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Atheismus vs. Religionen  


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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

13.09.2017 10:14
#1601 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1597
Ich konnte keine "vorbereitenden" Maßnahmen treffen, da ich die "realen" Folgen der sich stets gleich wiederholenden Traum-Bilder-Serie nicht ernst nahm, sondern sie in die übliche Kiste der bekannten Alltagsträume einordnete.


Also war es ein "üblicher Alltagstraum", dem Du im nachhinein eine übernatürliche Bedeutung zuschreibst. Das erinnert mich an Homöopatheianhänger, die ihre Erkältung nach 4 Tagen erfolgreich mit den "Wunderpillen" bekämpft haben und dann felsenfest behaupten, die Heilung wäre ausschließlich dem homöopathischen Mittel zu verdanken.

Jemand verbohrteres als Du ist mir bisher nicht untergekommen. Da ist jede Diskussion zwecklos. Ich lese aber immer amüsiert mit.

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

13.09.2017 11:17
#1602 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Also war es ein "üblicher Alltagstraum", dem Du im nachhinein eine übernatürliche Bedeutung zuschreibst. Das erinnert mich an Homöopatheianhänger, die ihre Erkältung nach 4 Tagen erfolgreich mit den "Wunderpillen" bekämpft haben

Blackysmart,

... es gilt (auch für Dich!) zu verstehen:

Der Traum hätte nur dann als "üblicher Alltagstraum" eingeordnet werden können, hätten sich seine "Bilder" nicht als korrekte Vorboten einer auf mich zukommenden völligen Umwälzung meines Lebens erwiesen. - Mit >Wunderpillen aus der Homöopathie< hat dies nun aber auch gar
nichts zu tun.
Man merkt, dass Du nicht nur unbeteilgt, sondern selbst auch vollkommen unerfahren in diesen Dingen bist, solches also nie "erlebt" hast, außer die "normalen" Alltagsträume, die wir ja alle kennen.

Zitat
Ich lese aber immer amüsiert mit.

Zu solchen Zeilen fällt mir der Anfang eines Gedichtes von W.Goethe ein:
>> Sagt es niemand, nur den Weisen,
weil die Menge stets verhöhnet...<<

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2017 17:17
#1603 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1602

Zitat
Also war es ein "üblicher Alltagstraum", dem Du im nachhinein eine übernatürliche Bedeutung zuschreibst. Das erinnert mich an Homöopatheianhänger, die ihre Erkältung nach 4 Tagen erfolgreich mit den "Wunderpillen" bekämpft haben
Blackysmart,

... es gilt (auch für Dich!) zu verstehen:

Der Traum hätte nur dann als "üblicher Alltagstraum" eingeordnet werden können, hätten sich seine "Bilder" nicht als korrekte Vorboten einer auf mich zukommenden völligen Umwälzung meines Lebens erwiesen.




Hihi.. das meinte ich doch, Reklov. Du willst einfach dich in allem selbst zum Maßstab machen (narzisstische Selbstvergötterung). Was DU wie auch immer.. dir nach deiner Egozentrik zurecht interpretierst
hat als allgemeingültig verstanden zu werden. Ob es um die Philosophie Spinozas geht... Wissenschaftliche Leitartikel.. Nur so wie du Inhalte interpretierst, müssen, sollten, dürfen sie als einzig richtig verstanden.


Wenn du nach sechs Monaten einen Traum den du mal gehabt haben willst, als maßgeblich präkognitive Eingebung interpretierst.. obwohl du dich dann kaum noch an all die anderen Details erinnern kannst, die in diesem Traum mitgewirkt haben.. dann solltest du zukünftig lieber in einem Kinderforum oder für geistig Zurückgebliebene mitschreiben, Reklov. Du wirst hier ohnehin niemand mehr finden, der dich auch nur ein kleines bisschen ernst nimmt.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2017 20:07
#1604 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Kann es sein, dass unser Unterbewusstsein beim Erkennen von Gefahrensituationen um einiges schneller arbeite, als unser Wachbewusstsein? Verdrängungen spielen in Traunmerlebenissen immer eine bedeutende Hintergrundrolle...

Müssen hierfür dann übernatürliche Gründe angenommen werden, wie überhaupt für alles übernatürliche Gründe angenommen werden sollten, was nicht mehr durch eine einfache Wald und Wiesen-Philsophie erklärt werden kann?
Dass sich den Wissenschaften gewisse psychologische Phänomene entziehen, liegt nicht daran, dass diese übernatürlicher Natur sein müssen, sondern dass sie biographischen Ursprung sind und es nun mal keine technische Möglichkeit gibt, sich Gedanken und ihre biografischen Hintergründe von Menschen auf einem Bildschirm in Klartext anzuschauen. Vielleicht wird das irgendwann mal möglich sein.. Noch ist aber die Rechenleistung unserer Computer dafür nicht ausreichend.

Wenn jemand auf der Straße immer an Geschwindigkeitslimit unterwegs ist und dabei hohe Risiken eingeht und die ganzen möglichen Gefahren einfach verdrängt/ausbelndet, dann wird sich früher oder später ganz sicher das Unterbewusstsein melden.. Ein halblustiger Volltodel, der gerne seine eigene übernatürliche WICHTigkeit bewundert, wird dann natürlich von einem prägkognitiven Traum reden, wenn irgendwann mal passiert, was schon rein statistisch irgendwann einfach passieren muss.... Dass ein schlampiger Raucher sich die eigene Hütte anzündet, passiert zum Glück zwar selten, aber geträumt hat er ganz bestimmt schon mal davon. Genauso wie die vergessliche oder zerstreute Hausfrau, die ständig irgendwelche eingeschalteten "heißen" Geräte vergisst und öftersmal das "Knödelwasser" anbrennen lässt..

