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Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

29.10.2015 15:24
#151 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon im Beitrag #149
@Reklov

Zitat
...bis mich ein Bibel-Spezialist darauf aufmerksam machte, dass mit dem zweiten Schöpfungsakt (Mose 1, Vers 3) nicht die Erschaffung der Gestirne gemeint sei, sondern das LICHT an sich - also die Photonen! - Die Sonne, welche Du hier ansprichst, wird aber erst in Vers 16 erschaffen...

Ganz recht! Erst das Licht einschalten und dann feststellen, dass keine Lampe als dessen Ursache existiert... Ich habe bisher keine biblische Aussage mit "unsinnig" tituliert. Aber, diese Feststellung wäre dafür vorrangig geeignet...



Jahwe sagt; es werde Licht,
doch er fand den Schalter nicht.
Als er diesen endlich fand,
war die Birne durchgebrannt.
Als er diese hat erneuert,
hats die Sicherung raus gefeuert.
Jahwe sagt, er werde Licht,
scheiße wars, es brannte nicht.
Denn erst durch unser "wahr genommen",
ist das Licht auf uns gekommen,
denn diese unsichtbaren Wellen,
kann nur Wahrnehmung erhellen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

30.10.2015 07:56
#152 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Jahwe sagt; es werde Licht,
doch er fand den Schalter nicht.
Als er diesen endlich fand,
war die Birne durchgebrannt.
Als er diese hat erneuert,
hats die Sicherung raus gefeuert.
Jahwe sagt, er werde Licht,
scheiße wars, es brannte nicht.
Denn erst durch unser "wahr genommen",
ist das Licht auf uns gekommen,
denn diese unsichtbaren Wellen,
kann nur Wahrnehmung erhellen.

@Reisender,

... also der obige Kinderreim ist mir dann doch zu menschlich, - denn - das Universum hat weder einen Lichtschalter, noch Glühbirnen oder Sicherungen in seinem genialen "Bauplan" konzipiert. All dies ist lediglich Menschenwerk.-

Das Licht ist übrigens schon auf den "Neandertaler" gekommen und wirkte auf ihn, ohne dass ihm dies überhaupt bewusst gewesen war! Unsere Wahrnehmung der Dinge ist ein "Geschenk", wir sollten aber nicht glauben, dass der Kosmos auf unsere Wahrnehmung angewiesen ist, um existieren zu können. "Erhellen" können wir die Erscheinungen der Dinge zwar mit Wissenschaft, das Rätsel ihres Daseins bleibt aber für uns eine verschlossene Tür!
Lediglich die "Ideen", welche sich in den verschiedensten Formen und Zusammensetzungen der lebenden und der leblosen Materie ausdrücken, bleiben uns ein ständiger Ansporn zum Denken und Handeln!

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

30.10.2015 08:04
#153 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von SnookerRI im Beitrag RE: Die Zeugen Jehovas, die Aussteiger und andere Ungläubige

... so ähnlich habe ich früher auch gedacht, bis mich ein Bibel-Spezialist darauf aufmerksam machte, dass mit dem zweiten Schöpfungsakt (Mose 1, Vers 3) nicht die Erschaffung der Gestirne gemeint sei, sondern das LICHT an sich - also die Photonen! - Die Sonne, welche Du hier ansprichst, wird aber erst in Vers 16 erschaffen, also erst nach zwei zuvor geschehenen Schöpfungsakten: der Trennung von Wasser und festem Land und der Erschaffung der Pflanzenwelt!
Wenn Du die entsprechenden Stellen kurz nachliest, wird es Dir sofort klarer! (Ich nehme an, Du hast eine Bibel zur Hand?)


Das für Licht keine Sonne benötigt wird, wussten unsere steinzeitlichen Vorfahren seit Entdeckung des Feuers, da braucht es keine göttliche Eingebung. Von der Beschaffeheit der Materie wussten die Menschen jedoch früher gar nichts.

Wie erklärst Du Dir aber, dass in dem Schöpfungsmärchen der Tag und die Nacht angeblich vor der Sonne gemacht wurden? Ich hoffe, dass Du uns die Bibel jetzt nicht als Quell wissenschaftlicher Erkenntnis verkaufen möchtest.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

30.10.2015 08:22
#154 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wie erklärst Du Dir aber, dass in dem Schöpfungsmärchen der Tag und die Nacht angeblich vor der Sonne gemacht wurden. Ich hoffe, dass Du uns die Bibel jetzt nicht als Quell wissenschaftlicher Erkenntnis verkaufen möchtest.

@Blackysmart,

... die Bibel, das hat sich nun herumgesprochen, ist kein wissenschaftliches Buch und wie ja auch Dir bekannt sein dürfte, haben aber alle Märchen einen tiefenpsychologischen Hintergrund!
Wenn Tag und Nacht in der Genesis schon vor der Sonne "geschieden" werden, so weise ich nochmals darauf hin, dass die "Erschaffung" der Photonen noch keine Sonnen voraussetzt - genauso wenig, wie z.B. das Vorhandensein atomarer und subatomarer Teilchen bereits eine Evolution, bis hin zum Menschen, bedeuten oder gar erzwingen könnte. - Was sich aber auf anderen, uns unbekannten Planeten, oder gar anderen Universen, abspielt, soll und kann hierbei noch gar nicht umfassend in unser Denken mit einbezogen werden!
Die Genesis ist, wie Historiker vermuten, zunächst über lange Epochen nur mündlich weiter gegeben worden, bis sie dann, vermutlich von Priesterkasten, schriftlich fixiert worden war. Ihr Inhalt, berücksichtigt man ihr nur zu schätzendes Alter, ist umso erstaunlicher!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

30.10.2015 08:30
#155 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das für Licht keine Sonne benötigt wird, wussten unsere steinzeitlichen Vorfahren seit Entdeckung des Feuers, da braucht es keine göttliche Eingebung.

@Blackysmart,

... zu sehen, bedeutet noch lange nicht, zu wissen! Das Gesehene wurde oft missdeutet und mündete nicht selten im Aberglauben! Der "Gott des Feuers" ist zwar, wie viele seiner "Kollegen" heute im "Ruhestand", - über den Ur-Grund des Feuers wissen wir aber nach wie vor - rein gar nichts!
Wenn Du ehrlich bist, dann wirst Du zugeben müssen, dass Du auch keine akzeptable Definition des Menschen zu Papier bringen kannst!

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

30.10.2015 15:01
#156 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #154

Wenn Tag und Nacht in der Genesis schon vor der Sonne "geschieden" werden, so weise ich nochmals darauf hin, dass die "Erschaffung" der Photonen noch keine Sonnen voraussetzt


Das Licht nicht von der Existenz der Sonne abhängt, darin stimmen wir überein. Bei Tag und Nacht sieht es jedoch anders aus, da "der Tag" als die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und "die Nacht" als die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang definiert ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch vor tausenden von Jahren so war. Der Autor der Genesis hatte bei der Niederschrift wohl zu viel Weihrauch inhaliert, um diesen Sachverhalt zu verdrehen.

Zitat von Reklov im Beitrag #154
Ihr Inhalt, berücksichtigt man ihr nur zu schätzendes Alter, ist umso erstaunlicher!


Ja, wirklich sehr erstaunlich

Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Einmal sagte sie als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da sie nach Leviticus 18:22 ein Gräuel wäre.

