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Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Wir trauern um die Opfer des islamistischen
Terrors in Frankreich und Österreich



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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

11.06.2017 20:59
#1151 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Meine besten Zeug gegen die Existenz eines planenden Gott mit der Eigenschaft der Gütigkeit, ist die Natur selbst.


Das kann ich voll und ganz unterstreichen!
War die Welt ein Werk eines intelligenten Planers, so war sie das Werk eines Irren Psychopathen von dem man wirklich nichts erhoffen kann
Und genau das haben eben auch Lukrez, Schopenhauer und Horstmann erkannt und eigentlich auch erwiesen.
Um das nicht zu erkennen, muss man sich ganz gewaltig selbst belügen.

„Gott kann zwar alle möglichen Welten denken, aber doch nur die beste von ihnen wollen, denn mit seiner Vollkommenheit wäre es unverträglich, das weniger Vollkommene, oder wenn man will, das Böse zu tun. […] Er hat die beste aller Welten durch seine Weisheit erkannt, durch seine Güte erwählt und durch seine Macht verwirklicht. Das ist der Grundgedanke von Leibniz’ Theodizee...


Und zur Auflockerung noch ein kleiner böser Aphorismus von Ulrich Horstmann:
Fast fünfzig und noch nicht einmal ein Schwein abgestochen. Was eigentlich richtet der massenhafte Luxus des Nicht-mehr-selbst-töten-Müssens an? Staut sich da eine darwinistische Mitgift triebhaft auf, bis die Unschuldslämmer verwerwolfen und sich gegenseitig abschlachten, oder kehrt die Sanftmut der Pflanzenfresser in Seelen zurück, denen der Bratenduft keine Erinnerungen an ein vorgängiges Verröcheln mehr zuträgt?

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

11.06.2017 22:51
#1152 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der Atheismus ist ein Paradoxon.

Er existiert nur deshalb, weil Gott Universum, Materie (Antimaterie) und Natur so konzipiert hat, dass die - zweifelsohne eingeschränkte - Denkfähigkeit des Menschen die Option seiner Nichtexistenz überhaupt erst in Erwägung ziehen kann. Man kann den Atheismus also ohne Umschweife als Teil seiner Schöpfung bezeichnen, ergo als seinen Willen deuten. Allerdings als rätselhaft widersinnigen, für die menschliche Vernunft jedenfalls, was nun überhaupt nichts heißt. Gott hat die Freiheit zum Paradoxon, weil er im Gegensatz zum Menschen allwissend ist. Ob es nun Ausdruck vollkommener Liebe ist, dass er sein freies Geschöpf nicht zu seinem ewigen Glück zwingen will, weiß ich nicht zu sagen. Wäre so gesehen ebenso ein Paradoxon. Aber wie gesagt...

Jedenfalls will er den Atheismus. Keine Ahnung wieso. Vielleicht als Anstoß für den Umbruch zu einer ganz neuen Art, ihn und seine reale Gegenwart zu verstehen, jenseits religiöser Auffassungen und Vorstellungen, vielmehr ohne diese ohnehin stets fragwürdigen und allzu oft "kontraproduktiven" Hilfsmittel äußerlicher Erscheinungsformen und "Auslegungen". Könnte sein. Wäre immerhin denkbar. Das allein würde dem Atheismus Sinn geben: Dass er infolge seines Irrtums zur Wahrheit eines "neuen" Glaubens führt, eines wahrhaftigen sozusagen. Ansonsten hat er keinen. Definitiv nicht. Nach menschlichem Ermessen jedenfalls. Aber was heißt das schon?

Es werden Tage kommen, da wird keiner den andern belehren... so in diese Richtung.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

12.06.2017 07:25
#1153 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Und genau deshalb sage ich: Die einen glauben und die andern nicht, so what and what's the problem?

