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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
und wurde 140.844 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.745

04.11.2015 13:36
#176 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Obwohl das EINE zwangsläufig als Sein ausströmt, kann es weder im Sinne des Seins definiert,
noch auf das Sein begrenzt werden.
Plotin sagt; das EINE denkt nicht, denn es ist kein anderes in ihm.
Das Eine ist sich seiner selbst nicht gewahr, da es urinnerstes Gewahrsein ist.
Die Reiche des Seins werden vom EINEN nicht als etwas anderes erlebt.
Trennung vom EINEN werden nur von Wesen wie uns erlebt, die im Reich der physischen
Energie manifestiert sind, wo auf Grund vom Wechselspiel von Sein und Nichtsein die Illusion
der Trennung entsteht.

@Reisender,

... Ansichten über das "Unbekannte" können stets gekontert werden, da dies nun mal im Wesen unserer Sprache verankert ist.

So hat z.B. der Denker HEGEL, welcher das Christentum mit der Aufklärung versöhnen wollte, ganz andere Zeilen über das EINE
(oder die Wortchiffre GOTT) aufs Papier gebracht, deren Aussage vom Denken Plotins abweicht:

>> Der Gang des menschlichen Geistes ist ein notwendiger und wahrer Prozess an Gott selbst, der Geist ist.
Eine Lehre, die beim Absoluten anfängt, vermag den Entfaltungsprozess der Geschichte nicht als sinnvoll zu verstehen; sie muss vielmehr das Absolute vom Relativen,
das Unendliche vom Endlichen, Gott und Welt, Geist und Materie, Form und Inhalt von einander trennen
und den Menschen in einer unendlichen und unversöhnten Zerspaltenheit lassen.
Anders, wenn sich zeigen lässt, dass das Absolute selbst der Entfaltung und der Geschichte um seiner selbst willen bedarf.
Nun ist es aber entscheidend, dass das Absolute als Geist zu denken ist. Geist ist nämlich die Bewegung der Selbsterkenntnis.
Diese aber besteht darin, dass der Geist sich selber anschaut.
Er kann sich aber zunächst nur anschauen, ohne zu wissen, dass er sich selbst anschaut; er setzt sich nämlich zunächst als sich fremd gegenüber
und schaut sich daher in seinem Anderssein an.
Dass also vom Absoluten gesagt wird, er sei „an sich“ Geist, bedeutet, dass es, um sich als Geist und damit als Selbstbewusstsein zu setzen, zunächst für sich selbst noch nicht seiner selbst als Geist bewusst ist; es schaut sich vielmehr in seinem Anderssein und Außersichsein an, tritt zu sich selbst in Differenz und setzt sich selbst gegenüber.
Das heißt aber, dass er sich erst in seinem Anderssein negieren muss, um zu sich selbst zu finden. Diese Negation ist Teil des geistigen Prozesses selbst.
Indem jedoch der Geist erkennt, dass er mit dem ihm gegenüberstehenden Anderen identisch ist, ist er als Geist die Aufhebung der eigenen Differenz in der Einheit des Unterschiedenen
und daher Liebe. <<

(Unter den im letzten Satz erwähnten Begriffen "gegenüberstehenden Anderen" und "Aufhebung der eigenen Differenz" verstehe ich die Überwindung des Bösen durch Liebe. Dass aber das Böse, als Möglichkeit, in einem "vollständigen" Kosmos auch vorhanden sein muss, ist nun mal u.a. auch unserem dualen Denken geschuldet.)

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

04.11.2015 17:53
#177 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #175

Wenn Du glaubst, dass meine Meinung (> unumstößliche These <), jede Information benötige einen Informanten, total falsch sei, müsstest Du aber Deine Antithese sprachlich besser untermauern können, als es bisher zu lesen war, denn Negationen allein können hier wenig dienlich sein!


Du behauptest einfach etwas ohne Begründung und erwartest dann von mir, dass ich Deine These widerlege? Wie wäre es denn, wenn Du eine Begründung für Deine These lieferst?

Ich habe schon mehrfach begründet, dass die These "Jede Information benötigt einen Informanten" falsch sein muss. Denn wenn Deine These stimmen würde, dürfte Dein Informant keinerlei Information beinhalten. Beinhaltete Dein Informant auch nur eine Information, müsste er wiederum selbst zwingend einen Informanten haben. Eine unendliche Verkettung also. Die einzige Lösung dieses Problem wäre, dass Dein Informant das "Nichts" wäre. Das absolute "Nichts" beinhaltet keine Information.

Dann spräche auch alles dafür, dass das Universum aus dem "Nichts" entstanden ist.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

04.11.2015 18:26
#178 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Gysi im Beitrag #167

Zitat von Direktkontakt
Was hat nun Krieg mit der Sexualität zu tun?
Die Frage war doch, was die RELIGION mit der Sexualität zu tun hat. "Love is a batterfield!" Aber die Sexualität als die Triebfeder der Kriege heranzuziehen, halte ich auch für etwas weit hergeholt. Die Wurzel der Kriege ist das Misstrauen und die Fremdheit. In der Sexualität stecken aber schon die Liebe und das Begehren mit drin.



Siegmund Freud hat - soweit ich das zu verstehen glaube - die Entwicklung eines Individuums auch unter den Bedingungen der jeweiligen Erziehung und Umwelt gesehen.

Stellen wir uns nun einen zartbesaiteten Jüngling vor, der nun wegen der gründlichen Indoktrination Angst und Panik bekommt, nicht zu den klugen Jungfrauen mit den Öllampen zu gehören, die der Bräutigam akzeptiert.
Latent ist doch dann auch eine (ungewollt?) homoerotische Beeinflussung durch Religion möglich.
So ein bisexueller Harem im Himmelreich mit vielen "Jungfrauen" und einem "Bräutigam" als Idol regt doch eventuell zum Träumen an.

Sieht so ein Zusammenhang zwischen Religion und (Teil-)Sexualität aus?

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

10.11.2015 15:05
#179 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du behauptest einfach etwas ohne Begründung und erwartest dann von mir, dass ich Deine These widerlege? Wie wäre es denn, wenn Du eine Begründung für Deine These lieferst?

@Blackysmart,

... wenn sich Gott jemandem "offenbart" (stets ein innerer Prozess!), dann erfährt der Mensch sein Dasein und das Sein seiner Welt als ein dem NICHTS entzogenes Sein!
Diese Erfahrung führt beim Gläubigen zu dem Schluss, dass "Gott" als ein notwendiges "Wesen" zu denken ist. Der Gedanke, vor dem NICHTS bewahrt worden zu sein, ist das, was nicht nur im Christentum als "frohe Botschaft" verkündet wird. Dazu mag sich jeder stellen, wie er möchte oder kann!
"Gott" wird als das über Sein und Nichtsein entscheidende Wesen gedacht.
Ein Wesen, dass aber über Sein und Nichtsein entscheidet, kann, auch wenn es selbst nicht unter Ausschluss dieses Gegensatzes begriffen werden soll, nicht als von einem Seienden abhängig gemacht werden.
Genau das wäre aber der Fall, wenn man "Gott" als notwendig behaupten wollte. "Gott" wäre dann im Sein eines Seienden bzw. im Sein des Seienden als solchem im Ganzen begründet.
Doch ein über Sein und Nichtsein entscheidendes Wesen kann außerhalb seiner selbst keinen Grund haben. Daher gilt: GOTT IST GRUNDLOS!

Ist "Gott" der über Sein und Nichtsein Entscheidende (und insofern zwischen Sein und Nichtsein überhaupt erst Unterscheidende), dann lässt sich von "IHM" keine Notwendigkeit aussagen. Als grundloses Sein ist "Gott" nicht notwendig und doch mehr als notwendig.
Wollte man jedoch von "Gott" höchste, absolute Notwendigkeit aussagen, so wäre sie von einer Zufälligkeit nicht zu unterscheiden, und man müsste dann, wie Hegel es getan hat, als das Wesen der "absoluten Notwendigkeit" die reine Zufälligkeit behaupten.
Der statt dessen gewählte ausdruck "mehr als notwndig" ist, sofern er Notwendigkeit verneint und dennoch nicht das Gegensteil, nämlich die Beliebigkeit eines "so oder auch anders" bejaht, ein zwar auch nur andeutender, die gemeinte Sache aber besser andeutender Ausdruck als der die Nichtnotwendigkeit Gottes wieder verdeckende Begriff der absoluten Notwendigkeit.-

(Klingt beim ersten Lesen etwas verflochten und kompliziert - sieht man sich aber z.B. allein unseren Körper an, so laufen in diesem noch weitaus kompliziertere Vorgänge ab.)

