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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 08:57
#901 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #900
Gott geht mit der Realität überhaupt nicht zusammen.

Mit der meinen schon, Perquestavolta.

Deine Überzeugung ist eine andere, die ich ohne Probleme so stehen und gelten lassen kann. Zustimmung zu einer verständlich und sachlich zum Ausdruck gebrachten Meinung ist kein Ausweichen, es muss ja deshalb nicht die meine sein. Du kannst auch anders, und in dieser Form und Gestalt (bis auf die Gehirnausdunstung, aber drauf gepfiffen) sind Deine Beiträge sowohl interessant zu lesen als auch vollkommen in Ordnung. Ohne Meinungsvielfalt wäre das menschliche Miteinander entsetzlich langweilig.

Was Du über Gläubige sagst, mag für Viele stimmen, da widerspreche ich Dir keineswegs. Meiner Vernunft hingegen spottet ein allwissend allmächtiger Gott nicht, ganz im Gegenteil. Und sein Geist ist definitiv nicht der meine, das wüsste ich. Man kann und darf das Selbe sehen und zu unterschiedlichen, ja gegenteiligen Ergebnissen kommen. Für mich ist das eine der faszinierenden Wirklichkeiten menschlicher Existenz und menschlichen Bewusstseins, und ohne die absurden damit einhergehenden Feindseligkeiten hätten wir Frieden, weshalb ich nicht mitspiele bei dem dämlichen Spiel. Ich habe keine Probleme mit "Infidels", wenn ich mit Menschen Probleme habe, spielt diese Komponente keine Rolle.

Ich glaube, ich bin diesbezüglich tatsächlich ziemlich lässig und locker. MONOtheismus - witzig.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.032

15.05.2017 09:54
#902 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Mit der meinen schon, Perquestavolta.

Es gibt aber nur eine Realität, eine Wahrheit. Man kann nicht seine eigene Wahrheit haben. Nur verschiede Blickwinkel auf sie. Aber die könnte man zusammentum, um das Bild der Wahrheit zu komplettieren. Und im Anschauen eines Wahrheitsobjektes kann man sich leider auch täuschen. Darum reden wir doch miteinander. Dem einen seine Meinung zu belassen und sich selber seine ist keine Diskussion. Die alte Psycho-Formel "Du bist o.k. und ich bin o.k.!" ist mir mehr eine Oberflächlichkeits- denn eine Toleranz-Formel. Sich streiten heißt nicht, dass man sich spinnefeind ist und einander verachtet.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

15.05.2017 11:07
#903 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du behauptest aber, es gäbe Erkenntnisse in der Bio- und Astrophysik, die diese Tatsache auf ein höheres, steuerndes Bewusstsein zurückführen. Daher habe ich Dich nach der Quelle dieser Erkenntnisse gefragt und keine Schilderung bekannter Tatsachen erbeten.

Athon,

... die Erkenntnisse, welche sich uns (nicht nur!) über den mathematisch genau justierten Abstand (Erde - Sonne) zeigen, sind Erkenntnisse, die ein steuerendes Bewusstsein zulassen. (Ist nicht nur meine Meinung.)

Gruß von Reklov

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 11:26
#904 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #902
Sich streiten heißt nicht, dass man sich spinnefeind ist und einander verachtet.

Im Idealfall nicht, klar. Aber meine... Zurückhaltung ist nicht in oberflächlicher Harmoniesucht begründet, sondern darin, dass sich mir ganz persönlich der Sinn eines Streitens um Gott oder Nichtgott nicht so recht erschließen will. Denn wie Du ja selbst sagst, gibt es letztendlich nur eine Wirklichkeit und Wahrheit, und der Mensch kann sich in der Wahrnehmung und Definition derselben täuschen. Theoretisch könnten sich demnach beide Seiten irren, und wer Recht behalten wird, das kann eben keiner sagen. In der Sprache der Indianer z. B. gibt es kein "vielleicht", an seiner Stelle sagen sie "ich weiß es nicht".

Was aber nun nicht bedeutet, dass ich nicht interessiert mitlese und ab und zu sogar etwas dazu beitrage. So lange persönliche Beleidigungen außen vor bleiben und nicht allzu heftig polemisiert wird, ist Streitkultur selbstverständlich Bestandteil menschlichen Austausches. Ich würde denn auch in keinem Forum schreiben, dass ich für widersinnig halte.

Nönö, das passt schon.

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

15.05.2017 12:52
#905 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Es gibt aber nur eine Realität, eine Wahrheit. Man kann nicht seine eigene Wahrheit haben.

Gysi,

... das ist so richtig - aber - bereits vom Menschen so bezeichnete Paradoxa (es gibt ja mehrere Formen davon!) zeigen, dass Aussagen, welche sich widersprechen, für sich genommen - wahr sind. Im besten Fall kann man ein Paradoxon auflösen. - Bei der Gottesfrage ist dies jedoch nicht möglich, da uns viel zu wenig, in unserem Sinne "beweisbare", Fakten vorliegen, um die EINE Wahrheit für sich zu beanspruchen.
Es muss also vorläufig bei Gleichungen und Deutungen bleiben. Beide "Lager" können hierzu ihren Beitrag leisten. Mit verbalen Keulen aufeinander loszugehen, bringt hier aber nichts, erzeugt auch keine förderliche Gesprächskultur.
Die Wahrheit von Aussagen bezieht sich im Allgemeinen auf die Übereinstimmung der Aussage mit der Wirklichkeit. Eine Aussage im formal-logischen Sinne ist unwahr, wenn sie den logischen Gestzmäßigkeiten widerspricht, z.B. "Die Kirsche ist rot, und sie ist nicht rot". Religiöse Wahrheiten beziehen sich auf den jeweiligen seelischen Erbauungswert für den Gläubigen oder einer Vielzahl von Gläubigen bzw. einer Glaubensgemeinschaft.

