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Atheismus vs. Religionen  


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Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2017 16:05
#976 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #975
@Perquestavolta

Zitat von PQV #972
Die Nichtexistenz kann auch durch Logik nicht bewiesen werden.

Nun, sag mal. Drücke ich mich wirklich so unverständlich aus? Eine Nicht-Existenz kann überhaupt nicht bewiesen werden. Das ist die Logik daran!


Im Gegenteil, du drückst dich immer sehr verständlich aus. Aber du behauptest, dass Unbeweisbarkeit der Nichtexistenz logisch begründbar sei. Und dem widerspreche ich.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2017 17:04
#977 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2017 17:45
#978 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #974

Zitat von Perquestavolta
Die Nichtexistenz kann auch durch Logik nicht bewiesen werden.
Kommt auf das zu beobachtende Feld an. Ist das ein Würfel, ist es bewiesen, dass die Summe der gegenüberliegenden Augen in keinem Fall eine andere als 7 sein kann.

Es stimmt was du sagst. Unter der Voraussetzung, dass alle Spieler es dem Zufall und vielleicht auch ein wenig dem Geschick überlassen wollen zu gewinnen. Ich hab da schon andere Würfel gesehen, bei denen leider die aufliegende und die gegenüberliegende Seite manchmal in der Summe eine 12 ergaben.. eigentlich sogar fast immer.


Jede andere Summe ist nichtexistent! [/quote] Im Ernstfall sollte man vielleicht doch lieber nachschauen..wenigstens zwischendurch mal "ne" Stichprobe..



Zitat von Gysi im Beitrag #974

Wenn das Analysefeld das Universum ist - und noch darüber hinaus, sieht es mit der Beweisfähigkeit etwas schwieriger aus. Aber theoretisch müsste das gehen. Es ist uns nur nicht möglich, die nötigen Informationen dafür zu sammeln.
Dazu kann ich leider nicht viel sagen. Mir persönliche ist lieber ein Universum, dessen Teile sich wie Würfel verhalten, deren Augen nicht dem Ideal eines Spielwürfels entsprechen, sondern vor allem, eine schier unendlich große Anzahl von möglichen Augen-Kombinationen ermöglichen. Ich bin auch überhaupt nicht glücklich damit, dass das Universum so wie es scheint, eine Verkettung von Ursache-Wirkungen sein soll. Ich glaube sogar, dass dieses Ursache-Wirkungsmodell nur in unserem Hirn stattfindet, weil es für uns am zweckmäßigsten ist und dass aber die Natur, da ihre Energie ja durch Wechselwirkungen zustande kommt, aus endlos vielen unterschiedlich großen Parallelunversen (den Würfeln) besteht, welche sich nie - außer man zwingt sie, siehe Atombombe, Massengravitation, Kernfussion - wirklich berühren. Die Idee, alles ist Eins und nur scheinbar von einander getrennt, halte ich für speigelverkehrt.

Das ist jetzt aber mein ganz privater "Glaube" und den ich weder für heilig halte, noch irgendwem über ordenen möchte.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2017 19:08
#979 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Emfindelig? Ein Scherz, Gysi. Mich tut's nicht rühren, von so Manchem zu den Deppen gerechnet zu werden. Ich weiß, dass ich einer bin.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

25.05.2017 19:34
#980  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Emfindelig? Ein Scherz, Gysi. Mich tut's nicht rühren, von so Manchem zu den Deppen gerechnet zu werden. Ich weiß, dass ich einer bin.

Na, ein Depp bist du nicht. Aber ganz schön schräg. Und selbstverleumderisch.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

25.05.2017 19:51
#981 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #979
Emfindelig? Ein Scherz, Gysi. Mich tut's nicht rühren, von so Manchem zu den Deppen gerechnet zu werden. Ich weiß, dass ich einer bin.

würde ich auch sagen, dass du kein Depp bist. Aber es gerne herausforderst, für ein solcher gehalten zu werden. Nicht weil du für einen solchen gehalten werden willst, sondern, nur um damit eine gewisse Art Beute ins Netz zu locken, die du dir dann in Ruhe vorknöpfen kannst. Machen wir doch alle so.

Wenn man sich in der Natur umschaut.. überall gehts ums Fressen oder gefressen werden. Und wenn man ganz gut 8 gibt, dann ist der Mensch sogar das verwöhnsteste unter allen Raubtieren.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 08:17
#982 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Nur die Ruhe, ich bin kein Kannibale.

Ich darf das von mir sagen. Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung - so heißt es doch. Und wenn ich mir mein Leben so anschaue... gibt e eben genug, wo ich ein "solcherner Depp" gewesen bin. Ich konstatiere nur - sonst steckt da keine Absicht hinter. Wirklich nicht.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

26.05.2017 08:27
#983  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ja, alles klar. Und jetzt zurück zum Thema.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 09:36
#984 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #980
Aber ganz schön schräg.

Das bestimmt. Aber nicht in dieser Frage. Da bin ich einfach nur pragmatisch.

Manche nennen mich einen Synkretisten. Bin ich aber ebenso wenig. Ich würde mich Goldgräber nennen. Wenn man sich die Mühe macht, die Weltreligionen und die Religionen der Welt durch einen Siebteller zu waschen, bleiben überall ein paar Goldkörner. Dasselbe gilt für intelligenten Atheismus. Was Religionsdiktatur, Manipulation, Bigotterie etc. betrifft, ist er hilfreich und nützlich. Auch im Kommunistischen Manifest z.B. ist viel Wahres zu finden. Oder bei Nietzsche. Die Lüge dominiert nur in Nationalsozialismus, Rassismus, Ideologien und dergleichen "Unkraut". Da ist der Feind zu finden.