Doofe haben also sicher öfter präkognitive Träume, als geistig gesunde Artgenossen..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2017 20:30
#1605 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Warum können Meteorologen keine langfristigeren Wettermodelle erstellen, wenn es keine Zufälle (Koinzidenzen) gibt? Warum arbeiten Meteorologen trotzdem nach statistischen Wahrscheinlichkeitsmodellen, wenn es keine Zufälle gibt? Genau deswegen, weil es extrem viele Ursachen gibt, die miteinander wechselwirken und es dahinter keinen Plan gibt. Also ist auch die Idee einer "ersten Ursache" aus der dann alles weitere entstanden ist, nicht sonderlich gut durchdacht. Eine planmäßige Evolution.. da lachen doch die Hühner.
Die Komplexität natürlicher Wechselwirkung ist der Grund, warum die Wissenchaften nicht immer auf alle Fragen eine möglichst einfache und befriedigende Antwort geben können.
Wie dann auch andersherum leicht verständlich wäre, warum die Menschen in früheren Zeiten um einiges gläubiger waren als heute.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

13.09.2017 21:11
#1606 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Gibt es eine Zukunft oder Vergangenheit. Die Zukunft ist eine Projektion von interpretierten Erinnerungen und Erfahrungswerten. Vergangenheit ist Erinnerung. Sie existiert für sich selbst genausowenig wie die Zukunft. Die Lichtgeschwindigkeit ist das absolute Limit der Zeitmessung. Der Weltraum, so wie wir ihn sehen, existiert gar nicht. Informationen die über Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden mit Lichtgeschwindigkeit im Weltraum unterwegs sind, erzeugen auf unserer Netzhaut den Eindruck eines grandiosen Bildes vom Kosmos, in dem nahe und weit entfernte Sterne oder Galaxien gleichzeitig nebeneinander zu existieren scheinen. Tun sie aber nicht.. Und in Anbetracht der schwer zu widerlegenden Tatsache, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt, wird der Sternenhimmel eines Tages ganz verschwinden. Da die Lichtgeschwindigkeit auch die absolute Grenze der Zeit ist.

Und jetzt wollen uns ein paar todelige Hobbyphilsophen vorwerfen, dass wir in all dem natürlich wieder viel zu kurz denken..

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

13.09.2017 22:55
#1607 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1602
Der Traum hätte nur dann als "üblicher Alltagstraum" eingeordnet werden können, hätten sich seine "Bilder" nicht als korrekte Vorboten einer auf mich zukommenden völligen Umwälzung meines Lebens erwiesen.


Schon klar, Reklov.

Hier regnet es jetzt schon seit Stunden und es wurde vor Überschwemmungen gewarnt. Mein Regentanz muss wohl deutlich übertrieben gewesen sein.

Da Du von Regentänzen keine Ahnung hast und noch nie einen ordnungsgemäßen Regentanz durchgeführt hast, kannst Du die Bedeutung meines Regentanzes für die Wetterentwicklung keinesfallss beurteilen, Reklov.

Lukrez Offline




Beiträge: 5.551

13.09.2017 23:42
#1608 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Also alles nachträglich in den Traum hineininterpretiert...
Die störenden Elemente solcher Träume werden einfach rückstandslos herausgefiltert und dann passt das schon.
Ein gewöhnlicher Alltagstraum, der eben zufälligerweise irgendwie in Erfüllung ging.
Wie ich hier schon schrieb: Nichts ungewöhnliches - hatte ich auch schon!
Steht gegen hunderte Träume, welche niemals auch nur ansatzweise in Erfüllung gehen...

__________________________________________________
Wenn du es nicht wagst, den Sinnen zu trauen, stürzen die Pfeiler des Lebens ein.
De nihilo nihil. Aus Nichts wird nichts.
Zu soviel Unheil hat schon die Religion die Menschen verleitet.
(Lukrez)

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

14.09.2017 06:45
#1609 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Lukrez im Beitrag #1608
Also alles nachträglich in den Traum hineininterpretiert...
Die störenden Elemente solcher Träume werden einfach rückstandslos herausgefiltert und dann passt das schon.
Ein gewöhnlicher Alltagstraum, der eben zufälligerweise irgendwie in Erfüllung ging.


Genau so ist es.

Glaube versetzt angeblich Berge, oder wie Deschner es treffender sagte:

.KarlHeinz Deschner: "Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel."

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 12:28
#1610 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du willst einfach dich in allem selbst zum Maßstab machen (narzisstische Selbstvergötterung). Was DU wie auch immer.. dir nach deiner Egozentrik zurecht interpretierst
hat als allgemeingültig verstanden zu werden.

Perquestavolta,

... der Traum, wie er sich für mich allein bewahrheitet hatte, kann niemals als allgemeingültige Maßstab für Andere gelten. Was sollen also Dein unsinnigen Zeilen? So etwas kann nur ein in solchen Dingen absolut unerfahrener Ignorant schreiben.

Zitat
obwohl du dich dann kaum noch an all die anderen Details erinnern kannst, die in diesem Traum mitgewirkt haben.. dann solltest du zukünftig lieber in einem Kinderforum oder für geistig Zurückgebliebene mitschreiben,

Ich kann mich bis heute genau an jedes Detail des damaligen Traumes erinnern, vor allem deswegen, weil er der einzige seiner Art in meinem Leben war, der vorausschauend Dinge ankündigte, zu denen ich später auch gezwungen war. - Dass jeder von uns die üblichen Träume hat, ist selbstredend, kann aber mit dieser Art von Traum nicht verglichen werden. Dass aber Du als "Zurückgebliebener" bei solch einem Thema eingeordnet werden kannst, ist Dir ja wohl selber am besten klar, fehlt Dir doch hierzu jede Erfahrung.
Was Spinoza angeht: Philosophie ist nun mal ein Thema, an dem sich jeder auf seine Weise (mit seinen Möglichkeiten)"reiben" kann.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 12:35
#1611 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dass ein schlampiger Raucher sich die eigene Hütte anzündet, passiert zum Glück zwar selten, aber geträumt hat er ganz bestimmt schon mal davon. Genauso wie die vergessliche oder zerstreute Hausfrau, die ständig irgendwelche eingeschalteten "heißen" Geräte vergisst und öftersmal das "Knödelwasser" anbrennen lässt..

