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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

30.05.2017 10:43
#1026 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Versuche mal einem 11Jährigen einen anspruchsvollen philosophischen Text vorlesen zu lassen. Er wird dies zwar u.U. fehlerfrei hinbekommen, den dahinter stehenden Sinn aber keinesfalls gleich mitliefern können.

Wenn ihm niemand den historischen Hintergrund und die alternativen Wesensheiten erkärt, an denen sich der Philosoph abgemüht hatte... hat die Lehre insgesamt an dem 11-Jährigen versagt. Außerdem sollte man jeden Unterricht an der Interessenlage und dem Bewusstseinsstand der Schüler anpassen. Umgekehrt kriegst du nichts gebacken. Auch nicht an dir.

Versuche mal einem 70-jährigen Süddeutschen zu erklären, dass eine Diskussion korrekte Begriffsdefinitionen braucht, die erstens von allen Diskussionsteilnehmern getragen werden kann und zweitens der Logik nicht widerspricht. Sollte doch eigentlich möglich sein. Ist es aber nicht! Denn du kommst da mit der "transzendentalen Logik" an und zerhackst die Logik als obsolet. Dein Religionsteufel mag das mit deiner Sprache und deinem Denken machen können. Aber die können wir für eine sinnvolle Diskussion nicht gebrauchen! 1.000 Mal erzählt - du willst es eben nicht verstehen. Du schwebst selbstgerecht auf den Wolken deiner Spiritualität und bist deinem Gott so nahe. Und den Menschen mit ihrer Profanlogik so fern...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

30.05.2017 12:19
#1027 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wenn ihm niemand den historischen Hintergrund und die alternativen Wesensheiten erkärt, an denen sich der Philosoph abgemüht hatte... hat die Lehre insgesamt an dem 11-Jährigen versagt.

Gysi,

... "erklären" allein genügt oft nicht! Es müssen sich zum Verständnis auch entspechende Lebenserfahrungen einfinden. Diese sind bei einem 11Jährigen noch nicht gegeben!

Zitat
Außerdem sollte man jeden Unterricht an der Interessenlage und dem Bewusstseinsstand der Schüler anpassen. Umgekehrt kriegst du nichts gebacken. Auch nicht an dir.

Die Bewusstseinslage der anderen Mitmenschen, seien sie nun Atheisten oder Gläubige, kann nicht im Schnellgang erarbeitet werden, denn kein Geringerer als S. Freud schrieb, dass ihm seine bereits gemachten praktischen Berufserfahrungen mit anderen "Patienten" wenig nützen, da jeder neue "Fall" vollkommen andere, unbekannte Probleme mit sich bringe, ihn ständig zu einem Neubeginn auffordern.

Zitat
Denn du kommst da mit der "transzendentalen Logik" an und zerhackst die Logik als obsolet. Dein Religionsteufel mag das mit deiner Sprache und deinem Denken machen können. Aber die können wir für eine sinnvolle Diskussion nicht gebrauchen! 1.000 Mal erzählt - du willst es eben nicht verstehen. Du schwebst selbstgerecht auf den Wolken deiner Spiritualität und bist deinem Gott so nahe. Und den Menschen mit ihrer Profanlogik so fern...


Warum erlaubst Du Dir, hier für andere user zu sprechen? - Deine Bewusstseinsstufe endet nun mal bei den sicher nachzuprüfenden Beweislagen/Fakten in der Welt. Das ist Deine Grundlage, auf der Du meinst, das Gottesthema "abarbeiten" zu können. Dies ist nicht nur lächerlich, sondern führt auch am Wesen eines Religionsforums total vorbei. Dass Du hier lediglich die "Transzendentale Logik" aufführst, zeigt, dass Du gar nicht recht verstehst, dass diese wiederum in die Metaphysik, die Ontologie (Gegenstandstheorie) und die Psychologie des Denkens eingebettet ist. Außerdem handelt es sich hier nur um ein ordnendes Schema der historisch vorkommenden Gestalten der Logik! Fülle also zunächst mal Deine "Lücken" auf diesem Gebiet, damit Du förderlicher mitreden kannst.
Auch Deine seltsame Vorstellung, ein "Religionsteufel" könnte mit meiner Sprache und meinem Denken machen, was er wolle, stellt Dich in die Reihe neben total blockierte "Inquisitoren", welche ihren Gefangnen ja Ähnliches vorwarfen. - (Schäm Dich!)

Der menschlichen Logik bin ich keinesfalls fern, begegnete sich mir doch in all den Jahren in versch. Gewändern - innerhalb der philosoph. Literatur, aber auch im praktischen Leben! Diese Logik ist keinesfalls "profan", denn immerhin führte sie ja einen großen Teil der Menschheit zur Annahme einer Glaubensvorstellung, andere stürzte sie in tiefe und berechtigte Zweifel, andere in den Unglauben, andere veranlasste sie zu roher Gewalt.

Ich würde die menschliche Logik eher als unvollständig (nicht umgreifend genug!) bezeichnen wollen.

Würden wir uns also über die Frage, ob Gott denn ein Bewusstsein habe, nur mittels der naturwissenschaftlichen Sprache verständigen wollen, kämen wir schnell an ein Ende unserer sprachlichen Möglichkeiten zu dem hier gestellten Thema, denn - eines ist wohl jedem klar: Nicht einmal das Wesen MENSCH kann mit unserem Sprachschatz tief genug ergründet werden. So bleibt uns lediglich der Versuch, das Phänomen MENSCH natur- und geisteswissenschaftlich zu "erklären". Eine gültige Definition des Menschen ist jedoch noch keinem gelungen! Wie also sollten wir über das evtl. vorhandene "Bewusstsein eines Gottes" (oder Energiezentrums) korrekt sprechen können? Wir können uns hierbei nur an den uns gegebenen Möglichkeiten "abarbeiten". Dazu gehören aber, außer der formalen Logik, der Logistik und der Methodologie auch die anderen, oben erwähnten Gestalten der Logik. Wenn Du diese nicht verstehst (oder magst?) und deswegen von vorneherein ablehnst, deswegen auch lieber mit den Begrifflichkeiten "arbeiten" möchtest, welche Dir vertraut und genehm sind, mag das für Dich ja ausreichend und sinnvoll genug erscheinen, bleibt aber in hohem Maße unvollständig!

