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Dieses Thema hat 2.295 Antworten
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 Atheismus/Agnostizismus
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Reklov Offline




Beiträge: 5.745

18.11.2017 12:15
#2026 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Du willst also behaupten, dass wer deinen Behautungen die sich immewieder als falsch herausstellen keinen WERT beimisst, ist einfach nur beschränkt? Du bist eim kranker bösartiger Narzist Reklov und auch noch einer von der schlimmsten Sorte. Und wenn ich das ermessen kann, bin ich dann jetzt noch immer beschränkt?

Perquestavolta,

... jeder hier im Forum schreibt Beiträge, die nur Halbwahrheiten, vorläufige Wahrheiten, oder, weil unrichtige od. unvollständige Infos verwendet werden, zurecht eine Kritik aushalten müssen.
Wenn ich Dich jedoch richtig verstanden habe, willst Du auch jedes Glaubensbekenntnis als "wertlos" hinstellen, weil es nicht "messbar" ist. Nur darauf bezog sich meine Kritik an Deinem diesbezüglichen Beitrag! -

Übrigens:
"Beschränkt" sind wir alle, da kein Mensch absolutes Wissen besitzt, sondern nur einige Splitter von physikal./chem. Teilwahrheiten erkennen kann. - Du musst ja eine äußerst gestörte Psyche in Dir herumtragen (warum auch immer?), denn Du bist der Einzige, der hier ständig mit Worten wie "bösartig, krank, Narzisst, Religiot" ... etc. um sich werfen muss.

Andersdenkende sind aber zunächst mal mit entsprechendem Respekt zu behandelnde Mitmenschen, - zudem auch nur "unwissende Sterbliche".
Zu glauben, man könne "Gott" beweisen oder gar vermessen - wird in der deutschen Sprache passenderweise auch als "vermessen" bezeichnet. Dieses Wort trägt aber noch viele Unterbedeutungen mit sich: großspurig, prahlerisch, arrogant, eingebildet, überheblich, großsprecherisch, eitel, selbstbewusst, stolz, selbstsicher, sicher, hochtrabend, blasiert, großtuerisch, dünkelhaft, wichtigtuerisch.

Finde Dich besser damit ab, dass Deine Sicht auf die Welt nun mal nicht von allen geteilt wird, dann lernst auch Du evtl., was das Wort Toleranz eigentlich bedeutet.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

18.11.2017 12:48
#2027 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Nur weil du das nicht kannst, kann das auch sonst niemand? Reklov?Perquestavolta,

Perquestavolta,

... na - den möchte ich sehen, der mir den Grund sagen kann, warum überhaupt etwas ist und vielmehr NICHTS!?! - Mit dieser Frage jedoch beginnt und endet ALLES - auch die vielschichtigen Diskussionen im Forum!

Zitat
Wusstest du nicht, dass jedes Denkvermögen eine Sprache voraussetzt? Wusstest du nicht, dass auch Tiere denken können? Die Sprache die sie dafür nutzen ist zwar vergleichsweise zu der unsrigen recht simpel, aber dafür verstehen sie auch viel besser als wir Körper- und Bildersprachen. Der Klang von Geräuschen hat in der unseren Welt, in der immer irgendwo ein hungriges Raubtier lauert oder ein Unwetter wartet, eine überaus wichtige, oder beruhigende Bedeutung. Deswegen hat die Evolution auch das Ohr erfunden..

Abgesehen davon, dass Du hier (mal wieder!) Schulwissen zum Besten gibst, dass jedem Deutschen auch vermittelt wurde/wird, ist z.B. allein schon Deine Vermutung, die Evolution könnte das "Ohr erfunden haben" - eine rein persönliche Ansicht, denn die Evolution konnte (meiner Meinung nach) nur das umsetzen, was im "großen Plan" schon vorher feststand, aber nichts "erfinden". Die Evolution ist ein Gestaltungsprozess des Lebens und richtet sich (so denke ich) nach einem vorgefassten Plan. Dieser aber ist so flexibel konzipiert, dass auch größte Flexibilität darin enthalten ist.

Zitat
Und obwohl dir das ja alles als altes Schulwissen bekannt ist, Reklov, ist dein Geist doch zu viel zu doof, die Bedeutung der Zusammenhänge darin zu erkennen und zu verstehen. Denn für dich darf das alles gar nicht wahr sein, weil du ja glauben/hoffen willst, dass der Geist deines ICHs eine viel höhere Wert-Bedeutung hat, die in Ewigkeit überdauern soll.

Bei Dir begine ich, so manche Defizite ganz anderer Art zu entdecken! - Du magst ja z.B. wenig von Deiner sterbliche Körperhülle halten und Dich lediglich als kurz existierender Genspender für Deine Kinder betrachten. - Ich denke da jedoch völlig anders. Ob sich meine oder Deine Sicht der Dinge als "gültig" erweisen werden, muss und wird nur die Zukunft zeigen.
Bis dahin ist jedoch Toleranz gefragt, auch wenn andersartige Denkmuster für jeden stets äußerst unangenehme Störenfriede sind. Damit, dass man sie als "doof" deklariert, gibt man lediglich ein Armutszeugnis von sich ab!

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

18.11.2017 14:26
#2028 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2027
[quote]Nur weil du das nicht kannst, kann das auch sonst niemand? Reklov?

... na - den möchte ich sehen, der mir den Grund sagen kann, warum überhaupt etwas ist und vielmehr NICHTS!?!
Hä? Du bist, weil dein Pappi deine Mammi gepoppt hat...Reklov. Oder? Was wäre denn wenn du nicht wärst? Gleichviel wie gar nichts wäre dann... oder? Und die Naturwissenschaften liefern ziemlich gute Anschauungsmodelle dafür, dass auch dann etwas wäre, wenn es dich nicht gäbe. Nur DU wärst nicht und somit wäre es für dich ohnehin egal, ob auch ohne DICH etwas ist...

Und selbst dann, wenn man sich die Frage stellt, ob die Natur nur aus sich selbst heruas existiert, oder ob noch andere Möglichkeiten dafür in Frage kommen.. wie z.B ein ewiges Universum, das sich nur ständig neu strukturiert, ist deine Frage komplett unsinnig, da noch endlos viele andere Möglichkeiten dafür in Frage kämen, warum etwas ist und nich nichts.

Zitat von Reklov im Beitrag #2027

Abgesehen davon, dass Du hier (mal wieder!) Schulwissen zum Besten gibst, dass jedem Deutschen auch vermittelt wurde/wird..
Dann bist du wohl der einzeige Deutsche, der in der Schule nie aufgepasst hat.. Aber ich "vermute" eher, dass du wohl die meiste Zeit bei den Eseln auf Eselsbank gessesen bist.

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

19.11.2017 12:12
#2029 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2027
. ... na - den möchte ich sehen, der mir den Grund sagen kann, warum überhaupt etwas ist und vielmehr NICHTS!?! - Mit dieser Frage jedoch beginnt und endet ALLES - auch die vielschichtigen Diskussionen im Forum.


Da gibt es doch Milliarden Menschen die behaupten, dies genau zu wissen. Diese Menschen sind allesamt Gottgläubige.

Die Frage, warum überhaupt etwas ist und nicht nichts, beantwortet „Gott“ jedoch absolut nicht. Warum gibt es denn die verschiedenen „Götter“ der Menschen? Die Frage, warum es überhaupt irgendetwas gibt, bezöge sich auch auf einen Gott, wenn es diese Fiktion denn wirklich gäbe.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

19.11.2017 12:26
#2030 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Hä? Du bist, weil dein Pappi deine Mammi gepoppt hat...Reklov. Oder? Was wäre denn wenn du nicht wärst? Gleichviel wie gar nichts wäre dann... oder? Und die Naturwissenschaften liefern ziemlich gute Anschauungsmodelle dafür, dass auch dann etwas wäre, wenn es dich nicht gäbe. Nur DU wärst nicht und somit wäre es für dich ohnehin egal, ob auch ohne DICH etwas ist...

