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Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

03.07.2017 19:16
#1251 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
... es gibt nun mal (nicht erst seit gestern!) "menschenfeindliche" Zonen auf unserer Erde. Warum diese Zonen nicht schon vor Jahrtausenden von ihren Bewohnern verlassen wurden (siehe Völkerwanderung) kann ich nicht beurteilen. Dass aber bereits das alte Germanien ein von Regengüssen verwöhntes Land war, vermerkte seinerzeit der röm. Schriftsteller Tacitus.


Soll das jetzt eine Entschuldigung für deinen Schöpfer sein, doch nicht die beste aller möglichen Welten geschaffen zu haben?
JEDEN Ort der Welt kann es treffen - nach dieser Definition ist die Erde für Menschen also komplett unbewohnbar.
Also sehr schlecht gebastelt von diesem alles überragenden und bewussten Schöpfergott!

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Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

04.07.2017 13:43
#1252 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Soll das jetzt eine Entschuldigung für deinen Schöpfer sein, doch nicht die beste aller möglichen Welten geschaffen zu haben?
JEDEN Ort der Welt kann es treffen - nach dieser Definition ist die Erde für Menschen also komplett unbewohnbar.
Also sehr schlecht gebastelt von diesem alles überragenden und bewussten Schöpfergott!

Lukrez,

... erstens ist ER/SIE/ES auch Dein Schöpfer, es sei denn, Du versteigst Dich in den Gedanken, Du hättest Dich selber auf diese Erde geschickt. Zweitens steht es wohl keinem Menschen an, Entschuldigungen für das Walten der Kräfte und Ordnungen auf unserem Planeten zu formulieren. Ob wir auf der besten aller möglichen Welten leben, könnte man nur beurteilen, würde man die Lebensbedingungen auf allen Planeten im Kosmos kennen.
Dass jeder Ort auf unserer Erde von einer Heimsuchung getroffen werden kann, ist richtig, aber wie man sieht, ist das Menschengeschlecht bisher noch nicht von Katastrophen ausgerottet worden, wenn diese auch stets überraschend und gewaltig zuschlugen.

Wer die Natur kritisiert, sollte sich zunächst fragen, ob er diese und den Master-Plan, in welchen sie eingebunden zu sein scheint, überhaupt richtig erkennen kann und dementsprechend richtig zu deuten vermag!? - Für einen Eisbär wäre z.B. unser Planet erst dann "ideal", bestünde er nur aus kalten Zonen mit entsprechend vielen und nicht so flinken Robben - zum Verspeisen.

Für uns Menschen wäre ein dichter, mit vielen Früchten bestückter, Baum-Planet (aber bitte ohne Giftschlangen und Raubkatzen!) das ideale Heim. Es sollte eine angenehme Dauertemperatur (so um die 26 Grad) herrschen. Viele Wasserfälle und Flüsse sollten sauberes Trinkwasser vor unsere Behausungen liefern und wer im nahen See angelt, sollte stets dicke Fische für den Mittagstisch fangen können. - Ist aber leider nicht so, denn wir sind Geschöpfe der Natur und diese funktioniert nun mal nicht nach unseren Wünschen. Wenn wir noch weiterhin so gedankenlos mit ihr umgehen, wird sie uns noch die entsprechenden Rechnungen ins Haus liefern.

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

04.07.2017 18:47
#1253 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wer die Natur kritisiert, sollte sich zunächst fragen, ob er diese und den Master-Plan, in welchen sie eingebunden zu sein scheint, überhaupt richtig erkennen kann und dementsprechend richtig zu deuten vermag!? - Für einen Eisbär wäre z.B. unser Planet erst dann "ideal", bestünde er nur aus kalten Zonen mit entsprechend vielen und nicht so flinken Robben - zum Verspeisen.


Du irrst gewaltig!
Ich kritisiere die Natur nicht.
Einen angeblich bewussten und intelligenten Schöpfer muss man angesichts dieses angerichteten Schlamassels aber unbedingt kritisieren.
Die Natur ist der beste Beweis für die Nichtexistenz eines planenden und bewussten Schöpfers.
Hat ein Schöpfer aber doch bewusst geplant, dann ist er eben vollkommen durchgeknallt und unzurechnungsfähig.
Ich kann eine unbewusste Natur bewundern, ja sogar verehren und kann sie wegen ihrer Unbewusstheit auch nicht kritisieren.
Einen bewussten Schöpfer dieser Natur könnte ich aber niemals bewundern oder gar verehren.

Der einzige Trost den mir diese Welt überhaupt bieten kann ist die Nichtexistenz eines bewussten Planers.
Läge der Welt ein bewusster Plan zugrunde, dann bedeutete das wirklich die größtmögliche Katastrophe überhaupt!

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(Lukrez)

Athon Offline




Beiträge: 3.464

04.07.2017 20:00
#1254 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1246
Das Programm der Natur ist also auf weitaus größere Zeiträume ausgerichtet und kümmert sich vor allem nicht um Berliner.


Nun, Reklov, wenn -wie Du immer wieder behauptest- ein Programm abläuft, das einen Programmierer benötigt, dann scheint sich vor allem "Der Große Programmierer" nicht um seine Schäfchen zu kümmern. Gleichgültig, wo sie nun leben mögen. Du versuchst hier stets und ständig, uns Usern den Eindruck zu vermitteln, der Mensch sei selbst schuld, wenn er sich an Orten niederlässt, die möglicherweise von Naturkatastrophen heimgesucht werden könnten. Wahrlich eine naive Betrachtungsweise. Du lässt Probleme der Theodizee einfach unbeachtet, damit an Deiner Überzeugung, es gäbe einen über alles erhabenen, allmächtigen und vor allem nicht erklärbaren Schöpfer, nicht der geringste Hauch eines Kratzers anhaftet. Vielleicht solltest Du in Deiner hier zur Schau gestellten Arroganz einen Besuch der Regionen Ostafrikas einplanen. Aber, selbst dagegen wirst Du wohl immun sein...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

05.07.2017 14:06
#1255 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Einen angeblich bewussten und intelligenten Schöpfer muss man angesichts dieses angerichteten Schlamassels aber unbedingt kritisieren.