Selbstverständlich kann man dennoch eine "sinnvolle" Diskussion führen, dabei den anderen usern auch eine andersgeartete Sprache zur Kenntnisnahme vorstellen. Damit ist ja noch lange keine lästig aufdringliche "Missionierung" verbunden, sondern lediglich ein Hindeuten auf noch ganz andere "Zeichen" in der Welt, die uns umgibt.-

Du erinnerst mich an einen früherer Bassist, mit dem ich mal kurz zusammen spielte. Er wollte ausschließlich nur erdigen 4 Akkorde-ROCK spielen. Bald war mir auch klar warum. Die anderen "Ausdrucksweisen" der Musik, wie sie z.B. im Jazz, in der Fusion-Musik, auch im Klassik-Rock "gesprochen" werden, waren ihm überhaupt nicht geläufig, nie gründlich nahe gebracht worden - und somit für sein Gehirn und seine Finger auch nicht spielbar.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

30.05.2017 15:14
#1028 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ja, dann fülle doch mal deine "transzendentale Logik" mit für menschliche Hirne nachvollziehbarer Ableitung (Logik)! Und verstecke dich bitteschön nicht wieder hinter anderen unerklärten Begriffen, Meisterwerken, Großnamen, Snobismus und notorischem Hochmut. Was sagt uns dieser Begriff? Zum Beispiel über die Existenz der Transzendenz. Wieso sehen wir Vulgärlogiker sie nicht? Oder ist auf deinem Hirn ein höheres Verstehenkönnen aufgesattelt? Oder verfügst du über eine ERFAHRUNG, die dich auf der Evolutionsspirale von uns Profanen weg nach oben schiebt? Auch da waren wir schon mal... Du lässt dich ja von deiner ERFAHRUNG als Gotteswink nicht abbringen. Diese Aufmerksamkeit wird so einem gottlosen Stumpfdenker nie zuteil... Wir befinden uns in einer dieser Endlosschleifen. Macht ein Weiterreden überhaupt noch Sinn? Hat in einem echten Religionsforum ein starrhalsiger Atheist überhaupt Platz?

Ich fragte neulich Desperado, was ihm wichtiger sei - die Wahrheit oder Gott? Eine Antwort habe ich nicht bekommen. Hatte ich dir nicht auch mal diese Frage gestellt?

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

30.05.2017 18:27
#1029 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich möchte hier einmal ein paar neue Denkanstöße über Logik und Gottesverständnis einstreuen.

Zuerst mal Gottfried Benn:
Ich finde Gebet und Demut arrogant und anspruchsvoll, es setzt ja voraus, dass ich überhaupt etwas bin, aber gerade das bezweifle ich, es geht nur etwas durch mich hindurch.

Ulrich Horstmann:
Diese tiefe Empörung eines Kindes beim Anblick eines Raubtiers, das seine Beute reißt und zu verschlingen beginnt und das Menschenjunge versteht nicht, weder den bestialischen Stoffwechsel, noch unsere nicht minder bestialische Gleichgültigkeit und es steht stumm und kämpft mit den Tränen.
Und erst jetzt - plötzlich - steigt für einen Augenblick auch in uns die uralte Wut auf gegen das Teufelswerk der Schöpfung, gegen uns selbst und unser verkommenes einverstanden sein, dreht uns die Revolte den Magen um, könnten wir einen Planeten kurz und klein schlagen, in dem die fassungslosen Kinder bis in alle Ewigkeit recht behalten werden.


Fritz Mauthner:
Nur wenn es einen Gott gäbe und wir könnten uns ihn so schulmeisterlich denken, dass er erst die Fallgesetze nicht entdeckt, sondern erfunden und danach das Sonnen- und Sternensystem gebaut hätte, nur dann wäre das Fallgesetz oder die Gravitation der Grund des Falls oder der Planetenbahnen. Und so wären die logischen Gesetze der Grund unseres Denkens, wenn wir sie erfunden hätten, anstatt sie zu entdecken. So schulmeisterlich ist aber nicht einmal der Mensch gewesen.

Friedrich Nietzsche:
Und was für feine Werkzeuge der Beobachtung haben wir an unsren Sinnen! Diese Nase zum Beispiel, von der noch kein Philosoph mit Verehrung und Dankbarkeit gesprochen hat, ist sogar einstweilen das delikateste Instrument, das uns zu Gebote steht: es vermag noch Minimaldifferenzen der Bewegung zu constatiren, die selbst das Spektroskop nicht constatirt. Wir besitzen heute genau so weit Wissenschaft, als wir uns entschlossen haben, das Zeugniss der Sinne anzunehmen, - als wir sie noch schärfen, bewaffnen, zu Ende denken lernten. Der Rest ist Missgeburt und Noch-nicht-Wissenschaft: will sagen Metaphysik, Theologie, Psychologie, Erkenntnisstheorie. Oder Formal-Wissenschaft, Zeichenlehre: wie die Logik und jene angewandte Logik, die Mathematik. In ihnen kommt die Wirklichkeit gar nicht vor, nicht einmal als Problem; ebensowenig als die Frage, welchen Werth überhaupt eine solche Zeichen-Convention, wie die Logik ist, hat.

Botho Strauß:
Es geht bei festen Überezeugungn nur um Abhängigkeit, einem kurzfristgen Rausch, wobei man sich anstelle von Morphin eben eine feste Überzeugung schießt.

Gregory Fuller:
Die Vernunft ist die große geile Hure des Verstandes im Gewand der reinen Jungfrau.

