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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.729

21.09.2017 18:32
#1676 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dann siehst Du also Deine grundlose aus einer Augenblickslaune heraus getroffene Entscheidung trotzdem weiterhin nicht als Zufall an?

Athon,

... das Ziehen einer Karte kann manchmal "harmlos" sein, in manchem Fall aber auch ungeahnte Folgen nach sich ziehen, die dann, im Ganzen betrachtet, nicht nur als "Zufall", sondern als Heimsuchung oder Bestimmung bezeichnet werden können.

Ein kleines Beispiel aus meiner Jugend, in der ich damals auch eine "Art Karte" zog:
Wir waren damals mit dem Auftritt unserer Band fertig und wollten noch in einen Club fahren, wo eine uns befreundete Band spielte. Ein Freund unseres Drummers, ein gewisser Louis, fragte mich damals, ob er mich in seinem Wagen mitnehmen soll - ich entschied mich aber (ohne bestimmten Grund!), im Wagen unseres Drummers mitzufahren, wählte also eine von 2 Möglichkeiten. Diese Entscheidung bewahrte mich vor einem langen Krankenhausaufenthalt, wenn nicht gar vor Schlimmerem (?), denn ich konnte damals im Rückspiegel sehen, als ich mich vergewissern wollte, ob Louis unserem flotten Fahrstil mit seinem VW-Käfer folgen konnte, wie sich sein Wagen in einer abfallenden Kurve überschlug, dabei wieder auf die Räder kam, in einen Vorgarten fuhr und dort, gegen eine Hauswand prallend, stehen blieb.
Louis wurde sofort von einem herbeigerufenen Wagen des Roten Kreuzes ins Krankenhaus gefahren und war dann lange ans Bett gefesselt. Da es seinerzeit noch keine Gurte mit Anschnallpflicht gab, weiß niemand, was mit mir passiert wäre, hätte ich mich anders "entschieden", also die andere von 2 Mitfahrmöglichkeiten gewählt.
Ob meine damalige Entscheidung mehr unterbewusst oder bewusst gewesen, ob sie Zufall oder Bewahrung war, spielt für mich heute eine untergeordnete Rolle, denn meine "Rettung" hing u.U. von Faktoren ab, die uns Menschen nicht zugänglich sind. (?)

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

21.09.2017 18:39
#1677 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1664
. "Zeitreisen" mit Zahlenberechnungen nachzuweisen, ist eine Sache, - zu glauben, dass der Körper eines Zeitreisenden langsamer altern soll, wiederum eine andere, weil hier nun mal jede praktische Erfahrung fehlt. Ich denke z.B., dass unser biologisches System/Programm gar nicht "checkte", mit welcher Geschwindigkeit ein Raumschiff unterwegs wäre!?


Reklov, Du offenbarst mit dieser Antwort, dass Du überhaupt nicht verstanden hast, um was es bei dem Versuch mit dem Flugzeug geht. Hier wurde keine Zeitreise durchgeführt, sondern nur die Auswirkung von Geschwindigkeit auf die Zeit gemessen. Da die relativ hohe Geschwindigkeit des Flugzeugs zum Bezugspunkt Erdoberfläche die Zeit langsamer vergehen lässt, wurde der Beweis für die Richtigkeit der allgemeinen Relativitätstheorie erbracht.
Das hier Deiner Aussage nach jede praktische Erfahrung fehlt, zeugt von Deiner grenzenlosen Ignoranz. Vielleicht ist es auch Unvermögen. Die Relativitätstheorie muss bei Satelliten (z. B. GPS) berücksichtigt werden, da durch die Geschwindigkeit der Satelliten von 3,87 km/s eine Zeitdifferenz zwischen Satellit und Erde von 7 Microsekunden pro Tag entsteht.

Das Du dann noch erwähnst, unser biologisches System würde gar nicht mitbekommen, mit welcher Geschwindigkeit das Raumschiff unterwegs wäre und wir deshalb vielleicht nicht altern würden, lässt mich vollkommen an Deinem physikalischen Verständnis zweifeln. Ich rate Dir aber, nicht allzu hoch vom Boden hochzuspringen. Vielleicht bekommt Dein biologisches System/Programm nicht mit, dass sich die Erde mit ca. 1600 km/h an der Erdoberfläche bewegt (Erddrehung) und Du dann mit Überschallgeschwindigkeit an irgendeine Hauswand klatscht.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.09.2017 19:41
#1678 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Reklov etwas in irgend einer Weise wissenschaftlich/technisch erklären zu wollen ist die Mühe nicht wert. Entweder ist ihm eh schon "alles bekannt", oder es ist für ihn einfach alles nur minderwertiges Schulwissen, obwohl er (wohl augenscheinlich) in der Schule nur genauso oberflächlich aufgepasst haben muss, wie er hier im Forum unbequeme Argumente einfach ignoriert oder vernebelt. Er interpretiert sich "Inhalte" die er mal irgendwo so nebenbei "aufgegriffen" hat, immer so zurecht, wie es zum Wunsch- und Idealbild seiner selbst gerade am besten passt. Diesbezüglich ist er im höchsten Maße anspruchsvoll. Womit sich dann natürlich auch erklärt, warum er seinen eigenen transzendentalen "Dauer-Vollrausch" für das Maß aller möglichen Erkenntnis hält.