Lukrez,

... eine ähnliche Kritik habe ich auch schon einem Freund gegenüber geäußert. Er meinte aber, dass das sog. "Göttliche" eben ALLES erschaffen und auch zur Wirkung kommen lassen, also allen Kräften und Neigungen ihr Spielfeld zum Austoben geben wollte - ohne Beschränkungen, weil das Wesen des Göttlichen eben unbeschränkt ist - geistig und räumlich. Deswegen sollten für das "Göttliche" auch besser keine Urteile aus menschlicher Frosch-Perspektive gefällt werden.(Aber - jeder wie er mag und kann!)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

05.07.2017 14:32
#1256 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nun, Reklov, wenn -wie Du immer wieder behauptest- ein Programm abläuft, das einen Programmierer benötigt, dann scheint sich vor allem "Der Große Programmierer" nicht um seine Schäfchen zu kümmern.

Athon,

... da gehen unsere Ansichten weit auseinander, denn - um mich hat sich der "Programmierer" stets gekümmert. Allerdings muss man dabei auch beachten, dass man diesen schon von sich aus ansprechen muss, denn, frage Dich mal selbst ehrlich, ob Du Dich denn um Leute kümmern würdest, die, obwohl sie Deine Werke sehen und erforschen, ja sogar von Dir gehört haben, sich aber dennoch nicht um eine Verbindung mit Dir bemühen, Dich sogar in ihrem Herzen und vor der Öffentlichkeit verleugnen!?!?

Zitat
Du versuchst hier stets und ständig, uns Usern den Eindruck zu vermitteln, der Mensch sei selbst schuld, wenn er sich an Orten niederlässt, die möglicherweise von Naturkatastrophen heimgesucht werden könnten. Wahrlich eine naive Betrachtungsweise.

Naiv wäre höchstens der Mensch, der an Orten klebt, welche nun mal von regelmäßig auftretenden Naturgewalten verwüstet werden. Die Beispiele Neapel und San Francisco hatte ich hierzu ja schon früher erwähnt.

Zitat
Vielleicht solltest Du in Deiner hier zur Schau gestellten Arroganz einen Besuch der Regionen Ostafrikas einplanen. Aber, selbst dagegen wirst Du wohl immun sein...

Keinesfalls bin ich gegen das Leid in der Welt immun - nur - dass gewisse Zonen in Afrika als Lebensbereich für Menschen nichts taugen, müsste ja nun den dortigen Bewohnern seit langen Zeiten bekannt sein.
Gegenfrage: Warum haben manche Volksstämme eine unsichere "Völkerwanderung"(nicht nur bei der Auflösung des Weströmischen Reiches) gewagt und dabei auch die härtesten Risiken in Kauf genommen, die ein solches Unternehmen stets mit sich bringt? Also betrachte doch bitte zunächst die >Geschichte der Völker< und gib Dich nicht damit zufrieden, mir bei solchem Gedankenaustausch nur Arroganz vorzufwerfen, denn dies ist dann doch wenig förderlich!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

05.07.2017 19:50
#1257 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1256
Naiv wäre höchstens der Mensch, der an Orten klebt, welche nun mal von regelmäßig auftretenden Naturgewalten verwüstet werden. Die Beispiele Neapel und San Francisco hatte ich hierzu ja schon früher erwähnt.


Deine Argumente rieseln wie Sand durch die Finger, weil Du das Pferd von hinten aufzäumst. WARUM treten an bestimmten Orten mehr oder weniger regelmäßig Naturkatastrophen auf? WARUM hat es seit rd. zwei Jahren in Ostafrika kaum noch geregnet? WARUM hat der "Große Programmierer" diese Abläufe so programmiert? Sind ihm verhungernde Kinder (möglicherweise sogar glaubensgeprägte) völlig gleichgültig? Oder hat er die betreffenden Felder nun doch dem Satan überlassen...? Diese erdrückende Indizienlage gestattet es mir nicht, einen Gott/Programmierer/Urgrund und was es sonst noch für Bezeichnungen geben mag, für real existierend anzusehen.

Zitat
...frage Dich mal selbst ehrlich, ob Du Dich denn um Leute kümmern würdest, die, obwohl sie Deine Werke sehen und erforschen, ja sogar von Dir gehört haben, sich aber dennoch nicht um eine Verbindung mit Dir bemühen, Dich sogar in ihrem Herzen und vor der Öffentlichkeit verleugnen!?!?


Möchtest Du diese Argumentation auch auf die hungernde Bevölkerung Ostafrikas ausdehnen? Was maßt Du Dir an, eine Hungerkatastrophe als Maßnahme eines bewusst handelnden "Programmierers" in Erwägung zu ziehen, wenn Du nicht einmal ansatzweise belegen kannst, dass die betroffene Bevölkerungsgruppe überhaupt zu den von Dir erwähnten "Verleugnern" zu rechnen sein könnte?

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

05.07.2017 21:01
#1258 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
...Er meinte aber, dass das sog. "Göttliche" eben ALLES erschaffen und auch zur Wirkung kommen lassen, also allen Kräften und Neigungen ihr Spielfeld zum Austoben geben wollte - ohne Beschränkungen, weil das Wesen des Göttlichen eben unbeschränkt ist - geistig und räumlich. Deswegen sollten für das "Göttliche" auch besser keine Urteile aus menschlicher Frosch-Perspektive gefällt werden.(Aber - jeder wie er mag und kann!)


Das ist Realität - aber eben keine göttliche Realität!
Wie du zugibst kommt Gott darin nicht vor uns spielt darin auch absolut keine Rolle.
Freises Spiel der Kräfte!
Und das ohne irgendeinen göttlichen Einfluss.
In diese Welt noch einen göttlichen Willen hineininterpretieren zu wollen ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass eine solche Position nur noch vollkommen lächerlich wirken kann.
Aber ein Gott soll dieses sich vollkommen verselbständigte Chaos erschaffen haben?
Wie kann man auf eine solch absurde Idee kommen?

