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Atheismus vs. Religionen  


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 Atheismus/Agnostizismus
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Athon Offline




Beiträge: 3.464

01.10.2017 19:17
#1726 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1722
... es gibt keine "Bestrafungen", sondern nur Konsequenzen, die wir z.B. durch unsere Handlungen lostreten und sie dann auch so erfahren


Dann verstehe ich Dich aber richtig, dass diese "Konsequenzen" dann nur im rein materiellen menschlichen Bereich angesiedelt sein können, so wie der ihnen zugrundeliegende "Fehler"? Und dies wäre durch den Glauben an "höhere" Mächte vermeidbar? Träum' weiter...

Zitat
Wenn Du schon das menschliche Gehirn als einen so gering ausgestatteten "Apparat" ansiehts, so mache ich darauf aufmerksam, dass wir leider nicht anderes haben, um uns der Welt bewusst zu stellen.


Das ist doch schon einmal eine vernünftige Erkenntnis. Wo habe ich aber das menschliche Gehirn als gering ausgestatteten Apparat bezeichnet? Nur, weil ich nur eine seiner Fähigkeiten (oder eben auch Unfähigkeiten...) erwähnt habe?

Zitat von Reklov #1721
Reine Immanenez scheitert an der absoluten Sinnlosigkeit der sich allein auf die Materie ausrichtenden Gedanken und seiner darin befindlichen Wege des Suchens.


Worin besteht denn aber der Sinn einer Transzendenz? Was glaubst Du, auf diesem Wege des Suchens zu finden?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

01.10.2017 21:40
#1727 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dann verstehe ich Dich aber richtig, dass diese "Konsequenzen" dann nur im rein materiellen menschlichen Bereich angesiedelt sein können, so wie der ihnen zugrundeliegende "Fehler"? Und dies wäre durch den Glauben an "höhere" Mächte vermeidbar? Träum' weiter...

Athon,

... nein, Du verstehst es eben (noch) nicht richtig! - Konsequenzen unseres Handelns entstehen nicht nur "im rein materiellen menschlichen Bereich", sondern dringen auch in unseren immateriellen, rein geistigen Bereich ein. - So entsteht z.B. die Konsequenz für einen Terroristen, dass er zunächst mal seine Gedanken und seine damit verbundene "Sicht der "Welt" in einer länger angestauten gedanklichen Empörung "sammelt", diese dann aber nur in einer Handlung (z.B. in einem Attentat) als materielle Wirkung zum Ausdruck bringen kann - denn - allein die Gedanken an ein Attentat, würden ja noch nichts Reales auslösen/bewirken!
Die geistige Welt ist also unzweifelhaft von der materiellen zu unterscheiden, obwohl beide Ebenen "unsichtbar" verbunden sind.

Wer z.B. seine Handlungen an Werten und den damit verbundenen Worten der Menschlichkeit misst, dem wird es weit schwrer fallen, sich von einem "gewissenlosen Motiv" zu einer verderblichen Handlung hinreißen zu lassen. Die praktischen "Wegweiser" hierzu sind in versch. Lehren zu finden, verlangen aber schon eine vertiefte Auseinandersetzung mit ihren Inhalten.
Nur die Angst vor dem Strafvollzug wird eine verderbliche Handlung wohl stets schlechter blockieren, als die mahnende "innere Stimme". Diese aber will natürlich von Jugend an entsprechend geschult sein, um die im Leben auftretenden Fallen rechtzeitig zu erkennen und zu umgehen. Auch der Glaube an "höhere Mächte" kann dies nicht immer zuverlässig regeln, - denn - wie bekannt, kann man die Naiven sogar mit einer Glaubenslehre zu einem Verbrechen "in Gottes Namen" anstacheln.

Dein "träum weiter" ist nicht nur unqualifiziert, sondern zeigt auch, dass Du in dieser Richtung unerfahren bist und lediglich die uns allen begegnenden Alltagsträume, welche die Tageseindrücke in collagenartigen Bildersequenzen verarbeiten, "erlebt" hast. - Ist für mich aber völlig verständlich und deswegen auch nicht weiter von Belang.