>> Wahrheit meint übereinstimmende Erkenntnis mit ihrem Gegenstand; ein unabhängig von Gegenstand gültiges Wahrheitskriterium gibts nicht. Die Philosophie beantwortet die Grundfrage nach Möglichkeit, den Kriterien und der Erkennbarkeit von Wahrheit in den einzelnen Systemen unterschiedlich. In der Logik ist Wahrheit die inhaltliche Übereinstimmung eines Satzes mit Tatsachen aber zu unterscheiden von der "Richtigkeit" worunter die formale Gültigkeit eines Satzes verstanden wird.

Realität= Wirklichkeit, Tatsache, Gegebenheit. In der Phil. = Realität als Prinzip des philosophischen Realismus die vom Subjekt unabhängig existierende Außenwelt, als Grundbegriff der kantschen Transzendentalphilosophie die vom Subjekt mitkonstituierte Erfahrungswelt, das anschauliche Gegebene. Der kritische Rationalismus betont in der Realität als Wirklichkeit das Wirken auf das Subjekt, sodass nicht nur die dingliche Welt, sondern auch Bewusstseinszustände und geistige Gegebenheiten (Werte, Gedankeninhalte usw.) unter den Realitätsbegriff fallen.

Wirklichkeit meint philosp. einen versch. definierten Inbegriff des wahrhaft Seienden und Wirkenden; bei I.Kant neben Möglichkeit und Notwendigkeit eine Kategorie der Modalität. Der Idealismus begreift die Wirklichkeit als immaterielles geistiges Sein, der Materialismus als materielle Dingwelt, der Empirismus als die Summe des empirisch Gegebenen (Erfahrung, Empfindungen, Sinnesdaten). <<
Lit: Brockhaus Enzyklopädie

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.032

15.05.2017 14:37
#906 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Aber meine... Zurückhaltung ist nicht in oberflächlicher Harmoniesucht begründet, sondern darin, dass sich mir ganz persönlich der Sinn eines Streitens um Gott oder Nichtgott nicht so recht erschließen will.

Nicht? Das habe ich anders erfahren: Als Kind hatte ich sehr wohl ein Bedürfnis nach Erkenntnisgewinn zu diesem Gott gehabt. Aber ich bekam keine kritischen Lehrer dagegen. Nur diesen Katechismus-Kappes und die Predigten in (mir so vorgekommener) scheinheiliger Intonation. Und auch heute heißt es noch: Über Religion redet man nicht... Kinder diesen seelischen Nöten auszusetzen, ist ein Menschheitsverbrechen! Klingt ein wenig überzogen, aber ich meine es wirklich so! (Dawkins redet vom "Missbrauch kindlicher Disposotionen") Das Ergebnis ist die Preisgabe des natürlichen Misstraues als der Erfolg dieser religiösen Gehirnwäsche - oder die lebenslange Rebellion gegen diese Lehrmethode und gegen die Lehre selbst.

Und gerade heutzutage - vor der Kulisse der Radikalisierung und der Erstarkung des Islam - brauchen wir die Rede dagegen! Wenn die muslimischen Gläubigen sehen, dass sogar die Kuffars vor diesem heiligen Gottbuch ehrfürchtig schweigen - ja, dann kann es doch nur an seiner MACHT DER WAHRHEIT liegen! => Auch die Ungläubigen legen sich nicht mit Allah an... Nee, Desperado, SCHWEIGEN zum Thema "Gott oder nicht Gott" ist ein politischer, wissenschaftlicher und philosophischer Erziehungsfehler! Um unserer und der Zukunft unserer Nachfahren willen müssen wir mit der falsch angelernten MORAL der Toleranz des SCHWEIGENS gegen die Religionen aufhören!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.032

15.05.2017 14:51
#907  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Bei der Gottesfrage ist dies jedoch nicht möglich, da uns viel zu wenig, in unserem Sinne "beweisbare", Fakten vorliegen, um die EINE Wahrheit für sich zu beanspruchen.

Die Belege, die gegen eine Gottesexistenz sprechen, interessieren dich doch nicht! O-Ton Reklov: "Seit der griechischen Antike hat sich die Philosophie nicht entwickelt!" Warum nicht? Weil sie immer gottloser geworden ist! Dich interessieren keine Fakten, nur der Glaube selbst! Dich interessiert auch keine Philosophie - nur Gott! Aber die Deutungshoheit im Rahmen des Glaubens - die beanspruchst schon DU (allein)! Du bist der neue Erzengel, Prophet, Gesandte und Gottes Sohn! Nur erkennen wir dich als solchen leider nicht an! Dafür musst du wissen, wie sich Mohammed in seiner mekkanischen Frühphase gefühlt haben muss...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

15.05.2017 19:43
#908 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
... die Erkenntnisse, welche sich uns (nicht nur!) über den mathematisch genau justierten Abstand (Erde - Sonne) zeigen, sind Erkenntnisse, die ein steuerendes Bewusstsein zulassen. (Ist nicht nur meine Meinung.)