Hoffe, ich konnte förderlich sein.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

10.11.2015 15:28
#180 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #179
Hoffe, ich konnte förderlich sein.


Das konntest Du leider nicht.

Ich wollte eine einfache Antwort auf meine Frage, warum jede Information einen Informanten braucht, Dein Gott jedoch nicht. Was Du lieferst ist ausschweifendes Theologengeschwafel, dass nichts anderes aussagt als "Ich bin, also hat Gott mich geschaffen". "Gott ist Grundlos" ist die gleiche Aussage wie "Gott braucht keinen Informanten" - wo ist die Begründung dafür und woher weißt Du das?

Zitat von Reklov im Beitrag #179
Klingt beim ersten Lesen etwas verflochten und kompliziert - sieht man sich aber z.B. allein unseren Körper an, so laufen in diesem noch weitaus kompliziertere Vorgänge ab.


Meine Frage, ob denn eingeatmetes Kohlenmonoxid zur "lebenden" oder "toten" Materie gehört wenn es sich mit dem menschlichen Körper verbindet, hast Du bis jetzt noch nicht beantwortet.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

12.11.2015 12:49
#181 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich wollte eine einfache Antwort auf meine Frage, warum jede Information einen Informanten braucht, Dein Gott jedoch nicht. Was Du lieferst ist ausschweifendes Theologengeschwafel, dass nichts anderes aussagt als "Ich bin, also hat Gott mich geschaffen". "Gott ist Grundlos" ist die gleiche Aussage wie "Gott braucht keinen Informanten" - wo ist die Begründung dafür und woher weißt Du das?

@Blackysmart,

... "einfache Antworten" gibt es weder in der Philosophie, noch in der Theosophie. Diesen Deinen Wunsch kann ich Dir also leider nicht erfüllen. Schon allein die Betrachtung unseres Daseins im Kosmos führt lediglich zu komplizierten Mutmaßungen oder Glaubensansichten.
Meine Antwort hat mehr philosophischen Charakter und ist an sich wenig theologisch, ist auch keinesfalls auf "Ich bin, also hat Gott mich geschaffen" zu reduzieren, denn wie im Einzelnen so ein Erschaffungsprozess (ist er direkt oder indirekt?) überhaupt für uns vorstellbar wird, bleibt vorerst ein Geheimnis!
Mit philsophischen Ausdrucksweisen scheinst Du auf Kriegsfuß zu stehen oder aber Du bist darin ungeschult/ungeübt!?
Macht nichts, denn ungewohnte Sprachinhalte irritieren zunächst immer, wecken aber beim Leser nicht selten neue Gedanken.

Zitat
"Gott ist Grundlos" ist die gleiche Aussage wie "Gott braucht keinen Informanten" - wo ist die Begründung dafür und woher weißt Du das?

Informationen haben sowohl in den menschlichen Beziehungssystemen, wie auch in der rein technischen Welt, stets einen "Informanten". Bisher ist jedenfalls noch keine andere Erkenntnis auf dem Tisch! Der Gedanke an einen Ur-Informanten ist also nicht so abwegig. - Wer dies nicht nur negieren möchte, darf hierzu nun gerne seine überzeugenden Gegenargumente auspacken.

Würde man eine Kette von Ursachen als endlos denken, fiele man in einen ewigen, nicht endenden Strudel. Deswegen wird die Wortchiffre "Gott" als die letzte Ursache gedacht, welche also keine andere mehr hinter sich hat! - Wissen kann man dies natürlich nicht, so gedacht werden kann dies aber wohl.

Zitat
Meine Frage, ob denn eingeatmetes Kohlenmonoxid zur "lebenden" oder "toten" Materie gehört wenn es sich mit dem menschlichen Körper verbindet, hast Du bis jetzt noch nicht beantwortet.

Kohlenmonoxid ist bekanntlich für uns giftig und führt unseren Tod (bei einem Wert von 1600 ppm) innerhalb einer Stunde herbei.

Wir Menschen aber zählen zur "lebenden Materie" und diese unterscheidet sich von toter Materie in folgenden, wesentlichen Punkten:

Sie sind von ihrer Umwelt abgegrenzte Stoffsysteme.
Sie haben Stoff- und Energiewechsel und sind damit in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt.
Sie organisieren und regulieren sich selbst (Homöostase).
Sie pflanzen sich fort, das heißt, sie sind zur Reproduktion fähig.
Sie wachsen und sind damit zu Differenzierung fähig.
Sie sind reizbar und damit fähig, chemische oder physikalische Änderungen in ihrer Umgebung zu registrieren.

Das Internet bemerkt hierzu:

(I.) Nach dem ersten Gesetz der Thermodynamik wird jetzt nichts mehr geschaffen, auch nichts völlig vernichtet. Das ist das Prinzip der Erhaltung von Masse und Energie: Alles bleibt im physikalischen Universum erhalten.
(II.) Nach dem zweiten Gesetz der Thermodynamik haben alle Systeme die Neigung, sich von der Ordnung zur Unordnung zu bewegen. Vorhandene Energie wird weniger und weniger, bis ein Zustand vollständiger Auflösung erreicht ist. So befinden sich alle Systeme auf dem Weg „bergab“. Dieser Verfall ist als Entropie bekannt.

Nach dem totalen Evolutionismus hat es aber im Laufe er Zeit eine zunehmende Ordnung der Dinge und Lebewesen gegeben, seitdem das Universum – die Erde inbegriffen – sich aus ewiger Materie bildete, Leben entstand, und höhere Ordnungen, wie zum Beispiel die Menschen, sich von der Amöbe als dem gemeinsamen Vorfahren entwickelten (Makroevolution heißt‚ vom Molekül zum Menschen’ oder in verschiedenen Lehrbüchern auch‚von der Amöbe zum Menschen’).
So berufen sich die Evolutionisten auf einige universale Gesetze der Erneuerung und Vervollständigung, die überhaupt noch nicht gefunden bzw. festgestellt wurden. Die Evolutionisten stellen sich also eine Vervollständigung und Verwandlung von Molekülen in Planeten, später in lebende Substanzen bis letztlich in Menschen vor, die im totalen Widerspruch zum ersten und zweiten Gesetz der Thermodynamik steht. (Man beachte, dass das Universum auch so einen Anfang gehabt haben müsste, eine Zeit, als es anfing, sich aufwärts zu entwickeln. Doch nach dem ersten Gesetz der Thermodynamik kann es nur eine Erhaltung dessen geben, was bereits da ist.
Nur ein "SCHÖPFER" konnte den Anfang von dem schaffen, was nun erhalten wird.)

Tatsächlich mehren sich zuverlässige wissenschaftliche Daten, die klar nachweisen, dass Prinzipien der Konservation und Desintegration die allgemeinen Zustände sind, die im Universum vorherrschen. Alle reproduktiven Prozesse sind im Wesentlichen Erhaltungsprozesse, bei denen das Leben, das auf der Erde vorhanden ist, erhalten wird. Doch die Sonnenenergie wird weniger und weniger, Mutationen sind Beweise für eingetretene Unordnung, und alle Lebewesen sterben. Die tatsächlichen Zustände auf der Erde und im Universum entsprechen, so weit sie uns bekannt sind, dem ersten und zweiten Gesetz der Thermodynamik, nicht aber einem angenommenen universellen Gesetz der Erneuerung und Vervollständigung.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

14.11.2015 11:17
#182 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #181

Meine Antwort hat mehr philosophischen Charakter und ist an sich wenig theologisch, ist auch keinesfalls auf "Ich bin, also hat Gott mich geschaffen" zu reduzieren, denn wie im Einzelnen so ein Erschaffungsprozess (ist er direkt oder indirekt?) überhaupt für uns vorstellbar wird, bleibt vorerst ein Geheimnis!