Perquestavolta,

... schreibend vermuten kann man viel. Besser wäre, Du hättest einen Raucher in Deinem Bekanntenkreis, der von einem Traum mehrmals mit gleichen "Bildern" gewarnt worden und - dessen Hütte dann auch tatsächlich abgebrannt wäre. Das wären dann glaubhafte Fakten, aber nicht allein Deine leichtfertig unbegründeten Vermutungen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 12:42
#1612 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Zitat von Lukrez im Beitrag #1608Also alles nachträglich in den Traum hineininterpretiert...
Die störenden Elemente solcher Träume werden einfach rückstandslos herausgefiltert und dann passt das schon.
Ein gewöhnlicher Alltagstraum, der eben zufälligerweise irgendwie in Erfüllung ging.



Genau so ist es.

Glaube versetzt angeblich Berge, oder wie Deschner es treffender sagte:

.KarlHeinz Deschner: "Je größer der Dachschaden, desto schöner der Ausblick zum Himmel."

Blackysmart,

... erstens war es kein gewöhnlicher Alltagtraum, wie wir ihn ja alle kennen, sondern eine bei mir erstmals auftretende Vorwarnung auf zurollende Ereignisse. Störende Elemente konnte ich gar nicht herausfiltern, denn die Bilder waren eindeutig, sogar in "zweifacher" Hinsicht. Details dazu wären aber dann doch zu privat!

Deschners Kritik am Katholizismus ist völlig berechtigt, hat aber mit dem Thema eines vorausblickenden Traumes nichts zu tun, kann auch nicht mit der psychologischen Befindlichkeit von Gläubigen auf eine Ebene gestellt werden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 13:02
#1613 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Informationen die über Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden mit Lichtgeschwindigkeit im Weltraum unterwegs sind, erzeugen auf unserer Netzhaut den Eindruck eines grandiosen Bildes vom Kosmos, in dem nahe und weit entfernte Sterne oder Galaxien gleichzeitig nebeneinander zu existieren scheinen. Tun sie aber nicht.. Und in Anbetracht der schwer zu widerlegenden Tatsache, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt, wird der Sternenhimmel eines Tages ganz verschwinden. Da die Lichtgeschwindigkeit auch die absolute Grenze der Zeit ist.

Perquestavolta,

... was willst Du mit Deiner Aufzählung bekannter Dinge aus der Astrophysik hier eigentlich sagen??? - Auch unser Sonnensystem hat bereits, nach Ansicht der Experten, die Hälfte seiner Existenz-Zeit "verbraucht". Was können wir Menschen also daraus ableiten, außer ratlos dem gigantischen Programm des Universums ausgesetzt zu sein?? - Hat der "Oberschüler" PQV auch hierzu interessante Ansichten zu liefern?
Übrigens: Eine kosmisch gleichfließende ZEIT wurde z.B. von A.Einstein lediglich vermutet, - hat mit unserer "mechanischen" Zeitaufteilung auch nichts zu tun!
Wenn aber der Sternenhimmel, Deiner Ansicht nach, "ganz verschwinden" wird, so erhebt sich zumindest die Frage, wohin er verschwinden, oder wie seine zersplitterten Atome sich wieder zu neuen Aktivitäten formieren und beleben? - Hier aber hast Du Deine "Grenze" erreicht und solltest Dich deswegen auch etwas kleinlauter gebärden.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 13:15
#1614 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das hieße aber in der Konsequenz, dass beispielsweise die am nächsten Samstag gezogenen Lottozahlen nicht nur heute sondern bereits seit Existenz des Universums feststehen und vom Ziehungsgerät nur noch "abgerufen" werden.
Dieser "Plan" würde dann auch gleichzeitig beinhalten, dass jegliche Handlung jedes einzelnen Menschen vorbestimmt wäre und das, was wir Menschen als "freie Willensentscheidung" bezeichnen, real nicht existiert.

Athon,

... unsere Willensentscheidung ist nicht so "frei", wie manche es gerne sehen würden. - Bereits beim Kauf eines Pullovers unterliegst Du z.B. vielen Prägungen, welche so in Dir bereits angelegt waren/sind, oder aber kulturell anerzogen wurden.
Sieht man sich z.B. den Lebenslauf von Lotto-Gewinnern an, so fällt auf, dass für nicht wenige ihr großer Geldregen eher ein Schicksal/Heimsuchung (von schicken) war, aus dem sie evtl. lernen sollten und keinesfalls nur ein zufälliges Glückslos!

Was aber "real" existiert, muss noch lange nicht eine "tiefere" Wahrheit in sich bergen oder gar unserer inneren Wirklichkeit entsprechen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.579

14.09.2017 14:20
#1615 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1614
... unsere Willensentscheidung ist nicht so "frei", wie manche es gerne sehen würden. - Bereits beim Kauf eines Pullovers unterliegst Du z.B. vielen Prägungen, welche so in Dir bereits angelegt waren/sind, oder aber kulturell anerzogen wurden.


Du argumentierst an der eigentlichen Problematik, resultierend aus Deinem Traum, vorbei: Wenn eine Zukunft -auf welchem Wege auch immer- zutreffend vorhersagbar ist, dann muss sie genau so ablaufen, wie sie "geplant" wurde, und unsere Willenseintscheidung wäre nicht nur "nicht so frei" sondern schlicht und ergreifend nicht vorhanden. Dann kann es auch naturgemäß keine Zufälle geben. Dann sind auch Naturkatastrophen, islamistischer Terror, Hitler, Stalin und vor Hunger sterbende Kinder -um nur einen winzigen Teil zu nennen- Teil dieses "Planes". Einschließlich des Dir widerfahrenen Geschehnisses und Deines Traumes.