Zum Abschluss noch etwas Schopenhauer:
In früheren Jahrhunderten war die Religion ein Wald, hinter welchem Heere halten und sich decken konnten. Aber nach so vielen Fällungen ist sie nur noch ein Buschwerk, hinter welchem gelegentlich Gauner sich verstecken.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

30.05.2017 18:55
#1030 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Denn Sinn im Leben muss sich jeder selber geben. Der eine braucht einen Gott und der andere braucht keinen. Solange es keinen andere Gott gibt als einen "persönlichen" brauchen wir uns um ihn nicht zu sorgen. Reklov und Co aber, wie alle anderen auch, die ihren Glaubensgott/ihre ganz persönliche Gottesvorstellung zu einem allumfassenden, alles umgreifenden, für alle gültigen, jedem übergeordneten machen wollen, leiden offensichtlich an einer komplizierten "Persönlichkeitsstörung".. der man auch aus dem Weg gehen kann, solange nicht mehr als maximal 4-5 Milliarden Menschen gleichzeitig auf dem Planeten Leben.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

30.05.2017 21:51
#1031 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1027
Warum erlaubst Du Dir, hier für andere user zu sprechen? - Deine Bewusstseinsstufe endet nun mal bei den sicher nachzuprüfenden Beweislagen/Fakten in der Welt.


Was Du Gysi vorwirfst, tust Du im darauffolgenden Satz selbst.

Du solltest Dein Gehirn nach Deinem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Die Areale für Selbsteinschätzung und Hochmut dürften bei wenigen Menschen so krankhaft überentwickelt wie bei Dir sein.

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

31.05.2017 09:37
#1032 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du solltest Dein Gehirn nach Deinem Tod der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Die Areale für Selbsteinschätzung und Hochmut dürften bei wenigen Menschen so krankhaft überentwickelt wie bei Dir sein.

Blackysmart,

... wenn Du schon keine Gesprächskultur pflegen/aufbauen willst, die sich z.B. in einem ordentlichen Gedankenaustausch darzustellen vermag, dann verzichte doch bitte auf persönliche Angriffe - denn - diese tragen nun wirklich NICHTS zu diesem Forums bei! (Denke, Du verstehst das.)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

31.05.2017 09:43
#1033 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Reklov und Co aber, wie alle anderen auch, die ihren Glaubensgott/ihre ganz persönliche Gottesvorstellung zu einem allumfassenden, alles umgreifenden, für alle gültigen, jedem übergeordneten machen wollen, leiden offensichtlich an einer komplizierten "Persönlichkeitsstörung".

Perquestavolta,

... offensichtlich hast Du den Wortsinn des "Umgreifenden" nicht richtig verstanden!? Persönliche Vermutungen über "Persönlichkeitsstörungen" von Anderen bringen Dich aber auf diesem Gebiet keinen Schritt weiter.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

31.05.2017 10:31
#1034 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Zuerst mal Gottfried Benn:
Ich finde Gebet und Demut arrogant und anspruchsvoll, es setzt ja voraus, dass ich überhaupt etwas bin, aber gerade das bezweifle ich, es geht nur etwas durch mich hindurch.

Lukrez,

... G. Benn hat hierbei übersehen, dass ein Gläubiger ja gerade vom dem beseelt ist, "was durch ihn hindurch geht" und seine kleine temporäre Rolle, die er hier auf Erden spielen darf, nicht als die letzte und einzige Wahrheit deutet.

Zitat
Ulrich Horstmann:
Diese tiefe Empörung eines Kindes beim Anblick eines Raubtiers, das seine Beute reißt und zu verschlingen beginnt und das Menschenjunge versteht nicht, weder den bestialischen Stoffwechsel, noch unsere nicht minder bestialische Gleichgültigkeit und es steht stumm und kämpft mit den Tränen.

Ein Kind mag dabei schon Tränen vergießen, dem Erwachsenen (sofern er philosophisch denken will und kann!), sind alle "Erscheinungen" jedoch ein Ansporn zum Nachdenken - und nicht zum Weinen!

Zitat
Fritz Mauthner:
Nur wenn es einen Gott gäbe und wir könnten uns ihn so schulmeisterlich denken, dass er erst die Fallgesetze nicht entdeckt, sondern erfunden und danach das Sonnen- und Sternensystem gebaut hätte, nur dann wäre das Fallgesetz oder die Gravitation der Grund des Falls oder der Planetenbahnen. Und so wären die logischen Gesetze der Grund unseres Denkens, wenn wir sie erfunden hätten, anstatt sie zu entdecken. So schulmeisterlich ist aber nicht einmal der Mensch gewesen.

Die logischen Gesetze des Menschens sind lediglich eine Orientierungsbasis, sind auch keinesfalls vollkommen, oft nur in bestimmten Bereichen anwendbar. So versagt z.B. die Logik der Mathematik völlig, will ein Kripobeamter einen Kriminellen im Verhör der Lüge überführen, - denn hierzu muss er sich der Sprachlogik bedienen!

Zitat
Friedrich Nietzsche:
Und was für feine Werkzeuge der Beobachtung haben wir an unsren Sinnen! Diese Nase zum Beispiel, von der noch kein Philosoph mit Verehrung und Dankbarkeit gesprochen hat, ist sogar einstweilen das delikateste Instrument, das uns zu Gebote steht: es vermag noch Minimaldifferenzen der Bewegung zu constatiren, die selbst das Spektroskop nicht constatirt.

Unsere Sinne sind, betrachtet man die Sinne der Tiere, eher als bescheiden einzustufen und die von Nietzsche angesprochene Nase würde jeder Hund belächeln, hätte er dafür das nötige Bewusstsein.

Zitat
Botho Strauß:
Es geht bei festen Überezeugungn nur um Abhängigkeit, einem kurzfristgen Rausch, wobei man sich anstelle von Morphin eben eine feste Überzeugung schießt.

B. Strauß muss dies wohl selbst in einem Morphin-Rausch formuliert haben, hat er doch völlig übersehen, dass manche Überzeugungen, wie sie z.B. in der Liebe wachsen, nicht nur ein Leben lang halten, sondern sogar über den Tod hinaus bestehen können!

Zitat
Gregory Fuller:
Die Vernunft ist die große geile Hure des Verstandes im Gewand der reinen Jungfrau.

