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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

04.05.2017 22:17
#776 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Anhand der Farbwahrnehmung lässt sich das noch besser veranschaulichen.
Tiere nehmen Farben erwiesenermaßen höchst unterschiedlich wahr und erkennen auch andere Wellenlängen als unterschiedliche Farben.
Raubtiere sind oft auch vollkommen farbenblind, da sie Farberkennung nicht zu ihrem Überleben benötigen.
Farbensehen entstand in der Evolution nur deshalb, weil es besonders Fruchtfressern einen enormen Überlebensvorteil verschaffen konnte.
Auch beim Menschen gibt es Störungen der Farbwahrnehmung - wie beispielsweise die Rot-Grün-Blindheit:
In Europa sind 10% der Männer, aber nur 0,5% der Frauen von einer Rot-Grün-Sehschwäche betroffen.
Für das Fehlen farbempfindlicher Zellen in der Netzhaut ist ein defektes Gen auf dem X-Chromosom verantwortlich. Es wird X-chromosomal-rezessiv vererbt.

Also gibt es keine Farben!
Alles eine vollkommen subjektive Interpretation des Gehirns.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

05.05.2017 11:53
#777 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Freunde, flieht die dunkle Kammer,
Wo man euch das Licht verzwickt,
Und mit kümmerlichstem Jammer
Sich verschrobnen Bilden bückt.
Abergläubische Verehrer
Gab's die Jahre her genug,
In den Köpfen eurer Lehrer
Laßt Gespenst und Wahn und Trug.

Wenn der Blick an heitern Tagen
Sich zur Himmelsbläue lenkt,
Beim Siroc der Sonnenwagen
Purpurrot sich niedersenkt,
Da gebt der Natur die Ehre,
Froh, an Aug und Herz gesund,
Und erkennt der Farbenlehre
Allgemeinen ewigen Grund.


Aus Goethes Farbenlehre.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

05.05.2017 12:36
#778 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #771
. ... wenn Du hierbei auch die "verneinenden/leugnenden" Gedanken über "Gott" mit einbeziehst, wäre das nur fair!


Du willst es einfach nicht verstehen.

Wenn jemand etwas behauptet, dass absolut unwahrscheinlich ist und für das es nicht den kleinsten Beweis gibt, ist es logisch und vernünftig, die Behauptung zurückzuweisen.

Zitat von Reklov im Beitrag #771
. Ein Gott mit "Elefantenkopf" stellt nun mal eine Mischung zwischen Mensch und Tier dar. Bekanntlich sind beide Lebewesen dem Zerfall preisgegeben und eignen sich deswegen, meiner Meinung nach, nicht als stimmiges Bild für einen "Gott", den man als "ewig" und "unbedingt" denkt.


Da ein Gott mit Elefantenkopf die gleiche pure Mutmaßung und Spekulation ist wie Dein Gottesbild, sind beide Vorstellungen gleich dumm oder intelligent.

Zitat von Reklov im Beitrag #771
Wissenschaften bringen zumindest eine Klarheit in die Ordnungsverhältnisse im bisher bekannten Kosmos.


Hier stimme ich Dir vollkommen zu.

Zitat von Reklov im Beitrag #771
Außerdem befreiten sie den Menschen vom irreführenden Aberglauben.


Der Aberglaube hat nur andere Namen bekommen. Die meisten Menschen glauben leider weiterhin an hanebüchene Dinge.

Zitat von Reklov im Beitrag #771
. Sich daraus aber schon ein korrektes "Bild" vom Begriff "Gott" machen zu wollen, wäre genauso schwer, wie wenn z.B. intelligente Aliens (in weiter Zukunft!), auf einem weit entfernten Planeten, ein von Menschen verlassenes Raumschiff fänden und allein anhand der Technik des Raumschiffes, sich ein Bild vom Menschen zu machen versuchten.


Es überrascht mich nicht, dass Du hier keinen Unterschied erkennen kannst. Du bist Bei Deinem theistischen Weltbild einfach vollkommen subjektiv und unlogisch.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

05.05.2017 12:43
#779 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Blackysmart im Beitrag #778

Da ein Gott mit Elefantenkopf die gleiche pure Mutmaßung und Spekulation ist wie Dein Gottesbild, sind beide Vorstellungen gleich dumm oder intelligent.

Ich hab zwei wunderschöne kleine Ganesha Figuren im Regal stehen und mag ihn sehr... er ist sanft wie ein Lämmchen, doch ist es ratsam, ihn nicht wütend zu machen.

Reklov Online




Beiträge: 5.911

05.05.2017 12:48
#780 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Also gibt es keine Farben!
Alles eine vollkommen subjektive Interpretation des Gehirns.

Lukrez,

... wir Menschen unterscheiden zwischen Körperfarben (wie bei einem Maler) - und Lichtfarben (von Leuchten und Strahlern).

Weil die Farbempfindung im Gehirn stattfindet, spielt Farbe auch in der Physiologie und der Psychologie eine Rolle.

>> Eine Farbe ist durch ihre «physikalische Zusammensetzung» zwar eindeutig bestimmt, aber nicht charakterisiert. Und doch besitzt sie, unabhängig von der Art ihrer Erregung, eine "selbständige Existenz". <<

– H. Greinacher (Universität Bern)


Gruß von Reklov

Reklov Online




Beiträge: 5.911

05.05.2017 13:55
#781 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wenn jemand etwas behauptet, dass absolut unwahrscheinlich ist und für das es nicht den kleinsten Beweis gibt, ist es logisch und vernünftig, die Behauptung zurückzuweisen.

Blackysmart,

... Wenn die Erscheinungen im Kosmos, zu denen ja auch Du gehörst, noch nicht genügend "Beweise" für Dich sind, dann frage ich mich, was für Beweise Du noch brauchst!? - "Blind" bist Du ja nicht, es fragt sich lediglich, wie Du die Welt "siehst"? - Wenn Du aber hierbei gar die Logik und Vernunft bemühst, dann möchte ich höflich darauf hinweisen, dass menschliche Vernunft sich stets in Verengungen befindet und deswegen auch der unauslöschliche Antrieb des Philosophierens ist.

