
Der Jesuit, aber auch die Drucker und Verleger, waren jedoch klug genug, nicht offen gegen den vorherrschenden Glauben an Satan vorzugehen und so erschien die viel beachtete Kritik-Schrift anonym.

Zitat
Ich habe aber den Eindruck, dass Du überhaupt keine Argumente Deiner Mitforisten zur Kenntnis nimmst.

Auch hier liegst Du mit Deinem Eindruck daneben - ganz abgesehen davon, dass ich seit langem die zahlreichen Argumente (für und gegen die Existenz "Gottes") gut kenne, die in solchen Diskussionen gerne angeführt werden. Dass es aber einen "Gott", geben soll, speziell von der Art, wie es die Tradition der monotheistischen Religionen behauptet, darf zurecht gegensätzlich diskutiert werden.
Dazu ist dieses Forum u.a. auch da!

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2017 14:18
#662 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #659
Zitat von Blackysmart im Beitrag #658
Ich behaupte, in Deinem Kopf hat sich ein Parasit eingenistet, der ein Großteil Deiner Handlungen bestimmt und Deinen Geist zum Teil unterdrückt. Erschreckend, dass Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters als Begründung für ihre Spekulationen noch immer die gleiche "Argumentation" verwenden.

Ebenso erschreckend, dass Menschen unseres aufgeklärten Zeitalters als Kompensierung für ihr völliges Fehlen spiritueller Begabung in ihrer Verblendung, ihre Handlungen ganz allein selbst bestimmen zu können und über einen unbeeinflussten und absolut freien Geist zu verfügen, nichts Besseres zu tun haben, als diese massive Blockade in ihrem Denken und diese fast verbissene Verweigerung anderslautenden Erfahrungen gegenüber zur höchsten und allein gültigen Erkenntnis zu erklären und alle Gläubigen zu unmündigen Trotteln zu stigmatisieren, ohne den Hochmut, die Geringschätzung andersdenkener Mitmenschen und die rechthaberische "Gottgleichheit" darin erkennen zu wollen...

Musste mal so deutlich gesagt werden. Auch diese Form von Atheismus als Pseudoreligion ist ein Fall für die Grabesruhe, mit Verlaub.


Kann man so werten wenn man meint..

Aber das Problem ist doch ein wenig umfangreicher. Der von dir verteidigten "Andersdenkenden" leben in der Vorstellung, es gäbe ein universelles Ideal von Falsch und Richtig. Damit schaffen sie eine Menge unlösbare Probleme, welche die eigentliche Wurzel allen Übels überhaupt sind.

Auch wir Atheisten sind auf unsere Art spirituell und hier zu behaupten, dass es diesbezüglich "unbegabte Menschen" gäbe halte ich für eine sehr unüberlegte Äußerung.
Eben auch wieder eine von einem, der in der Vorstellung lebt, es gäbe ein "universelles" Ideal von richtig und falsch. ^^ Alle die nicht diesem Ideal entsprechen, sind schon mal in ihrer Würde als Mensch Angehöriger einer unterprivilegierten Klasse.

Ich kenne nun zufällig deine persönliche "Meinung" zum Islam - nur mal als Beispiel - und diese Meinung ist im Sinne deiner Beanstandung des Atheismus als Pseudoreligion ja auch nicht gerade von feinen spirituellen Differenzierungen geprägt...

Solange der Gottesgedanke die Würde des Menschen in Hierarchien unterteilt, ist alle Spiritualität diesbezüglich "Scheißdreck"..

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2017 19:01
#663 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #662
... und hier zu behaupten, dass es diesbezüglich "unbegabte Menschen" gäbe halte ich für eine sehr unüberlegte Äußerung.


Aber genau darum ging es mir doch: Um den umgedrehten Spieß.

Wie kommt das bei einem Atheisten an, ihm hin zu klatschen, dass er einen blinden Fleck hat in seinem Bewusstsein, seine dafür zuständigen Hirnlappen bewusst deaktiviert und als freiwilliger "Blindgänger" den Gläubigen unterstellt, sie wären diejenigen, die da keinen Durchblick hätten? Nicht so gut, wie ich sehe. Es ist verletzend. Demzufolge ist es ebenso verletzend, einem glaubenden Menschen einen "Parasiten" ins Gehirn zu pflanzen, nur weil einem der Zugang dazu fehlt (Die Beziehung zu einem lebendigen Gott muss ja deshalb noch lange keine zu einem Allah sein, der da Mordbefehle erteilt, von einem Solchen will ich definitiv nichts wissen.).