Übrigens ist auch seine Aussage, er hätte noch nie verstanden, warum Menschen die an nichts Übersinnliches glauben und also auch an keinen Gott, überhaupt alt werden wollen, noch lange nicht vom Tisch. Diese Aussage, in der sich nichts anderes, als boshaftester wie menschenverachtender Narzissmus versteckt, lässt auch noch eine andere, weit tragischere Interpretation seiner Ausdauer beim Ausweichen und Nebelkerzen werfen zu, wenn man ihn mal mit unwiderlegabaren Tatsachen festgenagelt hat, die sein verschrobenes Weltbild etwas ins Wanken bringen könnten. Er ist offensichtlich sehr darin geübt, ständig neue Ausreden und Einwände zu erfinden, die seinen Gegenüber aus der Fassung bringen sollten. http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehr...a-a-958479.html

Athon Offline




Beiträge: 3.431

22.09.2017 08:32
#1679 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1676
... das Ziehen einer Karte kann manchmal "harmlos" sein, in manchem Fall aber auch ungeahnte Folgen nach sich ziehen, die dann, im Ganzen betrachtet, nicht nur als "Zufall", sondern als Heimsuchung oder Bestimmung bezeichnet werden können.


Können sie zweifellos, Reklov. Aber eben nur von Leuten, die nicht an Zufälle glauben... Mögliche Folgen eines zufälligen Entschlusses ändern überhaupt nichts an der Zufälligkeit dieser Entscheidung. Im Nachhinein betrachtet hat man -bezogen auf Dein Beispiel- halt nur Glück oder Pech gehabt.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

22.09.2017 11:51
#1680 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1675
Zitat von Reklov im Beitrag #1672

Zitat
Aber Direktkontakt behauptet ja das Gegenteil. So wie auch du das immer behauptet hast.
Perquestavolta,

... wo soll ich das "immer" behauptet haben? - Bitte um genaue Angaben! - Selbst die von Dir so gerne verlachten "Religioten" können in ihrem Dogma lesen, dass ihr "Gott" von Ewigkiet zu Ewigkeit herrscht - also ohne Anfang und Ende.

Gruß von Reklov


Du behauptest, dass Menschen die zur falschen Zeit am falschen Ort sind und also Opfer von Naturkatastrophen, von terroristischen Anschlägen, von unachtsamen Verkehrsteilnehmern.. usw. usf. ... werden, nicht einfach "zufällig" dort sind, sondern als Statisten der höheren Fügung dafür vorbestimmt sind. Das behauptet Direktkontakt auch. Er drückt es nur etwas anders aus und nennt es "Matrix".



Eine Matrix ist etwas völlig anderes als ein hypothetisches Wesen, dem Allmächtigkeit als Attribut nachgesagt wird und das Sintfluten oder ägyptische Plagen schickt.
Sie straft nicht, wird auch nicht zornig und ist auch nicht eifrig darauf bedacht, dass ihr gelobhudelt wird. Ihr ist es egal, ob jemand ihre Existenz nicht wahrhaben will und andere Modelle zu Raum und Zeit neben ihr anbietet.

Der chronologische Ablauf ist von "Anfang an" vorgegeben, wobei man in der Zeit rückwärts den "Beginn" nicht orten kann.
Alles spricht logisch dafür, dass dieser "Beginn" sich im Unendlichen zeitlich "hinten" befinden muss.
Die räumliche Unendlichkeit habe ich hier schon beispielhaft an anderer Stelle zur Diskussion gestellt.

Wer diese meine "Annahmen" nun schlüssig widerlegen kann, ist das größte Genie aller Zeiten.
Sollte ich zur Kenntnis nehmen müssen, dass ich mich geirrt habe, dann werde ich als lernfähiger Mensch meine "Annahmen" korrigieren.

Ich mag es nicht besonders, wenn diese meine Annahmen von Mitdiskutanten mit Gewissheiten verwechselt und daraus "Vorwürfe" à la beleidigte Leberwurst konstruiert werden, nur weil die Ausführungen nicht ins eigene Weltbild passen. Das ändert aber nichts an der unveränderlichen Matrix und dem damit gekoppelten Determinismus im Unendlichen (Annahme!).

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

22.09.2017 13:40
#1681 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Im Nachhinein betrachtet hat man -bezogen auf Dein Beispiel- halt nur Glück oder Pech gehabt.

Athon,

... Du darfst gerne die auf uns zurollenden Ereignisse als Glück oder Pech "vereinfacht" so für Dich katalogisieren. Ich tue dies nicht. Bereits dieses unterscheidet unsere Sicht auf die Welt!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

22.09.2017 14:12
#1682 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Sie straft nicht, wird auch nicht zornig und ist auch nicht eifrig darauf bedacht, dass ihr gelobhudelt wird. Ihr ist es egal, ob jemand ihre Existenz nicht wahrhaben will und andere Modelle zu Raum und Zeit neben ihr anbietet.

