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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

22.10.2015 21:10
#126 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #125

Zitat
Auch deine Behauptung, dass wir nur wahrnehmen was für uns überlebenswichtig ist, ist ein obstruser Blödsinn.

Für dich mag es Blödsinn sein - es ist aber eine unbestreitbare Tatsache!
Wir haben in der Evolutionsgeschichte nur die Sinne entwickelt und können nur das wahrnehmen was für unser Überleben notwendig ist.
Alles andere - und das ist der größte Anteil - wird überhaut nicht wahrgenommen und verarbeitet.


Lukrez!
Wir machen Schallwellen und elektromagnetische Wellen aller Frequenzbereiche für uns hörbar. Wenn du dich damit nie beschäftigt hast und also auch nicht weist wie das funktioniert, kann ich dir das nachsehen.


Zitat von Lukrez im Beitrag #125
Nur ein winziges Spektrum elektromagnetischer Wellen wird überhaupt von unseren Sinnen wahrgenommen.
Jain..
Also nochmal: wir können (fast) das gesamte Spektrum der elktromagnetischen Wellenlängen für unsere Sinne wahrnehmbar machen.
Das heißt also dass deine "Fakten" nur auf dich selbst zutreffen..

Zitat von Lukrez im Beitrag #125

Auch der größte Anteil der Schallwellen ist für uns unhörbar und vom hörbaren Anteil wird auch nur ein winziger Bruchteil vom Gehirn verarbeitet und bewertet.

Als Schallwellen werden niederfrequente Schwingungen im Bereich von 0,1 Hz Herz bis ca. 40. Khz Kilohertz bezeichnet. Davon nehmen wir von ca 15 Hz - 20 Khz ziemlich einiges vom gesamten Spektrum der Schallwellen wahr. Unterhalb dieser 12 - 15 Hz redet man von Infraschall und alles über 20 Khz bezeichnet man als Ultraschall.

Schallwellen sind zudem nicht zwangsläufig elektromagnetische Wellen. Können aber als solche dargestellt werden und sind dann für uns überhaupt nicht hörbar. Können aber über den elektrischen Hautwiederstand wahrgenommen werden.. wenn man die Wechselstromamplitude der Schwingungen entsprechend verstärkt. Das weiß jeder der schon mal mit einem sogenannten medizinischen "Tensgerät" zu tun hatte, oder beim Wechseln einer Glühlampe, die 50 hz des Wechselstromes zu spüren gekriegt hat.

Du liegst also ziemlich falsch..

Was wir subjektiv konstruieren sind W E R T U N G E N.

Was wir Interpretieren sind Z U S A M M E N H Ä N G E.

Zitat von Lukrez im Beitrag #125

Zitat
Wir interpretieren nicht Objekte, sondern nur die Informationen die wir darüber haben.

Wo liegt das Problem?

Genau dasselbe habe ich auch gesagt!
Aus diesen Informationen werden dann unsere "Objekte" zusammengebastelt.

Nein! Objekte sind Strukturen uns Strukturmuster, die wir bewerten und im Zusammenhang beurteilen. Unsere Wahrnehmung ist darauf ausgerichtet, was wir wahrzunehmen suchen, abhängig davon was uns das Objekt von WERT ist...

Zitat von Lukrez im Beitrag #125

Schon den frühesten Philosophen waren übrigens diese Zusammenhänge klar.
Das ist Blödsinn, Lukrez..
Auch die Philosophie muss sich immer wieder neuen Erkenntnisen anpassen. Von daher ist auch diese Aussage falsch "falsch"

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

22.10.2015 22:21
#127 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Dies Seite hier erklärt ziemlich genau was ich meine: Wahrnehmung

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.991

23.10.2015 00:48
#128 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Damit (der abrahamistische) Gott ein Bewusstsein haben kann, müsste er so existieren, wie die Juden ihn sich ausgedacht haben.

@Blackysmart,

... das Bewusstsein "Gottes" müsste an sich völlig unabhängig von den Vorstellungen sein, welche sich Menschen von "Ihm" machten, machen und machen werden! (Der Logik Deines Satzes, welcher sich zudem nur auf antike, semitische Wanderhirten beschränkt, kann ich also nicht recht folgen!?!)

Zitat
Da Menschen jedoch absolut nichts von einem Gott wissen können, ist auch nur seine Existenz schon äusserst unwahrscheinlich.

Das ist richtig! Deswegen spricht man ja auch von einem "Glauben" oder einer "Glaubensgewissheit". Diese unterscheiden sich natürlich von einem belegbaren Wissen, wie es uns durch Wissenschaften ermöglicht wird!
Immerhin bist Du jedoch diplomatisch genug, mit Deinem Wort "unwahrscheinlich", den "Ur-Grund", der ja mit den bekannten Dogmen nichts zu tun hat, aber als Geheimnis in der Welt "wirkt", nicht ganz in Abrede stellen zu wollen.

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

23.10.2015 14:03
#129 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #127
Dies Seite hier erklärt ziemlich genau was ich meine: Wahrnehmung



Die Seite erklärt überhaupt nichts, sondern stellt nur ein bestimmtes Weltbild vor.
Es gibt keine objektiven Attribute, ausnahmslos alle sind subjektive Zuschreibung.
Groß und klein, oben und unten, grün oder rot, süß oder sauer leicht oder schwer,
hart oder weich laut und leise schön und häßlich usw usw usw.
Was bleibt nun von einer scheinbar objektiven Realität, wenn wir alle Attribute von ihr abziehen?
Es bleibt eine Realität ohne Eigenschaften.
Wie beschreiben wir eine Welt ohne Eigenschaften?
Die östliche Philosophie hat den Begriff des Nirwana dafür erfunden.

Plotin kannte diesen Begriff vermutlich nicht.
Er bestreitet jede Annäherung an das EINE, die auf gewöhnlichem Denken beruht,
da uns dies vom Höchsten trennt.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

23.10.2015 15:08
#130 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Lukrez!
Wir machen Schallwellen und elektromagnetische Wellen aller Frequenzbereiche für uns hörbar. Wenn du dich damit nie beschäftigt hast und also auch nicht weist wie das funktioniert, kann ich dir das nachsehen.


Es gibt keine Farben!
Was wir als Farben interpretieren sind lediglich unterschiedliche Wellenlängen eines willkürlichen Bereichs des sichtbaren Lichts.
Wir können zwar andere Wellenlängen messen und einem Wert zuordnen - wirklich wahrnehmen können wir sie nicht!
Alle Tiere mit einer anderen Evolutionsgeschichte als wir nehmen Farben auch vollkommen anders (oder auch überhaupt nicht) wahr und haben auch einen anderen Wahrnehmungsbereich!
Es gibt auch keine Töne oder Klänge - auch das sind lediglich Interpretationen des Gehirns auf unterschiedliche Wellenmuster.

