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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  

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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

18.05.2017 15:41
#926 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #922

Zitat
Die Sozialpsychologin Claudia Barth hat analysiert, wie Esoterik dem gestressten Einzelnen das Gefühl gibt, im Falle eines Scheiterns nicht selber versagt zu haben oder unzulänglich zu sein, sondern in einer unzulänglichen Welt zu leben.
Perquestavolta,

In Deinem link fiel mir u.a der obige Auszug auf.



Dir hätte besser auffallen sollen, dass diese verlinkte Antwort nicht für dich galt. Du bist ein Sonderfall.

Zitat von Reklov im Beitrag #922

Dazu bemerke ich: Wenn jemand in einer Gesellschaft/Kultur, in die er zufällig??? hineingeboren wurde, scheitert, so kann dies viele Gründe/Ursachen haben.

Ja natürlich.. Darin sehen wir aber, dass es eine allumfassende Wahrheit nicht geben kann und dass Wahrheit immer in Relation zu einem Bezug steht.

Darin sehen wir auch, dass die Wahrheit des Beobachters immer die subjektive Interpretation seiner eigenen Erfahrungen ist und somit die Behauptung, es gäbe einen allumfassende Wahrheit, nur dann wahr/richtig wäre, wenn es überhaupt keinen Zufall gäbe. Nur leider fängt es mit dem Zufall schon bei der Bildung der Samenzellen an. Auch die natürliche Radioaktivität, die überall vorkommt, hat einen ziemlichen Einfluss darauf...





Zitat von Reklov im Beitrag #922

Im kapitalistischen Wirtschaftssystem des Westens hat z.B. nur derjenige eine Berechtigung, der etwas anbieten und verkaufen kann, was ihm eine Kundschaft auch abnimmt - ansonsten ist seine ganze Mühe in den Augen dieses Systems ziemlich "wertlos".
Im Kapitalistischen Wirtschaftssystem, kann jeder der auch nur ein bisschen Intelligent (hängt auch im großen und ganzen mit dem Genen zusammen) ist, ein gesundes und stattliches Alter erreichen, Reklov. Besonders Erfolgreiche Kapitalisten sind gar nicht so selten gerade mal mittelmäßige "Intelligenzbestien".. Sieht man ja bei neuen US-Präsidenten.. Ein egozentrischer, narzisstischer Kontrollfreak und Realitätsignorant, der als lebende optische Täuschung, schon viele Leute "übern Tisch" gezogen hat."



http://klartext.weebly.com/die-narzissti...raumlnkung.html

Zitat von Reklov im Beitrag #922

Auch sollte er dabei dem Finanzamt gegenüber schwarze Erfolgszahlen vorweisen, ansonsten muss er sich die amtliche Frage gefallen lassen, von was er denn eigentlich lebt. Insofern kann das Zitat aus Deinem link ohne Mühe eine lange Diskussion auslösen!
Du hast ein bisschen die politische Realität deiner Zeit verschlafen Reklov.

Zitat von Reklov im Beitrag #922

Esoterik wird dem inneren Wissen zugeordnet. Dieses kann im Grunde auch nicht so recht mit anderen Menschen geteilt werden, wie z.B. die Exoterik, welche für das allgemein zugängliche Wissen steht. Die schon im alten Griechenland entstandene Esoterik wird auch gerne als "versponnene Geheimlehre" abgetan. (Ich sage dazu: Jeder - wie er mag und kann!)



Es gute Gründe Esoteriker einfach nur aus zu lachen.. Und solche strafrechtlich zu verfolgen, die andere Menschen in eine seelische Abhängigkeit führen.

-----
Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Reklov Offline




Beiträge: 3.288

18.05.2017 17:46
#927 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat
Sieht man ja bei neuen US-Präsidenten.. Ein egozentrischer, narzisstischer Kontrollfreak und Realitätsignorant, der als lebende optische Täuschung, schon viele Leute "übern Tisch" gezogen hat."

Perquestavolta,

... laut einem Bericht in der ZEIT ist Trump der Nutznießer der klugen Aktionen seiner deutschen Urgroßmutter. Diese soll seinerzeit alle Nuggets, die ihr Mann mühsam im "Westen" auswusch und dann zu ihr nach New York schickte, zum Kauf von damals noch günstig zu habenden Grundstücken auf der lediglich mit Blockhäusern belegten Halbinsel New York verwendet haben. Der Rest ist ja bekannt.

Zitat
Dir hätte besser auffallen sollen, dass diese verlinkte Antwort nicht für dich galt. Du bist ein Sonderfall.

Jeder user darf hier ungefragt seine Meinung zu einem Beitrag äußern, auch wenn er nicht direkt angwsprochen ist. - Geht mir bei meinen Beiträgen ja auch so. Ein "Sonderfall" ist übrigens jeder Mensch auf seine Weise.

Zitat
Zitat von Reklov im Beitrag #922
Auch sollte er dabei dem Finanzamt gegenüber schwarze Erfolgszahlen vorweisen, ansonsten muss er sich die amtliche Frage gefallen lassen, von was er denn eigentlich lebt. Insofern kann das Zitat aus Deinem link ohne Mühe eine lange Diskussion auslösen!

Du hast ein bisschen die politische Realität deiner Zeit verschlafen Reklov.

So sieht die kaufmännische Realität des deutschen Mittelstandes aus. Die Großkonzerne haben sich jedoch über ihre Handlanger in der Politik entsprechende "Hintertüren" für ihr Kapitalversteckspiel offen gehalten.
Wie die Wirtschaft Italiens aussieht, weißt Du ja selbst am besten. Auch dort wird getäuscht und getrickst und der Angeschmierte bleibt auch dort nun mal der sog. "kleine Mann".

