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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 14:09
#1001 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da sind nämlich schon einige, die sich von den Wichteln dieser Philosophie verwirren und beirren haben lassen, daran eingegangen und als hinterher der Schaden nicht mehr gut zu machen war, von diesen Wichteln auch noch ausgelacht worden.

Perquestavolta,

... L. Wittgenstein sagte nicht ohne Grund, dass Philosophie in erster Linie Sprachkritik ist. Wer nun aber so wenig Sprachverständnis mitbringt, um sich von philosophischen Texten lediglich verwirren zu lassen, der ist für dieses Fach sowieso ungeeignet - genauso wie z.B. ein Unbegabter an seinen Klavierstunden und den sie begleitenden Übungen/Etüden verzweifeln kann oder ein Ungeeigneter beim aktiven Fußball-Sport nur Frust erlebt, weil er eben dazu weder die nötige Schnelligkeit/Athletik, noch die erforderliche Balltechnik mitbringt.
Ähnlich geht es übrigens auch denen, welche sich mit bescheidenster geistiger Aussattung den einzelnen religiösen Dogmen zuwenden und dabei regelrecht inneren Schaden erleiden können.

Zitat
Mein Neffe ist auch daran verstorben. Eine andere noch viel nähere Verwandte hat sich deswegen selbst das Leben genommen und ein guter Freund hat im letzten Stadium seiner spirituellen Suche, die Hosen dazu benutzt, sich aufzuhängen.

Deine bedauernswerten Verwandten haben an der falschen Stelle "gesucht", denn eine richtig angelegte spirituelle Suche endet in der positiven Lebensbejahung und nicht im Selbstmord! - Da muss im Einzelnen schon vorher etwas in eine seelische Schieflage gerutscht sein, dessen detaillierte Entwicklungsstufen und auslösende Gründe ich aber nicht zu beurteilen vermag.
Deswegen (s)einen dementsprechenden Hass auf die Dogmenprediger zu richten, ist zwar durchaus nachvollziehbar - doch haben jene, wie ich ja hier schon öfter anmerkte, vom Wesen des Göttlichen überhaupt nichts verstanden !!!

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 14:34
#1002  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
denn eine richtig angelegte spirituelle Suche endet in der positiven Lebensbejahung und nicht im Selbstmord! (...) doch haben jene, wie ich ja hier schon öfter anmerkte, vom Wesen des Göttlichen überhaupt nichts verstanden !!!

Wer Gott per se als ein Instrument zur Bereicherung menschlicher Eigeninteressen sieht, hat ganz gewiss nicht verstanden, wie sehr dieser Gott eine selbstbetrügerische Fabuleske ist! Der Gläubige, dem ein Gottesbild nicht passt, erklärt es eben als falsch. Und daher als nichtexistent! "Richtig" ist ein Gott, der die eigenen Hoffnungen bedient und nicht den eigenen Realitätsreflexionen widerspricht.

So gehen wir Atheisten im übrigen auch vor. Nur dass bei uns kein Hoffnungsgott übrigbleibt, der uns doch so gut täte... Die logische (und moralische) Denkarbeit funktioniert bei euch "kritischen" Gläubigen bei der Ablehnung archaischer, despotischer und grausamer Gottesbilder. Bei dem Aufbau eines Wohlfühlgottes hort diese Logik-Arbeit dann auf einmal auf...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 14:39
#1003 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Diese Ziele haben Philosophie, Physik und Politik ebenso, und die Religionen stehen damit mit ihnen in Konkurrenz.

Gysi,

... es gibt auch negative philosophische Denkansätze und die Aufgabe der Physik ist sowieso eine gänzlich andere. Dass aber auch in der Politik berufsmäßig gelogen wurde und wird, müsste an sich auch bis in Dein Wohnzimmer vorgedrungen sein!?!?

Zitat

Sigmund Freud sagte, dass religiöser Glaube eine Kollektivneurose sei. Durfte er das nicht? "Macht man" das nicht?