Gott zu widerlegen ist unmöglich, weil es ihn gibt, ihn zu beweisen unmöglich, weil er das nicht will. Sonst wäre er längst bewiesen. Meine diesbezüglichen Erklärungsversuche sind wacklig. So bleiben nur die belegbaren Auswirkungen der "Metaphysik" auf Physik und Chemie etc. als - immerhin! - Indiz, auch die bis dahin erforschte Energie bringt uns nicht entscheidend weiter, weil sie trotz allem Teil der materiellen Welt ist. Nahtoderfahrungen usw. müssen im individuellen Bereich angesiedelt bleiben, auch wenn sie sich bei allen Unterschieden erstaunlich gleichen, da sie außer den Betroffenen niemand kennt und keiner nachvollziehen kann.

Kurzum: Wir stehen bei Null. Warum Gott sich nun den einen zu erkennen gibt und den andern nicht, weiß ich nicht. Da ich aber seinen Plan darin sehen kann, beschäftigt mich dieses Rätsel insofern nicht weiter, dass ich es gelassen so hinnehmen und stehen lassen kann. Nur er selbst kann sich dem Menschen "offenbaren", für Mittlerdienste tauge ich nicht, es wäre jedenfalls vollkommen absurd, den Ungläubigen diesbezüglich irgend Defizite zu unterstellen. Selbst der Wille ist irrelevant, weil dieser "verpufft", wenn ein noch so überzeugter Atheist Gottes Wahrheit und Gegenwart "erfährt" auf welche Weise und welchen Wege auch immer.

Die voneinander abweichenden und sich teilweise feindlich gegenüberstehenden Religionen machen die Sache ganz bestimmt nicht einfacher, eher gegenteilig noch komplizierter, und das vollkommen unnötiger und abstruser Weise. Auch das ist ein Paradoxon.

Aber so ist das eben. Und ich kann's nicht ändern.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

12.06.2017 08:21
#1154 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Der Atheismus ist ein Paradoxon.

Du siehst die Sonne um die Erde kreisen. Ist es aber nicht vielleicht umgekehrt? Diese Möglichkeit ziehst du erst gar nicht in Erwägung!

Zitat
Und genau deshalb sage ich: Die einen glauben und die andern nicht, so what and what's the problem?

Wenn uns die Gläubigen wegen unserem Unglauben regelrecht anfallen und mit Höllenstrafen verfolgen, ist das ein Problem! Der gesellschaftliche Spaltpilz ist durch die Religion geboren! Da ist nix mit Solidarität resp. Nächstenliebe...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

12.06.2017 12:44
#1155 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1153
Gott zu widerlegen ist unmöglich, weil es ihn gibt...


Es überrascht mich immer wieder, mit welchen hanebüchenen Argumenten Theisten ankommen.

Zitat von Desperado im Beitrag #1153
So bleiben nur die belegbaren Auswirkungen der "Metaphysik" auf Physik und Chemie etc. als - immerhin! - Indiz,


Was sind denn diese belegbaren Auswirkungen der Metaphysik?

Zitat von Desperado im Beitrag #1153
Warum Gott sich nun den einen zu erkennen gibt und den andern nicht, weiß ich nicht.


Wie gibt er sich denn zu erkennen? So wie damals Moses, dem er Gesetzestafeln übergibt? Vielleicht als brennender Dornbusch? Vielleicht als Sternschnuppe? Viele Menschen glauben Gott in den alltäglichsten Dingen zu erkennen. Man muss nur glauben dass es so ist, dann wird es in der eigenen Glaubensvorstellung real - aber auch nur dort.

Zitat von Desperado im Beitrag #1153
Da ich aber seinen Plan darin sehen kann, beschäftigt mich dieses Rätsel insofern nicht weiter


Du kannst Gottes Pläne sehen? Hat er Dich in seine Schöpfung eingeweiht? Oh Du großer Prophet Gottes, darf ich Dein Jünger werden?

Zitat von Desperado im Beitrag #1153
Nur er selbst kann sich dem Menschen "offenbaren", für Mittlerdienste tauge ich nicht,


Och, Desperado. Nur ein paar kleine, göttliche Interna. Na komm schon, wir sind doch Kumpels hier.