Zitat
Und solche strafrechtlich zu verfolgen, die andere Menschen in eine seelische Abhängigkeit führen.

Wenn ich nun dazu bemerke, dass jeder selbst schuld ist, wenn er sich durch irgend etwas oder von irgend jemandem in die Abhängigkeit lotsen lässt, bekomme ich sicher mächtigen Gegenwind.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

18.05.2017 18:16
#928 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #927

Zitat
Sieht man ja bei neuen US-Präsidenten.. Ein egozentrischer, narzisstischer Kontrollfreak und Realitätsignorant, der als lebende optische Täuschung, schon viele Leute "übern Tisch" gezogen hat."

Perquestavolta,

... laut einem Bericht in der ZEIT ist Trump der Nutznießer der klugen Aktionen seiner deutschen Urgroßmutter. [/qiote] Auch wenn es so ist, was ich stark bezweifle,
ist das im Nachhinein für uns so wichtig, wie ein Kropf.



Zitat von Reklov im Beitrag #927

[quote]Dir hätte besser auffallen sollen, dass diese verlinkte Antwort nicht für dich galt. Du bist ein Sonderfall.
Jeder user darf hier ungefragt seine Meinung zu einem Beitrag äußern, auch wenn er nicht direkt angwsprochen ist.

Natürlich Reklov, deswegen bin ich ja der Meinung, dass der Link für die nichts ist.
Du liest sowieso immer etwas anderes heraus, als drinnen steht.

Zitat von Reklov im Beitrag #927

Ein "Sonderfall" ist übrigens jeder Mensch auf seine Weise. [quote] Da bin ich vollkommen einverstanden. Aber du behauptest dann ja doch immer wieder das Gegenteil.

Zitat von Reklov im Beitrag #927

Zitat von Reklov im Beitrag #922
Auch sollte er dabei dem Finanzamt gegenüber schwarze Erfolgszahlen vorweisen, ansonsten muss er sich die amtliche Frage gefallen lassen, von was er denn eigentlich lebt. Insofern kann das Zitat aus Deinem link ohne Mühe eine lange Diskussion auslösen!
Nur ist das hier weder das Thema noch stimmt es.
Wer Geld hat, lebt von den Schulden und Zinsen anderer. Besonders Reiche zahlen deswegen überhaupt keine Steuern.

Zitat von Reklov im Beitrag #927

Du hast ein bisschen die politische Realität deiner Zeit verschlafen Reklov.
So sieht die kaufmännische Realität des deutschen Mittelstandes aus.

Du hattest aber vom Kapitalismus geredet und nicht vom Deutschen Mittelstand.

Ist auch egal.. es geht hier ja darum, ob es einen Schöpfergott gibt, der alles "bewusst" so geplant hat wie es ist. Was ich und auch die anderen Atheisten hier im Forum und draußen in der Wildnis des Alltags bestreiten/ nicht glauben.

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Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

18.05.2017 22:18
#929 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Reklov im Beitrag #927
Und solche strafrechtlich zu verfolgen, die andere Menschen in eine seelische Abhängigkeit führen.
Wenn ich nun dazu bemerke, dass jeder selbst schuld ist, wenn er sich durch irgend etwas oder von irgend jemandem in die Abhängigkeit lotsen lässt, bekomme ich sicher mächtigen Gegenwind.
[/quote]

Das sehe ich ziemlich anders, Reklov. Weswegen ich mich auch nicht des Fehlens eines "umgreifenden" Charakters schäme.. Reklov.

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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2017 07:32
#930 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Wir sind doch allesamt Abhängige.

Ein weltweites und global mörderisches Verbrechersyndikat mächtiger Konzerne sichert unseren Lebensstandard, den wir auch dann nicht missen wollen, wenn er uns süchtig gemacht hat. Obwohl wir wissen, dass sich Kinder dafür zu Tode schuften und die letzten Refugien wilder Natur zerstört werden dadurch. Wir hätten allen Grund, uns mittels gegenseitiger Verfolgung zu bestrafen. Und weil wir so etwas wie ein Gewissen haben, tun wir das vielleicht sogar, wer weiß. In unserem Unterbewusstsein klagen uns Millionen verhungernder Kinder an tagein tagaus. Da ist es geradezu erleichternd, sich mit den eigenen Problemen zu beschäftigen, die im Vergleich dazu verschwindend sind. Oder darüber zu streiten, ob wir uns nun vor einem Gott dafür verantworten müssen oder auch nicht. Vielleicht hat der sich aus Frust tatsächlich bewusstlos gesoffen wie Noah nach der Sintflut. Uns den Rücken gekehrt und uns selbst überlassen. Im Vergleich gesehen sind wir allesamt Kandidaten für das sprichwörtliche Nadelöhr.

Vielleicht war der Mond mal eine Art Erde, den eine "hohe Intelligenz" zu dem gemacht hat, was er heute ist. Aus dessen Gasen die Erde entstanden ist, mit dem Trieb der Selbstzerstörung im Material von Sekunde eins an. Träumerei, klar, aber so abwegig nicht, wie sie auf den ersten Blick erscheinen mag. Vielleicht ist unser Bewusstsein so geeicht, dass es uns über kurz oder lang zur Selbstvernichtung führen muss. Weil wir nicht dazu imstande sind, miteinander und dem Rest des Lebens und der Erde auszukommen und so zu leben, dass die Sache wirklich für alle Beteiligten gerecht und gut vonstatten geht. Ob nun mit oder ohne Glauben, die Angst vor dem Tod ist einfach mächtiger, so mächtig, dass wir ihn systematisch heraufbeschwören und sein unausweichliches Kommen beschleunigen, ihm entgegenrennen wie panische Tiere ins Feuer. Die wir selbstverständlich allesamt mitnehmen bei unserem unheimlich starken Abgang.