Mehr Informationsgehalt steckt nicht in Deiner Antwort. Du interpretierst mystische Geheimnisse und Wunder hinein und bezeichnest diese als Informationen.

Zitat von Reklov im Beitrag #181
Mit philsophischen Ausdrucksweisen scheinst Du auf Kriegsfuß zu stehen oder aber Du bist darin ungeschult/ungeübt!?


Ich stehe nur mit inhaltslosem Geschwafel auf Kriegsfuss.

Zitat von Reklov im Beitrag #181

Informationen haben sowohl in den menschlichen Beziehungssystemen, wie auch in der rein technischen Welt, stets einen "Informanten". Bisher ist jedenfalls noch keine andere Erkenntnis auf dem Tisch! Der Gedanke an einen Ur-Informanten ist also nicht so abwegig. - Wer dies nicht nur negieren möchte, darf hierzu nun gerne seine überzeugenden Gegenargumente auspacken.


Du begründest einen grundlosen "Ur-Informanten" damit, dass aufgrund der menschlichen Erfahrung jede Information einen Informanten benötigt. Für diesen totalen Logikbruch forderst Du von mir nun Gegenargumente. Das ist hochgradig ...ähm... unklug.

Zitat von Reklov im Beitrag #181
Würde man eine Kette von Ursachen als endlos denken, fiele man in einen ewigen, nicht endenden Strudel.


Wie muss ich mir das Fallen und diesen Strudel genau vorstellen denn bei mir strudelt es weder, noch falle ich irgendwohin? Wenn Du ein Problem mit dem endlosen Denken hast, wann genau ist denn Dein Ur-Informant entstanden? Endlos darf er ja wohl nicht sein, sonst würde er "weggestrudelt".


Zitat von Reklov im Beitrag #181
Deswegen wird die Wortchiffre "Gott" als die letzte Ursache gedacht, welche also keine andere mehr hinter sich hat! - Wissen kann man dies natürlich nicht, so gedacht werden kann dies aber wohl.


Denken kann man sich den größten Blödsinn. Wenn man darauf aber seine Weltsicht aufbaut, läuft da im Gehirn irgendwas schief.

Meine Frage, ob denn eingeatmetes Kohlenmonoxid zur "lebenden" oder "toten" Materie gehört wenn es sich mit dem menschlichen Körper verbindet, hast Du bis jetzt noch nicht beantwortet.

Zitat von Reklov im Beitrag #181

Wir Menschen aber zählen zur "lebenden Materie" und diese unterscheidet sich von toter Materie in folgenden, wesentlichen Punkten:


Bla Bla Bla. Eine genaue Definition, was "lebendige" Materie von "toter" Materie unterscheidet, hast Du bisher sehr konsequent nicht geliefert. Du schaffst es nicht einmal, meine Frage nach dem "Status" von Kohlenmonoxid konkret zu beantworten. Was ist mit einem Kohlenstoffatom, das als Kohlenmonoxidverbindung heute einen Menschen tötet und morgen als Zuckerverbindung einen Menschen am Leben erhält? Ist giftig tendenziös eher "tote" Materie und ungiftig eher der "lebenden" Materie zuzuordnen?

Zitat von Reklov im Beitrag #181
Die Evolutionisten stellen sich also eine Vervollständigung und Verwandlung von Molekülen in Planeten, später in lebende Substanzen bis letztlich in Menschen vor, die im totalen Widerspruch zum ersten und zweiten Gesetz der Thermodynamik steht.


Lieber Kreationist Reklov,

ich erlaube mir hier eine kurz und knappe Erläuterung von Wiki zu zitieren;

„Die chemische und biologische Evolution widersprechen scheinbar dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, nach dem alles zu mehr Unordnung, nach Strukturlosigkeit und Ausgleich strebt. Da die Erde aber ein offenes System mit einem ständigen Energiezustrom von der Sonne ist, kann die Natur auf der Erde hochkomplizierte Strukturen wie das Leben aufbauen, ohne den 2.Hauptsatz zu verletzen.
Jede anorganische Kristallisation widerspricht in diesem Sinne scheinbar dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, weil sich ja in dem Kristall die Entropie reduziert. Dieser Widerspruch klärt sich durch eine Entropiezunahme der Umgebung des Kristalles auf, die in der Summe größer ist als die Entropieminderung im Kristall“


Nun weiß ich aber, woran ich bei Dir konkret bin. Einem fundamentalistischen Theisten, der wissenschaftliches Interesse und Bildung heuchelt, Erkenntniss jedoch nur unter Vorbehalt seines religiösen Weltbildes zulässt.

Zitat von Reklov im Beitrag #181
Tatsächlich mehren sich zuverlässige wissenschaftliche Daten, die klar nachweisen, dass Prinzipien der Konservation und Desintegration die allgemeinen Zustände sind, die im Universum vorherrschen.


Diese zuverlässigen wissenschaftlichen Daten willst Du uns selbstverständlich nicht verschweigen, oder?

Zitat von Reklov im Beitrag #181
Alle reproduktiven Prozesse sind im Wesentlichen Erhaltungsprozesse, bei denen das Leben, das auf der Erde vorhanden ist, erhalten wird.


Wie erklärst Du Dir die Zunahme an Komplexität der Lebewesen vom Kambrium bis heute? Warum besitzen Wale noch rudimentäre Oberschenkel- und Unterschenkelknochen?

Zitat von Reklov im Beitrag #181
Doch die Sonnenenergie wird weniger und weniger, Mutationen sind Beweise für eingetretene Unordnung, und alle Lebewesen sterben.


Diese unglaubliche Erkenntnis solltest Du der Wissenschaft zugänglich machen und nicht auf die wissenschaftlichen Kleingeister dieses Forums beschränken.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

18.11.2015 12:05
#183 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du interpretierst mystische Geheimnisse und Wunder hinein und bezeichnest diese als Informationen.

Blackysmart,

... Geheimnisse sind keinesfalls "mystisch", sondern liegen vorerst noch in den Bereichen des Seins, die uns nicht zugänglich sind. (Muss aber nicht so bleiben!) Verlange von mir also keine gültige "Welterklärung". Könnte ich dies leisten, läge mir die ganze Welt zu Füßen. Man würde mich mit Auszeichnungen überhäufen und mir Denkmäler errichten. Also bitte nicht übersehen: Ich bin lediglich ein Forum-Teilnehmer, der hier und da etwas in die laufende Diskussion einbringt, dabei aber auch von Einwänden der anderen profitiert und angeregt wird. Man lernt ja nie aus!

Zitat
Du begründest einen grundlosen "Ur-Informanten" damit, dass aufgrund der menschlichen Erfahrung jede Information einen Informanten benötigt. Für diesen totalen Logikbruch forderst Du von mir nun Gegenargumente. Das ist hochgradig ...ähm... unklug.

Warum unsere bisherige menschliche Erfahrung, dass eine Information stets auch einen Informanten braucht, einen "totalen Logikbruch" darstellen soll, ja sogar hochgradig "unklug" sein soll, darfst Du mir gerne erklären - falls Du dies vermagst? -
Wenn Dir aber hier die Gegenargumente ausgehen, so ist dies verständlich, denn - auch die atheistische Weltsicht bringt, im Blick auf das alles Umgreifende, nicht mehr auf den Tisch, als es z.B. eine religiöse vermag. Anders gesagt: Die rein naturwissenschaftliche Sicht auf den Menschen kann uns rein gar nichts über seinen Daseinsgrund verraten, denn schon die Spuren menschlicher Kulturen beginnen sich, auch für die Fachwelt, nach etwa 10 000 Jahren immer mehr zu verlieren!

Zitat
Wie muss ich mir das Fallen und diesen Strudel genau vorstellen denn bei mir strudelt es weder, noch falle ich irgendwohin? Wenn Du ein Problem mit dem endlosen Denken hast, wann genau ist denn Dein Ur-Informant entstanden? Endlos darf er ja wohl nicht sein, sonst würde er "weggestrudelt".