Perquestavolta,

... meine (oder Deine Existenz) wurden hier von mir ja überhaupt nicht angesprochen, auch nicht die Frage, ob die Naturwissenschaften gute Anschauungsmodelle liefern, wenn es uns beide nicht geben würde. - Meine Frage bezog sich natürlich auf das ganze, von uns überhaupt nicht zu überschauende, Szenario des Universum - (oder sind es gar mehrere?)

Zitat
Aber ich "vermute" eher, dass du wohl die meiste Zeit bei den Eseln auf Eselsbank gessesen bist.

Netter joke, aber Deine Vermutung ist falsch, denn zumindest auf meinem Gymnasium gab es keine "Eselsbank". - Ein Musterschüler war ich keinesfalls, aber immerhin wählten mich meine Klassenkameraden über 4 Jahre zu ihrem "Vertrauensschüler", d.h., ich war berechtigt, die "Sorgen und Nöte" der Schüler vor die Lehrer zu tragen, auch auftretende Missstände anzusprechen.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

19.11.2017 12:47
#2031 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Da gibt es doch Milliarden Menschen die behaupten, dies genau zu wissen. Diese Menschen sind allesamt Gottgläubige.

Blackysmart,

... die Gottgläubigen "glauben" an ein Dogma. Dies bedeutet aber noch nicht, dass sie "wissen". Demjenigen, der im Detail mehr "wissen" möchte, zeigt sich das "Göttliche" nur indirekt, wenn er z.B. eine Sache vertiefend zu "erforschen" beginnt. Allerdings erhält er hierbei nur Infos über das von ihm erforschte "Ding". Mehr nicht!

Zitat
Die Frage, warum überhaupt etwas ist und nicht nichts, beantwortet „Gott“ jedoch absolut nicht. Warum gibt es denn die verschiedenen „Götter“ der Menschen? Die Frage, warum es überhaupt irgendetwas gibt, bezöge sich auch auf einen Gott, wenn es diese Fiktion denn wirklich gäbe.

Deine Frage beschäftigte, seit Jahrtausenden bis heute, jeden Denker. - Die versch. "Götter und ihre Antworten" waren Aussagen von Propheten, Predigern oder Lehrsätze von Priesterkasten. Inwieweit manch ahnungsloser Zuhörer diesen Worten glaubte, hing/hängt stets u.a. auch von seinem Bewusstsein ab. - Absichtliche Täuschungen, oder unabsichtliche Irrtümer, sind dabei nie auszuschließen - und so sollte jeder auf die Empfehlung der Bibel schauen, welche uns in Thessalonicher 5, Vers 21 rät: Prüft aber alles und das Gute behaltet.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

19.11.2017 15:51
#2032 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2031

Zitat
Da gibt es doch Milliarden Menschen die behaupten, dies genau zu wissen. Diese Menschen sind allesamt Gottgläubige.
Blackysmart,

... die Gottgläubigen "glauben" an ein Dogma. Dies bedeutet aber noch nicht, dass sie "wissen". Demjenigen, der im Detail mehr "wissen" möchte, zeigt sich das "Göttliche" nur indirekt,



Das heißt aber nichts anderes, als dass er sich nur selbst definiert. was für ihn göttlich ist und was nicht, Reklov. Ziemlich lächerlich, wenn nicht sogar boshaft narzisstisch.

Athon Offline




Beiträge: 3.446

19.11.2017 15:55
#2033 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2023
Das Böse ist es, jede Weise der Unwahrheit zu ergreifen. Das Böse lügt bewusst, ist also verlogen; entweder aus Nachlässigkeit oder aus dem Eigenwillen des Daseins.


Dann kann ich also jemanden, der sich z. B. als "Idiot" darstellt, "Idiot" nennen und verhalte mich trotzdem nicht böse? Weil es die "Wahrheit" ist...?

Zitat
Blickt man auf eine Ur-Zelle, als die Mutter aller weiteren Entwicklungsstufen auf unserer Erde, so ist es nachvollziehbar, dass diese noch nicht unsere komplizierte Erkenntnisapparatur (sprich Gehirn) gehabt haben kann, in dem sich >Geist< so wie heute zur Wirkung bringen kann. -


Natürlich ist das nachvollziehbar. Aber, es beantwortet nicht die Frage, ob der Geist nun von außerhalb in das Gehirn kommt oder gemeinsam mit der Bildung des Gehirns entsteht.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Blackysmart Offline




Beiträge: 1.936

20.11.2017 10:55
#2034 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2031
... die Gottgläubigen "glauben" an ein Dogma. Dies bedeutet aber noch nicht, dass sie "wissen".


Dein göttliches Dogma heißt "sich selbst bewusster, intelligenter, planerisch und schöpferisch tätiger Geist bzw. Urgrund"


Zitat von Reklov im Beitrag #2031

Deine Frage beschäftigte, seit Jahrtausenden bis heute, jeden Denker. - Die versch. "Götter und ihre Antworten" waren Aussagen von Propheten, Predigern oder Lehrsätze von Priesterkasten. Inwieweit manch ahnungsloser Zuhörer diesen Worten glaubte, hing/hängt stets u.a. auch von seinem Bewusstsein ab. - Absichtliche Täuschungen, oder unabsichtliche Irrtümer, sind dabei nie auszuschließen - und so sollte jeder auf die Empfehlung der Bibel schauen, welche uns in Thessalonicher 5, Vers 21 rät: Prüft aber alles und das Gute behaltet.


Gehörst Du mit Deinem Gottesbild nun zu den Propheten, zu den Predigern oder zu einer Priesterkaste? Kannst Du dich bei Deiner Gottesvorstellung auch irren und braucht es eventuell gar keinen intelligenten Schöpfer?

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2017 11:28
#2035 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Natürlich ist das nachvollziehbar. Aber, es beantwortet nicht die Frage, ob der Geist nun von außerhalb in das Gehirn kommt oder gemeinsam mit der Bildung des Gehirns entsteht.


Athon,

... sieht man auf die Strukturen der organischen und nicht organischen "Erscheinungen", so erkennt man unschwer, dass hier ein "geistiges Prinzip" am Wirken war und ist. - Dies wäre auch so, wenn sie kein Mensch betrachten oder mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln "erforschen" könnte.
Meiner Ansicht nach, hat uns ein weit überlegener "Geist" ein Gehirn "geschenkt", damit wir erstens in seiner Schöpfung gut zurecht kommen und zweitens in der Lage sind, über das Erkenn- und Messbare hinaus, unsere Gedankenbahnen zu strecken.

Die Dikussionnen hier im Forum sind in erster Linie auch ein Problem unserer Sprache, mit der wir nun mal nur Dinge benennen können, die wir er- und damit auch be-greifen. Aber - bereits hier zeigen sich die Schwächen unserer Sprache, denn die >Sprache des Empfindens< ist z.B. von der "wissenschaftlichen", sowie der "Alltagssprache" getrennt. Diese "Sprache" ist auch nicht "lernbar", denn jedes Individuum hat hierzu seinen eigenen Wortschatz in sich "verborgen". - So können z.B. mehrere Personen das gleiche "Ding" anschauen und dennoch wird jeder von ihnen dabei etwas anderes "empfinden".
Besonders auffällig wird dies z.B. bei den einzelnen Kommentaren zu den versch. Kunstdisziplinen.

Zitat

Dann kann ich also jemanden, der sich z. B. als "Idiot" darstellt, "Idiot" nennen und verhalte mich trotzdem nicht böse? Weil es die "Wahrheit" ist...?

Wer sich als "Idiot" darstellt, muss noch nicht auch einer sein; er kann sich z.B. auch in der Rolle eines "Till Eulenspiegels" gefallen.
Eine andere Art von "Idiot" wäre der unvollständig oder gar falsch informierte Mensch, der vielfältigen "Scheinwahrheiten" folgt. -

>> Das Wort Idiot leitet sich vom griechischen ἰδιώτης (idiotes) her, das wertfrei bis heute in etwa „"Privatperson" bedeutet. Es bezeichnete in der Polis Personen, die sich aus öffentlichen-politischen Angelegenheiten heraushielten und keine Ämter wahrnahmen, auch wenn ihnen das möglich war.

