Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2.295 Antworten
und wurde 141.688 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | ... 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | ... 92
Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.06.2017 19:13
#1126 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1125
Theoretisch wäre es sogar möglich, dass euer Unglaube das Beste ist für euch. Was religiöser Wahn unter Umständen anrichten kann, sieht man ja wieder mal sehr deutlich, und diese Geisteskranken berufen sich ja auch auf die Realexistenz Gottes. Was ich natürlich bei euch nicht voraussetze, aber die eine oder andere Rechthaberei und Selbstgefälligkeit auf den "bekennenden" Glauben übertragen... naja.
Du selbst bist auf dem rationalen Auge vollkommen blind und
auf dem subjektiven trägst du eine Polarisationsbrille.

Zitat von Desperado im Beitrag #1125

Eure "Weltsicht" hat einen konkreten Sinn in Gottes Plan, der sich mir zwar nicht so recht erschließen will, weil ich einfach nicht dahinterkomme, was der Atheismus der Menscheit gebracht hat, heute bringt oder je bringen könnte... aber was bedeutet das schon?
Sexuell rein gar nichts.... Aber da du dich ja offensichtlich überaus gerne damit befasst, muss es dir wohl jenes perverse Vergnügen bereiten, das die Gläubigen überkommt, wenn sie im Gottesrausch Gut und Böse unterscheiden.. und wenn man sich die Liste der Perversionen und Irrtümer alle so anschaut, die sich die "Theisten" die letzten 6000 Jahre geleistet haben und immer mit ihrem Gottglauben zu rechtfertigen wussten, ohne je das Gefühl zu haben, dass sie vielleicht doch etwas falsch gemacht haben könnten, dann kann man durchaus gut nachvollziehen, warum sich dir der Atheismus (im Plan Gottes) auch nicht erschließen will.



Zitat von Desperado im Beitrag #1125

Meine beschränkte Einschätzung ist irrelevant und mir deshalb auch nicht wichtig, ach was, völlig gleichgültig.
Das sagen alle Hassprediger hinterher.. Hitler war auch Vegetarier...


Zitat von Desperado im Beitrag #1125

Dass der Atheismus kein Zufall ist, sondern Teil göttlicher "Vorsehung", daran besteht deshalb kein Zweifel...
und an Vorsehungen glaubte Hitler auch.

Na gut, solche Übereinstimmungen können ja auch reiner Zufall sein und du kannst nur von Glück reden, dass wir Atheisten nicht an Fügungen nach göttlichem Willen glauben.
Immerhin vertreten auch radikale Muslime haargenau die selbe Meinung über Ungläubige wie du, so dass es bei dir nur göttliche Fügung wäre, wenn du dem "Verein" eines Tages beitreten solltest. An deinen Ansichten viel zu ändern bräuchtest gar nicht, um in einer Salfisten-Mosche über die Gottlosen zu predigen. Allah ist barmherzig...


Zitat von Desperado im Beitrag #1125

weil es nie etwa anderes gegeben hat als diese und nie etwas anderes geben wird.
Dass es ohne Gott keinen Atheisten gäbe, hatten wir schon...


Zitat von Desperado im Beitrag #1125

Aber eure - wenn auch letztlich müßigen - Gedanken dazu sind... interessant. Reicht euch das nicht? Dann kann ich euch auch nicht helfen. Was erwartet ihr denn? Dass ich eure Irrung für bare Münze nehme, nur weil ihr sie für wahr und gültig erachtet? Sorry, aber soweit kommt's noch.

Dass wir keine so hohen Erwartungen auf dich setzen, weit du ja schon seit fast 100 Beiträgen. Einer der auf dem rationalen Auge vollständig blind ist und sich auf das subjektive ein braunes "Polarisationsfilter" gesetzt hat, der würde niemals auf die Idee kommen, dass er vielleicht selber dem größten Irrtum unterliegt. Nicht mal dann, wenn man die Nichtexistenz eines Gottes wissenschaftlich beweisen könnte. Wie sollte er auch..

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.049

09.06.2017 19:35
#1127 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Eure "Weltsicht" hat einen konkreten Sinn in Gottes Plan,

Unsere Weltsicht macht Gott überflüssig! Der hat folglich auch keinen "Plan".

Zitat
was der Atheismus der Menscheit gebracht hat,

Eine realere Weltsicht. Ich hab dir doch schon mal gesagt, dass Erkenntnis glücklich macht. Es macht nicht glücklich, danebenzuliegen. Das fühlt man nämlich. Meistens. Deswegen sage ich immer: Vertraut eurer Intuition, vertraut eurem Misstrauen! Aber auch eurem Vertrauen. Kommt drauf an.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.06.2017 20:18
#1128 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1117
Sogenannte Nahtoderfahrungen kommen dem eigentlichen Sinn unserer Existenz sehr nahe. Selbstverständlich versucht die agnostische Wissenschaft, sie zu "erklären", was aber die Betroffenen nicht tangiert, weil sie Besseres zu tun haben, sprich sich mit dem wirklich Wesentlichen zu befassen beginnen.
Natürliche Erklärungen für Nahtoderfahrungen würden einen Gläubigen genauso in schwerste Depressionen stürzen, wie einen Heroinsüchtigen die Nachricht, dass einen Naturkatastrophe alle Opiumfelder verwüstet hat...