Das ist absoluter Blödsinn wie er dümmer überhaupt nicht sein kann!
Warum das so ist habe ich hier ja schon erklärt und ich will mich nicht wiederholen.

Euch geht es ja im Kern überhaupt nicht um die Gottesfrage.
Ihr wollt alleine die Wahrheit gepachtet haben und euch damit über andere erheben.
Aus der angeblichen Gottesexistenz wollt ihr eine Essenz ewiggültiger Wahrheiten herausdestillieren und das ist unaufrichtig und heuchlerisch.
Da machen es sich die Atheisten wirklich nicht so einfach.
Atheisten sind in diesen Fragen eben seriös und aufrichtig - sie brauchen keine eingebildete schöpferische Überintelligenz zu ihrer Rechtfertigung.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 20:01
#909 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #901
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #900
Gott geht mit der Realität überhaupt nicht zusammen.

Mit der meinen schon, Perquestavolta.


Das sag ich doch die ganze Zeit. Diese Realität ist das Konstrukt deine Hirns.


Zitat von Desperado im Beitrag #901

Deine Überzeugung ist eine andere, die ich ohne Probleme so stehen und gelten lassen kann.
Sie würde auch weiterhin so stehen, wenn du sie nicht gelten lassen würdest, Was du übrigens auch gar nicht tust. Denn deine ganzen bisherigen Versuche mich mit Schuldgefühlen zu belasten, widersprechen dem.


Zitat von Desperado im Beitrag #901

Zustimmung zu einer verständlich und sachlich zum Ausdruck gebrachten Meinung ist kein Ausweichen, es muss ja deshalb nicht die meine sein.
Diese Zustimmung ist nur ein taktisches Manöver, um dich in eine günstigere Position zu bringen, mit Schuldgefühlen und der üblichen adhominem Argumenten meine Arguemente unwirksam
zu machen.

Zitat von Desperado im Beitrag #901

Du kannst auch anders...
genau das meine ich..Desperado!! Kleines Zugeständnis, als Verpackung für die Schldgefühlefalle.. Und und als Zugabe noch ein Argumentum ad hominem, eingewickelt in die Selbstbeweihrächerung deiner Tugenden.

Zitat von Desperado im Beitrag #901
und in dieser Form und Gestalt (bis auf die Gehirnausdunstung, aber drauf gepfiffen) sind Deine Beiträge sowohl interessant zu lesen als auch vollkommen in Ordnung. Ohne Meinungsvielfalt wäre das menschliche Miteinander entsetzlich langweilig.
Ich hab mir ein paar deiner Schriftstellerproben angeschaut, die du hier im Forum abgegeben hast. Beinahe wäre ich drauf hereingefallen. Aber nach dem ich deinen ausweichenden Kommentar auf meinen Beitrag über braune Esoterik und antrosophische Interpretation der Evolutionstheorie durch die Nationalsozialisten gelesen habe.. stehen unsere unterschiedlichen Positionen als Rechtsgrundlage für die Diskussion hier fest..


Zitat von Desperado im Beitrag #901

Was Du über Gläubige sagst, mag für Viele stimmen, da widerspreche ich Dir keineswegs.

Auf Grund meiner ganzen und oftmals auch wirklich sehr ausführlichen Erläuterungen (in einfachster Sprache), in welchem Zusammenhang ich den Glauben an "einen" Gott als die geeignetste menschliche Geisteshaltung halte, mit der man unseren Planeten in nur wenigen Jahrzehnten technischen Fortschritts in eine unwirkliche Hölle verwandeln kann und so wie es ausschaut, auch wird bin ich schon zufrieden, dass ein paar einzelne mein Anliegen verstanden haben.


Zitat von Desperado im Beitrag #901

Meiner Vernunft hingegen spottet ein allwissend allmächtiger Gott nicht, ganz im Gegenteil. Und sein Geist ist definitiv nicht der meine, das wüsste ich. Man kann und darf das Selbe sehen und zu unterschiedlichen, ja gegenteiligen Ergebnissen kommen. Für mich ist das eine der faszinierenden Wirklichkeiten menschlicher Existenz und menschlichen Bewusstseins, und ohne die absurden damit einhergehenden Feindseligkeiten hätten wir Frieden, weshalb ich nicht mitspiele bei dem dämlichen Spiel. Ich habe keine Probleme mit "Infidels", wenn ich mit Menschen Probleme habe, spielt diese Komponente keine Rolle.


Wir beide wissen, dass der Islam die Brutstätte des Islamismus ist. Wie wir ebenso wissen, dass der Weinanbau wie die Gerstenvergärung die Brutstätte des Alkoholismus ist. Und genauso wissen wir, dass es keine echten und falschen Schotten gibt.

Zitat von Desperado im Beitrag #901

Ich glaube, ich bin diesbezüglich tatsächlich ziemlich lässig und locker. MONOtheismus - witzig.
Du hast kein Problem damit, da du dich ja zu den echten Schotten rechnest, die immer wissen wann sie genug gesoffen haben.. Mal ganz abgesehen davon, dass jeder Säufer seine eigene Marke bevorzugt.

