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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.899

02.06.2017 12:35
#1051 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Im Prinzip kann man jedes Hobby als Störung bezeichnen.

Perquestavolta,

... dem kann ich nun gar nicht zustimmen, denn ein Hobby bringt dem Betreiber eine andere Art Selbstverwirklichung, die er im Job so evtl. nicht erhält. Man könnte auch jeden Beruf (sofern er keine echte "Berufung" darstellt) als "Störung" bezeichnen und nicht ohne Grund werden ja viele Menschen durch ihren berufl. Tätigkeit krank - körperlich und seelisch!
Viele Menschen wären weit glücklicher im Dasein aufgehoben, würden sie nicht von den Gesetzen innerhalb der Wirtschaft unterjocht, sondern könnten allein nach ihren Vorstellungen leben.

Zitat
Reklov, du hast irgendwie immer noch nicht begriffen, dass das hier kein Religionsforum im Sinne dessen ist, was man mit einem Religionsforum gemeinhin als eine Diskussionsplattforum für den religösen Austausch meint, sondern um eine Streitplattform zwischen Atheisten und Gläubige.

Sag mal - hältst Du mich für so doof, dass ich die Unterzeile dieses Forums (Atheismus vs. Religionen) nicht kapiere? - Atheisten mögen ihre Weltsicht pflegen, nur sollten sie den Gläubigen nicht mit der Aussage entgegentreten, es gäbe keinen "Gott" - schließlich müsste nun hier jedem klar geworden sein, dass weder die relig. Dogmen, noch die Zahlenformeln der Naturwissenschaften etwas absolut Gültiges (nenne es Wahrheit) über unser Dasein und das uns umgreifende Sein aussagen können!

Die hier dazu auftauchenden Bemühungen dienen auch nicht dazu, den anderen "von außen nach innen" umzukrempeln, sondern bilden eine Art Sammelalbum menschlicher Vorstellungen/Ideen über Dinge, die nicht innerhalb unseres Grenzbereiches liegen.

Zitat
Und wie scheißegal mir das alles ist, willst du gar nicht glauben.

An Deiner Sprache kann man unschwer erkennen, dass Dir scheinbar alles "scheißegal" zu sein scheint. So negativ, wie Du hier alles nach unten ziehen willst, musst Du ja ein höchst unglücklicher Mensch sein?

Zitat
dass du in Wirklichkeit ein erbärmlich mittelmäßiger Dilettant in allem sein muss und noch nicht mal als Selbstdartseller...

Ein mittelmäßiger Dilettant erreicht bei uns in Deutschland nicht das, was ich (der Pfau!) erreichen konnte - weder mit seinem Instrument, noch in seinem Beruf.
Ich hoffe, Du hast meinen link (Marco Sfogli) angehört und siehst, dass auch in Italien die Messlatte für Leistungen sehr hoch hängt.

Zitat
... noch nicht mal als Selbstdartseller in einer lebenden Krippe als Schaf auftreten könnte, ohne beim Publikum peinliches Fremdschämen auszulösen.

Also das würde mir schon noch überzeugend gelingen, denn dabei hätte ich ja keine Sprechrolle!

Zitat
Ich habe mit, "und Gitarre spielen kann ich auch", dir nur sagen wollen, dass du umgreifend einen an der Waffel hast und es langsam Zeit wäre deine Diskussionsstrategie zu ändern. Ich hab dich nun von innen nach außen und von außen nach innen gekehrt und dabei alle "Register" zu ziehen riskiert. Ich wünsch dir noch viel Spaß beim aufräumen.

Wenn das alles ist, was Du zu den 6 Saiten zu sagen hast, dann habe ich Dich tatsächlich missverstanden. - Weder aber hast Du mich von außen nach innen gekehrt, noch sind all Deine gezogenen Register als vollständig zu bezeichnen. Wäre dem so, könntest Du ja vor eine große Öffentlichkeit treten und überzeugend sagen: "Leute, hört mir jetzt zu, denn ich habe die allein gültige "Weltformel" gefunden."
Aufzuräumen gibt es für mich auch nichts, denn Deine Beiträge vermochten in mir nichts durcheinanderzubringen, bestanden sie doch nur aus Kenntnissen, die bekannt, und wenn nicht, überall nachzulesen sind.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

02.06.2017 14:50
#1052 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
... ich schreibe ja nicht dauernd im Stil der philosophischen Manier

Das ist keine "philosophische Manier", das ist Geschwafel! Du nennst deine Schreibe "philosophisch", wie Hape Kerkeling nach Wortklang die verschiedenen Sprachen nachkonstruiert. Für den nicht russisch Sprechenden klingt sein "russisch" russisch. Aber der russisch Sprechende ertappt den Schelm. Du bist kein Schelm, nein - das nicht...

Zitat
auch aus den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist nichts herauszuziehen, was das hier gestellte Thema (Hat "Gott" ein Bewusstsein?) zufriedenstellend bearbeiten oder gar lösen könnte!