Zitat von Desperado im Beitrag #1117

Ich hatte keine, auch wenn die Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen ist.
Offensichtlich. Wenn nach deiner eigenen Aussage der Sinn deines eigenen Lebens nur darin besteht, Gott gefunden zu haben, dann kann man sich gut vorstellen, warum du etwas gegen Atheisten hast.

Zitat von Desperado im Beitrag #1117

Ihr verstrickt euch in den Netzen eurer eigenen Gedankenkonstruktionen und den Erklärungsversuchen der Wissenschaft, das Universum ohne die Urheberschaft des einen "Großen Geistes" zu definieren und die irdische Existenz ohne sein Präsenz mit Sinn zu füllen, ein von Vornherein absolut hoffnungsloses Unterfangen....
Für jemanden, der seinem eigenen Leben nur damit einen Sinn zu geben vermag, an einen Gott zu glauben, reißt du die Klappe ganz schön weit auf.



Zitat von Desperado im Beitrag #1117

und je mehr ihr dabei zappelt, desto unbeweglicher werdet ihr in dem euren. Das ist die Schattenseite des Atheismus: Er findet die Tür zur "ewigen Welt" deshalb nicht, weil er behauptet, dass es keine solche gibt. Er blendet aus, was IST, indem er es verneint. Und ist deshalb nicht. Das sage ich als "Existenzialist".

Und du blendest aus, dass in 13 Ländern dieser Welt noch immer die Todesstrafe für Atheisten gilt.. Du blendest aus, dass Atheisten selbst im 21. Jahrhundert hier in Europa noch immer Diskriminierungen zu ertragen haben. Für dich ist das alles Teil von Gottes wohldurchdachtem Plan..


Zitat von Desperado im Beitrag #1117

Im weitaus überwiegend gewöhnlichen Falle führt die Verweigerung der Realexistenz Gottes zu einer Art Verpuppung...
In Anbetracht dessen, dass in 13 Ländern dieser Welt den Atheisten die Menschenwürde aberkannt ist und selbst hier in Europa noch immer nicht ganz zugestanden wird... musst dir bei wohl bei jedem Spruch gegen die Atheisten einen Orgasmus abgehen...


Zitat von Desperado im Beitrag #1117

die die Geburt zum Schmetterling sogar erst ermöglicht im Augenblick des Erkennens, genannt Gnade.
Allah ist barmherzig wie großzügig..du solltest dich ihm unterwerfen.

Zitat von Desperado im Beitrag #1117

Ein zugegebenermaßen "dunkles" und in der Hülle der Materie erstarrtes Erdenleben, das dennoch ins Licht führt und in die Freiheit seiner wahren Bestimmung, wenn der Mensch dabei ehrlich bleibt und sich um das Gute bemüht. Im schlimmsten Falle jedoch macht es ihm ein Entkommen deshalb unmöglich, weil er nicht befreit werden will.

Blablabla.. Wenn du das Schwurbeln noch ein bisschen weiter übst, sparst du dir die Koranschule.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

09.06.2017 21:39
#1129 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

In der Deutungshoheit der Religionen, des Glaubens, des Idealismus und CO.. spiegelt sich nichts anderes wider als, die ganze menschliche Dummheit, die Aufmerksamkeit anderer auf eine möglichste einfache Antwort zu fokussieren zu wollen, die den eigenen Befindlichkeiten zu welchen auch die Kontrollinstanzen der Eitelkeit zählen, die größtmöglichste Freude bereiten.

Götter sind die dümmsten und primitivsten Ausreden übelster Egozentrik überhaupt und dass man für Affen, die sich wegen ein paar Bananen prügeln mehr Respekt aufbringen kann, als für Idioten, die für ihren Glauben in den Krieg ziehen. (siehe narzisstischen Kränkung), wäre eigentlich schon vom Hausverstand her gar nicht so schwer nachzuvollziehen.

Aber Gott hat nun mal mit seiner nicht widerlegbaren Unwiderlegbarkeit die ideale Eigenschaft, mit der sich selbst die größten Idioten zu Hüter der allerhöchsten Weisheit erheben können.

Die selben Idioten und Narzissten haben einen unbeweisbaren Gott viel lieber, als einen dogmatisch definierten.. welcher selbst nicht weniger widerlegbar wäre, wie jeder andere auch. Die Gründe für diese Vorliebe sind so einfach wie erschreckend.. dogmatisch definierte Götter sind für die Persönlichkeitsansprüche von Narzissten und Idioten die am denkbar ungeeignetsten. Dogmatisch definierte Götter fordern Ergebenheit und Unterwerfung und entziehen sich damit der Kontrolle des Gläubigen, wo durch sie ihm selbst ein Bein stellen.

Nun zur Frage von @Desperado dazu, was der Atheimsus der Menschheit gebracht hat... Die Erkenntnis Desperado, dass euer Gott ein kleines eitles narzisstisches Arschloch ist.. ganz nach dem Bilde seiner Schöpfer, die gerne den Klugen und Weisen geben, aber von ihrem Hauptfeind den Wissenschaften um so mehr erniedrigt werden, als sie sich selbst gerne erhöhen... Natürlich haben die Wissenschaften Gott längst schon im Reagenzglas gefunden.. Er sieht nur ganz anderes als als seine Anhänger ihn beschreiben..

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

09.06.2017 22:18
#1130 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Auch die restlose Erklärung der Welt ohne Gott ist ohne jede Bewandtnis seine Existent betreffend, dass die Möglichkeit dazu besteht vollkommen logisch, andernfalls wären wir "im Himmel". Ihr müsst lediglich eure Gedanken zu Ende denken, um klar zu sehen, dass sie ergebnislos sein müssen. Braucht ihr mich denn wirklich, um das zu realisieren?