Ins Lateinische als idiōta entlehnt, verschob sich die Bedeutung des Wortes hin zu „Laie“, auch „Pfuscher“, „Stümper“, „unwissender Mensch“. Später wurde der Begriff allgemein auf Laien oder Personen mit einem geringen Bildungsgrad angewandt. << (Internet)

Besser ist es aber allemal, niemanden so zu benennen, sondern, wenn man denn glaubt, man könnte ihm helfen, seine Sicht auf die Dinge der Welt zu erweitern, ihm dann auch Entsprechendes zu vermitteln. Ob die eigene Sichtweise aber auch die bessere ist, erweist sich in kontroversen Gesprächen oder durch das Aufzeigen empirischer Erfahrungen in der Welt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2017 11:51
#2036 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Dein göttliches Dogma heißt "sich selbst bewusster, intelligenter, planerisch und schöpferisch tätiger Geist bzw. Urgrund"

Blackysmart,

JA, - soweit einer mit dieser "Sprachformulierung" zurecht kommen kann - oder möchte. - Auf die Schwäche unserer Sprache habe ich Athon in #2035 hingewiesen.

Zitat
Gehörst Du mit Deinem Gottesbild nun zu den Propheten, zu den Predigern oder zu einer Priesterkaste? Kannst Du dich bei Deiner Gottesvorstellung auch irren und braucht es eventuell gar keinen intelligenten Schöpfer?

Ich bin weder Prediger, Priester, noch Prophet, sondern lediglich ein Mensch. Dass sich meine Sicht auf die Welt von Deiner unterscheidet, hat viele Ursachen, die im Einzelnen zu klären, hier aus Zeitgrünen nicht möglich ist, weil ja dazu nicht nur ganze Lebens-, sondern auch die damit zusammenhängenden Denkwege beleuchtet werden müssten.
Ein spezielles "Gottesbild" habe ich nicht, kann deswegen auch nicht im religiösen Sinne "irren". Mir ist aber zumindest klar, dass ich weder mich, noch das Universum "geschaffen" habe. Ich gehe auch nicht von einer "zufälligen" Selbstentwicklung der Dinge aus dem NICHTS aus. Andere Mitbürger mögen da anders denken. Wer von uns aber wann und wo "irrt", muss die Zukunft erst noch erweisen. Spreche ich aber von Zukunft, so muss ich wiederum die Zukunft unseres kleinen Sonnensystems von der Zukunft des Universums (als Ganzes) trennen. Und somit ist man schnell wieder auf einer kleinen Insel der Unkenntnis ausgesetzt.

Gruß von Reklov

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

20.11.2017 12:08
#2037 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat

Das heißt aber nichts anderes, als dass er sich nur selbst definiert. was für ihn göttlich ist und was nicht, Reklov. Ziemlich lächerlich, wenn nicht sogar boshaft narzisstisch.

Perquestavolta,

... wenn sich z.B. ein Forscher in ein Thema "wissenschaftlich" vertieft, um sein untersuchtes "Objekt" zu analysieren, so definiert er sich auch nicht selbst, sondern versucht mit den Mitteln der Mathematik, der Physik und der Chemie das vor ihm stehende "Geheimnis" mit einer, wie auch immer gearteten Methode, in Menschensprache auszudrücken.
Philosophie, Theosophie und Religionen versuchen dies mit einer anderen, eben mit ihrer speziellen "Sprache".

Beide "Sprachen" sind weder lächerlich, narzisstisch, noch boshaft. - Boshaft ist nur derjenige, der dagegen keine anderen Mittel einzusetzen weiß, als lediglich Spott oder Häme.

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2017 14:17
#2038 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2030

Zitat
Hä? Du bist, weil dein Pappi deine Mammi gepoppt hat...Reklov. Oder? Was wäre denn wenn du nicht wärst? Gleichviel wie gar nichts wäre dann... oder? Und die Naturwissenschaften liefern ziemlich gute Anschauungsmodelle dafür, dass auch dann etwas wäre, wenn es dich nicht gäbe. Nur DU wärst nicht und somit wäre es für dich ohnehin egal, ob auch ohne DICH etwas ist...



... meine (oder Deine Existenz) wurden hier von mir ja überhaupt nicht angesprochen, auch nicht die Frage, ob die Naturwissenschaften gute Anschauungsmodelle liefern, wenn es uns beide nicht geben würde. - Meine Frage bezog sich natürlich auf das ganze, von uns überhaupt nicht zu überschauende, Szenario des Universum



Du scheinst dir nicht im klaren darüber zu sein, dass dieses Ganze von dem du meinst, nur davon abhängt ob es jemand interpretiert. Wenn du nicht wärst, dann wäre es völlig egal ob dieses von dir gemeinte Ganze existiert oder nicht existiert. Und ganz abgesehen davon, gibt es auch absolut keine gesicherten Informationen darüber, ob das was du als Ganzes meinst, überhaupt ein solches ist. Dein Bezug darauf, ist also nur dummes sophistische Wichtel-Geschwätz.. Denn was willst DU denn schon mehr über ein nicht zu überschauenedes Szenario des Universum sagen können, als NICHTS. Ich erinnere dich nochmal an deine Aussage/Behauptung, das Radio sei nicht mehr als die Summe seiner Bauteile. Hinter dieser Behauptung zeigt sich nämlich mehr als deutlich, dass es bei dir selbst noch nicht mal zum Erfassen des überschaubaren Überschaubaren reicht.

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

20.11.2017 14:55
#2039 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2037

Zitat

Das heißt aber nichts anderes, als dass er sich nur selbst definiert. was für ihn göttlich ist und was nicht, Reklov. Ziemlich lächerlich, wenn nicht sogar boshaft narzisstisch.

... wenn sich z.B. ein Forscher in ein Thema "wissenschaftlich" vertieft, um sein untersuchtes "Objekt" zu analysieren, so definiert er sich auch nicht selbst, sondern versucht mit den Mitteln der Mathematik, der Physik und der Chemie das vor ihm stehende "Geheimnis" mit einer, wie auch immer gearteten Methode, in Menschensprache auszudrücken.

Lassen wir das so gelten.. nur wird dabei nicht die "Eigenschaft" von "Irgendetwas" bewiesen, sondern Zusammenhänge.


Zitat von Reklov im Beitrag #2037

Philosophie, Theosophie und Religionen versuchen dies mit einer anderen, eben mit ihrer speziellen "Sprache".
Leider seit tausenden Jahren ohne Erfolg. Und was Theosophie, Philosophie und Religionen im Laufe der Menschheitsgeschichte so alles schon behauptet haben, kann man heute dank Aufdeckung durch die Naturwissenschaften, schlicht und einfach "Scheißdreck" nennen. Selbst außersinnliche Nahtoderfahrungen können heute im Labor "täuschend echt" nachgestellt werden..


Zitat von Reklov im Beitrag #2037

Beide "Sprachen" sind weder lächerlich, narzisstisch, noch boshaft.
Wenn du behauptest, man könne philosophisch, theosophisch und religiös die "Eigenschaft" von Etwas indirekt beweisen, dann steckt dahinter nicht nur lächerlicher und boshaftester Narzissmus, sondern auch noch Brechreiz hervorrufende Dummheit.

Das Göttliche ist das was man persönlich oder in der Gruppendynamik für Göttlich hält.. Was aber nur die selbe Bedeutungslosigkeit besitzt, wie das Gelbliche für das Gelbe vom Ei zu halten.


Ich möchte dich nochmal an deine transzendental-philosopisch geistreiche Behauptung, das Radio wäre nurdie Summe seiner Bauteilen erinnern, Reklov. In jedem Bauteil eines Radios steckt der Geist tausender wissenschaftlicher Forschungen und Entdeckungen. Allein in jedem einzelnen der verwendeten Materialien, von der Schraube bis zum Kupferdraht zur Verschaltung oder auch im Material für das Gehäuse, steckt der Erfinder-Geist der gesamten Menschheitsgeschichte.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

21.11.2017 12:55
#2040 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Leider seit tausenden Jahren ohne Erfolg. Und was Theosophie, Philosophie und Religionen im Laufe der Menschheitsgeschichte so alles schon behauptet haben, kann man heute dank Aufdeckung durch die Naturwissenschaften, schlicht und einfach "Scheißdreck" nennen. Selbst außersinnliche Nahtoderfahrungen können heute im Labor "täuschend echt" nachgestellt werden..