Direktkontakt,

... Philosophisches, spekulatives Denken ist stets einer berechtigten Sprachkritik ausgesetzt.
Dass die "Religioten" nicht in der Lage sein konnten/können, die "Ur-Sache seiner selbst" richtig darzustellen, muss ihnen nachgesehen werden, denn dies war und ist keinem Menschen möglich. - Bibel-Kennern ist ja bekannt, dass sogar von Jesus dazu nichts Ergiebiges zu erfahren war, oder, dass die unbekannten Autoren des NT dazu keine Sprachkonstrukte dem Messias-Zitate zu notieren wagten. Es bleibt also nur der Weg des Glaubens oder der des Negierens. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse können nur als Bausteine zum fortschreitenden Wissen verwendet werden, niemals jedoch als "Beweismittel" für oder gegen die Vermutungen von Gläubigen oder Atheisten.
Welchen Stellenwert also die Wortchiffer "Gott" im Denken des Einzelnen einnimmt/einzunehmen vermag, wird für ihn selber erst dann entscheidend, wenn er sie von den bekannten Gleichungen menschlicher Vermutungen und Sprachkonstrukte abzukoppeln beginnt. Der erste Schritt kann aber nur erfolgen, wenn man sich innerlich zunächst und zumindest von der Idee "berühren" lässt. Damit ist aber noch kein schneller Weg gesichert, wie ihn die vorherrschenden Dogmen versprechen, sondern zunächst nur peinliches inneres Unvermögen. Der Einzelne bleibt mit seinem Bemühen zunächst im Zweifel und vollkommen allein.

Einer ähnlichen peinlichen Berührtheit begegnet die Theologie heute im Hause der Wissenschaften, wenn sie "Gott" als ein allgemein bedeutsames Wort verständlich zu machen und der Rede von ihm eine die Welt angehende Funktion zu geben unternimmt. Im Horizont derzeitigen wissenschaftlichen Denkens kommt "Gott" allenfalls noch als Zitat vor.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.431

22.09.2017 14:17
#1683 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1681
... Du darfst gerne die auf uns zurollenden Ereignisse als Glück oder Pech "vereinfacht" so für Dich katalogisieren. Ich tue dies nicht. Bereits dieses unterscheidet unsere Sicht auf die Welt!


Ich habe gelernt, bei der Argumentation mit Gläubigen auf jedes einzelne Wort zu achten und auf jede Formulierung (was mir zugegebenermaßen nicht immer gelingt). Deshalb habe ich "Glück oder Pech" ausdrücklich nur auf Dein gegebenes Beispiel in #1676 bezogen. Wenn Du meinst, dies nun pauschalieren zu müssen, ist dies wahrlich eine Unterscheidung unser beider Sicht auf die Welt...

Und dabei fällt mir doch glatt noch meine Frage aus #1638 ein:

Zitat
Zitat Reklov: Nichts entsteht aus dem Nichts und nichts entwickelt sich zufällig


Um diese Aussage als in sich schlüssig betrachten zu können, müsste "Nichts" definiert werden. Was also ist das Nichts?

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Reklov Offline




Beiträge: 5.729

22.09.2017 14:38
#1684 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Zitat Reklov: Nichts entsteht aus dem Nichts und nichts entwickelt sich zufällig


Um diese Aussage als in sich schlüssig betrachten zu können, müsste "Nichts" definiert werden. Was also ist das Nichts?

Athon,

... bevor ich zum Tennisplatz gehe:

Das NICHTS, wollte ich es sprachlich einkleiden, wäre für mich die Abwesenheit, nicht nur von Materie, Raum und Zeit, sondern vor allem auch jedes Seinsbewusstseins, sowohl des mensclichen, wie auch des sog. "göttlichen Bewusstseins".
Unser Seinsbewusstsein geht über einen Weg, der immer zugleich Verlust ist. Wir erfahren das Sein nur auf dem Wege über die Welt. Hier aber ist das Sein zerspalten, verschleiert und zertreut. Geben wir aber diese unsere Welt preis, so verschwindet uns mit der Welt das Sein selbst. Wir sind also zunächst gebunden an die Entfaltung in der Welt.