Die moderne Philosophie kümmert sich nicht mehr um solche antiquierten Themen. Das neue Kompendium von Richard David Precht heißt ja "Erkenne die Welt" (komplette Veröffentlichung dauert bis Nov. 2019). Darum geht's. Nicht um den Äther, das Nirwana, den Himmel, die Transzendenz. Sondern um die Realität!

Zitat
Falls Du, als Logik-Fan, die oberen Zahlenreihen "verstanden" hast, darfst Du mich aber gerne darüber belehren.

Was soll der Unsinn? Es würde schon reichen, wenn du verstündest, dass deine "Wortchiffre Gott" obsolet ist, wenn die sich z.B. nicht von dem Begriff "das Unbekannte" unterscheidet...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

02.06.2017 16:14
#1053 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1051

Zitat
Im Prinzip kann man jedes Hobby als Störung bezeichnen.
Perquestavolta,

... dem kann ich nun gar nicht zustimmen, denn ein Hobby bringt dem Betreiber eine andere Art Selbstverwirklichung, die er im Job so evtl. nicht erhält. Man könnte auch jeden Beruf (sofern er keine echte "Berufung" darstellt) als "Störung" bezeichnen und nicht ohne Grund werden ja viele Menschen durch ihren berufl. Tätigkeit krank - körperlich und seelisch!
Viele Menschen wären weit glücklicher im Dasein aufgehoben, würden sie nicht von den Gesetzen innerhalb der Wirtschaft unterjocht, sondern könnten allein nach ihren Vorstellungen leben.

Zitat
Reklov, du hast irgendwie immer noch nicht begriffen, dass das hier kein Religionsforum im Sinne dessen ist, was man mit einem Religionsforum gemeinhin als eine Diskussionsplattforum für den religösen Austausch meint, sondern um eine Streitplattform zwischen Atheisten und Gläubige.

Sag mal - hältst Du mich für so doof, dass ich die Unterzeile dieses Forums (Atheismus vs. Religionen) nicht kapiere? - Atheisten mögen ihre Weltsicht pflegen, nur sollten sie den Gläubigen nicht mit der Aussage entgegentreten, es gäbe keinen "Gott" - schließlich müsste nun hier jedem klar geworden sein, dass weder die relig. Dogmen, noch die Zahlenformeln der Naturwissenschaften etwas absolut Gültiges (nenne es Wahrheit) über unser Dasein und das uns umgreifende Sein aussagen können!

Die hier dazu auftauchenden Bemühungen dienen auch nicht dazu, den anderen "von außen nach innen" umzukrempeln, sondern bilden eine Art Sammelalbum menschlicher Vorstellungen/Ideen über Dinge, die nicht innerhalb unseres Grenzbereiches liegen.

Zitat
Und wie scheißegal mir das alles ist, willst du gar nicht glauben.

An Deiner Sprache kann man unschwer erkennen, dass Dir scheinbar alles "scheißegal" zu sein scheint. So negativ, wie Du hier alles nach unten ziehen willst, musst Du ja ein höchst unglücklicher Mensch sein?

Zitat
dass du in Wirklichkeit ein erbärmlich mittelmäßiger Dilettant in allem sein muss und noch nicht mal als Selbstdartseller...

Ein mittelmäßiger Dilettant erreicht bei uns in Deutschland nicht das, was ich (der Pfau!) erreichen konnte - weder mit seinem Instrument, noch in seinem Beruf.
Ich hoffe, Du hast meinen link (Marco Sfogli) angehört und siehst, dass auch in Italien die Messlatte für Leistungen sehr hoch hängt.

Zitat
... noch nicht mal als Selbstdartseller in einer lebenden Krippe als Schaf auftreten könnte, ohne beim Publikum peinliches Fremdschämen auszulösen.

Also das würde mir schon noch überzeugend gelingen, denn dabei hätte ich ja keine Sprechrolle!

Zitat
Ich habe mit, "und Gitarre spielen kann ich auch", dir nur sagen wollen, dass du umgreifend einen an der Waffel hast und es langsam Zeit wäre deine Diskussionsstrategie zu ändern. Ich hab dich nun von innen nach außen und von außen nach innen gekehrt und dabei alle "Register" zu ziehen riskiert. Ich wünsch dir noch viel Spaß beim aufräumen.

Wenn das alles ist, was Du zu den 6 Saiten zu sagen hast, dann habe ich Dich tatsächlich missverstanden. - Weder aber hast Du mich von außen nach innen gekehrt, noch sind all Deine gezogenen Register als vollständig zu bezeichnen. Wäre dem so, könntest Du ja vor eine große Öffentlichkeit treten und überzeugend sagen: "Leute, hört mir jetzt zu, denn ich habe die allein gültige "Weltformel" gefunden."
Aufzuräumen gibt es für mich auch nichts, denn Deine Beiträge vermochten in mir nichts durcheinanderzubringen, bestanden sie doch nur aus Kenntnissen, die bekannt, und wenn nicht, überall nachzulesen sind.