Vernunft sucht stets auch das Ganze durch Bezug auf das EINE und durch Erwecken alles Wirklichen.
Alle Weisen des menschlichen Denkens zeigen einen, speziell zu ihnen gehörenden Wahrheitssinn. Sie zeigen sich aufeinander bezogen. In ihrer Isolierung werden/wurden sie unwahr, weil sie in Unmöglichkeiten, Verkennungen und Verkehrungen fallen/fielen!!!
Das die Welt Umgreifende, das sich als der grenzenlose Antrieb zur Verbindung von allem mit allem sich vollzieht, nennen wir VERNUNFT.

Vernunft ist nicht das EINE, sondern will das EINE. - Der Grundzug der Vernunft ist der Wille zur Einheit. Aber - zugegeben - die Schwungkraft liegt in der Frage, was diese Einheit sei. - Diese Einheit läßt sich weder an den Einheiten des im Bewusstsein überhaupt wißbar Richtigen, noch an den großen Einheitsbildern aus Ideen festmachen.
Vernunft geht ebenso entschieden mit, wo Existenz diese Einheit durchbricht; sie ist dann aber sogleich wieder gegenwärtig, um die sich am Abgrund absoluten Fernseins gegenüberstehenden Existenzen zur Kommunikation anzutreiben.

Die Vernunft bringt alles Seiende, indem sie es auf das EINE bezieht, in Unruhe!!!

Die Vernunft ist daher nicht an sich. - Sie hat als Gehalt keinen eigenen Ursprung. Sie weist entweder auf die Quelle der Vernunft, das Unerreichbare des EINEN, das durch sie wirkt, oder auf das Andere, das durch sie erweckt und in Bewegung gebracht wird.

Das Wort VERNUNFT lässt in unserer Sprache mehrere Momente ihres Wesens anklingen.
Erstens das kluge und methodische Denken, die Reinheit der Einsicht auf Grund unbeschränkter Kritik (Vernunft steht im gegensatz zur Gedankenlosigkeit).
Zweitens Selbstbeherrschung und Zucht, damit Vorsicht und Enthaltsamkeit (als vernünftiger Gegenpol zu Willkür und Unordnung.
Drittens Selbsterkenntnis, damit Maß, die Anerkennung der uns gesetzten Grenzen und Selbstbescheidung - als Gegensatz zum Übermut.
Viertens Ruhe, damit Wartenkönnen und Hörenkönnen - als Gegensatz zum verengten Affekt oder gar dem Rausch der Gefühle.

Gruß von Reklov

Reklov Online




Beiträge: 5.911

05.05.2017 14:22
#782 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da ein Gott mit Elefantenkopf die gleiche pure Mutmaßung und Spekulation ist wie Dein Gottesbild, sind beide Vorstellungen gleich dumm oder intelligent.

Blackysmart,

... ich sehe das anders, denn - auf der einen Seite hat sich ja eine religiöse Mutmaßung aus dem indischen Kulturkreis zu einer bildlichen Aneignung, also einer konkreten Darstellung (Mensch und Elefantenkopf) hinreißen lassen, während das "bildlose Denken" über Gott nochmal eine ganz andere Qualität besitzt, auch von uns abfordert! Solches Denken lässt keine bildlichen Verengungen zu, fordert vom Menschen also das anstrengende Einbeziehen all des Wissens, das er ergreifen kann, lässt aber auch damit verbundene Möglichkeiten zu versch. abstrakten Denkwegen offen.

Gott sprach zu Mose: ICH WERDE SEIN, DER ICH SEIN WERDE. Und sprach: Also sollst du den Kindern Israels sagen: ICH WERDE SEIN hat mich zu euch gesandt. (Lutherbibel 1912)

Diese alte jüd. Weisheit finde ich nicht uninteressant, denn sie legt sich auf kein "Bild" fest, sondern fordert den Menschen zu eigenen Denkanstrengungen über das Sein und Dasein auf - bis heute - bis hinein in dieses Forum.


Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

05.05.2017 20:05
#783 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #781



... Wenn die Erscheinungen im Kosmos, zu denen ja auch Du gehörst, noch nicht genügend "Beweise" für Dich sind, dann frage ich mich, was für Beweise Du noch brauchst!?

Erscheinungen im Kosmos sind aber nichts anderes als subjektive Interpretationen..


Zitat von Reklov im Beitrag #781

- "Blind" bist Du ja nicht, es fragt sich lediglich, wie Du die Welt "siehst"?
Diese Frage stellt sich bei dir genauso...
Du behauptest, dass Atheisten, Naturalisten, Rationalisten... die Welt nur rein materialistisch betrachten und dies wäre nach deiner Sicht der Dinge eine nur überaus beschränkte Betrachtungsweise. Warum aber gibt es dann unter den Atheisten, Rationalisten und Naturalisten überaus begabte Künstler, Philosophen, großartige Musiker, geniale Physiker, Biologen, Mathematiker... die alle ihre Arbeit mit Leidenschaft und Begeisterung ausüben? Während reine Subjektivisten wie du einer bist, ihr ganzes Leben nur damit verbringen, ihrer unmittelbaren Umwelt, inkl. den darin lebenden Mitmenschen, ein rein subjektives Ordnungskonzept aufzuzwingen, das am bestmöglchten ihren eigenen Befindlichkeitsansprüchen angepasst ist. Natürlich allumfassend und möglichst umgreifend "unbegreiflich". Diese umgreifend "unbegreifliche", immer alles allumfassende und allem übergeordente Superautorität, mit der man seine ahnungslosen "Untermenschen" immer gerade noch ausreichend genug "Gewissenszweifel" injizieren kann, ist natürlich für jeden egozentrische Egomanen - dem es ja immer nur um das eigene seelische und auch leibliche Befinden geht, natürlich ein überaus vorteilhafter wie unerschöpflicher Rechtfertigungsgrund...

Warum der UR-Grund für dich solch wichtige Bedeutung hat, lässt sich rational recht gut verstehen.


Zitat von Reklov im Beitrag #781

Wenn Du aber hierbei gar die Logik und Vernunft bemühst, dann möchte ich höflich darauf hinweisen, dass menschliche Vernunft sich stets in Verengungen befindet und deswegen auch der unauslöschliche Antrieb des Philosophierens ist.
Wessen Vernunft denn, Reklov? Doch nicht etwa die Deine?