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2017 07:48
#1131 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Kleines "Schlusswort"...

Ich kann mich immer wieder nur wiederholen: Ich hab nichts gegen euch.

Und ob ihr es nun so sehen wollt, weil ihr es so sehen müsst oder so sehen müsst, weil ihr es so sehen wollt, macht letztlich keinen Unterschied: Ihr wollt und müsst es so sehen. Warum dem so ist, weiß ich so wenig zu sagen wie ihr, weshalb ich es so stehen und gelten lasse. Ich führe keinen "Überzeugungstrichter" im Gepäck. Was mich mitunter ein wenig beschäftigt ist lediglich der Umstand, weshalb ihr euch andersrum so schwer tut damit.

Materie lässt sich - vielleicht irgendwann, insofern uns die Zeit dazu noch gegeben ist - erklären bis ins letzte und kleinste Detail, das ist Alles und mehr ist da nicht. Die gewonnenen Erkenntnisse sind faszinierend und können durchaus hilfreich sein. Die Frage jedoch, ob Materie das Produkt eines schöpferisch planenden Geistes ist, bleibt völlig offen, weil sie vollkommen unberührt ist davon. Also kann, vielmehr muss sie von Atheisten als unbeantwortet stehen gelassen werden.

WO ist das Problem?

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.049

10.06.2017 09:18
#1132  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Ich kann mich immer wieder nur wiederholen: Ich hab nichts gegen euch.

Doch, hast du. Aber das juckt mich nicht die Bohne. Im Moment machst du auf cool und "relaxed". Aber die Fassade hältst du nur schwer.

Zitat
Ihr müsst lediglich eure Gedanken zu Ende denken, um klar zu sehen, dass sie ergebnislos sein müssen.

Ach, ich habe (mit meinem "Der selbstbestimmte Mensch") Ergebnisse gefunden, die mich (nach Schlüssigem Suchender) zufrieden halten. Die Gottesexistenz ist nicht schlüssig. Sie schafft das Problem der "unendlichen Regression" (Richard Dawkins) => Wer schuf Gott? Wer behauptet, dass Gott sich selbst geschaffen hat, erklärt seine Existenz mit etwas, was er nicht erklären kann. Und das ist keine schlüssige Erklärung! Du kannst immer sagen: Es gibt Dinge, die können wir nicht erklären! Das mag ja sein. Muss aber nicht. Außerdem kann es zu Gott (um ein geschlossenes Weltbild zu erklären), Alternativen geben, die ebenso nicht erklärbar sind. Auf jeden Fall kann ich dir einen "Urgrund" (Reklov) erklären, der ohne Gott auskommt. Deine Glaubensüberzeugung fußt auf deinen - leider zu intimen - Erlebnissen. Da wir von denen nichts wissen (und auch nicht wissen müssen), können wir deine Schlussfolgerung, sie seien ein Gottesbeweis, nicht kritisieren oder gar widerlegen. Wir wissen aber, dass die hier niedergeschriebenen "Gotteserfahrungen" keine sind.

Zitat
Braucht ihr mich denn wirklich, um das zu realisieren?

Zum Zuendedenken unserer Gedanken? Bestimmt nicht! Und was willst du denn mit logischen Gedanken? Sie sind dir doch nur was wert, wenn sie dir in deinen Glauben passen. Sonst sind sie falsch oder auch in ihrer Echtheit minderwertig vor der Größe deiner (geglaubten) Gottesexistenz!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2017 10:32
#1133 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ach, immer diese Emotionen... sie gebären Bezichtigungen ohne Grundlage und Ursache. Da sag ich nichts drauf, betrifft mich nicht.

Der ewige Kreislauf eines "Von selbst um seiner Selbst Willen" kann ebenso gut das wohldurchdachte und auf ein bestimmtes Ziel ausgerichtete Werk eines liebenden Gottes sein, es spricht nichts dagegen. Für Atheisten nichts dafür - was als subjektive Reflexion zu definieren ist und nichts anderes sein kann.

Warum wollt ihr diese Wahrheit - und es ist eine - nicht akzeptieren? Kapier ich nicht. Aber was soll's?

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.049

10.06.2017 11:01
#1134 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Warum wollt ihr diese Wahrheit - und es ist eine - nicht akzeptieren?

Was für eine Wahrheit? Die Wahrheit des "liebenden Gottes"? Den "liebenden Gott" haben Katholiken durch die Schaffung des Neuen Testamentes erfunden. Vorher war der ja nicht so lieb. Doch DER ist es schlussendlich, der "erfunden" wurde - nach deiner festen Weltsicht. Aber sooo lieb ist er ja nun auch wieder nicht, der reale, liebende Gott... . Nicht den Ungläubigen gegenüber. Aber das ist ja auch in Ordnung so. Das ist göttliche Liebe! Nach deiner Weltsicht.

WO ist die Liebe in der Natur, der Schöpfung dieses liebenden Gottes? Ihr Prinzip des Fressens und Gefressenwerdens ist kein Liebes- sondern ein Überlebenskampfprinzip. Die Liebe ist ein Gruppen-, Rudel-, Gemeinschafts- und Gesellschaftsprinzip der jeweiligen Tierrasse, des jeweiligen Stammes, der Familie, der Clique, des Paares und so fort. Die Liebe wächst aus dem BODEN des Gemeinschaftslebens, wie alle guten Pflanzen aus dem Boden kommen - und sie regnet nicht als Manna vom HIMMEL herab!