Zitat
Die Seite erklärt überhaupt nichts, sondern stellt nur ein bestimmtes Weltbild vor.
Es gibt keine objektiven Attribute, ausnahmslos alle sind subjektive Zuschreibung.
Groß und klein, oben und unten, grün oder rot, süß oder sauer leicht oder schwer,
hart oder weich laut und leise schön und häßlich usw usw usw.


Genau so ist es!

»Die Welt ist meine Vorstellung:« – dies ist die Wahrheit, welche in Beziehung auf jedes lebende und erkennende Wesen gilt; wiewohl der Mensch allein sie in das reflektirte abstrakte Bewußtseyn bringen kann: und thut er dies wirklich; so ist die philosophische Besonnenheit bei ihm eingetreten. Es wird ihm dann deutlich und gewiß, daß er keine Sonne kennt und keine Erde; sondern immer nur ein Auge, das eine Sonne sieht, eine Hand, die eine Erde fühlt; daß die Welt, welche ihn umgiebt, nur als Vorstellung daist, d.h. durchweg nur in Beziehung auf ein Anderes, das Vorstellende, welches er selbst ist. – Wenn irgendeine Wahrheit a priori ausgesprochen werden kann, so ist es diese: denn sie ist die Aussage derjenigen Form aller möglichen und erdenklichen Erfahrung, welche allgemeiner, als alle andern, als Zeit, Raum und Kausalität ist: denn alle diese setzen jene eben schon voraus, und wenn jede dieser Formen, welche alle wir als so viele besondere Gestaltungen des Satzes vom Grunde erkannt haben, nur für eine besondere Klasse von Vorstellungen gilt; so ist dagegen das Zerfallen in Objekt und Subjekt die gemeinsame Form aller jener Klassen, ist diejenige Form, unter welcher allein irgend eine Vorstellung, welcher Art sie auch sei, abstrakt oder intuitiv, rein oder empirisch, nur überhaupt möglich und denkbar ist. Keine Wahrheit ist also gewisser, von allen andern unabhängiger und eines Beweises weniger bedürftig, als diese, daß Alles, was für die Erkenntniß daist, also die ganze Welt, nur Objekt in Beziehung auf das Subjekt ist, Anschauung des Anschauenden, mit Einem Wort, Vorstellung.
(Schopenhauer)

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

23.10.2015 20:34
#131 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

Zitat

Wir machen Schallwellen und elektromagnetische Wellen aller Frequenzbereiche für uns hörbar.
Wenn du dich damit nie beschäftigt hast und also auch nicht weist wie das funktioniert, kann ich dir das nachsehen.


Es gibt keine Farben!
Was wir als Farben interpretieren sind lediglich unterschiedliche Wellenlängen eines willkürlichen Bereichs des sichtbaren Lichts.


Bist du farbenblind?

W I R interpretieren da gar nichts. Umgekehrt aber, sind die sogenannten EIGENSCHAFTEN des LICHTES eine theoretische Interpretation, des LICHTES.
Diese INTERPRETATION besagt, das LICHT als Welle und als Teilchen in Erscheinung tritt.

DU behauptest nun, dass es kein Farben gibt. Das ist "Deine" Interpretation des Lichtes. Und die so gesehen, völlig falsch ist. Immerhin besitzen wir sehr wohl Rezeptoren für die Farbeigenschaften des Lichtes, die völlig unabhängig von uns und unserem Gehirn elektrische Signale abgeben....

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

Wir können zwar andere Wellenlängen messen und einem Wert zuordnen - wirklich wahrnehmen können wir sie nicht!
Das ist nur deine eigene Interpretation von WIRKLICH. Faktisch können wir so mehr oder weniger, alle Frequenzen des elektromagnetischen wie akustischen Spektrums hörbar und sichtbar machen. Auch das ist Teil der/einer Evolution/Entwicklung.

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

Alle Tiere mit einer anderen Evolutionsgeschichte als wir nehmen Farben auch vollkommen anders (oder auch überhaupt nicht) wahr und haben auch einen anderen Wahrnehmungsbereich!
Sie haben andere Rezeptoren für das Sehen entwickelt.

Umgekehrt, sind Farben eine wichtige Sprache der Natur. Vor allem im Wasser und besonders im Meer kommunizieren Lebensformen vorwiegend über Farben. Viele Tintenfische können ihre "Farbpigmente" sogar beliebig der Umgebung anpassen. Viele Gifttiere besitzen extrem leuchtende Hautfärbungen (Pigmente) die sich artübgreifend sehr ähneln und von daher auch von solchen "Lebensformen" als Beute gemieden werden, die diesen giftigen Tieren zu ersten mal begegnen.
Andersherum benutzen auch nicht wenige Tierarten die selben "Färbungen" als wirksamen Schutz gegen Fressfeinde.
Fast alle bei uns lebenden Wildtierarten, verändern über das Jahr hinweg mehrmals die Farbe ihres Felles. Was sehr nützlich für die Tarnung in einer sich über das Jahr hinweg dauernd verändernden Farbgebung der Natur ist...

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

Es gibt auch keine Töne oder Klänge - auch das sind lediglich Interpretationen des Gehirns auf unterschiedliche Wellenmuster.

Unser Gehirn nimmt diese Wellenmuster selbst ja gar nicht mal wahr. Es sind unsere Ohren, die diese Wellenmuster zuerst in elektrische Impulse umwandeln..
Die Schallrezeptoren unseres Ohres sind sehr empfindlich für Töne und Klänge und von daher auch entsprechend komplex strukturiert, damit wir sogar mit den Ohren besser sehen können, als mit den Augen.. Nämlich hinten!

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

[quote]Die Seite erklärt überhaupt nichts, sondern stellt nur ein bestimmtes Weltbild vor.
Das ist nur deine persönliche Interpretation der Seite!!
Mir erklärt sie sehr viel!

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

Es gibt keine objektiven Attribute, ausnahmslos alle sind subjektive Zuschreibung.
Das ist (d)eine persönliche Interpretation der Wirklichkeit und begründet sich einzig und alleine darauf, dass es mit deiner eigenen WAHRNEHMUNG qualitativ nicht übermäßig gut bestellt ist. Du interpretierst dir aus einem sehr schmalen Spektrum an naturwissenschaftlichen Informationen dieses dein eigens Verständnis der Zusammenhänge zusammen und redest dann von WIR.

Subjektive Zuschreibungen sind WERTUNGEN. WERTUNGEN können zwar auch intersubjektiv wirksam sein, aber in der Regel betreffen sie nur den eigenen Geschmack von Ordnung, den man sich wiederum auch nur subjektiv angewöhnt hat, bzw. anerziehen und damit angewöhnen hat lassen..

Zitat von Lukrez im Beitrag #130

Groß und klein, oben und unten, grün oder rot, süß oder sauer leicht oder schwer,
hart oder weich laut und leise schön und häßlich usw usw usw.
In deinem Alter ist das alles sicher nicht mehr so wichtig. Für andere wiederum, sind das wichtige Orientierungshilfen...