Haben wir ein Bewusstsein? Und wenn, wie sieht dieses aus? Offensichtlich reichen die 0,0001 Prozent Ich völlig aus für ein "Ich zuerst, mir, meins!" Und die Welt ist soo dunkel, Leute, soo verfinstert, soo krank. Wer außer uns ganz allein sollte dafür verantwortlich sein?

Ich bin des Streitens müde.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

19.05.2017 10:08
#931 Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Desperado
Ich bin des Streitens müde.

Nein, bist du nicht. Du willst nur nicht mehr ohnmächtig sein. Du willst, dass man "ja" zu dir sagt. Und am besten die Herrschaftsverhältnisse (mit dem mangelnden Konsumbewusstsein der Konsumenten) verändern. Das wird noch schwieriger. Aber denke an den Stundenzeiger... Und was unseren kleineren Kreis angeht, scheint eine produktive Kommunikation auch nicht viel leichter zu sein: Es ist natürlich schwer ein "ja" zu bekommen von Leuten, die lieber notorisch "nein" sagen. Weil ihnen selber zu oft "nein" gesagt worden ist... Man muss schon aufpassen, sich selber keine Fallen zu stellen. Und nicht an den Sturköpfen unnötig leiden, die selber nur aus der Falle herumschreien, in die sie gefallen sind...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

20.05.2017 21:08
#932 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Der Subjektivismus https://de.wikipedia.org/wiki/Subjektivismus ist das wahre Problem das Menschheit krank macht.

Schönheit, Gut und Böse, die ideale Ordnung, idealistischer Perfektionismus.. die Sucht nach einfachen Erklärungsmodellen, welche sich der rationalen Logik entziehen, das Erfahrbare übersteigen. Eifersüchtige Götter, von ihren Schöpfern mit allen Eigenschaften ausgestattet, genau ihren Wünschen vom eigenen Selbstideal angepasst.

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Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.548

20.05.2017 23:54
#933 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat
Der Subjektivismus https://de.wikipedia.org/wiki/Subjektivismus ist das wahre Problem das Menschheit krank macht.


Jede Form einer Anschauung ist zwangsläufig subjektiv!
Wer also glaubt, seine Anschauungen seien rein objektiv, der treibt seinen Subjektivismus zur höchsten Blüte.
Die rationale Logik ist auch nur ein Werkzeug das dem Subjekt immer untergeordnet ist und von diesem abhängt.
Rationale Logik an und für sich gibt es nicht!
Das sollten sich alle Ideologen (auch diejenigen die sich eigentlich nicht für Ideologe halten) hinter ihre Ohren scheiben.
Ich würde also behaupten, dass gerade die Uneinsichtigkeit in diese Problematik (alle behaupten von sich selbst höchst objektiv zu sein) die Menschheit krank macht.

Schopenhauer sagt richtig:
Der Intellekt ist hervorgebracht zum Dienste eines individuellen Willens: daher ist er allein bestimmt, die Dinge zu erkennen, sofern sie die Motive eines solchen Willens abgeben, also
die Relationen der Dinge uns zu zeigen, nicht aber sie zu ergründen oder ihr Wesen an sich aufzufassen.

> W I 208; W II 156, 176, 195, 322 ff., 415 f., 544, 549, 616; N 71 f.;
   P II 16 f., 38, 50, 93 ff., 101 f., 113, 449 f.
Der Intellekt ist nicht bestimmt, das Rätsel der Welt zu lösen.
> W II 152, 206, 326; P II 11 f., 98.
In spekulativen Forschungen hat der Intellekt einen entschiedenen natürlichen Hang zum Irrtum, da er eben nicht zu solchen, sondern zu praktischen Zwecken ursprünglich bestimmt ist.
> E 92, 41.

Zitat
Haben wir ein Bewusstsein? Und wenn, wie sieht dieses aus? Offensichtlich reichen die 0,0001 Prozent Ich völlig aus für ein "Ich zuerst, mir, meins!" Und die Welt ist soo dunkel, Leute, soo verfinstert, soo krank. Wer außer uns ganz allein sollte dafür verantwortlich sein?


Deine rein subjektive und sehr einseitige Anschauung!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

21.05.2017 08:14
#934 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Lukrez im Beitrag #933

Zitat
Der Subjektivismus https://de.wikipedia.org/wiki/Subjektivismus ist das wahre Problem das Menschheit krank macht.

Jede Form einer Anschauung ist zwangsläufig subjektiv!
Wer also glaubt, seine Anschauungen seien rein objektiv, der treibt seinen Subjektivismus zur höchsten Blüte.




Genau das meine ich. Nur ein bisschen anders als du. Du gehst davon aus, dass Objektiv das Gegenteil von Subjektiv ist. Davon gehe ich nicht aus, weil in diesem Fall
auch dein "Fachurteil" nichts anderes als ein anmaßender Blödsinn wäre, der auch noch im totalen Widerspruch zu dem steht, was du damit eigentlich sagen willst.

Gut und Böse hängt davon ab, ob man sich über etwas ärgert oder freut. Es ist also davon auszugehen, dass kein Mensch der geistig noch halbwegs gesund ist, glaubt, seine Anschauungen wären immer objektiv. Anschauungen sind immer subjektiv ..... und was man davon ableitet ist auch im besten Fall immer nur relativ.