Perquestavolta,

... vergiss nicht die Behauptungen der wissenschaftlichen "Irrtümer". Zugegeben wurden diese dann aber auch korrigiert. Auch philosophische Gebäude unterliegen stets der kritischen Betrachtung von anderen Denkern und müssen sich Änderungen oder bessere Gedanken gefallen lassen. Bei der >Gottesfrage< wird es schon schwieriger, denn Bejahungen und Negationen allein reichen hier noch nicht aus!
Nahtoderfahrungen, auch wenn sie "täuschend echt" nachgestellt werden können, verraten uns noch lange nichts über die Zone des "richtigen" Todes, denn aus dieser ist noch keiner zurückgekehrt. Ob dies wohl seine uneinsehbaren Gründe haben könnte, bleibt als Frage vor uns stehen! Abgesehen davon hat der Ausdruck "täuschend echt" ja auch einen zweifelhaften Beigeschmack, denn hier wird ja "Täuschung" angesprochen.

Zitat
Wenn du behauptest, man könne philosophisch, theosophisch und religiös die "Eigenschaft" von Etwas indirekt beweisen, dann steckt dahinter nicht nur lächerlicher und boshaftester Narzissmus, sondern auch noch Brechreiz hervorrufende Dummheit.

Alle uns gegenübertretenden Erscheinungen in der Welt sind "indirekte" Anreize/Aufforderungen über ihr WOHER nachzudenken. Wer sie lediglich untersucht, vermisst, berechnet - kann nur ihre Wirkungsweisen und ihre Bedingtheiten in das Buch der Wissenschaften schreiben. Das ist zugegeben schon sehr viel, aber noch längst nicht ALLES.
"Brechreize" beim Nachdenken können aber wohl doch nur die Menschen empfinden, deren "schwacher Magen" dabei streikt! Die Frage (an Dich) lautet also: Warum wird Dir bei religiösen Themen schlecht, während andere alles viel "gelassener" anschauen/überdenken können?

Zitat
Das Göttliche ist das was man persönlich oder in der Gruppendynamik für Göttlich hält.. Was aber nur die selbe Bedeutungslosigkeit besitzt, wie das Gelbliche für das Gelbe vom Ei zu halten.

Was Du hier ansprichst, sind menschliche "Gruppenvorstellungen" des sog. "Göttlichen". Unsere Sprache kann aber ungesehenes niemals auf die Ebene unseres Verstehens ziehen. Hier liegt das Problem jeder dogmatischen Sprache von allen Weltreligionen.
Deswegen haben z.B. Mytiker versucht, sich während ihrer >Versenkung< dem sprachlichen Denken zu entziehen, also leer von Begrifflichkeiten zu werden. Von >Meister Eckhart< gibt es anschauliche Beispiele solcher Versuche, das Unaussprechliche dennoch mit Worten anzudeuten.

Zitat
In jedem Bauteil eines Radios steckt der Geist tausender wissenschaftlicher Forschungen und Entdeckungen. Allein in jedem einzelnen der verwendeten Materialien, von der Schraube bis zum Kupferdraht zur Verschaltung oder auch im Material für das Gehäuse, steckt der Erfinder-Geist der gesamten Menschheitsgeschichte.

Das siehst Du völlig richtig, denn die Geschichte der Menschheit ist auch die Geschichte eines (die Dinge) erkennenden GEISTES. - Die Frage aber lautet, woher dieser denn kommt und ob er seine "Wohnstätte" allein nur in unseren Gehirnen eingerichtet hat - denn es wäre ja wohl zu beschränkt, nicht auch andere "geistige Leistungen" auf anderen Sonnensystemen zu vermuten. Allein an diesem einfachen Beispiel lässt sich leicht erkennen, dass Vermutungen >a priori< nicht unbedingt nur in die Schublade des albernen Unsinns geschoben werden sollten. So auch nicht die Vermutung eines uns weit überlegenen >Welt-Geistes<, von dessen unbekannter Wesenheit wir uns überhaupt kein richtiges Bild machen können - und, laut Bibel - auch nicht sollen.

Das "wichtigtuerische Wichtelgeschwätz" von Priesterkasten jeglicher Färbunf darf also zurecht kritisiert werden - nicht aber der Gedanke an eine uns überlegene "Wesenheit". Wenn Du dies geschnallt hast, könntest Du auch auf einer lockereren Gesprächsbasis landen und Dir würde dann u.U. beim Analysieren relig. Vorstellungen auch nicht mehr so schnell schlecht im Magen werden.

Gruß von Reklov

Athon Offline




Beiträge: 3.446

21.11.2017 17:50
#2041 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

@Reklov

Zitat von Reklov #2035
Das Wort Idiot leitet sich vom griechischen ἰδιώτης (idiotes) her, das wertfrei bis heute in etwa „"Privatperson" bedeutet. Es bezeichnete in der Polis Personen, die sich aus öffentlichen-politischen Angelegenheiten heraushielten und keine Ämter wahrnahmen, auch wenn ihnen das möglich war.

Ins Lateinische als idiōta entlehnt, verschob sich die Bedeutung des Wortes hin zu „Laie“, auch „Pfuscher“, „Stümper“, „unwissender Mensch“. Später wurde der Begriff allgemein auf Laien oder Personen mit einem geringen Bildungsgrad angewandt.


Wunderbar, wie Du mir "Idiot" erklärt hast. Nun sehe ich alles viel deutlicher...
Ich muss aber feststellen, dass Du Dich offenbar nicht in die Gedankgengänge anderer so hineinversetzen kannst, dass Dir deren Sinn deutlich wird. Ich hätte statt "Idiot" auch jeden anderen auf Personen anwendbaren zustandsbeschreibenden Begriff verwenden können, muss es aber wohl doch noch näher erläutern: Ein Mensch, der andere Menschen beispielsweise betrügt, ihnen grundlos Schmerzen zufügt oder sie auf anderen Wegen ohne Anlass drangsaliert usw. usw., darf aus meiner Sicht völlig zu Recht ein "Arschloch" genannt werden. Deiner Erklärung von "Gut und Böse" folgend, wäre ich also nicht "böse", weil ich die Wahrheit ausspreche?

Zitat
Meiner Ansicht nach, hat uns ein weit überlegener "Geist" ein Gehirn "geschenkt", damit wir erstens in seiner Schöpfung gut zurecht kommen und zweitens in der Lage sind, über das Erkenn- und Messbare hinaus, unsere Gedankenbahnen zu strecken.


Reklov, Du bist mit Deiner metaphysischen Welt offensichtlich schon derart verwurzelt, dass es mich wundert, dass Du hier überhaupt mit uns gewöhnlichen dem Materiellen verfallenen Kleingeistern kommunizierst.
Wenn uns also ein uns weit überlegener Geist zum Zwecke des Erkennens und der Bewältigung des Geistigen und Materiellen ein Gehirn "geschenkt" hat, bilden demnach Geist und Gehirn eine Einheit. Dies steht dann aber im Widerspruch zu Deiner Ansicht in

Zitat von Reklov #1999
Der "erkennende Geist" ist, meiner Ansicht nach, nicht in den Hirnarealen "beheimatet", denn ansonsten wäre er ja von ihnen in seinem SEIN/DASEIN auch völlig abhängig.

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NUR DER ZWEIFEL LÄSST UNS DENKEN

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

21.11.2017 18:45
#2042 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2040

Zitat
Leider seit tausenden Jahren ohne Erfolg. Und was Theosophie, Philosophie und Religionen im Laufe der Menschheitsgeschichte so alles schon behauptet haben, kann man heute dank Aufdeckung durch die Naturwissenschaften, schlicht und einfach "Scheißdreck" nennen. Selbst außersinnliche Nahtoderfahrungen können heute im Labor "täuschend echt" nachgestellt werden..

Perquestavolta,

... vergiss nicht die Behauptungen der wissenschaftlichen "Irrtümer". Zugegeben wurden diese dann aber auch korrigiert.