Warum willst du diese Wahrheit nicht akzeptieren? Und das ist wirklich eine!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2017 12:50
#1135 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Seid froh, dass ihr Reklov habt, mit dem könnt ihr reden, streiten, diskutieren, bebattieren nach Herzenslust... er ist ein adäquates und intelligentes Gegenüber. Ich bin das definitiv nicht, mit mir ist diesbezüglich nicht zu reden und da gibt es nichts zu deuteln, in der "realen" Welt verlier ich deshalb auch kein Wort drüber. Die Fundis, Bibelforscher und Exzentriker, die sich ansonsten nach hierhin verlaufen, erschöpfen sich recht schnell, weil sie ähnlich demgogisch und ausschließlich "argumentieren" wie der Pulk eurer Fraktion, weshalb es rasch zum unbeweglichen "Stellungskrieg" kommt, der alle Beteiligten frustriert. Sonst will sich euch kein gläubiger Mensch aussetzen, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Mir ist es schlicht wurscht, was da so geflogen kommt, ich bin "kugelsicher", das ist alles. Desperado eben...

See You In Hell
Deep Purple 2017

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.049

10.06.2017 14:43
#1136 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
weil sie ähnlich demgogisch und ausschließlich "argumentieren" wie der Pulk eurer Fraktion,

Was ist Demagogie? Eine überzogene Ideologie-Propaganda, die sich um die Fakten einen feuchten Dreck schert! Das tun wir definitiv nicht! Zu dem Lager (der Demagogen) gesellst DU dich, indem du uns alle diese Hässlichkeiten der desdialogischen Kriegsführung haltlos unterstellst und unsere Argumente beharrlich ignorierst! Den "unbeweglichen Stellungskrieg" stellst DU her, indem DU jede weiterführende Antwort verweigerst! Du projizierst alle deine Auseinandersetzungsmängel auf uns! Das machst du übrigens fast wie wie Reklov, allerdings rabiater und unverschämter: Alles Schlechte liegt bei den andern. Aber du selber bist stetig gut undf fehlerlos und rein...

Zitat
Mir ist es schlicht wurscht, was da so geflogen kommt, ich bin "kugelsicher", das ist alles.

Deine Menschenverachtung ist ausufernd wie deine Realitätsverachtung. Projektion auch hier: Du verachtest dich selbst.

Zitat
Desperado eben...

Ja, ein ganz toller Typ...

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.585

10.06.2017 15:01
#1137 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #1108
Und die Hölle, die gibt es, verlasst euch drauf. So sicher wie das Amen in der Kirche. Aber das müsst ihr gar nicht wissen.


Doch, das wissen wir! Wir sehen die Hölle in Ostafrika, in Syrien, in der Türkei, quasi überall auf der Welt. Und wir sehen auch, dass Dein gütiger "Gott" untätig zuschaut, wenn unschuldige Kindern in Afrika verhungern, weil es z. B. seit Monaten nicht mehr geregnet hat. Hat Dein "Gott" die Kompetenz über die Naturgewalten in der Zwischenzeit abgegeben...?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2017 15:44
#1138 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1130
Auch die restlose Erklärung der Welt ohne Gott ist ohne jede Bewandtnis seine Existent betreffend, dass die Möglichkeit dazu besteht vollkommen logisch, andernfalls wären wir "im Himmel".
Dafür ist schlichtweg unmöglich jemanden wie dich nachzuvollziehen. Du bedienst dich sophistischer Rechthabertaktiken > https://de.wikipedia.org/wiki/Sophismus_(Rhetorik) Ein Sophismus (Pl. Sophismen) oder Sophisma (Pl. Sophismata), von altgriechisch sophízesthai ‚ausklügeln‘, ‚aussinnen‘ und altgriechisch sophós ‚geschickt‘, ‚klug‘ ist ein Argument, das scheinbar einen logisch gültigen Beweis führt, tatsächlich aber einen formellen oder informellen Fehlschluss darstellt. Ein unabsichtlicher Trugschluss wurde auch als Paralogismus bezeichnet.



Zitat von Desperado im Beitrag #1130

Ihr müsst lediglich eure Gedanken zu Ende denken, um klar zu sehen, dass sie ergebnislos sein müssen. Braucht ihr mich denn wirklich, um das zu realisieren?



Bis jetzt ist es dir aber leider noch nicht gelungen, uns deine Gedanken als unsere eigenen unterzuschieben. Das ist nämlich die Taktik der Sophisten, denen schon Platon ihre bösartige Dummheit bewiesen hat.

Gut, du selbst kannst dir die Welt ohne einen Gott nicht erklären. Das muss aber nicht heißen, dass du auch intelligent genug bist um darüber urteilen zu können, ob das bei anderen Leuten genauso so sein muss.

Und hier sitzt wohl offensichtlich genau dein narzisstisches Problem.


Schon daran, dass du an jedem technisch konkreten Detail vorbeiredest, dass du gegenüber den "falschen Schotten" und dir als Maßstab aller wahren Schotten, ziemlich gerne große Worte benützt, um auf den bedeutenden Wertunterschied zu verweisen, dass du dich ebenso wie Reklov von oben zu uns Atheisten herablässt, als würdest du uns damit eine Gnade erweisen, lässt sich ablesen, dass der Glaube an (einen) Gott beim modernen Menschen große Verheerungen im Hirn anrichten kann.