Es ist nämlich so, dass ich an ein echtes Leben nach dem Tod glaube und davon sogar mehr als überzeugt bin. Nur eben nicht auf Grundlage übernatürlicher Glaubensvorstellungen, sondern ganz natürlicher Mechanismen, die rein auf der Bewusstseinsbildenden Wechselwirkungen jener Beziehungsorgane basieren, die wir Gehirne nennen. Und da auf der anderen Seite mein ganzes Wesen/meine Seele in der Helix meiner Gene festgelegt ist und somit auch in der nächsten Generation weiterlebt, in die ich mit schon fortgepflanzt habe, erwarte ich mir eine Art Wiederaufserstehung, die je nach dem in einer halbwegs intakten, oder einer sehr gestressten Realität stattfindet.
In meiner Spiritualität ist nämlich das Leben mein Schöpfer, mein Ernährer, mein Lehrer.. Und das ICH nur eine nützliche und zweckdienliche Illusion. In dieser Vorstellung ist mein Bewusstsein das Produkt vieler miteinander in Wechselbeziehung stehender menschlicher Gehirne was anderes herum heißt, dass ein Mensch der isoliert auf einer Insel aufwächst nicht mehr menschliches Bewusstsein besitzt als eine asozialer Gorilla.

Von daher bin ich mir gewiss, dass wir uns unseren Planeten nur dann noch als erträglichen Wohnort in die Zukunft retten können, wenn wir schleunigst anfangen rationale und subjektive Denkweisen strikt von einander zu trennen. Weil wir andersherum sonst immer in dem Gefühl leben, dass es eben alle die anderen 7 Milliarden sind, die noch immer den Planeten "verdrecken". während wir doch längst schon den Müll trennen. Ein einzelner Mensch kann nämlich niemals so viel Dreck machen, dass es die evolutionsbedingten Regulationsmechanismen der Natur überhaupt merken würden. Wenn aber 10 Milliarden Menschen pro Kopf und Jahr auch nur ein Kilo Seifenlauge in den Bach leiten, dann schaut die Sache schon ganz anders aus.

Der "Gottesgedanke" ist der Förderer des falschen und echten "Schottentums" und natürlich sind dann die falschen Schotten immer die anderen.. und in deinem Fall sind es alleine die Monotheisten, die in der Rangordnung aber natürlich aber immer noch über jenen Atheisten stehen, die alle Schotten über den selben Kamm scheren wollen..

Sigmund Freud nannte es narzisstischen Kränkung.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 20:31
#910 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ironie und Narrenspiegel ob deiner ungehaltenen Polemik ab und an, mehr war da nie und nirgends. Und warum zum Teufel sollt ich auf dich hören und mir deine Sicht der Dinge zu eigen machen? Spinn ich oder was? Verlang ich das von dir oder sonst Jemandem?

Aber keine Sorge, es liegt nicht an dir. Mir hat schon lange keiner mehr was zu sagen. Bringt das Leben so mit sich.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 20:44
#911 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #910
Noja, so was nennt sich Paranoia. Aber eine ordentliche. Da kann ich nicht helfen.


Keine Sorge, du hilfst mir in jedem Fall.

Jetzt ist deine und meine Straßenseite ja schon mal klar festgelegt, um in Zukunft etwaige Übereinstimmung als rein zufällig und nicht geplant zu verstehen.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 23:26
#912 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #909
Du hast kein Problem damit, da du dich ja zu den echten Schotten rechnest, die immer wissen wann sie genug gesoffen haben.. Mal ganz abgesehen davon, dass jeder Säufer seine eigene Marke bevorzugt.

Es ist nämlich so, dass ich an ein echtes Leben nach dem Tod glaube und davon sogar mehr als überzeugt bin. Nur eben nicht auf Grundlage übernatürlicher Glaubensvorstellungen, sondern ganz natürlicher Mechanismen, die rein auf der Bewusstseinsbildenden Wechselwirkungen jener Beziehungsorgane basieren, die wir Gehirne nennen. Und da auf der anderen Seite mein ganzes Wesen/meine Seele in der Helix meiner Gene festgelegt ist und somit auch in der nächsten Generation weiterlebt, in die ich mit schon fortgepflanzt habe, erwarte ich mir eine Art Wiederaufserstehung, die je nach dem in einer halbwegs intakten, oder einer sehr gestressten Realität stattfindet.
In meiner Spiritualität ist nämlich das Leben mein Schöpfer, mein Ernährer, mein Lehrer.. Und das ICH nur eine nützliche und zweckdienliche Illusion. In dieser Vorstellung ist mein Bewusstsein das Produkt vieler miteinander in Wechselbeziehung stehender menschlicher Gehirne was anderes herum heißt, dass ein Mensch der isoliert auf einer Insel aufwächst nicht mehr menschliches Bewusstsein besitzt als eine asozialer Gorilla.

Von daher bin ich mir gewiss, dass wir uns unseren Planeten nur dann noch als erträglichen Wohnort in die Zukunft retten können, wenn wir schleunigst anfangen rationale und subjektive Denkweisen strikt von einander zu trennen. Weil wir andersherum sonst immer in dem Gefühl leben, dass es eben alle die anderen 7 Milliarden sind, die noch immer den Planeten "verdrecken". während wir doch längst schon den Müll trennen. Ein einzelner Mensch kann nämlich niemals so viel Dreck machen, dass es die evolutionsbedingten Regulationsmechanismen der Natur überhaupt merken würden. Wenn aber 10 Milliarden Menschen pro Kopf und Jahr auch nur ein Kilo Seifenlauge in den Bach leiten, dann schaut die Sache schon ganz anders aus.