Die Physik, die Hirnforschung, die Bewusstseinsforschung, die Soziologie... erklären und zeigen uns, dass "Vernunft" keine universelle Gesetzmäßigkeit hat, sonder immer in Relation zu einem zweckmäßigen oder Vorteil steht..Reklov.

http://www.alltagsforschung.de/die-psych...des-narzissmus/
Vernunft sucht stets auch das Ganze durch Bezug auf das EINE und durch Erwecken alles Wirklichen.
Nur aber ist das Wirkliche nichts anderes als DU selbst. Deine Interpretation dessen, was du empfindest und nicht empfindest. www.gestalttheory.net/download/narziss.pdf
In deiner Philosophie der eigenen Vernunft verwendest du anderen gegenüber häufig: "du solltest nicht" und "du darfst nicht"...http://www.alltagsforschung.de/die-psych...des-narzissmus/


Zitat von Reklov im Beitrag #781

Alle Weisen des menschlichen Denkens zeigen einen, speziell zu ihnen gehörenden Wahrheitssinn. Sie zeigen sich aufeinander bezogen. In ihrer Isolierung werden/wurden sie unwahr, weil sie in Unmöglichkeiten, Verkennungen und Verkehrungen fallen/fielen!!!
Das die Welt Umgreifende, das sich als der grenzenlose Antrieb zur Verbindung von allem mit allem sich vollzieht, nennen wir VERNUNFT.


Also bist du weder weise noch vernünftig, sondern einfach nur krankhaft egozentrisch..http://arbeitsblaetter.stangl-taller.at/...entrismus.shtml

Zitat von Reklov im Beitrag #781

Vernunft ist nicht das EINE, sondern will das EINE. - Der Grundzug der Vernunft ist der Wille zur Einheit.
Ach? Und deswegen bist du aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Weil du dich in der Gemeinschaft mit anderen, im Glauben nicht den einen Willen durchsetzen konntest? Nennt man das nicht "infantilen Egozentrismus"? Oder andersherum die Einheit des Egozentrikers?


Zitat von Reklov im Beitrag #781

Aber - zugegeben - die Schwungkraft liegt in der Frage, was diese Einheit sei.
Ja, da gibt es viele unterschiedliche Hypothesen und Theorien. Aber in deinem Fall weis die Psychiatrie bestimmt die richtige Antwort.

Zitat von Reklov im Beitrag #781

Diese Einheit läßt sich weder an den Einheiten des im Bewusstsein überhaupt wißbar Richtigen, noch an den großen Einheitsbildern aus Ideen festmachen.


Offensichtlich bist du gerade noch schau genug, deine Mitmenschen darüber immer schön im Ungewissen treiben zu lassen. Oder andersherum ausgedrückt, die Ungewissheit deiner Mitmenschen ermöglicht es dir ein schönes selbstzufriedenes "Hochstapler-Dasein" zu führen..

Zitat von Reklov im Beitrag #781

Vernunft geht ebenso entschieden mit, wo Existenz diese Einheit durchbricht; sie ist dann aber sogleich wieder gegenwärtig, um die sich am Abgrund absoluten Fernseins gegenüberstehenden Existenzen zur Kommunikation anzutreiben.
Damit man sich überall als Made in den Speck fressen kann und immer eine übernatürliche Ausrede vorweisen kann, falls man mal aufzufliegen droht..

Zitat von Reklov im Beitrag #781

Die Vernunft bringt alles Seiende, indem sie es auf das EINE bezieht, in Unruhe!!!
Die paar Jahre wirst du schon noch durchhalten..auch kannst du damit rechnen, dass du als Einzelkind keine weiteren Verwandten mehr hast, die dich besser genug kennen würden, um dich noch auffliegen zu lassen.

Zitat von Reklov im Beitrag #781

Die Vernunft ist daher nicht an sich. - Sie hat als Gehalt keinen eigenen Ursprung.
In deinem Fall ganz bestimmt.

Zitat
Der Begriff Vernunft bezeichnet in seiner modernen Verwendung die Fähigkeit des menschlichen Denkens, aus den im Verstand durch Beobachtung und Erfahrung erfassten Sachverhalten universelle Zusammenhänge der Wirklichkeit durch Schlussfolgerung herzustellen, deren Bedeutung zu erkennen, Regeln und Prinzipien aufzustellen und danach zu handeln. Soweit sich die Vernunft auf Prinzipien des Erkennens und der Wissenschaften richtet, spricht man von theoretischer Vernunft. Ist die Vernunft auf das Handeln oder die Lebenshaltung ausgerichtet, folgt sie den Prinzipien praktischer Vernunft, die sich in moralischen Fragen an Werten oder zur Erreichung von Effizienz am ökonomischen Prinzip orientieren kann.

Quelle Wikipedia

Zitat von Reklov im Beitrag #781

Sie weist entweder auf die Quelle der Vernunft, das Unerreichbare des EINEN, das durch sie wirkt, oder auf das Andere, das durch sie erweckt und in Bewegung gebracht wird. Ideen sind die Vorlagen für Ideologien. Und du bist ein Ideologe des egozentrischen Weltbildes. Die Quelle deiner Vernunft wäre damit aufgedeckt.


[quote="Reklov"|p3207323]
Das Wort VERNUNFT lässt in unserer Sprache mehrere Momente ihres Wesens anklingen.
Erstens das kluge und methodische Denken, die Reinheit der Einsicht auf Grund unbeschränkter Kritik (Vernunft steht im gegensatz zur Gedankenlosigkeit).
Zweitens Selbstbeherrschung und Zucht, damit Vorsicht und Enthaltsamkeit (als vernünftiger Gegenpol zu Willkür und Unordnung.
Drittens Selbsterkenntnis, damit Maß, die Anerkennung der uns gesetzten Grenzen und Selbstbescheidung - als Gegensatz zum Übermut.
Viertens Ruhe, damit Wartenkönnen und Hörenkönnen - als Gegensatz zum verengten Affekt oder gar dem Rausch der Gefühle.



Nun gibt es aber Menschen die zu allem dem eine ganz andere Meinung haben als du, wie überhaupt zum Thema Vernunft, Spiritualität, Transzendenz, Glaube, Bewusstsein usw. usf.

So wie du dich aber artikulierst, lässt du keinen Zweifel offen, dass du nur deine Eigene für die einzig richtige, allumfassende und alles umgreifende hältst..