Der folgende Text ist ein offener Brief eines US-Bürgers an Dr. Laura, der im Internet verbreitet wurde.

»Liebe Dr. Laura

Vielen Dank, dass Sie sich so aufopfernd bemühen, den Menschen die Gesetze Gottes näher zu bringen. Ich habe einiges durch Ihre Sendung gelernt und versuche das Wissen mit so vielen anderen wie nur möglich zu teilen. Wenn etwa jemand versucht seinen homosexuellen Lebenswandel zu verteidigen, erinnere ich ihn einfach an das Buch Mose 3, Leviticus 18:22, wo klargestellt wird, dass es sich dabei um ein Gräuel handelt. Ende der Debatte.

Ich benötige allerdings ein paar Ratschläge von Ihnen im Hinblick auf einige der speziellen Gesetze und wie sie zu befolgen sind,

a) Wenn ich am Altar einen Stier als Brandopfer darbiete, weiß ich, dass dies für den Herrn einen lieblichen Geruch erzeugt (Lev. 1:9). Das Problem sind meine Nachbarn. Sie behaupten, der Geruch sei nicht lieblich für sie. Soll ich sie niederstrecken?

b) Ich würde gerne meine Tochter in die Sklaverei verkaufen, wie es in Exodus 21:7 erlaubt wird. Was wäre Ihrer Meinung nach heutzutage ein angemessener Preis für sie?

c) Ich weiß, dass ich mit keiner Frau in Kontakt treten darf, wenn sie sich im Zustand ihrer menstrualen Unreinheit befindet (Lev. 15:19-24). Das Problem ist: Wie kann ich das wissen? Ich habe versucht zu fragen, aber die meisten Frauen reagieren darauf pikiert.

d) Lev. 25:44 stellt fest, dass ich Sklaven besitzen darf, sowohl männliche als auch weibliche, wenn ich sie von benachbarten Nationen erwerbe. Einer meiner Freunde meint, das würde auf Mexikaner zutreffen, aber nicht auf Kanadier. Können Sie das klären? Warum darf ich keine Kanadier besitzen?

e) Ich habe einen Nachbarn, der stets am Samstag arbeitet. Exodus 35:2 stellt deutlich fest, dass er getötet werden muss. Allerdings: Bin ich moralisch verpflichtet ihn eigenhändig zu töten?

f) Ein Freund von mir meint, obwohl das Essen von Schalentieren, wie Muscheln oder Hummer, ein Gräuel darstellt (Lev. 11:10), sei es ein geringeres Gräuel als Homosexualität. Ich stimme dem nicht zu. Könnten Sie das klarstellen?

g) In Lev. 21:20 wird dargelegt, dass ich mich dem Altar Gottes nicht nähern darf, wenn meine Augen von einer Krankheit befallen sind. Ich muss zugeben, dass ich Lesebrillen trage. Muss meine Sehkraft perfekt sein oder gibt es hier ein wenig Spielraum?

h) Die meisten meiner männlichen Freunde lassen sich ihre Haupt- und Barthaare schneiden, inklusive der Haare ihrer Schläfen, obwohl das eindeutig durch Lev. 19:27 verboten wird. Wie sollen sie sterben?

i) Ich weiß aus Lev. 11:16-8, dass das Berühren der Haut eines toten Schweins mich unrein macht. Darf ich aber dennoch Fussball spielen, wenn ich dabei Handschuhe anziehe?

j) Mein Onkel hat einen Bauernhof. Er verstößt gegen Lev. 19:19 weil er zwei verschiedene Saaten auf ein und demselben Feld anpflanzt. Darüber hinaus trägt seine Frau Kleider, die aus zwei verschiedenen Stoffen gemacht sind Baumwolle/Polyester). Er flucht und lästert außerdem recht oft. Ist es wirklich notwendig, dass wir den ganzen Aufwand betreiben, das komplette Dorf zusammenzuholen, um sie zu steinigen (Lev. 24:10-16)? Genügt es nicht, wenn wir sie in einer kleinen familiären Zeremonie verbrennen, wie man es ja auch mit Leuten macht, die mit ihren Schwiegermüttern schlafen? (Lev. 20:14)

Ich weiß, dass Sie sich mit diesen Dingen ausführlich beschäftigt haben, daher bin ich auch zuversichtlich, dass Sie uns behilflich sein können. Und vielen Dank nochmals dafür, dass Sie uns daran erinnern, dass Gottes Wort ewig und unabänderlich ist.

Ihr ergebener Jünger und bewundernder Fan Jake«

Athon Offline




Beiträge: 3.541

30.10.2015 16:03
#157 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Blackysmart

Hervorragend!! Ich vermute wohl zu recht, dass die Gute nicht geantwortet hat...

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

30.10.2015 16:35
#158 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Bei Tag und Nacht sieht es jedoch anders aus, da "der Tag" als die Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang und "die Nacht" als die Zeit zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang definiert ist. Ich bin mir ziemlich sicher, dass dies auch vor tausenden von Jahren so war. Der Autor der Genesis hatte bei der Niederschrift wohl zu viel Weihrauch inhaliert, um diesen Sachverhalt zu verdrehen.

@Blackysmart,

... wie schon gesagt, die Genesis wurde über lange Epochen zunächst nur mündlich weiter gegeben, dann irgendwann schriftlich fixiert.
Von "einem" beweihräucherten Autor kann man hier also auf keinen Fall sprechen wollen - genauso wenig, wie z.B. bei unseren Germanischen Göttersagen! - Tag und Nacht unterlagen in der Antike auch ganz anderen, "magischen" Denkmustern. Die alten Griechen glaubten z.B., dass der Sonnengott mit seinem feurigen Wagengespann am Tage über das Himmelsgewölbe fährt, um dann abends im Meer zu versinken und am frühen Morgen daraus wieder aufzutauchen.

Spannend wäre zu erfahren, wie die Menschen in 4 - oder 5000 Jahren über unser "Weltbild" urteilen werden?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

30.10.2015 16:46
#159 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Einmal sagte sie als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da sie nach Leviticus 18:22 ein Gräuel wäre.

Blackysmart,

... alte jüdische Riten und Gesetze können wohl schlecht 1:1 auf das Heute übertragen werden, da z.B. Schweinefleisch im heißen Orient der Antike ganz anderen Verwesungsprozessen ausgesetzt war, als in einem modernen Kühlhaus. Auch kann heute jemand durchaus mit seiner Schwiegermutter schlafen, da dies ja nicht als Inzest angesehen wird.

Gruß von Reklov

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

30.10.2015 17:18
#160 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #159

Zitat
Laura Schlessinger ist eine US-Radio-Moderatorin, die Leuten, die in ihrer Show anrufen, Ratschläge erteilt. Einmal sagte sie als achtsame Christin, dass Homosexualität unter keinen Umständen befürwortet werden kann, da sie nach Leviticus 18:22 ein Gräuel wäre.
Blackysmart,

... alte jüdische Riten und Gesetze können wohl schlecht 1:1 auf das Heute übertragen werden, da z.B. Schweinefleisch im heißen Orient der Antike ganz anderen Verwesungsprozessen ausgesetzt war, als in einem modernen Kühlhaus. Auch kann heute jemand durchaus mit seiner Schwiegermutter schlafen, da dies ja nicht als Inzest angesehen wird.