Der "Gottesgedanke" ist der Förderer des falschen und echten "Schottentums" und natürlich sind dann die falschen Schotten immer die anderen.. und in deinem Fall sind es alleine die Monotheisten, die in der Rangordnung aber natürlich aber immer noch über jenen Atheisten stehen, die alle Schotten über den selben Kamm scheren wollen..

Sigmund Freud nannte es narzisstischen Kränkung.



Obiges hatte ich eigentlich gelöscht, aber sei's drum.

Hab' ich übersehen. Aber, Perquestavolta, tanz ruhig weiter so herum. Irgendwann kommt ein Tag, an dem ich schlechte Laune habe... Das Eis, auf dem du tanzt, ist dünn geworden. Seeehr dünn... Admin, Gysi

Das Zitierte hab ich deshalb nicht kommentiert, weil ich es als deine persönliche Meinung so stehen lassen kann, du siehst das eben so. Kann man so sehen - mehr aber auch nicht. Und genau da sehe ich das Problem bei dir. Du willst, dass sich alle davon überzeugen lassen und denken wie du. Und dieses Problem habe ich im Gegensatz zu dir nicht. Jeder soll denken was er will, und keiner muss die Dinge so sehen wie ich. Wenn er's tut, auch gut, aber ich lege weder Wert drauf noch verfolge ich die Absicht mit dem, was ich sage, irgendwen davon zu "überzeugen". Übereinstimmung hat keine Relevanz für mich. Es gibt sie und es gibt sie nicht, das ist alles. Wer aber grundsätzlich etwas gegen Andersdenkende, in deinem Falle Gläubige hat, hat in meinen Augen ein massives Problem. Er raubt sich selbst die Luft zum Atmen um des Rechthabens Willen. Freiheit sehe ich da keine mehr. Sehr ungesund sowas. Auch traurig irgendwo.

Ohne subjektives Denken sind wir Computer.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.05.2017 23:33
#913 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ach ja, Athon und Gysi, ich hab Eure Antworten sehr wohl gelesen. Wüsste nichts dazu und nichts dagegen zu sagen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

16.05.2017 11:58
#914 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das habe ich anders erfahren: Als Kind hatte ich sehr wohl ein Bedürfnis nach Erkenntnisgewinn zu diesem Gott gehabt. Aber ich bekam keine kritischen Lehrer dagegen. Nur diesen Katechismus-Kappes und die Predigten in (mir so vorgekommener) scheinheiliger Intonation. Und auch heute heißt es noch: Über Religion redet man nicht... Kinder diesen seelischen Nöten auszusetzen, ist ein Menschheitsverbrechen! Klingt ein wenig überzogen, aber ich meine es wirklich so! (Dawkins redet vom "Missbrauch kindlicher Disposotionen") Das Ergebnis ist die Preisgabe des natürlichen Misstraues als der Erfolg dieser religiösen Gehirnwäsche - oder die lebenslange Rebellion gegen diese Lehrmethode und gegen die Lehre selbst.

Gysi,

... persönliche Kindheitserfahrungen müssen/sollten irgendwann vom "erwachsenen/erwachenden" Bewusstsein erkannt und dementsprechend eingeordnet werden - und zwar mit der Fähigkeit, das "Narrenschiff" mit dem dazu nötigen Humor zu belächeln - nicht auszulachen! - Das hilft ungemein.
Was man Dir im einzelnen so alles angetan hat, kann ich nicht beurteilen, aber ich habe z.B. all die Vefehlungen meiner "Erzieher" mit listiger Klugheit eines Heranwachsenden umkurvt. Gegen meine innere Widerstandskraft hatten weder die ev. Prediger, noch die Stockschläge der Schullehrer, noch die Strenge meiner Eltern auch nur den Hauch einer Chance.
Bald kam in mir auch Mitleid mit der vom 2. Weltkrieg geschundenen Generation auf und mir war klar, dass viele dieser zerstörten "Erzieher" zum großen Teil überreif für einen Seelendoktor waren.
Ich "erkannte" mich früh selbst - und verfolgte so meinen persönlichen Weg - nämlich meine in mir angelegten Talente so auszubauen, dass ich später sehr gut davon leben konnte. Dies war aber auch mit dem Opfern vieler Freizeitstunden verbunden, belastete mich aber nicht, da ich mich ja dabei ungemein wohl fühlte.

Zitat
Die Belege, die gegen eine Gottesexistenz sprechen, interessieren dich doch nicht!

Bei den vielen Beiträgen, will ich Dir Deine Vergesslichkeit nicht vorwerfen, aber es war gerade ich, der das Reclam-Büchlein DAS WUNDER DES THEISMUS (von J.L. Mackie) hier im Forum vorstellte - und dieses Büchlein listet mehr Argumente "gegen" Gott auf, als für ihn!!!

Zitat
Du bist der neue Erzengel, Prophet, Gesandte und Gottes Sohn! Nur erkennen wir dich als solchen leider nicht an! Dafür musst du wissen, wie sich Mohammed in seiner mekkanischen Frühphase gefühlt haben muss.

Guter Witz - aber völlig daneben, denn ich betrachte mich lediglich als Mensch, der mit Dir und anderen in einem "Haus" wohnt.
Mit fehlen nicht nur die Flügel eines Engels, sondern auch die Fähigkeit, über das Wasser zu gehen - und wie sich Mohammed in seiner mekk. Frühphase gefühlt haben muss, ist weder Dir noch anderen nachzufühlen möglich; schließlich kann man sich ja nicht einmal 100%ig in die Seelenstimmung des Nachbarn oder Geschäftskollegen einfühlen!