Uns bleibt als Wahrheit nur:
Klar um die Indirektheit des Seinswissens auf dem Wege über die Verschleierung des Seins zu wissen; im Offenbarwerden des Seins durch Bild und Gestalt um Bild- und Gestaltsein zu wissen.
Das entscheidende Seinswissen ist nicht im Haben eines Gegenstandes, sondern in der Indirektheit des Gegenständlichen. Das ist für uns vorläufig eine durchgehende Schwierigkeit, das uns "Umgreifende" nicht einer von uns erfassbaren Gegenständlichkeit zuzuordnen.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.09.2017 16:05
#1685 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1684

Zitat
Zitat Reklov: Nichts entsteht aus dem Nichts und nichts entwickelt sich zufällig


Um diese Aussage als in sich schlüssig betrachten zu können, müsste "Nichts" definiert werden. Was also ist das Nichts?
Athon,

... bevor ich zum Tennisplatz gehe:

Das NICHTS, wollte ich es sprachlich einkleiden, wäre für mich die Abwesenheit, nicht nur von Materie, Raum und Zeit, sondern vor allem auch jedes Seinsbewusstseins, sowohl des mensclichen, wie auch des sog. "göttlichen Bewusstseins".
Unser Seinsbewusstsein geht über einen Weg, der immer zugleich Verlust ist. Wir erfahren das Sein nur auf dem Wege über die Welt. Hier aber ist das Sein zerspalten, verschleiert und zertreut. Geben wir aber diese unsere Welt preis, so verschwindet uns mit der Welt das Sein selbst. Wir sind also zunächst gebunden an die Entfaltung in der Welt.

Uns bleibt als Wahrheit nur:
Klar um die Indirektheit des Seinswissens auf dem Wege über die Verschleierung des Seins zu wissen; im Offenbarwerden des Seins durch Bild und Gestalt um Bild- und Gestaltsein zu wissen.
Das entscheidende Seinswissen ist nicht im Haben eines Gegenstandes, sondern in der Indirektheit des Gegenständlichen. Das ist für uns vorläufig eine durchgehende Schwierigkeit, das uns "Umgreifende" nicht einer von uns erfassbaren Gegenständlichkeit zuzuordnen.

Gruß von Reklov



Da bleibt jetzt nur noch die Frage, was du denn mit Seinsbewusstsein so meinst und warum du überzeugt bist, deine persönlichen Befürchtungen um die Auflösung der Welt auch auf UNS zu projizieren können. Deine Indirektheit des Seinwissen... und deine direkte Unfähigkeit, anderen Leuten einen klaren und gesunden kritischen Verstand zu zu gestehen, widersprechen deiner Definition vom Nichts komplett. Alles was du hiermit wiedermal sagen willst, ist nämlich das Gar-Nichts.

Du bist der "grottenschlechteste" Dilettanten-Philosoph, der mir jemals untergekommen ist. Und einer, der sich auch noch einbildet, dass sein NICHTS-sagendes Geschwurbel von übergeordneter Welt-Bedeutung ist. Geh Tennisspieln Reklov.. gut möglich, dass du noch nicht mal das richtig kannst.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

22.09.2017 19:28
#1686 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich hab da jetzt noch etwas für die Retourkutsche gefunden, Reklov, die ich dir bezüglich deiner Behauptung, dass meine strikt antireligöse Weltanschauung einzig und alleine die Schuld einer katholischen Erziehung wäre..schuldig bin. https://www.theologe.de/schwarzbuch_evangelische-kirche.htm

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

22.09.2017 19:41
#1687 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1682

Zitat
Sie straft nicht, wird auch nicht zornig und ist auch nicht eifrig darauf bedacht, dass ihr gelobhudelt wird. Ihr ist es egal, ob jemand ihre Existenz nicht wahrhaben will und andere Modelle zu Raum und Zeit neben ihr anbietet.
Direktkontakt,

... Philosophisches, spekulatives Denken ist stets einer berechtigten Sprachkritik ausgesetzt.
Dass die "Religioten" nicht in der Lage sein konnten/können, die "Ur-Sache seiner selbst" richtig darzustellen, muss ihnen nachgesehen werden, denn dies war und ist keinem Menschen möglich. - Bibel-Kennern ist ja bekannt, dass sogar von Jesus dazu nichts Ergiebiges zu erfahren war, oder, dass die unbekannten Autoren des NT dazu keine Sprachkonstrukte dem Messias-Zitate zu notieren wagten. Es bleibt also nur der Weg des Glaubens oder der des Negierens. Naturwissenschaftliche Erkenntnisse können nur als Bausteine zum fortschreitenden Wissen verwendet werden, niemals jedoch als "Beweismittel" für oder gegen die Vermutungen von Gläubigen oder Atheisten.
Welchen Stellenwert also die Wortchiffer "Gott" im Denken des Einzelnen einnimmt/einzunehmen vermag, wird für ihn selber erst dann entscheidend, wenn er sie von den bekannten Gleichungen menschlicher Vermutungen und Sprachkonstrukte abzukoppeln beginnt. Der erste Schritt kann aber nur erfolgen, wenn man sich innerlich zunächst und zumindest von der Idee "berühren" lässt. Damit ist aber noch kein schneller Weg gesichert, wie ihn die vorherrschenden Dogmen versprechen, sondern zunächst nur peinliches inneres Unvermögen. Der Einzelne bleibt mit seinem Bemühen zunächst im Zweifel und vollkommen allein.