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(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

06.07.2017 12:33
#1259 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Deine Argumente rieseln wie Sand durch die Finger, weil Du das Pferd von hinten aufzäumst. WARUM treten an bestimmten Orten mehr oder weniger regelmäßig Naturkatastrophen auf?

Athon,

... meine Argumente sind einsichtig, denn gerade an "bestimmten Orten" wurden die Menschen, z.B. durch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen, immer wieder gewarnt und hätten lernen müssen/können - und das, ohne von den Nahtstellen der Kontinentalplatten zu wissen. - Die ersten europ. Siedler in Amerika wussten z.B. genau, dass man sein Haus nicht in der Nähe eines Flussufers baut, sondern es besser auf eine Anhöhe stellt, auch wenn der Weg zum Wasser dann etwas umständlicher wird.
Mich wundert es auch, wie einer sein Haus auf einer Hallig bauen kann, weiß man doch um die Kraft der regelmäßigen Nordsee-Sturmfluten, welche ja bereits im Mittelalter kleine Inseln mit Mann und Maus über Nacht versinken ließen.

Zitat
WARUM hat es seit rd. zwei Jahren in Ostafrika kaum noch geregnet? WARUM hat der "Große Programmierer" diese Abläufe so programmiert?

Dazu müsste man zunächst die Wetteraufzeichnungen dieser Gegend studieren - wenn es sie denn gibt? Inwieweit hier die Auswirkungen der Industrialisierung seit dem 19. Jahrhundert mit einwirken, vermag ich nicht zu sagen.

Zitat
Möchtest Du diese Argumentation auch auf die hungernde Bevölkerung Ostafrikas ausdehnen? Was maßt Du Dir an, eine Hungerkatastrophe als Maßnahme eines bewusst handelnden "Programmierers" in Erwägung zu ziehen, wenn Du nicht einmal ansatzweise belegen kannst, dass die betroffene Bevölkerungsgruppe überhaupt zu den von Dir erwähnten "Verleugnern" zu rechnen sein könnte?

Afrikaner sind ja nicht allesamt Gottesverleugner, sondern haben ihren eigenen, unterschiedlichen Zugang zu einer spirituellen Weltdeutung aufgebaut. Das alles aber sollte einen Volksstamm nicht daran hindern, rechtzeitig zu erkennen, wann es Zeit ist, ein lebensbedrohlich unwirtliches Gebiet zu verlassen. Schließlich war und ist Afrika ein riesiger Kontinent und hätte seit jeher seinen Bewohnern genügend Raum im "grünen" Teil seiner Fläche geboten. Für das egozentrische und blindwütige Kämpfen innerhalb afrikan. Stämme, was schon damals von den ersten holländ. Buren beschrieben wurde, kann man jedoch nicht auch noch das "Göttliche" verantwortlich machen.
Das Gebot > Liebe Deinen Nächsten, wie Dich slebst <, wurde von den sich stets tödlich bekämpfenden afrikan. Stämmen rigoros missachtet, auch, als sie bereits davon gehört haben konnten! Wie bekannt ist, wirken diese alten Stammesfehden bis in die heutige Zeit hinein!
Der menschenverachtende Sklavenhandel konnte z.B. nur florieren, weil sogar afrikan. Könige sowohl eigene, wie auch fremde Dörfer überfielen und die dabei gemachten Gefangenen für Gold an arabische Händler verkauften. Diese schleppten die Unglücklichen dann zu den Küsten, wo bereits die holländischen und englischen Sklaven-Schiffe warteten. Der sich daraus ergebende Geschichtsverlauf (besonders in Übersee) dürfte ja bekannt sein. Auch hier hatte das "Göttliche" keinen Einfluss, denn schließlich kann man Menschen nur unterweisen. Ob sie sich aber belehren lassen, steht auf einem anderen Blatt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

06.07.2017 12:49
#1260 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In diese Welt noch einen göttlichen Willen hineininterpretieren zu wollen ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass eine solche Position nur noch vollkommen lächerlich wirken kann.

Lukrez,

... ein göttliche Wille kann höchstens an den Naturgesetzen (z.B. den 4 Grundkräften) abgelesen werden. Der Rest ist jedoch eine uns geschenkte Freiheit! Vielleicht auch, weil das "Göttliche" ebenfalls ungehindert und frei ist?
An den Haaren herbei gezogen oder lächerlich könnte man auch leicht jene Ansicht benennen, die behauptet, alles sei aus dem NICHTS entstanden, beruhe lediglich auf einer elektromagnetischen Wechselwirkung der Atome. Wissenschaftlich korrekt mag dies ja sein, lässt aber dann doch noch gewaltige Fragenkataloge offen!

Zitat
Aber ein Gott soll dieses sich vollkommen verselbständigte Chaos erschaffen haben?
Wie kann man auf eine solch absurde Idee kommen?

Aus einem, für uns so erscheinenden Chaos entsteht oft eine sich daraus entwickelnde Basis für die Ordnung! - Solange keiner von uns den finalen Zweck des Universums kennt, ist jede Deutung nur eine flüchtige Bleistift-Skizze, aber kein fertiges Bild! Dies gilt natürlich auch für die bestehenden Dogmen!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

06.07.2017 18:27
#1261 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1259
...meine Argumente sind einsichtig, denn gerade an "bestimmten Orten" wurden die Menschen, z.B. durch Erdbeben, Vulkanausbrüche oder Überschwemmungen, immer wieder gewarnt und hätten lernen müssen/können - und das, ohne von den Nahtstellen der Kontinentalplatten zu wissen.


Du kehrst die Fragestellung immer wieder sehr geschickt um, Reklov. Also, noch einmal: WARUM hat "Der Große Programmierer" auf der Erde Gegenden geschaffen, die von den (ebenfalls von ihm "programmierten") Naturgewalten mehr oder weniger häufig heimgesucht werden? WARUM hindert ein allmächtiger und gütiger "Programmierer" einen Teil seiner von ihm selbst erschaffenen "Produkte" nicht daran, sich in solch gefährdeten Gebieten niederzulassen? WARUM lässt ein bewusst handelnder Schöpfer Kinder erbärmlich und qualvoll verhungern? Das sollte doch wohl auf einfachste Art und Weise verhindert werden können. Das Ganze weist deutliche Parallelen zu Tierexperimenten auf, meinst Du nicht auch...?

