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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Online




Beiträge: 5.812

13.05.2017 14:26
#876 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dafür bist Du dann aber ziemlich ausdauernd darin, Deine Gottesvorstellung "begründen" zu wollen.

Blackysmart,

... schau aber auch auf die Beiträge der Atheisten-Abteilung! Diese sind ja nicht weniger "ausdauernd" mit ihren Verneinungen. Dies ist aber nur förderlich, denn so entstehen kontroverse Gespräche, aus denen ein aufmerksamer user starke oder schwächere Argumente selbst ein-/zuordnen kann.
Anstatt "ausdauernd" setze ich hier mal das Wort "geduldig" ein.

>AUSDAUER< muss einem schon als Kind abgefordert werden. Diese wurde mir z.B. vom sprachlichen Zweig meines Gymnasiums abverlangt, als man mir dort auflud, 3 Fremdsprachen zu lernen. Eine andere Art von Ausdauer brachte mir mein ausgezeichneter Gitarrenlehrer (ein Studio-Gitarrist) schon mit 10 J. ins Bewusstsein, denn er wies mich damals immer wieder darauf hin, dass ich Jahre brauchen würde, um gut, elegant und flüssig spielen zu können - aber nur, wenn ich ausdauernd übe.
Die nächste Ausdauer-Prüfung wartete dann im Berufssleben und - im Tennis-Verein auf mich. Als ich dort (recht spät) erst mit 34 J. eintrat, merkte ich, dass ich mir eine souveräne Spieltechnik, welche die anderen Mitglieder sich bereits seit ihrer Jugend antrainiert hatten, erst noch Schritt für Schritt werde nachholen müssen. Auch das nahm viele Jahre in Anspruch. Ich spiele heute nur durchschnittlich, nahm auch aus Zeitgründen nie an Vereinswettkämpfen teil, weil ich am Wochenende mit meiner Band semiprofessionell unterwegs war.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.05.2017 14:48
#877 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #868
Jessas, seid ihr schnell, da kommt ja kein Mensch mehr mit!

Gysi, ist doch ganz einfach. Wer einen Schöpfer hinter allem sieht, für den ist jede weitere Erkenntnis welcher Wissenschaft auch immer ein "Wunder". Das ihn staunen macht und sprachlos.[/uote] Beliebigkeit steht jedem frei... Aber dabei bleibt es dann ja nie. Du kannst ja deine eigenen Kinder erziehen wie du meinst. Aber ihr Kreationisten wollt ja immer auch die Kinder anderer Leute zum Wunderglauben erziehen.

Wer kein Orthodoxer Russe ist, ist kein ganzer Mensch. Was dann ja andersherum bedeutet, dass wer nicht an einen Gott glaubt, überhaupt kein Mensch ist.



[quote="Desperado"|p3207444]
Er ist ja nicht dazu gezwungen, die Zusammenhänge des Lebens und ihre Erscheinungsformen als Zufall deuten zu müssen, um Gott zu negieren.

Das Blöde daran ist nur, dass wir Atheisten die Zusammenhänge des Lebens und ihre Erscheinungsformen überhaupt nicht als Zufall deuten.. Aber in genau diese eure eigenen naiven Schwarz- oder Weißlogik versucht ihr Anhänger des kreationistischen Intelligent Design und immer zu pressen. Entweder alles Zufall oder Schöpfung.



Zitat von Desperado im Beitrag #868

So dass ihm die faszinierende und sprachlos machende Genialität in der Schöpfung sehr viel unbefangener aufgeht.
Und wer da keine geniale Schöpfung sieht/erkennt ist kein orthodoxer Russe? Oder..??



Zitat von Desperado im Beitrag #868

Das kann ebenso für ihre überwältigende Schönheit und Vielfalt gelten.
Wenn du den allgegenwärtigen Wettbewerb in der Natur, um Überlebensnische, die brutalen Rangordnungskämpfe der der Gene bei der Fortpflanzung und den besten Platz am Futtertrog nicht siehst.. wenn du an den unschönen und grausamen Tatsachen des Überlebenskampfes einfach vorbei schaust.. Parasiten, Krankheiten, Witterungskatastrophen, Verhungern, Verdursten, Erfrieren... und all dem damit verbundenen Leidensdruck als gut durchdachten Plan erachtest..

Immerhin sehen auch islamistische Selbstmordattentäter die Welt nicht viel anders..


Zitat von Desperado im Beitrag #868

Auch das ist Freiheit. Hier kann Atheismus tatsächlich eine einengende Sichtweise bedeuten.


Atheismus ist schlichtweg die Negation von Göttern. Und von daher keine Sichtweise, da ja die Sichtweise den Menschen zum Atheisten macht und nicht umgekehrt
Und weil bei euch Kreatinisten der Gottglaube euer Sichtweise bestimmt, seid ihr auf dem rationalen Auge blind.

Athon Online




Beiträge: 3.534

13.05.2017 17:18
#878 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #873
In der Tat zeigen die Ergebnisse der modernen Bio- und Astrophysik, dass es wesentlich näher liegt, von der Existenz eines höheren, steuernden Bewusstseins auszugehen, als anzunehmen, dass die Biosphäre auf unserem Planeten nur das Ergebnis einer Zufallsentwicklung ist.


Oh! Das ist mir nicht geläufig. Dann gib doch hier einmal Quellen an, woher diese Weisheiten stammen.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Online




Beiträge: 5.812

13.05.2017 17:47
#879 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Oh! Das ist mir nicht geläufig. Dann gib doch hier einmal Quellen an, woher diese Weisheiten stammen.