Zitat von Desperado im Beitrag #1153
Die voneinander abweichenden und sich teilweise feindlich gegenüberstehenden Religionen machen die Sache ganz bestimmt nicht einfacher, eher gegenteilig noch komplizierter, und das vollkommen unnötiger und abstruser Weise.


Natürlich vollkommen unnötig. Wenn jeder auf den sehenden Propheten Desperado hören würde, wären alle Religionen obsolet. Die einzig wahre Religion des Desperadoismus würde sich endlich durchsetzen.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.06.2017 14:46
#1156 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich denke, @Desperado möchte hier im RF nur noch ein bisschen herumtrollen, weil ihm langweilig ist. So heiß ist es draußen ja nun auch wieder nicht, dass man den ganzen Blödsinn den er letzthin noch von sich gibt, mit einem Hitzestich erklären könnte.

Er hat sich vor ein paar Wochen über mich hermachen wollen um gegen mich Stimmung zu machen. Mit der guten Absicht, Reklov unter seinen persönlichen Schutz zu stellen.
Dabei ist er wohl vor lauter Übereifer ziemlich hart vom hohen Ross gefallen und hat sich selbst den bösen Finger ins "Hinterteil" gerammt.

Nun ist er so sehr gekränkt ... dass er wohl offensichtlich nicht mehr alle Sinne beisammen hat. Die "bösen Atheisten" sind jetzt alle seine Feinde...
und um sich zu rächen, will er uns jetzt in all seiner "Verzweiflung" (ital. nella sua disperatione) alle noch ein bisschen "vergesäßigen"..

Du bist durchschaut, Desperado.. hihi..

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

12.06.2017 15:02
#1157 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Desperado ist hier eingestiegen, indem er erst mal via Gedichte und Buchauszüge Werbung für sein 3.400-Seiten-Werk "Der Federhut" machte - statt normale Beiträge zu schreiben. Das war schon ziemlich schräg gleich am Anfang, aber der Mega-Text-Klotz - der beeindruckte mich schon. Tut er immer noch. Und diesen Eindruck wollte er auch machen, um seine Botschaft dahinter gut wirken zu lassen. Das ist ihm misslungen, und jetzt ist er sauer auf uns. Auf jeden Fall offenbart er mit seinem Benehmen einen Charakter, den ich ihm nimmermehr zugetraut hätte.

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.06.2017 15:31
#1158 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich will nicht über seine (@Desperado`s) literarischen gar nicht mal so schlechten literarischen Fähigkeiten lästern und seine begeistere Zuneigung zur "indianischen Lebenskultur" stört mich überhaupt nicht.

Nur dass er seine Gottes-Apologesie so wenig ernst nimmt wie uns Atheisten und jetzt kleingeistig dafür an euch allen Rache nehmen muss, zu deutsch euch "verarschen" will, weil er nicht nahe genug an mich herankommt, mir dafür an Beins zu pinkeln, was er sich nur selbst angetan hat, verletzt mich ein wenig.

Als er hier auftauchte, dachte ich zuerst: na endlich mal ein kuhler Typ, der zu sich selbst so ehrlich ist, dass man bei ihm mit keinem Hinterhalt rechnen muss...

Hab mich wohl geirrt.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.06.2017 15:42
#1159 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Was ist übrigens mit Relov los? Dass der sich von uns in den Busch jagen hat lassen, kann ich mir einfach nicht vorstellen.. Hoffentlich ist ihm nichts zugestoßen.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

12.06.2017 15:58
#1160 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Letztes Jahr war er auch mal für vier Wochen weg, nach Frankreich, glaube ich. Damit hatte er gleich auch von uns Urlaub gemacht. Kann ja ganz sinnvoll sein... Der ist bald wieder in alter Frische da.

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Athon Offline




Beiträge: 3.580

12.06.2017 18:59
#1161 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #1153
Und genau deshalb sage ich: Die einen glauben und die andern nicht, so what and what's the problem?


