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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

25.04.2017 00:02
#726 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #725
Ach so meinst du das... na dann wähl mal weiterhin schön AfD

Wozu? Damit sie die 800 000 deutschtürkischen Erdoganfaschisten ins osmanische Reich zu ihrem Führer schicken, wo sie hingehören? Erstens bringen diese Dampfplauderer das sowieso nicht auf die Reihe und zweitens lässt sich Satan nun mal nicht mit Belzebub austreiben. Ums mal religiös zu sagen.

Abgesehen davon, dass ich diesen deinen guten Rat in keinerlei Beziehung zu meiner Beobachtung deines Auftretens vor Ort bringen kann. Aber ist ja völlig bedeutungslos. So lange du nicht Bürgermeister meiner Gemeinde bist...

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

25.04.2017 02:31
#727 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du gehst immer von einem Schöpfungskonzept und einem autarken Geist aus! DAMIT solltest du dich zurückhalten! Meine ich. Die große Meta-Bühne der Schöpfung ist nicht so wie die menschliche hier auf Erden! Sie ist exakt andersrum: Das Einfache schafft das Komplizierte -> siehe die Evolution. An die du leider - trotz erdrückender Beweislage - nicht glaubst... Du würdest die Wahrheit erst als die Wahrheit akzeptieren, wenn sie sich mit deinen Träumen deckte. Du bist nie bereit, zu erwachen und einen Traum als Traum zu akzeptieren, der nun vorüber ist.

Gysi,

(komme gerade von einer Geb.-Feier eines Bandkollegen), will aber noch kurz, obwohl es schon spät ist, auf Deine Zeilen eingehen:

... wenn Andere hier im Forum stets die Schöpfung als einen Zufall deklarieren, oder von einem WERDEN aus dem NICHTS sprechen, so scheinst Du dies kritiklos hinzunehmen. Wieso eigentlich(?) - ist doch solch eine Annahme viel unwahrscheinlicher, als ein planendes (unbekanntes) Allwesen, welches als die Ur-Quelle für alle Erscheinungen im Kosmos gedacht werden kann.
Das Einfache schafft nicht das Komplizierte, denn bereits das Innenleben eines Atoms ist nun mal nicht "einfach" und eine kleine Biene ist auf ihre Weise genauso ein "Wunderwerk", wie ein großes Nashorn! - "Einfach" denken höchstens wir Menschen! Die Evolutionstheorie Darwins habe ich nie in Abrede gestellt - nur - mit ihr ist das Allumgreifende eben nicht zu ergründen! Das wäre genauso falsch, als wollte jemand hinter einer selbständig arbeitenden, gut funktionierenden, großen Roboter-Produktionsstraße den Ingenieur einfach "wegleugnen", nur weil sich dieser nicht in der Fabrikhalle blicken lässt!

Träume sind lediglich ein kleiner Teil der allumfassenden, großen, unbekannten Wahrheit und können mit dieser also nicht in Deckung gebracht werden. Allerdings vermute ich, dass Du z.B. noch nie von einem Traum vor später dann auch eintretenden Ereignissen "gewarnt" worden bist und somit auch keinen Zutritt zu solchen Erlebniswelten hattest, deswegen hier auch als "Unbeteiligter" nur ungenügend mitreden kannst, - ratlos davor stehst!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

25.04.2017 11:51
#728 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ja - aber wozu diese gewaltige Menge an Ausschuss?
Wo kann man hier irgendeine Planung erkennen?
Das ist doch ein wirklicher Beweis GEGEN einen planenden Schöpfer.
Sein Ziel scheint ja zu sein, eine möglichst große Menge an Ausschuss zu produzieren!
Und das zu welchem Zweck?

Lukrez,

... es gibt im Kosmos keinen "Ausschuss", denn das, was vor unseren Augen scheinbar "tot und wertlos" zu Boden sinkt, wird (Atom für Atom) wieder in den Kreislauf der Natur zurückgeführt.
Unsere innovative Recycling-Technik hat sich von diesem "Prinzip der Wiederverwertung" in vielen Industriebereichen bereits Einiges abgeschaut.

Auch unsere Industrien erzeugen "Ausschuss", nur ist deren Zweck (das Geldverdienen!) ein völlig anderer, als der im großen kosmischen Ablauf verborgene, von dessen "Zweck" ja kein Mensch etwas Gültiges zu sagen weiß!
Wäre dem so, könnten wir uns alle unsere, in wissenschafltichen Formeln oder religiöser Sprache eingekleideten Anschauungen, Bewertungen und vermutenden Behauptungen locker ersparen!

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.858

25.04.2017 13:42
#729 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Das Einfache schafft nicht das Komplizierte, denn bereits das Innenleben eines Atoms ist nun mal nicht "einfach"

Na, der Einzeller ist einfacher gebaut als die Schmeißfliege oder die Primaten. Und das Atom kommt ja auch von irgendwo her. Woher kommt denn dein Demiurg, nach menschlichem Vorbild komplizierter als seine Produkte? Ach ja, der braucht keine Ursachenerklärung! WARUM denn nicht? Ein weiterer Fehler ist, dass du ihm Eigenschaften zuschreibst, die der thoraische und biblische Schöpfer auch hat. Und dann sagst du, er habe doch keine, von denen wir wissen. Aber du beharrst darauf, dass wir diese "Chiffre des Unbekannten" Gott nennen! Das ist eine für unsere Diskussion unhaltbare Definition.

Und ich mache den Fehler, mich immer wieder in deine Wiederholungsschleifen hineinziehen zu lassen. Ich weiß auch nicht, was das soll...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

25.04.2017 17:39
#730 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das Einfache schafft nicht das Komplizierte, denn bereits das Innenleben eines Atoms ist nun mal nicht "einfach"


Auch einfache Atome sind ein Evolutionsprodukt von einfacheren Vorstufen aus Energieträgern!
Die Elemente sind ein Evolutionsprodukt durch Kernfusion einfacher Ur-Elemente.
Minerale sind wiederum ein Evolutionsprodukt aus Atomen der Elemente.
Leben ist wiederum ein Evolutionsprodukt aus Elementen und Mineralen durch die Thermodynamik.