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.991

23.10.2015 23:15
#132 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Bist du farbenblind?
W I R interpretieren da gar nichts. Umgekehrt aber, sind die sogenannten EIGENSCHAFTEN des LICHTES eine theoretische Interpretation, des LICHTES.
Diese INTERPRETATION besagt, das LICHT als Welle und als Teilchen in Erscheinung tritt.
DU behauptest nun, dass es kein Farben gibt. Das ist "Deine" Interpretation des Lichtes. Und die so gesehen, völlig falsch ist. Immerhin besitzen wir sehr wohl Rezeptoren für die Farbeigenschaften des Lichtes, die völlig unabhängig von uns und unserem Gehirn elektrische Signale abgeben....

@Perquestavolta,

... wenn ich mich hierzu einmischen darf. - Lukrez ist keinesfalls "farbenblind", sondern seine Behauptung wird durch folgendes unterstützt:

Licht besteht aus Wellen mit verschiedener Länge. Diese Wellen selbst sind nicht farbig, wenn sie aber auf unsere Netzhaut fallen, rufen sie im Sehsystem einen bestimmten Farbeindruck hervor. Die kurzen Wellen ergeben die Wahrnehmung Blau, die langen Wellen Rot. Weißes Licht ist eine Kombination sämtlicher Wellenlängen von ganz kurz bis ganz lang. Erst wenn man weißes Licht durch ein Prisma fallen lässt, wird es in seine Bestandteile zerlegt.

Wie sieht die Welt also aus, wenn Farbe nur eine Interpretationssache ist? Die Annahme, eine farblose Welt sei grau, ist nahe liegend, aber falsch. Auch der Eindruck Grau ist eine Interpretation unseres Gehirns. Wir können uns Farblosigkeit einfach nicht vorstellen, ebenso wenig wie wir uns Farben vorstellen können, die außerhalb unseres Wahrnehmungsbereiches liegen.

Ultraviolettes oder infrarotes Licht lässt sich zwar nachweisen – wir können es aber nicht sehen und wissen nicht, wie es optisch wirkt. Alleine die Bezeichnung ruft aber eine Einschätzung hervor, die vermutlich falsch ist. Denn auch eine „rote Rose“ ist falsch, da es in Wirklichkeit gar kein Rot gibt. Wir drücken damit aus, wie wir Dinge wahrnehmen und nicht, wie sie sind.

WIE UNSERE FARBEN ENTSTEHEN:
Wenn wir Farbe sehen, sehen wir im Grunde farbiges Licht, das vorher den Umweg über die Oberfläche eines Gegenstandes genommen hat. Fällt weißes Licht auf Materie, dann schluckt deren Oberfläche ein bestimmtes Spektrum der Wellenlänge. Die übrige Lichtenergie wird abgestoßen oder reflektiert. Erscheint ein Auto schwarz, dann hat seine Oberfläche also fast die gesamte Lichtenergie eingefangen und schickt fast keine Wellen zu unserem Sehsystem. Die Lichtenergie geht jedoch nicht verloren, sondern verwandelt sich in Wärme. Deshalb ist es in einem schwarz wirkenden Auto wärmer als in einem weißen. Die Oberfläche eines weiß scheinenden Autos schluckt folglich keine Strahlen, sondern stößt sie fast vollständig ab.

OHNE LICHT KEINE FARBEN:
Die Oberfläche einer „roten“ Tomate absorbiert jene Wellenlängen, die unser Gehirn als grün interpretieren würde. Das Grün bleibt sozusagen als Wärme in der Tomate, während das Rot zu unserem Auge geschickt wird. Aber: die Tomate selbst ist nicht rot. Beleuchtet man sie nämlich mit farbigem Licht aus dem die Wellenlängen des roten Spektrums bereits ausgefiltert sind, kann sie keine entsprechenden Wellen mehr reflektieren und scheint deshalb schwarz. Die Tomate besitzt also lediglich die Eigenschaft, unter bestimmten Voraussetzungen die Wahrnehmung Rot auszulösen. Gibt es überhaupt kein Licht, das reflektiert werden kann – in völliger Dunkelheit – bleibt die Tomate unsichtbar. (Quelle: Internet.)

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

24.10.2015 12:47
#133 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Nehmen wir einmal an, Bewusstsein ließe sich zwischen zwei Menschen vorübergehend tauschen.

Wer sagt uns dann verbindlich, dass diese beiden mit den anderen Augen (und nach der Weiterverarbeitung im anderen Gehirn!) die Farben Rot und Grün genauso wie vorher "sehen" und "wahrnehmen"?

Vor einer Ampel sind wir uns scheinbar einig, welche der drei Farben oben, in der Mitte und unten leuchtet.
Im Weltraum müssten wir auch bei dieser Definittion des Ortes der Farben an der Ampel von der Postition unseres Körpers im Verhältnis zu dieser Ampel ausgehen, weil der Bezugspunkt "Boden unter den Füßen auf der Erdoberfläche" fehlt.
Wir wissen nicht, ob diese Farben gleiche Empfindungen und Eindrücke bei dem Beifahrer auslösen.
Es wird uns fremd bleiben und erklären können wir die "Farben" unserem Nächsten nicht.
Menschen stehen sich gegenüber und schauen sich an. Wer von ihnen schaut nach Vorn und wer nach Hinten?

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

24.10.2015 14:06
#134 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Was wärest du, großes Gestirn, wenn es nicht die gäbe, denen du scheinst.
das lässt Nitzsche seinen Zarathustra zur Sonne sagen.

Die Sonne sendet Energiewellen mit bestimmter Frequenz und Wellenlänge, die wir als Licht und Farbe und als Wärme
interpretieren. Es ist ohne weiteres denkbar, dass es Lebensformen im Universum gibt, die diese Wellenlängen
nicht optisch sondern akustisch WAHR-NEHMEN.
Diese Leute würden ein völlig anderes Universum aufspannen.
><<<<vielleicht gibt es sogar Leute in der Weite des Seins, die diese Frequenzen riechen, mein lieber Mann, das wäre ein Ding.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

24.10.2015 17:50
#135 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #132

Zitat
Bist du farbenblind?
W I R interpretieren da gar nichts. Umgekehrt aber, sind die sogenannten EIGENSCHAFTEN des LICHTES eine theoretische Interpretation, des LICHTES.
Diese INTERPRETATION besagt, das LICHT als Welle und als Teilchen in Erscheinung tritt.
DU behauptest nun, dass es kein Farben gibt. Das ist "Deine" Interpretation des Lichtes. Und die so gesehen, völlig falsch ist. Immerhin besitzen wir sehr wohl Rezeptoren für die Farbeigenschaften des Lichtes, die völlig unabhängig von uns und unserem Gehirn elektrische Signale abgeben....