S. Freud war ein eifriger "Seelenklempner", ein Wegbereiter der Psychoanalyse - und - keinesfalls unumstritten! Ob und inwieweit z.B. seine Untersuchungen über die Auswirkungen des Kokains auf das menschl. Gehirn und seine damit zusammenhängenden Selbstversuche bei ihm entsprechende Schäden ausgelöst haben könnten, bleibt als Frage stehen!
Schon die unterschiedlichen Ansichten seines Freundes und Berufskollegen, G. Jung, führten zum unversöhnlichen Streit und einer Trennung. -
Der vom Krebs schwer gezeichnete Freud ließ sich im Exil (London) von seinem Hausarzt durch eine tödliche Dosis Morphin von seinen Leiden "befreien".

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 14:52
#1004 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
"Richtig" ist ein Gott, der die eigenen Hoffnungen bedient und nicht den eigenen Realitätsreflexionen widerspricht.

Gysi,

... dazu könnte man sehr viele interessante Untersuchungen anstellen, z.B. bei allen "Lotto-Königen/innen" gezielt nachfragen, ob sie denn jemals um einen hohen Gewinn "gebetet" haben.
Nein - so einfach ist es nun auch wieder nicht, denn - enttäuschte Hoffnungen können vom Einzelnen auch als Prüfung, als Heimsuchung oder als Rettung vor verderblichen Schritten aufgefasst werden.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 14:53
#1005 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
... es gibt auch negative philosophische Denkansätze und die Aufgabe der Physik ist sowieso eine gänzlich andere. Dass aber auch in der Politik berufsmäßig gelogen wurde und wird, müsste an sich auch bis in Dein Wohnzimmer vorgedrungen sein!?!?

Nimm doch einfach auf, was ich schreibe. Sage einfach "Ja, richtig!" Dann würden wir EINMAL auch einen Schritt weiterkommen in unserer Diskussion! => ZIELE der Religionen:

1. Die Frage lösen, woher wir kommen (und gehen).Damit beschäftigt sich selbstredend auch die (Astro-)Physik! Die Biologie, die Elektrotechnik usf.

2. Sozialkompetenz herstellen: Nach "dem Guten" leben. Damit beschäftigen sich selbstredend auch Soziologie und Politik! Und nicht nur in der Politik wird gelogen, auch unter den Theologen. Diese "guten" Ziele sind aber trotzdem da, und selbst von den Lügnern im Grunde gewollt!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 15:04
#1006 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die logische (und moralische) Denkarbeit funktioniert bei euch "kritischen" Gläubigen bei der Ablehnung archaischer, despotischer und grausamer Gottesbilder. Bei dem Aufbau eines Wohlfühlgottes hort diese Logik-Arbeit dann auf einmal auf...

Gysi,

... keinesfalls ist dies so, denn ich frage mich z.B., was all die "Frommen" wohl über Gott "gedacht" haben mussten, denken müssen, als sie sich plötzlich, völlig willkürlich in einem Gulag oder in ein KZ hineingeworfen erlebten - oder was ein "Gottgläubiger" im Gefängnis eines heutigen Despoten erlebt und denkt!?!?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 15:13
#1007 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dann würden wir EINMAL auch einen Schritt weiterkommen in unserer Diskussion! => ZIELE der Religionen:

Gysi,

... würde ich Dir nach Deinem Munde reden, wäre die eigene Denkarbeit ja sofort zum Stillstand verurteilt und wir würden eben keinen SCHRITT weiterkommen! Abgesehen davon, dass dies nur möglich wäre, wenn Du die Welt "umgreifender" zu betrachten imstande wärest.
Über die "Ziele" der Religionen brauchen wir hier nicht so ausgiebig zu reden, denn dem Geschichtsbewussten sind deren Fehler und Missetaten ja ausgiebig bekannt. Religionen haben mit der Denkarbeit über "Gott" an sich wenig zu tun - außer, dass sie dessen Namen bis heute ausgiebig missbrauchten!

Zitat
Diese "guten" Ziele sind aber trotzdem da, und selbst von den Lügnern im Grunde gewollt!