Zitat
Dazu müsste man zunächst die Wetteraufzeichnungen dieser Gegend studieren - wenn es sie denn gibt? Inwieweit hier die Auswirkungen der Industrialisierung seit dem 19. Jahrhundert mit einwirken, vermag ich nicht zu sagen.


Selbst wenn es diese Auswirkungen geben sollte, würde einer "göttlichen" Hilfe für die Betroffenen doch nichts im Wege stehen. Aber, es erscheint wie im menschlichen Leben: Die Verursacher des Übels bleiben unbehelligt, und die Betroffenen müssen es ausbaden. Dein "Großer Programmierer" ist nicht besser, als seine Geschöpfe...

Zitat
Afrikaner sind ja nicht allesamt Gottesverleugner, sondern haben ihren eigenen, unterschiedlichen Zugang zu einer spirituellen Weltdeutung aufgebaut. Das alles aber sollte einen Volksstamm nicht daran hindern, rechtzeitig zu erkennen, wann es Zeit ist, ein lebensbedrohlich unwirtliches Gebiet zu verlassen.


Und es ergibt sich immer wieder die selbe Frage: WARUM hat der "Große Programmierer" solche Gebiete erschaffen? Biete doch einmal eine Antwort an, ohne die unüberschaubare Unerklärlichkeit als Argument anzuführen...

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Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

06.07.2017 19:39
#1262 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
... ein göttliche Wille kann höchstens an den Naturgesetzen (z.B. den 4 Grundkräften) abgelesen werden.


Die göttliche Ordnung und sein Wille war also die Grundkräfte wirken zu lassen?
Und daraus leitest du gar die Existenz eines Schöpfergottes ab?
Das sind nun wirklich nur noch die erbärmlichsten und schwächsten Argumente überhaupt.
Die Sichtweise der Deisten der Aufklärung:
Gott gab den Startschuss und überließ dann alles sich selbst.
Aber selbst das macht schon jeder Religion überflüssig!

Zitat
Aus einem, für uns so erscheinenden Chaos entsteht oft eine sich daraus entwickelnde Basis für die Ordnung!


Wie Ordnung aus Chaos entsteht ist wissenschaftlich durchaus geklärt.
Es ist ein ZWINGENDER Effekt der Thermodynamik!
Ordnung kann nur dann entstehen, wen in der Gesamtheit die Unordnung erhöht wird.
Ordnung bedeutet also tatsächlich im Endeffekt mehr Unordnung.

Philipp Mainländer deutete gar das Universum als Selbstmord Gottes - den verwesenden Gotteskadaver.
Ordnung zu schaffen ist der effektivste Weg die Thermodynamik zu beschleunigen und alles wieder Im Chaos totaler Unordnung versinken zu lassen.
Zumindest wissenschaftlich wäre gegen Mainländers Interpretation nichts einzuwenden.
Setzen wir Gott voraus, dann ist das eine legitime und durch die Wissenschaft durchaus zu bestätigende Aussage.

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(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

06.07.2017 23:47
#1263 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du kehrst die Fragestellung immer wieder sehr geschickt um, Reklov. Also, noch einmal: WARUM hat "Der Große Programmierer" auf der Erde Gegenden geschaffen, die von den (ebenfalls von ihm "programmierten") Naturgewalten mehr oder weniger häufig heimgesucht werden? WARUM hindert ein allmächtiger und gütiger "Programmierer" einen Teil seiner von ihm selbst erschaffenen "Produkte" nicht daran, sich in solch gefährdeten Gebieten niederzulassen? WARUM lässt ein bewusst handelnder Schöpfer Kinder erbärmlich und qualvoll verhungern? Das sollte doch wohl auf einfachste Art und Weise verhindert werden können. Das Ganze weist deutliche Parallelen zu Tierexperimenten auf, meinst Du nicht auch...?

Athon,

... ich kann natürlich nicht Fragen beantworten, welche besser an den "Programmierer" gestellt werden sollten! - Aber, ich kann mir vorstellen, dass uns unsere Fähigkeit, Dinge (sogar a priori) zu beurteilen, nicht ohne Grund verliehen worden sind. Sollte der Programmierer die tektonische Plattenwanderung, zugunsten unserer Hausruhe, etwa aus seinem Konzept streichen? Sollte ER/ES den Menschen jeden ihrer Schritte befehlen, wo sie doch selber Erfahrungen sammeln sollen? Wenn sie dabei sterben! Na und - niemand kann tiefer fallen, als in Gottes Hand. Nur dem Kleinherzigen ist der Tod ein Schrecken.
Kinder verhungern nicht, weil Gott es so will, sondern weil der reiche Teil unserer Gesellschaft zu herz- und gedankenlos ist, um genügend Hilfe in solche Not-Gebiete zu schicken. Ist ja alles keine Frage des Geldes, doch die wohlhabenden Länder werfen lieber ihren Nahrungsüberfluss weg, anstatt tatkräftig dort zu helfen, wo Hunger herrscht. Manche Superreiche feiern auf ihren Jachten lieber Kokain-Parties und scheren sich wenig um die Not der Elenden auf dieser Welt, so wenig, wie um die Weisungen des jüd. Wanderpredigers aus Nazareth. Hier liegt der Hase begraben und nicht im bösartigen scheinenden Willen Gottes, denn mahnende Weisungen sind uns ja nun genügend gegeben/überliefert worden.

Zitat
Das Ganze weist deutliche Parallelen zu Tierexperimenten auf, meinst Du nicht auch...?


Die Verachtung des Tieres hat seine Wurzeln in der Hirtenkultur des alten Judentums - und - später im Christentum. Beide Kulturen glaubten, aus dem Alten Testament herauslesen zu können, dass dessen Weisung "Macht euch die Erde untertan..." ein Recht auf Tiermisshandlungen einschließt.
Das alte Ägypten oder auch die Hindus haben dem Tier noch größeren Respekt erwiesen.