Einer ähnlichen peinlichen Berührtheit begegnet die Theologie heute im Hause der Wissenschaften, wenn sie "Gott" als ein allgemein bedeutsames Wort verständlich zu machen und der Rede von ihm eine die Welt angehende Funktion zu geben unternimmt. Im Horizont derzeitigen wissenschaftlichen Denkens kommt "Gott" allenfalls noch als Zitat vor.

Gruß von Reklov



@Reklov

Mit dem Weg des Glaubens oder dem des Negierens ist es so eine Sache. Haben wir das Für und Wider geprüft und so oder so eine Entscheidung getroffen, dann basiert diese auch auf einer hoffentlich "richtigen" Begründung.

Soweit es den Glauben betrifft, müssten wir uns "vertrauensvoll" z. B. für Gott, Allah, Manitou, Quetzalcoatl, Odin, Jehova usw. entscheiden.
Christen hatten ihren 30-jährigen Krieg, Sunniten und Schiiten haben diesen möglicherweise noch vor sich. Fast alle Versionen des Glaubens weisen die Eigenart auf, Andersgläubige als Ketzer und Teufelsbraten zu definieren. Fanatismus verursacht sogar Todesopfer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Nun können wir wählen oder uns zur Gedankenreinigung davon fernhalten.

Wenn Heilige Schriften sich selber inhaltlich widersprechen und die Verfasser in großer Zahl nicht identisch sind, dann verliert sich die Spur der Authentizität im Dunkeln und es kommen berechtigte Zweifel am "roten Faden" auf. Es wird Vertrauen verspielt.
Die Befehle und Weisungen zur konkreten Glaubenspraxis kommen von irdischen Missionaren oder Mullahs, die sich als "Sprachrohr" des jeweils Höchsten ausgeben. Auch bei identischen Glaubensgemeinschaften sind Predigten zum selben Thema inhaltlich oft nicht kongruent. Die rhetorische Qualität einzelner Predigten der Platzhirsche auf den Kanzeln der Kirchen ist auch nicht immer Spitzenleistung. Das Produkt der "Sprachrohre" sollte außerdem bei gleichen oder ähnlichen Glaubensgemeinschaften aus einem Guss sein.

Die "Sprachrohre" können leider keine zu prüfenden Dokumente oder Papiere (Beglaubigungen) bezüglich ihrer Ernennung als solche von ihrem jeweils unsichtbaren Herrn vorzeigen.
Es soll vorkommen, dass solche Pöstchen besoldungsmäßig sehr lukrativ dotiert sind und damit der Lebensunterhalt mehr als ausreichend gesichert wird.
Wie der Zehnte in früheren Zeiten ökonomisch verteilt wurde, kann man in den Archiven nachlesen.
Fürstbischöfe haben in früheren Zeiten bei ihrer Nachfolge Christi "fahrlässig" vergessen, dass das Reich dieses Herrn gemäß Überlieferung nicht von dieser Welt war.

Naturwissenschaftler versuchen sich per Versuch und Experiment durch die Realität zu hangeln und ihr erworbenes Wissen zu koordinieren, soweit die begrenzten Möglichkeiten es zulassen.
Mathematik (Teilbereich Logik) kann Fingerzeige dafür liefern, wie die Zusammenhänge "vernünftig" zu kitten sind. Das Risiko dabei sind verborgene "Holzwege". Lange gültige Theorien, die wie Dogmen "verehrt" werden, verlieren mitunter unerwartet ihre Gültigkeit.

Naturwissenschaftler werden nicht auf dem Scheiterhaufen verbrannt, wenn sie sich irren!
Es sind in diesem Bereich strenge "Beweiskriterien" üblich. Das schließt spätere Widerlegungen der Postulate wegen trotzdem auftretender Fehler nicht aus.

Halten wir es mit dem Philosophen Sokrates?
Bei Ungewissheiten sollte etwas mehr Bescheidenheit statt Großspurigkeit walten!

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

22.09.2017 22:06
#1688 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1682
. Welchen Stellenwert also die Wortchiffer "Gott" im Denken des Einzelnen einnimmt/einzunehmen vermag, wird für ihn selber erst dann entscheidend, wenn er sie von den bekannten Gleichungen menschlicher Vermutungen und Sprachkonstrukte abzukoppeln beginnt.


Du hast es also wirklich geschafft, das von Dir hier regelmäßig definierte "alles umgreifende" von menschlicher Vermutung und menschlichen Sprachkonstrukten abzukoppeln?

Deine Fähigkeit zur Selbstreflexion ist mehr als verkümmert, sie war wohl noch nie vorhanden.

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 11:00
#1689 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Geh Tennisspieln Reklov.. gut möglich, dass du noch nicht mal das richtig kannst.

Perquestavolta,

ich spiele seit Jahren gegen die guten Spieler in meinem Verein, bin also recht passabel dabei. - Fehlerfrei spielt aber nicht mal ein Champion, (wie z.B. R.Nadal). Auch auf diesem hohen Niveau werden die gleichen Fehler gemacht, wie auf niedrigerem, nur eben mit weitaus höherer Geschwindigkeit! - Solltest Du schon mal einen Tennisschläger geschwungen haben, dann weißt Du ja, wovon ich spreche.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 11:03
#1690 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du hast es also wirklich geschafft, das von Dir hier regelmäßig definierte "alles umgreifende" von menschlicher Vermutung und menschlichen Sprachkonstrukten abzukoppeln?