Zitat
Worin besteht denn aber der Sinn einer Transzendenz? Was glaubst Du, auf diesem Wege des Suchens zu finden?

Genauso könntest Du mich fragen, worin denn z.B. der Sinn von künstlerischen Tätigkeiten bestehe!?!? - Wer aber selber solche Tätigkeiten betreibt, stellt erst gar nicht solch eine Frage, denn er "weiß" es eben aus eigener Erfahrung - und die ist bekanntlich durch nichts zu ersetzen.
Der Weg der Transzendenz ist unterlegt von der eigenen "Betroffenheit", vom Rätsel und der Deutung aus dem Grund der Dinge. Das unterscheidet ihn vom wissenschaftlichen Weg, der sich hauptsächlich der Erforschung der materiellen Welt zuwendet. Dass es aber auch Menschen gab/gibt, die beide Wege auf ihrem Gang durchs Leben verbinden wollten/wollen, ist bekannt.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

02.10.2017 11:14
#1728 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1727
... nein, Du verstehst es eben (noch) nicht richtig! - Konsequenzen unseres Handelns entstehen nicht nur "im rein materiellen menschlichen Bereich", sondern dringen auch in unseren immateriellen, rein geistigen Bereich ein.


Ich hatte schon gehofft, dass Du schulmeisterliche Art der Dialogführung aufgrund der hier vorgetragenen Kritik abgelegt hättest...
Auch Du hast es bisher (noch) nicht verstanden: Der rein geistige Bereich des Menschen hat seine Ursachen in der materiellen Beschaffenheit seines Gehirns und der dadurch bestehenden Möglichkeit des Denkens.

Zitat
Dein "träum weiter" ist nicht nur unqualifiziert, sondern zeigt auch, dass Du in dieser Richtung unerfahren bist und lediglich die uns allen begegnenden Alltagsträume, welche die Tageseindrücke in collagenartigen Bildersequenzen verarbeiten, "erlebt" hast.


Mein "Träum weiter" hatte keinen Bezug zu Deinen hier geschilderten Traum-Erlebnissen, sondern bezog sich auf meine Frage, ob "Fehler" durch den Glauben an "höhere Mächte" vermeidbar wären, da Du dies -so vermute ich- für realistisch hälst. Nach meiner Auffassung kann dies nicht möglich sein.

Zitat
Genauso könntest Du mich fragen, worin denn z.B. der Sinn von künstlerischen Tätigkeiten bestehe!?!?


Du meinst, dass Transzendenz und künstlerische Tätigkeiten miteinander vergleichbar sind?

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

02.10.2017 12:44
#1729 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich hatte schon gehofft, dass Du schulmeisterliche Art der Dialogführung aufgrund der hier vorgetragenen Kritik abgelegt hättest...
Auch Du hast es bisher (noch) nicht verstanden: Der rein geistige Bereich des Menschen hat seine Ursachen in der materiellen Beschaffenheit seines Gehirns und der dadurch bestehenden Möglichkeit des Denkens.


Athon,

... (s)eine Meinung hier abliefern zu können, sollte schon möglich sein, ohne dass dies gleich als "schulmeisterlich" verstanden wird, schließlich werfe ich Dir solches bei Deinen Ausführungen ja auch nicht vor!?!? - Rede ohne Gegenrede kann ja auch nicht Deine Vorstellung eines Gesprächsverlaufs sein.
Der rein geistige Bereich des Menschen hat seine Ursachen keinesfalls nur in der materiellen Beschaffenheit unseres Gehirns, denn auch dieses ist ja ein Produkt einer zunächst gefassten geistigen Idee - von wem auch immer. - Dass aber die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns, wie man lesen konnte, noch lange nicht ausgeschöpft, ja sogar ständig unterfordert wird, ist Dir ja ebenfalls bekannt.
Die Möglichkeiten des Denkens haben ihre Ausrichtungen also nicht nur im naturwissenschaftlichen, sondern auch im philosophischen oder transzendenten Denken.