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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.898

21.05.2017 11:49
#935 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Desperado im Beitrag #930
Haben wir ein Bewusstsein? Und wenn, wie sieht dieses aus? Offensichtlich reichen die 0,0001 Prozent Ich völlig aus für ein "Ich zuerst, mir, meins!" Und die Welt ist soo dunkel, Leute, soo verfinstert, soo krank. Wer außer uns ganz allein sollte dafür verantwortlich sein?


Das klingt wieder ganz nach religiösen Vorbildern. Der Mensch hat verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis genascht und wurde in die "Realität" verstoßen. Natürlich sei er ganz alleine dafür verantwortlich.

Wir sind das Ergebnis einer Milliarden Jahre dauernden Evolution. Unser Gehirn, unser Weltbild und unser Verhalten ist durch diesen Überlebenskampf geprägt. Wir können soziale Bindungen zu einer Gruppe von 100 Menschen unterhalten, bei größeren Gruppen sind wir überfordert. Wir denken zuerst an unsere nächsten Angehörigen. Wir sind mißtrauisch gegenüber Fremden. Wir neigen zu Gewalt, wenn unser Eigentum und Besitz mit anderen geteilt werden soll. Wir sind auf Egoismus und Selbstüberschätzung geprägt.

Wenn es einen "Planer" geben sollte, ist er für die Ergebnisse der Evolution verantwortlich. Du müsstest Dich dann bei diesem tollen "Planer" für die Deiner Meinung nach schlechten Dinge in der Welt beschweren. Den Menschen vorzuwerfen was sie sind und zu was sie sich entwickelt haben, ist vollkommen naiv. Menschliche Gehirne halten zu Milliarden an archaischem Aberglauben fest. Die einzig zuverlässige Quelle für Wissen und Erkenntnis, die Naturwissenschaften, geraten immer mehr in die Kritik und werden immer öfter angezweifelt. Nationalismus und Religion sind die beiden Hauptgründe, warum die Menschen sich irgendwann selbst auslöschen werden.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2017 12:33
#936 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Ich fürchte, dass es mir gleichgültig ist, wonach etwas von mir klingt, das auf Erfahrung und Beobachtung fußt. Und der Rest interessiert mich nicht.

Abgesehen davon, dass allein die bloße Vorstellung absolut entsetzlich ist, ist die Annahme, es könnte etwas anderes geben als subjektives Denken, das Abstraktum einer fixen Idee. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, die Geistesfreiheit von Atheisten zu achten, wohingegen deren Anspruch, sich "Freidenker" zu nennen, am eigenen Ideal scheitert, ja scheitern muss. Wer spirituelles und religiöses Bewusstsein aus dem menschlichen Geist kategorisch verbannt, macht sich eines klaren Verstoßes gegen die Geistesfreiheit schuldig. Er beschränkt nicht nur sein persönliches Gesichtsfeld, sondern verlangt diesen geistigen Gewaltakt allen ab, die sich diesen nicht zu eigen machen oder bieten lassen. Derlei Geisteshaltung auch nur theoretisch fiktiv mit dem Begriff Freiheit in Verbindung zu setzen, ist ein krasser Widerspruch in sich. Demagogisch ideologischer Atheismus mit Alleingültigkeitsanspruch ist eine klare Form von Freiheitsbeschränkung, wenn nicht gar Beraubung, da beißt die Marsmaus keinen Faden ab. Von Meinungsfreiheit will ich erst gar nicht reden, diese kann im Atheismus deshalb nicht existieren, weil die Meinung Andersdenkender sprich Gläubiger als Irrtum abgekanzelt wird. Wohlan, eine abstoßend arrogante Ungeheuerlichkeit, nichts weiter und nicht weiter der Rede wert.

Ich gönn mir mal ein Päuschen fürs Kläuschen, hier herrscht mir zu viel gedanklicher Absolutismus. Bis denne! Maybe.

Athon Offline




Beiträge: 1.340

21.05.2017 16:50
#937 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

@Perquestavolta

Zitat von PQV #934
Anschauungen sind immer subjektiv


Bleiben aber Anschauungen (in ihrer Summe) auch dann subjektiv, wenn sie von allen gleichermaßen geteilt werden? Wir alle "wissen", dass Meerwasser salzig ist. Wird diese subjektive Anschauung (aller) dann nicht zu einem objektiv bewertbaren Sachverhalt? Oder befinde ich mich auf einem Holzweg? Subjektiv betrachtet...

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Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

21.05.2017 17:05
#938 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Desperado im Beitrag #936


Ich fürchte, dass es mir gleichgültig ist, wonach etwas von mir klingt, das auf Erfahrung und Beobachtung fußt. Und der Rest interessiert mich nicht.


Das wäre für mich als "dogmatisch ideologischen" Atheisten in soweit auch kein Problem, wenn du dann nicht selbst zum "abkanzeln" übergehen würdest.


Zitat von Desperado im Beitrag #936

Wer spirituelles und religiöses Bewusstsein aus dem menschlichen Geist kategorisch verbannt, macht sich eines klaren Verstoßes gegen die Geistesfreiheit schuldig.


Um wessen Geistesfreiheit sorgst du dich hier? Zwingt die jemand, nicht zu glauben was du glauben willst?
Du behauptest, dass dir die Meinung anderer, bezüglich deiner Erfahrungen und Beobachtungen gleichgültig ist und dich auch der Rest überhaupt nicht interessiert.

Zitat von Desperado im Beitrag #936

Abgesehen davon, dass allein die bloße Vorstellung absolut entsetzlich ist, ist die Annahme, es könnte etwas anderes geben als subjektives Denken, das Abstraktum einer fixen Idee. Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, die Geistesfreiheit von Atheisten zu achten, wohingegen deren Anspruch, sich "Freidenker" zu nennen, am eigenen Ideal scheitert, ja scheitern muss.