Das ist prinzipiell überhaupt kein Problem. Es wird erst eines, wenn eine Seite der Ansicht ist, seine Meinung der anderen ohne Beibringung fundierter Argumente aufzwingen zu müssen und dies letztlich droht, in gewaltsame Maßnahmen zu gipfeln. Beispiele gibt es zur Genüge.
Außerdem: Dein Glaube gibt Dir die Überzeugung, "Gott" sei unbeweisbar, weil "Er" es so wolle. Dann hätte also "Gott" einen Willen und somit auch ein Bewusstsein. Was treibt ihn dann an, vor z. B. verhungernden Kindern Afrikas die Augen zu verschließen? Diese Antwort bist Du bisher immer noch schuldig geblieben.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

13.06.2017 07:59
#1162 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Mit Dir kann man REDEN, @Athon, das ist schön...

Das wohltuend angenehme an Atheisten ist für gewöhnlich die Tatsache, dass du mit ihnen keine Glaubensfragen zu erörtern brauchst, weil sie keinen haben. Sind sie klug genug, ihren Nichtglauben weitgehend für sich zu behalten so wie ich es mit meinem Glauben tue, ist der Umgang schlicht mitmenschlich und die Gemeinsamkeiten sehr viel entscheidender als das Trennende. Das gilt ebenso, wenn man um die jeweilige Haltung weiß, man kann das Thema Gott und die persönliche Einstellung dazu schlicht meiden und wird feststellen, dass die Meinung über Fundamentalismus, Bigotterie und Kirche identisch sein kann und man sich einig ist, dass es nichts Lästigeres gibt als aufdringlich selbstgerechte "Missionare".

Das ist die Zielrichtung, die ich diesbezüglich verfolge. Ein guter und begehbarer gemeinsamer Weg menschlichen Miteinanders bei aller Unterschiedlichkeit. Und den gibt es ohne Frage. Was meinen persönlichen Glauben betrifft, bin ich deshalb weder leugnend noch lau. Der steht und basta. Und seine Maxime ist die sogenannte Nächstenliebe. So gut irgend möglich eben, eher bemüht denn verwirklicht. Und keineswegs naiv oder gar devot. Entscheidend ist: Ich treffe keine Unterscheidungen, so lange ich "in Ruhe gelassen" werde. Andernfalls allerdings kann ich auch schon mal "ungemütlich" werden. Ich "verbitte mir das" und Schluss. Von allen Seiten übrigens.

Das ist Alles, was ich je dazu zu sagen hatte.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

13.06.2017 08:48
#1163 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Entscheidend ist: Ich treffe keine Unterscheidungen, so lange ich "in Ruhe gelassen" werde.

Wenn du dich mit dem Thema "Glauben" in ein Dialogforum einbringst, ist das eine Aufforderung an die Mituser, nicht "in Ruhe gelassen" zu werden! Du kannst nicht auf der einen Seite "Federhut"-Werbung machen und auf der anderen dir die Kritik an deinem Glauben verbitten und nur die Lobpreisung willkommen heißen! Dieses Forum habe ich vor 12 Jahren eröffnet, weil das SCHWEIGEN zu diesem wichtigen Thema der Charakter- und Bewusstseinsformung einer Gesellschaft der Meinungsfreiheit und souveränen Menschen nicht würdig ist und fatale Folgen hat. Wer notorisch seine Kritik verschweigt, gibt den Predigern das Bewusstsein, absolut wahr zu sein! Der sollte aber besser in dem Bewusstsein leben, dass es da andere Philosophien, alternative Denkweisen, Glaubens- und Unglaubensvorstellungen gibt. Dann sieht auch der Prediger mehr! => "A million heads are better than one!" (John Lennon, "Only People", Album "Mind Games"). Die Philosophie des Dialogs ist die Gegenüberstellung von Pro- und Contra-Positionen.

Zitat
Andernfalls allerdings kann ich auch schon mal "ungemütlich" werden.

Wer die Dialogphilosophie angreift, um seine Predigerdomäne zu sichern, kann durchaus mal erleben, wie der Administrator dieses Forums "ungemütlich" wird...

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.06.2017 15:35
#1164 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1162
Mit Dir kann man REDEN, @Athon, das ist schön...