Diese wissenschaftlichen Irrtümer werden fast immer nur dann begangen, wenn man Glaube und Naturwissenschaften als von gleichwertiger Bedeutung für die Menschheit meint. So haben auch die Nationalsozialisten des III Reiches die Evolutionstheorie mit der germanisch-nordischen Mythologie und der Philosophie von ideologischen Idealisten gekreuzt, die sich große Denker meinten..und was dabei Schreckliches herausgekommen ist. ist ja nun der bekannteste Teil deutscher Geschichte.

Zitat von Reklov im Beitrag #2040

Auch philosophische Gebäude unterliegen stets der kritischen Betrachtung von anderen Denkern und müssen sich Änderungen oder bessere Gedanken gefallen lassen.


NUr hast du überhaupt keine Ahnung davon was Philosophie ist und welchen Zielen sie gerecht werden muss. Das was Du Philosophie meinst, ist deine persönliche Privatsammlung von meist auch noch völlig aus dem Zusamenhang gerissener Sprüche, welche besonders gut deiner narzisstischen Selbstpräsentation passen, Reklov.

Was man schon alleine daran merkt, dass du die philosophischen Weltanschauungen völlig anderer Zeitepochen, dir einfach in unser Zeit transportierst und dann meinst, damit dein privaten Autoritätsansprüche als unser Schulmeister gelten machen zu können.

Das ist um so erstaunlicher, als dass Narzissmus im Grunde nichts anderes ist, als auf den Kopf gestellte Minderwertigkeitskomplexe.. die ich dir dann in der nächsten Runde vorrechnen werde. Bis dann aber ergötzen wir uns daran, dass allein in einer ganz gewöhnlichen "Blechschraube" mehr geistiger Inhalt drinnen steckt, als in deinem ganzen transzendentalen Geschwafel seit 3 Jahren hier im RF.

Und du brauchst jetzt nicht gekränkt zu sein, Reklov. Deine Behauptung, dass Gott stellvertretend für alles Unbekannte und Unbegreifliche stünde, genügt schon, um festzustellen, dass du gar nicht weist um was es in der ernsthaften Philosophie überhaupt geht.

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

21.11.2017 22:58
#2043 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was man schon alleine daran merkt, dass du die philosophischen Weltanschauungen völlig anderer Zeitepochen, dir einfach in unser Zeit transportierst und dann meinst, damit dein privaten Autoritätsansprüche als unser Schulmeister gelten machen zu können.

Perquestavolta,

... das ist durchaus gestattet und nicht in jedem Falle ein Fehler, denn schließlich gibt es Gedankengänge, die "zeitlos" sind. Wer z.B. die alten griech. Philosophen kennt, weiß, dass wir im Grunde bis heute nicht sehr weit über ihr Denken hinausgekommen sind. (Ist nun mal so!) Das, was z.B. Platon zu einigen Themen dachte/sagte, hat an Bedeutung/Kraft nichts verloren. Wenn Du aber schon vom "Schulmeister" sprichst, dann schau doch mal bitte gefälligst auf Deine Texte, mit denen Du uns hier "unterrichten" wolltest, obwohl das in jedem Fachbuch nachgeschlagen werden kann. Also bitte zuerst vor der eigenen Türe kehren, bevor man meint, den Schmutz vor der anderen Türe beanstanden zu können.

Zitat
Nur hast du überhaupt keine Ahnung davon was Philosophie ist und welchen Zielen sie gerecht werden muss.


PHILOSOPHIE hat u.a. auch eine methodische Form, die sich als Zwischensein, auch als "Mittleres" darstellt. Sobald von der philosophischen Bewegung die Rede ist, zwingt sich eine Denkform auf, in der diese "Denkform" gedacht wird. Weil das Philosophieren stets auf dem Wege von etwas zu etwas hin erfolgt, ist es ein Sein zwischen Ursprung und Ziel, ein in der Mitte sein, auch ein Mittlersein/ein Vermittlersein. Weil es aber auch jeweils nur ein Zeitdasein ist, kommt Philosophie nie an ein Ende. Philosophie erfüllt sich im Zeitdasein, ist aus einem Ursprung auf ein Ziel hin. Die denkende Bewegung ist mit dem Endziel verbunden, aber nur in Gestalt des Zwischenseins. Das Philosophieren denkt in der Reflexion auf seine eigene Bewegung ein Seiendes: die Vernunft, die Liebe, die Sprache als Chiffer.

Angesichts einer möglichen Vollendung der Wahrheit läßt sich, was Philsophie sei, abwehrend vergegenwärtigen. Philosophie ist sich nicht genug als die gedankliche Seite des tragischen Wissens. Das tragische Wissen schaut das Sein im Medium von Mythos und Geschichte. Philosophie darf jedoch nicht beanspruchen, die Erlösung zu geben, die dem religiösen Glauben im Überwinden des Tragischen zuteil wird. Auf solches muss Philosophie verzichten.
Die Philosophie bringt nur ein Analogon der Erlösung in der Befreiung zur vollen Entfaltung von Vernunft und Liebe in der Welt und in dem Aufschwung zum Seinsbewusstsein durch Hören der Sprache der Chiffern, welche sich uns als Erscheinungen vor Augen stellen. Der philosophische Weg ist schwer, weil er keinerlei Leibhaftigkeit und keine Garantie bietet und weil man auf ihm keine Instanz der Welt ein "letztes Wort" zu sprechen vermag.

Was Philosophie ist, weiß ich zumindest genauso gut, wie Du. - Du magst Dir zwar hier und da einiges angelesen haben, aber innerlich hat Dich dieses nicht sehr weit gebracht, außer, dass Du hier mit Urteilen aus Deiner Frosch-Perspektive zu beeindrucken versuchst. Hier in Deutschland gibt es dafür ein nettes Sprichwort: "Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn eine Wildsau sich an ihr reibt?"

Zitat
So haben auch die Nationalsozialisten des III Reiches die Evolutionstheorie mit der germanisch-nordischen Mythologie und der Philosophie von ideologischen Idealisten gekreuzt, die sich große Denker meinten..und was dabei Schreckliches herausgekommen ist. ist ja nun der bekannteste Teil deutscher Geschichte.

Dieser kleine Zeitabschnitt ist nur denjenigen "bekannt und wichtig", welche die >Deutsche Geschichte< nicht als Ganzes kennen. - Deutschland ist weit mehr, als nur die kurze Epoche des III. Reiches. - Auch Italiens Geschichte ist ja nicht nur an Nero, an den Borgias oder an Mussolinis Anhängern zu bewerten!

Zitat
Bis dann aber ergötzen wir uns daran, dass allein in einer ganz gewöhnlichen "Blechschraube" mehr geistiger Inhalt drinnen steckt, als in deinem ganzen transzendentalen Geschwafel seit 3 Jahren hier im RF.

Dass Du und auch andere zur Transzendenz ein mehr als gestörtes Verhältnis haben, ist nun auch seit langem ersichtlich. Sich aber daran zu "ergötzen", würde nur einem Narren einfallen.

BEMERKUNGEN ZUR TRANSZENDENZ:

Das Andere, was nicht wir sind, ist für uns, soweit wir Dasein, Bewusstsein überhaupt und Geist sind, das anschauliche und nie empirisch nachweisbare Andere, das wir als Transzendenz benennen. Das, worin und wodurch wir da sind, ist die Welt. Das, worin und wodurch wir wir selbst und frei sind, ist die Transzendenz. - Durch unsere Geschichte geht eine Grundhaltung, der nur die Welt gilt und keine Transzendenz. Alles, was ist, ist Welt. In der Tat ist Transzendenz nicht aufweisbar wie Realität in der Welt. Was ist, ist reine Immanenz, ist Weltsein. Diese Position ist unreflektiert am Beginn der Menschheitsgeschichte, ist also anfänglich. Sie wird auch später, als die Transzendenz "bewusst" wurde, gegen diese festgehalten. Die "Götter" sind Wesen in der Welt, gehören zur Welt. Kosmogonie fällt zusammen mit Theogonie. Der Mensch IST in der Welt AUS ihr und MIT ihr. Er ist Mikrokosmos, d.h., ein Spiegelbild, Vertretung des Makrokosmos, in dem nichts ist, was nicht auch in ihm ist.