Nur du selbst bist bisher immer daran gescheitert. Und jetzt aber wirklich! Für dich ist die alleine schon die bloße Vorstellung absolut entsetzlich, dass du dich vielleicht doch irren könntest.
Aus diesem Grund ist dir auch gleichgültig, wonach etwas von dir klingt. Und alles andere, was nicht auf deinen eigenen Erfahrungen und Beobachtungen fußt, interessiert dich überhaupt nicht. Und der Rest ist dir ja auch völlig egal.

Zitat von Desperado im Beitrag #936

Er beschränkt nicht nur sein persönliches Gesichtsfeld, sondern verlangt diesen geistigen Gewaltakt allen ab, die sich diesen nicht zu eigen machen oder bieten lassen.
Was redest du da für einen arroganten "Scheiß" daher, Desperado? Du selbst und ganz allein beschränkst hier dein eigenes Gesichtsfeld.
Aber dazu noch mal später...........

Zitat von Desperado im Beitrag #936

Derlei Geisteshaltung auch nur theoretisch fiktiv mit dem Begriff Freiheit in Verbindung zu setzen, ist ein krasser Widerspruch in sich.


Und warum tust du es dann auch selbst, Desperado? Weil du gerne deine eigenen Geisteshaltung zum Maßstab und zum universellen Ideal für richtig und falsch erhebst und dir völlig egal ist, wie das in den Ohren anderer klingt?



Sagtest du nicht, dass allein schon die bloße Vorstellung für dich entsetzlich ist, dass jemand die "fixe Idee" haben könnte, dein eigenes subjektives Denken wäre nicht das absolute Idealmaß allen Denkens?


Zitat von Desperado im Beitrag #936

Demagogisch ideologischer Atheismus mit Alleingültigkeitsanspruch ist eine klare Form von Freiheitsbeschränkung, wenn nicht gar Beraubung, da beißt die Marsmaus keinen Faden ab. Von Meinungsfreiheit will ich erst gar nicht reden, diese kann im Atheismus deshalb nicht existieren, weil die Meinung Andersdenkender sprich Gläubiger als Irrtum abgekanzelt wird.


Du hast gar nicht mal einen blassen Schimmer davon, was Meinungsfreiheit überhaupt ist.

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

21.05.2017 17:48
#939 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #937

Zitat von PQV #934
Anschauungen sind immer subjektiv

Bleiben aber Anschauungen (in ihrer Summe) auch dann subjektiv, wenn sie von allen gleichermaßen geteilt werden?

Es ist stets dein Gehirn, das aus den kleine elektrischen Reizen deiner Sinnesrezeptoren das Salzerlebnis erzeugt. Es gibt Menschen, die Kälte als Hitze und Hitze als Kälte empfinden. Solche die mit den Ohren besser sehen als mit den Augen. Es gibt auch solche, die Schallwellen "nur" über den Tastsinn als Vibrationen empfangen. Schon mal "Gehörlose" tanzen gesehen? Oder Blinde, die an der Reflexion des Straßenlärms ziemlich gut ablesen können, wo sie sich gerade aufhalten?

Unsere Sinne und unser Gehirn hat eine gemeinsame Evolutionsgeschichte..

Das Licht der Fledermäuse sind Ultraschallwellen. Farben sind elektromagnetische Wellen. Süß, Salzig, Bitter, sind Interpretationen unseres Gehirns elektrochemischer Wechselwirkungen. Ob unsere Gehirne alle genau das selbe Erlebnisspektrum aus unseren unseren Sinnesreizen erzeugen..? Ich selbst gehe davon aus, da ja unsere Gehirn und alle unsere Sinnesrezeptoren einen "gemeinsamen Vorfahren" haben.

Ansonsten findest du die Antwort auf deine Frage HIER



Zitat von Athon im Beitrag #937

Wir alle "wissen", dass Meerwasser salzig ist.
Es gibt da tatsächlich auch Ausnahmen. Wenn die Geschmacksnerven kaputt sind, dann schmeckt Meerwasser nach gar nix. Und wenn wir in diese Welt hinein geboren werden dann wissen wir darüber zuerst mal gar nichts. Da sind einfach nur die Reize unserer Sinnesrezeptoren, die wir von einander und miteinander "be-deuten" lernen müssen. Man hat sich irgendwann mal darauf geeinigt, dass die elektrochemische Reaktion von Meerwasser mit unseren Sinnesrezeptoren und der davon, an unser Gehirn weitergeleitete elektrische Reiz, als salzig bezeichnet werden sollte.. Wahrscheinlich um Missverständnisse beim Nachwürzen zu vermeiden.


Zitat von Athon im Beitrag #937

Wird diese subjektive Anschauung (aller) dann nicht zu einem objektiv bewertbaren Sachverhalt?
Oder befinde ich mich auf einem Holzweg? Subjektiv betrachtet...

"Salzig" ist kein ganz sicher kein objektiver Sachverhalt. Jedenfalls nicht bei mir.. Ich hab mit meinen "Objektiven" noch nie "salzig" gesehen..