Allein zu wollen, reicht eben nicht aus. Weder in der Schule, noch später im Leben! Entscheidend sind heute die Großkonzerne, die Banken und die Versicherungen. All diese "Instrumente" sind unter der Kontrolle der für uns unsichtbaren Mächtigen, welche ja auch die Gelddruckpressen unter ihre Kontrolle gebracht haben. Politiker, unter denen es sicher auch einige gibt, die es "gut" mit uns meinen, spielen nur die entsprechenden "Bühnenrollen" für das Volk, welches sich dieses Schauspiel ansehen muss oder darf.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 15:31
#1008 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
.. keinesfalls ist dies so,

Und?... Gibt es auch eine Gegenbegründung hierzu?

Zitat
ich frage mich z.B., was all die "Frommen" wohl über Gott "gedacht" haben mussten, denken müssen, als sie sich plötzlich, völlig willkürlich in einem Gulag oder in ein KZ hineingeworfen erlebten - oder was ein "Gottgläubiger" im Gefängnis eines heutigen Despoten erlebt und denkt!?!?

Na, was wohl? => Es ist eine Prüfung Gottes auf unsere Glaubensfestigkeit... Oder: Was für ein scheiß' vom Satan beherrschtes Leben! Aber nach dieser Vorhölle wird alles, alles besser werden... Dank Gott, dem Gnadenvollen...

Zitat
würde ich Dir nach Deinem Munde reden, wäre die eigene Denkarbeit ja sofort zum Stillstand verurteilt und wir würden eben keinen SCHRITT weiterkommen!

Aber nur, wenn ICH der Stillstand wäre und DU die Progression...

Zitat
Abgesehen davon, dass dies nur möglich wäre, wenn Du die Welt "umgreifender" zu betrachten imstande wärest.

Ja. Blöde ist, dass ich dich als Lehrer leider abgelehnt habe.

Zitat
Über die "Ziele" der Religionen brauchen wir hier nicht so ausgiebig zu reden,

Ach, ich denke schon. Dann würde nämlich auch dir das Profane an der ERFINDUNG GOTTES bewusst.

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

29.05.2017 15:56
#1009 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1001

Zitat
Da sind nämlich schon einige, die sich von den Wichteln dieser Philosophie verwirren und beirren haben lassen, daran eingegangen und als hinterher der Schaden nicht mehr gut zu machen war, von diesen Wichteln auch noch ausgelacht worden.


... L. Wittgenstein sagte nicht ohne Grund, dass Philosophie in erster Linie Sprachkritik ist.

Ich verstehe schon was du meinst Reklov, aber du scheinst andersherum manchmal deine eigene Philosophie nicht richtig zu verstehen.


Zitat von Reklov im Beitrag #1001

Wer nun aber so wenig Sprachverständnis mitbringt, um sich von philosophischen Texten lediglich verwirren zu lassen, der ist für dieses Fach sowieso ungeeignet - genauso wie z.B. ein Unbegabter an seinen Klavierstunden und den sie begleitenden Übungen/Etüden verzweifeln kann oder ein Ungeeigneter beim aktiven Fußball-Sport nur Frust erlebt, weil er eben dazu weder die nötige Schnelligkeit/Athletik, noch die erforderliche Balltechnik mitbringt.


Ach.. und deswegen will dir nicht einleuchten, dass Baruch Spinoza für die seinige Zeit schon ein radikaler Atheist war. Wenn du philosophisch begabt wärst, dann hättest du auch sicher einen anderen Beruf gewählt.


Zitat von Reklov im Beitrag #1001

Ähnlich geht es übrigens auch denen, welche sich mit bescheidenster geistiger Aussattung den einzelnen religiösen Dogmen zuwenden und dabei regelrecht inneren Schaden erleiden können.[quote] Das muss bei dir wohl der Fall gewesen sein.

Deine bedauernswerten Verwandten haben an der falschen Stelle "gesucht"..
Nicht alle Menschen kommen so "creativ begabt" und unsensibel auf die Welt wie du, Reklov.

Zitat von Reklov im Beitrag #1001

denn eine richtig angelegte spirituelle Suche endet in der positiven Lebensbejahung und nicht im Selbstmord!
Nicht immer..Reklov! Und mich wundert auch nicht, dass dir die vielen Gründe möglichen dafür nicht bekannt sind.