Deswegen stellt sich mir jetzt nur noch die Frage, warum du es als so "weiser Mensch" überhaupt noch nötig hast DICH mit anderen zu rivalisieren?

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

05.05.2017 21:41
#784 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #781
. ... Wenn die Erscheinungen im Kosmos, zu denen ja auch Du gehörst, noch nicht genügend "Beweise" für Dich sind, dann frage ich mich, was für Beweise Du noch brauchst!? - "Blind" bist Du ja nicht, es fragt sich lediglich, wie Du die Welt "siehst"? - Wenn Du aber hierbei gar die Logik und Vernunft bemühst, dann möchte ich höflich darauf hinweisen, dass menschliche Vernunft sich stets in Verengungen befindet und deswegen auch der unauslöschliche Antrieb des Philosophierens ist.


Deine Vernunft ist massiv eingeengt und das enge Guckloch hast Du mit Schraubzwingen unverrückbar auf Deine Gottesvorstellung gerichtet. Du sagst zwar immer, alles Reden über Gott sei Mutmaßung, für Dich ist Dein Gott aber absolute, unbestreitbare Wahrheit. Du lässt keine anderen Möglichkeiten zu. Das nenne ich einen Gedankenkäfig.

Das einzige, was die Existenz des Universum beweist, ist die Existenz des Universums.

Zitat von Reklov im Beitrag #781
Vernunft sucht stets auch das Ganze durch Bezug auf das EINE und durch Erwecken alles Wirklichen.


Wenn das ganze Denken von Anfang an unabänderlich auf nur ein Ziel ausgerichtet ist, gibt es keine Suche.

Zitat von Reklov im Beitrag #781
Alle Weisen des menschlichen Denkens zeigen einen, speziell zu ihnen gehörenden Wahrheitssinn. Sie zeigen sich aufeinander bezogen. In ihrer Isolierung werden/wurden sie unwahr, weil sie in Unmöglichkeiten, Verkennungen und Verkehrungen fallen/fielen!!!


Leere Phrasen. Die größten Erkenntnisse der Menschheitsgeschichte wurden von großen Wissenschaftlern "isoliert" erdacht. Die größten Verirrungen hingegen wurden immer von großen Menschengruppen gemeinsam begangen.

Zitat von Reklov im Beitrag #781
Die Vernunft bringt alles Seiende, indem sie es auf das EINE bezieht, in Unruhe!!!


Vernunft ist nichts Feststehendes. Wie Du siehst, ist selbst bei uns beiden die Vernunft unterschiedlich ausgeprägt. Meine Vernunft bezieht sich nicht auf das "Eine" und wird daher auch nicht von unbegründeten Mutmaßungen in Unruhe versetzt.

Zitat von Reklov im Beitrag #781
. Erstens das kluge und methodische Denken, die Reinheit der Einsicht auf Grund unbeschränkter Kritik


Kluges und methodisches Denken, wenn das Ergebnis von vorneherein feststeht?

Zitat von Reklov im Beitrag #781
Zweitens Selbstbeherrschung und Zucht, damit Vorsicht und Enthaltsamkeit


"Du sollst nicht begehren..."

Zitat von Reklov im Beitrag #781
Drittens Selbsterkenntnis, damit Maß, die Anerkennung der uns gesetzten Grenzen und Selbstbescheidung - als Gegensatz zum Übermut.


"Selig die Armen im Geist, denn Ihnen ist das Himmelreich..."

Zitat von Reklov im Beitrag #781
Ruhe, damit Wartenkönnen und Hörenkönnen - als Gegensatz zum verengten Affekt oder gar dem Rausch der Gefühle.


"Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg Sünder noch sitzt, da die Spötter sitzen..."

Wissen war schon seit jeher der Feind des Glaubens.
König zum Bischof: "Halte Du sie dumm, ich halte sie arm."

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2017 08:31
#785 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Blackysmart im Beitrag #784
"Selig die Armen im Geist, denn Ihnen ist das Himmelreich..."

So gesehen hätte ich eigentlich ganz gute Karten...

Reklov Online




Beiträge: 5.911

06.05.2017 11:26
#786 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Erscheinungen im Kosmos sind aber nichts anderes als subjektive Interpretationen..

Perquestavolta,

... deswegen ist die Sicht des Menschen auf den Kosmos auch Verengungen unterworfen, auch wenn diese "logisch" richtig zu sein scheinen!

Zitat
Du behauptest, dass Atheisten, Naturalisten, Rationalisten... die Welt nur rein materialistisch betrachten und dies wäre nach deiner Sicht der Dinge eine nur überaus beschränkte Betrachtungsweise. Warum aber gibt es dann unter den Atheisten, Rationalisten und Naturalisten überaus begabte Künstler, Philosophen, großartige Musiker, geniale Physiker, Biologen, Mathematiker... die alle ihre Arbeit mit Leidenschaft und Begeisterung ausüben?

Will einer in dieser Welt es in seiner Tätigkeit zu etwas bringen, so muss er für diese viel Energie und Zeit aufbringen, kann sich also, neben seiner Spezialisierung, nur beschränkt mit anderen Fächern wirklich vertieft beschäftigen. Auch die von Dir aufgezählten Berufsgruppen sind dem unterworfen.
Die spirituelle Sicht auf die Welt hat nun aber wenig mit den fachlichen Begabungen Einzelner zu tun, denn hierbei öffnet sich für den Einzelnen eine ganz andere "Pforte". Anders gesagt: Sowohl ein Top-Biologe, wie auch ein einfacher Lagerarbeiter können den Eingang zu dieser "Porte" finden. Ob sie dann aber auch "eintreten", ist noch mal eine andere Frage.

Zitat
Während reine Subjektivisten wie du einer bist, ihr ganzes Leben nur damit verbringen, ihrer unmittelbaren Umwelt, inkl. den darin lebenden Mitmenschen, ein rein subjektives Ordnungskonzept aufzuzwingen, das am bestmöglchten ihren eigenen Befindlichkeitsansprüchen angepasst ist. Natürlich allumfassend und möglichst umgreifend "unbegreiflich". Diese umgreifend "unbegreifliche", immer alles allumfassende und allem übergeordente Superautorität, mit der man seine ahnungslosen "Untermenschen" immer gerade noch ausreichend genug "Gewissenszweifel" injizieren kann, ist natürlich für jeden egozentrische Egomanen - dem es ja immer nur um das eigene seelische und auch leibliche Befinden geht, natürlich ein überaus vorteilhafter wie unerschöpflicher Rechtfertigungsgrund...