Was Glauben und Nichtglauben betrifft, vermeide ich lediglich, das Eine gegen das Andere auszuspielen, weil keins davon frei ist von Irrtum und Verirrung. Und anhand derselben ist es ein Leichtes, jeweils eines davon in die Pfanne zu hauen. Eine Pfanne ist aber nun mal kein Sieb, und so verbraten sich die Parteiungen selbst und gegenseitig. Das Ergebnis ist Unversöhnlichkeit und Rechthaberei, die Niemandem weiterhelfen. "Das Böse" aber lacht sich ob dieser gegen- und einseitigen Lähmung ins Fäustchen. Alle haben immer Angst vor Beschuss von der Gegenseite. Aktuelles Beispiel: "Wir dürfen als Christen den Islam nicht generell in Frage stellen, weil..." Tja, warum eigentlich? Weil ein paar Ignoranten nicht sehen wollen, was offen auf der Hand liegt? Sie Rassisten nennen deswegen und Nazis? Weil der Deal mit Hitler über ihrem Scheitel schwebt wie ein Damoklesschwert? Darum machen sie jetzt einen mit dem Islam, mit Erdogan...

Unbewältigte Schuldenlasten sind es, die eine positive Veränderung verhindern. Und dagegen setze ich Vergebung. Damit was weitergeht. Israels Politik ist faschistoid, ich bin kein Antisemit, wenn ich das feststelle. Grade weil ich German bin, darf ich das so sagen. Und so weiter...

Die Freiheit der Vergebung. Auch sich selber. Auch das ist für mich "Gott".

Ich hab nix gegen euch. Wenn ihr etwas gegen mich haben zu müssen glaubt, ist das ganz allein euer Problem. An mir soll's nicht liegen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

26.05.2017 10:11
#985 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Dasselbe gilt für intelligenten Atheismus.

Darf die Religion dumm sein? Dumm ist es generell, den Zweifel zu verteufeln. Und das wird in den monotheistischen Religionen getan. Das Gute im Atheismus ist die Wahrscheinlichkeitsentscheidung nach "Ockhams Rasiermesser".

Den Religionen geht es um ein schlüssiges Weltbild (Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin?) und eine Gesellschaftsharmonisierung => die Orientierung an das Gute. Diese Ziele haben Philosophie, Physik und Politik ebenso, und die Religionen stehen damit mit ihnen in Konkurrenz.

Zitat
Das Ergebnis ist Unversöhnlichkeit und Rechthaberei, die Niemandem weiterhelfen.

Stimmt. Das schreibe bitte auch dir hinters Ohr.

Zitat
Israels Politik ist faschistoid,

Da habe ich eine andere Haltung zu, eine für Linke untypische (aber die Islamkritik ist für sie ja leider auch untypisch): Israel lebt nicht in einem Bündnisnetz des Friedens wie Europa - es ist von Todfeinden umzingelt! Da kann man leider nicht die Friedenstauben flattern lassen. Den QUELL des Hasses sehe ich bei den Palästinensern und - dem Islam!

Zitat
Wenn ihr etwas gegen mich haben zu müssen glaubt, ist das ganz allein euer Problem.

Du bist nicht immer gegen Atheisten sachlich und tolerant. Sei es doch einfach, nicht nur in diesem Beitrag. Und wer sich seines Glaubens oder Unglaubens gewiss ist, hat es eigentlich nicht nötig, wegen Meinungsverschiedenheiten auszurasten.

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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 10:57
#986 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #985
Das schreibe bitte auch dir hinters Ohr.

Muss ich deshalb nicht, weil ich nicht Recht haben will. Ist mir offen gestanden egal. Ich "verdamme" auch keine Agnostiker und Atheisten. Wie käm ich dazu? Derlei überlass ich den Gotteskriegern im Kampf gegen die "Ungläubigen". Und "ausgerastet" bin ich hier definitiv noch nicht. Nicht, dass ich das nicht könnte, aber das würde dann doch ein klein wenig bisschen anders ausschauen. Für gewöhnlich werde ich gesperrt, zumindest vorübergehend...

Nein, es sind diese vermaledeiten Altlasten. Die Kreuzzüge beispielsweise. Weil die sooo böse waren. Nun, der Islam hatte die Herrschaft übernommen im Orient und machte den Christen das Leben zur Hölle. Was auch und vor allem den Handel mit ihnen erschwerte und die eigengünstigen Klüngeleien. Interessierte natürlich keinen europäischen Fürsten, was diese Kopten und dergleichen da so Alles erleiden müssen, sprechen nicht ihre Sprache, sind ganz anders und letztlich auch irgendwie "Sarazenen". Also musste ein göttlicher Auftrag her, eine heilige Mission. Es galt das heilige Jerusalem "aus der Hand der Ketzer" zu befreien. Hörte sich schon sehr viel verlockender an. Neben Ruhm und Ehre springt einiges an Gütervermehrung und Landgewinn bei raus, um die Weltherrschaft der Kirche(nfürsten) mittels Besitztümern nach Osten auszudehnen. Eine Art "Osterweiterung" gewissermaßen, die papstlosen Orthodoxen kommen dabei ganz nebenbei ebenso unter ihre Fuchtel. Kurzum Macht. Nichts anderes als heute, lediglich mit anderen Prämissen versehen. Den geltenden eben.

Als Musikant oder Gaukler wär ich höchstwahrscheinlich mitgezogen damals, allein um Leibeigenschaft und Arbeitsfron zu entkommen (heute zieh ich im Tross mit der kapitalistischen Demokratisierung der Welt, was Zweites betrifft, sogar aus Überzeugung). Oder aus purer Abenteuerlust. Da ich Wehrdienstverweigerer bin, geh ich mal davon aus, dass ich auch seinerzeit nicht als Soldat mit von der Partie gewesen wäre. Aber war ja keineswegs notwendig. Tja, und dann war's eben nur ein Scheiß-Feldzug. Einfach nur Krieg und nichts weiter. So viel Tod und Verbrechen und Leid. Und irgendwann hätte mir das gottverdammte Jerusalem samt Konstantinopel gestohlen bleiben können. Um die Rettung der orientalischen Christen ging's dabei sowieso nie. Gehen wir halt wieder heim, hat nicht sollen sein.