Mir ganz persönlich ist jedweder Zweifel an Gottes Existenz und jede noch so argumentativ vorgetragene "Beweisführung" in diese Richtung ehrlich gesagt ziemlich wurscht, ich weiß, was ich weiß und kann es wirklich keinem wünschen, der es nicht verdient... aber als Grenzgänger bis ins fortgeschrittene Alter bleiben einem auch die Bereiche nicht erspart where Angels fear to treat . Der Teufel weiß eben auch, dass es Gott gibt, er muss es nicht glauben. So schaut das aus und mehr habe ich dazu nicht zu sagen. "Nur in Gleichnissen gesprochen" sozusagen.

Aber Reklov ist kein solcher Härtefall, er glaubt, und es geht ihm gut damit. Passt doch. Und du glaubst nicht, und es geht dir gut damit. Passt doch. Ist die Welt durch diese Diskrepanz ein besserer oder schlechterer Ort? Würde ich mal mit erheblichen Zweifeln in Frage stellen. Ich habe Respekt vor Atheisten, die Gläubige respektieren und Respekt vor Theisten, die Ungläubige respektieren. Vermisse ich diesen, von welcher Seite auch immer, hör ich gar nicht mehr hin. Ist so nervig wie ergebnislos. Was jetzt natürlich nicht heißt, dass ihr deshalb nicht drüber debattieren dürft bis zum Jüngsten Gericht, wie käme ich dazu? Aber der gute Ton dabei, der lässt mitunter schmerzlich zu wünschen übrig.

Das wollte ich mit meinem Zwischenruf sagen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2017 20:48
#664 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #663
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #662
... und hier zu behaupten, dass es diesbezüglich "unbegabte Menschen" gäbe halte ich für eine sehr unüberlegte Äußerung.


Aber genau darum ging es mir doch: Um den umgedrehten Spieß.



Mir ganz persönlich ist jedweder Zweifel an Gottes Existenz und jede noch so argumentativ vorgetragene "Beweisführung" in diese Richtung ehrlich gesagt ziemlich wurscht, ich weiß, was ich weiß und kann es wirklich keinem wünschen, der es nicht verdient...


Was jemand persönlich meint und glaubt, daran will sich hier ja niemand stören.

Es geht darum, dass die Verbreitung, es gebe ein Universelles Ideal von Gut und Böse, an dem sich die Würde des Menschen zu messen hat, ein gefährlicher "Hirn-Scheißdreck" ist, der uns nichts anderes bescheert, als politisch-religiösen Terror.




Zitat von Desperado im Beitrag #663

aber als Grenzgänger bis ins fortgeschrittene Alter bleiben einem auch die Bereiche nicht erspart where Angels fear to treat . Der Teufel weiß eben auch, dass es Gott gibt, er muss es nicht glauben. So schaut das aus und mehr habe ich dazu nicht zu sagen. "Nur in Gleichnissen gesprochen" sozusagen.
Du darfst dich
gerne dafür loben, da es ja sonst niemanden betrifft. Aber ich gehe nun mal grundsätzlich davon aus, das nicht alle Menschen gleich intelligent sind und dass die spirituelle Grundversorgung von Schwachköpfen mit "einfachen" Antworten, welche die Würde des Menschen in Zweifel stellen, wenn er nicht an übernatürliche Fügung und Wunder glaubt, ein großes gesellschaftliches Problem darstellen... Kreationismus ist die Brutstätte aller unmenschlichen und unverhältnismäßigen Rechtfertigungen, besonders bei Leuten mit Bildungs, oder Intelligenzdefiziten.

Einfache Antworten auf das was wir nicht wissen sind dafür verantwortlich, dass "Halblustige" zum Islam konvertieren und minderwertigen Ungläubigen den Kopf abschneiden.

Zitat von Desperado im Beitrag #663

Aber Reklov ist kein solcher Härtefall, er glaubt, und es geht ihm gut damit.