@Perquestavolta,

... wenn ich mich hierzu einmischen darf. - Lukrez ist keinesfalls "farbenblind", sondern seine Behauptung wird durch folgendes unterstützt:

Licht besteht aus Wellen mit verschiedener Länge. Diese Wellen selbst sind nicht farbig, wenn sie aber auf unsere Netzhaut fallen, rufen sie im Sehsystem einen bestimmten Farbeindruck hervor. Die kurzen Wellen ergeben die Wahrnehmung Blau, die langen Wellen Rot. Weißes Licht ist eine Kombination sämtlicher Wellenlängen von ganz kurz bis ganz lang. Erst wenn man weißes Licht durch ein Prisma fallen lässt, wird es in seine Bestandteile zerlegt.

Wie sieht die Welt also aus, wenn Farbe nur eine Interpretationssache ist? Die Annahme, eine farblose Welt sei grau, ist nahe liegend, aber falsch. Auch der Eindruck Grau ist eine Interpretation unseres Gehirns. Wir können uns Farblosigkeit einfach nicht vorstellen, ebenso wenig wie wir uns Farben vorstellen können, die außerhalb unseres Wahrnehmungsbereiches liegen.

Ultraviolettes oder infrarotes Licht lässt sich zwar nachweisen – wir können es aber nicht sehen und wissen nicht, wie es optisch wirkt. Alleine die Bezeichnung ruft aber eine Einschätzung hervor, die vermutlich falsch ist. Denn auch eine „rote Rose“ ist falsch, da es in Wirklichkeit gar kein Rot gibt. Wir drücken damit aus, wie wir Dinge wahrnehmen und nicht, wie sie sind.

WIE UNSERE FARBEN ENTSTEHEN:
Wenn wir Farbe sehen, sehen wir im Grunde farbiges Licht, das vorher den Umweg über die Oberfläche eines Gegenstandes genommen hat. Fällt weißes Licht auf Materie, dann schluckt deren Oberfläche ein bestimmtes Spektrum der Wellenlänge. Die übrige Lichtenergie wird abgestoßen oder reflektiert. Erscheint ein Auto schwarz, dann hat seine Oberfläche also fast die gesamte Lichtenergie eingefangen und schickt fast keine Wellen zu unserem Sehsystem. Die Lichtenergie geht jedoch nicht verloren, sondern verwandelt sich in Wärme. Deshalb ist es in einem schwarz wirkenden Auto wärmer als in einem weißen. Die Oberfläche eines weiß scheinenden Autos schluckt folglich keine Strahlen, sondern stößt sie fast vollständig ab.

OHNE LICHT KEINE FARBEN:
Die Oberfläche einer „roten“ Tomate absorbiert jene Wellenlängen, die unser Gehirn als grün interpretieren würde. Das Grün bleibt sozusagen als Wärme in der Tomate, während das Rot zu unserem Auge geschickt wird. Aber: die Tomate selbst ist nicht rot. Beleuchtet man sie nämlich mit farbigem Licht aus dem die Wellenlängen des roten Spektrums bereits ausgefiltert sind, kann sie keine entsprechenden Wellen mehr reflektieren und scheint deshalb schwarz. Die Tomate besitzt also lediglich die Eigenschaft, unter bestimmten Voraussetzungen die Wahrnehmung Rot auszulösen. Gibt es überhaupt kein Licht, das reflektiert werden kann – in völliger Dunkelheit – bleibt die Tomate unsichtbar. (Quelle: Internet.)



Wenn man euch "goßen Philosopen" "zuhört" dann möchte man meinen, dass das Farbfernsehen" der größte Betrug ist, auf den die Menschheit jemals hereingefallen ist.

Der Farbeindruck entsteht nicht in unserem Gehirn. Wir haben sogenannte Farbrezeptoren, welche die für die jeweiligen von den Objekten reflektierten "Schwarzfarben" die auf diese Rezeptoren auftreffen empfindlich sind. Das was an unser Gehirn über den Sehnerv weitergeleitet wird, sind elektrische "Reize"...

Das Farbsehendes folgt exakten wie auch präzisen physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Die direkte Strahlungssumme von grünem, rotem und blauem Licht können wir gar nicht wahrnehmen, da alle drei Farben zusammen Weiß ergeben. Wir sehen nur die Interferenzfarben Cyan - Magenta - Gelb, die man als Schwarz- oder Körperfarben bezeichnet.
Für die direkte Strahlungssmumme besitzen wir zusätzlich Rezeptoren, welche für das "Hell-Dunkel-Sehen" verantwortlich sind..

Cyan, Magenta, Gelb sind in den Lichtfarben Grün, Blau, und Rot enthalten und können jeweils mit der jeweiligen Komplementärfarbe aus den Grundfarben heraus gefiltert werden. Gedruckte Farblithographien von Kunstwerken wurden schon nach diesem Verfahren hergestellt, als es noch gar keine eigentliche Farbfotografie gab. Man fotografierte damals das "Objekt" farbig, in dem man für jeden sogenannten Farbauszug ein komplemtärfarbiges Filter vor die Optik der Kamera hielt.

Grün für den Magenta-Auszug; Rot für den Cyan-Auszug, Blau für den Gelbauszug. und für das Schwarz, das es beim Drucken braucht, um den nötigen Tiefenkontrast zu erzeugen, legte man die drei Auszugesnegative übereinander und erhielt so ein "Positiv" auf dem nur die Stellen geschwärzt waren, die im Zusammendruck besonders Schwarz werden sollten, da die drei Auszugsfarben im Druck zusammen nur ein schmutziges grau ergaben.. An diesem Grundprinzip der Farbfotografie und Farbreproduktion hat sich bis heute nichts geändert.

Und das mit der schwarzen Tomate ist übrigens ein "unsinniger Blödsinn", werter @Reisender.. Da wir nur die das Farbspektrum von ca 400 - 700 nm direkt wahrnehmen können und unsere Augen für Grün am empfindlichsten sind, sehen wir eine Rote Tomate immer als Grünblau, wenn wir Rot aus dem für uns sichtbaren Frequenzspektrum des Lichtes heraus nehmen. Wir könne auch das Grün herausnehmen, dann sehen wir die Tomate in Lila und wenn wir das Blau herausnehmen dann sehen wir die Tomate als graues Gelbgrün, aber niemals "schwarz..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reisender Offline



Beiträge: 4.058

25.10.2015 11:23
#136 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Nicht nur die einzelnen Farben sind Projektionen unserer Wahrnehmung, sondern das Licht an sich ist eine Projektion,
das das weiße Licht ja die Gesamtheit aller Farben ist.
Ohne Wahrnehmung wäre es demzufolge völlig dunkel, und genau das meint Nitzsche mit der Frage an die Sonne.
Zu existieren heißt wahr genommen zu werden, und Wahrnehmung erfolgt mit spezifischen Sensorik
und eine zeitl.-kult. Bewusstseinslage.
Farbenblinde berichten, dass sie sehr wohl in inneren Bildern Farben sehen.
Die Farben sind also in uns.

Reklov Offline




Beiträge: 4.991

25.10.2015 17:52
#137 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Farbenblinde berichten, dass sie sehr wohl in inneren Bildern Farben sehen.
Die Farben sind also in uns.