Ja Reklov, ich weis, dich kann nichts aus der Fassung bringen und das ist mir schon seit Beginn unserer Unterhaltung vor über einem Jahr ziemlich klar, da die Gründe hierfür einfach zu offensichtlich sind.. Weshalb es mir auch nie wirkliche darum ging, dich von etwas zu Überzeugen zu wollen wofür dir von Natur aus das Auge und das Gehör fehlt und dir somit auch kein Verstand gegeben sein kann. Es war mir eine Ehre deine echte Wesensnatur heraus zu finden und hier offen zu legen und dass diese Wesensnatur nicht nur mich wenig zu überzeugen vermag, hast du ja inzwischen ausreichend zu lesen bekommen.

Meinen Vorschlag, dahingehend eine Einigung darüber zu finden, dass man als Atheist Gläubigen gegenüber, welche in ihren Gottesvorstellungen einen persönlichen Lebenssinn gefunden zu haben meinen, ohne aber diesen auch auf allen anderen anwenden zu müssen die für sich eine andere Weltanschauung als "vernünftiger" erachten, durchaus Verständnis aufbringen kann und irgendwie auch muss, willst du nicht anerkennen. Was also heißt, dass du dich im Idealbild deiner Selbst niemals dazu herablassen könntest, anderen Menschen, die von deiner alles "umgreifenden UR-Grund-Philosophie" nichts halten, weil diese jeden beliebigen Missbrauch rechtfertigt, mit dem Pschopathen anderen ihren Willen aufzwingen können, die selbe gesellschaftliche Rangordnung zuzugestehen und ihnen nebenbei auch zu zu gestehen, dass sie möglicherweise vieles wissen was du nicht weist und somit auch manche Zusammenhänge auch weit besser verstehen.

Mehr ist dazu nicht zu sagen und ich überlasse dich jetzt meinen Kollegen von der Atheistengilde, die dir sicher noch ein paar gute Ratschläge zum Aufräumen erteilen werden.

Alles Gute Reklov. PQV

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

02.06.2017 23:01
#1054 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Damit es hier wieder etwas interessanter wird.
Die alte Frage: Wie viele Engel passen auf einen Stecknadelkopf?

Alle, die gerne tüfteln, sind sicher schon einmal über diese weltbewegende, elementare Frage gestolpert, die Thomas von Aquin einst ins Rollen gebracht haben soll.
Einen interessanten Lösungsvorschlag dand ich dazu auf der Website des schweizer Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft:
Wie viele Engel können auf einem Stecknadelkopf tanzen?
Einen neuen Lösungsansatz für eine der ältesten Fragen der Menschheit bietet Andreas Sandberg vom Royal Institute of Technology, Stockholm. Allerdings wählte Sandberg die Nadelspitze und nicht den Nadelkopf als Bezugspunkt.

Ausgehend von der Annahme, dass jeder Engel eine spezifische Masse besitzt und ein Bit an Information enthält (gefallen/nicht gefallen), berechnete Sandberg die maximale Anzahl mit 8,6766 * 1049 Engeln - eine Zahl mit 50 Stellen. Und für die kritische Engelmasse ergab sich ein Wert von 3,8807 * 10-34 kg. Da die Bewegung der Engel für die Berechnungen eine große Rolle spielt, gelten für das obige Ergebnis folgende Voraussetzungen:
Die Engel müssen mit nahezu Lichtgeschwindigkeit tanzen, um den Gesetzen der Quantentheorie zu gehorchen.
Eine vollständig relativistische Beschreibung ist deswegen notwendig.
Die Präzision des Engeltanzes ist Quanteneffekten zufolge nicht aufrecht zu erhalten.

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Athon Offline




Beiträge: 3.577

02.06.2017 23:48
#1055 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1043
... nicht nur unsere Sinne laufen Gefahr, immer mehr zu verkümmern, sondern man stellt u.a. fest, dass die alte Kulturtechnik des Schreibens von der jungen Smartphone-Fingertipp-Generation mehr und mehr unbeachtet bleibt. Richtig "schön" schreiben können heute sowieso nur noch die dazu ausgebildeten Kalligraphen.
Übrigens: Man muss ja nicht gleich auf allen Vieren den Boden nach Trüffeln abschnuppern! - Manche Schulklasse einer Großstadt wird huete aufs Land geführt, damit die Kinder überhaupt noch sinnlich erfahren können, was es draußen in der Natur so alles zu "riechen" gibt - außer den Auspuffgasen in ihren Straßen.


Ich verstehe nicht, warum Du offenbar solche Schwierigkeiten hast, den eigentlichen Sinn von Kommentaren zu begreifen: Es geht nicht darum, ob unsere Sinne verkümmern. Du hast in Deinem Statement auf die Unterschiede zwischen einer Hundenase und einer menschlichen beispielhaft Bezug genommen. Und ich behaupte, dass unsere Nase für menschliche Erfordernisse völlig ausreichend entwickelt ist. Weil wir eben nicht auf allen Vieren kriechend nach Trüffeln suchen müssen. Wäre dies notwendig, hätte die Evolution das mit Sicherheit schon zuwege gebracht. Und nicht für einen aufrechten Gang gesorgt...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Athon Offline




Beiträge: 3.577

02.06.2017 23:56
#1056 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1050
...und auch aus den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ist nichts herauszuziehen, was das hier gestellte Thema (Hat "Gott" ein Bewusstsein?) zufriedenstellend bearbeiten oder gar lösen könnte!