Wenn mir jemand anvertraut, er hätte überhaupt nie verstehen können, warum man als Atheist überhaupt alt werden wolle, dann ist für mich jedwede andere Wertung in diesem Zusammenhang als die meine eigene, von keinerlei Relevanz mehr. Und wenn dir nicht auffällt, dass in dieser "Botschaft", genau all jene Rechtfertigung drinnen stecken, welche die besonders armen im Geiste immer schon zur gruppendynamischen Hexenjagd motivierten, dann komme ich leider nicht ganz um hin, auch deine spirituellen Begabungen, in argen Zweifel zu ziehen.

Zitat von Desperado im Beitrag #663

Passt doch. Und du glaubst nicht, und es geht dir gut damit. Passt doch. Ist die Welt durch diese Diskrepanz ein besserer oder schlechterer Ort?


Bitte, machs dir gemütlich und lobe dich selbst..

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.04.2017 21:01
#665 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #664
Aber ich gehe nun mal grundsätzlich davon aus, das nicht alle Menschen gleich intelligent sind und dass die spirituelle Grundversorgung von Schwachköpfen mit "einfachen" Antworten, welche die Würde des Menschen in Zweifel stellen, wenn er nicht an übernatürliche Fügung und Wunder glaubt, ein großes gesellschaftliches Problem darstellen... Kreationismus ist die Brutstätte aller unmenschlichen und unverhältnismäßigen Rechtfertigungen, besonders bei Leuten mit Bildungs, oder Intelligenzdefiziten.

Einfache Antworten auf das was wir nicht wissen sind dafür verantwortlich, dass "Halblustige" zum Islam konvertieren und minderwertigen Ungläubigen den Kopf abschneiden.

Bitte, machs dir gemütlich und lobe dich selbst..


Da bin ich vollkommen unisono mit Dir, könnte aus meiner Feder stammen, für mich sind Glaube und Religion ohnehin zwei Paar Stiefel. Was nun Euren Marathondisput betrifft, hab ich offen gestanden nur quer gelesen. Ihr kommt da auf keinen grünen Zweig und dreht euch stetig im Kreise. Und was das Austeilen betrifft... naja. Patt, würd ich mal sagen.

Gemütlich gemacht hab ich's mir bereits, jetzt muss ich nur noch fieberhaft überlegen, wofür ich mich loben könnte.

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

16.04.2017 13:58
#666 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Eben. Das willst du nicht! Und um dieses Bild aufrecht zu erhalten, brichst du auch alle Logik!

Gysi,

... wieso schreibst Du "alle Logik"? - Die "formale Logik" (Methodologie, Mathematik, Logistik etc.) auf deren Stufen Du Dich ausschließlich bewegst, umfasst nur einen Ausschnitt menschlichen Denkens. Da wären aber noch, und das hatte ich ja schon öfter vorgestellt, die Logikstufen von: Metaphysik, Logosmystik, Ontologie, Psychologie des Denkens und die transzendentale Logik.
Weder kann man diese versch. Gruppenn einfach nach Belieben ausklammern, noch sind alle Logik-Gruppen in einem Denkbehälter unbekümmert zu vermischen! Sie erfordern alle eine besondere Schulung/Einarbeitung. So ist z.B. nicht jeder von uns ein Experte für höhere Mathematik oder ein ausgebildeter Programmierer.
Das Umgreifende der Welt ist nicht Gegenstand der Erkenntnis! Was Gegenstand der Erkenntnis wird (z.B. in den Naturwissenschaften), das sind Erscheinungen, die von dem Weltsein umgriffen werden, aus dem sie hervorgehen.
Durch das Erkennen fällt die Welt zu bestimmten Weltbildern zusammen. Die modernen Weltbilder der exakten Naturwissenschaften brachten jedesmal die Suggestion, in dem so Erkannten die Welt im Ganzen und in ihrer eigentlichen Wirklichkeit zu sehen.

Das ist es, was Du nicht bedenken willst und deswegen bleibst Du auch bei Deinen unvollkommenen Logik-Ansätzen hängen. Diese können aber nur bestimmte Logik-Felder bearbeiten/andenken, schließen dabei auch automatisch andere "Bilder" aus.