Zitat
... es gibt im Kosmos keinen "Ausschuss", denn das, was vor unseren Augen scheinbar "tot und wertlos" zu Boden sinkt, wird (Atom für Atom) wieder in den Kreislauf der Natur zurückgeführt.


Auf tote Materie bezogen stimmt das ja.
In der Biologie sieht das aber vollkommen anders aus!
Damit ein Lebewesen überleben und sich fortpflanzen kann, müssen Millionen andere als Ausschuss oder Nahrungsgrundlage zugrunde gehen.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.04.2017 18:11
#731 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #726
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #725
Ach so meinst du das... na dann wähl mal weiterhin schön AfD

Wozu? Damit sie die 800 000 deutschtürkischen Erdoganfaschisten ins osmanische Reich zu ihrem Führer schicken, wo sie hingehören? Erstens bringen diese Dampfplauderer das sowieso nicht auf die Reihe und zweitens lässt sich Satan nun mal nicht mit Belzebub austreiben. Ums mal religiös zu sagen.

Abgesehen davon, dass ich diesen deinen guten Rat in keinerlei Beziehung zu meiner Beobachtung deines Auftretens vor Ort bringen kann. Aber ist ja völlig bedeutungslos. So lange du nicht Bürgermeister meiner Gemeinde bist...


Um so besser..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.04.2017 20:26
#732 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #727

... wenn Andere hier im Forum stets die Schöpfung als einen Zufall deklarieren, oder von einem WERDEN aus dem NICHTS sprechen, so scheinst Du dies kritiklos hinzunehmen.
Von diesem Werden aus dem NICHTs reden eigentlich nur "Schöpfungsgläubige".. Von einem Schöpfer der sich selbst vor Ewigkeiten aus Nichts geschaffen hat und dann aus NICHts alles herbeigeplant...

Die Naturwissenschaften hingegen, gehen von einer existierenden "Singularität" aus, wie sie z.B. ein sogenanntes Schwarzes Loch darstellt.. hinter dessen "Ereignishorizont" alle "Informationen" für immer verloren gehen. http://www.weltderphysik.de/gebiet/astro/schwarze-loecher/

Wir kritisch denkenden Atheisten glauben also nicht, dass alles aus NICHTS entstanden ist.. Das ist ein völlig falsche Vorstellung deinerseits. Eben, weil du dir selbst
einen Planer vorstellst, der plötzlich aus dem Nichts erscheint und alles aus Nichts erplant hat..



Zitat von Reklov im Beitrag #727

Wieso eigentlich(?)
Weil du eben nicht verstanden hast, wie Physiker auf die Entstehung des Universums aus einem Urknall gekommen sind.

Zitat von Reklov im Beitrag #727

- ist doch solch eine Annahme viel unwahrscheinlicher.. Für denjenigen der sich vorstellt, dass ein Allwesen ewig und immer im NIHChts dahinschlummert und dann plötzlich vor ca 14 Milliarden Jahren aus Langeweile alles aus Nichts herbei gezaubert hat, in jedem Fall.

[quote="Reklov"|p3207193]
als ein planendes (unbekanntes) Allwesen, welches als die Ur-Quelle für alle Erscheinungen im Kosmos gedacht werden kann.


Deine einfach Vorstellung von einem planenden Allwesen aus dem NICHTS, widerspricht bei weitem mehr jeglicher rationalen Logik, als die atheistische Variante, die von einer physikalischen Singularität aus geht, in welcher der Gravitationsdruck der Masse so groß ist, dass sie nach der speziellen Relativitätstheorie Einsteins nur noch aus reiner Energie besteht.

Es ist dir ja bekannt, dass viele Physiker von einem Universum vor dem unseren ausgehen.. welches durch in sich zusammengefallen ist und man sogar annimmt, dass sich dieser Prozess unendlich oft wiederholt hat.



Zitat von Reklov im Beitrag #727

Das Einfache schafft nicht das Komplizierte, denn bereits das Innenleben eines Atoms ist nun mal nicht "einfach" und eine kleine Biene ist auf ihre Weise genauso ein "Wunderwerk", wie ein großes Nashorn!
Dass ist ein irriger Vergleich. Schon die einfachste elektrische Primärzelle beweist, dass deine Vorstellung von einem "Planer" völliger Quatsch ist. Wusstest du, dass eine Zitrone an und für sich keinen elektrischen Strom enthält und dass man aber mit einer Zitrone und zwei verschieden Metallen (Elementen) trotzdem ein Fahrradlämpchen zum leuchten bringt? http://www.seilnacht.com/Lexikon/e_batt.html

Leben ist ein Biochemischer Prozess.. und die Elemente dafür, werden in Sternen durch Verschmelzung von einfachen Atomen zu immer komplexeren gebildet.

Das von der Physikern bestens erforscht und verstanden.. http://www.weltderphysik.de/gebiet/teilc...g-der-elemente/ Hinter all dem stecken nichts anderes als Chaos und "gewaltige" Gravitationskräfte.




Zitat von Reklov im Beitrag #727

- "Einfach" denken höchstens wir Menschen!
Du im ganz besonderen, Reklov. Ein Schöpfergott ist einfach zu denken, als sich in die Grundlagen der Physik einzuarbeiten.

Zitat von Reklov im Beitrag #727

Die Evolutionstheorie Darwins habe ich nie in Abrede gestellt - nur - mit ihr ist das Allumgreifende eben nicht zu ergründen!
Wenn man keine Ahnung und keine blassen Schimmer über die physikalischen, chemischen.... biologischen Grundlagen hat, aus denen eben unsere Welt besteht und mit denen man gut und gerne auf die Vorstellung von etwas planendem Allumgreifenden über Bord werfen kann, dann hast du bestimmt recht.

Aber du glaubst trotzdem in allem klüger zu sein als jene Milliarde Menschen. die sich oft mehr als 20 Jahre ihres Lebens in die "Materie" einarbeiten, um in ihren Beruf als Naturwissenschaftler überhaupt erst als Lehrlinge anfangen zu können. Du glaubst die Naturwissenswchaften können nur auf auf bereits vorhandenes hinweisen und du glaubst, alle Informationen seien bereits dagewesen, als der Mensch auf der Bildflächer erschien. Das sind aber nichts anderes als einfache, bequeme und überaus naive "Denkmuster" und haben mit der Realität überhaupt nicht zu tun.