Nun, Reklov, da "Gott" nicht existiert, wäre dies wahrlich ein hoffnungsloses Unterfangen. Sollte er aber dennoch existent sein, dann stellt sich diese Frage nun einmal und meine daraus resultierende Feststellung entbehrt aus meiner Sicht nicht der geringsten Logik: Wenn "Gott" schöpferisch tätig ist und auch sonst noch so einiges vollbracht haben soll, dann muss er sich dessen bewusst sein. Denn, wie stellst Du immer so schön fest: Ohne Programmierer kein Programm...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

03.06.2017 10:31
#1057 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Darum geht's. Nicht um den Äther, das Nirwana, den Himmel, die Transzendenz. Sondern um die Realität!

Gysi,

... "real" ist vor allem etwas, das in Wahrheit so ist, wie es "erscheint", bzw. dem bestimmte Eigenschaften "ständig“ – also nicht nur in einer Hinsicht und nicht nur vorübergehend – zukommen. - Dem sich fließend wandelnden Dasein der Dinge kann also nur eine temporäre Eigenschaft zugesprochen werden. Ich denke, dass dies D. Precht auch klar sein müsste. Was sollte er uns also schon Neues vermitteln können, dass wir nicht bereits selber wissen (oder zumindest spüren!)? Natürlich leben auch er und sein Verlag vom Verkauf seiner (solcher) Bücher!

Realität ist in diesem Sinne somit dasjenige, dem "Bestimmtheit“ zugeschrieben werden kann. Ein intentionales Objekt (z. B. eine Überzeugung, eine Einschätzung, eine Beschreibung, ein Bild, ein Film oder Computerspiel) gilt dann als realistisch, wenn es die Eigenschaften der darzustellenden Wirklichkeit in vielerlei Hinsicht und ohne Verzerrungen wiedergibt.
"Real" kannst Du Dir also z.B. eine Doku über Elvis "ansehen", obwohl dieser schon länger tot ist. - Was also kann die "Realität" schon ausreichend zur Erweiterung unseres Bewusstsein beitragen, außer uns den ihr zustehenden Spielraum anbieten?

Äther, Himmel und Nirvana besetzen aber, schon als Begriff, die unterschiedlichsten menschl. Vorstellungen, können also auch nur unzureichend das "Rätsel" um unsere "Rolle" (vor der Geburt?) oder nach dem Ableben zur Sprache bringen.

Dein bisheriges Bemühen um eine sachliche und real nachvollziehbare Sprache bringt Dich schnell an menschl. Grenzbereiche und fängt dann an, sich im Kreise zu drehen und zwar auch nicht viel erfolgreicher, als die sich nach "Wahrheit" ausstreckenden Bemühungen der Religionen!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

03.06.2017 10:40
#1058 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nun, Reklov, da "Gott" nicht existiert, wäre dies wahrlich ein hoffnungsloses Unterfangen. Sollte er aber dennoch existent sein, dann stellt sich diese Frage nun einmal und meine daraus resultierende Feststellung entbehrt aus meiner Sicht nicht der geringsten Logik: Wenn "Gott" schöpferisch tätig ist und auch sonst noch so einiges vollbracht haben soll, dann muss er sich dessen bewusst sein. Denn, wie stellst Du immer so schön fest: Ohne Programmierer kein Programm...

Athon,

... bei Dir kann eine zumindest philosophisch geprägte Einsicht zu dem schwierigen Thema festgestellt werden, während Andere ja nur negieren, ohne dabei gültige Alternativen aufstellen zu können - außer, dass sie vermuten, es könnte auch alles "von alleine" in in den kosmischen "Lauf der Dinge" gekommen sein.
Dies stellt wohl aber sicher nicht die intelligenten Atheisten völlig zufrieden!?
Das Teufelsköpfchen-Symbol (am Ende Deines Kommentars) hat allerdings dabei keine Gültigkeit, denn es spiegelt ja lediglich historisch geerbte, religiöse Vorstellungen wider.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.899

03.06.2017 11:01
#1059 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Weil wir eben nicht auf allen Vieren kriechend nach Trüffeln suchen müssen. Wäre dies notwendig, hätte die Evolution das mit Sicherheit schon zuwege gebracht. Und nicht für einen aufrechten Gang gesorgt...

Athon,

... der "aufrechte Gang" soll (laut Experten!) ja nur erzwungen worden sein, weil sich bestimmte Affenarten durch den Klimawandel in den damaligen Savannen gezwungen sahen, von den Bäumen herunterzusteigen, um in neuen Gebieten Nahrung (Überleben) zu finden. Der aufrechte Gang musste auch stets wiederholt geübt werden, um im hohen Savannengras sich einen rechtzeitigen Überblick über mögliche Feinde (Raubkatzen etc.) zu verschaffen.
Führende Orthopäden meinen, dass unser Körper bis heute den aufrechten Gang nicht "verkraften" konnte und daher Rückenschemrzen ein verbreitetes Leiden sind. Die stets kletternden und akrobatisch turnenden, sich dabei (mit dem Kopf nach unten) die Rückenwirbel dehnenden Affen laufen aber auch am Boden noch immer auf allen Vieren und haben so, laut Fachmeinung, keinerlei Rückenprobleme, weil sie ihr Rückgrat sofort mit ihren Armen entlasten, wenn sie am Boden zu laufen beginnen.