Dann ergibt sich die Frage, warum Dein Traum Teil dieses Planes sein sollte, wenn Du die Konsequenzen daraus, wie wir übereinstimmend festgestellt haben, auch ohne diesen Traum hast ertragen müssen?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

14.09.2017 16:09
#1616 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1613

Zitat
Informationen die über Jahrtausende, Jahrmillionen, Jahrmilliarden mit Lichtgeschwindigkeit im Weltraum unterwegs sind, erzeugen auf unserer Netzhaut den Eindruck eines grandiosen Bildes vom Kosmos, in dem nahe und weit entfernte Sterne oder Galaxien gleichzeitig nebeneinander zu existieren scheinen. Tun sie aber nicht.. Und in Anbetracht der schwer zu widerlegenden Tatsache, dass sich das Universum immer schneller ausdehnt, wird der Sternenhimmel eines Tages ganz verschwinden. Da die Lichtgeschwindigkeit auch die absolute Grenze der Zeit ist.
Perquestavolta,

... was willst Du mit Deiner Aufzählung bekannter Dinge aus der Astrophysik hier eigentlich sagen??? -

Dass du von all dem keine Ahnung hast. Dass du dir ständig Schwachsinn aus den Fingern saugst und dein Hirn wohl offensichtlich nur der Stadthalter von Fürzen ist.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

14.09.2017 18:45
#1617 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1610
Ich kann mich bis heute genau an jedes Detail des damaligen Traumes erinnern, vor allem deswegen, weil er der einzige seiner Art in meinem Leben war, der vorausschauend Dinge ankündigte, zu denen ich später auch gezwungen war. -


Wow, Du wusstest also direkt nach dem Traum, dass er vorausschauend einige Monate später eintreffende Ereignisse ankündigt und konntest Dir deshalb jedes noch so kleine Detail merken.

Zitat von Reklov im Beitrag #1610
Deschners Kritik am Katholizismus ist völlig berechtigt, hat aber mit dem Thema eines vorausblickenden Traumes nichts zu tun, kann auch nicht mit der psychologischen Befindlichkeit von Gläubigen auf eine Ebene gestellt werden.


Selbstverständlich bezieht sich Deschner ausschließlich auf den Katholizismus und absolut nicht auf Glauben generell.

Bei hellseherischen Fähigkeiten bist Du ja außerdem ein Wissender und kein Glaubender. Daher betrifft Dich Deschners Aphorismus auf keinen Fall.

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 19:04
#1618 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wenn eine Zukunft -auf welchem Wege auch immer- zutreffend vorhersagbar ist, dann muss sie genau so ablaufen, wie sie "geplant" wurde, und unsere Willenseintscheidung wäre nicht nur "nicht so frei" sondern schlicht und ergreifend nicht vorhanden. Dann kann es auch naturgemäß keine Zufälle geben.

Athon,

... das "Problem", welches wir hier ansprechen, ist schon von oftmals (auch von Philosophen) sehr unterschiedlich angedacht/bearbeitet worden.
In kleine Dingen, wie z.B. bei einer Kaufentscheidung, können wir schon noch auf unsere "Willensfreiheit" zurückgreifen, wobei selbst hier die Manipulation durch die Medien nicht unterschätzt werden darf. Bei Naturkatstrophen müssen wir uns aber machtlos zurückziehen oder die Flucht ergreifen.

Zitat
Dann sind auch Naturkatastrophen, islamistischer Terror, Hitler, Stalin und vor Hunger sterbende Kinder -um nur einen winzigen Teil zu nennen- Teil dieses "Planes". Einschließlich des Dir widerfahrenen Geschehnisses und Deines Traumes.

Es ist ein radikaler Unterschied zwischen der Voraussage etwa einer Sonnenfinsternis und der Voraussage von Ereignissen, die durch menschliches Handeln, sei es das eigene oder das andere, geschehen. Oft ergeben sich aus kleinen, scheinbar unbedeutenden Handlungen von Menschen die größten Katastrophen für eine Gesamtheit! - So ist z.B. bekannt, dass Hitler, wäre er nicht seinerzeit als Bewerber an einer Kunstschule abgelehnt worden, seine hauptsächlichen Energien und Fähigkeiten in ganz andere (Berufs-)Bahnen gelenkt, auch an völlig anderen Aufgaben verbraucht hätte. So hing der schreckliche 2. Weltkrieg u.U. lediglich an der(n) Person(en), welche dem jungen Hitler dessen Leidenschaft fürs Gestalten und Zeichnen regelrecht verwehrten, ihm damit seine berufliche Perspektive nahmen, ihn in die Arbeitslosigkeit zwangen und damit seine frei werdenden Energiepotentiale für die Rebellion gegen die Weimarer Republik erst aufweckten.
Auch der islam. Terror ist ja z.B. nicht vom Baum gefallen, sondern hat seine bekannte, von Menschen herbeigeführte Vorgeschichte.
Man müsste also wissen können, wann die Menschen (im antiken Griechenland als "Spielbälle der Götter" bezeichnet) ihre eigene Dynamik frei entwickeln, oder, ab wann "höhere Mächte" mit (ein)wirken. - Die Fragestellung ist bisher jedoch (auch als Thema der Geschichtsphilosophie) ungelöst geblieben!

Es verwundert nicht, dass Hitler seine Weltanschauung sehr stark mit Krieg in Verbindung brachte. Die Zeit des Ersten Weltkrieges hatte ihn extrem geprägt:
Hitler bekennt bis zum Ende seines Lebens die Erfahrung des Ersten Weltkrieges als die "unvergesslichste und größte Zeit meines irdischen Lebens. Das irdische Leben ist Prüfung von Gott her, Prüfung des Mannes im Kriege.“

Hitler war Katholik. Sein Elternhaus war streng katholisch, genau wie seine Schulausbildung in der Kindheit. Zeit seines Lebens hat er vor allem die Institution Kirche bewundert, speziell ihre Fähigkeit, Feste und Feiern zu inszenieren und die Massen an sich zu binden. Dass er versucht hat, auch nach der Machtergreifung Katholik zu bleiben, wird in seinen Versuchen deutlich, die Kirchen zu einen. Erst mit dem Scheitern dieses Versuches kam er zu der Einsicht, dass Kirche und NS-Staat unvereinbar seien.