@Reisender,

... "innere Bilder", welche sich ja nicht nur auf Farben beziehen müssen, werden von vielen nicht "gesehen", da sie sich lediglich auf Objekte stützen, welche vor ihren Sinnen auftauchen und damit eben ihr, wie immer auch geartetes, Weltbild ausmalen.
Ich kenne Menschen, die meditieren und mir von "wunderbaren" Bildern berichteten, welche aber schwer in Sprache zu gießen sind, da sie eben nicht das uns bekannte Gegenständliche berühren. (Ich selbst meditiere nicht.)

Ein Zitat aus Goethes FAUST passt hier recht gut: >> Wenn ihr's nicht fühlt, ihr werdet's nicht erjagen... <<.

Gruß von Reklov

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

25.10.2015 17:57
#138 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reisender im Beitrag #136
Nicht nur die einzelnen Farben sind Projektionen unserer Wahrnehmung, sondern das Licht an sich ist eine Projektion,
das das weiße Licht ja die Gesamtheit aller Farben ist.
Ohne Wahrnehmung wäre es demzufolge völlig dunkel, und genau das meint Nitzsche mit der Frage an die Sonne.
Zu existieren heißt wahr genommen zu werden, und Wahrnehmung erfolgt mit spezifischen Sensorik
und eine zeitl.-kult. Bewusstseinslage.
Farbenblinde berichten, dass sie sehr wohl in inneren Bildern Farben sehen.
Die Farben sind also in uns.


Farbenblinde sind in der Regel nur für eine der Lichtfarben unempfindlich. Meist für Rot. Licht ist keine (innere) Projektion, sondern ein wichtiges Medium für Informationen.
Dass Blinde (manchmal) innere Farben sehen, kommt von daher, dass die Voraussetzung für das Farbempfinden in unserem Gehirn durch die Evolution angelegt ist. Dies wäre nicht der Fall, wenn Farben nur ein Konstrukt unseres Gehirns wären.

Wenn man sich das Farbspektrum des weißen Lichtes über ein Brechungsmedium wie dem "Prisma" etwas genauer anschaut, dann sieht man da 6 Farben. Weil die durch die Brechung im Prisma, auch der Rotanteil, der Blauanteil und der Grünanteil in seine "Bestandteile zerlegt wird.

Magenta/Purpur ist neben Cyan/Blaugrün im blauen Weiß-Lichtanteil enthalten..
Magenta/Purpur ist neben Gelb im roten Weißlichtanteil enthalten
Gelb ist neben Cyan/blaugrün im grünen Weißlichtanteil enthalten

Und weil dem so ist, können sogenannte Farbenblinde meist nur Rot und Grün nicht von einander unterscheiden...

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.991

25.10.2015 18:31
#139 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Magenta/Purpur ist neben Cyan/Blaugrün im blauen Weiß-Lichtanteil enthalten..
Magenta/Purpur ist neben Gelb im roten Weißlichtanteil enthalten
Gelb ist neben Cyan/blaugrün im grünen Weißlichtanteil enthalten

@Perquestavolta,

... physikalische Details sind zwar wichtig, lehrreich und auch interessant! - Viel interessanter scheint mir jedoch die Frage, warum in der Genesis (1. Mose, 3) bereits als zweiter Schöpfungsakt die Erschaffung des Lichts angegeben wird?
Wie also konnten Menschen aus lange versunkenen, frühantiken Kulturen überhaupt auf solch eine Aussage/Behauptung kommen?
Man merkt, dass einem das angelernte "Schulwissen" hierbei recht wenig nützen kann!

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

26.10.2015 07:50
#140 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #128

Zitat von Blackysmart
Damit (der abrahamistische) Gott ein Bewusstsein haben kann, müsste er so existieren, wie die Juden ihn sich ausgedacht haben.

... das Bewusstsein "Gottes" müsste an sich völlig unabhängig von den Vorstellungen sein, welche sich Menschen von "Ihm" machten, machen und machen werden! (Der Logik Deines Satzes, welcher sich zudem nur auf antike, semitische Wanderhirten beschränkt, kann ich also nicht recht folgen!?!)



Wobei Du mit "Bewusstsein" diesem Gott wieder ein Attribut bescheinigst, dass Du wünschst das er es hätte, aber überhaupt nicht darüber wissen kannst.

Was bleibt vom christlichen, jüdischen und muslimischen Glauben, wenn man die Gottesvorstellung dieser Wanderhirten beiseite lässt?


Zitat von Reklov im Beitrag #128

Immerhin bist Du jedoch diplomatisch genug, mit Deinem Wort "unwahrscheinlich", den "Ur-Grund", der ja mit den bekannten Dogmen nichts zu tun hat, aber als Geheimnis in der Welt "wirkt", nicht ganz in Abrede stellen zu wollen.


Da ich absolut nichts über einen Urgrund weiß, spekuliere ich im Gegensatz zu Dir nicht. Du gibst diesem Urgrund ein "Bewusstsein", erklärst es zum "Geheimnis" und bescheinigst ein "Wirken" in unserer Welt. Du tust nichts anderes als die antiken Wanderhirten vor tausenden Jahren.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.922

26.10.2015 08:18
#141 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #139
Viel interessanter scheint mir jedoch die Frage, warum in der Genesis (1. Mose, 3) bereits als zweiter Schöpfungsakt die Erschaffung des Lichts angegeben wird? Wie also konnten Menschen aus lange versunkenen, frühantiken Kulturen überhaupt auf solch eine Aussage/Behauptung kommen?
Man merkt, dass einem das angelernte "Schulwissen" hierbei recht wenig nützen kann!


Schon unsere frühesten Vorfahren erkannten, dass sie die Sonne zum Überleben brauchten. Die Sonne "wanderte" am Himmel entlang, spendete Wärme, lässt im Sommer Pflanzen und Nahrung wachsen. Im Winter, wenn die Sonne weniger scheint wächst nichts mehr, die Nahrung wrird knapp und es wird kalt. Nachts, wenn kein Licht mehr schien, gingen die gefährlichn Raubtiere auf die Jagd. Bei Sonnenaufgang "erwacht" das Leben. Die Menschen, die hinter jedem Ereignis ein bewusstes Wirken vermuten (Überbleibsel der Evolution) erklärten die Sonne als Gott und verehrten sie.

http://www.geo.de/GEOlino/natur/sonnenfo...ueher-1570.html
"Bei allen alten Völkern unserer Erde spielten Sonnengötter und Sonnengöttinnen eine große Rolle. Die drei bedeutungsvollsten Stämme im alten Amerika, die Mayas, die Inkas und die Azteken, verehrten die Sonne als die höchste Gottheit. Den Göttern der Sonne wurden viele Opfer gebracht - neben Obst und anderen Köstlichkeiten wurden bei den Azteken sogar Menschen geopfert. Die Japaner beteten den Sonnengöttin Amaterasu an. In Indien, wo die Hindus leben, gibt es den Sonnengott Surya und im alten Babylonien wurde der Sonnengott Schamasch verehrt. Auch in Europa findet man Spuren der Sonnenverehrung. Von den Dänen weiß man, dass sie früher die Sonne vergötterten, und in Griechenland findet man den berühmten Koloss von Rhodos, eine 30 Meter hohe Statue. Sie gehört zu den sieben Weltwundern der Antike und wurde zu Ehren des Sonnengottes Helios errichtet. Die Kelten errichteten in Südengland vor 3500 bis 4000 Jahren eine Ringanlage aus meterhohen Steinblöcken, die auch Stonehenge genannt wird. Ihre Bedeutung blieb lange ein Geheimnis. Heute vermuten die Forscher, dass die Kelten dort die Sonne, den Mond und die Sterne beobachteten."