Der Mensch dagegen hat nur die ergonomischen Übungen, um sein geplagtes Rückgrat zu entlasten.

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

03.06.2017 11:14
#1060 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Was sollte er uns also schon Neues vermitteln können, dass wir nicht bereits selber wissen

Den historischen Faden der komplexen abendländischen Philosophie. Kennst du den? Respekt, Respekt. Aber ich habe bisher nicht den Eindruck gewinnen können, dass das so ist. Auch nicht, dass der dich überhaupt interessiert.

Zitat
können also auch nur unzureichend das "Rätsel" um unsere "Rolle" (vor der Geburt?) oder nach dem Ableben zur Sprache bringen.

Wir spielen keine "Rolle", wir sind nicht der Part einer "göttlichen Komödie", wir sind der Part eines biologischen Prozesses auf dieser Erde und sonst nichts! Aber immerhin. Warum kannst du dich nicht mit dem bescheiden, was du hast und bist? Warum bist du nicht glücklich in deiner Zeitlichkeit? Bedürfnisse hast du nur, solange du lebst. Dann hast du gar keine mehr. Das kann man sich aber in seiner Lebensphase offenbar nur so schwer vorstellen! Is' aber so. Diese Großmannssucht nach Ewigkeit braucht man nur, solange man lebt. Dann fällt auch die auseinander. Wie die Tiere und die Pflanzen auch. Was ist denn so schlimm daran? Schlimm ist nur das Leben. Alles vergeht. Und kommt wieder in einem Prozess der "ewigen Wiederkehr" (Stoiker, Nietzsche).

Zitat
während Andere ja nur negieren, ohne dabei gültige Alternativen aufstellen zu können - außer, dass sie vermuten, es könnte auch alles "von alleine" in in den kosmischen "Lauf der Dinge" gekommen sein.
Dies stellt wohl aber sicher nicht die intelligenten Atheisten völlig zufrieden!?

Aber sicher doch! Realitätserkenntnis macht glücklich! Außerdem geht es nicht um Zufriedenheit, sondern um Realitätsreflexion! Das sieht bei dir jedoch anders aus: Du brauchst den Religio-Schuss in die Venen, um deine Angst ruhigzustellen. Deine Angst davor, dass der Himmel wohl doch nicht auf dich wartet...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.577

03.06.2017 19:14
#1061 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zu #1058, 1059

Du schaffst es immer wieder, mit Deinen Statements neue Felder zu eröffnen, auf die man absolut nicht hinauswollte. Im Volksmund nennt man dies "vom Hundertsten ins Tausendste kommen". Ich kann mir als Atheist keinen wie auch immer gearteten existierenden "Gott" vorstellen. Wenn aber jemand etwas gegenteiliges glaubt, so muss er aber auch eine Meinung zu der hier gestellten Frage haben können, wenn nicht gar müssen. Ein Verweis auf diesbezüglich ungeklärte Fragen außerhalb der eigenen Anschauung hilft hier nicht wirklich weiter.
Wenn ich davon überzeugt bin, dass ein existierender "Gott" zweifellos auch über ein Bewusstsein verfügen muss, bleibt mir als Umkehrschluss, dass dieser "Gott" dann andernfalls auch "Zufall" genannt werden könnte. Und diesen hast Du ja, wenn ich mich richtig entsinne, bisher immer ausgeschlossen... Meine Schlussfolgerung hat absolut nichts mit Philosophie zu tun und beruht auf "entweder-oder". Vielleicht hast Du ja noch eine dritte Variante parat...?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

03.06.2017 21:27
#1062 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Wenn Reklov ständig vom Hundertsten ins Tausendste kommt, dann nicht wegen jener natürlichen Impulsivität, die dafür bei normal "schwerhörigeren" Geistern öfters mal verantwortlich ist, sondern um damit seinen Gegenübern in der Diskussion ihren "Sitzplatz" in seinem Selbstdarstellungstheater zuzuweisen. Hab auch eine ziemliche Weile dafür gebraucht, bis ich das durchschaut habe..