Es ist aber verständlich/einzusehen, dass Du lieber auf sog. sicheren Pfaden menschlicher Vernunft-Erkenntnisse gehen möchtest, denn auf anderen Wegen, die nicht auf der menschlichen Vernunft-Landkarte verzeichnet sind, lauern unbekannte Möglichkeiten des Irrtums oder des Aberglaubens.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

16.04.2017 14:54
#667 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was jemand persönlich meint und glaubt, daran will sich hier ja niemand stören.

Es geht darum, dass die Verbreitung, es gebe ein Universelles Ideal von Gut und Böse, an dem sich die Würde des Menschen zu messen hat, ein gefährlicher "Hirn-Scheißdreck" ist, der uns nichts anderes bescheert, als politisch-religiösen Terror.

Perquestavolta,

... das ist mir nun aber ganz neu, denn ich hatte ja nicht nur 1x darauf hingewiesen, dass ich hier über meine persönliche Weltsicht schreibe. Darüber zu schreiben, bedeutet aber noch lange nicht, anderslautende Ansichten zu verachten oder sich gar das Recht herauszunehmen, diese mit Häme oder Kraftausdrücken zu überschütten.

Zu Deinem "Universellen Ideal von Gut und Böse" wäre anzumerken, dass es dieses selbstverständlich gibt. Es steht über all den so versch. Religionsansätzen und ihren damit verbundenen Verwerfungen und Irrtümern.

Die LIEBE ist z.B. ein Führungskraft des Guten! Sie ist nicht zureichend zu charakterisieren als einer unter mehreren Trieben, neben dem Hunger oder dem Machttrieb.
Liebe ist etwas Umgreifendes und nicht als ein besonderes Phänomen bestimmt fassbar. - Da sie universal ist, ist sie nicht allein an einem Ort im Ganzen unseres Seins gleichsam lokalisierbar. Da sie in allen Stufen wirkt, ist sie nicht in einer Gestalt allein anzuschauen und zu vollziehen. Sie gehört zum Sein im Ganzen und kann auch in keinem Fall mit dem "Bösen" gemeinsame Sache machen!!!
Nur da, wo Liebe fehlt, macht sich das Böse auf vielfältigste Art und Weise breit und fordert dabei auch immer mehr Rechte für sich ein!
Wesensverschieden von der "vitalen Liebe" ist die "intellektuelle Liebe". Sie ist der Drang zur Evidenz des Wahren als Richtigkeit und die Befriedigung in der Erfahrung dieser Evidenz.

Anders gesagt:
Der wissenschaftliche Eros dringt in das Herz der Sache, entdeckt den springenden Punkt; er ist mehr, als genügsamer, stumpfer Fleiß des endlosen Sammelns, der technischen Geschicklichkeit.
Die "Liebe zum Richtigen" weiß sich aber selbst unterlegen gegenüber der Kraft des Bestehens dessen, was sie erkennt. Sie erblickt etwas wie Unsterblichkeit, weil Zeitlosigkeit, in den zwingenden Zusammenhängen, welche die Weltwirklichkeit durchziehen und beherrschen. Der Wissenschaftler wird also selber denkend durch eine einsehende Teilnahme am zeitlos Wahren. Er trifft dort, während der Mühe des Suchens im Forschen, auf eine mühelose Beständigkeit in der Einheit der Sachen als erkennbarer Wirklichkeiten. Das, was er erkennt, ist so und wird nicht erst hervorgebracht, was als Wissen in seinem Erkennen erst wird und hervorgebracht werden muss.
Es ist verwunderlich, im rein Intellektuellen von Liebe zu sprechen. Und doch kann der Mensch in der Erfahrung des Erkennens enthusiastisch ausrufen: "Ich liebe den Verstand."
Geistige Liebe geht nicht auf Gegenstand und Richtigkeit als solche, sondern auf ihren Zusammenhang in einem Ganzen. Geist hat gleichsam einen Ausläufer schon in den systematischen, theoretischen Ideen, welche den Inhalten des Bewusstseins überhaupt Halt geben.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

16.04.2017 15:18
#668 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
oder anders herum die berechtigte Frage, warum hat sich dein Geist nicht einen klügeren Stadthalter ausgesucht?