Gruß von Reklov



Gut, wenn die Dame das möchte, führt aber bei Schwangerschaft zu undurchschaubaren Verhältnissen.
offensichtlich waren dergleichen Mischverhältnisse in der Antike wohl üblich,
sonst wäre es in der Bibel nicht erwähnt.
Auch der lt At verbotene Sex mit Tieren war in der Antike wohl völlig normal
Der antike Gesellschaftsroman "Der goldene Esel" von Apuleius, deutet dies jedenfalls an.
In vieler Hinsicht beschwört das AT eine soziale Ordnung, die es vorher nicht gab, die aber auch aus heutiger Sicht
In vieler Hinsicht völlig in Ordnung ist.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

30.10.2015 18:13
#161 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Auch der lt At verbotene Sex mit Tieren war in der Antike wohl völlig normal

@Reisender,

... der Begriff "Schoßhündchen" soll z.B., wie ich lesen konnte, nicht ohne Grund während der Napoleonischen Kriege so in den Sprachgebrauch aufgenommen worden sein, da manche Dame sich als Trost für den im Feld gefallenen Gatten ein Hündchen zulegte.-

Auch manche Sagen erzählen uns, dass die "Götter" sich manchmal in Tiergestalt irdischen Frauen näherten. Besonders bekannt hierfür ist, weil es darüber in der Malerei viele erotische Darstellungen gibt, die Sage von >Leda mit dem Schwan<. Der Gott Zeus nähert sich der angebeteten Leda in Gestalt eine Schwans und schwängert sie.
Im Mittelalter kamen z.B. Vorstellungen über Hexen auf, die sich von Satan, in Gestalt eines schwarzen Ziegenbockes, begatten ließen.

Gruß von Reklov

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

31.10.2015 12:22
#162 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Siegmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hätte sicher an dieser Diskussion hier seine helle Freude.
Auch er hatte Zusammenhänge zwischen Sexualität und Religion postuliert.
Bevor ich hier meinen subjektiven Kommentar abgebe, werde ich mich mit einigen Abhandlungen beschäftigen.
Agnostiker halten die Schlussfolgerungen von Siegmund Freud noch für eine nicht einhellig bewiesene Theorie.
Das ist ein teils umstrittenes wissenschaftliches "Niemandsland".

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.958

31.10.2015 15:06
#163 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Direktkontakt
Siegmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, hätte sicher an dieser Diskussion hier seine helle Freude. Auch er hatte Zusammenhänge zwischen Sexualität und Religion postuliert.

Freud hat ja in allem sexuelle Symbolik gesehen. Das hatte gewiss auch was mit der sexualfeindlichen Erziehung zu tun, der er selber erlegen war. Die Neigung zum Gottglauben sah Freud in einem nicht verarbeiteten "Vaterverlust" der Menschheit begründet. Der Mensch hatte als Mensch immer mehr Eigenverantwortung - für die Produktion, die Erziehungsmethoden, Bildung, Kulturschaffung usf. Der Verantwortung entflieht man gerne, indem man sich an einen Papa wendet. Aber deine Freud-Abhandlungen über sie sexuellen Motive in der Religion kenne ich nicht, aber ich wüsste ganz gerne über sie.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

31.10.2015 21:59
#164 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Eventuell vorhandene Abhandlungen Freuds suche ich selber noch, weil dies noch relatives Neuland für mich ist.

Vielleicht hört es sich paradox an, wenn ich "das Gefühl" habe, dass die Todestrieb-Theorie als bis heute umstrittener Teil seiner Verlautbarungen aus meiner Sicht eigentlich die Eros-Theorie nicht als Gegenstück hat. Sie ist die Übertreibung davon!
Thanatos geht über die triebhafte Selbst- und Arterhaltung hinaus und bezieht "Kollateralschäden" der Destruktivität wie z. B. Krieg mit ein. Die Arterhaltung hat nun mit Religion in dem Sinne zu tun, dass die frühen Führer der Antike ihrer Population die Auserwähltheit in Bezug auf einen mächtigen "Gott" einredeten und damit begründet "sichere" Siege versprachen. Der Krieg unter schweren (Todes-)Opfern war das Vabanque-Spiel aus grauer Vorzeit bis in die jüngste Historie der Menschheit. Die Sieger konnten im Rausch des Triumphes dann "ausrasten" und sparten nicht mit Auswüchsen von Hass, Vernichtung und Zerstörung. So erkämpfte man sich höhere Stufen der "Kultur". Auch Barbaren und Kannibalen hatten ihren Stolz und ihre gefestigte Weltsicht.

Die wissenden Priester und Könige oder Häuptlinge setzten "ihre" gläubig erzogenen Menschen wie Figuren auf dem Schachbrett ein, waren aber ihrerseits meistens (insgeheim) Realisten und verließen sich nicht immer selbst auf einen erdichteten oder fiktiven heiligen Beistand. Trotzdem traten sie mit Schauspieltalent bei kultisch-religiösen Handlungen überzeugend auf, obwohl sie diese Zweckbotschaften an das Volk im kleinen Kreis von Vertrauten konträr diskutierten.

Wenn ein Kreuzzug mit viel Beute zum gelungenen Unternehmen wurde, konnte man mit den Belogenen großzügig teilen und auf den "hilfreichen" Gott verweisen und diesem danken.
Solches ist eine gelungene "Arterhaltung" als größere Gruppe mit Gewinn, allerdings destruktiv und ruinös für die Besiegten mit Verlust.

Was hat nun Krieg mit der Sexualität zu tun?

Das Zeichen des römischen Kriegsgottes Mars ist ein Kreis mit dem nach rechts oben gerichteten Pfeil. Dies wird als Symbol des männlichen Geschlechts und der Männlichkeit gedeutet.
Auch heißt es vom Krieg, das er der Vater (!) aller Dinge und der König aller sei (sinngemäß nach Heraklit).
So schließt sich der Kreis der Freudschen Symbolik...

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

01.11.2015 09:56
#165 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Auch heißt es vom Krieg, das er der Vater (!) aller Dinge und der König aller sei (sinngemäß nach Heraklit).

@Direktkontakt,

... die Antike sah den Krieg aus einem anderen Blickwinkel und nicht ohne Grund waren ja einige der alten Olympischen Disziplinen lediglich Fitness-Übungen, die man für den damaligen Kampf (Mann gegen Mann) unbedingt brauchte -
z.B. Speerwerfen, Boxen, Ringen und Rennen.

Ein verheerender Fehler ist es, den Krieg als den "Vater aller Dinge" zu denken, denn er brachte stets nur Tod, Not und Leid über unzählige Menschen.
Lange Zeiten über war das gegenseitige Abschlachten auf eigens dafür ausgewählten Feldern passiert und ein nur 10 km entferntes Dorf merkte bereits nichts von diesem Schauspiel des Todes. -
Der 1. Weltkrieg ist noch ein gutes Beispiel hierfür, denn während auf franz. Schlachtfeldern massenhaftes Sterben stattfand, ging die Zivilbevölkerung ihrer alltäglichen Arbeit nach.
Der 2. Weltkrieg veränderte jedoch das Bewusstsein für den Krieg total, denn nun war auch die Bevölkerung hinter den Frontlinien durch regelmäßige Luftangriffe mit dem tödlichen Wesen des Krieges direkt konfrontiert.