Zitat
Mein "Träum weiter" hatte keinen Bezug zu Deinen hier geschilderten Traum-Erlebnissen, sondern bezog sich auf meine Frage, ob "Fehler" durch den Glauben an "höhere Mächte" vermeidbar wären, da Du dies -so vermute ich- für realistisch hälst. Nach meiner Auffassung kann dies nicht möglich sein.

Sorry, da hatte ich Dich wohl missverstanden. -

Zu Deiner 2. Frage:
Es gibt ja viele Arten von Fehlerquellen. Ich nehme an, Du meinst hier nicht die Fehler, wie sie z.B. bei der Ausführung von Kulturtechniken gemacht werden (können), sondern die Fehler, welche von einer verengten oder vergifteten Seele in die Tat umgesetzt werden.

Meine Meinung dazu: Der Glaube an "höhere Mächte" reicht hier noch nicht aus, denn unsere vererbte Kultur weist uns ja auch auf die sog. "bösen" und "verführerischen" höheren Mächte hin, wenn auch in einer Sprache, die heute als überholt gilt und deren Auswirkungen heute Polizisten, Richter, Psychologen, Psychiater und Seelsorger in den Griff zu bekommen versuchen.
Würden sich z.B. die sog. Staatsführer/innen an Vorgaben orientieren, wie sie die großen Lehrmeister der Menschheit bereits klar formuliert haben, so sähe unsere derzeitige Erde auch völlig anders aus! - Da sich aber unsere globalisierte Wirtschaftswelt der Macht des Geldes unterworfen hat und entsprechend strenge Regeln die Unternehmer in die Verantwortung nehmen, sickert "die Anbetung des Goldenene Kalbes", als biblisches Bild, bis in die untersten Reihen unserer Gesellschaft durch und vergiftet das Zusammenwirken der Menschen, die von bestimmten Kreisen sowieso nur noch als "Kundennummern" geführt werden. Von den oft ungestört im Dunkeln agierenden, teilweise mit politischen Ebenen verflochtenen Verbrecher-Organisationen will ich hier noch gar nicht zu reden anfangen.

Die Orientierung des Einzelnen kann sich also nur an Werten von ethischen und moralischen Maßstäben halten, die er aber noch zusätzlich mit seinem Gewissen überprüfen muss/sollte. Diese Maßstäbe werden leider nicht nur hier und da von den sog. Führungseliten mit Füßen getreten, sondern auch vom sog. "kleinen Mann", wenn er denn dazu einen Anlass sieht oder (s)eine Gelegenheit bekommt.

Zitat
Du meinst, dass Transzendenz und künstlerische Tätigkeiten miteinander vergleichbar sind?

Sie sind zumindest "verwandt", denn auch die ersten Handzeichnungen, z.B. von Architekten oder Industrie-Designern (wie ich sie schon oft in meiner Hand halten durfte), weisen ähnliche "Linienführungen" auf, wie sie beim "freien" Künstler zu finden sind, obwohl die zuerst Genannten auf einen praktischen Nutzen zielen - im Gegensatz zu der Darstellung eines unabhängigen Kunstmalers.
"Reine" Kunst kann sich am besten dann entfalten, wenn sie frei von kommerziellen Überlegungen und den damit verbundenen kaufmännischen Zwängen bleibt. - So wurde z.B. der künstlerische Weg des franz. Malers, P.Gauguin, nur möglich, als er vom Börsenmakler zum Aussteiger wurde und auf Tahiti seine herrlichen Bilder schuf. Eine solche formale Entwicklung erreicht man aber nicht nach Feierabend, neben einem 8-Std.-Bürotag, sondern nur, wenn man sich ganz hingibt - vom Talent mal ganz abgesehen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

02.10.2017 19:53
#1730 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1729
... (s)eine Meinung hier abliefern zu können, sollte schon möglich sein, ohne dass dies gleich als "schulmeisterlich" verstanden wird, schließlich werfe ich Dir solches bei Deinen Ausführungen ja auch nicht vor!?!?