Das wohltuend angenehme an Atheisten ist für gewöhnlich die Tatsache, dass du mit ihnen keine Glaubensfragen zu erörtern brauchst, weil sie keinen haben.


Tja.. weist du, das Problem mit den Fragen an den Glauben ist immer, dass du genau die Antworten kriegst du am liebsten hören möchtest. Wer würde sich schon darüber freuen, wenn es sich beim "Mädchen" aus aus dem Sterntaler-Märchen, in in Wirklichkeit um die geschönte Biografie einer Edelhure handelte.
Wie traurig wären doch alle Kinder, wenn sie wüssten, dass der Weihnachtsmann ein fieser Drogenbaron war, der armen Leuten ihr Zuckerwasser mit Cocain versetzte und zum Nordpool flüchten musste, als man ihm auf die Schliche kam. Was wäre wenn, Schneewittchen in Wirklichkeit ein Flittchen gewesen ist, das in Siebenbürgen in einem Swingerclub für Kleinwüchsige arbeitete...? Was wäre, wenn alle Kinder wüssten, dass das tapfere Schneiderlein und Wirklichkeit schwul war, in Bayern eine Modekette führte, welche Fürsten und Könige einkleidete und von einem arbeistlosen Stricher mit einem Telefonkabel erdrosselt wurde...? Wie du siehst @Desperado, sind wir Atheisten in allen Glaubensfragen sehr offen..

Zitat von Desperado im Beitrag #1162

Sind sie klug genug, ihren Nichtglauben weitgehend für sich zu behalten...
Was auch wirklich kein Wunder ist. In 13 Ländern diese Welt gilt im 21. Jh. für Atheisten noch immer die Todesstrafe auf ihre bekennende Gottlosigkeit. In einigen Bundesstaaten des größten Indianerlandes der Welt, wird Atheisten per Verfassung
ein Großteil der Bürgerrechte verweigert. Erinnern wir uns an die rauhen Sitten und Bräuche der Gläubigen im Umgang mit Atheisten, die bis ins 20 Jahrhundert hinein in weiten Teilen Europas noch üblich waren. Die Nationalsozialisten verdankten ihre Machtübernahme der weitreichenden Unterstützung christlicher Abneigung und Vorurteile gegen die Mörder Jesu Christi und gottlosen Kommunisten. Es scheint fast so, als wenn Gläubige sich immer schon besonders gern von bösartigen Verschwörungstheoretikern
verführen haben lassen. Und wenn man sich die ganze europäische Geschichte des Gottglaubens mal näher anschaut, dann wurde die Gemeinschaft der armen im Geiste viel weniger von der gemeinsamen Gottesfürchtigkeit zusammengehalten, als von ihren gemeinsamen Feindbildern. Und dass sie auch heute noch zum selben Gott um Beistand flehen, bevor sie auf einander los gehen, steh jeden Tag in den Nachrichten.

Zitat von Desperado im Beitrag #1162

so wie ich es mit meinem Glauben tue, ist der Umgang schlicht mitmenschlich und die Gemeinsamkeiten sehr viel entscheidender als das Trennende.
ACh? Dann ist wohl deine offen zur Schau gestellte Antipathie für Muslime nichts anderes als Heuchelei?


Zitat von Desperado im Beitrag #1162

Das gilt ebenso, wenn man um die jeweilige Haltung weiß, man kann das Thema Gott und die persönliche Einstellung dazu schlicht meiden und wird feststellen, dass die Meinung über Fundamentalismus, Bigotterie und Kirche identisch sein kann und man sich einig ist, dass es nichts Lästigeres gibt als aufdringlich selbstgerechte "Missionare".
Du sattelst das eigene missionarische Pferd wiedermal vom Arsch her. Deine bisherigen Ergüsse über die charakterlichen und geistigen Unzulänglichkeiten der Atheisten und überhaupt ihr ganzes Paradoxon, lassen wohl keinen Zweifel mehr offen, dass du da jetzt etwas anderes schreibst, als du in Wirklichkeit meinst.