Transzendenz ist das schlechthin Andere. Gemessen an der Seinsweise von Weltsein ist sie zwar nichts, aber dieses Nichts ist das eigentliche SEIN, an dem gemessen alles Weltsein ein nur zweites Sein, nicht in sich selbst gegründetes SEIN ist. Die von uns erforschbare Welt ist aber als Sein nur ein Sein des Übergangs, ist ungeschlossen, aus sich selbst nicht verständlich, ist so für den Menschen eine Stätte der transzendenten Sprache, denn die Aspekte des Seienden treten uns als Gegenstände gegenüber: als Aspekte des Seienden, als Sprache eines Grundes.
Betrachtet man aber die uns gegenüberstehenden Dinge in ihrer Isolierung (wie es die Wissenschaften tun!), ist ihnen ihre Transzendenz verschwunden. Lediglich vermessen, analysiert und mit Namen/Formeln benannt, werden sie endlos, nichtig und unwahr.-

Für so doof halte ich weder Dich, noch andere user, dass solch eine Sprache nicht "verstanden" werden kann. Wie sich aber einer dazu "einstellt", bleibt natürlich (s)eine persönliche Angelegenheit.

Gruß von Reklov

seneca Offline

religiöser Atheist


Beiträge: 703

22.11.2017 18:16
#2044 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Reklov
Was du alles schreibst von Philosophie und Transzendenz, ist das von Dir oder irgendwo abgeschrieben. Bitte, dann Quelle angeben. Ich habe mal "das Umgreifende" gelesen, das ist von Jaspers. Du schreibst über metaphysische Dinge, um es mal so zu sagen, die Perquestavolta nicht versteht oder nicht verstehen will. Ihr pflegt schon seit sehr langer Zeit einen Dialog zum Teil mit Häme gespickt. Ich meine zu verstehen, was du meinst, aber ich kann natürlich nur von mir aus gehen, von meiner Metaphysik.

Zur Frage "Hat Gott ein Bewusstsein?". Natürlich nicht, den er ist ein von Menschen gedachte Chimäre. Alles was er über Gott denkt, nimmt er aus seiner Person. Einen so abstrakten, eigentlich nicht vorstellbaren Hochgott, ist wegen des Mono-Theismus seit 2000 Jahren zu verdanken. Meine Meinung ist, dass dieser vorgestellte All-Gott mit dem Daimon/Genius/Genia in jedem Menschen verwechselt wird, der mit dem Tod des Menschen untergeht.

Ich bin weder für Monotheismus noch für Atheismus, mir gefällt der Polytheismus. Ich bin (cum grano salis / nicht ganz ernst gemeint) für ein fröhliches Heidentum. Interessant und unterhaltend finde ich die altägyptische Religion, die 3000 Jahre bestanden hat und das Christentum beeinflusst hat. Sie hat auch eine Philosophie entwickelt.
Übrigens ist die Kath. Kirche entgegen einer landläufigen Meinung nicht monotheistisch, was mich (als Reformierten) nicht stört. Man denke nur an all die Heiligen oder an Maria, die Gottgebärerin äh die Gottesmutter (vgl. Isis, die im ganzen röm. Reich verehrt wurde, s. das Iseum von Pompeji). Ich war kürzlich in Italien in einer kleinen Kirche, wo Maria piena di grazia etc. angebetete wurde, in unzähligen Wiederholungen. Sie ist eigentlich eine Göttin, auch wenn sie nur als Mittlerin des "Herrn" (Mitarbeiterin des Chefs) dargestellt wird ("il signore e con te"): prega per noi peccatori, adesso e nell'ora della nostra morte ... bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. "Uns Sünder" ist eine Unterwerfung, aber Maria wird schon ein gutes Wort beim Chef einlegen und uns (hoffentlich) einen leichten Tod bescheren. Man möchte die Göttin Maria durch Gebete günstig stimmen. Zuerst wird sie gelobt, als einzigartig "gebenedeit unter den Weibern" (italienisch tönt es schöner: Tu sei benedetta fra le donne etc.) und dann wird sie um Gunst und Gnade gebeten. So ähnlich haben schon die Ägyptern und die Römer zu Isis gebetet.

__________________________________________________
RELIGION IST HEILBAR! (Buch von J. Hochstrasser, Ex-Priester) Die einzige Entschuldigung Gottes ist, dass er nicht existiert (Stendhal).
Denken ist eine Anstrengung; Glaube ein Komfort (Ludwig Marcuse).
Philosophie ist, über die Welt und das Leben der Menschen nachzudenken (Schopenhauer).
Ich würde nur an einen Gott glauben, der zu tanzen verstünde (Nietzsche, Zarathustra).

Gysi Offline

Atheist


Beiträge: 18.863

23.11.2017 09:22
#2045  Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Seneca
aber ich kann natürlich nur von mir aus gehen, von meiner Metaphysik.

Wie sieht die aus?

_____________________________________________
"Ich bin vom Glauben zum Wissen konvertiert!" (Hamed Abdel-Samad)

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

23.11.2017 11:09
#2046 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Was du alles schreibst von Philosophie und Transzendenz, ist das von Dir oder irgendwo abgeschrieben. Bitte, dann Quelle angeben. Ich habe mal "das Umgreifende" gelesen, das ist von Jaspers.

Seneca,

... das "Umgreifende" ist ein Begriff aus dem Buch von K. Jaspers: >VON DER WAHRHREIT<. Ich vereinfache manchmal die doch recht komplizierten Wortketten anderer Denker, mische sie also mit meiner Sprache oder verwende sie nur als Bruchstücke. - K. Jaspers habe ich aber, nicht nur im Zusammenhang mit dem "Umgreifenden", hier schon öfter als Quelle angegeben.

Zitat
Ich meine zu verstehen, was du meinst, aber ich kann natürlich nur von mir aus gehen, von meiner Metaphysik.

Der Metaphysik geht es oft ähnlich, wie der "modernen" Kunst. Leute, die damit aus versch. Gründen nichts am Hut haben, versuchen sie mit Häme zu überziehen. Wie bekannt, versuchten ja die Nazis jenen damals neu aufkommenden Kunst-Stil sogar als "entartet" zu deklarieren.

Zitat
Man denke nur an all die Heiligen oder an Maria, die Gottgebärerin äh die Gottesmutter (vgl. Isis, die im ganzen röm. Reich verehrt wurde, s. das Iseum von Pompeji).

Diesen Zusammenhang kann man so sehen wollen. Die Frage, ob es einem "allmächtigen" Gott denn möglich wäre, eine von ihm "auserwählte" Person, auch ohne die sonst nötige Vereinigung von Mann und Frau, auf die Erde zu bringen - bleibt aber als solche im Raum stehen, die da lautet: Kann Gott seine eigenen Naturgesetze umgehen und somit Ausnahmen schaffen und nutzen?

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

23.11.2017 18:57
#2047 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2043

Zitat
Was man schon alleine daran merkt, dass du die philosophischen Weltanschauungen völlig anderer Zeitepochen, dir einfach in unser Zeit transportierst und dann meinst, damit dein privaten Autoritätsansprüche als unser Schulmeister gelten machen zu können.
Perquestavolta,

... das ist durchaus gestattet und nicht in jedem Falle ein Fehler...


denn schließlich gibt es Gedankengänge, die "zeitlos" sind. Wer z.B. die alten griech. Philosophen kennt, weiß, dass wir im Grunde bis heute nicht sehr weit über ihr Denken hinausgekommen sind. [/quote] Du selber bist dafür der lebende Beweis. Nur bist DU "gottseidank" nicht WIR. Deine verdeckter Rassismus, deine krankhafte wie bösartige Selbstbezogenheit, dein komplett fehlender Realitätssinn... zeigt, dass du dich wohl sehr mit den alten griechischen Philosophen beschäftig haben musst..





Zitat von Reklov im Beitrag #2043

(Ist nun mal so!) Das, was z.B. Platon zu einigen Themen dachte/sagte, hat an Bedeutung/Kraft nichts verloren.
Ist aber nun halt auch mal so, dass Platon, würde er heute in unserer Zeit leben und genau das selbe sagen, in derKlappsmühle landenwürde.. mit anschleießender lebenslanger Sicherheitsverwahrung...