Er hat den geistlichen Rahmen des christlich-katholischen nie verlassen, was sich im Versuch äußerte, seine Bewegung als konsequente, praktische Weiterführung des christlichen Glaubens darzustellen. So war das wahre Christentum für ihn das "Kampfchristentum“ und Jesus war für ihn in erster Linie deswegen ein Vorbild, weil er den „"Bluteinsatz am Kreuz" für seine Sache geleistet habe. Außerdem sah er in Christus jemanden, der immer schon die Juden bekämpft habe:

Gerade für den Nationalsozialisten habe das Weihnachtsfest erhöhte Bedeutung, denn Christus sei der größte Vorkämpfer im Kampfe gegen den jüdischen Weltfeind gewesen. Christus sei nicht der Friedensapostel gewesen, den erst die Kirche aus ihm gemacht habe, sondern er sei die größte Kämpfernatur gewesen, die je gelebt hat. Die Lehre Christi sei für Jahrtausende grundlegend gewesen für den Kampf gegen den Juden als Feind der Menschheit. Das Werk, welches Christus angefangen habe, aber nicht beenden konnte, werde er (Hitler) zu Ende führen. Der Nationalsozialismus sei nichts anderes als eine praktische Befolgung der Lehre Christi.“

Hitler arbeitete das Christentum quasi in sein Weltbild ein.

Wie sich aber jemand, wie Hitler, als "Vollender des Werkes Christi" ausgeben kann, ist mir allerdings genauso schleierhaft, wie das Papsttum, das sich ja in der Nachfolger-Rolle Petri sieht.

Zitat
Dann ergibt sich die Frage, warum Dein Traum Teil dieses Planes sein sollte, wenn Du die Konsequenzen daraus, wie wir übereinstimmend festgestellt haben, auch ohne diesen Traum hast ertragen müssen?

Das >Ertragenmüssen< ist ja jedem von uns, nach seinem jeweilgen Maß, auferlegt. Wie ich aber lesen konnte, war und bin ich nicht der Einzige, der auf diese Weise >vorgewarnt< wurde.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 19:36
#1619 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wow, Du wusstest also direkt nach dem Traum, dass er vorausschauend einige Monate später eintreffende Ereignisse ankündigt und konntest Dir deshalb jedes noch so kleine Detail merken.

Blackysmart,

... kannst oder willst Du nicht richtig lesen? - Ich schrieb ja neulich deutlich, dass ich mit meiner Frau sogar über die immer gleiche Traumserie sprach und sie noch darüber lächelte und fragte, warum ich von einer Immobilien-Suche träume, schließlich wohnten wir ja in unserem eigenen Haus.
"Direkt" nach oder während der Traum-Serie waren mir die "Bilder" natürlich ein Rätsel. Erst, als die Ereignisse hereinbrachen, wurde mir alles klarer!
Details kann sich mein fast "fotografisches" Gedächtnis sehr gut merken. So sehe ich mich z.B. noch heute absolut deutlich in dem winterlichen Park-See von Berlin-Steglitz im eiskalten Wasser sitzen, durch dessen Eis-Decke ich mit meinem Schlitten (als 5Jähriger) nach einer harmlosen Hangabfahrt (zu spät bremsend!) stehengeblieben und eingeborchen war. Zum Glück war das Wasser an diesem Uferbereich nur etwa 50cm tief gewesen. Ich sehe auch noch deutlich die Hand eines größeren Jungen, der mich an den Schultern packte, schnell in einen Mantel wickelte und mich zitternd kaltes Bündel auf dem Schlitten in die nahe gelegene Vionvillestraße zu meiner Mutter zog. Fußweg etwa 8 Min. Nach über 30 Jahren bin ich den gleichen Weg nochmal gegangen. Wäre der Schlitten erst weiter hinten auf der Eisfläche zum Stillstand gekommen, wäre ein größeres Problem da gewesen, denn weiter hinten war das Wasser tiefer. - Behütendes Glück gehabt oder: Hat wohl noch nicht sollen sein?

Zitat
Bei hellseherischen Fähigkeiten bist Du ja außerdem ein Wissender und kein Glaubender. Daher betrifft Dich Deschners Aphorismus auf keinen Fall.

Ich denke nicht, dass ich hellseherische Fähigkeiten habe, denn ich erlebte dies nur einmal, aber dann trafen die Bilder immerhin auch gleich voll ins Schwarze!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

14.09.2017 19:53
#1620 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dass du von all dem keine Ahnung hast. Dass du dir ständig Schwachsinn aus den Fingern saugst und dein Hirn wohl offensichtlich nur der Stadthalter von Fürzen ist.

Perwuestavolta,

... ist mir schon klar, dass Du bei einem solchen Thema mit einem, jedem zugänglichen, Buchwissen an Deine Grenzen gestoßen bist. Anstatt neutral und fair über meine geschilderten Erlebnisse nachzudenken, flüchtest Du Dich (mal wieder! ) in Deine, hier zur Genüge bekannte, Kinderfurz-Sprache.
Warum bearbeiten z.B. Athon oder auch Blackysmart das Thema auf einer ganz anderen Sprachebene? - Das Wort, welches ich neulich für das Gehirn verwendete, lautete übrigens "Statthalter des Geistes" und nicht "Stadthalter" (mit dt). Ich hatte Dich ja seinerzeit auf den Unterschied hingewiesen - aber Du scheinst ja auf einer rostigen und schlecht verkabelten Leitung zu sitzen. Prüfe doch mal nach, ob da noch alle Drähte angeschlossen sind. Notfalls kannst Du ja die Stadtwerke in Bozen anrufen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.579

14.09.2017 20:13
#1621 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat
In kleine Dingen, wie z.B. bei einer Kaufentscheidung, können wir schon noch auf unsere "Willensfreiheit" zurückgreifen, wobei selbst hier die Manipulation durch die Medien nicht unterschätzt werden darf. Bei Naturkatstrophen müssen wir uns aber machtlos zurückziehen oder die Flucht ergreifen.


Du willst es einfach nicht begreifen: Es geht hier einzig und allein um die Frage, ob unser Universum und damit auch wir einem Plan eines "Programmierers" unterworfen sind oder nicht. Manipulationen durch Medien stellen in dieser Frage einen absoluten Nebenschauplatz dar und können zur Klärung nichts beitragen. Also: Ist nun ALLES geplant oder ALLES nur Zufall?