In keiner meiner Zeilen habe ich anderen usern etwas "aufgezwungen", sondern lediglich von meiner Sicht aus, etwas "erzählt". - So beschränkt kannst Du ja nun auch nicht sein, um diesen Unterschied nicht zu begreifen. - Ich stelle also der "atheistischen" Weltsicht lediglich die "spirituelle" Sicht auf die Welt entgegen. Mehr nicht!
Dass Du hierbei gar den aus der Nazi-Zeit stammenden Begriff "Untermensch" ins Spiel bringst, zeigt deutlich, wie krankhaft erbost Du an transzendente Themen herangehst. Was ist da während Deiner Erziehung bloß falsch gelaufen?
Ich lasse jeden Atheisten als gleichwertigen Menschen neben - und nicht unter mir - stehen! Das müsste nun aber auch in Dein Köpfchen eingedrungen sein?

Zitat
Wessen Vernunft denn, Reklov? Doch nicht etwa die Deine?

Die Vernunftbegabung aller Menschen - auch Deine!

Zitat
Nur aber ist das Wirkliche nichts anderes als DU selbst. Deine Interpretation dessen, was du empfindest und nicht empfindest.

Deswegen tauscht man sich hier ja auch aus! Auf diese Weise lernt man die "Vernunft-Ebenen" der Anderen kennen.

Zitat
Ach? Und deswegen bist du aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Weil du dich in der Gemeinschaft mit anderen, im Glauben nicht den einen Willen durchsetzen konntest? Nennt man das nicht "infantilen Egozentrismus"? Oder andersherum die Einheit des Egozentrikers?

Mein Austritt aus der EV. KIRCHE hatte auch psychologische Gründe. Die ganze "Stimmung" währen der Andacht sagte mir nie recht zu und ich "spürte", dass das gepredigte Dogma gewaltige Fragen aufwarf, die kein Pfarrer zu beantworten imstande war. - Deine persönlichen Mutmaßungen liegen regelmäßig meilenweit daneben und Deine nicht vorhandene Gesprächskultur muss sich immer wieder lediglich aus unbedachten Sätzen speisen. Das ist nicht nur bedauernswert, sondern in gewisser Weise auch "verarmt" im Geiste!

Zitat
Also bist du weder weise noch vernünftig, sondern einfach nur krankhaft egozentrisch.

Meine dazu gehörige Aussage, den Du kritisierst, zeigt ja gerade das Gegenteil auf! Lies bitte noch mal!

Zitat
Nur aber ist das Wirkliche nichts anderes als DU selbst. Deine Interpretation dessen, was du empfindest und nicht empfindest.

"Wirklichkeit" ist ja noch lange nicht gleich WAHRHEIT!!!

Zitat
Offensichtlich bist du gerade noch schau genug, deine Mitmenschen darüber immer schön im Ungewissen treiben zu lassen. Oder andersherum ausgedrückt, die Ungewissheit deiner Mitmenschen ermöglicht es dir ein schönes selbstzufriedenes "Hochstapler-Dasein" zu führen.

Auch ich treibe im Ungewissen, denn "Glaubensdinge" sind nun mal keine Sache des Wissens. - Dies hatte ich hier aber schon öfter angesprochen! - Was das aber gar mit "Hochstapelei" zu tun habe soll, müsstest Du schon näher erläutern können.

Zitat
Damit man sich überall als Made in den Speck fressen kann und immer eine übernatürliche Ausrede vorweisen kann, falls man mal aufzufliegen droht.

Wie ich sehe, bist Du für solche Themen weniger geeignet. - Von was nährst Du übrigens Deinen "Maden-Speck"?

Zitat
Die paar Jahre wirst du schon noch durchhalten..auch kannst du damit rechnen, dass du als Einzelkind keine weiteren Verwandten mehr hast, die dich besser genug kennen würden, um dich noch auffliegen zu lassen.

Ich habe eine Schwester und lebe innerhalb eines großen Familien- und Verwandtenkereises. Das Thema der Transzendenz wird hier auch unterschiedlich angegangen, aber keiner ist so krankhaft verbohrt, dass er den anderen dabei "auffliegen" lassen will. - Deine Mutmaßungen sind sowieso stets falsch und irgendwie auch krankhaft von Missgunst durchzogen. - Ein Besuch beim Seelendoktor könnte Dir also besser bekommen, wie mir, denn ich kann wenigstens immer noch "zuhören", ohne dabei gleich wirre Attacken zu fahren.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.041

06.05.2017 12:54
#787 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
So gesehen hätte ich eigentlich ganz gute Karten...

Irgend so ein schlaues Kerlchen hatte mal gesagt, dass überzogene Bescheidenheit die Form der höchsten Arroganz sei...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Online




Beiträge: 5.911

06.05.2017 15:34
#788 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Deine Vernunft ist massiv eingeengt und das enge Guckloch hast Du mit Schraubzwingen unverrückbar auf Deine Gottesvorstellung gerichtet. Du sagst zwar immer, alles Reden über Gott sei Mutmaßung, für Dich ist Dein Gott aber absolute, unbestreitbare Wahrheit. Du lässt keine anderen Möglichkeiten zu. Das nenne ich einen Gedankenkäfig.

Blackysmart,

... wir alle denken in "Gedankenkäfigen". Der eine stellt sich ein Universum vor, in dem die Atome und die Wechselwirkungen innerhalb der Materie schon immer "da" waren, der andere spekuliert mehr auf den EINEN Grund. - Möglichkeiten dazwischen sind auch "denkbar".
Den Begriff "Gott" habe ich nie als "unbestreitbare Wahrheit" bezeichnet, sondern ihn immer wieder als einen möglichen Grund für einen (wie auch immer gearteten) Glaubensweg bezeichnet. - Ein Unterschied!

Zitat
Das einzige, was die Existenz des Universum beweist, ist die Existenz des Universums.

Richtig, aber gerade diese Existnez fordert viele Menschen zu einer Stellungnahme auf, mit welchen Worte auch immer diese eingekleidet sein mag.

Zitat
Wenn das ganze Denken von Anfang an unabänderlich auf nur ein Ziel ausgerichtet ist, gibt es keine Suche.