Sorry, aber Deine Formulierung in #1727

Zitat
... nein, Du verstehst es eben (noch) nicht richtig!


wirkt eben "schulmeisterlich", da Du augenscheinlich der Ansicht bist, allein den notwendigen Durchblick zu besitzen...

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Reklov Offline




Beiträge: 5.755

02.10.2017 20:27
#1731 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

wirkt eben "schulmeisterlich", da Du augenscheinlich der Ansicht bist, allein den notwendigen Durchblick zu besitzen...

Athon,

... Sprache hat manchmal mehrere Bedeutungsebenen, deswegen sind z.B. juristische Schriftstücke auch so peinlich genau und sehr ausführlich formuliert, damit kein Spielraum für Interpretationen übrig bleibt. So will ich mich aber dann doch nicht ausdrücken, deswegen weise ich lediglich nochmals darauf hin, wenn ich das Gefühl habe, es ist "drüben" noch nicht so angekommen, wie ich es an sich ausdrücken wollte, denn keiner will ja missverstanden werden. - Soll aber keinesfalls "schulmeisterlich" aufgefasst werden.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

04.10.2017 14:27
#1732 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Es war ein schweres Stück Arbeit, die Beweggründe (Motivation) hinter dem ganzen esoterischen "Gotteswahn" so um zu drehen (aus der Person herauszuholen), dass nun wohl jeder begreifen kann, was da tatsächlich dahinter steckt.

Athon Offline




Beiträge: 3.464

04.10.2017 15:07
#1733 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1727
Genauso könntest Du mich fragen, worin denn z.B. der Sinn von künstlerischen Tätigkeiten bestehe!?!?


Habe ich aber nicht, Reklov. Findest Du es denn "sinn"voll und möglicherweise auch zielgerichtet, auf dem Wege der Transzendenz einen Ur-Grund/Schöpfer/Programmierer zu suchen und finden zu können, der sich nach Deiner eigenen Aussage selbst jeglicher Beweisbarkeit durch den Menschen entzieht? Eine recht imposante Eigenschaft für "jemanden", der nur gedacht werden kann...

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Reklov Offline




Beiträge: 5.755

04.10.2017 16:19
#1734 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Findest Du es denn "sinn"voll und möglicherweise auch zielgerichtet, auf dem Wege der Transzendenz einen Ur-Grund/Schöpfer/Programmierer zu suchen und finden zu können, der sich nach Deiner eigenen Aussage selbst jeglicher Beweisbarkeit durch den Menschen entzieht? Eine recht imposante Eigenschaft für "jemanden", der nur gedacht werden kann...

Athon,

... das siehst Du richtig. - "Imposant" sind bereits die formalen Erscheinungen, welche uns auf unserem kleinen Planeten vor Augen treten. An andere, uns unbekannte Lebensformen (evtl. auch mit uns weit überlegenem Geist ausgestattet) können dabei weder korrekt "gedacht" - noch aus dem Bereich der Möglichkeiten völlig ausgeschlossen werden.

Vieles, was uns heute als sog. "Beweis" vorliegt, hüllte sein Geheimnis lange vor uns ein und so waren wir auf irrtümliche Ersatzbilder des "Aberglaubens" angewiesen. Die heutigen Wissenschaften klären zwar viele Dinge (auf ihre spezielle Weise), aber die Frage, warum überhaupt etwas ist und vielmehr nichts, muss dabei immer noch unbeantwortet bleiben.
Mag sein, dass die unbeantworteten Fragen, auch innerhalb der relig. Lehren, uns eines Tages deutlicher "vor Augen treten"?
Bis dahin muss sich der an solchen Themen Interessierte entweder mit spekulativen Gedanken, oder aber mit strikten Verneinungen über das sog. "Göttliche" zufrieden geben.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

07.10.2017 17:47
#1735 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1734
... das siehst Du richtig. - "Imposant" sind bereits die formalen Erscheinungen, welche uns auf unserem kleinen Planeten vor Augen treten. An andere, uns unbekannte Lebensformen (evtl. auch mit uns weit überlegenem Geist ausgestattet) können dabei weder korrekt "gedacht" - noch aus dem Bereich der Möglichkeiten völlig ausgeschlossen werden.


