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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.749

19.10.2017 11:18
#1826 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.

Perquestavolta,

... das ist natürlich blanker Unsinn, denn wie unsere Weltgeschichte deutlich zeigt, tummelten/tummeln sich auch unter den "Gläubigen" die gewissenlosesten Verbrecher.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

19.10.2017 11:32
#1827 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Der einzige Thread der hier noch läuft ist der absolut bescheuertste Thread!

Lukrez,

... abgesehen davon, dass E.Kant recht hatte, als er einst schrieb, dass Menschen, wenn sie reden, hauptsächlich in Vergleichen oder Urteilen sprechen, teile ich Deine Meinung nicht.
Dieser Thread ist interessant - vorausgesetzt, man hat zu dem schwierigen Thema auch etwas Förderliches zu sagen. - Um aber die Kernfrage dieses Threads in eine ihm zustehende Sprache zu kleiden, sind Worte, wie "bescheuert", schon mal ein Zeichen mangelnder Bereitschaft, dieses Thema mit entsprechendem Rüstzeug ernsthaft angehen zu wollen.
Würde ich hier z.B. einen Thread über JAZZ eröffnen, hätte ich auch nur wenige Gesprächspartner, mit denen ich mich tiefer austauschen könnte. Darauf könnte ich wetten.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

19.10.2017 11:46
#1828 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du kannst nicht über Deinen religiösen Tellerrand blicken und gehst davon aus, hochentwickelte Aliens müssten zu den gleichen spekulativen Ergebnissen kommen wie Du und ebenfalls an Götter glauben. Ich gebs auf.

Blackysmart,

... bitte, genauer lesen! - Ich hatte ja nicht behauptet, dass hochentwickelte Aliens zu den gleichen spekulativen Ergebnissen kommen, wie ich, sondern, dass sie zu den Fragen des Seins und Daseins, wohl auch keine schlüssigeren Antworten bereit hielten, selbst wenn ihre Technik der unseren weit voraus wäre.
Du siehst ja selbst, dass hochentwickelte Technik die Menschen auf ihrem inneren Erkenntnisweg keinen mm weiterbringt. Im Gegensteil - je weiter die Technik fortschreitet, desto gefährlicher wird sie dem Menschen; droht ihn nicht nur zu vereinnahmen, sondern legt ihm auch immer gewaltigere Selbstvernichtungswerkzeuge in die Hand, welche den nicht zu bestreitenden "Segen der Technik" bedrohlich überschatten.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

19.10.2017 14:10
#1829 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1825
[quote] Ich versäumte jedoch zu sagen, dass ich von diesen spreche.
(Dass in manchen Religionen, wie z.B. im indischen Hinduismus noch viele "Gottheiten" gepflegt werden, ist Realität. Da hast Du recht.)



Nicht nur im Hinduismus! Es gibt noch viele andere Religionen, in denen mehrere Götter nebeneinander "angebetet werden". Aber das meinte ich nur nebenbei.

Tatsächlich bezog ich mich aber auf die vielen Göttesbilder der Monotheisten, der Esoteriker und dem ganzen Misch-Masch noch dazwischen. In keiner anderen Religion gibt es so viel Götter, wie im Monotheismus. Fast jeder Monotheist hat seine eigene Gottesvorstellung. DU auch.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

19.10.2017 14:13
#1830 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1826

Zitat
Ich habe nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine davon ab, dass man an einen Gott/höheres Ideal glaubt.
Perquestavolta,

... das ist natürlich blanker Unsinn, denn wie unsere Weltgeschichte deutlich zeigt, tummelten/tummeln sich auch unter den "Gläubigen" die gewissenlosesten Verbrecher.

Ja eben, Reklov, In gewisser weise gehörst du selbst auch dazu. Deine Argumentationstaktik nennt man Rabulistik. Rabulistiker sind nichts anderes als Tatsachenverdreher.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

20.10.2017 11:39
#1831 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In gewisser weise gehörst du selbst auch dazu. Deine Argumentationstaktik nennt man Rabulistik. Rabulistiker sind nichts anderes als Tatsachenverdreher.

Rabulistiker verwenden bestimmte rhetorische Techniken, um ihren Standpunkt zu stärken und recht zu bekommen.

Ich schrieb jedoch immer wieder, dass mein Glaube erstens meine Privatsache ist, zweitens ich keinen bekehren will und drittens bemerkte ich öfter: "JEDER WIE ER MAG UND KANN."

Das scheint Dir aber auch aufgefallen zu sein und deswegen hast Du Deinen anklagenden Satz auch mit "in gewisser Weise" etwas abgeschwächt.
Eine Argumentationskette sollte man aber nicht gleich als "Schwerverbrechen" einstufen wollen, denn solche Handlungen verfolgen noch mal vollkommen andere, verdorbene, rein egozentrische Absichten.
Will also jemand seinen Glauben einem anderen Menschen erläutern, so darf er dies nur mit Worten tun. Sobald er ihn aber damit zu drangsalieren beginnt, ihm gar droht, oder ihm in seinen Geldbeutel zu greifen beginnt, ist der unselige Boden betreten worden, auf dem dann noch ganz andere Gewaltakte keimen können.
Davon, und das sollte mir hier jeder user schon zugestehen, bin ich aber Lichtjahre entfernt. (Hoffe, wir haben uns verstanden.)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.10.2017 18:09
#1832 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1831

Zitat
In gewisser weise gehörst du selbst auch dazu. Deine Argumentationstaktik nennt man Rabulistik. Rabulistiker sind nichts anderes als Tatsachenverdreher.
Rabulistiker verwenden bestimmte rhetorische Techniken, um ihren Standpunkt zu stärken und recht zu bekommen.



Na dann guckst du mal Hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Rabulistik

Zitat
Die Rabulistik dient dazu, in einer Diskussion unabhängig von der Richtigkeit der eigenen Position recht zu behalten. Erreicht wird dies durch Sophismen, verdeckte Fehlschlüsse und andere rhetorische Tricks wie das Einbringen diskussionsferner Aspekte, semantische Verschiebungen etc. Die Grenzen zur Täuschung, Irreführung und Lüge sind dabei fließend.




Zitat von Reklov im Beitrag #1831

Zitat

Ich schrieb jedoch immer wieder, dass mein Glaube erstens meine Privatsache ist, zweitens ich keinen bekehren will und drittens bemerkte ich öfter: "JEDER WIE ER MAG UND KANN."
Nein.. wenn du dich tatsächlich dazu bekennen würdest, dass dein Glaube ausschließlich dein eigene Privatsache wäre, dann wäre die Diskussion schon längst beendet. Die Möglichkeit zu dieser Bekenntnis wurde dir immer und immer wieder angeboten. Jeder würde das respektieren. Statt dessen aber, hasst du immer und immer wieder versucht uns Atheisten weis zu machen, dass unsere Sicht der Dinge beschränkt und viel zu Kurz gedacht ist. Dass wissenschaftliche Argumente nicht ausreichen würden sich die Welt ohne Schöpfergott als eine erste Ursache und einen Planer zu erklären. DU stellst dafür ständig Behauptungen auf die nachweislich Überhaupt nicht nicht stimmen, erfindest dann immer wieder neue Ausreden und Ausflüchte, die an Absurdität wie arrogantester Selbstüberschätzung kaum noch zu überbieten sind.. Das alles Reklov, und davon noch vieles mehr kann man hier im Forum öffentlich Rückverfolgen.


Das scheint Dir aber auch aufgefallen zu sein und deswegen hast Du Deinen anklagenden Satz auch mit "in gewisser Weise" etwas abgeschwächt.

Für meine Anklage Reklov, gibt es hier in diesem Forum noch jede Menge Nebenkläger, die dir auch schon alle das selbe gesagt haben.



Zitat von Reklov im Beitrag #1831

Zitat

Eine Argumentationskette sollte man aber nicht gleich als "Schwerverbrechen" einstufen wollen..
Zumal man Deine Argumentationskette nichts anderes ist als eine Aneinanderreihung von Behauptungen, die nichts anderes sind als dein privater Glaube und deine UNBEKANNTEN Begweggründe dafür, zu meinen, sie auch rechtmäßig auf WIR und UNS anwenden zu dürfen.. "Wir sollten nicht.. WIR dürfen nicht.. WIR wissen nicht.. um dann ganz nebenbei auch noch auf die geistige Beschränktheit der Naturwissenschaftler hinzuweisen, die behaupten, dass es keinen Plan in der Evolution gibt, dass Raum, Zeit und die Masse der Materie in unabdingbarer Relation zueinander stehen und dass auf Ebene der Quanten(physik) keine übernatürlichen Mächte oder sonst irgendwelche unbekannten Wirkmechanismen mit im Spiel sind, sondern nur die möglichen Grenzen aller derzeit bekannten technischen Beobachtungs-Möglichkeiten erreicht sind, um Impuls und Ort eines Quants gleichzeitig zu messen, weil es auf so kleiner Ebene zwischen Messverfahren und dem Quant in seinen Eigenschaften als Teilchen und Welle unweigerlich zur unerwünschten Wechselwirkung kommt.. Unschärferelation..

Du aber Reklov, hast das natürlich alles viel besser verstanden.. deine transzendentale Logik und deine schier "unbeschränkte Kreativität" - vor allem im erfinden von Scheinargumenten, dich selbst als Maß aller Erkenntnis und Weisheit zu preisen..als Maß allen guten und schlechten Geschmackes bezüglich Kunst und Musik wie überhaupt wie überhaupt im WISSEN über das Unbekannte...

Wie viel Menschen hast du damit wohl auch im wirklichen Leben schon übergangen Reklov.. Deine Prahlereien über dich selbst, lassen vielen realistischen Sepkulationen Spielraum.. Den Schwerverbrecher will ich dir mal nicht unterstellen...

Zitat von Reklov im Beitrag #1831
[quote]
Will also jemand seinen Glauben einem anderen Menschen erläutern, so darf er dies nur mit Worten tun. Sobald er ihn aber damit zu drangsalieren beginnt..

Du drangsalisierst nicht, sondern du betrügst, lügst, windest und wendest dich und wenn man dich dabei erwischt, zeigst du kein bisschen Reue..sondern heckst dir schon gleich neue Missetaten aus. Wie jeder gemeine Verbrecher auch, der seine Opfer für dumm hält.


Rabulistik:
[quote]Dabei werden rhetorische und argumentative Techniken angewendet, um recht zu bekommen – unabhängig von oder sogar entgegen der Sachlage, z. B. mittels „Wortverdreherei“ und „Haarspalterei“, oder durch das Anhäufen immer neuer Argumente.

Gerlinde24 Offline




Beiträge: 54

21.10.2017 18:52
#1833 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich finde die Frage, ob Gott ein Bewusstsein hat, müßig. Zum einen, weil es keinen Gott gibt, da Menschen ihn erfunden haben, und zum anderen, würde es einen Gott geben, er bestimmt nicht so hirnverbrannt reden und handeln, wie Menschen es ihm unterstellen.

Viel mehr als unsere Fähigkeiten sind es unsere Entscheidungen, Harry, die zeigen, wer wir wirklich sind - J.K. Rowling (Albus Dumbledore, in "Harry Potter und die Kammer des Schreckens).

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

22.10.2017 22:08
#1834 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nein.. wenn du dich tatsächlich dazu bekennen würdest, dass dein Glaube ausschließlich dein eigene Privatsache wäre, dann wäre die Diskussion schon längst beendet. Die Möglichkeit zu dieser Bekenntnis wurde dir immer und immer wieder angeboten. Jeder würde das respektieren.

Perquestavolta,

... ein "privater" Glaube schließt ja eine Diskussion mit einem Atheisten oder Andersgläubigen über das Thema "Gott" noch lange nicht aus! - Dabei treffen aber nun mal auch unterschiedliche Sichtweisen aufeinander, auf eine Welt, die weit mehr darstellt, als allein das Schielen auf die Quantenmechanik ihr entlocken kann! - Die bei solch einer Dikussion ins Feld geführten Argumente haben jedoch, von beiden Seiten her gesehen, eine unterschiedliche Ausdrucksform. Dass aber ein "Vermessen der Welt" überhaupt keine allumfassende Aussage über das woher, sondern nur über das wie und warum liefern kann, ist bisher nicht vom Tisch zu wischen, egal wie fein und genau auch immer zukünftige Messgeräte und die damit verbundenen Beobachtungsmöglichkeiten sein werden. Auf der Ebene der Quanten(Physik) wirst Du auch immer nur das vorfinden, was sich eben dort abspielt - nicht mehr und nicht weniger! - Wenn einem das ausreicht, ist das doch auch kein Problem - oder?

Zitat
Für meine Anklage Reklov, gibt es hier in diesem Forum noch jede Menge Nebenkläger, die dir auch schon alle das selbe gesagt haben.

Sind wir hier eigentlich vor Gericht? Willst Du hier etwa gar die Rolle eines Staatsanwaltes übernehmen? Mit solchen Worten machst Du Dich nur lächerlich - und sinkst genau auf die Stufe der kirchlichen Inquisitoren von einst.

Zitat
Wie viel Menschen hast du damit wohl auch im wirklichen Leben schon übergangen Reklov. Deine Prahlereien über dich selbst, lassen vielen realistischen Sepkulationen Spielraum.

"Spielraum" hat das Gottesthema weit mehr, als sog. gesichertes menschliches Wissen oder spekulative Gedanken je ausdrücken können. Deswegen ist es ja auch so interessant und belebt die Wortgefechte zwischen den beiden großen Lagern.

Zitat
die nichts anderes sind als dein privater Glaube und deine UNBEKANNTEN Begweggründe dafür, zu meinen, sie auch rechtmäßig auf WIR und UNS anwenden zu dürfen.

Das WIR bezieht sich stets entweder auf die große Gruppe der Gläubigen oder aber auf die der Atheisten. Beide Gruppen haben bekanntermaßen ihre großen Mängel und Lücken beim Betrachten, Definieren und Erklären der WELT, des Seins und Daseins. Deswegen gestatte ich mir auch diese Redewendungen. Wenn es Dich stört - beachte es einfach nicht.

Zitat
Die Möglichkeit zu dieser Bekenntnis wurde dir immer und immer wieder angeboten. Jeder würde das respektieren.

Jetzt redest Du aber fast wie ein Pfarrer, oder noch schlimmer, wie mancher meiner früheren Lehrer!

Zitat
Statt dessen aber, hasst du immer und immer wieder versucht uns Atheisten weis zu machen, dass unsere Sicht der Dinge beschränkt und viel zu Kurz gedacht ist.

Wenn es denn nicht so ist, so müsstest Du ja in der Lage sein, eine "vollkommen richtige und umfassende Definition des SEINS und DASEINS abzuliefern. - Bist Du aber nicht! - Also "halte den Ball lieber etwas flacher", wie wir hier gerne zu sagen pflegen, denn die Messergebnisse der Menschen sagen über das SEIN und DASEIN zwar oft Zutreffendes, aber doch auch sehr Unzureichendes aus. -
Mag sein, dass wir in Zukunft immer mehr wissen, aber auch das ist vorläufig nur eine vage Spekulation. Das JETZT bietet uns leider nicht mehr Einsichten an in das, "was die Welt im Innersten zusammenhält", sie es W.Goethe in seinem FAUST ausdrückte!

Zitat
Du drangsalisierst nicht, sondern du betrügst, lügst, windest und wendest dich und wenn man dich dabei erwischt, zeigst du kein bisschen Reue..sondern heckst dir schon gleich neue Missetaten aus. Wie jeder gemeine Verbrecher auch, der seine Opfer für dumm hält.

Immerhin bin ich in Deinen Augen ja kein "Schwerverbrecher", wie Du es ja schriftlich bestätigt hast. Du scheinst aber dennoch von allen guten Geistern verlassen worden zu sein, wenn Du mich jetzt auch noch mit einem "gemeinen Verbrecher" vergleichst, denn schließlich habe ich keinen user bestohlen oder anderweitig geschädigt! - Nochmal: Keiner hält hier den anderen für "dumm". Wir tauschen hier lediglich Informationen und Meinungen aus. Diese dürfen und sollen natürlich auch kritisiert werden, - aber bitte immer in einem annehmbaren Ton.

Shabaan_1404 Offline



Beiträge: 5

23.10.2017 00:02
#1835 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Hallo alle miteinander,

hab hier mal eine Frage: Was ist mit der Frage "Hat Gott ein Bewusstsein" genau gemeint?
Sorry, hab hier zwar einige Beiträge gelesen, nur konnte ich nicht genau den Streitpunkt verstehen. Für die einen existiert Gott, für die anderen nun mal nicht, aber womit soll diese Frage hinaus?

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.872

23.10.2017 10:26
#1836 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Shabaan_1404
Hallo alle miteinander,

hab hier mal eine Frage: Was ist mit der Frage "Hat Gott ein Bewusstsein" genau gemeint?
Sorry, hab hier zwar einige Beiträge gelesen, nur konnte ich nicht genau den Streitpunkt verstehen.

Herzlich willkommen erst mal hier im RF! Der Thread läuft schon megalange und verliert daher immer wieder seine Urfrage. Daher kann er frisches Blut gut gebrauchen, das an das Thema erinnert. Es setzt die Gottesexistenz voraus. Und dann gibt es noch die Idee => "persönlicher oder unpersönlicher Gott"? Kann Gott denn überhaupt "unpersönlich" sein, wenn es ihn denn gibt? Und dazu kann man auch seinen Senf tun. Do it!

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.10.2017 16:09
#1837 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Shabaan_1404 im Beitrag #1835
Hallo alle miteinander,

hab hier mal eine Frage: Was ist mit der Frage "Hat Gott ein Bewusstsein" genau gemeint?
Sorry, hab hier zwar einige Beiträge gelesen, nur konnte ich nicht genau den Streitpunkt verstehen. Für die einen existiert Gott, für die anderen nun mal nicht, aber womit soll diese Frage hinaus?



Hallo Shabaa.. Der Glaube an die Existenz eines Gottes hat sehr viele unangenehme Nebenwirkungen, von denen die Vertreter dieses Glaubens selbst nichts spüren, bzw. nichts zu spüren scheinen. Andersherum, brauchen die Vertreter dieses Glaubens aber ständig auch Bestätigung von Außen.. und was wohl der Grund dafür ist, dass sie sehr viel Aufwand betreiben, ihre Mitmenschen von der wahrhaftigen Richtigkeit ihres Glaubens zu überzeugen und somit all jene, welche sich von ihren Argumenten nicht überzeugen lassen wollen, als verabscheuungswürdige Un-Menschen hinzustellen. Wenn dann auch noch behauptet wird, dass man ohne Gottglauben gar keine ethischen und moralischen Grundsätze haben kann, dass nur der ein vollwertiger und aufrichtiger Mensch sein kann, der sich Gottes Willen (Gesetzen) unterwirft, dann brauchen wir uns gar nicht zu wundern, dass sich Leute, bei denen "Gott und Natur" den Verstand vergessen hat.. SICH dazu berufen fühlen, hier auf Erden Gottes Willen mit Gewalt und Terror durchzusetzen und wenn sie dabei sogar riskieren selbst draufzufgehen...

Ist Gott also eine Lebenslüge, hinter der möglicher Weise gar nicht mal so viel Bewusstsein steckt, wie die Verfechter Gottes oder ihrer Lebenslüge immer behaupten? Oder ist die Quelle der Wahrheit - hinter dieser Lebenslüge - eine ganz andere, eine gar nicht so edle, als Gläubige selbst hoffen und meinen?

Bei all den unchristlichen bzw. unislamischen und auch noch viel weniger demütigen Antworten, die Gläubige auf diese Fragen immer geben, scheint es mit dem Gottesbewusstsein ja nicht gerade weit her zu sein.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

23.10.2017 19:34
#1838 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Der Glaube an die Existenz eines Gottes hat sehr viele unangenehme Nebenwirkungen, von denen die Vertreter dieses Glaubens selbst nichts spüren, bzw. nichts zu spüren scheinen.

Perquestavolta,

... wenn jemand einen Glauben nur nachplappert, reicht es evtl. zum bezahlten Dogmenhüter. Wer es versteht, seinen persönlichen Glaubensweg, ernsthaft zu verinnerlichen, wird keine unangenehmen Nebenwirkungen spüren, wie z.B. während einer katholischen "Aufführung" in der Kirche.

Zitat
und was wohl der Grund dafür ist, dass sie sehr viel Aufwand betreiben, ihre Mitmenschen von der wahrhaftigen Richtigkeit ihres Glaubens zu überzeugen und somit all jene, welche sich von ihren Argumenten nicht überzeugen lassen wollen, als verabscheuungswürdige Un-Menschen hinzustellen.

Vielleicht ist das in der kathol. Umgebung von Bozen so der Fall (?) wo sich die alte "Bauernfrömmigkeit" der Landbevölkerung sorgsamer "gepflegt" sehen will, als z.B. in Berlin oder Frankfurt. - In den großen westlichen Städten kümmert es niemanden, ob Du einem Dogma folgst oder nicht, ob Dich z.B. am Sonnatag ein Fahrradsattel drückt oder eine harte Kirchenbank. Unmenschen gab und gibt es überall - auch unter den sog. Gläubigen. Wer jedoch als Glaubender zum Unmenschen wird, der hat vom Gedanken an das "Göttliche" aber auch rein gar nichts verstanden.

Zitat
Wenn dann auch noch behauptet wird, dass man ohne Gottglauben gar keine ethischen und moralischen Grundsätze haben kann, dass nur der ein vollwertiger und aufrichtiger Mensch sein kann, der sich Gottes Willen (Gesetzen) unterwirft, dann brauchen wir uns gar nicht zu wundern, dass sich Leute, bei denen "Gott und Natur" den Verstand vergessen hat.. SICH dazu berufen fühlen, hier auf Erden Gottes Willen mit Gewalt und Terror durchzusetzen und wenn sie dabei sogar riskieren selbst draufzufgehen...

Erstens kennt keiner den Willen Gottes genau und zweitens waren manche der alten relig. Gesetze zunächst mal eine Art Gesellschaftsstabilisatoren. - Die modernen Industrienationen werden in erster Linie von den Paragraphen der Rechtsprechung gelenkt. Ob diese allerdings "gerecht" sind, darf sich jeder selbst beantworten.

Zitat
Bei all den unchristlichen bzw. unislamischen und auch noch viel weniger demütigen Antworten, die Gläubige auf diese Fragen immer geben, scheint es mit dem Gottesbewusstsein ja nicht gerade weit her zu sein.

Da stimme ich Dir voll zu! Aber - dann handelt es sich doch meistens um Menschen, die sich von einem Buch/Dogma geistig einzwängen und dann auch dementsprechend leichter fernsteuern lassen.

Ich erinnere hierzu an eine alte jüd. Weisheit:

>> Gott ist es vollkommen egal, ob einer ständig zu ihm betet oder an ihn glaubt. Vielmehr gefällt ihm, wenn jemand einfach gottgefällig lebt. <<


Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

23.10.2017 19:50
#1839 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich finde die Frage, ob Gott ein Bewusstsein hat, müßig. Zum einen, weil es keinen Gott gibt, da Menschen ihn erfunden haben,

Gerlinde24,

... Menschen können sich nur "Ersatzgötter" vorstellen oder "schnitzen". - Über die eigentliche Sache/Idee, von der wir hier zu reden versuchen, gibt es keine greifbaren Beweise, außer die unzähligen Erscheinungen im Kosmos - zu denen ja auch wir gehören!

Zitat
und zum anderen, würde es einen Gott geben, er bestimmt nicht so hirnverbrannt reden und handeln, wie Menschen es ihm unterstellen.

Diese Meinung kann man ohne Bedenken unterschreiben!

Gruß von Reklov

Shabaan_1404 Offline



Beiträge: 5

23.10.2017 22:07
#1840 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Ich glaube, dass sich die Atheisten mit der Thematik über Gottes Existenz schon auseinander setzen und sich viele Fragen stellen, was ich persönlich auch berechtigt finde, nur finde ich, dass man sich es ein bisschen schwer macht Gottes Existenz anzuerkennen, besonders wenn man das Fehlverhalten der gläubigen Menschen oder die Existenz des Bösen in unserer Welt Gott als Ursache zuschreibt.


Allein bei der Vorstellung über Gott kann es voll daneben gehen. Gott ist außerhalb unserer Vorstellungskraft, ob persönlich oder unpersönlich, weiblich oder männlich, all das ist ungültig. Wie weit der Mensch mit seinem Denken auch gehen mag, kommt er am Ende doch zu Gott zurück, wo er dann ab hier entweder die Existenz Gottes anerkennt oder leugnet.

Das entscheidet jeder für sich selbst im Laufe seiner Entdeckung oder seines Lebens.
Jeder erlebt ein unterschiedlichen Lebensprozess, indem Gott jedem Zeichen entsendet, die zu dem Glauben an Gott führen kann.

Shabaan_1404 Offline



Beiträge: 5

23.10.2017 22:13
#1841 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ich erinnere hierzu an eine alte jüd. Weisheit:

>> Gott ist es vollkommen egal, ob einer ständig zu ihm betet oder an ihn glaubt. Vielmehr gefällt ihm, wenn jemand einfach gottgefällig lebt. <<


Gruß von Reklov



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Athon Offline




Beiträge: 3.453

24.10.2017 08:17
#1842 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Gerlinde24

Zitat
Ich finde die Frage, ob Gott ein Bewusstsein hat, müßig. Zum einen, weil es keinen Gott gibt...


Auch ich bin dieser Meinung. Nur: Eine entsprechende Beweisführung ist nicht möglich. Daher habe ich mit meiner Eingangsfrage versucht, mich der Beantwortung der Existenzfrage "Gottes" sozusagen "hinten herum" zu nähern.
Denn ein bewusst handelnder "Gott" führt zu weiteren logischen Schlussfolgerungen: Er muss z. B. zwingend einen Willen haben, den durchzusetzen einen zielgerichteten Zweck erfordert. Was aber könnte dieser Zweck sein? Mit den "Gerechten" unter uns Menschen ein gemeinsames unendliches Leben im Paradies zu führen? Ein solches Ziel wäre wohl nur für uns Menschen erstrebenswert und allemal ein Grund, sich einen "Gott" zu erschaffen...

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.872

24.10.2017 09:38
#1843 Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Shabaan
Wie weit der Mensch mit seinem Denken auch gehen mag, kommt er am Ende doch zu Gott zurück,

Wieso?

Zitat
wo er dann ab hier entweder die Existenz Gottes anerkennt oder leugnet.

Kommt "leugnen" nicht von "lügen"? Lüge ich als Atheist?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2017 12:41
#1844 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Shabaan_1404 im Beitrag #1840
nur finde ich, dass man sich es ein bisschen schwer macht Gottes Existenz anzuerkennen, besonders wenn man das Fehlverhalten der gläubigen Menschen oder die Existenz des Bösen in unserer Welt Gott als Ursache zuschreibt.
Hallo Shabaan... Ich kann deiner Logik hier überhaupt nicht folgen..

Gott ist eine Behauptung und in deinem folgenden Absatz schreibst du:

Zitat

Allein bei der Vorstellung über Gott kann es voll daneben gehen. Gott ist außerhalb unserer Vorstellungskraft, ob persönlich oder unpersönlich, weiblich oder männlich, all das ist ungültig.



Wenn Gott außerhalb unserer Vorstellungskraft "ist", woher weist du dann, dass es überhaupt einen Gott gibt. Woher weist du, dass es bei der Vorstellung von Gott weit daneben gehen kann? Damit jemand solche Behauptungen überhaupt aufstellen kann, muss er/sie sich ja Gott vorstellen können..


Und wenn wir uns jetzt darauf einlassen würden, dass Gott unvorstellbar ist und dass aber DU und noch jede Menge andere sich Gott doch vorstellen können, sowie darüber hinaus sogar genau wissen, wie man sich Gott vor zustellen hat und aber die Logik dahinter nicht schlüssig erklären können.. dann handelt es sich bei Gott wohl nur um Lebenslüge für die man ständig Bestätigung von außen braucht > Missionierung < und natürlich auch andersherum mit allen Mitteln verhindern muss, dass der ganze schöne Selbstbetrug aufgedeckt wird..




Zitat von Shabaan_1404 im Beitrag #1840

Wie weit der Mensch mit seinem Denken auch gehen mag, kommt er am Ende doch zu Gott zurück, wo er dann ab hier entweder die Existenz Gottes anerkennt oder leugnet.
Was auch andersherum dann heißt.. ohne Lebenslügen kommt man halt einfach nicht aus.

mfg PQV

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2017 14:03
#1845 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Shabaan_1404 im Beitrag #1840
Ich glaube, dass sich die Atheisten mit der Thematik über Gottes Existenz schon auseinander setzen und sich viele Fragen stellen, was ich persönlich auch berechtigt finde, nur finde ich, dass man sich es ein bisschen schwer macht Gottes Existenz anzuerkennen, besonders wenn man das Fehlverhalten der gläubigen Menschen oder die Existenz des Bösen in unserer Welt Gott als Ursache zuschreibt.


Ich denke, dass Wir Atheisten das alles ein bisschen komplexer und differenzierter sehen, als IHR Gläubigen es euch gar so einfach vorstellt.

"Das Böse" vertreten immer die ANDEREN.

Das heißt für uns Atheisten, dass der Glaube an einen "Gott" welcher sich jeglicher menschlichen Vorstellung entziehen soll, aber eben doch nicht ganz, denn Gläubige wissen ja genau darüber Bescheid was Gott will und noch mehr darüber, wie man ihn sich nicht vorstellen darf und deswegen vorstellen soll/muss.. - woher sie das alles wohl alles wissen, ohne sich Gott überhaupt vorstellen zu können???? - entweder eine schöne und bequeme Lebenslüge ist, oder eine ganz üble Strategie, andere Menschen dem eigenen Willen und allen dahinter agierenden eigenen Instinkten zu unterwerfen.

Wenn Gläubige sich ihren Gott als eine tröstliche Lebenslüge halten, dann verbirgt sich dahinter das Bedürfnis, sich die Komplexität der Welt so einfach wie nur möglich erklären zu wollen. Alles was über den eigenen, ganz persönlichen "sogenannten Tellerrand" hinausgeht, ist eben nur mit (einem) Gott erklärbar. Oder anders herum, "Der Mensch ist sich selbst... gleich nach Gott.... das Maß aller Dinge, egal wie doof, einfältig, widersprüchlich und selbstzufrieden er auf die Welt kommt.

Die andern Gläubigen, die sich mit ihrem unvorstellbaren Gott gerne überall als weise Wissende aufstellen, welche mehr wissen und sogar noch viel besser verstehen als jeder Wissenschaftler von seinem eigenen Fachgebiet...was wollen die denn?

Haben die vielleicht/möglicherweise Probleme mit ihrem Selbstwertbild? Narzisstische Prersönlichkeitsstörungen, oder irgendwelche unerträglichen Minderwertigkeitskomplexe..? Meist geht ja das eine mit dem Anderen einher.. Warum vertreten gerade diese Gläubigen immer die Meinung, dass alle anderen Gottesvorstellungen als die ihre eigen falsch sind? Sind es nicht sie, die dann wider behaupten, dass Gott überhaupt nicht vorstellbar sei. Völlig unbegreiflich sei ER, ES, SIE.. oder was immer auch.. aber anderes herum, sie aber, könnten Gott natürlich als einzige begreifen.


Meiner Meinung nach könnte man jetzt zum Schluss kommen, dass:


Bosheit und Dummheit Ein und das Selbe sind. Immerhin kann man sich ja jeden Gott vorstellen, welcher sich nicht selbst definiert. Was aber eben gerade die Gläubigen selbst immer in aller "Bosheit" bestreiten. Oder andersherum: Nur ihre Vorstellung von einem Gott, den sich niemand vorstellen kann, ist die einzig richtige..

Oh mann oman osman..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.10.2017 18:52
#1846 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1838

Zitat
Der Glaube an die Existenz eines Gottes hat sehr viele unangenehme Nebenwirkungen, von denen die Vertreter dieses Glaubens selbst nichts spüren, bzw. nichts zu spüren scheinen.
Perquestavolta,

... wenn jemand einen Glauben nur nachplappert, reicht es evtl. zum bezahlten Dogmenhüter. Wer es versteht, seinen persönlichen Glaubensweg, ernsthaft zu verinnerlichen, wird keine unangenehmen Nebenwirkungen spüren, wie z.B. während einer katholischen "Aufführung" in der Kirche.

Und was willst du uns jetzt damit sagen?
Dass du gar nicht verstanden hast, was ich geschrieben habe? Oder einfach absichtlich nicht verstehst?
Oder...
Dass natürlich du, der seinen Glauben verinnerlicht hat, in seiner eigenen evangelischen Erziehung aus einem besseren Saustall kommt, wie auch die ktah. Kirche eine ist?
Dann Guckst du mal hier: https://www.theologe.de/schwarzbuch_evangelische-kirche.htm

Wie war das noch mit Luthers Leitsatz? "Sündigen kann man wie viel man will, nur glauben muss man".. hihi

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

24.10.2017 22:00
#1847 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dass natürlich du, der seinen Glauben verinnerlicht hat, in seiner eigenen evangelischen Erziehung aus einem besseren Saustall kommt, wie auch die ktah. Kirche eine ist?

Perquestavolta,

... wie ich ja hier schon öfter anmerkte, bin ich schon in jungen Jahren aus der ev. Kirche ausgetreten. "Erziehen" konnten die mich aber auf keinen Fall, auch nicht geistig vernebeln, denn ich hatte mir schon damals ganz andere "Vorbilder" ausgesucht.
Einen "Saustall" findet man überall vor, besonders dort, wo Geld und Macht zusammenkommen - und - wo Menschen nicht so recht kontrolliert werden können; also z.B. unter den versch. politischen Amtsinhabern, bis hin zu undurchsichtigen Sportfunktionären (etc.).

Zitat
Wie war das noch mit Luthers Leitsatz? "Sündigen kann man wie viel man will, nur glauben muss man".

Über M.Luther hatte ich hier ja schon genügend Kritik geäußert. Diese hatte ich neulich auch den Redakteuren unserer Kirchenzeitung, die bei uns immer im briefkasten landet, unverblümt mitgeteilt.
Die Reaktion war überraschend, denn der Redakteur räumte ein, dass Luther wohl eine äußerst gespaltene Persönlichkeit gewesen sein muss. - Immerhin!

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

25.10.2017 17:58
#1848 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was aber könnte dieser Zweck sein? Mit den "Gerechten" unter uns Menschen ein gemeinsames unendliches Leben im Paradies zu führen? ..

Athon,

... abgesehen davon, dass "Gerechte" unter Menschen nicht so häufig zu finden sind, richtet sich z.B. das Augenmerk der christl. Lehre bewusst auf die GNADE, denn es waren eben gerade die "Sünder", denen sich z.B. Jesus verstärkt zugewendet haben soll. - Der Gedanke des Christentums bemüht sich also um jedes sog. "verlorene Schaf" und nicht um eine kleine "gerechte Elite". Deswegen findet das Christentum auch stets neue Anhänger, weil sich wohl nur wenige für absolut gerecht halten.

Klar - der Gedanke an ein ewiges Leben, mit Personen, die man schon auf Erden mochte, bleibt ein verständlicher Wunsch. Wie jedoch ein Bild vom Paradies aussehen könnte, bleibt lediglich individuellen Vorstellungen überlassen.

Zitat
Ein solches Ziel wäre wohl nur für uns Menschen erstrebenswert und allemal ein Grund, sich einen "Gott" zu erschaffen.

Das "Ziel" mit seiner Schöpfung zu leben, verschiebe ich persönlich nicht nur auf die Ebene des "Paradieses", sondern ich denke, dass bereits seit der "Stunde Null" der "Schöpfer" in und mit seinem "Werk" lebt, direkt oder indirekt, - wie auch immer.
Ich denke auch, dass niemand in dem von der Bibel so vermerkten Drohbild des "Feuersees" landen wird, denn - keiner von uns kann ja etwas für seine Psychostruktur, die bekanntlich auch unter bestens gebildeten und sehr wohlhabenden Menschen die verdorbensten Charaktere hervorzubringen vermag.
In manchen philosophischen/theosophischen Bemühungen wird "Gott" als jemand gedacht, der nicht mit sich "alleine" bleiben wollte und sich eben deshalb "Gefährten" schuf, die auch in der Lage sind, ihn zumindest indirekt zu "erkennen"; nicht mit den Mitteln unserer Messinstrumente, sondern mit ihren Seelenkräften. Ein entscheidender Unterschied zur technisch "messbaren" Welt.
Wir könnten bereits hier auf Erden wie im Paradies leben, vorausgesetzt, alle wären in der Lage, das zu berücksichtigen, was z.B. die Bibel "Gott" zu Kain warnend sagen lässt, bevor dieser seinen Bruder Abel erschlägt:
>> Ist's nicht also? Wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber nicht fromm, so ruhet die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie. << (1. Mose 4. 7.)

Nun braucht man lediglich auf die vergangene und aktuelle Geschichte der Menschheit zu schauen und man erkennt leicht, dass es vielen eben nicht gelang/gelingt, über die Sünde zu herrschen!
Es ist also der >menschliche Makel<, welcher die Probleme auf unserer Erde verstärkt und nicht ein "Gott", der sich von uns desinteressiert abgewendet hat oder gar als nichtexistent hingestellt wird.
Verschließen wir aber vor den alten Fehlern (Sünden) unserer Vorfahren die Augen, so werden wir hier auf Erden noch lange vom >Paradies< träumen müssen, weil dieser Planet für seine Bewohner dann immer wieder zur Hölle werden wird - ungeachtet, ob diese nun in Armut oder im Wohlstand leben.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

26.10.2017 00:16
#1849 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1847

Zitat
Dass natürlich du, der seinen Glauben verinnerlicht hat, in seiner eigenen evangelischen Erziehung aus einem besseren Saustall kommt, wie auch die ktah. Kirche eine ist?
Perquestavolta,

... wie ich ja hier schon öfter anmerkte, bin ich schon in jungen Jahren aus der ev. Kirche ausgetreten.

Ja das hast du, schon 197 mal "erwähnt"...

Nur deine vorausgehende evangelische Erziehung hat bei dir offensichtlich den größeren Dachschaden angerichtet, als bei mir die katholische.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

26.10.2017 13:26
#1850 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nur deine vorausgehende evangelische Erziehung hat bei dir offensichtlich den größeren Dachschaden angerichtet, als bei mir die katholische.

Perquestavolta,

... weder Du, noch ich haben einen Dachschaden erlitten. Uns wurde seinerzeit lediglich eine alte religiöse Idee vorgestellt. Wie man sich nun zu solchen Vorstellungen verhält, bleibt stets ein rein persönlicher Standpunkt, natürlich auch von nötiger und berechtigter Kritik durchwoben.

Gruß von Reklov

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