Dazu kann ich nur bemerken: Es führen viele Wege nach Rom.

H. Schliemann musste z.B. lange "suchen", bevor er sein seit jeher angestrebtes Ziel, die antike Siedlung TROJA, ausgraben konnte. Das "Graben" bei rein geistigen Dingen braucht jedoch einen völlig anders gearteten "Spaten". -
Auch mancher Wissenschaftler hat(te) schon vorher genau festgelegte Forschungsziele, muss(te) aber dennoch mühsam und lange suchen - try and error. - Deine diesbezügliche Behauptung kann ich also schlecht nachvollziehen. (?)

Zitat
Die größten Erkenntnisse der Menschheitsgeschichte wurden von großen Wissenschaftlern "isoliert" erdacht. Die größten Verirrungen hingegen wurden immer von großen Menschengruppen gemeinsam begangen.

Schon richtig - nur - ich sprach ja nicht von wissenschaftlichen Einzelleistungen, sondern von "Weltbildern", wie sie uns die Religionen oder auch die Wissenschaften zur Ansicht bieten.

Zitat

Kluges und methodisches Denken, wenn das Ergebnis von vorneherein feststeht?

Es gibt nur in den Dogmen das bereits fertige Ergebnis. Bei "neutralerer" Betrachtung des Gottesgedankens tun sich ganz andere ungelöste Problemfelder auf.

Zitat
Wissen war schon seit jeher der Feind des Glaubens.
König zum Bischof: "Halte Du sie dumm, ich halte sie arm."

Menschliche Bosheit, das Ausnutzen der Mächtigen von "schlichten Untertanen" über von ihnen zurecht gezimmerte Dogmen, sollte nicht alleiniger Maßstab beim Überdenken der Transzendenz werden.

Gruß von Reklov

Reklov Online




Beiträge: 5.911

06.05.2017 15:39
#789 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Irgend so ein schlaues Kerlchen hatte mal gesagt, dass überzogene Bescheidenheit die Form der höchsten Arroganz sei.

Gysi,

... das setzt aber eine rein heuchlerisch zur Schau getragene "Bescheidenheit" voraus! - Die echte Bescheidenheit des Herzens ist weit von jeder Arroganz entfernt und ist mehr als eine Verwandte der Liebe zu sehen! (So schlau war also das Kerlchen nun auch nicht!)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2017 16:42
#790 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #786

Zitat
Erscheinungen im Kosmos sind aber nichts anderes als subjektive Interpretationen..


... deswegen ist die Sicht des Menschen auf den Kosmos auch Verengungen unterworfen, auch wenn diese "logisch" richtig zu sein scheinen![quote]
Die Sicht des Menschen ist begrenzt durch die Auflösungsgrenze seiner Sinnesrezeptoren. Diese Sinnesrezeptoren haben nur einem überlebensnotwendige Reichweite.
Wir können schon in Zwanzig Meter Entfernung keine Detailstrukturen mehr wahrnehmen, die wir bis 5 Meter Entfernung bestens erkennen.. Nun aber bestehen auch diese Detailstrukturen aus noch kleineren und diese wiederum aus noch kleineren.. bis hinunter auf subatomare Ebenen.. Andersherum, können wir sehr große und weit entfernte Objekte auch nur an Hand von Erfahrungen interpretieren, die uns von der für uns sichtbaren Ebene der Materie zur Verfügung stehen.

Nun haben wir aber die Möglichkeit mit Artgenossen, die einem weiter entfernten Objekt näher stehen zu kommunizieren und damit weitet sich der Auflösungsradius unserer eigenen Sinnesrezeptoren deutlich aus.

Deine verengte Wahrnehmung besteht darin, dass du nicht zwischen subjektiver Wertung und objektiven Sachverhalten zu trennen im Stande bist. Beschreibungen weiter entfernter Sachverhalte, die du ja nicht selber machen kannst, so wie auch ich und jeder andere nicht, sind dir nicht zugänglich, da du mit deine nur auf deine eigene hauptsächlich subjektive Wahrnehmung fixierte Deutung Interpretation, vieles einfach nicht verstehst, was man dir zu erklären versucht.

So wie auch deine Auslegung der Philosophie Spinozas auch nur auf deine eigene beschränke subjektive Interpretation und Deutung seiner Aussagen fixiert ist.

Alles das wäre ja kein Problem, wenn du deine eigene subjektive Beschränktheit nicht zum Maßstab einer höheren allumfassenden Bewusstsein-Rangordnung durchzusetzen versuchtes.. und die ja nur gegenüber einer niederen Rangordnung überhaupt erst Bestand haben kann.
Bei allem dem fällt auch auf, dass du irgendwo mal aufgeschnappte Meinungen, die zufällig deiner eigenen beschränkten subjektiven Weltanschauung und welche zudem auch noch infantil egozentrisch motiviert ist, etwas mehr entgegen zu kommen scheinen, als absolute Erkenntnisfakten behauptest, welche als maßgebende Anschauungsvorlagen zu übernehmen wären..




Zitat von Reklov im Beitrag #786

Du behauptest, dass Atheisten, Naturalisten, Rationalisten... die Welt nur rein materialistisch betrachten und dies wäre nach deiner Sicht der Dinge eine nur überaus beschränkte Betrachtungsweise. Warum aber gibt es dann unter den Atheisten, Rationalisten und Naturalisten überaus begabte Künstler, Philosophen, großartige Musiker, geniale Physiker, Biologen, Mathematiker... die alle ihre Arbeit mit Leidenschaft und Begeisterung ausüben?
Will einer in dieser Welt es in seiner Tätigkeit zu etwas bringen, so muss er für diese viel Energie und Zeit aufbringen, kann sich also, neben seiner Spezialisierung, nur beschränkt mit anderen Fächern wirklich vertieft beschäftigen. Auch die von Dir aufgezählten Berufsgruppen sind dem unterworfen.



Die Berufsgruppen haben damit nichts zu tun, Reklov.. Es gibt immer großartige Universaltalent und auf der anderen Seite kleine sellbstgerechte Fachidioten, die kurz vor dem Ende irgendwo in einer Agentur in Rente gehen und dann auch schon vergessen sind.