Bis heute aber wird dieses Desaster Gott in die Sandalen geschoben. Vielmehr dem Glauben an einen solchen. Das ist doch vollkommen absurd!

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 13:06
#987 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Entschuldige @ Athon, hab Deine Frage übersehen...

Ich glaube, dass er/sie/es als Einziger(s) eins hat. Wir glauben nur, eins zu haben. Aber macht ja nix.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

26.05.2017 15:42
#988 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Muss ich deshalb nicht, weil ich nicht Recht haben will. Ist mir offen gestanden egal.

Entweder verleugnest du deine Hochspannung in dir oder du veräppelst mich. Ist mir offen gestanden aber egal.

Zitat
Da ich Wehrdienstverweigerer bin, geh ich mal davon aus, dass ich auch seinerzeit nicht als Soldat mit von der Partie gewesen wäre.

So geschichtslos sind unsere antimilitärischen Haltungen nicht. Ich war 1981 auf einer Wehrübung Totalverweigerer. Das war mein Protest gegen die Spirale der Aufrüstung im Kalten Krieg. Seit 1989 bin ich jedoch offiziell als KDV anerkannt. Heute würde ich - als junger Kerl und ohne KDV-"Belastung" - aber gegen den IS ziehen, wenn denn unsere Armeen mobil dagegen machten. Ich bin kein KDV, weil ich "nicht töten kann", wie man uns so schön in den Mund gelegt hat, um eine Anerkennung zu bekommen. Ich habe zwar noch nie getötet, aber ich gehe davon aus, dass ich das, ebenso wie unsere Vorväter in den großen Kriegen, kann und ebenso wenig oder überhaupt nicht will, wie sie es eigentlich auch nicht wollten.

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Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 17:15
#989 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #988
Ich habe zwar noch nie getötet, aber ich gehe davon aus, dass ich das, ebenso wie unsere Vorväter in den großen Kriegen, kann und ebenso wenig oder überhaupt nicht will, wie sie es eigentlich auch nicht wollten.

Das wusste ich schon als Kind. Nachkriegsgeneration, von Kriegsheimkehrern geprägt. Töten an sich ist keine große Sache, für die Psyche eine Katastrophe, so oder so, aber der Akt selber... man macht es eben, um nicht getötet zu werden. Für gewöhnlich geht es schnell und leicht. So "funktioniert" Krieg.

Und meine vermeintliche Spannung ist tatsächlich spöttische Ironie. Ich geh mal davon aus, dass ich von benannten Kandidaten nicht in den Gulag verschleppt werden würde. Oder sonst wer. Und wie du sehr richtig feststellst, hatte ich mit dir nie Probleme. Ich mag es nur nicht leiden, wenn Gläubigen der gesunde Menschenverstand abgesprochen wird. Das gehört sich einfach nicht. Weshalb ich dasselbe gemacht hab mit den "Ungläubigen", die das immer wieder vehement behaupten, warum auch immer. Ist vielleicht sogar eine Foren-interne Erscheinung, gefällt mir aber trotzdem nicht. Das hat mit Spannung weniger zu tun als mit Sarkasmus: Nur immer weiter so, oh wie ist das schön...

Womit auch dein Kommentar in der Lagerhalle beantwortet ist.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.049

26.05.2017 20:00
#990 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Ich mag es nur nicht leiden, wenn Gläubigen der gesunde Menschenverstand abgesprochen wird.

Hatten wir ja abgehakt, das Nebenthema neben dem Hauptthema. Und jetzt sind wir wieder da. Und das, was die Atheisten sagen, ist dir alles egal? Das kannst du doch SELBER nicht glauben! Das Thema schmerzt dich wie eine offene Wunde!

Wenn dir jemand logische Brüche aufzeigt in deiner Gottesbegründung, heißt das noch lange nicht, dass er an deinen Verstand insgesamt zweifelt. Aber du schmetterst die Anti-Gottes-Argumente derart brüsk, wütend, beleidigend und logik- und mituserverachtend ab, wie ich das in der Schärfe - nur von den aggressivsten Moslems in den letzten 12 Jahren registrieren musste. DAS - lieber Desperado - gehört sich nicht!

Wie oft wurde ich von Andersdenkenden und Gläubigen wütend beleidigt, bedroht und anderswie attackiert! Ich sah lediglich das Diskussionsniveau beschädigt. Aber ich war nicht beschädigt in meinem Atheismus, meiner Würde, meiner Haltung, meinen Überzeugungen oder meiner Reputation! Wenn die erschüttert würde durch charakterlich halbgare Schreihälse - dann würde ich mir Gedanken machen über die Stärke meiner Überzeugungen. Zurückzuschreien - oder am besten noch lauter zurückzuschreien, scheint mit ein Irrweg zu sein.

Sigmund Freud sagte, dass religiöser Glaube eine Kollektivneurose sei. Durfte er das nicht? "Macht man" das nicht?
Wir Logikbezogenen müssen so argumentieren, und wir verlieren nicht den Respekt vor den Gläubigen dabei. Den verlieren im Gegenteil die, die aus Bequemlichkeit, Gleichgültigkeit oder gar Angst die offenen Argumente unterschlagen. So wird das ja von der breiten Bevölkerung gegenüber dem Islam gemacht.
(Wenn Hamed Abdel-Samad vehement den Koran als im demokratischen Rahmen nicht würdige Lehrfibel verdammt, sagt er auch immer wieder, dass er nicht gegen die Moslems redet, sondern gegen den Islam! Und wenn wir hier gegen den Gottglauben reden, reden wir nicht gegen die Gläubigen!!)