Man vermutet, dass Jahwe (auch HUHUJAJA oder so ähnlich genannt ) den ägyptischen Sonnengott RA als Vorbild hat. Dementsprechend spielte auch nach dem Karrieresprung des früheren Vulkan- und Schutzgottes Jahwe das Licht eine große Rolle. Hier muss man absolut nichts Mystisches hineininterpretieren Reklov.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

26.10.2015 14:15
#142 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #139

Zitat
Magenta/Purpur ist neben Cyan/Blaugrün im blauen Weiß-Lichtanteil enthalten..
Magenta/Purpur ist neben Gelb im roten Weißlichtanteil enthalten
Gelb ist neben Cyan/blaugrün im grünen Weißlichtanteil enthalten

@Perquestavolta,

... physikalische Details sind zwar wichtig, lehrreich und auch interessant! - Viel interessanter scheint mir jedoch die Frage, warum in der Genesis (1. Mose, 3) bereits als zweiter Schöpfungsakt die Erschaffung des Lichts angegeben wird?
Wie also konnten Menschen aus lange versunkenen, frühantiken Kulturen überhaupt auf solch eine Aussage/Behauptung kommen?
Man merkt, dass einem das angelernte "Schulwissen" hierbei recht wenig nützen kann!




Jetzt mal ganz im ernst Reklov!! Meine Kenntnisse über die Physik des Lichtes habe ich mir über viele Jahre hinweg als Fotograf und Lithograph praktisch erarbeitet.

In Bezug Genesis, steht da über das Licht:

Gen 1,3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gen 1,5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
Gen 1,14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen.
Gen 1,15 sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.
Gen 1,16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
Gen 1,17 Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,
Gen 1,18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.
Gen 9,13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
en 9,14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
Gen 9,15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
Gen 9,16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.
Gen 9,17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.en 9,14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
Gen 9,15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
Gen 9,16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.
Gen 9,17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.


Ja, nur mit Schulwissen kommt man da nicht weiter...

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reisender Offline



Beiträge: 4.058

26.10.2015 14:33
#143 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #142
Zitat von Reklov im Beitrag #139

Zitat
Magenta/Purpur ist neben Cyan/Blaugrün im blauen Weiß-Lichtanteil enthalten..
Magenta/Purpur ist neben Gelb im roten Weißlichtanteil enthalten
Gelb ist neben Cyan/blaugrün im grünen Weißlichtanteil enthalten

@Perquestavolta,

... physikalische Details sind zwar wichtig, lehrreich und auch interessant! - Viel interessanter scheint mir jedoch die Frage, warum in der Genesis (1. Mose, 3) bereits als zweiter Schöpfungsakt die Erschaffung des Lichts angegeben wird?
Wie also konnten Menschen aus lange versunkenen, frühantiken Kulturen überhaupt auf solch eine Aussage/Behauptung kommen?
Man merkt, dass einem das angelernte "Schulwissen" hierbei recht wenig nützen kann!




Jetzt mal ganz im ernst Reklov!! Meine Kenntnisse über die Physik des Lichtes habe ich mir über viele Jahre hinweg als Fotograf und Lithograph praktisch erarbeitet.

In Bezug Genesis, steht da über das Licht:

Gen 1,3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gen 1,5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
Gen 1,14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen.
Gen 1,15 sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.
Gen 1,16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne.
Gen 1,17 Gott setzte die Lichter an das Himmelsgewölbe, damit sie über die Erde hin leuchten,
Gen 1,18 über Tag und Nacht herrschen und das Licht von der Finsternis scheiden. Gott sah, dass es gut war.
Gen 9,13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken; er soll das Bundeszeichen sein zwischen mir und der Erde.
en 9,14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
Gen 9,15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
Gen 9,16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.
Gen 9,17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.en 9,14 Balle ich Wolken über der Erde zusammen und erscheint der Bogen in den Wolken,
Gen 9,15 dann gedenke ich des Bundes, der besteht zwischen mir und euch und allen Lebewesen, allen Wesen aus Fleisch, und das Wasser wird nie wieder zur Flut werden, die alle Wesen aus Fleisch vernichtet.
Gen 9,16 Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.
Gen 9,17 Und Gott sprach zu Noach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich zwischen mir und allen Wesen aus Fleisch auf der Erde geschlossen habe.


Ja, nur mit Schulwissen kommt man da nicht weiter...




Tja, das war das Weltbild vor 2500 Jahren, und in 2500 Jahren wird man unser heutiges
Weltbild mit dem gleichen Abstand betrachten, wie wir das Antike Weltbild.
Weltbilder sind Ausdruck des zeitl.-kult. Paradigmas.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

26.10.2015 15:10
#144 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reisender im Beitrag #143


Tja, das war das Weltbild vor 2500 Jahren, und in 2500 Jahren wird man unser heutiges
Weltbild mit dem gleichen Abstand betrachten, wie wir das Antike Weltbild.
Weltbilder sind Ausdruck des zeitl.-kult. Paradigmas.
Vor 2500 Jahren lebten gerade mal 300 - 400 Millionen Menschen auf dem Planeten Erde. Heute leben über 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten. Das Weltbild der damaligen Zivilisationen war nicht nur eines. Die Weltbilder unserer heutigen Zivilisationen sind so manigfaltig wie noch.
Es gibt naturalistische Weltbilder, es gibt kulturelle Weltbilder, es gibt vergeistigte Weltbilder, es gibt versoffene/verkiffte Weltbilder....und es gibt veraltete Weltbilder.
Die Weltbilder von morgen werden vorwiegend wissenschaftlich und naturalistisch ausgerichtet sein. Selbst die Methodik der Wissenschaften, die derzeit noch überwiegend "reduktionistisch" orientiert ist, befindet sich im Wandel und geht nun immer mehr in die "Strukturforschung" über.
Der Grund hierfür liegt darin, dass sich Informationen und damit neue Erkenntnisse , die vor 30 Jahren Wochen und Monate unterwegs waren, binnen Bruchteilen von Sekunden über den ganzen Planeten verbreiten.
Wir leben im Zeitalter der Informatik und benutzen "Maschinen" und Algorithmen um damit die Natur zu dekodieren..
Von daher werden wir schon in 10 Jahren ganz andere Weltbilder haben als heute..