Dieses "Fallen" ist kein körperlicher Sturz, sondern passiert im Denken allein. Anstatt von einem "Strudel", hätte ich auch von einer endlosen Ursachenkette sprechen können. Deine Frage nach dem "Urinformanten" kann leider von keinem Menschen beantwortet werden, denn auch Dir müsste ja klar sein, dass die meisten von uns bereits ihre persönliche "Ursachenkette" nicht allzu weit zurück verfolgen können. Ein Bekannter von mir kann seine "Ursachenkette" immerhin bis ins 15. Jahrhundert zurück verfolgen. Dies wird ihm erleichtert, weil seine Ahnen stets im gleichen Ort wohnten und seine jetzige Familie auch das gleiche alte Fachwerkhaus aus jener Zeit bewohnt. Meine "Ursachenkette" kann ich nur bis zu meinem Urgroßvater zurück verfolgen. Von ihm habe ich viele alte s/w Fotos und weiß lediglich, dass er aus dem kleinen Dorf Friesack stammte, bevor er seine beachtliche Fabrikanten-Karriere im nahen Berlin ausbaute.

Zitat
Eine genaue Definition, was "lebendige" Materie von "toter" Materie unterscheidet, hast Du bisher sehr konsequent nicht geliefert. Du schaffst es nicht einmal, meine Frage nach dem "Status" von Kohlenmonoxid konkret zu beantworten. Was ist mit einem Kohlenstoffatom, das als Kohlenmonoxidverbindung heute einen Menschen tötet und morgen als Zuckerverbindung einen Menschen am Leben erhält? Ist giftig tendenziös eher "tote" Materie und ungiftig eher der "lebenden" Materie zuzuordnen?

Ich habe Dir so geantwortet, wie ich es z.Z. vermag. Wenn Du größere Rätsel gelöst haben willst, dann musst Du Dich an die entsprechenden Fachleute wenden. (Sorry!) Deine Frage ist aber zweifellos interessant - hat auch einen philosophischen Charakter! Wie bekannt, wird ja auch Schlangengift, in der entsprechenden Dosis und Mischung, in der Medizin eingesetzt. Es kann also sowohl töten und, vom Menschen bearbeitet, auch helfen! Dennoch gelten für "lebende Materie" die von der Fachwelt so aufgelisteten Bedingungen, denn Schlangengift allein, kann sich z.B. nicht vermehrend reproduzieren, die Schlange selbst (als Ganzes) aber wohl.

Zitat
„Die chemische und biologische Evolution widersprechen scheinbar dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, nach dem alles zu mehr Unordnung, nach Strukturlosigkeit und Ausgleich strebt. Da die Erde aber ein offenes System mit einem ständigen Energiezustrom von der Sonne ist, kann die Natur auf der Erde hochkomplizierte Strukturen wie das Leben aufbauen, ohne den 2.Hauptsatz zu verletzen.

Falsch, denn der Energiezustrom unserer Sonne ist keinesfalls "ständig", sondern der Wasserstoff-Helium-Vorrat der Sonne wird sich (nach Ansicht der Astrophysiker!) in ca. 4,5 Milliarden Jahren verbraucht haben. Die Hälfte davon soll die Sonne (ein Gasball) bereits verbrannt haben!

Zitat
Nun weiß ich aber, woran ich bei Dir konkret bin. Einem fundamentalistischen Theisten, der wissenschaftliches Interesse und Bildung heuchelt, Erkenntniss jedoch nur unter Vorbehalt seines religiösen Weltbildes zulässt.

Interesse und Bildung kann man nicht heucheln. Man setzt eben so viel davon ein, wie man auf seine Weise zeitlebens sammeln konnte. Da aber selbst die sog. Fachwelt in den entscheidenden Fragen auch uneins ist, beunruhigt mich mein unvollständiges Wissen nicht allzu sehr!
Bevor Du aber nach dem "Splitter in des Bruders Auge" suchst, frage Dich doch, ob Dir Dein Weltbild (das Du evtl. in Dir aufgebaut hast?), genügt, oder ob all Deine Fragen damit zufriedenstellend beantwortet werden können?

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2015 22:07
#184 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #181


... "einfache Antworten" gibt es weder in der Philosophie, noch in der Theosophie. Schon allein die Betrachtung unseres Daseins im Kosmos führt lediglich zu komplizierten Mutmaßungen oder Glaubensansichten.



Das ist doch alles nur ein Frage der persönlichen Be-Wertung, Rekov. Sich hier auf Rangordnungskämpfe einzulassen, welche Be-Wertung die maßgeblichere zu sein hat, zeigt dann ja auch, dass es mit geistigen Qualität derer, die sich da im besonderen für die philosophische und theosophischen Wertungen gegen naturwissenschftliche Objektivität ins Zeug legen, nicht gerade weit her ist.

Und du weist doch wohl hoffentlich, dass du aus einem Akt sexueller Lustbefriedigung hervorgegangen bist. Sozusagen, als Nebenerscheinung eines Urknalls, den man Orgasmus nennt.
Natürlich hat das Leben dann auch sonst noch viele Geheimnisse inne, die es aufzudecken gilt. Aber du verwendest zu oft die Redewendungen: "wir dürfen nicht" und "wir müssen".. Und wenn du dann andersherum aber doch wieder behauptest: "jede neue Generation müsse die Welt von Grund auf neu verstehen lernen, könnte man leicht auf die Idee kommen, dass du dich über die Hintertür da gerne selbst als ihr Ausbilder einschleichen möchtest.

Finde dich einfach damit ab, dass es heutzutage immer mehr Menschen auf dem Planeten gibt, die sich aus den philosophischen und theosophischen Gefängnissen der "Steinzeit-geistlichen" Wirklichkeitsbewältigung befreien und damit auch ihre eigenen Vorstellungen davon machen wollen, wie sich für sie selber und in Verantwortung mit ihren anderen Zeitgenossen und Mitmenschen, zusammen die Dinge und ihre Zusammenhänge zu bewerten haben.

Direktkontakt Offline



Beiträge: 842

19.11.2015 09:19
#185 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #184
Zitat von Reklov im Beitrag #181


... "einfache Antworten" gibt es weder in der Philosophie, noch in der Theosophie. Schon allein die Betrachtung unseres Daseins im Kosmos führt lediglich zu komplizierten Mutmaßungen oder Glaubensansichten.



Das ist doch alles nur ein Frage der persönlichen Be-Wertung, Rekov. Sich hier auf Rangordnungskämpfe einzulassen, welche Be-Wertung die maßgeblichere zu sein hat, zeigt dann ja auch, dass es mit geistigen Qualität derer, die sich da im besonderen für die philosophische und theosophischen Wertungen gegen naturwissenschftliche Objektivität ins Zeug legen, nicht gerade weit her ist.

Und du weist doch wohl hoffentlich, dass du aus einem Akt sexueller Lustbefriedigung hervorgegangen bist. Sozusagen, als Nebenerscheinung eines Urknalls, den man Orgasmus nennt.
Natürlich hat das Leben dann auch sonst noch viele Geheimnisse inne, die es aufzudecken gilt. Aber du verwendest zu oft die Redewendungen: "wir dürfen nicht" und "wir müssen".. Und wenn du dann andersherum aber doch wieder behauptest: "jede neue Generation müsse die Welt von Grund auf neu verstehen lernen, könnte man leicht auf die Idee kommen, dass du dich über die Hintertür da gerne selbst als ihr Ausbilder einschleichen möchtest.

Finde dich einfach damit ab, dass es heutzutage immer mehr Menschen auf dem Planeten gibt, die sich aus den philosophischen und theosophischen Gefängnissen der "Steinzeit-geistlichen" Wirklichkeitsbewältigung befreien und damit auch ihre eigenen Vorstellungen davon machen wollen, wie sich für sie selber und in Verantwortung mit ihren anderen Zeitgenossen und Mitmenschen, zusammen die Dinge und ihre Zusammenhänge zu bewerten haben.




Die Philosophie ist für einen Agnostiker eher akzeptabel als die Theosophie, aber auch unter Philosophen ist das spekulative Element sehr stark vertreten.
Der Unterschied zwischen beiden wird deutlich bei der Infragestellung der postulierten Thesen. Die Philosophie beharrt nicht auf der Anerkennung unfehlbarer "Erkenntnisse".
In jedem Fall ist die permanente Überprüfung nach den Kriterien der Realität empfehlenswert.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

19.11.2015 13:53
#186 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Und du weist doch wohl hoffentlich, dass du aus einem Akt sexueller Lustbefriedigung hervorgegangen bist. Sozusagen, als Nebenerscheinung eines Urknalls, den man Orgasmus nennt.