Die alte Mahnung Jesu gilt heute mehr denn je: >> Wer das Schwert zieht, kommt durch das Schwert um. <<

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

01.11.2015 10:16
#166 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Agnostiker halten die Schlussfolgerungen von Siegmund Freud noch für eine nicht einhellig bewiesene Theorie.
Das ist ein teils umstrittenes wissenschaftliches "Niemandsland".

@Direktkontakt,

... S. Freud begab sich als "Pionier" auf unbekanntes "Niemandsland". Das war sein nicht zu bestreitender Verdienst. - Bereits aber sein sein ihm vertrauter Kollege, der Schweizer C. G. Jung, hatte ganz andere Ansichten über Mensch, Erde und Kosmos anzubieten. Die verschiedenen Ansichten und Denkweisen (auch über Religion und Parapsychologie) führten dann auch zur Trennung der ehemaligen Gesprächspartner:

>> Doch allmählich traten die Differenzen zwischen beiden deutlicher hervor. Ende 1912 führte dies zum Bruch, nachdem Jung sein Buch Wandlungen und Symbole der Libido publiziert hatte. Er kritisierte darin Freuds Libidobegriff, „der von der vorrangigen Bedeutung des Geschlechtstriebes ausging, welche aus der Kindheit des jeweiligen Individuums herrühre“, während er der Auffassung war, „dass die Definition erweitert werden, der Libidobegriff ausgedehnt werden müsse, sodass auch universelle Verhaltensmuster, die vielen unterschiedlichen Kulturen in unterschiedlichen geschichtlichen Perioden gemein waren, von ihm erfasst würden“. Freud erklärte daraufhin, „daß er die Arbeiten und Ausführungen des Schweizers nicht als legitime Fortsetzung der Psychoanalyse ansehen könne“.

Nach scharfen persönlichen Vorwürfen von Jung kündigte Freud ihm im Januar 1913 schriftlich die Freundschaft. Im Oktober desselben Jahres beendete Jung dann auch die fachliche Zusammenarbeit und legte im April 1914 den Vorsitz der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung nieder. << (Quelle Internet)

Meine Meinung hierzu: Das Rätsel des Daseins, in welches wir ja alle eingebunden sind, konnte bisher zwar durch viele literarischen Formen an- und besprochen werden - überzeugende Lösungen liegen aber noch nicht auf dem Tisch!

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.958

01.11.2015 10:18
#167 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Direktkontakt
Was hat nun Krieg mit der Sexualität zu tun?

Die Frage war doch, was die RELIGION mit der Sexualität zu tun hat. "Love is a batterfield!" Aber die Sexualität als die Triebfeder der Kriege heranzuziehen, halte ich auch für etwas weit hergeholt. Die Wurzel der Kriege ist das Misstrauen und die Fremdheit. In der Sexualität stecken aber schon die Liebe und das Begehren mit drin.

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

01.11.2015 11:14
#168 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #155
... zu sehen, bedeutet noch lange nicht, zu wissen! Das Gesehene wurde oft missdeutet und mündete nicht selten im Aberglauben!


Was ist der Unterschied zwischen Aberglaube und Glaube? Aberglaube ist immer das, was man selbst nicht glaubt.

Das Geschehene wurde nicht oft missdeutet, sondern immer. Es endete IMMER im Abergleube. Auch Dein Bildnis eines göttlichen Urgrunds mit einem allumfassenden Plan und quasi menschllichem Bewusstsein ist nichts anderes als Aberglaube.

Zitat von Reklov im Beitrag #155
Der "Gott des Feuers" ist zwar, wie viele seiner "Kollegen" heute im "Ruhestand", - über den Ur-Grund des Feuers wissen wir aber nach wie vor - rein gar nichts! Wenn Du ehrlich bist, dann wirst Du zugeben müssen, dass Du auch keine akzeptable Definition des Menschen zu Papier bringen kannst!


Keine Definition, die Mystikern und Theisten wie Dir genügen würde. Wer aus allem bisher Unerklärlichen das Werk eines großen "HUHUJAJAs" macht, darf keine einfachen Erklärungen akzeptieren. Da muss beispielsweise aus "toter" Materie in wundersamer Weise "lebende" Materie werden. Das Materie die Eigenschaft der Selbstorganisation hat und das "Leben" einfach ein hoher Organisationsgrad ist, hat aber nichts Wunderbares und darf deshalb nicht sein.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

01.11.2015 21:40
#169 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Auch Dein Bildnis eines göttlichen Urgrunds mit einem allumfassenden Plan und quasi menschllichem Bewusstsein ist nichts anderes als Aberglaube.

@Blackysmart,

... ein Ur-Grund kann unsere menschlichen Logik nur schwer verneinen, es sei denn, man entschließt sich zu glauben, die Atome und der Raum seien von jeher schon immer "da" gewesen!? (Klingt aber, als ob man auch dies leicht in die Ecke des Aberglaubens schieben könnte!)

Zitat
Da muss beispielsweise aus "toter" Materie in wundersamer Weise "lebende" Materie werden. Das Materie die Eigenschaft der Selbstorganisation hat und das "Leben" einfach ein hoher Organisationsgrad ist, hat aber nichts Wunderbares und darf deshalb nicht sein.

Aus toter Materie wird eben niemals lebende Materie! Das ist ja gerade die "wundersame" Ordnung, welche auch unsere Erde erst bewohnbar macht.
Steine und Felsen haben nun mal kein Bewusstsein oder gar einen Willen! Bäume sind aber schon sensibler aufgebaut, denn Forscher konnten feststellen, dass sie untereinander "kommunizieren", sich auch "warnen" können.-

Das Leben ist weit mehr, als einfach nur ein hoher Organisationsgrad von Molekülen. Weil wir aber das Leben nicht richtig verstehen, leben wir auch falsch und müssen die bekannten Quittungen seit Jahrtausenden "bezahlen"!
Bekanntlich braucht jede Information zunächst auch einen Informanten. Es sei denn, man hängt der Meinung an, dass die Atome schon seit jeher im Weltraum umherschwirrten und sich dann irgendwann dazu "entschlossen", komplexere Formen und Bewusstseinsebenen durch Selbstorganisation anzustreben.

Dies wäre dann aber auch nichts weiter, als eine andere Variante des Aberglaubens!

Will man aus allen Ideologien hinaus in die reine Wahrheit gelangen, so tritt man nur in andere Ideologien. Denn mit der Meinung, nunmehr die Wahrheit selber ergriffen zu haben, bleibt man in der Grundhaltung, welche das Merkmal aller Ideologie ist, nämlich im Besitz der endgültigen und einzigen Wahrheit zu sein.
Weil man die eigene vermeintliche Wahrheit und Absolutheit gegen die anderen Anschauungen als falsch setzte, nannte man sie im Unterschied von der eigenen vermeintlichen wirklichen Erkenntnis - Ideologien. Indem man nun meinte, nur bei den Anderen das Verharren im Schein, in der Blindheit, in Widersprüchen zu erkennen, bleibt man selber in der eigenen Totalanschauung der Dinge als einer unbemerkten Ideologie stecken!

Das Leben (als Gegenstand der Forschung) ist von einem alles umgreifenden Dasein umschlossen. Im Raum dieses "Daseins", das ja auch wir sind, begegnet uns auch anderes, das, für sich selbst umgreifend, Dasein ist. Diese in der Welt vorkommende Wirklichkeit nennen wir das Leben.