Wo hat denn G. Fuller solchen Straßenjargon aufgelesen? Doch nicht etwa im Gespräch mit Zuhältern im Rotlichtviertel? (Man könnte es beinahe vermuten ) Also da gibt es schon weitaus bessere Betrachtungen über die VERNUNFT.

Zitat
Zum Abschluss noch etwas Schopenhauer:
In früheren Jahrhunderten war die Religion ein Wald, hinter welchem Heere halten und sich decken konnten. Aber nach so vielen Fällungen ist sie nur noch ein Buschwerk, hinter welchem gelegentlich Gauner sich verstecken.

Da stimme ich Schopenhauer zu, nur haben Religionen recht wenig mit "Gott" zu tun, auch wenn sie meinen, sie könnten den Begriff in die Welt ihrer Dogmen ziehen und sich als oberste Verwalter dieses Begriffes einsetzen. - Überall, wo sich Macht und Geld zentrieren, findet man natürlich auch die entsprechenden "Gauner", welche sich auf ihre Weise ein Leben auf der sog. Sonnenseite sichern wollen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

31.05.2017 11:35
#1035 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ja, dann fülle doch mal deine "transzendentale Logik" mit für menschliche Hirne nachvollziehbarer Ableitung (Logik)! Und verstecke dich bitteschön nicht wieder hinter anderen unerklärten Begriffen, Meisterwerken, Großnamen, Snobismus und notorischem Hochmut. Was sagt uns dieser Begriff? Zum Beispiel über die Existenz der Transzendenz. Wieso sehen wir Vulgärlogiker sie nicht?

Wie weit "Vulgärlogiker" denken, ist mir unbekannt, ich weiß aber, dass es bereits auf dem Gebiet der Künste reichlich "Vulgäres" gibt.
Weil Du aber gezielt nach dem Begriff TRANSZENDENZ fragtest, will ich eine mir mögliche Erklärung anbieten:

Das bewusste Philosophieren denkt das UNGREIFENDE. Als Gewusstes ist es im Objekt der Forschung nicht faßbar, kann sich also nur im Denken erhellen. Denkt man aber das UMGREIFENDE, so wird es auch im Philosophieren auf irgendeine Weise vergegenständlicht. Diese Vergegenständlichung ist zwar ein unerlässliches Mittel des transzendierenden Gedankens, aber es besteht ständig die Gefahr, dass die Vergegenständlichung des UMGREIFENDEN statt als verschwindendes Medium des Gedankens vielmehr als sie selbst gemeint wird. Dann wird der Gedanke in seiner Verkehrung zu einer Lehre vom UMGREIFENDEN - wie von einem gegenständlich Erkannten in der Welt.

Unser Erkennen des Gegenständlichen in der Welt erfolgt in der Form, dass wir sie auseinander ableiten. Was uns vor Augen kommt, wird begriffen, indem es aus einem Anderen begriffen wird. Unser gegenständliches Erkennen drängt überall auf ableitenden, in der Realität auf kausalen Zusammenhang.
Das philosophische Erdenken des UMGREIFENDEN (Gott - Urgrund - Urenergie etc.) ist ein Erhellen der Räume, aus denen das Ursprüngliche uns entgegentritt.

Das UMGREIFENDE hat daher, entgegengesetzt zu aller Wißbarkeit, den Grundcharakter, dass es selbst nicht abgeleitet und dass aus ihm nichts anderes abgeleitet werden kann, da es eben nicht wie ein Gegenstand in der Welt begriffen werden kann.


Nennen wir aber das UMGREIFENDE das Denken, so ist auch zu beachten, dass aus einem Gedachten nicht schon das Denken abgeleitet werden kann. Nennen wir es unser Bewusstsein, so können wir aus dem Sinn für das Bewusstsein nicht auch dieses Bewusstsein ableiten.
Nennen wir aber das UMGREIFENDE das Ganze, so wird uns bewusst, dass man aus einem Einzelnen, und sei es noch so "umfassend", nicht dieses GANZE ableiten kann.
Anders gesagt: Aus einem für uns Seienden kann nicht unser Sein abgeleitet werden, aus dem, was mir entgegentritt, nicht ich selbst. (Dieses war auch Darwin bewusst!)
Aus dem vielen Seienden kann also keinesfalls das Sein abgeleitet werden.

Dies ist nur einer der Gründe, warum sich religiöse Theorien innerhalb bestimmter Räume entwickeln und auch (bis heute) halten konnten.

(Ich persönlich denke, dass sich z.B. Jesus auch deswegen mit "Gotteserklärungen" sparsam zurückgehalten hat und seinen Mitmenschen lieber mit leicht verständlicheren Gleichnissen aus dem ihnen bekannten Alltagsleben den Spiegel vorzuhalten pflegte.)

Weil das in der Transzendenz so gedachte UMGREIFENDE kein Gegenstand in der Welt wird, kann auch aus dem UMGREIFENDEN nichts abgeleitet werden. Es ist kein Gegenstand, aus dem andere Gegenstände entspringen, noch läßt es einen Satz entstehen, aus dem ein System anderer Sätze folgt.

Insofern werden die unterschiedlichen Bemühungen von usern dieses Forums sich mit dem uns zur Verfügung stehenden zu begnügen haben, weil das UMGREIFENDE niemals erkannt werden kann, als ein Etwas, aus dem Anderes abzuleiten ist.

Man kann nun sagen, man will sich nicht auf eine solche Bewusstseinsebene begeben - aber - dann bleibt eben auch ein tiefer Graben zwischen den versch. Gesprächsteilnehmern bestehen.

(Meine Frau und ich schwingen uns nun aufs Fahrrad. Ziel: Ein 21 km entfernter Natur-Badesee.)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

31.05.2017 13:01
#1036 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1033

Zitat
Reklov und Co aber, wie alle anderen auch, die ihren Glaubensgott/ihre ganz persönliche Gottesvorstellung zu einem allumfassenden, alles umgreifenden, für alle gültigen, jedem übergeordneten machen wollen, leiden offensichtlich an einer komplizierten "Persönlichkeitsstörung".[/quotePerquestavolta,

... offensichtlich hast Du den Wortsinn des "Umgreifenden" nicht richtig verstanden!?
Das ist ganz bestimmt nicht mein Schuld, Reklov



Zitat von Reklov im Beitrag #1033

Persönliche Vermutungen über "Persönlichkeitsstörungen" von Anderen bringen Dich aber auf diesem Gebiet keinen Schritt weiter.