Zitat
Es ist ein radikaler Unterschied zwischen der Voraussage etwa einer Sonnenfinsternis und der Voraussage von Ereignissen, die durch menschliches Handeln, sei es das eigene oder das andere, geschehen. Oft ergeben sich aus kleinen, scheinbar unbedeutenden Handlungen von Menschen die größten Katastrophen für eine Gesamtheit!


Natürlich ist das ein Unterschied: Eines kann minutiös berechnet werden, dass andere enthält naturgemäß Unwägbarkeiten. Auch das löst aber keineswegs die Grundsatzfrage: Alles geplant oder Zufall?

Zitat
So ist z.B. bekannt, dass Hitler, wäre er nicht seinerzeit als Bewerber an einer Kunstschule abgelehnt worden, seine hauptsächlichen Energien und Fähigkeiten in ganz andere (Berufs-)Bahnen gelenkt, auch an völlig anderen Aufgaben verbraucht hätte... Auch der islam. Terror ist ja z.B. nicht vom Baum gefallen, sondern hat seine bekannte, von Menschen herbeigeführte Vorgeschichte.


Ja, doch, Reklov. Deinen Geschichtsunterricht in allen Ehren, aber, dies hilft nicht bei der Problemstellung. Ist denn nun auch das menschliche Handeln Bestandteil des Planes des "Programmierers" oder hängt es nur vom Zufall ab? Wenn Du bekanntermaßen nicht an Zufälle glaubst, muss aus Deiner Sicht ein (göttlicher) Plan bestehen. In diesem sind dann aber auch Deine "Vorwarnung" (wovor eigentlich...?) und die anschließenden Geschehnisse fester Bestandteil.

Ein solcher Plan, der u. a. auch den islamistischen Terror beinhaltet, ist nichts, was einen atheistisch geprägten Menschen dazu brächte, die Existenz eines "Schöpfers" auch nur annähernd in Erwägung zu ziehen.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 19.033

14.09.2017 20:17
#1622 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta
Dass du dir ständig Schwachsinn aus den Fingern saugst und dein Hirn wohl offensichtlich nur der Stadthalter von Fürzen ist.

Och, Perquestavolta, nicht schon wieder! Das kann man echt anders ausdrücken. Warum kann man dich nicht für ein paar Tage ohne Bedenken ohne genauere Kontrolle lassen? Macht echt keinen Spaß.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

15.09.2017 11:38
#1623 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Also: Ist nun ALLES geplant oder ALLES nur Zufall?

Athon,

meiner Ansicht nach, sind zwar alle grundlegenden kosmischen "Rahmenbedingungen" geplant und können auch nicht (ohne entsprechende Folgen - auch für uns!) einfach verändert werden. Dazwischen ist uns aber ein "Spielraum" zum Ausprobieren unserer Kreativität, unseres Willens und unserer damit verbundenen Verantwortung gegeben. Ansonsten hätte man ja auch uns, wie z.B. die Tiere, von einer Weiterentwicklung "ausschließen" können.
Auch der von uns so bezeichnete >Zufall< muss sich den Gesetzen der Zeit, des Ortes und der vorangehenden Ursachenketten unterordnen. D.h., es wird wohl kein Isländer in seiner Heimat im Freien je auf eine frei lebende tropische Schlange treten, und ein Afrikaner wird auf seinem Kontinent wohl nie einem Eisbären begegnen. - Dass aber beide "zufällig" der Schwerkraft unterliegen und sich beim Ausrutschen oder Stolpern "zufällig" in der gleichen Woche, zur gleichen Zeit, ihren linken Mittelfußknochen brechen können, ist in den Möglichkeiten des Zufalls enthalten.
Allein das Wort ZUFALL regt ja zu Fragen an: Von wo und warum "fällt uns etwas zu"?

Zitat
Wenn Du bekanntermaßen nicht an Zufälle glaubst, muss aus Deiner Sicht ein (göttlicher) Plan bestehen. In diesem sind dann aber auch Deine "Vorwarnung" (wovor eigentlich...?) und die anschließenden Geschehnisse fester Bestandteil.

Würdest Du in meiner Nähe wohnen, könnte ich Dir unter 4 Augen die ganze "Geschichte" erzählen und ich bin sicher - Du würdest staunen. So aber muss ich, wegen der Wahrung meiner Privatsphäre, leider nur Bruchstücke andeuten, denn - auch das im Traum auftauchende Paar, welches mich stets nur wortlos stumm an meiner Türschwelle anblickte, "entpuppte" sich später als zugehöriger "realer" Part meines sich plötzlich völlig umkrempelnden Lebensweges.
Hätte mir vor Beginn dieser Ereignisse jemand so etwas "prophezeit", hätte ich ihn glatt ausgelacht und mit ähnlichen Worten abgefertigt, wie ich sie hier von den "ahnungslosen Unbeteiligten" erhalten habe.

Von dem "Plan" haben wir (leider) bisher nur bruchstückhafte Vorstellungen, wie auch von dem so viel strapazierten Wort "göttlich".

Ob Wissenschaften uns hierbei weiter bringen können, bleibt als berechtigte Frage offen, denn - alle echte Wissenschaft steht in der Praxis. Es ist eine konzentrierende Praxis eines versuchenden, methodischen Umgehens mit der Wirklichkeit, und zwar entweder mit den Naturdingen oder in historischer und geisteswissenschaftlicher Forschung oder innerlich als Arbeit des Geistes an sich selbst. In erster Linie kommt zur Wissenschaft die Praxis ihrer Anwendung für Daseinszwecke. Von daher erfolgt eine Prüfung durch Bewährung, eine Suggestion durch Erfolg, die aber nicht nur Wahrheit bestätigen, sondern auch trüben könnte.

Als Ziel des wissenschaftlichen Erkennens erscheint die Klarheit der hingegebenen Betrachtung. Jedoch ist es der Grundcharakter unseres Erkennens in der Zeit, dass keine erkennende Vollendung schon einen Abschluss bedeutet. Es ist jedesmal nur eine Stufe. Neue Bewegungen des Erkennens bleiben also möglich. Ein Ausruhen im Fertigen würde sogleich Unwahrheit. Der Zauber einer anschauenden Ruhe verführt zur täuschenden Selbstgewissheit - von der z.B. manches Dogma befallen zu sein scheint.