Der Mensch ist bestrebt, das "Grundgesetz" des umgreifenden Daseins zu finden und es zu formulieren. Aber wenn man solch ein Gesetz eines erforschten Objekts - des Lebens - zu treffen meint, so ist dieses nicht mehr das Umgreifende.
In der Forschung ist nicht das umgreifende Dasein erfasst, sondern nur das gegenständliche Dasein von Objekten wie Materie des Körpers, der lebendige Leib, die Umwelten, die Seele und das Bewusstsein.
Umgreifendes Dasein ist aber nicht das biologisch erforschbare Leben, sondern etwas alles dies Durchdringendes und in sich Aufnehmendes.
Wenn der Forschungsgegenstand als Sein absolut genommen wird, sein Grund im Umgreifenden aber nicht als Grenze gedacht, nicht als vorantreibende Wirklichkeit spürbar bleibt, in keiner Weise mehr gegenwärtig ist, wird das "Umgreifende" preisgegeben.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

02.11.2015 08:07
#170 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #169
... ein Ur-Grund kann unsere menschlichen Logik nur schwer verneinen, es sei denn, man entschließt sich zu glauben, die Atome und der Raum seien von jeher schon immer "da" gewesen!?


Gerade meine Logik verbietet mir, an Deinen Urgrund zu glauben. Zu glauben, dass die Voraussetzungen des Universums schon immer da war, ist jedenfalls deutlich realistischer, als an einen "Bob den Baumeister" nach menschlichem Vorbild zu glauben


Zitat von Reklov im Beitrag #169

(Klingt aber, als ob man auch dies leicht in die Ecke des Aberglaubens schieben könnte!)


An die Existenz des Universums zu glauben, halte ich jetzt nicht für so abwegig. Das das Universum aus sich selbst heraus entstanden ist, ist auch nicht unmöglich. Wenn es vorher nichts gab, spielt Zeit und Wahrscheinlichkeit keine Rolle. Vielleicht gab es vorher unendlich viele Urknalle, bis mit dem heutigen Universum alle Voraussetzngen für eine längere Existenz zufällig passten. Viellieicht gab es aber auch schon unendlich viele Universum vorher, vergleichbar dem unsrigen heute.


Zitat von Reklov im Beitrag #169

Da muss beispielsweise aus "toter" Materie in wundersamer Weise "lebende" Materie werden.


Das kannst Du noch so oft wiederholen, es wird dadurch nicht richtiger. Dein ganzer Körper besteht aus toter Materie, die sich durch absolut nichts von anderer Materie unterscheidet - ausser dem Organisationsgrad.


Zitat von Reklov im Beitrag #169
Steine und Felsen haben nun mal kein Bewusstsein oder gar einen Willen!


Brich einen kleines Stück Felsen ab, zermahle ihn fein, löse das Pulver in Wasser auf und trinke es. Die Materieorganisation sorgt dafür, dass passende Atome bzw Atomverbindungen ein Teil Deines Körpers werden. Sind die Atome des Steins nun plötzlich lebendig geworden? Nein, es sind die vollkommen gleichen Atome wie zuvor. Sie sind nun nur Teil von sehr komplexen Atomverbindungen geworden.

Wenn Du Kohlenmonoxid einatmest, werden diese Atomverbindungen auch Teil Deines Körpers, können aber das komplexe Zusammenspiel derart stören, dass alles aus den Fugen gerät. Sind die Kohlenmonoxidverbindungen nun auch "lebendig" und Teil Deines Körpers, wenn Sie Dich töten? Sind das etwa die "Bösen" Atome und Sauerstoff die "Guten".


Zitat von Reklov im Beitrag #169
Das Leben ist weit mehr, als einfach nur ein hoher Organisationsgrad von Molekülen.


Weil Du mehr sein WILLST. Weil Du Dir wünschst, mehr zu sein als "tote" Materie. Weil Du Dir wünschst, die geplante Vision des großen "HUHUJAJAs" zu sein, der Dich wie sein Kind behütet und Deine Existenz bedeutender macht. Weil Du Dir wünschst, etwas ganz Besonderes zu sein in diesem riesigen Universum und der große "HUHUJAJA" es Dir ermöglichen soll, das Ende dieses Universum zu überleben.


Zitat von Reklov im Beitrag #169
Weil wir aber das Leben nicht richtig verstehen, leben wir auch falsch und müssen die bekannten Quittungen seit Jahrtausenden "bezahlen"!


Daran ist nur die böse Eva schuld, die dafür gesorgt hat, das Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse probiert hat. HUHUJAJA hatte das ausdrücklich verboten.

Der große Reklov weiß natürlich, wie das Leben richtig zu verstehen ist und wie die Menschen zu leben haben. Ich sehe schon das riesige Denkmal vor mir, dass die Menschheit dem großen Volker zu Ehren aufstellen wird. "Der Retter der Menschheit, der weiseste unter den Weisen".


Zitat von Reklov im Beitrag #169
Bekanntlich braucht jede Information zunächst auch einen Informanten.


Dieser Quatsch wird auch nicht wahrer, wenn Du ihn regelmäßig wiederholst - denn wenn diese Aussage stimmen würde, bräuchte jeder Deiner sogenannten Urgründe wiederum einen Urgrund - eine unendliche Verkettung von Göttern käme dabei heraus. Diese Logik will sich Dir aber einfach nicht erschließen. Besser gesagt, Du willst diese Logik nicht erkennen, weil Sie Deinem Wunschtraum Deines persönlichen und einzigartigen Schöpfer nicht entspricht, der Dich zu etwas Besonderem machen soll.

Zitat von Reklov im Beitrag #169
Es sei denn, man hängt der Meinung an, dass die Atome schon seit jeher im Weltraum umherschwirrten und sich dann irgendwann dazu "entschlossen", komplexere Formen und Bewusstseinsebenen durch Selbstorganisation anzustreben.


Bei dieser Meinung bin ich sehr verwundert, dass Du die Evolution auf der Erde überhaupt für möglich hältst.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

02.11.2015 13:13
#171 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Gerade meine Logik verbietet mir, an Deinen Urgrund zu glauben. Zu glauben, dass die Voraussetzungen des Universums schon immer da war, ist jedenfalls deutlich realistischer, als an einen "Bob den Baumeister" nach menschlichem Vorbild zu

@Blackysmart,

... die verschiedenen Unterteilungen der menschlichen Logik hatte ich ja hier schon 2x aufgelistet. Welche von diesen Logik-Kammern Du auch immer bei Deinen Denkwegen verwendest, ist mir nicht bekannt. Die transzendente Logik scheint es jedenfalls nicht zu sein?
Warum es deutlich realistischer sein soll, zu glauben, dass das Universum (wie wir es kennen!) schon immer da gewesen sein soll, müsstest Du sprachlich ausführlicher vortragen können, ansonsten bleibt solch eine Vermutung rein persönlich und zudem auch recht nebulös!
Ich hatte ja hier auch schon mehrmals gesagt, dass alle menschliche Vorstellungen des Ur-Grundes mit ihrem Gedankengang viel zu kurz springen. -
Dein immer wieder aufgeführter "Bob der Baumeister" gehört auch dazu und ist, schon allein wegen seinem Wortbild, mehr einem Kinderbuch zuzuordnen.