Du kannst dem einen oder anderen gewiss rhetorische Ungeschicklichkeit vorwerfen. Aber, wenn du wirklich so stabil bist in deinem Glauben, kann ich deine wütende, aufschäumende - und leider nur rhetorisch brilliante - Abschmiere unserer Mituser nicht verstehen. Diese ARROGANZ, Desperado, gehört sich ebenfalls nicht!

Zitat
Womit auch dein Kommentar in der Lagerhalle beantwortet ist.

Da bist du Reklov ähnlich. Der schmeißt auch alle Beiträge falschen Themen zu... Und ICH habe ich Arbeit.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.585

26.05.2017 20:14
#991 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #987
Ich glaube, dass er/sie/es als Einziger(s) eins hat. Wir glauben nur, eins zu haben.


Kann es sein, dass Du bezogen auf den Menschen eigentlich nicht "Bewusstsein" sondern "Gewissen" meinst? Dann würde ich Dir uneingeschränkt zustimmen, auch wenn Deine Vermutung nicht verallgemeinert werden sollte und auch nicht darf.
Aber nun, wenn "Gott" ein Bewusstsein hat, was ist er/sie/es dann? Ein Wesen mit einem Gehirn? Wäre logisch, könnte er doch sonst keine Gebete (er)hören. Und hätte natürlich auch nicht schöpferisch tätig sein können... Für mich liegt es außerhalb jeglichen Vorstellungsvermögens, "Gott" könne andererseits nur aus reiner Energie bestehen, die in der Lage wäre, bewusste Entscheidungen zu treffen. Aber, ich bin nun einmal kein Maßstab... Insofern spricht also einiges dafür, dass der Mensch seinen "Gott" nach eigenen Erfordernissen selbst erschaffen hat. Siehe unten...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.05.2017 21:35
#992 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich bin sogar der Überzeugung, dass es den Monotheismus gar nicht gibt, und jeder der einen Gott braucht oder zu haben müssen meint, ihn sich selber erschafft.

Gott wird immer wieder neue erfunden. Die letzte Generation Gottes ist die Quanten-Version. Was mich persönlich an Gott in all seinen Erscheinungsformen immer am meisten interessiert hat, ist sein Nutzen für den jeweiligen Schöpfer. Ein Gott muss ja Eigenschaften haben die man glauben will, dass er sie hat. Und er wird sicher keine haben, die einem schaden.

Aus Desperados (sicher) nicht geplanten Behauptung, dass Atheisten, welche ihre eigene freie Überzeugung ernsthaft gegen alle jene verteidigen, welche ihnen unablässig ihren "Gott" als höhere allumfassende Rechtsinstanz über ordnen möchten, einfach nur unbegreifliche Menschen 2. und 3. Klasse sind, die durch ihre Wehrhaftigkeit nicht nur ihr eigenes Gesichtsfeld beschränken.. lässt sich so einiges ableiten, mit dem die größeren Zusammenhänge hinter dem Bewusstsein Gottes schon etwas leichter verständlich werden.

Bezügliche der Äußerung Reklovs, der da meinte, dass er immer schon nie verstehen konnte, warum Atheisten überhaupt alt werden möchten... lässt sich genau das selbe ableiten.

Dann war da letzthin auch noch unser Zeuge Jehovas, @SnookerRI, der sich absolut sicher ist, dass "Gott" eine "gläubige Person" mit mit Gefühlen und Emotionen ist und somit gar nicht ahnen konnte, dass sein vollkommenstes Geschöpf, der Mensch, nicht vollkommen genug war, um der "Ur-Sünde" zu widerstehen und seither Gott ständig um Entschuldigung für seine Konstruktionfehler bitten muss. Alle meine guten und manchmal auch bösen Begründungen, warum ich das nicht glauben will und dass es da noch andere viel natürlichere Erklärungen gäbe, warum der Mensch so gerne "sündigt", hat er mir damit abgeschlagen, dass man darüber erst erst dann richtig urteilen könne, wenn man sich einem tiefgründigen Bibelstudium hingäbe und natürlich nicht einem gewöhnlichen, sondern einem "höher qualifizierten" seiner eigenen Gilde.


Was soll man dazu noch sagen.. wenn nicht, dass Gott immer zuerst Recht hat und wer nicht an ihn glaubt, der hat ein eingschränktes Sichtfeld und braucht doch gar nicht erst alt zu werden.

So einfach ist es natürlich nicht, da geht es natürlich um viel mehr. Im Wettbewerb um kleine Vorteile, beim Besiedeln der Überlebensnischen durch die eigenen Gene, ist der eigene Gott, vorausgesetzt man fürchtet sich vor ihm, natürlich immer schon Hilfreich gewesen. Götter als Fortsetzung, der Geweihkämpfe.

Obwohl es eigentlich gar nicht zum Lachen wäre. Die Evolution wird aber schon einen Ausweg finden.

Desperado ( gelöscht )
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27.05.2017 07:02
#993 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #991
Kann es sein, dass Du bezogen auf den Menschen eigentlich nicht "Bewusstsein" sondern "Gewissen" meinst?