Da hast Du meine dieser Feststellung zugrundeliegende Frage

Zitat von Athon
Findest Du es denn "sinn"voll und möglicherweise auch zielgerichtet, auf dem Wege der Transzendenz einen Ur-Grund/Schöpfer/Programmierer zu suchen und finden zu können, der sich nach Deiner eigenen Aussage selbst jeglicher Beweisbarkeit durch den Menschen entzieht?


auf wunderbare Weise ausgespart und unbeantwortet gelassen...

Darüberhinaus solltest Du wissen können, dass die Wahrscheinlichkeit anderer unbekannter Lebensformen nicht nur nicht völlig ausgeschlossen werden kann, sondern selbst unter Berücksichtigung der Anzahl der allein im bekannten Universum existierenden Sonnensysteme geradezu extrem hoch sein muss. Und wenn denn ein bewusst handelnder "Gott" auch dieses Leben geschaffen hätte, würde sich auch an diesen mehr als fremden "Orten" der Glaube an einen Schöpfer wohl von dem hiesigen nicht großartig unterscheiden. Wenn überhaupt...

Zitat
Die heutigen Wissenschaften klären zwar viele Dinge (auf ihre spezielle Weise), aber die Frage, warum überhaupt etwas ist und vielmehr nichts, muss dabei immer noch unbeantwortet bleiben.


Richtig, Reklov. NOCH...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

07.10.2017 18:10
#1736 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Athon

Zitat von Reklov

Die heutigen Wissenschaften klären zwar viele Dinge (auf ihre spezielle Weise), aber die Frage, warum überhaupt etwas ist und vielmehr nichts, muss dabei immer noch unbeantwortet bleiben.


Richtig, Reklov. NOCH...


Wir können aber schon jetzt von naheliegenden Ableitungen ausgehen, die sich von wilden Spekulationen aus dem 6. Jahrtausend vor Chr. unterscheiden! Weil wir heute zugeben mögen, dass wir es nicht wissen, muss man nicht auf vorwissenschaftliche Denkformate zurückgreifen, die überall Gott sahen, wo das Wissen nicht ist!

Die Gottgläubigen haben ausschließlich die Erfahrung machen müssen, dass Gott da verschwand, wo Wissen hinleuchtete. Nach der Menschheitserfahrung sollte der lautere Gläubige heutzutage deutlich zaghafter - und zweifelnder! - gläubig sein - das würde ihn in seinem Glauben überzeugender machen...

Alles andere ist das Ergebnis von Gehirnwäsche!

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

07.10.2017 18:26
#1737 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Findest Du es denn "sinn"voll und möglicherweise auch zielgerichtet, auf dem Wege der Transzendenz einen Ur-Grund/Schöpfer/Programmierer zu suchen und finden zu können, der sich nach Deiner eigenen Aussage selbst jeglicher Beweisbarkeit durch den Menschen entzieht?

Athon,

... (nicht nur) für mich ist es schon "sinnvoll" (im Sinne von die Sinne füllend), denn andere Möglichkeiten haben wir z.Z. nicht - zumal uns die Naturwissenschaften lediglich ihre Erkenntnisse über die elektromagnetischen Wechselwirkungen innerhalb der Materie liefern können.

Zitat
Und wenn denn ein bewusst handelnder "Gott" auch dieses Leben geschaffen hätte, würde sich auch an diesen mehr als fremden "Orten" der Glaube an einen Schöpfer wohl von dem hiesigen nicht großartig unterscheiden. Wenn überhaupt...