Perquestavolta,

... dass ist (auch) typisch für Dich: Du sprichst von Lustbefriedigung, ohne zu bedenken, dass ich (und unzählige Andere!) aus einem Akt der Liebe hervorgegangen sein könnten. Lustbefriedigung findet auch in Bordellen, in Swinger-Clubs oder während one night stands statt.-

Meine Eltern haben sich sehr geliebt und meine Mutter hat ihr Andenken an ihren geliebten Mann, der leider viel zu früh von ihr gehen musste, bis zu ihrem eigenen Tod hoch gehalten.- Wer aber die Liebe in seinem Denken ausklammert und alles nur auf biologische, chemische und physikalische Grundmuster zurückführen kann, verfängt sich in einer seelenlosen Deutung der Welt, ist im Grunde schon tot, obwohl er noch atmet.-

Der sog. Urknall (man spricht ja von einer Theorie!) ist heute unter vielen Physikern äußerst umstritten und wird lediglich als Möglichkeit gehandelt, weil man messen konnte, dass die Sterne sich von einander entfernen, das Universum also expandiert. Neu unter Fachleuten ist auch die Annahme, dass es im Universum mehrere sog. Urknall-Zentren gegeben haben könnte. Wir wissen auch hier nicht viel und selbst, wenn wir alles etwas besser durchblickten, die Frage nach dem Sinn aller materiellen Erscheinungen ist damit noch lange nicht beantwortet! - Beide große Gruppen dieses Forums werden sich im Grunde ihres Gemütes nicht wirklich damit zufrieden geben wollen, dass sie lediglich eine kurzfristige Ansammlung von atomaren Verbindungen darstellen. -

An diesem Punkt beginnen eben die Denkwege der Philosophie, der Theosophie (etc.). Mögen deren Deutungsversuche auch nicht exakt das Schwarze der Zielscheibe treffen, so sind sie, als Gedankenpunkte auf der Zeitschiene der Menschheit, für unseren Erkenntnisprozess ein wichtiger Spiegel!

Zitat
dass es heutzutage immer mehr Menschen auf dem Planeten gibt, die sich aus den philosophischen und theosophischen Gefängnissen der "Steinzeit-geistlichen" Wirklichkeitsbewältigung befreien und damit auch ihre eigenen Vorstellungen davon machen wollen, wie sich für sie selber und in Verantwortung mit ihren anderen Zeitgenossen und Mitmenschen, zusammen die Dinge und ihre Zusammenhänge zu bewerten haben.

Philosophie ist immer unterwegs und die in Stein gemeißelten Weltbilder oder (wie Du es ausdrückst) philosophischen Gefängnisse, werden heute dem jeweiligen Zeitgeist und seinem Wissensstand zugeordnet. Die Geisteswissenschaft Philosophie wird sich aber auch in Zukunft stets mit neuen Denkmustern bereichern - wird dabei u.a. auch auf die Erkenntnisse der Naturwissenschaften zurückgreifen.
Mit vorläufiger Bewertung durch Einzelne hat dies alles nicht so viel zu tun, sondern eher mit dem Bewusstsein, dass hinter all den Erscheinungen in der Welt eine alles umgreifende Chiffre steht, deren Symbole wir bemüht und z.T. auch erfolgreich zu deuten versuchen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

19.11.2015 14:06
#187 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das ist doch alles nur ein Frage der persönlichen Be-Wertung, Rekov. Sich hier auf Rangordnungskämpfe einzulassen, welche Be-Wertung die maßgeblichere zu sein hat, zeigt dann ja auch, dass es mit geistigen Qualität derer, die sich da im besonderen für die philosophische und theosophischen Wertungen gegen naturwissenschftliche Objektivität ins Zeug legen, nicht gerade weit her ist.

Direktkontakt,

... hier im Forum geht es nicht um Bewertungen oder Rangordnungskämpfe, sondern u.a. auch um einen Gedankenaustausch! In einem solchen Dialog werden die Grenzen unseres Bewusstseins, dass sich ja nur in Sprache äußern kann, nach vielen Richtungen abgeklopft. Rede und Gegenrede sind dabei gleichermaßen erwünscht und wichtig! Ansonsten bräuchten wir ja dieses Forum nicht und könnten schweigend, ein jeder in seiner Behausung, dasitzen und still vor uns hin grübeln.

Deine Meinung kann ich also nicht teilen, zumal ja auch die sog. naturwissenschaftliche Objektivität ihre bekannten Schwächen und vor allem ihre Grenzen hat! Wäre dem nicht so, könnte man das Sein und die Chiffren des Daseins allein mit Naturwissenschaften "erklären". (Ist aber nicht so!)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2015 16:54
#188 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #186

Zitat
Und du weist doch wohl hoffentlich, dass du aus einem Akt sexueller Lustbefriedigung hervorgegangen bist. Sozusagen, als Nebenerscheinung eines Urknalls, den man Orgasmus nennt.
Perquestavolta,

... dass ist (auch) typisch für Dich: Du sprichst von Lustbefriedigung, ohne zu bedenken, dass ich (und unzählige Andere!) aus einem Akt der Liebe hervorgegangen sein könnten. Lustbefriedigung findet auch in Bordellen, in Swinger-Clubs oder während one night stands statt.

Davon hat niemand geredet Reklov! Auch in einer "gesunden" Liebesbeziehung zwischen Mann und Frau, zwischen Mann und Mann und zwischen Frau und Frau, gibt es die sexuelle Lust und die gemeinsame Befriedigung dieser Lust ist das Natürlichste von der Welt. Andersherum zeugen deine Versuche, mich durch persönliche Auslegungen und Deutungen meiner gezwinkerten und eigentlich auch zutreffenden Aussage, als primitiven Unmenschen zu zeichnen, wohl auch eher nur von einem verkrampften Kleingeist hinter der Anspielung, der es zeit seines Lebens nie den eigenen Pubertätsschock überwunden hat. Zumal es ein unumstößlicher Fakt ist, dass jedem SEIN - Normalfall - ein natürlicher Akt der sexuellen Lustbefriedigung vorangeht.


Zitat von Reklov im Beitrag #186

Meine Eltern haben sich sehr geliebt und meine Mutter hat ihr Andenken an ihren geliebten Mann, der leider viel zu früh von ihr gehen musste, bis zu ihrem eigenen Tod hoch gehalten.
Das ist ebenso schön wie bedauerlich, Reklov. Leider habe ich deine Eltern nicht persönlich gekannt und möchte mich dazu auch nicht weiter äußern.

Zitat von Reklov im Beitrag #186

Wer aber die Liebe in seinem Denken ausklammert und alles nur auf biologische, chemische und physikalische Grundmuster zurückführen kann, verfängt sich in einer seelenlosen Deutung der Welt, ist im Grunde schon tot, obwohl er noch atmet...

Als Erwachsener ausgereifter Mensch, solltest du eigentlich wissen (können), dass jeder der für solche ausklammernden Projektionen und deren vergleichenden Eigenbewertung gegenüber seinen Mitmenschen auf sich stolz ist, letztendlich nur seine eigene Seelenlosigkeit zum Ausdruck bring, die er für besonders großartig hält.

Zitat von Reklov im Beitrag #186

Der sog. Urknall (man spricht ja von einer Theorie!) ist heute unter vielen Physikern äußerst umstritten und wird lediglich als Möglichkeit gehandelt, weil man messen konnte, dass die Sterne sich von einander entfernen, das Universum also expandiert.
Das ist einfach nur herausgesuchter Unsinn, Reklov. Erstens gibt es nur sehr wenige echte Astro-Wissenschaftler, die mit dem Urknallmodell des Universums nicht ganz zufrieden sind und zweitens gibt es zu diesem Modell noch eine Alternative, welche man Stringtheorie nennt und die ohne sogenannte dunkle Materie auskommt, um das Universum zu beschreiben. Übrigens bewegen sich in einem expandierenden Universum die Sterne nicht von einander weg.. sonst gäbe es längst schon keine Galxien mehr und auch der Abstand zwischen Mond und Erde würde sich mit "Überlichtgeschwindigkeit" ausdehnen..