Zitat von Reklov im Beitrag #1001

Deswegen (s)einen dementsprechenden Hass auf die Dogmenprediger zu richten, ist zwar durchaus nachvollziehbar - doch haben jene, wie ich ja hier schon öfter anmerkte, vom Wesen des Göttlichen überhaupt nichts verstanden !!!

Ob Egozentriker, ob Fanatiker, Dogmatiker, Schönschwätzer, verwöhnte Einzelkinder.. sie alle Reklov, sind davon überzeugt, dass das Göttliche mit dem sie sich ihre eigene Dummheit und Unsensibilität ins Gegenteil verkehren, genau nach ihrem Bilde ist. Weswegen sie sich auch untereinander gegenseitig ständig schlecht reden müssen.

Gott, Reklov ist nichts anderes als ein Suchtkrankeit, Reklov. Die dafür verantwortlichen Suchtdrogen stehen im Medizinschrank unseres Körpers.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

29.05.2017 17:03
#1010 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Es geht darum den streitbaren Atheisten nicht um den "persönlichen" sinngebenden Gott, denn jeder der einen hat und braucht als, für seine eigen Bedarf hegt und pflegt, sondern um den Anspruch derer, die für ihren Gott allumfassende Rechte geltend machen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 17:19
#1011 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ja. Blöde ist, dass ich dich als Lehrer leider abgelehnt habe.

Gysi,

... erstens habe ich solch eine Rolle ja nie beansprucht. Zweitens bin ich Dir aber für Deine Ablehnung mehr als dankbar, denn ich habe schon genug damit zu tun, manchem unmusikalischen Schüler mit viel Geduld das Gitarrenspiel beizubringen.
Einem Forum-Leiter nun aber z.B. auch noch die unterschiedlichen Formen menschlicher Logik-Häuser ausführlich zu erklären, - dazu reicht meine Zeit "leider" auch nicht aus.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 17:34
#1012 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Einem Forum-Leiter nun aber z.B. auch noch die unterschiedlichen Formen menschlicher Logik-Häuser ausführlich zu erklären, - dazu reicht meine Zeit "leider" auch nicht aus.

Was sollst du mir erklären, was die Wege in die Realität verbaut? Dazu brauchst du keine Zeit. Und du hast nichtmal tiefschürfende Worte zu. Wie auch? Du glaubst aber an die "transzendentale Logik", und ich halte sie für religions-teuflischen Unsinn. Das ist der Stand zwischen uns. Und du siehst nicht mal ein, dass die Transzendenz ein Raum (oder was weiß ich) ohne irgendeine Existenzwahrnehmung von uns Menschen ist. Sondern genauso ein erfundenes Märchen wie dieser Gott auch. Also irreal!

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Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 17:41
#1013 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Es geht darum den streitbaren Atheisten nicht um den "persönlichen" sinngebenden Gott, denn jeder der einen hat und braucht als, für seine eigen Bedarf hegt und pflegt, sondern um den Anspruch derer, die für ihren Gott allumfassende Rechte geltend machen.

Perquestavolta,

... das verstehe und unterschreibe ich!

Die "Suche" im Forum, mit all ihren Bejahungen und Ablehnungen, welche sich bei ihren Argumenten auch der wissenschaftlichen Sprache bedienen, hat nichts mit einem "persönlichen, sinngebenden Gott" zu tun, denn diesen Begriff "Gott" vermag unsere Vorstellung nicht einmal grob zu skizzieren. Das sog. "Heilige Zentrum" könnte man sich ebenso unbekannt und uneinnehmbar vorstellen, wie z.B. das Zentrum eines "Schwarzen Loches"!
Wir Menschen scheinen von diesem "Zentrum" nicht nur durch gewaltige Zeit-, sondern auch unvorstellbare Raumabstände getrennt zu sein. - Der Versuch, wenigstens über das Denken in diese Räume zu gelangen, bleibt, bei der Situation des Menschen auf diesem winzigen Planeten im riesigen Raum, also mehr als verständlich - und wird auch nur von "Wissensioten" belächelt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 17:50
#1014 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was sollst du mir erklären, was die Wege in die Realität verbaut? Dazu brauchst du keine Zeit.