Diese Störungen sind bei dir offensichtlich. Übrigens, Gitarre spielen kann ich auch.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

31.05.2017 13:43
#1037 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
des UMGREIFENDEN

Wie ich befürchten musste: Die rhetorische Übersetzung von altbekannten Leerformeln in schwülstige Gehobenheit. Willst du mich verhohnepipeln? Nein, das willst du garnicht. Du KANNST es einfach nicht besser. Und du kannst es auch nicht besser können! Weil es dieses "Umgreifende" als "Urgrund", als "Göttliches", als "Gott" gar nicht gibt oder zumindest auch von dir null erkannt ist. Du tust so, als ob ein Schimmer von Realitätsreflexion dich erfasst hat, und deine Hände greifen bettelnd nach dem Licht... Da ist aber nichts.

Zitat
Man kann nun sagen, man will sich nicht auf eine solche Bewusstseinsebene begeben

Nee, was soll ich da? Ich will der WAHRHEIT näherkommen und nahe sein und keine schlechten Märchen erzählen und hören!

Zitat
Meine Frau und ich schwingen uns nun aufs Fahrrad. Ziel: Ein 21 km entfernter Natur-Badesee.

DAS wird das Beste von dir sein an diesem Tag, hoffe ich doch. Dieser Beitrag ist es mit Sicherheit nicht!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.577

31.05.2017 16:20
#1038 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1034
Unsere Sinne sind, betrachtet man die Sinne der Tiere, eher als bescheiden einzustufen und die von Nietzsche angesprochene Nase würde jeder Hund belächeln, hätte er dafür das nötige Bewusstsein.


Richtig, Reklov, unsere Sinne sind so. Und mehr benötigen wir auch nicht, sonst hätte es die Evolution anders hervorgebracht. Oder würdest Du auf allen Vieren kriechend mit einer höchstempfindlichen Nase nach Trüffeln suchen wollen...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

31.05.2017 21:52
#1039 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1035


Das UMGREIFENDE hat daher, entgegengesetzt zu aller Wißbarkeit, den Grundcharakter, dass es selbst nicht abgeleitet und dass aus ihm nichts anderes abgeleitet werden kann, da es eben nicht wie ein Gegenstand in der Welt begriffen werden kann.



Das heißt also, dass es nichts anderes als deine eigene Erfindung ist, Reklov. Da du ja genau den Bauplan kennst, wie man es begreifen muss und was man damit nicht darf...

Dümmer gehts zwar nümmer, nur blöder gehts auch öder. Einstein meinte dazu: "..nur das Universum und die menschliche Dummheit sind grenzenlos (umgreifend).. beim Universum
bin ich mir aber nicht ganz sicher.."

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

01.06.2017 09:38
#1040 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das ist ganz bestimmt nicht mein Schuld, Reklov

Perquestavolta,

... sollen wir nun auch hier (wie einst im Kindergarten!) anfangen, die Schuld auf andere Schultern zu verschieben??

Zitat

Das heißt also, dass es nichts anderes als deine eigene Erfindung ist, Reklov. Da du ja genau den Bauplan kennst, wie man es begreifen muss und was man damit nicht darf...

Wie sollte ich das so gedachte UMGREIFENDE erklären können, wenn es einen Grundcharakter hat, von nichts anderem abgeleitet werden zu können?? - Du scheinst ja schwer verstehen zu können, besonders dann, wenn es nicht mehr um nachmessbare Fakten geht. - Das Problem liegt aber meiner Ansicht nach darin, dass man in einem Religionsforum zwar über die versch. Dogmen kontrovers diskutieren - nicht aber über das alles UMGREIFENDE sprechen kann!

Zitat
Einstein meinte dazu: "..nur das Universum und die menschliche Dummheit sind grenzenlos (umgreifend).. beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.."



Albert Einstein war kein Atheist; 27 der zur Versteigerung stehenden Briefe zeigten, dass er an Gott glaubte.“

Langsam! Wirklich?!

Nein, gewiss nicht.

Das ist lediglich eine rechtsgerichtete Tatsachenverdrehung. Und es derart irreführend, denn ein Artikel selbst sagt genau genommen das:

"Wir wissen alle, was er erreicht hat, wie er mit seiner Relativitätstheorie die Welt verändert hat. Aber diese Briefe zeigen die andere Seite der Geschichte – wie er seinen Kinder Ratschläge gab, „wie er an Gott glaubte“, sagte Joseph Maddalena, Gründer der „Profiles in History“, wie Associated Press berichtet.

Wie er an Gott glaubte. Die Briefe zeigten nicht, dass Einstein an Gott glaubte, sondern vielmehr, wie er an Gott glaubte.

(Das ist ein Paradebeispiel dafür, wie etwas aus dem Zusammenhang gerissen wird, um es seinen Bedürfnissen anzupassen.)

Was also sagte Einstein in seinen Briefen über Gott?

Ich habe wiederholt gesagt, dass die Idee eines personengebundenen Gottes meiner Meinung nach eine kindische ist,“ schrieb er einem Mann, der mit ihm in den 1940er Jahren zweimal über das Thema korrespondierte, „Sie können mich als Agnostiker bezeichnen. Aber ich teile nicht den kämpferischen Geist des Atheismus. (…) Ich bevorzuge eine demütige Haltung entsprechend der Schwäche unserer intellektuellen Erkenntnis der Natur und unseres eigenen Daseins.“
Abgesehen davon kritisierte Einstein sehr gerne atheistische „Hardliner“ (wenn er auf viele ihrer Glaubenssätze, wenn man so will, teilte.) Der Biograph Walter Isaacson teilte einen weiteren Brief von Einstein mit, in dem er die Christopher Hitchens von heute zerriss:

>> Die fanatischen Atheisten sind wie Sklaven, die immer noch das Gewicht ihrer Ketten spüren, die sie nach hartem Kampf abgeworfen haben. Sie sind Wesen, die in ihrem Groll auf die traditionellen Religionen als ‚Opium der Massen’ die Musik der Welt nicht hören können. <<

Es gibt eine Ehrfurcht vor der Natur, (nicht unähnlich dem, was Stephen Hawking in der Vergangenheit gesagt hat) und eine Ablehnung einer bestimmten Art von Atheisten. Aber nichts von dem, was Einstein vorschlägt, würde heute einen frommen Christen ausmachen.