Perquestavolta,

... einfache aber gute Frage. Ich versuche also, auch einfach zu antworten:

Wir Menschen mit unserem Gehirn als "Statthalter des Geistes" (wird mit tt geschrieben und bedeutet etwas anderes als ein Stadthalter), sind ja noch lange nicht am Ende unserer geistigen und körperlichen Entwicklung angelangt.
Sollte unsere Spezies wenigstens die Hälfte der von den Astrophysikern berechneten Erdenzeit nutzen können - wer weiß schon, was da noch alles an seelisch/geistiger und technischer Entwicklung möglich werden kann. (!?)

Vorläufig ähneln aber nicht wenige Menschen lediglich einer Art autofahrender Neandertaler, jedoch ausgerüstet mit smartphone und
anderem techn. Spiel- und Hilfszeug.
Anders gesagt: Die Straße, auf der wir gerade gehen, ist in ihrer Länge und Richtung überhaupt noch nicht abzuschätzen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

16.04.2017 18:33
#669 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #668

Zitat
oder anders herum die berechtigte Frage, warum hat sich dein Geist nicht einen klügeren Stadthalter ausgesucht?
Perquestavolta,

... einfache aber gute Frage. Ich versuche also, auch einfach zu antworten:

Wir Menschen mit unserem Gehirn als "Statthalter des Geistes" (wird mit tt geschrieben und bedeutet etwas anderes als ein Stadthalter), sind ja noch lange nicht am Ende unserer geistigen und körperlichen Entwicklung angelangt.

Viel Zeit bleibt dir nicht mehr.

Zitat von Reklov im Beitrag #668

Sollte unsere Spezies wenigstens die Hälfte der von den Astrophysikern berechneten Erdenzeit nutzen können - wer weiß schon, was da noch alles an seelisch/geistiger und technischer Entwicklung möglich werden kann. (!?)
Gegenwärtig schaut es dafür nicht besonders gut aus, Reklov. Und schuld daran ist alleine der "Gottesgedanke".
Die wahnhafte Vorstellung, dass es ein Ideal für richtig und falsch gibt. Die dümmliche Überzeugung, dass Schön, Gut, Böse .. objektive Sachverhalte sind.
Die Massen von dummen Menschen, die glauben, dass immer nur die anderen alles falsch machen. Die ganzen Arschlöcher die glauben wollen, dass es eine allem übergeordnete Wahrheit im Glauben gibt.. Die, die glauben dass die Welt nur für den Menschen erschaffen wurde und nicht begreifen können, warum man als atheistischer Realist überhaupt alt noch werden wolle. Alle die, die nicht begreifen wollen, dass das Leben der Schöpfer allen Seins ist und dass das ganze Universum ohne dieses lebendige Sein die selbe Bedeutung hätte, als würde es gar nicht existieren.

Ganz abgesehen davon wird die Evolution nie abgeschlossen sein, solange es Leben gibt. Die Evolution des Menschen ist nicht auf ihn selbst begrenzt, sondern hängt von der Evolution aller Lebensformen die es auf unserem Planeten gibt mit ab. Im besonderen von der Evolution der Mikroorganismen, die seit Milliarden Jahren den ganzen Kreislauf des Lebens auf unserem Planeten steuern und regulieren. Diese Evolution läuft viel schneller ab, als die Evolution "höherer" Organismen und hängt andersherum wieder damit zusammen..

Es gibt heute schon tödliche "Keime" gegen die kein Antibiotika mehr etwas ausrichten kann.. Dank der Massen ignoranter Idioten die meinen, die Naturwissenschaften könnten nur auf das Augenscheinliche verweisen. Dank der Massen von "halblustigen" Spinnern, die daran zweifeln oder gar nicht begreifen, dass das Leben auch die Zusammensetzung unserer Atmosphäre geschaffen hat und in jenem stabilen Gleichgewicht hält, welches überhaupt erst "höhere" Lebensformen auf der Erde ermöglicht.

Wenn sich die Durchschnitstemperatur unserer Erde auch nur um 1-2 Grad erhöht, dann werden nicht nur Weltweit die Meeresspiegel ansteigen, sondern sich auch Krankheitserreger drastisch vermehren, von denen wir bisher kaum Ahnung hatten. Dann werden Wetterextreme zur Normalität, wie wir sie sonst nur alle paar Jahrhunderte mal erleben. Milliarden Menschen, die ihr Trinkwasser von den Eisschilden der Gletscher beziehen werden sich untereinander um die letzten Reserven totschlagen...