Da bin ich mir nicht so sicher, denn ein solches hat er für gewöhnlich. Nein, ich meine seine beschränkte Kapazität. Sein minimalistisches Begreifen. Grade so viel, dass er es bis heute geschafft hat, auf lange Sicht gesehen dann offenbar doch zu wenig. Und "gar keins" ist natürlich süffisant gemeint. Aber es ist schon ziemlich leidlich winzig alles in allem. Geradezu verschwindend.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

27.05.2017 07:24
#994 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Was du mir da in den Mund legst, Percy, hab ich so nie gesagt. Und was ich da gesagt habe, sagte ich mit rausgestreckter Zunge. Für mich ist der Atheist ein Kind Gottes wie jeder andere Mensch auch. Und der "Große Vater" (Comanche) hat sich etwas gedacht dabei, ihn im Unglauben zu lassen. Das ist sein persönlicher Beitrag im göttlichen Plan, den niemand kennt, und er hat zweifelsohne seinen Sinn und Zweck. Für einen Gläubigen sollte der Ungläubige schon allein deshalb mit der selben Achtung behandelt werden wie ein Glaubensgenosse. Der Islam ist diesbezüglich einfach nur Pfusch. Ebenso viel zu Vieles im Alten und Manches im Neuen Testament. Von Menschen geschrieben eben. Vor Gott sind alle Menschen gleich. Und alle werden sich ausnahmslos vor ihm verantworten. Die Gläubigen nun sind diejenigen, die wissen - oder es zumindest sollten - was sie tun. Ergo haben sie auch keine Entschuldigung. Die Berufung auf geschriebene Traktate ist für Doofe und Bequeme bzw. gedanken- und gewissenlose Egomanen bestens geeignet - und wird das Urteil sprechen über sie. Der Buchstabe tötet. Der Geist ist es, der lebendig macht.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.05.2017 18:36
#995 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #994
Was du mir da in den Mund legst, Percy, hab ich so nie gesagt. Du hast gesagt, dass sich der "fanantsche" Atheist "nicht nur sein eigenes Sichtfeld beschränkt. Das was du sonst noch hinzugefügt hast ist von da ab nur mehr belanglos.




Zitat von Desperado im Beitrag #994

Und was ich da gesagt habe, sagte ich mit rausgestreckter Zunge.
Das mag ja sein, Desperado. Und ich bin mir auch sicher verstanden zu haben, in welchem Kontext auch sonst noch. Nichts desto trotz bin ich mir sicher welchen Zweck Gott für dich und jeden anderen Gottesanbeter hat. Diesen Zweck nennt man auch Rechtfertigung. Gott rechtfertigt alles, was man ohne ihn nicht rechtfertigen könnte. Unter anderem auch deine herausgestreckte Zunge auf meine Frage. woran sich denn nun erkennen ließe, dass Alles in der Natur wohl durchdacht sei und dir aber deine Intelligenz zu schade wäre, auf diese Frage eine schlüssige Antwort zu geben.

Mir erschließt sich überhaupt nicht, woran in der Natur zu erkennen sei, dass da alles wohl durchdacht und somit von einem höheren Schöpfungsplaner erschaffen worden sein muss.



Zitat von Desperado im Beitrag #994

Für mich ist der Atheist ein Kind Gottes wie jeder andere Mensch auch.
Für dich mag das ja zu sein, aber ich kann das für mich nicht bestätigen. Für mich ist jeder Mensch ein Opportunist der er auch gezwungenermaßen sein muss. Die Natur die uns so gemacht hat wie wir sind, findet man heute am ehesten noch in den abgelegensten Ecken des Planeten und hoch oben im Gebirge. Nur fehlen heute die meisten der gefährlichsten Raubtiere, die uns einstmals nicht nur
selbst fraßen, sondern uns auch die unsere Beute wegnahmen. Das Paradies war eine Wildnis ohne Pfade und ohne Wege. Fehler zu machen konnte man sich nicht leisten. Nicht die "Guten" überlebten darin, sondern die Schlaueren, Schnelleren und Geschickteren.

Kooperation und Kommunikation ist unsere Überlebensnische. Um erfolgreich kooperieren zu können, ist Lüge und Täuschung eine unabdingbare Voraussetzung. Bedingungslos Ehrlichkeit ist keine gute Voraussetzung für die erforderliche Nettiquette. Und andersherum, müssen wir auch heute noch immer unseren Anteil an der kooperativ erlegten
Beute behaupten. Wer sich nicht wehrt, weil er ein guter Mensch ist, wird noch immer von den Schlaueren, Geschickteren und Schnelleren "übers Ohr gehauen".

Unsere Vorfahren verstanden die lebendige Natur als animiert. Alles Lebendige hatte seinen Geist, den man auch verärgern konnte. Man lebte vorzugsweise in kleinen Überschaubaren Gruppen die nie größer waren, als es die zur Verfügung stehenden Ressourcen zuließen. Diese Zugänglichkeit dieser Ressourcen war mitunter von der Größe des Territoriums und von der darin vorherrschenden Fruchtbarkeit bedingt. Andere Gruppen, die in das Territorium eindrangen und um die vorhandenen Ressourcen rivalisierten, wurden mit gutem Grund als Todfeinde klassifiziert, deren einziger nützlicher "Schatz", ihre gebärtüchtigen Weibchen waren und die noch etwas anderes viel wichtigeres mitbrachten.. nämlich den Zugang zum "Geist" der Todfeinde... Ihre Sprache. Damit konnte man mit den Feinden auch verhandeln, Kompromisse (gemeinsame Gesetze) eingehen, sich gegen andere Feinde verbünden. Neue und erfolgreichere Techniken im Kampf ums überleben aneignen..


Zitat von Desperado im Beitrag #994

Und der "Große Vater" (Comanche) hat sich etwas gedacht dabei, ihn im Unglauben zu lassen. Das ist sein persönlicher Beitrag im göttlichen Plan, den niemand kennt, und er hat zweifelsohne seinen Sinn und Zweck.
Die Natur hat keinen Plan. Unsere Vorfahren mussten irgendwann gezwungenermaßen Kompromisse mit ihren Feinden eingehen, um die selben Pfade und Wege durch das Paradies benutzen zu können, die andere angelegt haben. Man zahlte Zölle oder machte sich gegenseitig Geschenke.