Gut, dass Du Deine Vermutung mit dem Wort "wohl" gekennzeichnet hast, denn - erstens könnten die geistigen Erkenntnisse von "Aliens" den unseren himmelhoch überlegen sein und zweitens, auch ihre transzendenten Vorstellungen sich dem Gottesthema in einer völlig anderen, viel zutreffenderen Weise annehmen oder nähern.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

07.10.2017 18:36
#1738 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die Gottgläubigen haben ausschließlich die Erfahrung machen müssen, dass Gott da verschwand, wo Wissen hinleuchtete. Nach der Menschheitserfahrung sollte der lautere Gläubige heutzutage deutlich zaghafter - und zweifelnder! - gläubig sein - das würde ihn in seinem Glauben überzeugender machen...

Gysi,

... wo Wissen hinleuchtete, verschwand "Gott" auf keinen Fall, sondern seine "Werke" wurden nur in einer anderen Art und Weise "entschlüsselt" und die Gesetze, welchen sie unterliegen, konnten in der Sprache der Physik und Chemie katalogisiert werden! - Ein Unterschied!

Manche Gläubige zweifeln zurecht vor allem an den versch. Dogmen, welche uns die "Gralshüter" anbieten, aber nicht an der "Ursache seiner selbst". Das verbietet der "gesunde Menschenverstand", denn - aus NICHTS kann auch nichts entstehen!

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

07.10.2017 19:31
#1739 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1737
Gut, dass Du Deine Vermutung mit dem Wort "wohl" gekennzeichnet hast, denn - erstens könnten die geistigen Erkenntnisse von "Aliens" den unseren himmelhoch überlegen sein und zweitens, auch ihre transzendenten Vorstellungen sich dem Gottesthema in einer völlig anderen, viel zutreffenderen Weise annehmen oder nähern.


So differenziert wollte ich dies eigentlich nicht betrachtet wissen. Ich meinte vielmehr, dass sich der "Schöpferglaube" an sich wohl nicht von dem unsrigen unterscheiden sollte. Wobei natürlich dahingestellt sei, ob er sich derart vielschichtig darstellt, wie auf unserem Planeten...

Zitat
...für mich ist es schon "sinnvoll" (im Sinne von die Sinne füllend)...


Und ich meinte "sinnvoll" im Sinne von zielgerichtet...

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Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.883

07.10.2017 19:33
#1740 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
... wo Wissen hinleuchtete, verschwand "Gott" auf keinen Fall, sondern seine "Werke" wurden nur in einer anderen Art und Weise "entschlüsselt"

Ja, natürlich. Zuerst war das alles Gott, und dann waren es seine Werke... Sie haben sich immer vertan, die Gottgläubigen. Aber jetzt, jetzt sehen sie alles richtig... Zumindest DU! Ein Schelm, der Böses dabei denkt... Irgendwann muss man sich doch sagen: Moment! Warum sollte ich dir denn jetzt trauen? Ein wenig mehr Selbstkritik stünde auch dir gut an, Reklov.

Zitat
Das verbietet der "gesunde Menschenverstand", denn - aus NICHTS kann auch nichts entstehen!

Und woher kommt dieser Gott? Nee, der ist ja ewig und schon immer da gewesen! Der "Urgrund" ist ewig da. Die Ewigkeit liegt "vor" dem Zeitlichen, aus unserem Urknall geboren. Ich sehe gerade, wie nahe wir einander denken, Reklov! Nur dann kommt dein logischer Aussetzer, den du nie erkennst und nie überwinden magst: Dieser Urgrund ist - sagst du - "Gott"! Die Wortchiffre für das Unbekannte. Wie früher (in der ganzen Menschheitsgeschichte) schon gehabt. Und wenn wir's besser wissen, ist eben das Erkannte "Gottes Werk" und das noch nicht Erkannte "Gott"! Du kannst aber Unbekanntes nicht als was Bestimmtes definieren! Du wirst es nicht verstehen, weil du es nicht verstehen willst!