Entwickle doch einfach einen, alles in seine Position zurechtrückenden Humor, dann kommst Du auch etwas lockerer rüber. Aber ich weiß: Keiner kann aus seiner Haut schlüpfen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

16.05.2017 12:12
#915 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Euch geht es ja im Kern überhaupt nicht um die Gottesfrage.

Lukrez,

mir geht es vor allem um die Frage: Warum ist überhaupt etwas und vielmehr NICHTS? - Daraus ergeben sich all die anderen Sprachkonstruktionen.

Zitat
Ihr wollt alleine die Wahrheit gepachtet haben und euch damit über andere erheben.

Der Vorwurf ist unberechtigt, denn seine Meinung mit entsprechenden Argumenten auszustatten, bedeutet ja noch nicht, die alles umgreifende Wahrheit in der Hand zu halten. Ich denke auch - dass dies in meinen Beiträgen auch stets rübergekommen sein müsste!?

Zitat
Aus der angeblichen Gottesexistenz wollt ihr eine Essenz ewiggültiger Wahrheiten herausdestillieren und das ist unaufrichtig und heuchlerisch.

Herausdestillieren kann man eher aus Früchten einen Schnaps, aber keine Wahrheit, auch wenn der Volksmund sagt, dass Kinder und Betrunkene die Wahrheit sprechen.

Zitat
Atheisten sind in diesen Fragen eben seriös und aufrichtig - sie brauchen keine eingebildete schöpferische Überintelligenz zu ihrer Rechtfertigung.

Dafür starren einige der hier schreibenden Atheisten einseitig nur auf die Wechselwirkungen innerhalb der Materie und "destillieren" daraus ihren welterklärenden Inhalt. Der ist aber auch nicht so bekömmlich, wenn er mit den eigentlichen, großen Fragen in Berührung kommt.
Es kommt also darauf an, im Gespräch zu bleiben und sich gegenseitig "zuzuhören", ohne sich vom Andersdenkenden überredet zu fühlen.
Die WAHRHEIT, so meine Meinung, wird sich in den noch kommenden Zeitaltern dem Menschengeschlecht mehr und mehr öffnen. Es wird aber wohl mehr eine geistige Wahrheit sein und nicht eine rein "technische", wie sie z.B. ein Ingenieur kennt.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.032

16.05.2017 14:18
#916 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
... persönliche Kindheitserfahrungen müssen/sollten irgendwann vom "erwachsenen/erwachenden" Bewusstsein erkannt und dementsprechend eingeordnet werden - und zwar mit der Fähigkeit, das "Narrenschiff" mit dem dazu nötigen Humor zu belächeln - nicht auszulachen! - Das hilft ungemein.

Uns alle hat eine religiöse Erziehung geprägt. Nur dass die einen im Sumpf der Gehirnwäsche steckenbleiben - und andre sich aus ihm befreien. Du selber magst dich als der große Revolutionär gegen das Orthodoxe des Christentums fühlen. Aber die Mär von Gott wirst du nicht los. Und die Ignoranz der Belege und Argumente gegen ihn auch nicht.

Zitat
Ich "erkannte" mich früh selbst - und verfolgte so meinen persönlichen Weg - nämlich meine in mir angelegten Talente so auszubauen, dass ich später sehr gut davon leben konnte. Dies war aber auch mit dem Opfern vieler Freizeitstunden verbunden, belastete mich aber nicht, da ich mich ja dabei ungemein wohl fühlte.

Sag mal, gibt es noch einen zweiten Menschen auf diesem Planeten, der dich so rühmt wie du das immer wieder und ausschließlich tust? So staubst du ja schon seit Jahren hier 'rum, ohne dass dir das peinlich wird.

Zitat
Entwickle doch einfach einen, alles in seine Position zurechtrückenden Humor, dann kommst Du auch etwas lockerer rüber.

Ja genau. So wie du.

Zitat
und wie sich Mohammed in seiner mekk. Frühphase gefühlt haben muss, ist weder Dir noch anderen nachzufühlen möglich;

Wie du (mein und anderer) Maß der Fähigkeit zur Nachvollziehung bestimmter Lebenssequenzen anderer zu leugnen oder abzuqualifizieren verstehst, ist schon erstaunlich. Natürlich kann ich die Kränkung Mohammeds durch seine Verhöhner nachvollziehen! Ich rede nicht von den "100 %", die du als genügend voraussetzt...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

16.05.2017 16:11
#917 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #912

Von daher bin ich mir gewiss, dass wir uns unseren Planeten nur dann noch als erträglichen Wohnort in die Zukunft retten können, wenn wir schleunigst anfangen rationale und subjektive Denkweisen strikt von einander zu trennen. Weil wir andersherum sonst immer in dem Gefühl leben, dass es eben alle die anderen 7 Milliarden sind, die noch immer den Planeten "verdrecken". während wir doch längst schon den Müll trennen. Ein einzelner Mensch kann nämlich niemals so viel Dreck machen, dass es die evolutionsbedingten Regulationsmechanismen der Natur überhaupt merken würden. Wenn aber 10 Milliarden Menschen pro Kopf und Jahr auch nur ein Kilo Seifenlauge in den Bach leiten, dann schaut die Sache schon ganz anders aus.