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

21.05.2017 18:39
#940 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Etwas hab ich noch vergessen.. Die meisten Pigmente die heutzutage bei der Lackierung von Autos verwendet werden, werden auch öfter mal als Salze bezeichnet. Dass sie salzig wären, sieht man ihnen gar nicht an. Ach ja.. Mit Kalium- oder auch Natriumcyanid, als Salze der Cyanwassertoffsäure, sollte man nicht die Suppe würzen und sie auch sonst in der Küche meiden. Den "objektiven Sachverhalt" von Cyaniden und anderen toxischen Salzen, kann man auch mit bestens funktionierenden Geschmacksnerven nicht wahrnehmen. Nur dem Leichenbeschauer erschließt die Objektivität ihres Sachverhaltes-

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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

23.05.2017 09:02
#941 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass ich mich seit über vierzig Jahren mit bornierten Fanatikern herumärgern muss, die die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben, eine Weisheit, die sich in Negation erschöpft. Wer nicht an Gott glaubt, für den ist es ein Kinderspiel, alles gegen ihn und seine Existenz zu verwenden, was ihm grade so in den Kram seiner Weltanschauung passt. Nur die wenigsten machen sich die Mühe, ihre Mutmaßung wenigstens mit einer Vision zu verknüpfen, die freilich reine Utopie bleiben muss, weil der Mensch sich nicht ändern wird, aber immerhin insofern plausibel erscheint, weil ehrlich gemeint.

Ich weiß nicht nur, was Meinungsfreiheit ist, sondern auch, wo sie ihre Grenzen hat. Werden diese kontinuierlich missachtet und überschritten, gilt die auf diese Weise vertretene Meinung nichts mehr. Das ist hier zweifelsohne der Fall. Ich werde keine(n) Namen nennen, ist nicht notwendig.

Athon Offline




Beiträge: 1.340

23.05.2017 10:28
#942 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

@Perquestavolta

Zitat von PQV #939
"Salzig" ist kein ganz sicher kein objektiver Sachverhalt.


Richtig, sofern nur das subjektive Empfinden zugrunde gelegt wird. Es spielt auch keinerlei Rolle, wie dieses Empfinden genannt wird. Es ist aus meiner Sicht aber nun einmal objektiver Sachverhalt, dass ein bestimmbarer Anteil des Meerwassers aus Natriumchlorid besteht und die allermeisten Menschen dessen Geschmack als "salzig" bezeichnen. Selbst wenn dieser Geschmack subjektiv unterschiedlich wahrgenommen werden kann, ändert das am objektiven Sachverhalt überhaupt nichts. Und je mehr Menschen -wie in diesem Fall- das gleiche Geschmacksempfinden haben, umso objektiver wird die daraus resultierende Bewertung. Ist zumindest meine Meinung...

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Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

23.05.2017 14:34
#943 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Athon im Beitrag #942
@Perquestavolta

Zitat von PQV #939
"Salzig" ist ganz sicher kein objektiver Sachverhalt.

Richtig, sofern nur das subjektive Empfinden zugrunde gelegt wird. Es spielt auch keinerlei Rolle, wie dieses Empfinden genannt wird. Es ist aus meiner Sicht aber nun einmal objektiver Sachverhalt, dass ein bestimmbarer Anteil des Meerwassers aus Natriumchlorid besteht und die allermeisten Menschen dessen Geschmack als "salzig" bezeichnen. Selbst wenn dieser Geschmack subjektiv unterschiedlich wahrgenommen werden kann, ändert das am objektiven Sachverhalt überhaupt nichts. Und je mehr Menschen -wie in diesem Fall- das gleiche Geschmacksempfinden haben, umso objektiver wird die daraus resultierende Bewertung. Ist zumindest meine Meinung...



In diesem Fall wären auch alle Götter ein objektiver Sachverhalt. Der Glaube an Götter schüttet nämlich körpereigene "Drogen" aus.. und je mehr Menschen dann im Gottesrausch sind, um so "objektiver" wird die daraus resultierende Bewertung.

Andersherum wirst du dich aber ziemlich schwer damit tun objektiv festzustellen, ob das Wasser in einer Flasche Meerwasser, oder nur mit Natriumchlorid versetztes. Süßwasser ist. Und "rein objektiv" ist die Verwendung von Objektiv auf Wertungen gar nicht anwendbar. Das Objekt ist nur auf das Wasser anwendbar und nicht auf seine eigenschaftlichen Besonderheiten. Man redet dann von einem objektiven Sachverhalt, wenn sich alleine aus der wertungsunabhängigen "Betrachtung" zweifelsfrei ableiten lässt, um welches Objekt es sich beim "Objekt" handelt. Das Meer vor uns könnte nämlich auch nur ein größerer See sein. Und es gibt auch Seen, die obwohl sie objektiv nur ein See sind, aus salzigem Wasser bestehen. Meerwasser in einer Flasche, ist rein objektiv nicht von Süßwasser in einer gleichen Flasche daneben zu unterscheiden.

In diesem Falle, steht und dann auch das Wasser nicht mehr als Objekt, zur Verfügung. Es könnte sich auch um eine andere farblose Flüssigkeit handeln. Diesem Umstand verdanken wir auch immer wieder Unglücksfälle und mir selbst ist es meiner Kindheit auch passiert, dass ich beinahe einen ordentlichen Schluck https://de.wikipedia.org/wiki/Wasserglas zu mir genommen hätte. Zum Glück haben meine gut entwickelten Reflexe den bösen Irrtum rechtzeitig bemerkt.

Objektiv ist einer Falsche nur die Flüssigkeit. Der Sachverhalt in diesem Fall lautet: Das Objekt in der Flasche ist eine Flüssigkeit.
Beim Meerwasserbeispiel lautet der Sachverhalt: Das Objekt da vor mir ist Wasser. Und nur dann, wenn ich sicher weis, dass ich mich am Meer befinde, ist es eher unwahrscheinlich, dass das Objekt vor mir kein Salzwasser ist. Das ist nämlich nicht immer zu 100% sicher. Am und im Meer, gibt es nämlich auch Süßwasserquellen.. Andersherum, schmeckt das Süßwasser in manchen trockenen Gegenden unseres Planeten, mit sehr wenig Niederschlag, nicht gar so selten auch ein "Bisschen" salzig.