Athon,

... ich will mal hierzu ein "einfaches" Beispiel anführen: Wäre z.B. unsere Erde, deren Abstand zur Sonne ja bekannt ist, auch nur etwas näher an diesem heißen Gasball dran, wäre sie ein "Backofen" - und von ihr zu weit entfernt, ein "Gefrierschrank".
Es ist nun jedem überlassen, diesen, im Vergleich zu kosmischen Entfernungen, mehr als haargenau richtigen Abstand unserer Erdkugel, welcher das uns bekannte Leben ermöglichte, als reinen Zufall zu betrachten oder als perfekte Justierung zu sehen. Allein das Aufrechterhalten der Erdumlaufbahn durch das ständige Gleichgewicht von Gravitation und Fliehkraft stellt jeden von uns vor die Frage, wer oder was denn Interesse daran haben könnte, dass wir uns und das Dasein "erleben" können?

Blickt man allein auf den Zufall, so ist aber auch dieser einem Prinzip unterworfen, was sich nicht nur beim Würfeln, sondern auch beim Lotto-Spiel zeigt.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.05.2017 20:25
#880 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #879

Zitat
Oh! Das ist mir nicht geläufig. Dann gib doch hier einmal Quellen an, woher diese Weisheiten stammen.
Athon,

... ich will mal hierzu ein "einfaches" Beispiel anführen: Wäre z.B. unsere Erde, deren Abstand zur Sonne ja bekannt ist, auch nur etwas näher an diesem heißen Gasball dran, wäre sie ein "Backofen" - und von ihr zu weit entfernt, ein "Gefrierschrank".



Und wie viele 6-ser im Lotto hat es seit Einführung dieses Glücksspieles schon gegeben?

Wenn das Universum mehrere tausend Milliarden Galaxien enthält und jede Galaxie mehrere hundert Milliarden Sonnensysteme mit durchschnittlich 3-8 Planeten, wie groß ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass ein paar dieser mehreren "Trillionen" Planeten (Eine Trillion ist eine Eins mit 18 Nullen), im idealen Abstand um ihre Sonne kreisen?

Geht man nun noch davon aus, dass der ideale Abstand auch noch relativ ist und nur von der Masse/Leuchtkraft der jeweiligen Sonne abhängt, um wie viel größer ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass es im Universum hunderttausende Planeten gibt, auf denen noch die idealeren Bedingungen für Leben gibt als auf dem Unseren?

Die Umlaufbahn unseres Planeten befindet sich zwar in der sogenannten habitablen Zone ............... https://de.wikipedia.org/wiki/Habitable_Zone
und die ist einige hunderte Millionen Kilometer breit .. so dass die Umlaufbahn vom Mars noch die um einiges bessere wäre .... aber weil er zu wenig Masse und damit zu wenig Gravitation besitzt, kann er leider keine Atmosphäre halten..

Nichts desto , ist der Stressfaktor für Leben auf unserem Planeten sehr hoch, weil die Toleranzgrenezen der Spurengase die wir Treibhausgase nennen sehr klein ist. So dass ein nur geringfügig kleinerer CO²-Anteil der Luft den Planeten Erde in einen Schneeball verwandelt und andersherum in einen Dampfdruckkessel, wie z.B. die Venus.

Da die ideale Menge des wichtigsten Treibhausgases unseres Planeten mit nur etwa 0,03% - von der Photosynthese der gesamten veganen/grünen Biomasse abhängt, ist deine Behauptung

Zitat
Es ist nun jedem überlassen, diesen, im Vergleich zu kosmischen Entfernungen, mehr als haargenau richtigen Abstand unserer Erdkugel, welcher das uns bekannte Leben ermöglichte, als reinen Zufall zu betrachten oder als perfekte Justierung zu sehen.

: eine verdammt gefährliche wie ebenso dumme "Hirnscheiße"..
Denn die perfekte Justierung ist ein biologischer Thermostat, der weder von einem Schöpfer noch vom Zufall eingerichtet wurde, sondern von der Einstrahlungsenergie unserer Sonne..

Weniger Licht, weniger vegane Biomasse, mehr CO². Mehr Licht, mehr vegane Biomasse, weniger CO²... Dieser kleine Menge Kohlenstoffanteil von nur 3- max 4 Hundertstel eines Prozentes bezogen auf die Zusammensetzung unserer Atmosphäre entscheidet darüber, ob sich unser Planet in einen Schneeball, oder in einen Dampfkessel verwandelt.

Und weil nur dieser geringe Anteil Kohlenstoff in der Atmosphäre, Sein oder Nichtsein ausmacht, ist das Leben auf unserem Planeten einem sehr hohen Stressfaktor ausgesetzt, der sich wiederum im Überlebenswettbewerb wieder spiegelt, dem sich alle Lebewesen stellen müssen, um die eigenen Gene an die nächsten Generationen ihrer Art weitergeben zu können, bzw. überhaupt eine Nächste Generation der eigenen Art hervorzubringen.

Wäre unsere Erde (mit ihrer gerade noch ausreichenden Masse/Schwerkraft, ein Gasgemisch/eine Atmosphäre zu halten) ein paar Millionen Km weiter von der Sonne entfernt
und in etwa dort, wo der Mars die Sonne umkreist, dann wäre der Spielraum für die Schwankungen in der Zusammensetzung unserer Gashülle um einiges größer und somit der Stressfaktor, der auf die gesamte Biosphäre unseres Planeten einwirkt viel kleiner. Natürlich hätte dann auch die Evolution einen ganz anderen Verlauf genommen und Intelligenz wie die unsere, die sich eben als Folge hoher Stressfaktoren im "Überlebenskampf" notgedrungen entwickelt hat, würde es mit aller Wahrscheinlichkeit nicht geben. Aber vielleicht dafür eine ganz andere und viel friedlichere..