Blackysmart,

... das ist ja auch kein großes Kunststück, schließlich haben sich bisher alle Sprachkonstrukte über das "Umgreifende" als höchst unzulänglich erwiesen. Verstehe deswegen auch Deine Verwunderung über solches nicht.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 11:11
#1691 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das Du dann noch erwähnst, unser biologisches System würde gar nicht mitbekommen, mit welcher Geschwindigkeit das Raumschiff unterwegs wäre und wir deshalb vielleicht nicht altern würden, lässt mich vollkommen an Deinem physikalischen Verständnis zweifeln.

Blackysmart,

... Du musst auch richtig lesen. - Ich schrieb ja nicht, dass wir im Raumschiff "nicht" altern würden, sondern, dass es dem biologischen System eines Raumfahrers wahrscheinlich egal wäre, wie schnell sich sein Raumschiff bewegt. - Unser biologisches System kann (nehme ich doch an?) auch nicht mit zeitmessenden Uhren verglichen werden. Oder?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 11:21
#1692 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du bist der "grottenschlechteste" Dilettanten-Philosoph, der mir jemals untergekommen ist. Und einer, der sich auch noch einbildet, dass sein NICHTS-sagendes Geschwurbel von übergeordneter Welt-Bedeutung ist.

Perquestavolta,

... ich schrieb an Athon über meine Vorstellung vom NICHTS, weil er darüber meine persönliche Meinung wissen wollte. - Du darfst nun gerne dazu aus Deiner Ecke unqulifizeirt drauf losbellen, - besser wäre aber, Du wärest in der Lage, zum NICHTS ein eigenes Sprachbild anzuliefern. Meckern ist immer leicht und wird deswegen ja auch von jeder Marktfrau so gerne praktiziert. Also - weniger Aggressionen, sondern lieber selbst bessere Ansichten zum NICHTS abliefern. - Leg los - nicht nur ich wären da gespannt!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 11:33
#1693 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich hab da jetzt noch etwas für die Retourkutsche gefunden, Reklov, die ich dir bezüglich deiner Behauptung, dass meine strikt antireligöse Weltanschauung einzig und alleine die Schuld einer katholischen Erziehung wäre..schuldig bin.

Perquestavolta,

... der Inhalt Deines links war mir seit langem bestens bekannt, wie auch bestimmte Aussagen Jesu über die Priester seiner Zeit. Wer sich mit dem Machtmissbrauch innerhalb der Kirche (über all die Jahrhunderte) beschäftigt, der ballt vollkommen zurecht seine Faust in der Tasche. Bei mir führte dies schon in jungen Jahren zu dem Entschluss, aus dem "ev. Verein" auszutreten.

Vom eigenen spirituellen Weg führte mich dies jedoch (auch wegen bestimmter persönlicher Lebenserfahrungen!) nicht ab - und - meine Gründe leuchten ja hier und da aus meinen Beiträgen hervor. Ich bin deswegen auch keinen Deut besser oder gar klüger, als ein Atheist, gehe eben nur auf einem anderen Pfad. Das aber muss schon erlaubt sein und auch "ertragen" werden können!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 11:51
#1694 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die "Sprachrohre" können leider keine zu prüfenden Dokumente oder Papiere (Beglaubigungen) bezüglich ihrer Ernennung als solche von ihrem jeweils unsichtbaren Herrn vorzeigen.
Es soll vorkommen, dass solche Pöstchen besoldungsmäßig sehr lukrativ dotiert sind und damit der Lebensunterhalt mehr als ausreichend gesichert wird.
Wie der Zehnte in früheren Zeiten ökonomisch verteilt wurde, kann man in den Archiven nachlesen.
Fürstbischöfe haben in früheren Zeiten bei ihrer Nachfolge Christi "fahrlässig" vergessen, dass das Reich dieses Herrn gemäß Überlieferung nicht von dieser Welt war.

Direktkontakt,

... wenn Menschen sich ein Dogma zurechtzimmern, so kann sich dieses weder auf korrekte Baupläne stützen, noch ist es mit gutem Baumaterial ausgestattet - bleibt also brüchig und taugt höchstens als historischer Beleg für die Seelenlandschaften innerhalb der sich ablösenden Epochen der Menschheit.
Dass sich aber in jedem "Kirchenkonzern" auch Leute tummeln, die nicht nur nach Macht streben, sondern diese auch für ihre Zwecke missbrauchen, ist leider ein Zeugnis menschlicher Schwächen und der damit verbundenen Abgründe. Diese zeigen sich aber nicht nur in "Kirchenkonzernen", sondern auch in großen Industriekonzernen - bis hinunter in den kleinsten privaten Familienkreis.