Von daher Reklov.. ein glatte 6 in Physik für dich . Setzen!!



Zitat von Reklov im Beitrag #186

Neu unter Fachleuten ist auch die Annahme, dass es im Universum mehrere sog. Urknall-Zentren gegeben haben könnte.
Deine eigenen obstrusen Interpretationen, bezüglich der Aussagen von "Fachleuten" der Physik, brauchen wir hier nicht weiter zu behandeln. Du bist auf der Ebene des Verstehens von naturwissenschaftlichen Aussagen "technisch2 und "logisch" absolut untalentiert wie unqualifiziert.

Zitat von Reklov im Beitrag #186

An diesem Punkt beginnen eben die Denkwege der Philosophie, der Theosophie (etc.). Mögen deren Deutungsversuche auch nicht exakt das Schwarze der Zielscheibe treffen, so sind sie, als Gedankenpunkte auf der Zeitschiene der Menschheit, für unseren Erkenntnisprozess ein wichtiger Spiegel!


Zur Grundausbildung aller religiös motivierten Killer und Terroristen, gehört die zweifelsfreie Überzeugung, dass es eine allem Sein zugrunde liegende eine Ursache gibt.
Und nach all meinen bisherigen gewissenhaften Nachforschungen und Überlegungen, handelt es sich bei allen transzendenten Erkenntnisprozessen in Bezug Unfassbares und Unbegreifliches um die Beweihräucherung der eigenen Dummheit.

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Beiträge: 842

19.11.2015 19:54
#189 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #187

Zitat
Das ist doch alles nur ein Frage der persönlichen Be-Wertung, Rekov. Sich hier auf Rangordnungskämpfe einzulassen, welche Be-Wertung die maßgeblichere zu sein hat, zeigt dann ja auch, dass es mit geistigen Qualität derer, die sich da im besonderen für die philosophische und theosophischen Wertungen gegen naturwissenschftliche Objektivität ins Zeug legen, nicht gerade weit her ist.
Direktkontakt,

... hier im Forum geht es nicht um Bewertungen oder Rangordnungskämpfe, sondern u.a. auch um einen Gedankenaustausch! In einem solchen Dialog werden die Grenzen unseres Bewusstseins, dass sich ja nur in Sprache äußern kann, nach vielen Richtungen abgeklopft. Rede und Gegenrede sind dabei gleichermaßen erwünscht und wichtig! Ansonsten bräuchten wir ja dieses Forum nicht und könnten schweigend, ein jeder in seiner Behausung, dasitzen und still vor uns hin grübeln.

Deine Meinung kann ich also nicht teilen, zumal ja auch die sog. naturwissenschaftliche Objektivität ihre bekannten Schwächen und vor allem ihre Grenzen hat! Wäre dem nicht so, könnte man das Sein und die Chiffren des Daseins allein mit Naturwissenschaften "erklären". (Ist aber nicht so!)

Gruß von Reklov



Das Zitat stammt von Perquestavolta!

In meinem Beitrag #185 hatte ich dies lediglich kommentiert.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2015 20:48
#190 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #187

Zitat
Das ist doch alles nur ein Frage der persönlichen Be-Wertung, Rekov. Sich hier auf Rangordnungskämpfe einzulassen, welche Be-Wertung die maßgeblichere zu sein hat, zeigt dann ja auch, dass es mit geistigen Qualität derer, die sich da im besonderen für die philosophische und theosophischen Wertungen gegen naturwissenschftliche Objektivität ins Zeug legen, nicht gerade weit her ist.
Direktkontakt,


Deine Meinung kann ich also nicht teilen, zumal ja auch die sog. naturwissenschaftliche Objektivität ihre bekannten Schwächen und vor allem ihre Grenzen hat! Wäre dem nicht so, könnte man das Sein und die Chiffren des Daseins allein mit Naturwissenschaften "erklären". (Ist aber nicht so!)




Das Zitat stammt von mir.

Niemand verlangt von dir dass du meine Meinung teilst, Reklov. Und über eine naturwissenschaftlichen Objektivität brauchst du bei dir selber gar nicht zu reden. Es geht nur darum, dass du eine solche auch allen anderen abstreiten willst.

Um dir zu erklären was ich damit meine:

naturwissenschaftliche Objektivität bezieht sich auf beobachtbare Vorgänge und Zusammenhänge hinter der subjektiven Bewertung. Wenn du für dich selbst die subjektive Bewertung über die objektive und damit wertungsunabhängige Beobachtung stellst, dann ist das in Ordnung. Wenn du aber damit andere belehren willst, wie sie die Dinge zu sehen und zu verstehen haben, damit sie sich als Menschen überhaupt erst von minderwertigen und ungebildeten Unmenschen unterscheiden, dann ist es mehr als offensichtlich, dass du hier die Weltanschauung der Intelligentdesigner missionieren willst. Du bist ein Vertreter der "Gattung", die Schein und Sein nicht unterscheiden kann..

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2015 01:37
#191 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Das ist einfach nur herausgesuchter Unsinn, Reklov. Erstens gibt es nur sehr wenige echte Astro-Wissenschaftler, die mit dem Urknallmodell des Universums nicht ganz zufrieden sind und zweitens gibt es zu diesem Modell noch eine Alternative, welche man Stringtheorie nennt und die ohne sogenannte dunkle Materie auskommt, um das Universum zu beschreiben. Übrigens bewegen sich in einem expandierenden Universum die Sterne nicht von einander weg.. sonst gäbe es längst schon keine Galxien mehr und auch der Abstand zwischen Mond und Erde würde sich mit "Überlichtgeschwindigkeit" ausdehnen..

Perquestavolta,

... als Ergänzung zu Deinen Zeilen:

>> Laut der heute gängigsten Theorie ist die kosmologische Rotverschiebung kein Dopplereffekt im eigentlichen Sinne, sondern beruht auf der allgemeinen zeitlichen Zunahme von Abständen im Universum. Dies führt zu der Annahme des Urknalls, da die Abstände zwischen den Galaxien in diesem Modell zu einem endlichen Zeitpunkt in der Vergangenheit verschwinden und daher ein Zustand unendlich hoher Dichte vorliegt.

Die Expansion des Universums wurde 1927 vom Belgier Georges Lemaître entdeckt. Er entdeckte, was vor ihm schon Friedman gefunden hatte, dass die Grundgleichungen der Relativitätstheorie ein dynamisches Universum ergeben. Diese Entdeckung verband er mit Sliphers Rotverschiebungen und Hubbles Distanzen. Er schloss daraus, dass das Universum expandiert. In seiner Publikation in den Annales de la Société Scientifique de Bruxelles im Jahr 1927 gab Lemaître bereits das „Hubble-Gesetz“ v= H\sdot r an. Lemaître hat theoretisch hergeleitet, dass Galaxien sich umso schneller entfernen, je weiter sie vom Beobachter entfernt sind (vergleiche dazu: Hubble-Konstante). Dieses Resultat fand er in der beobachteten Galaxienflucht bestätigt. Dabei fand er für die später nach Hubble benannte Konstante H_0 einen Wert, der im Jahr 1929 durch die Arbeiten von Hubble weitgehend bestätigt wurde. Lemaître betonte, dass die „Flucht“ der Galaxien (im Kontext der Shapley-Curtis-Debatte auch mit dem heute nicht mehr verwendeten Begriff „Nebelflucht“ bezeichnet) nicht als Bewegung in einem fixen Raum zu verstehen sei, sondern, im Sinn der allgemeinen Relativitätstheorie, als Expansion des Raumes selbst.

Hubble selbst fand die Beziehung v=H\sdot r, also die Beziehung zwischen den Distanzen der Galaxien und den als Geschwindigkeiten gedeuteten Rotverschiebungen v (Dopplereffekt), im Jahr 1929. Das deutete er allerdings nicht als Expansion des Universums, sondern im Sinn von de Sitters 1917 vorgeschlagenem Modell eines statischen Universums. Hubble hat das Modell des expandierenden Universums nie vertreten und – nach seinen Publikationen zu schließen – vermutlich auch nie daran geglaubt.