Zitat
Die Verursacher des Übels bleiben unbehelligt, und die Betroffenen müssen es ausbaden. Dein "Großer Programmierer" ist nicht besser, als seine Geschöpfe...

Abwarten, wie es den Verursachern gehen wird und welche Rechnung sie noch begleichen müssen.

Zitat
WARUM hat der "Große Programmierer" solche Gebiete erschaffen? Biete doch einmal eine Antwort an, ohne die unüberschaubare Unerklärlichkeit als Argument anzuführen...

Ich will mal einen Versuch wagen:
Vorstellbar wäre, dass die Plattentektonik bestimmten Zonen der Erde einfach mal eine "Ruhepause" verschaffen soll - ganz ohne die Belastungen von Pflanzen, Tieren und Menschen. So soll z.B die Sahara einmal, laut Meinung von einigen Geologen, ein Meer gewesen sein und der hier reichlich vorhandene Sand der ehemalige Meeresgrund. Das Mittelmeerbecken soll einst eine große, bewohnbare Senke gewesen sein, bis der Atlantik sich bei Gibraltar eine Schleuse brach und so das ganze Gebiet überschwemmte. Ob dies langsam oder schnell passierte, ist nicht verbucht. Die Sage von Atlantis könnte hier ihre Wurzeln haben.(?)

Zugegeben, unser Planet ist stets in Bewegung und die unbewusste Natur nimmt oft keinerlei Rücksicht auf Lebewesen - aber - als Ausgleich ist auch eine unbezwingbare Fruchtbarkeit unter den sich reproduzierenden Lebewesen eingeplant worden.
Jeder Baum sendet alljährlich Hunderte und oft Tausende von Früchten auf die Erde nieder; in den achtzig bis hundert Jahren, die so ein Waldbaum fruchtbar ist, gibt er gut hunderttausend lebensfähigen Nachkommen das Dasein. Bis er fällt, kann rings um ihn ein ganzer Wald von Kindern herangewachsen sein - als Ersatz. Fische bringen jedes Jahr Millionen von Eiern zur Welt und zu welchen Heerscharen sich Insekten vermehren können, ist auch bekannt. Das solch immense Fruchtbarkeit nicht ins Uferlose drängt, dafür sorgt nun mal der Tod.
Diesen dürfen wir also nicht als Schreckgespenst, sondern als einen sinnvollen Regulator begreifen. - So sieht es jedenfalls hier auf unserer Erde aus. Was für Programme auf anderen Planeten ablaufen, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis.

Gruß von Reklov

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

07.07.2017 20:35
#1264 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Vorstellbar wäre, dass die Plattentektonik bestimmten Zonen der Erde einfach mal eine "Ruhepause" verschaffen soll - ganz ohne die Belastungen von Pflanzen, Tieren und Menschen.


Deine Einwürfe sind dermaßen kindisch, naiv und dämlich, dass sich eine Erwiderung darauf nicht lohnt.
Dagegen ist das Märchen von Rotkäppchen ja geradezu reinste Wissenschaft.

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(Lukrez)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

08.07.2017 14:16
#1265 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die göttliche Ordnung und sein Wille war also die Grundkräfte wirken zu lassen?

Lukrez,

... die 4 Grundkräfte sind uns bekannt. Wer weiß aber schon, welche Kräfte sonst noch im weiten Universum vorherrschen?
Schon beim Disput über die menschliche Willensfreiheit kommen ja bereits viele kontroverse Meinungen auf den Tisch. Die 4 Grundkräfte kann man aber durchaus als Grundpfeiler für die anderen Basis-Ebenen betrachten/deuten, auf denen sich dann die anderen Kräfte überhaupt erst entwickeln konnten.

Zitat
Und daraus leitest du gar die Existenz eines Schöpfergottes ab?

Wer dabei den in der Bibel beschriebenen Stammesgott der Juden im Sinn hat, könnte u.U. gewaltig daneben liegen. Frage: Was leitest Du aus den vielen Kräften (z.B. den elektromagnetischen Wechselwirkungen innerhalb der Materie) ab, die uns umgeben und bestimmen? - Wäre ja auch mal interessant, zu erfahren?

Zitat
Die Sichtweise der Deisten der Aufklärung: Gott gab den Startschuss und überließ dann alles sich selbst.

Blicke hierzu mal auf einen vollautomatisierten Produktionsprezess in der Industrie. Hier rührt auch keiner mehr einen Finger, denn so schnell und genau, wie manche Roboter, kann kein Mensch arbeiten!

Zitat
Aber selbst das macht schon jeder Religion überflüssig!

Auch bei einem später selbständig laufenden Produktionsprozess ist und bleibt der Ingenieur der entscheidende >Mann im Hintergrund<, welcher das ganze Kabel- und Räderwerk zunächst mal so konstruieren musste, dass es funktioniert. - Wiese sollte sich so etwas auf uns nicht einsehbaren Ebenen nicht auch ähnlich verhalten?

Zitat
Aber selbst das macht schon jeder Religion überflüssig!

Religionen und ihre alten Bücher sind als Lebensthema-Vorbereiter (nicht nur für junge Einsteiger) auch nicht gänzlich ungeeignet. Lernt der ABC-Schütze, in ihnen zu lesen, muss er sich allerdings später alleine auf (s)einen nicht ausgeschilderten Lebensweg machen - mit all den lebenserfahrenen, praktischen Warnungen und Tipps im Gepäck, welche ihm relig. Bücher schon als Vorbereitung für die auf ihn zukommenden Situationen mitgeben können. -
Unser Bürgerliches Gesetzbuch allein, könnte dies nicht leisten, ebenso wenig, wie die ehernen Mosaischen Gesetze die alten Juden vor Verfehlungen/Übertritten bewahren konnten. Religiöse Texte bedürfen also auch stets einer vertiefenden Besprechung, einer Interpretation, an denen sich Leser und sog. Lehrer munter und kontrovers beteiligen sollen. Nicht ohne Grund nahmen die Philosophen, welche in der Welt etwas gelten wollten, auch stets Stellung zu den unterschiedlichen Religionen ein.

Zitat
Wie Ordnung aus Chaos entsteht ist wissenschaftlich durchaus geklärt.
Es ist ein ZWINGENDER Effekt der Thermodynamik!