Zitat von Reklov im Beitrag #879

Allein das Aufrechterhalten der Erdumlaufbahn durch das ständige Gleichgewicht von Gravitation und Fliehkraft stellt jeden von uns vor die Frage, wer oder was denn Interesse daran haben könnte, dass wir uns und das Dasein "erleben" können?
Das ist nicht ganz falsch, Reklov. Aber auch nicht ganz richtig. Da wir auf einer anderen Umflaufbahn um die Sonne, eine ganz andere Entwicklung durchgemacht hätten. Wir sind an eine Lebenswelt angepasst, in der alle Geschöpfe auf einander als Futterquelle angewiesen sind. In der der schnellere, schlauere, geschicktere (Angepasstere), länger überlebt und sich somit auch erfolgreicher fortpflanzt, was zur Folge hat, dass der weniger Angepasstere immer das Nachsehen hat und von den Nachkommen des Angepassteren überwuchert wird..


Zitat von Reklov im Beitrag #879

Blickt man allein auf den Zufall, so ist aber auch dieser einem Prinzip unterworfen, was sich nicht nur beim Würfeln, sondern auch beim Lotto-Spiel zeigt.


Wenn man ein notorischer Schwarweiß-Narzisst ist, der in seine ganzen Sinnsuche nie über die Vorstellungen hinauskommt, dass entweder alles nur Zufall oder ein Wunder ist, dem mag das so scheinen..



[/quote]

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

13.05.2017 20:31
#881 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #877
...der Gottglaube euer Sichtweise bestimmt, seid ihr auf dem rationalen Auge blind.

Die rein rationelle Sichtweise der Welt ist wie Wasser und Brot in Dunkelhaft. Sie ist die absolute Verarmung menschlichen Geistes. Sie ist das definitive Nichts von Nichts. Weil ich aber an die Freiheit des Geistes glaube, gestehe ich dem Menschen auch die freiwillige Sterilisation seines Begreifens und die Beschneidung seines Denkens zu. Beneiden tu ich ihn mit Gewissheit nicht um seinen "Tunnelblick", aber seine drakonische und letztendlich barbarische Reduzierung auf die von Anfang an erschöpfte Ergründung von rein materiell Gegebenem ist einzig und allein seine Sache - so lange er sie nicht von mir verlangt.

Noch Fragen?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.05.2017 21:37
#882 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #881
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #877
...der Gottglaube euer Sichtweise bestimmt, seid ihr auf dem rationalen Auge blind.

Die rein rationelle Sichtweise der Welt ist wie Wasser und Brot in Dunkelhaft. Sie ist die absolute Verarmung menschlichen Geistes.

Offensichtlich ist aber gerade das Gegenteil der Fall. Je mehr narzisstische Subjektivisten den Planeten besiedeln um so verdreckter wird er


Zitat von Desperado im Beitrag #881

Sie ist das definitive Nichts von Nichts.
Nur weil in deinem Kopf ein rationales Vakuum herrscht, müssen wir uns nicht auch alle damit anstecken.

Zitat von Desperado im Beitrag #881

Weil ich aber an die Freiheit des Geistes glaube, gestehe ich dem Menschen auch die freiwillige Sterilisation seines Begreifens und die Beschneidung seines Denkens zu.

Glaub doch was du willst.. Es geht dabei ja nur um die Befindlichkeit deines eigenen Wohlbehagens.

Zitat von Desperado im Beitrag #881

[/q Beneiden tu ich ihn mit Gewissheit nicht um seinen "Tunnelblick",
Noch Fragen?
Solange du mit deinem eigenen Tunnelblick zufrieden bist und diesen nicht zum geltenden universellen Ideal für Falsch und Richtig machst, wird sich auch niemand über deinen eigenen selbstzufriedenen Tunnelblick grämen..

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 07:45
#883 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich hätte ebenso gut schreiben können, dass ich Leute bewundere, die versuchen, ohne Glauben an ein Leben nach dem Tode, eine höhere Gerechtigkeit und einen barmherzigen Gott aufrechte, ehrliche und gewissenhafte Menschen zu bleiben. Da die Frage nach dem Wofür sehr naheliegend ist...

Es kommt eben immer drauf an, auf welche Weise eine Geisteshaltung vertreten wird, beziehungsweise wie einem die eigene von anderen schlecht geredet wird - ohne den geringsten Anlass und Grund. Und wenn es da an einem Mindestmaß an Respekt fehlt, darf man sich auch nicht über Erwiderungen wie obige beschweren.

Guten Morgen

Reklov Online




Beiträge: 5.812

14.05.2017 10:43
#884 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

Und wie viele 6-ser im Lotto hat es seit Einführung dieses Glücksspieles schon gegeben?

Perquestavolta,

... bestimmt nicht wenige! Aber was sind schon die wenigen Lotto-Felder im Gegensatz zu der unermesslichen Menge von Sonnen in den vielen Glaxien? Hier müsste sich die mathematische Wahrscheinlichkeit von erdähnlichen Planeten ja um ein Vielfaches erhöhen!

Zitat
Geht man nun noch davon aus, dass der ideale Abstand auch noch relativ ist und nur von der Masse/Leuchtkraft der jeweiligen Sonne abhängt, um wie viel größer ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass es im Universum hunderttausende Planeten gibt, auf denen noch die idealeren Bedingungen für Leben gibt als auf dem Unseren?

Siehe auf meine Antwort oben. Der geniale Masterplan verlässt sich eben nicht nur auf den einen richtigen Abstand unseres "blauen" Planeten, sondern sieht noch viele, uns unbekannte Möglichkeiten vor.