Objektiv: https://de.wikipedia.org/wiki/Objektiv

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Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 2.731

23.05.2017 15:06
#944 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Desperado im Beitrag #941
Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass ich mich seit über vierzig Jahren mit bornierten Fanatikern herumärgern muss, die die Weisheit mit dem Löffel gefressen haben, eine Weisheit, die sich in Negation erschöpft.
Das Ohr macht die Musik, die Nase den Geruch, das Auge macht das Licht und die Farben, der Mundraum, den Geschmack.

Natürlich haben wir da alle unsere Vorlieben. https://de.wikipedia.org/wiki/Objektiv


Zitat von Desperado im Beitrag #941

Wer nicht an Gott glaubt, für den ist es ein Kinderspiel, alles gegen ihn und seine Existenz zu verwenden, was ihm grade so in den Kram seiner Weltanschauung passt.
Das tust du doch andersherum selber auch. Du behauptest, dass jemand der nicht an Gott glaubt, ich zitiere dich: nicht nur seine eigenes Sichtfeld beschränkt.
Dass aber andersherum jeden Tag mehrere Milliarden Menschen von "Gottesanbeter" in ihren persönlichen Willensentscheidungen psychisch und auch physisch bevormundet werden, siehst du nicht.

Frauen, die als von Gott dem Manne untergeordnet und so vom Gottesanbeter als sein Eigentum verwaltet werden können wie es ihm bliebt. Familien, Freundschaften, Beziehungen die auseinander gerissen werden.. Kinder die von Gott enterbt werden... Fälle in denen die die unfreiwillig daran beteiligten den Freitod wählen..

Aber du sagtest ja, dass alles interessiert dich nicht.


Zitat von Desperado im Beitrag #941

Nur die wenigsten machen sich die Mühe, ihre Mutmaßung wenigstens mit einer Vision zu verknüpfen..
Wer Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen.


Zitat von Desperado im Beitrag #941

Ich weiß nicht nur, was Meinungsfreiheit ist, sondern auch, wo sie ihre Grenzen hat. Werden diese kontinuierlich missachtet und überschritten, gilt die auf diese Weise vertretene Meinung nichts mehr. Das ist hier zweifelsohne der Fall. Ich werde keine(n) Namen nennen, ist nicht notwendig.
Für deine Verständnis von Meinungsfreiheit, bist du selbst der Maßstab. Alles andere ist dir ja egal und interessiert dich nicht.

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Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Reklov Offline




Beiträge: 3.288

23.05.2017 15:13
#945 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat
Der Mensch hat verbotenerweise vom Baum der Erkenntnis genascht und wurde in die "Realität" verstoßen. Natürlich sei er ganz alleine dafür verantwortlich.

Blackysmart,

... Erkenntnis führt nicht immer auf einen heilsamen oder guten Weg! - Die biblische "Parabel" vom Baum der Erkenntnis hat ihre symbolische Bedeutung noch lange nicht verloren!

Zitat
Wenn es einen "Planer" geben sollte, ist er für die Ergebnisse der Evolution verantwortlich. Du müsstest Dich dann bei diesem tollen "Planer" für die Deiner Meinung nach schlechten Dinge in der Welt beschweren.

Zugegeben - viele Menschen haben von Geburt an nicht so gute, manchmal sogar die miesesten Karten in ihrer Hand. Ob sie dafür je einen karmischen oder sonstwie gearteten "Ausgleich" erhalten? Ich wünsche dies jedenfalls all denen, die vom Schicksal regelrecht untergebuttert wurden und werden. Was aber diese augenscheinliche "Ungerechtigkeit" hinter ihrem Vorhang verbirgt, vermag keiner von uns zu erraten.
Wer aber sowieso alles als vorübergehend und sinnlos betrachtet, für den macht natürlich auch die vordergründige "Zufälligkeit" menschlicher Lebenswege keinen rechten Sinn.

Zitat
Nationalismus und Religion sind die beiden Hauptgründe, warum die Menschen sich irgendwann selbst auslöschen werden.

Das klingt mir zu pessimistisch! Ich setze da mehr auf die dem Menschen gegebene Vernunft! - Die Globalisierung und vor allem die jungen Generationen wollen (z.B. auch im Iran!) eine offene und freie Gesellschaft.
Nationalismus und Religionen werden sich etwas zurückhalten müssen, sonst löschen sie sich möglicherweise selber aus.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 3.288

23.05.2017 15:32
#946 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat
Wer Visionen hat, sollte mal zum Arzt gehen.

Perquestavolta,

... Visionen/Vorstellungen kann man auch bereits für seinen persönlichen Lebensweg haben: Ehe, Beruf, Hobbies etc.

Bevor ich z.B. ein Bild male, sehe es zum größten Teil mit meinem "inneren Auge" schon fast fertig vor mir. Erst dann beginne ich mit den Detailskizzen und später mit der Reinausführung, bei der ich hier und da noch andere vorher nicht geplante Dinge oder Verbesserungen einfüge.
Oft pflege ich aber auch das spontane Entwerfen, bei dem ich mich von meinem Bleistift "führen" lasse. Auch dies kann ein passabler Weg des Gestaltens sein, ähnlich einer Improvisation über ein musikalisches Thema.
Der deutsche Künstler G. Richter arbeitet z.B. oft mit einer großen Rakel, mit der er die Zufälligkeit seiner bewusst gewählten Farben "steuert", dabei aber auch die Effekte des Zufälligen gerne zum Wirken bringt. Man sieht aber sofort, dass er eine gepflegte Raumaufteilung und einen bestechenden Sinn für geschmackvoll angeordnete Farbspannungen hat.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

23.05.2017 15:34
#947  Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Desperado
Ich weiß nicht nur, was Meinungsfreiheit ist, sondern auch, wo sie ihre Grenzen hat. Werden diese kontinuierlich missachtet und überschritten, gilt die auf diese Weise vertretene Meinung nichts mehr. Das ist hier zweifelsohne der Fall. Ich werde keine(n) Namen nennen, ist nicht notwendig.