Aber der Gott der sich Ich bin der Ich bin nennt und eigentlich nichts anderes ist als ein großer eitler Narzisst, wollte irgendwann keine Zölle mehr zahlen und keine Geschenke mehr machen. Seither hüllt er sich in Geheimnisse und ist wütend auf jeden, der diese Geheimnisse zu lüften droht.


Zitat von Desperado im Beitrag #994

Für einen Gläubigen sollte der Ungläubige schon allein deshalb mit der selben Achtung behandelt werden wie ein Glaubensgenosse.
Der Gläubige macht seine eigene Menschenwürde davon abhängig was er glaubt. Natürlich sollte er, dann nicht auch die Menschenwürde anderer davon abhängig machen. Aber genau das ist eben der Fall.
Weil das einfach in der Natur der Sache liegt, wenn man meint nur dann selbst eine guter vollwertiger Mensch zu sein, wenn man an eine guten geheimnisvollen Schöpfergott glaubt. Was meinst du denn, warum Reklov und ich, uns so "gut verstehen". Wenn ich dich, @Desperado, als Atheist wissen lasen würde, dass ich schon immer nie verstehen habe können, warum "Gläubige" überhaupt alt werden wollen und sich doch auch als Märtyrer wie Jesus opfern könnten.. dann würdest du dich bestimmt Sorgen und nicht nur um mich. Oder?



Zitat von Desperado im Beitrag #994

Der Islam ist diesbezüglich einfach nur Pfusch.
Der Islam ist eine arabische Abwandlung des Früh-Christentums dieser Gegenden und eine sehr erfolgreiche noch dazu. Natürlich immer vom "richtigen" Standpunkt aus betrachtet und unter der Voraussetzung, dass es in Wirklichkeit gar kein universelles Ideal für richtig und falsch gibt.

Ein Muslim, der in seinem eigenen Kulturellen Umfeld herangewachsen ist, in dem man vor dem höchsten Richter nur dann eine guter vollwertiger Mensch besitzt ist, wenn man glaubt, "dass es keinen Gott gibt, außer Allah und Mohammed ist sein (letzter) Prophet" - der wird die Sache genau andersherum sehen wie du.

Zitat von Desperado im Beitrag #994

Ebenso viel zu Vieles im Alten und Manches im Neuen Testament. Von Menschen geschrieben eben.
Aber vom Leben inspiriert und nicht von einem Gott. So wie die Menschen damals das Leben und die Natur im allgemeinen interpretierten. Unter der Voraussetzung, dass Krankheiten und Leid - durch was auch immer verursacht - in ihren Ursachen als Heimsuchung Geister, Verwünschungen, oder als Strafen Gottes verstanden wurden. Heil-Heil-ig - am heil-igsten. Die Sehnsucht nach ewigem Leben ist dort am heftigsten, wo das Leben kurz, von Parasiten verleidet und vom verwöhnsten und eitelsten aller wolfartigen Säugetiere, dem Menschen unterworfen wird...

Überall auf der Welt wurde die christliche Glaubenslehre mit den jeweils vorherrschenden kulturellen Überlieferungen vermischt. Aus dem griechischen und römischen Pantheon wurden die heiligen Fürbitter.. Aus dem Isiskult der Römer die Marienverehrung.. Jesus ist nicht der erste Jungfraugeborene.. Die Araber, deren Faust- und Ehrenrecht, über Jahrtausende hinweg das Überleben des Menschen in den Wasser-ärmsten Regionen der Welt sicherte, haben ihre rauhen (Halsabschneder) -Sitten mit dem christlichen Ur-Glauben vermischt, der damals noch ziemlich jüdisch geprägt war. Ein Gott der sich nicht selbst offenbart, den kann man modellieren wie Plastelin...


Zitat von Desperado im Beitrag #994

Vor Gott sind alle Menschen gleich.
Genau das ist immer der Hacken an den Götter. Da diese Götter ja immer von Menschen modelliert werden, muss man dann zuerst festlegen, wer von diesen Menschen, andere Menschen als Menschen anerkennt. Und wir wissen ja aus Erfahrung, dass Menschen andere Menschen erst dann als wirkliche Menschen begreifen, wenn diese sich mit ihren Idealen identifizieren können... Warum reden wir sonst von "Gläubigen", die ja felsenfest davon überzeugt sind, erst in ihrem Glauben von Gott dem Menschen gleichgestellt zu sein, die vor im alle gleich sind. Deine Aussage, dass wehrhafte fanatische Atheisten wie ich einer bin, nicht nur ihr eigens Gesichtsfeld beschränkten, sagt diesbezüglich ja schon alles... Immerhin wäre dir das ja sogar egal und was du ja immer wieder ausdrücklich betonst. Dich ärgert nur, dass wir dabei nicht nur unser eigenes Gesichtsfeld beschränken, sondern Gott als Rechtfertigungsgrund für alles was ohne ihn sonst nicht zur rechtfertigen ist, dem Kampf ansagen. Warum äußere ich mich wohl selten gegen "den Islam" und nur dann, wenn hier wider mal ein Vertreter des missionarischen Eifers der einzig "wahren Religion" , den Atheisten hier beweisen will, dass sie es sich ja verdienen würden, wenn ihnen der IS dem Kopf abschneiden täte und Allah dafür dankbar sein sollten, dass er so barmherzig ist.

Zitat von Desperado im Beitrag #994

Und alle werden sich ausnahmslos vor ihm verantworten.
Wenns wahr wäre hätte ich gar nichts dagegen. Es wäre mir eine Freude all jenen dabei zuzuschauen, die sich in seinem Namen immer noch eine Nummer größer gemacht haben, als er sich selbst sieht. Da ich aber überzeugt bin, dass nur das Leben mein Schöpfer ist, vor dem ich mich zu verantworten habe und das mich schon oft genug dafür bestraft hat, weil ich immer wieder mal schlauer sein wollte, mach ich mir keine allzu große Hoffnung, einem solche Spektakel jemals bei zu wohnen.