Zitat
An die Existenz des Universums zu glauben, halte ich jetzt nicht für so abwegig. Das das Universum aus sich selbst heraus entstanden ist, ist auch nicht unmöglich. Wenn es vorher nichts gab, spielt Zeit und Wahrscheinlichkeit keine Rolle. Vielleicht gab es vorher unendlich viele Urknalle, bis mit dem heutigen Universum alle Voraussetzngen für eine längere Existenz zufällig passten. Viellieicht gab es aber auch schon unendlich viele Universum vorher, vergleichbar dem unsrigen heute.

Du merkst ja selber, dass Deine Zeilen im Grunde eine Art Glaubensbekenntnis darstellen, welches sich auf Worte wie >nicht unmöglich< oder >vielleicht< stützen muss. Dagegen steht meine Ansicht, dass die Annahme eines Ur-Grundes auch >nicht so abwegig< sein könnte.
Auch zu glauben, dass das Universum (wie wir es heute beobachten können!) aus sich selbst heraus entstanden sein könnte, steht als Vermutung auf keinem festeren Boden, als die Annahme eines alles verströmenden "Energie-Zentrums".

Zitat
Das kannst Du noch so oft wiederholen, es wird dadurch nicht richtiger. Dein ganzer Körper besteht aus toter Materie, die sich durch absolut nichts von anderer Materie unterscheidet - ausser dem Organisationsgrad.

Die Frage nach dem "Programmierer" für den Organisationsgrad der Materie ist und bleibt dabei auf dem Tisch und kann von Menschen mit ihrem nicht alles umfassenden Bewusstsein nun mal nicht gelöst werden!

Wenn man allein den Organisationsgrad der Materie als Basis für "Leben" annehmen wollte, so tauchen hierzu viele Fragen auf, z.B. warum Dein angenommener "Organisationsgrad" Nashörner so groß und Spinnen so klein "geschaffen" hat und warum dieser "Organisationsgrad" den Spinnen keine Knochen verpasst hat, der kleinen Eidechse dagegen schon? (etc.)
Das große Geheimnis liegt eben im Programm des "Organisationsgrades" (wie Du es ausdrückst)! Hier aber ist detaillierteste Ordnung zu beobachten und dies setzt stets Bewusstsein, im Gegensatz zum Chaos, voraus! Ansonsten bleibt die berechtigte Frage, warum z.B. eine Milbe, die ja in der Vergrößerung einem Monstergebilde gleicht, es nicht zur Größe eines Hundes bringen konnte oder wollte? - Wer oder was also hat dieser Milbe den Aufstieg zu einem größeren Körper verwehrt?
Wie man erkennt, kommen wir allein mit der Annahme eines "Organisationsgrades" von Atomen nicht sehr weit, denn solch eine Annahme bringt nur weitere unzählige Fragen hervor!

Zitat
Wenn Du Kohlenmonoxid einatmest, werden diese Atomverbindungen auch Teil Deines Körpers, können aber das komplexe Zusammenspiel derart stören, dass alles aus den Fugen gerät. Sind die Kohlenmonoxidverbindungen nun auch "lebendig" und Teil Deines Körpers, wenn Sie Dich töten? Sind das etwa die "Bösen" Atome und Sauerstoff die "Guten".

Sauerstoff ist für uns keinesfalls "gut", denn beim Einatmen werden in unserem Körper die sog. freien Radikalen erzeugt. Diese schwirren nun "ungeordnet", wie kleine Geschosse, in unserem Körper umher und zerstören dabei unsere DNA-Ketten! (So berichtete es eine TV-Doku!)
In jungen Jahren kann unser "Reparatur-Programm" diese Mini-Schäden stets leicht und schnell flicken. Mit zunehmendem Alter verlieren aber unsere Zellen die Power dafür. Das Ergebnis: Wir müssen sterben. Das Paradoxon dabei ist, dass gerade der zum Leben notwendige Sauerstoff an sich unser "Todfeind" ist!

Zitat
Weil Du mehr sein WILLST. Weil Du Dir wünschst, mehr zu sein als "tote" Materie.

Dieser Wille hat natürlich auch seine geistigen Ur-Gründe und darf als Bewusstseinsform nicht abgetan oder gar gering geschätzt werden! - Es steht Dir aber natürlich frei, anders zu denken, Dich meinetwegen als "tote Materie" zu denken.
(No problem!)

Zitat
Daran ist nur die böse Eva schuld, die dafür gesorgt hat, das Adam den Apfel vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse probiert hat. HUHUJAJA hatte das ausdrücklich verboten.
Der große Reklov weiß natürlich, wie das Leben richtig zu verstehen ist und wie die Menschen zu leben haben. Ich sehe schon das riesige Denkmal vor mir, dass die Menschheit dem großen Volker zu Ehren aufstellen wird. "Der Retter der Menschheit, der weiseste unter den Weisen".

Wie ich sehe, kannst (oder möchtest) Du die Genesis weder historisch noch psychologisch richtig einordnen, sondern flüchtest Dich in eine Kindergarten-Spott-Ecke. (Was soll das?)

Würdest Du meine Beiträge aufmerksamer lesen, so wäre Dir ja aufgefallen, dass ich sagte, dass wir Menschen (ich eingeschlossen!) das Leben nicht richtig verstehen können und deswegen auch falsch leben! - Dies äußert sich nicht nur an unserer vergangenen Historie, sondern ist auch in der Gegenwart deutlich zu beobachten!

Zitat
Dieser Quatsch wird auch nicht wahrer, wenn Du ihn regelmäßig wiederholst - denn wenn diese Aussage stimmen würde, bräuchte jeder Deiner sogenannten Urgründe wiederum einen Urgrund - eine unendliche Verkettung von Göttern käme dabei heraus. Diese Logik will sich Dir aber einfach nicht erschließen. Besser gesagt, Du willst diese Logik nicht erkennen, weil Sie Deinem Wunschtraum Deines persönlichen und einzigartigen Schöpfer nicht entspricht, der Dich zu etwas Besonderem machen soll.

Ein Ur-Grund wird als "unbedingt" gedacht, d.h., er weiß keinen anderen Grund mehr hinter sich! - Deine angenommene "Verkettung von Göttern" spielt dabei philosophisch nun überhaupt keine Rolle, denn diese ist der menschlichen Religionsgeschichte zuzuordnen! - Dies zeigt aber deutlich, dass Du in Bahnen der formalen Logik denkst, welche sich auch in die Bereiche der Logistik und der Methodologie verzweigt.

Solltest Du den Willen und die Zeit haben, Dich mit den anderen Zweigen der Logik (Psychologie des Denkens, Metaphysik, Ontologie, Gegenstandstheorie, Mystik, Transzendentale Logik) zu beschäftigen, wirst Du Deinen Bewusstseinskreis sicher erweitern können und andere Denkwege nicht voreilig als "Quatsch" beurteilen.

Zitat
Bei dieser Meinung bin ich sehr verwundert, dass Du die Evolution auf der Erde überhaupt für möglich hältst.

Die Abstammung und Verzweigung der Arten wurde von Darwin selbst als Theorie bezeichnet. Diese Theorie ist durchaus annehmbar, sagt aber über das Rätsel des Daseins von toten und lebendigen Formen nichts aus!