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reisender Offline



Beiträge: 4.058

26.10.2015 15:48
#145 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #144
Zitat von Reisender im Beitrag #143


Tja, das war das Weltbild vor 2500 Jahren, und in 2500 Jahren wird man unser heutiges
Weltbild mit dem gleichen Abstand betrachten, wie wir das Antike Weltbild.
Weltbilder sind Ausdruck des zeitl.-kult. Paradigmas.
Vor 2500 Jahren lebten gerade mal 300 - 400 Millionen Menschen auf dem Planeten Erde. Heute leben über 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten. Das Weltbild der damaligen Zivilisationen war nicht nur eines. Die Weltbilder unserer heutigen Zivilisationen sind so manigfaltig wie noch.
Es gibt naturalistische Weltbilder, es gibt kulturelle Weltbilder, es gibt vergeistigte Weltbilder, es gibt versoffene/verkiffte Weltbilder....und es gibt veraltete Weltbilder.
Die Weltbilder von morgen werden vorwiegend wissenschaftlich und naturalistisch ausgerichtet sein. Selbst die Methodik der Wissenschaften, die derzeit noch überwiegend "reduktionistisch" orientiert ist, befindet sich im Wandel und geht nun immer mehr in die "Strukturforschung" über.
Der Grund hierfür liegt darin, dass sich Informationen und damit neue Erkenntnisse , die vor 30 Jahren Wochen und Monate unterwegs waren, binnen Bruchteilen von Sekunden über den ganzen Planeten verbreiten.
Wir leben im Zeitalter der Informatik und benutzen "Maschinen" und Algorithmen um damit die Natur zu dekodieren..
Von daher werden wir schon in 10 Jahren ganz andere Weltbilder haben als heute..





Kann sein, oder auch nicht.
Es gibt Aussagen der QM die eher mystisch sind als naturalistisch. (Blanck, Heisenberg, Schrödinger, Pauli, Eddington, Bohm usw)
Da erscheint das Universum eher wie eine große Idee statt einer großen Mechanik.
Wir wissen heute einfach nicht, wohin sich menschlicher Erkenntnisdrang entwickeln wird.

Perquestavolta Offline



Beiträge: 4.313

26.10.2015 20:50
#146 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reisender im Beitrag #145
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #144
Zitat von Reisender im Beitrag #143


Tja, das war das Weltbild vor 2500 Jahren, und in 2500 Jahren wird man unser heutiges
Weltbild mit dem gleichen Abstand betrachten, wie wir das Antike Weltbild.
Weltbilder sind Ausdruck des zeitl.-kult. Paradigmas.
Vor 2500 Jahren lebten gerade mal 300 - 400 Millionen Menschen auf dem Planeten Erde. Heute leben über 7 Milliarden Menschen auf dem Planeten. Das Weltbild der damaligen Zivilisationen war nicht nur eines. Die Weltbilder unserer heutigen Zivilisationen sind so manigfaltig wie noch.
Es gibt naturalistische Weltbilder, es gibt kulturelle Weltbilder, es gibt vergeistigte Weltbilder, es gibt versoffene/verkiffte Weltbilder....und es gibt veraltete Weltbilder.
Die Weltbilder von morgen werden vorwiegend wissenschaftlich und naturalistisch ausgerichtet sein. Selbst die Methodik der Wissenschaften, die derzeit noch überwiegend "reduktionistisch" orientiert ist, befindet sich im Wandel und geht nun immer mehr in die "Strukturforschung" über.
Der Grund hierfür liegt darin, dass sich Informationen und damit neue Erkenntnisse , die vor 30 Jahren Wochen und Monate unterwegs waren, binnen Bruchteilen von Sekunden über den ganzen Planeten verbreiten.
Wir leben im Zeitalter der Informatik und benutzen "Maschinen" und Algorithmen um damit die Natur zu dekodieren..
Von daher werden wir schon in 10 Jahren ganz andere Weltbilder haben als heute..





Kann sein, oder auch nicht.
Es gibt Aussagen der QM die eher mystisch sind als naturalistisch. (Blanck, Heisenberg, Schrödinger, Pauli, Eddington, Bohm usw)
Da erscheint das Universum eher wie eine große Idee statt einer großen Mechanik.
Wir wissen heute einfach nicht, wohin sich menschlicher Erkenntnisdrang entwickeln wird.



Hier setzt das an, was Lukrez meint.. die Interpretation.

"Mystiker" wollen die Quantentheorie mystisch verstanden wissen. Naturalisten begreifen sie lieber naturalistisch.
Fakt ist, dass im Quantenkosmos die relativistische Ordnung von Zeit und Raum nicht mehr gilt. Physiker bedienen sich daher Begriffen, wie "Spukhaft"...."Erscheinung.."
Was natürlich von der Esoterikbranche gut vermarktet werden kann..

Physikalisch arbeiten wir mit der QM schon seit vielen Jahrtausenden.. seit wir den Feuerschein als Lichtquelle benutzen..

Das Problem der Quantenmechanik ist eben, dass man die Buchstaben eines Buches zwar durcheinander rütteln und dann alle in einen Sack schütten kann, aber der informative Inhalt des Buches geht unwiederbringlich verloren.

Von daher ist die Quantenmechanik eben nur ein theoretisches Modell, das mit unserer Alltagswirklichkeit nichts zu tun hat.

Wer glaubt der muss auch zweifeln können.
Wer im Glauben nicht zweifelt, ist entweder ein Kind oder ein Idiot.






Reklov Offline




Beiträge: 4.991

29.10.2015 10:10
#147 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Jetzt mal ganz im ernst Reklov!! Meine Kenntnisse über die Physik des Lichtes habe ich mir über viele Jahre hinweg als Fotograf und Lithograph praktisch erarbeitet.

In Bezug Genesis, steht da über das Licht:

Gen 1,3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht.
Gen 1,5 und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht. Es wurde Abend und es wurde Morgen: erster Tag.
Gen 1,14 Dann sprach Gott: Lichter sollen am Himmelsgewölbe sein, um Tag und Nacht zu scheiden. Sie sollen Zeichen sein und zur Bestimmung von Festzeiten, von Tagen und Jahren dienen.
Gen 1,15 sie sollen Lichter am Himmelsgewölbe sein, die über die Erde hin leuchten. So geschah es.
Gen 1,16 Gott machte die beiden großen Lichter, das größere, das über den Tag herrscht, das kleinere, das über die Nacht herrscht, auch die Sterne...