Die Frage, ob sich nun jemand seine "Weltsicht" nach Einsteins Muster zurechtlegen soll, ist und wird die große Frage bleiben? Ich tue dies nicht, obwohl ich Einsteins Arbeitsleistung schätze.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

01.06.2017 09:50
#1041 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Weil es dieses "Umgreifende" als "Urgrund", als "Göttliches", als "Gott" gar nicht gibt oder zumindest auch von dir null erkannt ist.

Gysi,

... meint wer? - Etwa der kleine, alles überblickende Erdenwurm Gysi? -

Deine Aussage, wir Menschen könnten "null erkennen" hebt allerdings Dein gedankenloses Vorpreschen auch wieder auf!

Zitat
DAS wird das Beste von dir sein an diesem Tag, hoffe ich doch. Dieser Beitrag ist es mit Sicherheit nicht!

Der Tag war noch nicht zu Ende, denn abends probte ich noch mit meiner Band für den nächsten Auftritt.
Meinen Beitrag solltest Du nicht be- oder verurteilen, sondern neutral als eine Möglichkeit des Denkens sehen, auch wenn in Dir der Sinn für Derartiges nicht gegeben zu sein scheint.
Kann nun aber auch nicht zu meinem Problem werden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

01.06.2017 10:24
#1042 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Diese Störungen sind bei dir offensichtlich. Übrigens, Gitarre spielen kann ich auch.

Perquestavolta,

... auch der atheistische Denkansatz zur Welt könnte unschwer als "Störung" bezeichnet werden! Nur - auf diese Weise kommen wir hier ja keinen Schritt weiter!

Gitarre spielen können nicht nur einige meiner Schüler schon recht passabel, sondern auf diesem Planeten gibt es unzählige ausgezeichnete Gitarristen. - Das Spielniveau ist allerdings auf einer Skala verteilt und diese reicht von "hausgemacht" bis "professionell", wobei sich hier die Abteilungen KLASSIK, JAZZ, POP/ROCK meistens trennen - in seltenen Fällen aber auch in einem Gitarristen genial vereint sind!

Wie gut der Einzelne spielt (schnell spielen bedeutet noch nicht gut spielen!), kann ein erfahrener Lehrer wie ich, bereits nach wenigen Minuten beurteilen.

Meine Improvisationen auf der E-Gitarre "modelliere" ich nach großen Vorbildern, wie z.B. dem von mir sehr geschätzten italienischen Studio-Gitarristen MARCO SFOGLI.
Vor längerer Zeit hatte ich Dir ja schon mal einen link von ihm zugeschickt. Hier ist noch einer, auf dem jeder hören kann, wie hoch die Meßlatte für die Profi-Abteilung unter den modernen E-Gitarristen heute hängt. Hör (hört) ruhig mal rein - es wird Dich (euch) sicher beeindrucken:


https://www.youtube.com/watch?v=RW9CLoqbqK8


Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

01.06.2017 10:45
#1043 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Richtig, Reklov, unsere Sinne sind so. Und mehr benötigen wir auch nicht, sonst hätte es die Evolution anders hervorgebracht. Oder würdest Du auf allen Vieren kriechend mit einer höchstempfindlichen Nase nach Trüffeln suchen wollen.

Athon,

... nicht nur unsere Sinne laufen Gefahr, immer mehr zu verkümmern, sondern man stellt u.a. fest, dass die alte Kulturtechnik des Schreibens von der jungen Smartphone-Fingertipp-Generation mehr und mehr unbeachtet bleibt. Richtig "schön" schreiben können heute sowieso nur noch die dazu ausgebildeten Kalligraphen.

Übrigens: Man muss ja nicht gleich auf allen Vieren den Boden nach Trüffeln abschnuppern! - Manche Schulklasse einer Großstadt wird huete aufs Land geführt, damit die Kinder überhaupt noch sinnlich erfahren können, was es draußen in der Natur so alles zu "riechen" gibt - außer den Auspuffgasen in ihren Straßen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

01.06.2017 11:44
#1044 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nee, was soll ich da? Ich will der WAHRHEIT näherkommen und nahe sein und keine schlechten Märchen erzählen und hören!

Gysi,

... wer möchte das nicht???

Was Du aber hier auf der Erde "erkennen" kannst, ist an die Grundformen menschlichen Denkens gebunden! Wir können diese - in der Erkenntnistheorie - als Grenzen begreifen. Diese Grenzen können wir aber nicht überschreiten in eine andere Weise des Erkennens - etwa eines absoluten Erkennens.
Was wir erreichen, ist das Bewusstsein der Grenze. - So kann auch das Philosophieren nur das Bewusstsein für diese uns gesetzten Grenzen erwecken, lehrt uns das Transzendieren durch das Wissen um die Grenzen, nicht durch überschreiten der Grenze.

Die Idee einer absoluten Wahrheit, wie sie z.B. als Idee im Denken der Gottheit auftaucht, ist eine spezifische Form, sich der Wahrhreit zu nähern. Das Untersuchen der Materie ein anderer Weg! - Wahrheit und Falschheit kommen für uns nur unter den Bedingungen unseres Erkennens zur Erscheinung. Du (wir) können also, wie Du richtig schreibst, der Wahrheit nur näher kommen. Nun bleibt die Frage offen, wie weit der Abstand von Wahrheit und Menschsein ist - und, ob er jemals überbrückt werden kann?