Und dass es dir nebenbei nicht im geringsten in den Sinn kommt, mit deiner Gottesapollogese gegen den Atheismus gerade auch den Fundamentalisten die Mauern zu stützen, spricht nicht unbedingt für deine Intelligenz, die du ja meintest, dass sie dir zu schade für uns wäre.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2017 17:48
#1139 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Wenn man einen "Theisten" fragt, wie er sich den freien Willen von Mitmenschen erklärt, die unschuldig Opfer eines Unfalls, eines Verbrechens, Hunger- und anderen Katastrophen werden.. von heimtückischen Parasiten und Krankheitserregern, dann weicht er entweder aus, oder er kommt mit dem "Karmascheiß"..

6 Millionen Juden und all die anderen 170 Millionen Kriegsopfer eines Übergeschnappten Österreichers, der an göttliche Fügungen glaubte, Vegetarier war und sich (auch) selbst für intelligenter hielt, als all seine Mitmenschen, haben sich halt durch ihr schlechtes Karma selbst dazu verdammt. Alles im Plan Gottes "wohl" durchdacht und was kann er schon dafür, dass seine von ihm geschaffenen Ebenbilder solche Idioten sind.

Mann.. wie einfach man sich doch mit einem Gott die Welt erklären kann...

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.06.2017 20:03
#1140 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1118
Atheismus ist pure Fiktion und bloße Erfindung menschlichen Geistes vielmehr Verstandes. Da er auf der irrtümlichen Annahme der Nichtexistenz Gottes gegründet ist, bleibt er mit all seinen Verästelungen und abstrakten Gedankenmodellen in letzter Instanz substanzlos.


Wenn man sich die verschiedenen Kulturen und Gesellschaften und deren Vorstellungen über Herkunft der Welt anschaut wird klar, dass die Schöpfungs- und Göttervorstellungen sich absolut unterscheiden.
Die Menschen haben und hatten also nicht DEN einen Gott, den Du für existent hältst, sondern eine fast unüberschaubare Anzahl verschiedener Mythen und Götter. Was hier also der puren Fiktion und Erfindung unterliegt, steht wohl vollkommen außer Zweifel.

Ein Grund, warum ich Atheist geworden bin war gerade, dass ich mich mit den Religionen der Menschen beschäftigt habe. Warum soll irgendein Gläubiger besser als andere wissen, was der korrekt Glaube ist? Wenn man sich dann noch anschaut, das auch der Glaube einer Evolution unterliegt und jede Gesellschaft die Götter anbetet, die sie braucht, muss man alle Göttervorstellungen ablehnen.


Zitat von Desperado im Beitrag #1118
Was ihm seine Berechtigung deshalb nicht nimmt oder abspricht, man kann und darf sich auch mit Märchen befassen und mit ihren Aussagen, ohne etwas "Unerlaubtes" zu tun deshalb.


Das trifft gerade auf Theisten zu. 99.99% aller Göttervorstellungen würdest DU als Märchen oder Phantasterei bezeichnen. Atheisten machen keine willkürlichen Ausnahmen sondern tun das eben auch mit Deiner Göttervorstellung.


Zitat von Desperado im Beitrag #1130
. Ihr müsst lediglich eure Gedanken zu Ende denken, um klar zu sehen, dass sie ergebnislos sein müssen.


Kein Mensch wir einfach von sich aus zum Theisten oder Atheisten. Wenn man nun seine Gedanken über den Ursprung der Welt macht stellt sich heraus, dass es für einen Gott keinerlei Hinweise oder stichhaltige Argumente gibt. Alles ist pure Spekulation und fast jeder Gläubige hat andere Vorstellungen von "seinem persönlichen Gott".

Theisten denken den Gottesgedanken nie zu Ende. Woher kommt Gott? Warum können so viele Menschen Aussagen über Gott treffen? Woher haben sie ihre Informationen und warum sind diese Aussagen immer unterschiedlich? Warum ist ausgerechnet der Gott, an den ich glaube, der richtige? Kann ich mich bei meinen Glaubensvorstellungen irren? Theisten denken diese Gedanken nie zu Ende, weil sie Angst vor den Konsequenzen haben. Sie könnten zum Ergebnis kommen, dass sie sich irren könnten oder bei Zweifeln ihren Gott verärgern und das Leben nach dem Tod aufs Spiel setzen. Daher kann man mit den meisten Theisten nicht über ihren Glauben diskutieren.

Atheisten sind da konsequenter. Wenn es unzählig viele Aussagen zu einem Thema gibt, die sich alle widersprechen, es keine Beweise oder Hinweise gibt, kann man sich nicht willkürlich eine Aussage aussuchen und diese zur Realität erklären. Auch das Zusammenbasteln einer eigenen Anschauung aus dieser Vielzahl sich widersprechender Aussagen ist vollkommen sinnlos. Atheisten wenden dieses Prinzip auch auf Religionen und Götter an und machen hier nicht, wie Theisten, eine irrationale Ausnahme.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2017 21:10
#1141 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der absolute Hinweis/Beweis für Gott den Theisten wie @Desperado meinen, dass er ein absoluter Beleg für die Existenz Gottes nach ihren Vorstellungen sei, wäre schon einzig und allein ihre "eigene Logik/Intelligenz". Die Art und Weise wie Desperado uns Atheisten davon zu überzeugen versucht, wie überlegen seine gottgerechtfertigte Urteilskompetenz über alle unsere Argumente der Gottesleugnung stünden, kennen wir doch..