So kann aber nur eine "unschuldige" antwort lauten, denn die sich daraus ergebende Frage lautet ja: Wer erschuf die Thermodynamik?
Wenn nun jemand naturwissenschaftlich zu reden beginnt und Systeme mit hinreichend vielen Teilchen und deren Zustandsübergänge anhand von makroskopischen Zustandsgrößen, die statistische Funktionen der detaillierten Vielteilchenzustände darstellen, beschreibt, so ähnelt er jemandem, welcher seinen Ehepartner mit folgenden Worten vorstellt:
"Darf ich bekannt machen, Herr/Frau Wasser, Proteine, Lipide, Kohlenhydrate, Nucleinsäuren, Mineralstoffe." - Dies wäre zwar wissenschaftlich korrekt, aber dennoch vollkommen unzureichend, um das Rätsel MENSCH (mitsamt der ihm zustehenden Würde!) in dieser Form ausreichend vorzustellen!

Zitat
Philipp Mainländer deutete gar das Universum als Selbstmord Gottes - den verwesenden Gotteskadaver.

Herr Mainländer scheint wohl nicht nur von seinem depressiven Seelenzustand auszugehen, sondern auch nicht zu wissen:
Die Entstehung von Sternen ist ein großes Forschungsfeld. Jetzt entdeckten Wissenschaftler ein neues Phänomen im Weltall. Die Forscher sind bisher davon ausgegangen, dass in der Nähe von Schwarzen Löchern keine Sterne entstehen können. Doch neue Hinweise regen jetzt zum Umdenken an. Von einem Schwarzen Loch können mehrere mächtige Materiewinde ausgehen. Darin fanden sich die neuentstandenen Sterne.

Tja - ich persönlich bevorzuge eher positive Gedankenkonstrukte, als mich von trostlosen, miesepeterischen Selbstmord-Theorien in falsche Untergangsszenarien hinein lotsen zu lassen. Besser für uns alle sind immer noch: Zuversicht, Vertrauen und Hoffnung, anstatt vollmundigen, aber das Ganze nicht überblickenden Wissenschaftlern oder sonstigen Denkern zu überlassen. - Ist aber, zugegeben, alles eine Frage der persönlichen Sicht auf das uns Umgreifende, welches sich nicht allein mit der Erforschung einzelner Zustände innerhalb der Materie enträtseln lässt - lassen wird?

Zitat
Zumindest wissenschaftlich wäre gegen Mainländers Interpretation nichts einzuwenden.
Setzen wir Gott voraus, dann ist das eine legitime und durch die Wissenschaft durchaus zu bestätigende Aussage.

Eine Interpretation taugt stets recht wenig, ist sie doch nur eine Auslegung, Übersetzung, Erklärung, eine im allgemeinen Sinne das Verstehen oder die subjektiv als plausibel angesehene Deutung von etwas Gegebenem oder wenigstens von etwas Vorhandenem. Das kann z. B. eine Aussage, ein Kunstwerk oder eine soziale Situation, aber auch etwas schlicht in der Natur Vorgefundenes sein.

Will einer über das "Göttliche" sprechen/nachdenken, so sollte er an sich bevorzugt schweigen, wie es bereits manche Mystiker praktizierten und empfahlen, denn Wissenschaften erfüllen uns als "äußere Menschen". Der "innere Mensch" wird davon weniger berührt. Der Nachteil dabei aber wäre eine unterbrochene Kommunikation mit anderen Menschen. Auch nicht ideal!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

08.07.2017 14:45
#1266 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Deine Einwürfe sind dermaßen kindisch, naiv und dämlich, dass sich eine Erwiderung darauf nicht lohnt.

Lukrez,

... anstatt nun hilflos in einen PQV-Sprachstil zu verfallen, solltest Du zumindest checken, dass das Prinzip des Universums BEWEGUNG ist. Warum also sollten ausgerechnet die auf einer zähen, heißen tieferen Erdschicht schwimmenden Erdplatten starr und still stehen? - Meine Deutung zog daraus nun mal die Idee des Ausgleichs, des Klimazonen-Wechselns für alle Erdplatten. Ob das naiv ist, weiß ich nicht, denn - auch Landwirte erkennen, dass ihr Boden mal "Ruhe" braucht oder - nicht ständig mit der gleichen Monokultur bepflanzt werden will/darf.

Aber - vielleicht hast Du ja überzeugendere Aussagen zur Plattentektonik, anstatt nur unproduktiv zu meckern!? - Wäre ja auch mal interessant, als lediglich nur (wie Mephisto!) alles zu negieren!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

09.07.2017 18:53
#1267 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1265
Blicke hierzu mal auf einen vollautomatisierten Produktionsprezess in der Industrie. Hier rührt auch keiner mehr einen Finger, denn so schnell und genau, wie manche Roboter, kann kein Mensch arbeiten!


Richtig. Aber, der Mensch wird eingreifen, wenn trotz aller Präzision eine Fehlfunktion vorliegt. Dein "Programmierer" hat diesbezüglich offenbar ein Defizit...

Zitat
So kann aber nur eine "unschuldige" antwort lauten, denn die sich daraus ergebende Frage lautet ja: Wer erschuf die Thermodynamik?


Du machst das, was alle Gläubigen tun: Sie beantworten Rätselfragen mit neuen Rätselfragen. Kann es nicht sein, dass die Thermodynamik genauso schon immer existiert hat, wie die Energie -wohlgemerkt: mit Bewusstsein (!)-, aus der Deiner Meinung nach alles existierende hervorgegangen ist? Welcher Umstand macht denn Deine Theorie wahrscheinlicher...?

Zitat von Reklov #1263
Kinder verhungern nicht, weil Gott es so will, sondern weil der reiche Teil unserer Gesellschaft zu herz- und gedankenlos ist, um genügend Hilfe in solche Not-Gebiete zu schicken.