Nietzsche spricht dies ganz anders aus, indem er das im Denken auftretende Sein als Unwahrheit gegen die Wahrheit setzt (die für ihn das dem Denken unfaßliche Werden ist), aber zugleich diese Unwahrheit als Lebensbedingung begreift:
>> Damit es irgendeinen Grad von Bewusstsein in der Welt geben konnte, musste eine unwirkliche Welt des Irrtums entstehen ... etwas Beharrendes - Individuen ...
Erst nachdem eine imaginäre Gegenwelt im Widerspruch zum absoluten Flusse entstanden war, konnte auf dieser Grundlage etwas erkannt werden, - ja zuletzt kann der Grundirrtum eingesehen werden... doch kann dieser Irrtum nicht anders als mit dem Leben vernichtet werden: die letzte Wahrheit vom Fluss der Dinge verträgt keinerlei Einverleibung. (Ich meine: Dies ist auch bei der Streitfrage um den sog. >Ur-Grund< bis heute nicht möglich!)
Leben ist Bedingung des Erkennens. Irren ist die Bedingung des Lebens, und zwar im tiefsten Grunde irren. Wissen um das Irren hebt es nicht auf. <<

Man kann also nicht sagen, dass die eine oder andere Position Recht habe. Sie sind beide im Grunde übereinstimmend. Zugleich mit unserem Denken überhaupt wird dieses, sei es wahr oder falsch, gegen ein Anderes gesetzt. - Ob ich dann das einmal wahr Genannte falsch und das einmal falsch Genannte wahr nenne, wird fast zu einer Frage des Wortgebrauchs. Die Wahrheit des Denkens wird vom Denkenden getragen, der als solcher leben muss im UMGREIFENDEN (das Nietzsche verengend als Werden auffasst).
Die Wahrheit des UMGREIFENDEN im Ganzen wird a) nur durch Denken ergriffen, das scheitern muss und b) in Gestalten des Unwahrwerdens des Denkens, welche sich lediglich auf die materiellen Erscheinungen im Dasein beziehen.

Die Grundstimmung dabei ist:
Das Ganze ist undurchdringlich. Die Transzendenz ist in der Welt zweideutig. Der Mensch bringt lediglich seine geschichtliche Welt hervor, indem er unter Führung des nicht erhellbaren Ursprungs seines Wesens seine Zwecke wählt, - er bringt jedoch nicht die Welt hervor und auch nicht die eigene Welt als gekannte Stufe eines gewussten Ganzen.

So viel also zunächst zu Deinem durchaus verständlichen Bestreben, der WAHRHEIT näher kommen zu wollen.


Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

01.06.2017 14:43
#1045 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
So viel also zunächst zu Deinem durchaus verständlichen Bestreben, der WAHRHEIT näher kommen zu wollen.

Du schwafelst. So zu reden oder zu schreiben, muss doch schwer sein. MIR fiele das schwer! Denn ohne Boden unter den Füßen kann man nicht laufen! => Du redest unbegründet, und dir sollte mittlerweile klar sein, dass der Erkenntnispfad SO NICHT verläuft. Aber der kümmert dich ja auch nicht, wenn du ahnst, dass der NICHT zu Gott führt... Ich wiederhole: Du kannst glaubhaft nur auf die Suche nach der Existenz Gottes gehen, wenn du glaubhaft die Option seiner Nichtexistenz im Auge behältst. Und das tust du nicht. Du brichst mit unseren Instrumenten zur Wahrheitsfindung, bevor die... Gott brechen!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

01.06.2017 14:56
#1046 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Mir tun Reklovs Nachbarn leid.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

01.06.2017 17:21
#1047 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen
Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

01.06.2017 18:24
#1048 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1042

Zitat
Diese Störungen sind bei dir offensichtlich. Übrigens, Gitarre spielen kann ich auch.
Perquestavolta,

... auch der atheistische Denkansatz zur Welt könnte unschwer als "Störung" bezeichnet werden!

Im Prinzip kann man jedes Hobby als Störung bezeichnen.
Und ich sagte dir ja schon, dass im Normalfall niemand ein Problem mit Menschen hat, die ihren eigenen Lebenssinn im Glauben an übernatürliche Mächte zu finden meinen.
Solange das es nicht zu einem Wahn ausartet, dem sich auch andere Menschen unter zu ordnen haben. Genau das aber ist eben leider gar nicht so selten.

Zitat von Reklov im Beitrag #1042

Nur - auf diese Weise kommen wir hier ja keinen Schritt weiter!
Reklov, du hast irgendwie immer noch nicht begriffen, dass das hier kein Religionsforum im Sinne dessen ist, was man mit einem Religionsforum gemeinhin als eine Diskussionsplattforum für den religösen Austausch meint, sondern um eine Streitplattform zwischen Atheisten und Gläubige. Das steht sogar ganz deutlich und unmissverständlich im Forums-Titel. "Atheismus vs. Religion. Nennen wir die Streitart dann noch den substanziellen Dialog.. und was soviel heißt, dass die Argumente die sich hier gegenüberstehen - die der Atheisten und die der Gläubigen, für beide Seiten gleich - mit rational Logik nachvollzogen werden..können müssen. Was du hier aber schon seit deinem 3 Beitrag aufführst, ist nichts anderes, als einen über alle Maßen Geduld-strapazierenden Pfauentanz. Und wenn dein Gegenüber mal etwas einfach nur mal ironisch meint, dann musst du ihm eine ernste Vorlesung darüber halten, was alle hier schon im Kindergarten gelernt haben.


Zitat von Reklov im Beitrag #1042

Gitarre spielen können nicht nur einige meiner Schüler schon recht passabel, sondern auf diesem Planeten gibt es unzählige ausgezeichnete Gitarristen. - Das Spielniveau ist allerdings auf einer Skala verteilt und diese reicht von "hausgemacht" bis "professionell", wobei sich hier die Abteilungen KLASSIK, JAZZ, POP/ROCK meistens trennen - in seltenen Fällen aber auch in einem Gitarristen genial vereint sind!
Und wie scheißegal mir das alles ist, willst du gar nicht glauben.
Das einzige was ich und bestimmt nicht nur ich mir davon abschneiden kann, wenn du hier ständig deinen Pfau vorführst, dass du in Wirklichkeit ein erbärmlich mittelmäßiger Dilettant in allem sein muss und noch nicht mal als Selbstdartseller in einer lebenden Krippe als Schaf auftreten könnte, ohne beim Publikum peinliches Fremdschämen auszulösen.