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2017 07:36
#1142 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich hab euch lediglich davor gewarnt, dass ihr euch nicht zu sehr in eurer Überzeugung versteifen und in die Gültigkeit eurer Mutmaßung verrennen sollt, dass es keinen Gott gibt, weil es dann - rein theoretisch - sein könnte, dass es für euch tatsächlich keinen gibt. Nicht etwa, weil er in seinem Stolz verletzt wäre, sondern weil ihr von euch aus nicht mehr dazu imstande seid, die Folgen eures Irrtums zu ertragen und euch aus ihnen zu lösen, wenn ihr ihn "schaut", weil sie zu schwerwiegend geworden sind, so dass ihr in eurer Verneinung in Form erkennender Qual gefangen bleibt.

Was freilich grundsätzlich überhaupt kein Thema ist für Gottes Barmherzigkeit, nur kann man eben alles übertreiben sprich Schuld auf sich laden ob seiner Gesinnung, und um die geht es, nicht um den Irrtum selbst. Der ist so gesehen "neutral" weil belang- sprich folgenlos. Einfach nur falsch, und das ist an sich kein Vergehen.

Um diese fatale Tragik zu vermeiden, reicht es völlig, euch steht's bewusst zu machen, dass ihr irren könntet. Ich persönlich denke, dass diese Art von Besonnenheit und Klugheit eure Form der Prüfung bedeutet, um auf diesem ungewöhnlichen Weg ins für euch und alle bestimmte Licht gehen zu können, ohne dabei um seine Wahrheit wissen zu dürfen, warum auch immer. Gottes Wege sind nun mal unergründlich. Schmeckt mir auch nicht ganz nebenbei.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.049

11.06.2017 09:49
#1143 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Ich hab euch lediglich davor gewarnt, (...) Um diese fatale Tragik zu vermeiden, reicht es völlig, euch steht's bewusst zu machen, dass ihr irren könntet.

Der wissenschaftlich Denkende schließt alle seine Sätze, Behauptungen und Überzeugungen mit der ceteris-paribus-Klausel ab. Gedanklich, ohne sie auszusprechen. Der Gläubige schließt seine Glaubenssätze mit der Gewissheitsformel Amen ab. Laut und hörbar, damit auch keiner auf den Gedanken kommt, es könnte ja vielleicht doch anders sein. Du trägst Eulen nach Athen mit deiner Ansprache an uns! Was du uns nahebringen willst, nämlich den Zweifel zum Vorteil der Erkenntnisgewinnung, musst du dir selber beibringen! Aber du hast ja Angst, deinen Gott zu verlieren. Warum? Weil du Angst hast, deine Ewigkeit zu verlieren. Die bekommst du auch ohne Gott - also wirklich! Über das, was schon die Stoiker sagten und Nietzsche unterstützte: "die ewige Wiederkehr". Eine tiefere Analyse des "Ich" und des "Es" führt zudem zu der Erkenntnis, dass dieses Ego (Ich), garnicht dieser Einmaligkeit unterliegt, dass ja durch den Tod bedroht ist. => "I am he as you and me and we are all together!" (Beatles, I am the walrus, und ein Satz aus dem Hinduismus) Wenn DU "Gedanken zuende denken" würdest, dann kämst du darauf.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

11.06.2017 09:59
#1144 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1142
Ich hab euch lediglich davor gewarnt, dass ihr euch nicht zu sehr in eurer Überzeugung versteifen und in die Gültigkeit eurer Mutmaßung verrennen sollt, dass es keinen Gott gibt, weil es dann - rein theoretisch - sein könnte, dass es für euch tatsächlich keinen gibt. Nicht etwa, weil er in seinem Stolz verletzt wäre, sondern weil ihr von euch aus nicht mehr dazu imstande seid, die Folgen eures Irrtums zu ertragen und euch aus ihnen zu lösen, wenn ihr ihn "schaut", weil sie zu schwerwiegend geworden sind, so dass ihr in eurer Verneinung in Form erkennender Qual gefangen bleibt.


Dsperado, ich weiß nicht, wie Du zu dieser Meinung kommst.

Atheisten sind keine Trotzköpfe, die gegen etwas rebellieren wollen. Ich hätte furchtbar gerne einen Gott, der mir nach meinem Tod ein weiteres Leben schenkt. Jeder Mensch, auch Atheisten, wollen nicht sterben. Für mich wird ein "frommer" Wunsch aber nicht real, nur weil ich fest darauf hoffe. Genausowenig wie ein Lottogewinn. Ich kann an keinen Gott glauben, weil es für mich ein Wunschtraum der Menschen ist. Es gibt keine Beweise oder zumindest überzeugende Hinweise für Götter.

Perquestavolta hat vor Monaten einen sehr guten Artikel über gläubige Gehirne verlinkt. Dort wurde wissenschaftlich erforscht, dass gläubige Gehirne etwas anders gestrickt sind als die der Menschen, die weniger an spirituelle Dinge oder Götter glauben. Ich bin jedoch froh, dass mein Gehirn rationaler arbeiten kann und ich stichhaltige Argumente brauche, um von etwas überzeugt werden zu können.