Zitat
Nichts desto , ist der Stressfaktor für Leben auf unserem Planeten sehr hoch, weil die Toleranzgrenezen der Spurengase die wir Treibhausgase nennen sehr klein ist. So dass ein nur geringfügig kleinerer CO²-Anteil der Luft den Planeten Erde in einen Schneeball verwandelt und andersherum in einen Dampfdruckkessel, wie z.B. die Venus.

Die ist mir bekannt, lese ich doch alles über Astrophysik, was mir in die Finger kommt.

Zitat
Wäre unsere Erde (mit ihrer gerade noch ausreichenden Masse/Schwerkraft, ein Gasgemisch/eine Atmosphäre zu halten) ein paar Millionen Km weiter von der Sonne entfernt
und in etwa dort, wo der Mars die Sonne umkreist, dann wäre der Spielraum für die Schwankungen in der Zusammensetzung unserer Gashülle um einiges größer und somit der Stressfaktor, der auf die gesamte Biosphäre unseres Planeten einwirkt viel kleiner. Natürlich hätte dann auch die Evolution einen ganz anderen Verlauf genommen und Intelligenz wie die unsere, die sich eben als Folge hoher Stressfaktoren im "Überlebenskampf" notgedrungen entwickelt hat, würde es mit aller Wahrscheinlichkeit nicht geben. Aber vielleicht dafür eine ganz andere und viel friedlichere..

Wäre und hätte? - Ist aber nun mal nicht so! Wundert mich, dass Du nun zu spekulieren anfängst?

Zitat
: eine verdammt gefährliche wie ebenso dumme "Hirnscheiße"..
Denn die perfekte Justierung ist ein biologischer Thermostat, der weder von einem Schöpfer noch vom Zufall eingerichtet wurde, sondern von der Einstrahlungsenergie unserer Sonne..

Nun müsstest Du nur noch in der Lage sein, zu enträtseln, "wer oder was" denn so einen "biologischen Thermostat" installiert haben könnte!? Aber, gib Dir keine Mühe, denn Dein Hirn ist für solche Lösungen nicht angelegt. Es reicht gerade mal, die Vermessungen der Fachweltelt zu kommentieren und deren links "nachzubeten".

Zitat
Wenn man ein notorischer Schwarweiß-Narzisst ist, der in seine ganzen Sinnsuche nie über die Vorstellungen hinauskommt, dass entweder alles nur Zufall oder ein Wunder ist, dem mag das so scheinen..

Und wenn ein notorischer Materialist die bisher von den Experten gemachten Messergebnisse über die Welt als die "Bibel der Erkenntisse" anpreist, so werfe ich ihm geistige Verengung vor, denn er fokusiert seine Vorstellungen über die Welt lediglich anhand solcher Messungen. Dann ist er zufrieden. - Aber - jeder, wie er mag und kann! (Kein Problem!)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

14.05.2017 10:54
#885 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Ich hätte ebenso gut schreiben können, dass ich Leute bewundere, die versuchen, ohne Glauben an ein Leben nach dem Tode, eine höhere Gerechtigkeit und einen barmherzigen Gott aufrechte, ehrliche und gewissenhafte Menschen zu bleiben. Da die Frage nach dem Wofür sehr naheliegend ist...

Naheliegend für Leute, die glauben, die Moral käme von Gott... Sie kommt eben nicht von Gott, sondern aus dem Bedürfnis der Menschen heraus, ihr Gesellschaftsleben zu wuppen! Moral ist die geronnene Lebenserfahrung der Altvorderen, die per Erziehung die Überichs (Freud) der Individuen besetzt. Sie gibt der angeborenen Empathie eine Sprache! Der Mensch selber will sich gut sein! Die (monotheistischen) Religionen lehren jedoch, dass die Menschen sich schlecht sind und nur Gott dazu befähigt und gewillt ist, sie durch Belohnung (Himmel) und Strafe (Hölle) zum Guten zu domestizieren!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Online




Beiträge: 3.534

14.05.2017 11:13
#886 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #883
...dass ich Leute bewundere, die versuchen, ohne Glauben an ein Leben nach dem Tode, eine höhere Gerechtigkeit und einen barmherzigen Gott aufrechte, ehrliche und gewissenhafte Menschen zu bleiben. Da die Frage nach dem Wofür sehr naheliegend ist...


Gysi hat es etwas ausführlicher dargelegt. Ich sage einfach: Für mich und für andere...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Athon Online




Beiträge: 3.534

14.05.2017 11:20
#887 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #879
...ich will mal hierzu ein "einfaches" Beispiel anführen: Wäre z.B. unsere Erde, deren Abstand zur Sonne ja bekannt ist, auch nur etwas näher an diesem heißen Gasball dran, wäre sie ein "Backofen" - und von ihr zu weit entfernt, ein "Gefrierschrank".


Richtig, Reklov, das ist eine Tatsache. Du behauptest aber, es gäbe Erkenntnisse in der Bio- und Astrophysik, die diese Tatsache auf ein höheres, steuerndes Bewusstsein zurückführen. Daher habe ich Dich nach der Quelle dieser Erkenntnisse gefragt und keine Schilderung bekannter Tatsachen erbeten.

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

14.05.2017 12:33
#888 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Es ist nun jedem überlassen, diesen, im Vergleich zu kosmischen Entfernungen, mehr als haargenau richtigen Abstand unserer Erdkugel, welcher das uns bekannte Leben ermöglichte, als reinen Zufall zu betrachten oder als perfekte Justierung zu sehen. Allein das Aufrechterhalten der Erdumlaufbahn durch das ständige Gleichgewicht von Gravitation und Fliehkraft stellt jeden von uns vor die Frage, wer oder was denn Interesse daran haben könnte, dass wir uns und das Dasein "erleben" können?