Und ich scheine mal wieder zu viel Zeit zu haben, dass ich diese einfachen Gleichungen dir zum x-ten Male wiederhole. In der Fast-Gewissheit, dass davon nichts verstanden und/oder angenommen wird...

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"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Athon Offline




Beiträge: 3.464

07.10.2017 19:42
#1741 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Gysi

Zitat von Gysi #1740
Du kannst aber Unbekanntes nicht als was Bestimmtes definieren!


Natürlich kann Reklov das! Schließlich wird "Gott" gedacht, gibt es einen "Ur-Grund", ist "das Göttliche" die Ursache seiner selbst. Wenn diese Annahmen auch, wie Reklov selbst aussagt, ausschließlich auf Spekulation beruhen...

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Reklov Offline




Beiträge: 5.755

07.10.2017 19:44
#1742 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und ich meinte "sinnvoll" im Sinne von zielgerichtet...

Athon,

... die Gläubigen haben kein "Ziel", auf das sie ihre "Sinne" direkt richten könnten. Es bleibt nur die Hoffnung und das Vertrauen auf einen "Lenker", der alles zum Besten ein- und ausgerichtet hat. Klar - mit den Religionen sind auch viele menschlich verständliche Wünsche verbunden - z.B., nicht einfach nach dem Tode im Nichts (auf Nimmerwiedersehen) zu verschwinden, sondern seinen geliebten Mitmenschen, die man während der Lebenszeit kennenlernen durfte, auf einer anderen "Ebene" wieder begegnen zu können, - etc.

Solche Gedankenmuster, man mag sie annehmen oder belächeln, können bereits hier auf Erden das Verhalten der einzelnen Individuen beeinflussen.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.464

08.10.2017 16:28
#1743 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1742
Es bleibt nur die Hoffnung und das Vertrauen auf einen "Lenker", der alles zum Besten ein- und ausgerichtet hat.


Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser! Sieh' Dich um in der Welt, und Du könntest feststellen, dass der bewusst handelnde "Lenker" seit geraumer Zeit das Bewusstsein verloren haben muss...

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Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.10.2017 17:58
#1744 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
.. die Gläubigen haben kein "Ziel", auf das sie ihre "Sinne" direkt richten könnten. Es bleibt nur die Hoffnung und das Vertrauen auf einen "Lenker", der alles zum Besten ein- und ausgerichtet hat.

Der unbekannte Lenker aus wissenschaftlicher Sicht. Reklovs "UR-Grund"

Es ist aber trotzdem außerst merkwürdig, dass "diesen Ziel-losen Gläubigen", in all ihrer Hoffnung wie auch in all ihrem Vertrauen darauf - nur die ihre Interpretation der Welt und des Unbekannten wäre die "einzig" richtige..(Tod allen Ungläubigen) ... - noch nie aufgefallen ist, dass der von ihnen gedachte Lenker, nur für sie (diese Ziellosen..) alles zum Besten ein- und ausgerichtet haben muss. Es scheint sogar fast so, dass diese Ziel-losen Gläubigen, krankhaft selbstgefällige Ignoranten und krankhaft selbstgerechte Narzissten sein müssen.. Lesch erklärt (es) in diesem verlinkten Viedeo bestens, wer der Lenker der Gläubigen eigentlich ist und wo er sitzt..Und dass es sich wohl mehr um einen bösen narzisstischen Dämon handelt, als denn um einen Gott.

Arturos Offline



Beiträge: 291

08.10.2017 23:08
#1745 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

"denn - aus NICHTS kann auch nichts entstehen!"