Gysi,

... etwa die Wege in Deine Realität? - Abgesehen davon, hast Du keine Ahnung, wie diese unterschiedlichen Logik-Häuser in der philosophischen Literatur bereits sprachlich auseinander gehalten und sorgfältigst unterschieden werden - und das nicht nur in 10 Zeilen! - Vielleicht hat David Precht dazu Ausführlicheres anzubieten?
Darüber lesen solltest Du aber schon selber.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 18:19
#1015 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Vielleicht hat David Precht dazu Ausführlicheres anzubieten?

Hat er nicht. Der ist aber auch nicht so schlau wie du.

Zitat
Darüber lesen solltest Du aber schon selber.

Dazu - ist mir meine Zeit zu kostbar, echt!

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Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 18:22
#1016 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und du siehst nicht mal ein, dass die Transzendenz ein Raum (oder was weiß ich) ohne irgendeine Existenzwahrnehmung von uns Menschen ist. Sondern genauso ein erfundenes Märchen wie dieser Gott auch. Also Irreal!

Gysi,

... würde ich Dir z.B. ein schnelles Saxophon-Solo von Charlie Parker vorlaufen lassen, wärst Du weder in der Lage, seine springenden Tonlinien, noch seine rhythmischen Verschiebungen in Notenschrift aufzunotieren. - Ob das geht? Ja sicher - aber nur von den dazu gründlich Ausgebildeten.

Viel schwieriger wird die Sache, wenn es zur sog. TRANSZENDENZ kommt:

Sprachlich sollte man sich hierbei schon auf eine Ausdrucksweise einlassen können, wie sie in der Alltagssprache so eben nicht verwendet wird.

TRANSZENDENZ IST DAS SCHLECHTHIN ANDERE!
Gemessen an dem Weltsein, das Dir und mir zugänglich wird, ist sie zwar nichts, aber dieses NICHTS ist das eigentliche Sein, an dem gemessen alles Weltsein ein nur zweites Sein, nicht aber in sich selbst gegründetes Sein ist. Die Welt ist geschaffen als Sein, ist als Sein ein Sein des Übergangs, ist ungeschlossen, aus sich selbst nicht verständlich, ist eine Stätte der Sprache der Transzendenz für den Menschen.

Aus dem Dunklen des Umgreifenden treten Dir und mir die Gegenstände gegenüber: als Aspekte des Seienden, als Sprache eines Grundes. Sie sind nicht in sich selbst beschlossen, werden vielmehr in ihrer Isolierung grundlos; ist ihnen ihre Transparenz verschwunden, so sind sie lediglich endlos, nichtig oder unwahr.
Wer sich also an das Gegenständliche fesselt, verwechselt es mit dem Sein selbst.
Das Versinken in den vordergründigen Erscheinungen des Daseins macht also suchend, unruhig und mitunter unselig. Bestenfalls kommen wir zu uns durch Teilnahme an dem uns alle Umgreifenden, d.h., durch Leben aus dem Ursprung. Das Umgreifende kann jedoch nur erhellt werden auf einem Weg, der an allen Gegenständen vorbeiführt, diese preisgibt und direkt auf den Grund trifft, mit dem das Einswerden gegenstandslos, sprachlos, bildlos unter Verschwinden von Ich und Welt geschieht.

Dies muss als kurzer Hinweis/Einstieg zur Transzendenz genügen. Der Interessierte weiß, wo und wie er weitere Infos dazu sammeln kann.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 18:33
#1017 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dazu - ist mir meine Zeit zu kostbar, echt!

Gysi,

... jeder muss selbst entscheiden, für was oder für wen er seine Zeit verbrauchen will.

Wer an ein ewiges Dasein seiner geistigen Energie glaubt oder zumindest daran denkt, bei dem sollte Zeit aber keine große Rolle spielen, denn davon steht ihm ja ein Überfluss zur Verfügung.

Kann aber auch sein, dass Du einfach nur lesemüde bist, was ja auch auf psychologisch verborgene Gründe hinweisen könnte.