Dann ist es im Umkehrschluss also "Gottes" Wille, die Welt so zu gestalten, dass der eine Teil auf die Hilfe des anderen Teiles angewiesen ist? Und der es dem Zufall (an den Du ja nicht glaubst...) darüber entscheiden lässt, wo man geboren wird? Man muss schon ein gewisses Maß an Zynismus aufweisen, wenn man solche Argumente zur Aufrechterhaltung seines Glaubens an ein schöpferisches Bewusstsein heranzieht.

Zitat
Zugegeben, unser Planet ist stets in Bewegung und die unbewusste Natur nimmt oft keinerlei Rücksicht auf Lebewesen...


Wie programmiert man (als "Gott" mit Bewusstsein) eigentlich einen unbewussten Ablauf der Natur...?

Zitat
Diesen (Tod) dürfen wir also nicht als Schreckgespenst, sondern als einen sinnvollen Regulator begreifen. - So sieht es jedenfalls hier auf unserer Erde aus. Was für Programme auf anderen Planeten ablaufen, entzieht sich jedoch unserer Kenntnis.


Du hälst es also für möglich, dass der natürliche Ablauf auf Exo-Planeten anders "programmiert" sein könnte? Warum? Käme "man" dort ins Paradies, ohne zu sterben? Das gäbe ein ziemliches Gedränge...

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Reklov Offline




Beiträge: 5.755

11.07.2017 12:50
#1268 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

Du machst das, was alle Gläubigen tun: Sie beantworten Rätselfragen mit neuen Rätselfragen.

Athon,

... eine ähnliche Praxis verfolgte Aristoteles, wenn er seinerzeit auf dem Athener Marktplatz Menschen ansprach, sie in ein Gespräch verwickelte, um ihre feste Meinung dann durch weiterführende Fragen an die Stelle zu führen, welche zeigte, dass wir im Grunde alle recht wenig wissen, auch wenn wir eine Menge belegbarer Aussagen in unseren Taschen herumtragen.

Zitat
Richtig. Aber, der Mensch wird eingreifen, wenn trotz aller Präzision eine Fehlfunktion vorliegt. Dein "Programmierer" hat diesbezüglich offenbar ein Defizit...

Woher willst Du wissen, wie das "Eingreifen" einer übergeordneten Macht sich für uns darstellt/auswirkt? Als Unglück im Alltag, als Heimsuchung, als Schicksal (von "schicken"), als Karma-Schleife???
Dieses "Eingreifen" ist dem eines menschlischen Ingenieurs wohl nicht vergleichbar. Göttliche "Werkzeuge" könnten viel subtilerer Art sein, z.B. die Aktivitäten oder Reaktionen anderer Mitmenschen, das scheinbar "zufällige" Unglück, welches einen jeden ereilen kann, - gesundheitlich, geschäftlich, familiär, in der Freizeit oder auf dem Heimweg von der Arbeitsstelle (?) Der Abgeklärte Mensch wird natürlich bevorzugen, zu sagen: "Zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen." Punkt!

Zitat
Dann ist es im Umkehrschluss also "Gottes" Wille, die Welt so zu gestalten, dass der eine Teil auf die Hilfe des anderen Teiles angewiesen ist?[quote]Vielleicht, um unser Mitleid und den daraus nötigen Herzenswillen zu "prüfen" oder zu kultivieren? Nicht ohne Grund belehrt uns Galater 6:2 >> Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz ... <<.
An einer egozentrischen Sichtweise scheitern ja oft schon die einfachen Dinge in der Welt - oder führen dann sogar zu unerbittlichen Kriegen! - Mit Zynismus hat dies - wie Du meinst - aber nichts zu tun. [quote]Wie programmiert man (als "Gott" mit Bewusstsein) eigentlich einen unbewussten Ablauf der Natur...?

Frag mal einen Ungeschulten, wie man ein Computerprogramm erstellt. Er weiß darauf keine Antwort! - Deine Frage wurde aber schon von einigen Autoren literarisch bearbeitet, konnte aber leider nicht zufriedenstellend fixiert werden. - Auch ich vermag dies nicht. Wie sollte ich auch?

Zitat
Du hälst es also für möglich, dass der natürliche Ablauf auf Exo-Planeten anders "programmiert" sein könnte? Warum? Käme "man" dort ins Paradies, ohne zu sterben? Das gäbe ein ziemliches Gedränge...

Ob sich im "Paradies" überhaupt dimensionierte Körper oder lediglich Geistiges (ohne Gedränge!) aufhalten könnte, bleibt als Frage offen.
Das "Paradies" erleben übrigens schon manche Menschen auf Erden, während einige bereits hier "höllisch" leiden.

Gruß von Reklov

DieGeheimnisse Offline



Beiträge: 435

11.07.2017 17:53
#1269 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #1
"Gott" wird von allen Gläubigen als Schöpfer der Materie, allen Lebens, des gesamten Universums angenommen. Dies muss nach meiner Ansicht zwangsläufig auch einen schöpferischen Willen voraussetzen. Gepaart mit Allwissenheit und Allmacht muss dann konsequenterweise auch ein Bewusstsein vorhanden sein. "Gott" weiß also, dass er "Gott" ist. Sonst wären ja schließlich auch alle Gebete usw. von Gläubigen sinnlos, wenn auf der "anderen Seite" die Wahrnehmungsfähigkeit fehlte. Würden die gläubigen Forumsteilnehmer mit dieser Betrachtungsweise konform gehen können?



Du scheinst das alles Gut erkannt zu haben, der Wille des einen einzigen Schöpfers, dessen Anfang ohne Beginn ist, kann daher nur folgendes sein. Du sollst nicht sündigen also sollte jedermann seinen inneren Schweinehund im Zaun halten damit dieser nicht durch den Teufel verführt werde. Da niemandem mehr zugemutet wird als dieser ertragen kann und die Wahrheit nunmehr deutlich unterscheidbar ist von Irrtum, kann jedermann der sich nicht von dem Verführer leiten läßt sondern an seinen Schöpfer glaubt, eine starke Handhabe ergriffen haben müssen, die kein Brechen kennt. Die Verführer, also die Teufels obersten dagegen wie etwa der Iblis aus einer anderen Reich oder eben der Ungläubige Messias ein Nachfahre von Adam und Eva mit all ihren Verbündeten, sind dazu verdammt die Wahrheit mit ihren Lügen zu vertuschen. Dabei nehmen diese Gottverdammten bzw. Gottverfluchten Mistgeschöpfe vor nichts halt, in Religiösen Gemeinden sind diese genauso vertreten wie in all der anderen Institutionen. Doch an ihren Früchten erkennt Mann Sie, selbst dann wenn sie von anderen einen Besitz ergreifen und in ihnen mitwirken. Die Lehre der Teuflischen Mächte aus dem Himmel muss an ihnen wie angegossen sitzen. Amen, Halleluja!