Andersherum mach ich mir diesbezüglich andere Sorgen.. Da ich absolut sicher weis, dass das Ich eine nützliche und zweckmäßige Illusion ist und somit jeder andere mein ich, wie ich auch das ich jedes anderen sein könnte.... und unser scheinbar so einmalig individuell wichtiges Erfahrungsbewusstsein nur ein winzig kleines Tröpfchen in einem großen Fluss aus Informationen ist und wir auf der anderen Seiten, in unserer gro0en Dummheit, den Glauben all zu ernst/heilig zu nehmen, die Biosphäre unseres Planeten und alle damit verbundenen Lebenserhaltungssystem immer mehr aus dem Rhythmus bringen.. letztendlich alle in die Hölle kommen. Die Natur kennt kein Gut und Böse und ihr ist es scheißegal, ob wir uns selbst für andere in der Pfanne braten. Wären unser eigenen direkten Vorfahren immer alles liebe und nette Menschen gewesen - wie Gott sie haben will, wären sie von denen gefressen worden, die schlauer, schneller und geschickter - sprich fitter waren. DICH und MICH gäbe es gar nicht.

Ich fange hier jetzt aber nicht an, die Zusammenhänge weiter aufzuzeigen.


Die Gläubigen nun sind diejenigen, die wissen - oder es zumindest sollten - was sie tun. Ergo haben sie auch keine Entschuldigung. Die Berufung auf geschriebene Traktate ist für Doofe und Bequeme bzw. gedanken- und gewissenlose Egomanen bestens geeignet - und wird das Urteil sprechen über sie. Der Buchstabe tötet. Der Geist ist es, der lebendig macht.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.05.2017 18:46
#996 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Wir sind nicht Geschöpfe Gottes, sondern das Ergebnis von " Verkehrs-Unfällen".

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

27.05.2017 22:39
#997 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen
Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

28.05.2017 10:46
#998 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Es ist doch so...

warum sollte ich mir die Mühe machen, Gott und Ewigkeit voneinander zu trennen, da er doch der Ewige ist? Nun gut, er ist auch Alles in Allem, weshalb das Unterfangen letztendlich ohne Belang ist, nur... wozu? An Gottes Existenz ändert dieses durchaus originelle Gedankenkonstrukt definitiv nichts. Immerhin - es ist pfiffig, weil mal was Neues. Dessen Sinn sich mir zwar nicht erschließt, aber wer schreibt denn vor, dass immer alles einen solchen haben muss?

Hingegen einfach nur zu sagen "es gibt kein Gott" ist so nichtssagend wie langweilig. Eine bloße Behauptung ohne jede Relevanz. Inzwischen ein Massenphänomen, und wie das eben so ist mit diesen: Ohne irgend Belang, eine banale Zeiterscheinung. Andrerseits eine fixe Idee, die unter Umständen zu erheblichen Identitätskrisen führen kann, weil sie mehr oder weniger zwangsläufig auch auf den Menschen zurückfällt - kein freier Wille, kein Ich, keine Entscheidungsfähigkeit , kein gut, kein böse - , wie es der Herr Hirnbeiß sogenannter Hirnforschung neuerdings verlauten lässt. Da schlägt dann einfach meine Signatur durch, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Und da steckt eine gemeingefährliche Ideologie dahinter mit unabsehbaren Folgen, weil sie den Menschen aus der Verantwortung nimmt nicht nur für seine Taten. Rudimentäre Persönlichkeitsentwicklung, schwammige Individualität und mangelhaftes Gewissen sind die simple Folge von Trägheit, das hat noch nicht einmal etwas mit Intelligenz zu tun.

Es geht nicht darum, an Gott zu glauben oder nicht. Gott existiert, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Er ist die Wahrheit, letztlich sogar die einzige, auch da gibt es nix zu deuteln. Wäre er beweisbar, wäre er nicht Gott, sondern Emil Huber. Erlaubt ist derlei menschliches Hinterfragen und Herumspintisieren freilich, deshalb bleibt es aber nicht weniger surreal. Nein, es geht darum, wie man an diesen Gott glauben soll oder kann. Das ist das Problem, das es zu lösen gilt. Der Atheismus weicht dieser Notwendigkeit einfach nur aus. So gesehen macht er es sich tatsächlich leicht. Zu leicht.

Athon Offline




Beiträge: 3.585

28.05.2017 13:16
#999 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #998
Gott existiert, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel.


Richtig, Desperado, an der Existenz Deines Gottes gibt es nicht den geringsten Zweifel. Selbst ich als Atheist bin davon überzeugt. Ich muss Dir allerdings absprechen, diesbezüglich eine Allgemeingültigkeit zu implizieren. Dies wird Dir aber vermutlich völlig schnuppe sein...

Zitat
Wäre er beweisbar, wäre er nicht Gott, sondern Emil Huber.


Warum hälst Du "Gott" für nicht beweisbar?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

28.05.2017 20:10
#1000 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #998
Es ist doch so...

warum sollte ich mir die Mühe machen, Gott und Ewigkeit voneinander zu trennen, da er doch der Ewige ist? Das ist rein eine Frage, die nur deine eigene Lebensphilosophie etwas angeht. Meine Freunde, Verwandten, Kinder nächsten Angehörigen und alle die mir lieb und wichtig sind, möchte ich davor verschont wissen. Da sind nämlich schon einige, die sich von den Wichteln dieser Philosophie verwirren und beirren haben lassen, daran eingegangen und als hinterher der Schaden nicht mehr gut zu machen war, von diesen Wichteln auch noch ausgelacht worden.