@Perquestavolta,

... mit Lithographen, Druckern, Retuscheuren, Typografen und Fotografen hatte ich während meiner langen Berufslaufbahn reichlichen Kontakt und konnte mich fachlich ausführlich mit ihnen austauschen, deren Techniken auch verstehen, um bereits im Entwurfsbereich entsprechend richtig arbeiten zu können! Da ich aber vor meinem Grafik-Studium eine 3jähr. Lehre in einem Werbeatelier (Schwerpunkt Illustration!) machte, kam ich schon früh mit der Thematik von Licht- und Körperfarben in Berührung.
Auch, dass Du die bekannten Verse der Genesis nochmals aufzählst, ist wenig hilfreich, denn meine Frage lautete ja,
WARUM die unbekannten Verfasser der Genesis vor so vielen tausend Jahren das LICHT als den zweiten Schöpfungsakt in ihre biblische Erzählung setzten?? -
Hast Du hierzu eine Antwort?

Dass aber der Regenbogen den antiken Kulturen ein vor Augen tretendes Rätsel war und auf verschiedenste Weise gedeutete wurde, muss dem damaligen magischen Zeitalter zugestanden werden. - Beim LICHT verhält es sich genauso, wie bei den übrigen Erscheinungen in der Welt: Wissenschaftlich können wir sie heute sprachlich oder mathematisch bestens einkleiden - nur - was nützt uns dies, wenn es zur transzendenten Deutung der Welt kommt?

Ich nehme an, Du wärest auch nicht damit zufrieden, wenn man Dich, als menschliche Erscheinung, auf Deine chem. Stoffe (Sauerstoff, Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Calcium, Chlor, Phosphor, Kalium, Schwefel, Natrium, Magnesium) reduzieren wollte, denn zumindest müsstest Du ahnen, dass Du weitaus mehr bist, als es die Aufzählung dieser chem. Elemente darzustellen vermag!
Hier verläuft nun mal die Grenzlinie zwischen wissenschaftlichem und transzendentem Denken! - Nicht ohne Grund unterscheidet der Mensch ja bereits sprachlich zwischen Natur- und Geisteswissenschaften!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 4.991

29.10.2015 10:34
#148 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Schon unsere frühesten Vorfahren erkannten, dass sie die Sonne zum Überleben brauchten. Die Sonne "wanderte" am Himmel entlang, spendete Wärme, lässt im Sommer Pflanzen und Nahrung wachsen. Im Winter, wenn die Sonne weniger scheint wächst nichts mehr, die Nahrung wrird knapp und es wird kalt. Nachts, wenn kein Licht mehr schien, gingen die gefährlichn Raubtiere auf die Jagd. Bei Sonnenaufgang "erwacht" das Leben. Die Menschen, die hinter jedem Ereignis ein bewusstes Wirken vermuten (Überbleibsel der Evolution) erklärten die Sonne als Gott und verehrten sie.

@Blackysmart,

... so ähnlich habe ich früher auch gedacht, bis mich ein Bibel-Spezialist darauf aufmerksam machte, dass mit dem zweiten Schöpfungsakt (Mose 1, Vers 3) nicht die Erschaffung der Gestirne gemeint sei, sondern das LICHT an sich - also die Photonen! - Die Sonne, welche Du hier ansprichst, wird aber erst in Vers 16 erschaffen, also erst nach zwei zuvor geschehenen Schöpfungsakten: der Trennung von Wasser und festem Land und der Erschaffung der Pflanzenwelt!

Wenn Du die entsprechenden Stellen kurz nachliest, wird es Dir sofort klarer! (Ich nehme an, Du hast eine Bibel zur Hand?)

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 2.245

29.10.2015 14:52
#149 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat
...bis mich ein Bibel-Spezialist darauf aufmerksam machte, dass mit dem zweiten Schöpfungsakt (Mose 1, Vers 3) nicht die Erschaffung der Gestirne gemeint sei, sondern das LICHT an sich - also die Photonen! - Die Sonne, welche Du hier ansprichst, wird aber erst in Vers 16 erschaffen...


Ganz recht! Erst das Licht einschalten und dann feststellen, dass keine Lampe als dessen Ursache existiert... Ich habe bisher keine biblische Aussage mit "unsinnig" tituliert. Aber, diese Feststellung wäre dafür vorrangig geeignet...

----------------------------------------------------
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Reklov Offline




Beiträge: 4.991

29.10.2015 15:23
#150 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ganz recht! Erst das Licht einschalten und dann feststellen, dass keine Lampe als dessen Ursache existiert... Ich habe bisher keine biblische Aussage mit "unsinnig" tituliert. Aber, diese Feststellung wäre dafür vorrangig geeignet...

@Athon,

... ich bin kein Physiker, aber vielleicht kann Dir ein "Fachmann" erläutern, dass (nicht nur) unsere Sonne zwar wärmt und Licht verstreut, aber Photonen auch ohne die Sonne existieren können (!?) so wie der Strom ja auch nicht ausschließlich an Glühbirnen gebunden ist.

Das Internet sagt dazu:

>> Michael Faraday erbrachte 1846 als erster den Nachweis, dass Licht und Magnetismus zwei miteinander verbundene physikalische Phänomene sind. Er veröffentlichte den von ihm gefundenen magnetooptischen Effekt, der heute als Faraday-Effekt bezeichnet wird, unter dem Titel Über die Magnetisierung des Lichts und die Belichtung der Magnetkraftlinien.

James Clerk Maxwell formulierte 1864 die noch heute gültigen Grundgleichungen der Elektrodynamik und erkannte, dass dadurch die Existenz freier elektromagnetischer Wellen vorhergesagt wurde. Da deren vorhergesagte Ausbreitungsgeschwindigkeit mit der bekannten Lichtgeschwindigkeit übereinstimmte, schloss er, dass das Licht wohl eine elektromagnetische Welle sei. Er vermutete (wie damals nahezu alle Physiker), dass diese Welle nicht im leeren Raum existieren könne, sondern ein Ausbreitungsmedium brauche. Dieses Medium, das das gesamte Weltall ausfüllen müsste, wurde als Äther bezeichnet.

Mit der darauf aufbauenden elektromagnetischen Lichttheorie schienen im ausgehenden 19. Jahrhundert beinahe alle Fragen zum Licht geklärt. Allerdings ließ sich einerseits der postulierte Äther nicht nachweisen (siehe Michelson-Morley-Experiment), was letztendlich das Tor zur speziellen Relativitätstheorie aufstieß. Andererseits schien unter anderem der Photoeffekt der Wellennatur des Lichts zu widersprechen.

So entstand eine radikal neue Sichtweise des Lichts, die durch die Quantenhypothese von Max Planck und Albert Einstein begründet wurde. Kernpunkt dieser Hypothese ist der Welle-Teilchen-Dualismus, der das Licht nun nicht mehr ausschließlich als Welle oder ausschließlich als Teilchen beschreibt, sondern als Quantenobjekt. Als solches vereint es Eigenschaften von Welle und von Teilchen, ohne das eine oder das andere zu sein und entzieht sich somit unserer konkreten Anschauung. Daraus entstand Anfang des 20. Jahrhunderts die Quantenphysik und später die Quantenelektrodynamik, die bis heute unser Verständnis von der Natur des Lichts darstellt. <<

Hoffe, ich konnte förderlich sein?

Gruß von Reklov

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