Zitat von Reklov im Beitrag #786

Die spirituelle Sicht auf die Welt hat nun aber wenig mit den fachlichen Begabungen Einzelner zu tun, denn hierbei öffnet sich für den Einzelnen eine ganz andere "Pforte".
Das bezweifelt niemand... Nur gibt es auch noch viele andere Pforten, die nicht weniger Wichtig und Bedeutsam sind.
Und es ist dann auch ein Frage dessen, was denn überhaupt eine "Spirituelle Sicht auf die Welt" sein soll. Worin sich diese Sicht definiert. Alle bekennenden Atheisten die ich kenne und damit meine ich solche, die ihren Unglauben an eine höhere übernatürliche geistige Macht sachlich begründen können, sind überaus spirituelle Menschen.. denn um sich die Welt und alles was darin ist, auch ohne Gott erklären zu können, braucht es schon um einiges mehr spirituellen Aufwand, als einfach nur ständig um den Gottesgedanken zu kreisen. Zumal dieser Gottesgedanken, wie du ja selbst behauptest, für alles steht, was man nicht zu begreifen im Stande ist.



Zitat von Reklov im Beitrag #786

Anders gesagt: Sowohl ein Top-Biologe, wie auch ein einfacher Lagerarbeiter können den Eingang zu dieser "Porte" finden.
Narzisstische Selbsttäuschung, ist ja nun auch wirklich keine große Kunst



Zitat von Reklov im Beitrag #786

Ob sie dann aber auch "eintreten", ist noch mal eine andere Frage.
Ja, das hängt schon ziemlich von der Wesensnatur jedes einzelnen ab. Leute, die glauben, dass die eigenen subjektive Wirklichkeit der Maßstab aller Erkenntnis ist, gehen immer besonders gern durch diese Pforte. Menschen die hingegen mit einer qualitativ bessern Wahrnehmung ausgestattet sind und damit in der Lage sind, subjektive Wertung von objektiver Sachlichkeit zu unterscheiden und auseinander zu halten, lassen sich lieber nicht von den körpereigenen Suchtdrogen täuschen.


Zitat von Reklov im Beitrag #786

Zitat
Während reine Subjektivisten wie du einer bist, ihr ganzes Leben nur damit verbringen, ihrer unmittelbaren Umwelt, inkl. den darin lebenden Mitmenschen, ein rein subjektives Ordnungskonzept aufzuzwingen, das am bestmöglchten ihren eigenen Befindlichkeitsansprüchen angepasst ist. Natürlich allumfassend und möglichst umgreifend "unbegreiflich". Diese umgreifend "unbegreifliche", immer alles allumfassende und allem übergeordente Superautorität, mit der man seine ahnungslosen "Untermenschen" immer gerade noch ausreichend genug "Gewissenszweifel" injizieren kann, ist natürlich für jeden egozentrische Egomanen - dem es ja immer nur um das eigene seelische und auch leibliche Befinden geht, natürlich ein überaus vorteilhafter wie unerschöpflicher Rechtfertigungsgrund...
In keiner meiner Zeilen habe ich anderen usern etwas "aufgezwungen", sondern lediglich von meiner Sicht aus, etwas "erzählt". - So beschränkt kannst Du ja nun auch nicht sein, um diesen Unterschied nicht zu begreifen. - Ich stelle also der "atheistischen" Weltsicht lediglich die "spirituelle" Sicht auf die Welt entgegen. Mehr nicht!



Du stellst nichts anderes als deine eigene subjektive Interpretation, Deutung und Wertung des Scheinbaren als objektiven Sachverhalt dar. Spirituell ist daran wenn überhaupt nur deine narzisstische Selbstbezogenheit.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2017 17:45
#791 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #787
Irgend so ein schlaues Kerlchen hatte mal gesagt, dass überzogene Bescheidenheit die Form der höchsten Arroganz sei...

Deshalb war er ja auch ein schlaues Kerlchen. Hat aber mit Bescheidenheit nichts zu tun, für mich besitzt die "Geistesarmut" schlicht und einfach Allgemeingültigkeit das menschliche Fassungsvermögen betreffend, das ist keineswegs abschätzig gemeint und mag man meinetwegen arrogant nennen, ich nenne es Erfahrung.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2017 18:38
#792 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #791
Zitat von Gysi im Beitrag #787
Irgend so ein schlaues Kerlchen hatte mal gesagt, dass überzogene Bescheidenheit die Form der höchsten Arroganz sei...

Deshalb war er ja auch ein schlaues Kerlchen. Hat aber mit Bescheidenheit nichts zu tun, für mich besitzt die "Geistesarmut" schlicht und einfach Allgemeingültigkeit das menschliche Fassungsvermögen betreffend, das ist keineswegs abschätzig gemeint und mag man meinetwegen arrogant nennen, ich nenne es Erfahrung.


Der Unterschied zwischen einer Weisheit und einem Witz ist relativ klein. Es hängt nur davon ab, ob jemand darüber lacht.

Wenn nun die moderne Hirnforschung immer mehr zur Einsicht gelangt, dass menschliches Bewusstsein nicht im Kopf des Individuums selbst stattfindet, sondern zwischen jenen Beziehungsorganen die wir Hirne nennen, dann sind wir ohnehin nur zu weniger als 0,00001% ein ICH selbst..

Die Reichweite Deiner Sinnesrezeptoren und die Reichweite Meiner Sinnesrezeptoren unterscheiden sich auf Grund ihrer gemeinsamen Evolutionsgeschichte nur unwesentlich von all denen aller anderen 7 Milliarden Artgenossen, die derzeit mit uns den Planeten Erde besiedeln. Von daher ist es eigentlich irgendwie logisch, dass das Fassungsvermögen "des einzelnen Individuums" erst dann eine intersubjekitve Bedeutung erlangt, wenn es in der Lage ist den eigenen subjektiven Idealismus mit all seinen Neigungen zur tendenziösen Informationsverarbeitung, einer nur auf rein rationalen Grundlagen basierenden Selbstkritik auszusetzen.

Das rationale Gewissen ist unser einziger Sinn für Realität.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

06.05.2017 19:10
#793 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Und irgendwie ist es dann auch gar nicht mal so erstaunlich, warum es gerade die "spirituellen" Weltanschauungen ständig untereinander, gegeneinander, miteinander oder sonst irgend jemanden rivalisieren müssen.