Du projiziert dein eigenes subjektives Bild von der Welt auf einen planenden Schöpfer, um von diesem planenden Schöpfer darauf zu schließen, dass dieser sie genau so geplant und erschaffen hat, wie du sie siehst und idealisierst.




Zitat von Reklov im Beitrag #727

Das wäre genauso falsch, als wollte jemand hinter einer selbständig arbeitenden, gut funktionierenden, großen Roboter-Produktionsstraße den Ingenieur einfach "wegleugnen", nur weil sich dieser nicht in der Fabrikhalle blicken lässt!
Auch Roboter sind letztendlich das Ergebnis einer langen technischen Evolution. Sie sind nicht von einem einzigen Planer erschaffen worden, sondern von den Aber-Milliarden Erfahrungen aus Versuchen und Irrtümern, die die Menschheit, seit sie zum ersten Mal einen Stein als Werkzeug benutzte, begangen hat. Der Ingenieur von dem du meinst, ist mindestens 20 Jahre seines Lebens mit allen wichtigen Erfahrungen dieser technischen Evolution ausgebildet worden, hat dann noch viele weitere Jahr erst mal lernen müssen, seine theoretisches Wissen in praktische Vorstellungen umzusetzen. Außerdem bestehen Roboter aus tausenden Teilen und jede Menge verschieden Materialien, in denen wiederum ein paar tausend Jahre technische Evolutionsgeschichte stecken, an der Millionen Ingenieure mitgewirkt haben. In jedem einzelnen Roboter denen es heute gibt steckt das gesammelte Erfahrungs und Erkenntniswissen hunderter Millionen Ingenieure. Selbst im einfachsten Computerprogramm mit denen ein Roboter ausgestattet sein kann steckt Erfahrungs- und Erkenntniswissen von Millionen Menschen.. So ein Informatiker welcher ein Programm schreibt, mit dem ein Roboter seine Arbeit verrichten kann, ist mindestens 20 Jahre zur Schule gegangen. Im Geist diese Informatiker steckt verschachtelt, der Geist von hunderttausenden Jahren Menschheitsgeschichte.

Die Idee von einem einzigen Planer, der alles geplant entwickelt und zusammengebaut hat, ist also schon mal genauso falsch und naiv, wie der Vergleich, den du hier als Argument abzuführen versuchst.



Zitat von Reklov im Beitrag #727

Träume sind lediglich ein kleiner Teil der allumfassenden, großen, unbekannten Wahrheit..
Könntest du mal erklären, welche große unbekannte Wahrheit du damit meinst, wenn du deine ganze eigene subjketive, wertende Vorstellung von der Wirklichkeit auf einen Schöpferplaner projiziert, von dem du auf deine eigen subjektiv wertende Sicht der Dinge als allumfassende Wahrheit schließt.

Seid mir bitte nicht böse, aber ich finde für solch kranken Selbstbeweihräucherungstrieb keine Bezeichnung, die sich jenseits deutlicher Fekaliensprache findet.
Nicht mal in meiner Muttersprache, dem Italienischen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

25.04.2017 23:56
#733 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Woher kommt denn dein Demiurg, nach menschlichem Vorbild komplizierter als seine Produkte? Ach ja, der braucht keine Ursachenerklärung! WARUM denn nicht? Ein weiterer Fehler ist, dass du ihm Eigenschaften zuschreibst, die der thoraische und biblische Schöpfer auch hat. Und dann sagst du, er habe doch keine, von denen wir wissen. Aber du beharrst darauf, dass wir diese "Chiffre des Unbekannten" Gott nennen! Das ist eine für unsere Diskussion unhaltbare Definition.

Gysi,

... es ist erstens nicht "mein" Demiurg, und eine Auskunft über sein WOHER würde ich Dir gerne geben - vermag es aber nicht, genauso wenig, wie Du z.B. über das WOHER des Kosmos oder seine Ausdehnung/Größe zu sprechen in der Lage bist!
Immerhin aber hast Du verstanden, dass eine letzte Ur-Sache gedacht werden kann, die keine weitere Ur-Sache mehr hinter sich hat!
Ich habe vor allem gesagt, dass man keine "gültige" Aussage über "Gott" machen kann. Sagen kann natürlich dazu jeder etwas, nur darf er dabei keinen Anspruch auf Gültigkeit erheben!
Beharren tue ich übrigens auf keine Namensgebung für dieses so gedachte "Schöpferwesen". Die gängige Wortformel "Gott" wird z.B. von Spinoza auch als SUBSTANZ bezeichnet. Aber - Namen (das weißt Du ja auch) sind ja bekanntlich nur Schall und Rauch!

Wenn Du glaubst, allein mit Definitionen dem "Geheimnis" des Glaubens in der Welt näher zu kommen, irrst Du Dich. In der Mathematik versteht man unter Definitionsmenge oder Definitionsbereich jene Teilmenge einer Grundmenge, für die im jeweiligen Zusammenhang eine wohldefinierte Aussage möglich ist. Definitionen sind auch Vereinbarungen in der Sprach- oder Rechtswissenschaft.
Für transzendente Begriffe taugen sie wenig, sind unbrauchbar. Ist aber eigentlich auch leicht nachvollziehbar, oder willst Du etwa das große kosmische Geheimnis des WOHER und WOHIN in die kleine Welt menschlicher Begrifflichkeiten zwängen?

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

26.04.2017 00:06
#734 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Immerhin aber hast Du verstanden, dass eine letzte Ur-Sache gedacht werden kann, die keine weitere Ur-Sache mehr hinter sich hat!


Schon warum wir unbedingt eine Erstursache brauchen sollen ist mir schleierhaft.
Gibt es Ewigkeit, dann braucht es keine Erstursache!
Ewigkeit hat nämlich keinen Anfang.
Was aber einen Anfang hat, das hat auch ein Ende.