Jeder Kritiker sollte sich aber zunächst fragen: Wie würde ich mich denn verhalten, führte mich das Schicksal an die Steuerhebel der Macht, des Einflusses und des Geldes?

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

23.09.2017 12:03
#1695 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Soweit es den Glauben betrifft, müssten wir uns "vertrauensvoll" z. B. für Gott, Allah, Manitou, Quetzalcoatl, Odin, Jehova usw. entscheiden.
Christen hatten ihren 30-jährigen Krieg, Sunniten und Schiiten haben diesen möglicherweise noch vor sich. Fast alle Versionen des Glaubens weisen die Eigenart auf, Andersgläubige als Ketzer und Teufelsbraten zu definieren. Fanatismus verursacht sogar Todesopfer. Das beruht auf Gegenseitigkeit. Nun können wir wählen oder uns zur Gedankenreinigung davon fernhalten.

Direktkontakt,

... Du sprichst hier das blinde Unvermögen derer an, welche aber auch garnichts über die Idee des sog. Göttlichen verinnerlichen konnten, ES deswegen auch nur vor ihren Werbekarren spannten, um ES für ihre weltlichen Ziele gewissenlos zu missbrauchen. Dabei hätten sie z.B. nur die "Bergpredigt" im NT lesen und verinnerlichen müssen, um zumindest die gröbsten Vergehen/Verbrechen zu vermeiden.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.431

23.09.2017 12:08
#1696 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1684
Das NICHTS, wollte ich es sprachlich einkleiden, wäre für mich die Abwesenheit, nicht nur von Materie, Raum und Zeit, sondern vor allem auch jedes Seinsbewusstseins, sowohl des mensclichen, wie auch des sog. "göttlichen Bewusstseins".


Wenn auch das "göttliche Bewusstsein" nicht Bestandteil des NICHTS ist, wo ist es dann? Außerhalb des NICHTS? Dies würde bedeuten, dass vor der Entstehung des Universums zwei Zustände geherrscht haben müssen: Das NICHTS und -getrennt davon- bewusst handelnde Energie oder eben "Göttliches", wie immer man es nennen mag. Und, obwohl nicht nur Deiner Meinung nach nichts aus NICHTS entstehen kann, ist durch eine wie auch immer geartete Einflussnahme dieser Energie aus NICHTS unser Universum hervorgebracht worden...?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.729

24.09.2017 12:37
#1697 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Wenn auch das "göttliche Bewusstsein" nicht Bestandteil des NICHTS ist, wo ist es dann? Außerhalb des NICHTS? Dies würde bedeuten, dass vor der Entstehung des Universums zwei Zustände geherrscht haben müssen: Das NICHTS und -getrennt davon- bewusst handelnde Energie oder eben "Göttliches", wie immer man es nennen mag. Und, obwohl nicht nur Deiner Meinung nach nichts aus NICHTS entstehen kann, ist durch eine wie auch immer geartete Einflussnahme dieser Energie aus NICHTS unser Universum hervorgebracht worden...?

Athon,

... Du stellst schwierige Fragen, die von keinem Menschen zufriedenstellend zu beantworten sind, höchstens über uns mögliche Denkstufen "bearbeitet" werden können. - "Bewusstsein" ist ja zunächst (für mich) nichts Materielles. Aber genau betrachtet sind ja auch die materiellen Zustände eigentlich nur atomare Schwingungen der uns bekannten Molekülverbindungen.
Die von Dir als "wie auch immer geartete Einflussnahme" ist eines der "Geheimnisse", um welche die Religionen und Wissenschaften auf ihre spezielle Weise kreisen, das vorliegende Rätsel aber bisher noch nicht in den Bereich der gesicherten Erkenntnisse ziehen konnten.

>> Aus NICHTS kann jedoch nichts entstehen - daher müssen wir etwas annehmen, das durch sich selbst notwendig ist, das die Ursache seiner Notwendigkeit nicht außerhalb seiner selbst hat, sondern die Ursache der Notwendigkeiten aller anderen Dinge ist. Und das nennen alle Menschen Gott. <<

Will nun einer gegen diesen Satz des Thomas v. Aquin sprachlich angehen, ist er aber auch gezwungen, ein logisches Gegenargument aufzustellen, das schwerer wiegt. Verneinungen allein reichen hier leider nicht aus!

Zitat
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...

Zu Deiner Subline merke ich an: Das bisher so lange vererbte religiöse Denken über einen biblischen "Schöpfer" braucht nun nicht ständig im Kultur-Rucksack mitgeschleppt werden. Denkbar wäre z.B. auch, dass das sog. "Göttliche" sich u.a. teilweise auch in menschliche Formen "begeben" hat, um Ursache und Wirkung in der sog. Realität selber zu "erleben". (?)
Und weil das göttliche Wesen nun mal keine Begrenzungen kennt, ist auf unserer Formen-Skala und der ihr zugeordneten Eigenschaften auch ALLES zu finden - von "tadellos gut", bis hin zu "super böse", von "hilfreich heilend" bis "blind zerstörerisch".
An dieser Herausforderung und Aufgabe hat der Mensch allerdings bis heute schwer zu schaffen. Da stimme ich Dir zu!