Das ist die Zielrichtung, die ich diesbezüglich verfolge. Ein guter und begehbarer gemeinsamer Weg menschlichen Miteinanders bei aller Unterschiedlichkeit. Und den gibt es ohne Frage. Was meinen persönlichen Glauben betrifft, bin ich deshalb weder leugnend noch lau. Der steht und basta. [/quote]
Du widersprichst dir wieder mal selbst. Bei all dieser Unterschiedlichkeit, die du ja selbst zwischen Gläubigen und Atheisten definiert hast, müssen wir dein Angebot zur Zusammenarbeit leider dankend ablehnen.


Zitat von Desperado im Beitrag #1162

Und seine Maxime ist die sogenannte Nächstenliebe. So gut irgend möglich eben, eher bemüht denn verwirklicht.
Bei deinem Bild von uns Atheisten, könnten wir diesbezüglich wohl kaum mit größeren Anstrengungen deinerseits rechnen. Auch deine Bemühungen, mir in meiner sehr persönlichen Unterhaltung mit @Reklov in den Rücken zu fallen, lassen eher vermuten, dass es dir beim Ideal der großen Nächstenliebe weit mehr um die eigenen Vorteile, als den eigenen Kostenbeitrag geht.

Zitat von Desperado im Beitrag #1162

Und keineswegs naiv oder gar devot. Entscheidend ist: Ich treffe keine Unterscheidungen, so lange ich "in Ruhe gelassen" werde. Andernfalls allerdings kann ich auch schon mal "ungemütlich" werden. Ich "verbitte mir das" und Schluss. Von allen Seiten übrigens.



Du lobst dich dafür, dass du mir in den Rücken fallen wolltest?

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2017 06:07
#1165 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Die Tragik des Atheismus ist diejenige, dass der Mensch ihn mit Intelligenz in Verbindung bringt und sich auf seine Vernunft beruft dabei, ohne sich dessen bewusst zu werden, dass genau diese ihm einen Streich spielen und der Verstand es ist, der ihn betrügt.

Die Tragik wohlgemerkt, nicht das Unvermögen oder gar die böse Absicht.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2017 09:05
#1166 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ob ich Mitleid habe mit Atheisten? Grundsätzlich ja.

Diese vollkommen unnötige, surreale Qual, das irdische Dasein mit der Gewissheit des Erlöschens im Augenblick des Todes meistern zu müssen ohne die Spur von Hoffnung auf ein nicht nur persönliches, sondern vollendet glückseliges Weiterleben durch die gnädige Aufnahme in die sogenannte Ewigkeit... Diese Pein ertrug ich lange genug und wünsche sie deshalb Niemandem. So gesehen haben Atheisten ohne Frage mein aufrichtiges Mitleid und Bedauern, ihre Verdrängung des persönlichen Todes und ihre stete Flucht vor der Sterblichkeit mittels abstrakt materieller Definition des vermeintlich Endgültigen kann man durchaus panisch nennen, da geht so unendlich viel verloren an Sorglosigkeit und unbekümmerter Leichtigkeit, dass ich es nicht einmal benennen kann.

Manche aber wollen es einfach nicht anders, weil sie sich gescheiter wähnen und "aufgeklärter", sprich zu intelligent, um an einen Gott glauben zu können... nun, denen geschieht der Atheismus ganz Recht, ja, ich vergönne ihnen diesen sogar. Da bin ich ehrlich genug.

Sorry.

Gysi Online

Atheist


Beiträge: 19.035

14.06.2017 09:46
#1167 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado
Diese Pein ertrug ich lange genug und wünsche sie deshalb Niemandem.