Zitat von Reklov im Beitrag #2043

Wenn Du aber schon vom "Schulmeister" sprichst, dann schau doch mal bitte gefälligst auf Deine Texte, mit denen Du uns hier "unterrichten" wolltest...

Nun... meine Texte versteht hier außer dir so ziemlich jeder.. und dass in einem Radio weit mehr geistige Arbeit Leistung drinnen steckt, als in deinem Transzendenz-Gefasel, brauch man wohl nicht auch noch unterstreichen. Hihi..


Zitat von Reklov im Beitrag #2043


PHILOSOPHIE hat u.a. auch eine methodische Form, die sich als Zwischensein, auch als "Mittleres" darstellt.
Dann bist du als Mittler wohl der geborene Versager..
Dafür spricht auch deine krankhafte und bösartige Selbstbezogenheit.. die zu solchen Aussagen führen, wie: Zitat Reklov "Ich konnte noch nie verstehen, warum ;enschen die nicht an Gott glauben überhaupt alt werden wollen"
Diese Aussage machst du in einer Zeit, in der religiöse Fanatiker/Terroristen wahllos andere Menschen töten, die nicht der ihren transzendentalen Philosophie folgen..

Sag mal schämst du dich überhaupt nicht, Reklov?



Zitat von Reklov im Beitrag #2043

Sobald von der philosophischen Bewegung die Rede ist, zwingt sich eine Denkform auf, in der diese "Denkform" gedacht wird.

Von islamistischen Terroristen ist das bestens bekannt.. Und von narzisstischen Idioten und anderen Ignoranten kennt man das Phänomen auch..

Reklov Offline




Beiträge: 5.745

24.11.2017 14:12
#2048 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat
Ist aber nun halt auch mal so, dass Platon, würde er heute in unserer Zeit leben und genau das selbe sagen, in derKlappsmühle landenwürde.. mit anschleießender lebenslanger Sicherheitsverwahrung...

Perquestavolta,

wenn Du mir (uns) hierzu wenigstens ein "Beispiel" aus Platons Texten anführen könntest - wäre das für Deine Behauptung mehr als förderlich.

Zitat
deine krankhafte wie bösartige Selbstbezogenheit, dein komplett fehlender Realitätssinn... zeigt, dass du dich wohl sehr mit den alten griechischen Philosophen beschäftig haben musst..

Ich kenne auch die uns zeitlich näherstehenden Denker, wie z.B. L. Wittgenstein. Wenn Du aber jede (nicht nur meine!) anders ausgerichteten Gedankengänge und die damit verbundenen Aussagen schon als "krankhaft" und "bösartig" bezeichnest, bist Du schon auf der Kontrollzwang-Ebene von Despoten gelandet, die alles verdammten/verdammen, was nicht in ihre Vorstellungswelt passte/passt. (Nein - solches führt auch stets nur in eine Sackgasse!)

Zitat
Nun... meine Texte versteht hier außer dir so ziemlich jeder.. und dass in einem Radio weit mehr geistige Arbeit Leistung drinnen steckt, als in deinem Transzendenz-Gefasel, brauch man wohl nicht auch noch unterstreichen. Hihi..

Deine Texte richten sich mehr nach physikal./chem. Erkenntnissen/Wissensstufen aus. Diese sind erlernbar und liegen auch scheinbar auf einer nachvollziehbareren sprachlichen Ebene.
Dass Du die Tranzendenz als "Gefasel" einstufst, zeigt, auf welcher Sprachebene Du stehen geblieben bist. Diese Stufe wäre vergleichbar mit den Akkorden und einfachen Melodien, welche die Kirchengemeinden so brav jeden Sonntag vor sich hinträllern. Ich möchte aber fast wetten, dass keiner von denen auch nur im Ansatz ahnt/versteht, mit welcher Ton-Sprache sich uns z.B. der Saxoponist Charlie Parker auf eine bis dahin unbekannte Weise vorstellt.

Bleiben wir aber bei der von Menschen "gesprochenen" Sprache:

D. Hume hat z.B. sein "System" entwickelt, das eine Art >Psychologie ohne Körper< ist. Er spricht darin über Empfindungen und Ideen, als könnten sie existieren, bevor sie zu den "Bündeln" zusammengesetzt werden, die seiner Meinung nach den "ganzen" Menschen ausmachen.-

L. Wittgenstein, der ja viel später geboren wurde, meinte z.B. in seinem TRACTATUS, dass Gott sich nicht in der Welt offenbart, und das heißt, dass er sich nicht in irgendeiner besonderen Tatsache oder einem Tatsachenkomplex offenbart. - Er geht sogar weiter und sagt, Gott sei die Welt (was ja den ganzen Kosmos einschließt.) Seiner Auffassung nach (da will ich ihm auch nicht widersprechen), heißt glücklich sein, die Welt als GANZES zu erkennen, dessen Grenzen sich ausdehnen. Ein unglücklicher Mensch dagegen würde die gleichen Grenzen, die die gleichen Tatsachen einschließen, als bedrückend empfinden. Wenn nur die Weltanschauung des glücklichen Menschen Wert in sich hat, dann ist vielleicht verständlich, dass man ihr weder mit einer Tautologie noch mit einem empirischen Satz Wert in sich zuschreibt, sondern nur mit einem transzendentalen Urteil. - Zwar hat solch eine Welt einen bestimmten Charakter, aber sie ist auch nicht als gehaltvolle These auszudrücken, sondern nur als tiefe Tautologie.

L. Wittgenstein lehnt z.B. (überraschenderweise) den Standpunkt des Realisten ab. Er behauptet, die Annahme jedes Beweises sei ein Akt der Anerkennung, der von jedem vorherigen akt der Anerkennung unabhängig sei. Nichts zwingt uns, den Beweis anzuerkennen oder abzulehnen, der eben gerade vor uns liegt. Das klingt absurd, weil wir es für natürlich halten, dass die Bedeutungen der Begriffe, die im Beweis des Möchtegern-Theorems oder der Möchtegern-Gleichung angewandt worden sind, von vorneherein festgesetzt sein müssen.
Wittgenstein meint jedoch, ihre Bedeutungen seien nicht von vorneherein völlig festgelegt, sondern sie erhielten ihre volle Bedeutung nach und nach, wenn die Beweise später anerkannt oder zurückgewiesen würden. Diese Ansicht mag erstaunlich aussehen, aber sie ist nicht widersprüchlich.

Strittige Punkte sind also im menschlich begrenzeten Denken stets schon eingebaut:

Nehmen wir mal an, jemand, der beide Farben Gelb und Blau anhand von Beispielen gelernt hat, wende sie dann auf eine verwaschene Mischfarbe an und behaupte, sie genau so wie sein Lehrer zu verwenden. Der Lehrer könnte behaupten, die notwendige Wahrheit, wenn ein Ding gelb sie, könne es nicht blau sein, sei in seiner ursprünglichen Unterweisung durch die Beispiele stillschweigend enthalten gewesen. Das wäre ein vernünftiger Einwand, falls die Unterweisung in der Verwendung des Wortes "gelb" auch, wie es hätte sein sollen, Dinge angeführt hätte, die nicht gelb waren; dann könnte es sein, dass der Schüler zustimmte. - Es geht hierbei nicht um einen Beweis der notwendigen Wahrheit, dass ein Ding, das gelb ist, nicht blau sein kann. Nach dem Streit mit dem Lehrer kann ihn der Schüler nur entweder direkt akzeptieren oder sich direkt weigern.

Damit wollt ich anzeigen, dass auf dem Gebiet der Sprache (auch der religösen!) ganz andere Kriterien zu beachten sind, als beim Zusammenbau (d)eines Radios. Wer dieses "beachten" kann, ist schon mal ganz anders unterwegs und weiß, dass sog. "Ableitungsregeln" dennoch in verschieden Zusammenhängen interpretiert werden können, ohne sich zu widersprechen. Wer soll schließlch entscheiden, was als "noch einmal dasselbe" zählt?