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.09.2017 16:00
#1698 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1697


Will nun einer gegen diesen Satz des Thomas v. Aquin sprachlich angehen, ist er aber auch gezwungen, ein logisches Gegenargument aufzustellen, das schwerer wiegt. Verneinungen allein reichen hier leider nicht aus!

Zitat
Nicht Gott schuf den Menschen, der Mensch schuf Gott! Und hat bis heute daran zu schaffen...
Zu Deiner Subline merke ich an: Das bisher so lange vererbte religiöse Denken über einen biblischen "Schöpfer" braucht nun nicht ständig im Kultur-Rucksack mitgeschleppt werden.

Woher willst du denn wissen, dass sich Athons "Subline" ausschließlich auf einen Biblischen Schöpfergott bezieht?????? Du sagst doch selbst, das Gott nur denkbar ist und somit über einen Gott alles denkbar ist, wie auch andersherum jegliche Gottesvorstellung. Warum ist es dann für dich nicht denkbar, dass es überhaupt keinen Gott gibt? Immerhin gibt es einige tausende Gottesvorstellungen, die allesamt nie über das Denkbare hinaus, irgendwo in Erscheinung getreten sind. Also reine Behauptungen sind. Und vor Menschen die sich selbst als menschliche Formen eines Gottes ausgeben, kann man sich nur hüten. Die haben nämlich alle einen ziemlich "gefährlichen Dachschaden".


Zitat von Reklov im Beitrag #1697

Denkbar wäre z.B. auch, dass das sog. "Göttliche" sich u.a. teilweise auch in menschliche Formen "begeben" hat, um Ursache und Wirkung in der sog. Realität selber zu "erleben". (?)
Denkbar ist auch der Weihnachtsmann, Reklov. Nur wissen wir alle, dass er eine reine Erfindung witziger Marketingleute von COCACOLA ist.


Zitat von Reklov im Beitrag #1697

Und weil das göttliche Wesen nun mal keine Begrenzungen kennt,

Das ist eine reine an den Haaren herbeigezogene, oder aus den Fingern gesaugt Behauptung, die jeglicher nachweisbaren Grundlage entbehrt, Reklov.

"Das Göttliche" ist eine rein menschliche und somit idealisierende Interpretation der eigenen Empfindungswelt. Und die ist nun aber mal sehr begrenzt. Du schließt von deinem Empfinden auf einen Gott, um von diesem Gott auf die absolute Richtigkeit deiner eigenen subjektiven Weltinterpretation zu schließen. Das ist aber nichts anderes, als ein ziemlich kurz-gedachter und sehr enger Zirkelschluss. "Umgreifend" dabei, ist einzig und alleine deine autistische Selbstbezogenheit. Und diese scheint tatsächlich keine Begrenzung zu haben. Andersherum, könnte man dann fast auch meinen, (es wäre, bzw. ist sogar durchaus auch denkbar) -, dass es sich beim "Göttlichen" um einen ignoranten, etwas dümmlichen und überaus narzisstischen Dämon handelt, welcher in seiner egozentrischen Selbsbezogenheit keine Begrenzung kennt. Dann natürlich, könntest du vielleicht sogar Recht haben.

Athon Offline




Beiträge: 3.431

24.09.2017 17:00
#1699 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1697
Du stellst schwierige Fragen, die von keinem Menschen zufriedenstellend zu beantworten sind, höchstens über uns mögliche Denkstufen "bearbeitet" werden können.


Mag sein, aber meine Fragen beruhen auf (nicht nur) Deinen Behauptungen. Und die Fragen sind auch keinesfalls schwierig. Offensichtlich aber die Antworten darauf...

Zitat
"Bewusstsein" ist ja zunächst (für mich) nichts Materielles.


Für mich auch nicht. Es beruht aber auf materiellem. Aber, vermutlich kannst nur Du Dir ein Bewusstsein ohne notwendigen Träger vorstellen...

Zitat
Will nun einer gegen diesen Satz des Thomas v. Aquin sprachlich angehen, ist er aber auch gezwungen, ein logisches Gegenargument aufzustellen, das schwerer wiegt.


Hat Thomas von Aquin jemals irgendwo gesagt oder geschrieben, was er unter dem NICHTS versteht? Vermutlich genau das, was auch alle anderen im 13. Jahrhundert darunter verstanden haben. Sie sind sich aber offenbar der sprachlichen Unlogik nicht bewusst gewesen: Gibt es ein NICHTS, kann es auch nichts ANDERES geben. Gibt es aber etwas ANDERES, gibt es kein NICHTS.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.09.2017 19:43
#1700 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Thomas von Aquin war katholischer "Dogmatiker" https://de.wikipedia.org/wiki/Dogmatik ( Dominikanerorden). https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_von_Aquin

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