Hatte Einstein noch in seinen Theorien ein statisches Universum postuliert, revidierte er angesichts dieser damals neuen Theorie des expandierenden Raumes seine Auffassung. So hatte Einstein eine kosmologische Konstante in die Feldgleichungen eingeführt, um statische Lösungen des Universums zu erhalten. Diese Lösungen der Struktur des Universums waren jedoch instabil. Einstein bezeichnete die Idee einer kosmologischen Konstanten später laut George Gamow als die „größte Eselei meines Lebens“.

Lange Zeit war unklar, ob die Expansion

unendlich fortdauern wird (offenes Universum);
immer langsamer wird, aber dennoch einen asymptotischen Grenzzustand erreichen wird (ebenes Universum);
irgendwann zum Stillstand kommt und wieder in eine Kontraktion übergeht (geschlossenes Universum).

Beobachtungen weit entfernter Supernovae vom Typ Ia unter anderem im Rahmen des Supernova Cosmology Project, für deren Auswertung die Astronomen Saul Perlmutter, Brian P. Schmidt und Adam Riess den Nobelpreis für Physik des Jahres 2011 zugesprochen bekamen,[2] zeigen, dass die Expansion des Universums heute beschleunigt abläuft. Diese Ergebnisse stimmen überein mit Untersuchungen der kosmischen Hintergrundstrahlung, beispielsweise mittels des WMAP-Satelliten. Als Ursache wird Dunkle Energie angenommen, eine zeitlich variable Verallgemeinerung der kosmologischen Konstante. Dunkle Energie konnte bislang nicht direkt nachgewiesen werden; ihre einzigen derzeit beobachtbaren Auswirkungen beziehen sich auf die Expansion des Universums sowie die Strukturbildung im Universum.

Eine andere Hypothese zur Entstehung der Rotverschiebung ist die der abstandsabhängigen Photonen-Alterung. Sie kam mit der Quantentheorie auf, lehnte sich an das Teilchenbild des Lichts an und gilt heute jedoch als wissenschaftlich überholt.

Aus einigen Beobachtungen, die im Rahmen der normalen Friedmann-Lemaître-Robertson-Walker-Metrik nicht verstanden werden können, schließt man auf eine Phase exponentieller Expansion in der Frühzeit des Universums. Diese Expansionstheorien werden Inflationstheorien genannt.

Es werden auch Erklärungsversuche im Rahmen der allgemeinen Relativitätstheorie untersucht. << (Quelle: Internet)

Zitat
Zumal es ein unumstößlicher Fakt ist, dass jedem SEIN - Normalfall - ein natürlicher Akt der sexuellen Lustbefriedigung vorangeht.

Du schreibst: "jedem Sein". Gilt das auch für Pflanzen oder dem Sein von lebloser Materie?

Zitat
Deine eigenen obstrusen Interpretationen, bezüglich der Aussagen von "Fachleuten" der Physik, brauchen wir hier nicht weiter zu behandeln. Du bist auf der Ebene des Verstehens von naturwissenschaftlichen Aussagen "technisch2 und "logisch" absolut untalentiert wie unqualifiziert.

Meine Zeilen sind keine persönlichen Interpretationen, sondern so gelesene Fachmeinungen. Denen schenke ich nun mehr Aufmerksamkeit, als Deiner Meinung, denn auch Du bist auf Fachliteratur angewiesen, weil Du selbst ja kein Physiker bist!

Zitat
Zur Grundausbildung aller religiös motivierten Killer und Terroristen, gehört die zweifelsfreie Überzeugung, dass es eine allem Sein zugrunde liegende eine Ursache gibt.
Und nach all meinen bisherigen gewissenhaften Nachforschungen und Überlegungen, handelt es sich bei allen transzendenten Erkenntnisprozessen in Bezug Unfassbares und Unbegreifliches um die Beweihräucherung der eigenen Dummheit.

Obwohl ja auch Dir zu Ohren gekommen sein sollte, dass "religiös motivierte Killer und Terroristen" ihre Religion stets als Vorwand für ihr gewissenloses Handeln herangezogen und auch religiöse Texte aus dem Zusammenhang für ihre Zwecke gerissen und missbraucht haben, schreibst Du solch einen Unsinn! (Schäm dich!)

Transzendente Gedankenwege überschreiten die wissenschaftlich genauer zu bestimmende Gegenständlichkeit. Die Gegenstände des Weltseins haben eine zweifache Transparenz. Sie sind Erscheinungen aus dem umgreifenden Weltsein und sie stehen in Bezug auf Transzendenz. Als Erscheinungen lassen sie auf dem Wege ihrer Erkennbarkeit das umgreifende Weltsein sich offenbaren. Als Chiffren sprechen sie die vieldeutige, ebenso eindringliche wie unverkennbare Sprache der Transzendenz.
Jene universelle Transzendenz ist nicht erkennend zu erreichen, sondern ist nur existenziell zu erfahren als ein sich Schenkendes.

Wie ich sehe, besitzt Du für transzendente Sichtweisen keinerlei Talent oder Qualifikation (um mit Deinen Worten zu sprechen). Ansonsten würdest Du zumindest in Betracht ziehen können, dass Transzendenz keinen nur ihr gehörenden Leib hat, wie andere vor unsere Augen tretenden Erscheinungen, sondern sie spricht nur durch diese anderen, die sie in sich schließt und durchdringt.
Die Verwandlung des Seinsbewusstseins durch Transzendenz bringt die Lösung vom Leibhaftigen, ohne dass im Symbolwerden dieses Leibhaftigen die reale Wirklichkeit deshalb schwächer würde!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2015 02:15
#192 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
naturwissenschaftliche Objektivität bezieht sich auf beobachtbare Vorgänge und Zusammenhänge hinter der subjektiven Bewertung. Wenn du für dich selbst die subjektive Bewertung über die objektive und damit wertungsunabhängige Beobachtung stellst, dann ist das in Ordnung. Wenn du aber damit andere belehren willst, wie sie die Dinge zu sehen und zu verstehen haben, damit sie sich als Menschen überhaupt erst von minderwertigen und ungebildeten Unmenschen unterscheiden, dann ist es mehr als offensichtlich, dass du hier die Weltanschauung der Intelligentdesigner missionieren willst. Du bist ein Vertreter der "Gattung", die Schein und Sein nicht unterscheiden kann..

Perquestavolta,

... das ist mir alles auch längst bekannt.-

Der Mensch sollte sich deswegen aber nicht einreden wollen, mit seiner Beobachtung von Vorgängen und Zusammenhängen einen universellen Maßstab der Wahrheit ergriffen zu haben.
Die Versuche, den zeitlosen Geltungssinn für sich zu behandeln - in formaler Logik, in den Bemühungen, die im weitesten Sinn mathematisch heißen -, haben zwar ihr Recht, denn mit ihnen kann man formale Einsichten gewinnen. Aber sie haben Unrecht, sobald sie die Wahrheit selbst zu treffen meinen und Richtigkeit für absolute Gültigkeit halten!

Wissenschaft ist als Erkenntnis verschwunden, wenn sie in Resultaten erstarrt. Wo Ergebnisse nur noch gelernt werden, Wissen nur als Gedächtnisschatz besteht, da gibt es keine Erkenntnis mehr. Wo Schule nur noch einen Besitz festhält, verflüchtigt sich alsbald der Sinn dieses Besitzes.
Die Objektivität der Wissenschaften, die Bücher, Apparate, Sammlungen, Institute sind noch nicht Erkenntnis und auch nicht das Ziel der Erkenntnis. Diese verwirklicht sich vielmehr nur in den Bewegungen, für die jene die Mittel sind. Ohne diese Bewegung werden sie totes Dasein.
Bei dem Aussterben der Erkenntnisbewegung wird ein Institut um so gespenstischer, wenn es als Mechanismus noch betriebsam klappert und die leere Zeit nur wiederholender, ideenloser Abläufe übrig bleibt.

In einer Bewusstseinsverwandlung, in der Gegenstand und ich verschwinden, wird in der unio mystica erfahren, was schlechthin zeitlos ist, und von woher gemessen die Charaktere der Zeitlichkeit als verderbende, verschleiernde, verengende und täuschende begriffen werden.