Zitat von Desperado im Beitrag #1142
. Was freilich grundsätzlich überhaupt kein Thema ist für Gottes Barmherzigkeit, nur kann man eben alles übertreiben sprich Schuld auf sich laden ob seiner Gesinnung, und um die geht es, nicht um den Irrtum selbst. Der ist so gesehen "neutral" weil belang- sprich folgenlos. Einfach nur falsch, und das ist an sich kein Vergehen.


Kein Thema für Gottes Barmherzigkeit, aber Ungläubige verurteilt Gott trotzdem. Siehst Du denn nicht, wie schizophren diese religiöse (hier abrahamistische) Denkweise ist?

Zitat von Desperado im Beitrag #1142
. Um diese fatale Tragik zu vermeiden, reicht es völlig, euch steht's bewusst zu machen, dass ihr irren könntet.


Mir ist bewusst, dass ich mich mit meinem Atheismus irren könnte. lch hoffe sogar, dass ich mich irre. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich überzeugende Argumente brauche, um meine Überzeugung zu ändern. Einfach an einen Wunschtraum glauben kann ich nicht. Nächste Woche gewinn ich 100% den Lottojackpot, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. 🙃

Zitat von Desperado im Beitrag #1142
Ich persönlich denke, dass diese Art von Besonnenheit und Klugheit eure Form der Prüfung bedeutet, um auf diesem ungewöhnlichen Weg ins für euch und alle bestimmte Licht gehen zu können, ohne dabei um seine Wahrheit wissen zu dürfen, warum auch immer. Gottes Wege sind nun mal unergründlich. Schmeckt mir auch nicht ganz nebenbei.


Das Du Dich irren könntest (keine Beweise, keine Hinweise) schließt Du einfach so aus?

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2017 10:17
#1145 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Aber selbstverständlich doch ist der Atheismus ein Absurdum, ein vollkommenes sogar, in jedem Falle zu absurd, um sich intellektuell mit ihm auseinander zu setzen. Da er ja die menschliche Intelligenz, die ihm von Gott gegeben ist, dazu benutzt, diesen zu widerlegen oder wenigstens zu negieren. Wie anders soll man dieses Unterfangen denn bitte nennen?

Da ihr aber offensichtlich gar keine andere Wahl habt, als diesem schrillen Wasauchimmer Ernsthaftigkeit und Glaubwürdigkeit abzuringen mit all eurer Geisteskraft, weil ihr ihn selber glauben müsst oder wollt, da ihr aus unerfindlichen Gründen nichts Besseres glauben könnt, respektiere ich euch als Menschen, die sich auf diese - zugegebenermaßen skurille - Weise um Wahrheitsfindung bemühen.

Der Atheismus freilich ist nichtsdestotrotz und unabhängig von eurer Person ein schlechter Witz.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.049

11.06.2017 11:06
#1146 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Da er ja die menschliche Intelligenz, die ihm von Gott gegeben ist,

Unsere Intelligenz ist aus der Evolution entstanden. DAS ist bewiesen. Dass der Mensch von Gott kommt, ist eine religiöse Behauptung von Menschen, die es nicht besser wissen konnten! Aber HEUTE kannst auch du es besser wissen! Du stellst hier einfach eine Behauptung als gewiss hin, und verstehst nicht, warum wir ihr nicht folgen. Das tun wir nicht, WEIL sie nicht gewiss ist und weil die Menschheit andere ERKENNTNIS zur Herkunft der Menschen gewonnen hat!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2017 13:35
#1147 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1142
Ich hab euch lediglich davor gewarnt, dass ihr euch nicht zu sehr in eurer Überzeugung versteifen und in die Gültigkeit eurer Mutmaßung verrennen sollt, dass es keinen Gott gibt, weil es dann - rein theoretisch - sein könnte, dass es für euch tatsächlich keinen gibt. Nicht etwa, weil er in seinem Stolz verletzt wäre, sondern weil ihr von euch aus nicht mehr dazu imstande seid, die Folgen eures Irrtums zu ertragen und euch aus ihnen zu lösen, wenn ihr ihn "schaut", weil sie zu schwerwiegend geworden sind, so dass ihr in eurer Verneinung in Form erkennender Qual gefangen bleibt.


Da du schon im bisherigen Verlauf der Unterhaltung deine eigenen Probleme immer auf deine Gegenüber projiziert hast, kann wohl davon ausgehen dass du auch hier wieder nur von dir selber redest, @Desperado. Es gibt keine Regeln, was ein Gott sein soll, welche Eigenschaften er haben muss und wie man ihn sich vorzustellen hat. Liegt einfach daran, dass alle, einschließliche deiner Gottesvorstellungen, menschliche Geschöpfe und somit nichts anderes als Vergötterungen des Glaubens sind.

Und wie oft sich Gläubige in ihrem Glauben schon geirrt haben, immer mit schrecklichen Folgen für andere, brauchen wir erst gar nicht anzufangen aufzuzählen und auch weil man Jahrzehnte damit beschäftigt wäre, die ganzen Katastrophen als Folge religiotischer Glaubensirrtümer hier auszuschreiben.

Und das alle Wichtel des Gottesglauben stets genauso der selben zweifelsfreien Überzeugung waren wie DU, dass ja sie selbst sich niemals irren könnten und somit immer die anderen, trägt jetzt bestimmt auch dazu bei, dass wir Atheisten auf deine guten Ratschläge gerne mal "Einen so richtig fahren lassen".