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De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

26.04.2017 02:14
#735 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wir kritisch denkenden Atheisten glauben also nicht, dass alles aus NICHTS entstanden ist.. Das ist ein völlig falsche Vorstellung deinerseits. Eben, weil du dir selbst einen Planer vorstellst, der plötzlich aus dem Nichts erscheint und alles aus Nichts erplant hat..

Perquestavolta,

... also Physiker sind auch nur "beschränkte" Menschen und neuerdings erhebt sich unter diesen "Experten" auch die Vermutung, es könnte durchaus an mehreren Stellen des Universums sog. Big Bang-Zentren gegeben haben.
Nein - Du darfst ja gerne die Physiker zu Deinen "Priestern" machen und ihnen auch vertrauen. Das ist Deine persönliche Freiheit, die ich Dir gerne zugestehe! Aber, wie Du ja selbst einschränkst, "glauben" die kritisch denkenden Atheisten nicht, dass alles aus dem NICHTS entstanden ist. Das haben wir dann zumindest gemeinsam, denn der von mir so gedachte "Gott" ist auch nicht aus dem NICHTS entstanden, sondern wird eben als schon immer anwesend gedacht - von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Religion, wie ich sie verstehe, hat eine völlig andere Aufgabe, als z.B. die Physik! Die ideale Religion sollte dem Menschen zeigen, wie er mit "Gott" verbunden ist und wie seine persönlichen Handlungen dazu beitragen, diese Verbindung zu stärken oder zu schwächen (lateinisch religere: zurückverbinden). Das schwierige Thema wird von Menschen mit vielen unzureichenden Bildern oder wissenschaftlichen Formeln belegt. Keine trifft aber ins Schwarze!
Aus physikalischer Sicht ist völlig klar, dass durch den Kontakt eines Systems geringeren Energieniveaus mit einem Sytem höheren Energieniveaus Energie vom höheren zum niedrigeren Niveau fließt. Warum sollte also der Mensch die Möglichkeit nicht nutzen, von der Fülle der Energie "Gottes" zu profitieren? Die stärkende Kraft des Gebets ist hier nur eines der Beispiele. Dieses Beten darf aber nicht ein rituelles Plappern von auswendig gelernten Sätzen sein, sonst ist seine psychologisch stärkende Wirkung gleich Null.

Ich denke, dass alles, was lebt, einen unsterblichen persönlichen Wesenskern besitzt, eine unsterbliche Seele - ob mit oder ohne Leib, denn Elektronen sind unsterblich. All die Schicksalskräfte können auf quantenphysikalische Wechselwirkungen zurückgeführt werden. Damit wäre auch eine gedankliche Brücke zwischen Naturwissenschaft, Spiritualität und Religion=Rückbindung errichtet. Die menschlichen Dogmen lasse ich hierbei mal unbeachtet!

Ein Mensch kann sich für oder gegen die Kommunikation mit "Gott" entscheiden. Dies hängt von seiner inneren Haltung ab, die er gegenüber "Gott" einnimmt. Wer aber "Gott" sucht, muss sich nach innen wenden und nicht nur in Physikbüchern blättern, denn diese können ihm nur verraten, dass z.B. der Grund für die Entstehung eines "schwarzen Lochs" der sog. Gravitationskollaps ist. Solange ein gewöhnlicher Stern durch Kernfusionsprozesse in seinem Inneren Strahlugn freisetzt, halten sich die nach innen wirkende gravitation und der nach außen gerichtete Strahlungsdruck die Waage. WEnn ein Stern aber all seine Materie durch Fusionsprozesse in schwere Atomkerne umgewandelt hat, nimmt der Strahlungsdruck ab und es kommt schließlich zum Kollaps, bei dem ein großer Teil der Strenenmaterie implodiert. Je nach Ausgangsmasse endet der Stern dann nach einer Reihe unterschidlich monströser Szenarien vom aufgeblähten roten Riesen bis zur Supernova entweder als weißer Zwerg, als Neutronenstern oder als schwarzes Loch.

Solches Wissen kann das Geheimnis von Mensch und Kosmos nicht zufriedenstellend beantworten! (Noch nicht?)

Zitat
Weil du eben nicht verstanden hast, wie Physiker auf die Entstehung des Universums aus einem Urknall gekommen sind.

Die Expansion des Universums wurde 1929 von Edwin Hubble erstmals beobachtet. Er entdeckte, dass die Entfernung von Galaxien von der Milchstraße und ihre Rotverschiebung proportional sind. Die Rotverschiebung erklärt man dadurch, dass sich die Galaxien vom Beobachter entfernen, Hubbles Beobachtung war die Proportionalität von Entfernung und Fluchtgeschwindigkeit. Es war spätestens seit der Arbeit von Georges Lemaître 1927 bekannt, dass eine solche Proportionalität aus den Friedmann-Gleichungen folgt, die auch den Urknall beinhalten. Diese Beobachtung war damit die erste Bestätigung der Urknall-Modelle. Heute ist das Hubble-Gesetz durch Messungen an sehr vielen Galaxien gut bestätigt.
Allerdings gilt eine näherungsweise Proportionalität, wie von den Friedmann-Gleichungen für ein Universum mit massiver Materie vorhergesagt, nur für vergleichsweise nahe Galaxien. Sehr ferne Galaxien haben allerdings Fluchtgeschwindigkeiten, die größer sind, als in einem materiedominierten Universum zu erwarten ist. Dies wird als Hinweis auf eine kosmologische Konstante oder Dunkle Energie gedeutet.-

Zitat
Deine einfach Vorstellung von einem planenden Allwesen aus dem NICHTS, widerspricht bei weitem mehr jeglicher rationalen Logik, als die atheistische Variante, die von einer physikalischen Singularität aus geht, in welcher der Gravitationsdruck der Masse so groß ist, dass sie nach der speziellen Relativitätstheorie Einsteins nur noch aus reiner Energie besteht.

Wissen über Energie ist gut, wüsste man woher diese Energie kommt, wäre es noch besser. Für Gläubige ist Energie gleichbedeutend mit "Gott".
Details von interessantem Splitterwissen wird der Mensch noch sehr viele "einsammeln" - ob er aber auch das GANZE je wird ergründen können?