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

12.07.2017 12:12
#1270 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die Verführer, also die Teufels obersten dagegen wie etwa der Iblis aus einer anderen Reich oder eben der Ungläubige Messias ein Nachfahre von Adam und Eva mit all ihren Verbündeten,

DieGeheimnisse,

Frage: Wer ist der "ungläubige Messias"? -

Gruß von Reklov

DieGeheimnisse Offline



Beiträge: 435

12.07.2017 16:19
#1271 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Der Antichrist, wie der Name schon verrät. Aber pssst.. sagt das niemandem weiter 😉

Athon Offline




Beiträge: 3.464

12.07.2017 17:30
#1272 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@DieGeheimnisse

Zitat von Die Geheimnisse #1269
Die Verführer, also die Teufels obersten dagegen wie etwa der Iblis aus einer anderen Reich oder eben der Ungläubige Messias ein Nachfahre von Adam und Eva mit all ihren Verbündeten, sind dazu verdammt die Wahrheit mit ihren Lügen zu vertuschen. Dabei nehmen diese Gottverdammten bzw. Gottverfluchten Mistgeschöpfe vor nichts halt, in Religiösen Gemeinden sind diese genauso vertreten wie in all der anderen Institutionen. Doch an ihren Früchten erkennt Mann Sie, selbst dann wenn sie von anderen einen Besitz ergreifen und in ihnen mitwirken. Die Lehre der Teuflischen Mächte aus dem Himmel muss an ihnen wie angegossen sitzen.


Da ich nach Deiner Dir anerzogenen religiösen Überzeugung ein "Ungläubiger" bin, kann mich logischerweise auch der Satan nicht interessieren. Um nicht zu sagen: Kreuzweise...
Ich fühle mich für mein Leben selbst verantwortlich und bin auch bereit, die Konsequenzen dafür zu tragen, wenn es mal nicht so laufen sollte, wie ich das geplant hatte. Soll vorkommen.

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DieGeheimnisse Offline



Beiträge: 435

12.07.2017 17:42
#1273 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #1272
@DieGeheimnisse

Zitat von Die Geheimnisse #1269
Die Verführer, also die Teufels obersten dagegen wie etwa der Iblis aus einer anderen Reich oder eben der Ungläubige Messias ein Nachfahre von Adam und Eva mit all ihren Verbündeten, sind dazu verdammt die Wahrheit mit ihren Lügen zu vertuschen. Dabei nehmen diese Gottverdammten bzw. Gottverfluchten Mistgeschöpfe vor nichts halt, in Religiösen Gemeinden sind diese genauso vertreten wie in all der anderen Institutionen. Doch an ihren Früchten erkennt Mann Sie, selbst dann wenn sie von anderen einen Besitz ergreifen und in ihnen mitwirken. Die Lehre der Teuflischen Mächte aus dem Himmel muss an ihnen wie angegossen sitzen.

Da ich nach Deiner Dir anerzogenen religiösen Überzeugung ein "Ungläubiger" bin, kann mich logischerweise auch der Satan nicht interessieren. Um nicht zu sagen: Kreuzweise...
Ich fühle mich für mein Leben selbst verantwortlich und bin auch bereit, die Konsequenzen dafür zu tragen, wenn es mal nicht so laufen sollte, wie ich das geplant hatte. Soll vorkommen.



Solange du kein Widersacher wirst und dem Herrn keine Götter beigesellt, hoffe ich für dich dass du an seinem Jüngsten Tag trotz deiner Undankbarkeit, die Gnade und Barmherzigkeit des Grundgütiger erlangst. Ich finde, es ist vorteilhaft im Unglaube zu leben als ein Gläubiger, der sich aber alles andere als nach dessen Sprüche verhält, der erschafft hat Himmel und Erde.

Athon Offline




Beiträge: 3.464

12.07.2017 17:48
#1274 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1268
...welche zeigte, dass wir im Grunde alle recht wenig wissen, auch wenn wir eine Menge belegbarer Aussagen in unseren Taschen herumtragen.


Eine Aussage, wenig zu wissen, setzt unabdingbar Kenntnisse darüber voraus, wie groß das Gesamtvolumen des "Wissens" ist. Dies wird sich aber wohl niemand auf unserem Planeten hat aneignen können...

Zitat
Göttliche "Werkzeuge" könnten viel subtilerer Art sein, z.B. die Aktivitäten oder Reaktionen anderer Mitmenschen, das scheinbar "zufällige" Unglück, welches einen jeden ereilen kann, - gesundheitlich, geschäftlich, familiär, in der Freizeit oder auf dem Heimweg von der Arbeitsstelle


Dies setzt voraus, dass es wirklich einen "Gott" gibt, der solche subtilen Maßnahmen ergreifen könnte. Und jemanden, der diese Maßnahmen auch als solche erkennen kann und nicht nur zu erkennen glaubt...
Solche "Erkenntnisse" sind außerhalb einer glaubensbehafteten Überzeugung meines Wissens bisher noch nicht zu Tage getreten.
Man kann natürlich die Augen verschließen und sagen, "Gott" wird schon wissen, was er tut. Dann verhungern die Kinder eben... Und das soll nicht zynisch sein??

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Reklov Offline




Beiträge: 5.755

12.07.2017 18:14
#1275 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Der Antichrist, wie der Name schon verrät. Aber pssst.. sagt das niemandem weiter

DieGeheimnisse,

... wäre der nur in den Johannesbriefen vorkommende Begriff "Antichrist" vergleichbar mit dem islamischen DAJJAL, dem jüd. ARMILUS ?

Gruß von Reklov

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