Wenn er von seinen Experten redet, dann sind das immer die führendsten überhaupt...
Nach seiner Überzeugung folgte die Evolution ja einem intelligenten Plan. Und dass der "Planer" immer schön allumfassend unbegreiflich bleibt und somit auch komplett aus der Reichweite jeglicher rationalen Logik, ist natürlich ein wichtiges Interesse jedes parasitären Fieslings, der damit allerhand rechtfertigen kann, was er mit einer weniger umgreifenden und klarer abgegrenzten Gottesvorstellung, eigentlich gar nicht könnte.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2017 10:02
#1063 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich bin zurückgegangen bis zum Anfang. Ohne schöpferischen Geist hätten wir kein Bewusstsein. Es wurde uns - im Laufe der Entwicklung - mit dem Wissen um seine Existenz geschenkt, man könnte unser Bewusstsein also göttlich nennen, auf alle Fälle aber göttlichen Ursprungs, und da nun mal "ebenbildlich", mit der Freiheit ausgestattet, dieses und den unauflöslich damit Verbundenen zu verneinen. Was nichts daran ändert. Nicht das Geringste, und wenn man tausend Bücher drüber schreibt, im Dreieck springt, einen Kopfstand macht und mit den Zehen wackelt. Das ist die Basis für ein Gespräch mit Atheisten, alles darüber Hinausgehende ist höfliches und geduldiges Entgegenkommen. Das ich mir längst abgewöhnt habe, weil es so sinn- wie fruchtlos ist. Leider. Und ich kann nix dafür.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

04.06.2017 10:22
#1064 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Ich bin zurückgegangen bis zum Anfang.

Wie? Welcher Anfang?

Zitat
Ohne schöpferischen Geist hätten wir kein Bewusstsein.

Meinst du unseren schöpferischen Geist? Wenn du Gott meinst: Woher kommt denn sein Geist?

Zitat
man könnte unser Bewusstsein also göttlich nennen, auf alle Fälle aber göttlichen Ursprungs, und da nun mal "ebenbildlich"

Begründe doch diese Behauptung!

Zitat
Das ich mir längst abgewöhnt habe, weil es so sinn- wie fruchtlos ist.

So lauten deine Statements schon seit Wochen: Man könne mit uns nicht diskutieren! Dich zwingt niemand dazu, das zu tun.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

04.06.2017 12:51
#1065 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1063
. Ohne schöpferischen Geist hätten wir kein Bewusstsein.


Das ist erst einmal eine unbewiesene Behauptung.

Was ist denn Bewusstsein genau? Bei vielen Theisten verfügen ausschließlich Menschen über ein Bewusstsein, weil sie, wie z. B. Reklov nicht zugeben wollen oder können, immer noch dem Märchen der "Schöpfung nach Gottes Ebenbild" anhängen. Wer mit offenen Augen durch die Welt geht kann erkennen, dass Bewusstsein in vielen Abstufungen vorhanden ist. Angefangen von Bäumen, die andere Bäume vor Gefahren warnen und ihre Nachkommen in der näheren Umgebung "aufpäppeln", über Insekten mit einfachem Verhalten bis hin zu komplexeren Säugetieren, Primaten und dem Menschen. Wer die Evolution nicht verneint kommt gar nicht umhin, Bewusstsein als in kleinen Schritten entstanden Ergebnis eben dieser Entwicklung anzusehen.

Um zu sich selbst zu finden, sich seiner selbst bewusst zu werden, solle man alle Gedanken verbannen, seinen Geist leeren, meditieren und tief in sich hineinhören, so heißt es.

Zitat von Desperado im Beitrag #1063
Es wurde uns - im Laufe der Entwicklung - mit dem Wissen um seine Existenz geschenkt,


Auch hier scheint wieder die Arroganz der Theisten durch. Nur die, die einen göttlichen Geist erkennen können, wird ein Bewusstsein zugestanden. Der Mensch als das Ziel göttlichen Schöpfergeistes.

Zitat von Desperado im Beitrag #1063
man könnte unser Bewusstsein also göttlich nennen, auf alle Fälle aber göttlichen Ursprungs, und da nun mal "ebenbildlich",


Man sollte sich sehr vor Menschen in Acht nehmen, die sich für Ebenbilder Gottes halten.

Zitat von Desperado im Beitrag #1063
. mit der Freiheit ausgestattet, dieses und den unauflöslich damit Verbundenen zu verneinen. Was nichts daran ändert. Nicht das Geringste, und wenn man tausend Bücher drüber schreibt, im Dreieck springt, einen Kopfstand macht und mit den Zehen wackelt. Das ist die Basis für ein Gespräch mit Atheisten, alles darüber Hinausgehende ist höfliches und geduldiges Entgegenkommen. Das ich mir längst abgewöhnt habe, weil es so sinn- wie fruchtlos ist. Leider. Und ich kann nix dafür.


Du hast recht, Desperado. Phantasten, die ihre Konstrukte für Realität halten kann man auch durch die besten Argumente nicht ändern. Menschen, die ihre Spekulationen nicht begründen (können), aber ständig Beweise für die Widerlegung fordern, ist nicht zu helfen. Du kannst aber sehr wohl etwas dafür. Du könntest entweder Beweise für Deine Behauptungen liefern oder nicht unbegründet auf einer Meinung beharren und Alternativen nicht von vorneherein ausschließen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2017 15:42
#1066 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1063
Ich bin zurückgegangen bis zum Anfang.
Schön für DICH und sehr wahrscheinlich auch sinngebend.

Zitat von Desperado im Beitrag #1063

Ohne schöpferischen Geist hätten wir kein Bewusstsein.
Um so etwas (ungestraft) behaupten zu können - wer seine Meinung veräußert, gibt sie der Kritik frei -
wäre es zuerst mal angebracht, eine genau Definition von diesem Bewusstsein anzugeben, dass wir ohne schöpferischen Geist nicht hätten, bzw. nicht haben würden sollten.