Im Wirklichkeitsbewusstein eines jeden Menschen geschieht die Entscheidung, ob ich in dem Sein weniger sehe, als ich bin. Im ersten Fall folge ich einem Realismus und Materialismus, einem Positivismus und Idealismus, die alle darin übereinkommen, dass ich mich als etwas sehe, das als der Gipfel von allem sich aus Früherem und Niedrigerem entwickelt hat. Ich sehe mich also geworden aus etwas, das seelenlos, unfrei, zuerst sogar nur leblos war. Doch diese Auffassung scheitert daran, dass auf ihrem Wege nicht zu begreifen ist, was der Mensch sein kann: Nicht seine Liebe, nicht sein Denken und Erkennen.
Diese Auffassung verfällt am Ende immer an Formen des Naturalismus, Technizismus, Utilitarismus.

Im zweiten Falle schwinge ich mich auf mit dem Drang über mich hinaus, mich hinzugeben einem Andern, der Wirklichkeit selbst. Es ist die Bewegung des Philosophierens, das, gebunden an Überlieferung und geschichtlicher Tiefe, in Symbolen seine mögliche Vollendung sucht, evtl. auch findet.
Das Sein zeigt sich auch dem Eros, verschleiert und offenbart sich aber zugleich in Symbolen. Das "Bedeuten" der Symbole ist die Seinswirklichkeit, in welcher der Mensch sich befindet. Wird aber im Symbol das Leibhaftige oder Handgreifliche die Sache selbst, so ist das Symbol zugunsten der Erscheinung in der Welt verloren, weil ein Objekt zum Griff, ein Halt in der Welt an Weltlichem wird.

Wenn wir das Sein (nicht das Dasein!) als ein erkennbar Reales denken, als ob es ein Gegenstand der Forschung wäre, dann wird eine Gedankenkonstruktion für einen Entwurf dieses Seins gehalten, - begründet, bewiesen, ohne dass doch auf diesem Wege etwas anderes als Chiffren erreichbar wären. Das was in Chiffren zu uns spricht, wird von uns gedacht im Sollen: geltende Werte und Forderungen bleiben übrig - als Reich nicht nur irrealer,
sondern unwirklicher Geltungen.-

Hoffe, ich konnte förderlich sein.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

02.11.2015 17:31
#172 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #169

Weil man die eigene vermeintliche Wahrheit und Absolutheit gegen die anderen Anschauungen als falsch setzte, nannte man sie im Unterschied von der eigenen vermeintlichen wirklichen Erkenntnis - Ideologien. Indem man nun meinte, nur bei den Anderen das Verharren im Schein, in der Blindheit, in Widersprüchen zu erkennen, bleibt man selber in der eigenen Totalanschauung der Dinge als einer unbemerkten Ideologie stecken!


Du bist im Besitz des Wissens, Deine eigenen Fehler zu erkennen, wendest es aber nicht an, Reklov.

Du stellst die Deiner Meinung unumstößliche These auf, dass alles einen "Informanten" benötigt. Du ziehst gar nicht in Betracht, dass es anders sein könnte. Du bist blind gegenüber der Widersprüche, die sich aus Deiner "Informanten" These ergeben.


Zitat von Reklov im Beitrag #169

In der Forschung ist nicht das umgreifende Dasein erfasst, sondern nur das gegenständliche Dasein von Objekten wie Materie des Körpers, der lebendige Leib, die Umwelten, die Seele und das Bewusstsein. Umgreifendes Dasein ist aber nicht das biologisch erforschbare Leben, sondern etwas alles dies Durchdringendes und in sich Aufnehmendes.


Das ist Dein Wunsch und Dein Wunsch heißt Gott.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

03.11.2015 06:29
#173 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Die transzendente Logik scheint es jedenfalls nicht zu sein?


Jedenfalls scheint es nicht Deine Logik zu sein.

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Warum es deutlich realistischer sein soll, zu glauben, dass das Universum (wie wir es kennen!) schon immer da gewesen sein soll, müsstest Du sprachlich ausführlicher vortragen können, ansonsten bleibt solch eine Vermutung rein persönlich und zudem auch recht nebulös!


Das Universum ist im Gegensatz zu irgendwelchen Göttern nachweislich existent. Deinen Gott müsstest Du erst einmal nachweisen, um überhaupt eine Vermutung über seine Existenzdauer abgeben zu können. Ich sprach auch nicht davon, dass das Universum immer so ausgesehen hat, wie wir es kennen, dass ist Deine Interpretation.

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Ich hatte ja hier auch schon mehrmals gesagt, dass alle menschliche Vorstellungen des Ur-Grundes mit ihrem Gedankengang viel zu kurz springen. -


Aber Du kannst es nicht lassen, trotzdem allerlei Definitionen des Urgrunds abzuliefern.

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Du merkst ja selber, dass Deine Zeilen im Grunde eine Art Glaubensbekenntnis darstellen, welches sich auf Worte wie >nicht unmöglich< oder >vielleicht< stützen muss. Dagegen steht meine Ansicht, dass die Annahme eines Ur-Grundes auch >nicht so abwegig< sein könnte. -


Meine Ausführungen sind Vermutungen und kein Glaubensbekenntnis. Du hingegen hältst ausschließlich einen göttlichen "Informanten" für möglich. Andere Möglichkeiten schließt Du kategorisch aus.


Zitat von Reklov im Beitrag #171
Auch zu glauben, dass das Universum (wie wir es heute beobachten können!) aus sich selbst heraus entstanden sein könnte, steht als Vermutung auf keinem festeren Boden, als die Annahme eines alles verströmenden "Energie-Zentrums".-


Wobei Du hier wieder versuchst, Dein festgefahrenes Bildnis des göttlichen "Informanten" zu verschleiern. Das "Energiezentrum" könnte man auch als das Universum bezeichnen. Ich bin mir sicher, dass Du diese Definition aber nicht gelten lassen willst. Du kannst nicht zulassen, dass Du ungeplant und rein zufällig entstanden bist, denn dann wärst Du nichts besonderes mehr.


Zitat von Reklov im Beitrag #171
Die Frage nach dem "Programmierer" für den Organisationsgrad der Materie ist und bleibt dabei auf dem Tisch und kann von Menschen mit ihrem nicht alles umfassenden Bewusstsein nun mal nicht gelöst werden!


Ich werde ab jetzt Deine ständige Frage nach dem Programmierer solange als Blödsinn bezeichnen, bis Du mir plausibel erklären kannst, warum der Programmierer selbst keinen Programmierer benötigt.

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Wenn man allein den Organisationsgrad der Materie als Basis für "Leben" annehmen wollte, so tauchen hierzu viele Fragen auf, z.B. warum Dein angenommener "Organisationsgrad" Nashörner so groß und Spinnen so klein "geschaffen" hat und warum dieser "Organisationsgrad" den Spinnen keine Knochen verpasst hat, der kleinen Eidechse dagegen schon? (etc.)


Diese Fragen würde ich von einem Kreationisten erwarten, der von göttlichen Grundarten ausgeht, die sich seit ihrer Schöpfung nur sehr wenig verändert haben (Microevolution).

Nur kurz: DNA besteht aus lange Kettenmoleküle. Diese Kettenmoleküle besitzen die Eigenschaft, sich sebst replizieren zu können..Durch Kopierfehler und damit verbundenen, veränderten Eigenschaften können in einem Selektionsprozess völlig unterschiedliche "Organisationsformen" entstehen.