Richtig. Diese Pein ließ mich ebenso am Glauben kleben, und ich versuchte die Harmonisierung mit der Realität. Um die ist es mir nämlich immer gegangen. Aber irgendwann kapierte ich, dass in der Ewigkeit alle Endlichkeiten ebenso ewig sind! Zudem kapierte ich, dass die empfundene EINMALIGKEIT des eigenen Egos nur eine Illusion sein kann (die "Pansomatik, "Polymorphie" nach meinem Text). Die so erhoffte Ewigkeit hast du also so oder so in der Tasche - ohne Gott! Als ich diese Theorien vor mir hatte, fiel meine verkrampfte Suche nach der Harmonisierung irgendeiner für die Menschen hoffnungsbringenden Transzendenz MIT EINEM SCHLAG von mir hinab! Und mein - 100-%-iges - Atheistensein war geboren. Das war so Ende der 90er. Ich habe das auch dir schon mal gesagt. Aber es scheint nicht bei dir anzukommen. Du hast deine Vorstellungen von Atheisten, und da hat auch keiner dran zu rütteln. Geschweige denn ein Atheist selbst...

Die meisten Atheisten glauben nicht an eine Ewigkeit ihrer Person, ihres Es, Ichs - was auch immer. So wie Blackysmart. Aber ich finde, dass es einer gewissen Charakterstärke bedarf, vor der Realität sich mit dem Endlichen abzufinden - eine Charakterstärke, die viele Gläubige nicht haben und deshalb gläubig sein lässt. So ein Schwächling war ich auch - und ich kann nicht nichtmal behaupten, dass ich es nicht mehr bin. Denn ich habe ja meine meine Pansomatik-Theorie und die Ewigkeitstheorie, die für alle Endlichkeiten gilt. Und ich glaube daran - wirklich! Ohne dabei Angst vor einem Zweifel zu fühlen. Ganz im Gegenteil: Ich suche ihn!

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2017 12:57
#1168 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1165
Die Tragik des Atheismus ist diejenige, dass der Mensch ihn mit Intelligenz in Verbindung bringt und sich auf seine Vernunft beruft dabei, ohne sich dessen bewusst zu werden, dass genau diese ihm einen Streich spielen und der Verstand es ist, der ihn betrügt.

Die Tragik wohlgemerkt, nicht das Unvermögen oder gar die böse Absicht.





Du redest, als hättest du selber Himmel und Erde erschaffen..

Athon Offline




Beiträge: 3.580

14.06.2017 13:35
#1169 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Desperado

Zitat von Desperado #1162
Mit Dir kann man REDEN, Athon, das ist schön...


Man kann mit jedem Menschen reden, Desperado. Wichtig ist nur, dass dieser auch zuhört. Ich höre Dir zu. Daraus ergibt sich aber die Tatsache, dass ich (als Atheist) nicht alles nachvollziehen kann, von dem Du vorgibst, überzeugt zu sein. Du darfst Deinen Glauben auch verteidigen, dagegen habe ich natürlich nichts. Aber: Deine Argumente werden umso brüchiger, je weniger Du zu anderen Ansichten Stellung beziehst. So hast Du beispielsweise trotz wiederholter Bitte meinerseits bisher nicht zu der Frage Stellung genommen, warum ein gütiger und allmächtiger "Gott" sich offenbar willentlich dafür entscheidet, Gebiete Ostafrikas derart austrocknen zu lassen, dass auch Kinder darunter zu leiden haben und möglicherweise den Hungertod sterben werden.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2017 21:18
#1170 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Vielleicht lässt sich der Gotteswahn ja bald schon mit Antibiotika behandeln ..... http://www.wissenschaft-aktuell.de/extra...ns_steuern.html

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

14.06.2017 23:04
#1171 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Naja, sagen wir mal so...

Es ist jedenfalls kein Zeichen von Intelligenz, seine unsterbliche Seele für einen biologischen Organismus zu halten, sein Bewusstsein mit beliebigen Gedankenkonstruktionen zu verwechseln und seine jämmerlichen Erklärungsversuche menschlicher und sonstiger Existenz über Gottes Weisheit zu stellen. Da gehört schon eine gehörige Portion Selbstüberschätzung dazu und ein beachtlich Maß an hochmütiger Einfalt, um es mal höflich zu formulieren.

Aber ich verkneife mir meine Schadenfreude und bleibe bei der Tragik, auch wenn's in Wahrheit Tragikomik ist. Gute Nacht.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.06.2017 07:04
#1172 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Tja nun, wenn der Blinde dem Sehenden Wahnvorstellungen vorwirft, nenne ich das tragikomisch. Auch wenn Zweiter nur einen winzigen Ausschnitt dessen sieht, was ist.