Versucht einer, das Ganze des Wissens zu umgreifen, so kann das ein Innewerden der Reflexion in einer ungeheuren logisch-metaphysischen Chiffer sein, - wie bei Hegel. Dann ist das aber kein Verstandeswissen, aus dem ich ableiten könnte, was jetzt zu tun sei, kein Plan, von dem alles, was geschehen soll, seinen Platz und sein Recht herleitet.
So wurde Hegels Philosophie, welche "erinnernd" war, verwandelt durch Lasalle u.a., die daraus fälschlich eine technische Theorie des handelnden Hervorbirngens machten.
Das Innewerden des "Ganzen" durch eine Chiffer wird ebenfalls verkehrt, wenn ich das Ganze als einen Prozess zu wissen meine, dem ich zwar ausgeliefert bin, den ich aber erkennen kann.
Das ist eben philosophische Einsicht, dass das "Ganze" etwas ist, das darum nicht gewusst werden kann, weil in ihm die Freiheit des Entscheidens eine ihrem Wesen nach nicht voraussehbare und nicht ableitbare Rolle spielt. Soviel zum Problem des "Zufalls" den uns das "Schicksal" schickt.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.579

15.09.2017 12:35
#1624 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1623
...meiner Ansicht nach, sind zwar alle grundlegenden kosmischen "Rahmenbedingungen" geplant und können auch nicht (ohne entsprechende Folgen - auch für uns!) einfach verändert werden. Dazwischen ist uns aber ein "Spielraum" zum Ausprobieren unserer Kreativität, unseres Willens und unserer damit verbundenen Verantwortung gegeben. Ansonsten hätte man ja auch uns, wie z.B. die Tiere, von einer Weiterentwicklung "ausschließen" können.


Woraus kannst Du logisch schlussfolgern, dass die kosmischen "Rahmenbedingungen" (unveränderbar) geplant sind, und alles weitere unserem freien Willen unterliegt? Haben wir vielleicht Einfluss auf einen fernen Kometen, der durch ein kosmisches Ereignis aus seiner "geplanten" Bahn geworfen wird und droht, in einiger Zeit auf die Erde zu stürzen. Kann denn dieses kosmische Ereignis Teil der von Dir erwähnten "Rahmenbedingungen" sein, oder wäre es nur Zufall mit fatalen Folgen?
Außerdem wäre es sehr interessant zu erfahren, warum Du Tiere als von einer Weiterentwicklung ausgeschlossen betrachtest.

Zitat
Auch der von uns so bezeichnete >Zufall< muss sich den Gesetzen der Zeit, des Ortes und der vorangehenden Ursachenketten unterordnen.


Der Zufall ordnet sich nicht unter, Reklov. Er ist Teil der Zeit, des Ortes und der Ursachenkette. Deine Aussage liest sich, als sei die "vorangegangene" Ursachenkette mit Eintritt eines Zufalls beendet. Wie kommst Du auf einen solch abstrusen Gedanken?

Zitat
Von dem "Plan" haben wir (leider) bisher nur bruchstückhafte Vorstellungen...


Warum "leider"? Ich bin ausgesprochen froh, nicht zu wissen, was noch auf mich zukommt. Sonst würde ich den "Plan" möglicherweise durchkreuzen können... Auch Du hast es zum Zeitpunkt Deiner Träume nicht gewusst.

Zitat
...denn - auch das im Traum auftauchende Paar, welches mich stets nur wortlos stumm an meiner Türschwelle anblickte, "entpuppte" sich später als zugehöriger "realer" Part meines sich plötzlich völlig umkrempelnden Lebensweges.


Hast Du die Möglichkeit ergriffen, diese beiden über Deine Träume zu informieren?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.904

15.09.2017 15:27
#1625 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Woraus kannst Du logisch schlussfolgern, dass die kosmischen "Rahmenbedingungen" (unveränderbar) geplant sind, und alles weitere unserem freien Willen unterliegt? Haben wir vielleicht Einfluss auf einen fernen Kometen, der durch ein kosmisches Ereignis aus seiner "geplanten" Bahn geworfen wird und droht, in einiger Zeit auf die Erde zu stürzen. Kann denn dieses kosmische Ereignis Teil der von Dir erwähnten "Rahmenbedingungen" sein, oder wäre es nur Zufall mit fatalen Folgen?

Athon,

... ich sprach nicht davon, dass "alles weitere" unserem freien Willen unterliegt, sondern sprach lediglich von einem "Spielraum" für unsere Kreativität und unseren Willen. - Wir scheinen z.B. bereits schon biologisch an unsere alte Erde gebunden zu sein, denn es ist bisher noch kein Raketentreibstoff entwickelt worden, der weite Entfernungen mit bemannten Raumschiffen zu evtl. erdähnlichen Planeten überbrücken könnte, ganz abgesehen von den körperlichen oder psychischen Problemen, welche auftauchen, würde jemand über Jahrzehnte in einem Raumschiff verbringen. (?)

Wie bekannt, wurde unsere Erde ja schon mehrmals von "Geschossen" aus dem Weltall getroffen. Diese >Brocken< müssen sich aber beim Eintritt in die Atmosphäre zunächst einer Reibungshitze aussetzen und zerbersten dabei zu kleineren Teilen. Ein Komet besteht aus Eis, Staub und lockerem Gestein und zerbricht wegen der Reibungshitze beim Entritt in den Erdgürtel leichter, als z.B. ein viel stabilerer Asteroid, der mit seinem metallischen Kern und seinen beachtlichen, oft 4stelligen km-Maßen schon zu den Kleinplaneten gezählt wird.