Es ist ja überaus merkwürdig, dass unsere Sprache der Schlüssel zum menschlichen Bewusstsein ist und in solchen Fällen, wo diese Sprache nicht vorhanden ist, auch irgendwie immer der schöpferische Geist fehlt. https://www.welt.de/vermischtes/article3...und-Katzen.html

Außerdem ist sich auch die moderne Bewusstseinsforschung darüber einig dass die Illusion unseres eigenständigen Bewusstseins ein schwarmdynamische Beziehungsphänomen ist und ein einzelner Mensch, welcher allein auf einer Insel aufwächst, nicht mehr schöpferischen Geist hätte, als ein Affe.

Zitat von Desperado im Beitrag #1063

Es wurde uns - im Laufe der Entwicklung - mit dem Wissen um seine Existenz geschenkt, man könnte unser Bewusstsein also göttlich nennen, auf alle Fälle aber göttlichen Ursprungs, und da nun mal "ebenbildlich", mit der Freiheit ausgestattet, dieses und den unauflöslich damit Verbundenen zu verneinen.
Mal ganz abgesehen davon, dass unser unsere Entwicklung von niemandem geschenkt wurde, sondern die Folge dessen ist, dass die paradiesische Wildnis in der sich unserer Vorfahren mehr schlecht als recht gegen alle nur erdenklichen Widrigkeiten behaupten mussten, immer jene bevorzugt hat, die schlauer, schneller und rücksichtsloser waren. Während die weniger Fitten und Gutgläubigeren stehst das Nachsehen hatten. Was dann aber auch andersherum alle möglichen Götter als Herrscher über das Schicksal hervorbrachte, die man hoffte beeinflussen zu können, dem eigenen (Schicksal) und auch dem der eigenen Nachkommen gnädig gesinnt zu sein.

Zitat von Desperado im Beitrag #1063

Was nichts daran ändert. Nicht das Geringste, und wenn man tausend Bücher drüber schreibt, im Dreieck springt, einen Kopfstand macht und mit den Zehen wackelt.

Natürlich... Die Launen der Götter sind genauso wenig berechenbar wie der Zufall auch...

Das ist die Basis für ein Gespräch mit Atheisten, alles darüber Hinausgehende ist höfliches und geduldiges Entgegenkommen.[/quote] Danke gleichfalls.. wie auch umgekehrt.


Zitat von Desperado im Beitrag #1063

Das ich mir längst abgewöhnt habe, weil es so sinn- wie fruchtlos ist. Leider. Und ich kann nix dafür.
Dafür, dass dein Kopf nicht will und viel wahrscheinlicher auch nicht kann, bist nur du selbst verantwortlich.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

04.06.2017 17:08
#1067 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Treffendes von Nietzsche zum Bewusstsein:
Die Bewusstheit ist die letzte und späteste Entwickelung des Organischen und folglich auch das Unfertigste und Unkräftigste daran. Aus der Bewusstheit stammen unzählige Fehlgriffe, welche machen, dass ein Tier, ein Mensch zu Grunde geht, früher als es nötig wäre, "über das Geschick", wie Homer sagt. Wäre nicht der erhaltende Verband der Instinkte so überaus viel mächtiger, diente er nicht im Ganzen als Regulator: an ihrem verkehrten Urteilen und Phantasieren mit offenen Augen, an ihrer Ungründlichkeit und Leichtgläubigkeit, kurz eben an ihrer Bewusstheit müsste die Menschheit zu Grunde gehen...
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»Leib bin ich und Seele« – so redet das Kind. Und warum sollte man nicht wie die Kinder reden?
Aber der Erwachte, der Wissende sagt: Leib bin ich ganz und gar, und Nichts ausserdem; und Seele ist nur ein Wort für ein Etwas am Leibe.
Der Leib ist eine grosse Vernunft, eine Vielheit mit Einem Sinne, ein Krieg und ein Frieden, eine Heerde und ein Hirt.
Werkzeug deines Leibes ist auch deine kleine Vernunft, mein Bruder, die du »Geist« nennst, ein kleines Werk- und Spielzeug deiner grossen Vernunft.
»Ich« sagst du und bist stolz auf diess Wort. Aber das Grössere ist, woran du nicht glauben willst, – dein Leib und seine grosse Vernunft: die sagt nicht Ich, aber thut Ich.

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
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04.06.2017 17:14
#1068 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der Sinn menschlichen Bewusstseins besteht darin, auf vielerlei Wegen zu Gott zu finden. Es hat sonst keinen.

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.029

04.06.2017 17:23
#1069 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Der Sinn menschlichen Bewusstseins besteht darin, auf vielerlei Wegen zu Gott zu finden. Es hat sonst keinen.

Der Sinn des menschlichen Bewusstseins besteht darin, erstens zu Vorteilsgewinnen für die Menschheit und zweitens zur Wahrheit zu finden.