Zitat
Es ist dir ja bekannt, dass viele Physiker von einem Universum vor dem unseren ausgehen.. welches durch in sich zusammengefallen ist und man sogar annimmt, dass sich dieser Prozess unendlich oft wiederholt hat.

Manche Physiker gehen auch davon aus, dass sich der Weltraum ausdehnt, um sich dann - nach langer Zeit - wieder zusammenzuziehen. Der Brahmane schmunzelt z.B. darüber und sagt: Na wunderbar, das bezeichnen wir als das Ein- und Ausatmen unseres Gottes SHIVA.

Zitat
Wenn man keine Ahnung und keine blassen Schimmer über die physikalischen, chemischen.... biologischen Grundlagen hat, aus denen eben unsere Welt besteht und mit denen man gut und gerne auf die Vorstellung von etwas planendem Allumgreifenden über Bord werfen kann, dann hast du bestimmt recht.

Meine sehr gute Lehrer auf dem Gymnasium konnten mir schon reichlich Ahnung und Schimmer über physikalische und biologische Grundlagen vermitteln. Manche Fachliteratur konnte mich später noch etwas weiter bringen, auch wenn ich mich als "außenstehend" bezeichne! - Außerdem sprach ich früher oft mit meinem verstorbenen Onkel, Friedhelm Lübke, einem damals führenden Professor in der Frauenmedizin, vertieft über Themen des Medizinbereiches. Ein Bekannter von mir ist z.B. Atomphysiker und auch er konnte mir Dinge sagen, die mich etwas weiter brachten.

Nein - Du darfst nicht glauben, dass Du der Einzige bist, der sich für Naturwissenschaften interessiert und sie "versteht".

Zitat
Du glaubst die Naturwissenswchaften können nur auf auf bereits vorhandenes hinweisen und du glaubst, alle Informationen seien bereits dagewesen, als der Mensch auf der Bildflächer erschien. Das sind aber nichts anderes als einfache, bequeme und überaus naive "Denkmuster" und haben mit der Realität überhaupt nicht zu tun.

Mach Dich nicht lächerlich! Willst Du etwa behaupten, irgendein Naturwissenschaftler sei gar aktiv an der Erschaffung des Kosmos beteiligt gewesen!? Nein - es war schon alles "angelegt", bevor die Fachleute anfingen, nach der Methode "Versuch und Irrtum", die stimmigen Details zu "entdecken", um diese dann fleißig zu katalogisieren!

Zitat
Hinter all dem stecken nichts anderes als Chaos und "gewaltige" Gravitationskräfte.

Chaos ist stets auch auf Bewegung angewiesen und ist als Prinzip in die Schöpfung eingebunden.

Die Gravitationskraft ist die schwächste aller Kräfte und entsteht durch jedes nur denkbare Energiepotential (also keines­wegs nur dort, wo sich Masse findet: Wie Einstein nachweisen konnte, ist Masse nur e i n e von mehre­ren Formen, in der Energie präsent sein kann.

Naturwissenschaften erklären die Welt auf eine andere Weise, als es Religionen tun. Beide haben ihre eigenen Gedanken- und Sprachformen entwickelt und keine davon sollte abfällig als minderwertig beurteilt werden. (Meine ich.)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

26.04.2017 02:21
#736 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Schon warum wir unbedingt eine Erstursache brauchen sollen ist mir schleierhaft.
Gibt es Ewigkeit, dann braucht es keine Erstursache!
Ewigkeit hat nämlich keinen Anfang.
Was aber einen Anfang hat, das hat auch ein Ende.

Lukrez,

... richtig! - Deswegen wird ja "Gott" zwar als der Initiator der "ersten Ur-Sache", selber aber (ähnlich einer Kreislinie) ohne Anfang und Ende gedacht.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.04.2017 19:40
#737 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #735

Zitat
Wir kritisch denkenden Atheisten glauben also nicht, dass alles aus NICHTS entstanden ist.. Das ist ein völlig falsche Vorstellung deinerseits. Eben, weil du dir selbst einen Planer vorstellst, der plötzlich aus dem Nichts erscheint und alles aus Nichts erplant hat..
Perquestavolta,

... also Physiker sind auch nur "beschränkte" Menschen..

Soll das jetzt wieder heißen, dass du Physikern weit voraus bist?




Zitat von Reklov im Beitrag #735

und neuerdings erhebt sich unter diesen "Experten" auch die Vermutung, es könnte durchaus an mehreren Stellen des Universums sog. Big Bang-Zentren gegeben haben.
Was du wiedermal falsch verstanden hast.




Zitat von Reklov im Beitrag #735

Nein - Du darfst ja gerne die Physiker zu Deinen "Priestern" mache...
Du bist selbst derjenige der hier schon unmengen Physiker zum seinem Priester gemacht hat.

Ich erinnere dich an dein berühmten Listen...


Lass gut sein, Reklov.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

26.04.2017 21:42
#738 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
... also Physiker sind auch nur "beschränkte" Menschen und neuerdings erhebt sich unter diesen "Experten" auch die Vermutung, es könnte durchaus an mehreren Stellen des Universums sog. Big Bang-Zentren gegeben haben.


Das Universum heißt Universum weil es alles beinhaltet und außerhalb nichts existiert.
Für unser Universum existiert nur unser Universum.
Ein außerhalb von unserem Universum gibt es nicht, da das Universum schlichtweg den einzigen Raum beinhaltet.
Wir haben unsere Zeit und unseren Raum und ein Außerhalb gibt es für uns nicht!
Allerdings könnten alle jemals existierenden Universen schon in diesem Universum existiert haben und auch weiter existieren.
Ein Universum im ständigen Wandel und in einem ewigen Kreislauf.

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De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

27.04.2017 14:09
#739 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Auch einfache Atome sind ein Evolutionsprodukt von einfacheren Vorstufen aus Energieträgern!
Die Elemente sind ein Evolutionsprodukt durch Kernfusion einfacher Ur-Elemente.
Minerale sind wiederum ein Evolutionsprodukt aus Atomen der Elemente.
Leben ist wiederum ein Evolutionsprodukt aus Elementen und Mineralen durch die Thermodynamik.