Ich sehe deine Meinungsfreiheit hier im RF nicht begrenzt! Du darfst sagen und argumentieren, was du willst. Ohne um deine Reputation - geschweige denn um deine Gesundheit und dein Leben fürchten zu müssen! Das ist heutzutage ja keine Selbstverständlichkeit mehr...

Allerdings kann keine Partei (Gläubige, Ungläubige) die Zustimmung anderer User einfordern. Dass man anständig miteinander umgeht, setzen die Forumsregeln voraus. Da aber oft eine Religion - oder ein Religionsverständnis - die Abwertung der Anders- oder Ungläubigen voraussetzt (elementar beinhaltet), MUSS es offenbar zu Verwerfungen kommen. Ich kann euch daher immer wieder nur anhalten: Geht anständig miteinander um. UND: Habt ein dickes Fell! Wer sich seiner sicher ist, ist nicht schwach!

Man muss nicht nur auf die Fehler und vermeintlichen Charakterschwächen der anderen schauen und sie beklagen - man darf und muss sich auch oft an die eigene Nase fassen: Wo wertet meine Religion den Andersgläubigen ab? Wo PROVOZIERT meine Religion andere dazu, sich zu empören? Ist eine Besondersstellung meiner Person durch meine Religion dem Andersdenkenden gegenüber berechtigt? Ist es wirklich so, dass meine Religion Unfehlbarkeit beinhaltet?

Das selbe gilt auch für Atheisten: Wir alle sind die Ergebnisse komplizierterer Sozialdynamiken! Wir sind die Ergebnisse von Schicksalen. Wir haben Stärken und Schwächen. Ich, du, wir, die anderen... Vor dem Bewusstsein dürfen also auch die Atheisten den Gläubigen gegenüber etwas mehr nachsichtig sein...

Und wie gesagt: Wer auf der Seite der Wahrheit ist, kann auch durch ein spirituelles Verbrettertsein seiner Mituser nicht in seelische Schwierigkeiten gebracht werden. Wer unter der Sturheit und Unbelehrsamkeit der anderen leidet, leidet wahrscheinlich eher an... seiner EIGENEN Glaubensunsicherheit - und erwartet von seinen Mitusern eine BESTÄTIGUNG, die ihm den Schmerz dieser Unsicherheit nimmt! Aber das kann von ihnen natürlich nicht eingefordert werden!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

24.05.2017 09:30
#948 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #947
Ich sehe deine Meinungsfreiheit hier im RF nicht begrenzt! Du darfst sagen und argumentieren, was du willst. Ohne um deine Reputation - geschweige denn um deine Gesundheit und dein Leben fürchten zu müssen! Das ist heutzutage ja keine Selbstverständlichkeit mehr...

Das selbe gilt auch für Atheisten: Wir alle sind die Ergebnisse komplizierterer Sozialdynamiken! Wir sind die Ergebnisse von Schicksalen. Wir haben Stärken und Schwächen. Ich, du, wir, die anderen... Vor dem Bewusstsein dürfen also auch die Atheisten den Gläubigen gegenüber etwas mehr nachsichtig sein...

Mich persönlich tangiert es eher weniger bis gar nicht, einen Hirnfurz mit mir herumzutragen und die Menschheit damit zu verpesten. Gemäß Luthers "Warum rülpset und furzet ihr nicht, hat es euch nicht geschmacket?" tu ich mir da überhaupt keinen Zwang an. Ich finde es einfach nur traurig, dass derlei verächtliches Vokabular Bestandteil einer ernst geführten Diskussion sein darf. Basis ist das jedenfalls keine.

Auch von "Nachsicht" gegenüber Atheisten kann bei mir überhaupt keine Rede sein. Was bitte soll ich ihnen denn "nachsehen"? Ich bin im Gegenteil sogar der Überzeugung, dass es sie geben muss in der Vielfältigkeit der Menschheitsfamilie mit all ihren verschiedenen Ansichten und unterschiedlich geprägten Denkmustern. Um ihr Seelenheil bin ich offen gestanden weniger besorgt, derlei "Nachbearbeitung" überlass ich getrost den dafür zuständigen Instanzen.

Das Einzige, was ich hier beanstande, ist der "Umgangston" von einzelnen Usern, der auf deutsch "unter aller Sau" ist. Dafür bin ich mir schlicht zu schade.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 16.127

24.05.2017 09:53
#949  Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Desperado
Das Einzige, was ich hier beanstande, ist der "Umgangston" von einzelnen Usern, der auf deutsch "unter aller Sau" ist.

Ich habe den Eindruck, dass du mit deiner Intonierung deinen Anteil dazu beiträgst und beigetragen hast. Man muss nicht nur das Gute FORDERN, man darf auch das Gute GEBEN!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

24.05.2017 09:59
#950 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? antworten

Zitat von Gysi im Beitrag #949
Ich habe den Eindruck, dass du mit deiner Intonierung deinen Anteil dazu beiträgst und beigetragen hast. Man muss nicht nur das Gute FORDERN, man darf auch das Gute GEBEN!


So so. Naja dann. Bin ich gewohnt. Ich hab die Leute "gereizt". So ein Pech aber auch.

Tja nun, wer mir blöd kommt, dem klatsch ich eine. Für die linke Wange ist immer noch Zeit.

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