Leerer Raum ist nicht leer, aber er war mehr als leer genug für die Autoren der Bibel. Die wussten noch nichts von Quantenflugtuation. Es ist denkbar, dass es am Anfang des (oder eines) Universums zu einer winzigen Ungleichverteilung kam, einem leichten Überschuss von Materie über Antimaterie. In diesem Fall würden sie sich nicht sofort gegenseitig auslöschen, sondern ein kleines Mehr an Materie würde bestehen bleiben. Aus diesem Überschuß sind die Galaxien und letztendlich auch wir entstanden. Hat Gott dieses Ungleichgewicht verursacht?

Athon Offline




Beiträge: 3.464

09.10.2017 09:17
#1746 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Arturos

Zitat von Arturos #1745
Hat Gott dieses Ungleichgewicht verursacht?


Sicherlich nicht. Da leerer Raum nicht "leer" ist, gibt es so etwas wie das NICHTS nicht. Daraus ist schlüssig zu folgern, dass es auch keinen "Gott" geben muss, der Materie bewusst erschaffen kann.

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Reklov Offline




Beiträge: 5.755

09.10.2017 21:16
#1747 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und ich scheine mal wieder zu viel Zeit zu haben, dass ich diese einfachen Gleichungen dir zum x-ten Male wiederhole. In der Fast-Gewissheit, dass davon nichts verstanden und/oder angenommen wird...

Gysi,

für diese paar Zeilen hast Du bestimmt nicht mehr als 4-5 Minuten gebraucht. - Und das nennst Du "viel Zeit"!? (Da wende ich bei manchen Beiträgen schon weit mehr Zeit auf!)
Deine Gleichungen sind zwar einfach und von jedem leicht zu verstehen, nur sind sie deswegen noch nicht "gültig".
Den "Stein der Weisen" hast Du damit auch nicht gefunden. Wenn Du Dir u.a. vorstellen könntest, dass es auch eine >Ursache seiner selbst< geben könnte, wärst Du bereits auf einer ganz anderen Denkschiene.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

09.10.2017 21:20
#1748 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In diesem Fall würden sie sich nicht sofort gegenseitig auslöschen, sondern ein kleines Mehr an Materie würde bestehen bleiben. Aus diesem Überschuß sind die Galaxien und letztendlich auch wir entstanden. Hat Gott dieses Ungleichgewicht verursacht?

Arturos,

... nun, zunächst erhebt sich die Frage, wie denn Materie und Antimaterie entstanden sind? Dabei würde sich dann auch die Frage nach der Wortformel "Gott" beantworten.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

09.10.2017 21:27
#1749 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da leerer Raum nicht "leer" ist, gibt es so etwas wie das NICHTS nicht. Daraus ist schlüssig zu folgern, dass es auch keinen "Gott" geben muss, der Materie bewusst erschaffen kann.

Athon,

... also ein solches Argument hinkt auf drei Beinen daher, denn "leerer Raum" ist durchaus vorstellbar, - genauso leicht, wie z.B. ein Planet ohne jegliches Leben. - Nur, weil wir keinen "leeren Raum" kennen, dürfen wir nicht einfach vermuten, dass dieser schon stets mit Wellen und Körpern gefüllt gewesen sein muss.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.755

09.10.2017 21:39
#1750 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
in all ihrer Hoffnung wie auch in all ihrem Vertrauen darauf - nur die ihre Interpretation der Welt und des Unbekannten wäre die "einzig" richtige..(Tod allen Ungläubigen) ...

Perquestavolta,

... wer allen Ungläubigen den Tod wünscht, ist nicht nur völlig unterbelichtet, sondern hat auch (aus versch. Gründen!) vom Wesen des Göttlichen nicht das Geringste verinnerlichen können. Interpretationen der Welt sind erlaubt, halten sie doch die Menschen im Dialog und stellen (wie auch in diesem Forum) "Gott" im Grunde in den Mittelpunkt des Bewusstseins, auch wenn unsere Sprache sich dabei hier und da gerne wissenschaftlich modern einkleidet.
Der Grundgedanke über "Gott" blieb/bleibt von allen kulturellen Strömungen unbehelligt, von jedem techn. Fortschritt auch völlig unberührt.

Gruß von Reklov

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