Ich kann euch die Augen eurer Seele nicht öffnen, das kann nur Gott allein. Er könnte es auch gegen euren erklärten Unwillen, wenn er wollte. Ich kann höchstens für euch beten, nur weiß ich nicht, ob das was nützt, weil Gott "das Gebet des Sünders nicht erhört", und euch segnen, wobei es sein könnte, dass durch diesen Versuch "glühende Kohlen auf eure Häupter" gestreut werden, was ich eigentlich nicht will, da ich euch weder als Feinde betrachte noch habt ihr mit etwas getan.

Also kann ich nur abwarten. Den Dingen ihren Lauf lassen. Drauf hoffen, dass euer Verstand, dieser "lästige Narr", euch den Weg in die Seligkeit nicht gänzlich verbaut. Und genau das tu ich.

Was also werft ihr mir vor?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.06.2017 07:43
#1173 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1171
Naja, sagen wir mal so...

Es ist jedenfalls kein Zeichen von Intelligenz, seine unsterbliche Seele für einen biologischen Organismus zu halten, sein Bewusstsein mit beliebigen Gedankenkonstruktionen zu verwechseln und seine jämmerlichen Erklärungsversuche menschlicher und sonstiger Existenz über Gottes Weisheit zu stellen. Da gehört schon eine gehörige Portion Selbstüberschätzung dazu und ein beachtlich Maß an hochmütiger Einfalt, um es mal höflich zu formulieren.

Aber ich verkneife mir meine Schadenfreude und bleibe bei der Tragik, auch wenn's in Wahrheit Tragikomik ist. Gute Nacht.

Gute Nacht....

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

15.06.2017 07:54
#1174 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Desperado im Beitrag #1172
Tja nun, wenn der Blinde dem Sehenden Wahnvorstellungen vorwirft, nenne ich das tragikomisch. Auch wenn Zweiter nur einen winzigen Ausschnitt dessen sieht, was ist.

Ich kann euch die Augen eurer Seele nicht öffnen, das kann nur Gott allein. Er könnte es auch gegen euren erklärten Unwillen, wenn er wollte. Ich kann höchstens für euch beten, nur weiß ich nicht, ob das was nützt, weil Gott "das Gebet des Sünders nicht erhört", und euch segnen, wobei es sein könnte, dass durch diesen Versuch "glühende Kohlen auf eure Häupter" gestreut werden, was ich eigentlich nicht will, da ich euch weder als Feinde betrachte noch habt ihr mit etwas getan.

Also kann ich nur abwarten. Den Dingen ihren Lauf lassen. Drauf hoffen, dass euer Verstand, dieser "lästige Narr", euch den Weg in die Seligkeit nicht gänzlich verbaut. Und genau das tu ich.

Was also werft ihr mir vor?



Nichts.. da ist sowieso nichts mehr zu retten.

Desperado ( gelöscht )
Beiträge:

15.06.2017 08:00
#1175 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Apropos "retten".

Was ich außerdem tun könnte, und was erstaunlicher Weise immer funktioniert...

Ich könnte euch "dem Teufel übergeben", damit ihr auf diese Weise "zur Umkehr" findet (Bei Paulus hab ich das irgendwo mal gefunden, da kannte ich es schon lange). Dafür freilich musst du diesen scheinheiligen Patron persönlich kennen, weil du aus purer Langweile "mit ihm geritten" bist. Er hat schon ordentlich was zu bieten, keine Frage, nur die Zeche, die ist verdammt hoch. Buchstäblich. Und freiwillig lässt er dich auch nicht gehen, ganz im Gegenteil. Der lehrt einen das Beten, besser als jeder Schicksalsschlag oder jedes Wunder.

Würde ich das tun, kämt ihr im Nu in Teufels Küche, der lässt sich nämlich nicht zweimal bitten. Aber keine Bange, ich mach's nicht. Besteht keine Notwendigkeit.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

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=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

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