Es geht also bei der Wahrheitssuche nicht darum, "minderwertige oder ungebildete Menschen" belehren zu wollen, sondern zu begreifen, dass Erkennen jederzeit mehr ist.
Es ist ein Tun und dieses Tun ist geführt von einem Willen. Das Erkennen hat seinen Wirklichkeitsbezug durch den Gehalt der Aktivität, welche seine Vollzüge trägt. Das Zusehen und das Haben von Wissen sind zwar ein Moment im Erkennen, aber das ganze Erkennen, das sich der Wahrheit bemächtigt, ist alles umgreifende Aktivität.

Gruß von Reklov

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

20.11.2015 15:31
#193 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #191
Jene universelle Transzendenz ist nicht erkennend zu erreichen, sondern ist nur existenziell zu erfahren als ein sich Schenkendes.
... dass Transzendenz keinen nur ihr gehörenden Leib hat, wie andere vor unsere Augen tretenden Erscheinungen, sondern sie spricht nur durch diese anderen, die sie in sich schließt und durchdringt.
Die Verwandlung des Seinsbewusstseins durch Transzendenz bringt die Lösung vom Leibhaftigen, ohne dass im Symbolwerden dieses Leibhaftigen die reale Wirklichkeit deshalb schwächer würde!


Kannst Du mir bitte den Link zu diesem "Sinnlos-Unsinn-Phrasengenerator" zusenden?

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2015 16:54
#194 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #192

Zitat
naturwissenschaftliche Objektivität bezieht sich auf beobachtbare Vorgänge und Zusammenhänge hinter der subjektiven Bewertung. Wenn du für dich selbst die subjektive Bewertung über die objektive und damit wertungsunabhängige Beobachtung stellst, dann ist das in Ordnung. Wenn du aber damit andere belehren willst, wie sie die Dinge zu sehen und zu verstehen haben, damit sie sich als Menschen überhaupt erst von minderwertigen und ungebildeten Unmenschen unterscheiden, dann ist es mehr als offensichtlich, dass du hier die Weltanschauung der Intelligentdesigner missionieren willst. Du bist ein Vertreter der "Gattung", die Schein und Sein nicht unterscheiden kann..
Perquestavolta,

... das ist mir alles auch längst bekannt.-

Der Mensch sollte sich deswegen aber nicht einreden wollen, mit seiner Beobachtung von Vorgängen und Zusammenhängen einen universellen Maßstab der Wahrheit ergriffen zu haben.



Dieser Mensch, Reklov. bist nur du selber und von daher kann man dich wirklich nicht mehr ganz ernst nehmen.
Ich würde mich mit solchen Äußerungen ansonsten zurücknehmen, aber wie du siehst hast du damit auch unseren Freund @Blackysmart überzeugt.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2015 16:57
#195 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Kannst Du mir bitte den Link zu diesem "Sinnlos-Unsinn-Phrasengenerator" zusenden?

Blackysmart,

... einen link kann ich Dir nicht zusenden, denn es sind Auszüge aus dem wichtigsten Werk ( >VON DER WAHRHEIT <) von Karl Jaspers , dem großen, international anerkannten Denker der deutschen Nachkriegszeit. Das Buch ist im Piper Verlag erschienen (ISBN 3-492-11001-0 T3-10-00).
Es zu lesen, lohnt allemal, auch wenn es Aufmerksamkeit abfordert.

Vielleicht genügt Dir aber zunächst eine Kurzinfo über K. Jaspers:

https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_Jaspers

Übrigens: Man bekommt keinen Goethe-Preis der Stadt Frankfurt oder eine Professur für Philosophie in Heidelberg verliehen, wenn man "Sinnloses oder Unsinniges" nieder schreibt! Wenn Du Dir wenigstens die Zeit nimmst und den Inhalt des links liest, wirst Du von Deiner voreilig verschossenen Kritik evtl. wieder etwas Abstand nehmen (?)

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.861

20.11.2015 17:11
#196 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
Übrigens: Man bekommt keinen Goethe-Preis der Stadt Frankfurt oder eine Professur für Philosophie in Heidelberg verliehen, wenn man "Sinnloses oder Unsinniges" nieder schreibt!

Naja. Timothy Leary, der "Drogenpapst" der 70er, hatte eine Professur an einer amerikanischen Uni, in Berkeley, glaube ich. Der von dir wenig geschätzte Richard Dawkins ist Professor an der Oxford-University.

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2015 17:44
#197 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich würde mich mit solchen Äußerungen ansonsten zurücknehmen, aber wie du siehst hast du damit auch unseren Freund @Blackysmart überzeugt.

Perquestavolta,

... Du, Blackysmart und ich sind keine Freunde, denn wir kennen uns ja nicht persönlich! Ihr seid jedoch interessante Forum-Teilnehmer, welche in anderen Bahnen denken! - Wobei ich vermute, dass Blackysmart noch etwas anders denkt, als Du, was sich auch in seinem Schreibstil und dessen Inhalt andeutet und äußert. Das kann ich aber leicht akzeptieren, auch wenn ich mich Euren Gedanken nicht in jedem Punkt anschließen möchte.

Wenn Du nur das "ernst" nehmen kannst, was in Deine Vorstellungen hinein passt, dann filterst Du nur das Dir Eingängige heraus. Für philosophische Gedanken scheinst Du allerdings weniger offen oder geeignet zu sein. (?) Deine Welt sind die messbaren und damit leichter nachvollziehbaren Gebiete der methodischen Logik. Deswegen sind auch Deine Grundstimmungen anders angelegt, als die meinen oder derer, welchen ich mich verbunden fühle.
Ist aber alles kein Beinbruch, denn wir tauschen ja hier lediglich Gedanken aus und führen kein Wettrennen im Recht haben bei der Erklärung der Welt auf. Wie sollte das auch gehen, denn die Flachheit der Forschung bewegt sich im endlos Vordergründigen, mit bald nachlassendem Interesse und ohne innere Ergriffenheit!

Wir Menschen können, je nach Ausbildung!, das Leben in bestimmten einzelnen Realitätsgestalten erkennen:
In seiner chemisch fasslichen Materie, seinen physikalischen Strukturen, beide in den physiologischen Funktionen, in den Organen, in den morphologischen Gestalten, im Verhalten des Lebendigen, in den Umwelten bestimmter Lebensformen, im erlebenden Bewusstsein, in den Zusammenhängen der Entwicklung, Fortbildung und Formverwandlung, der Vererbung.

Wenn sich nun auch in den Forschungsgebieten überall Beziehungen finden lassen, eindringendste Erkenntnisse in diesen Beziehungen angetroffen werden, so wird doch das Ganze des Lebens nie im Erkennen als solches erreicht.-

Die uns noch völlig unbekannten Dimensionen im Kosmos sind hierbei noch gar nicht angesprochen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2015 17:51
#198 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Der von dir wenig geschätzte Richard Dawkins ist Professor an der Oxford-University.

@Gysi,

... immerhin habe ich 2 von Dawkins Bücher gelesen und schätze sein Wissen als Evolutionsbiologe durchaus.
Nur - eine "Welterklärung" konnte er damit in keinem Falle abliefern. Wie sollte er dies auch leisten können?

Gruß von Reklov

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.861

20.11.2015 17:55
#199 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov
schätze sein Wissen als Evolutionsbiologe durchaus.
Nur - eine "Welterklärung" konnte er damit in keinem Falle abliefern. Wie sollte er dies auch leisten können?

Och, finde ich schon.

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Reisender Offline



Beiträge: 4.058

21.11.2015 11:53
#200 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #198

Zitat
Der von dir wenig geschätzte Richard Dawkins ist Professor an der Oxford-University.
@Gysi,

... immerhin habe ich 2 von Dawkins Bücher gelesen und schätze sein Wissen als Evolutionsbiologe durchaus.
Nur - eine "Welterklärung" konnte er damit in keinem Falle abliefern. Wie sollte er dies auch leisten können?

Gruß von Reklov



Das ist natürlich völlig richtig,
eine begrenzte Weltsicht ist keine Welterklärung,
denn sie klärt ja nichts, sondern behauptet dies nur.
Uns so müssen wir auf eine Welterklärung wohl noch warten.

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