Lukrez,

... Deine Aufzählung mag ja fachlich korrekt sein, jetzt müsste man nur noch den finalen Zweck dieser "Evolution" kennen, oder - warum übehaupt etwas ist und vielmehr NICHTS ? Das sind die eigentlichen Sinn-Fragen, welche die Menschen umtreiben und auf die sich bisher keine gültige Antwort finden ließ!

Zitat
Auf tote Materie bezogen stimmt das ja. In der Biologie sieht das aber vollkommen anders aus!
Damit ein Lebewesen überleben und sich fortpflanzen kann, müssen Millionen andere als Ausschuss oder Nahrungsgrundlage zugrunde gehen.

Wenn z.B. ein Gnu einer Raubkatze zum Opfer fällt, so können dennoch viele andere aus der Gnu-Herde überleben. Nur weil sie aber überleben, sind sie ja noch nicht als "Ausschuss" zu deklarieren.
Das Seelische, dass man ja auch einem Tier zusprechen kann, ist aber bei solchen Betrachtungen noch gar nicht mit einbezogen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

27.04.2017 14:18
#740 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du bist selbst derjenige der hier schon unmengen Physiker zum seinem Priester gemacht hat. Ich erinnere dich an dein berühmten Listen...

Perquestavolta,

... erstens sind das für mich noch lange keine "Priester", sondern Fachleute, die ihre persönliche Meinung zur Welt sagten - und zweitens könnte man ja dem auch eine Liste atheistischer Wissenschaftler-Zitate gegenüber stellen. - Wo also liegt das Problem?

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.858

27.04.2017 18:20
#741 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
oder willst Du etwa das große kosmische Geheimnis des WOHER und WOHIN in die kleine Welt menschlicher Begrifflichkeiten zwängen?

Na, immerhin besser, als die Begriffe impotent zu hacken!

Zitat
Wenn Du glaubst, allein mit Definitionen dem "Geheimnis" des Glaubens in der Welt näher zu kommen, irrst Du Dich.

Korrekte Definitionen alleine nicht. Immerhin habe ich zudem eine Geschichtsschau abgeliefert, WARUM denn die Frühmenschen auf einen Gottes- und Götterglauben kommen MUSSTEN! => Vor der Kulisse ihrer damaligen Kenntnislosigkeit. Jetzt ist mehr Kenntnis da, aber trotz seiner atavistischen Überflüssigkeit hält der religiöse Glaube und Gottglaube über die Kindererziehung und den Propagandamechanismen sich in unseren Hirnen und Herzen als Folklore und Angstmache fest. Es wird noch etwas dauern, bis wir unsere geistigen Potenzen für was Besseres endlich freigeschaufelt haben werden.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.04.2017 19:36
#742 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #740

Zitat
Du bist selbst derjenige der hier schon unmengen Physiker zum seinem Priester gemacht hat. Ich erinnere dich an dein berühmten Listen...

Perquestavolta,

... erstens sind das für mich noch lange keine "Priester", sondern Fachleute, die ihre persönliche Meinung zur Welt sagten - und zweitens könnte man ja dem auch eine Liste atheistischer Wissenschaftler-Zitate gegenüber stellen. - Wo also liegt das Problem?




Das Problem bei deiner Liste ist, dass du Die Autorität von Wissenschftlern bemühst, die selbst alle in einem ganz anderen Zeitgeist gelebt haben.
Ein weiteres Problem ist dein Behauptung, "Experten" wären der Meinung, dass der Urknall an mehreren Orten des Universums gleichzeitig stattgefunden hätte..


Was für Experten sind das, Reklov? Jeder Sprengmeister kann dir zeigen, dass das Universum dann niemals so aussehen würde: https://de.wikipedia.org/wiki/Urknall


Aber das größte Problem von allen ist, dass du nicht begreifen kannst, dass die subjektive Wertung deiner Sicht der Dinge, kein Maßstab für sonst jemand ist.

Du siehst überall eine Ordnung wo gar keine ist.. Diese "scheinbare" Ordnung ist ein Konstrukt deines Gehirns..nichts weiter. Du glaubst, weil in du Farben sieht gibt es diese wirklich. Tatsächlich aber sind Farben nichts anderes als elektromagnetischen Wellen, die vom Auge und seinen Antennen in kleine unterschiedlich elektrische Signale umgewandelt werden und im Gehirn den Farbreiz auslösen. Deswegen gilt immer noch, dass die Materie geruchlos, farblos und geschmacklos ist.. nur aus der unterschiedliche Reizung unserer Sinne konstruiert unser Gehirn die Erfahrungswelt "Mittelerde" die wir meinen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.04.2017 20:15
#743 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der Mensch Schuf Gott nach seinem Bilde:

Warum die Welt nicht so ist wie wir sie sehen und warum die Wirklichkeit nicht das selbe ist wie Realität.


Dieser Aufsatz ist ein muss: http://www.wissenschaft.de/archiv/-/jour...r-Wirklichkeit/

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

28.04.2017 16:01
#744 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Na, immerhin besser, als die Begriffe impotent zu hacken!

Gysi,

... das eigentliche Wesen bei Betrachtung der vielen philosphischen "Mustern" ist Sprachkritik, wie es Wittgenstein einmal ausdrückte. So falsch liegt er damit nicht, denn wir können nur in Sprachbegriffen denken. Diese müssen also stets "gehackt" werden, will man nicht allein ihrer Begrifflichkeit unterliegen!
(Egal ob potent oder impotent.)

Zitat
Korrekte Definitionen alleine nicht. Immerhin habe ich zudem eine Geschichtsschau abgeliefert, WARUM denn die Frühmenschen auf einen Gottes- und Götterglauben kommen MUSSTEN! => Vor der Kulisse ihrer damaligen Kenntnislosigkeit. Jetzt ist mehr Kenntnis da, aber trotz seiner atavistischen Überflüssigkeit hält der religiöse Glaube und Gottglaube über die Kindererziehung und den Propagandamechanismen sich in unseren Hirnen und Herzen als Folklore und Angstmache fest. Es wird noch etwas dauern, bis wir unsere geistigen Potenzen für was Besseres endlich freigeschaufelt haben werden.