Das ist in etwa so, wie wenn ein Lottogewinner behauptete, er hätte nur deshalb im Lotto gewinnen können, weil er im Lotto gewonnen habe!
(Dieser Gewinn musste natürlich von einem überlegenen Geist perfekt vorgeplant und justiert werden!)

Auf Milliarden anderer Planeten könnte man diese Frage überhaupt nicht stellen, da sie niemals Leben hervorbringen konnten.
Und ausgerechnet auf diesem Ausnahmefall Erde soll das nun von einem überlegenen Planer abhängen?
Absurder kann man überhaut nicht mehr denken oder argumentieren!
Diese Argumentation ist in einem solchen Maße daneben, dass eine Steigerung vollkommen unmöglich wäre.

Der Lottogewinn als perfekte Justierung...
Da bekomme ich einen Lachanfall und wälze mich auf dem Boden!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 12:58
#889 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #886
Ich sage einfach: Für mich und für andere...

Ist schlüssig, klar. Aber nicht zwingend. Was natürlich für alle Menschen gleich welcher Ausrichtung gleichermaßen gilt. Es bedarf innerer Kraft, das Leben und seine Unabwägbarkeiten zu bewältigen, ohne ein A... zu werden dabei, das gilt für Alle und Jeden. Allein das erfahrene Leid übersteigt die Leidensfähigkeit des Individuums um ein Vielfaches, ich schreibe Niemandem vor, wie er mit etwas fertig zu werden versucht, mit dem man unmöglich fertig werden kann. Woraus er die Kraft dafür schöpft.

Ich kann mich vor einen Baum hinstellen und ihm weismachen, dass es keine Fotosynthese gibt. Genau darauf aber läuft sich das Unterfangen hinaus, einem gläubigen Menschen die Nichtexistenz Gottes zu unterbreiten. Ich erkenne keinen Sinn darin, auch deshalb nicht, weil ich fest davon überzeugt bin, dass weder Individuum noch Menschheit noch Welt eine bessere werden, wenn der Glaube verschwunden ist. Dass er als menschliche Eigenart Missbrauch, Instrumentalisierung, Irrung und Pervertierung ausgeliefert ist, steht völlig außer Frage, weshalb fundierte Religionskritik offene Türen einrennt bei mir.

Aber einen Mitmenschen für beschränkt und irrational zu erklären, weil er an Gott glaubt, ist so arrogant wie vermessen. Ich kann auch Atheist sein, ohne Andersdenkenden mit meiner letztendlich persönlichen Überzeugung auf die Pelle zu rücken als der Weisheit letzten Schluss, der gefälligst für Alle Gültigkeit zu besitzen hat. Gilt selbstverständlich andersrum für Gläubige. Ich hasse Missionierungsversuche.

Die Quintessenz besteht in der Regel im Unterschied, ob Jemand nicht an Gott glauben kann, wofür ich vollstes Verständnis habe und was mich überhaupt nicht wundert - oder ob er nicht an Gott glauben will, was mir bei allem Respekt etwas verkrampft, ja mitunter zwanghaft erscheint, ob nun philosophisch untermauert oder nicht. Ich sehe keinerlei Gewinn darin, und warum sollte ich etwas wollen, das mir definitiv nichts bringt? Ich kann mich ohne Probleme von jeder Religion befreien, ohne deshalb zum Atheisten werden zu müssen. Und erst recht ohne diese Gesinnung von anderen einzufordern aus unerfindlichen Gründen.

Nein, bei aller Liebe, der Alleingültigkeitsanspruch des dogmatischen Atheismus ist ein Absurdum in sich. Was unterscheidet ihn denn von fundamentalistischen Glaubensideologien? Bei eingehender Betrachtung absolut überhaupt nichts. Ich fühle mich demzufolge auch nicht betroffen von atheistischer Demagogie. Es gibt weiß Gott triftigere Gründe, mich für einen Idioten zu halten.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

14.05.2017 13:46
#890 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was unterscheidet ihn... denn von fundamentalistischen Glaubensideologien? Bei eingehender Betrachtung absolut überhaupt nichts.


So argumentieren auch alle Anhänger von Verschwörungstheorien.
Sie halten ihre Ansichten für vollkommen gleichberechtigt und oft sogar noch für überlegen.

Auf diesem Boden gedeihen Ideologien und abstruse Religionen.
Damit lässt sich noch jeder abstruse Blödsinn rechtfertigen!

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 14:45
#891 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Dann bin ich eben Anhänger einer Verschwörungstheorie, einer Ideologie aufgesessen und fleißiger Gärtner einer abstrusen Religion, rechtfertige jeden noch so abstrusen Blödsinn damit, halte mich dabei für gleichberechtigt (huch!) und oft sogar noch für überlegen. Mach ich doch gerne, wenn ich Allwissende wie Dich damit ärgern kann.

Na, ist doch war. Das ist doch keine Basis für ein halbwegs vernünftiges Gespräch unter erwachsenen Leuten. Sag's dem nächstbesten Bischof ins Gesicht meinetwegen, aber verschone bitte mich mit derlei Plattitüden. Geht mich nichts an, mit Verlaub. Wer da behauptet, mit Gewissheit sagen zu können, dass es keinen Gott gibt, ist entweder größenwahnsinnig oder ideologisch verblendet. Eine andere Möglichkeit besteht nicht.

Sollte man sich vielleicht mal bewusst machen zur rechten Zeit.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 15:22
#892 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #889
Zitat von Athon im Beitrag #886
Ich sage einfach: Für mich und für andere...