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 18:37
#1018 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
... würde ich Dir z.B. ein schnelles Saxophon-Solo von Charlie Parker vorlaufen lassen, wärst Du weder in der Lage, seine springenden Tonlinien, noch seine rhythmischen Verschiebungen in Notenschrift aufzunotieren. - Ob das geht? Ja sicher - aber nur von den dazu gründlich Ausgebildeten.

So wie du. Paul McCartney würde das auch nicht können. Der hat nur ein paar Mega-Hits geschrieben. Und diese kreative Seite - neben der gepaukten - ist DEIN Ding nicht. Also - staub' doch nicht dauernd derart erbärmlich rum! Der eine kann das, und der andere dies. Peinlich, diese ewige spätpubertäre Aufplusterei eines zur Selbstkritik und Selbstbescheidung unfähigen Menschen! Bist du etwa auch noch... STOLZ darauf?

Zitat
Aus dem Dunklen des Umgreifenden treten Dir und mir die Gegenstände gegenüber: als Aspekte des Seienden, als Sprache eines Grundes. Sie sind nicht in sich selbst beschlossen, werden vielmehr in ihrer Isolierung grundlos; ist ihnen ihre Transparenz verschwunden, so sind sie lediglich endlos, nichtig oder unwahr.
Wer sich also an das Gegenständliche fesselt, verwechselt es mit dem Sein selbst.

Dieses Herumgeschwurbele ist keine gute Philosophie. Auch keine gute Rhetorik.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 19:02
#1019 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dieses Herumgeschwurbele ist keine gute Philosophie. Auch keine gute Rhetorik.

Gysi,

das Gleiche würdest Du bestimmt auch über ein Solo von Charlie Parker sagen! Nur, weil Du es nicht verstehst, wären es für Dich lediglich sinnlos aneinander gereihte, "geschwurbelte" Töne, keinesfalls "gute" Musik! - Falls Du es nicht glaubst, dann hör doch mal den unten beigefügten link des unbestrittenen Genies am Saxophon an und versuche, es/ihn zu "verstehen"! Dauert nur ein paar Minuten! - Würde mich aber schon sehr wundern, wenn Du da folgen könntest, obwohl Du evtl. auch meinst, Du könntest be-urteilen, was als "gute" Musik einzustufen ist:


https://www.youtube.com/watch?v=UWAK4j_rMw0


Ebenso verhält es sich auf dem Gebiet der Sprache! - Soll ich nun zu all dem sagen: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. (?)

Nichts für ungut!

Gruß von Reklov

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 19:25
#1020 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Nur, weil Du es nicht verstehst, wären es für Dich lediglich sinnlos aneinander gereihte, "geschwurbelte" Töne, keinesfalls "gute" Musik! -

Sag mal, habe ich je was gegen Charlie Parker gesagt? Die Töne einer Melodie - oder anderen musikalischen Tonabfolge - versteht auch ein musikalischer Analphabet so wie ich - oder Paul McCartney - als... MUSIK! Und nicht nur einer, der das alles gepaukt hat, so wie du. Und wozu? Dir ist ja die Erkenntnis, dass Musik eine Universalsprache ist, abhanden gekommen durch die ganze Paukerei!

Zitat
Soll ich nun zu all dem sagen: Schuster, bleib bei Deinen Leisten. (?)

Wer will DEINE Schuhe haben?

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Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 19:27
#1021 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Gelöscht. Thema verfehlt! Admin.

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 19:43
#1022 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Sag mal, habe ich je was gegen Charlie Parker gesagt? Die Töne einer Melodie - oder anderen musikalischen Tonabfolge - versteht auch ein musikalischer Analphabet so wie ich - oder Paul McCartney - als... MUSIK!