Zitat von Reklov im Beitrag #668

Vorläufig ähneln aber nicht wenige Menschen lediglich einer Art autofahrender Neandertaler,
Ja, sie ähneln DIR.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

17.04.2017 14:13
#670 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Desperado, es ging mir bei meinem Vergleich darum, Reklov aufzuzeigen, dass man nicht irgendetwas behaupten kann um dann zu sagen, weil man es nicht widerlegen könne, stünde das Verhältnis der Argumente pro und Kontra der willkürlichen Behauptung 1:1. Weil früher Andersdenkende oder unbequeme Zeitgenossen störten, behauptete man irgendwas (mit dem Teufel im Bunde, Ketzerei, Götzendienst usw.) und sprach somit das Todesurteil über sie.

Aufgeklärten Zeitgenossen sollte klar sein, dass man Behauptungen auch beweisen können muss. Der Wahrheitsgehalt einer unbewiesenen Spekulation wird nicht höher, weil die Behauptung nicht widerlegt werden kann. Sie unterscheidet sich erst dann von der Unwahrheit, wenn sie bewiesen werden kann. Dieses Grundprinzip der Logik ist unabhängig von irgendwelchen spirituellen Empfindungen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

17.04.2017 15:30
#671 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Noch abenteuerlicher ist es zu behaupten, etwas "geistiges" sei "schwups" einfach so da. Dein "geistiges" ist einfach auch nur WAS und die Frage WER bleibt ebenfalls vollkommen unbeantwortet. Nur den Unterschied willst oder kannst Du einfach nicht kapieren.

Blackysmart,

... "Schwups einfach so da", - ist zunächst mal gar nichts, denn alles hat (nach bisheriger menschlicher Erkenntnis!) eine Ur-Sache!
Das WAS des Geistigen wird z.B. von Gehirnforschern bearbeitet - am WER, auch am WARUM, arbeiten die Psychologen, Psychiater und Priester! - (Scheint so, als ob Du diesen Unterschied "einfach nicht kapieren" willst oder magst!?)
Das WAS ist nicht mit dem WER gleichzusetzen. Wenn Du z.B. draußen ein lautes Geräusch hörst, so könnte Deine diesbezügliche Frage lauten: "WAS ist denn das"?
Die Antwort könnte z.B. lauten: "Eine Motorsäge". Damit wäre aber noch nicht beantwortet, WER die Motorsäge betätigt - auch nicht zu welchem Zweck oder wie lange!

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

17.04.2017 15:31
#672 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Geht in Ordnung, Blackysmart. Mich hätten sie damals sowieso als Ketzer verbrannt. Außerdem ist Reklov nicht auf den Mund gefallen und kann sich sehr gut selber wehren.

Reklov Offline




Beiträge: 5.730

17.04.2017 16:14
#673 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Viel Zeit bleibt dir nicht mehr.

Perquestavolta,

... es geht hier nicht um mich, sondern um die ganze Menschheit! Aber - selbst, wenn Du 25 Jahre jünger sein solltest, macht das, im Verhältnis zu kosmischen Zeitdimensionen, so gut wie keinen Unterschied. Kann übrigens gut sein, dass ich Dich überlebe, denn mancher muss bereits mit 60 abtreten, während andere spielend 90 J. werden - und das im guten Zustand!

Zitat
Die ganzen Arschlöcher die glauben wollen, dass es eine allem übergeordnete Wahrheit im Glauben gibt.. Die, die glauben dass die Welt nur für den Menschen erschaffen wurde und nicht begreifen können, warum man als atheistischer Realist überhaupt alt noch werden wolle. Alle die, die nicht begreifen wollen, dass das Leben der Schöpfer allen Seins ist und dass das ganze Universum ohne dieses lebendige Sein die selbe Bedeutung hätte, als würde es gar nicht existieren.

Also Deine Gedanken solltest Du zunächst mal richtig ordnen können/wollen:
Auch Planeten ohne "Leben" - "exisiteren" dennoch! - Es gibt auch keine "übergeordnete" Wahrheit im Glauben, denn dieser besteht in erster Linie aus Hoffnung und Zuversicht. Solches kann und sollte man aber keinesfalls mit "beweisbaren" Fakten vergleichen wollen! Deswegen spricht man ja auch vom "Glauben" und nicht vom "Wissen".