Ist schlüssig, klar. Aber nicht zwingend. Was natürlich für alle Menschen gleich welcher Ausrichtung gleichermaßen gilt.
Dann aber selbstverständlich auch für Islamisten, für die Taliban, Kopfjäger und spirituell orientierte Kannibalen.. Nicht zu vergessen die evangelikalen Fundamentalisten und Radikalen, die modernen Kreuzritter, welche mit auf Sturmgewehren und Ziehlfernrohren eingravierten Bibelsprüchen auf jeden Muslim schießen, in der Hoffnung, dass Gott die Seinen schon erkennen wird..



Zitat von Desperado im Beitrag #889

Es bedarf innerer Kraft, das Leben und seine Unabwägbarkeiten zu bewältigen, ohne ein A... zu werden dabei, das gilt für Alle und Jeden.
Selbstverständlich.. nur redest du hier wieder mal so, als wenn wir Atheisten diejenigen wären, die jeden zum Glauben an die Evolutions- und Urknalltheorie missionieren wollten. Im 21. Jahrhundert haben wir noch in mindestens 7 Ländern der Welt die Todesstrafe für Gottlose.. Amerikanische Rassisten rechtfertigen ihren Hass auf Farbige mit der kreationistischen Interpretation der biblischen Schöpfungsgeschichte. Atheisten sind im 21. Jh weltweit noch immer wahnwitzigen Diskriminierungen, haltlosen Vorurteilen, Ächtungen und Hetze ausgesetzt..

Und wenn wir Atheisten uns nun langsam dagegen wehren, kommen Leute wie DU und werfen uns den Tunnelblick, Fundamentalismus, Militantismus, Aggressivität oder geistige Armut vor.

Da kann man sich dann schon mal ordentlich auf so viel selbstgerechte Dummheit "scheißen"..


Zitat von Desperado im Beitrag #889

Allein das erfahrene Leid übersteigt die Leidensfähigkeit des Individuums um ein Vielfaches, ich schreibe Niemandem vor, wie er mit etwas fertig zu werden versucht, mit dem man unmöglich fertig werden kann. Woraus er die Kraft dafür schöpft.
Doch genau das tust du..

Zitat von Desperado im Beitrag #889

Ich kann mich vor einen Baum hinstellen und ihm weismachen, dass es keine Fotosynthese gibt. Genau darauf aber läuft sich das Unterfangen hinaus, einem gläubigen Menschen die Nichtexistenz Gottes zu unterbreiten. Ich erkenne keinen Sinn darin, auch deshalb nicht, weil ich fest davon überzeugt bin, dass weder Individuum noch Menschheit noch Welt eine bessere werden, wenn der Glaube verschwunden ist.

Der Glaube ist nicht das Problem, sondern allein die Vergötterung dessen und die damit einhergehenden Rechtfertigungen.

[quote="Desperado"|p3207483]
Dass er als menschliche Eigenart Missbrauch, Instrumentalisierung, Irrung und Pervertierung ausgeliefert ist, steht völlig außer Frage, weshalb fundierte Religionskritik offene Türen einrennt bei mir.
Schon dass du nur deine eigenen Maßstäbe für fundierte Religionskritik gelten lassen willst, zeigt, dass du in Wirklichkeit gar nicht mal weist wovon du da überhaupt redest.

[quote="Desperado"|p3207483]
Aber einen Mitmenschen für beschränkt und irrational zu erklären, weil er an Gott glaubt, ist so arrogant wie vermessen.
Nur aber macht es dir andersherum überhaupt nichts aus, wenn ein Religiot den Atheisten Beschränktheit vorwirft und anderen die Menschenwürde nur dann zugesteht, wenn diese seine Sicht der Dinge teilen.



Zitat von Desperado im Beitrag #889

Ich kann auch Atheist sein, ohne Andersdenkenden mit meiner letztendlich persönlichen Überzeugung auf die Pelle zu rücken als der Weisheit letzten Schluss, der gefälligst für Alle Gültigkeit zu besitzen hat. Gilt selbstverständlich andersrum für Gläubige. Ich hasse Missionierungsversuche.
Du vergisst, dass in 7 Ländern dieser Welt auf Atheismus die Todesstrafe steht, dass selbst in Deutschland die Diskriminierung von Atheisten staatlich gefördert wird. Reden wir nicht vom Amerikanischen Gottesstaat, in dem sich jedes asoziale und kriminelle Arschloch den Rang des Staatspräsidenten kaufen kann, wenn er genügend Geld hat und keine Atheist ist.

Zitat von Desperado im Beitrag #889

Die Quintessenz besteht in der Regel im Unterschied, ob Jemand nicht an Gott glauben kann, wofür ich vollstes Verständnis habe und was mich überhaupt nicht wundert - oder ob er nicht an Gott glauben will, was mir bei allem Respekt etwas verkrampft, ja mitunter zwanghaft erscheint, ob nun philosophisch untermauert oder nicht. Ich sehe keinerlei Gewinn darin, und warum sollte ich etwas wollen, das mir definitiv nichts bringt? Ich kann mich ohne Probleme von jeder Religion befreien, ohne deshalb zum Atheisten werden zu müssen. Und erst recht ohne diese Gesinnung von anderen einzufordern aus unerfindlichen Gründen.
In 7 Ländern der Welt steht noch immer die Todesstrafe auf Atheismus.. Du solltest dich vielleicht mal etwas mehr mit deinem eigenen Tunnelblick befassen


Zitat von Desperado im Beitrag #889

Nein, bei aller Liebe, der Alleingültigkeitsanspruch des dogmatischen Atheismus ist ein Absurdum in sich. Was unterscheidet ihn denn von fundamentalistischen Glaubensideologien? Bei eingehender Betrachtung absolut überhaupt nichts.



Auf deine eigene selbstgerechten Betrachtung der Zusammenhänge mag das sicher zutreffen.. Nur wissen wir heute dank solcher solcher Naturforscher, die ihre Betrachtungsweise der Dinge sich von keinem Gottgläubigen vorschreiben lassen, dass die subjektive Wirklichkeit ein Konstrukt des Gehirns ist..