Wir wissen zwar heute viel mehr, aber bekanntlich macht uns dieses Vielewissen nicht "schlauer", wenn es zu den Fragen kommt, welche ja in Deinem Religionsforum die Hauptrolle spielen!
Anerziehen kann man einem Kind den Glauben nur bis zu einem bestimmten Punkt. Ssobald es dann später mit anderen Infos in Berührung kommt, beginnt die eigentliche Schau auf den anerzogenen Glauben - damit auch die Entscheidung für oder gegen ein seit der Jugend vorgekautes Dogma.

Die "Gottesfrage" bleibt aber davon unberührt, denn hierzu gibt es nun mal keine, von uns greifbaren "Beweise", außer die "Schöpung", welche ja den ganzen Kosmos umgreift.
Es gilt also zunächst, die "Folklore" und die "Angstmache", spätestens ab dem Verlassen der Kindheit, als Firlefanz abzustreifen und sich auf den inneren Weg zu besinnen. Dabei kann man alle Infos, die als Aufforderung zum Denken in der Außenwelt z.Z. greifbar sind, als Hilfe mitnehmen.
Auf diesem Weg ist man allerdings dann allein und muss seine eigenen Wegweiser aufstellen, denn die gesuchten "Antworten" stecken nicht nur in den materiellen Erscheinungen, welchen wir im Leben begegnen, mit ihnen ja auch oft auf sehr unangenehme Weise konfrontiert werden.

"Überflüssig" könnte man natürlich auch den Atheismus bezeichnen, denn er hat ebenfalls seine "Richtlinien", die er eisern verwendet, um das sog. "Göttliche" zu negieren.

Aber, ich sage - jeder wie er mag und kann.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

28.04.2017 16:29
#745 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das Problem bei deiner Liste ist, dass du Die Autorität von Wissenschftlern bemühst, die selbst alle in einem ganz anderen Zeitgeist gelebt haben.
Ein weiteres Problem ist dein Behauptung, "Experten" wären der Meinung, dass der Urknall an mehreren Orten des Universums gleichzeitig stattgefunden hätte..

Perquestavolta,

... es gab schon seit der Antike "Atheisten" und Kritiker von Dogmen! Auf meiner "Liste" standen Leute, denen man zutrauen darf, dass sie über den Rand kirchlicher Dogmen und dem von einem Zeigeist beherrschten Denken hinausblicken konnten. - Ein Problem sehe ich also höchstens, dass in Deinem link, dessen Inhalt mir übrigens aus der Fachliteratur bekannt ist, das Wort "Urknall-Theorie" zu oft auftaucht und bei Theorien muss man zunächst kritisch auf menschliche Unzulänglichkeiten blicken.
Mehr über den Kosmos, sollte uns dies wegen der riesigen Entfernungen überhaupt möglich werden, werden wir evtl. auf endlosen Raumfahrten "erfahren" können. "Erfahrung" wird im Deutschen nicht ohne Grund aus dem Wort "fahren" abgeleitet, denn nur, wer sich früher auf Reisen begab, konnte etwas erfahren.
Ich vermute aber, dass auch in der zukünftigen Raumfahrt, wie bei den ersten großen Seereisen, leider zahlreiche tödliche Unfälle passieren werden.
Ob dies aber die Menschheit im Ganzen innerlich weiter bringt, ist wiederum eine andere Frage, denn man schaue nur auf unsere high tech-Gesellschaften. Technisch sind sie zwar weit vorne, aber innerlich immer noch im "Neandertal" hocken geblieben!!!

Zitat
Aber das größte Problem von allen ist, dass du nicht begreifen kannst, dass die subjektive Wertung deiner Sicht der Dinge, kein Maßstab für sonst jemand ist.

Hältst Du mich etwa für verblendet? Habe ich je einen "Maßstab" für mich in Anspruch genommen? - Wenn Du dies auch bei Deiner Sicht auf die Dinge der Welt gelten lässt, ist doch alles o.k.! Was redest Du also von einem Problem!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

28.04.2017 17:09
#746 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Warum die Welt nicht so ist wie wir sie sehen und warum die Wirklichkeit nicht das selbe ist wie Realität.
Dieser Aufsatz ist ein muss: http://www.wissenschaft.de/archiv/-/jour...r-Wirklichkeit/

Der Aufsatz ist gut, und 2 Sätze lassen folgenden Kommentar zu:

(1) >> Ich bin überzeugt von der Existenz einer Welt außerhalb unseres Bewußtseins, einer Welt, in der Tiere und Menschen leben, die ein Gehirn haben. Die objektive Welt erregt die Sinnesorgane dieser Tiere und Menschen. Ihre Gehirne machen daraus etwas, und ich bin ein Konstrukt und lebe in einem Konstrukt dieser Gehirne, einschließlich meines eigenen. <<

Ich meine: Es ist eben diese "Welt außerhalb des Bewusstseins" welcher sich die Gehirne der Gläubigen zu nähern versuchen. Dass sie dabei mit ihren Möglichkeiten nicht richtig weiter kommen, bleibt verständlich, denn wie auch sollte man andere "Dimensionen/Sphären" auf die Wirkichkeit unserer Erde ziehen können?

(2) >> Erstens macht sich jedes Gehirn seine eigene Welt. Die individuelle Wirklichkeit und die vom Bewußtsein unabhängige Realität sind zwei verschiedene Dinge. Daraus folgt zweitens: Naturwissenschaftliche Aussagen können nie den Anspruch erheben, objektiv wahr zu sein. <<

Daraus kann man entnehmen, dass Deine wissenschaftlich so bemühten Beiträge eben keinen Anspruch auf "objektive Wahrheit" anmelden dürfen, ebenso wenig, wie die Vermutungen der so lange gepflegten religiösen Dogmen.

Atheisten, wie auch Gläubige stehen sich also recht "ratlos" gegenüber, wenn es zu den hier so gerne vorgetragenen Streitgesprächen über das Thema "Gott" kommt.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 18.858

28.04.2017 18:28
#747  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
So falsch liegt er damit nicht, denn wir können nur in Sprachbegriffen denken.

Korrekte Begriffsdefinitionen sind die besten Waffen im Kampf um die Wahrheit. Aber du relativierst ihre Bedeutung, weil du die Bedeutung der Wahrheit relativierst! Das tust du immer dann, wenn die Kraft der Argumente deinen geliebten Gottestraum wieder mehr verblassen lassen.