Zitat von Reklov im Beitrag #171

Das große Geheimnis liegt eben im Programm des "Organisationsgrades" (wie Du es ausdrückst)! Hier aber ist detaillierteste Ordnung zu beobachten und dies setzt stets Bewusstsein, im Gegensatz zum Chaos, voraus! Ansonsten bleibt die berechtigte Frage, warum z.B. eine Milbe, die ja in der Vergrößerung einem Monstergebilde gleicht, es nicht zur Größe eines Hundes bringen konnte oder wollte? - Wer oder was also hat dieser Milbe den Aufstieg zu einem größeren Körper verwehrt?


Ich muss feststellen, dass Du von Evolution nicht den blassesten Schimmer zu haben scheinst. Niemand hat der Milbe verwehrt, größer zu werden. Die Milbe ist eine äusserst erfolgreiche Spezies, gerade wegen ihrer Größe. Alleine in Deinem Bett wohnen tausende Milben und ernähren sich von Deinen Hautresten. Größere Spinnentiere kommen aktuell gerade von draussen in Deine Wohnung, wo sie allerdings verhungern. Das würden die Milben auch, wenn sie größer wären. Die Milben sind so, weil sich dass evolutionär als überlebensfähig harausgestellt hat.

Worauf bezieht sich die Ordnung die Du zu sehen glaubst? Wie begründest Du die These, dass Ordnung stets Bewusstsein voraussetzt?


Zitat von Reklov im Beitrag #171
Wie man erkennt, kommen wir allein mit der Annahme eines "Organisationsgrades" von Atomen nicht sehr weit, denn solch eine Annahme bringt nur weitere unzählige Fragen hervor!


Hier sprichst Du nur für Dich und vielleicht für andere Gläubige. Die Evolutionstheorie erklärt für mich die meisten Fragen - wenn man nicht einen "Bob den Baumeister" als absolute Bedingung voraussetzt.


Zitat von Reklov im Beitrag #171

In jungen Jahren kann unser "Reparatur-Programm" diese Mini-Schäden stets leicht und schnell flicken. Mit zunehmendem Alter verlieren aber unsere Zellen die Power dafür. Das Ergebnis: Wir müssen sterben.


Gehört eingeatmetes und in Deinen Körper integriertes Kohlenmonoxid nun zur "lebendigen" oder zur "toten" Materie wenn es Dich tötet?


Zitat von Reklov im Beitrag #171
Es steht Dir aber natürlich frei, anders zu denken, Dich meinetwegen als "tote Materie" zu denken.


Ich bestehe aus Materie, die vor meiner Geburt und nach meinem Tod unverändert existieren wird. Auch während meines Lebens wird ständig Materie ausgetauscht.

Zitat von Reklov im Beitrag #171

Würdest Du meine Beiträge aufmerksamer lesen, so wäre Dir ja aufgefallen, dass ich sagte, dass wir Menschen (ich eingeschlossen!) das Leben nicht richtig verstehen können


Nein, das sagtest Du so nicht, denn das Wort "können" hast Du jetzt erst ergänzt. Du sagtest konkret, dass Menschen das Leben nicht richtig verstehen. Für mich implizierte das, dass Du zu wissen glaubt, wie die Menschen richtig zu leben haben.

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Solltest Du den Willen und die Zeit haben, Dich mit den anderen Zweigen der Logik (Psychologie des Denkens, Metaphysik, Ontologie, Gegenstandstheorie, Mystik, Transzendentale Logik) zu beschäftigen, wirst Du Deinen Bewusstseinskreis sicher erweitern können und andere Denkwege nicht voreilig als "Quatsch" beurteilen.


Du glaubst also ganz genau zu wissen, was ich schon alles gelesen habe und zu welchen Schlüssen mich das gebracht hat? Deine Lektüre war eindeutig zu mystiklastig. Vielleicht hättest Du die Bücher zu "Hellsehen für Anfänger" weglassen sollen?

Zitat von Reklov im Beitrag #171
Diese Theorie ist durchaus annehmbar, sagt aber über das Rätsel des Daseins von toten und lebendigen Formen nichts aus!


Dann lies weiter Deine mystischen Bücher. Die entsprechen Deinen Erwartungen und tangieren Dein Weltbild nicht zu sehr.

[quote="Reklov"|p3196875 Hoffe, ich konnte förderlich sein. [/quote]

Das Weltbild anderer Menschen kennenlernen und verstehen, warum sie so denken, ist für mich immer förderlich Reklov. Auch wenn wir anderer Meinung sind, finde ich die Diskussion mit Dir sehr interessant.

Reisender Offline



Beiträge: 4.058

03.11.2015 17:38
#174 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Plotin hat die vielleicht kohärenteste Metaphysik der westlichen und der östlichen Tradition entworfen.
Wir begegnen in ihm einem Strom kontemplativer Praxis, die von den alten Pythagoreern ausgeht und über
Sokrates und die späte griechische Kultur ins europäische mystische Denken mündet.
Heidegger zum Beispiel spiegelt das intellektuelle und spirituelle Erbe Plotins.

Obwohl das EINE zwangsläufig als Sein ausströmt, kann es weder im Sinne des Seins definiert,
noch auf das Sein begrenzt werden.
Plotin sagt; das EINE denkt nicht, denn es ist kein anderes in ihm.
Das Eine ist sich seiner selbst nicht gewahr, da es urinnerstes Gewahrsein ist.
Die Reiche des Seins werden vom EINEN nicht als etwas anderes erlebt.
Trennung vom EINEN werden nur von Wesen wie uns erlebt, die im Reich der physischen
Energie manifestiert sind, wo auf Grund vom Wechselspiel von Sein und Nichtsein die Illusion
der Trennung entsteht.

Reklov Offline




Beiträge: 5.821

04.11.2015 13:07
#175 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du bist im Besitz des Wissens, Deine eigenen Fehler zu erkennen, wendest es aber nicht an, Reklov.

Du stellst die Deiner Meinung unumstößliche These auf, dass alles einen "Informanten" benötigt. Du ziehst gar nicht in Betracht, dass es anders sein könnte. Du bist blind gegenüber der Widersprüche, die sich aus Deiner "Informanten" These ergeben.

@Blackysmart,

... man kann alles in Betracht ziehen und anzweifeln, denn alles könnte anders sein! - Das ist mir schon bewusst. Wenn ich also von einem "Ur-Grund" oder einer singulären "Energiequelle" spreche, so darf diese nicht gleich mit dem "biblischen Gott" in einen Topf geworfen werden, denn dabei entstehen natürlich größte Irritationen, ausufernde Fragen und vielschichtige, auch berechtigte Zweifel! -
"Glaube" ist an sich ein unbekannter Pfad, den man beim Unterwegssein beschreiten darf und kann - oder auch nicht. Ganz wie jeder möchte!

Wenn Du glaubst, dass meine Meinung (> unumstößliche These <), jede Information benötige einen Informanten, total falsch sei, müsstest Du aber Deine Antithese sprachlich besser untermauern können, als es bisher zu lesen war, denn Negationen allein können hier wenig dienlich sein!
Unsere Sprache kann aber nun mal nur das ergreifen, was wir bisher begriffen haben. So bleibt ein Dialog über solch ein schwieriges und unübersichtliches Thema stets ein Ringen um Argumente und Wörter! Dabei können aber alle Teilnehmer in ihrem Denken angeregt und gefördert werden. (Auch nicht schlecht!)

Gruß von Reklov

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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