Der "Gottesgedanke" ist der Förderer des falschen und echten "Schottentums" und natürlich sind dann die falschen Schotten immer die anderen.. und in deinem Fall sind es alleine die Monotheisten, die in der Rangordnung aber natürlich aber immer noch über jenen Atheisten stehen, die alle Schotten über den selben Kamm scheren wollen..

Sigmund Freud nannte es narzisstischen Kränkung.




Das Zitierte hab ich deshalb nicht kommentiert, weil ich es als deine persönliche Meinung so stehen lassen kann, du siehst das eben so. Kann man so sehen - mehr aber auch nicht. [/quote] Ach wie großzügig..


Zitat von Desperado im Beitrag #912

Und genau da sehe ich das Problem bei dir. Du willst, dass sich alle davon überzeugen lassen und denken wie du.

Und andersherum, hättest du gerne, dass es alle so sehen wie DU. Ich sehe bei dir z.B. das Problem, dass du eine ziemlich "braune" Seele hast.

Zitat von Desperado im Beitrag #912

Und dieses Problem habe ich im Gegensatz zu dir nicht. Jeder soll denken was er will, und keiner muss die Dinge so sehen wie ich. Wenn er's tut, auch gut, aber ich lege weder Wert drauf noch verfolge ich die Absicht mit dem, was ich sage, irgendwen davon zu "überzeugen".
Und trotzdem polemisierst du leidenschaftlich meine Probleme..



Zitat von Desperado im Beitrag #912

Übereinstimmung hat keine Relevanz für mich.
Worüber regst du dich dann überhaupt auf? Meine Sicht der Dinge und ihrer Zusammenhänge ist von ganz anderer Natur ganz als deine.. Du wirst nicht müde zu betonen, wie verachtungswürdig diese Sicht der Dinge hältst und sogar immer wieder mit einer sträflichen Krankheit vergleichst "die du froh bist" nicht zu haben und deren "aussäztigen Wirte" man halt irgendwie ertragen muss...

Zitat von Desperado im Beitrag #912

Es gibt sie und es gibt sie nicht, das ist alles. Wer aber grundsätzlich etwas gegen Andersdenkende, in deinem Falle Gläubige hat, hat in meinen Augen ein massives Problem.
Und warum hast du dann etwas gegen Muslime? Ich fürchte mich z.B. überhaupt nicht vor dem Islam. Ich fürchte mich, wenn denn schon, vor all denen, die sich selbst immer für die einzig guten Schotten halten.


Zitat von Desperado im Beitrag #912

Er raubt sich selbst die Luft zum Atmen um des Rechthabens Willen.
Dann musst du wohl selber ständig in Atemnot sein.


Zitat von Desperado im Beitrag #912

Freiheit sehe ich da keine mehr. Sehr ungesund sowas. Auch traurig irgendwo.

Ohne subjektives Denken sind wir Computer.



Und ohne Trennung zwischen rationalem Denken und subjektivem Empfinden sind wir Idioten, deren Ideal der Wahrheit immer dem Schönheitsideal ihrer selbst entsprechen muss.

Deswegen frage ich dich jetzt nochmal, warum du die Gläubigen des Islam mit einem anderen Maß bemisst, als die Gläubigen deiner eigenen Weltanschauung?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

16.05.2017 16:38
#918 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

"Nietzsche ist seltener als Marx explizit von der Wissenssoziologie diskutiert worden, war jedoch zu ihrer Entstehungszeit allpräsent. Vor allem sein Anti-Idealismus eröffnete neue Sichtweisen auf Denken und Wissen.

„Nietzsche entwickelte seine eigene Theorie des ‚falschen Bewußtseins‘ in den Analysen der gesellschaftlichen Bedeutung von Täuschung und Selbsttäuschung und der Illusion als notwendiger Lebensbedingung. Scheler hat Nietzsches Begriff des ‚Ressentiment‘ als eines schöpferischen Faktors für gewisse Typen menschlichen Denkens direkt übernommen. Überspitzt kann man sagen, daß die Wissenssoziologie geradezu eine besondere Weise ist, das, was Nietzsche treffend ‚die Kunst des Mißtrauens‘ genannt hat, anzuwenden.“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Die_gesell...er_Wirklichkeit

Auch wenn Nietsches Hirn im Endstadium von der Syphilis komplett zerfressen wurde, hat der gute Mann die Welt des subjektiven Bewusstseins doch um einiges besser verstanden, als alle Theologen seit der Erfindung Gottes zusammen..

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

17.05.2017 12:44
#919 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Auch wenn Nietsches Hirn im Endstadium von der Syphilis komplett zerfressen wurde, hat der gute Mann die Welt des subjektiven Bewusstseins doch um einiges besser verstanden, als alle Theologen seit der Erfindung Gottes zusammen..

Perquestavolta,

... das "Gottesbewusstsein" ist im Menschen eingepflanzt. Beim Einen ist es verschüttet, beim Anderen nicht! - Ob Du es nun "subjektives Bewusstsein" nennst, ist zweitrangig, genauso, wie die seit jeher darauf aufgebauten Dogmen der jeweiligen Priesterkasten, welche die Menscheitsgeschichte durchzogen.
Nietzsches Syphillis ist lediglich ein Grund, mit ihm Mitleid zu haben, denn noch heute muss man diese ansteckende Krankheit schnell und wirksam behandeln. Die ersten Fälle tauchten im Barcelona des 14. Jahrh. auf und seit den 90er Jahren steigt auch bei uns die Zahl der Befallenen wieder leicht an.-

Ob aber Nietzsche die Welt "besser" verstanden hat, mag sich einer zwar so zurechtlegen, aber nicht gleich als "Wahrheit" hinausposaunen, denn immerhin war auch Nietzsche nur ein Mensch!