Gysi,

dass Du Musik "hörst", ist doch klar! Aber - "trennend, hörend verstehen" kannst Du keinen harmonischen Ablauf innerhalb eines Songs von Paul - und - bei Charlie Parker verliert nun jeder Laie sofort jede Orientierung, - sowohl bei dessen raffinierten Tonfolgen, wie auch für die innerlich mitzuzählende Rhythmus-Struktur. Nicht ohne Grund plagt sich mancher Jazz-Student zunächst nur mit dem Nachspielen berühmter Jazz-Solos, um zunächst nur mal überhaupt ein Gefühl für die Spielweise innerhalb solcher Akkord-Strukturen zu lernen/zu entwickeln. Das alles erfordert aber Jahre des Übens!
Anderes Beispiel: Versuche mal einem 11Jährigen einen anspruchsvollen philosophischen Text vorlesen zu lassen. Er wird dies zwar u.U. fehlerfrei hinbekommen, den dahinter stehenden Sinn aber keinesfalls gleich mitliefern können.
Ähnlich geht es dem Ungeübten, will er etwas zu dem Thema >> Hat Gott ein Bewusstsein << beitragen. Wo und wie soll er denn, Deiner Meinung nach, da beginnen? Etwa mit der Aussage, es gäbe gar keinen Gott?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.915

29.05.2017 19:51
#1023 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Gelöscht. Thema verfehlt! Admin.

Gysi,

Du meinst wohl eher: Thema für den Administrator nicht so recht geeignet?
(Geschenkt.)

Gruß von Reklov

Ich meine eher, dass du zur Themendisziplin noch nie geeignet warst, und dich auch den Deibel drum kümmerst, das zu werden. Musst du eben die Konsequenzen spüren. Admin.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.044

29.05.2017 19:55
#1024 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Das Thema ist im Moment die Transzendenz! Und deine propagierte TRANSZENDENTALE LOGIK! Die verstehst du genauso wenig wie ich. Geht auch nicht, denn wir kennen sie nicht. Ich behaupte dazu noch: die gibt es nicht! Du sagst: Doch! - und jetzt kommt der Klops noch darauf: Du verstehst sie sogar! Was ist denn DAS für eine Anmaßung? Soll ich dich jetzt beknien: Oh, bitte erkläre sie mir! Da gibt es nichts zu erklären, und ich wiederhole, dass mir meine Zeit für dieses Zerhacken unserer Instrumente zur Realreflexion ein wenig zu schade ist... Du kannst mir nichts erkären! Du bist schon daran gescheitert, den angeblichen "Gottesbeweis" Spinozas zu erklären. Weil du ihn SELBER gar nicht verstanden hast! Denn du verstehst nur das, was du zum Erhalt deines Gottestraumes verstehen willst! Aber Rückschlüsse auf einen Realboden interessieren dich nicht, oder haben dich nur dann interessiert, wenn sie die Gottesoption offen ließen!

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

29.05.2017 22:28
#1025 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1013

Zitat
Es geht darum den streitbaren Atheisten nicht um den "persönlichen" sinngebenden Gott, denn jeder der einen hat und braucht als, für seine eigen Bedarf hegt und pflegt, sondern um den Anspruch derer, die für ihren Gott allumfassende Rechte geltend machen.
Perquestavolta,

... das verstehe und unterschreibe ich!

Dann hast du wohl wieder einfach mal nur das "Kleingedruckte" im Vertrag nicht verstanden.

Die "Suche" im Forum, mit all ihren Bejahungen und Ablehnungen, welche sich bei ihren Argumenten auch der wissenschaftlichen Sprache bedienen, hat nichts mit einem "persönlichen, sinngebenden Gott" zu tun, denn diesen Begriff "Gott" vermag unsere Vorstellung nicht einmal grob zu skizzieren. [/quote]

Wenn du es nicht vermagst, Reklov, kann ich das gut nachvollziehen. Du schließt von deiner Interpretation der Weilt auf Gott, um von Gott auf die Welt zu schleißen und nennst diesen naiven Zirkelschluss transzendentale Logik.
Auch in Anbetracht dieses unsinnigen Vernebelungs-Gelabbere, hinter dem nichts anderes steckt, als einfach nur immer das letzte Wort haben zu wollen, ohne dafür irgendwelche rational nachvollziehbare Gründe vorweisen zu müssen... bedarf es keiner besonders großen wissenschaftlichen Sprachverständnisses, um die boshaft-selbstgerechten und narzisstischen Egoentrik hinter dieser "Verschleierungstaktik" deines Gottesbegriffes zu durchschauen.


Natürlich hat dein Gottesbegriff nichts mehr mit dem unbedeutenden Gott einer reine persönlichen Sinngebung merh zu tun und auch ganz sicher nichts zu tun..

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