Zitat von Reklov im Beitrag #1042

Wie gut der Einzelne spielt (schnell spielen bedeutet noch nicht gut spielen!), kann ein erfahrener Lehrer wie ich, bereits nach wenigen Minuten beurteilen.

Ich spaar mir dazu lieber den Kommentar. Selbstlob stinkt auch von selber mehr als genug.

Zitat von Reklov im Beitrag #1042

Meine Improvisationen auf der E-Gitarre "modelliere" ich nach großen Vorbildern, wie z.B. dem von mir sehr geschätzten italienischen Studio-Gitarristen MARCO SFOGLI.
Vor längerer Zeit hatte ich Dir ja schon mal einen link von ihm zugeschickt. Hier ist noch einer, auf dem jeder hören kann, wie hoch die Meßlatte für die Profi-Abteilung unter den modernen E-Gitarristen heute hängt. Hör (hört) ruhig mal rein - es wird Dich (euch) sicher beeindrucken:




Du weist das das alles wieder mal überhaupt nichts mit dem Thema zu tun hat und dass auch sonst dein persönlicher Geschmack kein Maßstab für irgend etwas ist.

Ich habe mit, "und Gitarre spielen kann ich auch", dir nur sagen wollen, dass du umgreifend einen an der Waffel hast und es langsam Zeit wäre deine Diskussionsstrategie zu ändern. Ich hab dich nun von innen nach außen und von außen nach innen gekehrt und dabei alle "Register" zu ziehen riskiert. Ich wünsch dir noch viel Spaß beim aufräumen.

PQV.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

01.06.2017 18:52
#1049 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@ Reklov

ALLE Beiträge, in denn du dich themenfremd zu deiner Tätigkeit als Musiklehrer äußerst, werden ab jetzt von mir gelöscht! Nicht verschoben: gelöscht! Nicht teilweise: komplett!
Beschwerden hierzu werden gelöscht! Es sei denn, du äußerst sie in der Streitarena.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

02.06.2017 11:43
#1050 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du schwafelst. So zu reden oder zu schreiben, muss doch schwer sein. MIR fiele das schwer!

Gysi,

... ich schreibe ja nicht dauernd im Stil der philosophischen Manier und auch aus den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist nichts herauszuziehen, was das hier gestellte Thema (Hat "Gott" ein Bewusstsein?) zufriedenstellend bearbeiten oder gar lösen könnte! Dass Du in der philosophischen Redeweise nicht geübt bist, merkte ich schon bei Deinen Ansätzen zu meinen Anagaben über Spinoza. Die philsophische Sprache ist keineswegs ein Geschwafel. Man könnte sie evtl. mit der Zahlenakrobatik der höheren Mathematik vergleichen; auch diese wird ja nicht von jedem beherrscht. Ich käme aber nie auf die Idee, den Inhalt komplizierter und langer Zahlenformeln als Gespinst von abgehobenen Mathematikern zu tadeln, nur, weil ich da nicht durchblicke.

Hier nur ein noch relativ "harmloses" Beispiel aus der höheren Mathematik:

Eine Reihe, selten Summenfolge und vor allem in älteren Darstellungen auch unendliche Reihe genannt, ist ein Objekt aus dem mathematischen Teilgebiet der Analysis. Anschaulich ist eine Reihe eine Summe mit unendlich vielen Summanden. Präzise wird eine Reihe als eine Folge definiert, deren Glieder die Partialsummen einer anderen Folge sind. Die
n
n-te Partialsumme ist die Summe der ersten
n
n (von den unendlich vielen) Summanden. Falls die Folge dieser Partialsummen einen Grenzwert besitzt, so wird dieser der Wert oder die Summe der Reihe genannt.

Ist eine beliebige Folge
a
i
\left(a_{i}\right) gegeben, kann man aus ihr eine neue Folge
s
n
\left(s_{n}\right) mit

s
n
a
0
a
1
a
n
{\displaystyle s_{n}=a_{0}+a_{1}+\ldots +a_{n}}
konstruieren. Diese Glieder der Folge heißen (
n
n-te) Partialsummen. Die Folge
s
n
\left(s_{n}\right) dieser Glieder, also die Folge der
n
n-ten Partialsummen heißt Reihe. Falls die Reihe konvergiert, so nennt man ihren Grenzwert

n

s
n
n

i
0
n
a
i
\lim _{{n\to \infty }}s_{n}=\lim _{{n\to \infty }}\sum _{{i=0}}^{n}a_{i}
Wert der Reihe oder Summe der Reihe.

In solchen Zahlenreihen steckt zwar auch eine spezielle und bestimmt auch tadellose Logik, aber kein Forum-user könnte auf diese Art seine Gedanken mitteilen!

Uns bleibt also nur unsere Sprache. - Wie aber diese vom Einzelnen geformt wird, sollte nicht abgekanzelt werden, nur weil der eine oder andere
mit den ihm unvertrauten Sprachformen nichts anfangen kann.
Falls Du, als Logik-Fan, die oberen Zahlenreihen "verstanden" hast, darfst Du mich aber gerne darüber belehren. Den meisten werden sie aber genauso wenig sagen, wie z.B. ein komplizierter philosophischer Text von E. Kant, - nicht, weil sie doof sind, sondern, weil sie dazu nicht ausgebildet/trainiert sind!!!
Wollte mir also ein Wissenschaftler die komplette Welt (Sein und Dasein!) lediglich über Zahlenformeln aus der Physik+Chemie "erklären", käme er (und ich) dabei auch nicht wesentlich viel weiter, wie es der Schöpfungsbericht der Genesis auf seine, ihm damals mögliche Weise, geschafft hat.

Gruß von Reklov

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