Ordnung, Schönheit, Gut, Böse, Farben, Geräusche, Geschmack, Gerüche.. sind ein Konstrukt biologischer Prozesse. Eine Erfindung unseres Gehirns.

Athon Online




Beiträge: 3.534

14.05.2017 15:52
#893 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #889
Ist schlüssig, klar. Aber nicht zwingend.


Doch, ist es. Jedenfalls für mich.

Zitat
Ich erkenne keinen Sinn darin, auch deshalb nicht, weil ich fest davon überzeugt bin, dass weder Individuum noch Menschheit noch Welt eine bessere werden, wenn der Glaube verschwunden ist. Dass er als menschliche Eigenart Missbrauch, Instrumentalisierung, Irrung und Pervertierung ausgeliefert ist, steht völlig außer Frage...


Die eigentliche Perversion besteht aus meiner Sicht darin, dass sich "der Gläubige" hinsichtlich Missbrauch, Instrumentalisierung usw. auf seinen (jeweiligen!) "Gott" beruft und sein Handeln somit zu legitimieren glaubt.
Ob sich solche Handlungen gegen sog. Ungläubige oder sich vom Glauben Abgewandte richten, sind zwei Seiten derselben Medaille und kann aus meiner Sicht nur als unmenschlich bezeichnet werden. Und nur deshalb muss nicht nur hier in diesem Forum gegen solche -ich nenne es Auswüchse- interveniert werden. Lege ich meine persönlichen Versuche zugrunde, hat das mit Missionierung absolut nichts zu tun.

Zitat
Es gibt weiß Gott triftigere Gründe, mich für einen Idioten zu halten.


Und "Gott" weiß das...? Hat "Er" also doch ein Bewusstsein...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

14.05.2017 16:20
#894 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Nein, bei aller Liebe, der Alleingültigkeitsanspruch des dogmatischen Atheismus ist ein Absurdum in sich.

Würdest du meine Moral-Theorie da oben (#885) als "dogmatischen Atheismus" bezeichnen? Mir kommt sie mit Abstand überzeugender vor, als jede Gottesrechtfertigung. Es ist schädlich, einem Gott die Gralshüterschaft über die Moral zu überlassen. Damit wird dem Menschen das Bewusstsein von der Selbstgestaltungskraft seiner mentalen Kultur genommen und schädigt die Ausschöpfung seiner Möglichkeiten. Das Leben ist kein Fußballspiel zwischen dem BVB Atheismus und dem 1. FC Gott... Es geht um uns, die MENSCHEN - so oder so!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 17:12
#895 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #894
Würdest du meine Moral-Theorie da oben (#885) als "dogmatischen Atheismus" bezeichnen? Mir kommt sie mit Abstand überzeugender vor, als jede Gottesrechtfertigung.

Absolut nicht, Gysi. Das sind lesenswerte Gedanken und bedenkenswerte Überlegungen, die auch Gläubigen durchaus von Nutzen sein können, deren Gottesbild entsprechend "obrigkeitshörig" geprägt ist, entmündigende und ausgrenzende Züge aufweist usw.. Denn bei den Weltreligionen geht es hauptsächlich um Gottesbilder sprich menschliche Vorstellungen und Reflexionen. Da muss man nur das erste Drittel des Alten Testaments lesen oder den Koran, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Der rachsüchtig eifernde Jahwe und der hochgradig militante Allah sind gewissermaßen menschliche Entstellungen dessen, was "Geist" bedeuten kann... oder könnte, je nachdem. Kann jedenfalls nichts mit Gott zu tun haben, würde schon allein den Gesetzen des Universums widersprechen, derlei zutiefst menschliche Unarten spotten jeder Allwissenheit und Allmacht, von Güte ganz zu schweigen. Das geht nicht zusammen. So sieht beispielsweise meine Religionskritik aus.

Du hast mich außerdem noch nie in irgendeinen Topf geworfen, der grade in erreichbarer Nähe stand. Da kann ich durchaus "differenzieren".

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

14.05.2017 17:49
#896 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Denn bei den Weltreligionen geht es hauptsächlich um Gottesbilder sprich menschliche Vorstellungen und Reflexionen.

Absolut. Religionen spiegeln menschliche MACHTbedürfnisse wider. Entweder die der Despoten - oder die der Demokraten. Jenachdem, wer das Ruder in der Hand hat. Meinst du, dass ein nicht auf Obrigkeitshörigkeit angewiesener Gott der Realität entsprechen könnte - und ein "eifernder und zorniger Gott" dafür nicht? Oder ist das alles nicht doch aus den Fingern der sumerischen und ägyptischen Könige und Hofschamanen gesogen, später von den "modernen" Priestern adaptiert? Dein Background ist jetzt auch nicht der MONOtheismus.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

14.05.2017 17:52
#897 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Das Problem ist doch nicht, dass jemand an Gott glaubt oder eben nicht.
Das Problem besteht darin, dass Gottgläubige daraus Dinge ableiten und als unumstößliche Tatsachen ansehen!
Dieses Überlegenheitssyndrom führt eben zwangsweise manchmal zu so etwas wie dem Kampf gegen Ungläubige, zu Taliban, IS oder auch bibeltreuen Mördern.
Und mit Vernunft ist denen natürlich nicht mehr beizukommen - die haben ja die allein seligmachende Wahrheit von Gott empfangen und stehen immer auf der richtigen Seite.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 19:09
#898 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Da gebe ich Dir völlig Recht, Lukrez. Da sind wir uns vollkommen einig.
Gott ist Geist, Gysi. Steht im Johannesevangelium, soviel ich weiß. Kommt meinem... Verständnis sehr nahe.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.952

14.05.2017 19:28
#899  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Gott ist Geist, Gysi. Steht im Johannesevangelium, soviel ich weiß. Kommt meinem... Verständnis sehr nahe.