Vielleicht ist es in der Regel auch nur der Jugend belassen, sich von dummen Träumen losreißen zu können. So wie John Lennon das in seinem Song "God", geschrieben nach seiner Primal-Scream-Therapy bei Arthur Janov, tat: Da rechnete er mit allen Glaubensformaten ab, denen er erlegen war: "I don't belive in... Jesus, Buddha, I-Ging, Zimmerman, Elvis, Beatles! I just belive in... me! Yoko and me. And THAT'S realitiy!" Gut - John war damals immerhin schon 30. Aber keine 70! Vielleicht hat das ja was damit zu tun.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

28.04.2017 22:00
#748 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #745

Zitat
Das Problem bei deiner Liste ist, dass du Die Autorität von Wissenschftlern bemühst, die selbst alle in einem ganz anderen Zeitgeist gelebt haben.
Ein weiteres Problem ist dein Behauptung, "Experten" wären der Meinung, dass der Urknall an mehreren Orten des Universums gleichzeitig stattgefunden hätte..
Perquestavolta,

... es gab schon seit der Antike "Atheisten" und Kritiker von Dogmen!



In der Antike gab es noch keine Kirche.
Und um nochmals darauf hinzuweisen, ist es völlig egal was DU glaubst oder nicht glaubst. Es geht einzig und allein darum, dass keinen Beweis für die Existenz eines Schöpfergottes gibt und schon gar keinen naturwissenschaftlichen. Wenn Einstein und Spinoza das Seiende/die Natur selbst als Gott/das Göttliche deuteten, dann war diese Vorstellung von den Einflüssen ihres persönlichen biographischen Umfeldes und dessen Zeitgeist gefärbt.
Aus der seriösen Hirn- und Bewusstseinsforschung weis man heute ziemlich genau, dass unser Gehirn die Wirklichkeit aus Interpretationen von Sinnesreizen konstruiert, die zum Überleben nützlich und zweckmäßig sind und dass die Welt in Wahrheit geruchlos, farblos und geschmacklos ist.

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

29.04.2017 11:40
#749 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In der Antike gab es noch keine Kirche.

Perquestavolta,

... die Jerusalemer Urgemeinde war die erste christliche Gemeinde, die sich nach Pfingsten in Jerusalem versammelte, in der Zeit von etwa 30 bis 70. - Doch das Christentum steht nicht für sich. Wie heutzutage fast allgemein bekannt, gründet es – mehr oder weniger – auf dem Judentum, das selbst wieder vielerlei religiöse Ideen in sich vereint, und das möglicherweise sogar seinen Monotheismus persischen Anregungen verdankt. Auch aus vorchristlichen, “heidnischen” (=nicht-jüdischen) Religionen, ist mehr in das spätere Christentum eingeflossen, als die Kirchen “wahr haben” wollen. Zum besseren Verständnis des Christentums und anderer heutiger Religionen ist es daher sinnvoll, sich auch mit antiken religiösen Ideen zu befassen, die nicht selten tiefere Gedanken enthalten, als man ihnen gemeinhin zutraut.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.742

29.04.2017 12:30
#750 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
So wie John Lennon das in seinem Song "God", geschrieben nach seiner Primal-Scream-Therapy bei Arthur Janov, tat: Da rechnete er mit allen Glaubensformaten ab, denen er erlegen war: "I don't belive in... Jesus, Buddha, I-Ging, Zimmerman, Elvis, Beatles! I just belive in... me! Yoko and me. And THAT'S realitiy!" Gut - John war damals immerhin schon 30. Aber keine 70! Vielleicht hat das ja was damit zu tun.

Gysi,

... wer (wie J. Lennon) Elvis mit Jesus oder Buddha auf eine Ebene stellen möchte, hat sich wohl eine leicht "verkiffte" Unordnung in seinem Kopf zusammengeraucht. (?) - Und wer sich gar von seinen 3 Bandkollegen verbal abseilt, scheint jegliche Orientierung verloren zu haben, denn es ist doch klar, dass die VIER Liverpooler eine "Schicksalsgemeinschaft" waren, ohne deren Zusammenhalt überhaupt kein so gigantischer "Arbeitserfolg" in der Musikbranche möglich gewesen wäre.
Nur noch sich und Yoko zu sehen und darin gar einen "Glaubensinhalt" erblicken zu wollen, zeigt mir, dass John durch seinen frühen Erfolg irgendwie "vernebelt" worden war. Seine Jugendfreundin und spätere Frau war ihm ja dann scheinbar auch nicht mehr "gut" genug. (?)
Keiner von uns weiß genau, wieviel Bewusstseinsformen sich der ehemalige Kunststudent John in seinen wenigen Lebensjahren überhaupt vertieft vor Augen führen und wie weit sein menschlicher Reifeprozess vorankommen konnte. - Elvis wurde auf diese, John L. auf eine andere Weise ein Opfer seines Ruhmes und den damit einhergehenden Risikofaktoren für Geist, Seele und Körper. - Wäre also John mit seinen 3 Bandkollegen lediglich eine lokale Bandgröße in Liverpool geblieben, wäre ihm mit Sicherheit nicht der "verrückte" Attentäter zum Schicksal geworden. Ebenso hätte Elvis, wäre er ein singender LKW-Fahrer im Memphis geblieben, nicht den für ihn so zerstörerischen Weg einschlagen müssen, den sein Welterfolg ihm vorzeichnete.

Ich weiß noch gut, wie ich schon ab dem 22 Lebensjahr den damals beachtlichen Erfolg unserer lokalen Top-40-Band über Jahrzehnte genoss, mit meinen Gitarren viele Bühnen bespielte, das Wohlwollen der Damen genoss und glaubte, das Leben sei ein Glückspool.
Die "ernsthaften" Dinge des Lebens wurden mir aber über entsprechende Literatur und persönliche Erfahrungen so ab dem 29. Lebensjahr dann nach und nach zugetragen und so konnte ich (bis heute) noch viele nützliche Lektionen lernen.

Gruß von Reklov

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