Das Leben ist nur ein Aspekt, ein Attribut des Seins. Das Dasein aber zeigt uns wiederum, dass nicht nur organisches Leben exisitert.

>> Leben auf der Erde ist organisch, es basiert also auf Kohlenstoff-haltigen Molekülen. Doch muss das so sein? Science Fiction-Autoren haben schon des Öfteren außerirdisches Leben beispielsweise auf Silizium-Basis kreiert. Und jetzt hat ein internationales Wissenschaftlerteam entdeckt, dass - bei richtigen Bedingungen - Teilchen aus anorganischem Staub sich in spiralförmigen Strukturen anordnen, die miteinander in einer Weise wechselwirken, die man normalerweise nur von organischen Verbindungen und von Leben selbst erwarten würde.

Vadim Tsytovich vom General Physics Institute in Moskau und seine Kollegen vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching sowie von der University of Sydney haben das Verhalten von komplexen Mischungen aus anorganischem Material in einem Plasma untersucht. Plasma ist quasi - nach fest, flüssig und gasförmig - der vierte Aggregatzustand der Materie, in dem Atome ihre Elektronen verlieren und es daher hauptsächlich geladene Teilchen gibt.

In einer solchen Materiewolke, so die Ansicht der Wissenschaftler bislang, kann es kaum eine Ordnung geben. Mit Hilfe von molekulardynamischen Computermodellen konnten Tsytovich und seine Kollegen aber zeigen, dass sich Partikel in einem Plasma sehr wohl anordnen können, wenn die elektrischen Ladungen getrennt werden und das Plasma dadurch polarisiert wird. << (Quelle: Internet)

Zitat
Wenn sich die Durchschnitstemperatur unserer Erde auch nur um 1-2 Grad erhöht, dann werden nicht nur Weltweit die Meeresspiegel ansteigen, sondern sich auch Krankheitserreger drastisch vermehren, von denen wir bisher kaum Ahnung hatten. Dann werden Wetterextreme zur Normalität, wie wir sie sonst nur alle paar Jahrhunderte mal erleben. Milliarden Menschen, die ihr Trinkwasser von den Eisschilden der Gletscher beziehen werden sich untereinander um die letzten Reserven totschlagen...

Das Leben war und ist stets riskant und endet bekanntlich immer mit dem Tod! - Unsere Erdkugel musste im Lauf ihres Daseins einige große Klimaschwankungen verkraften. Richtig ist, dass sich seit 1976 die Erderwärmung durch die Industrie-Emissionen beschleunigt hat. Mitentscheidend für die Klimaveränderung sind aber auch die unterschiedlich starken Aktivitäten auf der Sonnenoberfläche, wie mir ein Astrophysiker im letzten Sommer auf der Insel Sylt mitteilte - und gegen diese Einflüsse sind wir völlig machtlos!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.431

17.04.2017 17:14
#674 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #673
Und jetzt hat ein internationales Wissenschaftlerteam entdeckt, dass - bei richtigen Bedingungen - Teilchen aus anorganischem Staub sich in spiralförmigen Strukturen anordnen, die miteinander in einer Weise wechselwirken, die man normalerweise nur von organischen Verbindungen und von Leben selbst erwarten würde.


Nanu, wie geht das denn...? Warst Du nicht immer der Auffassung, dass sich beispielsweise atomare Teilchen nicht selbst organisieren könnten?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

17.04.2017 20:09
#675 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #673
[

Also Deine Gedanken solltest Du zunächst mal richtig ordnen können/wollen:
Auch Planeten ohne "Leben" - "exisiteren" dennoch!


Lern du erst mal deine Buchstaben richtig zu ordnen. Spaß beiseite. Du selbst vermischst ständig perönnliche elative/subjektive Wertungen mit rationaler Objektivität.
Was also heißt, dass du nur Deine eigenen Gedanken nicht richtig ordnen kannst.

Ansonsten hat hier nie jemand behautet, dass es nicht auch Planeten ohne Leben gibt. Und die Gründe dafür weis/versteht man auch.

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