Ich las früher einige Werke von Nietzsche, konnte mich aber mit seinen Gedanken, obwohl sie gut formuliert und scharf angedacht sind, doch nicht so recht anfreunden.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

17.05.2017 14:21
#920 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #926

Zitat
Nach reiflicher Überlegung bin ich dann zum Schluss gekommen, dass es an meiner Weltanschauung auch gar nichts schlecht zu reden gibt, weil die Argumente mit denen ich meine Weltanschauung untermaure, sich einfach nur an erdrückende Tatsachen oder empirische Erkenntnisse der Naturwissenschaften halten.
Perquestavolta,

... "schlecht" ist Deine Weltanschauung keinesfalls, es mangelt ihr ledigliche am "umgreifenden" Charakter. Ist aber auch kein Verbrechen.




Dafür bist ja du damit mehr als ausreichend ausgestattet.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

17.05.2017 17:02
#921 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Meine Antwort findest du hier

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

17.05.2017 18:27
#922 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die Sozialpsychologin Claudia Barth hat analysiert, wie Esoterik dem gestressten Einzelnen das Gefühl gibt, im Falle eines Scheiterns nicht selber versagt zu haben oder unzulänglich zu sein, sondern in einer unzulänglichen Welt zu leben.

Perquestavolta,

In Deinem link fiel mir u.a der obige Auszug auf.

Dazu bemerke ich: Wenn jemand in einer Gesellschaft/Kultur, in die er zufällig??? hineingeboren wurde, scheitert, so kann dies viele Gründe/Ursachen haben.

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem des Westens hat z.B. nur derjenige eine Berechtigung, der etwas anbieten und verkaufen kann, was ihm eine Kundschaft auch abnimmt - ansonsten ist seine ganze Mühe in den Augen dieses Systems ziemlich "wertlos". Auch sollte er dabei dem Finanzamt gegenüber schwarze Erfolgszahlen vorweisen, ansonsten muss er sich die amtliche Frage gefallen lassen, von was er denn eigentlich lebt.
Insofern kann das Zitat aus Deinem link ohne Mühe eine lange Diskussion auslösen!

Esoterik wird dem inneren Wissen zugeordnet. Dieses kann im Grunde auch nicht so recht mit anderen Menschen geteilt werden, wie z.B. die Exoterik, welche für das allgemein zugängliche Wissen steht. Die schon im alten Griechenland entstandene Esoterik wird auch gerne als "versponnene Geheimlehre" abgetan. (Ich sage dazu: Jeder - wie er mag und kann!)

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

17.05.2017 18:50
#923 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
... das "Gottesbewusstsein" ist im Menschen eingepflanzt. Beim Einen ist es verschüttet, beim Anderen nicht!


Da muss ich dann eben eine Ausnahme sein.
Bei mir war das nämlich niemals der Fall!
Klar muss man als Kind erst mal den Eltern und Erwachsenen vertrauen und dieses Gottesmärchen akzeptieren.
Als ich meinen ersten selbständigen Gedanken fassen konnte war Schluss damit!
Das "Gottesbewusstsein" entspringt reiner Indoktrination durch Erwachsene.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2017 07:34
#924 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Finde ich erfreulich, dass der ganze Unfug verschwunden ist, auch wenn ich die Szene, in der Don Camillo einen riesigen Tisch aushebelt und in Richtung Genossen schleudert, köstlich finde. Nun bin ich aber kein Kleriker, und was meine Weltanschauung betrifft und die des Islam: In meiner kommt die Aufforderung, unbequeme Andersdenkende zu eliminieren, nicht vor. Gäb's diesen Wahnsinn nicht im Koran, wäre mir der Islam vollkommen gleichgültig, sogar mit Kopftuch. Apropos... Österreich - Bravo!

Reklov Offline




Beiträge: 5.902

18.05.2017 11:45
#925 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da muss ich dann eben eine Ausnahme sein.
Bei mir war das nämlich niemals der Fall!
Klar muss man als Kind erst mal den Eltern und Erwachsenen vertrauen und dieses Gottesmärchen akzeptieren.
Als ich meinen ersten selbständigen Gedanken fassen konnte war Schluss damit!
Das "Gottesbewusstsein" entspringt reiner Indoktrination durch Erwachsene.

Lukrez,

... wenn Kinder von ihren Eltern den "Gottesbegriff" wie ein "Weihnachtsmann-Märchen" dargeboten bekommen, weil diese selbst nicht mehr daraus sprachlich zu formen verstehen, so ist das leider ein Mangel.
Wie aber Dein erster selbständiger Gedanke ausgesehen hat und ob er denn bereits die Tiefe hatte, welche in einer umfassenden Sicht zu diesem Thema nötig ist, kannst Du ja selber besser beurteilen.
Es gibt auch Kinder, die in einem atheistischen Familienkreis aufwachsen und dennoch später "bewusst" für sich den spirituellen Weg wählen, ebenso, wie die umgekehrten Fälle, in denen sich sogar Kinder von Geistlichen zu Verbrechern entwickeln. Soviel zu Deiner obigen, zuletzt aufgeführten Behauptung.

Gruß von Reklov

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