Zitat von Desperado im Beitrag #1142

Was freilich grundsätzlich überhaupt kein Thema ist für Gottes Barmherzigkeit, nur kann man eben alles übertreiben sprich Schuld auf sich laden ob seiner Gesinnung, und um die geht es, nicht um den Irrtum selbst. Der ist so gesehen "neutral" weil belang- sprich folgenlos. Einfach nur falsch, und das ist an sich kein Vergehen.
Aber ja doch.. Nur anderes herum, sollten wir Atheisten uns jetzt doch vielleicht mal dazu durchdringen, für die ganzen Verbrechen in seinem Namen Sühne zu verlangen. Und an wen sollten wir uns da wohl wenden, wenn nicht an seine Schöpfer?


Zitat von Desperado im Beitrag #1142
Um diese fatale Tragik zu vermeiden, reicht es völlig, euch steht's bewusst zu machen, dass ihr irren könntet. Ich persönlich denke, dass diese Art von Besonnenheit und Klugheit eure Form der Prüfung bedeutet, um auf diesem ungewöhnlichen Weg ins für euch und alle bestimmte Licht gehen zu können, ohne dabei um seine Wahrheit wissen zu dürfen, warum auch immer. Gottes Wege sind nun mal unergründlich. Schmeckt mir auch nicht ganz nebenbei.
Der Mensch schuf Gott nach seinem Bilde. (Ludwig Feuerbach] Und nicht die Wege der Götter sind unergründlich, sondern die narzisstische Dummheit ihrer Schöpfer.

Athon Offline




Beiträge: 3.585

11.06.2017 15:08
#1148 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Ich bin mir nicht ganz im Klaren darüber, ob Du Dich in Deinen Stellungnahmen ab #1135 mit meinem Höllen-Beitrag #1135 auseinandergesetzt hast. Vielleicht wäre es künftig sinnvoller, explizit zu kennzeichnen (so wie es hier fast alle tun), auf welchen Beitrag sich Deine Antworten beziehen sollen.
Also, was ist nun mit der real existierenden Hölle...??

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.06.2017 16:57
#1149 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Desperado ist für mich der beste Beweis dass ich absolut richtig liege.
Seine absolut lächerlichen unterschwelligen Drohungen bezeugen für mich seine Niederlage perfekt und nachhaltig.
So reden unreife kleine Kinder und auch nur bei denen ist solches zu rechtfertigen.
Da verfliegt mir auch noch der letzte kleine Zweifel!
Andererseits würde ich sowieso niemals an einen persönlichen und bewussten Gott glauben und vor allem auch nicht glauben wollen.
Alles andere wäre aber lediglich eine Frage der Gottesdefinition.
Sehe ich mir diese Welt genau an, dann kann mein einziger Trost nur darin bestehen, dass es diesen Gott nicht gibt!
Ich muss es wirklich sagen:
Für mich ist es ein Trost, dass Gott nicht existiert.
Wenn er diese Welt tatsächlich bewusst geschaffen hätte, dann wäre von ihm sowieso nichts gutes zu erwarten und alle Jenseitsversprechungen sind dann sowieso lächerlich.
Diesem Gott könnte man niemals Vertrauen entgegen bringen.
Meine besten Zeugen für diese Haltung sind Lukrez, Arthur Schopenhauer und Ulrich Horstmann.
Es lohnt sich enorm sich mit deren Werken zu beschäftigen.
Nirgendwo sonst habe ich mehrt Gewinn für mein Leben finden können!

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2017 20:45
#1150 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Meine besten Zeug gegen die Existenz eines planenden Gott mit der Eigenschaft der Gütigkeit, ist die Natur selbst. Und auch der Mensch, der sich stets mit (s)einem Gott nach eigenen Maßen immer und überall zu rechtfertigen können meint, wo es nichts mehr zu rechtfertigen gibt, bedient sich mit Gott nichts anderes, als seinen eigenen egozentrischen und narzisstischen Wichtel.

Was andersherum dann auch erklärt, warum die Apologeten des Gotglaubens immer so gerne in die wisschenschaftsfeindliche "Tute" blasen.. Bezüglich unseres @Desperado, der sich ja vor zwei Wochen noch aus der Diskussion zurückziehen wollte, weil ihm "wortwörtlich" seine "Intelligenz" zu schade sei uns darüber aufzuklären, woran sich erkennen ließe, dass unsere Welt in allem "wohl durchdacht" wäre, hat uns natürlich wie zu erwarten nichts anderes zu sagen, als dass wir Atheisten auf Grund unserer falschen Einstellung zum Gottglauben nun halt mal nicht dazu in der Lage wären, in der Natur das Wirken eines planenden Schöpfergottes zu erkennen.

Man schließe von der Welt auf Gott, um von diesem Gott auf die Welt zu schließen.. Besonders viel Intelligenz braucht man dafür ja nicht gerade und wenn man es ganz genau nimmt ist ein viel davon dabei sogar hinderlich. Und dass die Apologeten des Gottglaubens nicht gerade zu viel davon haben, erkennt man ja schon daran, wie viel sie über ihren Gott genauestens wissen, obwohl sie uns ohne Unterlass davon überzeugen müssen, dass er gar nicht begreifbar wäre und dass es gut sei, wenn es keine Beweise für ihn gibt und sie diese auch selber gar nicht bräuchten, um genau zu wissen was Gott will.

Diesen idiotischen Widerspruch nennen sie dann "Transzendetale Logik"

Seiten 1 | ... 41 | 42 | 43 | 44 | 45 | 46 | 47 | 48 | 49 | 50 | ... 92
Konversion  »»
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz