Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 
Religionsforum
Atheismus vs. Religionen  


Der substanzielle  Dialog 

Für (echten) Säkularismus und freie Religionskritik!


Mach mit!


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 2.295 Antworten
und wurde 140.872 mal aufgerufen
 Atheismus/Agnostizismus
Seiten 1 | ... 75 | 76 | 77 | 78 | 79 | 80 | 81 | 82 | 83 | 84 | ... 92
Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

07.11.2017 20:56
#1976 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Rübennase im Beitrag #1973
Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1970



Vielleicht habe ich mich etwas unglücklich ausgedrückt. Du würdest vermutlich sagen, dass sich mir der Buddhismuswurm durchs Ohr ins Gehirn gefressen hat.

Überhaupt nicht.. ich habe keine Idee. Könnt mir aber gut vorstellen, dass es da mal bei dir eine etwas kompliziertere "Krise" gegeben hat und dabei das einstige Lebensziel irgendwie aus dem Blickfeld geraten ist. Das ist aber jetzt reine Spekulation...Nur deine Art von atheistischem "Humor" hinter dem ganzen, lässt mich vermuten, dass es möglicher weise etwas sehr ernstes gewesen sein könnte, was dich dazu bewegt hat, vom Weg der rationalen Vernunft - (nennen wir es der Einfachheit halber so) - ab zu schweifen.

Zitat von Rübennase im Beitrag #1973

Und das stimmt bis zu einem gewissen Grad auch: Ich nehme die ganzen Mythen und Sagen um die Erleuchtung auch, vielleicht ein bisschen zu sehr, ernst.

Keine Sorge.. als alter Schatzsucher hab ich auch lange Zeit an das Nibelungengold im Rhein geglaubt, bis ich mich eines Tages selbst gefragt habe, ob ich als erwachsener Mensch tatsächlich noch an Zwerge, Drachen und magische Tarnkappen glaube.


Zitat von Rübennase im Beitrag #1973

[quote PQV]Hoffen wir das Beste. Ich persönlich glaube nicht, dass jemand der mit sich selbst ständig in Konflikt lebt, um seine Konflikte zu lösen, eine besondere Bereicherung für seien Mitmenschen sein kann. Das begründet sich damit, dass a) des Menschen Selbstwertideal schon von Natur aus sehr narzisstisch und opportunistisch ist und dass b) unser Körper sehr starke eigene "Betäubingsmittel" und Glückshormone mit extrem hohen Suchtpotential produziert, wenn man das Hirn mit der " dafür nur richtigen" Wahrheit infiziert. Evolutionär gesehen, machte das für unsere Vorfahren schon Sinn, da ihre Lebensumstände um einiges schwerer zu ertragen waren, als für uns die unsrigen.
Für unsere Vorfahren macht es aber auch Sinn, dass der menschliche Körper sehr schnell Fettreserven anlegen konnte.. Für uns heute, macht das nicht nur keinen Sinn mehr, sondern ist auch ein enormes Gesundheitsrisiko..


Bei der Introspektion lebt man ja nicht in einem Konflikt, sondern man lernt, die inneren Konflikte mit Distanz zu beobachten.
Wenn du versprichst nicht in den Jihad gegen Ungläubige zu ziehen, dann lass ich das gelten. Ich hab nämlich sehr lange gebraucht, um herauszufinden was Menschen an Religion und dem Glauben an das Übersinnliche so sehr fasziniert, dass sie sogar bereit sind, dafür Streit und Kriege auszutragen. Und dass ich die Gründe dafür jetzt mit so einfachen klaren Sätzen auf den Punkt bringen kann, hat auch etwas damit zu tun, mal auf Distanz zu sich selber gehen zu können. Das lässt mich zwar zunächst auf andere ganz sicher sehr grob und gefühllos wirken.. aber hinter all dem steckt auch nur ein Mensch der das Wohl seinen Artgenossen immer im Auge hat(te) und dabei manchmal fast verzweifelt ist, warum die sich nicht helfen lassen,

Rübennase Offline




Beiträge: 185

07.11.2017 21:43
#1977 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Perquestavolta im Beitrag #1976
Zitat von Rübennase im Beitrag #1973

Überhaupt nicht.. ich habe keine Idee. Könnt mir aber gut vorstellen, dass es da mal bei dir eine etwas kompliziertere "Krise" gegeben hat und dabei das einstige Lebensziel irgendwie aus dem Blickfeld geraten ist. Das ist aber jetzt reine Spekulation...Nur deine Art von atheistischem "Humor" hinter dem ganzen, lässt mich vermuten, dass es möglicher weise etwas sehr ernstes gewesen sein könnte, was dich dazu bewegt hat, vom Weg der rationalen Vernunft - (nennen wir es der Einfachheit halber so) - ab zu schweifen



Das ist ziemlich zutreffend mit der Krise und dem Lebensziel, das aus dem Blickfeld geraten ist... Was genau meinst du mit "atheistischem Humor"?

[quote]Wenn du versprichst nicht in den Jihad gegen Ungläubige zu ziehen, dann lass ich das gelten. Ich hab nämlich sehr lange gebraucht, um herauszufinden was Menschen an Religion und dem Glauben an das Übersinnliche so sehr fasziniert, dass sie sogar bereit sind, dafür Streit und Kriege auszutragen. Und dass ich die Gründe dafür jetzt mit so einfachen klaren Sätzen auf den Punkt bringen kann, hat auch etwas damit zu tun, mal auf Distanz zu sich selber gehen zu können. Das lässt mich zwar zunächst auf andere ganz sicher sehr grob und gefühllos wirken.. aber hinter all dem steckt auch nur ein Mensch der das Wohl seinen Artgenossen immer im Auge hat(te) und dabei manchmal fast verzweifelt ist, warum die sich nicht helfen lassen,


Damit hätte ich jetzt echt nicht gerechnet. Hut ab.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2017 07:22
#1978 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Rübennase im Beitrag #1977


Was genau meinst du mit "atheistischem Humor"?


Das mit dem atheistischen Humor hängt damit zusammen, dass "echte" Atheisten sich manchmal unglaublich ernst nehmen und hinterher auch noch selbst darüber lachen müssen. Bei echten Gläubigen ist das ja (meist) genau anders herum. Die können sich manchmal unglaublich lächerlich machen und dann hinterher auch noch fürchterlich stolz darauf sein.

Das klingt jetzt sicher wiedermal sehr "bissig".. Aber ich glaub, es hat tatsächlich was mit Erleuchtung zu tun, wenn man sich hi und da selber fragen muss: "Oh Gott", was war ich gerade eben wieder mal für ein Idiot.. und dann doch noch damit trösten darf: "aber wenigstens kann ich daraus etwas für die Zukunft lernen...."

Wenn man als Atheist noch nicht mal mehr dem Gott seines eigenen Über-ichs den "nötigen" Respekt zollen kann, dann ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass man sehr wahrscheinlich den Rest der Ewigkeit in der Hölle schmoren wird. Buddhismus ist dann vielleicht doch noch der einzig sichere Ausweg....
Zitat von Rübennase im Beitrag #1977

Zitat
Wenn du versprichst nicht in den Jihad gegen Ungläubige zu ziehen, dann lass ich das gelten. Ich hab nämlich sehr lange gebraucht, um herauszufinden was Menschen an Religion und dem Glauben an das Übersinnliche so sehr fasziniert, dass sie sogar bereit sind, dafür Streit und Kriege auszutragen. Und dass ich die Gründe dafür jetzt mit so einfachen klaren Sätzen auf den Punkt bringen kann, hat auch etwas damit zu tun, mal auf Distanz zu sich selber gehen zu können. Das lässt mich zwar zunächst auf andere ganz sicher sehr grob und gefühllos wirken.. aber hinter all dem steckt auch nur ein Mensch der das Wohl seinen Artgenossen immer im Auge hat(te) und dabei manchmal fast verzweifelt ist, warum die sich nicht helfen lassen,


Damit hätte ich jetzt echt nicht gerechnet. Hut ab.



Ist schon gut. Die einzige Wahrheit die sich einem im Leben immer ganz von selbst offenbart, findet sich auch im "kleinen täglichen Häufchen" wieder. (Zu dieser Einsicht bin ich tatsächlich auf dem stillen Örtchen gelangt)

Rübennase Offline




Beiträge: 185

08.11.2017 10:18
#1979 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Word... Amen

Tut mir leid, wenn ich mich auf allfällige Antworten nicht mehr melde(Reklov, Gysi), aber mein Flug ist gebucht, die Sonne lacht mir bereits ins Gesicht und ich wünsche euch eine gute Zeit, bis irgendwann.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

08.11.2017 10:47
#1980 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Die einzige Wahrheit die sich einem im Leben immer ganz von selbst offenbart, findet sich auch im "kleinen täglichen Häufchen" wieder. (Zu dieser Einsicht bin ich tatsächlich auf dem stillen Örtchen gelangt)

Perquestavolta,

netter Scherz, ... aber man könnte beinahe vermuten, Du wärest aus der "analen Phase" eines Kleinkindes noch immer nicht recht herausgewachsen. (?) Ansonsten würdest Du auch nicht auffällig oft entsprechende WC-Wörter verwenden, auch im Zusammenhang mit Deiner oft ja durchaus sachlich formulierten Text-Krititk zu den Beiträgen anderer user.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2017 13:38
#1981 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1980

Zitat
Die einzige Wahrheit die sich einem im Leben immer ganz von selbst offenbart, findet sich auch im "kleinen täglichen Häufchen" wieder. (Zu dieser Einsicht bin ich tatsächlich auf dem stillen Örtchen gelangt)
Perquestavolta,

netter Scherz, ... aber man könnte beinahe vermuten, Du wärest aus der "analen Phase" eines Kleinkindes noch immer nicht recht herausgewachsen. (?) Ansonsten würdest Du auch nicht auffällig oft entsprechende WC-Wörter verwenden, auch im Zusammenhang mit Deiner oft ja durchaus sachlich formulierten Text-Krititk zu den Beiträgen anderer user.



Du musst es wohl wissen, Reklov. Bei dir könnte man ja auch so einiges vermuten... Ist aber eigentlich gar nicht notwendig.. du hast hier schon selbst so viel Mist geredet, dass es gar kein WC-Wort dafür mehr braucht.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

08.11.2017 13:41
#1982 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Rübennase im Beitrag #1979
Word... Amen
aber mein Flug ist gebucht, die Sonne lacht mir bereits ins Gesicht und ich wünsche euch eine gute Zeit, bis irgendwann.



Guten Flug... aber auch gute Landung.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

09.11.2017 22:21
#1983 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1933

Erste Stufe:
>> Wenn jedes Ding auch nicht sein könnte, hätte es zu irgendeiner Zeit nichts gegeben (denn was auch nicht sein kann, ist zu irgendeiner Zeit auch nicht); es gäbe dann auch jetzt nichts (denn was nicht existiert, kann nicht zu existieren anfangen, es sei denn durch etwas, das existiert). Es ist aber offensichtlich falsch, dass es jetzt nichts gibt; daher ist es auch falsch, dass alles auch nicht sein könnte. Das heißt, es muss wenigstens ein Ding geben, das notwendig ist.


Reklov, muss ich Dir wirklich kurz zusammenfassen, was der Inhalt dieser Sätze ist?

—> Ohne „Gott“ kann nichts existieren. Daher ist es notwendig. dass „Gott“ existiert.

Auf diesen Zirkelschluß kann nur ein Glaubender reinfallen.


Zitat von Reklov im Beitrag #1933

Zweite Stufe:
Alles, was notwendig ist, hat entweder eine Ursache seiner Notwndigkeit außerhalb seiner selbst oder nicht. Es ist aber unmöglich, in einer Reihe notwendiger Dinge, von denen jedes die Ursache seiner Notwendigkeit außerhalb seiner selbst hat, endlos zurückzugehen; dies ähnelt dem, was bereits hinsichtlich der Wirkursachen bewiesen wurde. Daher müssen wir etwas annehmen, das durch sich selbst notwendig ist, das die Ursache seiner Notwendigkeit nicht außerhalb seiner selbst hat, sondern die Ursache der Notwendigkeiten aller anderen Dinge ist; und das nennen alle Menschen GOTT. <<.


Die Schlußfolgerung auf Gott ist komplett willkürlich und nicht begründet. Man kann die erste Ursache Universum, Singularität, Quantenfluktuation oder wie auch immer nennen. Alles sind bisher Spekulationen, für die Singularität gibt es jedoch deutliche Indizien.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.11.2017 08:42
#1984 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov wird sich wieder daran festfressen, dass es sich eben bei dieser Singularität um einen intelligenten bewussthandelnden Schöpfer-Gott handeln muss. Das ist eben sein eigener Tellerrand. Mit naturwissenschaftlichen Modellen, die nicht von einer "ganzheitlichen" "umgreifenden" Vorstellung ausgehen, sondern genau andersherum ein großes Puzzle-Werk aus kleinen fundierten Wahrheitschritten aufgebaut sind, kann er nix anfangen.



Die Möglichkeit, dass diese Singularität aus einem vorhergehenden Universum hervorgeht, in welchem nicht ganz genau die selben Naturgesetze galten wie im unsrigem und welches anstatt auseinander zu driften, in eine Singularität (siehe Schwarzes Loch: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch) zusammenfiel, darf für ihn natürlich nicht gedacht werden. Die Möglichkeit, dass unser Universum nur eines von endlos vielen anderen ist, darf für ihn natürlich nicht gedacht werden.
Die Möglichkeit dass die Raumstruktur unseres Universums eine Art Kugelform besitzt in deren Innern ganz andere Naturgesetze gelten (dunkle Materie), welche in ihrem Verhalten (anschaulich ausgedrückt) Ähnlichkeiten mit den Konvektionsströmungen im Erdinneren (Plattentektonik) aufweisen.. und somit unser Universum nur ein Kleiner Kontinent von etwas viel größerem ist, darf natürlich nicht gedacht werden.. (Wenn irgendwann Kontinente wieder zusammenstoßen, gibt das auch immer einen ziemlich gro0en Knall)

Warum liegt Reklov so viel daran, dass das alles nicht gedacht werden darf? Ich glaub, es wäre ihm unerträglich, nur ein winzig kleines unbedeutendes Partikel zu sein, welches auch noch nur rein zufällig, den noch winzigeren Bruchteil einer Picosekunde - bezogen auf die gesamte Raumzeit - in Erscheinung tritt.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

10.11.2017 12:58
#1985 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Reklov, muss ich Dir wirklich kurz zusammenfassen, was der Inhalt dieser Sätze ist?

—> Ohne „Gott“ kann nichts existieren. Daher ist es notwendig. dass „Gott“ existiert.

Auf diesen Zirkelschluß kann nur ein Glaubender reinfallen.

Blackysmart,

... nun, - scheinbar hast Du nicht richtig gelesen, denn sonst wäre Dir ja aufgefallen, dass hier von einem "Ding" geredet wird. Es geht hier also nicht um Gottesvorstellungen, welche uns aus der Antike überliefert sind, sondern um eine uns unbekannte >Ursache ihrer selbst<.
Dass sich Propheten, Priesterkasten und Gurus jeglicher Färbung sich hier und da berufen fühlten, darüber ihre persönlichen Ansichten/Deutungen auszusprechen oder gar aufzuschreiben, bleibt deren Sache. Die nachfolgenden Generationen können (wenn sie denn wollen) den Inhalt solcher Lehren auf Richtiges oder Wahres abklopfen. Die Bibel rät ja z.B.: > Drum prüfet alles, das Gute aber behaltet... <

Auch ein Atheist darf sich diesen Text von Th.v.Aquin zu Gemüte führen - und daraus seine eigenen Rückschlüsse ziehen, welche mit den Vorgaben der "Religionskonzerne" ja nichts gemeinsam haben müssen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

10.11.2017 13:21
#1986 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Reklov wird sich wieder daran festfressen, dass es sich eben bei dieser Singularität um einen intelligenten bewussthandelnden Schöpfer-Gott handeln muss. Das ist eben sein eigener Tellerrand. Mit naturwissenschaftlichen Modellen, die nicht von einer "ganzheitlichen" "umgreifenden" Vorstellung ausgehen, sondern genau andersherum ein großes Puzzle-Werk aus kleinen fundierten Wahrheitschritten aufgebaut sind, kann er nix anfangen.

Dass das Ganze auch stets aus vielen Teilen besteht, ist mir schon in der Schule beigebracht worden. Bei SPINOZA sind dies z.B. die >unendlichen ATTRIBUTE<, welche aus der >SUBSTANZ< hervorgehen, aber ihre "Wurzeln" in dieser haben.

Zitat
Die Möglichkeit, dass diese Singularität aus einem vorhergehenden Universum hervorgeht, in welchem nicht ganz genau die selben Naturgesetze galten wie im unsrigem und welches anstatt auseinander zu driften, in eine Singularität (siehe Schwarzes Loch: https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzes_Loch) zusammenfiel, darf für ihn natürlich nicht gedacht werden.

Solche Möglichkeiten wurden in manchen astrophysikalischen Artikeln schon längst erfasst. Aber - all die angedachten Möglichkeiten sind lediglich Gedankenspiele, welche Raumzeit und die darin vorhandenen materiellen Rrscheinungen, mitsamt ihren Prozessen, lediglich spekulativ "umkreisen" und lediglich in menschliche Sprache umsetzen - und die hat ja bekanntlich schnell ihre Grenzen erreicht! - Solches ist aber erlaubt und vielleicht auch nötig, führt aber auch nicht auf die Straße der geforderten "Gottesbeweise".

Zitat
Warum liegt Reklov so viel daran, dass das alles nicht gedacht werden darf? Ich glaub, es wäre ihm unerträglich, nur ein winzig kleines unbedeutendes Partikel zu sein, welches auch noch nur rein zufällig, den noch winzigeren Bruchteil einer Picosekunde - bezogen auf die gesamte Raumzeit - in Erscheinung tritt.

Ich sehe mein Leben auch als winzigen Bruchteil einer Picosekunde (gemessen an einer Ewigkeit) und dennoch denke ich mehr wie E.Kant, den 2 Dinge besonders erstaunten: Das moralische Gesetz in ihm und der gestirnte Himmel über ihm.
Die Länge eines Lebens ist nicht so entscheidend, wie das, was der Einzelne daraus macht und vor allem, wie er über das Sein und Dasein zu denken pflegt. Das allein formt ihn - geistig und seelisch!

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

10.11.2017 13:24
#1987 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1985
[quote]



Auch ein Atheist darf sich diesen Text von Th.v.Aquin zu Gemüte führen - und daraus seine eigenen Rückschlüsse ziehen, welche mit den Vorgaben der "Religionskonzerne" ja nichts gemeinsam haben müssen.


Ehrlich gesagt ist das gar nicht notwendig, Reklov. Immerhin handelt sogar jeder primitive Verbrecher nach diesen Grundsätzen und auf der anderen Seite auch jeder egozentrische Ignorant. Was das für den einen das Gute ist, dafür gibt es ja keine Normen.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

11.11.2017 14:01
#1988 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Immerhin handelt sogar jeder primitive Verbrecher nach diesen Grundsätzen und auf der anderen Seite auch jeder egozentrische Ignorant. Was das für den einen das Gute ist, dafür gibt es ja keine Normen.

Perquestavolta,

... auf welchem Planeten lebst Du eigentlich? - Natürlich gibt es für das Gute Normen! - Die einfachste Norm wäre z.B. der Grundsatz: " Was Du nicht willst, dass man Dir tu', das füg' auch keinem anderen zu." - Jeder noch so primitive Dieb würde also schnell ganz dumm dreinschauen, würde man auch ihn gewissenlos beklauen.


Das Gute ist auch stets mit dem Wahren verbunden, nicht aber immer mit dem Schönen, denn das Schöne ist, wie wir alle wissen, nicht auch automatisch "gut".

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

11.11.2017 21:09
#1989 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1988

Zitat
Immerhin handelt sogar jeder primitive Verbrecher nach diesen Grundsätzen und auf der anderen Seite auch jeder egozentrische Ignorant. Was das für den einen das Gute ist, dafür gibt es ja keine Normen.


... auf welchem Planeten lebst Du eigentlich? - Natürlich gibt es für das Gute Normen!



Da bist du ja wieder... ich dachte schon, du hast dich "in die Büsche" verzogen und hast dir das ganze Gute hir mitgenommen.




Zitat von Reklov im Beitrag #1988

- Die einfachste Norm wäre z.B. der Grundsatz: " Was Du nicht willst, dass man Dir tu', das füg' auch keinem anderen zu." - Jeder noch so primitive Dieb würde also schnell ganz dumm dreinschauen, würde man auch ihn gewissenlos beklauen.
Ja eben.. nur, gilt für den Dieb ja dieser Grundsatz nicht, weil er für ihn nicht so gut ist. Er tut ja anderen, was er selber nicht möchte, dass es ihm selbst geschieht.

Zitat von Reklov im Beitrag #1988

Das Gute ist auch stets mit dem Wahren verbunden..
Das ist jetzt aber ein ziemlicher Blödsinn, Reklov. Dass das Wahre sehr oft gar nicht gut ist, weis jeder dem schon mal etwas Schreckliches mitgeteilt wurde.. und dass die Evolution keinem Plan folgt, sondern vom sehr grausamen Zufall bestimmt wird, ist auch wahr, aber ob es auch gut ist - uns gäb es ja sonst gar nicht - ist eine reine Frage der Auslegung. Natürlich sind dann tröstliche Lebenslügen immer gut, aber wahr sind sie halt trotzdem nicht.


Zitat von Reklov im Beitrag #1988

nicht aber immer mit dem Schönen, denn das Schöne ist, wie wir alle wissen, nicht auch automatisch "gut".

In Anbetracht dessen, dass unser Gehirn sich aus den kleinen elektrischen Reizen die von unseren Sinnesorganen kommen sich seine Realität immer selbst simuliert und somit Schön, Gut, Böse rein nur Kategorien des Empfindens sind, sollte man vielleicht überhaupt damit aufhören, Wahr und Falsch nach subjektiven Maßstäben (Werteidealen) zu unterscheiden..

Das würde nämlich den Dialog zwischen uns allen um einiges vereinfachen und wesentlich weniger Konflikte verursachen..

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

11.11.2017 21:36
#1990 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Und das Problem (die Nebenwirkungen) bei all dem, @Reklov, Wahr ist gleich auch immer Gut, ist, dass Leute wie du, die ja ihr Selbstwertideal darin spiegeln, gar nicht umhinkommen, ständig nach negativen Referenz-WERTEN Ausschau zu halten sowie diese auch einfach nur selbst zu projizieren.. (deswegen bist du ja überhaupt hier in diesem Forum) ... um ihren eigenen Mehr-WERT daran zu messen. Oder anders ausgedrückt: Was für dich Gut ist, ist natürlich auch immer wahr. Weswegen ich dir auch den krankhaften wie bösartigen Narzissten vorwerfe..und deine Philosophie für nichts anderes halte, als die rein kosmetische Verdeleung deiner eigenen Ignoranz und Dummheit.

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

12.11.2017 14:20
#1991 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ja eben.. nur, gilt für den Dieb ja dieser Grundsatz nicht, weil er für ihn nicht so gut ist. Er tut ja anderen, was er selber nicht möchte, dass es ihm selbst geschieht.

Perquestavolta,

... weil für den Dieb solche Grundsätze nicht gelten, muss er ja dann, wenn er erwischt wird, auch mit entsprechender Strafe leben. Die NORM für das "Gute" ist aber in vielen Fällen auch eine gesellschaftliche Übereinkunft, die einfach daraus resultiert, dass sonst gar kein "geordnetes" Miteinander möglich wäre, würde jeder DEIN und MEIN einfach ignorieren.

Zitat
Dass das Wahre sehr oft gar nicht gut ist, weis jeder dem schon mal etwas Schreckliches mitgeteilt wurde.

Das mag für einige so angenehm sein. Mir aber ist es lieber, man sagt mir die ungeschminkte Wahrheit, denn dann kann ich mich darauf einstellen. Wäre ich also z.B. unheilbar krank, würde ich die wahre Aussage eines Arztes jederzeit irgendwelchen psychologisch motivierten Ausflüchten bevorzugen.
„Die Wahrheit wird euch frei machen“. - Wer diesen biblischen Satz, den Jesus gesagt haben soll, in die Moderne überträgt, weiß, dass er immer noch seine Gültigkeit besitzt. Deswegen ist z.B. eine freie Presse, welche Lügen aufdecken kann, für eine demokratische Gesellschaft unverzichtbar. Nur so können all die dunklen Machenschaften, die es leider in vielen Lebensbereichen gibt, ans Tageslicht gezogen werden.

Zitat
und dass die Evolution keinem Plan folgt, sondern vom sehr grausamen Zufall bestimmt wird, ist auch wahr, aber ob es auch gut ist - uns gäb es ja sonst gar nicht - ist eine reine Frage der Auslegung. Natürlich sind dann tröstliche Lebenslügen immer gut, aber wahr sind sie halt trotzdem nicht.

Nur weil Du während Deiner Mini-Lebensstrecke keinen Plan "erkennen" kannst, muss die Evolution ja keinesfalls zufällig oder gar planlos ablaufen. Ein Mensch kann eine solche Annahme zwar denken, diesen seinen Wahrheitsanspruch aber nicht gleich schon aufs höchste Podium stellen wollen. Dazu ist jeder menschliche Horizont dann doch viel zu "beschränkt". Nicht nur ich bin z.B. der Meinung, dass es keine Zufälle gibt, sondern lediglich Ur-Sache und Wirkung. Beispiele aus dem Alltag hatte ich hier ja schon angeführt. Auch die Bewertung, ob ein Schicksalsschlag als "grausam" eingestuft werden kann, hängt stets vom Betrachter und dem damit verbundenen Einzelfall ab, denn - man kann nicht wissen, wozu ein Ereignis gut ist oder wie es sich noch entwickeln wird, schließlich endete schon mancher, mit Glück, Gesundheit und Geldsegen begonnene Lebensweg abrupt mit einer sog. >Heimsuchung<, oder anders ausgedrückt, in einer rasanten unvermuteten Talfahrt. -
Deswegen sollte sich auch keiner >vorzeitig< als glücklich bezeichnen, denn er kann nie wissen, was noch so alles auf ihn zurollen kann.

Zitat
Natürlich sind dann tröstliche Lebenslügen immer gut, aber wahr sind sie halt trotzdem nicht.

Kindern erzählt man gerne tröstliche Lebenslügen. Erwachsene sollten aber darauf verzichten können. - Wenn sich aber jemand z.B. den Trost der christl. Lehre vor Augen führt, so kann er das Versprechen des Neuen Testaments, welches von Jesus abgegeben worden sein soll, auch nicht so einfach als Placebo-Tablette zur Seite schieben, denn er ist ja nicht in der Lage, den SINN des SEINS und DASEINS auch nur annähernd zu definieren, außer, dass er die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge und die damit verbundenen sog. >Beweise< auf den Tisch bringt. Diese aber - das will ich gerne wiederholen - zeigen nur das WIE und das WARUM auf, können aber zum WOHER keine annehmbare Aussage machen!

So vermittelt uns z.B. die Fachwelt zwar, dass >Schwarze Löcher< wohl die bizarrsten Objekte der Astrophysik sind und dass es sich hier um besonders kompakte Objekte handelt, die so dicht sind, dass nicht einmal das Licht ihnen zu entkommen vermag. - Kann es so etwas Merkwürdiges in der Natur geben? Die aktuellen, astronomischen Beobachtungen legen genau das nahe! Verstehen lassen sich Schwarze Löcher, wenn man die Gravitation geometrisch deutet. Dies gelang zum ersten Mal niemand Geringerem als Albert Einstein. - Das WOHER eines solchen >Gebildes< wirft aber viele ungelöste Fragen auf.
Die Astronomen haben am Himmel Objekte gefunden, die sehr gute Kandidaten für Schwarze Löcher sind. Sie haben verschiedene Größen (d.h. Massen) und sie rotieren sogar wie die Sterne.
Schwarze Löcher haben einen festen Platz im Weltbild der modernen Physik. Die theoretische Astrophysik benötigt solche kompakten Objekte, weil sie sonst in ernsthafte >Erklärungsnöte< gerät:

Wie könnte man sonst die beobachteten hohen, dunklen, kompakten Massen in den Kernen der Galaxien (wie der Milchstraße) erklären?
Woher sonst könnten hell leuchtende, aktive Galaxienkerne, wie die Quasare, ihre enormen Leuchtkräfte beziehen, als aus den Strahlungsprozessen, die mit der Materieaufsammlung eines Schwarzen Loches zusammenhängen?
Wie sollte man die Entstehung von riesigen, gebündelten, fast lichtschnellen Materieströmen, den Jets, verstehen, die aus dem Innern aktiver Galaxien herausgeschleudert werden und schließlich die Galaxie selbst in ihrer Ausdehnung übertreffen?
Wie wenn nicht unter der tragenden Rolle eines superschweren Schwarzen Loches können sich Galaxien im Kosmos entwickeln?

Die Existenz von kompakten, dunklen Objekten ist nicht mehr strittig, sehr wohl aber ihre Natur. Die klassischen Schwarzen Löcher vom Schwarzschild-, Reissner-Nordstrøm-, Kerr- und Kerr-Newman-Typus bieten ein paar Eigenschaften, die nicht in Konzepte der modernen Physik passen. Wie verträgt sich z.B. ein punktförmiges Objekt wie eine Punktsingularität mit der Unschärferelation der Quantentheorie? Erlaubt die Natur die Existenz von Punkten? Gibt es in der Natur Unendlichkeiten?
Die moderne Physik hält nun ein paar Überraschungen bereit: Neue Zweige der Physik wie die Quantengravitation in ihrer Ausprägungsform als Stringtheorien oder Loop-Quantengravitation bieten Alternativen zum klassischen Schwarzen Loch an. Die Forscher wollen daher die unterschiedlichen Modelle an der Natur testen. Ziel ist es, durch astronomische Beobachtungen zu entscheiden, um was es sich genau bei dem kompakten, dunklen Objekt handelt.

Bei aller Fürsprache zu klassischen Schwarzen Löchern und bei all ihrer Mächtigkeit plausible Erklärungen für astronomische Beobachtungen liefern zu können: ein endgültiger Beweis für ihre Existenz steht noch aus! Aus der Sicht so manchen Theoretikers wäre dieser Beweis sogar sehr verwunderlich. Man könnte es salopp so umreißen, dass bisher etwas sehr Kompaktes, Massereiches, Dunkles am Himmel entdeckt wurde. Aber es wurden weder der Ereignishorizont, noch die Singularität exakt bestätigt. Das spornt natürlich die Astronomen an, die räumliche Auflösung ihrer Teleskope zu erhöhen. Aber vielleicht finden sie auch etwas Neues, etwas Unbekanntes. Schwarze Löcher sind das dunkelste Geheimnis der Gravitation.

Alles also nur purer ZUFALL? - So mag denken, wer will. Ich tue dies jedenfalls nicht.


Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

12.11.2017 14:40
#1992 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
(deswegen bist du ja überhaupt hier in diesem Forum) ... um ihren eigenen Mehr-WERT daran zu messen. Oder anders ausgedrückt: Was für dich Gut ist, ist natürlich auch immer wahr. Weswegen ich dir auch den krankhaften wie bösartigen Narzissten vorwerfe..und deine Philosophie für nichts anderes halte, als die rein kosmetische Verdeleung deiner eigenen Ignoranz und Dummheit.

Perquestavolta,

... ich mache hier mit, weil mich besonders die andersartigen Meinungen zum SEIN und DASEIN interessieren - und vor allem - die damit verbundenen Argumente mit Mitteln unserer Sprache, denn sie ist ein wesentliches Werkzeug unseres Denkens.
Was für mich >gut< ist, muss deswegen aber noch lange nicht wahr sein! - Deine >Weltbilder<, welche Du mit Hilfe der Naturwissenschaften herbeizuschreiben versuchst, sind allerdings auch auf ihre eigene Weise als "kosmetische Veredelung" zu betrachten, tragen sie doch nur zur Einsicht in die atomare Welt bei. Das ist zwar sehr viel - aber dennoch längst nicht alles!
Mit Deinem Anlehnen an solche >beweisbaren Ergebnisse< zeigst Du wiederum Deine Art von "Dummheit und Ignoranz". -
Macht aber nichts - deswegen spricht man ja hier miteinander.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

12.11.2017 14:58
#1993 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
In Anbetracht dessen, dass unser Gehirn sich aus den kleinen elektrischen Reizen die von unseren Sinnesorganen kommen sich seine Realität immer selbst simuliert und somit Schön, Gut, Böse rein nur Kategorien des Empfindens sind, sollte man vielleicht überhaupt damit aufhören, Wahr und Falsch nach subjektiven Maßstäben (Werteidealen) zu unterscheiden..

Perquestavolta,

... nur die elektrischen Reize unserer Gehirne anzusprechen, ist unzureichend. - Damit ähnelst Du jemandem, der z.B. eine Symphonie von Brahms lediglich als "physikalische Wellenansammlung" zu deuten versucht, oder diese nur als solche "erkennen" kann, weil sein Gehirn mehr einem Oszillographen ähnelt und er Brahms >geistige Leistung< im Bereich der Musik gar nicht erspüren kann, zwar Ohren hat, aber damit leider nichts hört!
Manches Empfinden ist in großen Bereichen auf die gesamte Menschheit verteilt. So empfindet wohl jeder "Gesunde" die in der Welt vorherrschende riesige Kluft zwischen arm und reich als "ungerecht" und kein "Gesunder" könnte wohl Gefallen an einem organisierten Völkermord, wie er in unserer Historie leider schon öfter vorkam, Gefallen finden.
Wertideale, die echten Wert in sich tragen, sind universell gültig und erheben ihren Anspruch auf der ganzen Erde - vermutlich sogar im ganzen Weltall. (?)

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.453

12.11.2017 18:07
#1994 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1993
... nur die elektrischen Reize unserer Gehirne anzusprechen, ist unzureichend


Welche Empfindungen kann es denn geben, die nicht durch elektrische Reize innerhalb des Gehirns begründet sind?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

12.11.2017 18:41
#1995 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Welche Empfindungen kann es denn geben, die nicht durch elektrische Reize innerhalb des Gehirns begründet sind?

Athon,

... der elektr. Reiz erfolgt zwar im Gehirn, das Verständnis für eine Sache muss aber zunächst stets erarbeitet werden, denn die Erscheinungen in der Welt erklären sich nicht von alleine einfach über Sinnesreize. So möchte ich fast wetten, dass z.B. viele der Forum-user den Unterschied zwischen einem Dur- und Moll-Dreiklang zwar (im besten Falle!) "hören" können, aber nicht "wissen", dass die Verschiebung eines einzigen Tones im Dreiklang bereits diese völlig andere Gefühlsstimmung beim Hören von Musik erzeugen.
Einen, den es nicht interessiert oder der nicht dafür empfänglich, oder ausgebildet ist, wird ein solcher musikalischer Stimmungswechsel auch völlig unberührt lassen. Die "Reize" sind also zunächst eine Aufforderungen zum Vertiefen eines Themas - oder einer Sache. - Die uns gegenüberstehenden Erscheinungen in der Welt waren und sind z.B. ein ständiger Anreiz zur weiteren Forschung.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

12.11.2017 21:01
#1996 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1993

Zitat
In Anbetracht dessen, dass unser Gehirn sich aus den kleinen elektrischen Reizen die von unseren Sinnesorganen kommen sich seine Realität immer selbst simuliert und somit Schön, Gut, Böse rein nur Kategorien des Empfindens sind, sollte man vielleicht überhaupt damit aufhören, Wahr und Falsch nach subjektiven Maßstäben (Werteidealen) zu unterscheiden..
Perquestavolta,

... nur die elektrischen Reize unserer Gehirne anzusprechen, ist unzureichend.


Damit ähnelst Du jemandem, der z.B. eine Symphonie von Brahms lediglich als "physikalische Wellenansammlung" zu deuten versucht,

Und du ähnelst mit diesem blödsinnigen wie unsinnigen WERTungs-Vergleich wieder mal jemandem der mit seinem Geist die ganze Zeit nur blöd durch ein großes Loch im Dach schaut, Reklov.

Wenn du taub wärst, dann könntest du dir Symphonien tatsächlich nur als Wellensalat auf einem Oszillografen anschauen. Was ist nun mehr wert? Ein gesundes Gehör, oder die Symphonien von Brahms? Und was wären die Symphonien von Brahms überhaupt noch wert, ohne ein gesundes Gehör, dessen kleine elektrischen Reize im Gehirn überhaupt erst das Hörerlebnis einer Symphonie simulieren?

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

13.11.2017 14:27
#1997 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #1985

... nun, - scheinbar hast Du nicht richtig gelesen, denn sonst wäre Dir ja aufgefallen, dass hier von einem "Ding" geredet wird. Es geht hier also nicht um Gottesvorstellungen, welche uns aus der Antike überliefert sind, sondern um eine uns unbekannte >Ursache ihrer selbst<.


Korrekt, ich habe das Wort Gott verwendet. Du assoziierst damit jedoch gleich den Gott der abrahamistischen Religionen. Das ist Dein Tellerrand, über den Du nicht hinwegblicken kannst. Du behauptest zwar regelmäßig, dass Dein Gott ein undefinierbares "Ding" ist, wenn aber jemand dieses "Ding" als "Gott" bezeichnet, stört es Dich.


Zitat von Reklov im Beitrag #1985
Auch ein Atheist darf sich diesen Text von Th.v.Aquin zu Gemüte führen - und daraus seine eigenen Rückschlüsse ziehen, welche mit den Vorgaben der "Religionskonzerne" ja nichts gemeinsam haben müssen.


Den Zirkelschluss habe ich Dir ja schon aufgezeigt. Der bleibt auch bestehen, wenn man anstatt Gott irgend ein Dingens annimmt:

Alle Dinge können ohne ein "Urdingens" nicht existieren. Daher ist ein "Urdingens" notwendig.

Allerdings ist es mehr als offensichtlich, was Thomas von Aquin mit diesem "Ding" meint. Es ist der erste Schritt zur Rechtfertigung seines Gottes. Es wäre daher schön, wenn Du auf den inhaltlichen Teil meines Beitrages eingehen würdest und Dich nicht an Nebensächlichkeiten abarbeitest. Erkläre doch mal, wie Aquin zu der Schlussfolgerung kommt "und das nennen alle Menschen Gott".

Athon Offline




Beiträge: 3.453

13.11.2017 18:06
#1998 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #1995
... der elektr. Reiz erfolgt zwar im Gehirn, das Verständnis für eine Sache muss aber zunächst stets erarbeitet werden, denn die Erscheinungen in der Welt erklären sich nicht von alleine einfach über Sinnesreize. So möchte ich fast wetten, dass z.B. viele der Forum-user den Unterschied zwischen einem Dur- und Moll-Dreiklang zwar (im besten Falle!) "hören" können, aber nicht "wissen", dass die Verschiebung eines einzigen Tones im Dreiklang bereits diese völlig andere Gefühlsstimmung beim Hören von Musik erzeugen.


Soso, Reklov, dann werden also "Gefühlsstimmungen" nicht durch Reizung bestimmter Hirnareale hervorgerufen. Wodurch denn dann...?

----------------------------------------------------
NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

14.11.2017 10:40
#1999 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Soso, Reklov, dann werden also "Gefühlsstimmungen" nicht durch Reizung bestimmter Hirnareale hervorgerufen. Wodurch denn dann...?

Athon,

... "Gefühlsstimmungen" allein, haben noch lange nichts mit dem "Wissen" über bestimmte Dinge zu tun! - Diese Tatsache habe ich bei meinem Beispiel mit dem Dur- und Moll-Dreiklang angesprochen. Ein "Reiz" im Gehirn verrät dem Menschen noch recht wenig - konnte ihn über viele Jahrhunderte sogar zum Aberglauben verschiedenster Färbungen verführen. Der "erkennende Geist" ist, meiner Ansicht nach, nicht in den Hirnarealen "beheimatet", denn ansonsten wäre er ja von ihnen in seinem SEIN/DASEIN auch völlig abhängig. (Andere mögen/dürfen dies anders betrachten.)

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.749

14.11.2017 10:53
#2000 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Erkläre doch mal, wie Aquin zu der Schlussfolgerung kommt "und das nennen alle Menschen Gott".

Blackysmart,

... der Scholastiker Th.v.Aquin stellt uns mit seiner logischen Schlussfolgerung ein "Ding" vor, dass alle Menschen "Gott" nennen. Damit hat er sich zunächst schon mal vom magisch/religiösen Denken um viele Schritte entfernt, denn diese Aussage lässt ja deutlich offen, was dieses "Ding" sein - oder wie es aussehen könnte. - Solche Logik finde ich deswegen auch zeitlos und denke, dass eine solche Schlussfolgerung auch in Zukunft noch lange ihre Gültigkeit behalten wird, denn - sie umzustoßen, dürfte wohl nicht so leicht zu machen sein.

Gruß von Reklov

Seiten 1 | ... 75 | 76 | 77 | 78 | 79 | 80 | 81 | 82 | 83 | 84 | ... 92
Konversion  »»
 Sprung  
________________________________________

"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

"Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!" (Immanuel Kant)

________________________________________

=> "Die Ewigkeit gibt es ohne Gott!"

... Platz für Verlinkungsaustausche ...

VORSICHT! Vertrauensunwürdige Werbung!

Xobor Erstelle ein eigenes Forum mit Xobor
Datenschutz