Wie zu lesen war, wird der Weltraum ständig von entsprechenden Fachleuten genau beobachtet und es gibt Szenarien, die sogar den Einsatz von Sprengraketen in ihrer Schublade haben, sollte sich so ein, auch als "Hammer Lucifers" bezeichnetes Objekt der Erde gefährlich nähern.
Unsere moderne Zivilisation, mit ihren dicht bevölkerten Großstädten, wäre von einem Einschlag weitaus heftiger geschädigt, als z.B. die seinerzeit nur dünn mit Ur-Menschen bevölkerte Erde.

Zitat
Außerdem wäre es sehr interessant zu erfahren, warum Du Tiere als von einer Weiterentwicklung ausgeschlossen betrachtest.

Wie von den Fachleuten vermittelt, ist es eine Tatsache, dass viele Tierarten seit Ur-Zeiten >unverändert< in ihrer perfekten Form leben und überleben - im Meer und zu Lande. Wer, wie z.B. die Schildkröte, seit Ur-Zeiten zu keiner großen Veränderung "gezwungen" worden war, bleibt auf der so erreichten Stufe stehen.
So sollen z.B. die ersten haiähnlichen Exemplare schon vor etwa 350 Millionen Jahre aufgetaucht sein. Warum sollte sich ein Hai auch verändern wollen (sollen), ist er doch die perfekt ausgereifte "Jagd- und Fressmaschine" in den Ozeanen?
Wenn sich aber Tiere, wie z.B. das Pferd, in ihrer Form stark verändern, so beschränkt sich das lediglich auf die Entwicklung des Körpers, nicht des Geistes. - Das meinte ich mit "Weiterentwicklung".

Zitat
Er ist Teil der Zeit, des Ortes und der Ursachenkette. Deine Aussage liest sich, als sei die "vorangegangene" Ursachenkette mit Eintritt eines Zufalls beendet. Wie kommst Du auf einen solch abstrusen Gedanken?

Nimm mal an, Du hast einen Autounfall. Sein "Höhepunkt" ist zwar der crash und amit ist der Vorgang auch beendet. - Dessen Ursachenkette beginnt aber zeitlich, schon mit dem Aufstehen am Morgen, zu "arbeiten". Hättest Du Dich z.B. 3 Minuten länger rasiert oder wärst 4 Minuten früher aus dem Haus gegangen, so wäre Dein Auto nicht mit dem anderen Wagen am Punkt X zusammengestoßen, wo Dir genau um 7:30 Uhr an einer bestimmten Straßenkreuzung Deine Vorfahrt genommen wurde. Für den Fahrer, welcher in Dich hineinrummste, gilt natürlich das gleiche Ursachen-Zeit-Muster. So kompliziert sind Ursachenketten. Sie wirken nur oberflächlich betrachtet wie "zufällig", bergen aber mathematisch sekundengenaue Zeit-Abläufe und überlappende Deckungen in sich. Das macht sie auch unmöglich berechenbar und gibt ihnen diesen "schicksalhaften" Charakter.

Zitat
Warum "leider"? Ich bin ausgesprochen froh, nicht zu wissen, was noch auf mich zukommt. Sonst würde ich den "Plan" möglicherweise durchkreuzen können... Auch Du hast es zum Zeitpunkt Deiner Träume nicht gewusst.

Da gebe ich Dir Recht! - Würde einer schon als Kind von seinem ganzen "Schicksal" wissen, würde er wohl vor lauter Angst nur im Zimmer bleiben und weder das Wagnis der Liebe, noch das einer Berufswahl oder eines Hobbies auf sich nehmen können/wollen. Klug eingefädelt, denn so stürzt sich fast jeder vollkommen naiv und mit jugendlicher Begeisterung auf die "Eisbahn des Lebens". - Die Bewohner von Klöstern wollten diesem Wagnis des Lebens innerhalb ihrer Mauern stets entgehen, wurden aber hier und da dennoch von unerwarteten "Zufällen" überrascht - wie Religionskriegen oder Epidemien.

Als sich (mal wieder) der "Untergang der Titanic" jährte, war zu lesen, dass einer der Schiffsingenieure seinen gutbezahlten Job an Bord nicht antrat, weil er Tage vor dem Unglück von gigantischen Wasserflächen geträumt hatte. Obwohl er sich selbst dabei nicht als im Meer schwimmend sah, genügte ihm dieses warnende "Bild", um seinen Arbeitsvertrag nicht zu erfüllen. Er blieb dem Start des Dampfers einfach fern und rettete damit sein Leben.

Einige Menschen kamen z.B. bei dem Desaster von >NINE ELEVEN< nur deswegen mit dem Leben davon, weil sie etwas zu spät aufgestanden oder von etwas Unvorhergesehenem abgehalten worden waren und so dem entscheidenden Augenblick der Katastrophe entkamen. Zufall oder Fügung? Wer will das schon richtig einordnen können?

Beim Bergwandern hing ich mal an einem nur etwa 30 cm schmalen und etwa 15m langen Felspfad, der nur sehr langsam überquert werden konnte, indem man sich vertrauensvoll an die dort in der steilen Felswand angebrachte Eisenschnur klammerte (mit dem Gesicht zum Felsen). Wäre da z.B. eine der Seilbefestigungen schadhaft gewesen (Frost- und Rosteinwirkungen), und somit aus der Wand gesprungen, hätte das wohl einen Schreckmoment mit einem Absturz in die Tiefe (ca. 100m) bedeutet. Solche Unfälle sollen in den Bergen schon öfter vorgekommen sein, besonders, wenn die ersten Wanderer die vom Winter strapazierten Drahtseilbefestigungen nutzen, welche ihre Mängel aber erst bei einer entsprechenden Belastung offenlegen! Nun kann es der "Zufall" wollen, dass die Bergwacht solche Drahtseile zwar vor Saisonbeginn ordentlich prüft, sie aber erst dann "versagen", wenn die ersten Wanderer im Frühjahr kommen.

Zitat

Hast Du die Möglichkeit ergriffen, diese beiden über Deine Träume zu informieren?

JA - aber da liefen die "Schicksalsräder" bereits und es war nichts mehr zu machen. - Würde Dir gerne mehr Details erzählen, aber ich möchte es nicht an die Öffentlichkeit bringen.

Gruß von Reklov

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