Wenn Spiritualität sich immer mehr aufführt wie ein Platzhirsch, dann müssen ab einer kritischen Masse, bezogen auf die menschliche Bevölkerungsdichte unseres Planeten auch wir Atheisten uns langsam Sorgen machen.. Zumal der scheinbar so edle Geist der "Spiritualität" sich ohne den scheinbar so minderwertigen rationalen Materialismus gar nicht selbst zu adeln vermag.

Reklov Online




Beiträge: 5.911

07.05.2017 11:27
#794 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und irgendwie ist es dann auch gar nicht mal so erstaunlich, warum es gerade die "spirituellen" Weltanschauungen ständig untereinander, gegeneinander, miteinander oder sonst irgend jemanden rivalisieren müssen.

Perquestavolta,

... es sind lediglich die dogmatischen Lehren, welche die eifersüchtig untereinander konkurrieren Religionen "bewachen", um ja nicht die Zahl ihrer Schäfschen mehr und mehr verringert zu sehen. - Echte Spiritualität ist jedoch auf anderen Bewusstseinsebenen in Aktion.

Zitat
Zumal der scheinbar so edle Geist der "Spiritualität" sich ohne den scheinbar so minderwertigen rationalen Materialismus gar nicht selbst zu adeln vermag.

Jesus (mag einer von ihm halten, was er möchte), soll gesagt haben: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt ...", war also, als ein "spiritueller" Mensch, weit davon entfernt, sich mit "rationalem Materialismus" zu adeln. - Übrigens müsstest Du Deiner Behauptung auch anfügen können, wie denn so ein "Adeln" funktionieren sollte?

Gruß von Reklov

Reklov Online




Beiträge: 5.911

07.05.2017 11:48
#795 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Beitrag komplett gelöscht!
Selbstverliebte Privatdarstellungen passen nicht in ein Fachthema, und wenn die auch noch zu den offenbar von dir vermissten direkten Beleidigungen anstacheln sollen - dann sind sie zudem NICHT ERLAUBT, und das weißt du auch! Eure Krankheitsdiagnosen könnt ihr euch im Privatbereich dieses Forums um die Ohren (Augen) hauen!
Admin. Gysi

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2017 14:28
#796 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #794

Zitat
Und irgendwie ist es dann auch gar nicht mal so erstaunlich, warum es gerade die "spirituellen" Weltanschauungen ständig untereinander, gegeneinander, miteinander oder sonst irgend jemanden rivalisieren müssen.

Perquestavolta,

... es sind lediglich die dogmatischen Lehren, welche die eifersüchtig untereinander konkurrieren Religionen "bewachen", um ja nicht die Zahl ihrer Schäfschen mehr und mehr verringert zu sehen.



Darum Reklov, geht es am wenigsten.. Der "Gottesgedanke" ist ein Werkzeug egozentrischer Wichte, um Kontrolle über die Gedanken anderer auszuüben.




Zitat von Reklov im Beitrag #794

Echte Spiritualität ist jedoch auf anderen Bewusstseinsebenen in Aktion.

Zitat
"Echte Spiritualität" ist der selbe Blödsinn wie "echtes Holz".. Eine naturalistische Welterklärung bedarf tausende mal mehr "geistige" Arbeitsleistung, als das ständige begießen der einfachsten (primitivsten) Erklärung, nämlich die eines Schöpfergottes.






Zitat
Zumal der scheinbar so edle Geist der "Spiritualität" sich ohne den scheinbar so minderwertigen rationalen Materialismus gar nicht selbst zu adeln vermag.

Jesus (mag einer von ihm halten, was er möchte), soll gesagt haben: "Mein Reich ist nicht von dieser Welt ...", war also, als ein "spiritueller" Mensch, weit davon entfernt, sich mit "rationalem Materialismus" zu adeln. - Übrigens müsstest Du Deiner Behauptung auch anfügen können, wie denn so ein "Adeln" funktionieren sollte?




Jesus ist eine Legende, Reklov. Was Jesus alles gesagt haben soll und gemeint haben will, wurde in ihn hinein interpretiert.
Wenn ein Epileptiker sinnloses Zeug stammelt, dann erkennen besonders "spirituelle" Geister (im Geiste besonders arme Wichtel der göttlichen Egozentrik) darin auch heute noch oft prophetischen Inhalt.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2017 19:06
#797 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #792
Das rationale Gewissen ist unser einziger Sinn für Realität.

An dem es ordentlich hapert. So oder so. Es lässt sich betrügen.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

07.05.2017 19:41
#798 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Verstehe ich jetzt nicht so recht.
Was hat "Ge"wissen mit Rationalität zu tun?
Ein Moslem würde sagen: Nur was im Koran steht ist rational und danach muss sich auch mein Gewissen halten.
Für Gläubige ist oft einzig ihr Glaube rational.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2017 21:08
#799 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #798
Verstehe ich jetzt nicht so recht.
Was hat "Ge"wissen mit Rationalität zu tun?

Das rationale Gewissen nennt man auch kritisches Reflektionsbewusstsein. Es verhindert, dass wir "Nichtwissen" mit dem Platzhalter "Wunschdenken" füllen.. Dass wir uns von subjektiven Informationsinhalten manipulieren lassen... Dass wir uns von emotionaler Gruppendynamik als eine allem übergeordnete Autorität überrumplen lassen .. Sie ermöglicht uns aber andersherum, aus der Körpersprache und Mimik unserer Mitmenschen und unter anderem auch den Zwischenräumen ihrer Worte, "Freund oder Feind" zu ermitteln...


[quote="Reklov"|p3207343]
Ein Moslem würde sagen: Nur was im Koran steht ist rational und danach muss sich auch mein Gewissen halten.
Für Gläubige ist oft einzig ihr Glaube rational.
Hat aber nichts mit dem rationalen Gewissen zu tun, sondern mit dem gänzlichen Fehlen eines solchen.
Diese rationale Gewissen ist ja beim anstreben "spiritueller" Gewissheiten im Glauben der lästigste Widersacher..

Wenn man ein rationale Gewissen hat, dann ist es ziemlich schwierig sich selbst überzeugend was vor zu machen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.05.2017 21:09
#800 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #797
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #792
Das rationale Gewissen ist unser einziger Sinn für Realität.

An dem es ordentlich hapert. So oder so. Es lässt sich betrügen.


Ja, natürlich... Kann man aber trainieren, wie jeden anderen Muskel auch.

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