Damit stellt sich die Frage, ob das Wort "Anerkennung", um das ja, auch hier im Forum, so heftig gerungen wird, in der Theorie der notwendigen Wahrheiten, wie sie (nicht nur von Wittgenstein) so angeboten werden, eine klare Bedeutung hat. Es lag jedoch immer auf der Hand, dass dies fragwürdig werden würde. Denn ein derartiges Lösemittel, wie es mancher Denker auf notwendige Wahrheiten anwendet, die als Ableitungsregeln in BEWEISEN angewendet werden, lässt sich offenbar auf alle notwendigen Wahrheiten anwenden, einschließlich jener, die gerade eben (z.B. von wissenschaftlichen Experten)) anerkannt worden sind. Zumal es auch immer leichter zu verstehen ist, WAS einer sagt, als WARUM er es sagt.

Zitat
Dafür spricht auch deine krankhafte und bösartige Selbstbezogenheit.. die zu solchen Aussagen führen, wie: Zitat Reklov "Ich konnte noch nie verstehen, warum ;enschen die nicht an Gott glauben überhaupt alt werden wollen"
Diese Aussage machst du in einer Zeit, in der religiöse Fanatiker/Terroristen wahllos andere Menschen töten, die nicht der ihren transzendentalen Philosophie folgen..

Sag mal schämst du dich überhaupt nicht, Reklov?

Wer andere Zeilen, so wie Du, im Unverstand übereilt und negativ auslegt, wird immer zu falschen Schlussfolerungen kommen. Das sollte ja zur Genüge bekannt sein. Mit meiner Aussage, zu der ich stehe, wollte ich jedoch andeuten, dass für das Individuum, also für den Einzelnen, das Leben bis ins hohe, evtl. auch von Krankheit geplagte Alter an sich keinen rechten Sinn mehr hergibt, wenn der Einzelne sich nach seinem Tode in der Erde völlig "bewusstlos" vermodern/veerschwinden sieht, sich selbst also lediglich auf das Körperliche seines Lebens reduziert, nur weil er andere Gedankengänge zeitlebens "verstopft" hat. Auch das Weitergeben der Gene an die nächste Generation wäre ja lediglich ein zeitliches Verschieben bis zur absehbaren/berechenbaren Endlichkeit unseres Sonnensystems. - "Schämen" sollte sich also derjenige, der sich nur zu negativen und nicht durchdachten Interpretationen meiner Aussagen hinreißen lässt! Damit ähnelt er den von Dir erwähnten relig. Fanatikern - die ja ebenfalls ihre relig. Texte z.T. falsch interpretieren - weil ihnen zeitlebens leider keine anderen Denkmuster/Deutungen beigebracht worden sind.

Hoffe - man hat mich nun etwas besser "verstanden". (?)

Gruß von Reklov

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2017 17:02
#2049 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Zitat von Reklov im Beitrag #2048
[quote]Ist aber nun halt auch mal so, dass Platon, würde er heute in unserer Zeit leben und genau das selbe sagen, in derKlappsmühle landenwürde.. mit anschleießender lebenslanger Sicherheitsverwahrung...
Perquestavolta,

wenn Du mir (uns) hierzu wenigstens ein "Beispiel" aus Platons Texten anführen könntest - wäre das für Deine Behauptung mehr als förderlich.[quote]

Platon: DAS WAHRE, DAS GUTE, DAS SCHÖNE, in ihnen spiegelt sich die Beschaffenheit allen Seins wieder.
Dass dem überhaupt nicht so ist Reklov, und sich hier Platon nur sein narzisstisches Selbstideal bejubelt ist nun mal einen Tatsache..

Denn dass das WAHRE in den meisten Fällen weder gut noch schön ist, Ist Platon wohl nicht aufgefallen.
Dass das Schöne in den meisten Fällen ein gefährliches Irrlicht ist, ist Platon auch nicht aufgefallen.
Und dass das Gute nur von den geschmacklichen oder zweckdienlichen Vorlieben des Betrachters abhängt, hätte Platon eigentlich auch merken müssen.


Aber dass Platon damit nur die Realität von Menschen und anderen Lebewesen verhöhnt, welche in ihrem Sein überhaupt nichts von Platons Beschaffenheit des Seins abgekriegt haben.. sollte uns recht darin geben, Platon nur für die seine Zeit in der er gelebt hat als großen Philosophen gelten zu lassen..





Zitat von Reklov im Beitrag #2048

Ich kenne auch die uns zeitlich näherstehenden Denker, wie z.B. L. Wittgenstein.
http://www.wissenschaftskritik.de/ludwig...ein-leben-werk/

Du kennst Wittgenstein wohl eher auch nicht Reklov. Der war nämlich als Mensch ein ziemliches Ekel und ist auch als Philosoph nicht bei allen gleich in der Ehre...Gerade eben seinen Behauptungen über das "Unbegreifliche" - worin wohl jeder geistig gesunde Mensch den Widerspruch erkennen müsste, denn wir kann man über etwas ernsthaft reden wollen was weder begreiflich noch erfassbar ist - haben ihn ziemlich in die Kritik gebracht. Und ich persönlich denke über Wittgenstein, dass er der ideale Philosoph für Idioten ist, welche sich besonders gut mit seiner fixen Wahnvorstellung - Er meint, mit seinem „Tractatus“ alle philosophischen Probleme in nichts aufgelöst zu haben - identifizieren können.








Zitat von Reklov im Beitrag #2048


Wenn Du aber jede (nicht nur meine!) anders ausgerichteten Gedankengänge und die damit verbundenen Aussagen schon als "krankhaft" und "bösartig" bezeichnest, bist Du schon auf der Kontrollzwang-Ebene von Despoten gelandet, die alles verdammten/verdammen, was nicht in ihre Vorstellungswelt passte/passt.
Eigentlich gehen mir deine "Gedankengänge" weit hinten am ***** vorbei, Reklov. Weil da auch nichts ist was in diesen Gedankengängen noch irgendwie zusammenpasst. Aber daran bist du ganz alleine selber schuld.

Du redest über das Unfassbare und das Unbegreifliche, als wenn du darüber viel mehr erfassen und begreifen würdest... Tatsächlich aber beweist deine Aussage, dass ein Radio nur die Summe seiner Teile ist.. dass du beim erfassen und begreifen nicht gerade der Geschickteste, oder einfach nur ein Totalignorant bist. Und ich "glaube" wohl beides in einem. Wobei das noch gar nicht mal alles ist, sondern nur die Spitze vom Eisberg.





Übrigens Rekov.. fass dich ein bisschen kürzer!

Perquestavolta ( gelöscht )
Beiträge:

24.11.2017 19:09
#2050 RE: Hat "Gott" ein Bewusstsein? Thread geschlossen

Wert: »Der Sinn der Welt muss außerhalb ihrer liegen. In der Welt ist alles wie es ist und geschieht alles, wie es geschieht; es gibt in ihr keinen Wert – und gäbe es einen, so hätte er keinen Wert. Wenn es einen Wert gibt, der Wert hat, so muss er außerhalb alles Geschehens und So-Seins liegen. Denn alles Geschehen und So-Sein ist zufällig.«

Zitat Wittgenstein

Warum ich sage, dass Wittgenstein der ideale Philosoph für Idioten ist. Nicht weil er des öfteren doch Recht hat, sondern weil er sich ständig selbst widerspricht. Weil er mit diesem Satz, der gar keinen Sinn und keinen Wert hat über ein Außerhalb des Geschehens redet, als wäre dieses Außerhalb realer realer Teil des ganzen Geschehens, dessen er sich als Beobachter glaubt. Nur ist es aber leider so, dass es ein Geschehen außerhalb des Geschehens auch gar nicht geben könnte. Und wenn doch... dann wäre auch dieses Geschehen nur ein Geschehen innerhalb des ganzen Geschehens usw. usf...

Wittgenstein ist - soweit man weiß - "psychisch" sehr krank gewesen... und es bestehen auch kein Zweifel, dass "erbliche" Gründe dafür verantwortlich waren. 3 seiner Brüder haben sich aus den selben Gründen selbst da Leben genommen.

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"Ich bin völlig anderer Meinung als Sie. Aber ich werde mein Leben dafür einsetzen,
dass Sie sie sagen dürfen!" (Voltaire)

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