Nebenfrage: Wer ist Nano? Das Zitat in deinem Signumfeld ist von Albert Einstein.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

04.06.2017 17:27
#1070 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Der Sinn menschlichen Bewusstseins besteht darin, auf vielerlei Wegen zu Gott zu finden. Es hat sonst keinen.


Und warum sollen Menschen zu Gott finden und Tiere nicht?
Tut mir leid - aber das ist kein oder halt ein saudummes Argument!

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(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2017 19:46
#1071 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1068
Der Sinn menschlichen Bewusstseins besteht darin, auf vielerlei Wegen zu Gott zu finden. Es hat sonst keinen.




Mich stört es nicht, wenn ein Jemand seinem eigenen Bewusstsein diesen einzigen Sinn geben will. Mich ärgert nur, dass dieser Jemand mit dem selben Satz gleich auch allen anderen Menschen das Recht abspricht ein ganzer Mensch zu sein, wenn diese für ihr eigenes Bewusstsein eine ganz andere Lösung gefunden haben. Mich ärgert noch mehr, dass derjenige der diese anmaßende Behauptung aufstellt, welche ja für seine eigenen emotionalen Befindlichkeiten nützlich wie angenehm sein mögen wie viel sie will, von Vorfahren abstammt, die vor noch nicht mal 100 Jahren mit einer ganz ähnlichen Formulierung der menschlichen Sinngebung, den Tod von 170 Millionen Menschen zu rechtfertigen können meinten.

Und mir wird speiübel, wenn ich darüber nachdenke, wie wenig sich diese Überzeugung von denen eines islamistischen Selbstmorattentäters unterscheidet, der auf seinem Weg zu Gott, ja auch nur einen der vielen möglichen Wege nimmt.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

04.06.2017 21:17
#1072 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der islamische Attentäter hat sein Bewusstsein nur dazu, sich ins Paradies zu sprengen.
Das ist dann eben sein Weg zu Gott/Allah!
Davor kann ihn nur ein gesunder (unbewusster) Instinkt zur Lebenserhaltung bewahren.
Nur der Instinkt bewahrt ihn eventuell noch vor seiner bewussten Sprenggläubigkeit.
Soviel also zum angeblich "göttlichen" Bewusstsein.
Die Denkweise von Desperado ist mir genau so fremd wie die eines muslimischen Extremisten und hat natürlich auch die selben Wurzeln.

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(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.06.2017 21:35
#1073 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Wenn die Suche nach dem eigenen Lebenssinn in nichts anderem besteht, als in der Suche nach Gott, dann sollte man anderen Leuten wenigstens nicht ein eingeschränktes Gesichtsfeld vorwerfen, dessen Eigentümer man in Wahrheit nur selber ist. In der Regel sind Atheisten ja Naturalisten oder andersherum, Naturalisten die auch ohne Gott glücklich sind..

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

05.06.2017 08:46
#1074 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zum Liebenden, der auch euch liebt, zum Barmherzigen, der auch mit euch Erbarmen haben wird, zum Gütigen, der auch über euch seine Güte walten lässt. Und weil niemand sie verdient, genießt letztlich auch keiner einen Vorteil. Gott hat sich etwas gedacht dabei, euch im Unglauben zu belassen, ich sagte es bereits. Den anderen "Gott" gibt es tatsächlich nicht, der herrschsüchtige Despot ist eine bloße Erfindung der Menschen, eine üble ohne jeden Zweifel. Und selbstverständlich kommen Tiere in den Himmel. Sind ja unschuldig ganz im Gegensatz zu uns Menschen.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

05.06.2017 09:15
#1075 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1074
Zum Liebenden, der auch euch liebt, zum Barmherzigen, der auch mit euch Erbarmen haben wird, zum Gütigen, der auch über euch seine Güte walten lässt. Und weil niemand sie verdient, genießt letztlich auch keiner einen Vorteil. Gott hat sich etwas gedacht dabei, euch im Unglauben zu belassen, ich sagte es bereits. Den anderen "Gott" gibt es tatsächlich nicht, der herrschsüchtige Despot ist eine bloße Erfindung der Menschen, eine üble ohne jeden Zweifel. Und selbstverständlich kommen Tiere in den Himmel. Sind ja unschuldig ganz im Gegensatz zu uns Menschen.


Diese Liebe und diese Barmherzigkeit müsste man doch irgendwie erkennen können. Was genau tut Dein Gott denn für die Menschen? Wenn ich mir die letzten Jahrhunderte so anschaue und betrachte die nicht menschengemachten Katastrophen (Naturkatastrophen, Seuchen), muss ich eher zu dem Schluss kommen, dass ein möglicher Gott das Gegenteil von liebend und barmherzig ist.

Ein alter Schulfreund ist vor 4 Monaten an Darmkrebs verreckt und ein Bekannter (evang. Pfarrer) meiner Frau, so Mitte fünfzig, hat aus heiterem Himmel einen schweren Herzschaden diagnostiziert bekommen und wartet auf ein Spenderherz. Heute morgen hat der Waschbär ein Vogelnest mit fast flügge gewordenen Blaumeisen geplündert. Dein Gott ist ein sadistisches Arschloch.

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