[quote="Desperado"|p3207729]
Nun gut, er ist auch Alles in Allem, weshalb das Unterfangen letztendlich ohne Belang ist, nur... wozu? An Gottes Existenz ändert dieses durchaus originelle Gedankenkonstrukt definitiv nichts.
Kommt natürlich darauf an, was der WICHTEL seines Gottes als solchen gelten lassen will. Immer hin handelt es sich bei diesem Gott auch um eine gefährliche körpereigene Suchtdroge, die sich chemisch kaum von "Heroin" unterscheidet. Habe Hier sogar eine einschlägige Eso-Seite gefunden die das mit Gott ziemlich gut erklärt und natürlich verharmlost, wie das natürlich alle Suchtkranken immer tun. Dass mit dem körpereigenen Heroin nicht zu
spaßen ist und auf Entzug gesetzte, nicht nur sich selbst zur Gefahr werden können ist ja nichts neues...

Zitat von Desperado im Beitrag #998

Immerhin - es ist pfiffig, weil mal was Neues. Dessen Sinn sich mir zwar nicht erschließt, aber wer schreibt denn vor, dass immer alles einen solchen haben muss?
Meistens die Zeitungen. Mein Neffe ist auch daran verstorben. Eine andere noch viel nähere Verwandte hat sich deswegen selbst das Leben genommen und ein guter Freund hat im letzten Stadium seiner spirituellen Suche, die Hosen dazu benutzt, sich aufzuhängen.


Zitat von Desperado im Beitrag #998

Hingegen einfach nur zu sagen "es gibt kein Gott" ist so nichtssagend wie langweilig.

Natürlich.. es wäre nicht anders, als wenn sagen würde, "es gibt kein Heroin". Und wenn unser Körper schon genug davon in der eigenen Apotheke herumstehen stehen hat.. dann wäre es auch noch gelogen.

Ich hab mir mal ein Video gegeben, auf dem Islamisten vor laufender Kamera einem Menschen den Kopf abtrennten. Eines mit allen Details und Nahaufnahmen... Während die Umstehenden vollgepumpt mit Adrenalin und "Gott", in Exstase die Größe Allahs beschworen, hat da ein Halbwüchsiger einem Ungläubigen einfach so den Hals durchgeschnitten, wie er das bei einer Ziege oder einem Schaf sicher schon getan hat. Auf diesem Video habe ich Gott zum ersten mal selbst gesehen...

Nein, das Video war nicht gefakt.


Zitat von Desperado im Beitrag #998

Eine bloße Behauptung ohne jede Relevanz. Inzwischen ein Massenphänomen, und wie das eben so ist mit diesen: Ohne irgend Belang, eine banale Zeiterscheinung. Andrerseits eine fixe Idee, die unter Umständen zu erheblichen Identitätskrisen führen kann, weil sie mehr oder weniger zwangsläufig auch auf den Menschen zurückfällt - kein freier Wille, kein Ich, keine Entscheidungsfähigkeit , kein gut, kein böse - , wie es der Herr Hirnbeiß sogenannter Hirnforschung neuerdings verlauten lässt. Da schlägt dann einfach meine Signatur durch, mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Und da steckt eine gemeingefährliche Ideologie dahinter mit unabsehbaren Folgen, weil sie den Menschen aus der Verantwortung nimmt nicht nur für seine Taten. Rudimentäre Persönlichkeitsentwicklung, schwammige Individualität und mangelhaftes Gewissen sind die simple Folge von Trägheit, das hat noch nicht einmal etwas mit Intelligenz zu tun.
Du steckst ziemlich tief drin, im körpereigenen Drogensumpf.
Sonst hätte dir zumindest schon mal auffallen müssen, das wir Atheisten weder Kinder von Traurigkeit sind, noch einfach nur gedankenlose, stumpfsinnig dahinvegetierende
Rechenmaschinen, die den ganzen Tag nichts anderes tun, als Atome zu zählen..

Das du anderes herum die ganzen "Arschlöcher" nicht bemerkst, die in ihrem Gottglauben zweifelsfrei überzeugt sind, die Welt müsse sich alleine dem Willen ihres Glaubens beugen und unterwerfen, über welchen hinaus sich bis jetzt aber jeder Got nur sich als eine Nichts anderes erwiesen hat, als ein Rechtfertigungsmittel heherer Befindlichkeitsansprüche... muss man dir nachsehen. Drogen trüben halt nun mal das Gesichtsfeld und bei körpereigenen Drogen ist das nicht anders, als wie bei
allen anderen auch.


Zitat von Desperado im Beitrag #998

Es geht nicht darum, an Gott zu glauben oder nicht. Gott existiert, daran gibt es nicht den geringsten Zweifel. Er ist die Wahrheit, letztlich sogar die einzige, auch da gibt es nix zu deuteln.
Das mag jedem selbst überlassen sein. Ich für meinen Teil werde mich weiterhin bemühen, jenen Menschen die mir lieb und wichtig sind, die "Wahrheit Gottes" nicht vorzuenthalten.

Zitat von Desperado im Beitrag #998

Wäre er beweisbar, wäre er nicht Gott, sondern Emil Huber.
Und weil Gott nicht beweisbar ist, kann Emil Huber ihn benutzen, die Welt sich seinem Willen zu beugen.

Zitat von Desperado im Beitrag #998

Erlaubt ist derlei menschliches Hinterfragen und Herumspintisieren freilich, deshalb bleibt es aber nicht weniger surreal. Nein, es geht darum, wie man an diesen Gott glauben soll oder kann. Das ist das Problem, das es zu lösen gilt.
Ach ja?



Zitat von Desperado im Beitrag #998

Der Atheismus weicht dieser Notwendigkeit einfach nur aus. So gesehen macht er es sich tatsächlich leicht. Zu leicht.

Ich nehme auch sonst keine Drogen.. Vielleicht wäre es damit aber einfacher, die Dummheit von Leuten zu ertragen, die diese als überlegene Intelligenz bezeichnen.

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