Ja, der menschliche Geist! Der Fetisch unseres Gemeinschaftskörpers... Unsere Idee von Recht und Sozialverhalten! Deswegen ändert sich auch der Charakter dieses Gottes über die Jahrhunderte. Immer schön der gesellschaftlichen Mainstream angepasst. Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Ein Falschdenker, der - aus dem Kontext heraus - Gott immer noch als eigene Übergröße als unseren Schöpfer separiert, schizophreniert.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.05.2017 21:27
#900 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #895
Zitat von Gysi im Beitrag #894
Würdest du meine Moral-Theorie da oben (#885) als "dogmatischen Atheismus" bezeichnen? Mir kommt sie mit Abstand überzeugender vor, als jede Gottesrechtfertigung.

Absolut nicht, Gysi. Das sind lesenswerte Gedanken und bedenkenswerte Überlegungen, die auch Gläubigen durchaus von Nutzen sein können, deren Gottesbild entsprechend "obrigkeitshörig" geprägt ist, entmündigende und ausgrenzende Züge aufweist usw..


Du weichst aus, Desperado. Wie der Gläubige seine Gottesvorstellungen auschmückt, hängt nicht nur davon ab, welchen Nutzen er sich davon erwartet, sondern vor allem auch von seiner kognitiven Leistungsfähigkeit. Um es einfacher auszudrücken: Menschen mit Intelligentzdefiziten, solche die unter Persönlichkeitsstörungen leiden und mit dem Gottglauben ihre Defizite kompensieren, werden sich die Eigenschaften ihres Gottesbildes immer ihren eigenen Moralvorstellungen anpassen.
Warum das so ist, steht Hier


Zitat von Desperado im Beitrag #895

Denn bei den Weltreligionen geht es hauptsächlich um Gottesbilder sprich menschliche Vorstellungen und Reflexionen.
Das ist Unsinn. Weil es auch gerade anders andersherum keine anderen Gottesbilder gibt, als menschliche. Ob du dir einen abstrakten Gott, oder einen mit Bart und Glatze vorstellst, wird er immer nur deinen eigenen Idealvorstellungen seiner göttlichen Soll-Qualitäten ausfallen.


Zitat von Desperado im Beitrag #895

Da muss man nur das erste Drittel des Alten Testaments lesen oder den Koran, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Der rachsüchtig eifernde Jahwe und der hochgradig militante Allah sind gewissermaßen menschliche Entstellungen dessen, was "Geist" bedeuten kann... oder könnte, je nachdem.
Es ist immer das Hirn des einzelnen
das sich Gott nach seinem eigenen Ideal erschafft. Gerade auch die "Solisten" unter den Gott-Gläubigen, pflegen nicht selten ein außerordentlich narzisstisches Gottesbild, welches genau an ihre persönliche Eitelkeiten angepasst ist.

Zitat von Desperado im Beitrag #895

Kann jedenfalls nichts mit Gott zu tun haben, würde schon allein den Gesetzen des Universums widersprechen, derlei zutiefst menschliche Unarten spotten jeder Allwissenheit und Allmacht, von Güte ganz zu schweigen.


In Anbetracht dessen, dass alle "Geschöpfe" miteinander und Gegeneinander um ihre Überlebensnische und die Existenzsicherung ihrer eigenen Nachkommensgene rivalisiern müssen, die meisten Geschöpfe einender jagen, töten und auch an die eigenen Nachkommen verfüttern müssen, damit diese "groß und stark" genug werden, diesen ewigen Wettbewerb weiter führen zu können.. kann man wohl kaum von einem gütigen Schöpfergott träumen.
Dass zudem der Nachthimmel, welcher ein so großartiges Schauspiel kosmischer Vollkommenheit auf unsere Netzhaut projiziert, in Wirklichkeit nur eine Montage von Informationen verschiedener Zeitebenen des Universums ist und überhaupt nichts mit einer realen Wirklichkeit zu tun hat, könnte uns dann auch noch zu denken geben...

Andersherum spottet eine allwissender und allmächtiger Gott jeglicher rationalen menschlichen Vernunft, weil das Problem mit der Allwissenheit eines Gottes nämlich darin besteht, dass er sich nicht irren kann und somit die Illusion eines gerade noch relativen freien Willens nicht gegeben sein kann. Auch die Eigenschaft Allmächtigkeit wirft dann viele Fragen auf. Besonders hinsichtlich unserer Welt, in der so mehr oder weniger alle Geschöpfe einander als einzige Futterquelle zur Verfügung gestellt wurden.. um nicht zu sagen, einander zum Fraß vorgeworfen sind. Wer schneller, schlauer, rücksichtsloser ist und auch sonst besser täuschen kann, ist da immer von Vorteil. Vom Universum in dem ständig gewaltige Katastrophen stattfinden.. Sterne explodieren, ganze Galaxien mit Hunderten Milliarden Sonnen und Trillionen Planeten kollidieren..und dabei von den dabei auftretenden unvorstellbaren Gravitationskräften so gerüttelt werden.. dass kein Planet mehr um die eigene Sonne kreist...

Gott ist ein Gehirnfurz von Leuten, die auch sonst von der scheinbaren Schönheit ihrer Gehirnfürze so angetan sind, dass sie gar nicht mehr die Widersprüche ihres Inhalts bemerken..





Zitat von Desperado im Beitrag #895

Das geht nicht zusammen. So sieht beispielsweise meine Religionskritik aus.
Gott geht mit der Realität überhaupt nicht zusammen.

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